Ihre Meinung zu: Belarus: Oppositionskandidatin Tichanowskaja in Litauen

11. August 2020 - 9:51 Uhr

Fühlte sie sich im eigenen Land bedroht? Die belarussische Oppositionskandidatin Tichanowskaja ist nach der umstrittenen Präsidentenwahl nach Litauen ausgereist - eine schwierige Entscheidung, wie sie sagt.

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Kommentare

Sehr kluge Frau

die Frau Tichanowskaja

Ihre eigene Sicherheit geht vor

und es ist nur zu Verständlich, sich und seine Lieben zunächst mal in Sicherheit zu bringen. In Belarus und in Russland ist man als Demokratin, Journalistin oder Menschenrechtsaktivist/in nicht sicher. Das ist seit langem durch viele Morde bekannt.

Sie beansprucht den Sieg bei der Präsidentenwahl für sich

auch eine etwas kühne Forderung
aber in dem Land haben wohl viele merkwürdige Vorstellungen
beim Häuptling angefangen

Tja

" Tichanowskaja hatte sich aber auch massiv bedroht gefühlt von den Sicherheitskräften um den autoritären Präsidenten Alexander Lukaschenko. Der 65-Jährige hat mit dem Einsatz der Armee gedroht, um seine Macht auch nach 26 Jahren für eine sechste Amtszeit zu verteidigen."

Für diverse autoritäre Herrscher sind ja ein paar kleine Oppositionsparteien nützlich, da diese den Schein der Demokratie wahren. Nur wenn diese tatsächlich freie und faire Wahlen und demokratische Reformen reklamieren, wirds natürlich kritisch. Dann schlägt die Staatsmacht zu und es ist Schluss mit lustig.
Aber vielleicht hats Lukaschenko diesmal zu weit getrieben und die Demonstranten lassen sich nicht weiter einschüchtern.
Auf alle Fälle verdienen die Leute, die gerade auf den Straßen sind und gegen das Regime demonstrieren Respekt. Im Angesicht der Gefahr durch ein autoritäres Regime verhaftet zu werden, trotzdem auf die Straße zu gehen, ist beachtlich...

Natürlich wird "der große Diktator"

Rache nehmen, dass diese Frau es gewagt hat, ihn anzugreifen. Und was macht der Westen? Er bezweifelt das Wahlergebnis und hat nicht den Mut, dort alle Botschafter abzuziehen und die Wirtschaftskontakte zu beenden. Das ist halt "Realpolitik". Deshalb dürfen auch die anderen Despoten (Erdogan, Orban, Pis in Polen, Trump, Xi.....) schalten und walten, wie immer sie wollen.
Vielleicht ist der Klimawandel doch nicht so schlecht, denn die Menschheit ist wohl nicht in der Lage eine menschenwürdige Welt zu schaffen - vielleicht schafft es ja die Natur.

Lukaschenko hatte die Gewalt im Nachbarland vor Augen.

Er hatte explizit darauf verwiesen, wie der demokratisch gewählte, die Wahl wurde auch vom Westen anerkannt, ukrainische Präsident Janukowitsch am Ende mit der Hilfe von Bewaffneten aus dem Amt und in die Flucht geschlagen wurde.
Die USA favorisierten den in freien Wahlen mit 6,69% unterlegenen Jazenjuk. Der wurde dann tatsächlich MP.

Die 80% sind eher unwahrscheinlich. Dass er aber keine aus dem Ausland unterstützte Opposition an die Macht lassen will, ist aber so unverständlich auch nicht.
PS.: Das Einkommen in der Ukraine sank nach dem Putsch von durchschnittlich etwas über 300€ auf jetzt unter 200€. Für die Bevölkerung hat sich der Umsturz nicht gelohnt.

Keine andere Wahl

Ihr blieb im Grunde keine andere Wahl, als das Land zu verlassen. In solchen Ländern lebt man gefährlich, wenn man sich politisch behaupten will. Die Wahlen waren doch nur eine billige Farce.

Meiner Meinung nach...

Sollten wie uns mit Bewertungen zurückhalten!
Selbstverständlich verfügt Herr Lukaschenko über eine erhebliche Machtbasis!
Das Ergebnis war Vorraussehbar,
Die Reaktion des Westens ebenso!
Hinterfragen Sie einfach "wem nützt es"
Und glauben Sie ernsthaft
das Russland zulassen wird das Weißrussland der nächste Konfliktherd wird?

Das mündet in einen Bürgerkrieg...

... befürchte ich jedenfalls.
Das wird heftig, v. a. wenn dann noch die „Freunde aus Moskau“ das Regime unterstützen. Wer weiß, wer dann aus dem Westen die Opposition unterstützt...
Armes Belarus, bzw. die Menschen dort tun mir jetzt schon leid, was da womöglich für eine Gewaltspirale auf sie zukommt.

Frau Tichanowskaja...

Ist benutzt worden, Sie weiß es bloß noch nicht!
Die weißrussischen Sicherheitsorgane haben Sie nach Litauen gebracht,
da wird Sie jetzt sicher sein!
Fragt sich nur vor wem?

Caesarenwahn

26 Jahre Lukaschenko und noch kein Ende in Sicht. Dabei sollte man wenigstens annehmen, dass der Mann seine eigenen Schäfchen schon lange ins Trockene gebracht hat. Also könnte man auch meinen, es sollte ihm längst reichen. Und dennoch klebt der Despot an seinem Stuhl wie die Fliege am Sirup.

Wenn das eigene Volk in Massen auf die Straße geht und einen Wandel fordert, dann sollte man es auch einsehen und gehen. Am Ende würde die Menschen Lukaschenko vielleicht sogar feiern, wenn er sie ohne Gewalt in die Freiheit entlässt und für einen demokratisch gewählten Nachfolger Platz macht. Wäre da nicht der ewige Caesarenwahn, der sie alle überkommt und scheinbar unheilbar ist.

„Tichanowskaja hatte sich aber auch massiv bedroht gefühlt von den Sicherheitskräften um den autoritären Präsidenten Alexander Lukaschenko. Der 65-Jährige hat mit dem Einsatz der Armee gedroht, um seine Macht auch nach 26 Jahren für eine sechste Amtszeit zu verteidigen“

Diese Fakten lassen keinen Raum für Spekulationen. Nur für Überlegungen über den richtigen „Umgang“ damit.

Auch angesichts dieser unmissverständlichen „Ansagen“ Lukaschenkos bereits vor den Wahlen auf die Frage, wer denn die Wahl gewinnen werde: "Das kann ich natürlich sagen, aber wozu?"

Hier zwei weitere Auszüge aus der betreffenden Meldung „Der angespannte Autokrat“ vom 09.08.: „[Lukaschenko] warnte - immer wieder: "Alle Kriege beginnen heutzutage mit Straßenprotesten, Demonstrationen. Dann kommen Maidane." Und einen Maidan - also eine Revolution wie in der Ukraine - werde er zu verhindern wissen, koste es, was es wolle“/
„Dass er solche Botschaften vor allem auch an seinen Sicherheitsapparat richtet, deutet (...)“

10:59 von iforkanzlerin

woraus schließen sie das ?
dass sie rechtzeitig sich absetzte ?

Respekt für die legitime Präsidentin von Belarus

Frau Tichanowskaja wurde vom weißrussischen Volk mit großer Mehrheit gewählt. Es würde deshalb der EU und sonstigen demokratischen Staaten gut anstehen, sie als legitime Präsidentin anzuerkennen. Die Proteste im Land wird Lukaschenko natürlich blutig niederschlagen lassen. Man kann nur hoffen, dass sich die Sicherheitskräfte irgendwann auf die Seite des Volkes stellen. Falls das geschieht, stehen aber noch die Söldner Putins im Hintergrund bereit. Er wird Weißrussland niemals ohne Bürgerkrieg in die Freiheit entlassen. Dem Land stehen somit auf jeden Fall weitere schwere Zeiten bevor. Selbst ein Einmarsch der regulären russischen Armee und eine Einverleibung in das russische Territorium ist nicht ausgeschlossen.

was genau da los ist weiß

was genau da los ist weiß eigentlich niemand

EU muss Druck auf Russland ausueben damit die nicht

wieder wie in der Ukraine einen Krieg anzetteln & das Land uebernehmen zu wollen.
Die EU muss wirklich nicht wie ein zahnloser Tieger agieren sondern auf Putin bzw. auch jedes weitere Land welches sich einmischen will konkrete und strenge Worte finden. Auch die EU sollte darin interessiert sein das kein Diktator im Europaeischen Raum unterstuetzt wird.
Ansonsten kann nur die USA helfen aber leider hat sich ja Deutschland immer gegen die USA gestellt. Siehe Iran & es wird auch nicht genug gegen China vorgegangen.
Dadurch ist die USA sehr veraergert und gegen die Deutschen.
Aus diesem Grund ist auch der Truppenabzug aus Deutschland entstanden.
Die EU taete gut daran Belarus zu helfen.
Diktaturen wie diese sowie Iran, Tuerkei und China duerfen nicht mehr unterstuetzt werden.
Egal was es kostet.

alles - nur nicht fair

Diese "Wahl" war alles - nur nicht fair. Egal was die Wähler angekreuzt haben, die Opposition konnte ja gar nicht gewinnen.

Alexander Lukaschenko ist doch eine traurige Figur.

Er kann sich nur noch mit Gewalt und Betrug an der Macht halten. Frau Tichanowskaja macht es richtig, sie möchte überleben! Lukaschenko sollte sich nicht sicher fühlen, wenn die Sicherheitsbehörden im nicht mehr beistehen, geht es ihm an den Kragen. Das kann sehr schnell gehen. Ich erinnere an Nicolae Ceaușescu!

@ krittkritt

Lukaschenko hatte die Gewalt im Nachbarland vor Augen.

Als er die Knüppelgarde losschickte? Oder was meinen Sie? Haben Sie die Bilder gesehen?
Lukaschenko muss in kein anderes Land blicken, wenn er ungerechtfertigte Polizeigewalt sehen will.

11:11 von datten

Mit wem kann die EU noch handeln, wenn man Kontakte zu Diktaturen alle einstellt. Schon schade, dass es so ist.

11:28 von Sisyphos3

re 10:59 von iforkanzlerin
.
woraus schließen sie das ?
dass sie rechtzeitig sich absetzte ?

Richtig: Dass sie sich rechtzeitig absetzte. Das ist doch logisch.

Die Frau hat ihr bestes gegeben und gegen einen Diktator "verloren". Im übrigen hat sie noch zwei Kinder zu versorgen.

re pfitch

"Meiner Meinung nach...
Sollten wie uns mit Bewertungen zurückhalten!"

Dieser Appell würde etwas glaubwürdiger wirken, wenn Sie selbst nicht fünf (ohne Fakten belegte) Thesen daruntergeschireben hätten...

@ krittkritt

Die 80% sind eher unwahrscheinlich. Dass er aber keine aus dem Ausland unterstützte Opposition an die Macht lassen will, ist aber so unverständlich auch nicht.

Ist das ein Witz? Wenn ein Machthaber sagt, die Opposition werde aus dem Ausland unterstützt (scheint ja für Sie gleich eine Tasache zu sein), dann darf er die Wahl beliebig zu seinen Gunsten manipulieren?

Schwer zu fassen, was hier so geschrieben wird. Aber dass selbst Ihnen die 80% zu dick aufgetragen sind, rechne ich Ihnen positiv an.

10:59 iforkanzlerin

"Sehr kluge Frau....."

Ich denke auch, dass sie klug ist (und hübsch) aber gerade deswegen hätte sie wissen müssen, dass sie nicht auf anhieb als Siegerin aus dieser Wahl hervorgeht, Fälschung hin Fälschung her.
Wichtig wäre zudem den Eindruck zu vermeiden von aussen gesponsert und gesteuert zu sein. Denn durch die Einmischung von aussen wird man angreifbar. (Siehe US Regierung)

Opposition heißt einen langen Atem haben selbst bei uns. Welche Oppositionspartei hat denn in den letzten Jahren bei uns den Regierungschef/in gestellt.
Die "Flucht" ist menschlich erklärbar und vielleicht auch vernünftig kann aber auch den Nachteil haben, dass ihre Anhänger und Wähler sich verraten fühlen.

11:22 von DB_EMD

eigenen Schäfchen schon lange ins Trockene gebracht hat.
Also könnte man auch meinen, es sollte ihm längst reichen
.
ob das für den wichtig ist
so Menschen sind - denke ich - ganz einfach krank
wie kann man sich wehren ... schwierig
die dürften ja "normalen" Argumenten kaum zugänglich sein
was bleibt einem also übrig ?
in der antiken Philosophie wurde diskutiert,
ob der Tyrannenmord ein legitimes Mittel zur Befreiung der Bürger sei
was soll man sagen ....

re krittkritt: Eher?

>>Die 80% sind eher unwahrscheinlich.<<

Man ahnt bereits hier, dass jetzt wieder „broken record“ abgespielt wird: „Eher unwahrscheinlich“ als Beschreibung einer der dreistesten und offensichtlichsten Wahlbetrüge in der Geschichte...

>>Dass er aber keine aus dem Ausland unterstützte Opposition an die Macht lassen will, ist aber so unverständlich auch nicht.<<

Praktisch, dass es logischerweise immer eine Unterstützung „aus dem Ausland“ für jede Opposition gibt. Noch praktischer ist es für die Regierung, dass sie die „Unterstützung aus dem Ausland“ ( Gehören hierzu auch „Brüdervölker“?) annehmen darf.

>>PS.: Das Einkommen in der Ukraine sank nach dem Putsch von durchschnittlich etwas über 300€ auf jetzt unter 200€. Für die Bevölkerung hat sich der Umsturz nicht gelohnt.<<

Wie gut, dass dies die Ukrainerinnen und Ukrainer jetzt selbst in freien Wahlen beurteilen dürfen und können und auch längst beurteilt haben.

Jetzt reichts

Ein korrupter Potentat ist 26 Jahre Präsident und will immer noch weiter am Stuhl kleben. Jetzt reichts einfach mal. Genau wie im Nachbarland gibt es wahrscheinlich hunderte gute Leute, die es besser machen würden. Frau Tichanowskaja ist nur eine davon. Und in Russland ist die Lage doch genauso, auch da gibt es gute Leute.

Es wird Zeit, ihr Potentaten, Zeit zu gehen.

Bürgerkrieg? Wieso das denn?

@ Wolf1905:
Das mündet in einen Bürgerkrieg...

Quatsch, es muss einfach nur ehrlich ausgezählt werden und dann gibt es vermutlich einen Regierungswechsel. Da ist doch nix dabei, das ist in vielen anderen Ländern schon so oft passiert.

11:34 von Heißer Schnee

woher wissen sie das ?
die Wahl war doch gefälscht - wie hier berichtet wird
wie kann dann einer behaupten mit großer Mehrheit gewählt
die eine wie der andere

Weißrussland könnte ...

... zu einem gefährlichen Brandherd entwickeln. Russland fürchtet sich vor nichts mehr als einer zweiten Ukraine an seiner Grenze.

Dauern die Unruhen im Land an und weigert sich die Polizei, auf die eigenen Landsleute zu schießen könnte die Situation kritisch werden.

Gut möglich, dass Putin seine kleinen grünen Männchen einreisen lässt, um die "Faschisten" zu bekämpfen, die bei der Wahl doch "nur auf 8%" gekommen sind."

Lukaschenko auch gegen Moskau.

@11:17 von Wolf1905
Zumindest hat er sich vielen Wünschen aus Moskau sehr klar entzogen. Dabei erscheint es keineswegs sicher, ob nicht eine engere Anbindung an Russland für sein Land tatsächlich die bessere Wahl wäre.

Dass er einen Eingriff des Westens via Opposition ähnlich der Ukraine nicht zulassen wird, hat er ebenfalls demonstriert.

zu einfach und die mehrheit will sie nicht

villeicht wurde betrogen, villeicht auch nicht. abereins ist sicher, die mehrheit wollte ihn wieder, ob es 55,65,75 oder mehr prozent sind spilet hier keine rolle. die ewigen verlierer, die dann immer als erste schreien von wahlbetrug usw gehen mi auf die nerfen und sind gefährlicher da sie das resultat niocht akzeptieren und sich wie götter als retter sehen.
der westen muss sich gewöhnen auch mit unleibsamen zu koopoerieren. mir gefällt auch merkel und co nicht, aber die mehrheiote hat eben für sie gewählt.

Oppositionskandidatin Tichanowskaja bittet um asyl im ausland da sie nicht mehr sicher im eigenen lande ist. naja jetzt steht ihr halt eine ernorme karriere im ausland zu die noch subventioniert wird.

wann lernt der westen sich aus allem mal so richtig rauszuhalten, denn im europa brausst es mehr als anders wo.

Es ist gut ,das sie nicht in Weissrussland geblieben ist!

Aber da hat sich Frau Tichanowskaja doch viel zu weit aus den Fenster geleht ,wenn sie sagt ,das sie den Sieg bei der Präsidentenwahl für sich beanspruchen tut .So eine Frau(grösstenteils Hausfrau) kann doch kein Land regieren ,wo sie von Politik überhaupt keine Ahnung hat.Für mich ist sie in der Opposition besser aufgehoben,da kann sie viel mehr bewirken.Aber egal ,diese Frau war mutig ,gegen Lukaschenko bei der Wahl anzutreten.

11:51 Defender411

"Mit wem kann die EU noch handeln....."

tja man kann auch in Edelmut sterben.
Aber ihre Frage ist berechtigt, wenn wir als Exportnation alle sanktionieren die nicht in unser Raster passen wird es aber eng mit unseren Sozialleistungen. Oder wenn alle Sanktionierten sich zusammenschließen und uns sanktionieren könnte es auch eng werden.
Aber keine Sorge es gibt zahlungskräftige Kunden bei denen knüpfen wir die Maschen recht weit.

„Frau Tichanowskaja wurde vom weißrussischen Volk mit großer

Mehrheit gewählt.“ Der Wahrheitsanteil an dieser Behauptung ist mit dem der vom Namen dieses Kontos „heißen Schnee“ vergleichbar. Wer den Behauptungen glaubt, dass Frau Tichanowskaja über 70% der Stimmen bekommen haben soll, der sollte mal nach Weißrussland gehen und dort ein paar Jahre leben und dazu noch die Augen und Ohre offenhalten. Dabei könnte es durchaus sein, dass diese Frau eine zweistellige %-Zahl eingefahren hat, aber das war es dann auch schon. Evtl. ist Herr Lukaschenko nicht über die 80% gekommen, über die 50% schon. Das schlimme ist, dass einige jetzt eskalieren versuchen: sowohl von innen, als auch von außen. Mit der Hoffnung, noch eine Ukraine zu schaffen. Das weißrussische Volk wird es ausbaden müssen, aber das ist denjenigen, die Feuer sehen wollen, egal. Man sieht an dem, wie sich Frau Tichanowskaja zurzeit verhält, dass sie weiß, was auf dem Spiel steht und sie kein Feuer will. Das macht den Unterschied. Hut ab dafür.

@ Heißer Schnee um 11:34

woher wissen Sie, wie das "richtige" Wahlergebnis ausfiel?

Man kann vermutetes oder gefühltes Unrecht nicht mit Unrecht bekämpfen.

Ansonsten gilt erstmal die Unschuldsvermutung, bis zum Beweis des Gegenteils.

Ansonsten werden Sie bereits mit kurzen Gedankenspielen selbst rausfinden, wohin das Land kommt, wenn beide Lager mit unlauteren Mitteln vorgehen und wie das international anerkannt werden wird.....

um 12:17 von krittkritt

"Dass er einen Eingriff des Westens via Opposition..."

Was wollen Sie denn damit andeuten? Sind wir so schlimme Ungeheuer mit unserer Demokratie und der Freiheit, unser Leben in die eigenen Hände nehmen zu können, ohne dass ein (ewiger) Präsident entscheidet, was wir zu tun, zu sagen und gar zu denken haben???

Was tun Sie überhaupt hier, wenn im Osten alles so toll ist???

@ krittkritt

"Dass er aber keine aus dem Ausland unterstützte Opposition an die Macht lassen will, ist aber so unverständlich auch nicht."

Dass er das überhaupt nicht zu entscheiden hat, sondern das Volk an der Wahlurne, haben Sie dabei natürlich schlicht übersehen! Oder gehört Lukaschenko das Land bereits? Sie haben von Demokratie scheinbar überhaupt keine Ahnung!

Unterwürfigkeit ist nicht angebracht

@ pfitch:
Meiner Meinung nach... Sollten wie uns mit Bewertungen zurückhalten!

Heißt zurückhalten, dass wir nicht mehr sagen dürfen, dass die Wahl manipuliert war bist zur Halskrause? Warum nicht? In unserem Land ist die freie Meinungsäußerung ja sogar erlaubt.


Selbstverständlich verfügt Herr Lukaschenko über eine erhebliche Machtbasis!

Ist das ein Grund zum Schummeln?


Das Ergebnis war Vorraussehbar,
Die Reaktion des Westens ebenso!

Kuscht er mal wieder nicht, der nervige Westen, wenn Oppositionelle verhaftet werden?


Und glauben Sie ernsthaft das Russland zulassen wird das Weißrussland der nächste Konfliktherd wird?

Nein, Russland wird mal wieder eine Halbinsel annektieren und "kleine grüne Männchen" schicken.
Ok, Spaß beiseite. Was soll Russland schon tun, wenn die Wahl fair ausgezählt wird und Lukaschenko dann möglicherweise abgewählt ist. Nichts natürlich. Der neuen Präsidentin wird man gratulieren, was sonst.

Alternative Zahlen

" Unabhängige Nachwahlbefragungen im Ausland kamen zu dem Ergebnis, dass Tichanowskaja 71 Prozent geholt habe - Lukaschenko dagegen nur zehn Prozent."

Diese Formulierung mit leichten Abwandlungen konnte man gestern etlichen Medien entnehmen. Kennt jemand eine Quelle mit weitergehenden Informationen?
"Nachwahlbefragungen" (Plural), die alle zu 71% für Tichanowskaja kommen klingt auch erstmal nicht all zu überzeugend.
Ist auf jeden Fall kurios wie weit das offizielle und "unabhängige" Ergebnis auseinander klafft und wenig substanzielles zur Realität zu finden ist.

Was nimmt sich diese Frau heraus, einfach gewählt zu werden?

@ joachim53:
... wenn sie sagt ,das sie den Sieg bei der Präsidentenwahl für sich beanspruchen tut .So eine Frau(grösstenteils Hausfrau) kann doch kein Land regieren ,wo sie von Politik überhaupt keine Ahnung hat.

Ja, völlig richtig. Politik ist nur was für korrupte ältere Herren.
Sorry, aber da kann man eigentlich nicht mehr ernst bleiben. Oder?

11:17 von pfitch

@ pfitch
Zitat:"
Sollten wie uns mit Bewertungen zurückhalten!
Selbstverständlich verfügt Herr Lukaschenko über eine erhebliche Machtbasis!
Das Ergebnis war Vorraussehbar,
Die Reaktion des Westens ebenso!
Hinterfragen Sie einfach "wem nützt es"
Und glauben Sie ernsthaft
das Russland zulassen wird das Weißrussland der nächste Konfliktherd wird?"

Meine Meinung dazu ist...
Nein, wir sollten uns nicht mit einer Bewertung zurückhalten! Weil es eben nicht rechtens wäre.
Ja, Lukaschenko hat eine Machtbasis.
Das Ergebnis war vorhersehbar und die Wahl unnötig.
Die Reaktion des Westens, sollte anders aussehen.
Nein ich glaube nicht, dass Russland eine Demokratie in Weißrussland zulassen wird, eher wird Weißrussland zum nächsten Konfliktherd. Ein Beispiel ist die Ukraine.

Der Grund liegt auf der Hand, wenn Russland umzingelt vom Wohlstand und Demokratie wäre, wie sollte Russland das seinem Volk erklären? Das würde zu einer Revolution führen.

11:05 von Thomas Mainthal

mag sein
Helden werden selten alt
wobei in westlichen Demokratien / EU Ländern gar
wie man am Beispiel Maltas sieht

12:17 von krittkritt

«Dass er einen Eingriff des Westens via Opposition ähnlich der Ukraine nicht zulassen wird, hat er ebenfalls demonstriert.»

Gar nichts anderes hat der Herr Lukaschenko jemals demonstriert, als dass er gar keine Opposition jemals zulassen will, bevor er verstirbt.

Frau Tichanowskaja war gar keine Kandidatin aus eigenem Antrieb. Ihr Ehemann wollte gegen Lukaschenko als Präsidentschadtskandidat antreten. Aber den ließ der Präsident auf Lebenszeit ja in den Knast stecken. So trat Frau Tichanowskaja an seine Stelle. Als dann einzige Kandidatin, die vom Master überhaupt zur Wahl zugelassen wurde.

Eine zu 99% inner-weißrussische Entwicklung, mit der irgendwelche Finsteren Mächte von außerhalb von Belarus zu 99% gar nichts zu tun hatten.

Auch der Dümmste Diktator mit Allmachtsphantasien braucht einen Gegenkandidaten, damit er hinterher schwadronieren kann, es seien ja doch Demokratische Wahlen gewesen.

Habe er aber gewonnen.
Mit 101% … nein besser … mit 80%.

Gar nix: "Wie Ukraine" !

Seine treuen Fans im Westen wollen es nicht wahrhaben

@ Petersons:
villeicht wurde betrogen, villeicht auch nicht. abereins ist sicher, die mehrheit wollte ihn wieder, ob es 55,65,75 oder mehr prozent sind spilet hier keine rolle.

Oder 45, 35 oder 25.
Der Gag bei Lukaschenko ist: Das spielt auch in der Tat keine Rolle. Was die Leute wirklich angekreuzt haben, tut für die belarussische Machtelite überhaupt nichts zur Sache. In vielen Wahllokalen hat man daher ja auch gar nicht erst gezählt. Wozu, der Sieger stand fest.

Auch ich kann die Oppositionskandidatin nur unterstützen

Auch ich kann diese Oppositionskandidatin bei ihrer Entscheidung nur unterstützen:

https://www.tagesschau.de/ausland/belarus-wahl-lukaschenko-vorwuerfe-105...

Nach der Präsidentenwahl in Belarus hat die Oppositionskandidatin Swetlana Tichanowskaja das Land verlassen und hält sich im EU-Land Litauen auf. Die 37-Jährige sei nun in Sicherheit, twitterte der litauische Außenminister Linas Linkevicius.

Sie selbst meldete sich bei YouTube zu Wort: "Ich habe eine schwierige Entscheidung getroffen - und zwar ganz für mich allein." Sie habe bei ihren Kindern sein wollen. Gestern noch hatte Tichanowskaja bei einer Pressekonferenz gesagt, dass sie im Land bleiben und weiter kämpfen werde. Sie beansprucht den Sieg bei der Präsidentenwahl vom Sonntag für sich.

Trotzdem war die Wahl nichts weiter als Betrug. Das ist kein ehrliches Ergebnis gewesen und das weiss Lukaschenko auch. Er hat vor der Wahl die ganzen Oppositionskandidaten festnehmen lassen genauso wie Erdogan

@ Petersons 12:21 - schlecht getrollt

Natürlich kann ich nicht 100%ig sicher sein, aber Ihre Einlassungen fühlen sich doch als "Auftragsschreib" an.
Wenn Ihnen diese Begrifflichkeit nicht verständlich ist, so fragen Sie doch bitte bei Ihrem Goethe-Institut vor Ort mal nach.

Ich habe keine Beweise für einen organisierten Wahlbetrug, kann mir aber schon vorstellen, dass Frau Tichanowskaja eine Mehrheit hinter sich vereinen könnte.

Ich kann mich nicht erinnern, dass sich ein(e) Kandidat(in) mit dem Wahlprogramm selbst so zurückgenommen hat. Sie hat gar nicht gesagt: "Ich kann das alles am besten."

Ihr Ziel war es, bei einem Sieg für wirklich freie Wahlen zu sorgen. So etwas kann nicht mal von großen oder kleinen Brüdern schlecht geredet werden. Also bleiben als Mittel der Wahl wieder nur Nebelkerzen und diffamieren.

Gruß
Grille

@ Petersons

wann lernt der westen sich aus allem mal so richtig rauszuhalten, denn im europa brausst es mehr als anders wo.

Ja, armes Europa, uns wird es noch sehr schlecht gehen. Verstehe ich die Drohung recht? Heißt das, dass wir unsere Wahlen auch manipulieren und die Opposition verhaften sollen?

Natürlich gehen die Handelsbeziehungen weiter

@ Defender411:
Mit wem kann die EU noch handeln...

Wir werden weiter mit Russland und Belarus handel treiben. Klar. Dass die dort ihre Wahlen manipulieren, bedeutet ja nicht, dass wir denen nichts mehr verkaufen dürfen. Vielleicht nicht gerade Waffen oder Gummiknüppel.

12:10 von Gregorianer

@Gregorianer

Zitat:"Gut möglich, dass Putin seine kleinen grünen Männchen einreisen lässt, um die "Faschisten" zu bekämpfen, die bei der Wahl doch "nur auf 8%" gekommen sind.""

Ich denke die grünen Männchen sind schon da, also im Urlaub.

In Kiew gibt es schon eine Gedenktafel, ich stand davor....offen gestanden hoffe ich, dass es in Minsk keine Gedenktafel geben wird. Es waren sehr junge Menschen darunter.

@wladimir kevesligeti um 12:02

Ich befürchte es halt... hab ja nicht geschrieben, dass es einen gibt!

Ihr Hinweis „... es muss einfach nur ehrlich ausgezählt werden und dann gibt es vermutlich einen Regierungswechsel. Da ist doch nix dabei, das ist in vielen anderen Ländern schon so oft passiert.“ ist aber m. E. in dieser Diktatur weltfremd... ehrliches Auszählen??? Schön wär‘s. Ich würde Belarus auch nicht mit „vielen anderen Ländern“ diesbezüglich vergleichen, in denen es demokratisch zugeht.

@Petersons 12:21

"villeicht wurde betrogen, villeicht auch nicht."

Schon das ist falsch, denn es wurde betrogen. Darüber besteht nicht der geringste Zweifel.

"abereins ist sicher, die mehrheit wollte ihn wieder"

Nein, das ist ganz und gar nicht sicher. Sie blenden vollständig aus, dass es sich um eine keinerlei demokratischen Maßstäben entsprechende Wahl gehandelt hat. Warum tun Sie das?

"ob es 55,65,75 oder mehr prozent sind spilet hier keine rolle."

Doch, das spielt sogar eine sehr große Rolle. Wären es 55% gewesen, dann wäre es nämlich halbwegs glaubwürdig gewesen und hätte den Anstrich einer demokratischen Wahl gehabt.
80% sagt ganz offen: "Wir haben betrogen."
Können Sie sich noch an die vorletzte Wahl in der DDR erinnern? Die Demonstrationen liefen längst auf Hochtouren, aber die Bevölkerung sollte angeblich zu über 90% die SED-Führung gewählt haben. Das war genau so ein Unfug wie die 80% von Lukaschenko.

Sind Sie ein Troll aus

Sind Sie ein Troll aus Russland? Oder ist "Verschwörung" Ihr Lebensmotto?
Hauptsache Sie wissen, dass Frau Tichanowskaja benutzt wurde...

@ püppie (12:38): wie wäre es mit Neuauszählung aller Stimmen??

hi püppie,

Ansonsten gilt erstmal die Unschuldsvermutung, bis zum Beweis des Gegenteils.

Ansonsten werden Sie bereits mit kurzen Gedankenspielen selbst rausfinden, wohin das Land kommt, wenn beide Lager mit unlauteren Mitteln vorgehen und wie das international

Wenn dieser Lukaschenko sich seiner Sache so sicher ist, dann wird er doch sicher nichts gegen eine Neuauszählun aller Stimmen unter Aufsicht von UNO und OSZE haben. Warum wohl lässt er alle Oppositionellen - wie es Erdogan und Assad auch getan haben - festnehmen??
Richtige Antwort: weil er Angst hat! Angst vor dem Machtverlust und Angst vor dem Gefängnis wo er hingehört.

@ WoIstDieWahrheit - bei Ihnen jedenfalls nicht

Evtl. ist Herr Lukaschenko nicht über die 80% gekommen, über die 50% schon.

Eventuell auch das nicht, aber über die 25% mit Sicherheit. Jedenfalls hat er die Wahl haushoch gewonnen. Großes Indianerehrenwort.

Wohl eher

ein Wunsch Beider Seiten, die Zahlen sind so gegensätzlich, das irgendwas nicht ganz stimmen kann.
Die Zahlen derer die auf die Straße gehen, deckt sich zumindest nicht, aber egal wer nun nicht die richtigen Zahlen angibt.
Die Wahl ist vorbei, der Rest folgt bekannten Mustern, und noch ist der Alte auch der Neue.
Ich weiß zu wenig über das Land, kenne auch niemand der dort lebt, also ist es etwas schwierig.
Sie hat das Land verlassen, wir werden also von verschiedenen Seiten noch mehr zu hören bekommen.

Zaudern des Werte Westens

An den Reaktionen der Wertegemeinschaft merkt man dass sie sich offensichtlich in einer Zwickmühle befindet. Der "letzte Diktator" ist doch gerade drauf und dran sich mit Russland zu überwerfen. Mit anderen Worten; da braucht es doch gar keine pro westliche Oppositionskandidatin. Das ist es doch was wirklich interessiert. Bei Nichtanerkennung von Wahlergebnissen tut man sich in anderen Fällen nicht so schwer.

@joachim53 12:28

Frau Tichanowskaya weiß schon warum sie den Sieg beansprucht. Offensichtlich glauben viele Weißrussen, dass sie sehr wohl in der Lage ist das Land zu regieren, sonst hätte Lukaschenko nicht eine derartige Wahlmanipulation nötig. Ich gebe Lukaschenko ohnehin nicht mehr viel Monate. Er hat nicht mehr die Unterstützung von Wladimir Putin (der hat was für ein Zufall Frau Tichanowskaya offen unterstützt). Mich würde absolut nicht wundern wenn Tichanowskaya kandidiert hat damit Russland die Unruhe in Belarus für sich nutzen kann um Lukaschenko durch jemand anderen auszutauschen. Bei Putin ist Lukaschenko seit seiner eindeutigen Einmischung für die ukrainische Revolution 2014 unten durch.

@joachim53 12:28

"So eine Frau(grösstenteils Hausfrau) kann doch kein Land regieren ,wo sie von Politik überhaupt keine Ahnung hat.Für mich ist sie in der Opposition besser aufgehoben,da kann sie viel mehr bewirken."

Nein, leider nicht.
Sie wollte nämlich das Land gar nicht regieren. Das einzige, was sie als Präsidentin machen wollte, war (neben der Freilassung politischer Häftlinge), Voraussetzungen für eine echte demokratische Wahl zu schaffen. Das hätte sie in einer weißrussischen Opposition niemals erreicht, da Lukaschenko das niemals zugelassen hätte.

Sie selbst hat nie behauptet, gut regieren zu können. Ganz im Gegenteil.

@ Petersons (12:21): Woher sind Sie sich bei dem hier so sicher?

@ Petersons

Woher sind Sie sich bei dem hier so sicher??

zu einfach und die mehrheit will sie nicht
villeicht wurde betrogen, villeicht auch nicht. abereins ist sicher, die mehrheit wollte ihn wieder, ob es 55,65,75 oder mehr prozent sind spilet hier keine rolle.

Wo sind ihre Beweise?? Und wenn es Wahlbetrug war - wovon ich ausgehe - dann ist Lukaschenko festzunehmen. Auch bei uns ist Wahlbetrug strafbar. Siehe bei uns StGB § 107a:

https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__107a.html

Und das hier von Ihnen ist ein schlechter Witz:

die ewigen verlierer, die dann immer als erste schreien von wahlbetrug usw gehen mi auf die nerfen und sind gefährlicher da sie das resultat niocht akzeptieren und sich wie götter als retter sehen.

Es ist vollkommen richtig, gegen Wahlbetrug zu demonstrieren weil freie, faire und demokratische Wahlen ein Grundrecht sind!

@krittkritt 11:13

Wissen Sie wen Lukaschenko seit Februar 2014 massiv unterstützt? Genau die Clique um Jazenjuk, Poroschenko, Selenskyi und Co. Lukaschenko unterstützt die ukrainische Regierung und selbst Putin will mit ihm deswegen nichts mehr zu tun haben.
Niemand hat die Revolution so lautstark offensiv unterstützt wie Alexander Lukaschenko. Es ist eher anders als Sie denken. In meinen Augen ist Frau Tichanowskaya viel mehr pro russisch und auch pro Putin als Alexander Lukaschenko.

Eins ist sicher: Ihr Beitrag

Eins ist sicher: Ihr Beitrag ist Quatsch mit Soße. Welche Mehrheit wollte ihn? In den knapp 40 Wahllokalen, wo die Verantwortlichen sich geweigert haben, die von oben vorgeschriebenen Ergebnisse zu präsentieren, hatte Tichanowskaja eine DEUTLICHE Mehrheit der Stimmen. Im Durchschnitt 80%. Also, welche 55 oder 65 oder 75% für Lukaschenka?!

Müllhaufen der Geschichte

Auch ein Herr Lukaschenko wird, wie vor ihm viele andere Gewaltherrscher und Diktatoren, irgendwann auf dem Müllhaufen der Geschichte landen. Wieviele Opfer er vorher fordert kann man leider nicht sagen. Was das Wahlergebnis betrifft kann wahrscheinlich niemand die wirklichen Zahlen liefern. Aber bei Quoten, die ja schon fast in Richtung der SED-Ergebnisse bei früheren DDR-Wahlen gehen, muss man zwingend von massiver Manipulation und Täuschung ausgehen. Belegt wird das von der Tatsache dass jegliche Kritik brutal niedergeknüppelt wird. Mit solchen Leuten dürfte normalerweise niemand diplomatische Beziehungen pflegen.

@Olivia59 12:52

">>Unabhängige Nachwahlbefragungen im Ausland kamen zu dem Ergebnis, dass Tichanowskaja 71 Prozent geholt habe - Lukaschenko dagegen nur zehn Prozent.<<

Diese Formulierung mit leichten Abwandlungen konnte man gestern etlichen Medien entnehmen. Kennt jemand eine Quelle mit weitergehenden Informationen?"

Damit kann ich leider nicht dienen, aber mit dem Hinweis, dass ich gestern irgendwo bei den ÖR eine journalistische Einordnung gehört habe, die, aus Gründen, die mir leider entfallen sind, darauf hingewiesen haben, dass auch diese Zahlen mit sehr, sehr großer Vorsicht zu genießen sind.
Im Unterschied zu Lukaschenko hängt das aber nicht mit Unwilligkeit zusammen, sondern mit den weißrussischen systemischen Schwierigkeiten, an unabhängige Informationen zu kommen.

@ Olivia59

Ist auf jeden Fall kurios wie weit das offizielle und "unabhängige" Ergebnis auseinander klafft und wenig substanzielles zur Realität zu finden ist.

Mal eine Gegenfrage an die Lukaschenko-Versteher hier im Forum:
Warum waren denn unabhängige Wahlbeobachter und unabhängige Nachwahlbefragungen nicht zugelassen? Die gibt's in Deutschland ja auch, ohne dass dabei was schlimmes passiert wäre.

@Wolf1905 11:17

Die "Freunde aus Moskau" unterstützen eher Frau Tichanowskaya als den in Moskau unbeliebten und in Ungnade gefallenen Alexander Lukaschenko. Mich würde absolut nicht wundern, wenn Tichanowskaya mit Unterstützung Russlands aus Litauen heraus eine Revolution in Belarus auslöst um dann als neue Marionette in Minsk das Ruder zu übernehmen. Es ist doch sehr verdächtig, dass die Frau wie Phoenix aus der Asche kommt und wenn man weiß wie schwierig und eisig das Verhältnis zwischen Putin und Lukaschenko ist dann kann man 1 und 1 zusammenzählen.

@ Petersons (12:21): hier zum Grundrecht freie faire Wahlen

@ Petersons

Hier mal was zum Grundrecht freie, faire Wahlen:

https://www.un.org/depts/german/menschenrechte/aemr.pdf

Artikel 21
1. Jeder hat das Recht, an der Gestaltung der öffentlichen Angelegenheiten seines Landes unmittelbar oder durch frei gewählte Vertreter mitzuwirken.
2. Jeder hat das Recht auf gleichen Zugang zu öffentlichen Ämtern in seinem Lande.
3. Der Wille des Volkes bildet die Grundlage für die Autorität der öffentlichen Gewalt; dieser Wille muß durch regelmäßige, unverfälschte, allgemeine und gleiche Wahlen mit geheimer Stimmabgabe oder einem gleichwertigen freien Wahlverfahren zum Ausdruck kommen.

So viel dazu! Wahlbetrug muss nicht hingenommen werden! Nochdazu ist Wahlbetrug ein Verstoß gegen internationales Recht!

@Olivia59 12:52

"Ist auf jeden Fall kurios wie weit das offizielle und "unabhängige" Ergebnis auseinander klafft"

Finden Sie wirklich?
Das ist doch bei Diktatoren, die eine Wahlshow aufführen, regelmäßig zu beobachten.

"und wenig substanzielles zur Realität zu finden ist."

Auch das ist in Diktaturen keineswegs ungewöhnlich, sondern die Regel.

Was uns, was mir gerade ganz nebenbei als Gedanke kommt, wieder einmal daran erinnern sollte, wie gut es uns in Deutschland bei allen Unzulänglichkeiten geht ...

@12:44 von DB_EMD

">>krittkritt: Dass er einen Eingriff des Westens via Opposition...<<

Was wollen Sie denn damit andeuten? Sind wir so schlimme Ungeheuer mit unserer Demokratie und der Freiheit, unser Leben in die eigenen Hände nehmen zu können, ohne dass ein (ewiger) Präsident entscheidet, was wir zu tun, zu sagen und gar zu denken haben???"

Wie wäre es erst einmal seriös in Erfahrung zu bringen ob die Wahl tatsächlich so sehr gefälscht war, dass er gegen sie verloren hat.
Es geht nicht um unsere Demokratie, unser Leben und unsere Freiheit, sondern um die der Weissrussen, und da habe ich den selben Eindruck wie "krittkritt", dass uns das tatsächliche Votum der Weissrussen herzlich egal ist, wie auch bei der Wahl Putins. Die Botschaft zwischen den Zeilen ist, dass die Leute einfach nicht reif für Demokratie sind und besser den Westen entscheiden lassen sollten bzw. Nachhilfe durch unsere politischen NGO´s benötigen.

@ Sisyphos3

Helden werden selten alt wobei in westlichen Demokratien / EU Ländern gar wie man am Beispiel Maltas sieht

Das war eine übele Geschichte mit der maltesischen Journalistin, die ermordet wurde. Aber darüber hinaus fällt mir jetzt in westlichen Demokratien kein Fall ein, der Ihre Beschwerde rechtfertigen könnte. In östlichen Autokratien liegt da schon mehr an.

@ pfitch

Sollten wie uns mit Bewertungen zurückhalten!
Selbstverständlich verfügt Herr Lukaschenko über eine erhebliche Machtbasis!

Das scheint nach Ihrer festen Überzeugung auch das Recht zu umfassen, das Wahlergebnis festzulegen.

@pfitch 11:17

Lesen Sie mal diesen Artikel https://www.tagesschau.de/ausland/belarus-wagnergruppe-101.html
Wollen Sie mir erzählen Lukaschenko und der Kreml haben ein gutes Verhältnis? Einige hier liegen in meinen Augen komplett daneben.
Zwischen Belarus und Russland gibt es kein gutes Verhältnis. In der Tat geht es sehr einfach wenn man fragt wem nützt es lieber User pfitch: Derzeit ist in Minsk eine Regierung an der Macht die Putin und dem Kreml nicht wohlgemeint ist und die aufmuckt und zwar immer und immer wieder. Lukaschenko eckt mit Putin an.
Von einer Unruhe in Belarus profitiert Russland selbst, denn es bietet die Chance den ungeliebten Lukaschenko durch eine neue Person (Frau Tichanowskaya) zu ersetzen und so die Macht in Belarus zu haben. Wer glauben Sie wohl ist einfacher zu lenken? Eine Hausfrau mit wenig Politikerfahrung wie Frau Tichanowskaya oder Lukaschenko der ständig Unruhe macht und einfach so dutzende Russische Staatsangehörige ohne Erlaubnis festnimmt?

Pfitch

Sie Wurde nach Ihren Angaben von den Sicherheitsorganen nach Litauen gebracht.
Warum steht dann im Bericht, das Frau Tichanowskaja genau diese bestreitet?
Wer verbreitet hier falsche Nachrichten?

l12:46 von DB_EMD

">>krittkritt: Dass er aber keine aus dem Ausland unterstützte Opposition an die Macht lassen will, ist aber so unverständlich auch nicht.<<

Sie haben von Demokratie scheinbar überhaupt keine Ahnung!"

Die Demokraten in den USA haben also auch keine Ahnung von Demokratie, wenn sie sich daran stören, dass Russland sich in die US-Wahl eingemischt hat?
Ob es Beeinflussung vom Ausland in Weissrussland gab ist natürlich eine legitime Frage, falls es Anhaltspunkte dafür gibt.

@wladimir kevesligeti 12:50

"Ok, Spaß beiseite. Was soll Russland schon tun, wenn die Wahl fair ausgezählt wird und Lukaschenko dann möglicherweise abgewählt ist. Nichts natürlich. Der neuen Präsidentin wird man gratulieren, was sonst."

Sie wollten doch den Spaß beiseite lassen?

Ob Putin gratuliert hätte, bin ich mir nicht sicher. Falls er es getan hätte, dann im Stile von Don Corleone auf der großen Party, mit einer unmissverständlichen Drohung inklusive.
Und danach wäre sehr bald ganz massiver Druck losgegangen, sich nur an Russland und sonst niemandem zu orientieren. Und wenn Frau Tichanowskaja das nicht getan hätte - ja, dann hätte Putin irgendwann möglicherweise auch wieder grüne Männchen geschickt.

Wir dürfen nicht vergessen, dass Weißrussland eine ehem. Sowjetrepublik ist und Putin alle ehem. Sowjetrepubliken zu besonderen Einflusszonen Russlands (oder irgendso etwas) erklärt hat.
Weshalb die Balten so schnell wie möglich in die NATO wollten. Aber das ist ein anderes Thema ...

12:56 von schabernack 12:17 von krittkritt

Ihre Aussage kann ich zu 100% (nein besser zu 190%) unterstützen.

@brigitte-barbados 11:45

Wenn man bei der EU wirklich nicht will, dass sich Russland bezw Putin weiter ausbreitet muss man Alexander Lukaschenko unterstützen und ihn verteidigen und nicht eine Frau über die man nichts weiß und die genauso gut von Russland dazu benutzt worden sein kann um in Belarus eine prorussische Regierung zu installieren die nicht mehr so aufmuckt wie es Lukaschenko tut. Lukaschenko ist nicht der Russland Freund für den ihn einige Unwissende in den Medien machen. In der Ukraine Frage ist er klar auf der Seite von Kiew und er provoziert Putin immer wieder in einer unmöglichen Art und Weise. An Stelle von Putin hätte ich schon viel früher reagiert um diesen unkontrollierbaren Mann durch eine treue Alternativperson zu ersetzen.

Wenn Putin klug ist

unterstützt er Tichanowskaja. Lukaschenkos Tage sind so oder so gezählt. Will Russland Belarus für den russischen Wirtschaftsraum bewahren gelingt das nur mit der realen Wahlsiegerin. Lukaschenko wird entweder den Marcos machen oder den Ceausescu.

um 12:52 von Olivia59: "

um 12:52 von Olivia59:
" Unabhängige Nachwahlbefragungen im Ausland kamen zu dem Ergebnis, dass Tichanowskaja 71 Prozent geholt habe - Lukaschenko dagegen nur zehn Prozent."

Diese Formulierung mit leichten Abwandlungen konnte man gestern etlichen Medien entnehmen. Kennt jemand eine Quelle mit weitergehenden Informationen?
"Nachwahlbefragungen" (Plural), die alle zu 71% für Tichanowskaja kommen klingt auch erstmal nicht all zu überzeugend.

->
Quelle auch mir unbekannt.
Aber wenn dies nun ein "glasklares Indiz" für eine manipulierte Wahl ist,dann gilt das ja auch anderswo...

siehe Erdogan/AKP...

offizielles Wahlergebnis unter in DE Wahlberechtigten: 64,8%

offizielles Wahlendergebnis: 42,6% (da ist das Ergebnis in DE mit eingeflossen)

Soll man daraus ableiten,dass das Wahlergebnis in der Türkei manipuliert wurde - zum Nachteil Erdogans?

So wie man das jetzt im Falle Belarus zum Nachteil Tichanowskaja auslegt ?
Weil Ausland & Inland so abweichende Zahlen liefern ?

Wissen Sie, Sie haben Recht,

Wissen Sie, Sie haben Recht, dass Lukaschenko sagt die Opposition werde aus dem Ausland unterstützt und wissen Sie welches Ausland er meint? Das Land östlich von Belarus regiert von einem Autokraten. Es ist kein Geheimnis, dass Wladimir Putin die Opposition in Belarus unterstützt hat. Die Deutsche Welle ist mit ihrem Artikel viel näher dran an der Realität als man vermutet, denn das Verhältnis zwischen Lukaschenko und Russland ist miserabel, vorsichtig ausgedrückt:
https://www.dw.com/de/belarus-swetlana-tichanowskaja-die-frau-die-lukasc...

Belarus !

Da gibt es Kommentare, die diese junge Frau ziemlich diskreditieren, das ist echt eine Frechheit.
Diese Frau hat klar formuliert, dass sie nur für kurze Zeit bis zu freien und fairen Neuwahlen im Amt bleiben will, und außerdem dafür sorgen möchte, dass alle politischen Gefangenen frei kommen. Sie hat zu keinem Zeitpunkt mehr zu gesagt, und auch nicht mehr versprochen.
Aber die Despoten dieser Welt sind es, die sich meinen alle Rechte raus nehmen zu können, egal wie sie heißen.
Leider aber kriegt es die sogenannte freie Welt nicht auf die Reihe, und will es aus rein wirtschaftlichen Gründen wahrscheinlich auch nicht, diese Despoten und ihre Helfer massivst unter Druck zu setzen, damit sie verschwinden. Wie leider in den meisten Ländern geht es immer nur um Macht, Gier und sehr viel Geld, dafür werden viele Menschen geopfert.
Auch unsere BR ist dies bezüglich eine einzige Katastrophe, redet zwar einiges, tut aber nicht wirklich was, könnte je etliche Geschäfte stören !!!!

13:07 von DrBeyer @Petersons 12:21

Voll auf den Punkt gebracht.

@1frankandree 13:09

Ich stimme Ihnen absolut zu. Ich fürchte die EU hält sich bewusst zurück weil man ahnt, dass der eigentlich eher pro-westliche Lukaschenko selber ist. Der eckt mit Moskau an, lässt einfach so russische Staatsbürger auf weißrussischem Gebiet festnehmen, sieht die Krim als ukrainisches Staatsgebiet an und behauptet immer wieder Moskau würde sich feindlich gegenüber Belarus verhalten. Ich fürchte Frau Tichanowskaya wird schneller in Minsk auftauchen als es viele glauben und zwar nachdem Putin und die russische Armee Lukaschenko zum Rücktritt zwingt.

@ um 13:12 von Demokratieschue...

>>(...) Und wenn es Wahlbetrug war - wovon ich ausgehe - dann ist Lukaschenko festzunehmen. Auch bei uns ist Wahlbetrug strafbar. Siehe bei uns StGB § 107a:

https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__107a.html (...)<<

Unabhängig davon das wahrscheinlich auch in Weißrussland Wahlbetrug eine Straftat sein sollte, aber Sie bemühen das "deutsche" Strafgesetzbuch zur Beweisführung.

Re : Sisyphos3 !

Ich kann diese Forderung sehr wohl verstehen.
Herr Lukaschenko hätte ja neutrale Beobachter zur Wahl zulassen können, um "seinen Sieg" zu legitimieren. Aber wie immer tat er dies nicht, weil sicher wie immer die Wahl hat manipulieren lassen von seinen Leuten. Da verschwinden Wahlzettel Sack- weise, Wählerlisten werden verschoben, ganze Busse fahren von Lokal zu Lokal, und und und... !
Er ist genauso ein durch geknallter Egoman wie Putin, Xi, Erdogan, Bolsonaro und noch ein solcher Vögel. Denen geht es nur um die riesige Macht und um sehr viel Geld, das dem Volk vorenthalten wird. Nur wer nach der Pfeife dieser Despoten pfeift, hat einigermaßen Ruhe.
Das Traurige ist die Untätigkeit der vielen anderen Nationen, die nur wegen guter Geschäfte und der mit einher gehenden Gier nach viel Geld nichts sagen, und vieles einfach so hinnehmen. Für mich mehr als beschämend und rücksichtslos !!!

@ Joachim53, um 12:28

“So eine Frau(grösstenteils Hausfrau) kann doch kein Land regieren ,wo sie von Politik überhaupt keine Ahnung hat.“

Das darf sie unter den von Ihnen unterstellten Gegebenheiten mit der gleichen Berechtigung, wie jemand hier Beiträge einstellen darf, der “von Rechtschreibung keine Ahnung hat“.

@13:17 von wladimir kevesligeti

"@ Olivia59
>>Ist auf jeden Fall kurios wie weit das offizielle und "unabhängige" Ergebnis auseinander klafft und wenig substanzielles zur Realität zu finden ist<<

Mal eine Gegenfrage an die Lukaschenko-Versteher hier im Forum:
Warum waren denn unabhängige Wahlbeobachter und unabhängige Nachwahlbefragungen nicht zugelassen? Die gibt's in Deutschland ja auch, ohne dass dabei was schlimmes passiert wäre."

Ich bin an dem echten Votum der Weissrussen interessiert, also kein "Lukaschenko-Versteher". Sind Sie auch daran interessiert oder könnte es sein, dass Sie ein Oppositions-Versteher sind, die möglicherweise nur eine Minderheit repräsentiert?

@Petersons 12:21

Sie irren sich bezüglich Lukaschenko. Die EU ist sicher eher auf der Seite von ihm der gegenüber Russland sehr aufmüpfig auftritt und Russland provoziert wo es nur geht als auf der Seite von Frau Tichanowskaya bei der man weiß, dass sie offen von Wladimir Putin unterstützt wird. Putin hat wo es nur geht die Opposition zu Lukaschenko unterstützt um den Mann wegzubekommen. Lukaschenko ist in Moskau nicht mehr vertrauenswürdig genug. Das einzige Land welches sich wirklich in die Wahl eingemischt hat und dies massiv ist Russland und zwar mit der massiven Unterstützung der Opposition

um 13:28 von DrBeyer: " Wir

um 13:28 von DrBeyer:
"
Wir dürfen nicht vergessen, dass Weißrussland eine ehem. Sowjetrepublik ist und Putin alle ehem. Sowjetrepubliken zu besonderen Einflusszonen Russlands (oder irgendso etwas) erklärt hat.
"

tja...
...und jetzt mal kurz an Frankreich & GB denken,wie da aus deren Sicht der Stand ggü. deren Exkolonien/Exprotektoraten ist...

@dermulla 13:33

Sehe es genauso. Tichanowskaja ist auch viel einfacher und leichter zu kontrollieren und für den Kreml gefügig zu machen als der sture Lukaschenko. Lukaschenko hat doch seit Jahren viel zu viel Unruhe mit Russland veranstaltet. Immer wieder Provokationen gegen Putin und gegen den großen Nachbarn. Ohne Putins Hilfe und ohne Russlands Hilfe wäre Belarus in einer katastrophalen wirtschaftlichen Situation und Lukaschenko hat nichts besseres zu tun als den einzigen Freund Weißrusslands zu verärgern. Logisch wenn sich Putin diesen Mist nicht lange ansieht und eingreift, dazu hat er auch das recht. Lukaschenko ist für Russland viel gefährlicher als Tichanowskaja

11:13, krittkritt

>>Lukaschenko hatte die Gewalt im Nachbarland vor Augen.
Er hatte explizit darauf verwiesen, wie der demokratisch gewählte, die Wahl wurde auch vom Westen anerkannt, ukrainische Präsident Janukowitsch am Ende mit der Hilfe von Bewaffneten aus dem Amt und in die Flucht geschlagen wurde.
Die USA favorisierten den in freien Wahlen mit 6,69% unterlegenen Jazenjuk. Der wurde dann tatsächlich MP.

Die 80% sind eher unwahrscheinlich. Dass er aber keine aus dem Ausland unterstützte Opposition an die Macht lassen will, ist aber so unverständlich auch nicht.
PS.: Das Einkommen in der Ukraine sank nach dem Putsch von durchschnittlich etwas über 300€ auf jetzt unter 200€. Für die Bevölkerung hat sich der Umsturz nicht gelohnt.<<

Sie rechtfertigen hier immer wieder jeden noch so üblen Diktator, gern mittels schiefer Darstellung der Vorgänge in der Ukraine, Hauptsache er ist "antiwestlich".

Das kann man fast schon als Parodie auf die binäre Weltsicht eines kalten Kriegers alter Schule auffassen.

@13:36 von derkleineBürger

"Quelle auch mir unbekannt." ... "Soll man daraus ableiten, dass das" ... "Wahlergebnis"manipuliert wurde" ... "
Weil Ausland & Inland so abweichende Zahlen liefern?"

Schlussfolgerungen stehen ganz am Ende. Es wäre erstmal hilfreich mehr Hintergrundinformationen zu diesen Nachwahlbefragungen zu haben und worauf Sie hindeuten, eine Einschätzung des Verhältnisses Oppositioneller im In- und Ausland, wäre sicher auch prima.
Alles was der Einordnung dienlich ist, denn im Vakuum kommen immer nur interessengeleitete Spekulationen zum Zug.

Re : Mister _X !

Tja, die "Realpolitik", die ist halt nur auf eines ausgelegt, den eigenen Firmen sehr gut sprudelnde Quellen offen zu halten, damit die Aktienkurse steigen und die Dividenden sehr gut ausfallen.
Dafür nimmt diese verfluchte "Realpolitik" jegliche Menschenrechtsverletzungen, Einschränkungen der Meinungsfreiheit und der Pressefreiheit klaglos hin. Es wird ein klein wenig so getan, als würde man protestieren, aber mehr auch nicht. Siehe die Geschäfte mit Russland, China, ja selbst mit dem Iran und der Türkei, Brasilien und und und ...... !
Sogar mancher der Bosse von großen Konzernen wie VW und Daimler lassen sich von den Despoten auf der Nase rum tanzen und vieles vorschreiben, nur damit sie dort viele Autos verkaufen können.
Also sehe ich bei diesen Bossen genauso wenig ein Gewissen, keine Achtung, kein Respekt, nur grenzenlose Gier. Und so sind auch viele Politiker in der freien Welt, ohne Gewissen, aber grenzenlos gierig !!!

@ 1frankandree

Kein westliches Land hat den Wahlvorgang und das Wahlergebnis in Belarus als ehrlich und fair bezeichnet. Und was meinen Sie mit "Werte-Westen"?

@DrBeyer 13:28

Sie wissen aber schon, dass Putin die Opposition in Belarus bei dieser Wahl massiv unterstützt hat und eben nicht Lukaschenko? Ich glaube Sie wären sehr verwundert wie positiv das Verhältnis zwischen einer Präsidentin Swjatlana Tichanowskaja und Wladimir Putin wäre. Ich garantiere Ihnen, dass Putin und Moskau eine unerfahrene Politikerin die man für die eigene Politik benutzen kann viel lieber ist als ein selbstbewusster Lukaschenko der sich gar nichts von Moskau sagen lässt.

@Magfrad um 13:30

Also wie Sie schreiben "An Stelle von Putin hätte ich schon viel früher reagiert um diesen unkontrollierbaren Mann durch eine treue Alternativperson zu ersetzen." deutet auf einiges hin ... also einfach "eliminieren" ... so auf die "russische Art" ...

11:43, Klausewitz

>>was genau da los ist weiß eigentlich niemand<<

Doch.

Lukaschenkos Sicherheitsbehörden und Geheimdienste.

Die sagen aber nix.

um 13:37 von

um 13:37 von Traumfahrer:
"
Diese Frau hat klar formuliert, dass sie nur für kurze Zeit bis zu freien und fairen Neuwahlen im Amt bleiben will
"

Jeanine Áñez hat auch gesagt,dass sie nur
bis zum Abschluss der geplanten Neuwahlen innerhalb von 90 Tagen Präsidentin von Bolivien bleiben will - das war im November 2019...

Wahl in Belarus

Frau Tichanowskaja erkennt das Wahlergebnis nicht an. Na gut, ist ihre Sache, ihr gutes Recht. Sie verläßt fluchtartig das Land in dem sie zur Wahl angetreten ist. Gibt es für sie da nichts zu tun, zu kämpfen, wenn sie doch mit einem hohen Anspruch angetreten ist. Im Vorfeld hieß es doch sie sei als krasse Außenseiterin angetreten? Warum sollte eine plötzlich auftretende krasse Außenseiterin solch eine Wahl gewinnen? Was Rußland nicht zulassen würde und der "Westen" gern hätte, wer kennt die wirklichen Hintergründe? Viel Spekulation! Aber eines ist Fakt. Verläuft in irgendeinem Land das sich westlicher Politik und westlichem Streben nicht freiwillig ergibt, unterordnet, eine Wahl nicht so wie vom Westen erhofft, dann ist das Geschrei von Manipulation, Unterdrückung der Opposition u.dgl. groß. Wieviel % der ca. 9,5 Millionen Einwohner von Belarus sind gegen Lukaschenko tatsächlich auf die Straße gegangen? Wieviel gehen tatsächlich noch, von Tichanowskaja verlassen, auf die Strasse?

@13:20 von DrBeyer

">>Olivia59: Ist auf jeden Fall kurios wie weit das offizielle und "unabhängige" Ergebnis auseinander klafft<<

Finden Sie wirklich?
Das ist doch bei Diktatoren, die eine Wahlshow aufführen, regelmäßig zu beobachten.

Stimmt schon, dass diese Intransparenz und sehr wahrscheinliche Ergebnisfälschung dem "Diktator" anzulasten ist.
Wenn es aber "unabhängige Nachwahlbefragungen" gibt und deren Ergebnisse in den Raum geworfen werden wäre es doch eigentlich im Sinne der Opposition, die Hintergründe und Abläufe dieser Erhebung deutlich zu machen. Das kann der "Diktator" ja auch nicht verhindern.

@ Magfrad

Wenn man bei der EU wirklich nicht will, dass sich Russland bezw Putin weiter ausbreitet muss man Alexander Lukaschenko unterstützen und ihn verteidigen und nicht eine Frau über die man nichts weiß und die ...

Nein, man muss niemanden unterstützen. Unterstützen muss man nur eine faire und ehrliche Auszählung der Wahl.
Es ist erschreckend, wie viele Menschen hier in diesem Forum einfach davon auszugehen scheinen, dass die Mächtigen ein Wahlergebnis festlegen dürfen.

Belarus !

So weit ich lesen konnte, waren keine unabhängige Wahlbeobachter von Lukaschenko und seinen Leuten "eingeladen" worden. Denn dann hätte man ja auch nicht etliches fälschen können. Ja selbst Beobachter der Opposition wurden massiv unter Druck gesetzt, das heißt ja schon genug. Auch wurden Personen unter Druck gesetzt, bestimmte Listen zu unterschreiben.................. was auch immer dies für Listen waren !!
Für mich klingt dies mehr als eindeutig nach massiver Wahlfälschung zugunsten von dem Despoten, der seine Gier nach Macht und Geld anscheinend noch nicht ausgelebt hat.
Hoffentlich erstickt er bald daran !!!

12:17, krittkritt

>>Dass er einen Eingriff des Westens via Opposition ähnlich der Ukraine nicht zulassen wird, hat er ebenfalls demonstriert.<<

Die Kandidatin der Opposition ist für Sie also ein Werkzeug des "Westens"?

Ich bin mir wirklich nicht sicher, ob Ihre Beiträge nicht satirisch gemeint sind. Derart aus der Zeit gefallene Positionen eines kalten Kriegers aus der Zeit vor Breschnjews Tod können doch eigentlich gar nicht Ihr Ernst sein.

Spekulationen

und keine Beweise. Vielleicht hat Lukaschenko mit 80% übertrieben, aber er wird wohl gewonnen haben. Hier wird wieder geschürt, um einen nachhaltigen Konflikt zu erzeugen, ohne die Mehrheit der Weißrussen zu beachten. Anders als in der Ukraine, wo es sicher Mehrheit für einen Systemwechsel gab, gibt es diese Mehrheit in Weißrussland wohl nicht. Die Ukrainer haben dann ja ein anderes Regime bekommen, aber nicht wirklich das, was sie wollten, aber der Westen wollte. Dagegen wehren sich die Weißrussen noch. Die Demonstranten scheinen in Teilen gewaltbereit zu sein. Dagegen ist es legitim auch hart vorzugehen. Der Westen schläft nicht, insbesondere, wenn es um die Schwächung Russlands geht.

@ pwg51 (13:25): Sie hat aus eigenem Antrieb das Land verlassen

@ pwg51

Sie Wurde nach Ihren Angaben von den Sicherheitsorganen nach Litauen gebracht.
Warum steht dann im Bericht, das Frau Tichanowskaja genau diese bestreitet?

Diese Oppositionskandidatin ist laut eigenen Worten bei n-tv und anderen Nachrichtensendern aus eigenem Antrieb nach Litauen gegangen weil sie sich bedroht gefühlt hat

https://tinyurl.com/y54l9ck9
n-tv: Oppositionskandidatin flieht aus Belarus DIENSTAG, 11. AUGUST 2020

Tichanowskaja hat ihren Worten zufolge auf eigenen Antrieb hin das Land verlassen. "Ich habe eine sehr schwierige Entscheidung getroffen. Es ist eine Entscheidung, die ich absolut unabhängig getroffen habe", sagte sie in einem Youtube-Video. Sie widersprach damit Äußerungen ihres Wahlkampfteams, wonach sie angesichts der Proteste gegen den verkündeten Wahlsieg von Präsident Alexander Lukaschenko von den Behörden zur Ausreise ins benachbarte Litauen gezwungen worden sei.

Belarus: Oppositionskandidatin Tichanowskaja in Litauen

Ja. Wenn die Wahlfälscher und Sicherheitsleute von Lukaschenko nicht wären, hätte er sich nicht schon 26 Jahre an der Macht gehalten. Daran sieht man aber auch, wie sehr er sich mittlerweile auch vor seiner weissrussischen "Prätorianergarde" langsam fürchten muss, denn die könnte auch auf die Idee irgendwann kommen, mit Forderungen an ihm zu beginnen, die ihm nicht immer passen.
Es war zweifellos die richtige Handlung für die Kandidatin, das mittlerweile unruhige Land zu verlassen. In solch einem Polizeistaat wäre die Polizei irgendwann vor ihrer Haustür aufgetaucht mit Verbrechen, die es nicht gibt.
Lukaschenko hat von Putin schon lange das Angebot einer Zwangsfusion Weissrusslands mit Russlands, die einer Fusion einer Maus mit einem Elefanten gleichkommen würde. Die bereits bestehende Russisch-Weissrussische Union bzw. die Eurasische Union dienen doch genauso dazu.
Lukaschenkos Tage als Präsident sind gezählt. Wenn nicht durch die Wahl, dann eben durch Putin und die Zwangsfusion.

13:05, wladimir kevesligeti

>>Natürlich gehen die Handelsbeziehungen weiter
@ Defender411:
Mit wem kann die EU noch handeln...

Wir werden weiter mit Russland und Belarus handel treiben. Klar. Dass die dort ihre Wahlen manipulieren, bedeutet ja nicht, dass wir denen nichts mehr verkaufen dürfen. Vielleicht nicht gerade Waffen oder Gummiknüppel.<<

Wieder einmal haben Sie völlig Recht.

Wie so oft.

Was mich aber wirklich stört, ist daß Sie hier unter dem verballhornten Nick eines anderen Users segeln. Ich halte das für ganz schlechten Stil und eigentlich für ein Trollcharakteristikum.

Schade, es nimmt Ihren oft klugen Kommentaren ein wenig die Seriosität.

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