Ihre Meinung zu: Irak: Deutsche nach Entführung befreit

24. Juli 2020 - 9:58 Uhr

Die deutsche Kuratorin Hella Mewis war am Montag in Bagdad verschleppt worden. Jetzt wurde sie nach Angaben des irakischen Militärs befreit und in die deutsche Botschaft nach Bagdad gebracht.

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Kommentare

Mal davon abgesehen...

...für wie durchdacht man es hält, wenn eine westlich geprägte Frau in ein islamisch geprägtes Land fährt um dort u.a. Politik zu machen, sollten Hilfsorganisationen sich zurückziehen, wenn die Hilfe durch kompetente Helfer, vom Gastland nicht mindestens mit Sicherheitsgarantien unterstützt wird. Freiwillige die sich dort, trotz bekannter Sicherheitsprobleme, vor Ort in Gefahr bringen, sollten vorher unterschreiben müssen, dass sie akzeptieren wenn die Hilfe des Heimatlandes, im Ernstfall an ihre Grenzen stösst. Politik ist in diesen Ländern immer noch, teilweise, eine Frage von Leben und Tod, schon weil Politik und Religion nicht getrennt sind.

Deutsche "Kulturvermittlerin"???

Dem Irak mit einer mehrtausenjährigen Geschichte und Kultur soll die deutsche Kultur "vermittelt" werden?
Nach allem, was ich bisher über diesen Fall gelesen und gehört habe, ist Frau Mewis eine engagierte Aktivistin, was Feminismus, moderne Gesellschaftsformen und Kunst angeht.
Dass sie damit (ver)störend auf die Gesellschaft im Irak wirkt und gewaltsame Reaktionen provoziert, ist nicht verwunderlich.
Wahrscheinlich war diese Affäre eine "letzte Warnung" der Herrschenden.

@ 10:32 von Fools Büttel

Dem Duktus Ihres Kommentars widerspreche ich entschieden: Es braucht Respekt und Solidarität mit allen Frauen und Männern, die wie die deutsche Kuratorin Hella Mewis sich im politischen, sozialen, kulturellen und Bildungs-Bereich für die Menschen in anderen Ländern engagieren. Wie kleingeistig erscheint dagegen die Forderung, so engagierte Menschen müssten etwas unterschreiben, dass sie in Krisenfällen "Grenzen der Hilfe" akzeptieren: Und was soll das sein? Wie soll das aussehen?

@ 10:42 von Frank_Furter

Dass Sie Frau Mewis unterstellen, sie wolle "deutsche Kultur" vermitteln, klingt einerseits bei Ihnen wie rechte Dominanz- und Hegemoniebestrebung, von der Frau Mewis Welten trennen, und zeigt andererseits, dass Sie kein adäquates Bild Kulturschaffender haben und sich mit dem Schaffen von Frau Mewis keinen Deut befasst haben: Sie könnten für den Anfang wahrnehmen, dass Frau Mewis als Kuratorin "an vielen Kunst- und Kulturprojekten mitgewirkt" hat. Und wenn Sie sich etwas breiter informieren, dann könnten Sie wissen, dass sie u.a. am Aufbau des Kulturinstituts Bait Tarkib arbeitete, das die Arbeit junger irakischer Künstler*innen fördert.

@Frank_Furter um 10:42Uhr

Ich bezweifle, ob das nur eine Warnung war, aber ansonsten teile ich voll Ihre Einschätzung. Unter "Kultur" ist nicht nur Kunst und Feminismus zu verstehen, sondern auch der Umgang mit Gegnern und man sollte tunlichst vermeiden auf jedem Gebiet westliche Maßstäbe anzuwenden. Der Humanismus westlicher Prägung hat sich im Orient (noch?) nicht verbreitet und das gebetsmühlenartige Fordern desselben macht westliche Staaten nur erpressbar und liefert sie quasi aus.

Re : Frank_Furter !

Grundsätzlich finde ich es nicht falsch, wenn in einem Land wie dem Irak, versucht wird, zwischen den Kulturen zu vermitteln. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Frau alleine da wirklich einen großen "Schaden" anrichten kann und sicher auch nicht will.
Es sind doch fast immer religiöse Fanatiker, die ihren ideologischen und Steinzeit- Glauben in Gefahr sehen, es nicht akzeptieren wollen, dass z. B. Frauen auch Menschen sind, die die gleichen Rechte haben müssen, die kein Maß an Toleranz, Achtung und Respekt haben, und sich anmaßen, den wahren Glauben zu leben.
Auch wenn Frau Mewis nicht für die Kultur, sondern einen anderen Bereich zuständig wäre, würden diese Verblendeten einen Grund finden, die Dame zu entführen und irgend welche Forderungen stellen.
Da die Lage im Irak eh durch die Einmischung des Irans verzwickt ist, ist die Gefahr natürlich groß.............. LEIDER !!!
Alles Gute dieser Dame !!!!

@ Frank_Furter

"Deutsche "Kulturvermittlerin"??? Dem Irak mit einer mehrtausenjährigen Geschichte und Kultur soll die deutsche Kultur "vermittelt" werden?" Am 24. Juli 2020 um 10:42 von Frank_Furter

*

Wenn man vermittelt, dann zwischen zwei Parteien, und nicht von einer zu anderen.

@ 10:59 von karlheinzfaltermeier

Seit einiger Zeit ist hier zu beobachten, dass Kommentierende, die auch bei uns nicht uneingeschränkt hinter ungeteilten Menschenrechten für alle, hinter Gleichstellung der Geschlechter, hinter Minderheitenschutz etc stehen, sich zu "Fürsprechern" anderer "Kulturen" machen, die Sie bei uns nur beargwöhnen, und formulieren, man sollte doch dort in diesen Ländern nicht mit "westlichen Werten" kommen...
Unterm Strich bleibt da erschreckend nur eines: die Relativierung universaler Menschenrechte, die nach den Greueln des durch Nazi-Deutschland ausgelösten 2. Weltkrieges eine der wichtigsten Errungenschaften des vergangenen Jahrhunderts sind.
Zu dieser Relativierung sagt dankenswerterweise die deutliche Mehrheit NEIN.

Kulturvermittlung ist keine

Kulturvermittlung ist keine Einbahnstrasse - wir beziehen uns kulturell heute immer noch auf das Zweistromland; dass der IS das tut, glauben Sie ja wohl auch nicht.
Und wenn Sie eine Entführung damit rechtfertigen, dass die Aktivitäten von Frau Mewis in der irakischen Gesellschaft verstörend wirken, dann übersehen Sie vielleicht, dass - wie überall - mindestens 50 % der Gesellschaft weiblich sind. Also missfällt ihre Anwesenheit vermutlich eher dem "islamischen Patriarchat".
Mir andererseits missfällt das islamische Patriarchat in der Welt und besonders in Deutschland, wo viel mehr "islamische Patriarchen" herumlaufen als deutsche Feministinnen im Irak. Entführen wir diese anmaßenden Knäblein und Männer deshalb? Und würden Sie solche Entführungen auch verteidigen bzw. für unausweichlich halten?

@10:58 von andererseits

Sehr geehrte(r) andererseits,
in den unterschiedlichsten seriösen Quellen wird Frau Mewes als "deutsche Kulturvermittlerin" bezeichnet, zu deren Tätigkeit u.a. auch Arbeit als "Kuratorin" gehörte.

Ihre sehr allgemein und verharmlosende Beschreibung:

...dass Frau Mewis als Kuratorin "an vielen Kunst- und Kulturprojekten mitgewirkt" hat. Und wenn Sie sich etwas breiter informieren, dann könnten Sie wissen, dass sie u.a. am Aufbau des Kulturinstituts Bait Tarkib arbeitete, das die Arbeit junger irakischer Künstler*innen fördert.

ist ein netter rethorischer Trick, denn Sie unterschlagen dabei, dass es sich bei diesem Kulturinstitut um ein von Gegnern der irakischen Regierung in Leben gerufene oppositionelle Institution handelt.

Ihre Diktion deckt sich mit der von hierzulande bekannten Aktivisten,
die in der Roten Flora in Hamburg ebenfalls ein Kulturinstitut sehen und Leipzig Connewitz für eine kulturelle Bereicherung und vorbildliche gesellschaftliche Alternative halten.

Ein Wandel der Kultur

kann meiner Meinung nach nur von Innen heraus kommen und durch gesellschaftlichen Diskurs und Konsenz entstehen. Unterschiedliche Gesellschaften sind eben unterschiedlich weit und wir sollten ihnen gewähren diesen Diskurs selbst durchlaufen zu können. Wir lassen uns da auch nicht hineinreden. In den NL sind gleichgeschlechtlichen Ehen seit 2001 legal, bei uns erst seit 2017 und das auch nicht einstimmig! Was hätten wir gesagt, wenn die Niederländer das von uns gefordert hätten?! Wandel muss von der Bevölkerung getragen werden. Dennoch finde ich den Anstoß zur Diskussion gut, der kann auch von Außen kommen.

@andererseits um 11:15Uhr

Im Gegensatz zu Ihnen erkenne ich die "relativierenden" Entwicklungen der sogenannten Grundwerte in der Geschichte an. Ich behaupte aber nicht, daß sie immer der Maßstab sein müssen. Versuchen Sie mal einem Eingeborenen z.B. auf Neu-Guinea zu erklären, daß sein Verhalten den Grundwerten widerspricht. Damit werden Sie auch in der Provinz in Afghanistan, Pakistan oder Indien scheitern.

Warum...

...wird im Artikel nicht erwähnt, das die Dame eine
NGO Vertreterin ist?

(Nicht) nur das Ergebnis "zählt"

"Irakische Sicherheitskräfte haben die entführte Kuratorin Hella Mewis befreit. Das teilte ein Sprecher des irakischen Militärs der Nachrichtenagentur dpa mit. Details zu der Befreiungsaktion nannte der Sprecher nicht (...) Hella Mewis war Anfang der Woche in der irakischen Hauptstadt Bagdad von Unbekannten entführt worden. Die bewaffneten Männer sollen (...) Ebenso unklar wie Details zur Befreiung blieb die Frage, ob vor dem Einsatz der Sicherheitskräfte Verhandlungen stattgefunden haben könnten. Das Auswärtige Amt äußerte sich dazu nicht. Bundesaußenminister Maas hatte eine Lösung des Falls in Aussicht gestellt (...)"

Genaues weiß man also nicht. Wie immer.

Hauptsache, die Frau ist wieder frei. Allerdings stellt sich die Frage, wie es überhaupt sein kann, dass politisches Engagement gefährlich ist: "Auch wer für die Entführung verantwortlich ist, blieb unklar. Hella Mewis hatte sich politisch engagiert, weshalb politische Widersacher als Drahtzieher der Entführung vermutet wurden"

@11:20 von Kokolores2017

Und würden Sie solche Entführungen auch verteidigen bzw. für unausweichlich halten?

Mir zu unterstellen, ich würde diese Entführung "verteidigen" ist unverschämt und beleidigend.

Sie sollten sich mal vertraut damit machen, dass es Staten gibt, deren Gesellschaft und Rechtssystem nicht dem entspricht, was wir unter einer modernen Gesellschaft verstehen. In diesen Gesellschaften bestehen unsere Regeln und Normen nicht, bzw. werden sogar bekämpft!
Wer das nicht beachtet, wird wie im vorliegenden Fall unter Umständen ein böses Erwachen erleben, wenn die gesellschaftliche Realität zuschlägt.

Deswegen halte ich die Entführung von Frau Mewis zwar nicht zwingend für "unausweichlich" aber nach ihren Aktivitäten, der massiven Unterstützung von oppositionellen Gruppierungen und Provokationen (ja, eine Frau, die in diesen Ländern Fahrrad fährt, wirkt auf manche provozierend!!) doch für sehr wahrscheinlich.

Bitte rosarote Brille absetzen!

@ Frank_Furter (11:25)

- Nicht jede Opposition ist mit der Roten Flora vergleichbar - auch nicht in Deutschland.
Warum ziehen Sie diesen Vergleich?

- Kunst kann auch politisch oder kritisch sein. Es ist trotzdem Kunst. Die Schönheit liegt sowieso im Auge des Betrachters.

Pragmatisch gesehen...

...kann man nicht nachvollziehen, warum sie sich überhaupt im Irak befindet - die Gefahr, in die sie sich begibt, fällt in ihre Eigenverantwortlichkeit. Wer das als "Kleingeistigkeit" betrachtet, dem muss ich im Gegenzug Realitätsferne und Blauäugigkeit vorwerfen.

@JanRos um 11:37Uhr

Weil besonders in den Medien alle NGO sakrosankt sind, bei denen nie nachgefragt wird, ob nicht doch irgendwo egoistische Motive vorhanden sind. Man hat manchmal den Eindruck, die bei den NGO Beschäftigten ernähren sich nur von Wasser und Brot.

Menschenrechte oder Kulturen als „rhetorischer Trick“

Volle Zustimmung. Einigen Kommentaren hier mangelt jedes Verständnis für Menschenrechte, die zu fördern überall verdienstvoll ist. Sie ordnen alles der Unterscheidung unter vermeintlicher „Gegner der Regierung“ oder Freund . Selbst Menschenrechte oder Kulturen werden da zum „rhetorischen Trick“: Diskussion unnötig.

@10:49 andererseits

@10:49 andererseits
Widerspruch ist ihr gutes Recht, genau wie meine Meinung meines ist.
Für mich ist das ganz einfach.
Wer sich in Gefahr begibt soll auch Verantwortung dafür übernehmen müssen und nicht die deutsche Diplomatie und den Steuerzahler für seine Geltungssucht aufkommen lassen. Das ist doch reiner Egoismus der in Abhängigkeiten derer mündet denen gehofen werden soll, weil es plan- und forderungslos erfolgt.
Diese ganze "Engagement, egal welches und koste es was es wolle" redet dem unbedachten und verantwortunglosen Gutmenschentum das Wort und das hat schon seit Jahrzehnten in Afrika und Mittelamerika nicht funktioniert. Ich kann mir gut vorstellen was im Irak grad alles gebraucht wird und sehe "Kultur" da einfach grad ein Stück weiter hinten auf der Prioritätenliste. Also reden sie nicht von kleingeistig, es sei denn als selbstkritische Äusserung.

11:39 von Frank_Furter

Möchte ihnen in allen Belangen zustimmen. Es gibt aber nun mal Menschen die nicht in der Lage sind, eine Situation von allen Seiten zu betrachten um dann eine sachliche Analyse zu erstellen
Gruss.

10:49 von andererseits

Es braucht Respekt und Solidarität mit allen Frauen und Männern, die wie die deutsche Kuratorin Hella Mewis sich im politischen, sozialen, kulturellen und Bildungs-Bereich für die Menschen in anderen Ländern engagieren.
.
das braucht es nicht
die wurden nicht gerufen von denen
oder leben wir in der Kolonialzeit wo man anderen Völkern seine Sicht der Dinge bringt
also ich habe es auch nicht gerne wenn hier Iraker oder Chinesen oder ... missionarisch tätig sind
ich weiß selber was ich will - wie die Menschen dort

Am 24. Juli 2020 um 13:07 von Sisyphos3

Zitat: also ich habe es auch nicht gerne wenn hier Iraker oder Chinesen oder ... missionarisch tätig sind

Es gibt in Deutschland viel Kulturinstitute ausländischer Staaten.

Das nicht als Bereicherung anzusehen, halte ich für engstirnig.

12:35 @ Fools Büttel

"... Gefahr ... begeben ..."

Na hoffentlich begeben Sie sich nicht in Gefahren, für die der deutsche Steuerzahler ... .
Am besten bleiben Sie ab heute im Bett.

".. . Geltungssucht ...
Egoismus ...
verantwortunglose[n] Gutmenschentum ..."

Das sind nichts als sehr bösartige Unterstellungen gegenüber Frau Mewis oder Menschen, die ähnliches (im übrigen auch im Sinne von Diplomatie) tun,
- vermeintliche Argumente.

Wie sehr ich solche, Ihre Unterstellungen zum Ko... finde, wird Ihren Horizont übersteigen
(... so viel kann ich gar nicht essen -
nach M.Liebermann ... )

"... im Irak grad alles gebraucht wird ..."
- in Bagdad (!) -
können Sie sich vorstellen?

Ich fürchte,
wenn Sie schon keine Empathie für Frau Mewis empfinden, dann wohl noch weniger für sie Iraker, die mit ihr zusammen arbeiten.

Ihre Prioritätenliste interessiert die Iraker nicht.

Insofern dürfen Sie weiter in Ihrem ganz einfachen, deutschen Kleingeist schwelgen.

Gruß
Leipzigerin59

13:26 von falsa demonstratio

Es gibt in Deutschland viel Kulturinstitute ausländischer Staaten.
Das nicht als Bereicherung anzusehen, halte ich für engstirnig.
.
geht´s um das ?
wir betrachten es in der Regel als Bereicherung
sieht man es dort auch so ?
oder als Einmischung in deren Angelegenheiten

um 10:59 von karlheinzfaltermeier

@Frank_Furter um 10:42Uhr

"Der Humanismus westlicher Prägung hat sich im Orient (noch?) nicht verbreitet und das gebetsmühlenartige Fordern desselben macht westliche Staaten nur erpressbar und liefert sie quasi aus."

Über Eins sollten Sie sich klar werden. Wer im Irak oppositionell ist, IST doch nach Ihrer Einschätzung und vor dem Hintergrund der Aktivitäten der Dame auf dem Pfad dessen, was Sie als "Humanismus" zu kennen und für sichselbst als Errungenschaft quasi verinnerlicht zu haben in Überzeugung leben.

Davon sind Sie jedoch mit Ihrer Selbst-schuld-wenn-sie-zu-den-Idioten-fährt-Polemik so weit weg wie der Rhein vom Euphrat. Das gilt natürlich auch für Ihre Gesinnungsgenossen hier.

um 12:35 von Fools Büttel

"Wer sich in Gefahr begibt soll auch Verantwortung dafür übernehmen müssen und nicht die deutsche Diplomatie und den Steuerzahler für seine Geltungssucht aufkommen lassen."
.
Mit solchen "Argumenten" kann man sogar die Mauertoten von 1961 bis 1989 rechtfertigen.

um 13:29 von Leipzigerin59 12:35 @ Fools Büttel

24. Juli 2020 um 13:29 von Leipzigerin59
12:35 @ Fools Büttel

["... Gefahr ... begeben ..."]

"Na hoffentlich begeben Sie sich nicht in Gefahren, für die der deutsche Steuerzahler ... .
Am besten bleiben Sie ab heute im Bett."

[".. . Geltungssucht ...
Egoismus ...
verantwortunglose[n] Gutmenschentum ..."]

—————————

Danke. Schön, daß es hier noch eine gemischtgeschlechtliche Ritterschaft engelsgeduldiger 'Gutmenschen' gibt, die den "Humanismus westlicher Prägung" nicht nur als Krawattennadel spazierenführen. Wird schwer werden, aber es bleibt sonst nur die Barbarei. Bleiben Sie so stark.

um 11:37 von JanRos

>>Warum...

...wird im Artikel nicht erwähnt, das die Dame eine
NGO Vertreterin ist?<<

...und, um Ihre Frage zu erweitern,

warum...

...wird im Artikel nicht erwähnt, wann die Dame ihren
nächsten Zahnarzttermin hat?

13:07 @ Sisyphos3

Wir leben nicht in der Kolonialzeit, und koloniales Gebahren unterstellen Sie.

Auf welcher Basis diese Zusammenarbeit läuft wissen Sie nicht, also behaupten Sie schlichtweg, "die (wer die?) wurden nicht gerufen ..."

Sie unterstellen missionarische Tätigkeit.

Sie interessiert nur was Sie wollen.
Sie sind hier nicht der Maßstab, der Sie gerne sein möchten.

Was die Menschen anderer Länder wollen, wissen Sie auch nicht.
Wenn diese Iraker / Bagdader diese Arbeit mit Frau Mewis nicht wollen, wäre sie nicht dort.

Ihr ganzer Kommentar zu @andererseits ist nichts anderes als die Offenbarung Ihres eingeengten Horizontes.

Da war der von August dem Starken größer.

Eine Erweiterung ist von Ihnen nicht zu erwarten.

Gruß
Leipzigerin59

Zu Frank Furter Deutsche Kulturvermittl ?

Sie haben von der aktuellen Vielfalt der irakischen Kultur, in der Frau Mewis taetig ist, nur wenig Ahnung. Im uebrigen ist auch die irakische Regierung nicht so homogen, wie Sie es darzustellen versuchen.

Eine berechtigte, aber ganz andere Frage, als Sie sie stellen, ist es, welches Risiko im Rahmen kulturellen Austausches in einem Hotspot kriegerischer Auseinandersetzungen noch sinnvoll ist.

"Wer sich selbst und andere kennt, wird auch hier erkennen: Orient und Okzident sind nicht mehr zu trennen." (von einem nicht ganz unbekannten
Dichter und Denker)

@Sisyphos3

Respekt?

"das braucht es nicht
die wurden nicht gerufen von denen
oder leben wir in der Kolonialzeit wo man anderen Völkern seine Sicht der Dinge bringt
also ich habe es auch nicht gerne wenn hier Iraker oder Chinesen oder ... missionarisch tätig sind
ich weiß selber was ich will - wie die Menschen dort"

Natürlich wurde Frau Mewes gerufen. Oder glauben Sie, sie jettet aus Langeweile herum wie ein gelangweilter Rentner?

Eine Bekannte von mir reist öfters in den Irak, wo sie traumatisierten Frauen hilft. Sie wurde genauso gerufen.

Das Goetheinstitut hilft auch, wenn jemand so partout keinen Respekt vor den Konventionen der Rechtschreibung in Sachen Punkt/Komma hat.

14:13 von Leipzigerin59

Sie interessiert nur was Sie wollen.
Sie sind hier nicht der Maßstab, der Sie gerne sein möchten.
.
also das verstehe ich jetzt schon gar nicht !!

ich bin doch derjenige der die Meinung vertritt man sollte sich nicht in die Angelegenheit anderer einmischen nicht missionarisch tätig sein

Zitat : "Wenn diese Iraker / Bagdader diese Arbeit mit Frau Mewis nicht wollen, wäre sie nicht dort."
oder nicht entführt worden !
wer hat die Frau Mewis gerufen ? denke die fühlte sich eher berufen

13:07 von Sisyphos3

@andererseits:
«Es braucht Respekt und Solidarität mit allen Frauen und Männern, die wie die deutsche Kuratorin Hella Mewis sich im politischen, sozialen, kulturellen und Bildungs-Bereich für die Menschen in anderen Ländern engagieren.

«das braucht es nicht
die wurden nicht gerufen von denen
oder leben wir in der Kolonialzeit wo man anderen Völkern seine Sicht der Dinge bringt»

Was wissen Sie denn, "wer Frau Mewis rief" ?

Dass das Goethe-Institut ein Institut für Kulturaustausch ist, scheint Ihnen auch unbekannt zu sein. Die Deutsche Sprache kann man dort in Kursen mit Prüfungen + Zertifikaten erlernen. Gibt ja doch scheinbar einige "von denen", die "so was" lernen wollen.

Wenn ich schon immer diesen ganzen Separatismus-Quatsch von:
"wir & uns" + "die + denen" lese.

Sie und mich hat im Irak niemand "gerufen", um dort hin zu kommen.
Deswegen sind Sie und ich ja auch nicht im Irak.
Wie äußerst erstaunlich …

Hörten Sie vor der Entführung je den Namen "Mewis" dieser Frau ?

@Sisyphos3 .. um 14:35 ..

Das wundert mich nicht,
dass Sie das nicht verstehen.

13:07 Uhr
"...also ich habe es auch nicht gerne wenn hier Iraker oder Chinesen oder ... missionarisch tätig sind
ich weiß selber was ich will - wie die Menschen dort"

... Ich, ich, ich ...

Sie unterstellen permanent
Missionierung oder / und Einmischung in beide Richtungen.

Etwas anderes gibt es für Sie gar nicht.

Daher basisert Ihr Wollen m.E. auf einer falschen oder eingeengten Voraussetzung.

Eine falsche Voraussetzung führt rein logisch nicht zu einer richtigen Schlussfolgerung.

Lesen Sie bitte alles noch einmal gründlich und versuchen Sie bitte zu verstehen.

Gruß
Leipzigerin59

Wie soll das aussehen?

von andererseits @
Das Sie nicht verlangen das Ihre Retter, also oft Männer mit Frauen und Kindern, sich auch noch in Gefahr begeben müssen.

dann zwischen zwei Parteien?

von Tada @

Sie möchte hoffentlich, so wie wir und alle Politiker das der Islam als Teil unseres Landes akzepieren wird, auch dort für unsere Kultur und unsere Werte verständniss einforden.

Am 24. Juli 2020 um 13:45 von Sisyphos3

13:26 von falsa demonstratio: Es gibt in Deutschland viel Kulturinstitute ausländischer Staaten. Das nicht als Bereicherung anzusehen, halte ich für engstirnig.
.
Zitat: geht´s um das ?
wir betrachten es in der Regel als Bereicherung
sieht man es dort auch so ?
oder als Einmischung in deren Angelegenheiten

Mir geht es darum, dass Sie um 14:35 geschrieben hatten: "also ich habe es auch nicht gerne wenn hier Iraker oder Chinesen oder ... missionarisch tätig sind
ich weiß selber was ich will - wie die Menschen dort"

Das halte ich für engstirnig, will aber nicht ausschließen, dass es im Irak auch solche Leute gibt.

Von Goethe-Institut sagt man allerdings, dass es weltweit ziemlich anerkannt sein soll.

Am 24. Juli 2020 um 14:35 von Sisyphos3

Zitat : "Wenn diese Iraker / Bagdader diese Arbeit mit Frau Mewis nicht wollen, wäre sie nicht dort."

Zitat: oder nicht entführt worden ! .... wer hat die Frau Mewis gerufen ? denke die fühlte sich eher berufen

Gibt es für Ihre Annahme irgendeinen sachlichen Hintergrund?

um 14:35 von Sisyphos3 14:13 @Leipzigerin59

"wer hat die Frau Mewis gerufen ? denke die fühlte sich eher berufen"

Berufen zu sein, kann eine große Gnade sein, macht aber viel Arbeit und man muß sich auch dem Ennui der Berufsfreien aussetzen.

Übrigens lässt sich alles herausfinden, wenn man, anstatt loszutippen, sich informiert, wie das alle Anderen machen.

Sie wären erstaunt, wenn Sie wüssten, wie wenig die Menschheit kümmert, was Unberufene so denken.

13:45 @ Sisyphos3

"... Bereicherung,
sieht man es dort auch so ? ..."

Ja,
das sieht man dort wie auch hier so.

"... Einmischung in deren
Angelegenheiten ..."

In deren?
In unsere!

Nein,
das ist keine Einmischung in deren / unsere Angelegenheiten!

Das ist friedliche und kulturelle Zusammenarbeit.

Nur mal zum
Nachdenken :

2004 Ausstellung des
MoMA in Berlin.
Es ist mir wegen des riesigen Interesses nicht gelungen, diese "Einmischung" anschauen.

2006 in Bonn eine Ausstellung der Guggenheim-Sammlung,
wieder riesiges Interesse.
Da hatte ich allerdings Glück.

Gruß
Leipzigerin59

10:42 @Frank_Furter

10:42 @Frank_Furter
Deutsche "Kulturvermittlerin"

Frau Mewis ist Deutsche
und
sie ist Kuratorin (Kulturvermittlerin)

Dass Frau Mewis
" deutsche Kultur vermittelt ",
ist Ihre (!) Interpretation.

Gruß
Leipzigerin59

um 14:13 von Leipzigerin59

>>
Ihr ganzer Kommentar zu @andererseits ist nichts anderes als die Offenbarung Ihres eingeengten Horizontes.

Da war der von August dem Starken größer.

Eine Erweiterung ist von Ihnen nicht zu erwarten.
<<

Vielen Dank für Ihre punktgenauen Beiträge zu diesem Thema. Obwohl der gute, starke August bei den vielen Kindern wohl auch nur selten über die Bettkante hinausgesehen hat :-)

10:32 von Fools Büttel

"Mal davon abgesehen für wie durchdacht man es hält, wenn eine westlich geprägte Frau in ein islamisch geprägtes Land fährt um dort u.a. Politik zu machen,..."

Die allermeisten "islamisch geprägten" Staaten sind absolut ungefährlich, auch für Christen. Ich hätte mehr Angst (wäre ich bspw. dunkelhäutig) in ein Land zu reisen, wo Migranten Opfer von rassistischen Terroranschlägen werden. Vor allem, wenn dieses Land auch über eine dementsprechende Vergangenheit verfügt.

16:03 @Klärungsbedarf

Aber immerhin hat er - der August - Dresden und Umgebung architektonischen, kulturellen und Kunstreichtum gebracht.

Die Bettkanten ...
Bis nach Venedig und Versailles

Humorvoll in den
" Kavaliersreisen August des Starken "
(Görner)
beschrieben.

10:59 von karlheinzfaltermeier

"Der Humanismus westlicher Prägung hat sich im Orient (noch?) nicht verbreitet und das gebetsmühlenartige Fordern desselben macht westliche Staaten nur erpressbar und liefert sie quasi aus."

Seit wann gilt denn dieser "Humanismus westlicher Prägung"? Seit Ende des Kolonialismus und des Sklavenhandels? Oder erst nach Ende des dritten Reiches?

Wobei man natürlich sagen kann, dass der Kolonialismus durch den Imperialismus abgelöst wurde. Die ehemaligen Kolonien sind theoretisch zwar unabhängig, in der Praxis sieht die Sache aber schon ganz anders aus. Das gilt vor allem dann, wenn sie über wertvolle Rohstoffe verfügen. Wer beutet diese aus und wohin fließen die Gewinne?

@Sysiphos3

Nun, ich bin zu 100% bei Ihnen. Ist doch dem Artikel zu entnehmen, Frau Mewis hat sich im Irak politisch engagiert. Komisch oder? Jetzt wird es spekulativ! Hätte man sie auch entführt, wenn sie ausschließlich als Kuratorin tätig gewesen wäre?
Ein Schelm, wer böses dabei denkt. Um die Situation beurteilen zu können, müsste man ja erst einmal wissen, wie ihr politisches Engagement dort ausgesehen hat. Das geht aus dem Artikel def nicht hervor. Ein deutscher Ingenieur ist auch in Thailand gern gesehen
Äussert er sich dort respektlos gegen das Königshaus, atmet er für 20 Jahre gesiebte Luft (ohne aircon). Andere Kulturen, andere Politik, andere Sitten. Fürwahr ein Debakel für manche Foristen, wenn in anderen Kulturen unsere Werte nicht als höchstes Gut angesehen werden..

11:39 von Frank_Furter

"...(ja, eine Frau, die in diesen Ländern Fahrrad fährt, wirkt auf manche provozierend!!) doch für sehr wahrscheinlich. Bitte rosarote Brille absetzen!"

So wie kopftuchtragende Frauen oder dunkelhäutige Christen für manche Deutsche "provozierend" wirken. Extremisten gibt es überall. Bitte rosarote Brille absetzen!

Es ist unbenommen...

dass sich Frau Mewes in ihrer kulturellen Arbeit sehr verdient gemacht hat. Dennoch erlaube ich mir zu fragen, ob irgendeiner der Foristen hier Informationen darüber hat, wie ihr politisches Engagement im Irak tatsächlich ausgesehen hat. Über sachliche Informationen hierzu wäre ich sehr dankbar

Der Einsatz von Frau Mewis in

Der Einsatz von Frau Mewis in einem islamischen Land, welches vom Westen von einer Diktatur befreit wurde, ist in unserem Interesse als säkulare Gesellschaft. Kulturvermittlung kann traditionelle Vorstellungen in Teilen einer Gesellschaft (man fängt bei den zugänglicheren Kreisen an) aufweichen helfen. Es ist nicht schwer zu verstehen, dass diese Arbeit manchen Islamisten nicht gefällt. Damit gibt es nicht nur im Irak Probleme.

Der Beruf, ...

... die Berufung ...
von Frau Mewis sind völlig gleich.

Sie wurde entführt,
das ist ein Verbrechen.

Sie wurde befreit,
das ist gut so!

Diese Diskussion drehte sich um die Kuratorin, nicht um den Menschen.

Schlimm,

wäre Sie Ärztin
wäre die Diskussion möglicherweise
anders ausgefallen.

Ich habe hier auch den kulturellen Austausch als sehr wichtig erachtet, betont.

Die Frau und deren Entführung geriet ins abseits.

Es tut mir im Nachhinein leid,
dass ich
> nicht mehr <
den Menschen,
die Frau Mewin und damit das Menschenrecht, Freiheit und Umversehrtheit dieser Frau verteidigt habe - auch wenn ich sie nicht kenne.

Auch so funktioniert Manipulation.

Gruß
Leipzigerin59

16:44  @Opa Klaus

Auch als Opa sind Sie jung genug,
das selbst heruszufinden - falls Sie es denn wirklich interessiert.

Dann können Sie sich sogar selbst dankbar sein.

Gruß
Leipzigerin59

Gut, dass die Frau Mewis wieder frei ist

die ZDF-Nachrichten sprachen gerade davon, dass sie der Opposition im Irak nahestand. Welche Opposition ist gemeint? Welche Positionen? Das ist alles sehr undurchsichtig und als Information ungenügend. Es ist auch nichts über die Entführer oder deren Motive bekannt. Was soll man da diskutieren?

16:44 von Opa Klaus - Zu Ihrer Frage ...

...nach dem politischen Engagement:

In letzter Zeit engagierte sie sich zunehmend politisch. So nahm sie an Protesten teil, die sich im Herbst des vergangenen Jahres gegen Korruption und Misswirtschaft, gegen iranische Einflussnahme im Irak und die Machtaufteilung zwischen den religiösen Gruppen wandten.

Mewis sei seit der Ermordung des irakischen Politikexperten Hischam al-Haschemi vor zwei Wochen besorgt gewesen, sagte Aktivistin Sirka Sarsam von der Nichtregierungsorganisation Burj Babel.

"https://www.tagesschau.de/ausland/irak-entfuehrung-105.html"

/irak-deutsche-nach-entfuehrung-befreit

...andererseits, Sie schreiben:"Unterm Strich bleibt da erschreckend nur eines: die Relativierung universaler Menschenrechte, die nach den Greueln des durch Nazi-Deutschland ausgelösten 2. Weltkrieges eine der wichtigsten Errungenschaften des vergangenen Jahrhunderts sind.
Zu dieser Relativierung sagt dankenswerterweise die deutliche Mehrheit NEIN."
Hm,....
Bitte wie haben Sie diese "deutliche Mehrheit" festgestellt ?

16:44 @ Ist Wahr

Sie haben den Foristen, die gegen Missionierungsunterstellungen und für eine friedliche Zusmmarbeit diskutieren eine Bärendienst erwiesen.

Super.

Gruß
Leipzigerin59

irak-deutsche-nach-entfuehrung-befreit#

=>ist wahr, Sie schreiben geradezu ->ehrfürchtig :"Der Einsatz von Frau Mewis in einem islamischen Land, welches vom Westen von einer Diktatur befreit wurde, ist in unserem Interesse als säkulare Gesellschaft. "

G.W.Busch sagte niemals, dass er den Irak von einer islamischen Diktatur befreien wolle, sondern er bekräftigte anfangs Saddam Hussein in dessen Bestreben und nannte ihn "Die" Ordnungsmacht in Nahost !

Kurz darauf überfiel er den Irak militärisch mit Hilfe der Lüge über-->Massenvernichtungswaffen...., "westliche"
Länder "halfen" dabei in der Koalition der Willigen.

Die gewaltigen Kriegskosten der USA musste jedoch der von den USA überfallene Irak dann in Form von Öllieferungen abbezahlen.......
Ist das Recht & Gerechtigkeit die Sie anpreisen ?

Schließung der Kommentarfunktion

Sehr geehrte User,

die Meldung wurde bereits sehr stark diskutiert. Alle wesentlichen Argumente sind genannt. Entscheidende neue Aspekte, die einer konstruktiven Diskussion förderlich wären, sind nicht mehr hinzugekommen. Deshalb haben wir beschlossen die Kommentarfunktion zu schließen.

Die Moderation

re 17:24 ONYEALI: Sind 89% genug?

>>Zu dieser Relativierung sagt dankenswerterweise die deutliche Mehrheit NEIN."
Hm,....
Bitte wie haben Sie diese "deutliche Mehrheit" festgestellt ?<<

Sind Ihnen (aktuell) 89 % als Mehrheit nicht deutlich genug?

Darstellung: