Ihre Meinung zu: Wirecard-Skandal: Scholz seit 2019 über Verdacht informiert

17. Juli 2020 - 7:05 Uhr

Das Finanzministerium wurde laut einem Sachstandsbericht offenbar bereits im Februar 2019 darüber informiert, dass die BaFin dem Verdacht der Manipulation bei Wirecard nachgeht. Abgeordnete fordern nun Aufklärung.

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Kommentare

Wirklich?

Meine Güte, da wird es bald wieder Gedächtnislücken und versehentlich gelöschte mobilfunk Daten geben.

Dann wird der Scholz wohl auch bald in Brüssel auftauchen...

Es war nur ein Verdacht

Was ist schon ein Verdacht? Gestern gab es einen Verdacht, dass Russland unsere Virusforschung ausspioniert. Erst einmal ist nichts bewiesen, man muss abwarten. Außerdem, was hätte Scholz machen sollen? Bei Verdacht gilt erst mal die Unschuldsvermutung.

das große problem

der meisten politiker in machtfunktionen:

sie sind vom wähler*in mit dessen*derer stimme gewählt. so lange das noch nicht sicher ist, sind sie dem*r wähler*in verpflichtet. sobald sie aber in amt und würden sind, vergessen sie, wer sie dahin gebracht hat und sind stattdessen der hochfinanz verpflichtet. da ist es übrigens völlig egal, welcher partei sie angehören.

die steuern des "kleinen mannes" nehmen sie weiterhin gerne (muss man sich mal vorstellen: eine handvoll normaler steuerzahler bezahlt die gleiche summe steuern, wie multinationale börsennotierte unternehmen, die durch steuertrickserei nur einen mini-bruchteil ihrer steuern abführen - probleme sind bekannt, werden aber von der politik nicht angegangen).

anleger, die ihr erspartes in Wirecard investiert haben und jetzt mit leeren händen dastehen, sollten Scholz regress nehmen dürfen, wenn er tatsächlich schon seit februar 2019 bescheid wusste.

Bitte genau kritisieren

Herr Scholz hat sicher das Krontrollsystem nicht fit gemacht. Ein Fehler, den er mit allen seinen Vorgängern teilt. Die Bafin hat peinlich gehandelt, da ist die Haltung zu hinterfragen und gegebenenfalls zu ändern. Ansonsten ist Vertraulichkeit in Aktienfragen angebracht und nicht fehlerhaft. Die kriminelle Energie ist bekanntermaßen bei AG-Vorständen hoch, besonders im " Neuland". Da gilt es, die Bafin zu qualifizieren.

Das ist doch nicht die Aufgabe der Regierung

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY hatte die Jahresbilanzen bei Wirecard seit 2009 geprüft und testiert. Die Münchner Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Scheinumsätze bereits seit Jahren in die Bilanzen einflossen.

Was hat das Finanzministerium damit zu tun? Soll es wiederum prüfen, ob die Wirtschaftsprüfer richtig geprüft haben? Nein. Das Finanzministerium hat ja gar keinen Einblick in die Bücher eines Unternehmens, das ist per Gesetz ausgeschlossen.

Nein, ich bin überzeugt davon, dass unsere Regierung - allen voran Olaf Scholz - hier alles richtig gemacht hat.

Es ist richtig, dass Scholz geschwiegen hat

Wirecard ist eine börsennotierte Firma. Da kann ein Finanzminister nicht einfach einen Verdacht herausposaunen, sondern muss auf Beweise warten. Sonst wäre der Kurs von Wirecard womöglich schon im Februar 2019 eingebrochen.

Zu hoch

Schwer vorstellbar, dass ein Finanzminister, der sein Geld nach eigener Aussage nur auf dem Sparbuch liegen hat, auch nur annähernd die Tragweite des ganzen Geschehens erfassen kann. Seine Kompetenzen hat er ja bereits im Cum-Ex-Skandal unter Beweis gestellt.

Pauschaler Verdacht

@ Coachcoach:
Die kriminelle Energie ist bekanntermaßen bei AG-Vorständen hoch

Das ist eine Pauschalverdächtigung. Hörensagen.

Ermittlungen erfolgen am Besten im Stillen!

Es ist sicher nicht sinnvoll "Gott und die Welt" über jeden Verdacht und mögliche Ermittlungen zu informieren weil dies die Ermittlung eher behindert. Was hätte die Öffentlichkeit denn zur Aufklärung des Sachverhalts beitragen können? Vermutlich wären die Drahtzieher noch früher gewarnt worden und eine Aufklärung unmöglich geworden.
Deshalb stellt sich nicht die Frage ob - und wie lange Herr Scholz schon etwas wusste, sondern ob er die richtigen Schlüsse gezogen sowie die richtigen Maßnahmen eingeleitet hat. Möglicherweise sollte er auch nach einem "Maulwurf" fahnden der den Fall vorzeitig an die Öffentlichkeit gebracht hat.

Bis jetzt kann man Herrn Scholz noch keinen Vorwurf machen.

Verdacht?

Einen Verdacht gegen Wirecard gab es schon seit Jahren. Die Financial Times hat regelmäßig über Unregelmäßigkeiten in Asien berichtet, was von Wirecard ebenso regelmäßig zurückgewiesen wurde. Jedes Mal fiel der Aktienkurs, weil einige das Vertrauen verloren. Offenbar sahen andere das als Einstiegskurse und es ging wieder nach oben.
Den Verdacht hatten offenbar viele oder hätten ihn haben können. Aber da gab es offenbar den Effekt von "Des Kaisers neue Kleider". Alle fanden die Story toll; wer was anderes sagte war ein Miesepeter.
Wer nach den FT-Artikeln Aktien gekauft hat oder seine gehalten hat, hat dies trotz des bekannten Verdachts getan und braucht sich nicht über Scholz erregen. War die eigene Entscheidung, Wirecard mehr zu glauben, als der Financial Times.

Herr Scholz hat mit Jörg

Herr Scholz hat mit Jörg Ku­kies einen Staatssekretär verbeamtet, der von Goldman und Sachs kommt und sich sicher bestens mit Wirecard auskennt.
Mal sehen, wo diese Politiker nach ihrer politischen Karriere unterkommen.
Zumindest wer es für Scholz besser als Kanzlerin zu werden.

Wirecard

ist das eine, der CUM-CUM Skandal wie von euch berichtet ist größer.
Der Raubzug bleibt womöglich ungesünd weil ein Gesetz schlecht gemacht wurde? Nicht einmal das Bemühen es zu ändern oder das Geld einzutreiben, nichts. Dann noch die Schenkung von Milliarden an Pleitestaaten. Wer soll der Politik und diesen Politiker noch trauen?
Wie lange lassen wir uns noch melken?

Altes Deutsches

Sprichwort sagt: Die kleinen Hängt man, die großen läst man laufen. Wieso fallen mir hier die Cum Cum Geschäfte ein. Da war aber auch der Vorgänger nicht daran interresiert.

Alles wie immer, niederschmetternd

BAfin hat frühzeitig(na ja) bemerkt, dass etwas im Argen liegt, da wird dann 1, in Worten EIN(!) Prüfer der DPR angesetzt, der natürlich zu keinem Ergebnis kommt. Es ist wie immer, ob Wirecard, Cum-EX, Deutsche Bank, Konzerne wie VW, oder sonstige Machenschaften der Hochfinanz, unsere ach so ehrenwerten Politiker tun erst dann etwas, wenn der öffentliche Druck zu groß wird. Es ist so traurig und entmutigend, wenn man sieht, wie die politisch Verantwortlichen, quer durch alle jeweiligen Regierungsparteien schön die Augen und Ohren verschließen und die ebenso asozialen, wie kriminellen Wirtschaftsverbrecher machen lassen. Ich würde ja sagen "schämt euch!" aber da sind diese Menschen offenbar völlig schmerzfrei.

rer Truman Welt

Das ist wieder einmal politisch motiviertes heuchlerisches Taktieren der Opposition.
Was soll ein Minister denn verlautbaren wenn er erfährt, daß die Bafin einem Verdacht nachgeht. Wir erinnern uns an die Äußerung eines Bankers bzgl. der Kreditwürdigkeit der Kirch Gruppe.
Was die Bafin allerdings geleistet hat in dieser Zeit oder eben auch nicht steht auf einem anderen Blatt.

Ich weiß das auch seit

Ich weiß das auch seit Dezember 2019. Das war jetzt kein großes Geheimnis, dass da was nicht stimmt. Jeder, der mit Geld oder Kreditkarten arbeitet, wusste das. Und von einem Freund, der bei der Konkurrenz arbeitete, habe ich den Tip bekommen, keine wirecard Aktien zu kaufen:"Denen geht's net besonders".
Da weiß man doch Bescheid.

BaFin und Staatsanwaltschaft arbeiten dran - alles gut

"Das Finanzministerium wurde laut Sachstandsbericht offenbar bereits im Februar 2019 darüber informiert, dass die BaFin dem Verdacht der Manipulation bei Wirecard nachgeht." Wenn die BaFin die Vorgänge untersucht, wartet man normalerweise das Ergebnis der Untersuchung ab. Das hat Scholz gemacht. Inzwischen ist die Staatsanwaltschaft eingeschaltet und arbeitet die Vorgänge bei Wirecard auf.

Was stellt sich Danyal Bayaz vor? Soll der Finanzminister jede Finanztransaktion zwischen Aldi- und Lidl-Kunden persönlich untersuchen und bewerten?
Herr Bayaz ist Wirtschaftswissenschaftler. Er sollte doch die Abläufe kennen. Wenn er es besser weiß, kann er sein Fachwissen beisteuern.

Momentan sieht es so aus, als wäre bei Wirecard betrügerisches Vorgehen beabsichtigt gewesen, aber noch ist nur erwiesen, dass Geld aus angeblichen Umsätzen nicht auffindbar ist. Noch ist unklar, ob es die Umsätze überhaupt gegeben hat oder ob man mit Luftbuchungen eine notwendige Insolvenz verschleppen wollte.

@ 08:30 von Der Batscheler

Sie haben völlig recht; jetzt vom Versagen der Verantwortlichen in der Wirecard-Konzernspitze abzulenken, ist völlig daneben. Scholz wäre sicher - zum großen Teil von den gleichen Leuten - an den Pranger gestellt worden, wenn durch unbedachte Äußerungen aus dem Ministerium der Aktienkurs abgeschmiert wäre.
Aber natürlich gibt es genug Leute, die an solchen Ablenkungsmanövern Interesse haben, einerseits um den eigenen A.... zu retten und andererseits um politisch Kapital zu schlagen.

Den Heiligenschein hat Herr Scholz längst verloren

Der Hanseate kommt ja stets sehr seriös herüber und hat mit den sehr raschen Entscheidungen zu den Corona-Finanzhilfen sicher auch Verdienste erworben.

Seine Partei hat ihn aber nicht zum Vorsitzenden gewählt, weil viele Parteimitglieder ihm seine neoliberale Überzeugung vorhalten, die am Ende zu den Hartz-4-Gesetzen führte.

Und auch wenn es um Wirecard geht, um Cum-Ex, um Mehrwertsteuer-Karussells, um Steueroasen, um Einführung einer Digitalsteuer und vieles andere, umgibt er sich mit Schweigen und verrät nicht, warum er nicht entschlossen gegen diese Machenschaften vorgeht.

Hat auch dies mit seiner neoliberalen Überzeugung zu tun? Vermutlich ja.

BaFin

Ich bitte zu berücksichtigen, dass die Finanzaufsicht Mitte der 1990er Jahre im Zuge der sog. "Deregulierung" der Märkte weit gehend ihrer Kompetenzen beraubt wurde.
Bitte kein BaFin-Bashing. Verantwortlich sind diejenigen, die der "Liberalisierung" das Wort geredet haben!

08:21 von suomalainen

“anleger, die ihr erspartes in Wirecard investiert haben und jetzt mit leeren händen dastehen, sollten Scholz regress nehmen dürfen,...“

Wer Aktien kauft und hält, der weiss um das Risiko. Wollen Sie für Abstürze oder Pleiten auch Corona in Regress nehmen? Ein angeheiratetes Mitglied meiner Familie hat durch Wirecard Geld verloren. Nicht wenig. Auch er steht mit leeren Händen da. Er meint, wer in Aktien macht weiss um das Risiko, steckt ganz sicher nicht “das Ersparte“ in Aktien, investiert nicht nur in Wirecard sondern streut und jammert nicht, wenn's mal in die Hose geht. Man jammert ja auch nicht, wenn man eine Woche vorher mit etwas anderem gutes Geld “verdient“ hat.
Wer kein Risiko eingehen und Geld nicht auf diese Weise verlieren möchte, soll einfach die Finger von Aktien lassen.
Seh' ich auch so.

Jeder....

.. .der sch etwas mit dem Unternehmen beschäftigte wusste um die Verdachtsmomente.

2019 oder früher.

Wofür nun diese Meldung ?

Oder geht des genannten Politikern nur darum, Scholz zu torpedieren - um eine baldige grüne machtübernahme wahrscheinlicher zu machen ?

typisch deutsche Behörde: Hauptsache Zeit verstreichen lassen

"Kritiker werfen insbesondere der BaFin, die dem Finanzministerium unterstellt ist, vor, viel zu lange weggeschaut zu haben und gegen den Konzern erhobene Vorwürfe jahrelang ignoriert zu haben."

Ja genau, deswegen auch die vernebelte Info an Herrn Scholz.

"bereits im Februar 2019 darüber informiert... dem Verdacht der Manipulation nachgehe"

Die BaFin sagt damit eigentlich nur:
wir ermitteln ein paar Jahre, und irgendwann in ferner Zukunft in vielen vielen Jahren könnte sich herausstellen, dass Wirecard ganz unschuldig ist und wir nichts gefunden haben werden.
So vage und nichtssagend ist diese Information an den Finanzminister!

Warum Herr Scholz

Meines Erachtens hat hier nur einer versagt: Das Wirtschaftsprüfungsunternehmen. Es ist die Aufgabe der Wirtschaftsprüfer, die Unterlagen zu prüfen und die Bilanz zu testieren. Fällt hier über Jahre etwas nicht auf, ist die Prüfung schlichtweg schlecht gewesen.

Das BAFIN war für Wirecard überhaupt nicht zuständig, sondern nur für die Wirecard Bank; die Schuld im Nachhinein hier zu suchen, ist mal wieder das übliche Bauernopfer.

Herr Scholz hatte eventuell Informationen; mit diesen hätte er aber niemals an die Öffentlichkeit gehen dürfen; das verbietet schon das Wertpapierhandelsgesetz. Das einzige was man ihm vorwerfen kann, ist, dass er nicht eine gesonderte Prüfung von Wirecard veranlasst hat.

Wirecard-Scandal:Scholz seit 2019 über Verdacht informiert....

So der Sachstandsbericht.Und Minister Scholz ist dabei.
Ist ja auch kein Wunder bei seiner Wirtschaftsnähe.
Hat er sich doch schon in seiner Hamburger Zeit mit Vertretern der Warburg & CO Bank getroffen.Da ging es um die CumEx-Geschäfte.Laut einem Tagebuch das später bei einer Hausdurchsuchung bei der Bank gefunden wurde.

08:56 von Wolfgang E S

“Und auch wenn es um Wirecard geht, um Cum-Ex, um Mehrwertsteuer-Karussells, um Steueroasen, um Einführung einer Digitalsteuer und vieles andere, umgibt er sich mit Schweigen und verrät nicht, warum er nicht entschlossen gegen diese Machenschaften vorgeht.“

Hatten Sie das Problem auch bei seinen Vorgängern? Fast alles, was Sie hier aufführen, gibt es schon Jahre lang. Irgendwie fehlt mir in Ihrem Kommentar der Hinweis z.B. auf Herrn Schäuble. Vergessen? Oder ist es, weil Herr Scholz SPD und bei Herrn Schäuble CDU das Schweigen um solche Machenschaften vernachlässigbar ist? Entschlossen Vorgehen wäre schon lange angesagt gewesen.

Hier muss ein Untersuchungsausschuss her

Ich verstehe ja, dass sich Scholz nur mit Sparbüchern auskennt, aber wenn er Infos über einen Dax Unternehmen hat, und diesen Verdacht nicht mit höchster Priorität zu klären versucht, dann stimmt hier viel mehr nicht als angenommen. Wenn die Reaktion nur die ist, einen Mann an die Aufklärung zu setzen, dann ist Scholz genauso schuldig wie Braun. Denn dann ist Scholz unfähig, und muss aus seinem Amt entfernt werden. Jeder Minister schwört wohl auch, zum Wohle seiner Bürger zu arbeiten. Ich vermute, bei Linken und SPD sind Aktionäre sowieso eine Gattung Ausbeuter und Blutsauger.

Und wieder ein

Kanzlerkandidat weniger , und das ist GUT so !

@Joachim Thielker um 08:58 Uhr

"Ich bitte zu berücksichtigen, dass die Finanzaufsicht Mitte der 1990er Jahre im Zuge der sog. "Deregulierung" der Märkte weit gehend ihrer Kompetenzen beraubt wurde.
Bitte kein BaFin-Bashing. Verantwortlich sind diejenigen, die der "Liberalisierung" das Wort geredet haben!"

Und wer hat der Liberalisierung das Wort geredet? Die (von Lobbyisten der großen Wirtschafsunternehmen beeinflussten) Politiker und Regierungen, einschließlich unserer Regierung, vorwiegend aus CDU-Leuten bestehend. In ihrem Verhalten wird dem Volk die Bestechlichkeit/Korruption des Menschen so richtig sichtbar gemacht.
Regierungs-Bashing wäre angebracht - seit Mitte der 1990er haben sich die Charakterzüge von Politikern nicht verändert.

Am 17. Juli 2020 um 09:15 von Margareta K.

"Hatten Sie das Problem auch bei seinen Vorgängern? Fast alles, was Sie hier aufführen, gibt es schon Jahre lang. Irgendwie fehlt mir in Ihrem Kommentar der Hinweis z.B. auf Herrn Schäuble. Vergessen? Oder ist es, weil Herr Scholz SPD und bei Herrn Schäuble CDU das Schweigen um solche Machenschaften vernachlässigbar ist? Entschlossen Vorgehen wäre schon lange angesagt gewesen."

Die CumEx-Probleme kannten schon CSU-Waigel, SPD-Lafontaine (nur 5 Monate im Amt), SPD-Eichel, SPD-Steinbrück und CDU-Schäuble. Letzterer hat die Gesetzeslücken am Ende, wenn auch mit mehrjähriger Verzögerung, geschlossen, oder es zumindest versucht. Bis heute ist unklar, ob die Machenschaften nicht mit anderen Tricks weitergehen.

Ein Unternehmen würde einen Finanzvorstand, dem solche Versäumnisse zum Schaden des Unternehmens vorzuwerfen sind, feuern und auf Schadenersatz verklagen. Doch in der Politik ist alles anders.

Die Vorgänger können nichts mehr bewirken, Herr Scholz kann es sehr wohl.

Am 17. Juli 2020 um 08:24 von Der Batscheler

Was hat das Finanzministerium damit zu tun? Soll es wiederum prüfen, ob die Wirtschaftsprüfer richtig geprüft haben? Nein. Das Finanzministerium hat ja gar keinen Einblick in die Bücher eines Unternehmens, das ist per Gesetz ausgeschlossen.

Nein, ich bin überzeugt davon, dass unsere Regierung - allen voran Olaf Scholz - hier alles richtig gemacht hat.
#
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Die BaFin untersteht der Rechts- und Fachaufsicht des Bundesministeriums der Finanzen. Sie können Herrn Scholz nicht freisprechen wenn er schon seit über einen Jahr über Unregelmäßigkeiten unterrichtet wurde.
Traurig ist auch, das dieser Skandal durch zwei Englische Journalisten aufgedeckt wurde.

Zuerst das Gesetz, wonach das Cum-Ex erschlichene

Steuergeld für immer verloren ist (wegen neuem Verjährungsfrist Paragraph) und nun stellt sich heraus, das der deutsche Finanzminister seit 1,5 Jahren den Betrug gedeckt hat. Wenn das kein handfester Skandal ist, dann verstehe ich die Welt nicht mehr.
Deshalb wohl auch die „Wums“ Pakete zur Rettung von Adidas, Lufthansa, TUI, Wirecard ..BMW... Europa....

Scholz?

Wie der Polizeipräsident in Hessen.
sofort zum Rücktritt zwingen.

Na ja

SUPPER, mal wieder verpennt ,und dann wie bei Cum Ex Gesetze zur Entlastung der Täter .Ja still und heimlich werden hinter den Kulissen (Verjährung ) schraueben gedreht um Täter ..... Diese Politik ist .... von Grün CDU SPD also nicht mehr entschuldbar dieses Verhalten.

Völlig egal was Scholz wusste ...

.. oder nicht. Alle fragen jetzt was er für den Schutz der Anleger am "Finanzstandort Deutschland" getan hat.
Viele haben ihr Kapital, ihre Spargroschen oder Rentenrücklagen verloren. Sollte sich der Verdacht bestätigen, hätte er mit Sicherheit eines zur Folge: Einen weiteren Vertrauens- und Wählerverlust für die SPD.
Fragen wie: "Warum wurde die BaFin selbst nicht umgehend auf das (börsennotierte) Unternehmen angesetzt? Das beauftragte Subunternehmen war ja augenscheinlich seit längeren hoffnungslos überfordert. Wie hätte die Pleite, auch teilweise, abgewendet- oder zumindest abgemildert werden können?
Es wird für die SPD immer schwieriger, den Kopf bis zu den Wahlen über Wasser zu halten.

Aktien als sichere Zukunft

WIRECARD - ein startup-Börsenunternehmen : wie war das doch mit der Aufforderung an die Bürger, ihre Altersversorgung auf Aktien zu stützen ?!
"Bürger wacht auf" -und steht auf.
Ob BAFIN oder private Wirtschaftsprüfer - offenbar alle überforder (bestenfalls). Wieso ?Weil bis zur Unkenntlichkeit verflochtene Firmenkonstrukte zulässig sind - obwohl eigentlich klar ist, daß die nicht kontrollierbar sind. Dann ist aber logisch, was zu tun ist - und das ist Aufgabe des Parlamentes. Handelt es ? Na ja.......!

Es ist eigentlich

wie in vielen Fällen, oben in der Spitze weiß man um Dinge, macht aber nichts.
Ob Cum-ex oder andere Dinge die nicht nur Geld und Steuern betreffen, leider ist der Bürger vergesslich.
Und vergisst was so alles mit seinem Steuergeld und privaten gemacht wird.
Gestern oder vorgestern gab es eine neue Studie zum Vermögen in Deutschland, und deren Verteilung, und auch wie viel die untere Hälfte wirklich hat.
Die neue Studie wäre auch für TS mal gut.

Vielleicht sollte es eine Liste geben, wie die Vermögensverhältnisse der Politiker und Abgeordneten im Bundestag sind, würde einigen Wählern wohl die Augen öffnen.
Über Pensionslast die auf über 800 Milliarden gestiegen ist, gibt auch einen aktuellen Artikel, es kommen viele Dinge zusammen.

@Margaretha K

Leider liegen Sie mit Ihrer Ansicht völlig neben der Spur. Wenig Verständnis von der Materie, aber eine feste Meinung, sagte früher mein Opa. Der gravierende Unterschied ist: wenn jemand durch Betrug ein Dax Unternehmen vor die Wand fährt, ist das anders, als der Komplett Verlust durch z.B Corona, falsches Marketing, usw. Mit mehr Wissen wäre Ihr Post überflüssig.

Am 17. Juli 2020 um 09:09 von meinungisterlaubt

Das BAFIN war für Wirecard überhaupt nicht zuständig, sondern nur für die Wirecard Bank; die Schuld im Nachhinein hier zu suchen, ist mal wieder das übliche Bauernopfer.

Herr Scholz hatte eventuell Informationen; mit diesen hätte er aber niemals an die Öffentlichkeit gehen dürfen; das verbietet schon das Wertpapierhandelsgesetz. Das einzige was man ihm vorwerfen kann, ist, dass er nicht eine gesonderte Prüfung von Wirecard veranlasst hat.
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Wirecard ist ein DAX Unternehmen, dafür ist die BaFin immer zuständig.
Wer hat den gesagt Herr Scholz soll an die Öffentlichkeit gehen? Bei begründeten Verdacht müssen genauste Überprüfungen stattfinden. Diese können ohne große Probleme im Geheimen geschehen.
Durch die drei Affen Politik ist mal wieder ein Imageschaden entstanden. Auch wenn es hier andererseits heruntergespielt wird.

Wirecard-Manager legt Geständnis ab

Nach und nach kommen die wahren Täter ans Licht.

Es bleibt zu prüfen ob Herr Scholz die Aufklärung möglicherweise behindert hat - und vor Allem ob die Aufsichtsbehörden mit den richtigen und notwendigen Kompetenzen ausgestattet sind.

In Punkto Kompetenzen scheint es durchaus Nachholbedarf zu geben. Dies betrifft auch die Zusammenarbeit mit anderen internationalen Behörden.

@ Der Batscheler, um 08:16

“Bei Verdacht gilt erst mal die Unschuldsvermutung.“

Ah ja, aber bei einem Verdacht legt man die Hände doch wohl kaum in den Schoß?

Üblicherweise geht man einem Verdacht nach, bis die Unschuld entweder erwiesen oder die Schuld bewiesen wird.

09:36 von Wolfgang E S

“Die Vorgänger können nichts mehr bewirken, Herr Scholz kann es sehr wohl.“

Das ist schon klar.
Sie hätten aber gekonnt. Warum wollten sie nicht? Parteizugehörigkeit ist dabei nicht wichtig.
Jetzt allein Scholz dafür haftbar/verantwortlich zu machen ist ein wenig zu kurz.

@ Klauserich, um 08:35

“Bis jetzt kann man Herrn Scholz noch keinen Vorwurf machen.“

Das liest sich in dem Artikel aber ganz anders.

09:44 von Esche999

“wie war das doch mit der Aufforderung an die Bürger, ihre Altersversorgung auf Aktien zu stützen ?!“

Kam das von Scholz?
Ich dachte, das war Kanzlerkandidat Merz, der das gerne hätte.

Aktien

was wir zur Zeit alles Wissen über diesen Skandal, lässt mich zweifeln an den Beteuerungen unserer Politiker und der Banken man soll sein Geld in Aktien stecken. wieviel Gelder wurden durch unsaubere Machenschaften der Manager und nicht Kontrolle durch die BAFIN vernichtet. wie soll man da noch sein Geld in Aktien stecken wenn die Kontrollbehörde und das Finanzamt versagen auf ganze Linie wie man in diesen Artikel lesen muss , das der FM. seit 2019 bescheid wusste und dieser Man will Kanzler werden. bin gespannt was noch raus kommt

Am 17. Juli 2020 um 08:38 von ABC999

Zitat: Schwer vorstellbar, dass ein Finanzminister, der sein Geld nach eigener Aussage nur auf dem Sparbuch liegen hat, auch nur annähernd die Tragweite des ganzen Geschehens erfassen kann.

Sie haben vollkommen Recht:

Es ist unverantwortlich von Minister Scholz alles im Homeoffice am Couchtisch, womöglich im Schlafanzug oder zumindest kurzen Hosen, zu erledigen und nicht einmal einen Beamten zu haben, den er einmal um Rat fragen kann.

Das muss ja schief gehen.

✎ Bundesfinanzminister Scholz im Abseits

Wirecard und die Staatsverschuldung, in D und der EU kommen dazu. Ein globaler Mega-Skandal! Deutschland beschädigt und blamiert.

Regeln, Kriterien, Gesetze, Verträge wie Schall und Rauch. Eine einsame Stimme ohne Echo im Schuldental:

Der Präsident des Bundesrechnungshofs, Kay Scheller, fällt ein vernichtendes Urteil über die drastische Erhöhung der Staatsverschuldung in der Corona-Krise. "Das entspricht nicht den Regeln des Grundgesetzes", sagte er dem "Spiegel". Um von den Regeln der Schuldenbremse nach Artikel 115 Grundgesetz abzuweichen, sei erneut eine außergewöhnliche Notlage deklariert worden, "doch diese hat die Regierung selbst herbeigeführt".

Ein kleiner Funke der Hoffnung in jedem Fall. Danke Herr Scheller! Aber wer klagt jetzt? Der Bund der Steuerzahler, der ADAC...?
Auch gut Kay Scheller: „Wir werden das System der Aufsicht – Struktur und Risikomanagement am Beispiel Wirecard – untersuchen und warum die Bafin offenbar die Anhaltspunkte nicht aufgegriffen hat.

@ Bender Rodriguez, 08:40

“Ich weiß das auch seit Dezember 2019.“

Jo mei, warum haben Sie das net wenigstens hier im Forum laut zur Sprache gebracht? :-)

@ um 08:36 von dr.bashir

"Verdacht?
Einen Verdacht gegen Wirecard gab es schon seit Jahren. Die Financial Times hat regelmäßig über Unregelmäßigkeiten in Asien berichtet, was von Wirecard ebenso regelmäßig zurückgewiesen wurde. Jedes Mal fiel der Aktienkurs, weil einige das Vertrauen verloren. Offenbar sahen andere das als Einstiegskurse und es ging wieder nach oben.
…"
Sie haben völlig Recht. Nicht nur Herr Scholz hatte Informationen über Unregelmäßigkeiten, die ganze Welt hatte sie. Da sind die Informationen, die Herr Scholz hatte, völlig uninteressant.

Man kann getrost davon ausgehen...

...das das "Schwarze Loch" Bilanzmanipulation bei Dax-Konzernen noch sehr viel tiefer ist und die politische Ordnungsmacht regelmässig überfordert war bzw. ist und / oder, was noch schlimmer und auch wohl nicht auszuschliessen wäre bzw. ist, sehr häufig die Drei Affen imitiert. Wie vieles wird noch herauskommen ? So wie heute morgen von den LINKEN ( MOMA) bereits gefordert, ist ein UA hinsichtlich der Verantwortung (Mitwisserschaft, Pflichtverletzung ???) auf jeden Fall geboten.

Wirklich schlimm hingegen ist die Auffassung des Scholz-Ministeriums...die verbrecherisch erlangten Cum-Ex-Millionen bzw. Milliarden der "Verjährungsfälle" wären wohl verloren,...obwohl Verfassungsrechtlern hier selbstverständlich die Möglichkeit der Beitreibung der Gelder und der Bestrafung der Verantwortlichen erkennen, da von übergeordneten staatlichem Interesse. Das Bundesverfassungsgericht würde dem Finanzministerium hier immer das Recht zusprechen. Nur,...das Scholz-Ministerium ziert sich. WARUM !!!

@ nie wieder spd, 08:36

Den letzten Satz Ihres Kommentars versteh ich nicht so recht... ;-)

Scholz, Spahn, Dobrindt, von der Leyen und wer noch

Alles Leute, die sich mit dem tollen Titel "Minister" schmück(t)en und doch von Tuten und Blasen keine Ahnung haben - Böswilligkeit will man gar nicht unterstellen, nur absolute Unfähigkeit. Davon laufen in diesem Land noch etliche Komparsen herum - und wir sehen, was dabei herauskommt, wenn Fachleute bestenfalls für Zuarbeiten angestellt werden und Dilletanten die Knete kassieren und nichts Brauchbares leisten. Interessant ist es übrigens auch, wo diese Leute landen, wenn sie irgendwann doch mal den Platz räumen müssen, wie z. B. Frau Ätschi-Bätschi. Es gibt immer einen tollen Versorgungsposten für die Versager im Amte, Hauptsache der Bonbon stimmt. So war das eben nicht nur zuzeiten der Diktaturen, heute ist das nicht anders. Als noch Adenauer, Erhard, Schmidt und Kohl regierten, wären solche Leute nie auf irgendwelche verantwortungsvollen Posten gelangt.

Auch

der nach außen hin sanfte „Herr der Rekord-Neuverschuldung„ („darfs ein bisschen mehr sein ?“) Scholz hat also ein bisschen Schmutz am Stecken. Wer hätte sowas geahnt von einem Genossen, der sich der Arbeiterklasse verpflichtet fühlen sollte. Trotzdem ist er mir als Kanzler-Kandidat tausendmal lieber als seine Hobby-Politiker - Genossen von der famosem SPD-Doppelspitze, die sich alle Mühe geben, jeden Tag aufs Neue ihre Ahnungslosigkeit bestmöglich zur Schau zu stellen.

Am 17. Juli 2020 um 09:46 von Träumerhabenverloren

@Margaretha K Zitat: Leider liegen Sie mit Ihrer Ansicht völlig neben der Spur. Wenig Verständnis von der Materie, aber eine feste Meinung, sagte früher mein Opa. Der gravierende Unterschied ist: wenn jemand durch Betrug ein Dax Unternehmen vor die Wand fährt, ist das anders, als der Komplett Verlust durch z.B Corona, falsches Marketing, usw. Mit mehr Wissen wäre Ihr Post überflüssig.

Ich kann die Argumentation von Margaretha K. um 09:03 nachvollziehen.

Ich interpretiere sie so, dass sie meint, dass jemand, der irgendwo Geld hinpumpt ohne Netz und doppelten Boden, mit einem unwiderbringlichen Verlust rechen muss, aus welchem Grund auch immer (eben auch durch Unterschlagung, Untreuem Betrug).

Mit mehr Textverständnis und Interpretationsfähigkeit wäre Ihr Post überflüssig.

@ Pax Domino, um 09:26

“Und wieder ein Kanzlerkandidat weniger , und das ist GUT so !“

Richtig, was brauchen wir Kanzlerkandidaten, haben wir doch eine bewährte Kanzlerin...

09:03 von Margareta K. 08:21 von suomalainen

"" Wer kein Risiko eingehen und Geld nicht auf diese Weise verlieren möchte, soll einfach die Finger von Aktien lassen.
Seh' ich auch so.""
#
Auch ich sehe es so.Habe gelernt nur wenn du genug Geld zu Verfügung hast und das Risiko eingehst auch mal Geld zu verlieren,dann kaufe Aktien.

Re : Der Batscheler !

Wenn ein Verdacht auf eine mögliche Straftat bei einem solchen "Verein", bei dem es um sehr viel Geld geht, geäußert wird, dann sollte schon intensiv nach geforscht werden.
Und wenn Herr Scholz als der oberste Herr des Geldes in D davon unterrichtet wird, dann muss er auch mit dafür sorgen, dass da nicht geschludert wird, und wirklich genügend Personal sich damit beschäftigt.
Er als oberster Führer des Finanzministeriums muss seine Kontrollbehörden unter Kontrolle haben und jederzeit wissen, was da geschieht.
Gerade nach all den letzten Skandalen wäre es mit seine Aufgabe, weiteres Unheil ab zu wenden.
Natürlich haben auch andere in diesem Geschehen nicht wirklich gut ausgesehen, sondern erhebliche Unfähigkeit an den Tag gelegt.
Ist anscheinend irgend wie ein strukturelles Problem der Behörden, dass immer zu wenige und fähige Mitarbeiter da sind, die Kontrolle schwach und lahm, und die Vorgesetzten zu viel auf Partys rum hängen !

Wäre Herr Scholz....

.....ein Minister der Union oder FDP, wäre der Aufschrei größer, wetten?

@ 08:56 von Wolfgang E S

Herr Scholz hat noch nie einen Heiligenschein gehabt; den gibt's theologisch korrekt erst für Verstorbene.

09:46 von Träumerhabenverloren

Zugegeben, Corona war ein schlechtes Beispiel.
Wieso überflüssig? Es ändert sich nichts daran, dass Aktienkauf immer dem Risiko unterliegt alles/viel zu verlieren. Ich kann/darf deshalb nicht mein ganzes Erspartes investieren. Darum fand ich den Rentenvorschlag für die normale Bevölkerung von Herrn Merz “interessant“.
War Wirecard von Anfang an mit dem Ziel Betrug aufgebaut?

Am 17. Juli 2020 um 10:04 von harry_up

@ Klauserich, um 08:35: “Bis jetzt kann man Herrn Scholz noch keinen Vorwurf machen.“

Zitat: Das liest sich in dem Artikel aber ganz anders.

Es würde mich interessieren, auf welche Passage des Artikels Sie sich beziehen.

Scholz war offensichtlich informiert und zwar darüber, dass die BaFin einem Verdacht nachgeht.

Nicht bekannt ist, was er daraufhin intern getan oder unterlassen hat.

Fraglich ist, was er hätte tun sollen. An die Öffentlichkeit gehen konnte er nicht. Das wäre ein ungeheuerer Markteingriff gewesen. Durfte er sich darauf verlassen, dass die BaFin ihre Arbeit ordnungsgemäß macht oder musste er so etwas zur Chefsache erklären

Derzeit wird kritisiert, dass er das Parlament zu spät und unzureichend informiert hat. Nach Lage der Dinge kann sich das aber nur um die Zeit nach auffliegen der Umstände beziehen (vorher war es im ja aus den genannten Gründen verboten). Da ist vieles Vorwahlkampf.

Re : Joachim Thielker !

Das mit der Liberalisierung hat ja viele Gesichter, die sich heute so langsam aber sicher in vielen Branchen und Details zeigen. Das trifft nicht nur auf die Bafin zu, sondern auch auf den Arbeitsmarkt, wo langsam ein regelrechter Sklavenhandel betrieben wird, mit freundlicher Unterstützung der Politik.
Dagegen werden die Kontrollorgane immer mehr ausgedünnt und geschwächt, damit sich einige weiter ungehindert bereichern können, sich sogar Unterstützung von einem Ex- Politiker, der die Fronten wechselte.
Es ist echt skandalös, wie die Politik sich mit der Wirtschaft verbrüdert, und den normalen Steuerzahler bis zum Sterben ausnimmt.

09:38 von schokoschnauzer

... und nun stellt sich heraus, das der deutsche Finanzminister seit 1,5 Jahren den Betrug gedeckt hat.

Bitte was?! Der Finanzminister hat einen Betrug gedeckt?! Wo haben Sie denn das her?

Wie immer haben einige hier den TS-Bericht nicht gelesen oder nicht verstanden. Und dann mutieren sie vom angelernten Virologen zum Wirtschaftsprüfer-über-Nacht und schreiben hier völlig substanzlose Kommentare, machen aus dem Finanzminister mal eben einen Kriminellen.

Sorry, aber das ist Facebook-Niveau!

sowas passiert halt

wenn völlig ungeeignete parteosoldaten/innen/diverse in ämter gehieft werden, von deren materie sie nix verstehen. besonders bitter ist das beim finanzminister und deren vollversager Eichel, Steinbrück und scholz. schäuble hat es ja wenigstens hinbekommen, cum-ex zu beenden.

Wie viele hier wissen, ...

... werden die Vorwürfe gegen Wirecard seit einiger Zeit von der Financial Times erhoben. In der Folge sackte der Aktienkurs schon mal von ca. € 150 ab auf ca. € 100 um dann wieder zu steigen.

Jeder, aber auch wirklich jeder, der nennenswert Wirecard im Depot hatte, musste jetzt entscheiden: Gehe ich raus mit mehr oder weniger Verlust oder bleibe ich drin und riskiere alles?

Das ist ein Spiel für Zocker mit Geld, aber nicht für Leute, die hier ihre Altersvorsorge riskieren. Wer das macht, handelt verantwortungslos und gierig. Und dann nach dem Totalverlust herumzujammern und auf alle möglichen Leute einzudreschen, lenkt nur von der eigenen Unfähigkeit ab, seine Angelegenheiten in die eigenen Hände zu nehmen und umsichtig zu handeln.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz weiß offenbar

bereits seit anderthalb Jahren von einem Verdacht der Finanzaufsicht BaFin gegen den Dax-Konzern Wirecard
.
besonders aufschlussreich ist diese Aussage ja nicht
wie definiert sich ein Verdacht
gehen sie nem anonymen Anruf nach
oder gibt es schon was gerichtsverwertbares für den Staatsanwalt ?

Am 17. Juli 2020 um 10:01 von Margareta K.

"“Die Vorgänger können nichts mehr bewirken, Herr Scholz kann es sehr wohl.“

Das ist schon klar.
Sie hätten aber gekonnt. Warum wollten sie nicht? Parteizugehörigkeit ist dabei nicht wichtig.
Jetzt allein Scholz dafür haftbar/verantwortlich zu machen ist ein wenig zu kurz."

Im Artikel, um den es hier geht, wird ein weiterer Fall aufgedeckt, der heftiges Kopfschütteln über den Finanzminister auslöst.

Wenn ein DAX-Konzern von mehreren ernst zu nehmenden Seiten verdächtigt wird, unfassbaren Betrug zu begehen und den Finanzplatz Deutschland damit nachhaltig in der Welt zu diskreditieren, dann hat nicht nur der BaFin-Chef sondern auch der Finanzminister das zur persönlichen Chefsache zu machen. Und dann verlangt man Aufklärung binnen einer engen Frist und lässt sich nicht über mehr als ein Jahr vertrösten.

Leider sehen wir hier wie auch in der Landwirtschaftspolitik, der Verkehrspolitik der Arbeits- und Sozialpolitik, dass Wegschauen in der Bundesregierung zur Staatsräson gehört.

Will CDU/CSU Scholz zum alleinigen Sündenbock machen ?

Offenbar will man seitens der CDU/CSU
Herrn Scholz (SPD) zum Sündenbock machen

Welche Rolle hatte der Wirecard Unternehmensberater
und ex Wirtschaftsminister
alias Plagiator Karl Theodor zu Guttenberg ?

Zu 10:22 von Hille-SH ✎"verbrecherisch"

[... ]Wirklich schlimm hingegen ist die Auffassung des Scholz-Ministeriums...die verbrecherisch erlangten Cum-Ex-Millionen bzw. Milliarden der "Verjährungsfälle" wären wohl verloren,...obwohl Verfassungsrechtlern hier selbstverständlich die Möglichkeit der Beitreibung der Gelder und der Bestrafung der Verantwortlichen erkennen, da von übergeordneten staatlichem Interesse. Das Bundesverfassungsgericht würde dem Finanzministerium hier immer das Recht zusprechen. Nur,...das Scholz-Ministerium ziert sich. WARUM !!

@Hille-SH, Warum!

Es könnte sich vor Gericht bei genauer Untersuchung evtl. herausstellen, dass manches Cum-Ex-Geschäft nicht verbrecherisch war, sondern nach den vom deutschen Staat zugelassenen Bedingungen (nur) eine illegitime aber legale Schweinerei.
Das erspart man sich doch gerne. Es ist ja (nur) das Geld der Steuerzahler.

Das wäre eine von mehreren denkbare Erklärungen für Ihr "Warum !!.

D&O

@Der Batscheler: Man kann das sehr wohl mit Zahlen untermauern. Es genügt, wenn man sich die Anstiege der Schadenquoten und Prämien der D&O-Versicherungen anschaut (D&O = Directors & Officers). Das betrifft aber nicht nur Deutschland, das ist ein allg. Trend, dass die D&Os der großen Unternehmen zunehmend Scheiße bauen. USA ist am schlimmsten.

Kein Skandal

Schon im Februar 2019 sei der Bundesfinanzminister über Hinweise auf den möglichen Betrug informiert gewesen, schreibt die Bild. Aber mit 10 Minuten Recherche hätten man rausfinden können, dass das Thema zur selben Zeit sogar in der Presse war, also keine geheime Info an den Finanzminister.
Es ist also kein wirkliches Geheimnis gewesen und ist heute kein Skandal. Die BaFin hat dazu in ihrer Pressemitteilung vom 18.2.2019 die gesamte Öffentlichkeit informiert, also einen Tag vor dem genannten Vermerk an Scholz. In Hinblick auf die Frage der Betrugsvorwürfe ist über die entsprechenden Berichte in der Financial Times auch intensiv in Deutschland berichtet worden.
Genau aus diesem Grund hat der Bundesfinanzminister angekündigt, die Finanzaufsicht in Deutschland zu reformieren. Nötig ist laut Scholz, der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, ein unmittelbares Durchgriffsrecht zu geben und das bisherige zweistufige Prüfverfahren abzuschaffen.

Wenn es darum geht, die

Wenn es darum geht, die Finanzindustrie vor den Nachstellungen der Steuerfahndung oder irgendwelcher Aufsichtsinstitutionen zu bewahren, haben alle 5 Parteien, die in jedweder Konstellation regiert haben, immer geholfen.
Exfinanzminister Steinbrück bekommt zum Dank dafür bei der holländischen Dibadibadu Bank sein Gnadenbrot.
Auch für Scholz und seine anderen Vorgänger wird sich eine lukrative Anschlussverwendung finden lassen.
Vielleicht sollten mal Nachforschungen angestellt werden, wo andere Altpolitiker ihr Geld kassieren, wenn die karge Ministerpension nicht ausreicht.

@10,27h falsa dem....

Im Grunde ist Ihre Aussage falsch. 1. Ich "pumpe" kein Geld wenn ich Aktien eines Unternehmens kaufe, sondern ich kaufe Anteile am Unternehmen, werde also Mitbesitzer. 2. Jeder Aktionär, der mehr oder weniger Geld investiert informiert sich über das Unternehmen. Oder halten Sie Aktionäre für dumm. Ich kenne nur welche, die sachkundig und tiefgreifend über Unternehmen Bescheid wissen, Betrug, den Unternehmen begehen, sind davon ausgeschlossen. Dieses braucht keine Interpretation.

...ttest eine Meinung #worum gehts eigentlich?

Wenn ich den Artikel richtig lese gibt es zwei echte Vorwürfe an Olaf Scholz:

Erstens:
Die Bafin arbeitet schlecht, weil sie von Anfang an falsch konzipiert war und er hat, wie seine Vorgänger, diese Behörde noch nicht ausreichend reformiert.

Zweitens:
Ein versprochener Bericht kam am Donnerstag statt am Mittwoch.

Und sonst?
Der Minister erhält eine Nachricht, die zuständige Behörde in einem Fall ermittle in alle Richtungen. WARUM lese ich hier nicht, aber vielleicht ist der Fall wichtig und er wollte wissen, ob die Bafin diesmal ihren Job macht.
Und die hat ihm das vermutlich versichert.

Hätte er die Öffentlichkeit informieren sollen?
Mir fällt da der Fall Leo Kirch ein - da äussert der Ex-Chefbanker Breuer einen kleinen Satz über Kirchs Mediengruppe, der die Deutsche Bank am Ende 775 Mio € kostet.

Immerhin ein weiterer Beleg für die Meinungsvielfalt in unseren Ö-R-Medien:
Auch k(l)eine Skandale werden berichtet, wenn z.B. die Opposition es für wichtig hält.

Schön in D zu leben

Scholz

Die Kritiker erwarten von Scholz das Parlament zu informieren, nicht in der BILD von Ermittlungen zu informieren.
Und Scholz hat genug in den Sand gesetzt bzw. versprochen/ gebrochen.
Wie sollte doch gleich die Grundrente finanziert werden? Cum ex? ....
Aber gut , die CDU/CSU ist kein Stück besser. Grundrente wollten die nur wenn die Finanzierung aus finanztranzaktionssteuer gesichert ist. Das die nie kommt, wussten die schwarzen wir die roten.

Scholz hätte schon damals warnen muessen

Meine Meinung ist, dass diese Geheimhaltung von Scholz sehr schlecht war. Denn er hätte - als er 2019 von diesem Verdacht erfahren hatte

https://www.tagesschau.de/inland/scholz-wirecard-101.html

Das Finanzministerium wurde laut einem Sachstandsbericht offenbar bereits im Februar 2019 darüber informiert, dass die BaFin dem Verdacht der Manipulation bei Wirecard nachgeht. Abgeordnete fordern nun Aufklärung.

gemeinsam mit der BAFIN die Bundesregierung und die Öffentlichkeit warnen muessen und die BAFIN hätte schon da Ermittlungen aufnehmen muessen und dem Verdacht gruendlich nachgehen muessen. Das könnte auch auf Schadenersatz fuer die Anleger wegen Anlegerbetrug rauslaufen.

...ttest eine Meinung #gesonderte Prüfung

@Am 17. Juli 2020 um 09:09 von meinungisterlaubt:
"Das einzige was man ihm vorwerfen kann, ist, dass er nicht eine gesonderte Prüfung von Wirecard veranlasst hat."

Ich weiss nicht, wie da die Zuständigkeiten sind, aber vielleicht ist die Information, die er 2019 bekommen hat, genau die Antwort auf eine solche Veranlassung?

Weiterhin nennt man das hier Bilanzfälschung

Weiterhin nennt man das hier Bilanzfälschung:

https://www.tagesschau.de/inland/scholz-wirecard-101.html

Der Zahlungsabwickler Wirecard hatte im Juni mutmaßliche Luftbuchungen von 1,9 Milliarden Euro eingeräumt, die Staatsanwaltschaft München ermittelt gegen mehrere ehemalige und aktive Manager.

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY hatte die Jahresbilanzen bei Wirecard seit 2009 geprüft und testiert. Die Münchner Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Scheinumsätze bereits seit Jahren in die Bilanzen einflossen.

Aus dem Grund gebe ich ganz offen zu, dass ich den Verdacht habe, dass es sich bei dieser Firma Wirecard um ein Betrugsunternehmen handelt das nur den Zweck hatte, kriminelle Taten wie den Verkauf von Sachen die nicht vorhanden waren, eventuelle Verwicklung in illegale Ruestungsdeals und noch mehr hatte. Von daher hängt die Bundesregierung hier ebenfalls ueber Amthor und zu Guttenberg mit drin.

Dieser Fall muss vollständig aufgeklärt werden.

@Sebastian um 10:31 Uhr

"Wäre Herr Scholz ein Minister der Union oder FDP, wäre der Aufschrei größer, wetten?"

Nein, denke ich nicht. Von denen ist man das Wegsehen und das Nichtstun bei Betrug und Verbrechen durch große Industrie- oder Finanzmarktfirmen schon seit Gründung der BRD 1949 gewöhnt. Bei der SPD ist diese Verbrüderung und Bestechlichkeit seit Schröder erst aufgekommen.

...ttest eine Meinung #Ernst beiseite und Young

@Am 17. Juli 2020 um 09:09 von meinungisterlaubt

Da hab ich eben doch nur den letzten Teil Ihres Beitrags gelobt und kommentiert.

Ich möchte aber noch betonen, dass ich mit Ihnen übereinstimme .
Wirtschaftsprüfungsunternehmen werden von ihren Kunden beauftragt und bezahlt . Wenn die Bilanz nicht passt sucht man sich vielleicht einen anderen Prüfer.
Oft gibt es noch andere wirtschaftliche Verstrickungen zwischen Prüfer und Geprüftem.
Sowohl deshalb, als auch um Kosten zu sparen nicht ordentlich zu prüfen ist schon oft zum Problem geworden.
Man denke nur an die Enron-Pleite...

Zu 11:11 von Karl Klammer ✎ "Sündenbock"

"Will CDU/CSU Scholz zum alleinigen Sündenbock machen ?
Offenbar will man seitens der CDU/CSU Herrn Scholz (SPD) zum Sündenbock machen
Welche Rolle hatte der Wirecard Unternehmensberater
und ex Wirtschaftsminister
alias Plagiator Karl Theodor zu Guttenberg ?"

@Karl Klammer, wollen Sie damit wirklich BFM Scholz verteidigen? Wer hat sich von CDU/CSU dazu geäußert um BFM Scholz zum Sündenbock zu machen?!

Das ist doch albern! KTG war u.a. 2009 kurz Bundesminister für Wirtschaft.
Hoffen wir, dass es keine weiteren "Plagiator/innen" in den Bundes- und Landesregierungen gibt.
Wenn, dann wären die Konsequenzen, wie die Erfahrungen zeigen, heute wohl anders.

@ falsa demonstratio, um 10:38

re @ 10:04 von harry_up

Meiner bescheidenen Meinung nach hätte er, bevor er damit öffentlich rausrückt, sowohl die Wirtschaftsprüfer von EY , als auch die der BaFin (oder den einen ! Mitarbeiter, der mit der Prüfung befasst gewesen sein soll) schlichtweg zum Rapport bestellen müssen, und das nicht nur einmal und nicht nur alle halben Jahre.

Aber das ist sicher zu naiv gedacht.

BaFin gut geeignet für Gefälligkeitsposten

Wenn ich mir das große Getöse der Koalitionäre zur Errichtung der BaFin vergegenwärtige und dann sehe, wie der öffentliche Dienst dort die Interessen der Steuerzahler sabotiert, eine echte Prüfung der vielen Finanzdienstleister auf Solidität der Geschäftsmodelle im originärsten Verbraucherinteresse vorzunehmen und statt dessen Lesekurse für überbezahlte Bundesbeamte veranstaltet, die die Werbeprospekte der Anbieter lesen und diese vielleicht auf Rechtschreibfehler aufmerksam machen - mehr Verarschung des Steuerzahlers geht nun wirklich nur noch im Verkehrsministeriums bei den bescheuerten Ministern, hier dem Scheuer Andy, der seinen Freunden gleich noch Zusicherungen auf leere Hoffnungen machte, wo die europäische Gerichtsentscheidung just Tage bevorstand. Als politischer Beamter kann er sich selbstverständlich an nichts erinnern - schließlich ist die karge Pension ja sicher.
DIESE Übernahme von Verantwortung ist im Merkelstaat übrigens Masche geworden; deshalb läuft soviel schief.

Bitte KEIN Parteigerangel!

Es reisen die Volkseinkommens-Verzocker bei CDU UND SPD darauf, dass jeweils die eine Partei die andere scheinbar an den Pranger stellt. Dabei machen BEIDE PARTEIEN seit Schröder GENAU DAS GLEICHE. Die Cum-Ex-Gurke sowie die Schwarzgelder im Ausland wurden von Schäuble, Eichel und Scholz gleichermaßen "gedeckelt". Nur der LaFontaine, der den Schmuh nicht mitmachen wollte und als Finanzminister zurücktrat, der wird heute noch vom gesamten Volk verdammt und verurteilt.
.
Gerade heute gab´s in der RP wieder einen Artikel GEGEN die Vermögenssteuer, schluchz, weil davon ja dann Hunderttausende von "Unternehmen" Pleite gehen würden. Aber enorme Gewinnmargen (also abgeführtes Kapital), das ist nicht ruinös.
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Schade, dass uns als Lohnempfänger derlei Spiele nicht möglich sind, Steuer geht vollautomatisch ab!
.
Nun versteht man auch, dass die o.g. Politiker sich nicht aufgebäumt haben. Sie wollten nicht so enden, wie LaFontaine, denn dass können Bild und die Lobbies locker wieder abziehen!

Am 17. Juli 2020 um 10:56 von Wilhelm Schwebe

"sowas passiert halt

wenn völlig ungeeignete parteosoldaten/innen/diverse in ämter gehieft werden, von deren materie sie nix verstehen. besonders bitter ist das beim finanzminister und deren vollversager Eichel, Steinbrück und scholz. schäuble hat es ja wenigstens hinbekommen, cum-ex zu beenden."

Es liegt nicht am fehenden Sachverstand sondern an fehlendem Willen. Die Herren wussten sehr wohl, worum es geht und welcher Schaden entsteht. Kriegt man den, wenn man der Wirtschaft Schwierigkeiten gemacht hat?

Auch Frau Klöckner, Herr Scheuer, vorher Herr Dobrindt, wissen genau, was in ihrem Ressort vorgeht, aber sie wollen die Exzesse nicht beenden, weil sie sich mit der Wirtschaft nicht anlegen wollen oder weil man hofft, es werde nichts an die Öffentlichkeit dringen oder weil man immer noch an die Selbstoptimierung des Marktes gemäß der neoliberalen Ideologie glaubt.

Und wenn die politische Karriere beendet ist, braucht man doch einen Job in der Wirtschaft.

Wirecard-Skandal:Scholz seit 2019 über Verdacht informiert....

Und gab es nicht 2010/2012 durch die Münchener Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren gegen Wirecard ?
Grundlage war ein Rechtshilfeersuchen aus den USA wegen Geldwäsche zugunsten von Online-Glücksspielfirmen.In dem Zusammenhang gab es auch eine Hausdurchsuchung.

@grrrman - KTG Das ist doch albern!

Es geht um Aufklärung und nicht um political correctness.

KTG hatte noch bis kurz vor der Insolvens Beraterfunktion. Ebenfalls bei der Übernahme
eines asiatischen Unternehmens welche mit
mit Skandalwetten insolviert war:-)
Noch ein prominenter Bewerber für Wirecard war der kleine Philipp Amthor ebenfalls gabs noch verbindungen zum Mautminister

9:09 meinungisterlaubt

"Meines erachtens hat hier nur einer versagt: Das Wirtschaftsprüfungsunternehmen........"

Genauso ist es.
Sie treffen den Punkt.

8:56 Wolfgang E S

"Hat auch dies mit seiner neoliberalen Überzeugung zu tun......"

Mit verlaub aber das ist blödsinn.
Herr Scholz ist jetzt wie lange im Amt?
Das was sie aufzählen fällt in Herrn Schäubles 8 jährige Regentschaft also hat dieser offensichtlich nichts bewegt.
Und wenn sie Herrn Scholz als neoliberal einstufen dann gehe ich davon aus , dass sie nicht so richtig wissen was neoliberal ist.

Es wird "gewettet", was das Zeug hält

Darauf, dass man selbst - da man sich als Teil des "maßgeblichen" Systems auf der „sicheren Seite“ wähnt (und das wohl zu recht; dies zu "Der Eindruck einer kollektiven Unverantwortlichkeit wird auch dadurch bestärkt, dass Olaf Scholz bereits Anfang 2019 über den Fall Wirecard informiert war") in jedem Fall schon gut genug "abgesichert" sein wird.

Und nicht zuletzt darauf, dass schon "irgendwie" Geld dahin "fließen" wird:
"Erste Berichte über Unregelmäßigkeiten bei Wirecard gab es bereits Anfang des Jahres 2019. Am 18. Februar 2019 verbot die BaFin nach einem massiven Kursverlust dann so genannte Leerverkäufe, bei denen auf einen Kursverlust der Wirecard Aktien gewettet wird".

Wen wundert dieses Schauspiel eig noch?

Scholz wusste beim CumEx-Skandal um die Warburg Bank auch Bescheid und hat aktiv zum Betrug mitgewirkt. Dann hat er 2019 in Brüssel dafür gesorgt, dass Konzerne öffentlich machen müssen, in welchem Land sie Gewinn machen und wie viel Steuern sie darauf zahlen.

aber nach Leyen (Berater), Scheuer (Komplettversagen) und Amthor, Klöckner, Doro Bär und Daniela Ludwig wundert mich bei dieser Regierung auch überhaupt gar nichts mehr.

um 12:26 von DeHahn

Sehe ich ganz genau so!
Wir lassen uns immer einreden, die Großkapitalhalter/verwalter könnten uns erpressen, nein, können sie nicht! Gelingt ihen nur, wenn wir es uns gefallen lassen. Politiker vielleicht, aber vielleicht sind die auch gerne bereit in diesem Spiel aus Macht und Gier diese Rolle als (eigentlich sehr billiger) Erfüllungsgehilfe zu spielen.
Ja, ja, der Linksversiffte wieder, nein, bin ich nicht, aber ich will meine Augen nicht vor dem kriminellen Profitgeschacher verschließen, welches uns letztlich sehr bald die Lebensgrundlage entzieht, wenn wir nicht endlich dagegen angehen.

08:24 @ Der Batscheler

"...Finanzministerium hat ja gar keinen Einblick in die Bücher eines Unternehmens, das ist per Gesetz ausgeschlossen. ..."

Schon mal was von Betriebsprüfungen gehört?

Gehören die Finanzämter nicht zum Finanzministerium?

Auch der Zoll führt Prüfungen bei Unternehmen durch.

"... Per Gesetz ausgeschlossen ... "
Ist völliger Unsinn.

Siehe AO

 @harry_up

Ich teile Ihre Meinungen,
das BaFin hat Versäumnisse eingeräumt, erst als es nicht mehr zu vertuschen
ging.

Die Wirtschaftsprüfunternehmen wie E&Y verdienen so viel Geld, dennoch würde es mich nicht wundern, wenn es auch dort korrupte schwarze Schafe gäbe.

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