Ihre Meinung zu: Libanon: Gewalttätige Proteste und Ministerrücktritte

10. August 2020 - 7:48 Uhr

Im Libanon entlädt sich nicht nur der Ärger über die verheerende Explosion. Die Menschen sind enttäuscht von jahrelanger Misswirtschaft und Korruption. Die Regierung scheint in Auflösung begriffen. Von Carsten Kühntopp.

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Kommentare

Doch

"In Wirklichkeit gibt es keinen Weg aus dieser strukturellen Krise heraus ohne vorgezogene Neuwahlen, um eine neue politische Klasse und ein neues Parlament hervorzubringen."

Alle Libanesen die jemals im Parlament gesessen haben, dürfen die nächsten 25 Jahre kein öffentliches Amt im In- und Ausland ausüben.
Dann fangen die Leute vielleicht an, an einen Neuanfang zu glauben.

„Weil die Behörden als hoffnungslos korrupt gelten, läuft die Nothilfe komplett an ihnen vorbei. Die Partner im Libanon sind stattdessen Nichtregierungsorganisationen wie das Rote Kreuz - ein Schlag ins Gesicht der Regierung, die unter dem Druck der öffentlichen Meinung zu zerfallen scheint“

Nur so kann es im Moment auch funktionieren.

Da auch wegen über oft schon über lange Zeit erwiesener Einhaltung humanitärer Prinzipien, „Interessen“- bzw. Gewinnunabhängigkeit und Transparenz allgemein als vertrauenswürdig anerkannte Nichtregierungsorganisationen sich aber dauerhaft nicht um die die Schaffung und Aufrechterhaltung der für eine nach diesen Prinzipien funktionierende („funktionsfähige“) öffentliche Infrastruktur und die nötigen Institutionen werden kümmern können, müssen mit ihrer Hilfe schnell die Voraussetzungen geschaffen werden, die jedem einzelnen Bürger wirkliche gleichberechtigte Teilhabe an allen politischen (das „öffentliche Leben betreffenden“) Entscheidungen ermöglichen.

08:56, sonnenbogen

>>Doch
"In Wirklichkeit gibt es keinen Weg aus dieser strukturellen Krise heraus ohne vorgezogene Neuwahlen, um eine neue politische Klasse und ein neues Parlament hervorzubringen."

Alle Libanesen die jemals im Parlament gesessen haben, dürfen die nächsten 25 Jahre kein öffentliches Amt im In- und Ausland ausüben.
Dann fangen die Leute vielleicht an, an einen Neuanfang zu glauben.<<

Die gewählten Abgeordneten sind Ihrer Ansicht nach das Problem? Wenn die alle ausgetauscht werden, dann ist es gelöst?

Und den Beamtenapparat? Den wollen Sie nicht antasten? Sie meinen, der wäre sauber? Die Korruption wäre auf das Parlament beschränkt, die Verwaltung hätte damit nichts zu tun?

Und wieso im Ausland?

..-.

Das ist echt der Weg für einige Leute mit solch einer Katastrophe umzugehen?
Warum nutzen diese Leute nicht ihre Kraft um beim aufräumen zu helfen?
Was soll dieser sinnlose Demo-Zirkus?

Das wird nichts!

Der Libanon ist eine Ansammlung von ungelösten Problemen. Eines davon ist die tief verwurzelte Korruption. Kein Handelsvertrag, ohne das ein Vermittler die Hand aufhält. Das Palästinenserproblem ist immer noch nicht gelöst. Der Einfluss der Religionen ist nicht ansatzweise gelöst. Sehe ich unsere "Libanesen" habe ich wenig Hoffnung das es in diesem Land eine Besserung gibt.
Es ist wichtig, dass Geld in den Libanon fließt, nicht weil es dort wirklich hilft, sonst kommt die neue Flüchtlingswelle. Wir erkaufen uns Ruhe, weil wir keine geregelte Flüchtlingspolitik hinbekommen.

Libanon !

Die Wut der Menschen ist verständlich, nur beseitigt dies nicht das desaströse System. Die Verteilung der einzelnen Posten muss beseitigt werden, und es müssen bei den dringend notwendigen Neuwahlen auch nur neue Personen zur Wahl stehen. Die neu gewählten sollten dann unabhängig von Religion und Gruppe wie in einem demokratischen Staat eine Regierung bilden. Der Weg in eine hoffentlich bessere Zukunft für den Libanon ist aber sehr steinig, denn die bis jetzt geltenden "Regeln" der Korruption und Selbstbereicherung muss erst mal aus den Köpfen von etlichen Personen verbannt werden.

@ um 08:56 von sonnenbogen

„Alle Libanesen die jemals im Parlament gesessen haben, dürfen die nächsten 25 Jahre kein öffentliches Amt im In- und Ausland ausüben.“
Richtig.
Zusätzlich muss das Privatvermögen dieser Leute weltweit eingefroren werden.
Denn es ist natürlich davon auszugehen, dass sehr viel dieser Vermögen auf Korruption und Abzweigung staatlicher Gelder in die privaten Taschen vieler Politiker zurückzuführen ist.
Dabei können die Finanzkontrollbehörden und Geheimdienste der EU - Staaten und der USA sicher gute Dienste leisten.
Vielleicht reicht das so aufgetriebene Geld aus, um beim Wiederaufbau von Beirut sinnvoll helfen zu können.

09:24, skydiver-sr

>>Das ist echt der Weg für einige Leute mit solch einer Katastrophe umzugehen?
Warum nutzen diese Leute nicht ihre Kraft um beim aufräumen zu helfen?
Was soll dieser sinnlose Demo-Zirkus?<<

Regierung und Verwaltung sind offensichtlich korrupt und unfähig, und die Leute sind sauer.

Das verstehen Sie nicht?

Ich hoffe nur

dass man mit den Soforthilfen nicht nur wieder die korrupten Politiker ölt, sondern dass die Hilfen auch dort ankommen, wo es der Bevölkerung hilft!

Kann man das nicht sicherstellen, lasst es bitte.

09:29, Schaefer

>>Der Libanon ist eine Ansammlung von ungelösten Problemen. Eines davon ist die tief verwurzelte Korruption. Kein Handelsvertrag, ohne das ein Vermittler die Hand aufhält. Das Palästinenserproblem ist immer noch nicht gelöst. Der Einfluss der Religionen ist nicht ansatzweise gelöst. Sehe ich unsere "Libanesen" habe ich wenig Hoffnung das es in diesem Land eine Besserung gibt.
Es ist wichtig, dass Geld in den Libanon fließt, nicht weil es dort wirklich hilft, sonst kommt die neue Flüchtlingswelle. Wir erkaufen uns Ruhe, weil wir keine geregelte Flüchtlingspolitik hinbekommen.<<

Wenn ich Sie richtig verstehe, dann kriegt sowohl der Libanon als auch die Bundesrepublik nichts gebacken, und Ihre Hauptsorge sind eventuelle Flüchtlinge.

So hat eben jeder seine Prioritäten, wenn es um andere Menschen geht.

Libanon !

Es sind nicht alleine die Parlamentarier, die korrupt sind, sondern auch viele in etlichen Behörden.
Sinnvoll ist ein neues Parlament, eine neue Regierung, unabhängig von den einzelnen Gruppen und Religion, und dann eine wirklich funktionierende Überwachung und Kontrolle aller Behörden. Jegliche Korruption muss dann strengstens geahndet werden, um allen klar zu machen, dass es so nicht weiter geht.
Es muss aber auch in den Köpfen der Menschen sich was ändern, weg vom Egoismus hin zur Gemeinsamkeit und ein Füreinander. Denn nur alle gemeinsam können diese Krise auf einen guten Weg bringen, was sicher sehr schwer werden wird.
Leider ist solch eine Mentalität des Egoismus und der Bereicherung auf Kosten von vielen nicht nur im Libanon zu beobachten, sondern in vielen Ländern !

Am 10. August 2020 um 09:22 von fathaland slim

"Die gewählten Abgeordneten sind Ihrer Ansicht nach das Problem? Wenn die alle ausgetauscht werden, dann ist es gelöst?

Und den Beamtenapparat? Den wollen Sie nicht antasten? Sie meinen, der wäre sauber? Die Korruption wäre auf das Parlament beschränkt, die Verwaltung hätte damit nichts zu tun?

Und wieso im Ausland?"

Nein, das Problem ist größer... aber Mal ein Anfang. Der Beamtenapparat kann dann von den neuen Politikern ausgetauscht werden.

Ausland, ich moechte diese Leute nicht in UN, der WHO etc.... Sie hatten Ihre Zeit... und können sich gerne in der Privatwirtschaft rumtreiben.... um Ihren Vorschlag aufzugreifen, die Deutsche Bahn sucht doch immer .... Talente.

08:56 von sonnenbogen

«Alle Libanesen die jemals im Parlament gesessen haben, dürfen die nächsten 25 Jahre kein öffentliches Amt im In- und Ausland ausüben.
Dann fangen die Leute vielleicht an, an einen Neuanfang zu glauben.»

Ein Staat (jeder Staat) funktioniert viel mehr durch Beamte und Verwaltungen, als nur durch Parlamentarier. Oder funktioniert auch nicht.

Wenn Korruption weit verbreitet ist, dann bestechen Sie keinen Parlamentarier, um einem Knöllchen im Straßenverkehr zu entgehen, oder einen Führerschein ohne Fahrprüfung zu bekommen. Aber einen Polizisten, oder einen Verwaltungsbeamten.

Angemessene Bezahlung von Menschen in jeder Art von Exekutive mindert Anfälligkeit für Korruption einzelner.

Wer genügend Geld zum Familienunterhalt hat, wird weniger anfällig gegenüber den Versuchungen von Korruption. Nicht nur im Libanon ist dies der Fall. Viel mehr geeignet, als Politiker zu verbannen.

Was hat es für einen Einfluss auf den Libanon, Libanesen im Ausland irgendwas zu verbieten?

skydiver-sr

Dieselbe Idee hatte ich auch schon beim Betrachten der Bilder. In welcher Form nun die zugesagten EU-Hilfen nach Libanon gelangen sollen, wurde leider nicht offengelegt. Statt Geldmitteln wäre Räumgerät schwer und leicht (Bulldozer, Bagger, Lkw aber auch Schaufeln, Spitzhacken,Schubkarren) dringend nötig - und dann eine Art von Arbeitsdienst für Männer und Frauen . Den Wiederaufbau können die Libanesen nach vielen Kriegsjahren vermutlich selbst organisieren.

kein Cent für ein Land....

und ein Volk dessen Präsident behauptet eine internationale Untersuchung der Explosion sei nicht notwendig und würde nur zur Verschleierung führen

so einfach ist das also

Meine Mitforisten scheinen das Problem erkannt zu haben. Im Libanon leben nun mal Libanesen und Libanesen sind nun mal korrupt. Die Lösung: alle korrupten Funktionäre (also alle Funktionäre) austauschen, nur ... gegen wen?

In diesem Forum hat ja das Wort "Generalverdacht" sozusagen Geschichte gemacht. Ein Generalverdacht gegen ein ganzes Volk, das ist allerdings schon was neues. Und die traumwandlerische Sicherheit, mit der hier Bürger eines Landes mit Charakterzügen attribuiert werden (noch dazu mit der Begründung, dass das ja "allgemein bekannt sei"), eines Landes wohlgemerkt, das kaum einer der hier Kommentierenden mal aus der Nähe gesehen haben dürfte, ist wirklich verblüffend. Wenn jemand eine solch holzschnittartige Beschreibung "der Deutschen" abgeben würde, was wäre wohl die Reaktion?

@ 09:24 von skydiver-sr

"Warum nutzen diese Leute nicht ihre Kraft um beim aufräumen zu helfen?
Was soll dieser sinnlose Demo-Zirkus?"

Beides passiert. Tagsüber sind viele beim Helfen. Nachts ist eine kleinerer Teil am Demonstrieren und ein noch kleinerer Teil randaliert. Die Randalen sind wie immer überproportional in den Medien vertreten.

"Ein Wandel für das Land sei

"Ein Wandel für das Land sei ausser Reichweite", so Abdel Samad. - Nachvollziehbar These.
Ein Beispiel: Libanon liegt an der Mittelmeerküste. Es gibt aber kaum öffentlichen Zugang zum Meer. Denn da liegen Hotel - oder Apartmentanlagen, alles im Privatbesitz. Es gibt so gut wie keine Promenaden, alles Privatstrände. Die meisten Anlagen sind weitläufig, schön gepflegt, aber ausserhalb - nicht mal überall Bürgersteige. Das Meer gehört dem Land, d.h. alle Libanesen und Gäste des Landes sollen freien Zugang dazu haben. Vor einigen Jahren hat man angefangen, einen grösseren Teil am Meer zw. Beirut und Jounye zu erweitern, mit riesigen Steinen. "Oh! Endlich eine öffentliche Promenade!" , dachten wir. Nein! Wieder private Wohnanlagen, Geschäfts - und Restaurantgebäude. Wie kommt das Land daraus? Wie schafft man die Küste frei für alle Libanesen und im Sinne des Tourismus?

Libanon !

Also, hier im Forum kommen "tolle" Vorschläge. Sicher haben sich etliche Politiker sehr wahrscheinlich bereichert, aber nicht nur die, sondern auch "kleine" Beamte von verschiedenen Behörden haben die Hände auf gehalten. Ich denke, dies ist nicht nur im Libanon so, sondern auch in etlichen anderen Ländern, weil viele Angestellte in den Behörden nicht wirklich ordentlich verdienen, und so mancher dann auf die Idee kommt, ab und zu sich was dazu zu verdienen. Es macht im Ganzen die Summe von allem, und die Unfähigkeit, sowie Trägheit, die etliche Staaten lähmen und viel Geld unnötig verbraten, Gefahren übersehen und Menschen vergessen werden.
Den Menschen im Libanon ist zu wünschen, dass sie einen gemeinsamen Weg finden, nicht noch mehr zerstören, sondern miteinander vieles wieder zum Besseren aufbauen !

Ministerrücktritte reicht nicht!

Das gesamte libanesische Parlament müsste vollständig aufgelöst werden.Denn die 128 Abgeordneten sind mitschuldig an die Korruption und Misswirtschaft in der Regierung .Erst dann besteht die Hoffnung ,das politsch wie auch gesellschaftlich sich was positives für alle Libanesen was ändert.

@fathaland slim

Ich verstehe, daß es in diesem Land eine Katastrophe gegeben hat mit jeder Menge Schäden an Menschenleben und Material.
Ich verstehe nicht, warum man gerade jetzt wo die Rettungsarbeiten noch laufen und jede helfende Hand gebraucht wird „den Larry rauslassen muß“
Die Regierung kann man immer noch stürzten,wenn die Rettungsarbeiten beendet sind.
Das sind die Sachen die ich verstehe -hätte ich aber hinreichend erklärt

warum sollte man ein Volk unterstützen....

das seit Jahrzehnten nicht in der Lage ist zu einer einigermaßen Regierung zu kommen und dessen einzige Staatsraison darin besteht gegen Israel zu sein ??? Gerade Dtl hat hier keinerlei Verpflichtung !

@Quakbüdel

... genau so sieht es aus

Die Menschen sind enttäuscht

von Jahrelanger Misswirtschaft und Korruption.
--------------------------------------------
Ja nur hat die EU davon offensichtlich nichts mitbekommen und jedes Jahr mal eben 500 Millionen Euro an die libanesische Regierung überwiesen. Seit 2018 alleine 1,5 Mrd Euro.
Zusätzlich zahlen Länder wie Deutschland, Frankreich und Italien Entwicklungshilfe in Höhe von zusammen ca. 250 Millionen Euro jährlich.

09:42, sonnenbogen

>>Nein, das Problem ist größer... aber Mal ein Anfang. Der Beamtenapparat kann dann von den neuen Politikern ausgetauscht werden.<<

Wenn das alles so einfach wäre...

Nichts ist komplizierter als eine Verwaltung. Da greift ein Rädchen ins andere. Wenn Sie da das Personal austauschen, dann bricht das komplette Chaos aus. Der Beamtenstamm mag korrupt sein, es handelt sich aber trotzdem um Profis. Wenn Sie das Verwaltungswesen in die Hände von Amateuren legen, dann geht das auf jeden Fall schief.

Nicht umsonst ist es überall so, daß die Regierungen kommen und gehen, die Verwaltung aber, die bleibt.

Wenn man da korrupte Strukturen bekämpfen will, dann heißt das ganz, ganz dicke Bretter bohren.

@skydiver-sr -

Haben Sie sich denn überhaupt nicht über den Libanon schlau gemacht, bevor Sie von sinnlosem Demo-Zirkus sprechen? Da gehen doch keine "Corona ist gelogen oder doof"-Leute auf die Straße.

Regierungsverantwortliche jeder Ebene haben in den 30 Jahren nach dem Bürgerkrieg den Libanon zugrunde gerichtet. Ende letzten Jahres sind die Menschen schon gegen die Misswirtschaft und Korruption auf die Straße gegangen. Die Antwort war "Staatsgewalt". Seither hat das Lib. Pfund um 80 % verloren - könnten Sie mit 20 % Ihres Einkommens leben; Erspartes natürlich auch vernichtet? Strom-/Wasser-/ Gesundheitsversorgung alles am Boden.
Die Welt guckt aber erst hin, wenn 1000e Tonnen ungesicherte Gefahrstoffe in die Luft fliegen und es ausreichend Tote und Verletzt gibt.
Und übrigens: nur die Bürger und NGO sowie ausländische Regierungen helfen und räumen auf, nicht die libanesischen Regierungsverantwortlichen.

Ein Viertel der z. Z. im

Ein Viertel der z. Z. im Libanon lebenden Menschen sind syrische Flüchtlinge - bedürftige, verzweifelte Menschen. Ein enormes Problem für das kleine Land in der Misswirtschaft. Es gibt kaum eigene Industrie. Früher lebte das Land von den Banken und dem Tourismus. Reiche Schleiche und wohlhabende Bürger aus dem arabischen Raum kamen gern nach Libanon und brachten viel Geld ins Land. Nun wegen der unstabilen Lage - Bürgerkrieg, Israel, innere Politik - bleiben diese seit Jahrzehnten weg. Aus den gleichen Gründen bleiben ausländische Investoren aus. Wie kann Libanon aus dieser schwersten Krise herauskommen?

Abwahl der Regierung Neuwahlen Demokratie ...

Es wird Zeit, nach einer solcher Katastrophe einer Explosion das die dortige Libanon Regierung abtritt !
Und schnell Neuwahlen statt finden und eine neue Regierung gestellt wird.
Was Vertrauen der Bürger wieder herstellt.
Was passiert denn, wenn wieder eine Explosion eine ganze Stadt verschwinden läßt und in Schutt und Asche verwandelt, nicht auszudenken. Hier muss die UNO / EU Staatengemeinschaft handeln so schnell wie möglich.

10:01 von Werneranerin

Ein Viertel der z. Z. im Libanon lebenden Menschen sind syrische Flüchtlinge - bedürftige, verzweifelte Menschen. Ein enormes Problem für das kleine Land in der Misswirtschaft.
--------------------------------------------
Nur zu ihrer Information. Der Libanon zahlt für keinen einzigen Syrischen Flüchtling auch nur einen Cent.
Im Gegenteil-die Flüchtlinge sind ein riesen Geschäft für den Libanon. Alle Kosten für die Flüchtlinge erhält der Libanon vom UNHCR erstattet und von diesem Geld bleibt dann natürlich der größte Teil im Verwaltungsapparat hängen.

Selbst wenn

sich die Regierung auflöst, und es mal eine neue geben wird, wird sich an den Fakten und Korruption nichts ändern.
Das etwas entsteht wie der Westen es gerne hätte, wird nicht passieren, ich hätte da wenig Hoffnung.
Es wird ein Pulverfass bleiben.

09:54, skydiver-sr

>>@fathaland slim
Ich verstehe, daß es in diesem Land eine Katastrophe gegeben hat mit jeder Menge Schäden an Menschenleben und Material.
Ich verstehe nicht, warum man gerade jetzt wo die Rettungsarbeiten noch laufen und jede helfende Hand gebraucht wird „den Larry rauslassen muß“
Die Regierung kann man immer noch stürzten,wenn die Rettungsarbeiten beendet sind.
Das sind die Sachen die ich verstehe -hätte ich aber hinreichend erklärt<<

Die Unzufriedenheit mit der Regierung, um nicht zu sagen die Verzweiflung, war schon vor der Katastrophe da. Daß wir das hier in Deutschland vielleicht nicht so richtig mitbekommen haben, liegt eventuell daran, daß der Libanon weit weg ist und uns nicht so richtig interessiert. Durch die Katastrophe bricht sich jetzt einiges Bahn. Den Leuten reicht es. Und es ist ja nun wirklich nicht so, daß sie nur protestieren und sonst nichts tun würden.

Es gibt noch viele Vermisste. Die haben Angehörige. Das sollte man auch nicht vergessen.

Am 10. August 2020 um 09:47 von frosthorn

Wie oft waren Sie den im Libanon oder in der Region?
Es ist dort leider trauriger Alltag, das für jede kleine Dienstleistung ein kleiner Obolus erwartet und gegeben wird. Selbst wenn der kleinste Beamte 10.000 Euro als Gehalt beziehen würde. Da dies schon seit hunderten von Jahren Tradition ist, erkennen diese "Staatsdiener" keine Verfehlung.
Wir sehen darin Korruption für die Menschen in dieser Region ist das das normale Leben.
Haben Sie einen Vorschlag gegen diese Tradition vorzugehen?

Meine Empfehlung

der Libanon sollte sich befristet unter UNO Verwaltung stellen, bis die Verhältnisse für Neuwahlen gegeben sind.
Die UNO sollte die gesamte Verwaltung zerschlagen und neu aufbauen.

War jemand kürzlich vor Ort?

Es wäre interessant, wieviele von den Verurteilern hier überhaupt einen konkreten Einblick in die Verhältnisse haben? War jemand davon kürzlich vor Ort? Kennt jemand persönlich Familien, die dort leben?
Oder alles Meinungsbildung aus selektiven Berichten der hiesigen Medien?

Bei den Zusammenhängen, dicke Expolsion, danach (organisierte?) Bürgerrandale (könnten helfen, statt Steine zu werfen), sollte wirklich "untersucht" werden, wer oder was dort gezündelt hat.

10:08, Hanno Kuhrt

>>10:01 von Werneranerin
Ein Viertel der z. Z. im Libanon lebenden Menschen sind syrische Flüchtlinge - bedürftige, verzweifelte Menschen. Ein enormes Problem für das kleine Land in der Misswirtschaft.
--------------------------------------------
Nur zu ihrer Information. Der Libanon zahlt für keinen einzigen Syrischen Flüchtling auch nur einen Cent.
Im Gegenteil-die Flüchtlinge sind ein riesen Geschäft für den Libanon. Alle Kosten für die Flüchtlinge erhält der Libanon vom UNHCR erstattet und von diesem Geld bleibt dann natürlich der größte Teil im Verwaltungsapparat hängen.<<

Aha.

Dem Libanon geht es also prima, wegen all der Flüchtlinge.

Und der UNHCR schmeißt mit Geld um sich, er hat ja auch so viel davon.

Mehr als zehn Prozent der Bevölkerung.

Ungefähr so, als hätte Deutschland mal eben von heute auf morgen acht Millionen Menschen aufgenommen.

9:54 von skydriver-sr

>>Ich verstehe, daß es in diesem Land eine Katastrophe gegeben hat mit jeder Menge Schäden an Menschenleben und Material.
Ich verstehe nicht, warum man gerade jetzt wo die Rettungsarbeiten noch laufen und jede helfende Hand gebraucht wird „den Larry rauslassen muß“
Die Regierung kann man immer noch stürzten,wenn die Rettungsarbeiten beendet sind.
Das sind die Sachen die ich verstehe -hätte ich aber hinreichend erklärt<<

Die Leute dort sind am Ende und hangeln sich von Tag zu Tag durch ihr Leben.
Was nützt ein Widerstand, wenn alles aufgeräumt und wieder in Ordnung ist? Dann ist alles wieder heile Welt?
Der Widerstand muss jetzt beginnen und darf nicht nachlassen. Leider geht das nicht ohne Gewalt.

09:47, frosthorn

>>In diesem Forum hat ja das Wort "Generalverdacht" sozusagen Geschichte gemacht. Ein Generalverdacht gegen ein ganzes Volk, das ist allerdings schon was neues.<<

Nein, es ist nichts neues.

Mich erinnert das sehr an die Griechenlanddiskussion. Damals auch von der Bildzeitung befeuert (Pleitegriechen etc.)

Libanon

Heute morgen hörte ich im Deutschlandfunk Außenminister Heike Maas, der sinngemäß sagte, dass im Libanon dramatische Reformen erforderlich seien. Auf die Frage, ob hiervon auch der Religionsproporz betroffen sei, meinte er, dass hierzu von außen nichts bestimmt werden könne. Auf die Rolle der Hisbollah wurde beim Gespräch leider nicht eingegangen. Besser kann man die Unlösbarkeit der Probleme im Libanon nicht beschreiben.

Wann wird...

die Welt nur einmal friedlich?
Hier korrupte Politiker, dort der letzte Diktator, anderswo ignorierende Präsidenten und wieder wo anders Sicherheitsgesetze.
Einige wenige Menschen haben sehr viel und wiederum etliche Millionen Menschen leiden Hunger. Dabei wäre genug für alle vorhanden, was jedoch am Egoismus scheitert.
Traurig aber wahr!

09:29 von Schaefer

>>Es ist wichtig, dass Geld in den Libanon fließt, nicht weil es dort wirklich hilft, sonst kommt die neue Flüchtlingswelle. Wir erkaufen uns Ruhe, weil wir keine geregelte Flüchtlingspolitik hinbekommen.<<

Das wird der Grund sein. Aber ich denke (hoffe) schon, dass es auch bei den Richtigen dort ankommt, dass es nicht an die Regierung weiter geleitet wird, sondern RKI u.a. NGOs.

Die Regierung mag zwar ausgewechselt werden, da werden die Gesichter hinter dem selben Vorhang ausgetauscht... also wird die Korruption der Macht weiter laufen.

@ 09:29 von Schaefer

Der Libanon tut seit Jahren überproportional viel für die geflüchteten Menschen aus den Nachbarstaaten. Es ist beschämend wie skandalös, dass der Friedensnobelpreisträger EU es nicht hinbekommt, eine humanitäre solidarische Flüchtlingspolitik zu organisieren, die diesen Namen verdient. Und dann kommen hier Foristen, die in der jetzigen gesteigerten Krisensituation nach dem verheerenden Explosionsunglück in Beirut nur deshalb finanzielle Unterstützung leisten wollen, damit dieses arme Land den reichen Deutschland die Flüchtlingsarbeit abnimmt.
Mir bleibt die Luft weg.

um 09:40 von Traumfahrer

"Es muss aber auch in den Köpfen der Menschen sich was ändern, weg vom Egoismus hin zur Gemeinsamkeit und ein Füreinander."
Absolut richtig. Nur, ich denke, um diese Wende zu vollziehen, werden die Libanesen viel Zeit brauchen, mindestens eine Generation. Libanesen lieben ihr Land, aber ihnen fehlt das Empfinden der Staatlichkeit, das Vertrauen in den Staat. Das Volk wurde doch, könnte man sagen, sich selbst überlassen. Die korrupte Regierung bereicherte sich offen und schamlos - das ist die eine Ebene. Die andere Ebene - das Volk - Überlebenskünstler. Die meisten Gehälter reichen um von der Hand in den Mund zu leben. Schule für die Kinder kostet Geld, Studium - sehr viel. Auf das "Zusatzeinkommen" zu verzichten würde für Beamte und sonstige Staatsangestellte bedeuten, als wenn man hier plötzlich nur ein halbes Gehalt bekäme. Bei den Preisen im Libanon? Ein Teufelskreis.

10:14 von Hanno Kuhrt

«Meine Empfehlung … der Libanon sollte sich befristet unter UNO Verwaltung stellen, bis die Verhältnisse für Neuwahlen gegeben sind.
Die UNO sollte die gesamte Verwaltung zerschlagen und neu aufbauen.»

Keine Internationale Organisation kann hoppla-hopp eine Verwaltung in Land (x) zerschlagen, und das Bisherige durch andere Menschen ersetzen.

Das ging nach WK2 für eine gewisse Übergangszeit in Deutschland & Japan durch die Siegermächte. Mit gleichzeitiger militärischer Besetzung. In sehr begrenztem Maß, und Korruption & Schwarzhandel an den Strukturen der Alliierten vorbei waren in beiden Ländern zu dieser Zeit größer, als zu jeder anderen Zeit in deren Geschichte.

Wieder eigenständige Verwaltungen in DEU & JAP wurden auch mit Beamten aufgebaut, die in den faschistischen Strukturen der Kriegszeit in der Verwaltung waren.

Wiederaufbau dauerte Jahrzehnte, und ohne Erfahrungen der handelnden Personen wäre es kaum möglich gewesen. Das gilt auch für den Libanon des Jahres 2020.

@ um 10:13 von tagesschlau2012

>>@ um 09:47 von frosthorn
Wie oft waren Sie den im Libanon oder in der Region?
Es ist dort leider trauriger Alltag, das für jede kleine Dienstleistung ein kleiner Obolus erwartet und gegeben wird. Selbst wenn der kleinste Beamte 10.000 Euro als Gehalt beziehen würde. Da dies schon seit hunderten von Jahren Tradition ist, erkennen diese "Staatsdiener" keine Verfehlung.
Wir sehen darin Korruption für die Menschen in dieser Region ist das das normale Leben.
Haben Sie einen Vorschlag gegen diese Tradition vorzugehen?<<

Tradition, seit Jahrhunderten? Können Sie mir bitte einen Beleg, (z.B. einen Link) zu dieser, Ihnen exklusiven Information geben.

Und wenn ein Staatsdiener 10.000 € (warum €, wenn´s dort den LBP gibt?) verdienen würde, bin ich mir sicher er würde, und Sie meinen damit ALLE Beamten, nicht für 20€ einen Antrag schneller bearbeiten.

Ähm - sie haben da wohl etwas

Ähm - sie haben da wohl etwas NICHT mitbekommen...

..die wirklich einzigsten die vor Ort aufräumen sind Freiwillige aus der Bevölkerung
(mit Besen und Schaufel) - der Staat und seinen Behörden machen nicht den KLEINSTEN Finger krum!

Und wenn genau diese Leute demonstrieren haben sie auch allen Grund dazu
und
alles Recht dieser Welt!

Dann sitzen irgendwo auf dieser Welt Menschen in ihren bequemen Sesseln und tipseln Texte in die Tastatur in denen die genau jenen Leuten das Recht auf ihren Meinung absprechen...
..wie dreist muss man eigentlich für so etwas sein??

09::24 von skydiver-sr

"Sinnloser Demo-Zirkus"?????
Libanon ist ein, von Korruption zerfressenes
Land, die Menschen hungern, die Wirtschaft gibt es kaum noch und die Elite stopft sich die Taschen voll.
Abertausende haben kein Dach mehr über dem Kopf, 100+x Menschen sind wegen maroder Zustände (Explosion Hafen)
gestorben, tausende verletzt - Krankenhäuser entweder zerstört oder komplett überfordert.
Und da sollen die Menschen schön brav weiter hungern, alles über sich ergehen lassen und keinen "sinnlosen Demo-Zirkus"
aufführen. Ich bewundere diese Menschen, die sich, trotz widriger Umstände gegen diese Zustände wehren

Unglaublich

Ich stelle mal die Frage, wie viel Beachtung der Libanon heute erhalten würde, wenn in Beirut keine Explosion stattgefunden hätte.
Das wir uns als Weltgemeinschaft solidarisch zeigen und Menschen helfen wollen, die die Hilfe dringend benötigen, ist eine hoffnungsvolle Sache.
Aber warum muss sich jetzt jeder anmaßen, dem Land vorzuschreiben, dass die Regierung entmachtet und abgesetzt werden muss. Hat die Bevölkerung des Libanon „uns“ um Hilfe oder unsere Meinung gefragt?

In diesem Sinne,
Francis Fortune

Sachliche und themenorientierte Diskussion erwünscht

Sehr geehrte NutzerInnen von meta.tagesschau.de,

wir möchten Sie bitten, zu einer sachlichen und themenorientierten Diskussion zurückzufinden. Persönliche Auseinandersetzungen sind nicht erwünscht.

Mit freundlichen Grüßen
Die Moderation meta.tagesschau.de

P.S. Diese Mitteilung gilt allen TeilnehmerInnen dieser Diskussion.

10:13 @tagesschlau2012 09:47 @frost

"... leider trauriger Alltag, das für jede kleine Dienstleistung ein kleiner Obolus erwartet und gegeben ..."

Das wissen Sie also ganz genau?

Oder ist das eher die Meinung, dass es im Nahen Osten immer wie auf einem Basar, mit Handeln und Feilschen zugeht ?

"... seit hunderten von Jahren
Tradition ist, ..."

Das Feilschen auf einem Markt hätte vielleicht diese Tradition.

Nur warum demonstrieren seit Monaten die Menschen gegen Korruption?
Das passt nicht so recht.

Im Regierungs- und Verwaltungsapparat hat es sich erst entwickelt.

Wer kann bestechen und korrumpieren?
In der Regel die, die Macht und / oder
Geld haben.
Ich denke, also vor allem die Privatwirtschaft.

...

@frosthorn

Nicht nur
"... verblüffend ...",
sondern beschämend, empörend.

Gruß
Leipzigerin59

@ Hanno Kuhrt, um 10:14

"Meine Empfehlung
der Libanon sollte sich befristet unter UNO Verwaltung stellen, bis die Verhältnisse für Neuwahlen gegeben sind.
Die UNO sollte die gesamte Verwaltung zerschlagen und neu aufbauen."

Die Regierung des Libanon ist kein Vorstand eines Tennisclubs, der auch noch bereitwillig abzutreten würde!
"Verwaltung zerschlagen und neu aufbauen" - das ist doch allzu simpel gedacht.

@ um 10:20 von fathaland slim

>> 09:47, frosthorn:
In diesem Forum hat ja das Wort "Generalverdacht" sozusagen Geschichte gemacht. Ein Generalverdacht gegen ein ganzes Volk, das ist allerdings schon was neues.<<

>>um 10:20 von fathaland slim:
Nein, es ist nichts neues.

Mich erinnert das sehr an die Griechenlanddiskussion. Damals auch von der Bildzeitung befeuert (Pleitegriechen etc.)<<

Ist schon sehr traurig einem ganzen Volk, einer Nation einfach mal einen Stempel plakativ auf die Stirn zu drücken.
Aber einfache Etikettierungen schützen vor davor zu viel nachzudenken und die Menschen als Individuen zu betrachten.

Der Deutsche ist gründlich, der Franzose trägt ein Baguette unterm Arm, der Italiener ist nur Spaghetti und der Libanese ist traditionell korrupt.

@09:24 von skydiver-sr

>>Das ist echt der Weg für einige Leute mit solch einer Katastrophe umzugehen?
Warum nutzen diese Leute nicht ihre Kraft um beim aufräumen zu helfen?
Was soll dieser sinnlose Demo-Zirkus?<<

Klar, Soforthilfe ist wichtig.
Langfristig gesehen ist es jedoch wichtiger die Strukturen zu verändern, die dieses Problem verursacht haben (und aktuell auch dafür sorgt, dass es keine effektive staatliche Soforthilfe gibt).
Wenn erstmal 2 Monate nur aufgeräumt wird, fehlt danach jedes Momentum um langfristige Veränderungen anzuschieben.

@09:40 von Traumfahrer

>>Leider ist solch eine Mentalität des Egoismus und der Bereicherung auf Kosten von vielen nicht nur im Libanon zu beobachten, sondern in vielen Ländern !<<

Wenn Sie in einem Land leben in dem vieles schlichtweg nicht funktioniert und nicht nur Ihre Kollegen im Beamtenapparat gern die Hand aufhalten, sondern auch diejenigen, bei denen man sie melden könnte...
Wollen Sie da wirklich der eine "Gute" sein, der sich das Leben unnötig schwer macht um genau gar nichts damit zu erreichen? Man hat ja auch der Familie gegenüber eine Verantwortung.

Das Problem geht über individuellen Egoismus hinaus; das System ist oft mächtiger als das Individuum.
Das heißt natürlich nicht, dass man nicht versuchen sollte es zu ändern - aber der Kampf ist zäh, lang und voller Entbehrungen.

Am 10. August 2020 um 10:33 von David Séchard

"Tradition, seit Jahrhunderten? Können Sie mir bitte einen Beleg, (z.B. einen Link) zu dieser, Ihnen exklusiven Information geben."
#
#
Was nützt Ihnen ein Link, wenn Ihnen die Korruption in diesen Länder unbekannt ist?
Das Lesen und Verstehen kann Ihnen niemand abnehmen.
Der Betrag X war nur als Beispiel genannt, sollte auch für Sie zu verstehen sein.

09:29 von Schaefer

Woher wollen sie wissen, dass "das nichts
wird"?
Warum unterstellen sie den geldgebenden
Ländern eigennützige Motive?
Ich nenne das humanitäre Hilfe.
Jeder Euro wird benötigt um den Menschen in dieser verzweifelten Lage zu helfen.
Hoffentlich gibt es noch viel mehr Geldgeber!!!

@ Francis Fortune, um 10:38

"Aber warum muss sich jetzt jeder anmaßen, dem Land vorzuschreiben, dass die Regierung entmachtet und abgesetzt werden muss. Hat die Bevölkerung des Libanon „uns“ um Hilfe oder unsere Meinung gefragt?"

In gewisser Weise haben Sie Recht - eine Einmischung in Fortbestand oder Entmachtung der libanesischen Regierung zeugt schon von einigem Hochmut, um es einmal vorsichtig auszudrücken.

Andererseits kann man die Proteste der Bevölkerung schon als Hilferuf ans Ausland verstehen, hier "steuernd" einzugreifen.
Wie das allerdings in der Praxis aussehen soll, wage ich nicht zu beurteilen.

Als gerechtfertigt sähe ich es an, wenn der Verbleib der zu erwartenden Hilfsgelder sehr genau verfolgt und jeder entdeckte Missbrauch geahndet würde - aber auch das dürfte so einfach nicht sein...

@fathaland slim, 10:20 re @frosthorn

Sie wissen aber schon, was ich meine. Manche Kommentare hier kann man ja in etwa so zusammenfassen:

"Also ICH würde erst mal die Demokratie einführen, die Korruption beenden und dafür sorgen, dass die Wirtschaft funktioniert". Also sozusagen, einfach das Schlechte abschaffen und stattdessen das Gute installieren. Sooo einfach ist das nämlich. "Aber auf mich hört ja keiner".

Im gleichen Atemzug wird dieses ehrenwerte Vorhaben aber auch schon für aussichtslos erklärt: "Bei DEN LIBANESEN" gehört Korruption nämlich zum normalen Leben. Die sind halt so. Weswegen man sie erst mal umerziehen müsste.

Mal ehrlich, wie viele solcher Ratschläge kann ich ernst nehmen?

09:34 von Jim456

Haben sie den Artikel nicht gelesen?
Die Soforthilfe geht an NGOs und somit an der Regierung vorbei.
Eben, um zu verhindern dass sich die korrupten Politiker diese Gelder unter den Nagel reissen.

09:47 @frosthorn ... so einfach ist das also

Um die anderen Kommentare / Antworten zu ergänzen:

Es ist nichts Neues!

Sie erinnern sich bestimmt an die vor kurzem heftig diskutierten Corona-Hilfen ...
"... die Südländer ..."

"... Wir in D sind die fleißigsten, ... ."

Und wehe, irgend jemand kritisiert "uns Deutsche".

Ich habe bisher auch nicht viel vom Libanon gewusst, und selbst wenn, ein Volk unter Generalverdacht zu stellen, käme mir nicht in den Sinn.

Gruß
Leipzigerin59

Am 10. August 2020 um 10:40 von Leipzigerin59

"... leider trauriger Alltag, das für jede kleine Dienstleistung ein kleiner Obolus erwartet und gegeben ..."

Das wissen Sie also ganz genau?
#
#
Ja das weis ich ganz genau.
In Deutschland leben zur Zeit viele Menschen aus dieser Region, sprechen Sie einfach mal mit diesen, da wird auch Ihnen geholfen.
Ich war oft in dieser Region beruflich unterwegs und habe diese Probleme vor Ort miterleben müssen.

ob Geld an Regierung oder NGO....

das ist völlig 2.-rangig - Regierungen und NGOs dürfen nicht "losgelöst" vom Volk betrachtet werden - und genau hier liegt das Problem

09:44 von Quakbüdel

Zuallererst kommt die Hilfe für die Menschen und dann in 2. Linie das Aufräumen.
Es geht nicht nur um den Wiederaufbau, es
geht vor allem um die Ausrottung der
Korruption und um die politische Stabilisierung des Landes.

Am 10. August 2020 um 10:53 von frosthorn

"Im gleichen Atemzug wird dieses ehrenwerte Vorhaben aber auch schon für aussichtslos erklärt: "Bei DEN LIBANESEN" gehört Korruption nämlich zum normalen Leben. Die sind halt so. Weswegen man sie erst mal umerziehen müsste."
#
#
Den Moralapostel zu spielen ist einfach.
Wo bleibt Ihr Sachlicher Vorschlag wie das Problem der Korruption zu lösen ist?

@B.Pfluger

...es sind noch Menschen unter den Trümmern und alle KH sind proppenvoll und überlastet-da ist es natürlich ganz wichtig zu demonstrieren und weitere Opfer in Kauf zu nehmen.
Ich würde ja erstmal den Abschluß der Rettungsarbeiten abwarten-aber ok,jeder hat seine Prioritäten

10:14 von Hanno Kurt

Das ist doch mal ein konstruktiver Vorschlag!
Frage: Wer hat die Befugnis, dies zu veranlassen?

10:40 von David Séchard

>>Ist schon sehr traurig einem ganzen Volk, einer Nation einfach mal einen Stempel plakativ auf die Stirn zu drücken.
Aber einfache Etikettierungen schützen vor davor zu viel nachzudenken und die Menschen als Individuen zu betrachten.

Der Deutsche ist gründlich, der Franzose trägt ein Baguette unterm Arm, der Italiener ist nur Spaghetti und der Libanese ist traditionell korrupt.<<

Danke für diesen Kommentar.
Ich hatte dem User tagesschlau sinngemäß das Gleiche geantwortet, kam leider nicht durch.
Wahrscheinlich habe ich mich im Ton vergriffen, denn bei so manchen Kommentaren geht mir die Hutschnur hoch.

der Arzt, der mir letzten Dezember

das Leben gerettet hat, ist übrigens ein Geflüchteter aus dem Libanon. Einfach so hat der das gemacht. Ohne Bakschisch. Obwohl es ihm eigentlich in den Genen liegen müsste, etwas unter der Hand dafür zu verlangen. Viele Foristen hier "wissen" das ja angeblich.
Naja, vielleicht ist er ja Angehöriger eines der unzähligen kriminellen Familienclans in Deutschland, und wüsste gar nicht, wohin mit dem Geld.

Libanon:Gewalttätige Proteste und Ministerrücktritte....

Die Menschen gehen auf die Straße gegen das wirtschaftliche Elend(die Hyperinflation) und die Korruption.
Aber das sich Macron jetzt dort hervortut,deutet auch darauf hin,daß die Gefahr besteht,daß das Land wieder zum Spielball äußerer Mächte werden kann.

@um 10:46 von tagesschlau2012

>>Am 10. August 2020 um 10:33 von David Séchard: (...)"<<
#
>> um 10:46 von tagesschlau2012: Was nützt Ihnen ein Link, wenn Ihnen die Korruption in diesen Länder unbekannt ist?
Das Lesen und Verstehen kann Ihnen niemand abnehmen.
Der Betrag X war nur als Beispiel genannt, sollte auch für Sie zu verstehen sein.<<

Ich wehre mich dagegen von einer traditionellen Korruption zu sprechen, die seit Jahrhunderten dort existiert.
Wie kommen Sie auf diesen Gedanken?
Und deshalb die Frage nach einer Quelle.

Richtig, das Lesen und Verstehen kann mir Niemand abnehmen. Das Beantworten einer Frage mit Belegen kann Ihnen auch Niemand abnehmen. Sie stellen nur eine Behauptung auf, durch Nichts gestützt, außer der Information, das die Korruption dort schon seit Jahren vorhanden ist.
Daraus Jahrhunderte zu machen und eine Tradition zu unterstellen ist schon ein starkes Stück.
Ja, der Betrag X war mir soweit klar. Meine Antwort dazu wird Ihnen ebenso klar gewesen sein.

@ qpq27, um 10:59

“Regierungen und NGOs dürfen nicht “losgelöst“ vom Volk betrachtet werden...“

Das verstehe ich jetzt überhaupt nicht.
Welche Art der Verteilung der Hilfsgelder oder der Zusammenarbeit würden Sie sich denn vorstellen?

11:02 von tagesschlau2012

<< 10:53 von frosthorn
"Im gleichen Atemzug wird dieses ehrenwerte Vorhaben aber auch schon für aussichtslos erklärt: "Bei DEN LIBANESEN" gehört Korruption nämlich zum normalen Leben. Die sind halt so. Weswegen man sie erst mal umerziehen müsste."
#
#
Den Moralapostel zu spielen ist einfach.
Wo bleibt Ihr Sachlicher Vorschlag wie das Problem der Korruption zu lösen ist?<<

.,.,.,

frosthorn hat analysiert, wie oberflächlich, pauschal und widersprüchlich viele USER sich hier äußern.

10:13 von tagesschlau2012

«Wie oft waren Sie den im Libanon oder in der Region?»

Ich war noch nie in einem Land, das man zur "Arabischen Welt" rechnet. Zweimal war ich als Tourist im Iran. Für zusammen 10 Wochen.

Wie oft waren Sie im Libanon, "in Arabien" … oder in so was dort drumrum ?

Im Iran wird auf Basaren, auf Märkten, in Läden gefeilscht. Das ist Bestandteil des Verständnisses, wie man dort Waren handelt. Als Tourist bezahlt man so gut wie immer mehr, als der Preis für Einheimische ist. Weiß man aber schon vor der Reise … wenn man sich nur ein wenig informiert.

Korruption oder "Hand-Aufhalten" von Beamten begegnete uns nie.
Wir waren 1x bei der Polizei, weil meiner Freundin so was wie ‘ne Handtasche gestohlen wurde. Freundlich, zügig, ohne Bedingungen … wurden unsere Anliegen behandelt.

«Selbst wenn der kleinste Beamte 10.000 € als Gehalt beziehen würde.
Da dies [zusätzl. Obolus] schon seit 100en von Jahren Tradition ist.»

Feilschen & Diskutieren ist Tradition.
Mieser Charakter aber nicht.

@tagesschlau2012, 11:02 re @frosthorn

Wo bleibt Ihr Sachlicher Vorschlag wie das Problem der Korruption zu lösen ist?

Merken Sie es denn nicht? Der Vorschlag, den ich nicht mache, ist genauso konstruktiv wie die Vorschläge anderer Foristen, "einfach erst mal die Korruption zu beenden", um "das Problem mit der Korruption zu lösen"...

@frosthorn 10.53

Mit Verlaub, aber wenn Medien und User hier, die das Land und Leute besser kennen, die Korruption thematisieren dann dürfte schon was dran sein. Man sollte gelegentlich Realitäten zur Kenntnis nehmen, auch wenn sie nicht schön sind.
Und dann eben Verwendung der nötigen Hilfsgelder genau überwachen. Der Libanon wäre nicht das erste Beispiel, wo Hilfsgelder in dunklen Kanälen verschwinden

Wer hat ein Rezept?

In einem Vielvölkerstaat, einem Land mit so vielen Interessengruppen, mit religiöser Vielfalt, mit Analphabeten und Gebildeten, mit extrem hohen Flüchtlingszahlen, scheint die Aufgabe, das Land zu einen, schier unmöglich zu sein. Es braucht ein Wunder oder mindestens einen Menschen vom Kaliber eines Nelson Mandela. Jedenfalls einen, der weder religiös noch ethnisch angemischten Beton im Kopf hat, noch die Häufung von Reichtum als einziges Lebensziel verfolgt.
Viel Glück dabei, den zu finden.

10:53 von frosthorn

Sie schrieben: "Also ICH würde erst mal die Demokratie einführen, die Korruption beenden und dafür sorgen, dass die Wirtschaft funktioniert".
In einer Demokratie die Demokratie einzuführen, das da noch keiner drauf gekommen ist. Korruption lässt sich ja auch mit einem Fingerschnipp beenden. So einfach ist das alles nicht. Da bedarf es einem Längerfristigen Prozesses.

Mit Verlaub...

... wenn User hier schreiben, dass die Korruption zur Tradition dieses Landes gehört und die Menschen das quasi in den „Genen“ haben, muss auch erlaubt sein hier zu schreiben, dass diese Denkweise abenteuerlich, abwertend und vorverurteilend ist. Weitere Begriffe erspare ich der Moderation...

In diesem Sinne,
Francis Fortune, der „fleißige Deutsche“

11:14 von sausevind

>>frosthorn hat analysiert, wie oberflächlich, pauschal und widersprüchlich viele USER sich hier äußern.<<

Genauso ist es. Und deshalb geht auch von meiner Seite der Dank an ihn.
Mein Problem ist oft, um es im Napfschen Duktus zu sagen:.......leider gehen mir oft die Worte aus.

11:07 von B. Pfluger

Frage: Wer hat die Befugnis, dies zu veranlassen?
--------------------------------------------
Die libanesische Regierung kann eine zeitweise Verwaltung ihres Staatsgebietes durch die UN selber beantragen.

@ um 11:20 von Mass Effect

>>
Sie schrieben @10:53 von frosthorn: "Also ICH würde erst mal die Demokratie einführen, die Korruption beenden und dafür sorgen, dass die Wirtschaft funktioniert".
In einer Demokratie die Demokratie einzuführen, das da noch keiner drauf gekommen ist. Korruption lässt sich ja auch mit einem Fingerschnipp beenden. So einfach ist das alles nicht. Da bedarf es einem Längerfristigen Prozesses.<<

Bitte lesen Sie sich den Kommentar noch einmal durch. Denn das hat der user so nicht gemeint. Er hat die Essenz einiger Kommentare verschiedener Foristen genommen und Sie mit der Aussage zusammengefasst und diese in Frage gestellt. Mitnichten war er selbst dieser Meinung.

Zu 10.28 von Werneranerin

Ich finde Ihre Beitraege ausgesprochen erhellend, weil sie das Alltagsleben im Libanon so anschaulich beschreiben. Ihre Wahrnehmung vom Libanon entspricht auch weitgehend der meinigen, obwohl ich mit meinen wenigen losen Kontakten nicht Ihre Erfahrungen haben kann.
Ich empfinde Beirut als sehr weltlich gepraegte Stadt mit hoher Religionsvielfalt - von den diesbezueglichen Baulichkeiten an einigen Stellen fast schon ein wildes Durcheinander- und Toleranz mit viel intelligentem Pragmatismus. Eben sehr weltlich. Man kann auch nach meiner Erinnerung vom Flughafen aus locker durch das (oder nur ein ?) Viertel der Hizbollah Richtung City-Einkaufszentrum gehen (durch die Bombenangriffe sieht es zT etwas wuest aus). Wirkt auf mich aber nicht abgeschottet oder irgendwie bedrohlich. Die Geschlechtertrennung vielleicht ist etwas sichtbarer. Und oben an der American University -fuehlt man sich fast nach Pennsylv versetzt,
Ich finde, Beirut ist schoen. Den Wiederaufbau unbedingt wert.

10:17 von fathaland slim

Aha.

Dem Libanon geht es also prima, wegen all der Flüchtlinge.

Und der UNHCR schmeißt mit Geld um sich, er hat ja auch so viel davon.

Mehr als zehn Prozent der Bevölkerung.

Ungefähr so, als hätte Deutschland mal eben von heute auf morgen acht Millionen Menschen aufgenommen.
-----------------------------------------------
Ich habe weder geschrieben, dass es den Flüchtlingen im Libanon super geht, noch den Bürgern des Libanon. Nur dass Flüchtlinge im Libanon zu 100% vom UNHCR versorgt werden.
Akzeptieren sie einfach die Tatsache, dass wir im Unterschied zum Libanon Flüchtlinge in Deutschland zu 100% selber versorgen.
Und wir haben 25% der Bevölkerung mit Migrationshintergrund- wo ist das Problem?

11:15 von deutlich

"Man sollte gelegentlich Realitäten zur Kenntnis nehmen, auch wenn sie nicht schön sind."

,.,.,

Und Sie glauben blind jedem User, der beteuert, dass er "die Realität" erfasst hat?

Hinterfragen das nicht, überprüfen das nicht?

@ Sausevind, um 11:14

Dieser Kommentar soll niemanden persönlich angreifen, das vorweg.

“...hat analysiert, wie oberflächlich, pauschal und widersprüchlich viele USER sich hier äußern.“

Da reden Sie mir aus der Seele.

Dies hier ist ein Forum, in dem dankenswerterweise jeder seine Meinung äußern darf.

Was oftmals zu beobachten ist:

Kaum ist ein Artikel erschienen, tauchen Beiträgen auf, die impulsiv und frei “aus dem Bauch heraus“, oftmals unreflektiert und sehr subjektiv, formuliert sind.

Da genügt es auch nicht, wenn man sich - wenn überhaupt - stichwortartig schnell etwas anliest und das, ohne nennenswertes Wissen, in die “Manege“ wirft; und möglicherweise auch noch sehr ungehalten reagiert, wenn sich Widerspruch abzeichnet.

Leider eskaliert eine Diskussion dadurch leicht, was sich durch eine besonnenere und sachlichere Formulierung meist verhindern ließe.

Geht nicht immer, weiß ich :-).

Aber eine gewissenhaftere vorherige Information könnte manchen Misston verhindern.

11:15 von deutlich

Als Antwort an @frosthorn, 10:53

«Mit Verlaub, aber wenn Medien und User hier, die das Land und Leute besser kennen, die Korruption thematisieren dann dürfte schon was dran sein. Man sollte gelegentlich Realitäten zur Kenntnis nehmen, auch wenn sie nicht schön sind.»

@frosthorn bezweifelt ja nicht die Existenz von Korruption im Libanon … oder die in der "Arabischen Welt". Aber die Vorschläge zu deren Bekämpfung / Verminderung, die hier zu lesen sind, sind viele wie Holzschnitte mit ganz groben Werkzeugen.

Auch die Ursachen von Korruption in dieser Region der Welt scheinen so was wie gottgegeben zu sein. Wie Manna, das einst vom Himmel fiel … und dann einfach überall liegen blieb.

Eben gab ich "recherchiv" die Stichworte:
"Korruption Arabische Welt" in meine Suchmaschine ein.

Fand den Artikel:
https://de.qantara.de/inhalt/korruption-in-der-arabischen-welt-warum-vertrauen-die-araber-dem-militaer?nopaging=1
© openDemocracy 2020

Das Militär hat großen Einfluss. Gemäß Artikel.

10:40, David Séchard

>>Ist schon sehr traurig einem ganzen Volk, einer Nation einfach mal einen Stempel plakativ auf die Stirn zu drücken.
Aber einfache Etikettierungen schützen vor davor zu viel nachzudenken und die Menschen als Individuen zu betrachten.<<

Das ist richtig. Und es hilft auch sehr bei der Selbstüberhöhung.

>>Der Deutsche ist gründlich, der Franzose trägt ein Baguette unterm Arm, der Italiener isst nur Spaghetti und der Libanese ist traditionell korrupt.<<

Sie haben vergessen: In Spanien scheint die Sonne Tag und Nacht, der Grieche tanzt Souvlafaki, äh, Sirtaki, der Russe besäuft sich und singt sentimentale Lieder, der Ami tanzt und singt auch gerne, sofern er schwarz ist, der weiße Ami ballert gern rum, der Schweizer ist langweilig, der Österreicher falsch, der Pole diebisch, die Ukrainerin Zwangsprostituierte, und so weiter und so fort.

All so was ist dann angeblich Volkes Stimme, und diejenigen, die von sich behaupten, sie wären das Volk, tun alles dafür, es so erscheinen zu lassen...

11:20 von Mass Effect

10:53 von frosthorn
Sie schrieben: "Also ICH würde erst mal die Demokratie einführen, die Korruption beenden und dafür sorgen, dass die Wirtschaft funktioniert".

,.,.,

Nein, das hat frosthorn NICHT geschrieben.
Sondern er hat damit viele User hier karikiert.

Wenn das Leseverständns dermaßen weiterhin bergab geht, dann können wir auch gleich die Schrift abschaffen und stattdessen wieder Bildchen malen.

10:53, frosthorn

>>@fathaland slim, 10:20 re @frosthorn
Sie wissen aber schon, was ich meine. Manche Kommentare hier kann man ja in etwa so zusammenfassen:

"Also ICH würde erst mal die Demokratie einführen, die Korruption beenden und dafür sorgen, dass die Wirtschaft funktioniert". Also sozusagen, einfach das Schlechte abschaffen und stattdessen das Gute installieren. Sooo einfach ist das nämlich. "Aber auf mich hört ja keiner".

Im gleichen Atemzug wird dieses ehrenwerte Vorhaben aber auch schon für aussichtslos erklärt: "Bei DEN LIBANESEN" gehört Korruption nämlich zum normalen Leben. Die sind halt so. Weswegen man sie erst mal umerziehen müsste.

Mal ehrlich, wie viele solcher Ratschläge kann ich ernst nehmen?<<

Keinen einzigen.

Das wissen Sie so gut wie ich.

200 Millionen für den Libanon....

....wurden gesammelt und sollen der dortigen Regierung übergeben werden. Das ganze Volk will Neuwahlen. Riesige Demonstrationen bis hin zu Eskalationen und alles wegen Korruptionen in der Politik !Wenn diese "Politiker" das gesammelte Geld in die Finger bekommen,dann kommt es garantiert nicht da an , wo es dringend gebraucht wird ! Beim Volk ! Man muss sich das so verstellen, die Leute dort die abgewählt werden sollen , wissen jetzt schon wie es ausgeht also haben die keine Hemmungen die sofort fließenden Mittel von 200 Millionen einzustecken ! Warum fällt unseren Politkern das nicht auf ?

um 11:09 von frosthorn

"der Arzt, der mir das Leben gerettet hat, ist übrigens ein Geflüchteter aus dem Libanon. Einfach so hat der das gemacht. Ohne Bakschisch. Obwohl ihm das eigentlich in den Genen liegen müsste, etwas unter der Hand dafür zu verlangen"
Übertreiben Sie bitte nicht. Mein libanesischer Mann hat über 40 Jahre in Deutschland als Arzt gearbeitet. Jeder Patient wurde verantwortungsvoll und pflichtbewusst behandelt. Er sammelt von seinen Kollegen ärztliche Muster (Medikamente) und verteilt sie im Libanon vor Ort, berät dort kranke Menschen während seines Aufenthaltes. Sein Neffe, ein Zahnarzt im Libanon, behandelt einige Patienten umsonst - weil diese einfach wenig Geld haben. Ärzte haben eine andere Ethik, als Staatsdiener. Das war immer so und wird so bleiben.

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Sehr geehrte User,

die Meldung wurde bereits sehr stark diskutiert. Alle wesentlichen Argumente sind genannt. Entscheidende neue Aspekte, die einer konstruktiven Diskussion förderlich wären, sind nicht mehr hinzugekommen. Deshalb haben wir beschlossen die Kommentarfunktion zu schließen.

Die Moderation

11:02, tagesschlau2012

>>Am 10. August 2020 um 10:53 von frosthorn
"Im gleichen Atemzug wird dieses ehrenwerte Vorhaben aber auch schon für aussichtslos erklärt: "Bei DEN LIBANESEN" gehört Korruption nämlich zum normalen Leben. Die sind halt so. Weswegen man sie erst mal umerziehen müsste."
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Den Moralapostel zu spielen ist einfach.
Wo bleibt Ihr Sachlicher Vorschlag wie das Problem der Korruption zu lösen ist?<<

Und wo bleibt Ihrer?

Sie behaupten ja, es wäre eine jahrhundertealte Tradition.

Also sozusagen der Volkscharakter. Ähnlich wie das Dolce Vita der Südländer oder die ungeheuer diszipliniert-korrekt-arbeitsame verantwortungsbewusste Pflichterfüllung der Deutschen...

@ fathaland slim 11:43 und David Séchard

“...und der Gemeine Kommentator hat zu wenig Humor...“

Machen Sie weiter, der Tag wird zunehmend lustig - mag er von mir aus auch wieder heiß werden... :-)

Darstellung: