Kommentare

Ich hoffe

dass die Verursacher für den Schaden aufkommen

Das Öl war in diesem Fall kein Handelsgut

sondern Treibstoff. Über die "Sucht nach Öl" kann man natürlich trefflich herum philosophieren, alldieweil es wohl auch regionale Raffinerien gibt.

Machen wir uns nichts vor.

Solche Katastrophen erschüttern mich immer, egal wo auf der Welt sie passieren. Da kann man/frau jetzt nach den Verantwortlichen suchen, in Wirklichkeit aber gibt es einfach eine Wahrscheinlichkeit solcher Unfälle und solange Öl über den Planeten geschippert wird, geschehen sie regelmäßig und mit tödlicher Sicherheit. Um das zu beenden müssten wir auf Öl verzichten und das lässt erahnen, was für ein Systemwechsel notwendig ist. Das selbe gilt für die Klimakatastrophe, deren Wahrscheinlichkeit genau bei 1 liegt.

@Klünder

Man kann schon etwas dagegen tun. Solange einwandige Tanker unter billig Flagge fahren, wird sowas immer wieder passieren. Es gibt keine internationalen Standarts oder Vorschriften

Der Deutsche

Es fasziniert mich wie insbesondere der Deutsche fassungslos und schockiert auf solche Ölkatastrophen schaut. Kaum ein Volk hat mehr Autos pro Person, mehr Wohnraum pro Person, konsumiert mehr pro Person, verreist mehr,...

...aber beim Umweltschutz ganz vorne mit dem Zeigefinger.

@ Klünder

Zitat: "... in Wirklichkeit aber gibt es einfach eine Wahrscheinlichkeit solcher Unfälle und solange Öl über den Planeten geschippert wird, geschehen sie regelmäßig und mit tödlicher Sicherheit. Um das zu beenden müssten wir auf Öl verzichten..."
Öl ist nicht nur Treibstoff, wenn auch zum wohl überwiegenden Teil. Es hier entbehrlich zu machen scheitert weniger am Willen des Bürgers, als an dem von Wirtschaft und Regierung.
Die populistische Idee, die Weltbevölkerung in "Duracell-" Wägelchen mobil zu halten, ist vor Umsetzung zum Scheitern verurteilt. Ein Grund wird sein, dass die E- Wägelchen meistens da sind, wo Ladesäulen fehlen.
Wenn ohne Benzin, dann mit Wasserstoff. Autos gibt es und die stromintensive Herstellung ist an der See kein Problem. Infrastruktur liefern die Tankstellen: Ein Paar Benzin-Säulen weg, Wasserstoff rein und nach ca. 4 (!) Minuten ist getankt. Mit Gas ging das ja auch.
Ich denke, hier fehlt der politische Wille, nichts anderes.

Am 11. August 2020 um 08:40 von Klünder

" Um das zu beenden müssten wir auf Öl verzichten und das lässt erahnen, was für ein Systemwechsel notwendig ist. "

Abgesehen davon, das solche Katastrophen schlimm sind, ist Ihnen nicht ganz bewusst, in welchen Artikel Öl steckt.
Auf was alles, möchten Sie denn beim Systemwechsel alles verzichten ?.
Und gilt das für alle Menschen ?, inklusive dem ganzen Kriegsspielzeug, Urlaubsflieger und so weiter.

Auszug:
" Der bekannteste Kunststoff – PVC – revolutionierte Ende der 30er Jahre ganze Industriezweige. PVC hielt rasch Einzug in den Alltag und bleibt bis heute unentbehrlich. Von Elektrogeräten, Computer, DVDs, über Kreditkarten bis hin zum Kinderspielzeug – täglich nutzen wir Gegenstände aus PVC.

Rund 60 Prozent des in Deutschland produzierten PVC werden allerdings in der Baubranche eingesetzt, zum Beispiel für Fenster, Rohre, Dachbahnen, Kabel, Bodenbeläge, Schläuche. Auch die Medizin kommt ohne PVC nicht aus – Bauteile für künstliche Herzklappen, Dialysekomponenten, Blutbeutel ...

„Auch internationale Hilfe läuft an“

Warum jetzt erst? Seit zwei Wochen schon „versuchen die Menschen auf Mauritius, mit selbst gebastelten Barrieren das Öl aus dem vor der Insel havarierten Frachter aufzuhalten“.

Der Umweltaktivist:
"Dieses Leck hat die ganze Insel erschüttert. Menschen aus allen Bereichen, aus der Zivilgesellschaft, Nichtregierungsorganisationen, Universitätsstudenten packen jetzt an. Der Privatsektor ist sehr stark beteiligt, was die Ressourcen betrifft (...). >>Die Zivilgesellschaft ersetzt den Staat und versucht, diese Ölpest einzudämmen"

Da drängt sich nicht nur diese Frage auf: „Immer mehr Menschen fragen sich, warum das Öl nicht schon vor zwei Wochen abgepumpt wurde, als der Frachter auf Grund lief“. Sondern auch die, wozu die Zivilgesellschaft überhaupt eine Regierung braucht.

"Die Regierung hat auf Anraten der Firma (...) gehandelt, ohne an die Interessen der Bevölkerung von Mauritius zu denken oder daran, was getan werden sollte, um unser Land und unsere Lagune vor dieser Gefahr zu schützen“

Schiffbruch vor Mauritius

Mir fehlt bei der gesamten Berichterstattung ein Hinweis auf die Ursache der Strandung. Bin selbst mehrfach mit Schiffen unter meinem Kommando von Singapur nach Argentinien/ Brasilien gefahren. Mauritius liegt nicht auf der Route N-lich Sumatra nach Kap der Guten Hoffnung. Warum, wie ist das Schiff vom Kurs abgewichen? Die Aussage von Happy Khambule "das Öl war auf dem von China nach Brasilien" ist lachhaft. Das Schiff ist/ war kein Tanker sondern ein Massengutfrachter (Erz, Kohle, usw.). Das austretende Schweröl ist/ war keine Fracht sondern der Treibstoff für den Antriebsmotor.
MfG,
Karlpeter Ahrens, Kapitän i.R.

09:05 von Tomoko

"Es fasziniert mich wie insbesondere der Deutsche fassungslos und schockiert auf solche Ölkatastrophen schaut. Kaum ein Volk hat mehr Autos pro Person, mehr Wohnraum pro Person, konsumiert mehr pro Person, verreist mehr,...

...aber beim Umweltschutz ganz vorne mit dem Zeigefinger."

,.,.,

Ja, DER Deutsche.
Und wer den Deutschen so gerne pauschalisiert, der unterstellt ihm kurz danach auch oft gleich den "Zeigefinger".

Das ist zwar regelmäßig eine Fake-Unterstellung, aber das weiß auch jeder, und darum kann man sich diese Unterstellung eigentlich auch sparen ;-)

Warum wurde die Zeit nicht genutzt?

14 Tage lag das Schiff schon auf Grund!
Warum wurde in der Zeit das an Bord befindliche Öl nicht abgepumpt?
Warum müssen solche Tankschiffe so nah an der Küste entlang fahren wo der Tanker doch scheinbar gar nicht auf Mauritius anlegen wollte?
Das wäre nicht nötig gewesen, wenn die Behörden sofort reagiert hätten!
Schade für die betroffenen Menschen und für die herrliche Natur!

Mauritius droht Ölkatastrophe:"Leck hat die Insel er....

Die Wakashio war ohne Fracht auf dem Weg nach Brasilien.Der Besitzer ist die Nagashiki Shipping.Das Schiff hatte 4000 Tonnen Öl in seinen Tanks.
Es wurden Ermittlungen aufgenommen,demnach ist es mit dem Schiff in den vergangenen fünf Jahren bereits zu vier Schiffsunglücken gekommen.Ob die Versicherung des Frachters für die Schäden aufkommt ?

Sorry, falsches Thema

;)

Das schöne Urlaubsparadies...

...denken vermutlich mindestens 50 Prozent der Leser.
Immer Ärger mit den fossilen Brennstoffen. Achtlosigkeit, die hunderte Jahre Konsequenzen nach sich zieht. Auch den nichtfliegenden deutschen Urlauber kann es treffen, wenn man an die nun porösen deutschen Weltkriegswracks am Grund von Nord-u. Ostsee denkt. Da schlummern Millionen Tonnen Umweltgift.

Tomko

Da stimme ich Ihnen zu! Wir sitzen schön in unserem Elfenbeinturm und sind immer aufs Neue "erschüttert".
Siehe nicht nur die Zustände in der Autoindustrie, auch derzeit in der Fleischindustrie.....

Gerade D , was auf die weitere Nutzung der Verbrenner setzt, sollte sich an die Nase fassen.
Früher hatte eine Familie ein Auto, heute muß jeder Sproß mit 17 schon das eigene Auto haben.

Und Corona deckt seinerseits derzeit viele Mißstände auf.

Wer hat die Insel zerstört ?

"Leck hat die Insel erschüttert"
Ein Leck hat mit Sicherheit nicht die Insel erschüttert.
Das Leck ist Symptom oder auch Folge von etwas ganz anderem.
Nämlich mit maroden Tankern Profit machen.
Die Kapitaleigner der Nagashiki Shipping haben die Insel zerstört oder als Ganzes gesehen - der Marktkapitalismus mit seiner inneren Uhr:
Wachstum, Wachstum, Wachstum sprich Profit, Profit um mehr Profit zu machen.

Mauritius Schiffbruch

Es ist anscheinend nicht nötig oder zu aufwendig sich mit Fakten vertraut zu machen bevor man Kommentare schriebt, seine Meinung kundtut. Wie auch bereits von anderen Foristen erwähnt war die '"Wakashio" KEIN Tanker, sondern ein Massengutfrachter. In Ballast auf dem Weg nach Tubarau/ Brasilien. Ein Erzverladehafen. Bitte zur Kenntnis nehmen Jim456 und Lebenswerte.
Weiterer Hinweis re Jim456 es fahren KEINE einwandige Tanker mehr über die Weltmeere. Dies ist durch Internationale Richtlinien/ Standards (die selbstverständlich existieren) geregelt. Diese Regel/ Vorschriften gelten übrigens auch für Schiffe unter 'flags of convienience', zu deutsch 'Billigflaggen'.
Warum das in den Treibstofftanks befindliche Schweröl nicht innerhalb einiger Tage abgepumpt wurde entzieht sich meiner Kenntnis, kann ich nicht nachvollziehen.
MfG.
Karlpeter Ahrens, Kapitän i. R.

09:32 von Bernd Kevesligeti

«Die Wakashio war ohne Fracht auf dem Weg nach Brasilien. Der Besitzer ist die Nagashiki Shipping. Das Schiff hatte 4000 Tonnen Öl in seinen Tanks.»

Aktuell gehört die "Wakashio" in den Büchern der "Mitsui O.S.K. Lines".
Eine Tochtergesellschaft von "Nagashiki Shipping".

NS selbst ist stets nur Eigentümer von Schiffen.
Nicht aber selbst Betreiber von Schifffahrt.

Zur Zeit des Unglücks fuhr die Wakashio unter der Flagge von Panama.
"Flag of Convenience" nennt das Seefahrtsrecht eine solche "Ausflaggung".
Die an Eigentums- & Betreiber-Verhältnissen nichts ändert.

Wohl aber an Zuständigkeiten, Steuer-, Versicherungs-, und Lohnfragen für die Schiffsbesatzung. Details dazu, was da jeweils gilt, weiß ich keine. Auch keinen Plan, ob das Schiff überhaupt in Japan versichert ist.

Das ausgetretene Öl ist ja kein transportiertes Erdöl im Sinn eines Tankers. Aber der Treibstoff für den Schiffsantrieb. So weit ich weiß, fuhr das Schiff außerhalb der Fahrwege zu nahe an Mauritius heran.

Corona

"Und Corona deckt seinerseits derzeit viele Mißstände auf."

Corona deckt die Mißstände der japanischen Frachtschiffahrt auf? Können Sie das näher erläutern?

Am 11. August 2020 um 09:25 von Kapt. Ahrens AFNI

Guter Kommentar von Ihnen, und eher weniger guter Artikel, und Aussagen darin.
Gibt man bei Wiki das ein-
japanische Frachter „Wakashio“
kommt das heraus.
" Schiffstyp -Capesize-Massengutfrachter "
Also dürfen auch keine Massengüter mehr über Meer verschickt werden, wäre dann die logische Schlussfolgerung ;-).
Denn außer eigenen Treibstoff, hatte das Schiff nichts geladen.

Auch wenn das Unglück schlimm ist, beim Artikel schreiben, sollte man sich etwas mehr bemühen, und nicht irgendwelche unsinnigen Aussagen zitieren.
Mal sehen ob ich jetzt umsonst geschrieben habe.

@ H.Hummel

Zitat:"Mit Gas ging das ja auch"

Erdgas diffundiert aber auch nicht durch die Wand des Treibstoffbehälters. Vollgetankt, zwei Wochen nicht gefahren und der Tank ist dennoch leer.

Wasserstoff als Treibstoff eignet sich, wenn überhaupt, für Vielfahrer und vor allem für Busse, Taxis, Lieferdinste und ähnliches.

von schabernack 10:12

Nun gut und was bedeutet das jetzt ? Zahlt die Versicherung oder Panama ?
Oder Shinzo Abe ?

Populistisch

"Happy Khambule von der Umweltorganisation Greenpeace wirft grundlegende Fragen auf: "Wir denken, dass das eine Folge unserer eigenen Sucht nach Öl ist, denn dieses Öl ging nicht einmal nach Mauritius, sondern war auf dem Weg von China nach Brasilien. Und jetzt sind die Menschen, die das ausbaden müssen, wir Afrikaner hier in Mauritius.""
.
Selten so einen Unsinn gelesen. Wir haben keine Sucht nach Öl, Öl wird auf Jahrzehnte hinweg unverzichtbarer Bestandteil unseres Lebens bleiben. Ohne Öl würden Milliarden Menschen verhungern. Das Öl ging auch nicht von China nach Brasilien, sondern war Treibstoff. Schiffe werden zu dem zwangsläufig an anderen Ländern vorbeifahren.
Solche Worte sind nur populistisch. Sie sollen Unfrieden schüren und wollen nicht zu einer Verringerung der Probleme beitragen.

Populistisch II

"Unzufriedenheit mit Regierung

Auch Kritik an der Regierung in der Hauptstadt Port Louis wird lauter. Immer mehr Menschen fragen sich, warum das Öl nicht schon vor zwei Wochen abgepumpt wurde, als der Frachter auf Grund lief."
.
Diese Frage wurde bereits vielfach beantwortet, die See war zu rau. Unter diesen Bedingungen den Treibstoff abzupumpen bedeutet ein höheres Risiko einzugehen.
Der angesichts dieses allgemein bekannten Wissens solche Fragen stellt, ist ein Populist. Er will Unfrieden schaffen, ohne zur Lösung der Problematik beizutragen.

Es stellt sich allerdings die Frage, warum Länder wie Deutschland nicht sofort Ölsperren geliefert haben. Es handelt sich hier um eine verhältnismäßig kleine Menge Öl, die sich abfangen lässt.

10:24 von Bernd Kevesligeti / @schabernack

«Nun gut und was bedeutet das jetzt ?
Zahlt die Versicherung oder Panama ?
Oder Shinzo Abe ?»

Was soll es denn wohl bedeuten?

Was weiß ich denn, ob überhaupt, und wenn ja, welche Versicherung bezahlt.
Dass allerdings Shinzo Abe nicht bezahlt … das weiß ich.

Auch werden die Schneeaffen in ihren warmen Pools in Japan nicht für die Schäden durch die Wakashio sammeln. Bezahlen Versicherungen in Ihrer Vorstellungswelt eigentlich immer spätestens 2 Wochen nach einem Schadensereignis …?

Japan

Die Schiffseigner müssen für diese Katastrophe aufkommen und die Öl Industrie.....
Was hat Japan bis jetzt getan...ein paar Experten dort hin geschickt...Applaus.....so ein Schwachsinn......Japan hat die technischen Möglichkeiten und das Geld und sind super vernetzt.....also worauf warten die Japaner......Die dortige Regierung hat sich auf die Japaner verlassen....im wahrsten Sinne

"Nun gut und was bedeutet das

"Nun gut und was bedeutet das jetzt ? Zahlt die Versicherung oder Panama ?
Oder Shinzo Abe ?"

Der Regierungschef von Panama heißt Laurentio Cortizo. Was hat Shinzo Abe mit panamesischen Schiffen zu tun?

Verbrenner trifft wieder große Teilschuld

So machen sich alle anteilig an der Katastrophe mitschuldig. In regelmäßigen Abständen passieren solche Katastrophen und wir alle sind mitschuldig.

Fakt ist, dass man viel

Fakt ist, dass man viel früher hätte eingreifen und helfen können!

Anstatt eines leeren Öltankers

hätte auch ein Stückgutfrachter oder Containerschiff auf das Riff laufen können. Das Risiko wäre das Gleiche denn der Ölfrachter fuhr OHNE Ladung!

von schabernack 10:44

Ja und wer wird für den Schaden aufkommen ? Also nicht Shinzo Abe,auch kein Tenno oder Schneeaffe.Kein Käptn Kirk.

Die

Regierung von Mauritius hat gehandelt, wie das die Regierungen der meisten anderen Länder auch getan hätten und ständig tun: zu spät.
Und zwar vermutlich aus der in solchen Fällen üblichen Motivation, nämlich aus ökonomischen Gründen.
Es wird Zeit, dass endlich der Mensch und die Natur in den Fokus der Politik rücken.

Schon wieder eine Umweltkatastrophe, oder keine?

Es kommt auf die Betrachtung an, von welch einer Seite man diesen Vorgang bewertet! Realität ist, das für den einen Menschen keine Katastrophe vorliegt, für den anderen aber dessen Tod bedeuten könnte, aber wen interessiert es schon, das diese kleine unscheinbare Insel vom Teufel besucht wurde?
Mauritius befindet sich ja nicht in der Nord. oder Ostsee! Wie unser gemeinsamer Planet heute aussieht, muss einem aufgeklärten Menschen nicht weis gemacht werden. Ich meine, daß wir alle, rund um den Planeten, hätten dieses Unglück verhindern können, wenn wir eine "Zentrale Meer. und See-Polizei", ausgerüstet mit neuesten Instrumentarium auf See und in der Luft,
hätten! Diese Polizei ist berechtigt jedes Schiff zu kontrollieren und auch zu stoppen!
Desweiteren benötigen wir eine "Technische
Hilfsorganisation für Seeunfälle"!.

@Klülnder

Hier handelt es sich nicht um die statistische Wahrscheinlichkeit einer Havarie von Öltankern, sondern hier sind wir in der realen Welt mit einer realen Situation:
Dieses Öl wurde als Treibstoff für dieses Schiff "über den Planeten geschippert"; dem Foto von gestern nach zu urteilen, war das ein ziemlich betagter Kahn und die Frage ist, wieso befand er sich überhaupt in Ufernähe, wenn er Mauritius gar nicht anlaufen wollte?

Die nächste Frage ist natürlich, wieso wurde man nicht sofort tätig bzw. hat um die Hilfe internationaler Experten gebeten, wenn das Schiff schon vor 14 Tagen auf Grund gelaufen ist?
Kurz: wem hat diese Untätigkeit genutzt?

09:01 von Jim456

sollte es ihnen entgangen sein
das ist kein Tanker sondern ein (Massengut)Frachter
der eben wie 99,99 % aller Schiffe Öl als Treibstoff verwendet

" In regelmäßigen Abständen

" In regelmäßigen Abständen passieren solche Katastrophen und wir alle sind mitschuldig."

Also ich fühle mich nicht mitschuldig, wenn panamesische Massengutfrachter mit japanischen Besitzern auf dem Weg von Japan nach Brasilien vor einer Insel im indischen Ozean stranden?

10:51 von V.Scho

Katastrophen und wir alle sind mitschuldig.
.
eine fixe Idee so langsam
wir sind an allem schuld ....

Eingreif-Rettungssystem muss her

Immer das gleiche Versagen, es passiert ein Ölunglück und tagelang passiert nichts, erst wenn sich die Katastrophe schon unkontrollierbar ausgebreitet hat, kommt langsam Hilfe in Gang. Es muss endlich eine schnelle EIngreiftruppe her, ähnlich wie die Feuerwehr. Diese muss von den Olförderländern bezahlt und auf bestem technischen und personellen Level ausgestattet werden. Sobald irgendwo auf der Welt ein Ölunfall passiert, muss diese Truppe binnen weniger Stunden vor Ort sein. Werden Schiffe benötigt muss ein weltweites Netz von im Katastrophenfall anmietbaren Schiffen jederzeit bereit stehen. Nach nun so vielen Jahrzehnten mit schlimmen Unglücken hat man so etwas noch immer nicht hinbekommen, wirklich erbärmlich.

@felina2

Was ist denn jetzt ein "Ölfrachter"? Wird dort Öl durch die Decksluken hineingebaggert? In einem Bestimmungshafen wo größtenteils Eisenerz umgeschlagen wird.

11:09 von Bernd Kevesligeti / @schabernack

«Ja und wer wird für den Schaden aufkommen ?»

In wie vielen Episoden soll diese Fortsetzungs-Serie: "Und wer wird für den Schaden aufkommen …?" nun noch weiter gehen?

Und wieso sollte gerade ich das wissen?
Weil ich einst in Japan lebte … oder so.

@V. Scho

In diesem Fall trifft alle Eisenkonsumenten die Teilschuld. Vielleicht wär's doch besser wieder die Siegerland Eisengruben zu reaktivieren. Für Autos aus heimischen Eisen.

11:01 von Felina2

zur Klarstellung
es war ein Stückgutfrachter

@ spax-plywood

Vielleicht wär's doch besser wieder die Siegerland Eisengruben zu reaktivieren. Für Autos aus heimischen Eisen.

Oder wie einst bei uns in Zwickau aus heimischem Plastik.

solange Öl über den Planeten

von Klünder @

Der Dieseltreibstoff wir für den Betrieb der Frachter benötigt. auch um die Rostoffe für unser Battereien usw. zu tansportiern.

Wachstum und Profit ?

von wolf 666 @

Aber ohne könnten Sie hier auch nicht schreiben.

von schabernack 11:43

Natürlich können Sie nicht alles wissen.Es ist nur,weil Sie einst in JAP lebten haben Sie vielleicht einen besonderen Draht dazu..........

aus heimischen Eisen@

von spax-plywood@
Aber wir haben ja auch keine Kohlmienen mehr. Wir sind für diese Unfälle nicht verantwortlich .

Forbes hat dahingehend einen

Forbes hat dahingehend einen guten Artikel geschrieben. Man sieht dort dass das Schiff 4 Tage vor der Kollision den Kurs gewechselt hat. Ca. 2 Tage vorher ist es in Mauritische Hoheitsgewässer eingedrungen, mit gleichbleibender Geschwindigkeit auf die Insel zusteuernd.
https://www.forbes.com/sites/nishandegnarain/2020/08/09/how-satellites-t...

@forfuture

Das nennt sich Notschleppkonzept. Aber in diesem Seegebiet gibt es das nicht. Das nächste Land, was damit dran ist, wäre Indien gewesen. Mag sein dass um Kapstadt oder Djibuti herum private Unternehmen aktiv sind, dafür haben wir ja einen Kapitän im Forum der das wüsste.

Die hässliche Fratze des Neokapitalismus

Billigflaggenländer, keine Haftung, schwimmende Rostlauben, Niedrigstlöhne - die internationale Seefahrt ist eine typische Fratze des Neokapitalismus - 30 Jahre nach Ende des "Sozialismus" wurde nix geändert, nur die Gewinne wandern weiterhin (steuerhinterzogen) in die Taschen der Reichen.
Aber auch bei uns wählt das Volk die rechten kapitalistischen Parteien und kritisiert "linksgrün" ... dabei hatten wir lange erfolgreich die soziale Marktwirtschaft!
Nein, die Reichen und Großkonzerne werden das nicht ändern, das muss das Volk tun, angefangen bei Wahlen!

@ Sunred

Zitat: "...Erdgas diffundiert aber auch nicht durch die Wand des Treibstoffbehälters. Vollgetankt, zwei Wochen nicht gefahren und der Tank ist dennoch leer."
Ich bin zwar kein Techniker, aber so kann dieses Problem lt.allgemeiner, neuerer Presse,(wegen mangelnder Isolierung) mittlerweile als gelöst betrachtet werden.
Audi hat sich im übrigen bereits mit Hyundai in ein Joint Venture begeben um hier von deren Erfahrungen zu profitieren; schließlich ist bereits ein Wasserstoff-Fz. von denen auf dem Markt. Das hat auch eine Zulassung für eine Abstellung in geschlossenen Einzelgaragen ... unvorstellbar bei größeren Verlusten.
Letztendlich bin ich aufgrund der enormen Rohstoffmengen und des in Massen ungeregelten Recyclings gegen diese Rohstoffverschwendung. Wenn jedes Fahrzeug +/- 400 Kg. Akkus mit allen bekannten Problemen mit sich führt, ist das in meinen Augen ökologischer Blödsinn ... lediglich der Industriemacht geschuldet.

Jim456

Sie wissen schon, das das kein beladener Tanker war?
Und, Vorschriften gibt es schon

Geburtstagsfeier mit Whatsapp

Laut mauritischer Medien (und diverser Satellitendienste) wurde der Kurs bereits vier Tage vor der Havarie in Richtung Mauritius geändert. Die Vernehmung der Besatzungsmitglieder durch die Polizei ergab, dass ein Geburtstag gefeiert wurde und in diesem Zusammenhang vermutlich ein günstiger Internetzugang angestrebt wurde.

Felina2

Es war ein Frachter, kein Tanker!

@ 09:05 von Tomoko

"Der Deutsche" schaut erst mal gar nicht...
Oder anders gesagt: "Der Deutsche" kann sein Konsumverhalten ändern, und "der Deutsche" kann politische Parteien unterstützen, die wirklich für einen Wandel einstehen.
Und Umweltschutz ist eine Frage von Engagement und vernetztem Bewusstsein, nicht von erhobenem Zeigefinger; weiß "der Deutsche" eigentlich auch schon länger - und nicht erst seit dem zerbrochenen Frachter bei Mauritius.

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