Ihre Meinung zu: Corona-Ausbruch in Lohne: 66 Infektionen in Schlachthof

19. Juli 2020 - 8:06 Uhr

In einem Hähnchen-Schlachtbetrieb in Niedersachsen wurden 66 Mitarbeiter positiv auf Corona getestet. Die 50er-Grenze wurde jedoch nicht überschritten, da die Infizierten in verschiedenen Landkreisen wohnen.

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Kommentare

50-er Regelung

Stimmt die Aussage im Artikel zur 50-er - Landkreis - Regelung überhaupt noch, bzw. hat sie je gestimmt?
Wenn wirklich, sieht man hieran, wie unsinnig sie ist.

Corinna bringt nicht nur

Corinna bringt nicht nur Mund-Nasen-Schutz mit sich sondern zieht uns im übertragenen Sinne an manchen Stellen die Maske vom Gesicht: Massenbesäufnistourismus à la Ischgl und Malle, Massentierhaltung mit Massenschlachtung, Massenevents mit Käfighaltungabstand usw: Wo Menschen sich auch vor Corona schon für Umdenken und Umlenken engagierten, zieht Corona nun endgültig den Stecker.
Und noch eine positive Seite: Wo Verwaltungsvorschriften bisher (oft zugunsten von Autoverkehr bzw. Parkplätzen) verhinderten, dass auch nur ein kleiner Restaurant-Tisch zu viel auf der Straße stand, entsteht nun fast französisches Flair. Corona scheint die Wandlungsfähigkeit zu puschen.

Abgeschafft

Die neue Zahl wird berechnet aus
Anzahl der Infizierten pro 100000 Einwohner
geteilt durch (die Anzahl der getöteten Tieren im Bundesland im letzten Jahr x Anzahl der aktiven Fußballspieler).
Ist diese Zahl über 1, wird der lokale Gesundheitsamt Vertreter entscheiden, ob mehr Tiere geschlachtet werden sollten

... Natürlich meinte ich

... Natürlich meinte ich Corona, nicht Corinna - wenngleich ich eine Corinna kenne, die sich bei fridays for future auch sehr für Wandel engagiert. Aber hier war es schlicht die... Autokorrektur. ;-)

Am 19. Juli 2020 um 08:53 von andererseits

" Und noch eine positive Seite: Wo Verwaltungsvorschriften bisher (oft zugunsten von Autoverkehr bzw. Parkplätzen) verhinderten, dass auch nur ein kleiner Restaurant-Tisch zu viel auf der Straße stand, entsteht nun fast französisches Flair. Corona scheint die Wandlungsfähigkeit zu puschen. "

Musste ich doch gleich mal beim Morgendlichen Tee etwas lächeln, wenn der letzte Parkplatz weg ist, und niemand mehr in die Stadt fahren kann.
Dann sind die Tische leer, oder die Städter haben es endlich geschafft unter sich zu sein.
Sollten wir dann auch so machen, falls die aus der Stadt mal ins Grüne wollen.
Ob es so erfrischend ist, Französische Zustände zu haben, bin ich mir nicht so sicher.

Zum Thema, die Landkreise vermeiden natürlich geschickt die 50 zu umgehen, gestern gab es einen Satz, in einem Artikel Massentest, dann die Zahl 400.
In der Relation zur Bevölkerung, sind 400 in Deutschland schon eine Masse ;-).
Wer nicht testet, hat auch keine hohen Zahlen, oder was ist Masse.

Erstaunlich ...

... das man schon weis,
dass die Infektionen überwiegend im privaten Bereich entstanden sind.

Natürlich bleibt die Inzidenz unter 50.
Wäre doch gelacht ...

Diese Umgangsform passt zu den vollen Fussballstadien, auf die wir uns schon mal einstellen können.

@sonnenbogen

Es ist bei allen Kennziffern so, dass sie ein Geschehen sinnvoll abbilden soll anhand dessen eine Beurteilung möglich ist und Maßnahmen ergriffen werden. Wenn ihr Auto wegen zu geringer Profiltiefe aus dem Verkehr gezogen wird können Sie auch nicht argumentieren, dass das Alter der Reifen nicht berücksichtigt wurde. Oder Ihre Konfession.

@andererseits, 08:53

Was haben Sie in normalen Zeiten gegen Massenbesäufnisse und Massenevents? Sie müssen ja nicht teilnehmen (ich mit Sicherheit auch nicht).

"(...) zieht Corona endgültig den Stecker."

Bei der hochlukrativen Massentierhaltung (mit entsprechender Lobby)?

Das glauben Sie doch wohl hoffentlich selbst nicht.

Und

Wiesenhof auch wieder dabei.

Ich habe den Eindruck, man kümmert sich immer nur um den einen Schlachthof, der gerade betroffen ist. In allen anderen wird weiter gewurstelt, bis der Ausbruch kommt.

Nun ja,...

wenigstens waren am bei OGS so clever, die positiv Getesteten auf verschiedene Landkreise/Städte zu verteilen.

Alles im Grünen Bereich...

09:18 von beinhart

Diese Umgangsform passt zu den vollen Fussballstadien, auf die wir uns schon mal einstellen können.///

Sie sagen es. Ich freue mich darauf! Wo kann ich mich eher anstecken? Heute Nachmittag bei meiner Tochter ( arbeitet im Handel) und Enkeln ( beide Schulpflichtig)? In der Straßenbahn? Oder im Stadion?
Voll werden die Stadien nicht sein!

Radikale Maßnahmen gegen Schlachthöfe

Die Maßnahmen des Staates zur Eindämmung der von Schlachthöfen ausgehenden Gefahren sind immer noch nicht ausreichend.
Hilfreich ist nur ein zurück zur Schlachtung in Betrieben mit max. 100 Mitarbeitern.
Damit würde das Problem der Massentierhaltung gleich mit erledigt.

09:18 von beinhart

Stadien dürfen nur im privaten Verband besucht werden. So einfach ist das.

Panik

Hui, da werden ja jetzt wieder tausende Tote die direkte Folge sein.
Gucken wir mal an die Nord und Ostsee, also sooo schlimm kann es also ja nicht sein, wenn man den Irrsinn dort mehr oder weniger gleichgültig zulässt.
.
Aber wenn sich 6 Leute in einem Supermarkt infizieren, dann muss gleich ein kompletter Lockdown her.
.
Wer testet jetzt eigentlich täglich die Urlauber? Nur so wäre eine Früherkennung ja überhaupt möglich. Da hilft auch keine App.
.
Wir machen uns über Trump lustig, weil er sagt, wenn nicht getestet wird, gibt's auch keine Neuinfektionen. Und selbst?
.
Wobei man vielleicht auch nochmal klar machen muss, dass eine Infektion in den allerseltensten Fällen zu einem ernsthaften Verlauf führt.
.
Scheinbar haben das auch viele vergessen.
.
Wie viele Tote gibt es bei Tonnies?
Wenn wir anfangen ein Risiko als Begründung für alles herzunehmen, dann dürften wir eigentlich weder das Haus verlassen, noch Autofahren, Alkohol trinken etc.

echt jetzt

welch komischer zufall 66 leute aus verschiedenen landkreise infizieren sich bei den unterschiedlichsten gelegenheiten aber nicht gegeseitig im schlachtbetrieb.das ist toll so brauch weder der landkreis tätig werden noch der betrieb irgendwas ändern,denn es war ja reiner zufall das alle 66 infizierten im selben betrieb arbeiteten.das problem mit diesen werks/sklavenverträgen ist das diese"mitarbeiter/sklaven"ständig die betriebe wechseln bzw in mehreren gleichzeitig arbeiten,doppelschichten.dadurch verteilen sie das virus in der gesamten schlachtindustrie.das ist auch bekannt seit rinderwahn und schweinepest und dennoch versuchen die behörden weiterhin dieses kriminelle treiben zu decken.das ist erst der anfang.

Langsam kann man es nicht mehr hören ...

.. es wird nur noch genörgelt, egal wie positiv oder Nagativ es sich mit Corona gerade darstellt.
Deutschland steht im internationalen Vergleich super da, ist sehr gut aufgestellt. Die Sozialleistungen und Hilfen suchen wohl weltweit ihresgleichen und unser Gesundheitssystem mit seinen weltweit einmaligen Reserven steht jeden Deutschen kostenlos offen.
Wir haben nicht planlos die Hose (die Beschränkungen) runtergelassen, ein internationaler Vergleich zeigt dramatisch auf, wo das endet. Da fängt man, wenn überhaupt, mit allen Folgen wieder von vorne an.
Und das wir mit der oftmals eingeforderten Selbstbestimmung nicht numgehen können, haben unzählige Urlauber, Kreipen,- Restaurant- und Strandbesucher nachhaltig und erschreckend unter Beweis gestellt. Von den Herrschaften mit den Aluhüten will ich garnicht sprechen.
Was mich jedoch am meisten erschreckt: wie "sozial" wir mit unserer Gesundheit, dem Leben unserer Kinder und Mitbürger umgehen.
Es ist beschämend.

Glück gehabt

„Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz liege mit den neuen Fällen nun bei 41,13, teilte der Kreis weiter mit“

Da hat der Kreis Vechta ja Glück gehabt, dass fast die Hälfte der Infizierten in den Nachbarlandkreisen wohnt. Sonst hätte es nicht geklappt, unter 50 zu bleiben.

Das zeigt auch, dass die Diskussion über Landkreise sinnlos ist. Wenn der Ausbruch am Rand eines Kreises stattfindet, sind Beschränkungen am anderen Ende des gleichen Kreises weniger sinnvoll, als solche direkt nebenan im Nachbarlandkreis.

Ist aber vermutlich verwaltungstechnisch nicht zu schaffen.

Was weiß man denn mit

Was weiß man denn mit Gewissheit über den Ursprung des Virus?
Nicht wirklich viel, aber dass es vom Tier stammt, scheint klar zu sein.
Meine Hoffnung wäre, dass es eine Rache der Natur ist! Dass der respektlose Umgang mit den "AusNutzTieren" gerächt wird.
Und hoffentlich lernt der Mensch daraus. Ist aber eher unwahrscheinlich :(
Tiere (in dem Maß) zu essen ist asozial, sie wollen genauso leben wie wir auch.
Es soll sich jeder mal in ihre Lage hineindenken.

@margareta, 09:28

"(...) man kümmert sich immer nur um den einen Schlachthof, der gerade betroffen ist."

Natürlich.

Man täuscht Aktionismus ja auch nur vor. Würde ja sonst Wirtschaftskraft kosten. Hat bei den Küken auch jahrelang funktioniert.

Aber der Bürger muss spuren, da kostet es nämlich nichts.

Ich mach mir die Welt...

...widdewiddewie sie mir gefällt.

Würden die Infizierten in einem Landkreis wohnen, würde man sich vor Maßnahmen drücken, da das ganze ja lokal eingrenzbar sei. So drückt man sich, weil man sie einfach auf mehrere Landkreise "verteilen" kann.

An die Landes-, Provinz- und Stadtfürsten glaube ich schon lange nicht mehr - bis die sich im Ernstfall zu unpopulären Entscheidungen bequemen, wäre eine eventuelle zweite Welle schon längst großflächig über uns hinweg gefegt.

Corona-Ausbruch in Lohne:66 Infektionen in Schlachthof.....

Die Verhältnisse in der Fleischindustrie fördern offensichtlich weitere Corona-Ausbrüche.Und welche Schlußfolgerungen werden daraus gezogen ?
Seit Donnerstag kann Clemens Tönnies weitermachen.

Am 19. Juli 2020 um 09:43 von MrEnigma

" Gucken wir mal an die Nord und Ostsee, also sooo schlimm kann es also ja nicht sein, wenn man den Irrsinn dort mehr oder weniger gleichgültig zulässt. "

Kommt darauf an, welche Ostsee sie meinen, die eine Ostsee hat keine Tagestouristen, ist kein Massenauflauf wie an anderen Stellen zu sehen.
Fast alles alles voll Ausgebucht, nicht von einer Stelle auf andere Stellen schließen.

Beim testen gebe ich ihnen recht, das wird sehr clever gemacht.

" Wobei man vielleicht auch nochmal klar machen muss, dass eine Infektion in den allerseltensten Fällen zu einem ernsthaften Verlauf führt.
.
Scheinbar haben das auch viele vergessen. "

Das ist nicht ganz richtig, und auch die für Sie seltenen Fälle, sind einfach seltene zu viel.
Spätfolgen nicht mit eingerechnet.

So bastelt man sich die Zahlen schön.

Da kann man die 50 er Regelung gleich kippen.
Die Mitarbeiter haben sich also in ihrem jeweiligen Landkreis infiziert und den Virus in den Schlachthof gebracht. So kommt es also "zufällig" zu diesem Ausbruch.
Mit anderen Worten nichts im Betrieb ändern, sondern Augen und durch.

um 09:43 von MrEnigma

Ihr Post verfolgt offenbar die nicht neue Strategie, so viele falsche Informationen aneinander zu fügen, dass es überhaupt keine Chance gibt, alles bis zum Schließen des Threads richtig zu stellen.

Nehmen wir nur den von Ihnen angeführten Urlaubs-"Irrsinn" an Nord- und Ostsee. Wo haben sich da denn Urlauber angesteckt ? Oder haben Urlauber Einheimische angesteckt ? Der Norden hat die niedrigsten Infektionszahlen - trotz Urlaubern.

Ich glaube, ...

... dass die meisten Menschen sich eine Rückkehr zur "alten Gewohnheit" wünschen.

Was mir persönlich aber schwer fällt, ist,
dass je nach Interesse oder Lobbyismus und dem unterschiedlichen Umgang mit dem Virus, eine Einstufung der Gefährlichkeit an der mangelden Glaubhaftigkeit scheitert.

Nachlassendes Interesse der Behörden an Corona-Ausbrüchen ?

Wenn sooo viele Menschen in einem Betrieb positiv getestet wurden, der dazu noch empfindliche Lebensmittel herstellt (fällt mir schwer bei Tieren, das so "nüchtern" zu formulieren), dann kann es doch nicht auf diese 50iger Regelung ankommen, die für Landkreise gilt !?!

Das ist doch "Erbsenzählerei" und es zeigt, welche Stilblüten die deutsche Bürokratie oft treibt!

Man muss doch die Region oder den einzelnen Betrieb betrachten, wenn man die Zahl der Infizierten bewertet?!
Der Sachverhalt, nämlich mehr als 50 Infektionen in einer Region ist doch derselbe.

Landkreise, die aneinander grenzen, gibt es logischerweise sehr viele in Deutschland.

Das ist ein typisches Beispiel für den deutschen Vorschriften-Wahnsinn:
Wie so oft werden Gesetze und Regelungen mit anfechtbaren Lücken beschlossen.
Diese 50-iger Regelung erweist sich hier als völlig absurd.

Im privaten Bereich entstandene Infektionen ...

Wurde denn das schon geprüft?

Und falls es stimmen sollte:
Wäre das nicht ein Grund, viel, viel mehr zu testen?
Immerhin weiß man, dass sich Viren auf tiefgefrorenem Fleisch 2 Jahre halten können.

Selbst wenn sich die Infizierten privat angesteckt haben, was sicher bei allen anderen Fleischbetrieben auch möglich war, dann haben diese Infizierten im Betrieb womöglich andere schon angesteckt.
Ein Test wird nicht am in den ersten 3 Tagen der Ansteckung sicher positiv werden.
Werden die Beschäftigten in spätestens einer Woche nochmals getestet?

Wenn man die Zahl 66 auf Zahlen unter 50 "schönrechnet", so scheint das darauf hinzuweisen, dass man keine Lust mehr hat, Corona-Ausbrüche zu verhindern.

@Jörg C

Zunächst mal müsste geklärt werden ob es sich bei den Infizierten überhaupt um "Sklavenarbeiter" handelt. Die weiträumige Verteilung der Wohnorte über mehrere Landkreise spricht eigentlich dagegen. Wie es allerdings auch dagegen spricht dass sich an weit gestreuten Wohnorten Leute (zeitgleich?) infizieren und just no einen gemeinsamen Arbeitgeber haben. So ein Zufall.

Das beste währe für ca. 6

Das beste währe für ca. 6 Wochen eine neue Total-sperre für alle und alles nur Lebensmittelläden dürfen öffnen mit 2 Kunden auf 10m² .

PS. wir haben auch noch genug WC-Papier , alles wird gut.

um 10:08 von beinhart

>>
Was mir persönlich aber schwer fällt, ist,
dass je nach Interesse oder Lobbyismus und dem unterschiedlichen Umgang mit dem Virus, eine Einstufung der Gefährlichkeit an der mangelden Glaubhaftigkeit scheitert.
<<

In vielen Bereichen haben wir doch den Weg von Glauben zu Wissen genommen. Ich las erst gestern einen Bericht über die Spätfolgen von Corona, insbesondere auch bei jungen, vormals kerngesunden Menschen. Praktisch kein Körperorgan ist sicher vor diesem Virus, incl. Herz und Hirn. Menschen zwischen 20 und 30 müssen wieder laufen lernen. Es gibt Fälle mit demenzartigen Erscheinungen. Behandlungen dauern monatelang, teilweise in Reha-Kliniken.
Wie kann man da an der Gefährlichkeit zweifeln ?

Corona

Die Fälle sind vorwiegend im privaten Bereich entstanden. Ob das stimmt, weiß ich nicht. Wenn es stimmt, zeigt es, daß wahrscheinlich viele positiv sind und nur mangels Reihentestung nicht erkannt werden. In den Schlachthöfen wird regelmäßig getestet, woanders nicht. Ich erinnere mich dunkel an eine Zahl als Zwischenstand im Falle Tönnies: 1331 Infizierte, davon 24 im Krankenhaus, davon sechs auf Intensiv, davon zwei beatmet. Das zeigte hervorragend, welch geringer Anteil wirklich Komplikationen verursacht. In meiner Stadt gibt es derzeit 5 Infizierte bei ca. 90.000 Einwohnern. Infiziert heißt 14 Tage infiziert. Also in 14 Tagen dürfte es mehr Herzinfakte und Schlaganfälle geben. Die Zahl der HIV-Infizierten dürfte auch höher liegen - trotzdem ist Sex ohne Kondom (also Maske) nicht verboten. Rauchen kann tödlich sein, Tabak gibt es noch. Man darf sogar noch dafür werben. Und die Zahl der Grippefälle im Herbst dürfte in 14 Tagen Fristen auch höher als 5 liegen. Man muß alles einordnen.

Re : MrEnigma !

Eines der größten Probleme dieser Pandemie ist das zu seltene Testen. Keiner in der Politik ist bisher auf diese Idee gekommen alle Menschen im Land zu testen, alle die Einreisen ebenso, um somit die Dunkelziffer endlich zu sehen und alles diesbezüglich nach vollziehen zu können. Damit wäre zwar einige Kosten verbunden, aber auf Dauer Geld gespart. So aber ist es immer ein Hinterher laufen und selten die eigentliche Kette zu finden.
Alles frei nach dem Motto, die Polizei kommt auch erst, wenn der Unfall passiert ist, und ein paar Verletzte oder Tode rum liegen. Dann wird der Unfall auf genommen, versucht den Hergang zu ermitteln und den Schaden fest zu stellen................... und schon ist der nächste Unfall passiert................ !

Wenn der Staat sich einen schlanken Fuß macht

Durch die Jahrzehnte hat man fleißig an der "Verschlankung" des Staates gearbeitet, angeblich, um die Kosten zu senken. Überall wurden Mitarbeiter abgebaut, so dass es allgemein kaum noch systematische Kontrollen geben kann. Und so konnten die "Unternehmer" sich darauf verlassen, dass sie mit minimalem Aufwand maximalen Gewinn machen können. Das Ergebnis sieht man nun dank Corona.
.
Was das veraltete Flaggschiff der deutschen Industrie Autobau angeht, sind wir dank Selbstgefälligkeit weit zurückgefallen. Denn statt Vorgaben durch Kontrollen durchzusetzen, hat man beide Augen zugekniffen und den jammernden Bossen a) die Abwrackprämie und b) Fördergelder in Milliardenhöhe nachgeworfen. Das nennt man "Freie Marktwirtschaft" und "Wettbewerb"?

66 Infektionen in Schlachthof als Pars pro toto

zeigt im Großen und Ganzen die Fehler unserer Lebensweise auf. Hoffentlich nutzt Frau Dr. Merkel ihre Chance im Krisenmanagement, um nicht auf „biegen und brechen“ diesen: „als Stein der Weisen“ verkauften faulen Kompromiss, durchzusetzen. Der könnte sich in der Zukunft eher als „Klotz am Bein“ ihrer Karriere herausstellen. Denn warum soll mit viel Geld die vielen Fehler der Vergangenheit verschwinden? Nachhaltigkeit, neue Visionen, Innovation und eine Jugend die Perspektiven bekommt als Ziel. Ein weiter so in Verschwendung und Umweltzerstörung mit viel Geld eher nicht. M.M.n.

@Titijana

Das Problem ist: Es kann sich keiner vorstellen wie er "über die Runden kommt" wenn der "Wahnsinn" gestoppt wird. Deswegen wird auch so getan als würde jetzt alles anders werden, und dabei werden nur andere Ressourcen-Verschleuderungsorgien aufgelegt.

09:28 von Margareta K.

Ich habe den Eindruck, man kümmert sich immer nur um den einen Schlachthof, der gerade betroffen ist. In allen anderen wird weiter gewurstelt, bis der Ausbruch kommt.

Da gebe ich Ihnen völlig recht. M.E. hätten bereits nach den anfänglich aufgetretenen Infektionen bei den Erntehelfern schärfere Kontrollen stattfinden und ggfs. strenge Auflagen verhängt werden und bei Nichtumsetzung Konsequenzen folgen müssen. Die Arbeitgeber, die adäquate Wohn- und Arbeitsbedingungen bieten, haben zudem wirtschaftlich das Nachsehen. Vermutlich gibt es aber viel zu wenig Personal in den Behörden, das diese Kontrollen durchführen könnte.

Darüber hinaus frage ich mich, ob auch in anderen Produktionsbereichen mit mehr oder weniger engem Zusammenarbeiten getestet wird und man deshalb den Fokus nicht nur auf Schlachtbetriebe richten sollte. Dazu habe ich bisher nichts gehört.

Re : rossundreiter !

Das ist es, weder die großen Verdiener all dieser Branchen, noch die Politik haben ein Interesse wirklich etwas zu ändern. Die Politik mit ihrer Liberalisierung des Arbeitsmarktes hat doch vieles von dem, so wie es heute praktiziert wird, selbst geschaffen und zu gelassen, damit sich genau diese Zustände erst entwickeln konnten.
Irgend wie kriegt man den Eindruck, die Damen und Herren in der Politik und Wirtschaft denken nur von Heute bis höchstens Morgen, aber keinen Zentimeter weiter.
Siehe, Tönnies versucht schon seine Schäfchen irgend wie zu retten, und die Politik lässt in wieder gewähren, weil sie zu lange über neue und strengere Gesetze labern und streiten muss, anstatt Nägel mit Köpfen zu machen !!
Ich finde dies einfach nur erbärmlich, verachtend und gnadenlos schamlos von den Verantwortlichen !!!

wieder die fleischindustrie

Lag es wieder an den gleichen Zuständen wie bei tönnies? Manchmal verstehe ich, warum dann nicht härter durchgegriffen wird.
Das ist das Gleiche, als wenn jemand Autorennen in der Innenstadt fährt.

Es hätte mich auch mal interessiert, wie die krankheitsverläufe der Betroffenen bei Tönnies waren.

Sie lernen nichts dazu

Wieviele Schlachthofinfektionsherde muss es noch geben, bis die Politik endlich für alle Schlachthöfe eine Luftfilterung und UV-Luft-Desinfektion als Standard fordert? Auch die Arbeitsbedingungen werden nicht durch neue Genehmigungsauflagen generell verbessert.
Die 50 Infektionen im Landkreis Regel ist zu hoch und sollte auf 35 bundesweit herabgesetzt werden. Trotz R-Wert (bundesweit) über 1 und steigende Fallzahlen pro Tag wird weiter gelockert. Die wirtschaftlichen Interessen stehen immer über den gesundheitlichen Folgen.

10:32 von Klärungsbedarf

Wenn die Gefährlichkeit ihrer Meinung
nach so eindeutig ist,
wieso ist der Umgang aller Institutionen
damit nicht so eindeutig.

Selbst Virologen widersprechen sich.

Ganz nebenbei,
bei der Anwendung der Inzidenz- Regel von 50
kann man aktuell die widersprüchliche Auslegung beobachten.

50er Regelung und Schlachthöfe

Natürlich haben diese Regelungen ihre Grenzen und ein Virus stoppt selbstverständlich nicht an den Landkreisgrenzen ab. Allerdings gäbe es in vielen Landkreisen schon vor der Zahl 50 niedrigere Vorwarnstufen, die durchaus davor schon ein Handeln ermöglichen. Das liegt hier bei einer Zahl knapp unter 50 durchaus nahe, zumal es offensichtlich einen örtlichen Schwerpunkt beim Schlachthof gibt. Unsinn ist natürlich die "Schutzbehauptung", die Ansteckungen sei überwiegend im privaten Raum entstanden, wer will das wie nachweisen, wie glaubwürdig ist das bei den bisherigen Erfahrungen mit Schlachthöfen? Zudem stellt sich die Frage, ob die bisherigen neuen Schlachthofregeln streng genug sind. In meinem Bundesland BaWü sind durch die Regeln nur 3 Schlachthöfe betroffen.

10:38 von Traumfahrer

Keiner in der Politik ist bisher auf diese Idee gekommen alle Menschen im Land zu testen, alle die Einreisen ebenso, um somit die Dunkelziffer endlich zu sehen und alles diesbezüglich nach vollziehen zu können. Damit wäre zwar einige Kosten verbunden, aber auf Dauer Geld gespart. ///

Wie wollen Sie das schaffen? Wenn man 1 Mio Menschen am Tag testet vergehen 83 Tage! Was soll das bringen? Gut. Man könnte natürlich auch 10 Mio am Tag testen. Aber wie?

ist, dass sie zu spät gekommen ist,
und damit der Hybris des Menschen noch Vorschub geleistet hat.

Frühe Warnungen gabs ja genug, u.a. von Bill Gates ;-)
Nun ist die Büchse der Pandora geöffnet,
egal ob es 'Unfall' oder aussergewöhnliche Zoonose war.

Die Welt vorher war einmal.
Wir werden uns künftig mehr dem Gleichgewicht der Kräfte widmen müssen.
(Mikrobe vs Mensch)
Wachstum als Religion ist tot,
denn die Natur zeigt es: ewiges Wachstum=Krebs
Nachhaltigkeit der einzige Weg gegen die Katastrophe.

50er Regelung nicht wissenschaftlich begründet.

@08:47 von Andi123
So auch Prof. Drosten vor Kurzem.
Das sei eine politische Entscheidung.

Re : DeHahn !

Dies ist sicher eine der schlechteren Entwicklungen im Land. Und die Liberalisierung des Arbeitsmarktes, so dass die Arbeitgeber sich so richtig bedienen konnten.
Dann kommt hinzu, das mit den Aktien, die das Streben von vielen nach hohen Renditen und Dividenden an gekurbelt hat. Auf die eine Art, so lange es in einem bescheidenen Rahmen bleibt, ist dies ok. Aber leider ist dies anscheinend eine Schwäche der menschlichen Natur, das so manches immer ausarten muss und etliche nie ihren Hals voll kriegen.
Dazu wir betrogen, gelogen, vertuscht und manipuliert bis zum Kotzen.
Und leider befeuert die Politik dieses unsägliche Treiben auf perverse Weise auch noch. Da ändert die Corona- Pandemie nicht wirklich etwas, leider !!!!

@mac tire

Da kann man nur froh sein, dass Sie nichts zu entscheiden haben und eine solche Maßnahme mittlerweile von den Verwaltungsgerichten gestoppt würde.

um 10:51 von beinhart

>>
Wenn die Gefährlichkeit ihrer Meinung
nach so eindeutig ist,
wieso ist der Umgang aller Institutionen
damit nicht so eindeutig.

Selbst Virologen widersprechen sich.
<<

Soweit es um die Wissenschaft geht gibt es eigentlich keine Widersprüche unter den Virologen. Wenn es um Prognosen, Einschätzungen und Empfehlungen geht, dann sind auch Virologen Menschen mit unterschiedlichen Gefühlen, Hoffnungen und Ängsten.

Ich definiere Gefährlichkeit so, dass mit dem Virus eine nicht vernachlässigbare Gefahr für Leib und Leben verbunden ist. Daran habe ich keine Zweifel.

Wo bleibt der aufschrei

Wie bei Tönnies?
Oder war Tönnies nur das opferlamm, dass das politische Versagen verschleiern soll?

@ 10:38 von Traumfahrer

Zitat: "Keiner in der Politik ist bisher auf diese Idee gekommen alle Menschen im Land zu testen, alle die Einreisen ebenso, .."um somit die Dunkelziffer endlich zu sehen und alles diesbezüglich nach vollziehen zu können."

Vermutlich haben sogar einige Politiker darüber nachgedacht.
Dann fiel ihnen auf, daß wir für die Auswertung dieser Masse von Tests die dt. Laborkapazitäten um das 55fache erhöhen müßten.
Selbst wenn man die derzeitigen Laborkosten von etwa 60 € auf 20 € drückt würde ein einmaliger Test aller Bundesbürger also etwa 1,7 Mrd. € verschlingen und bei einem Test bleibt's ja nicht. Die Kosten für die vielen neuen Labore sind da natürlich noch nicht drin, ebenso die für die Testentnahme.

Dann muß man nur noch 83 Mio. Menschen möglichst zeitnah testen ...

Dann hat man eine Momentaufnahme, die ein paar Std. nach dem Test nicht mehr stimmt.

Gruß, zopf.

um 10:51 von beinhart

>>
Ganz nebenbei,
bei der Anwendung der Inzidenz- Regel von 50
kann man aktuell die widersprüchliche Auslegung beobachten.
<<

Da gebe ich Ihnen recht - man traut sich nicht, konsequent zu sein. Große Teile der Bevölkerung zeigen aber auch für mich unverständliche Verhaltensweisen, wenn ich beispielsweise an an diesen unbändigen Drang nach Saufgelagen denke. Akzeptanz für Maßnahmen zu erreichen ist da ein Balanceakt.

@andererseits,08:53 Uhr - Zeit, umzudenken...

Ein sehr guter Kommentar. Sie bringen es auf den Punkt. Bei all dem Leid, das Corona verursacht hat, lernt der Mensch, sich wieder auf das Wesentliche und auf fundamentale Werte zu besinnen. Das Virus scheint in den USA das zu schaffen, was die Presse, die Opposition und viele andere nicht geschafft haben - Trump wurde als unfähiger Ignorant demaskiert. Und bei uns? Die Überfluss- und Wegwerfgesellschaft ist in die Kritik geraten, Solidarität wird wieder großgeschrieben, die Demut vor dem bisher Erreichten ist bei den meisten Bürgern spürbar, das Vertrauen in die Politik ist gewachsen, der Klimaschutz wurde durch die Einschränkung des Flug- und Autoverkehrs für kurze Zeit gestärkt - man hatte mitunter das Gefühl, dass die Natur aufblühte, Fernreisen haben an Reiz verloren, die Naturschönheiten in Deutschland werden neu entdeckt und der gesellschaftliche Zusammenhalt sowie unser Gesundheitssystem haben sich gerade jetzt, in der Krise bewährt. Zeit, umzudenken...

Größe der LK differenziert betrachten

35 der Infizierten wohnen den Angaben zufolge im Landkreis Vechta, 27 im Landkreis Diepholz, zwei im Landkreis Osnabrück und jeweils einer im Landkreis Cloppenburg und in der Stadt Delmenhorst.

An die Kommentierenden hier, die fordern ganze LK zu schließen: vielleicht sind Sie sich der Größe der hier aufgeführten LK gar nicht bewusst. Wenn ein LK wie OS 34 Gemeinden hat und sich auf eine Fläche von 2.121,63 km² erstreckt und die Mitarbeiter bzw. Infizierten nur in einer Gemeinde wohnen oder auf mehrere Gemeinden verteilt und somit den Richtwert nochmal runtersetzen, warum sollte dann der komplette LK "geschlossen" werden? Das ist m.E. nicht verhältnismäßig.

Außerdem scheinen Kontaktpersonen bereits ermittelt und in Quarantäne gesetzt worden zu sein.

Angemessen wäre m.M.n., wenn sich die Bewohner der betreffenden Wohnorte(!), die möglicherweise, im selben Supermarkt einkaufen, testen lassen können.

gleichen Zuständen ?

von hillbilly @
Sie meinen das dort die gleich Lüftungsanlage verbaut ist?

Nicht die Arbeits und selbstgewählten Wohnbedinnungen waren ja dort die Haupt Ursache.

ihrer Karriere ?

schokoschnauzer @
Die wird Sie selbstgewählt nächstes jahr beenden.
Und der "faulen Kompromiss" wird als „Klotz nicht an Ihrem Bein“ hängen sonder den Steuerzahler besonders in unserem Land das
leben schwer machen.

Am 19. Juli 2020 um 10:40 von schokoschnauzer

" Der könnte sich in der Zukunft eher als „Klotz am Bein“ ihrer Karriere herausstellen. Denn warum soll mit viel Geld die vielen Fehler der Vergangenheit verschwinden? "

Ich nicht gerade Fan, aber bei dem Satz, stellt sich mir die Frage, welche Karriere sollte denn Frau Merkel anstreben.
Wenn ich ihren Worten glauben schenken darf, hört Sie doch auf, wie der Bayer auch, der sich ins private zurückziehen will.
Was eigentlich nach so langer Zeit, in der Politik eine gute Idee ist.
Unsere Lebensweise, ist abhängig vom Inhalt der Geldbörse, die ist bei den unteren 50 Prozent, ziemlich dünn, wie es diese Woche festgestellt wurde.

10:46 von Kaneel

Ich denke, dass alles was eine gewisse Größe“ überschreitet, nicht kontrollierbar ist. Es fehlt das Personal und es fehlt der politische Wille. Es wird von “freiwilliger Selbstverpflichtung“ die Rede. Wann hätte die schon mal funktioniert?
Ist von kleineren Betrieben, egal ob Fleisch, Obst, Gemüse etc. etwas zu hören? Die werden nämlich überdurchschnittlich kontrolliert.
Diese überdimensionierten, industrialisierten Betriebe haben die Möglichkeiten, sich mit Politik und Kontrollbehörden ins Einvernehmen zu setzen. Da wird schon mal ein Auge zugedrückt. Dann wird noch mit den “abwandernden Arbeitsplätzen“ gewedelt (bei denen ich immer überlege, welche das in diesen Branchen sein sollen) und schon ist auch das zweite Auge zugedrückt.
Diese politischen Aufschreie ko..en mich nur noch an. Skandale in der Lebensmittelindustrie am laufenden Band, dann “es wird grundsätzlich was geändert“, Jahre später Skandal, Aufschrei ....

@ 10:38 von Traumfahrer

Zitat: "... um somit die Dunkelziffer endlich zu sehen und alles diesbezüglich nach vollziehen zu können."

Die Dunkelziffer heißt Dunkelziffer, weil sie im Dunkeln bleibt.

Auch wenn wir jeden Bundesbürger testen, verbleiben unentdeckte Infizierte, aufgrund der (geringen) Fehlerquote der PCR-Tests, falscher, zu früher oder zu später Testentnahme, durch schadhafte Testkits und Laborfehler oder durch Menschen die sich dem Test ganz einfach verweigern.

Oder denken Sie, daß unsere Verschwörungstheoretiker als erste in der Test-Schlange stehen ?

Es wird immer eine Dunkelziffer geben.

Gruß, zopf.

@Kaffeemassentrinker

Bei Tönnies fanden alle positiven Testungen in der Zerlegerei statt. Hier ist die Luft gesättigt mit allem Möglichen, auch mit Virenschnipseln der Tiere. Durch die durch Klimaanlagen geregelte Temperatur halten sich Aerosole länger, legen sich eventuell auch im Rachen der dort agierenden Arbeiter ab und werden beim Testen dort erwischt. Ist doch zu auffällig, dass weltweit die Massenschlachthöfe für grössere Mengen an positiv getesteten sorgen. Herr Drosten sagte einmal in einem frühen Interview, dass die Tests auch ein beim Rind vorkommendes Corona-Virus abgebildet würde. Ist jemand, wenn ja wie viele bei Tönnies , Wiesenhof und wie sie alle heißen ernsthaft erkrankt oder gestorben?

11:05 von PGr

“Wie bei Tönnies?
Oder war Tönnies nur das opferlamm, dass das politische Versagen verschleiern soll?“

Vom Opferlamm ist Herr Tönnies gaaanz weit entfernt. Sieht man schon an der Dreistigkeit seiner Forderungen.
Zwischen 66+ Infizierten (schlimm genug) und über 1400 ist trotzdem ein “kleiner“ Unterschied.
Ich bin ja der Meinung, solange solche Zustände herrschen, sollte Sponsoring für Fussballvereine (für's gute Gewissen?) verboten sein.

@PGr 11:05

"Wo bleibt der aufschrei

Wie bei Tönnies?
Oder war Tönnies nur das opferlamm, dass das politische Versagen verschleiern soll?"

Könnten Sie bitte vor dem Verfassen von Kommentaren wie diesem kurz innehalten und die leicht unterschiedlichen Dimensionen in Betracht ziehen?
Danke!

11:16 von werner1955

“Nicht die Arbeits und selbstgewählten Wohnbedinnungen waren ja dort die Haupt Ursache“

Verstehe ich Sie richtig: Sie meinen die Werkvertragler wollen so wohnen und arbeiten?

Und täglich grüsst das Murmeltier

ein Schlachtbetrieb nach dem anderen und
jedes mal zum Einzelfall deklariert.
Absurd!
Wenn die Regierung jetzt nicht fundamental eingreift und die gesamte Lebensmittel"industrie" penibel überprüft,
dann werden peu à peu zahllose weiter Fälle auftauchen.
Dieses "Landkreis" Modell ist reine Augenwischerei um das Problem herunter
zu spielen.
Eine bundesweite Regelung ist für diese Betriebe unausweichlich.
Herr Heil: Bitte umgehend handeln.
die 2. Coronawelle ist auf dem Vormarsch.

@ 09:18 von wenigfahrer

Was die Verkehrssituation auch zu Corona-Zeiten angeht, kann Ihnen einfach und schnell geholfen werden: Es gibt ÖPNV, DB, P&R oder auch regionale Verkehrsgesellschaften; Sie werden staunen, wie vielfältig man zu den deutschen Restaurants mit französischem Straßenflair kommen kann - vom Rad für den Weg der Lokalen zu den Lokalen ganz zu schweigen.
Es bleibt also dabei: Bei allem, was durch Corona schwierig und schwer geworden ist: manche Veränderungen sind überraschend.
Und zu dem, was Sie zum Schluss schreiben: Ich halte es zunächst mal für eine schnell rausgehauene Unterstellung, dass die Landkreise durch wenige Tests versuchen, die magische "50" nicht zu erreichen; ich glaube, dass die absolute Mehrheit der Verantwortlichen auf Kommunal- wie Kreisebene den Gesundheitsschutz oben an stellen und wissen, dass Trickserei eher die Situation verschlimmert. Da habe ich offensichtlich wesentlich mehr Vertrauen in die Verantwortung und Kompetenz der Zuständigen als Sie.

@ 09:27 von rossundreiter

Ja natürlich hoffe ich, dass bei der von Ihnen "hochlukrativ" titulierten Massentierhaltung der Stecker gezogen wird und dass dieser Prozess durch Corona beschleunigt wird - aus Gründen des Tierwohls wie auch der gesunden Ernährung wie auch einer ökologisch verträglichen Lebensweise.
Sie nicht?

Anzahl der Infizierten und Anzahl der Erkrankten

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bitte Sie, neben der Anzahl der Infizierten auch immer die Anzahl der Erkrankten zu ermitteln. Ansonsten hat ihre Meldung nur geringen Aussagewert und verängstigt. Leider wird kaum über die Anzahl der Erkrankten geredet. Diese Kennziffer würde eher einen Eindruck vermittelt, wie kritisch die Situation ist.
Zudem fehlt dem Artikel, ob die positiv Getesteten zweimal getestet worden sind: Herr Spahn hat ja selber von falsch positiven Ergebnissen gesprochen. Bitte recherchieren Sie diese Zahlen nach.
Mit freundlichen Grüßen
Christian Fischer

"Löhne"

Auch mal was zu lachen bei einer ansonsten traurigen Meldung: Nur weil die Stadt "Lohne" heißt, denkt der Stichwortfinder, es ginge um "Löhne" (das Geld, nicht die Stadt).

11:13 von Klärungsbedarf

Wollte damit zum Ausdruck bringen,
dass es Infektionen mit deutlich höherer
Mortalität gibt,
wo der Umgang mit großer Wahrscheinlichkeit gradliniger und eindeutiger wäre.

Das ist bei Corona nicht der Fall.

wollen so wohnen und arbeiten?

Margareta K. @
Ja.

Da aber besonders alle Ost-Europa Länder eine sehr viel höhere Eigenheim Quote haben wollen viel nicht unnötig viel für Mieten ausgeben.

Schlachthofbilder

Niemand muss doch bei diesen Bildern noch lange überlegen was genau falsch läuft, oder?
Hochtechnisierte und eiskalte Tötung von Lebewesen. Die Natur regelt das aber so wie immer von ganz alleine. Wenn es nicht Corona ist dann wird es eine andere Pandemie sein.
Bis vor 14 Tagen habe ich zweimal im Monat Fleisch aus ökologischer Haltung gegessen und auch die vermeintliche "Biowurst" gekauft. Es ist nur eine Täuschung und eine Beruhigung für das eigene Gewissen, denn eine Schlachtung ist eine Schlachtung und der Tod ist der Tod. Für die Tiere, die in dieser "Massentötungsmaschinerie" sterben mit Sicherheit das schlimmste Sterben das man sich vorstellen kann.
Ich esse kein Fleisch mehr. Der Juckreiz der mich täglich gequält hat und die Entzündungen sind weg. Meine Haut ist geheilt. Die Zusammenhänge sind eindeutig. Der Verbraucher bestimmt, wie es weiter geht und zwar mit uns Allen und mit unserem gesamten Planeten.

@ 09:43 von MrEnigma

Da sehe ich ein paar Dinge anders und habe auch andere Erfahrungen. Ich beginne mit letzerem: Der fitteste, sportlichste und auf ausgewogene Ernährung achtende Kollege im weiteren Umfeld lag wochenlang mit Covid-19 auf der Intensivstation zwischen Leben und Tod.
Über Trump machen sich die wenigsten lustig (im Gegensatz zu Trump selbst, der sich mit aggressiven Entwertungen über Jo und jedermann lustig macht, weil er weder politisch noch charakterlich dem POTUS-Amt gewachsen ist), aber die Zahl wächst - auch unter den ehemals Trump wählenden Republikaner*innen - die vor Trump warnen, nicht zuletzt wegen seines Komplettversagens beim Corona-Krisenmanagement.
P.S.: Bei Tönnies gab es vor Corona täglich 20.000 Tote Tiere.

um 11:36 von pädagogische_ze...

"Infiziert" und "erkrankt" ist bei Covid19 dasselbe.

"Schönrechnen" der Fallzahlen in D, wohin man sieht

und gleichzeitig gibt es rd. 260000 Neuinfektionen weltweit in nur 24 Stunden.
Deutschland lässt nach in der Verfolgung neuer Ausbrüche wie man an diesem Fall sieht. Es wird die Zahl der 66 Neuinfizierten in einem Betrieb "heruntergerechnet" auf weniger als 50 Fälle pro Herkunfts-Landkreis der Mitarbeiter.
Würden diese 66 Infizierten nicht im selben Betrieb arbeiten, hätte vermutlich niemand darauf besonders reagiert.
Die Zahl der Testungen in D geht eindeutig zurück, teils mehr, teils weniger.
Ich gebe Trump selten mal Recht. Aber er sagt, wir haben so viele Fallzahlen, weil wir viel testen.
Natürlich wären auch in den USA die Fallzahlen niedriger, würde dort nicht viel getestet werden.
Aber nur mit Testen erfährt man auch, wo es Infizierte gibt. Denn in den Sommermonaten sind die Symptome von Covid-19 viel geringer oder trotz Infektion haben manche Infizierte sogar keine Symptome.
Nichtsdestotrotz werden ohne Tests dann aber auch Risikopatienten angesteckt ... - keine Zeichen mehr.

um 08:53 von andererseits

19. Juli 2020 um 08:53 von andererseits

"Corinna bringt nicht nur..."

Ähnliche Gedanken hatte ich auch vorhin beim vegetarischen Frühstück. Die sublime "Intelligenz" der Verbreitung des Virus zeigt sich dort, wo Mensch schroff auf mehr oder weniger stumpfes Ausbeutungsverhalten hingewiesen wird und wo systemerhaltendes gegen luxusvermehrendes Wirtschaften gespalten scheint.

"So, Leute! Schaut euch in Ruhe an, was ihr mit den Tieren macht aus Profitgründen, also die Tiere mit den Werkverträgen - für Hühner interessieren wir uns eher nicht so."

Noch nie wurde so deutlich, daß der Arbeitsmarkt ein Schlachthof ist, in dem der Mensch nur noch als Kostenfaktor wahrgenommen wird und konsequenterweise in der Zerlegeabteilung bei der Leiharbeit in der Produktion z. B. kaum noch als Ganzheit fühlen kann und von irgendeinem Wert als Person.

Überhaupt führt Corona zu einer breiten Sensibilisierung für den privaten Bereich und ordnet die Lebensentwürfe neu, wenn die Bereitschaft da ist.

um 11:31 von B. Pfluger

Das ist schlicht Unkenntnis.

Das Problem bei Tönnies war, dass viele der Arbeiter in billigsten Unterkünften zusammen gelebt haben und sich dort gegenseitig schnell angesteckt haben.

Daher ist die Information, dass in diesem Fall die Betroffenen eben nicht alle am selben Ort gewohnt haben, ausgesprochen wichtig.

@ 10:59 von krittkritt

Ja natürlich ist das eine politische Entscheidung, aber eben eine auf Grundlage der derzeitigen Forschungsergebnisse. Es ist auch wichtig, dass die gewählten bzw bestellten Entscheidungsträger*innen diese Rolle weiter aktiv und verantwortlich wahrnehmen. Was denn sonst?

@ 11:13 von Adeo60

Bei den meisten Punkten stimmen wir überein.
Was die Solidarität betrifft, bin ich verhalten skeptisch: sowohl die gesellschaftlich zunehmende Erschöpfung wie auch der (wie bei manch anderen Phänomenen durch Corona verschärfte) individuelle und gruppen- oder nationsbezogene Egoismus stellen die Solidarität auf harte Proben, wie aktuell zum Beispiel ein Blick nach Brüssel zeigt.

Wenn ich mir das nüchtern überlege, dass man die Zahl der 66 Infektionen so schöngerechnet hat, sage ich, dass man erst mal auf diese Idee kommen muss.
Es gehört dazu schon ein wenig "grenzwertig legale Energie" dazu wie ich finde.
Es zeigt aber auch, dass man Ausbrüche nicht mehr so verfolgen will, wie es angemessen ist.

Andererseits liest man, dass in 24 Stunden lt. WHO sich weltweit fast 260000 Menschen infiziert haben sollen.
Ob es angesichts dieser gigantischen Zahl sinnvoll ist, alles unter den Teppich kehren zu wollen?

Oh, wie lecker!

Nachdem der leckere Speck nicht mehr auf dem Frühstücksteller liegt, so verschwindet auch jetzt der leckere Hühner-Schenkel vom Teller! So hat der Kapitalismus auch seine Vorteile, indem dieser beweist, dass bei Überzüchtung seiner Gewinn-Maximierung Probleme auftreten, die sehr geeignet sind, die Fress-Sucht dahingehend zu begrenzen, dass solche "Leckereien" zum Ekel werden!

@ Margareta K., um 09:28

Liegt in der Natur der Sache, dass auf Schlachthöfen “gewurstelt“ wird :-)

8:53 von andererseits und 11:13 von Adeo60

Ich wollte mich noch schnell bei euch beiden für die Kommentare bedanken.
Allerdings sehe ich das nicht so durch die rosa Brille bzw. ist mir etwas zu blauäugig.

Auch ich bin der Meinung, dass das Virus einen "positiven" Effekt hat.
Allerdings hält sich meine Hoffnung auf tiefgreifende und situationsbezogene Änderungen in unserem Wirtschaftsleben und in unserem gesellschaftlichem Zusammenleben in Grenzen.
Das zeigt mir ein Blick in die Historie bei vergleichbaren Ereignissen.
Trotzdem: die Hoffnung stirbt zuletzt.
Gruß

11:49 von MartinBlank

Was sie da sagen mag stimmen, aber es geht doch nicht um jeden Einzelfall, sondern um
den Gesamtzustand in der Lebensmittel-Indusrie. Sicher stimmen sie mir zu, dass in dieser "Industrie" vieles im Arge liegt.
Gilt natürlich auch für die Landwirtschaft.

11:22 Margareta K. 10:46 Kaneel

Zwar habe ich ein klein wenig Hoffnung, dass sich Dinge wenigstens in MininalSchritten ändern, doch diese Zähigkeit ist gleichfalls frustrierend und für mich auch nicht nachvollziehbar.

Mein Wunsch wäre, dass auch auf Seiten der Arbeitgeber mehr und mehr ein Umdenken stattfindet und diese durch ethisch und ökologisch vertretbare Arbeits- und Produktions- bedingungen überzeugen und so für sich werben. Dafür sollte es mehr Anreize bzw. eindeutige Vorgaben aus der Politik geben. Wird der Mindestlohn deutlich heraufgesetzt, sowie die Sozialleistungen und niedrigen Renten, können sich Menschen höhere Preise auch leisten. Aber da bin ich wohl zu idealistisch, dass sich ein solches Handeln in großen Teilen der Bevölkerung durchsetzt.

@Margitt. 11:56

Von welcher Schönrechnerei, die Ihrer Meinung nach "grenzwertig legale Energie" erfordert, faseln Sie da eigentlich?

11:42 von werner1955

“wollen so wohnen und arbeiten?
Margareta K. @
@werner1955 “Ja.“

Dass Werkvertragler - nur weil sie aus Rumänien, Bulgarien oder Polen kommen - in mit Schwarzschimmel verseuchten, einsturzgefährdeten und versifften Wohnungen leben möchten? Wohnungen, die hoffnungslos überlegt werden (organisieren die diese Überbelegung selbst?) und für die pro Nase 300“ und mehr kassiert wird?
Ich glaub, ich geh ko...

@andereseits, 11:35

Sie "hoffen" also. (Vorher schrieben Sie noch, "der Stecker wird gezogen".)

Kennen Sie den Unterschied zwischen "hoffen" und der Realität?

"Hoffen" (also wünschen) tue ich auch. "Glauben" schon lange nicht mehr.

Vielmehr GLAUBE ich, der Stecker wird durch Corona gerade NICHT gezogen. Bei Tönnies geht es ja schon weiter wie vorher. Hat keine drei Wochen gedauert.

11:42 von werner1955

“...wollen viel nicht unnötig viel für Mieten ausgeben.“

Vielleicht ist es ja auch so, dass nach Abzug aller Kosten (Arbeitsmaterial, Arbeitskleidung, Kantine, Transport...) nicht mehr viel für Miete übrig bleibt.

@ 11:48 von melancholeriker

Sie führen nochmal detailliert Gedanken an, die ich teile - leider auch mit der gehörigen Portion Skepsis, was die Erkenntnis- und Veränderungsbereitschaft bei einem Großteil betrifft...

@ 11:47 von werner1955

Ihre Begriffe von "Lebensraum", den wir "gegen andere erkämpfen müssen", weckt Erinnerungen an dunkelste Kapitel unserer Geschichte, auch wenn Ihnen das möglicherweise nicht ganz klar ist.

Auch nach einem halben Jahr...

...verstehe ich nicht, warum dieses Virus bei so vielen Menschen eine solche Aufmerksamkeit bekommt. Klimawandel, Artensterben, Kriege und Massenflucht existieren nach wie vor, aber da schafft man es immer wieder, diese Themen nach ein paar Tagen für Wochen oder Monate zu ignorieren.
Aber ein Virus, dass für ein bis zwei Prozent der Sterbefälle weltweit verantwortlich ist, ist in allen Köpfen.
Dabei sterben z.B. fünf bis zehnmal soviele Menschen alleine durch die Folgen des Rauchens. Und das wäre nun wirklich komplett vermeidbar.

Krankheiten wie Virusinfektionen gehören hingen seit rund vier Milliarden Jahren zum Leben dazu. Vielleicht wird auch irgendeine Krankheit eines Tages die Menschheit auslöschen. Corona ist das aber nicht - zumindest nicht als medizinische Ursache.

Psychologisch... nun, das steht auf einem anderen Blatt.

> Darüber hinaus frage ich

> Darüber hinaus frage ich mich, ob auch in
> anderen Produktionsbereichen mit mehr
> oder weniger engem Zusammenarbeiten
> getestet wird und man deshalb den Fokus
> nicht nur auf Schlachtbetriebe richten sollte.
> Dazu habe ich bisher nichts gehört.
Das ist sicherlich so. Es wird viele Betriebe mit engen Arbeits- und Raum-Verhältnissen geben und dort werden sicher auch viele Coronafälle auftreten - unbemerkt von der Öffentlichkeit. Aber welche Alternative gibt es kurzfristig? Sollen jetzt alle großen Schlachthöfe von heute auf morgen geschlossen werden und wir auf Fleisch fast komplett verzichten? Kleine Schlachthöfe sind nicht in drei Tagen gebaut. Die Bauern haben eng durchgetaktete Zeitpläne und als Tönnies ausfiel, war es teilweise für Bauern eine Katastrophe. Die Schlachthöfe sofort zu schließen, heißt auch viele Bauern in den Ruin zu treiben! Außerdem dürfte zukünftig billig in Polen geschlachtetes Fleisch genauso wie bei Tönnies produziert werden.

12:19 von andererseits @ 11:48 von melancholeriker

Sie führen nochmal detailliert Gedanken an, die ich teile - leider auch mit der gehörigen Portion Skepsis, was die Erkenntnis- und Veränderungsbereitschaft bei einem Großteil betrifft...

Dem schließe ich mich an - gerade bin ich bzgl. einer gesamtgesellschaftlichen Umsetzung eher pessimistisch. Dabei gibt es im Kleinen viele gute Ansätze und Projekte in sozial-ökologischer Verantwortung. Dazu schaue ich gerne plan b auf ZDF ;-)
Allerdings wenn solche Ideen ihr Nischendasein nicht verlassen...

Viele Grüße

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