Ihre Meinung zu: Wie knapp steht Spanien vor einer zweiten Corona-Welle?

29. Juli 2020 - 8:05 Uhr

Die neue Corona-Sorglosigkeit lässt auch in Spanien die Infektionszahlen steigen. Virologen warnen, die Politik reagiert - mit Mahnungen und höheren Strafen. Von Reinhard Spiegelhauer.

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andere Frage:

was soll man den sonst tun wenn man jung ist, alles geschlossen hat, man überall auf Polizei trifft und dringend eine Freundin/Freund sucht - da ist doch Corona noch das geringste Übel

Strafen

Der Schlüssel sind drastische Strafen und vor allem deren Durchsetzung - das sorgt vielleicht für lange Gesichter, aber da muss man durch. In der Konsum- und Spaßgesellschaft fruchtet nun mal nur der Spaßkiller Geldstrafe. Dann hat sich's schnell ausgefeiert.

Woher kommen die Bilder?

In der Meldung sehen wir drei Bilder mit Strandszenen, die ein sorgloses Strandleben suggerieren. Mich würde interessieren, wann und wo genau diese Bilder aufgenommen wurden. Werden hier aktuelle Strandszenen aus Spanien gezeigt? Man hört immer wieder, dass in der Berichterstattung Bilder verwendet werden, die an anderen Orten und zu anderen Zeiten aufgenommen wurden. Trifft das hier auch zu?

Früher sagte

man :
wenn Einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen.
Nur ist es derzeit nur ein Thema : CORONA.

Ich persönlich verzichte derzeit lieber auf das Reisen in die Ferne.

Entschiedener Kampf gegen Corona und gegen die Unvernunft

Auch wir in Deutschland müssen darauf achten, dass es keine zweite Corona-Welle geben wird. Unser Land ist bisher sehr gut durch die Corona-Pandemie gekommen. Das Krisenmanagement hat hervorragend funktioniert, die Arbeit der im Gesundheitsbereich und der Pflege Beschäftigten war und ist beispielhaft, auch Verkäufer/innen, die Mitarbeiter an den Ladenkassen - alle haben zu dieser guten Entwicklung beigetragen. Mittlerweile springt auch die Wirtschaft wieder an, der Geschäftsklimaindex ist zum dritten Mal in Folge gestiegen. Es wäre fatal, wenn wir das Erreichte gefährden würden. Deshalb sollten wir alle auf die Einhaltung der AHA-Regel achten und auch andere dazu anhalten. Bei Verstößen muss es empfindliche Strafen geben.

Sorglosigkeit

ist kein Spanienspezifisches Syndrom. Auch hier in Deutschland bemerkt man den sorgloseren Umgang. Es ist richtig, dass dies absolut nicht passieren sollte, weil sich das Virus dann rasch verbreitet und viele Tote nach sich ziehen wird. Aber verurteilen sollte man auch nicht vorschnell. Der Mensch ist ein soziales Wesen und je länger das Ganze grassiert, umso schwieriger wird es. Man sieht kein Lächeln mehr, man hält kein Pläuschchen mehr beim Einkaufen. Essen gehen, mit Freunden entspannt grillen, Geburtstage, das alles macht man nicht mehr, oder mit sehr ungutem Gefühl...oder hohem Risiko. Wenn ich an das kommende Weihnachtsfest ohne Familie denke, ohne Umarmung und Nähe, laufen auch mir die Tränen, obwohl ich alle Maßnahmen zum Schutz meiner Familie und meiner Mitmenschen befürworte und ernst nehme....

keine Chance fuer eine zweite Welle

Das RKI und die Bundesregierung haben doch in digitale Technologie investiert.... mit der app sind alle jungen Infizierten und deren Kontakt schnell gefunden....
Und nein, Fußballer bei Real Madrid sind untereinander keine Kontaktpersonen und dürfen als Ausnahme nach Manchester fliegen....also, lasst die jungen Leute mal in Ruhe.

Oli

Warum möchte eigentlich niemand endlich zur Kenntnis nehmen, dass symmetrisch ausgelegte Strandhandtücher mit 2m Abstand kein Musterbeispiel sein können? Warum sieht niemand mehr, dass der Mensch ein soziales Wesen ist und dauerndes Abstandhalten psychisch mit immer längerer Dauer immer untragbarer wird? Warum sieht keiner, dass unsere Gesellschaft nicht nur aus Familien besteht, sondern in einem erheblichen Umfang auch aus Singles? Warum diskutiert keiner, dass es für Menschen ohne Familie untragbar ist, seit Monaten in den Kontakten eingeschränkt zu sein und es für diese zum Urlaub dazu gehört, spontan Anschluss an andere zu finden? In D ist das in den Urlaubsgebieten auch möglich, wir haben erlaubte 10-Personen-Gruppen an der Küste und die meisten Menschen sind zu spontanen Kontakten auch bereit. Großpartys müssen aktuell nicht sein - aber die erneute Einführung von 2m-Abstand zwischen Haushalten kann keine Lösung sein.

Manche seien nicht mehr so

Manche seien nicht mehr so wachsam, heißt es etwas lapidar in dem Bericht; Das ist in Berlin, Buxtehude, auf Bauernhöfen und Boulevards, am Ballermann, in Barcelona und anderswo das Problem. Und übrigens ist klar, dass nicht die Urlaubsrückkehrer*innen das Problem sind: die weit überwiegende Zahl der Ansteckungen passieren hier in unserem schönen Land. Diese "Verausländerung" des Virus mag ein dumpfer Reflex zu unsicheren angstvollen Zeiten sein - objektiv ist es falsch.

Die Leute in D benehmen sich nicht besser

am Tage wird, egal gegen was, demonstriert.
Nachts wird gesoffen und alles ohne Abstand und Gesichtsschutz.
Nur Geldstrafen die auch verhängt werden und min 1000 € kosten können uns vielleicht vor der 2ten Welle bewahren.

Wovon sprechen Sie? Wenn Sie in Länder reisen, in denen "alles geschlossen" ist und die Polizei - und das ist gut so - die Einhaltung der Abstandsregeln kontrolliert, dann ist das allein Ihre Sache. Corona war und ist ein massives Übel - für die Gesundheit, für die Wirtschaft und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Letzterer muss sich nun beweisen. Die erste Welle hat Deutschland vergleichsweise gut gemeistert. Wir alle sind gefordert, diesen Standard zu halten. Die Einschränkungen in unserem Leben sind vergleichsweise moderat.

nervig

Man wünscht sich inzwischen fast, dass die 2. Welle nun endlich bald kommt. Dann müssten wir nicht nochmal 3 Monate immer die gleiche Schlagzeile ("Ist die 2. Welle da?) lesen. Wobei bei tagesschau.de konnte ich ja letztens auch lesen, dass die 2. Welle längst da ist. Jetzt wieder nicht. Na dann kommt die 2. Welle vielleicht morgen? Bin gespannt...

Coronavirus und Urlaub!

Tja, irgendwie kann ich es schon verstehen, wenn sich etliche Menschen eine Auszeit nehmen wollen, von dem ganzen Gezerre und Jammern wegen dem Virus.
Nur leider geht der Virus damit nicht weg, und durch unvorsichtiges, ja schon fahrlässigem Verhalten kann ganz schnell eine zweite große Welle der Infektionen folgen.
Gerade die Menschen, die doch so gerne viel Spaß, Freude und Partys haben wollen, sollten hier deutlich mehr Verantwortung zeigen und sich mit allen anderen Menschen solidarisch verhalten.
Wenn dies aber auf normalen und freundlichem Wege nicht geht, dann hilft anscheinend nur eine sehr drastische Strafe als Erinnerung jeglicher Verantwortung von allen. Leider scheint dies der ein zigste Weg zu sein, so manche Menschen zu erreichen, und zu einem sozialen Verhalten zu erziehen.

Zwei Fragen zu diesem Artikel:

1 . Mir fehlen Informationen zu den Bildern im Artikel. Wann wurden die Aufnahmen gemacht?
2. Warum endet (erneut) die Schlagzeile mit einem Fragezeichen?
Eine Berichterstattung wie diese (keine Angaben zu Bildern, Fragen in den Raum werfen), lässt mich vermuten, dass eine "2. Welle" herbei geschrieben werden soll.
Das ist meine persönliche Meinung.

Macht zu Hause Urlaub.

Wenn alle Touristen in ihren Heimatländern Urlaub machten, wären wir bei der Bekämpfung des Coronavirus schon ein kleines Stück weiter, denn auch dort gibt es touristische Einrichtungen, die darben müssen.
@ Tagesschau:
Wie wird denn in Spanien das Problem des Schulunterrichts in Corona-Zeiten gelöst?
Welche Konzepte gibt es dort?
Welche Konzepte zur Beschulung haben andere EU - Länder?
Auch die Lösungen für die Kinderbetreuung in den Kindergärten in anderen Ländern der EU wären mal interessant.
Bitte berichtet dazu.

Wieder mal die jungen Urlauber...

Wie kommt man eigentlich auf die Idee, das sich Menschen ausgerechnet im Urlaub diszipliniert verhalten, wenn den, im Heimatland alles so gut wie "normal" verläuft. Beim Arbeiten oftmals ohne Maske und Abstand. In den Städten vollgestopfte Einkaufsstraßen, Straßencafés, Biergärten und Kneipen, privates Grillen, Partys und Familienfeiern, auch im großen Stil mit Jung im Alt, sobald die Sonne scheint. Bei den Urlaubern im Inland geht es am Strand auch nicht besser zu..... aber klar, der böse Auslands-Urlauber und die Jungen sind an allem Schuld....

@qpqr27

Mal anders gesehen
Wie würden Sie sich fühlen wenn Sie zu einer Hochrisiko-Gruppe gehören würden und sie momentan einen Kratzen im Hals als erstes Symptom verspüren würden.
Kann man von der jungen und mittleren Generation, die bisher auf ein relativ sorgenfreies Leben zurückblicken konnten, nicht Solidarität gegenüber der älteren Generation und Risiko-Gruppen erwarten?
Übrigens meine Mutter ist 90 Jahre alt und hat bis heute noch schlimme Erinnerungen an den 2. Weltkrieg. Diese Generation versteht nicht, wie das Tragen von Masken und Abstandhalten als schwerste Einschränkungen empfunden werden können.

@ 08:35 von Demoskratos

Alles eine Frage der Definition: Herr Wieler vom RKI wies gestern mit Recht auf die steigenden Infektionszahlen bei uns hin und betonte, wir sind mitten drin in der Pandemie. Das scheinen manche zu vergessen und gehen zu sorglos mit den einfachen AHA-Vorsichtsmaßnahmen um. Das besorgt mich mehr als die leidige Frage, wann man denn nun von der zweiten Welle reden sollte.
Dabei ist vielleicht manchmal bedenkenswert, nicht zu schnell zu moralisieren: bei vielen bewirkt der lange Zeitraum von Unsicherheit und Ohnmacht dem Virus gegenüber quasi unbewusst einen inneren Protestreflex, der sich auch in Fehlleistungen ausdrücken kann; auch mir ist es schon passiert, dass ich im Bus erst am Blick der Mitfahrenden bemerkt habe, dass ich vergaß, meine Maske aufzusetzen...

Die Politik hat mit der Zielvorgabe

'Lockerung Schritt für Schritt in die Normalität' jeden aufgefordert genau das zu tun und beklagt es nun. Die sich täglich und regional ändernden Regeln versteht keiner. Wer würde bei Rot an der Ampel halten, wenn es keiner tut, man gedrängt wird weiter zu fahren und auch niemand kontrolliert?

EInfach gegen die Unvernunft

Ich kann so manchen Betreiber einer Bar/Restaurant nicht verstehen, die es erst zulassen, dass solche Verstosse gegen Abstandsregeln überhaupt möglich sind?

Ab einer bestimmten Menge Gäste, oder Alkoholpegel, muss man halt dann mit Security dafür sorgen oder Gäste bei Überfüllung halt abweisen.

Es geht eigentlich überall, komischerweise in Urlaubsländern nicht.

Re : qpqr27 !

Auweia ! Also es ist momentan halt leider eine Zeit in der gewisse Dinge, wie eine neue Freundin zu suchen, etwas erschwert sind. Weil in der Welt so ein Virus kreist, der so manchen Menschen erheblich mit nimmt, körperlich und seelisch schadet, bis hin zum Tod für etliche, ist die Suche nach der Freundin schon eher das kleinste Problem.
Ich stelle mir es sehr schwierig vor, in einem Ganzkörperkondom mich mit einer Frau zu treffen, auf Abstand mich mir ihr zu unterhalten und vielleicht.................................!!!!!!???
Ja, es ist sicher gut möglich, dass die Hormone ziemlich gereizt sind, nach einer längeren Abstinenz, aber das Wohlbefinden und die Gesundheit der neuen Freundin sollte doch mein oberstes Gebot sein. Mit diesem Denken kann ich ganz bestimmt punkten !!!!!........................für wieder bessere Zeiten !!!

Am 29. Juli 2020 um 08:22 von Der_Mahner

> Der Schlüssel sind drastische Strafen und vor allem deren Durchsetzung - das sorgt vielleicht für lange Gesichter, aber da muss man durch.

Es sollten in diesem Land erstmal die wirklichen Straftaten bedingungslos verfolgt werden, bevor man sich wieder mit Bußgeldern auf alte Omas stürzt, die sich auf der Parkbank ausruhen (und gleichzeitig die Drogendealer fünfzig Meter weiter in Ruhe lässt) oder Leute, die das Eis drei Meter zu nahe an der Bude schlecken!

