Ihre Meinung zu: Sinus-Jugendstudie: Party war gestern

23. Juli 2020 - 15:51 Uhr

Ihnen scheint der Spaß abhanden gekommen zu sein: Jugendliche sind heute eher ernst und problembewusst - so die neueste Sinus-Studie. Von der Politik fühlen sie sich nicht gehört. Von Robert Köhler.

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Kommentare

"Die Jugend fühlt sich zu wenig gehört"

Das kann man in diesem Zusammenhang aus zweierlei Blickpunkten sehen:

Einmal generell in Bezug darauf, wie wenig die Bevölkerung von der Politik gehört wird. Das trifft aber nicht nur auf die Jugend, sondern auf alle Generationen zu.

Zum anderen aber in Bezug auf die Forderungen der Jugend. Insbesondere bei der "FFF"-Thematik sind immer nur Maximalforderungen zu hören. Die natürliche Tatsache, dass diese nicht immer zu 100% umgesetzt werden können und vor allem auch nicht in Nullkommanichts, führt bei der Jugend dann zu dem o.g. Eindruck, weil die Bereitschaft zum Konsens fehlt.

Ein Lichtblick für mich

nach Zeiten, als ich bei Demos kaum junge Leute getroffen habe. Wenn ich heute mit FFF demonstriere, bin ich als Graukopf in der Minderheit und sehr froh über diese offenkundliche Zeitenwende.

Politik ist eine Mitmachveranstaltung

@ Sebastian15:
Einmal generell in Bezug darauf, wie wenig die Bevölkerung von der Politik gehört wird. Das trifft aber nicht nur auf die Jugend, sondern auf alle Generationen zu.

Dort die pöse Politik - hier wir, die Guten, auf die man nicht hört? So läuft das schon lange nicht mehr. Politik ist eine Mitmachveranstaltung. Nur wer sich einmischt, sich engagiert, sich politisch einbringt, darf motzen. Das sage ich meinen Schülern immer wieder und Sie kriegens aus gegebenem Anlass auch zu hören.

Na, das ist ja wieder ein

Na, das ist ja wieder ein Thema für die Leute hier. Mal schätzen, wie oft hier "Greta" und "Spaßgesellschaft" stehen wird... In 75% der Beiträge. Und in 45% was von "verweichlicht" und "zu unserer Zeit" :)

Ernst waren vorherige Generationen natürlich teilweise auch. Ich glaube, die heutige Jugend ist schon viel stärker vom Kapitalismus korrumpiert und versucht teilweise, sich dagegen zu wehren. Sie hat also vielleicht eine bessere Wahrnehmung davon, was mit ihr und ihrer Zukunft gemacht wird. Leider ist die heutige Jugend auch teilweise erschreckend konservativ und spießig.

Dass die Jugend nicht gehört -oder auch nur gefragt- wird, ist nicht neu. Dass ihr das auffällt sehr wohl. Und das ist gut. Sie muss dafür kämpfen, sich eine Stimme zu verschaffen. Und da nützt es übrigens wenig bis gar nichts, in Parteien einzutreten. Siehe Altersdurchschnitt Bundestag. Bis da was passiert wäre, wären wir zwei Generationen weiter. Es müssen andere Wege gewählt werden.

Von der Politik fühlen sie sich nicht gehört.

da tut man ja so erstaunt
war das zu meiner Jugendzeit etwa anders ?
in den 68er ging die Jugend auf die Straße und verschaffte sich gehör
und zwar ziemlich laut und aggressiv wenn ich mich noch recht erinnere
und problembewußter
die Friedensdemos, Mutlangen, Atomkraft wie soll man das werten
Partymässig ?

Naja leider bleibt

unreflektiert woher die Probleme kommen.

Wer nur rufen kann "nieder mit der Kohle, hoch mit dem Klimaschutz" und völlig Kompromisslos auftritt, braucht sich auch nicht wundern wenn er nicht ernst genommen wird.

Eine demokratische Gesellschaft lebt vom Kompromiss. Insofern disqualifizieren sich einige dieser Jung-Aktivisten regelmäßig von selbst, da sie, obwohl sie vorgeben Demokraten zu sein, mit den demokratischen Entscheidungen oft nicht einverstanden sind.

Und sorry, wenn der Jugend der Spaß am Leben abhanden gekommen ist, dann ist ihr echt nicht mehr zu helfen.

Wer Angst vor der wirtschaftlichen Zukunft hat und vor sozialem Abstieg sollte gründlich überlegen ob er nicht, wenn er an so mancher Demo teilnimmt, den Ast absägt auf dem er sitzt.
Das Thema Migration wundert mich jetzt aber schon. Gab es da nicht Demos in Berlin und HH mit hochgejubelten tausenden Jugendlichen? Aber ich weis noch wie die FDJ muss Bussen tausende Jugendliche nach Ostberlin brachte...

Sich nicht gehört zu fühlen,

haben sie vermutlich von den Erwachsenen einfach übernommen. Bisher wurde leider vieles einfach ignoriert oder wegdiskutiert. Mal sehen ob sich das weiterhin bewährt, denn 'Deutschland ging es nie so gut wir heute'.

Die Jugendlichen heute seien "ernst und problembewusst". „Dazu gehört vor allem der Klimawandel. Viele sehen hier angesichts der fortschreitenden Zerstörung der Lebensgrundlagen auf der Erde die Gefahr einer Katastrophe“. Neben dem sorgt auch das Thema soziale Gerechtigkeit für Unmut (…), aber auch die Migration. "Trotz überwiegender Akzeptanz von Vielfalt in der Gesellschaft verunsichert die anhaltende Zuwanderung weite Teile der Jugend"

Alle drei Themen hängen unmittelbar zusammen bzw. bedingen sich gegenseitig und können daher nicht „einzeln“ gelöst werden.

„Besonders beunruhigt die junge Generation, dass sie (...) von Verantwortlichen nicht ernst genug genommen werden (...), sowohl von der Politik als auch der älteren Generation"

Daher nur logisch: „Die Welt der Parteien und klassische politische Arbeit ist ihr aber fremd“. Umso erfreulicher, dass sie sich stattdessen lieber auf ihre Weise um „die großen Herausforderungen der Zeit“ kümmern. Und dabei ihre Lebensfreude bewahren.

72 Jugendliche

befragt.

Was positiv ist " Dieser Trend setzt sich offenbar auch bei den heute 14- bis 17-Jährigen fort. Der Weg, den viele Jugendliche sich vorstellen, lautet demnach ganz klassisch: Schule, Ausbildung oder Studium, Beruf, Ehe, Kinder. "

Und Einfluss können Sie dann noch 50 Jahre von 20 -70 oder mehr nehmen, indem sie die richtigen Parteien wählen, und hoffen das die dann auch das machen, für was sie angetreten sind.
Oder eben überhaupt etwas mitbestimmen können, ist durch Koalition in Deutschland leider oft nicht möglich, die eigene Stimme geht verloren.
Ein paar haben es zumindest geschafft in der Zeit, ein finanzielle Sicherheit zu erreichen.

@Sebastian 15

Vor 40 Jahren wurde die Gesellschaft mit der Klimaproblematik konfrontiert. Seit damals ist kaum etwas passiert. Mit "vor allem auch nicht in Nullkommanichts" liegen Sie da um mehrere Jahrzehnte daneben.
Die "Konsensbereitschaft", die Sie einfordern bezieht sich auf ein Leben in Armut, Krieg und Verzweiflung, auf dass diese Jugend zugesteuert wird. Das weil die Alten und Reichen den Status Quo ums Verrecken (natürlich nur der Kinder) weiter auskosten wollen. Da sollen die zustimmen? Die Zeit für Minimalforderungen ist abgelaufen. Das CO2-Budget ist in Kürze aufgebraucht und die Prozesse laufen schneller ab als vermutet. Diese Kinder bitten und fordern, dass man ihnen zumindest ein erträgliches Leben gönnt und machen die Erfahrung, dass das kaum einen juckt.

@16:34 von Peter Goge - Nein, diese Lehrer von heute...

Als Lehrer sollten Sie sich wirklich gründlicher der Rechtschreibung widmen, das Wort "Böse" schreibt sich mit einem "B", nicht mit einem "P".

Inhaltlich stimme ich Ihnen ansonsten insofern zu das soziales, gesellschaftliches und politisches Engagement in den meisten Fällen begrüßenswert ist, sich "motzend" äußern darf allerdings jeder Mensch solange dies keine moralischen oder vor allem juristischen Grenzen überschreitet. Meist ist dies sogar der erste Schritt gerade eines jungen Menschen zu weiterem Engagement.

um 16:34 von Silverfuxx

"wie oft hier "Greta" und "Spaßgesellschaft" stehen wird..."

Haben Sie das jetzt als Gegensatz gemeint? In meinen Augen schließen sich Greta und Spaß nicht aus! Denn wenn Greta Recht behält, ist es eh in einigen Jahren aus mit dem Spaß.

Gerade Greta Thunberg ist ein wunderbares Beispiel dafür, dass die junge Generation sich nicht mehr gehört und verstanden fühlt. Ist sie doch inzwischen ein Feindbild für so manchen Altkader. Und dabei ist es ihre Welt und die ihrer Generation, die immer noch über das Maß belastet und ausgebeutet wird.

Wer soll es denn in 20 oder 30 Jahren richten? Die dann jungen Generation oder wir jetzt? Wir reden so gerne von Schulden, die die nachkommende Generation bezahlen müssen und stören uns daran! Dabei ist das Problem im Vergleich zu einer zerstörten Umwelt lächerlich klein! Und was wir da den nachkommenden Generationen auflasten, wird in Geld auch kaum noch zu bemessen sein!

Studie muss differenziert betrachtet werden

Dass sich junge Menschen wieder mehr für aktuelle Themen interessieren und sich auch öffentlich zeigen, aktiv werden ist gut. Die Generation davor war doch hauptsächlich auf persönliches Fortkommen, Konsum und Berieselung orientiert, Ausnahmen gabs auch da Allerdings ist heute das politische Engagement schon temporär und thematisch sehr beschränkt. Ob das lange anhält muss man sehen. Wenn wir Jugendbeteiligung als Verwaltung ermöglichen ist das Interesse eher gemischt, manchmal auch sehr gering. Die Klimademos sehe ich eher mit beschränkter Begeisterung, für etwas am Freitagmorgen zu appellieren, das zumindest offiziell in der Bevölkerung die meisten ganz super finden ist jetzt nicht so brutal mutig, sondern eher zeitlich opportun.

Demos in Deutschland

Ich habe mich lange und intensiv mit diesem Thema befasst und mir ist in der Geschichte der BRD exakt null Mal eine (bundesweite) politische Auswirkung einer Demonstration begegnet.
Noch niemals haben Menschen auf der Straße ihre Forderungen durchsetzen können.

Das ist
a) frustrierend
b) wirft ein fatales Licht auf unsere Damen und Herren Politiker
c) zeigt, dass jegliche Demo-Teilnahme reine Zeitverschwendung ist.

Logische, rationale Schlussfolgerung: Die Kinder sollten lieber zuhause bleiben und lernen.

Na ja

Und das Bild spricht Bände. Grüne Fahne und missverstanden hockt er in der Fussgängerzohne, aber das ist nicht der Durchschnitt die anderen büffeln wie gestört für das Studium. NÖ ,Partyund und .Sie wissen, dass sie für die Fehler der Politik später aufkommen müssen .Verallgemeinerung Framing und Manipulation in ein von der Politik gewünschtes Weltbild wo nie und nimmer der Reslität standhält, zum Glück sind wir darüber hinwegm

16:34 von Peter Goge

Dort die pöse Politik - hier wir, die Guten, auf die man nicht hört? So läuft das schon lange nicht mehr. Politik ist eine Mitmachveranstaltung. Nur wer sich einmischt, sich engagiert, sich politisch einbringt, darf motzen. Das sage ich meinen Schülern immer wieder und Sie kriegens aus gegebenem Anlass auch zu hören.
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Verstehe ihren Kommentar nicht..., wer darf denn ihrer Vorstellung nach nicht motzen?

Wo fängt politische Einbringung an?

Ich finde die AFD toll oder blöde...

Ich finde Frau Merkel schadet oder hilft unserem Land...

Das war es schon..., Haha

In einer Demokratie darf jeder motzen..., hier gibt es keinen Mindestanspruch der erfüllt werden muss...

Diejenigen, die sich vor und nach dem motzen auch im engeren, weiteren Sinne einbringen werden halt einfach deutlicher gefördert und wahrgenommen und gut ist!

Erklären sie die Demokratie bitte richtig..., meckern darf hier Jeder...;-)

Grenzen des Wachstums

Man sollte nicht nur immer Ansprüche an andere stellen und anderen Vorwürfe machen, sondern endlich einmal bei sich selbst anfangen.
Da beschwert man sich über "Sklavenarbeit", aber die neueste Trendkleidung (von sogenannten, völlig unnötigen "Influencern" gepusht ) oder das von Foxconn unter fragwürdigen Bedingungen hergestellte Iphone muss man natürlich haben.
Das ursprüngliche Programm des (nicht von der "Elite" durchsetzten) "Club of Rome " forderte ein Ende des Wachstums auf ALLEN Gebieten.

" Von der Politik fühlen sie sich nicht gehört."

War schon immer so und ist auch kein Wunder.

Wer hört schon als gestandener Mensch, der seinen Lebensunterhalt verdient auf jemanden, der noch nicht einmal eine Ausbildung hat und noch bei Mutti wohnt. (Wer arbeitet, der kriegt nicht jeden Freitag frei.)

Ich habe mich als Jugendliche auch nicht verstanden gefühlt und wollte die Umwelt retten und die Welt vom Krieg befreien. Das schient ein völlig normaler Entwicklungsschritt zu sein, um sich von seinen Eltern abzunabeln.

*

Dass es der Umwelt nur noch schlechter gehen kann, wenn es immer mehr Menschen gibt ist leider nicht zu verhindern. Selbst bei sauberster Umwelt fehlt da für alle einfach der Platz. Nichts anderes sagt auch die Wissenschaft. Als mein Vater geboren wurde gab es nur halb so viele Menschen auf dem Planeten.

Wegen Corona wurde die Wirtschaft ausgebremst, wegen erhöhter Nachfrage aus China sind Fleischpreise gestiegen, Energie ist teurer geworden, Flüchtlinge werden aufgenommen - was wollen diese Jugendliche noch?

"Von der Politik fühlen sie sich nicht gehört."

"Politik" wieso hier die Politiker über einen Kamm scheren, verantwortlich sind die regierenden Parteien.

Dies scheint für die deutsche Regierung symptomatisch zu sein. Nicht nur der Jugend schenkt man kein Gehör, sondern auch dem Rest des Volkes.
Hängt vielleicht daran, dass man den Bürgern keine Kompetenz zutraut, deshalb verweigert man sich wahrscheinlich auch Volksentscheiden?

Wohingegen die Regierenden ihre Arbeit (in massiver fehlerhafter Selbsteinschätzung) als gut beurteilen.

Am 23. Juli 2020 um 16:35 von Sisyphos3

Zitat:
"...in den 68er ging die Jugend auf die Straße und verschaffte sich gehör
und zwar ziemlich laut und aggressiv wenn ich mich noch recht erinnere
und problembewußter
die Friedensdemos, Mutlangen, Atomkraft..."

Stimmt genau, aber die Zeiten haben sich geändert, Toleranz ist gleich Null, Aggressivität nimmt ständig zu. Wir sind in einer Gesellschaft angekommen, wo das eigene ich im Vordergrund steht.
Und noch was zu den 68er, der Leistungsdruck und das Ungewisse war damals nicht so Dominat wie heute.

16:41 von Nettie

die Jugend sieht die Welt und die Dinge anders als ihre Eltern
wäre ja wohl erstaunlich wäre dies anders
ach ja und das seit Jahrtausenden

Kleinvieh macht auch Mist.

Die Jugend macht sich Sorgen um die Zukunft. Das ist verständlich. Die heutigen erwachsenen Menschen verschandeln die Umwelt und die heutige Jugend muss es später ausbaden. Sie demonstriert dagegen und fordert radikal sofort alles abzuschaffen, was die Umwelt beeinträchtigt. Autos? Weg damit! Kraftwerke? Weg damit! Aber Kleinigkeiten, die man jetzt schon anpacken könnte, das übersehen die jungen Leute. Ich nehme an, so ziemlich jeder hat ein Handy und viele haben ein Laptop. Warum fragt eigentlich niemand, wieso man bei den neuen Geräten den Akku nicht mehr tauschen kann? Und warum muss man alle 2 Jahre ein neues Handy haben? Bei den alten Handys und Laptops konnte man das noch tauschen. Klappe auf, Akku wechseln, Klappe zu und weiter geht es. So landet heute viel Plastikschrott auf dem Müll, obwohl das Gerät gar nicht kaputt ist. Gut, es sind nur Handys und Laptops und keine kompletten Kraftwerke, aber es sind viele und es wäre ein Anfang. Kleinvieh macht eben auch Mist.

@To_LE

Bei den Zukunftsaussichten ist es kein Wunder, dass "der Jugend der Spaß am Leben abhanden gekommen ist". Und natürlich ist ihnen zu helfen. Mit Klimaschutz. Ganz sicher nicht in dem man obsolete Kohlekraftwerke wie Datteln ans Netz bringt oder Kohlearbeitsplätze sichert indem man 10mal mehr in PV- und Windkraftindustrie vernichtet. Es hilft auch nicht Verbrennungsmotoren in der EU über die Zeit zu retten und damit die deutsche Automobilindustrie an die Wand zu fahren.
Meinten Sie das mit den Ast absägen auf dem man sitzt? Das tut die Regierung Merkel und die älteren Generationen mit ihrer Wählermehrheit.
Demokratie verliert ihre Legitimation, wenn sich zwei verbünden um den dritten auszurauben. Das ist zwar ein Mehrheitsentscheid, aber Demokratie ist das nicht mehr.

"Die Welt der Parteien und

"Die Welt der Parteien und klassische politische Arbeit ist ihr aber fremd."

Ja, natürlich. Die Parteien in derzeitiger Form werden ja größtenteils als das Problem gesehen. Dort sitzen die älteren Menschen, die die Probleme nicht ernst nehmen. Dazu kommt Korruption. In welche der größeren Parteien sollen die jungen Leute gehen?
Davon abgesehen wird das Konzept von vielen auch als nicht mehr ganz zeitgemäß betrachtet. Parteien wie die PIRATEN haben hier einen neueren Ansatz mit wesentlich mehr Beteiligung und weniger starrem System versucht, wurden aber von Medien nicht verstanden (das Problem gab es schon damit, dass die Medien eine klare Parteiführung und interne Wahlkämpfe erwarten und mit "liquid democracy" nichts anfangen konnten oder wollten).

Politisch zu sein heißt eben nicht, sich einer Partei verschreiben zu müssen. Schubladendenken ist ohnehin nicht mehr so gefragt. Aber genau das sind nun mal Parteien: Schubladen.

Komisch. Die sind ernster,

Komisch. Die sind ernster, als früher? Früher wurde demonstriert UND Spass gehabt. Genutzt hat es trotzdem nicht viel. Haben wir uns damals empört? Ja sicher doch.

Sinus-Jugend Studie

Dieses Ergebnis der Studie verwundert mich nicht. Obwohl ich selber schon alt bin, kann ich mir sehr gut vorstellen und mich erinnern wie es dich anfühlt jung zu sein. In eine Gesellschaft hinein geboren zu sein und ohnmächtig grobe und eklatante Fehler dieser Gesellschaft zu erkennen und nichts ändern zu können. Ein „weiter so“ ist der gerade Weg in eine Umwelt und Klima Katastrophe. Ein „nicht weiter so“ in eine humanitäre Katastrophe. Corona hat nicht nur die Jugend still gemacht.

Die Jugend?

Ich zucke immer zusammen, wenn ich solche Pauschalisierungen lese wie „die Jugend“ (oder auch „die Rentner“, „die Wähler“ usw.).

Zur heutigen Jugend gehören die, die sich bei FfF engagieren genauso wie die, die mit 18 den Führerschein machen und sich sofort einen 3er mit 250PS kaufen. Die Veganer wie die Grillfans. Die Partypeople von Malle genauso wie die, die lieber alleine ein Buch lesen usw.

Was sagt mir also so ein Artikel? So viel wie eines dieser zweifelhaften Label wie „Generation Y“.

@Am 23. Juli 2020 um 16:07 von Sebastian15

"Die natürliche Tatsache, dass diese nicht immer zu 100% umgesetzt werden können" - warum sollen die nicht zu 100 % umgesetzt werden können? Welchen Grund gibt es denn das nicht zu tun?

Man will nicht? Och, wenn jemand bei Gesetzen nicht will, wird er verurteilt. Man hätte schon lange die Forderungen zu Gesetzen umformulieren können! Ist kaum passiert. Wirtschaft ist nicht progressiv. Das weiß absolut jeder, der bereits einige Jahre lang gearbeitet hat. Und junge Menschen wollen eine Progression, ein Fortschritt sehen. Die geben sich halt nicht mit Entschuldigungen zufrieden, da sie noch selber nah genug an ihren kindlichen Erinnerungen über Ausreden sind. Erwachsene haben Ausreden schon lange akzeptiert, tun sie es selber doch oft genug.

Nein, die Jugend erkennt billige Ausreden ziemlich gut. Die Kinder haben erkannt, dass ihnen später im Extremfall vielleicht nicht mal mehr Brot und Spiele bleiben könnten, weil ihre Eltern die Umwelt vor die Hunde gefahren haben.

16:43 von wenigfahrer

lautet demnach ganz klassisch: Schule, Ausbildung oder Studium, Beruf, Ehe, Kinder
-
Ehe ... ?
immer noch populär ?

@tias, 16:57 Uhr - Oh doch...

Sie, der Sie Verallgemeinerung, Framing und Manipulation" beklagen, verfallen genau in dieses Bild, indem Sie ohne sachliche Begründung Schlagworte in den Raum werfen. Die Jugend ist aufgeweckter, als Sie denken und ziemlich abstinent, wenn es um Hass und Hetze geht.

@Postquestioner

"Und noch was zu den 68er, der Leistungsdruck und das Ungewisse war damals nicht so Dominat wie heute." Am 23. Juli 2020 um 17:01 von Postquestioner

*

Können Sie bitte erläutern, wie Sie auf solche Ideen kommen?

War der Kalte Krieg und drohender Nuklearkrieg oder das Leben in der DDR etwa eine blühende Zukunft?

Zur Politik

Gehört auch verstehen, zum Beispiel wie ein Sozialstaat überhaupt finanziert wird.
Und von den Themen lese ich leider relativ wenig, im Zusammenhang mit dem Artikel.

Ganz davon ab wurden 72 Jugendliche befragt, zurecht wird im Artikel erwähnt, das dies natürlich nicht repräsentativ ist.

Zu allen Zeiten ...

... ist/war das so. Jugend wurde schon immer nicht zu gern gehört, wenn sie sie Erneuerung forderte, nur waren die Restriktionen der Elterngeneration noch einschränkender. Aber es ist wohltuend zu sehen, dass jetzt wieder ein Protest erwacht, der sich um Zukunftsprobleme dreht. (Zwischendurch bekam Spaß- und Anspruchsverhalten ein ziemliches Übergewicht). Älter werden ist zwar nicht für Feiglinge gemacht, aber das heutige Jungsein ist auch nicht ohne, so dass der Wunsch danach (noch mal jung zu sein) auch nicht übermächtig wird. In Zeiten, in denen immer mehr Despoten das Ruder an sich reißen, die Chancengleichheit über Jahrzehnte keinenSchritt nach vorn gemacht hat, das Klima auf der Kippe steht ... , ist Optimismus bewundernswert (wenn ich auch befürchte, dass man eher diejenigen aus bevorteilten Elternhäusern befragte). Leider ist es ein generelles Problem: Mahner sind nicht geliebt, in keinem Alter, selbst dann nicht, wenn sie es auf wissenschaftlicher Basis tun.

Kann nur jedem empfehlen

Kann nur jedem empfehlen genießt eure Jugend, sie kommt nicht wieder. Nutzt eure Zeit, gerne auch für was sinnvolles. Aber nimmt euch nicht zu ernst und werdet nicht so selbstgerecht wie mancher eurer Eltern. In der Jugend zeigt man gerne auf andere, mit mehr Wissen, Erfahrung und eigener Verantwortung ändert man dann die ein oder andere Meinung.

@Giselbert, 17:01 Uhr

"Wohingegen die Regierenden ihre Arbeit (in massiver fehlerhafter Selbsteinschätzung) als gut beurteilen".
Nicht nur Bundesregierung, auch die Bürger sind mehrheitlich mit der aktuellen Regierungsarbeit zufrieden, wie die Umfragen belegen. Von Selbstüberschätzung ist da kaum etwas spürbar.

17:01 von Postquestioner

Toleranz ist gleich Null, Aggressivität nimmt ständig zu
.
ich weiß es nicht
aber habe den starken Eindruck es wäre so
mit Zitat : "Leistungsdruck und das Ungewisse" könnte hinkommen
also wir waren sicherlich nicht besser - das ist auch nicht das Thema,
aber manches war früher anders, lockerer, ich tue mir schwer heute
aber das werden sich unsere Eltern / Großeltern auch getan haben,
mit unseren Vorstellungen

@ Toni B. (16:56)

Ich kann Ihrem Kommentar nur widersprechen.

Änderungen erreicht man nicht durch Demonstrationen, sondern durch wählen.

Natürlich sind diese Änderungen nicht schnell genug und nicht spektakulär genug, dass man damit einen Hollywood-Streifen drehen könnte, aber wie es so schön heißt "Rom ist nicht an einem Tag erbaut worden".

Ales bedarf langer Arbeit, noch mal langer Arbeit, und noch mehr langer Arbeit. Jeden Tag über Jahre.
Und wenn man das Ziel erreicht hat, dann fängt die Arbeit erst richtig an, um das Ziel zu erhalten.

Das ist eine Lebensaufgabe.

Kurz und knapp

Blicke ich auf unsere Jugend, diese unsere Enkel-Generation, im Spiegel dieser Studie, bin ich voller Hoffnung und Respekt ihnen, denen ich aus meinem "Bauchgefühl" heraus, nicht so viel Besonnenheit , so viel Nachdenklichkeit zugetraut hätte.
Dennoch liegt es an den Edukatoren, zuerst an den Eltern, den Lehrern, zuletzt an unserer Gesellschaft, diese jungen Pflanzen mit deutlich mehr Bildung zu düngen, sehr wohl von Anfang an, um sie in die Lage zu versetzen, ihre Lebensfundamente zu gründen. Es bedarf der Einsicht in unserem Deutschland, dass keiner und niemand, woher er auch kommen mag, verhungern darf, in dem Bestreben nach Wissen und Bildung, dass überall reichlich sprudelnde Brunnen installiert werden, um unsere Kinder, alle sind sie unsere, nicht verdursten zu lassen ! -
Dr.med hambacherschloss, 72 Jahre alt, Arzt seit 45 Jahren

@ 17:01 von Postquestioner

"Und noch was zu den 68er, der Leistungsdruck und das Ungewisse war damals nicht so Dominat wie heute."

Sicherlich ein entscheidender Punkt. In einer Zeit der befristeten Verträge oder des Leiharbeitertums ... Auch große Konzerne bieten nicht mehr die langfristigen Perspektiven. Da wird Familien- und Zukunftsplanung schwierig. Was nützen da Kreditzinsen für Wohneigentum auf Rekordtief, wenn sie mit ihrem Zeitarbeiter-/Leiharbeitervertrag keinen Cent bekommen.

@Tada

Und irgendwann haben Sie offenbar aufgehört mit "wollte die Umwelt retten und die Welt vom Krieg befreien". Warum eigentlich. Finden Sie die Umweltzerstörung und Krieg nun akzeptabel?
Ich glaube nicht, das man sowas nur fordert "um sich von seinen Eltern abzunabeln". Ich glaube vielmehr, dass es erschreckend ist, wie Menschen abstumpfen und was sie alles an Übel akzeptieren, wenn man Ihnen weis macht, Glück hinge von Konsum und Lohnarbeit ab.
Die vielen Menschen kämen schon klar, dazu bedarf es allerdings etwas Bescheidenheit und Rücksicht. Z.B. beim Fleisch und Milchverzehr, der drei Viertel der Landwirtschaftsflächen beansprucht. Da wäre viel Platz für Umwelt, Nahrung und sogar Energiepflanzen.
Wenn Sie aber auf dem derzeit propagierten Lebensstil beharren, ja der geht nicht mit 10 Mrd.

Alle Jahre wieder

Die „Jugendstudien“. Ich kann mich noch bewusst an Studien aus den 80ern erinnern. Eigentlich sind die Ergebnisse immer dieselben: Jugend wird zu wenig „gehört“, interessiert sich für Politik aber nicht für Teilhabe daran etc.

Interessanter sind da schon die Thesen der Studienmacher, die viel mehr den Zeitgeist widerspiegeln als die Äußerungen der Jugend selbst:

So besinnen sich heute viele Jugendliche auf einen „klassischen“ Lebensentwurf aus Schule, Ausbildung, Studium, Beruf, Ehe und Familie. Was glauben Sie, was die Jugendlichen vor 10, 20, 30 oder 50 Jahren vorhatten? Genau dasselbe!

Der einzige Unterschied: man nennt das heute laut dem Artikel oben „regrounding“ :-)

@16:35 von Sisyphos3 "Atomkraft"

"...wenn ich mich noch recht erinnere
und problembewußter
die Friedensdemos, Mutlangen, Atomkraft wie soll man das werten
Partymässig ?"

Eben! Die Abschaffung der Atomkraftnutzung haben die 68er doch geschafft, aber genau das hat mit zum Klimawandel beigetragen.
Leider ist diese Erkenntnis bis heute in den Gehirnen noch nicht angekommen.
Lieber wird die Natur verspargelt und der Tod von Insekten und Vögeln in Kauf genommen.

Repräsentativ?

Da werden unter 100 Jugendliche befragt und plötzlich sprechen wir von Studie.... Das ist weder repräsentativ noch qualitativ aussagekräftig und wird den Jugendlichen in dieser Altersrange nicht gerecht.
Wer finanziert das? Was kostet das? Und wieso wird das dann als Wahrheit verbreitet: So tickt die Jugend? Bin wirklich erstaunt, dass die Journalisten der Tagesschau das so unkritisch publizieren. Und alle anderen Kommentatoren hier, die m.E. überheblich sich äußern über die Antworten der unter 100 Jugendlichen: Ihr habt es wieder mal nicht verstanden, es geht nicht um Euch sondern um einzelne Rückmeldungen von wenigen Jugendlichen, die es zu akzeptieren gilt.

@ 17:02 von Stotterfritz

"Autos? Weg damit! Kraftwerke? Weg damit! Aber Kleinigkeiten, die man jetzt schon anpacken könnte, das übersehen die jungen Leute. Ich nehme an, so ziemlich jeder hat ein Handy und viele haben ein Laptop."

Sicherlich nicht nur zum Zeitvertreib, finde hier verurteilen Sie die Jugendlichen zu unrecht.
Dies sind die essentiellen Arbeitsmedien von heute, früher war Taschenrechner heute Laptop. Ein Jugendlicher der sich hier verweigert hätte wenig Chancen am Arbeitsmarkt oder im Studium.

"Warum fragt eigentlich niemand, wieso man bei den neuen Geräten den Akku nicht mehr tauschen kann?"
Dieser Vorwurf sollte eher den Hersteller gelten bzw. den Regierenden, weil hier Vorgaben fehlen.

16:07 von Sebastian15

«"Die Jugend fühlt sich zu wenig gehört"

Das kann man in diesem Zusammenhang aus zweierlei Blickpunkten sehen:

Einmal generell in Bezug darauf, wie wenig die Bevölkerung von der Politik gehört wird. Das trifft aber nicht nur auf die Jugend, sondern auf alle Generationen zu.»

Politik wird nicht auf Zuruf von der Seitenlinie aus besser, wenn Zurufer sich nicht auch persönlich engagieren. Kann ja auch in der Kommunalpolitik sein. Dort fehlen die, die sich selbst beteiligen wollen, sowieso am meisten. "Beteiligung" muss gar keine Aktivität in einem Politischen Amt sein.
Viele andere Möglichkeiten sind.

Fußballer auf dem Spielfeld werden auch nicht besser durch Zurufe von der Seitenlinie aus: "Lauf doch … Du Banause !".

Null Verantwortung

Die Erwachsenen zeigen null Verantwortung in Bezug auf eine Zukunft für alle. Das Gegenteil ist der Fall. Die Politik fährt unser Schiff Erde, der Titanic gleich, mit Volldampf in den Untergang. Der Klimawandel wurde durch Corona aufs Abstellgleis geschoben und andere Umweltthemen werden zerredet, bis nichts mehr davon übrig ist. Unsere Damen und Herren in der Politik sind verantwortlich für das, was uns in der Zukunft erwartet. Denkt man weiter darüber nach, kann einem Angst und Bange werden, egal ob Jugendlicher oder Erwachsener.

@Stotterfritz

Ich habe einige FFF-Demonstranten kennengelernt. Denen mangelnde Ambitionen bzgl. ihres Lebensstils vorzuwerfen ist ziemlich gewagt. Einer hat mal fast geweint, weil sein Vater sich all seine Argumente bzgl. der Folgen von Fleischkonsum anhörte um dann zu fragen ob er nach der Demo noch eine Currywurst wolle. Andere erzählen wie Ihre Eltern ausrasten weil sie sich über die teure Flugreise nicht freuen wollen und lieber zu hause bleiben.
Wenn die alle auf netto Null CO2 kämen, wäre das nur ein Klacks deutschlandweit. Also benutzen die Handys und vernetzen sich damit und organisieren ihre Demos damit.
Wenn der Stromverbrauch davon wegfiele würde eben ein Windrad vom Netz genommen, damit die Kohlkraftwerke laufen können.

„Viele Jugendliche befürchten mehr Hass und

Aggression in dieser Gesellschaft“ Sie wünschen sich Toleranz, soziale Geborgenheit und mehr Zusammenhalt.
Das sind Wünsche, die eine Gesellschaft ihrer Jugend erfüllen muss. M.M.n.

Am 23. Juli 2020 um 16:38 von To_LE

Zitat: Eine demokratische Gesellschaft lebt vom Kompromiss.

Man geht in keine Verhandlung mit einem Kompromissangebot. Der Kompromiss wird anhand der Maximalforderungen erarbeitet. Ich denke, das gilt für Demos analog.

Zitat: Insofern disqualifizieren sich einige dieser Jung-Aktivisten regelmäßig von selbst, da sie, obwohl sie vorgeben Demokraten zu sein, mit den demokratischen Entscheidungen oft nicht einverstanden sind.

Es gibt viele demokratisch zustande gekommen Entscheidungen, mit denen ich nicht einverstanden bin. Wie mir geht es vielen anderen. Wir lassen uns aber nicht absprechen, Demokraten zu sein, weil wir den Entscheidungen folgen, womöglich in der Hoffnung, dass sie vielleicht einmal abgeändert werden.

(Oppositions-) Parteien werben, dass sie mit (mehrheitlich) getroffenen Entscheidungen nicht einverstanden sind und sie bei geänderten Mehrheitsverhältnissen rückgängig machen wollen.

Alles keine Demokraten ?

@sysiphos

"die Jugend sieht die Welt und die Dinge anders als ihre Eltern
wäre ja wohl erstaunlich wäre dies anders
ach ja und das seit Jahrtausenden"

Und das wars? Das reicht Ihnen als Rechtfertigung?

Wenn Ihr Kind ertrinken würde, wäre das dann Ihre Antwort?

Das ist es nämlich was die Jugend vielfach erlebt. Die Kämpfen ums überleben. Zwischen 70 und 90% der Welbevölkerung gehen drauf, wenn die Kipppunkte abgearbeitet werden von der Eltern- und der Großelterngeneration.

Die 90% finden Sie in einem Bericht der int. Energieagentur. Kein ökologischer Verein.

Fehlende Kompromisslosigkeit?

Das Problem ist, das Klimaschutz kein "nice to have" Thema ist. Das Pariser Ziel von 2°C, besser 1,5°C gibt uns eine realistische Chance, dass das Klima nicht komplett kippt, sodass ein Leben, wie wir es kennen, auch im Jahr 2100 noch möglich ist. Eine realistische Chance. Das ist die Forderung von FFF. Und um das zu erreichen, soll auf die wissenschaftlichen Empfehlungen gehört werden. Das Pariser Abkommen einzuhalten (welchem sich die Bundesregierung verpflichtet hat) ist der Kompromiss, den die Jugend bereit ist zu akzeptieren. Und ein Ausstieg aus der Kohle bis 2030 ist dafür dringend notwendig. Meiner Meinung nach ist das keine radikale Forderung.

Irgendwann wird die heutige

Irgendwann wird die heutige Jugend an den Hebeln und Schaltern der Macht sitzen. Glaubt irgendjemand, das sich dann was ändert? Ich nicht. Dann werden Jugendliche wieder unverstanden sein.

Alt und Jung

Sind es nicht gerade die "Alten" die der heutigen Jugend so viele Freiheiten, solche Bequemlichkeiten ermöglicht hat? Die "Alten" kannten in der Jugend kaum Plastik.Es wurde Milch / Kakao aus Pappbechern getrunken. Es gab Brot von Zuhause mit für die Pausen. Heute gibt man den Kindern Geld mit, damit sie sich schnell mal beim Kaufmann / Kiosk eine Tüte Chips für die Pause holen können.
Die "Alten" sind noch zu Fuß zur Schule, für die Eltern zum Kaufmann gegangen.
Wir leben schon in einer verrückten Welt.
Man redet immer vom Aussterben der Tierarten.
Auch Höflichkeit, Respekt, Treue, Vertrauen, Ehrlichkeit und Zusammenhalt sind Dinge die seit langer Zeit immer mehr in den Hintergrund treten, somit auch vom Aussterben bedroht sind.

Schon immer?

Ernst und problembewusst, dass wurde schon ueber meine Generation der Schueler und Studenten in den 80ern gesagt. Schon fuer uns standen die Themen Umwelt (AKWs, Biolandwirtschaft), Frieden (Atomwaffen), Ungleichheit ganz oben. Viele machten ein soziales Jahr oder wollten sich in aermeren Laendern als Helfer betaetigen.
War die Generation dazwischen anders? In Deutschland haben die Interessen der Jugendlichen auch viel mit dem 3-stufigen Bildungssystem zu tun. Das tiefgruendige Gruebeln ueber die Probleme dieser Welt findet eher in Gymnasien statt, wo mehr Zeit mit Literatur und Geschichte verbracht wird. Das schafft 3 Klassen. Zu "meiner Zeit" verbrachten Gymnasiasten ihre Samstagabende in der "Teekueche" des "alternativen Kulturzentrums", die Realschueler in der Disco und die Hauptschueler mit der Motorradclique oder im Jugendzentrum.

17:01 von Tada

<< " Von der Politik fühlen sie sich nicht gehört."

War schon immer so und ist auch kein Wunder.

Wer hört schon als gestandener Mensch, der seinen Lebensunterhalt verdient auf jemanden, der noch nicht einmal eine Ausbildung hat und noch bei Mutti wohnt. (Wer arbeitet, der kriegt nicht jeden Freitag frei.)"

,.,.,

War NICHT schon immer so und wird auch nicht bleiben.
Hängt von dem Geist der Eltern ab.

Es gab sicher immer schon auch Eltern, die so reden wie Sie und vom Kind wenig verstehen.

Es gab aber auch - und gibt es immer mehr - Eltern, die erfassen, dass Kinder mehr wissen können als überhebliche und kaltschnäuzige Eltern - die mit diesem NIchtverstehen ihren Kindern sicher auch schaden.

Von der jüngeren Generation lernen - das wäre meine Devise.
Man kann sogar was von 3-Jährigen lernen, das ist mir mal passiert. Als Erwachsener vergisst man manche Weisheit, die die Kleinen noch haben.

Am 23. Juli 2020 um 17:01 von Tada

Zitat: Wer hört schon als gestandener Mensch, der seinen Lebensunterhalt verdient auf jemanden, der noch nicht einmal eine Ausbildung hat und noch bei Mutti wohnt.

Ich hörte stets auf das, was meine Kinder zu sagen hatten und war mir nie zu fein, ihre Argumente aufzunehmen.

@ Toni B.

"Logische, rationale Schlussfolgerung: Die Kinder sollten lieber zuhause bleiben und lernen."

Das ist unsere Welt und unsere Erde - wir geben die Kontrolle erst ab wenn wir Tot sind. Wenn überhaupt!

Meinten Sie das so?

17:02 von Stotterfritz

[...] Aber Kleinigkeiten, die man jetzt schon anpacken könnte, das übersehen die jungen Leute. Ich nehme an, so ziemlich jeder hat ein Handy und viele haben ein Laptop. Warum fragt eigentlich niemand, wieso man bei den neuen Geräten den Akku nicht mehr tauschen kann?[...]

Sie wissen nicht, ob die Jugendlichen, die bei FFF auf die Straße gehen, das neueste Smartphone oder den neuesten Laptop besitzen, bzw. wie lange diese ihre Geräte in Benutzung haben werden. Das Problem mit den nicht austauschbaren Akkus, seltene
Erden-Abbau etc. sehe ich durchaus auch. Vermutlich sind es aber eher Erwachsene,
die sich ständig ein neues Gerät zulegen.

Und: Sollen sich Jugendliche allein um alle Probleme dieser Welt kümmern?
Das finde ich zu viel verlangt und da sehe ich uns Erwachsene erst mal in der Pflicht mit
gutem Beispiel voran zu gehen. Wir können unsere Verantwortung nicht den Jugendlichen aufbürden, wir müssen selbst handeln!

@17:23 von Sisyphos3

„ Ehe ... ?
immer noch populär ?“

Das scheint ein gutes Beispiel für „gefühlt“ vs. „gezählt“ zu sein.

Die Zahlen für Eheschließungen in den letzten 30 Jahren sind ziemlich konstant bei etwa 400000 pro Jahr. Und weil man dafür ja immer 2 Menschen braucht sind das etwa genau so viele (sogar etwas mehr), wie jedes Jahr geboren werden.

Also scheint es so, dass die mediale Aufmerksamkeit häufig mehr auf der Ausnahme liegt, als auf dem langweiligen Normalzustand.

17:01, Giselbert

>>"Von der Politik fühlen sie sich nicht gehört."
"Politik" wieso hier die Politiker über einen Kamm scheren, verantwortlich sind die regierenden Parteien.

Dies scheint für die deutsche Regierung symptomatisch zu sein. Nicht nur der Jugend schenkt man kein Gehör, sondern auch dem Rest des Volkes.<<

Weswegen sind die regierenden Parteien denn dann eigentlich regierende Parteien?

Werden sie bei uns denn nicht vom Volk gewählt, dem ungehörten, unverstandenen?

Oder bin ich es, der da irgendetwas nicht verstanden hat?

„Jugend wird zu wenig gehört“?

Das kann man so nicht sagen. Denken Sie daran, welches Angebot Herr („Joe“) Käser von SIEMENS einer Aktivistin noch unlängst machte !

Es besteht auch eine riesengroße Diskrepanz zwischen dem „Anerkennen“ des Engagements der Jugend, zB der FFF Proteste durch zB Merkel einerseits und des realen Einflusses der Jugend auf strategische und langfristige Politikziele andererseits.

Das liegt daran, dass der FFF Protest ganz gut in die allgemeine politische Linie hineinpasst. Das letzte mal, als die Jugend in Deutschland aufbegehrte, mit Friedensbewegung oder Anti-Atomkraft oder gegen den Schah oder den Muff unter den Talaren, da war die offizielle Politik nicht so entzückt und hat den Jugendprotest mit Wasserwerfern weggespült ...

Am 23. Juli 2020 um 17:31 von Tada

Zitat: Änderungen erreicht man nicht durch Demonstrationen, sondern durch wählen.

Was heißt das?

Vier Jahre die Luft anhalten - wählen gehen - wieder vier Jahre die Luft anhalten - usw. ?

Die Demokratie nicht verstanden

@ styxxx:
Parteien wie die PIRATEN haben hier einen neueren Ansatz mit wesentlich mehr Beteiligung und weniger starrem System versucht, wurden aber von Medien nicht verstanden

Wer sich bei einem Parteitag hinter Sichtschutzwänden versteckt, der kann auch von Medien nicht verstanden werden. Und der wird selbst weder die Medien noch die Demokratie verstehen. Und echte Beteiligung geht ganz anders.

Kann die Jugend diese Studie

Kann die Jugend diese Studie ohne dafür zu bezahlen lesen? Nein, der Auftraggeber, die Bundeszentrale für Politische Bildung vertreibt sie zum Preis von € 4,50 zzgl. Versandkosten. Wie sollen Jugendliche so eine Studie eines Marktforschungsinstituts ernst nehmen? Die bpb sollte die Studie freischalten, z. B. als PDF-Datei. Damit jeder, auch politisch Interessierte, genauer erfahren kann, worum es da wirklich geht. Andererseits, kann man sich auch vorstellen, dass wenn man sich einige Videos von und mit Jugendlichen in sozialen Medien anschaut, man genau soviel oder mehr über diese Zielgruppe erfahren kann. Pressemitteilung wie auch der Artikel zur Studie mit 72 Jugendlichen können doch nicht ernsthaft eine Grundlage für eine Diskussion der Ergebnisse sein. Mehr kriege ich als Meinung jedenfalls nicht hin.

@postquestioner

Der Leistungsdruck war "damals" genauso groß wie heute. Chemielaborant durfte man sich erst nennen wenn man in 2 mal 6 Stunden (wie bei mir) ein Erz (Eisen und SiO2), eine Legierung (Blei-Antimon-Zinn), eine Stahlanalyse auf Schwefel, eine qualitative Analyse (Ionen-Lotto, sieben Ionen aus 21), eine Fotometrie und als "Schmankerl" eine Wasserhärtebestimmung mit je weniger als 3 rel. % Fehler hingelegt hatte. Man mußte in fremden Räumlichkeiten wegen des Zeitdrucks parallel arbeiten unter ständiger Aufsicht. Und man hatte richtig Angst durchzufallen, falsch abgelesen, Zahlendreher, Verwechselung etc.. Zehn Jahre später war das Anforderungsniveau schon deutlich schwächer, da war ich schon selbst Ausbilder. Heute ist das mehr oder weniger "Knöpfchendrücken" auf Apparaten und PC-Anwendung. Wenn was kaputt ist kommt der Servicetechniker.

Einverstanden muss man nicht sein

@ To_LE:
Eine demokratische Gesellschaft lebt vom Kompromiss. Insofern disqualifizieren sich einige dieser Jung-Aktivisten regelmäßig von selbst, da sie, obwohl sie vorgeben Demokraten zu sein, mit den demokratischen Entscheidungen oft nicht einverstanden sind.

Man muss auch mit einer bestimmte demokratischen Mehrheitsentscheidung nicht einverstanden sein (z.B. Wahl der Kanzlerin). Man sollte die Mehrheitsentscheidung aber dennoch respektieren.

17:38, atratos

>>Eben! Die Abschaffung der Atomkraftnutzung haben die 68er doch geschafft, aber genau das hat mit zum Klimawandel beigetragen.
Leider ist diese Erkenntnis bis heute in den Gehirnen noch nicht angekommen.<<

Natürlich nicht. Es ist ja auch Unsinn.

>>Lieber wird die Natur verspargelt und der Tod von Insekten und Vögeln in Kauf genommen.<<

Jedes Einfamilienhaus mit Fensterscheiben bringt mehr Vögel und jede Autowindschutzscheibe mehr Insekten um als ein ganzer Windpark.

der Straße ihre Forderungen durchsetzen können.

von Toni B. @
Das ist ja such gut und richtig in einer Demokratie.

Hier werden Entscheidungen durch Wahlen und durch demokratische Mehrheiten beeinfußt.

Oder wollen sie wieder von grölendem Mob regiert werden?

Das hatten wir leider ja schon mal mit schrecklichen folgen.

@ ottokar (17:33) zu @ Tada

Legen Sie mir keinen Stuss in den Mund!

Ich bin in der Realität angekommen und lebe nicht mehr im Wolkenkuckucksheim. Womit soll ich jetzt den Weltfrieden herbeizaubern? Mit Waffenlieferungen an die "Richtigen"?

Und nur weil man meint alles besser zu wissen und denkt weniger umweltunfreundlich zu leben, als andere heißt es noch lange nicht, dass das wirklich so ist. Den Unterschied zwischen Theorie und Praxis lernt man durch Erfahrung, und die fehlt der Jugend nun mal.

Jede Generation findet etwas, um sich von der Vorgängergeneration abzunabeln.
das gehört genauso dazu, wie über die "verzogene Jugend" zu meckern.

Es gibt 5.000 jähre alte Aufzeichnungen der Sumerer, die genau das belegen.
Und dann durch die Geschichte: die Jugend lehnt die alte Lebensweise ab.

Immer hat die "unerhörte" Jugend rebelliert und die "Alten" haben sich darüber beschwert.

hxxps://bildungswissenschaftler.de/5000-jahre-kritik-an-jugendlichen-eine-sichere-konstante-in-der-gesellschaft-und-arbeitswelt

@ 18:00 von ottokar

"Wenn Ihr Kind ertrinken würde, wäre das dann Ihre Antwort?"
.
Nein, unsere Kinder werden verglühen.
In den 80ern wären die noch wegen der kommenden Eiszeit erfroren, in den 90ern vom sauren Regen verätzt worden oder am Ozonloch in den 2000ern durch Hautkrebs gestorben.
Jede Generation sucht sich ihre Panik aus.
Wo ist eigentlich der heißeste Sommer?

Jugend politisiert sich wieder

Es ist sehr zu begrüßen, dass größere Teile der Jugend sich wieder stärker für Politik interessiert und mehr Einfluss fordert.

Ich fände es auch richtig, das Einstiegsalter für das Wahlrecht zu senken, damit mehr politischer Einfluss der jungen Generation möglich wird.

Die Dominanz der Alten, die die Folgen ihrer Entscheidungen aus biologischen Gründen nicht mehr ausbaden müssen, ist nicht gerecht.

17:23 von Tada

„ War der Kalte Krieg und drohender Nuklearkrieg oder das Leben in der DDR etwa eine blühende Zukunft?“

Den Menschen in der DDR hat einst Helmut Kohl blühende Landschaften versprochen! Was ist draus geworden? Durch Übernahme des Kapitals wurden die Menschen in der DDR mit einer nicht erwarteten Realität konfrontiert. Deshalb haben wir hier viele, die sich nicht gehört fühlen. Ähnlich geht es den Jugendlichen heute die ahnen, dass ihre Zukunft durch das Kapital gekapert und in eine ungewisse Zukunft gesteuert wird. Der Klimawandel, u.a., hat von der seriösen Wissenschaft prognostizierte Folgen, mit denen man keine Spaßgesellschaft mehr unterhalten kann. Es ist gut und stimmt am Ende auch ein wenig hoffnungsvoll, wenn die jungen Menschen dafür auf die Straße gehen und den „warmen Worten“ der Politik nicht mehr glaubt. Wir Älteren sollten diese jungen Menschen dabei unterstützen.

@ 17:28 von Adeo60

"Nicht nur Bundesregierung, auch die Bürger sind mehrheitlich mit der aktuellen Regierungsarbeit zufrieden, wie die Umfragen belegen. Von Selbstüberschätzung ist da kaum etwas spürbar."
.
Ja warum gehen dann die jungen Menschen auf die Straße, wenn alle so mit den Leistungen von Frau Dr. Bundeskanzlerin einverstanden sind?
Irgend etwas stimmt hier nicht.......
Junge Leute doof, oder Bundeskanzlerin doof?
Sie müssen sich schon für was entscheiden.

@Meeresmaler 17.43

ja, bei 72 Befragten ist das Alles Andere als repräsentativ. Die "Jugend" war auch früher heterogen. Zu meiner Zeit waren es die Einen, die gegen Aufrüstung oder den Doppelbeschluß demonstrierten und dann die "no future" Punks oder die Popper auf der andern Seite. Auch damals gab es ernste und unpolitische Partygänger. Vielleicht war nur die mediale Begleitung distanzierter und die allgemeine Endzeitstimmung nicht so ausgeprägt

Vergleich mit 68

1968 gingen diejenigen auf die Straße, die dafür Zeit und Muße hatten und sich dank ihres Elternhauses wenig Gedanken um ihre Zukunft machen mussten. Die Lehrlinge und Arbeiter haben gearbeitet und an ihnen ist der Sinn und Zweck des Aufbegehrens der „Jugend“ damals deshalb auch weitgehend vorbei gegangen. Später sind die Herrschaften dann in Amt und Würden gekommen und erinnern sich nostalgisch ihrer „rebellischen“ Vergangenheit.

Dabei wäre auch ohne „68“ alles genauso gekommen, wie es gekommen ist - und nicht einmal später! Gegen den „Muff von 1000 Jahren“ haben die Jungen damals auch nichts bewirkt. Erst die „biologische Lösung“ hat ganz von selbst zu einer allmählichen Änderung der Politik in Westdeutschland geführt.

Heute ist das nicht viel anders. Die FFF Proteste sind m.E. weniger ein erfreuliches Zeichen des politischen „Engagements“ der Jugend, sondern vielmehr ein Zeichen dafür, dass es vielen einfach (noch) zu gut geht.

@ 18:03 von tirilei

"Das tiefgruendige Gruebeln ueber die Probleme dieser Welt findet eher in Gymnasien statt, wo mehr Zeit mit Literatur und Geschichte verbracht wird."
.
Das lag an den 68er Lehrern.
.
"Zu "meiner Zeit" verbrachten Gymnasiasten ihre Samstagabende in der "Teekueche" des "alternativen Kulturzentrums", die Realschueler in der Disco und die Hauptschueler mit der Motorradclique oder im Jugendzentrum."
.
Realschüler und Hauptschüler haben in ihrer Jugend alles richtig gemacht.
Sage ich als ehemaliger Gymnasiast mit Abitur und erfolgreicher Promotion.
Wer lieber Tee getrunken hat und sich über Jane Austen auslassen wollte, bitte, die Erfolge sehe ich heute.

@ottokar

"Das ist es nämlich was die Jugend vielfach erlebt. Die Kämpfen ums überleben. Zwischen 70 und 90% der Welbevölkerung gehen drauf, wenn die Kipppunkte abgearbeitet werden von der Eltern- und der Großelterngeneration." Am 23. Juli 2020 um 18:00 von ottokar

*

Ums Überleben musste hier noch keiner kämpfen.

Wenn es um die Menschheit so schlecht bestellt wäre, dann würde sie sich nicht alle 2 Genrationen verdoppeln.

Aber je wärmer es wird, desto mehr Menschen gibt es auf dem Planeten. Und da soll Klimaerwärmung gefährlich für Menschen sein und sie deshalb ums Überleben kämpfen?

Fakt ist, dass es Menschen sind, die sich gegenseitig (oder sich selbst) das Leben schwer machen, nicht die Klimaerwärmung.

Das müssen noch nicht einmal Kriege oder Korruption sein.
Der Planet ist schlicht zu voll, es werden längst Gebiete besiedelt, die an sich für Menschen unbewohnbar sind, wo schon immer Wassermangel herrschte oder es Überschwemmungen gab. Und dann hat man die Katastrophen.

@ 18:04 von Sausevind

„ Von der jüngeren Generation lernen - das wäre meine Devise.
Man kann sogar was von 3-Jährigen lernen, das ist mir mal passiert. Als Erwachsener vergisst man manche Weisheit, die die Kleinen noch haben“

Kann man auch den Umkehrschluss draus ziehen, die andere Seite hat vielleicht Lebenserfahrung auf ihrer Habenseite stehen.

Am 23. Juli 2020 um 17:23 von Tada

Zitat:
"..."Und noch was zu den 68er, der Leistungsdruck und das Ungewisse war damals nicht so Dominat wie heute."

Können Sie bitte erläutern, wie Sie auf solche Ideen kommen?

War der Kalte Krieg und drohender Nuklearkrieg oder das Leben in der DDR etwa eine blühende Zukunft?..."

Sie sind bestimmt aus der SBZ und können dies aus ihrer Sicht nur als eine "Idee" abtun, aber ich habe in der alten Bundesrepublik vor der Wiedervereinigung ruhiger gelebt.
Ich war Beamter im Polizeivollzugsdienst und bin heute froh nicht mehr dabei zu sein.

@Giselbert, 17:31 Uhr

Eine wichtige Eintrittskarte in die Berufswelt sind noch immer gute Qualifikationsnachweise. Das müssen nicht unbedingt top-Noten sein, auch Spitzenleistungen im Sport, Sprachaufenthalte im Ausland, gesellschaftliches Engagement werden in den Führungsetagen der großen Unternehmen gerne gesehen. Befristete Arbeitsverträge schaffen zunächst einmal Unsicherheit, bieten aber auch die Chance, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen und sich zu beweisen. Damit meine ich natürlich keine Missbrauchstatbestände wie Kettenarbeitsverträge.

Vorleben

Wenn alles schlechte von uns Alten geschaffen wurde, dann sollte uns die Jugend den Wandel vorleben. Nur mag man nicht vergessen, wir Alten kennen noch das Wort verzichten. Wir Alten wissen was es heißt, keinen Urlaub machen, weil Essen, Kleidung und Schulbücher vorrangig waren.
Wir Alten haben noch bis zu 10 Std. täglich, oft 6 Tage die Woche, geschufftet, damit es unsere Jugend einmal besser hat.
Den meisten Jugendlichen fehlt oft an der Verhältnismäßigkeit.
Kohlekraftwerke, Atommeiler, alles seit gestern abschalten. Gleichzeitig lautstark die E-Mobilität fordern.
Natürlich hat auch (fast) jeder ein Handy, das aufgeladen werden mussViele eine Spielekonsole, einen Fernseher. Wenn es geht, alles gleichzeitig in Betrieb.
Dazu noch ein Kühlschrank, gehört mittlerweile zum Hausstandart, sowie eine Waschmaschine, meist noch ein stromfressender Wäschetrockner. Alles braucht Strom.
Woher nehmen, wenn alles abgeschaltet werden soll. Von den paar Windrädern, oder Solarzellen

Am 23. Juli 2020 um 18:01 von Bender Rodriguez

Zitat: Irgendwann wird die heutige Jugend an den Hebeln und Schaltern der Macht sitzen. Glaubt irgendjemand, das sich dann was ändert? Ich nicht.

Deshalb hatten wir auch, sagen wir einmal in den letzten 100 Jahren, keinen gesellschaftlichen Fortschritt.

@ 16:38 von To_LE

"Wer nur rufen kann "nieder mit der Kohle, hoch mit dem Klimaschutz" und völlig Kompromisslos auftritt, braucht sich auch nicht wundern wenn er nicht ernst genommen wird."

Natürlich treten sie kompromisslos auf, denn die Zeit für Kompromisse ist längst abgelaufen - die hätte man vor 15 Jahren machen können. Wenn die Politik ein Problem so lange wie möglich vor sich hinschiebt, dann ist irgendwann der Punkt erreicht, wo man sofort handeln "muss".

Außerdem sollte mittlerweile jeder verstanden haben, dass Umweltschutz und wirtschaftliche Zukunft kein Gegensatz sind, sondern Voraussetzungen. Tesla, von der deutschen Autoindustrie belächelt, ist jetzt mehr Wert als die komplette deutsche Autoindustrie zusammen. Apple, Microsoft, Google arbeiten ab 2030 100% Klimaneutral,
Beyond Meat vervierfacht jährlich seinen Umsatz und wir in Deutschland versuchen die Braunkohleindustrie, die Fleischindustrie und die Diesel-Autos zu retten?

"Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben."

Wahlrechtsreform

Wir müssen das Wahlrecht einschließlich Grundgesetz ändern, denn der Ausschluss von Teilen der Bevölkerung, eben auch Jugendlichen, kann nur schwer begründet werden. Warum hat ein 80-jähriger das gleiche Stimmgewicht wie eine Mutter mit 3 Kindern?

Es muss das Wahlrecht ab Geburt engeführt werden, wobei auf die Eltern in Vormundschaft die Stimmen ihrer Kinder übertragen wird und Kindern mit dem Eintritt der Strafmündigkeit die Wahlmundschaft selbstständig beenden können.

Für solche Modelle gibt es Parteiübergreifend Anhänger. Wenn man nicht will das Generation Z in Radikalität und darüber hinaus in Extremismus abdriften, angesichts der Tatsache das auf ihre Kosten gegen sie Politik gemacht wird, dann muss man diese einbinden und teilhaben lassen.

@ falsa demonstratio

"Am 23. Juli 2020 um 17:31 von Tada
Zitat: Änderungen erreicht man nicht durch Demonstrationen, sondern durch wählen.

Was heißt das? Vier Jahre die Luft anhalten - wählen gehen - wieder vier Jahre die Luft anhalten - usw. ?" Am 23. Juli 2020 um 18:18 von falsa demonstratio

*

Wenn man die Demokratie so versteht, wie Sie, dann...

16:07 von Sebastian15

>>> Insbesondere bei der "FFF"-Thematik sind immer nur Maximalforderungen zu hören.<<<

Das ist auch der einzig mögliche rationale Ansatz. Wenn es brennt, dann will man das Feuer gelöscht sehen und zwar komplett. Darüber hinaus kennt Physik keine Kompromisse. Physik unterliegt der Maxime der "Maximalforderung". Der Klimawandel ist Physik, nichts anderes.

Seltsam

Die Jugend fühlt sich von der Politik nicht gehört. Ich auch nicht. Ich bin fast 60. Liegt es vielleicht daran, dass ich ein sehr juvenil wirkender Typ bin? Oder liegt es an den wirklichkeitsfremden Politikern unserer Zeit? Nun gut, das passende Urteil der schlauen Soziologen wird sicher nicht lange auf sich warten lassen.

@Wolfgang E S

"Ich fände es auch richtig, das Einstiegsalter für das Wahlrecht zu senken, damit mehr politischer Einfluss der jungen Generation möglich wird." Am 23. Juli 2020 um 18:42 von Wolfgang E S

*

Und welches Alter schwebt Ihnen da vor?
15 Jahre?
10 Jahre ?
5 Jahre alte Wähler?

Nennen Sie die Zahl und begründen Sie bitte.

18 / 21 hängt mit der geistigen Reife zusammen.
Man darf auch erst mit 21 Jahren Personen befördern und mit 18 heiraten oder Kredit aufnehmen.
Wählen ist halt kein Spiel.

16:34 von Peter Goge

>>Dort die pöse Politik - hier wir, die Guten, auf die man nicht hört? So läuft das schon lange nicht mehr. Politik ist eine Mitmachveranstaltung.<<

Doch genauso läuft das wenn die Reaktion der Politik so aussieht, dass die FDP den Jugendlichen entgegen raunt man solle das den Profis überlassen, von der Union geraunt wird man solle zur Schule gehen, von der AFD nur Hetze und Lügen kommt und die SPD zwar warme Worte hat, aber dann doch das Gegenteil mitträgt. Das ist zusammen dann mal eben die Mehrheit in so ziemlich allen Parlamenten.

Jugendliche besitzen kein passives oder aktives Wahlrecht. Die "Mitmachveranstaltung" ist Ü18. Für die Jugendlichen gibt es den Kindertisch, damit die Erwachsenen ja nicht gestört werden wenn sie feiern.

18:40, NeutraleWelt

>>@ 18:00 von ottokar
"Wenn Ihr Kind ertrinken würde, wäre das dann Ihre Antwort?"
.
Nein, unsere Kinder werden verglühen.
In den 80ern wären die noch wegen der kommenden Eiszeit erfroren,<<

Über die das hochwissenschaftliche Magazin "Spiegel" damals reißerisch einen Titel entworfen hatte. Fast hundert Jahre nach Svante Arrhenius' bahnbrechender Veröffentlichung zur CO2-induzierten Klimaerwärmung.

>>in den 90ern vom sauren Regen verätzt worden<<

Aber dann kamen Rauchgasfilter und KFZ-Katalysatoren.

>>oder am Ozonloch in den 2000ern durch Hautkrebs gestorben.<<

Man hat das FCKW verboten, und langsam verringert sich das Ozonloch. Aber fragen Sie mal die Australier. Nicht von ungefähr wurde dort der Burkini erfunden.

>>Jede Generation sucht sich ihre Panik aus.<<

So etwas sucht sich nun wirklich niemand aus.

>>Wo ist eigentlich der heißeste Sommer?<<

Dieses Jahr in Sibirien. Bisher mehr als fünf Grad über normal.

Einbahnstraße

Liebste, engagierte Jugend. Plakate malen, Sitzblockaden veranstalten, nach einer besseren Welt rufen, Fabriken oder Wälder besetzen, sind die eine Seite der Medaille.
Nur, ich vermisse immer wieder den Willen dieser demonstrierenden Jugend der Vorgänger - Generation diese "heile Welt" in der Realität vorzuleben. Zumindest wenigstens im Ansatz. Doch Tatsachen belehren einen oft eines Besseren.
Es scheint, als wenn es für die Demonstrationsteilnehmer nur eine Richtung gibt. Fordern und nehmen.
Doch halten wir uns einmal vor Augen, was uns die moderne Zeit gebracht hat.
Videospiele, Fernseher, PKW, Handy, PC, Laptop, Tablet usw.
Welcher Jugendliche möchte heute noch auf viele dieser Annehmlichkeiten verzichten?
Klimawandel ist keine Einbahnstraße. Nur mit Forderungen allein wird die Welt nicht besser. Zu Forderungen gehören auch realistische Kompromisse. Und daran fehlt es oft bei dieser Jugend

Studie????

Der Begriff Studie war in meinem Verständnis bisher mit wissenschaftlicher Arbeit assoziiert. Hier hat doch nur irgendein Marktforschungsinstitut eine geringe Zahl von jungen Menschen interviewt. Wie wurden die TeilnehmerInnen ausgewählt? Es werden nur Themen angeführt, die von morgens bis abends in den Themen rauf und runter genudelt werden. Nichts Neues ist der klassische Generationenkonflikt, der seit Jahrtausenden auftritt. Interessant wären doch mal neue Ideen oder Themen der jungen Generation gewesen, die aufgrund dieser Studie hätten aufgezeigt werden können. So haben doch nur die Alten die Jungen zu Themen befragt, von denen Alte denken, dass sie für Junge interessant sind. Langweilig!!!!
Warum gibt die Tagesschau dieser Studie so viel Raum?

@ teenriot

"Wir müssen das Wahlrecht einschließlich Grundgesetz ändern, denn der Ausschluss von Teilen der Bevölkerung, eben auch Jugendlichen, kann nur schwer begründet werden. Warum hat ein 80-jähriger das gleiche Stimmgewicht wie eine Mutter mit 3 Kindern?" Am 23. Juli 2020 um 19:35 von teenriot

*

Der 80-Jährige hat vermutlich auch 3 Kinder und dazu noch 9 Enkelkinder und vielleicht schon Urenkeln.
Darum.

@18:12 von fathaland slim 17:01, Giselbert

//Weswegen sind die regierenden Parteien denn dann eigentlich regierende Parteien?

Werden sie bei uns denn nicht vom Volk gewählt, dem ungehörten, unverstandenen?

Oder bin ich es, der da irgendetwas nicht verstanden hat?//

Ehrlich gesagt, bin ich wohl diejenige mit Verständnisschwierigkeit. Allerdings habe ich kürzlich einen interessanten Vortrag gehört. Eine Aussage war: Man wählt nicht unbedingt das, was einem gefällt, sondern das, wovor man am wenigsten Angst hat. Das gelte auch in der Politik und erkläre, warum eine Mehrheit mit der Regierung unzufrieden sein könne und sie trotzdem wieder wählen würde. Dies sei auch ein Grund, warum die Regierenden es immer leichter hätten als die Opposition.

Am 23. Juli 2020 um 19:35 von Tada

"Am 23. Juli 2020 um 17:31 von Tada
Zitat: Änderungen erreicht man nicht durch Demonstrationen, sondern durch wählen.

@ falsa demonstratio: Was heißt das? Vier Jahre die Luft anhalten - wählen gehen - wieder vier Jahre die Luft anhalten - usw. ?" Am 23. Juli 2020 um 18:18 von falsa demonstratio

Zitat: Wenn man die Demokratie so versteht, wie Sie, dann...

Im Gengensatz zu Ihnen bin ich sehr wohl der Meinung, dass man auch durch Demonstrationen (und Wahrnehmung anderer Bürgerrechte) etwas verändern kann und nicht nur durch Wahlen.

Was ist daran so schwer nach den

eigenen Prinzipien zu leben? Weder beruflich noch privat fliegen, Firmenprotzwagen ablehnen.... und zu allererst was vernünftiges lernen. Damit man mit ein wenig Querrechnerei zu Ressourcen und Energie nicht auf den Bockmist hereinfällt dass Fliegen und Firmenkutsche nur mit anderen Treibstoffen besser da stehen als bisher. Also der Versuchung widerstehen BWL und VWL zu studieren und nicht zu glauben dass das Yps-Heft ein Standardwerk der Energetik ist.

19:02 @ Postquestioner

Was haben Ihnen den diese sogenannten SBZ-Leute getan?

Ich halte es schon für eine Unverschämtheit,
SBZ anstelle DDR zu schreiben,
da müssen Sie sich nicht wundern,
dass Sie dafür Kritik bekommen.
Wir haben nämlich keinen Bock, uns ständig diskriminieren zu lassen.

Das Leben in den alten BL wäre
wohl auch ohne "Wiedervereinigung" nicht mehr so ruhig wie es mal war.

Die RAF- und andere Zeiten waren auch nicht friedlich.

Gruß
Leipzigerin59

18:27 von Ist Wahr

Kann die Jugend diese Studie ohne dafür zu bezahlen lesen? Nein, der Auftraggeber, die Bundeszentrale für Politische Bildung vertreibt sie zum Preis von € 4,50 zzgl. Versandkosten. Wie sollen Jugendliche so eine Studie eines Marktforschungsinstituts ernst nehmen? Die bpb sollte die Studie freischalten, z. B. als PDF-Datei.

Vermutlich haben eher Erwachsene Interesse daran die Studie selbst zu lesen - wenn überhaupt.

Die Jugendstudie von 2016 können Sie kostenlos lesen:
"https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2F978-3-658-12533-2.pdf"

2016 wurden jeweils 24 Hauptschüler, 24 Realschüler und 24 Gymnasiasten befragt. Aus ganz Deutschland. Die Interviews inklusive Fotodokumentationen dauerten jeweils zwei Stunden.

Andererseits, kann man sich auch vorstellen, dass wenn man sich einige Videos von und mit Jugendlichen in sozialen Medien anschaut, man genau soviel oder mehr über diese Zielgruppe erfahren kann.

Das eine schließt das andere ja nicht aus.

19:35 von teenriot

«Es muss das Wahlrecht ab Geburt engeführt werden, wobei auf die Eltern in Vormundschaft die Stimmen ihrer Kinder übertragen wird und Kindern mit dem Eintritt der Strafmündigkeit die Wahlmundschaft selbstständig beenden können.»

Ein sehr interessanter Ansatz.
Den ich so noch nie betrachtete.

Würde in jedem Fall Familien mehr Stimmgewicht in Relation zum immer größer werdenden Anteil derer geben, die sich im Rentenalter befinden.
Und dieser Anteil wird künftig noch im Prozentsatz ansteigen …

Jugend !

Ich kann Sebastian15 nicht ganz beipflichten, weil die Forderungen von FFF sind nicht überzogen. Es ist die Politik und die Wirtschaft, die nicht bereit sind, wirklich etwas für den Klimaschutz zu tun. Das sieht am an etlichen Dingen wie dem Kohleausstieg, wo viel Geld den Betreibern der Kraftwerke regelrecht geschenkt werden, weil diese es so wollen. Die Betreiber haben über die Jahre Milliarden eingenommen und wollen nun noch einmal abkassieren, und Altmaier und CO ermöglichen dies. Genauso bei der Windenergie, auch da bremst Altmaier bis zum geht nicht mehr, und so noch bei etlichen anderen Dingen.
Es liegt ganz alleine an der Politik der Jugend endlich mal zu zu hören und sie ernst zu nehmen und nicht weiter die Taschen der Reichen zu füllen !!!

Bundeszentrale für Politische Bildung

Und die vertreibt diese Studie in mittelbarem Auftrag des BMI ? Interessant!

Zur „Bundeszentrale“ habe ich ein eher gespaltenes Verhältnis. Noch wenige Jahre vor der Wende wurde von ihr auf die „Rechtslage“ gepocht das Deutschland in den Grenzen von 1937 fortbestehe. Heute will davon niemand mehr etwas wissen.

Gegen 1985 hat man auch Material ausgegeben für die weltanschauliche Ausbildung die die Weltsicht von Bonn aus für Oberschüler, zB im Hinblick auf die DDR dargestellt hat. Viel Richtiges, viele Info, aus heutiger Sicht aber sehr propagandistisch und manipulativ - sozusagen „AgitProp West“.

18:53, Möbius

Wenn ich Ihren Kommentar mal mit meinen Worten zusammenfassen darf:

Die Arbeiter mussten also arbeiten und hatten deswegen keine Zeit für so was überflüssiges wie Nachdenken.

Während die verzogenen Bürgerkinder jetzt in Amt und Würden sind und ihre Vergangenheit verklären.

Dabei sind die Nazis von ganz alleine auf biologische Weise verschwunden und ihre Ideen gleich mit. Diejenigen, die die Hitlerei thematisierten, hätten das deswegen gleich bleiben lassen können.

Und heute ist das mit der Jugend nicht anders. Alles sinnlose Beschäftigungstherapie für Wohlstandsverwahrloste. Denen geht es einfach zu gut.

Ja gut.

Aber finden Sie nicht, daß man das leicht als erzreaktionäres, intellektuellenfeindliches Altherrengemotze (miß)verstehen könnte?

@19:38 von teenriot

"Wenn es brennt, dann will man das Feuer gelöscht sehen und zwar komplett."

Man sollte aber auch bereit sein, beim Löschen zu helfen.

Kürzlich zu fff gelesen:
***...ziviler Ungehorsam als Dauerzustand macht nichts besser. Zudem nutzt sich der Protest ab. fff muss sich weiterentwickeln. Die "Alt-68er" prägten für sich den Begriff "Marsch durch die Institutionen", um direkten Einfluss auf Entscheidungen zu gewinnen.***

Der Artikel erinnert in diesem Zusammenhang u.a. an den Werdegang von Joschka Fischer.

19:32 von falsa demonstratio / 18:01 von Bender Rodriguez

Zitat: Irgendwann wird die heutige Jugend an den Hebeln und Schaltern der Macht sitzen.
Glaubt irgendjemand, das sich dann was ändert? Ich nicht.

Deshalb hatten wir auch, sagen wir einmal in den letzten 100 Jahren, keinen gesellschaftlichen Fortschritt
.
eine Farce !
"keinen gesellschaftlichen Fortschritt"
wie definieren sie Fortschritt ?
was besseres oder was anderes ?
wir ändern was, so wie es uns in die Wertewelt passt
ob es besser ist .... ?
in der nächsten Generation wird es ohnehin wieder verändert
zum Besseren ?
kaum eben dass es dann in die dann wiederum neu definierte Wertewelt passt
ein unendliches Spiel
das hat mit Darwin eher wenig zu tun, was ja ne Veränderung der Lebensbedingungen voraussetzt

Diese Studie ist ...

... Über 600 Seiten stark,
ergo dieses Fazit hier nur ein
> wönzöges Bösschen Erkönntnös < .

Überhaupt, warum kann die heutige Jugend nicht so sein wie wir damals.

Ich denke, da muss man sich doch erst einmal tiefer hineinlesen.

Der qualitativ-quantitative Querschnitt
ist m.E. gut:
Aus 3 verschiedenen Schularten,
mit und ohne Migrationshintergrund.

Gruß
Leipzigerin59

19:35 von teenriot

Wir müssen das Wahlrecht einschließlich Grundgesetz ändern, denn der Ausschluss von Teilen der Bevölkerung, eben auch Jugendlichen, kann nur schwer begründet werden. Warum hat ein 80-jähriger das gleiche Stimmgewicht wie eine Mutter mit 3 Kindern?
Es muss das Wahlrecht ab Geburt engeführt werden, wobei auf die Eltern in Vormundschaft die Stimmen ihrer Kinder übertragen wird und Kindern mit dem Eintritt der Strafmündigkeit die Wahlmundschaft selbstständig beenden können.
------------------------------------------------------
Verraten sie uns bitte noch wie sie diese Systemische Ausrichtung nennen wollen...

Da steht der Alte Mann an der Urne und will die AFD wählen und ihre Mutti ballert den locker ausm Spiel mit 4x Habeck Power...

So in etwa habe ich sie verstanden...

Die Armen Kinder woanders..., Papi geht 5x die AFD wählen...

Sie organisieren ein größeres Stimmrecht auf einen Geist..., warum nur verfallen immer wieder Menschen auf diesen uralten Kram...

Seltsam...

@NeutraleWelt, 18:53 Uhr

Man kann doch nicht allgemein Haupt- und Realschüler . ebenso wie Gymnasiasten - als Gewinnertypen titulieren. Es gibt neben der geistigen Bildung auch eine Herzensbildung - und die lässt sich nicht auf einen bestimmten Schulabschluss fokussieren. Fakt ist aber, dass Abiturienten natürlich nach wie vor auf ein breiteres Spektrum in Sachen Ausbildung und Beruf zurückgreifen können.

@19:35 von teenriot

//Es muss das Wahlrecht ab Geburt engeführt werden, wobei auf die Eltern in Vormundschaft die Stimmen ihrer Kinder übertragen wird und Kindern mit dem Eintritt der Strafmündigkeit die Wahlmundschaft selbstständig beenden können.

Für solche Modelle gibt es Parteiübergreifend Anhänger.//

Mit einem solchen Modell könnte ich mich auch anfreunden.
Mit dem häufigen Herumgehacke auf der älteren Generation und einer altersabhängigen Wahlbergrenzung (nach oben) nicht.

18:51 von deutlich @Meeresmaler 17.43

ja, bei 72 Befragten ist das Alles Andere als repräsentativ. Die "Jugend" war auch früher heterogen. Zu meiner Zeit waren es die Einen, die gegen Aufrüstung oder den Doppelbeschluß demonstrierten und dann die "no future" Punks oder die Popper auf der andern Seite. Auch damals gab es ernste und unpolitische Partygänger. Vielleicht war nur die mediale Begleitung distanzierter und die allgemeine Endzeitstimmung nicht so ausgeprägt

Repräsentativ will die Studie ja gar nicht sein. Habe kurz in die Studie von 2016 hinein geschaut - da wird in der Zusammenfassung durchaus die Heterogenität in den Einstellungen der Befragten erwähnt. Auch zu dem Zeitpunkt haben sich insbesondere die Jugendlichen aus bildungsfernen Milieus (die Sinusstudie befasst sich schwerpunktmäßig mit unterschiedlichen Milieus) Sorgen um die Zukunft gemacht. Es gibt nicht "die" Jugend - aber sicherlich durchaus einige gemeinsame Themen, die diese Generation besonders beschäftigen.

19:35 von teenriot

Wir müssen das Wahlrecht einschließlich Grundgesetz ändern, denn der Ausschluss von Teilen der Bevölkerung, eben auch Jugendlichen, kann nur schwer begründet werden. Warum hat ein 80-jähriger das gleiche Stimmgewicht wie eine Mutter mit 3 Kindern?

Es muss das Wahlrecht ab Geburt engeführt werden, wobei auf die Eltern in Vormundschaft die Stimmen ihrer Kinder übertragen wird und Kindern mit dem Eintritt der Strafmündigkeit die Wahlmundschaft selbstständig beenden können.

Für solche Modelle gibt es Parteiübergreifend Anhänger. Wenn man nicht will das Generation Z in Radikalität und darüber hinaus in Extremismus abdriften, angesichts der Tatsache das auf ihre Kosten gegen sie Politik gemacht wird, dann muss man diese einbinden und teilhaben lassen.
///
*
*
Warum hat eigentlich ein Unterehmer bei einem Kapitaleinsatz für 500 Beschäftigte, inclusive erwirtschaften von Sozialabgaben und Rente Mutterschutzurlaub nur eine Stimme?
*
Sicher beginnt man zuerst bei Behördenleitern nachzudenken?

@ Möbius (18:53)

"Dabei wäre auch ohne „68“ alles genauso gekommen, wie es gekommen ist - und nicht einmal später! Gegen den „Muff von 1000 Jahren“ haben die Jungen damals auch nichts bewirkt. Erst die „biologische Lösung“ hat ganz von selbst zu einer allmählichen Änderung der Politik in Westdeutschland geführt.

Heute ist das nicht viel anders. Die FFF Proteste sind m.E. weniger ein erfreuliches Zeichen des politischen „Engagements“ der Jugend, sondern vielmehr ein Zeichen dafür, dass es vielen einfach (noch) zu gut geht."
------
Dann können wir uns ganz entspannt zurücklehnen und den Jugendlichen ihr Gutgehen gönnen. Sie werden ja nicht mehr ändern, als ohnehin geändert werden wird. Lassen wir ihnen ein paar Jahre das Gefühl Rebellen zu sein. Diese kleinen Spießer werden noch früh genug entdecken, was in Ihnen und ihrem Engagement steckt ... wenn ich Sie richtig verstanden habe.

19:34 von Dr. Dr. Sheldon...

wir in Deutschland versuchen die Braunkohleindustrie, die Fleischindustrie und die Diesel-Autos zu retten?
.
.... und das ist schlecht ?
in China (etwas weniger in Indien) verbrennt mehr Kohle auf brennenden Flözen
als wir zur Erzeugung von Strom gebrauchen
und das Diesel Auto ist effizienter als alles andere wenn man nicht dem Wahn verschrieben ist
der Strom käme (klimaneutral) aus der Steckdose !

19:23 @Fräulein Alt Vorleben

Nicht nur Vorleben, sondern auch vermitteln.

Verzicht muss man auch die Kinder lehren.
Das wurde viel zu wenig gemacht,
mit der Vorstellung, sie sollen es besser haben.

Da müssen wir uns "Alte" wohl auch selbst an die Nase fassen.

Gruß
Leipzigerin59

@teenriot 19.35

Ihr Ernst? Sie wollen ernsthaft ein Klassenwahlrecht einführen? Und dem 80-jährigen das Wahlrecht absprechen oder beschneiden? Wahlrecht für Kinder, aber Strafmündigkeit nicht, auch nicht bei Volljährigkeit oder zumindest nicht vollständig? Das passt nicht zu meinem Verständnis von Verantwortlichkeit. Wenn, dann Rechte UND Pflichten. _"One man, one vote war eine fortschrittliche und damals revolutionäre Losung. Soll das heute anders sein?

Ganz ehrlich...

das zeigt doch nur, dass die Jugend von heute mehr auf ihre Außendarstellung achtet, wahrscheinlich durch Social Media. Natürlich feiern sie noch genau so viel wie früher, natürlich trinken sie noch die gleichen Mengen ab dem selben Alter. Aber sie finden es wichtiger, sich als moralisch einwandfrei darzustellen, wo frühere Generationen noch dachten, dass Party und Alkohol Rebellion bedeuteten. Heute ist es eben Klimaschutz, der sie denken lässt, dass sie sich gegen ihre Eltern auflehnen.

19:00 von Francis Ricardo @ 18:04 von Sausevind

„ Von der jüngeren Generation lernen - das wäre meine Devise.
Man kann sogar was von 3-Jährigen lernen, das ist mir mal passiert. Als Erwachsener vergisst man manche Weisheit, die die Kleinen noch haben“

///
Kann man auch den Umkehrschluss draus ziehen, die andere Seite hat vielleicht Lebenserfahrung auf ihrer Habenseite stehen.

Ohje: warum gegeneinander? Alle Generationen können doch voneinander sowie miteinander lernen!
Momentan habe ich allerdings den Eindruck, dass eher die ältere Generation am Steuer sitzt und viel zu wenig die Sorgen und Nöte der Jugendlichen bzw. jüngeren Generation ernst nimmt geschweige denn zukunftsgerechte Politik macht.

@18:12 von fathaland slim: Der Rest des Volkes

"Weswegen sind die regierenden Parteien denn dann eigentlich regierende Parteien?"

Weil sie von der Mehrheit der Wahlberechtigten gewählt wurden.

"Werden sie bei uns denn nicht vom Volk gewählt, dem ungehörten, unverstandenen?"

Das ungehörte, unverstandene Volk macht zur Zeit ca. 9% der Wahlberechtigten aus.

"Oder bin ich es, der da irgendetwas nicht verstanden hat?"

Ja, das haben Sie nicht richtig verstanden. "Das Volk" umfasst zwar nur einen kleinen Bruchteil der Bevölkerung Deutschlands, aber es hält sich für min. 90% der Bevölkerung und macht auch entsprechend viel Krach.

Falsa

Klar gab es einen minimalen Wandel. Aber die Jugend würde immer noch unverstanden bleiben.
Seit jeher gibt es den Spruch, "früher war alles besser", oder den von der "guten alten Zeit ".
Dieses Problem werden unsere Jugendlichen, wenn sie denn mal walten müssen, ganz genau so haben. Ganz egal, wie sie ihre Gesellschaft dann aufziehen. Wissen Sie nun, wie ich das meinte?

19:51 @ yogisnoop

Die Studie !

Ein Fragezeichen hätte es auch getan.

"... im Auftrag von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb),
der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj),
der BARMER,
dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ),
dem Deutschen Fußball-Bund (DFB),
der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS),
der Deutschen Sportjugend (dsj) und
der DFL
Stiftung durchgeführte Studie
des SINUS-Instituts, Heidelberg/Berlin. ... "

"https://kurzelinks.de/oqkd"

Gruß
Leipzigerin59

19:49 von fathaland slim

Die Frage ist ob der Fragesteller diese Fakten hören wollte.

Die Studie kann man ...

... sehr wohl bei der BPB als PDF
kostenlos
herunterladen,
man muss nur einmal auf das
Bild klicken.

"https://kurzelinks.de/628i"

Viel Freude
beim Lesen
Leipzigerin59

""19:52 von Tada Der

""19:52 von Tada
Der 80-Jährige hat vermutlich auch 3 Kinder und [..]
Darum.
""

Sie wollen den Demokratie-Ausschluss eines Bevölkerungsteils mit "vielleicht" begründen?

""20:08 von Fuzius Kon...de...
Da steht der Alte Mann an der Urne und will die AFD wählen und ihre Mutti ballert den locker ausm Spiel mit 4x Habeck Power...
[..]
Die Armen Kinder woanders..., Papi geht 5x die AFD wählen...
""

Die Ausgestaltung des Wahlrecht hat Prinzipien zu folgen, nicht einem möglichem Wahlverhalten.

""20:16 von Boris.1945
Warum hat eigentlich ein Unterehmer bei einem Kapitaleinsatz für 500 Beschäftigte [...] nur eine Stimme?
""

Weil man sich in diesem Land demokratische Teilhabe keine Frage des Vermögens ist.

""20:37 von deutlich
Sie wollen ernsthaft ein Klassenwahlrecht einführen? Und dem 80-jährigen das Wahlrecht absprechen oder beschneiden?
""

Ich will das Wahlrecht nicht beschneiden sondern Beschneidungen aufheben. Jeder Bürger sollte bei Wahlen repräsentiert werden.

@ottokar, 17-11h

Ich habe Ihren Beitrag mehrmals durchgelesen und immer noch nicht verstanden.
Ich kann nur erahnen, dass Sie die Traumwelt der Grünen als realisierbar verkaufen wollen.
Liege ich da richtig?

19:23 von Fräulein Alt

>>ir Alten haben noch bis zu 10 Std. täglich, oft 6 Tage die Woche, geschufftet, damit es unsere Jugend einmal besser hat.
Den meisten Jugendlichen fehlt oft an der Verhältnismäßigkeit.
Kohlekraftwerke, Atommeiler, alles seit gestern abschalten. Gleichzeitig lautstark die E-Mobilität fordern.
Natürlich hat auch (fast) jeder ein Handy, das aufgeladen werden mussViele eine Spielekonsole, einen Fernseher. Wenn es geht, alles gleichzeitig in Betrieb.
Dazu noch ein Kühlschrank, gehört mittlerweile zum Hausstandart, sowie eine Waschmaschine, meist noch ein stromfressender Wäschetrockner. Alles braucht Strom.
Woher nehmen, wenn alles abgeschaltet werden soll. Von den paar Windrädern, oder Solarzellen<<

Jaja, die heutige Jugend hat keine Werte und keinen Respekt vor dem Alter.
Raten Sie mal wie alt dieser Spruch ist.

20:38 von Davian

Ganz ehrlich...das zeigt doch nur, dass die Jugend von heute mehr auf ihre Außendarstellung achtet, wahrscheinlich durch Social Media. Natürlich feiern sie noch genau so viel wie früher, natürlich trinken sie noch die gleichen Mengen ab dem selben Alter. Aber sie finden es wichtiger, sich als moralisch einwandfrei darzustellen, wo frühere Generationen noch dachten, dass Party und Alkohol Rebellion bedeuteten. Heute ist es eben Klimaschutz, der sie denken lässt, dass sie sich gegen ihre Eltern auflehnen.

Auf den größeren FFF-Demos finden Sie alle Generationen. Hat nichts mit Auflehnen gegen die Eltern zu tun. Es gibt zudem die Parents-for-Future. Oder die Scientists for Future. Und es ist ja ein Teil der Jugend, der sich engagiert, es sind nicht alle. Die, die das sehr ernst nehmen, opfern dafür eine Menge Zeit - das macht niemand nur für eine Außendarstellung in den Sozialen Medien.

@teenriot 21.52

Jeder volljährige Bürger wird doch bei den Wahlen repräsentiert, sofern er teilnimmt. Wenn Sie aber für unmündige Kinder das Wahlrecht durch die Eltern einführen wollen verwässern Sie dieses Prinzip, weil die Stimmen der Älteren mit erwachsenen Kindern oder der Kinderlosen weniger Gewicht haben. "One man, one vote" ist doch ein vernünftiges und gutes Prinzip. Klassenwahlrecht gab es mal. Je nach Vermögenssituation waren da auch die Stimmen unterschiedlich gewichtet. Das kann nicht demokratisch sein. Jetzt klarer, was ich meine?

20:37 von deutlich @teenriot 19.35

"Wahlrecht für Kinder, aber Strafmündigkeit nicht, auch nicht bei Volljährigkeit oder zumindest nicht vollständig?"

Soweit ich das verstanden habe, sollen die Eltern stellvertretend für Ihre Kinder wählen dürfen (bis zur Volljährigkeit dieser), damit die Interessen der nachfolgenden Generationen mehr Gewicht bekommen.
Für den Unfug, den die Kinder treiben, haften die Eltern ja auch.
Ich habe zwar noch nicht intensiv darüber nachgedacht, aber habe durchaus Sympathie für diese Idee.
Andererseits habe ich den Eindruck, dass der Wille der Alten, den Kindern Gutes angedeihen zu lassen, extrem unterschätzt wird. Egoismus ist jedenfalls kein Merkmal des Alters.

20:16 @ Boris.1945

" ... Warum hat eigentlich ein
Unterehmer bei einem Kapitaleinsatz für 500 Beschäftigte ... "

Weil kein Unternehmen, sondern nur eine
natürliche Person wählen kann.

Das sollten auch Sie verstanden haben,
da Sie ja nicht bei Pisajobbern in die
Schule gegangen sind.

Oder war das Bildungssystem davor noch
schlechter?

Gruß
Leipzigerin59

Aufwachen

Kapitalismus abschaffen“? „Wohnungsgesellschaften enteignen“? Familie auflösen? Keinen Wohlstand und keine Kinder mehr wegen des Klimas? Frühsexualisierung? Solche Gedanken sind in Politik, Medien und Kultur populärer denn je. Im Kern drücken sie genau das aus, was einst schon Karl Marx und seine Anhänger der gesamten Menschheit aufzwingen wollten.

@17:16 von dr.bashir

"Zur heutigen Jugend gehören die, die sich bei FfF engagieren genauso wie die, die mit 18 den Führerschein machen und sich sofort einen 3er mit 250PS kaufen. Die Veganer wie die Grillfans. Die Partypeople von Malle genauso wie die, die lieber alleine ein Buch lesen usw."

Einen herzlichen Dank für diese treffende Zusammenfassung.

@ 20:40 von Kaneel

Ich sage gar nicht das wir nicht in der Zukunft was ändern müssen.
Aber Ziele müssen auch realistisch sein, und Alternativen müssen auch da sein.
Wir waren ganz gut aufgestellt was Corona anging, also können wir so schlecht wie wir uns machen wohl nicht sein.
Wir lagen 2018 bei ca. 35 % CO2 Reduktion was beim Ziel 40 % gar nicht mal so schlecht ist.

Aber selbst wenn wir am 39 % , sehen einige immer noch 39% nicht als Leistungen an, sondern 1% fehlen als Niederlage.

Und es tut mir leid solche Sichtweisen sehe ich als Falsch an.

Wir sind gar nicht so schlecht, wir machen uns nur selber schlecht.

Das heißt nicht das man nicht auch berechtigte Kritik äußern muss, Beispiel Abstandsregel Windkraft gehört in der Form weg, passt nicht zur Zielsetzung...

@ teenriot

"Ich will das Wahlrecht nicht beschneiden sondern Beschneidungen aufheben. Jeder Bürger sollte bei Wahlen repräsentiert werden."

Machen wir das bei den Steuern und Versicherungen dann auch so? Ich wäre glatt dafür! Nur komisch, dass die "Kinder" meist lieber möglichst lange den Vorteil ausnutzen wollen, der sich mit ihrem jugendlichen Alter verbindet und sie von diesen Obligationen eines Bürgers entbindet. Aber wie gesagt: Wenn die Jugendlichen ihre eigenen Versicherungen bezahlen, Steuern etc., dann habe ich auch kein Problem damit, wenn diese dafür auch politisch endlich eine echte Gestaltungsmöglichkeit erhalten.

@GeMe,20-49h

Nun übertreiben Sie aber.
Die Linkspartei kommt selten auf 9%.

20:25 von Leipzigerin59 19:23 @Fräulein Alt Vorleben

//Nicht nur Vorleben, sondern auch vermitteln.

Verzicht muss man auch die Kinder lehren.
Das wurde viel zu wenig gemacht,
mit der Vorstellung, sie sollen es besser haben.

Da müssen wir uns "Alte" wohl auch selbst an die Nase fassen.//

Da stimme ich zu. Es war aber schon immer so und wird wohl auch lange noch so bleiben, dass die Jungen den alten Vorwürfe machen, während sie selbst für ihre Kinder das Beste wollen, um dann irgendwann wiederum festzustellen, dass diese Kinder wieder eine Rechnung mit der Vorgängergeneration offen haben. Niemand kann alles richtig machen.

Wenn die Autoren gesagt

Wenn die Autoren gesagt hätten, wir haben 72 Jugendliche interviewt, uns dabei thematisch an den Interessensfeldern unserer Auftragsgeber orientiert, hier können sie nachlesen, was diese Jugendlichen uns erzählt haben, dann hätte ich sagen können, interessant - mehr nicht.
Eine wissenschaftliche Studie der Sozialforschung ist etwas anderes. Insbesondere wenn man das Ziel hat, herauszufinden und darzustellen, wie Jugendliche in 2020 ticken.
Zur Methodologie des Marktforschungsunternehmens Sinus kann man auch im Netz genügend kritische Kommentare finden, auch von der Fachwelt.

@18:51 von deutlich

"Vielleicht war nur die mediale Begleitung distanzierter und die allgemeine Endzeitstimmung nicht so ausgeprägt"

Könnte so gewesen sein. Vor allem gab es kein Internet, das unsere Gesellschaft durch die Mangel dreht. So empfinde ich das jedenfalls zeitweise.

Mit den Jugentlichen

die ich aus meinen Bekanntenkreis kenne,deckt sich diese Studie aber nicht. Hier wird eher nach den Beruflichen Werdegang und ihren Aussichten gefragt. Man kümmert sich nur wenig wenn überhaupt um Politik ,sondern um eine Weiterbildung um beruflich voranzukommen. Mag sein das ich hier schlecht liege,aber meine Enkelkinder und deren Freude sehen es so.

um 16:35 von Sisyphos3

"" Von der Politik fühlen sie sich nicht gehört.
da tut man ja so erstaunt
war das zu meiner Jugendzeit etwa anders ?
in den 68er ging die Jugend auf die Straße und verschaffte sich gehör
und zwar ziemlich laut und aggressiv wenn ich mich noch recht erinnere
und problembewußter
die Friedensdemos, Mutlangen, Atomkraft wie soll man das werten
Partymässig ?""
#
Ja, das war auch meine Generation. Was habe ich den Rudi Dutschke gerne zugehört und dann den Ruf ; Unter den Tararen der Muff von Tausend Jahren.Aber zurück zum Thema,die heutige Jugend hat andere Sorgen,so ändert sich alles.

Erschreckend

Erschreckend ist das anhaltende Fremdeln mit der Politik. Auch wenn es seit einer Ewigkeit so ist und zu erwarten war, sein sollte es nicht so.

Gründe gibt es wohl zwei. Erstens findet politische, soziale und gesellschaftliche Bildung in der Schulung nahezu gar nicht statt. Das gilt insbesondere für alle außerhalb von Gymnasien. Und viele Erwachsene haben selbst keine Ahnung. Wie sollen die Kinder denn lernen wie demokratische Politik geht? Und die Teenager sollten es von klein auf können. Dabei gibt es Instrumente wie Schülersprecher und Jugendverbände. Doch wie die Alten denken vermutlich viele, dass Politik von einer Erb-Kaste gemacht wird, das eine Art Adel ist, es TV-"Stars" sind, oder Menschen mit Politikstudium. Dabei kann jeder in die Politik. Und zu Demokratie kommt der vermittelnde, konsensuale Kompromiss.

Zweitens machen viele Parteien diesbezüglich schlechte Arbeit. Dort bleibt man lieber unter sich. Deshalb ist der Eindruck des Vererbens von politischen Ämtern richtig.

@Vaihinger

Ach wissen Sie, die komplette Energiewende, die ökologische Landwirtschaft und viele weitere Dinge aus der „Traumwelt der Grünen“ sind von diversen wiss. Instituten immer wieder in verschiedenen Varianten durchgerechnet worden. Es mangelt halt nur am politischen Willen und an der Akzeptanz, dass man tatsächlich einmal etwas anders als an den hundert Tagen zuvor machen kann.
Da ist offenbar eine große Angst bei vielen Menschen, vor einer Zukunft ohne Abgase und Agrargifte.
Wussten sie das eine Erhebung des Bundes zu leukämiekerrankten Kindern die nähere Umgebung der AKWs auszulassen hatte? Dennoch wird denen nachgetrauert und über Infraschall von Windkraftanlagen gejammert, wo jeder LKW ein hundertfaches an niederfrequentem Schall abgibt. Leute wie Sie machen mich immer wieder fassungslos.
Alles was Sie nicht kennen oder verstehen ist Spinnerei. Lesen Sie, lernen Sie, es werden sich neue Welten auftun.
Und dann werden Sie vielleicht auch bereit sein, der Jugend eine Zukunft zu geben.

21:52 von teenriot

ich will das Wahlrecht nicht beschneiden sondern Beschneidungen aufheben. Jeder Bürger sollte bei Wahlen repräsentiert werden.
.
Kinder auch ?? dann durch die Eltern - wenn die unterschiedliche Auffassungen haben
wie beim Kindergeld ... teilen
halbes Stimmrecht für den Vater halbes für die Mutter ?
Senioren wenn die dement sind oder Kranke im Koma liegend
wer macht es da deren Kinder ... Ehepartner ... die Nachtschwester oder der Arzt des Vertrauens ?
merken sie was ... es wird kompliziert

20:49 von GeMe

ideologisch falsch gedacht. ca 40% der bevölkerung juckt das gesülze der parteien überhaupt nicht, da nichtwähler. dann sind die unbeleerbaren ca gleich verteilt. ca ca 10% links, spd oder afd. beim harbeck weis man noch nicht, wie tief er noch fällt

@Tada 18:39

Das klingt sehr danach, dass Sie aufgegeben haben.
Die Jugendlichen bei FFF verlangen im übrigen ja nur die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu akzeptieren und die von anderen Wissenschaftlern erarbeiteten Handlungsoptionen zu nutzen. Die behaupten gar nicht schlauer oder erfahrener zu sein. Die wollen aber auch nicht für das BIP geopfert werden. Die verzweifelten Hilferufe dieser Kinder als Rebellion gegen die Eltern oder Pubertätsprobleme abzutun ist schon krass.

17:38 von atratos

jede Generation hat so ihre Vorstellungen
ob die jetzt besser sind als das Alte ....
wer weiß das schon
unsere Eltern hatten mit unseren Vorstellungen so ihre Schwierigkeiten
wir werden mit den Vorstellungen unserer Jugend so unsere Probleme haben
das hat sich seit es Menschen gibt wohl nicht geändert
aber das ist normal, das sollte man wissen, nichts ist beständiger als der Wandel

@ teenriot

"Es muss das Wahlrecht ab Geburt engeführt werden, wobei auf die Eltern in Vormundschaft die Stimmen ihrer Kinder übertragen wird und Kindern mit dem Eintritt der Strafmündigkeit die Wahlmundschaft selbstständig beenden können."

Und wer nimmt das Wahlrecht war? Wechseln sich Mutter und Vater alle 4 Jahre ab? Oder wird das per Schere, Stein Papier im Modus best of five geregelt?
Und was passiert, wenn der 13-jährige anders wählen würde, als Mama oder Papa es für ihn tun würden und schon ein politisches Bewusstsein hat, aber er es nicht entscheiden darf?

um 22:18 von Anna-Elisabeth @17:16 von dr.bashir

"Zur heutigen Jugend gehören die, die sich bei FfF engagieren genauso wie die, die mit 18 den Führerschein machen und sich sofort einen 3er mit 250PS kaufen. Die Veganer wie die Grillfans. Die Partypeople von Malle genauso wie die, die lieber alleine ein Buch lesen usw."
#
Das ist treffend auf den Punkt gebracht.Auch ich sage Danke.

@Oneiro

Welcher Jugendliche auf Autos z.B. Verzichten möchte?
Wenn Sie Nachrichten der letzten Jahre gelesen haben, müssten Sie mitbekommen haben, dass die Automobilindustrie in Europa starke Absatzprobleme hat weil die jungen Leute eben das tun. Es geht ja auch gar nicht Umdenken völligen Verzicht auf alle Technik oder sonstwas. Es geht immer nur um die Beschränkung auf das zuträgliche. Ganz im Sinne von Kants Imperativ. Aber die, die auf nichts verzichten wollen, verlangen natürlich gern: „Erst wenn Du auf alles verzichtest und im hährenen Hemde auf trocken Biobrot kaust, dann darfst Du mir von Verzicht auf auch nur ein Promill meines Überflusses oder gar über nur eine unschädliche Technik dafür reden!“
Für Kompromisse ist es leider zu spät, wie hier schon andere gesagt haben. Hätte man früher ehrliche Kompromisse gemacht wäre alles besser. Mit Physik kann man nicht diskutieren. Naturgesetze machen für uns keine Ausnahmen.

22:15 von Besorgterbürger1975

jede Generation hat so ihre eigene Ideen
sinnvolle oder weniger sinnvolle das liegt im Auge des Betrachters
und was sie da formulieren "Familie auflösen" das wurde in Kommunen vor 50 Jahren schon versucht
und "Wohnungsgesellschaften enteignen" Hausbesetzerszene, das hat man wie mit Frauen sozialisieren versucht,
es gab ein anderes Frauenbild damals, die Pille noch als Befreiung interpretiert wurde
nicht als Synonym immer Verfügbar sein zu müssen
ach ja und "Frühsexualisierung" also so "verklemmt" wie sich die Jugend aktuell darstellt war´s früher definitiv nicht

@ tagonist

Als Lehrer sollten Sie sich wirklich gründlicher der Rechtschreibung widmen, das Wort "Böse" schreibt sich mit einem "B", nicht mit einem "P".

Auch Leher können sich vertippen. Der "pöse Pursche" jedoch war kein unbeabsichtigter Fehler, sondern ein Filmzitat.

21:41, Tremiro

>>19:49 von fathaland slim
Die Frage ist ob der Fragesteller diese Fakten hören wollte<<

Wahrscheinlich nicht.

Ist aber egal.

Fakten können nie schaden, auch wenn sie für Ideologen eher irrelevant sind.

@ottokar

"Ach wissen Sie, die komplette Energiewende, die ökologische Landwirtschaft und viele weitere Dinge aus der „Traumwelt der Grünen“ sind von diversen wiss. Instituten immer wieder in verschiedenen Varianten durchgerechnet worden." Am 23. Juli 2020 um 23:01 von ottokar

*

Klingt nach Planwirtschaft - wer wieviel von was haben darf.
Die Planwirtschaft hat in der Vergangenheit ja auch so gut funktioniert...

22:15 @Besorgterbürger1975

Sie sind unnötig besorgt,
denn was Sie so als populär bezeichnen,
finde ich weder in Medien, Politik oder Kultur als "populäre Gedanken" noch finde ich bei Marx irgend etwas von Klima, Frühsexualisierung oder Familie auflösen.
Marx hatte eine große Familie.

68 hat gewirkt.

@18:53 von Möbius
Das Unter-Den-Tisch-Kehren der NS-Vergangenheit wurde durchaus beendet durch das "Aufbegehren" der Jungen.
Manches wurde auch von Teilen der älteren Generation akzeptiert. Ich erinnere mich, dass wir es als Studenten in unserem Fachbereich sogar schafften, dass "progressivere" Dozenten in eine Bewerbungsliste aufgenommen wurden.
Die Schwierigkeiten heute - und auch für junge Leute - ist die Durchkommerzialisierung des ganzen Lebens.
Das führt zu Fehlentwicklungen, z.B. zu "Zitierkartellen" an Unis, oder absurden Entwicklungen in der Wirtschaft, im Verkehrswesen etc.

Vielleicht können da eine noch unabhängigere Generation für ein Aufbrechen beitragen.

um 23:25 von berelsbub

>>
Und wer nimmt das Wahlrecht war? Wechseln sich Mutter und Vater alle 4 Jahre ab? Oder wird das per Schere, Stein Papier im Modus best of five geregelt?
Und was passiert, wenn der 13-jährige anders wählen würde, als Mama oder Papa es für ihn tun würden und schon ein politisches Bewusstsein hat, aber er es nicht entscheiden darf?
<<

Alles Fragen, auf die es schon längst Antworten gibt (z.B. halbe Stimmen). Außerdem müssen sich Eltern auch sonst bei der Erziehung einigen. Die Kunst ist nicht, Probleme zu suchen, sondern Probleme zu lösen.

@Anna Elisabeth

Was Sie kürzlich zu FFF gelesen haben ist leider nur von begrenzter Relevanz, da die Zeit um an der Klimakatastrophe noch was zu drehen abläuft. Die sogenannten Kipppunkte sind nämlich deswegen so genannt weil dann Prozesse ablaufen, die nicht mehr aufzuhalten sind. Der menschliche Treibhausgasausstoß, schiebt das Auto quasi über die Kuppe, dann gerät es ins Rollen und fliegt dann aus der Kurve. Ob Sie dann weiterschieben oder an der Stoßstange hängen um zu bremsen ist nicht mehr von Bedeutung.
Also wir sorgen gerade für das Schmelzen der Gletscher und des Polareises. Das erhöht die Absorption, verringert das Albedo und erwärmt die Atmosphäre. Dadurch schmilzt dann der Permafrost schneller, gibt ungeheure Mengen Methan frei und erhöht die Treibhausgaskonzentration ins gigantische und erwärmt wiederum die Atmosphäre. Wenn nun die Ozeane ausreichend aufgeheizt sind schmilzt das Methanhydrat und weitere 5 Grad kommen oben drauf und mit nun 10 Grad mehr ist die Erde weitgehend unbewohnbar.

23:05 von Wilhelm Schwebe

dann sind die unbeleerbaren
.
man ist fast geneigt das so zu sehen
da gibts ein Bundesland 1.100 Euro Verschuldung/Kopf
kaum Arbeitslose, hohes Bildungsniveau an Schulen, kaum Kriminalität
nur ne Regierung seit 70 Jahren die in der ganzen Republik angefeindet wird
als Vergleich ein anderes, 30.000 Verschuldung, 4 mal so viele Arbeitslose,
kriminal Statistik - gute Nacht, wie deren Bildungssystem auch
und ne weithin akzeptiert (fast) immer gleiche Regierung
muß man das verstehen ?

um 23:05 von Wilhelm Schwebe

>>
ideologisch falsch gedacht. ca 40% der bevölkerung juckt das gesülze der parteien überhaupt nicht, da nichtwähler. dann sind die unbeleerbaren ca gleich verteilt. ca ca 10% links, spd oder afd. beim harbeck weis man noch nicht, wie tief er noch fällt
<<

Mathematik ist ja zum Glück noch unideologisch. Bei der letzten BT-Wahl lag die Wahlbeteiligung bei 76,2. Das macht dann 23,8 % Nichtwähler und nicht ca. 40 %.

@22:09

@von deutlich
Das jetzige Wahlsystem ist ein Klassensystem, nach Alter.
"One man, one vote", bedeutet jede Stimme zählt gleich. Daran ändert sich nichts wenn man Kindern als Bürger entscheidene Bürgerrechte zugesteht. Bürger in ihren Rechten gleichzustellen ist äußerst demokratisch.

@RoyalTramp
Übertragen Sie ihre Ausführungen auf Kranke, Pflegebedürftige und Behinderte. Die sollten dann auch nicht wählen dürfen? Es besteht überhaupt kein Zusammenhang zwischen Grundrechten und finanzieller Potenz.

@Sisyphos3
Ja,ja und ja. Jeder Bürger soll eine Stimme haben, die auch in Vormundschaft übergehen kann. Da ist nichts kompliziert.

@berelsbub
Halbe Stimmen für Eltern, kein Problem. Mit Erreichen der Strafmündigkeit sollte man selbst die Wahlvormundschaft beenden dürfen. Ansonsten kann es aus Kinderssicht kaum schlimmer werden als, durch die Älteren gewählte Politik riesiger Schuldenberge auf Kindernamen (Renten, Pensionen) um eine Wirtschaft zu pämpern, die die Lebensgrundlage zerstört.

Darstellung: