Kommentare

„Durch den Lockdown haben sie ihre Jobs in den Restaurantküchen Manhattans, als Putzfrau, Kindermädchen oder Bauarbeiter verloren. Sie könne ihre Miete nicht mehr zahlen und ihre Familien nicht mehr ernähren. Die Schlagen vor den Essensausgaben der Suppenküchen sind lang. Bis zu 1000 Familien pro Tag kommen heute, früher waren es nur eine Handvoll.
Damiana Reyes hat wenigstens ihren Job zurück. In einem Friseursalon färbt sie Haare und setzt Highlights - während ihr oft zum Weinen zumute ist. Wie das Coronavirus in ihrer Nachbarschaft gewütet hat, lässt sie nicht los. So viele Menschen seien daran gestorben. "Mindestens zehn Menschen in meinem Block. Mein Vater ist dabei", erzählt die Einwanderin aus der Dominikanischen Republik.
>> Auch wenn sie sich wünsche, dass alles wieder normal sei, es mache ihr Angst“

Verständlich. Das Bedrückendste ist, dass selbst die Bewohner Coronas die Art von „Gesellschaftsordnung“, die in diesem Artikel anschaulich illustriert wird, für „normal" halten.

Zur Wahrheit gehört auch...

..., dass auch eine normale Grippesaison in New York die Krankenhäuser füllt und insbesondere unter Illegalen Opfer fordert.

Aber so viele wie mit Corona waren es wohl nicht.

Wenn die einen hysterisch übertreiben und die anderen alles leugnen, muss man ja auch mal etwas relativieren.

Alles sehr schlimm, aber auch

Alles sehr schlimm, aber auch nicht neu. Die vielen unterpriviligierten hätten es aber in der Hand, die üblichen Kandidaten, abzulehnen, die ihnen so vorgesetzt werden.2 Parteien sind halt zu wenig.

✎ Was für eine Atemschutzmaske?

Keine Frage, die Menschen in diesem New Yorker Viertel werden hart von der Corona-Pandemie getroffen. Weit mehr als in Berlin oder anderswo in Deutschland.

Nicht nur in New York, das Covid-19 Virus und seine besondere Gefährlichkeit bringt weltweit Tod und Elend.

Wie kann man bei solchen Fakten Corona-Leugner sein und gegen die Abwehrmaßnahmen protestieren?! Will man hier solche Verhältnisse sehen?
Das ist rücksichtlos und menschenverachtend.

Mich würde interessieren, was das für eine spezielle Atemschutzmaske (Partikelfilter seitlich?) ist, die Damina Reyes trägt.
Foto:
Damiana Reyes, Bewohnerin des New Yorker Stadtteils Corona | Bildquelle: AP

Und bei uns

geht man auf die Straße weil 5 Minuten Mundschutz beim Einkauf als Grundrechtsbeschneidung gesehen wird.

Schon krass, was für Blüten unser Wohlstand treibt.

Mit dieser Wirtschafts- und Weltordnung wird das nicht besser,

sondern immer schlimmer. Die USA ist das Paradebeispiel. Milliardärs- und "Dritte Welt"-Land in einem. Der TS-Artikel Ballearen stößt ja in das gleiche Horn. Wo Geld ist, kommt immer mehr dazu, wo keines ist, stirbt man früher, und kommt aus dem Loch nicht raus. In der Corona-Krise sind die Armen die, die als erstes am Ruin stehen. Daß währenddessen Medienstars Millionengagen für Villen, Boote und sonst was ausgeben, und AGs weltweit Firmen aufkaufen und ausbluten lassen, sowie Banken Gewinne auf Armut machen, macht die Erde zu einem zynischen Ort. Und Machthaber haben kein Interesse an Änderung der Verhältnisse, weil das Spiel ja gut für die Wirtschaft, und sie selber ist. Zwar nicht gut für das gro der Menschheit, aber egal. Queens hat und wird keine Chance bekommen. Nicht in dieser Welt. Corona deckt auf, wie schlimm es den meisten Menschen auf der Erde geht. Die meisten stehen, wie in Queens am Abgrund, wenn sie nicht arbeiten können. Wieso die nur nicht vorgesorgt haben?

Teufelskreis

"Kein Zufall ist, dass es ausgerechnet hier so viele Menschen erwischt hat. Fast zwei von drei Bewohnern in Corona sind Einwanderer. Latinos, Afroamerikaner mit schlecht bezahlten Jobs. Gruppen, die statistisch die meisten Todesopfer durch das Virus zu verzeichnen haben -
>> und durch die Folgen"

Die Folgen der Auswirkungen der Bekämpfung des Virus auf die Wirtschaft. Ein Problem, das sich weder mit Geldtransfers noch mit in Abhängigkeit haltender und damit entwürdigender "Wohltätigkeit" lösen lässt. Eigentlich logisch: Wenn es wegen der Virusbekämpfung und dem Schutz der Gesundheit ALLER Gesellschaftsmitglieder nicht mehr möglich ist, Geld auf "bewährte" Weise (was man durchaus mit "egal womit und wie" übersetzen könnte) zu "erwirtschaften", gibt es nichts zu verteilen.

Der einzig nachhaltige Ansatz, um diesen Teufelskreis, in dem letztlich alle gefangen sind zu durchbrechen besteht in der Schaffung eines transparenten ad-hoc-Wirtschaftssystems, in dem Leistung und nicht Geld zählt.

Es sind immer die Ärmeren

Die neoliberale Regierung Trump lässt den armen Teil der Bevölkreung alleine. Unter einer Pandemie wie Corona leiden immer die Ärmsten am stärksten. An uns wäre es, den Ärmsten mit internationaler Solidarität zur Seite zu stehen.

Dies sollte eine Warnung....

....und Mahnung an alle Verleugner und Relativierer sein, was geschieht wenn man das Virus laufen lässt.
Abstand halten, Maske tragen Party und Feiern mal eine Zeit lang hinten anstellen.

Je geringer die Infektionen um so geringer die Einschränkungen bei rücksichtsvollem Verhalten.

Gesundheit allen
Geritt

@ Bender Rodriguez

Die vielen unterpriviligierten hätten es aber in der Hand, die üblichen Kandidaten, abzulehnen, die ihnen so vorgesetzt werden.2 Parteien sind halt zu wenig.

Es gibt auch in den USA wesentlich mehr als zwei Parteien. Durch das Mehrheitswahlrecht erhalten sie aber selten Abgeordnete und konnten bisher noch nie den Präsidenten stellen. Ablehnen kann man natürlich immer. Die Unterprivilegierten gehen meist gar nicht zur Wahl.

auch dort, in queens, wurden jedem arbeitslosen

in den letzten wochen 600 $ pro woche an unterstützung gezahlt.

doch damit soll jetzt schluß sein.

ein sozialer brandherd, der schon lange flackert.

So sieht es aus in Gods own Country

Nur sind die Hintergrundinformationen etwas dürftig.
Menschen ohne Aufenthaltsgenehmigung arbeiten in Restaurantküchen. Wie sieht es denn da mit einem Gesundheitszeugnis aus?
Haben die alle keines?
Unter welchen Umständen und Vorraussetzungen bekommt man in den USA Arbeitslosengeld & wie wird das bemessen.
Wer nicht gemeldet ist, bekommt kein Arbeitslosengeld, wie bei uns?
Wie sind diese bedauernswerten Menschen den krankenversichert?
Gar nicht, weil sie keine Aufenthaltsgenehmigung haben oder weil sie zu wenig Geld dafür verdienen?
Was passiert mit Menschen ohne Krankenversicherung in den USA, wenn sie so krank werden, dass sie ins Krankenhaus müssen?
Wenn sowieso jeder weiß, dass so viele Menschen in den USA leben, die keine Aufenthaltsgenehmigung haben & es den meisten davon ähnlich geht, wie im Bericht geschildert, warum bekommen sie keine?
Gebraucht werden diese Menschen doch anscheinend.
Auch über die Funktionalität der USA müsste tagesschau.de wesentlich besser informieren.

um 18:24 von vriegel

Wenn die einen hysterisch übertreiben und die anderen alles leugnen, muss man ja auch mal etwas relativieren.

Stand gestern gab es im US Bundesstaat New York 32801 Corona-Tote auf 446691 Infizierte. Das ist eine Sterbequote von ca. 7,3%!

Ich weiß nicht, was an diesem menschlichen Leid relativiert werden kann!

19:33 von Nettie

"Der einzig nachhaltige Ansatz, um diesen Teufelskreis, in dem letztlich alle gefangen sind zu durchbrechen besteht in der Schaffung eines transparenten ad-hoc-Wirtschaftssystems, in dem Leistung und nicht Geld zählt."

.-.-.-

Sie gehören ja zu den Usern, die nicht nur kritisieren, sondern regelmäßig Lösungsansätze anbieten.

Leider sind die - notgedrungen - so kurz formuliert, dass ich sie selten wirklich verstehen kann.

Sind Sie mal so lieb und schreiben bis zum Wochenende darüber eine Broschüre, sodass ich die nachlesen kann? ;-)

Alternativ könnten Sie aber auch hier vielleicht ein bisschen darlegen, wie

"Schaffung eines transparenten ad-hoc-Wirtschaftssystems, in dem Leistung und nicht Geld zählt"

konkret aussehen würde.

um 19:06 von gman

Mich würde interessieren, was das für eine spezielle Atemschutzmaske (Partikelfilter seitlich?) ist, die Damina Reyes trägt.

Habe mir das Bild runtergeladen und die Helligkeit stark heraufgesetzt: Das sieht aus wie eine FFP2- oder FFP3-Maske mit Auslass-Ventil.

Durch solche Masken zu atmen ist auf Grund der verstärkten Filter sehr schwer. Um wenigstens das Ausatmen zu entlasten (und die Maske durch die Atemluft nicht zu schnell feucht/nass werden zu lassen) haben solche Masken teilweise ein solches "Ausatem-Ventil. Diese Art von Masken dienen nur dem Eigenschutz. Falls man infiziert ist, bläst man die Viren/Bakterien in die Umwelt.

Täter werden zu Opfern stilisiert

"Viele der Menschen aus Mexiko, Ecuador, Guatemala und Kolumbien sind illegal im Land. Sie können kein Arbeitslosengeld beantragen, haben keine Krankenversicherung und oft Vorerkrankungen."

Wer sich illegal in einem Land aufhält kann keine Hilfsleistungen erwarten, er ist ja nirgends registriert. Hier werden Täter zu Opfern stilisiert.

@Wladimir wladimirowitsch 19.52

auch die USA haben umfangreiche Soforthilfen beschlossen und verteilt. Es ist also eine Falschbehauptung, die Sie da aufstellen. Dass es die Ärmsten besonders hart trifft stimmt schon, aber auch bei uns. Und es wär schon gut, wenn unsere Solidarität für die betroffenen Armen hier reichen würde, meinen Sie nicht? Die vielen kleinen Selbständigen, die Kellner und Bedienungen, das Küchenpersonal der in Not geratenen Gastronomie u.v.a. Der Thread zu Mallorca ließ nicht viel an Empathie für Betroffene erkennen , da waren viele Beiträge mit der Tonlage "selbst schuld, wer im Tourismus arbeitet".

Wladimir

Soll das jetzt Ausrede oder Begründung sein?
Auch in USA wird es mehr arme, als reiche geben. Warum wird dann immer Politik zugunsten der reichn gemacht?
Es ist an den "Armen" , sich zu organisieren. Wie das geht, kann man in Europa sehen. Wozu gibt es wohl Parteien, wie die SPD?
Auch als CDU Wähler sehe ich einen sehr großen nutzen in ihr. Oder sah. Denn persönlich würde ich nur für MICH wählen. Da ist ein Regulativ besonders wichtig, um nicht abzugleiten.

@18:01 von Nettie

>> Verständlich. Das Bedrückendste ist, dass selbst die Bewohner Coronas die Art von „Gesellschaftsordnung“, die in diesem Artikel anschaulich illustriert wird, für „normal" halten... <<
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... das ist wohl eher die Neigung aller Menschen zum Fatalismus, wenn man erkennt, an vorherrschenden Daseinszuständen nichts zum Positiven verändern zu können... Wer US-Amerikaner in Queens (Corona) nicht direkt befragen kann, der könnte hier in DE auch aktuell freigesetzte Minilöhner oder sonstig derzeit oder schon länger erfolglose Jobjäger befragen... Ohne Moos nix los...!

@19:06 von gman

>> ✎ Was für eine Atemschutzmaske? <<
= ...nix besonderes - nur eine Variante einer üblichen FFP-2-Maske...

>> Keine Frage, die Menschen in diesem New Yorker Viertel werden hart von der Corona-Pandemie getroffen. Weit mehr als in Berlin oder anderswo in Deutschland... <<

= Irrtum.! Auch in "Berlin und anderswo" würden gewiß ähnliche Verhältnisse wie in NY-Queens/Corona festgestellt, würde man gewisse Stadteile konsequent durchtesten. Schon jetzt sind punktuell (Feierlichkeiten) Corona-Auffälligkeiten erkennbar...

@ deutlich

@Wladimir wladimirowitsch 19.52
auch die USA haben umfangreiche Soforthilfen beschlossen und verteilt.

Für die Armen reicht das aber bei weitem nicht, weil es bei ihnen gar nicht ankommt.
Wladimir ist nur mein Spitzname, weil ich einem Politiker mit diesem Namen ähnlich sehe, ihn auch total verehre und Marxist-Leninist bin.

@19:52 von wladimir kevesligeti

"An uns wäre es, den Ärmsten mit internationaler Solidarität zur Seite zu stehen."

Das kriegen wir ja nicht einmal mehr im eigenen Land hin.
Man ist ja zynisch genug, darauf zu verweisen, dass das Elend anderswo viel größer ist. Das stimmt zwar, macht diese Geisteshaltung aber nicht besser.

@ Giselbert

Wer sich illegal in einem Land aufhält kann keine Hilfsleistungen erwarten, er ist ja nirgends registriert. Hier werden Täter zu Opfern stilisiert.

Aber nur, weil andere Menschen sie vorher zu Tätern stilisiert haben. Ich halte es für unfair, Ausländern die Schuld zu geben.

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