Ansonsten stimme ich "Demoskratos" zu, dass die Spekulationen und Horrorszenarien in den Medien langsam nerven. Ebenso wie dass man jeden Tag auf der Titelseite zu lesen bekommt, dass Hintertupfingen heute zwei Fälle mehr hat als gestern und der R-Wert von 1,13 auf 1,14 gestiegen ist, was für Politiker XY ein Zeichen ist, dringend die Maßnahmen zu verschärfen. Mann! Jeden Tag erkranken in diesem Land Menschen an lebensbedrohlichen Krankheiten und sterben daran. Werden die jemals besonders in der Presse erwähnt?

sich in der Höhle zu verkriechen...

und "totstellen" hat die Menschheit noch nie weitergebracht - dann schon lieber mit offenem Visier an den Strand und der Gefahr getrotzt

Strategie ... auf die Jungen abwaelzen

„.., dass die Bevölkerung sich an Abstandsregeln halte, weiter Masken trage und sich an Hygienevorschriften halte.“
„Noch sei die Situation beherrschbar. Politiker und Gesundheitsämter müssten wachsam bleiben.“

Weder Politiker noch Gesundheitsämter sind wachsam, warum sollen es die jungen sein?

Ich kann ein perfektes Hygienekonzept fürs Oktoberfest schreiben:
a.) Max. 20 Besucher
b.) Kein Alkohol
Los gehts: 100000 Besucher. Bierzelte sind voll und Bier ist ja kein Alkohol: Friede, Freude, Schweinshaxe. Polizei und das rote Kreuz kümmern sich wie jedes Jahr um Schlägereien und Besoffene.
Leute halten dieses Beispiel für übertrieben, aber so geschehen mit der DFL... und dabei ist völlig egal ob es zu Infektionen kommt oder nicht. Hygienekonzepte freiwillig aufstellen um eine Sondergenehmigung zu erhalten, und Sie dann überhaupt nicht mehr nicht mehr einzuhalten erfordert eine hohe kriminelle Energie und sollte weder toleriert und noch weniger hofiert werden.

um 08:21 von qpqr27

"andere Frage:
was soll man den sonst tun wenn man jung ist, alles geschlossen hat, man überall auf Polizei trifft und dringend eine Freundin/Freund sucht - da ist doch Corona noch das geringste Übel"

Man könnte ja z. B. mal ein Buch lesen. Scharfsinn und plastischer Verstand kann sexyer sein als abgeguckte Posen, gefälschte Coolness oder breit sein. Hier denkt man nur an einen Idioten, der mit der Lanze auf eine Windmühle losgeht, aber wer mal den Don Quijote in sich entdeckt hat, lernt alles über großartiges und erlösendes Scheitern. Also nicht wie bei Trump. Es ist eher wie — auf die Nase fallen, um die Dinge ganz anders sehen zu können und nicht immer wieder die gleichen Strategien zu verwenden. Corona weist leise, aber deutlich darauf hin, daß es notwendig ist, sich mit Gewohnheiten und Gewohnheitsrechten auseinanderzusetzen. Gerade die geordnete Flucht in den Urlaub ist eine so unhinterfragte Selbstverständlichkeit, daß Leute sich ihrer Menschenrechte beraubt fühlen, wenn...

08:26 von Minka04

«Wenn ich an das kommende Weihnachtsfest ohne Familie denke, ohne Umarmung und Nähe, laufen auch mir die Tränen, obwohl ich alle Maßnahmen zum Schutz meiner Familie und meiner Mitmenschen befürworte und ernst nehme....»

Sie sollten es etwas optimistischer sehen.
Bis Weihnachten sind es noch 5 Monate hin.

Mit Ihrer Familie hier in Deutschland können Sie doch zusammen feiern, und sich auch umarmen. Nach Schottland wäre es auch möglich, mit dem Auto zu reisen, um Ihre Eltern zu besuchen.

Je verantwortungsvoller sich alle Mitglieder innerhalb einer Familie verhalten, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass sich Familienmitglieder untereinander infizieren. Ganz sicher sind Sie bei den sehr Verantwortungsbewussten.

Es wird zu Corona alles eine persönliche Abwägungssache bleiben, solange es keinen Impfstoff gibt. Vorsicht & Umsicht ist wichtig. Eine Positive Grundeinstellung aber nicht weniger.

Stetige Erwartung des Schlimmsten verleidet Ihnen den Tagesablauf.
Macht nicht stark.

@ 08:42 von Südbaden

„ Übrigens meine Mutter ist 90 Jahre alt und hat bis heute noch schlimme Erinnerungen an den 2. Weltkrieg. Diese Generation versteht nicht, wie das Tragen von Masken und Abstandhalten als schwerste Einschränkungen empfunden werden können.“

Sie haben natürlich völlig recht. Am Ende des 2. Weltkriegs hatten viele weder mehr Ehemänner, Väter, Brüder, noch ein Dach über dem Kopf. In einem Bunker auf engstem Raum über längere Zeit richtet enormen Schaden an. Allerdings ist es über längeren Zeitraum auch umgekehrt zermürbend. Wir als Ehepaar gehören zur Risikogruppe, unser Sohn hat in der Arbeit jeden Tag sehr viel Kontakt zu Kunden und Kollegen. Deshalb verzichten wir auf Umarmungen. Wir halten zwar zuhause keinen Mindestabstand, aber allein dies ist schon schwierig. Bei den Eltern und Großeltern findet nur telefonischer Kontakt statt. Über längere Zeit zehrt es dich ein klein wenig an den Nerven.

um 08:30 von andererseits

Diese "Verausländerung" des Virus mag ein dumpfer Reflex zu unsicheren angstvollen Zeiten sein - objektiv ist es falsch.

----------
Da mögen Sie ja recht haben. Ein großer Gefahrenherd ist aber nun mal der Flug.
Es wird kein Mindestabstand gehalten, jeder Reisende lüftet mal den Mundschutz und sei es nur um etwas zu trinken oder zu essen. Seit dem Reisen wieder erlaubt sind steigt die Zahl der infizierten und ich sehe da schon einen Zusammenhang.

@ Am 29. Juli 2020 um 08:37 von Traumfahrer

> sollten hier deutlich mehr Verantwortung zeigen und sich mit allen anderen Menschen solidarisch verhalten.

Genau das ist das Paradoxon dieser Krise. In einer einstigen Ellenbogengesellschaft, in der keinerlei Rücksicht genommen wurde, pocht man nun auf Solidarität. Das kann nicht funktionieren.

08:53 von qpqr27

«sich in der Höhle zu verkriechen … und "totstellen" hat die Menschheit noch nie weitergebracht - dann schon lieber mit offenem Visier an den Strand und der Gefahr getrotzt.»

Sich an irgendwelchen anderen Orten als in der Höhle provokativ dummstellen hat der Menschheit noch immer viel weniger genutzt.

Coronavirus und Urlaub!

Im Grunde sind alle Seiten zu sehen. Natürlich zehrt der Virus und vor allem die Dauer an den Nerven von Vielen. Das steht außer Frage. Aber es sind nicht nur die Urlauber, die ins Ausland fliegen oder fahren, die leider öfters gegen die Regeln verstoßen, sondern wird auch hier in D leider immer wieder fahrlässig gehandelt und die bestehenden Regelungen als ein lästiger Ballast angesehen.
Ich kann all diese Seiten sehen, und verstehen. Nur damit ist der Kampf gegen den Virus noch lange nicht gewonnen, wenn immer mehr denken, sie sind in ihrer Freiheit massiv eingeschränkt, können nicht mehr feiern, sich näher kommen und und und................... !!!
Ja, auch ich empfinde es als nervig, aber um andere und mich zu schützen ist es als soziales Wesen meine Pflicht, die Regelungen ein zu halten und somit einen Beitrag zum Eindämmen der Infektionen zu leisten. Wer dies nicht tut, warum auch immer, handelt rein egoistisch und nicht sozial für alt und jung !!!

@ 08:53 von qpqr27

In den "Höhlen" finden sich eher die, die sich auf die stolz oder machohaft geschwellte Brust trommeln und meinen, das Virus verkrieche sich, wenn man in einer solchen Pose ruft "komm doch her!"

@andererseits, 08:30 Uhr

Die gestiegenen Infektionszahlen sprechen für sich und erfordern ein Umdenken. Letztlich ist es völlig egal, woher die erhöhte Ansteckung resultiert. Wir alle erleben eine wachsende Sorglosigkeit - und diese beginnt bereits im eigenen Umfeld. Mal eben ein paar Freunde einladen und Party feiern - es wird schon nichts passieren... Mit dieser Einstellung werden wir das Virus nicht besiegen.

"Der Soziologe Jorge Blanco

"Der Soziologe Jorge Blanco erklärt das im spanischen Fernsehen so: "Die Leute gehen davon aus, dass die zweite Welle mit Ausgehbeschränkungen sowieso kommt und wollen vorher so viel mitnehmen wie möglich.""

In meinen Augen ist das ein wichtiger Punkt, denn es fehlt der Jugend an Perspektiven, wie lange sie noch die Regeln einhalten soll. Wenn man sie vertrösten könnte auf einen absehbaren Zeitraum, dann wären junge Leute sicher auch bereit, sich daran zu halten - aber so ohne Aussicht auf ein Ende?
Vergleiche mit unserer Jugend in früheren Zeiten halte ich für schwierig, denn es gab sicher andere Probleme, reichlich und Entbehrungen, aber es gab nie die Vorschrift, sich anderen Menschen nicht nähern zu dürfen, gerade in den Zeiten, wo man sich ausprobieren möchte und zwischenmenschliche (enge) Kontakte unbedingt dazu gehören, momentan wird eine Disziplin abverlangt, den Umständen unter Corona geschuldet, welche nicht zum Erlebnisbedarf von jungen Menschen passt.

@ um 08:21 von qpqr27

„ was soll man den sonst tun wenn man jung ist, alles geschlossen hat, man überall auf Polizei trifft und dringend eine Freundin/Freund sucht - da ist doch Corona noch das geringste Übel"

Verständlich. Auch wir alten Mumien waren mal jung, Gott sei Dank gab es da kein Corona. Das Ganze ist im Moment einfach nur übel. Ich trinke meinen Whiskey jetzt gemütlich im Ohrenbackensessel mit einem guten Hörbuch auf den Lauschern. Vielleicht treffen sie sich nur in kleinen Grüppchen irgendwo (wir hatten früher einen alten Bauwagen zur Bar umgebaut). Es müssen ja nicht immer hunderte sein. In dieser dummen Zeit wären vielleicht Kompromislösungen gut, besser als dass sich jung und alt gegenseitig ständig auf die Köpfe kloppen...

um 08:38 von Tim1976

"Zwei Fragen zu diesem Artikel: (...) 2. Warum endet (erneut) die Schlagzeile mit einem Fragezeichen?"

Ja genau, warum endet eine Frage mit einem Fragezeichen? Fragen über Fragen...

um 08:53 von qpqr27

"sich in der Höhle zu verkriechen...
und "totstellen" hat die Menschheit noch nie weitergebracht - dann schon lieber mit offenem Visier an den Strand und der Gefahr getrotzt"

Sorry, klingt doch sehr nach den zweifelhaften Mannhaftigkeitsposen von Bolsonaro und Trump. Die Viren lachen sich eins und Sie sind dann wahrscheinlich "nur" symptomfreier Überträger, was - mit Verlaub - sehr egoistisch ist und sowas hat, hochgerechnet, die Menschheit tatsächlich sehr weit gebracht.

In Richtung Abgrund.

Re : Sebastian15 !

Ja leider zeigt sich auch in dieser Krise, dass auch hier die Ellenbogen kräftig eingesetzt werden, auf teils schändliche Weise.
Dies ist mehr als traurig !!!!
Was ich aber so mit bekommen habe, trat dieses Phänomen schon nach den Kriegszeiten deutlich zu Tage. Viele halfen einander, aber ein paar Wenige nutzten andere schamlos aus, bereicherten sich auf unsägliche Weise, rücksichtslos.
Und nun in dieser Krise tritt es noch häufiger auf, weil die gesamte Gesellschaft nur noch die Ellenbogen- Mentalität kennt, und sich jeder selbst der Nächste ist.
Das sind diejenigen, die helfen und sich sogar mehr als solidarisch zeigen, in einer großen Minderheit. In der heutigen "Spaß- Gesellschaft" ist auch die Ausdauer für eine längere Durststrecke nicht mehr vorhanden, weil kaum einer sich so etwas vorstellen kann und will, leider !!!!!!
Deshalb gibt es immer wieder "Entgleisungen" von etlichen Menschen, überall, auch teilweise forciert durch unsägliche laute Stimmen !!!

@ 09:00 von hesta15

Nun bin ich weiß Gott kein Freund des Fliegens, aus ökologischen Gründen, längst vor Corona. Allerdings ist allen Expert*innene klar, dass weniger die Flugzeuge sondern mehr eine generelle Unachtsamkeit bzw. an wenigen Orten systematische Verstöße gegen sinnvolle Auflagen (Partys, Zu große Feiern, Schlachthöfe, Gurkenfarm...) die Ursache für steigende Infektionszahlen sind. Das Robert Koch-Institut verweist auf die grundsätzlich gute Filterung der Luft in Flugzeugen, die Ansteckungsgefahr wird von Expert*innen auf etwa eins zu 1000 beziffert.
Es gibt von daher einen zeitlichen aber keinen kausalen Zusammenhang zwischen den Lockerungen bei Reisebestimmungen und steigenden Fallzahlen.

08:54 von sonnenbogen

«Ich kann ein perfektes Hygienekonzept fürs Oktoberfest schreiben:
a.) Max. 20 Besucher
b.) Kein Alkohol
Los gehts: 100000 Besucher. Bierzelte sind voll und Bier ist ja kein Alkohol: Friede, Freude, Schweinshaxe. Polizei und das rote Kreuz kümmern sich wie jedes Jahr um Schlägereien und Besoffene.
Leute halten dieses Beispiel für übertrieben …»

Dieses Beispiel ist nicht "übertrieben", aber es klingt (im bildlichen Sinn) wie schwer an Corona erkrankt, und selbst beatmungspflichtig.

«… aber so geschehen mit der DFL …
und dabei ist völlig egal ob es zu Infektionen kommt oder nicht.»

Gar nichts auch nur annähernd Ähnliches wie in Ihrem verworrenen Beispiel ist bei der DFL geschehen. Kein Mensch isst im Stadion während eines Fußballspiels Schweinshaxe. Und Massen an Besoffenen müssen in Stadien während der Spiele auch nicht reanimiert werden.

Für die Kicker ist Sommerpause, die EM 2020 ist abgesagt.
Corona hat sich vom Fußball der DFL nicht verbreitet.
Über was jammern Sie …?

@ 09:04 von Adeo60

Weitgehend stimme ich Ihnen zu. Allerdings finde ich schon wichtig, möglichst genau zu eruieren, woher die erhöhten Fallzahlen kommen, denn dann kann man gezielter Gegenmaßnahmen ergreifen.
Die generelle AHA-Sorgfalt (Abstand, Hygiene, Armbeugenießen) sowie die weitestgehende Vermeidung größerer Ansammlungen bleiben davon unberührt.

Am 29. Juli 2020 um 08:38 von

Am 29. Juli 2020 um 08:38 von Tim1976
Zwei Fragen zu diesem Artikel:

Bitte schau mal hier :

https://www.worldometers.info/coronavirus/country/spain/
Unter " ACTIVE CASES " auf Show Graph klicken und dann sag noch mal die 2. Welle wird herbei geschrieben ??? !

Bei uns sieht das " Gott sei dank "
- noch - anders aus.
Bleib gesund !

wenn jetzt schon im Sommer, am Strand, bei Sonne....

und in frischer Luft Corona-Panik ausbricht was passiert dann erst im Winter, auf dem Weihnachtsmarkt, in der U-Bahn und beim Weihnachtseinkauf im Supermarkt ?

Warum Spanien

in Belgien sieht es scheinbar nicht besser aus.
Wer ist da Schuld... die EU-Kommission?

08:54 von sonnenbogen

Leute halten dieses Beispiel für übertrieben, aber so geschehen mit der DFL... und dabei ist völlig egal ob es zu Infektionen kommt oder nicht. Hygienekonzepte freiwillig aufstellen um eine Sondergenehmigung zu erhalten, und Sie dann überhaupt nicht mehr nicht mehr einzuhalten erfordert eine hohe kriminelle Energie und sollte weder toleriert und noch weniger hofiert werden.///

Sie können es nicht lassen! Wenn Sie wenigstens Ahnung hätten! Die DFL ist für die 1. und 2. Liga zuständig! Gespielt wurde aber auch in der Frauenbundesliga, 3. Liga und darunter + Pokal. Dafür ist der DFB zuständig.
Sie sehen kriminelle Energie? Klagen Sie. Ein Tipp noch. Verklagen Sie mich auch. Ich bin der Opa der seinen Enkel 2 mal in der Woche zum Fußballtraining bringt. Zurück natürlich auch. Mit der Straßenbahn. Ich sage Ihnen noch etwas. Meinen Enkel (10) darf eigentlich nur noch die Oma küssen! Aber nach dem Training kommt ein Danke + Schmatz. Ich darf es natürlich nicht der Oma erzählen.

@ 09:06 von Frau Schmitt

Die Jugendarbeitslosenquote lag im Mai 2020 in Spanien bei rund 32,9 Prozent, so hoch wie nirgendwo in Europa. Das mag eine wichtige Hintergrundinformation sein; es gibt wahrscheinlich Zusammenhänge zwischen Perspektivlosigkeit und Achtlosigkeit. Insofern sind politische Unterstützungsprogramme gegen Jugendarbeitslosigkeit gerade zu Corona-Zeiten äußerst wichtig und hilfreich.

Re: qpqr27 am 29. Juli 2020 um 08:21

"was soll man den sonst tun wenn man jung ist, alles geschlossen hat, man überall auf Polizei trifft und dringend eine Freundin/Freund sucht - da ist doch Corona noch das geringste Übel"
Naja, was man als kleiners Übel empfindet mag wohl auch subjektiv sein. Vielleicht haben Sie aber auch nur noch nicht begriffen was Corona wirklich ist. Nämlich eine Krankheit, die einen das Leben kosten kann, einen sehr traumatisierenden Überlebenskampf bedeuten kann, bei dem Sie um jeden Atemzug kämpfen müssen. Und eine Krankheit die in vielen Fällen Folgen hat, teils für den Rest des Lebens, weil Corona außer der Lunge auch andere Organe, wie Nieren, Herz und Gehirn, dauerhaft schädigen kann. Ich kenne eine Frau um die Vierzig, die kürzlich genesen ist, aber immer noch - Wochen danach - Probleme beim Atmen hat. Solche Fälle sind auch von Menschen um die Zwanzig bekannt. Ein geringstes Übel stelle ich mir anders vor.

Panikmache

1. Wieviele Intensivbetten hat D im Vergleich zu ES?
2. Ist das Gesundheitssystem in D mit ES vergleichbar?
3. Wieviele Coronafälle werden in D derzeit Stationär bzw. Intensivmedizinisch betreut?
4. Wieviele Intensivmedizinisch Betreute Patienten haben Vorerkrankungen?
5. Bitte mal die weltweiten Zahlen genau unter diesen Aspekten betrachten und in Relation zur Gesamtbevölkerungszahl des jeweiligen Landes setzen. Und zwar in Prozent.
6. Wir waren am Montag in der ehem. Cargolifter Halle. Dort kann man sehr schön sehen wie gefährlich Corona wirklich ist.......

Lässt sich Corona auch durch Insekten übertragen?

Eine Frage, die ich mir schon länger stelle und die jetzt, aufgrund der relativ regenreichen Phase akut werden könnte: Kann Corona eigentlich auch durch Mücken übertragen werden? Darüber konnte ich noch nirgends etwas hören oder lesen.

@Minka04

"Diese Generation versteht nicht, wie das Tragen von Masken und Abstandhalten als schwerste Einschränkungen empfunden werden können.“

Ja. Ich frage mich auch schon seit langem, aber besonders seit 3 Monaten - wie wenig Durchhaltevermögen die Menschen heute haben, wie verweichlicht sie (geworden) sind, und wie egoistisch/selbstbezogen viele den Freiheitsbegriff auslegen.
Dass Solidarität, Hilfsbereitschaft, Rücksichtnahme und Nächstenliebe seit Jahrzehnten den Bach runter gehen, war mir schon klar, aber in diesem großen Umfang dann doch nicht!

09:04 von Adeo60

"Wir alle erleben eine wachsende Sorglosigkeit - und diese beginnt bereits im eigenen Umfeld. Mal eben ein paar Freunde einladen und Party feiern - es wird schon nichts passieren... Mit dieser Einstellung werden wir das Virus nicht besiegen."

.-.-

Wenn es denn wirklich nur die "Sorglosigkeit" wäre...

Ich befürchte ganz anderes.
Am letzten Wochenende waren in Hamburg auf der Reeperbahn und Umgebung massenhaft Jugendliche zum Partyfeiern unterwegs, mit null Abstand etc.

Ich weiß das nur aus der Presse, aber:
ich war vor Corona x-mal fotografierenderweise an Wochenenden auf der Reeperbahn:
da waren immer nur Touristen, niemals partyfeiernde Jugendliche unterwegs.

Insofern befürchte ich, dass hier keine Sorglosigkeit vorliegt, sondern eine ganz bewusste Provokation.
Gespeist möglicherweise aus dem Bewusstsein:
'noch nie konnten wir die Regierenden dermaßen ärgern und den Aufstand gegen sie proben wie jetzt.'

Der langweilige Alltag kann nun durch die Gefahr aufgepeppt werden.

um 08:42 von Südbaden

"Übrigens meine Mutter ist 90 Jahre alt und hat bis heute noch schlimme Erinnerungen an den 2. Weltkrieg. Diese Generation versteht nicht, wie das Tragen von Masken und Abstandhalten als schwerste Einschränkungen empfunden werden können."

Ich freue mich, daß Ihre Oma nicht dement geworden ist wie viele Andere.

Kürzlich lief auf "arte" der erste "Trümmerfilm" von 1946. "Die Mörder sind unter uns". Unfassbar, wie man damals überlebt hat und noch unfassbarer, daß heute unter noch sehr viel ärgeren Bedingungen und vor allem mit der Ignoranz der überfetteten Länder der nördlichen Halbkugel Milliarden Menschen vor sich hindarben, während hier Leute toben, daß man ihre "Grundrechte stiehlt" , weil sie einmal im Leben für ein wichtiges Ziel was vernünftiges tun müssen unter Rücksichtnahme auf Andere. Aber da dürfte es stringente Zusammenhänge geben, die den Bogen von 1946 bis heute mühelos spannen. Verdrängung, Verwöhnung und Vererbung von Gewohnheitsrechten auf lebenslänglichen Wohlstand.

um 09:17 von andererseits

In meinem Heimatkreis ist die Zahl der infizierten in den letzten 14 Tagen von Null auf 80 Fälle gestiegen. Wenn ich den Angaben unserer Regionalen Tageszeitung Glauben schenke sind mehr als 50% Rückkehrer aus Risikogebieten. Diese Zahl betrifft alle Verkehrsmittel.

09:06 von Frau Schmitt

"denn es fehlt der Jugend an Perspektiven, wie lange sie noch die Regeln einhalten soll. Wenn man sie vertrösten könnte auf einen absehbaren Zeitraum, dann wären junge Leute sicher auch bereit, sich daran zu halten - aber so ohne Aussicht auf ein Ende?"

.-.-.

Gerade hier darf man nicht mit "DIE Jugend" verallgemeinern.
Ich kenne haufenweise Jugendliche, die nicht im Traum daran denken, jetzt extra zu feiern.

Es ist eine Charakterfrage, und ich bin überhaupt nicht bereit, diese bewusste Herbeiführung von Gefährdung des Lebens irgendwie zu beschönigen.

Für mich ist das 'pfui'.

09:00 von hesta15

Ein großer Gefahrenherd ist aber nun mal der Flug. Es wird kein Mindestabstand gehalten, jeder Reisende lüftet mal den Mundschutz und sei es nur um etwas zu trinken oder zu essen. Seit dem Reisen wieder erlaubt sind steigt die Zahl der infizierten und ich sehe da schon einen Zusammenhang.

Das kann sein, aber vielleicht gibt es bzgl. Pandemieverläufen Gesetzmäßigkeiten, dass diese wellenförmig verlaufen? Selbst, würde ich mich nicht wohlfühlen in einem Flugzeug. Kürzlich, bin ich seit Monaten wieder Zug gefahren - kam mir direkt wie eine Mutprobe vor. Wobei das Abteil fast leer war, aber es könnten ja noch Aerosole in der Luft sein...

Schwierig, denn über Monate keine Familie und Freunde besuchen ist für viele keine Option. Eigentlich stärkt das doch die Resilienz. Vorausgesetzt das Virus interessiert sich für so etwas wie Schutzfaktoren. ;-) Dazu gehört womöglich für einige auch das Urlaub machen und sich erholen. Oder der Familienbesuch in einem Risikogebiet.

Dazu allerdings eine weitere Frage: Lässt sich aus den Graphen auch erkennen, wann wie viele Leute getestet wurden? Also das Verhältnis "Anzahl Tests/neu Infizierte"?
Denn das Verhältnis scheint mir nur aussagekräftig zu sein. Denn: Wenige Tests - wenige Neuinfizierte. Viele Tests - mehr Neuinfizierte.

Hatte irgend jemand

gedacht, das die Öffnung von Urlaub und Kneipen anders ausgeht ?.
Selbst bei uns im Land gibt es täglich Artikel zu lesen, das sich an nicht viel gehalten wird.
Das ist erst der Anfang, man kann nur etwas ändern, wenn auch durchgesetzt wird, aber nicht mit Selbstverpflichtungen und appellieren an Vernunft, das hat noch nie funktioniert.

08:38 von Tim1976

«Zwei Fragen zu diesem Artikel:
1 . Mir fehlen Informationen zu den Bildern im Artikel. Wann wurden die Aufnahmen gemacht?»

Bei den Bildern kann man sich einige Infos dazu immer mit dem Mauszeiger anzeigen lassen. Am Mac ist das so … ich nehme an, das geht auch am PC.

"Menschen sonnen sich am Strand in Barcelona / Bildquelle: REUTERS"

findet man zum Titelbild des Artikels.
Bei den beiden kleineren Fotos kann man das genau so machen.

Solange Fotos nicht in grob die Situation verfälschender Art eingesetzt werden, kann man Beispielbilder verwenden. Wie es "bei Strandgedränge" aussieht, weiß sowieso jeder. Da braucht es gar keine Bilder, die erst zeigen, wie das ist …

«2. Warum endet (erneut) die Schlagzeile mit einem Fragezeichen?»

Tja … warum enden Fragen mit Fragezeichen, wenn sie in Schriftform sind? Könnte was mit Grammatik und Orthographie zu tun haben …

«… lässt mich vermuten, dass eine "2. Welle" herbei geschrieben werden soll.»

Aha. Und warum soll das so …?

@qpqr27

"was soll man den sonst tun wenn man jung ist, alles geschlossen hat, man überall auf Polizei trifft und dringend eine Freundin/Freund sucht - da ist doch Corona noch das geringste Übel"

Diese Frage trifft den Nagel bzw. das Problem genau auf den Kopf. ICH bin Single und ICH will Spaß, weil ich sonst nix mit mir anfangen kann. Es gibt wohl Viele, die schon länger Single sind, aber im Jahr von Corona muss es jetzt auf jeden Fall klappen ... wie blöd ist das denn?
Sinnvolle Beschäftigung und die Fähigkeit, mal auf etwas zu verzichten, ohne "psychische Zusammenbrüche" zu erleiden ... genau DAS ist ein großes Problem... nicht nur in Corona-Zeiten.

Wie wäre es mit Online-Dating? Ist doch zeitgemäß ...

@nemesis77 - Alles nur Panikmache

Deutschland hat zum Glück im gegensatz
zu Amerika ein funktionierendes Gesundheitswesen mit Intensivbetten Kapazität.

Deshalb keine Panik ?
Viele Unternehmen stehen einen zweiten Lockdown nicht mehr durch.

Auch kann nicht alles per Homeoffice produziert werden.
Noch immer machen viele Unternehmen Kurzarbeit , weil die Zulieferteile fehlen

Qualitätsprüfung

Also generell bin ich ja eher ein Fan von tagesschau.de, aber die Corona-Berichterstattung der letzten Tage wirkt wirklich teilweise unseriös.
Wo sind bitte die aktuellen Zahlen mit Neuinfektionen für Spanien? Wenn man anderen Quellen glaubt sind die nämlich nicht viel anders als die Zahlen für Deutschland.
Vielleicht könnte man mal einen anständig recherchierten Artikel zum Thema bringen.
Vielleicht mal alle neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse der letzten Wochen zum Virus zusammenfassen? Gibt es da keine?
Eine feste Seite mit den Zahlen der letzten Wochen für Europa wäre übrigens auch nicht schlecht. Die interaktive Karte ist ja nett aber sie funktioniert auf vielen Geräten leider nicht richtig.

08:53 von qpqr27

sich in der Höhle zu verkriechen...

Doch, genau das haben unsere Vorfahren auch gemacht. Nun sehe ich eine gewisse Übereinstimmung mit der heroisierten Aussage von Lukaschenko.

Es erinnert mich an einen gewissen Sozialdarwinismus, der sich aus frühen Kindheitserfahrungen speißt.

Der Bestangepasste wird überleben bedeutet jedoch etwas anderes.

Wie ist mit offenem Visier einer Gefahr zu trotzten, die sich um Visiere nicht kümmert?
Bei ihren Aussagen bleiben für mich viele Fragen offen, die die Selbsterhaltung, die Selbstfürsorge und Verantwortung gegenüber anderen betreffen.

Oder bleibt nur Bio gegen Bio übrig?

Es ist aber auch vertrackt...

Es wird immer wieder - und das natürlich zu Recht - Solidarität gefordert.

Das war schon immer dann besonders der Fall, wenn "die Zeichen auf Sturm" standen.
Dann wurde angepackt, man stand zusammen, stützte sich gegenseitig und half, wo Not am Mann war.

Auch heute wird Solidarität gefordert, aber die drückt sich sonderbarerweise im genauen Gegenteil aus:

Einander fern bleiben, die "Unterstützung" besteht im Aus-dem-Weg-Gehen, in Kontaktlosigkeit oder zumindest Abstandhalten.

Das ist zunächst widernatürlich, muss fast zwangsläufig in Konfusion und Ablehnung münden und ist, wie wir erleben, wahrhaftig nur unter Einsatz sehr viel guten Willens zu leisten - entgegen dem spontanen und natürlichen Bedürfnis nach "Wir-müssen-Zusammenrücken".

woher kommen die Bilder

Reuters hat dieses Bild am 21.Juli 2020 veröffentlicht.
Es wurde am 19.Juli 2020 am Strand von Bareclona aufgenommen.
https://pictures.reuters.com/CS.aspx?VP3=SearchResult&VBID=2C0BXZSGP5QGA...

an die Kritiker der "unvernünftigen Generation"

Menschen zwischen 15 und 25 Jahren machen in Deutschland ca. 10% der Bevölkerung aus. Wenn nun von diesen acht Millionen nur 1% Corona-Parties feiern, sind das 80.000 Personen. Das sind mehr als genug, um die Infektionsrate mal eben schnell um 100 pro Tag ansteigen zu lassen, was sich bei unserer insgesamt niedrigen Rate deutlich bemerkbar macht.

Es wäre schön, wenn Sie sich angesichts dieser Zahlen überlegen würden, in Zukunft darauf zu verzichten, der gesamten Generation anzudichten, sie sei besonders unvernünftig.
_

Die Spanier haben die

Die Spanier haben die Touristen gerufen und die Deutschen (Medien, Fluggesellschaften und Politik) haben die Touristen geschickt. Alles, damit die Wirtschaft wieder in Gang kommt. Hier ist das Ergebnis. Und ich befürchte, wenn im August die Schulen wieder öffnen kommt die nächste Quittung. Anstatt auf einenen Impfstoff zu setzten, der vielleicht so schnell nicht kommt, sollten wir uns überlegen wie wir auf Dauer mit diesem Virus wenigstens halbwegs erfolgreich leben können.

08:54 von melancholeriker

Sie haben mit 15 bis 25 Don Quijote gelesen? Respekt! Ich habe Karl May gelesen Fehsenfeld Ausgabe. Hatten meine Omas irgendwie über den Krieg in die DDR gerettet. Danach bin ich feiern gegangen! Wir waren die Schrecken für jeden ABV! Ich glaube mir währe eine Corona Kriese damals auch egal gewesen. Der Tod war weit weg.
Oh fällt mir gerade ein. Den alten Film habe ich auch gesehen. Ich habe natürlich noch mehr gelesen. Sprengt aber dieses Forum. Mein Ansatz ist. Ich war auch mal Jung! Ich habe das nicht vergessen!

testen und nochmal testen

wo bleiben die angekündigten Tests wo in angeblich 30min ein Ergebnis vorliegt?
Bei der Einreise in ein EU Land und auch bei der Wiedereinreise nach Deutschland. muss getestet werden. Als Testpflicht vom Urlauber zu zahlen. Harte finanzielle Strafen bei Weigerung.
Ich habe es satt Einschränkungen hinzunehmen während Andere darauf pfeifen.
Es gilt die Menschen und die Wirtschaft zu schützen. Der Staat muss endlich darauf angemessen reagieren.
Die Abwägung der Grundrechte ist wichtig. Aber hier geht es um Menschenleben und um Einige die sich nicht an die Regen halten. Eine Minderheit schadet wissentlich der Mehrheit durch Fehlverhalten und Sorglosigkeit.

09:43 von Sausevind

Beschönigen möchte ich nichts, nur relativieren, gerade auch unter dem zugefügtem Aspekt von @09:31 von andererseits -

Und die Charakterfrage mit "pfui" müssen wir dann ehrlicherweise auch uns selbst stellen - wessen Kinder (und Enkel) kommen denn da zusammen - immer nur die der anderen Leute?

@ Padova, um 09:50

Sie würden also gern glauben, dass auch die spanische Regierung aus Jux und Dollerei Zahlen nennt und Fotos und Zustände veröffentlicht, um - ja: warum bloß...?

BeSONNEnheit

29. Juli 2020 um 09:26 von qpqr27

"wenn jetzt schon im Sommer, am Strand, bei Sonne....
und in frischer Luft Corona-Panik ausbricht was passiert dann erst im Winter, auf dem Weihnachtsmarkt, in der U-Bahn und beim Weihnachtseinkauf im Supermarkt ?"

Bis jetzt verbreiten nur die Panik, die denen Panik unterstellen, die die Dinge ernstnehmen und ruhig und besonnen nach Lösungen suchen oder forschen. Schauen Sie in die USA. Dann wissen Sie, was Panik ist. In diesen Zeiten braucht es glaubwürdige Führungspersonen, die mit den Menschen auf Augenhöhe reden und mit ihnen durch dick und dünn gehen, anstatt zu golfen. Das wird in Deutschland wenigstens einigermaßen umgesetzt, zumindest von den Gesundheitsbehörden und die kommunizieren auch glaubhaft, daß sie in dieser neuartigen Situation auch nicht alles wissen. Wenn man aber z. B. das TS Forum, in dem viel Wertvolles aus unterschiedlichen Richtungen und Erfahrungshintergründen verarbeitet und "wiedergekäut" wird, ist man gut informiert.

um 09:50 von Padova

"Wo sind bitte die aktuellen Zahlen mit Neuinfektionen für Spanien? Wenn man anderen Quellen glaubt sind die nämlich nicht viel anders als die Zahlen für Deutschland."

Das ist schlicht unwahr. Die Zahlen der verschiedenen Quellen stimmen zwar nie völlig überein, aber die Zahlenverhältnisse sind stets ähnlich.

Neuinfektionen pro Tag und Million Einwohner Ende Juli:

USA 200
Spanien 40
Belgien 35
Deutschland 7

Ich selbst nutze meist worldometers, aber andere Seiten zeigen ähnliche Werte.
_

Persönlichkeitsfrage

Vielleicht missverstehe ich einige Posts hier, wenn von rücksichtslosem Verhalten die Rede ist.

Finde es ganz schwierig, Menschen, die zahlreiche soziale Kontakte wie die Luft zum Atmen brauchen , pauschal Egoismus vor zu halten. In meinem Bekanntenkreis sind durchaus mehrere Ü70jährige, die mindestens eine Verabredung pro Tag haben und noch nie dafür geschaffen waren, sich zu hause nur mit sich selbst zu beschäftigen. Das ist wohl ganz stark eine Typfrage. Hier im Forum scheinen viele sehr gerne und gut mit sich allein zufrieden zu sein. Das finde ich auch völlig in Ordnung. Aber nicht jede/r ist so gestrickt. Es gibt Menschen, die werden depressiv, wenn sie ihre sozialen Kontakte nicht pflegen. Das ist das sehr schwierige an den Kontaktbeschränkungen.

09:30 von rainer4528

«Sie können es nicht lassen! Wenn Sie wenigstens Ahnung hätten! … Sie sehen kriminelle Energie? Klagen Sie. Ein Tipp noch. Verklagen Sie mich auch. Ich bin der Opa der seinen Enkel 2 mal in der Woche zum Fußballtraining bringt. Zurück natürlich auch.»

Bringen Sie Ihren Enkel weiterhin zum Fußballtraining, holen Sie ihn ab.

Niemand, der je was von Fußball verstand, wird sich durch Nachtreterei der Planlosigkeit beeindrucken lassen. Die manche (warum auch immer) dem Fußball eh immer angedeihen lassen.

Es gibt berechtigte Kritik, man kann vieles im Umfeld Fußball mit Recht beanstanden. Einfluss auf Corona in DEU war bisher so gut wie gar nicht vorhanden. Da man ab der nächsten Saison nicht "einfach so" wieder 80.000 Menschen in Dortmund als Zuschauer ins Stadion reinlassen wird (anderswo weniger). Wird sich das auch nicht ändern.

Wenn Sie Ihren Enkel 4x die Wo. fahren täten … auch kein Problem.

Meine 8-jähr. Nichte darf weiter nicht zu ihrem Kampfsporttraining.
Sie trauert sehr …

Die verhassten Boten/Herolde...;-(

Hatten wir denn wirklich glauben wollen, das ein leicht übertragbares Virus dauerhaft vom Menschen ferngehalten werden könnte???

Die Natur agiert recht unpopulär...

Viele Menschen möchten aber gerne nur den Zeitgeist bedienen..., schöne, nette populäre Dinge tun...

Etwas fern der Realität wie ich finde...

Das ist der Planet..., manchmal wirkt er beinhart und wir haben alle Mittel um uns anzupassen..., wir können aber auch Animationsfilme toll finden mit vermenschlichten Gurken und Zwiebeln in einem grünen Abenteuer...

Globale Massenverarmung mit allen Konsequenzen die folgen würden durch Shutdowns und Isolation...

Durchseuchung akzeptieren...

Ich kann nicht erkennen das wir da eine Wahl hätten..., ich kann nur feststellen, das viele Menschen sich weigern unpopulär zu denken, zu entscheiden und das ist ein noch viel größeres Problem...

Die Globale Natur ist die Gall Wespe..., kein Kindergarten!!!

@ Um10:01 von Kölner1

„ Anstatt auf einenen Impfstoff zu setzten, der vielleicht so schnell nicht kommt, sollten wir uns überlegen wie wir auf Dauer mit diesem Virus wenigstens halbwegs erfolgreich leben können.“

Hoffen wir mal auf ein Medikament. Leider hört man hier nicht mehr viel. Eine Impfung muss natürlich absolut sicher sein, denn man impft damit eine enorme Masse an Gesunden. Ein Medikament wird nur demjenigen verabreicht, der es auch dringend benötigt. Hier findet mehr die Risiko-Nutzen-Abwägung statt (wer schon mal den Beipackzettel eines Antibiotikums gelesen hat...). Wenn man etwas finden würde, das bei den schwersterkrankten Patienten zu einer deutlich geringeren Sterberate und Abmilderung der Infektion führen würde, das wäre im Moment genau das, was wir bräuchten. Träumen darf man ja noch....

Schuld das alles ausufert

Schuld das alles ausufert sind auch die Behörden. Als es mit dem Lockdown losging gab es auf dem Wochenmarkt den "kommunalen Ordnungsdienst" der Kontaktbereichsbeamte rannte da rum. Kontrolle hoch 3. Im Stadtpark kam einem beim Spaziergang alle 5 Minuten ein Streifenwagen in Sicht. Und heute? Kaum noch Streifen, im Supermarkt brauchen wir keinen Einkaufswagen mehr für den Abstand, nur noch Maske. Meines Erachtens helfen Einschränkungen und Kontrollen am besten. Ich hatte auch im Lockdown bis auf meine Friseurin keine sozialen Einbußen. Arbeiten, einkaufen, tanken und Geldautomat war alles gestattet. Essen aus dem Restaurant holen ging auch. Wenn es sein muss dann eben Kontakt Beschränkungen. Vielleicht hilft es und mehr durchgreifen bei Verstößen, nicht nur immer jammern das sich keiner daran hält.

@ Karl Klammer von 9:49

Genau das ist das Problem. Die "Kollateralschäden" übersteigen mittlerweile die eigentlichen Schäden um ein vielfaches. Leute deren Operationen verschoben wurden, Angst zum Arzt zu gehen, psychische Probleme, etc. Die harten wirtschaftlichen Auswirkungen kommen erst noch. Und das wegen einem Schn.....

"was soll man den sonst tun

"was soll man den sonst tun wenn man jung ist, alles geschlossen hat, man überall auf Polizei trifft und dringend eine Freundin/Freund sucht - da ist doch Corona noch das geringste Übel".

Nun, man könnte natürlich gegen Covid-19 demonstrieren. Irgendwann muss doch der genervte Virus Einsicht haben und freiwillig verschwinden.

Wem das zu Recht unwahrscheinlich erscheint (aber Tausende werden's nie kapieren), der sucht sich besser gleich eine/n Partner/eine Partnerin, der/die die Corona-Vorsichtsmaßnahmen billigt. Zwar wird der negative Evolutionsdruck mit denen, die's nicht kapieren, irgendwann aufräumen (in drei Generationen wird, wenn jährlich nur ein Prozent der Bevölkerung ausstirbt oder durch volkswirtschaftlichen Niedergang, z.B. Tod des bejahrten Ernährers in der Familie, an der Vermehrung gehindert ist, nur noch ein Drittel übrig bleiben - 0.99 hoch einhundert), aber ich bin heilfroh, daß meine nahen Kontaktpersonen genauso vorsichtig sind wie ich. Die anderen meide ich.

Am 29. Juli 2020 um 08:29 von Tino255

>Warum sieht niemand mehr, dass der Mensch ein soziales Wesen ist und dauerndes Abstandhalten psychisch mit immer längerer Dauer immer untragbarer wird?<

Das sehe ich genauso. Natürlich müssen Vorschriften eingehalten werden, aber dass junge Menschen, die sich nach Nähe und Kontakten sehnen, zunehmend pauschal aggressiv als "rücksichtslose Egoisten" oder sogar "Mörder" beschimpft werden, finde ich ebenso besorgniserregend wie die Krawalle von Frankfurt und Stuttgart. Die Regierung tut so, als sei es problemlos möglich, die derzeitigen seit Monaten anhaltenden Einschränkungen auf unbegrenzte Zeit beizubehalten. Es wird nicht einmal thematisiert, dass der Mensch als soziales Wesen psychisch diesen Zustand nicht unbegrenzt aushält, und mit jeder Woche wachsen Frust und Stress. Dies sollte wenigstens ernstgenommen werden, anstatt leichthin zu behaupten, mit "ein bisschen Disziplin" sei das doch alles kein Problem, sonst werden die Unruhen in der Bevölkerung bald richtig eskalieren.

@ melancholiker um 08.54

.. Danke für diesen feinen Kommentar. Exakt DARUM geht es bei Corona - raus aus der Schleife - und nicht um facts&figures! Es geht um eine Verhaltensänderung. Drum ist es auch völlig einerlei, welche Bilder verwendet werden. Es muss nur funktionieren. Abstand - vom Trott.

Re: harry_up am 29. Juli 2020 um 09:57

Das ist definitiv vertrackt. Und man kann davon ausgehen, dass sich kein geistig auch nur halbwegs gesunder Mensch über diese Krise freut. Ich stelle immer wieder fest, dass Leute, die sich Corona-Maßnahmen verweigern oder sie nicht ernst nehmen, schlicht sehr wenig informiert sind, sich teils sogar offensiv den Informationen verweigern. Da haben unsere "Lügenpresse"-Brüller, Verschwörungskasper und Spalter sicher einen nicht unbeträchtlichen Anteil dran. Und natürlich das bequeme und kunterbunte Internet, wo sich die "Lügenpresse"-Brüller, Verschwörungskasper und Spalter obenrein so besonders gern und ausgiebig tummeln.

09:57 von harry_up Es ist aber auch vertrackt...

Einander fern bleiben, die "Unterstützung" besteht im Aus-dem-Weg-Gehen, in Kontaktlosigkeit oder zumindest Abstandhalten.

Das ist zunächst widernatürlich, muss fast zwangsläufig in Konfusion und Ablehnung münden und ist, wie wir erleben, wahrhaftig nur unter Einsatz sehr viel guten Willens zu leisten - entgegen dem spontanen und natürlichen Bedürfnis nach "Wir-müssen-Zusammenrücken".

Danke - Sie haben das Problem noch mal gut zusammengefasst.

Mit diesem Widerspruch gut umzugehen und diesen aus zu tarieren, sowie auszuhalten und Verständnis aufzubringen, dass das nicht alle adäquat schaffen, ist eine große Herausforderung.

Wie knapp steht Spanien vor einer zweiten Corona-Welle?

Ja. Spanien kommt einfach nicht zur Ruhe. Die deutschen Touristen haben mit viel Remidemie für noch viel mehr Unruhe gesorgt. Und nun gibt es noch mehr Unruhe in Deutschland und Spanien zum Schulstart.
Merkels dubiose Corona-App hat niemals funktioniert und sie wird auch niemals funktionieren. Das einzige was funktioniert hat, war der große Pomp mit dem die Corona-Warn-App vorgestellt wurde.
Hoffentlich gibt es den dubiosen Impfstoff, von dem ständig die Rede ist, bis zum September 2021 zur Bundestagswahl. Die Wahlen in Deutschland aber auch die US-Wahl 2020 werden sehr wahrscheinlich auch am Impfstoff entschieden werden.

Ohne uns Menschen gäbe es ...

.. kein Coronaproblem, die Natur würde es irgendwann selbst beseitigen ... wenn es seinen Zweck erfüllt hat.
Alles in der Natur hat einen Sinn, seine Berechtigung. Vom Einzeller bis zum Menschen ist der Bauplan der Natur irgendwie immer berechtigt.
Ein Virus "wütet" um so mehr, je größer die Anzahl seiner möglichen Wirte ist. Und da trifft er beim Menschen auf eine Population die, ohne technische/chemische Hilfe in dieser Anzahl überhauptnicht überlebensfähig wäre.
Anstatt sich gegen diesen "Feind" zu verbünden, auf unseren "Nächsten" achten (leben und leben lassen), nehmen wir uns alle individuellen Rechte (welche überhaupt?) heraus die im nachhinein eine Gefahr für andere darstellen (quasi leben und sterben lassen).
Selbst kleine Tierchen stellen einen "Wachposten" auf, andere stellen sich gemeinschaftlich der Gefahr, bekämpfen sie.
Was können Erdmännchen und Ameisen aber wir nicht?
.. sie werden uns überleben ... bei weitem.

Re: rr2015 am 29. Juli 2020 um 10:02

Man sollte aber die Tests auch nicht überbewerten. Sie könnten auch ein Gefühl falscher Sicherheit vermittlen und zur Sorglosigkeit verleiten, denn dass Sie negativ getestet wurden bedeutet nicht, dass Sie sich nicht vielleicht kurz darauf, z.B. auf der Busfahrt vom Test nach Hause, doch infiziert haben. Wie man es auch dreht und wendet, wir werden um verantwortungsvolles Verhalten mit schmerzlichen Einschränkungen nicht herum kommen. Je schneller wir das einsehen und umsetzen, desto eher werden wir es überstanden haben. Wenn ich mir z.B. die Erzählungen meiner Vorfahren aus der Kriegsgeneration anhöre oder von Flüchtlingen aus Syrien und Afrika, weiß ich, dass Menschen noch ganz andere Entbehrungen überstanden haben. Wer also jammert, weil er Maske tragen und besser öfter mal zu Hause bleiben soll, ist vielleicht die eigentliche Pussy.

Neu Am 29. Juli 2020 um 08:21

Neu
Am 29. Juli 2020 um 08:21 von qpqr27
andere Frage:

was soll man den sonst tun wenn man jung ist, alles geschlossen hat, man überall auf Polizei trifft und dringend eine Freundin/Freund sucht - da ist doch Corona noch das geringste Übel

/////////////

Ooohhh...die armen, jungen Menschen, was sollen sie nur tun wenn keine Party geht, sooo schlimm, echt!
Was wäre, wenn ein Krieg ausbrechen würde und alle gezwungen wären überhaupt nicht raus zu gehen.
Oder anders gefragt: wie haben es unsere Großeltern nur geschafft im 2. WK 6 Jahre ohne "Party" auszukommen??

@MartinBlank

"Menschen zwischen 15 und 25 Jahren machen in Deutschland ca. 10% der Bevölkerung aus.

Ich befürchte, dass die "Spaß- und Ellenbogen-Generation" nicht bei den 25-jährigen aufhört. Selbst meine Töchter, beide Anfang 30, haben teilweise Probleme mit den "Ego-Ansichten und der Belastbarkeit" von Gleichaltrigen und Älteren. Sei es im Beruf oder privat.

Am 29. Juli 2020 um 10:08 von Kaneel

>Finde es ganz schwierig, Menschen, die zahlreiche soziale Kontakte wie die Luft zum Atmen brauchen , pauschal Egoismus vor zu halten.<

Genau meine Meinung. Anstatt ausschließlich gebetsmühlenhaft "Disziplin bei den AHA-Regeln" zu predigen, würde ich von der Regierung erwarten, auch mal diejenigen zur Zurückhaltung aufzurufen, die alle pauschal als "rücksichtlose Egoisten" beschimpfen, die zunehmend Probleme mit den endlosen Beschränkungen haben. Es geht nämlich nicht nur um "Party-Exzesse", sondern auch um die andauernde psychische Belastung durch fehlende nicht durch "Regeln" eingeschränkte soziale Kontakte, die genauso ernst genommen werden muss wie der Schutz vor Infektionen. Aber das wird ja in Politik und Medien komplett ignoriert.

@Frau Schmitt

Wann war denn diese Jugend voller Entbehrungen 70-,80-,90er Jahre? Man gewinnt in diesem Forum allmaehlich den Eindruck das in Deutschland bis Anfang 2000 am Hungertuch genagt wurde.
Ich bin 1982 geboren und hoere von meinen Eltern eher nichts von einer entbehrungsreichen Jugend ganz im Gegenteil, Jobs gab es in Huelle und Fuelle und im Gegensatz zu heute gab es auch bezahlbaren Wohnraum.

09:57 von harry_up

«Auch heute wird Solidarität gefordert, aber die drückt sich sonderbarerweise im genauen Gegenteil aus:
Einander fern bleiben, die "Unterstützung" besteht im Aus-dem-Weg-Gehen, in Kontaktlosigkeit oder zumindest Abstandhalten.
Das ist zunächst widernatürlich, muss fast zwangsläufig in Konfusion und Ablehnung münden und ist …»

Eine tatsächlich sehr paradoxe & gefühlt widernatürliche Situation.
Gemeinschaft, Solidarität & Hilfe durch Abstand-Halten, oder Kontaktvermeidung, zu versuchen zu erreichen.

Damit haben Gesellschaften weltweit gar keine Erfahrungen.
Eine Pandemiesituation wie die gegenwärtige hat nicht ein einziger heute lebender Mensch je erlebt, so dass frühere Erfahrungen im Heute weiter helfen könnten.

Psychologisch schon sehr herausfordernd. Erfordert viel Fingerspitzengefühl.
Um so mehr, wenn es gilt, auch diejenigen "mitzunehmen", denen Sinn von Vorsicht nicht ganz so einfach zu vermitteln ist.

Sehr herausfordernd noch für unabsehbar lange andauernden Zeitraum …

Zahlen und deren Bewertung

Die Zahlen:
- Ca. 0,6 % der Bevölkerung Spanien waren in Summe während des letzten halben Jahres infiziert.
- Ca. 0,06 % der Bevölkerung sind an/mit Corona gestorben.

Es wird keine zweite Welle geben, weil man angesichts der Zahlen schon von einer ersten Welle nicht sprechen kann.

um 10:13 von nemesis77

"Die 'Kollateralschäden' übersteigen mittlerweile die eigentlichen Schäden um ein vielfaches."

So soll es ja auch sein ... wir nehmen einen begrenzten Schaden in Kauf, um den eigentlichen Schaden zu verhindern. Ein Feuerwehreinsatz ist auch nicht umsonst, aber immer noch um ein Vielfaches günstiger, als ein neues Haus bauen zu müssen.
_

Spanien hatte gestern

lt Worldometer 2 neue Todesfälle.

Gestern habe ich dort auch gelesen, dass Spanien auch die Tests auf Antikörper im positiven Fall als Neuinfektionen zählt, obwohl diese Menschen das Virus überstanden haben, ohne dass sie es gemerkt haben. Sonst wären sie ja vorher positiv getestet worden.

Außerdem testet Spanien ca. 1,5 Mal so viel wie Deutschland. Naturgemäß kommen da auch eine höhere nominale Anzahl Infizierter heraus.

Ob der Tourismus ein wesentlicher Faktor für die Steigerung der Infektionszahlen ist, wird man erst in 4-6 Wochen wissen. Man hat ihn erlaubt, und nachträglicher Aktionismus hilft jetzt wenig. Eventuell sind ja auch die Lebensbedingungen der im Tourismus beschäftigten Billiglohnkräfte der Faktor, wie jetzt in St. Wolfgang.

um 10:08 von Kaneel

"Finde es ganz schwierig, Menschen, die zahlreiche soziale Kontakte wie die Luft zum Atmen brauchen , pauschal Egoismus vor zu halten...

...im Forum scheinen viele sehr gerne und gut mit sich allein zufrieden zu sein. Das finde ich auch völlig in Ordnung. Aber nicht jede/r ist so gestrickt. Es gibt Menschen, die werden depressiv, wenn sie ihre sozialen Kontakte nicht pflegen. Das ist das sehr schwierige an den Kontaktbeschränkungen."

Scharf beobachtet, Watson :-)
Das trifft alles sicher zu bis in die Tiefen der privaten & öffentlichen Räume. Wie es aussieht, wird Corona die schwere Hand so schnell nicht von unseren Schultern nehmen und es lohnt sich (sofern gesund), auch darüber zu reflektieren. Es kommt nicht von ungefähr, daß die Inkubationszeit genau die Hälfte eines Mondzyklus beträgt. Hoffe nicht, hier zur Unzeit ein esoterisches Fass aufzumachen. Aber ein Nachdenken über die Qualität unseres Umgangs mit Familie, Freunden und Mitmenschen kann für die Zukunft sehr wichtig werden.

@Kaneel um 10:08

Danke für den Kommentar, so etwas in der Art wollte ich hier auch gerade schreiben.
Einigen der Foristen hier scheint es nicht bewusst zu sein, das der Mensch soziale Kontakte braucht, wie die Luft zum Atmen, das nicht jeder ein Haus mit Grundstück und Garten hat, das die Unterdrückung der sozialen Kontakte enorme Folgen für die Psyche hat und damit auch körperliche Erkrankungen die Folge sein können, interessiert diese User auch nicht, ganz zu Schweigen von diversen Gewaltausbrüchen bei Familien, die Wochenlang in einer Großstadtwohnung eingepfercht sind.
Stattdessen werden - wie üblich - harte Bestrafungen gefordert. Wofür eigentlich? Das Menschen ihre Verwandten oder Bekannten sehen?
Haben wir die ganze Zeit schon gemacht, keiner ist erkrankt, alle leben noch.
Im Übrigen:
Im hiesigen Kleingartenverein waren es die Alten und Gefährdeten, die sich zum Kaffekränzchen getroffen haben, während die Jungen brav die Regeln befolgten.

Sorglosigkeit von von Minka04

" ist kein Spanienspezifisches Syndrom. Auch hier in Deutschland bemerkt man den sorgloseren Umgang".
Sorglosigkeit? Was nennen Sie denn Sorglisgkeit? - Dass die Menschen feiern? Sollen denn alle Menschen mittlerweile sich schuldig füllen, dass sie nicht die ganze Zeit trauern? Vielleicht it Sorglisgkeit, dass die Menschen nach den harten 6 Monaten es wagen, in den Urlaub zu fahren und dadurch nicht nur selbst entspannen, sondern ganz nebenbei eine ganze Branche zu unterstützen, der es im Moment ganz schlecht geht? Nicht zu vergessen, dass dort auch Menschen arbeiten. Warum meinen alle, dass Restaurant- Branche unsere Solidarität verdient hat, und die Reise- Branche nicht? Sollen wir villeicht nur noch in den eigenen vier Wänden eingesperrt bleiben ( wie es der selbst ernannte bayerische König mmn anstrebt), um angebich Menschenleben zu retten? Welche Leben wollen Sie denn dadurch retten? Lass uns doch bitte endlich kritischer mit diesen Maßnahmen umgehen und hnterfragen!

Am 29. Juli 2020 um 09:45 von

Am 29. Juli 2020 um 09:45 von Tim1976
09:24 von ich1 Vielen Dank für die weiterführenden Informationen

Unter diesem Link :

https://www.worldometers.info/coronavirus/

gibt es eine Tabelle die das zeigt - für alle Staaten.

„In meinen Augen ist das ein

„In meinen Augen ist das ein wichtiger Punkt, denn es fehlt der Jugend an Perspektiven, wie lange sie noch die Regeln einhalten soll. Wenn man sie vertrösten könnte auf einen absehbaren Zeitraum, dann wären junge Leute sicher auch bereit, sich daran zu halten - aber so ohne Aussicht auf ein Ende?“

Das ist ein ganz wichtiger Faktor, aber nicht nur bei der Jugend.
Am Ende des Lebens geht es um Qualität u nicht um Quantität.
Die Jugend hat ein Zeitfenster von 16-30 Jahren, um völlig losgelöst zu feiern, nur wenig Verantwortung für andere zu tragen. Das alles ist bei den meisten mit ca. 30 Jahren zu Ende, wenn sich das Leben mit einem Job, einer Familie u einem eigenem Haus komplett verändert.
Und da kein Mensch sagen kann, ob es jemals wieder Festivals, Konzerte, Urlaube und Discotheken gibt, so wie man es kannte u liebte, so hat gerade diese Generation Angst davor, dass Ihnen diese Zeit jetzt komplett genommen wird.
Und das schafft Parallelwelten, denn die Leute wollen Qualität

@Demoskratos "...nervig Man

@Demoskratos

"...nervig
Man wünscht sich inzwischen fast, dass die 2. Welle nun endlich bald kommt...."

Na, wenn sie sonst keine anderen Sorgen haben... Warum lesen sie die "nervigen" Meldungen dann? So etwas würde ich als "Luxusproblem" einstufen. Das würden sich wohl etliche Länder sogar wünschen.

@qpqr27
"...andere Frage:
was soll man den sonst tun wenn man jung ist, alles geschlossen hat, man überall auf Polizei trifft und dringend eine Freundin/Freund sucht - da ist doch Corona noch das geringste Übel..."

Mal im Ernst: war das jetzt Satire? Auch der Satz: "...dringend einen Freund/Freundin sucht..." macht mir irgendwie Angst! Was ist hier im Spiel, Samenstau oder so Etwas? Muß man sich jetzt Sorgen vor Sexualstraftaten machen, weil man sich einige Monate gesellschaftlich etwas zurückhalten muß?
Oh du meine Güte, was für Probleme werden denn hier konstruiert...

um 10:28 von Elli2020

Es ist schon ziemlich unverschämt, einen Beitrag über die angebliche "Spaß- und Ellenbogen-Generation" an meinen Beitrag anzuhängen, in dem ich ausdrücklich das Gegenteil geschrieben habe.

Am 29. Juli 2020 um 09:49 von Karl Klammer

>>Viele Unternehmen stehen einen zweiten Lockdown nicht mehr durch.<<

Sehr viele Unternehmen haben den ersten nicht überlebt.

Am 29. Juli 2020 um 09:35 von

Am 29. Juli 2020 um 09:35 von nemesis77
Panikmache
6. Wir waren am Montag in der ehem. Cargolifter Halle. Dort kann man sehr schön sehen wie gefährlich Corona wirklich ist.......

Ich denke nicht das da zu sehen ist wie gefährlich Covid19 ist, das sieht man auf den Intensivstationen und man bekommt es durch Unterhaltungen mit betroffenen Patienten und aus TV - Berichten über Patienten mit - sonst nicht.

@ Phoenix_66, um 10:15

re 08:29 von Tino255

Ich kann das, was Sie schreiben und empfinden, absolut nachempfinden.

Glauben Sie, dass es denjenigen, die für Abstand und “Disziplin“ werben, leichter fiele als anderen? Es ist beileibe nicht so, dass man mit 40 plötzlich andere Bedürfnisse hat als mit 25,
auch ältere Menschen sind soziale Wesen mit sehr vergleichbaren Bedürfnissen wie den Ihrigen.

Der Unterschied ist vielleicht der, dass sich ältere Menschen der beschränkten Zeit, die sie noch vor sich haben, bewusster sind.

Aber ungeachtet dessen:

Die Regierung dürfte sehr genau über die Bedürfnisse und den damit einhergehenden Frust und Stress der Bevölkerung, auch und gerade der jungen, im Bilde sein; daher wirbt sie ja auch um Vernunft.
Was erwarten Sie, was sie sonst tun kann und soll?
Sie macht das doch nicht, um Sie zu ärgern.

Es gibt nur “0“ oder “1“, nix dazwischen, da hilft kein Trösten und kein Streicheln, das bekommen wir doch jeden Tag aus anderen Ländern “vorgelebt.

Das virus beherrscht uns nun seit Monaten

Viele kluge Leute setzen ihre ganze Kraft und Energie ein um es wirksam zu bekämpfen. Trotz einiger positiver Ansätze ist es immer noch nicht 100% klar wird es ein Impfstoff geben oder nicht. Daher wird es nach meiner Meinung immer mehr wichtig das sich speziell Soziologen und Artverwandte Wissenschaften mehr mit der Zukunft beschäftigen als aktuelle Szenarien hoch zu spielen, weil sie sich besser verkaufen.
Wie soll ein Leben mit dem Virus aussehen?...nur noch zur Arbeit gehen aber bitte kein Spass mehr? Nur noch wenige die sich dann dank materiellen background ein wenig Spass leisten können? Alles andere hat zu arbeiten mit der "Chance" auf eine Infektion? Soll das die Zukunft sein?

10:04 von Frau Schmitt

"Und die Charakterfrage mit "pfui" müssen wir dann ehrlicherweise auch uns selbst stellen - wessen Kinder (und Enkel) kommen denn da zusammen - immer nur die der anderen Leute?"

.-.-.-

Ich verstehe Ihr Anliegen schon - nur ist es hier meines Erachtens nicht zielführend.

Jugendliche müssen für das gerade stehen, was sie anstellen: die hier Gemeinten sind ja weit über 18.

Die Eltern oder Großeltern in diesem Zusammenhang zu beschuldigen, ist nicht mein Weg.

In Hamburg sucht die Polizei und der Senat die Partyfeierei durch Alkoholverbot und wachsende Geldstrafen einzudämmen - sie bestraft nicht die Eltern und Großeltern.

Und woran sollen diese auch schuld sein?

@ Dr.Hans, um 10:36

Wissen Sie was:

Ich halte diese ganze “Kurvendiskussion“ für vollkommen fruchtlos.
Wie man das Kind nennt ist doch sowas von egal, wenn die Zahlen der Infizierten steigen, ist das allemal alarmierend genug, um gegenzusteuern.

08:54 von melancholeriker

Gerade die geordnete Flucht in den Urlaub ist eine so unhinterfragte Selbstverständlichkeit, daß Leute sich ihrer Menschenrechte beraubt fühlen, wenn...

So wie Sie das "Urlaub machen" beschreiben, klingt es sehr negativ. Mir tut es immer sehr gut, die eigenen Wände und den Alltagstrott für 1 Woche zu verlassen und andernorts, ist bei mir i.d.R. D., neue Impulse aufzunehmen. Es gibt mir ganz viel Kraft und ich sehe manches Problem aus einer neuen Perspektive. Vermutlich meinten Sie diese Art des Reisens aber gar nicht.

P.S. Danke für die SONNE und ich bräuchte mal ganz dringend wieder etwas wie "der erste auf dem Buzzer"... ;-))

andere Frage: Am 29. Juli 2020 um 10:28 von Der_Europäer

"wie haben es unsere Großeltern nur geschafft im 2. WK 6 Jahre ohne "Party" auszukommen??"
Da haben Sie allerdings mit dieser Aussage übers Ziel hinaus geschossen. Nicht zu vergessen bitte, wer diesen 2ten Weltkrieg mit mehr als 57 MIO Opfern weltweit angezettelt hat. Das nur als Erinnerung... Und überhaupt finden ich den COVID- 19 Vergleich mit dem 2ten Weltkrieg ( und mit dem Krieg überhaupt) so was von unpassend, wenn icht anmaßend. Was die jungen Menschen angeht ( die übrigens unsere Zukunft sichern), da würde mir wünschen, dass wir diese Generation doch ein wenig mehr lernen zu schätzen und zu verstehen.

10:32 von bla234

die Beispiele aus den Beiträgen im Forum beziehen sich meist auf Jugendjahre deutlich vor den 70iger Jahren, schätze, mit Geburtsjahr 1982 sind Sie einer der nicht allzuvielen jüngeren Teilnehmer hier und Ihre Eltern hatten das Glück, nicht (mehr) unter den hier oft erwähnten Zeiten der Nachkriegsentbehrungen zu leiden ...

wie ich schon schrieb, ich halte die Vergleiche eher für schwierig ...

10:23 von H. Hummel

«Was können Erdmännchen und Ameisen aber wir nicht?»

Erdmännchen können sich gegenseitig mit verschiedenen Warnlauten gegen diverse Feinde warnen. Gegen welche aus der Luft mit anderen Rufen, als gegen welche vom Boden.

Da es keine Raubvögel gibt, die Menschen erbeuten, und auch Tiger, Löwen, Leoparden, nicht gezielt Menschen jagen. Brauchen es Menschen den Erdmännchen auch nicht nachmachen, wenn zum Warnrufen abzukommandieren.

Gegen Viren können auch Erdmännchen nicht warnen, oder sich irgendwie dagegen schützen. Erdmännchen sind weniger geschickt in Impfstoffforschung als Menschen. Auch Ameisen können das nicht.

Die können was anderes als Erdmännchen.
Sind aber auch keine Hexer gegen Viren. Wie denn auch …

«Ohne uns Menschen gäbe es … kein Coronaproblem, die Natur würde es irgendwann selbst beseitigen ... wenn es seinen Zweck erfüllt hat.»

"Die Natur" plant nie was zur Zweckerfüllung. Sie denkt nie nach.
Diese Art von Vermenschlichung der Natur ist komplett sinnlos !

um 10:44 von Glueckspilz1989

>>
Sorglosigkeit? Was nennen Sie denn Sorglisgkeit?
<<

Da kann Ihnen geholfen werden: Sorglosigkeit ist zum Beispiel, in Großgruppen am Ballermann Alkohol aus Eimern zu saufen, am besten noch aus nur einem Strohhalm. Sorglosigkeit ist es auch, auf familiären Großfeiern - egal, ob aus Freude oder Trauer - jedem um den Hals zu fallen und sich abzuknutschen. Es ist doch fast alles wieder erlaubt. Warum kann man sich in dem Rahmen nicht vernünftig verhalten ?

Neu Am 29. Juli 2020 um 10:44

Neu
Am 29. Juli 2020 um 10:44 von Glueckspilz1989
Sorglosigkeit von von Minka04

(...)ganz nebenbei eine ganze Branche zu unterstützen, der es im Moment ganz schlecht geht? Nicht zu vergessen, dass dort auch Menschen arbeiten. Warum meinen alle, dass Restaurant- Branche unsere Solidarität verdient hat, und die Reise- Branche nicht? Sollen wir villeicht nur noch in den eigenen vier Wänden eingesperrt bleiben ( wie es der selbst ernannte bayerische König mmn anstrebt), um angebich Menschenleben zu retten? Welche Leben wollen Sie denn dadurch retten?
////
Sie sind also der Meinung, dass man die Alten und chronisch Kranke einfach ihrem Schicksal überlassen sollen, nur damit Sie Urlaub ohne ein schlechtes Gefühl zu haben, machen zu dürfen?

war wohl nichts ...

Die Spekulation, dass das Infektionsgeschehen automatisch mit der wärmeren Jahreszeit abnimmt, stimmt wohl nicht.

@ bla234, um 10:32

Vielleicht hätten Sie mal Ihre Großeltern fragen sollen.

Ich bin 1943 geboren und habe als Kind tatsächlich auch noch gehungert - ein Gefühl, das Ihnen ganz offensichtlich vollkommen fremd ist.

Ja, und Jobs gab's tatsächlich in Hülle und Fülle, ich habe als 12-Jähriger beim Bauern Kartoffeln gelesen, Getreide gesammelt und Rüben vereinzelt und ab 15 in allen Ferien auf dem Bau gearbeitet.

Aber es stimmt schon:
Es gab auch Leute, denen es während und nach dem Krieg gut ging.
Und welche, die Krieg nur dem Wort nach und aus Filmen kennen.

Gratuliere

@buerdi 10:43 Uhr

"Haben wir die ganze Zeit schon gemacht, keiner ist erkrankt, alle leben noch."

Bin auch schon einige Male unangeschnallt über die Autobahn geprescht. Passiert ist nix, ich lebe noch.

War im Nachhinein aber total bescheuert.

Balance-Akt

Wie in St.Wolfgang zu sehen "dehnen" auch Menschen deren Verdienst im Tourismus liegt-die Regeln/Gesetze nach Belieben aus.
Diese Praktikanten/Berufsschüler haben ein Abbild der inneren Haltung ihrer Häuser abgegeben."Der Fisch stinkt am Kopf zuerst" und jeder sieht jeden der mal keine Maske trägt.
Dieses Peer-Group-Verhalten der heutigen Zeit und Nichtkennen partyloser Zeiten führt zum Leichtsinn in dem Haupt-Infizierten-Alter 15 -59 Jahre ! Die Älteren dieser Gruppe haben oft nicht die Reife um nun als Vorbild voran-zu gehen!In den USA gab es letzte Woche einen Infizierten-Anteil mit 34% Jugendlicher ....Wenn bis zum Schulanfang keine gute Disziplin erreicht wird-dann geht der Virus -über die Klassen- in die leichtsinnigen Familien!

@MartinBlank von 10:36

Diese Sichtweise ist nicht ganz richtig. Eher so: "Ich reisse die umstehenden Häuser präventiv ab, damit sich der Brand nicht ausbreitet." Das meine ich im übertragenen Sinne mit Höhe der Kollateralschäden.

10:43 von buerdi

"Einigen der Foristen hier scheint es nicht bewusst zu sein, das der Mensch soziale Kontakte braucht, wie die Luft zum Atmen"

.-.-.

Genauso sollte man sich aber auch dessen bewusst sein, dass Jugendliche ihre sozialen Kontakte in hohem Maße im Internet finden.

Eltern mussten ihre Kinder geradezu an die frische Luft jagen, weil sie sonst ständig vor dem PC hockten.

von Demoskratos

Genau diese Wortwahl bzgl. der 2.Welle , die lt. tagesschau.de angeblich schon da ist, geht auch mit dermaßen ans Gemüt.
Hier in D, wo bezüglich Corona die Musik spielt, haben wir heute etwa 500 Neuinfizierte bei 83 Millionen Enwohnern. Habe gestern bei Welt ein Band laufen sehen, dass in mehreren Krankenhäusern Kurzarbeit für mehrere
Tausend Mitarbeiter beabsichtigt wird. Das auch noch ca 9000 Krankenbetten für schwerste Coronafälle bezahlt worden sind, die aber einfach nicht da sind, setzt noch eine Krone drauf.

Beste Grüße

Ich kann's nicht mehr hören

Für Menschen, die in Heimen wohnen, waren die letzten Monate schlimm, da Freunde und Familie sie nur noch eingeschränkt besuchen durften, wenn überhaupt.

Diese Menschen beklagen sich zu Recht über die fehlenden sozialen Kontakte.

Alle anderen hatten minimale Einschränkungen, jedenfalls in Deutschland. Anderswo war es strenger, aber hier war doch fast alles erlaubt! Was wollt Ihr eigentlich machen, wenn mal eine echte Belastung auf Euch zukommt?
_

neutrale Berichterstattung

>Und natürlich das bequeme und kunterbunte Internet, wo sich die "Lügenpresse"-Brüller (…) gern und ausgiebig tummeln.<

Ich bin ganz bestimmt kein "Lügenpresse"-Brüller, aber von einigen Medien, gerade auch vom WDR, würde ich mir mitunter eine etwas neutralere Berichterstattung wünschen. Ein kluger Mann hat gesagt "Ein guter Journalist macht sich mit keiner Sache gemein, auch nicht mit einer guten". In Sendungen wie der AKS aber werden oft die offiziellen Direktiven als selbstverständliche Tatsache dargestellt, meist ohne Hinweis auf Kritik daran. Wenn es z.B. um Verstöße gegen das Abstandsgebot geht, wird schon in der Anmoderation gern von "leichtsinnig" oder "hemmungslos Feiernde" gesprochen. Das ist wertend und lässt journalistische Neutralität vermissen. Trennung von Bericht und Kommentar nennt man das. Und ein Diskurs darüber, wie lange unsere Gesellschaft die sozialen Einschränkungen psychisch noch durchhält, fehlt in Medien und Politik völlig.

10:43 von buerdi @Kaneel um 10:08

Also, ich möchte zwar die sozialen Belastungen auch aufzeigen und gesehen wissen, was allerdings nicht heißt, dass ich die andere Seite Vorsicht und Umsicht vergesse. Für B e i d e s (!) benötigen wir m.E. immer wieder eine gute Balance. Spielplätze sperren, fand ich völlig falsch sowie schwierig Enkel und Großeltern voneinander fern zu halten. Aber grundsätzlich halte ich die Maßnahmen für notwendig.

Mittlerweile geht vieles glücklicherweise wieder. Alle meine Gruppenaktivitäten bspw. Klar mit Einschränkungen, mit denen ich grundsätzlich gut leben kann. Völlige Sorglosigkeit geht nicht, genauso wenig wie den Ängsten das komplette Feld zu überlassen.

um 10:56 von Sausevind

Sie missverstehen den Punkt.

Wenn die jetzigen 15-25jährigen ach so sorglos wären - das ist übrigens eine Lüge, wie ich weiter oben gezeigt habe - aber wenn das so wäre: wer hat die denn erzogen? Wenn sich die 20jährigen nicht benehmen könnten, dann müssten die 50jährigen mal ganz still sein, weil das dann deren Versagen wäre.
_

Re: berelsbub am 29. Juli 2020 um 10:46

Was Sie da beschreiben ist aber eher eine subjektiv empfundene Qualität. Vieles von dem, z.B. zügellose Saufgelage, habe ich in meiner Lebenspanne erleben dürfen und würde sie, rückblickend betrachtet, gern missen, denn gebracht haben sie mir nichts. Zumindest nichts Gutes. Es ist natürlich eine Frage der persönlichen Wertvorstellungen. Und die sind variabel. Vor allem aber sind sie dem Wohl der Allgemeinheit in diesem Fall unterzuordnen, denn auch wer an Corona erkrankt wird das als einen Verlust an Lebensqualität empfinden. Und es wird nichts nützen danach zu fragen, ob er seine Infektion selbst verschuldet hat oder seine Lebensqualität (und womöglich sein Leben) für die rücksichts- und gedankenloser Party-People opfern musste. Menschen haben noch viel schwierigere Zeiten überleben müssen und haben es gechafft. Und sie haben meist auch in diesen Zeiten noch Momente mit so etwas wie Lebensqualität finden können. Hier geht es um vernünftige Prioritäten.

10:58 von Glueckspilz1989

<<10:28 von Der_Europäer

"wie haben es unsere Großeltern nur geschafft im 2. WK 6 Jahre ohne "Party" auszukommen??"

Da haben Sie allerdings mit dieser Aussage übers Ziel hinaus geschossen. Nicht zu vergessen bitte, wer diesen 2ten Weltkrieg mit mehr als 57 MIO Opfern weltweit angezettelt hat. Das nur als Erinnerung... Und überhaupt finden ich den COVID- 19 Vergleich mit dem 2ten Weltkrieg ( und mit dem Krieg überhaupt) so was von unpassend, wenn icht anmaßend. Was die jungen Menschen angeht ( die übrigens unsere Zukunft sichern), da würde mir wünschen, dass wir diese Generation doch ein wenig mehr lernen zu schätzen und zu verstehen.<<

,.,

Ihren letzten Satz versuchte Der_Europäer, doch schon zu beantworten.
Sie reden aber an diesem völlig vorbei, statt ihm zuzuhören.

Die jungen Leute, die ab 1939 in den Krieg mussten oder zu Hause die Stellung hielten, waren ebenfalls all ihrer gewohnten Freuden beraubt.
Die haben aber nicht so rumgezickt.
Warum zickt man heute?

Am 29. Juli 2020 um 11:14 von MartinBlank

>>Alle anderen hatten minimale Einschränkungen, jedenfalls in Deutschland. Anderswo war es strenger, aber hier war doch fast alles erlaubt! Was wollt Ihr eigentlich machen, wenn mal eine echte Belastung auf Euch zukommt?<<

Wahrscheinlich ist Ihr Einkommen sicher.
Die Firma, für die ich arbeite, macht Kurzarbeit, weil wir vom Export abhängig sind.
81 Mitarbeiter, darunter alleinerziehnde Mütter, müssen nun mit 67% des Netto auskommen. Die nächste echte Belastung ist in Sicht, nämlich die Insolvenz. Und da ich selbst nicht mehr der jüngste bin, werde ich wohl nichts neues finden.

Mehr Tests = mehr Fälle.

@ 08:45 von andererseits
Nach Angaben des RKI gab es mehr Tests.
Die Positivenrate von 0,6 % blieb in etwa gleich.

10:32 von Phoenix_66

Es geht nämlich nicht nur um "Party-Exzesse", sondern auch um die andauernde psychische Belastung durch fehlende nicht durch "Regeln" eingeschränkte soziale Kontakte, die genauso ernst genommen werden muss wie der Schutz vor Infektionen. Aber das wird ja in Politik und Medien komplett ignoriert.

Nein, das wird und wurde überhaupt nicht ignoriert. Es ist wohl immer eine Sache der eigenen Wahrnehmung. Dazu werden und wurden in den Medien immer wieder Studien und unterschiedliche Perspektiven vorgestellt. In der Politik ist Herr Laschet anders vorgegangen als Herr Söder. Vielleicht ist genau das ein Vorteil, auch wenn es für einige schwer auszuhalten ist/ war, dass in den BL nicht völlig einheitlich vorgegangen wurde.

M.E. ist es sehr wichtig, wie Sie auch sagen, die psychischen Belastungen und unterschiedlichen Persönlichkeitstypen im Umgang mit der Pandemie in den Blick zu nehmen, die Menschen zu sensibilisieren, motivieren, aber auch Probleme ernst zu nehmen.

Die zweite Welle kommt bestimmt!

Wenn ich mir die Sorglosigkeit vieler meiner Mitmenschen anschaue, bin ich mir dessen ziemlich sicher. Ich denke, dass uns das Thema Corona noch lange beschäftigen wird.
Ich glaube allerdings auch, dass dadurch andere Themen vernachlässigt werden.
Hierbei fällt mir das Thema Wirecard ein.
Die Berichterstattung zu diesem Thema geht wahrscheinlich zur Freude der involvierten Politiker und aller Lobbyisten etwas unter.
Liebe Tagesschauredaktion, ich würde mich freuen, wenn ein Beitrag zu diesem Thema mit der Kommentarfunktion ausgestattet wäre.

@Sausevind

"Genauso sollte man sich aber auch dessen bewusst sein, dass Jugendliche ihre sozialen Kontakte in hohem Maße im Internet finden."

Die Welt besteht aber nicht nur aus Jugendlichen, sondern auch noch aus Menschen, die andere Menschen in 3D und in Standardauflösung des menschl. Auges wahrnehmen wollen.
Wer Angst davor hat, sei es durch eine Bedrohung durch Viren, rechts abbiegende LKW die Radfahrer umfahren oder meinetwegen vor dem Tod durch Blitzschlag ... der soll einfach zu Hause bleiben.
Alle anderen dürfen gern ihr Leben weiterleben, mit oder ohne Virus.
Bevor sie jetzt zum Rücksichtslos-Rundumschlag ausholen:
Wie ich hier schon öfter schrieb, gehöre ich wegen chron. Nierenleidens selbst zur Risikogruppe. Es wird mir aber im Traum nicht einfallen, von anderen zu verlangen, ihr Leben umzukrempeln, sich selbst wegzusperren, bis hin zu Aufgabe sozialer Kontakte und deren gravierenden psychischen Folgen.
Nochmal: Wer Angst hat, möge doch bitte zu Hause bleiben.

Am 29. Juli 2020 um 10:36 von MartinBlank

>>So soll es ja auch sein ... wir nehmen einen begrenzten Schaden in Kauf, um den eigentlichen Schaden zu verhindern.<<

So kann nur jemand argumentieren, der selbst keine Einbußen hat. Haben sie selbst -ausser Qauarantäne- überhaupt auch nur einen Cent durch Corona verloren ?

um 11:11 von nemesis77

Es geht um das Verhältnis, und da leugnen Sie schlicht die Realität.
Hätten wir entschieden, einfach gar nichts zu tun und die volle Durchseuchung in Kauf zu nehmen, dann wären bis heute ca. 40 Millionen Menschen infiziert worden, und mindestens eine Million wären gestorben.
Zum Glück war kein Land der Welt so wahnsinnig, das zu versuchen; nicht mal die unvernünftigen Briten und Schweden.

Nun ja

Langanhaltende Einschränkungen des öffentlichen Lebens sind für den Virologen Schmidt-Chanasit keinesfalls der richtige Weg: „Diese Dauererregtheit führt zu einer Ermüdung, das hält eine Gesellschaft nicht lange aus. Das ist fatal.“

Der Mann hat es erkannt

um 11:15 von Phoenix_66

"Das ist wertend und lässt journalistische Neutralität vermissen. Trennung von Bericht und Kommentar nennt man das."

Wer nur einen Bericht abliefert, ist kein Journalist, sondern nur ein Protokollant. Aufgabe des Journalisten ist es, die Ereignisse einzuordnen. Wer nur protokollieren will, braucht dafür kein Studium.

@Kaneel um 11:17

Das ehrt Sie, ich persönlich halte die Maßnahmen, insbesondere wenn es um Kontaktbeschränkungen geht (ich rede hier nicht von Großveranstaltungen und Saufgelagen) für eher schädlich. Ich kenne auch keine älteren Herrschaften (Risikogruppe), die diese selbst wollten oder sich daran gehalten haben.

Ich weiß nicht was schlimmer ist, das Virus oder die Folgen die diese Maßnahmen hinterlassen haben.

Zu den Szenen kann ich nichts

Zu den Szenen kann ich nichts sagen. Aber ich kann ihnen vom vergangenen Wochenende an einem Badesee nahe Gunzenhausen berichten. Proppevoll, kein Mensch hält sich an irgendwelche Regeln außer die Schlange vor der Frauentoilette. Hier wird der Abstand gehalten und die Schlange ist (ca. abgeschritten) über 230 Meter lang. Weil zwei Toiletten für tausende von Besuchern einfach ein Witz sind. Wieder so ein Zeichen, dass man es viel besser machen kann. Nicht verbieten sondern die Möglichkeiten herstellen (hier wären es einfach ein paar zusätzliche Toiletten als Wagen, Container oder zur Not Dixie).
An den Stränden der Seen würde eine Besucherbegrenzung helfen. Das muss man organisieren ist aber bei jedem Konzert möglich. Also gebt den Eventagenturen eine Chance die Einhaltung der Regeln für die Menschen so einfach wie möglich zu gestalten anstatt nach Strafen zu schreien.
In Supermärkten oder Baumärkten etc. kann ich gar keinen Abstand halten so eng wie das überall zugestellt ist.

@Phoenix_66 11.15 Armutszeugnis

Sie sprechen mir aus dem Herzen! Auch ich frage mich, wo denn eigentlich der so oft beschworene kritische, hinterfragende Journalismus bleibt, dem sich als seriös verstehende Medien eigentlich von ihrem Selbstverständnis her verpflichtet sein müssten. Man hat den Eindruck, die Journalistenzunft hätte sich bezüglich Corona einzig und allein auf die Fahnen geschrieben, ständig den großen Mahner zu geben und bei jeder von den Verantwortlichen postulierten kleinen Verschlechterung der Viruslage den leichtsinnigen und verantwortungslosen Massen flugs gehörig auf die Finger zu klopfen. Welche Folgen monatelange ernsthafte Corona-Beschränkungen für die gesamte Gesellschaft bereits haben und noch haben werden und ab wann diese Folgen möglicherweise schlimmer werden könnten als die Folgen des Virus selbst, scheint offenbar dem Großteil der berichtenden Zunft nicht die geringste Frage zu sein. Was für ein journalistisches Armutszeugnis!

Einfach machen

Das ist immer das einfachste, die eigene Unfähigkeit anderen zuschieben.

So macht man sich das Leben einfach und brauch sich keine Gedanken machen.

Jungend eben.

Na da steckt man sich lieber

Na da steckt man sich lieber an und nimmt die Oma mit ins Grab. Es gibt genügend junge Leute die, sich an die Regeln haltend, sich trotzdem nicht in den Suizid stürzen. Ich meine das hat einiges mit Intelligenz, Empathie und Respekt zu tun. Einigen fehlt das, anderen nicht. Aber die Älteren müssen genau das auch in Richtung der jüngeren zeigen. Hier fehlt es oft und es wird nach Strafen geschrieben anstatt an möglichen Modellen zu arbeiten die man "leben" kann und will.

@ Phoenix_66, um 11:15

Da schlagen Sie aber den Esel und meinen seinen Besitzer.

Wenn Sie es selbst als “Verstöße gegen das Abstandsgebot“ bezeichnen, warum nennen Sie es dann “abwertend“, was so genannt wird, was es ist: “leichtsinnig“ oder “hemmungslos feiernd“?

Es klänge seltsam, wenn es hieße:

“Da haben Hunderte endlich mal wieder freudig beisammen gesessen und gefeiert - endlich konnten sie sich nach monatelanger sozialer Isolation wieder näher kommen...“

Bitte begreifen Sie's doch endlich:

Es gibt kein Leben m i t dem Virus, das Ding kennt keine Freunde, es ist absolut egoistisch und im wahrsten Sinn des Wortes rücksichtslos.

Und wenn wir heute trotzdem so scheinbar gut dastehen, dann deshalb, weil die meisten unserer Mitmenschen die sozialen Einschränkungen hingenommen haben und bereit und offensichtlich auch fähig sind, dies noch eine unbestimmte Zeit durchzuhalten.

Daran werden weniger sterben als nach Aufhebung aller Einschränkungen.

Buße und Sühne

>> Sorgenlos sein ist ein Glück, sorglos sein ein Unglück. <<
Manch ein Kommentator hier sollte einmal darüber nachdenken, bevor er meint, seinen Egoismus in der Pandemiezeit ausleben zu müssen.

Blockwartmentalität!

Langsam geht mir die Panikmache und Blockwartmentalität der Medien auf den Geist! Wir alle werden lange Zeit mit dem Virus leben müssen. Sollen wir deswegen unsere Volkswirtschaft weiterhin jahrelang auf Sparflamme halten?Die sozialen, wirtschaftlichen Schäden sind heute schon gravierend und meiner Meinung nach viel schlimmer als die Schäden, die das Virus auch bei weitergehenden Lockerungen anrichtet. Also bitte weniger Panikmache.

@ Sternenkind, um 11:37

“Der Mann hat es erkannt.“

Jau, er kennt seine Pappenheimer :-).

Einseitiges denken

Das ist wohl sehr einfach gedacht.
Auch die Menschen mit verantwortungsbewustsein haben ein Recht auf leben und Freiheit wenn zu dieser Zeit auch in Grenzen.

"Corona-Nudging" ist...

wenn versucht wird das Publikum mit gutgemeinter aber tendenziöser Berichterstattung zur Einhaltung der AHA-Regeln zu lenken - GottseiDank kann man da nur sagen

Woher kommt die Rücksichtslosigkeit?

Die Corona-Beschränkungen, die die Spanier über viele Wochen erdulden mussten, waren extrem - man könnte fast sagen: brutal. Vor dem Hintergrund wundert es mich nicht, dass vor allem junge Leute die Lockerungen nach dieser langen, schweren Zeit nutzten, mal wieder "die Sau raus zu lassen". Das ist menschlich nachvollziehbar, aber eben auch sehr gefährlich.
Es wurde bereits von einigen Foristen auf die sehr hohe Jugendarbeitslosigkeit in Spanien hingewiesen. Auch ich glaube, dass diese in dem Zusammenhang eine Rolle spielt. Wer überhaupt keine Perspektive hat und sich von Gesellschaft und Politik im Stich gelassen fühlt, der wird dieser Gesellschaft gegenüber auch weniger Verantwortungsgefühl entgegenbringen - und möglicherweise rücksichtsloser agieren. Damit möchte ich krasses Fehlverhalten nicht entschuldigen, aber den Ursachen sollte man schon auf den Grund gehen.

10:37 von melancholeriker 10:08 von Kaneel

Wie es aussieht, wird Corona die schwere Hand so schnell nicht von unseren Schultern nehmen und es lohnt sich (sofern gesund), auch darüber zu reflektieren.

Die "schwere Hand" spürt wohl mehr oder weniger jede/r gerade. Müssen wir aushalten, richtig. Hoffe jetzt aber nicht, dass Sie mir Reflexionsfähigkeit absprechen wollen. ;-)

Aber ein Nachdenken über die Qualität unseres Umgangs mit Familie, Freunden und Mitmenschen kann für die Zukunft sehr wichtig werden.

Da kann und will ich gar nicht widersprechen - aber wie genau definieren Sie Qualität und warum meinen Sie, dass diese grundsätzlich nicht vorhanden sei/war? Kann das nicht so ganz greifen.

Sehr viel mehr gegenseitige Rücksichtnahme und Solidarität in vielerlei Hinsicht, und vor allem Entschleunigung und Nachhaltigkeit wünsche ich mir allerdings schon. :-)

Bleiben Sie und alle anderen hier gesund!

aber es bleibt eine Tatsache

das es immer wieder völlig Leichtsinnige gibt und auch hemmungslos Feiernde.

Und da ist mir die Art der Darstellung egal.
Das es so etwas gibt zeugt doch schon von Leichtsinn und hemmungslos anderen gegenüber.

@ Paule66, um 11:46

Das haben Sie sehr treffend und sachlich formuliert.

Schließung der Kommentarfunktion

Sehr geehrte User,
die Meldung wurde bereits sehr stark diskutiert. Alle wesentlichen Argumente sind genannt. Entscheidende neue Aspekte, die einer konstruktiven Diskussion förderlich wären, sind nicht mehr hinzugekommen. Deshalb haben wir beschlossen die Kommentarfunktion zu schließen.
Die Moderation

@ Tim1976

Ich stimme Ihnen voll und ganz zu und empfehle den Artikel „Des Kaisers neue Kleider – oder: Vom Wert kritischen Denkens.“ Online zu finden im Magazin HR Today vom 26.06.2017.

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