Ihre Meinung zu: Bürger in Beirut: Zwischen Solidarität und Wut

6. August 2020 - 14:45 Uhr

Nach der verheerenden Explosion im libanesischen Beirut helfen die Bewohner einander, wo es nur geht. Doch zwischen die Solidarität mischt sich auch die Wut über den Staat. Von Carsten Kühntopp.

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Kommentare

Rücktritt der Regierung

Vielleicht sollte mal wieder die Regierung zurücktreten, wie zuletzt Ende 2019.

Staat nur so handlungsfähig wie seine Bürger

Es ist ein tragisches Unglück, was im Libanon passiert ist. Allerdings nicht ganz unerwartet. Seit Jahren sind die Menschen im Libanon uneins darüber, was "ihr" Staat leisten soll.
Die Menschen wählen "Parteien" nach ihrer jeweiligen Religionszugehörigkeit und Ethnie. Jeder erwartet, dass die gewählten Führer dieser Parteien dann für "ihre" Wähler sorgen. Korruption auf allen Ebenen. Die Müllabfuhr funktioniert seit Jahren nicht mehr. Deshalb stelle ich in Frage, ob die Menschen im Libanon sich als "Bürger" eines gemeinsamen Staates fühlen.
Schön wäre es zumindest, wenn jetzt ein echter Bürgersinn entstünde.
Nebeneinander her lebende Gruppen unterschiedlicher Ethnie und Religion machen noch lange keinen Staat. Zumindest keinen erfolgreichen.

Die Hisbollah ...

... hat ihre Finger in allen bewaffneten Konflikten vom Jemen über den Gazastreifen bis nach Syrien, kriegt aber in der von ihr dominierten Regierung in Beirut nix auf die Reihe.

von born in stasi-land 15:00

Wie reiche Deutsche die Welt interpretieren.Im Jemen und anderswo sind übrigens Rheinmetall und Co. dabei.
Und gab es nicht Auswirkungen der Syrien-Sanktionen,auch auf den Libanon ?

@Zöpfchen 14:57

" Schön wäre es zumindest, wenn jetzt ein echter Bürgersinn entstünde.
Nebeneinander her lebende Gruppen unterschiedlicher Ethnie und Religion machen noch lange keinen Staat. Zumindest keinen erfolgreichen."

Bin da ganz bei Ihnen. Dennoch ein guter Ansatz. Man stelle sich vor, Menschen diverser Ethnien, Herkunft und Glaubensrichtungen würden in einem Staat kooperativ, tolerant und wertschätzend miteinder leben. Wird wohl ein Wunschtraum bleiben.. Leider.. aber Träume sind erlaubt.

Beirut !

Die Hisbollah sind nur terroristische Idioten, die vom Iran gesteuerte Konflikte weiter anheizen sollen. Dass die nichts in einer Regierung auf die Reihe kriegen, sollte jedem klar sein.
Langsam sollten alle Bürger im Libanon zur Vernunft kommen, dass nur ein großer Zusammenhalt und Zusammenarbeit etwas bewirken kann, dies in der Gesellschaft wie auch in der Politik. Im Grunde sollten alle ethnischen Gruppierungen sich verbünden und die fähigsten Leute in eine Regierung wählen.
Jetzt ist aber erst einmal aufräumen und versorgen angesagt, und wie gesagt zusammen.

Zu viele Ethnien und zuviele Religionen

das ist das Prob des Libanon. Hinzu kommen die Probs durch die vielen dort residierenden Kampfgruppen mit unterschiedlichen Zielen. Die Korruption krönt das Ganze.
Die Hilfsgelder lassen die Herzen der Korrupten sicherlich bereits höher schlagen.

Libanon ist faktisch ein "failed State"!

Faktisch sämtliche wichtige Posten im gesamten Staatswesen des Libanon werden streng nach Proporz(!) der jeweiligen Religionsgemeinschaften und Parteizugehörigkeiten vergeben, völlig unabhängig davon, ob diese Leute wirklich in der Lage dazu sind, diese Aufgaben auch ordnungsgemäß wahrzunehmen!

Solche Unglücke sind daher lediglich NUR die logische Folge dieses Systems!

Israel hilft

Und Israel hilft - sicher aus Eigeninteresse, was die ganze Hilfe in ein gewisses Licht rückt (Zeichen setzen, statt dieses Land weiter verwahrlosen zu lassen, was den Radikalen Zulauf verspricht). Aber immerhin. Israel hilft...

All die Foristen,

die so genau wissen, warum der Libanon in solch einem grauenvollen Zustand ist und dies auf Religionen, Ethnien pipapo zurückführen, sollten sich mal ein wenig mit der Geschichte dieses Landes beschäftigen.

Das ist gar nicht schwer.

Die Assad-Dynastie spielt da übrigens auch eine unrühmliche Rolle.

Beirut !

Ja, habe ich auch mal was mit bekommen, dass Sanktionen auch den Libanon traf. Dass die deutsche Waffenindustrie auch überall ihre Finger drin hat, ist leider eine traurige Geschichte. Aber denen und unserer Regierung geht es doch wie immer nur ums Geld verdienen, egal auf wessen Kosten. Auch die Türkei wird beliefert, und die BR stoppt dies nicht, weil ja angeblich wird dieses Zeug nicht in Syrien eingesetzt. Wie blöd muss man in dieser Politik noch werden, um einen solchen Unsinn und Lüge zu glauben ??
Würde mich nicht wundern, wenn dieses Ammoniumnitrat aus D stammt von der Firma Bayer, ein gutes Geschäft gewesen......................mit vielen Toten und Verletzten und riesigem Schaden !!

@OrwellAG

"Aber immerhin. Israel hilft..."

Genau und ich denke das ist anerkennswert und wir sollten das einfach mal so stehen lasse. Ich warte schon auf die Kommentare einiger Foristen, welche die Hilfe Israels nur als Scheingefecht aus politischen Kalkül darstellen. In der Not zusammenstellen und politische Machinteressen mal vergessen.

@ faktenfinder

Wie wird denn nun sichergestellt, dass nach den Millionenversprechen der EU kein einziger libanesischer Politiker und niemand, der den offiziellen Organisationen und Institutionen des Libanon angehört, dieses Geld in die Finger bekommt?
Wie stellen die deutschen Organisationen, die gerade dabei sind Spenden für den Libanon einzusammeln, sicher, dass sich mit ihrem Geld keine korrupten Politiker bereichern?
Wer kann das den Spendern garantieren?

@Opa Klaus

Was die allermeisten Deutschen immer dabei übersehen, ist folgendes:

Von wenigen Jahrzehnten des 20. Und 21. Jahrhunderts einmal abgesehen, waren fast sämtliche europäische Staaten in den letzten 2000 Jahren EBENFALLS wie der Libanon selbst Vielvölkerstaaten!

Und von der Schweiz einmal abgesehen, sind die anderen verbliebenen Vielvölkerstaaten Jugoslawien, Sowjetunion und Tschechoslowakei hier in Europa erst in den letzten Jahrzehnten krachend gescheitert!

Daher mein Fazit :

Von der Schweiz einmal abgesehen, haben sämtliche Vielvölkerstaaten Europas EBENFALLS nicht funktioniert, weshalb sollte nun ausgerechnet der Vielvölkerstaat Libanon dauerhaft funktionieren!

Nie wieder !

Ich hoffe, dass dies wirklich die letzte verheerende Ammoniumnitrat Explosion auf diesem Planeten war.

Es sollte doch wirklich die Kunde inzwischen in den hintersten Winkel der Erde gedrungen sein, dass dieser Dünger auch ein gefährlicher Sprengstoff ist !

@ um 15:36 von fathaland slim

Da haben Sie vollkommen recht.
Aber Assad hat im Libanon bei weitem nicht so eine schäbige Rolle gespielt, wie die USA in Syrien schon 1949 und in den letzten 10 Jahren.

@OrwellAG

Richtig. Es ist nicht nur das humanste, sondern auch das klügste, was sie machen können. Nach diesem Unglück den normalen Bürgern des Libanon zu zeigen, dass man nicht sie, sondern nur ihre Regierung als Feinde betrachtet und Hilfe zu leisten, wo die libanesische Regierung versagt, könnte die Rekrutierungsbemühungen der Hisbollah über Jahre massiv beeinträchtigen.

Leider fürchte ich, dass ein solcher Ansatz von Betonköpfen auf beiden Seiten massiv behindert werden wird. Der libanesischen Hisbollah, die lieber menschen sterben lässt, als israelische Hilfe ins Land zu lassen und solchen Leuten wie dem Sohn von Netanjahu, die offenbar nichts verstanden haben, jegliche Solidarität ablehnen und lieber weiter auf Krieg und Feindschaft machen wollen...

Das Ausmaß der Zerstörung ist unfassbar ...

Aus der Distanz vermag man sich nicht vorstellen, was eine solche Detonation in einer bewohnten Stadt anrichtet. Die Bilder der Explosion sind bereits beängstigend und ähneln dem, was man man gemeinhin von Atomwaffentests kennt...

Auf den Satellitenbildern und Fotos sieht man dort, wo einst Lagerhallen und Hafen waren, nur noch verwüsteten Grund - die Stadt selbst wirkt auf den ersten Blick intakt. Das täuscht, wie sich zeigt und es steht zu befürchten, das die Zahl der Todesopfer noch steigt.

Schrecklich. Und unfassbar, wie eine solch große Menge an brisantem Material so lange so konzetriert nahe bewohnter Gebiete gelagert wurde...

Der wirtschaftliche Schaden ist immens - wird aber den politischen und menschlichen Schaden nicht übertreffen. Hauptaugenmerk sollte die schnellstmögliche Wiederinbetriebnahme der Hafenanlagen sein, damit die Versorgung der Stadt und des Landes sichergestellt werden kann - per Flugzeug oder Fahrzeug kann das nur schwer bis gar nicht kompensiert werden.

@ 14:57 von zöpfchen

"Deshalb stelle ich in Frage, ob die Menschen im Libanon sich als "Bürger" eines gemeinsamen Staates fühlen."
.
Daran hat der Iran/Hisbollah kein Interesse.
Ich glaube nicht, dass ein normaler libanesische Bürger die Juden ausrotten will oder Israel mit Raketen beschießt.

@Frank von Bröckel 15:43

Möglicherweise haben Sie denn Sinn meines Posts nicht richtig verstanden. Mit keinem Wort habe ich hier den Libanon erwähnt, obwohl der Libanon vor einigen Jahrzehnten auf einem guten Weg hierzu war. Vielmehr habe ich auf den Post von @Zöpfchen geantwortet und meinem Wunsch Ausdruck verliehen, dass Menschen egal welcher Ethnie und Herkunft "in irgendeinem" Staat friedlich zusammenleben könnten. Zukunftsvision... Ist doch gar nicht schwer zu verstehen..

15:12 von Bernd Kevesligeti

@born in stasi-land 15:00

«Wie reiche Deutsche die Welt interpretieren.»

Woher wissen Sie, wie "reich" Deutschen sind?
Die hier schreibend kommentieren.

«Im Jemen und anderswo sind übrigens Rheinmetall und Co. dabei.»

Die Explosion war in Beirut.
Die Stadt liegt nicht im Jemen oder "anderswo".

Rheinmetall & Co. haben gar nichts damit zu tun, wo und warum in Beirut jahrelang 2.750 Tonnen explosionsfähige Düngemittel ungesichert in Gebäuden auf einem Gelände im Hafen lagern.

«Und gab es nicht Auswirkungen der Syrien-Sanktionen, auch auf den Libanon ?»

Gab es Auswirkungen auf die Explosionsfähigkeit von Ammoniumnitrat?
Nein … gab es selbstverständlich nicht !

Es ist ohne jeden Sinn, im Zusammenhang mit einem Expolsionsunglück, das Beirut extrem schwer verwüstete, Bezüge zum Jemen, und zu Rheinmetall zu konstruieren.

Dass im Libanon in Beirut im größten, und einzig bdeutsamen Internationalen Handelshafen, kein Stein auf dem anderen blieb.

Das ist zusätzl. Katastrophe!

streng nach Proporz(!)

Frank von Bröckel @
Das kann nicht der wahre Gund sein. Denn auch bei uns sollen ja Posten nach Proporz, und Gender aufgeteilt werden und damit wollen wir ja noch besser werden.

von schabernack 15:56

Der Forist "born in sta...." schrieb vom Jemen.Deshalb auch die Antwort.
Aber warum fühlen Sie sich in diesem Zusammenhang angesprochen ?

@ um 15:43 von Frank von Bröckel

Wenn Sie schon die letzten 2000 Jahre im Blick haben, muß aber auch festgestellt werden, dass es Hunderttausende von Menschenleben und viel Gewalt gekostet hat, aus den vielen Völkern Europas einzelne, etwas größere Reiche zu machen. Und bisher ist die BRD immer noch ein Vielvölkerstaat aus ca 50 oder mehr verschiedenen Stämmen und Familienclans, wie sie an den Bundesländern sehen können und auch hier sind die unterschiedlichen Volksgruppen mit Gewalt vereinigt worden. Auch in Europa gibt es immer noch einige verschiedene Sprachen innerhalb der einzelnen Länder.
Aber immerhin hat es in Europa halbwegs geklappt. Aber das Europa der vielen Völker hat immer noch viele Schwierigkeiten, wie man an den EU - Verhandlungen immer wieder sehen kann.
Bis der Libanon und der Rest von Arabien so weit ist, wird es wohl noch dauern, sind doch die Politiker dort ähnliche Verbrecher, wie es früher in Europa der gesamte Adel war.
Das dauert dann eben 2000 Jahre.

@NeutraleWelt 15:52

"Ich glaube nicht, dass ein normaler libanesische Bürger die Juden ausrotten will oder Israel mit Raketen beschießt."

Sehr gut argemuntiert. Wenn wir den Fakt akzeptieren, daß das Leben eine Schule ist um sich persönlich weiter zu entwickeln, müssten eigentlich viele Politiker und religiöse Prediger auf die Schulbank und von friedliebenden Bürgern unterrichtet werden. Geht nicht, da die Schüler noch nicht "schulfähig" sind?

um 15:32 von Frank von Bröckel

"Faktisch sämtliche wichtige Posten im gesamten Staatswesen des Libanon werden streng nach Proporz(!) der jeweiligen Religionsgemeinschaften und Parteizugehörigkeiten vergeben, völlig unabhängig davon, ob diese Leute wirklich in der Lage dazu sind, diese Aufgaben auch ordnungsgemäß wahrzunehmen!
Solche Unglücke sind daher lediglich NUR die logische Folge dieses Systems!"
.
Ich denke, man kann davon ausgehen, dass es in sämtlichen Religionszugehörigkeiten fähige Leute gibt, die in der Lage sund, Aufgaben wahrzunehmen. Und Sie kritisieren das, was sonst hier im Forum immer wieder gefordert wird: Dass Christen in muslimisch geprägten Staaten auch etwas zu sagen haben.

@Franz von Bröckel - "Und von der Schweiz

einmal abgesehen, sind die anderen verbliebenen Vielvölkerstaaten Jugoslawien, Sowjetunion und Tschechoslowakei hier in Europa erst in den letzten Jahrzehnten krachend gescheitert!"
Steile These - die Sowjetunion und die k.u.k. Donaumonarchie z. B. sind ja nicht daran gescheitert, dass sie Vielvölkerstaaten waren (die Römer am Rhein auch nicht).

Bei Staaten mit mehreren Ethnien und/oder Religionen gibt es nur immer wieder Spalter, die diese Tatsache ausnutzen, um die Akzeptanz der einzelnen Gruppen untereinander zu hintertreiben und das Ergebnis für ihre eigenen Machtgelüste auszunutzen.
Für den nationalistischen Anspruch oder gar Größenwahn bezahlen immer die Menschen der einzelnen Gruppen - siehe ehemaliges Jugoslawien.
Die Schweizer haben auch ihre "Verachtungsmuster" untereinander - schon wegen der Dominanz des deutschsprachigen Teils; aber sie sind auf ihre vielfältige Kultur auch stolz, und sie sind nüchtern genug zu wissen, dass sie ohne einander keinerlei Bedeutung mehr hätten

@OrwellAG

Wenn man den Presseberichten wie der Jüdischen Allgemeinen glauben darf, so hat die libanesische Regierung ein medizinisches Hilfsangebot aus ISRAEL mit der Begründung abgelehnt "von unseren Feinden nehmen wir nichts".
So groß scheint dann die Not und Verzweiflung doch nicht zu sein.

Am 06. August 2020 um 15:00 von born in stasi-land

Zitat:
"...Die Hisbollah ...
... hat ihre Finger in allen bewaffneten Konflikten vom Jemen über den Gazastreifen bis nach Syrien, kriegt aber in der von ihr dominierten Regierung in Beirut nix auf die Reihe..."

Mit seinen 18 religiösen Gruppen gleicht das gut sechs Millionen Einwohner zählende Land einem konfessionellen Flickenteppich. All diese Gruppen sind im Parlament vertreten und wollen bei der Regierungsbildung üblicherweise mitreden.
Die neugewählte Regierung hatte einen Weg eingeschlagen, welcher den inneren Frieden wieder herstellen sollte und dann kommt es zu dieser Katastrophe.
Ein Schelm wer böses dabei denkt.

16:01 von Bernd Kevesligeti / @schabernack

«Der Forist "born in sta...." schrieb vom Jemen.Deshalb auch die Antwort.
Aber warum fühlen Sie sich in diesem Zusammenhang angesprochen ?»

Angesprochen fühle ich mich, weil ich hier lese und schreibe, wenn ich hier lese und schreibe. Wenn ich schlafe, fühle ich mich nicht angesprochen.

Und der Forist @born in stasi-land schrieb über die Rolle der Hisbollah in Internatinalen Bezügen. Jemen war ein Beispiel, nicht aber der Kern seiner / ihrer Aussage.

Warum fühlen Sie sich angesprochen, wenn andere hier was schreiben?
Was schreiben, was nicht als Erwiderung direkt an Sie gerichtet ist?

Mal überlegen … was könnte das nur sein.
Auch mit dem Jemen … lesen und überlegen.

@nie wieder spd

Das ist recht einfach. Was Beirut im Moment braucht, ist ohnehin kein Geld. Ich glaube nicht, dass dort im Moment Kapazitäten vorhanden sind, um mit eingehenden Hilfsgeldern dringend nötiges Material zu beschaffen, das heißt mit Geld im Sinne von Cash wäre dort eh nicht geholfen.
Zumindest bis die Verschütteten geborgen, die Verletzten versorgt und die Toten beerdigt sind, brauchen die Libanesen in erster Linie Material und "Manpower". Soforthilfen müssen also in jedem Fall materiell und personell, aber nicht finanziell sein. Und damit sind sie schwer zu veruntreuen von korrupten Politikern.
Dass die EU und andere trotzdem ihre Soforthilfen in Geld beziffern liegt nur daran, dass wir das Material und die Leute natürlich bezahlen müssen. Steht übrigens auch so in einem Artikel: "Die EU sagte dem Libanon Nothilfe in Höhe von mehr als 33 Millionen Euro zu. Mit dem Geld soll zum Beispiel medizinische Ausrüstung finanziert werden..."

@möbius keine Explosionen mehr..

Und wie wollen Sie das verhindern? Die Welt ist kein Chemiebaukasten in dem sich nur noch Alltagschemikalien befinden dürfen, seit 9/11. Der ganze Chemieuntericht wurde schon experimentell entkernt und läuft als Trockenübung ab. Solange es Menschen gibt wird es Fahrlässigkeit geben. Und wenn man solche Stoffe mit einem Bannfluch belegt, der bis hinein in die Laboratorien reicht wird es bald niemand mehr geben, der solche Stoffe untersucht, zum Beispiel zu was sie sich zersetzen und zu was garantiert nicht, aber ich will keinen alten Kaffee mehr aufwärmen...oder alles wird panisch irgendwo verbunkert wie in Beirut, bloß keine schlafenden Hunde wecken..aber mit "gescheiterten Staaten" wie auch einige postulieren hat das mal rein gar nichts zu tun.

@Heidemarie Bayer 16:09

"Wenn man den Presseberichten wie der Jüdischen Allgemeinen glauben darf, so hat die libanesische Regierung ein medizinisches Hilfsangebot aus ISRAEL mit der Begründung abgelehnt "von unseren Feinden nehmen wir nichts".
So groß scheint dann die Not und Verzweiflung doch nicht zu sein."

Die Not und das Elend in Beirut ist größer als als es sich vorstellen können. Von daher finde ich Ihren Kommentar - mit Veraub- zynisch. Ich denke den Helfern vor Ort, medizinischem Personal etc. ist es im Moment absolut egal, woher die Hilfe kommt. Hauptsache sie kommt. 300.000 Menschen haben kein Dach mehr über dem Kopf.. Was soll ihr Kommentar? Dass die Regierung Hilfe aus politisch ideologischen Gründen ablehnt zeigt die Arroganz der Führung. Dennoch kein Grund, die Situation dort zu verharmlosen..

von schabernack 16:15

Gut,in Ordnung.Dann fühlen Sie sich angesprochen.

Und wenn Sie das Thema interessiert,dann könnte Ihnen der Artikel von Karin Leukefeld vom 4.6.2020 helfen,unter dem Titel " Mitgefangen,mitgehangen".
Da gehts auch um die Wirkung von Sanktionen,die wirtschaftlichen Verhältnisse und die Verhandlungen mit dem IWF.

Tja

Das Land steht vor dem Kollaps, der Staat ist bankrott, die Menschen haben keine Arbeit und die Krankenversorgung ist völlig unzureichend.
Und gleichzeitig leistet sich die (mitregierende!) Hisbollah den Luxus von Hunderttausenden Raketen und steckt zig Millionen in ihre Rüstung und in die Vorbereitung von Anschlägen auf Israel.
Man kann den einfachen Leuten im Libanon nur wünschen, dass sie vom Joch der Korruption, der Misswirtschaft und der terroristischen Hisbollah befreit wird...

@Heidemarie Bayer 16:09

Und Sie glauben blind alles was in irgendeiner pro-israelischen Zeitung steht oder wie? Für mich klingt sowas eher nach einem versuch von einem nationalistischen Teil an Israelis (gottseidank sind nicht alle Israelis so) Öl ins Feuer zu gießen.

@spax-plywood

"@möbius keine Explosionen mehr..
Und wie wollen Sie das verhindern?"
Hm, mal überlegen. Wie wäre es mit: Keine größeren mengen Ammoniumnitrat mehr an einem Ort lagern, nach Möglichkeiten alles so schnell wie möglich verarbeiten, das, was man nicht direkt verarbeiten kann, mit Kalk versetzen, um die Explosionsgefahr zu reduzieren...
Eben all die Maßnahmen ergreifen, die zum Beispiel auch in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben sind, seit das Zeug mal bei uns eine ähnliche Explosion hingelegt hat? (Ludwigshafen/Oppau; 1921)

Das Zeug in Beirut war über Jahre fahrlässig gelagert.
Ich möchte mir nicht vorstellen, an wie vielen Orten der Welt noch ähnliche Mengen ähnlich fahrlässig gelagert sind derzeit, aber jetzt wäre eigentlich ein guter Zeitpunkt für alle betroffenen Staaten, entsprechende Regelungen zu erlassen/durchzusetzen.

Re NeutraleWelt

"Ich glaube nicht, dass ein normaler libanesische Bürger die Juden ausrotten will oder Israel mit Raketen beschießt."

Da haben Sie völlig Recht. Die normalen Bürger wollen Frieden uns Wohlstand. Nur steht dem halt die Hisbollah mit ihren Vernichtungsabsichten gegenüber.
P.S.: Ich hätte nicht gedacht, dass wir mal hier im Forum einer Meinung sein würden ;)

@fathaland slim 15:36

Sie sagen es. Bashar al Assad erfreut sich leider bei einigen in diesem Forum äußerster Beliebtheit. Der Assad Clan ist mit dafür verantwortlich in was für einer desolaten Lage sich der Libanon befindet.

16:11 von Postquestioner

«Mit seinen 18 religiösen Gruppen gleicht das gut sechs Millionen Einwohner zählende Land einem konfessionellen Flickenteppich. All diese Gruppen sind im Parlament vertreten und wollen bei der Regierungsbildung üblicherweise mitreden.
Die neugewählte Regierung hatte einen Weg eingeschlagen, welcher den inneren Frieden wieder herstellen sollte und dann kommt es zu dieser Katastrophe.
Ein Schelm wer böses dabei denkt.»

Und wenn es 118 verschiedene Religiöse Gruppen wären, die im Libanon um Macht & Einfluss in Parlament & Gesellschaft konkurrierten.

Nicht einer einzigen von 1.118 Religiösen Gruppen täte es irgendetwas helfen, dass der Libanon (vorerst … bis lange Zeit) keinen funktionsfähigen Hafen im Land mehr hat.

Können sich alle Schelme zusammen die Birne zermartern … bis es qualmt.
Wem denn ein Land ohne Hafen nützlich sei.
Ein Land, das Landgrenzen nur zu Syrien, und zu Israel hat.
Von wo her Waren ja auch nicht kommen.

Gucken die Schelme noch mehr dumm aus der Wäsche !

@nie wieder spd 15:48

Ich wäre da sehr vorsichtig mit der Behauptung Assad habe im Libanon eine weniger schäbige Rolle gespielt als die USA in Syrien in den letzten 10 Jahren. Der Assad Clan versucht seit den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts Einfluss auf den Libanon zu nehmen. Dies ging soweit, dass man im Libanon Streitkräfte stationierte von 1976-2005 und die Syrer waren da nicht beliebt bei den Libanesen.
Man muss hier ganz klar auch sagen nicht die Syrer an sich sondern der Assad Clan spielt eine ganz unrühmliche Rolle im Libanon.
Selbst vor Mordattentaten wie gegen den Ministerpräsidenten Rafiq al Hariri 2005 hat Assad nicht zurückgeschreckt und dem Geheimdienst die Liquidierung Hariris befohlen

Habe gerade meine Spende..

.. an eine vertrauensvolle Hilfsorganisation zur Unterstützung der Bedürftigen in Beirut überwiesen. Tun ist besser als zu diskutieren..

Am 06. August 2020 um 16:33 von schabernack

Zitat:
"...Und wenn es 118 verschiedene Religiöse Gruppen wären, die im Libanon um Macht & Einfluss in Parlament & Gesellschaft konkurrierten.

Nicht einer einzigen von 1.118 Religiösen Gruppen täte es irgendetwas helfen, dass der Libanon (vorerst … bis lange Zeit) keinen funktionsfähigen Hafen im Land mehr hat.

Können sich alle Schelme zusammen die Birne zermartern … bis es qualmt.
Wem denn ein Land ohne Hafen nützlich sei.
Ein Land, das Landgrenzen nur zu Syrien, und zu Israel hat.
Von wo her Waren ja auch nicht kommen.

Gucken die Schelme noch mehr dumm aus der Wäsche !..."

Warum so aggressiv auf meinen Beitrag reagieren, nur weil ich eine andere Meinung als Sie habe?
Aber auf meine Vermutung geben Sie selbst eine Antwort; "...Wem denn ein Land ohne Hafen nützlich sei..." bestimmt nicht den Libanon.

Jeder Staat

Jeder Staat der das Zusammenleben seiner Bevölkerung regiert aber nicht nur verwaltet, ist ein schlechter Staat. Solche Gesellschaften werden bei Ausnahmesituationen schnell an ihre Grenzen stoßen und darüber hinaus gehen müssen, um das Zusammenleben weiterhin zu ermöglichen. Wie jetzt geschehen in Beirut.

um 16:37 von Magfrad: " Dies

um 16:37 von Magfrad:
"
Dies ging soweit, dass man im Libanon Streitkräfte stationierte von 1976-2005 und die Syrer waren da nicht beliebt bei den Libanesen.
"

Die libanesische Regierung bat darum damals & die syrischen Truppen kamen - inkl. in Abstimmung mit der Arabischen Liga.
Wobei so um 2000 die libanesische Bevölkerung die Truppen dort nicht mehr haben wollte & diese 2005 auch abzogen.

Im Gegensatz zur israelischen (Teil-)Besatzung des Landes & welche nie vollständig beendet wurde (Scheeba-Farmen) & Israel verschob auch einseitig mal eben so die Grenze zu Wasser & nutzt den libanesischen Luftraum,als wäre dieser israelischer um von da aus libanesisches & syrisches Gebiet regelmäßig zu bombardieren.

Die Hisbollah kam nebenbei im Libanon nicht aus dem nichts - entstanden um der israelischen Invasion damals Paroli zu bieten.

und dem Geheimdienst die Liquidierung Hariris befohlen?

von Magfrad @
ich hoffe das sie die Unterlagen und Beweiße für Ihre aussage sofort dem Internationaler Strafgerichtshof übermitteln.

Wir übernehmen die Rolle des Staates?

Leider müssen das die Menschen in vielen Ländern machen.

Egal ob in USA, GB oder vereinzelt auch in unserem Land.

"Wir übernehmen die Rolle des Staates"

Das ist leider weltweit die Tragödie der Staaten bei besonderen Ereignissen, bei Katastrophen, Krieg und Flüchtlingen. Der Staat zieht sich immer mehr zurück, der Bürger hat zu handeln oder er geht unter! Die Staatsführungen funktionieren nicht mehr, sind handlungsunfähig, weil sie nur von einem Arbeitskreis zum nächsten wandern.

@silberdrache

Natürlich fahrlässig gelagert. Aber auch "bloß keine schlafende Hunde wecken". Ich kann mir gut vorstellen dass in dieser Region bei gewissen Herren ein leichtes Hosenflattern einsetzt wenn mal wieder einer (oder ein neuer) in Washington DC vor die Mikros tritt und alles jenseits von Meister Propper als "weapons of mass destruction" bezeichnet.....und Ihnen ihre vergessenen und verstaubten Paletten im Hafen einfallen...dann wird noch eine Extra-Plane drübergelegt.

Geschichtsvergleich

Irgendwie errinnert mich das ein bischen an die Trümmerfrauen nach dem Krieg u.a. in Deutschland. Nur das man jetzt in gewisserweise gegen oder zumindest ohne die Regierung arbeitet. Da ich leider (!) nicht mehr helfen kann, sind nur mein Mitgefühl und meine Gebete bei allen betroffenen.

Mal wieder klar...

Mal wieder klar, dass Israel erneut hilft... Und auch mal wieder klar, dass Israel von vielen hier gleich ein politisch-negatives Motiv dazu unterstellt wird.

Am 06. August 2020 um 16:37 von Magfrad

Zitat:
"...Ich wäre da sehr vorsichtig mit der Behauptung Assad habe im Libanon eine weniger schäbige Rolle gespielt als die USA in Syrien in den letzten 10 Jahren..."

Fakten belegen dies aber, die USA ist ein treibender Keil in Nah-Ost, von den Morden mit US-Drohen ganz abgesehen.
Aber Sie haben ihre Anschauung der Dinge und andere halt nicht. Ganz nebenbei, Vor 75 Jahren zündeten die USA Atombomben über Hiroshima und Nagasaki. Gezielt wurden Zivilisten getötet. Das war ein Kriegsverbrechen.
Hat nichts unmittelbar etwas mit dem Thema zu tun, aber zeigt die US-Amerikanische Fratze.

Im 19. Jahrhundert lebte man gefahrloser

Zumindest was derartige und viele andere Gefahren anbetraf. (Flugzeugabstürze oder Autounfälle gab es auch keine.) Man düngte mit Chilesalpeter (Natriumnitrat) = keine Explosionsgefahr !

Das Dünger in großen Mengen gehandhabt wird liegt in der Natur der Sache begründet. Brände gibt es immer wieder, auf jedem Bauernhof kann es zur Explosion kommen!

Ein Wunder, das die Behörden in Deutschland trotzdem die gewerbliche Nutzung von Ammoniumnitrat zulassen! In Oppau 1921 waren es gar Sprengungen (!), die das Unglück auslösten, da das hygroskopische Salz zum Verklumpen neigt. Ein Grund mehr, sich nach Alternativen umzusehen!

Es ist doch überhaupt nicht einzusehen, wieso Ammoniumnitrat, ein energetisches Material (!), trotz seines hohen Stickstoffgehalts als Dünger eingesetzt werden muss! Mir fallen sofort einige Alternativen ein. Vielleicht sollte ich die schnell mal patentieren ...

Die Regierung stört nur

„Und Husam Abu Nasr fügt hinzu: "Manchmal muss man die Dinge selbst in die Hand nehmen, wenn es keinen Staat gibt, der das tut."“

Der Mann hat Recht. Ganz abgesehen davon, dass es die Bürger selbst sind, die den Staat ausmachen. Also wird es allerhöchste Zeit, dass sie sich selbst um die öffentlichen Infrastrukturen kümmern („dürfen“), damit die endlich funktionieren.

@16:37 Magfrad / @15:48 nie wieder spd

... wobei ich mich als Laie in nahöstlichen Angelegenheiten ohnehin frage, inwiefern "in den letzten 10 Jahren" die USA in Syrien eine schäbigere Rolle gespielt haben sollen als Assad im Libanon.
Für diesen Zeitraum scheint mir Platz eins in dieser Wertung doch ganz eindeutig Herrn Putin zu gebühren.

16:52 von Postquestioner / @schabernack

«Warum so aggressiv auf meinen Beitrag reagieren, nur weil ich eine andere Meinung als Sie habe?»

Sie müssen schon unterscheiden können zwischen "Aggession" und "Spöttelnder Ironie".

«Aber auf meine Vermutung geben Sie selbst eine Antwort; "...Wem denn ein Land ohne Hafen nützlich sei..." bestimmt nicht den Libanon.»

Überhaupt keine Antwort konnte ich je geben auf Vermutungen, es wären noch niemals Unglücksfälle gewesen. Aber alles sei immer durch von Irgendwem im Hintergrund an Fäden gezogenes Wirken der Bosheit veruracht worden, wenn Katastrophen sich ereigneten.

Wem nutzt denn nun der Libanon ohne Hafen?

"Irgendwem" ist dann immer die nebulöse Antwort der Vermutung.
Ich vermute … Uruguay und Nepal wird es nichts nützen.
Dass Beirut nun ohne Hafen ist.

@werner1955

"Wir übernehmen die Rolle des Staates?
Leider müssen das die Menschen in vielen Ländern machen.
Egal ob in USA, GB oder vereinzelt auch in unserem Land."

Aha. Gut, in den USA fielen mir da in erster Linie der Kampf gegen Corona und die Aufrechterhaltung des sozialen Friedens durch "Charity" ein.
In GB sammeln Rentner Geld für das unterfinanzierte NHS, das könnte man großzügig auch noch in die Kategorie packen.
Aber nennen sie doch mal konkrete aktuelle Beispiele aus Deutschland. Die massive Arbeit von Freiwilligen bei der Integration von Flüchtlingen 2015, ok. Aber ich glaube das war nicht das, an was sie gerade gedacht haben, oder?

Nochmals, der Libanon ist tatsächlich ein..

.. failed State, in dem man als Bürger wirklich heilfroh sein kann, wenn überhaupt noch irgendetwas im eigenen Staate tatsächlich funktioniert!

Und solche Unglücke sind halt die Folge davon!

@texdan

Wo unterstellt hier jemand Israel ein negatives Motiv? Hier wird nur gesagt, dass Nothilfe für den Libanon von humanen Aspekten abgesehen auch im Interesse Israels ist. Was soll daran negativ sein?

16:09 von Heidemarie Bayer

“So groß scheint dann die Not und Verzweiflung doch nicht zu sein.“

Angesichts der Katastrophe dreht sich mir bei solchen Aussagen der Magen um.
Weil diese Regierung “Hilfe vom Feind“ ablehnt, und da sind sie nicht die einzigen die so etwas nicht wollen, heißt das nicht, dass die Not dann nicht so groß sein muss.
Lassen Sie die Bilder einfach auf sich wirken und wiederholen Ihre Aussage. Wenn Sie aber nicht völlig gefühllos sind, spüren Sie das Elend der Menschen.
Wir bangen mit einem lieben Freund, dessen Familie im Hafenviertel Beiruts lebt und arbeitet. Leider bekommt er keinen Kontakt nach dort und so lebt er seit Stunden mit der Ungewissheit. Am liebsten würde er nach Beirut fliegen und suchen. Das geht wegen Corona nicht so einfach. Es zerreißt mir das Herz ihn so zu sehen.

Israel?

@17:03 von texdan
"Mal wieder klar...
Mal wieder klar, dass Israel erneut hilft..."

Wenn Israel sich endlich mal an internationales Recht (Umgang mit Palästinensern, Kriege etc.) halten würde, wäre vielen schon geholfen. Mehr Hilfe wäre gar nicht mehr nötig.

15:37 von Traumfahrer

>>Wie blöd muss man in dieser Politik noch werden, um einen solchen Unsinn und Lüge zu glauben ??
Würde mich nicht wundern, wenn dieses Ammoniumnitrat aus D stammt von der Firma Bayer, ein gutes Geschäft gewesen......................mit vielen Toten und Verletzten und riesigem Schaden !!<<

Natürlich, die deutsche Regierung ist mal wieder schuld. Ihr Boxsack bleibt immer der selbe, egal auf welches Thema es sich grade bezieht.
Ich bin heilfroh, dass die Mehrheit scheinbar doch eine etwas realitätsbezogene Weitsicht hat.
Könnte nicht auch die Korruption vor Ort eine größere Rolle spielen?

Der.....

Libanon ist in meiner Meinung ein tief zerstrittener Staat. Korruption ist sehr hoch. Ich kann die Bevölkerung von Beirut verstehen das die Wut hochkocht. Wie kann es sein so viel explosiver Stoff im Hafen lagern? Ich hoffe das der Aufbau Beiruts sehr zügig voran geht.

Am 06. August 2020 um 16:30 von Silberdrache

„Das Zeug in Beirut war über Jahre fahrlässig gelagert."

Jein,

die Lagerung an sich war nicht fahrlässig, da es sich ja nur um harmlosen, leicht zu beschaffenen Dünger handelte.

Ammoniumnitrat ist erst einmal ein weltweit genutztes Düngemittel, dass auch in DE von jedem gekauft werden kann, sonst nichts.

Die Lagerung in Beirut ist auf Anordnung eines Richters erfolgt, der es dadurch dem Zugriff durch die Hisbollah entzog.

Eigentlich sollte es an eine libanesische Sprengstoff Firma verkauft werden, die es dann an Assad weiter verkauft hätte. Das hat der Richter damals verhindert.

Durch die lange Lagerzeit, verändert sich die Kristallstruktur des Ammoniumnitrats, so dass es sich zu Sprengstoff wandelt. Ein Funke genügt dann.

Es ist also durchaus möglich, dass es durch Schweißarbeiten, die den unberechtigten Zugriff eigentlich verhindern sollten, zur Entzündung kam.

@Nettie 17:08

"Der Mann hat Recht. Ganz abgesehen davon, dass es die Bürger selbst sind, die den Staat ausmachen. Also wird es allerhöchste Zeit, dass sie sich selbst um die öffentlichen Infrastrukturen kümmern („dürfen“), damit die endlich funktionieren."

Gut und schön, aber... 45% der Menschen im Libanon leben am Existenzminimum und wissen heute nicht, wie sie ihre Kinder morgen ernähren können. 35% der Menschen sind arbeitslos. Bitte erklären Sie mir doch, wie sich diese Menschen um einen Aufbau der Infrastruktur kümmern sollten?

"Wir übernehmen die Rolle des Staates"

Die Bürger sind der Staat.

Ohne Freiwilligenhilfe funktioniert kein Staat. Auch hier in Deutschland würde auch ohne Explosionen etliches nicht funktionieren, wenn es die Freiwilligenhilfe nicht geben würde.
(Man erinnere sich nur an die Flüchtlinge.)

Man darf niemals alles vom Staat nur erwarten.

@15:40 von Opa Klaus @OrwellAG

"In der Not zusammenstellen und politische Machinteressen mal vergessen."
Danke, Opa Klaus, für Ihre Worte! Bei alle Resentiments, die auch ich Israel gegenüber hege, bin ich hier voll bei Ihnen!
Ich bin übrigens mit 84 ebenfalls Opa und wir Open müssen doch zusammenhalten!

15:32 von Frank von Bröckel

“Solche Unglücke sind daher lediglich NUR die logische Folge dieses Systems!“

Aha. Weil im Libanon jede Religionsgemeinschaft in der Regierung vertreten ist, deshalb ...
Sonst immer fürchterliches Geschrei, weil Christen in diesen Staaten nichts zu melden hätten, passt es nun wieder nicht.
Und dann frage ich mich schon wieso Sie davon ausgehen, dass diese Leute unfähiger sein sollen.
Gestern oder heute las ich einen Bericht über junge “Berufs“politiker in Deutschland. Noch nie gearbeitet, nichts zu Ende gebracht und sie werden immer mehr. Welche Qualifikationen haben die vorzuweisen? Wie fähig sollen die sein?
Wieder einmal bin ich der Meinung “vom hohen deutschen Roß abzusteigen“ und nicht immer auf andere zeigen. Vor allem wenn's zu Hause genug zum Aufräumen gibt.
Im übrigen ist beim Libanon zunächst helfen angesagt.

@fathaland slim um15:36Uhr

Warum überrascht mich das nicht, daß Sie die Geschichte des Libanon mit einem Hinweis auf die Assad-Dynastie beginnen? Wenn Sie ehrlich wären, würden Sie zugeben, daß der Libanon ein Produkt des I.Weltkrieges und des daraus folgenden Sykes-Picot-Planes war. Der damalige Völkerbund war mit dem Verteilen der Kriegsbeute damals auch nicht besser, als die heutige UNO.Das Fehlen jeder Form der Nationalität ermöglichte erst, daß der Libanon zum Spielball von religiösen und politischen Kreisen wurde.

Die Schuldigen sind Assad, Hizbollah

€06. August 2020 um 16:31 von Magfrad
@fathaland slim 15:36

"Sie sagen es. Bashar al Assad erfreut sich leider bei einigen in diesem Forum äußerster Beliebtheit. Der Assad Clan ist mit dafür verantwortlich in was für einer desolaten Lage sich der Libanon befindet."

Völlig richtig. Und dann noch die Hizbollah (Partei "Gottes"), und noch die Drusen und noch die Sunniten und die...
alle miteinander mit denen einfach kein (gemeinsamer) Staat zu machen ist.

@ um 16:37 von Magfrad, @ um 17:09 von KSTJ

Klar, auch Assad ist ein Verbrecher. Daran besteht kein Zweifel.
An die Verbrechen nach dem 2. WK, die von US - Regierungen und ihren Geheimdiensten in aller Welt verübt wurden und da auch nur die bekannten, kommen Assad und Putin gemeinsam lange nicht heran.
Hinzu kommen noch die Verbrechen, die nur dringend vermutet werden, weil bisher keine Akten eingesehen werden dürfen.
Fest steht, dass alle als Verschwörungstheorien verunglimpfte Vorwürfe gegen die USA & deren Geheimdiensten, sich nach gerichtlich erzwungener Aktenfreigabe als gängige Verschwörungspraxis herausstellten.
Assad und Putin sind da nur kleine Lichter.

@ Frank Bröckel 15:32

"... Posten im ... Staatswesen ... werden streng nach Proporz... und Parteizugehörigkeiten vergeben, völlig unabhängig davon, ob diese Leute wirklich in der Lage dazu sind, diese Aufgaben auch ordnungsgemäß wahrzunehmen!"
Wieso erinnert mich das nur an Deutschland und speziell an das Verkehrsministerium? :)

Wutbürger

Bei uns sortieren die Medien Wutbürger ja gleich in die Kategorie "Aluhüte" ein.

Kritik an der Regierung ist nur im Ausland erlaubt.

um 16:37 von Magfrad

Befassen Sie sich bitte mit der Geschichte des Libanon. Im Gegensatz zu anderen, ist die syrische Armee komplett abgezogen.
Die israelische Regierung ist auf unterschiedliche Arten immer im Libanon zu Gange. Dann geht es auch noch um Wasserraub durch Israel und googlen Sie bach “Scheeba-Farmen“.
Ach ja, die Hisbollah kam auch nicht einfach so.
So einfach “Syrien/Assad ist schuld“, so einfach ist das nicht.

@Zöpfchen 17:33

"Völlig richtig. Und dann noch die Hizbollah (Partei "Gottes"), und noch die Drusen und noch die Sunniten und die...
alle miteinander mit denen einfach kein (gemeinsamer) Staat zu machen ist."

Tja und alle sind nur Menschen, welche eigentlich in Frieden leben möchten, wenn man sie fragt.
Verrückt, oder?

@ Frank von Bröckel, um 17:14

Erschreckend, Ihre vollkommen fehlende Empathie mit den Hunderttausenden “armen Socken“, die die nichts, aber auch gar nichts für ihren “failed State“ können.

Halt Pech gehabt, shit happens...

17:03 von texdan

“Mal wieder klar, dass Israel erneut hilft... “
Wieso erneut? Wann hat Israel dem Libanon geholfen? Leider konnte ich dazu auf die schnelle nichts finden. Danke

@Opa Klaus, 17:27

„Gut und schön, aber... 45% der Menschen im Libanon leben am Existenzminimum und wissen heute nicht, wie sie ihre Kinder morgen ernähren können. 35% der Menschen sind arbeitslos. Bitte erklären Sie mir doch, wie sich diese Menschen um einen Aufbau der Infrastruktur kümmern sollten?“

Sie glauben allen Ernstes, diejenigen, die sie mit ihrer Macht- (und Geld-)gier überhaupt erst in diese Lage gebracht haben, könnten das besser?!
Schauen Sie sich mal diesen Beitrag an: daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/sendung/libanon-krise-tauschhandel-100.html

„Läuft“ doch. Jedenfalls unter den Bürgern. Der große Haken - und zugleich das allesentscheidende Hindernis auf dem Weg zu einer florierenden Gesellschaft mit einer ebensolchen Wirtschaft: Dass sie nicht „befugt“ - und vor allem nicht in der Lage sind, sich in „Eigenregie“ um die Produktion der Tausch- bzw. Wirtschaftsgüter und Handelswaren zu kümmern. Weil sie nicht den „Zugriff“ auf die dafür benötigten Ressourcen haben.

@ Heidemarie B. 16:09

"von unseren Feinden nehmen wir nichts".
So groß scheint dann die Not und Verzweiflung doch nicht zu sein."
Das kann auch mit (berechtigtem?) Mistrauen zu tun haben. Schon bei den Trojanern (ich glaube, Laokoon hats gesagt) kursierte der Spruch : "Quidquid id est, timeo Danaos et dona ferrentes"
( was es auch immer ist, ich fürchte die Danaer (Griechen), auch wenn sie Geschenke bringen). Und das zu recht, wie das Trojanische Pferd bewies.

@ Opa Klaus

"Bitte erklären Sie mir doch, wie sich diese Menschen um einen Aufbau der Infrastruktur kümmern sollten?" Am 06. August 2020 um 17:27 von Opa Klaus

*

Man kann sich nur so lange um nichts kümmern, bis man sich kümmern muss. Siehe aktueller Fall, da alles durch Freiwillige geregelt wird.

Man hat auch nie Zeit etwas richtig zu machen, aber man hat immer Zeit etwas ein zweites Mal zu machen, wenn es das erste Mal komplett schief gelaufen ist.

Manchmal muss man sich die Zeit nehmen.

Für mich riecht das nach einem Militärschlag

Ammoniumnitrat ist kein Stoff, der so einfach vor sich hin knallt. Nein, vorher muss eine "Zündung" erfolgen. Das könnte z.B. eine, durch ein Kampfflugzeug abgeworfene, Bombe sein, Treffsicher weil lasergelenkt.

Im Libanon hat die Hisbollah einen großen Einfluß. Das gilt auch für den Einfluß des Iran u. Syriens. Frage: wessen Feind sind diese 3 Gruppen? Wer würde durch deren Schwächung profitieren? Und die Explosion hat sicherlich Unmut und Hass innerhalb der liban. Bevölkerung erzeugt. Cui Bono?

17:04 von Postquestioner

“Vor 75 Jahren zündeten die USA Atombomben über Hiroshima und Nagasaki. Gezielt wurden Zivilisten getötet. Das war ein Kriegsverbrechen.“

Und noch heute glauben viele US-Amerikaner, dass diese beiden Atombomben den Krieg (vorzeitig) beendet haben.
Eigentlich waren die Bomben “nur“ ein Test. Herr Truman wollte wohl das Ausmaß der Verwüstung sehen. Eine große Portion Machtkalkül (gegenüber der UDSSR) spielte auch mit.
Bis heute hat kein US-Präsident bei der japanischen Bevölkerung für diese Atombombenabwürfe um Verzeihung gebeten. Abwürfe, deren Folgen bis in die heutige Zeit reichen.

@Nettie 17:48

"Sie glauben allen Ernstes, diejenigen, die sie mit ihrer Macht- (und Geld-)gier überhaupt erst in diese Lage gebracht haben, könnten das besser"

Habe ich das geschrieben? Warum interpretieren Sie irgendwelche Aussagen in meinen Post um die Aussage bewusst zu verfälschen? Bitte nochmals lesen, nachdenken, schreiben. Menschen die nichts zu essen haben, werden IMHO andere Sorgen haben als proaktiv zu versuchen die Infrastruktur neu aufzubauen

15:48, nie wieder spd

>>@ um 15:36 von fathaland slim
Da haben Sie vollkommen recht.
Aber Assad hat im Libanon bei weitem nicht so eine schäbige Rolle gespielt, wie die USA in Syrien schon 1949 und in den letzten 10 Jahren.<<

Ja klar, die Amis sind immer die Hauptschuldigen.

Jeder hat eben seine Lieblingsschuldigen, deren Partikularschuld er generalisiert.

Man vergisst leicht, daß das Zusammenwirken sämtlicher "Player" die Katastrophe erzeugt.

die Herkunft der Schuld

Natürlich wird die Frage nach den oder dem Schuldigen gestellt - und man sucht sie bei einzelnen Personen. Formal ist das sicher auch richtig. Aber der Libanon ist als Staat nicht das, was wir - Deutschland, Europa - darunter verstehen. Er ist eigentlich eine unglaubliche Mischung von Interessengruppe, die kaum gemeinsame und übergeordnete Regeln akzeptieren. In mancher Hinsicht macht das den Reiz dieses Landes aus - solange alles gut geht.
"Im Libanon kannst du alles machen" - ja, aber die andere Seite ist "Flexibilität bis zur Ineffizienz" - und das kann zu sehr kritischen Situationen führen. Genau die sind aber letztendlich und leider das Hauptmerkmal dieses Landes - und seiner Bürger. Aber auch nur die können das ändern. Vielleicht ist dieses schreckliche Leid der Anfang dieses Weges und die internationale Sachhilfe ein Baustein.

17:09 von KSTJ

“... haben sollen als Assad im Libanon.
Für diesen Zeitraum scheint mir Platz eins in dieser Wertung doch ganz eindeutig Herrn Putin zu gebühren.“

Keiner der Akteure in Syrien hat sich mit Ruhm bekleckert. Jeder kocht sein eigenes Süppchen. Putin hat 2015 eingegriffen. Da waren die USA mit den Verbündeten schon lange zu Gange. Auch Herr Erdogan mischt fleissig mit. Ich kann mich nicht erinnern, dass es dafür “ Rüffel“ gab. Deshalb nimmt er sich immer mehr heraus (Bohrungen im Mittelmeer, Soldaten und Milizen in Libyen).
Alles an Assad und Putin festzumachen, ist vielleicht doch ein wenig kurz.

17:53 von pxslo

Für sie riecht das also nach einem Militärschlag. Sind sie ziemlich alleine. Und zu dem hier Im Libanon hat die Hisbollah einen großen Einfluß. Das gilt auch für den Einfluß des Iran u. Syriens. Frage: wessen Feind sind diese 3 Gruppen? Wer würde durch deren Schwächung profitieren?
Da fällt mir spontan die Türkei ein.
https://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/wie-die-türkei-weltweit-ihren-militärischen-einfluss-ausbaut/ar-BB17kBOf?ocid=spartan-ntp-feeds

Frieden für wen?

@06. August 2020 um 17:45 von Opa Klaus
@Zöpfchen 17:33

""Völlig richtig. Und dann noch die Hizbollah (Partei "Gottes"), und noch die Drusen und noch die Sunniten und die...
alle miteinander mit denen einfach kein (gemeinsamer) Staat zu machen ist.""

"Tja und alle sind nur Menschen, welche eigentlich in Frieden leben möchten, wenn man sie fragt.
Verrückt, oder?"

Ja, ja aber der Frieden für den einen bedeutet im Vielvölkerstaat Libanon noch lange kein Frieden für den anderen. Fragen Sie mal die Hizbollah, was die unter "Frieden" versteht...

16:01, Bernd Kevesligeti

>>von schabernack 15:56
Der "born in sta...." schrieb vom Jemen.Deshalb auch die Antwort.
Aber warum fühlen Sie sich in diesem Zusammenhang angesprochen ?<<

So, und jetzt fühle ich mich angesprochen.

Warum?

Weil Sie auch mir genau diese Frage schon oft gestellt haben.

Jetzt noch einmal meine Antwort:

Weil das hier ein Diskussionsforum ist.

Da fühle ich mich von jedem einzelnen Post eines jeden Foristen angesprochen.

So wie das IMHO der Idee eines Diskussionsforums entspricht.

Und gebe dann auch gern meinen Senf dazu.

Ich bin nämlich leidenschaftlicher Senfgeber.

Ich glaube, ich trete dem Foristen "schabernack" nicht allzu nahe, wenn ich ihm unterstelle, daß das bei ihm nicht anders ist.

Unglaublich ....

... wie etliche Leute von ihrem sicheren Sofa aus meinen, sie müssten den Libanesen die Welt erklären und Empfehlungen abgeben, wie ihre Situation zu verändern wäre. Dieses geschundene Land hat die meisten Flüchtlinge aufgenommen, galt früher als Schweiz der östlichen Welt. Es gehen trotz Armut und aller möglichen Belastungen Menschen für Änderungen auf die Straße (nicht für krude Verschwörungsmythen sondern für Grundbedürfnisse). Nun stehen sie nach Staatsverschuldung und Corona inmitten von Trümmern vor einer 3. Katastrophe. Und hier wird Klugschei.....ei betrieben? Schämt euch und spendet, was euch möglich ist.

Inkompetenz und Korruption

Inkompetenz und Korruption sind ein gefährliches Tandem. Libanon bräuchte eine neue politische Führungsstruktur. Schade, dass die USA und Europa Lokalmächten die Einflussnahme überlassen.

@pxslo - Wie könnte der Großbrand noch entstanden sein?

17:53 von pxslo:
"Ammoniumnitrat ist kein Stoff, der so einfach vor sich hin knallt. Nein, vorher muss eine 'Zündung' erfolgen."
> Soweit, so gut.

"Das könnte z.B. eine, durch ein Kampfflugzeug abgeworfene, Bombe sein, Treffsicher weil lasergelenkt."
> Wie wollen Sie den vor der Explosion dokumentierten Großbrand in diese Theorie einbasteln?

Hat Ihr Bombenangriff unbemerkt (weil ohne Explosion) einen Großbrand verursacht, der die Explosion auslöste? Oder wurde die Bombe von Einsatzkräften und Handyfilmern unbemerkt in den Großbrand geworfen?

Welche Ursachen könnten Brände denn noch haben? Ihnen fällt neben dem Bombenangriff doch sicher auch etwas Alltäglicheres ein...

17:56 von Opa Klaus

«Menschen die nichts zu essen haben, werden IMHO andere Sorgen haben als proaktiv zu versuchen die Infrastruktur neu aufzubauen.»

Zumal es ja auch nicht damit getan wäre.
"Ein wenig" Infratruktur wieder aufzubauen.

Man hört, es seien ± 300.000 Menschen in Beirut obdachlos, weil ihre Wohnungen / Häuser nicht mehr bewohnbar sind. Einige Nächte wird man darin verbringen können als Schutz vor der Witterung. In denen, die nicht in der Nähe des Hafens waren … und bei denen kein Stein auf dem anderen blieb.

Viele scheinen sich gar nicht die Mühe der Vorstellungskraft zu machen, wie gewaltig & zerstörerisch eine Explosion gewesen sein muss, die auf der Richter-Skala einen Ausschlag machte, der der Erdbebenstärke von ± 3,5 entspricht. Und 200 km weit bis noch auf Zypern zu hören war.

Zig-1.000e zerstörte Wohnungen. Geschäftshäuser mit Läden drin dazu. Menschen nicht nur ohne Dach über dem Kopf.
Aber auch der Einnahmequelle des Berufs beraubt.

Vom Wiederaufbau des Hafens nicht zu reden!

18:08 von Mass Effect

"Für sie riecht das also nach einem Militärschlag. Sind sie ziemlich alleine."

Wie kommen Sie nur darauf? Das wird von vielen so geteilt. Vielleicht nicht in den Mainstream-Medien, aber in den unabhängigen Medien jedoch schon.

@pxsolo 17:53

"Ammoniumnitrat ist kein Stoff, der so einfach vor sich hin knallt. Nein, vorher muss eine "Zündung" erfolgen. Das könnte z.B. eine, durch ein Kampfflugzeug abgeworfene, Bombe sein, Treffsicher weil lasergelenkt."

Womöglich ist Ihnen die Tatsache, dass es sich hierbei um eine schrecklichen Unfall handelt zu" langweilig " und Sie möchten da gerne etwas hineininterpretieren um das ganze Grauen noch etwas politisch zu befeuern. Traurig eigentlich. Bitte informieren Sie sich in allen einschlägigen Medien über die Ursache. Ist genügend kommentiert und belegt. Sollten Sie ein Thema für Verschwörungstheorien suchen, müssten Sie auf einer anderen Baustelle "riechen"

15:36 von fathaland slim

Die “Geschichte“ des Libanon begann schon vor der “Assad-Dynastie“. Sie resultiert aus Willkür, Selbstherrlichkeit und Machtbesessenheit der Kolonialmächte Frankreich und Großbritannien.
Aber ich denke, das wissen Sie.

von fathaland slim 18:09

Dann geben Sie mal "Senf".

@fathaland slim

.. Ich hätte dan ich süssen Weisswurstsenf aus Bayern :) =

18:13 von Werner40

"Libanon bräuchte eine neue politische Führungsstruktur. Schade, dass die USA und Europa Lokalmächten die Einflussnahme überlassen."

Was der Libanon am wenigsten braucht, sind westliche Neo-Kolonialisten und Imperialisten. Die haben in den letzten Jahrzehnten schon genug Schaden angerichtet.

Nein, hier sind jetzt andere Länder gefragt. Der Westen sollte sich dort am besten ganz heraushalten. Damit wäre dem Land schon enorm geholfen.

@Werner40 - Krieg ist kein Mittel gegen Korruption

18:13 von Werner40:
"Inkompetenz und Korruption sind ein gefährliches Tandem. [...] Schade, dass die USA und Europa Lokalmächten die Einflussnahme überlassen."

Sie meinen es wäre besser, wenn der ganze Libanon wie der Hafen von Beirut aussähe? Das waren bisher immer die Folgen der von Ihnen gewünschten Einflussnahme.

18:16 von pxslo 18:08 von Mass Effect

"Für sie riecht das also nach einem Militärschlag. Sind sie ziemlich alleine."
Wie kommen Sie nur darauf? Das wird von vielen so geteilt. Vielleicht nicht in den Mainstream-Medien, aber in den unabhängigen Medien jedoch schon.

Sie meinen die gleichgeschalteten Medien in der Türkei.

17:33, zöpfchen

>>Die Schuldigen sind Assad, Hizbollah
€06. August 2020 um 16:31 von Magfrad
@fathaland slim 15:36

"Sie sagen es. Bashar al Assad erfreut sich leider bei einigen in diesem Forum äußerster Beliebtheit. Der Assad Clan ist mit dafür verantwortlich in was für einer desolaten Lage sich der Libanon befindet."

Völlig richtig. Und dann noch die Hizbollah (Partei "Gottes"), und noch die Drusen und noch die Sunniten und die...
alle miteinander mit denen einfach kein (gemeinsamer) Staat zu machen ist.<<

Ja klar.

Ein Staat kann nur dann funktionieren, wenn er ethnisch und religiös total einheitlich ist.

Identitäre Ideologie mit dem Holzhammer.

18:09 von fathaland slim

«Ich glaube, ich trete dem Foristen "schabernack" nicht allzu nahe, wenn ich ihm unterstelle, daß das bei ihm nicht anders ist.»

Gar nicht zu nahe treten Sie mir.
Aber meines Pudels Kern geben Sie Ihren Senf.

Was außer Diskutieren sollte man in Diskussionforen auch machen?
Bei "Spotify" (oder so) hört man Musik …

Spendet

Wer Sinnvolles tun will, kann sich gerne über diesen Link beteiligen.

https://www.tagesschau.de/spendenkonten/spendenkonten-125.html

18:16 von Opa Klaus

"Womöglich ist Ihnen die Tatsache, dass es sich hierbei um eine schrecklichen Unfall handelt..."

Ach, sind die Untersuchungen schon abgeschlossen? Erstaunlich, wie kurz nach der Explosion die Mainstream-Medien, schon von einem "Unfall" sprachen.

@18:21 von Mass Effect

"Sie meinen die gleichgeschalteten Medien in der Türkei."

Sie meinen CNN-Türk, BBC-Türk, Fox-News-Türk, DW-Türk, Euronews alles gleichgeschaltet? Wenn Sie meinen...

@schneegans 18:12

"Und hier wird Klugschei.....ei betrieben? Schämt euch und spendet, was euch möglich ist."

Exakt meine Meinung, habe bereits meine Spende heute getätigt und hoffe, vielleicht den/die Andere auch hierzu motiviert zu haben. Was hilft es den Menschen in Beirut, wenn Foristen vom Sofa aus über die politische Geschichte des Libanon diskutieren, wobei das natürlich legitim ist. Ich habe kein Problem damit, mir Feinde zu schaffen. Menschlichkeit und Hilfe ist jetzt angesagt.

18:16 @ pxslo .. Militärschlag

Dann haben Sie sicher auch eine überzeugende unabhängige Quelle für diesen Militärschlag.

Ich bin sehr gespannt,
Danke
Leipzigerin59

17:53, pxslo

>>Für mich riecht das nach einem Militärschlag
Ammoniumnitrat ist kein Stoff, der so einfach vor sich hin knallt. Nein, vorher muss eine "Zündung" erfolgen. Das könnte z.B. eine, durch ein Kampfflugzeug abgeworfene, Bombe sein, Treffsicher weil lasergelenkt.

Im Libanon hat die Hisbollah einen großen Einfluß. Das gilt auch für den Einfluß des Iran u. Syriens. Frage: wessen Feind sind diese 3 Gruppen? Wer würde durch deren Schwächung profitieren? Und die Explosion hat sicherlich Unmut und Hass innerhalb der liban. Bevölkerung erzeugt. Cui Bono?<<

Verschwörerisch-raunende Spekulation.

"Cui bono?" darf dann natürlich nicht fehlen.

Wem haben eigentlich die Vorfälle am Kölner Hauptbahnhof Silvester 2015 genutzt?

Doch wohl ausschließlich der AfD.

Womit der Beweis erbracht ist, daß sie dahintersteckt.

Nicht wahr?

18:29 von Leipzigerin59

"Dann haben Sie sicher auch eine überzeugende unabhängige Quelle für diesen Militärschlag."

Wenn ich mich nicht irre hat Präsident Trump das so behauptet. Hat seine Generäle befragt. Und die haben sicherlich mehr "Fachwissen" als alle Foren-Teilnehmer zusammen.

re pxslo

Können Sie auch Beweise für Ihren Riecher präsentieren oder geht der nur auf Ihre Abneigung gegenüber Israel und den USA zurück...?

18:28, pxslo

>>@18:21 von Mass Effect
"Sie meinen die gleichgeschalteten Medien in der Türkei."

Sie meinen CNN-Türk, BBC-Türk, Fox-News-Türk, DW-Türk, Euronews alles gleichgeschaltet? Wenn Sie meinen...<<

Ihrer Ansicht nach sind ja das, was Sie die Mainstreammedien nennen, total gleichgeschaltet.

Also alles, was nicht Ihre Meinung transportiert.

18:12 von schneegans

“Dieses geschundene Land hat die meisten Flüchtlinge aufgenommen, ...“

Danke, dass Sie das hier erwähnen. Es gab eine Schlagzeile hier bei TS “Die Welt reicht Beirut die Hand“.
Mein Gedanke war - was ist damit gemeint? Wenn diese Hand Hilfe bringen soll, dann bin ich gespannt. Bei den Flüchtlingen hat diese Hand auf ganzer Linie versagt. Die Türkei brauchte nur zu husten und schon erfuhren wir wieviele Flüchtlinge die (große) Türkei aufgenommen hat und ihr deshalb finanzielle Unterstützung zu steht. Es gab sogar einen “Deal“.
Beim winzig kleinen Libanon sah das schon ganz anders aus. Mehrheitlich aus privaten Spenden und Helfern von UNHCR war hier Hilfe unterwegs. Ansonsten sah es finanziell eher düster aus. Und das in einem Land, in dem es so viel Armut unter der einheimischen Bevölkerung gibt. Der Libanon wurde mit den Flüchtlingen allein gelassen. Er war nicht so laut wie die Türkei.

18:33, pxslo

>>18:29 von Leipzigerin59
"Dann haben Sie sicher auch eine überzeugende unabhängige Quelle für diesen Militärschlag."

Wenn ich mich nicht irre hat Präsident Trump das so behauptet. Hat seine Generäle befragt. Und die haben sicherlich mehr "Fachwissen" als alle Foren-Teilnehmer zusammen.<<

Trump hat es also gesagt.

Alles klar.

18:17, Margareta K.

>>15:36 von fathaland slim
Die “Geschichte“ des Libanon begann schon vor der “Assad-Dynastie“. Sie resultiert aus Willkür, Selbstherrlichkeit und Machtbesessenheit der Kolonialmächte Frankreich und Großbritannien.
Aber ich denke, das wissen Sie.<<

Natürlich weiß ich das.

Und ich denke, Ihnen ist klar, daß mein Post durchaus auch als kleine Provokation gemeint war.

@Opa Klaus, 17:27

„Warum interpretieren Sie irgendwelche Aussagen in meinen Post um die Aussage bewusst zu verfälschen? Bitte nochmals lesen, nachdenken, schreiben. Menschen die nichts zu essen haben, werden IMHO andere Sorgen haben als proaktiv zu versuchen die Infrastruktur neu aufzubauen“

Ich kann nicht erkennen, wo ich Ihnen „das Wort im Munde herumgedreht“ haben soll.

Was die verzweifelte - und zuallererst von der korrupten Regierungsclique verschuldete - Lage der Bevölkerung angeht, stimme ich Ihnen dahingehend zu, dass diese ganz dringend auf Hilfe von außen (also auch unsere) angewiesen ist. Materielle, technische und personelle. Geld sollte dabei KEINE Rolle spielen; das gilt übrigens generell, wenn es um die Unterstützung Menschen in Not geht, egal wo. Also NICHT „finanzielle“ (die womöglich auch noch über die Regierung läuft...).

Außerdem geht aus der Meldung hervor, dass es der Wunsch der Bürger selbst ist, sich unbehelligt von „Vertretern politischer Interessen“ selbst kümmern zu können.

18:16, Opa Klaus @pxsolo 17:53

>>Womöglich ist Ihnen die Tatsache, dass es sich hierbei um eine schrecklichen Unfall handelt zu" langweilig " und Sie möchten da gerne etwas hineininterpretieren um das ganze Grauen noch etwas politisch zu befeuern.<<

leider erkennt man solche Muster hier sehr oft.

@Nettie 19:36

Möglicherweise war mein Kommentar etwas zu emotional. Dann möchte ich mich hierfür entschuldigen. Konversation in elektronischen Medien gibt Fehlinterpretationen reichlich Raum. Grundsätzlich sind wir der selben Meinung, wie ich sehe..

18:16 von pxslo

«Für sie riecht das also nach einem Militärschlag. Sind sie ziemlich alleine.»

«Wie kommen Sie nur darauf? Das wird von vielen so geteilt. Vielleicht nicht in den Mainstream-Medien, aber in den unabhängigen Medien jedoch schon.»

Die Unabhängigen = Die Besseren.

Kann ich in Die Unabhängigen auch irgendwas reinschreiben, ganz genau wisse ich, wer die Bombe als Initialzündung zündete, die das Ammoniumnitrat zur Explosion brachte.

Zusätzlich täte ich wen kennen, der den Laser-Leitstrahl mit eigenen Augen sah, der noch eine Bombe zum Ammoniumnitrat leitete.

Ganz unabhängige Spekulation in der Wüste.
In der mir die Fata Morgana im Traum erschien.

@harry up

Junger Mann, ich war bereits VOR dem Jahre 1990 bei der Bundeswehr, da haben wir bei NATO Übungen noch den Abwurf von Atombomben auf unsere eigenen Ossies simuliert !

Und glauben Sie ja nicht, daß wir dies in einem Kriegsfall nicht getan hätten!

So viel zum Thema "Empathie"!

Kein Staat zu machen

@06. August 2020 um 18:22 von fathaland slim
17:33, zöpfchen
>>Die Schuldigen sind Assad, Hizbollah
€06. August 2020 um 16:31 von Magfrad
@fathaland slim 15:36
...

Völlig richtig. Und dann noch die Hizbollah (Partei "Gottes"), und noch die Drusen und noch die Sunniten und die...
alle miteinander mit denen einfach kein (gemeinsamer) Staat zu machen ist.<<

„Ja klar. Ein Staat kann nur dann funktionieren, wenn er ethnisch und religiös total einheitlich ist. identitäre Ideologie mit dem Holzhammer.“

Kenne fathaland eigentlich als jemand der differenziert argumentiert. Was ist falsch an meinem Argument, dass mit den verschiedenen Gruppen im Libanon offenbar kein Staat zu machen ist?
Oder passt diese offensichtliche Tatsache nicht in den Kram?

18:33 von pxslo

«Wenn ich mich nicht irre hat Präsident Trump das so behauptet [Militärschlag]. Hat seine Generäle befragt. Und die haben sicherlich mehr "Fachwissen" als alle Foren-Teilnehmer zusammen.»

The President … die verlässlichste aller erdenklichen Quellen.

So viele Generäle gibt es in der US-Armee gar nicht, wie es bräuchte, um hinterher hechelnd all das zu dementieren, was der Oberbefehlshaber an Unfug so behauptet, wenn der Tag auch nur ein ganz kurzer ist.

18:33 @pxslo .. Trump

Sie haben recht, wortwörtlich :

Auf die Frage von
Joyce Karam,

》.. BREAKING :
#Trump says Explosion in Beirut #Lebanon was an *Attack* .

“I've met with some of our great Generals and they just seem to feel that it was [an attack].”
"They seem to think it was an attack...it was a bomb of some kind, yes."《

Die Gefühle der Generäle ...
Sie scheinen ...

Super "Fachwissen".

Das Pentagon widerspricht,
Herr Trump muss wieder einmal zurück rudern.

Wenn das Ihre einzige (unabhängige, nicht-Mainstream-)Medien war alles klar.

Übrigens hat das auch die TS berichtet

Gruß
Leipzigerin59

@fatherland slim

"Ein Staat kann nur dann funktionieren, wenn er ethnisch und religiös total einheitlich ist. Identitäre Ideologie mit dem Holzhammer".
Dass Staaten auch funktionieren können, die ethnisch und religiös durchmischt sind mag ja sein, aber der Libanon funktioniert leider nicht und das liegt sicherlich auch an den ethnischen und religiösen Konflikten dort.

Ungeachtet dessen, wer für die Schlamperei

mit den Düngemitteln und die Tragödie verantwortlich ist, die Menschen in Beirut brauchen jetzt Hilfe. Was sie nicht brauchen sind die anscheinend unvermeidlichen regime-Change-Gedankenspielchen und die hier so beliebten Belehrungen.

Die WAHRE Katastrophe war der libanesische Bürgerkrieg..

.. in den Jahren 1975 bis 1990, also über Zeitraum von insgesamt 15 Jahren!

Und um möglichst NIEMALS wieder einen Bürgerkrieg im eigenen Land zu haben, haben die Libanesen dieses komplizierte Proporzmodell zur Besetzung faktisch aller Posten im gesamten Staatswesen nach religiösen und politischen Gruppen usw geregelt!

Sehr vieles funktioniert im Staat Libanon aus diesem einfachen Grund auch überhaupt NICHT, aber aus Angst vor einem neuen Bürgerkrieg nimmt man diese Unzulänglichkeiten dieses Proporzmodell als Durchschnittslibanese halt in Kauf!

19:48 @Frank von Bröckel @harry up

Schön zu erfahren.

Ich dachte immer, die Bundesbürger 1990 hielten vor die "Ossies"
- ganz empathisch -
für ihre Brüder und Schwestern.

Welch ein Irrtum. Ironie aus.

Gruß
Leipzigerin59

RE: pxslo um 17:53 und an die andern Mitforisten

Hier kann man gut den Trump-Effekt erkennen.

Sie setzen hier einen skurrielen Kommentar ab, der mehr Aufmerksamkeit erhält als er verdient !

Man könnte glatt meinen DT hätte ihn abgesetzt. Eben wie bei diesem gibt es auch keine Hinweise auf Ihre Mutmaßungen.

Gruß Hador

@ Möbius

Der genaue Mechanismus ist sehr kompliziert und bis heute nicht bekannt, evtl verläuft die Reaktion zT radikalisch

Die Reaktionsmechanismen sind schon alle bekannt und letztlich auch nicht sehr kompliziert. Das Problem ist aber, dass in einer Explosion die Randbedingungen wie Temperatur und Druck sich sehr schnell ändern. Daher ist es schwer nachzuvollziehen, welche Zwischenprodukte sich zu welchem Zeitpunkt in welcher Weise weiter umgesetzt haben.

Letztlich haben Sie aber wohl recht mit der Annahme, dass am Ende auch eine Menge NO2 (Stickstoffdioxid) entstanden sein dürfte. Das Problem ist bei reinem Ammoniumnitrat, dass pro Gramm Salz in der Dynamik der Explosion in sehr kurzer Zeit ein relativ großes Gasvolumen entsteht und auch eine sehr große Stoffmenge von mehreren Tonnen sehr schnell durchreagieren kann.

@Frank von Bröckel 20:05

Würden Sie mir (uns?) bitte die Definition des "Durchschnittslibanesen" etwas eingehender erläutern? Vielen Dank im voraus

Gescheiterte korrupte Macht

@ Frank von Bröckel:
Die WAHRE Katastrophe war der libanesische Bürgerkrieg ...

Immer wieder haben sich die syrischen Machthaber im Libanon eingemischt, hatten Besatzungstruppen im Land und haben die Hisbollah gefördert. Mittlerweile herrscht auch in Syrien Bürgerkrieg und Syrien und der Libanon haben eins gemeinsam: der Staat ist in beiden Ländern gescheitert.

Leipzigerin59 19:48 @Frank von Bröckel

Korrektur

》... Bundesbürger hielten vor 1990
die "Ossies" ...《

19:50, zöpfchen

>>Kenne fathaland eigentlich als jemand der differenziert argumentiert.<<

Ich kenne Sie leider nicht als jemanden, der differenziert argumentiert.

>>Was ist falsch an meinem Argument, dass mit den verschiedenen Gruppen im Libanon offenbar kein Staat zu machen ist?
Oder passt diese offensichtliche Tatsache nicht in den Kram?<<

Das, was Sie als offensichtliche Tatsache bezeichnen, ist ein konstruierter falscher Kausalzusammenhang.

Ich könnte auch so einen konstruieren und alles aufs Klima zurückführen. Denn dies ist ja in all den arabischen Staaten arid. In trockener Hitze lässt sich offensichtlich kein Staat machen.

Glauben Sie mir, ich habe mich mit der identitären Ideologie, die sich wie ein roter Faden durch all Ihre Kommentare zieht, beschäftigt.

@ Bernd Kevesligeti

Und gab es nicht Auswirkungen der Syrien-Sanktionen,auch auf den Libanon ?

Nach Syrien dürfen derzeit keine militärisch nutzbaren Artikel exportiert werden. An diese Sanktionen müssen sich Unternehmen in Europa eben halten. Ich denke, dass das den Menschen im Libanon eher nutzt.
Das Ammoniumnitrat kam übrigens auf einem Schiff nach Beirut, das sich im Besitz eines russischen Oligarchen befand. Auftraggeber war vermutlich die Hisbollah.

@ Leipzigerin59

Korrektur 》... Bundesbürger hielten vor 1990 die "Ossies" ...《

Verstehe ich nicht. Wofür hielt man die Ossis?

20:02, Stern2100

>>@fatherland slim
"Ein Staat kann nur dann funktionieren, wenn er ethnisch und religiös total einheitlich ist. Identitäre Ideologie mit dem Holzhammer".

Dass Staaten auch funktionieren können, die ethnisch und religiös durchmischt sind mag ja sein, aber der Libanon funktioniert leider nicht und das liegt sicherlich auch an den ethnischen und religiösen Konflikten dort.<<

Können Sie sich vielleicht vorstellen, daß diese Konflikte von allen möglichen Interessengruppen innerhalb und außerhalb des Landes am Köcheln gehalten werden?

Und daß die allermeisten Libanesen eigentlich ganz andere Sorgen haben, beispielsweise wie man etwas zu essen auf den Tisch bringt?

@fathaland slim

Vielleicht doch eher süssen Senf dazu? Nimmt vielleicht etwas Schärfe aus der Diskussion :))

20:24, Opa Klaus

>>@fathaland slim
Vielleicht doch eher süssen Senf dazu? Nimmt vielleicht etwas Schärfe aus der Diskussion :))<<

Ich liebe süßen Senf. Da, wo er passt.

Aber manchmal ist eine gewisse Schärfe einfach notwendig:=)

Cui bono?

@ pxslo:
Wenn ich mich nicht irre hat Präsident Trump das so behauptet. Hat seine Generäle befragt. Und die haben sicherlich mehr "Fachwissen" als alle Foren-Teilnehmer zusammen.

Ja sicher wesentlich mehr. Was die Herren aber offenbar nicht davor zurück schrecken lässt, die Unwahrheit (Militärschlag) zu behaupten. Bleibt die Frage: wem nutzt es?

Kein Staat zu machen im Libanon

@ 06. August 2020 um 20:18 von fathaland slim
19:50, zöpfchen
....

>>Was ist falsch an meinem Argument, dass mit den verschiedenen Gruppen im Libanon offenbar kein Staat zu machen ist?
Oder passt diese offensichtliche Tatsache nicht in den Kram?<<

Das, was Sie als offensichtliche Tatsache bezeichnen, ist ein konstruierter falscher Kausalzusammenhang...
Glauben Sie mir, ich habe mich mit der identitären Ideologie, die sich wie ein roter Faden durch all Ihre Kommentare zieht, beschäftigt.“

Wo bleibt die Auseinandersetzung mit dem Argument?
Oder geht es darum den politischen Gegner durch Etikettierung als „Identitärer“ mundtot zu machen.

Schade.

@ fat slim

Welche "identitäre Ideologie" meinen Sie?

Etwa die faschistoide Identitätspolitik der Linken?

20:33, zöpfchen

>>Wo bleibt die Auseinandersetzung mit dem Argument?
Oder geht es darum den politischen Gegner durch Etikettierung als „Identitärer“ mundtot zu machen.

Schade.<<

Sie machen keinen mundtoten Eindruck.

Ich nenne Dinge gern beim Namen.

20:34, Einfach Unglaublich

>>@ fat slim
Welche "identitäre Ideologie" meinen Sie?

Etwa die faschistoide Identitätspolitik der Linken?<<

Etwas albern, finden Sie nicht?

Sie wissen natürlich genau, was ich meine.

@ Einfach Unglaublich

@ fat slim

Bleiben Sie bitte fair.

von born in stasi-land 20:20

Und zur Gemegenlage,die hier allerdings kaum vorkommt ist:Mit der Explosionskatastrophe sind auch die Weizenvorräte die im Hafen lagerten verbrannt.Aus dem benachbarten Syrien darf der Libanon keinen beziehen.Handelsbeziehungen nach dort wurden auf Druck von EU und USA abgebrochen.

20:44, Bernd Kevesligeti

>Und zur Gemegenlage,die hier allerdings kaum vorkommt ist:Mit der Explosionskatastrophe sind auch die Weizenvorräte die im Hafen lagerten verbrannt.Aus dem benachbarten Syrien darf der Libanon keinen beziehen.Handelsbeziehungen nach dort wurden auf Druck von EU und USA abgebrochen.<<

Wo Syrien doch Weizen im Überfluss hat und gar nicht weiß, wohin damit...

@Leipzigerin59

Wofür man die Ossies damals hielt?

Als Teil des Warschauer Paktes selbstverständlich für den Feind, den man im Kriegsfall halt Atombomben auf dem Kopf wirft!

Und umgekehrt hätten uns Wessies die Warschauer Pakt Staaten im Gegenzug ein Teil ihrer 20.000 Atombomben auf dem Kopf geworfen!

So etwas machen Staaten!

Aber Begriffe wie Moralität, Humanität oder Mitmenschlichkeit kennen Staaten in Wahrheit überhaupt NICHT, weder für ihre eigenen Bürger, geschweige denn für Einwohner von Drittstaaten!

Und das selbstverständlich erst recht in Libanon!

@ Stern2100

Ein Staat kann nur dann funktionieren, wenn er ethnisch und religiös total einheitlich ist.

Das sind aber schlechte Nachrichten für Frankreich, Italien und Deutschland, wo es katholische und evangelische Menschen gibt.

20:22 @born in stasi-land @ Leipzigerin59

Sorry,
ich hatte mich im ersten Kommentar etwas verhaspelt,
"... Simulation Atombombe auf Ossies ...", "Empathie
daher nur die Korrektur in Kurzform.

... Bundesbürger hielten vor 1990 die "Ossies"
- ganz empathisch -
für ihre Brüder und Schwestern.

Gruß
Leipzigerin59

@ fathaland slim

Mit der Explosionskatastrophe sind auch die Weizenvorräte die im Hafen lagerten verbrannt.Aus dem benachbarten Syrien darf der Libanon keinen beziehen.

In Syrien selbst wird relativ wenig Weizen angebaut, Syrien hat vor dem Bürgerkrieg 85% seines Weizens importiert. Jetzt ist das Land total zerstört, die Wirtschaft zusammen gebrochen und die syrische Währung ist im freien Fall.

@ Leipzigerin59

... Bundesbürger hielten vor 1990 die "Ossies" - ganz empathisch - für ihre Brüder und Schwestern.

Und nach 1990 doch hoffentlich auch noch.

20:44 von Bernd Kevesligeti

«Und zur Gemegenlage,die hier allerdings kaum vorkommt ist:Mit der Explosionskatastrophe sind auch die Weizenvorräte die im Hafen lagerten verbrannt.Aus dem benachbarten Syrien darf der Libanon keinen beziehen.Handelsbeziehungen nach dort wurden auf Druck von EU und USA abgebrochen.»

Es gibt keine "Gemengelage", wenn der einige bedeutsame Hafen im Libanon quasi pulverisiert wurde. Alles, was dort lagerte, ist verbrannt, oder bei der Explosion schon vor den Bränden zerstoben.

«Dass im Libanon in Beirut im größten, und einzig bdeutsamen Internationalen Handelshafen, kein Stein auf dem anderen blieb.
Das ist zusätzl. Katastrophe!»

Dies schrieb ich als wörtliches Zitat meinerselbst bereits in meiner Erwiderung an Sie um 15:56. In irgendeiner Art darauf eingegangen sind Sie nicht.

Syrien als Land, das seit 2011 völlig ohne kriegerische Verwicklingen im eigenen Land ist, könnte natürlich adhoc Ersatz für im Hafen von Beirut verbrannten Weizen liefern.

Auch 1.000de von Tonnen !

@Frank von Bröckel 20:48

"Und umgekehrt hätten uns Wessies die Warschauer Pakt Staaten im Gegenzug ein Teil ihrer 20.000 Atombomben auf dem Kopf geworfen!"

Zunächst mein Hinweis, dass Sie thematisch hier weit vom Thema laufen. Ergänzend zu Ihrer verqueren Aussage Atombomben. Denken Sie allenernstes, dass der Warschauer Pakt als auch die Nato Atombomben über Deutschland-egal ob Ost oder West- gezündet hätten, um ganz Mitteleuropa atomar für Jahrzehnte zu verseuchen? Zur Erinnerung, hier wird gerade die Problematik Libanon thematisiert.

Fair bleiben!

@ Am 06. August 2020 um 20:43 von freier Welthandel
@ Einfach Unglaublich
@ fat slim

Bleiben Sie bitte fair.

Finde ich auch, fathaland.
Ihre Stärke war früher die Auseinandersetzung mit den Argumenten des politischen Gegners. Also noch einmal:

>>Was ist falsch an meinem Argument, dass mit den verschiedenen Gruppen im Libanon offenbar kein Staat zu machen ist?
Oder passt diese offensichtliche Tatsache nicht in den Kram?<<

von fathaland slim 20:47

Ja,aber was soll denn der Satz ? Der Libanon war auch schon vor der jetzigen Katastrophe wirtschaftlich von den Sanktionen betroffen.DerArtikel von Karin Leukefeld unter dem Titel:"Streit um Ressourcen".

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