Ihre Meinung zu: Redskins wollen sich laut US-Medien umbenennen

13. Juli 2020 - 11:35 Uhr

Die Rassismusdebatte in den USA befeuerte auch den Streit um den Namen der Washington Redskins. Der Hauptsponsor machte Druck - und das zeigt nun offenbar Wirkung: US-Medien berichten, das NFL-Team wolle sich umbenennen.

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Kommentare

Anstand und Moral

gefallen Herrn Trump nicht. Soweit nichts neues, besonders da sein Klientel der weiße nationalistische Amerikaner ist. Es ist grausig wie sehr Trump mit seiner Weltsicht und viele Amerikaner in der sehr alten Vergangenheit gefangen sind. Wieder einmal wollen alte Menschen die Probleme von heute mit den Mitteln von vorgestern lösen. Das dies nicht Spannungslos funktionieren kann ist offensichtlich.

"Nach jahrelanger Kritik - insbesondere von indigenen US-Amerikanern - will das American-Football-Team Washington Redskins (zu Deutsch: Rothäute) Medienberichten zufolge seinen Namen ändern"

Wird auch Zeit. Wenn ein "Stein des Anstoßes" bzw. etwas, was für gesellschaftlichen Unfrieden sorgt, weil ein Teil von ihr sich von ihm in irgendeiner Form diskriminiert fühlt ("Ureinwohner der USA setzen sich seit Jahrzehnten dafür ein, den als rassistisch empfundenen Namen nicht mehr zu nutzen"), sollte man ihn einfach aus dem Weg räumen. Vor allem, wenn es dazu nicht mehr bedarf als etwas guten Willens auf allen Seiten.

Das war ueberfaellig. Sollen

Das war ueberfaellig.
Sollen wir jetzt diese Entscheidung bejubeln, so wie dass Trump endlich eine Maske traegt ?

Wa(hn)shington

Gleich Nägel mit Köpfen machen! George Washington war ein Sklavenhalter - die Hauptstadt selbst gleich auch umbenennen.
Bin mal gespannt, wann die erste missliebige Literatur verbrannt wird...

Eigentlich....

ist das Thema "Rassismus" viel zu ernst, als daß man es den Medien oder den üblichen Wichtigtuern überlassen sollte. Die Debatte um die "Redskins" beweist, wie leicht über das Ziel hinausgeschossen wird, wie schon bei McCarthy oder "Me-too" geschehen. Ich bin jetzt nur noch gespannt, wann die Fordrung auftaucht alle weißen Amerikaner nach Europa zurück zu befördern und alle Afro-Amerikaner nach Afrika. Merkt keiner, wie lächerlich die Debatte ist? Seit wann gibt es Ausdrücke wie "Schlitzaugen" oder Makaroni", die benutzt wurden, ohne daß sich damit jemand rassistisch äußern wollte. In Großbritannien wurden/werden die Deutschen immer noch(?) als "Hunnen" bezeichnet.

Super

Damit sind Landraub und Völkermord an den amerikanischen Ureinwohnern ja wieder gut gemacht.
Wie praktisch.

Wer weiß....

......was man in 50 oder 100 Jahren umbenennen muss, weil die heute verwendeten Begriffe nach dem dann vorherrschenden Weltbild nicht mehr politisch korrekt sind......

Veränderung heißt Fortschritt

Ich hab nachgeschaut und keine Begründung zur Nutzung dieses Namens gefunden. Es ist gibt also auch keine Begründung daran festzuhalten.
Auch bei den "Cleveland Indians" ist keine Begründung ersichtlich. Schlimmer. Da gibt es wohl so einige rassistische Vorfälle im Zusammenhang mit dem Namen. Umbenennung ist daher auch sinnvoll.
Wir sollten übrigens auch hierzulande darauf hinweisen, dass der Begriff "Indianer" rassistisch ist und wir bessere Bezeichnungen für die amerikanischen Ureinwohner nutzen.

Super

Die Namensänderung eines Footballvereins wird alle Rassismusprobleme der USA sofort lösen
*Sarkasmus off*

Die USA hat Gesetze in Kraft, die keinem anderem Zweck dienen, als Minderheiten indirekt an ihrer Selbstbestimmung zu hindern.
Der Verlust von Bürgerrechten für kleinere vergehen...

Die Privatisierung der Gefängnisse und des Resozialisierungssystems, mit dem offensichtlichem Zweck möglichst viele billige Arbeitskräfte möglichst lang im Gefängnis zu halten...

Die Moderne Sklaverei findet in der USA unter dem Deckmantel des 13 Verfassungsartikels statt... dort steht in etwa:
… Alle Menschen sind gleich, außer Verbrecher...

Was macht man also wenn man Menschen nicht mehr offiziell versklaven darf?
Richtig man kriminalisiert sie so konsequent, dass jeder dritte Mann aus einer Minderheit in den USA im Laufe seines Lebens seine Bürgerrechte verliert (unwiederbringlich) und in die Mühlen der Gefängnissklavenarbeit gerät.

13. Juli 2020 um 13:08 von Der_Mahner

Es ist schon länger nicht mehr unterhaltend, dass der Kampf gegen Unterdrückung und Diskriminierung mit dem Nationalsozialismus verglichen wird, aber die Unterdrückung und Diskriminierung als schützenswertes Kulturgut hochgehalten wird.
Welche Bücher sind denn ihrer Meinung nach in Gefahr von Antidiskriminierungsbewegungen verbrannt zu werden?

@Der_Mahner

wussten sie, dass General E. Lee keine Sklaven gehalten hat (Im Gegensatz zu Abraham Lincoln) und dass er Seine Soldaten hat hart bestrafen lassen, wenn sie im Laufe eines Feldzuges Dinge getan haben, die wir heute als Kriegsverbrechen bezeichnen?
Im Gegensatz dazu hat der Unionsgeneral und spätere Präsident Ulyssis S. Grant Kriegsverbrechen gegen Zivilisten (und vor allem Ureinwohner) nicht nur nicht unterbunden sondern sogar teilweise direkt angeordnet...
Es werden also auch im Namen der (meiner Meinung nach) richtigen Sache Gräueltaten verübt und es wird sich im Namen der falschen Sache (pro Sklaverei) ehrenhaft verhalten.

Ein perfektes Beispiel dafür, dass aus einem Krieg niemand mit einer weißen Weste hervorgeht.... Sieger stellen es nur gerne so dar.

Eine der wichtigsten Grundsätze die mir mein Geschichtslehrer beigebracht hat.

13. Juli 2020 um 13:17 von Sebastian15

"
Wer weiß....
......was man in 50 oder 100 Jahren umbenennen muss, weil die heute verwendeten Begriffe nach dem dann vorherrschenden Weltbild nicht mehr politisch korrekt sind......
"
Ist das denn heute relevant?

@13:08 von Der_Mahner

"Bin mal gespannt, wann die erste missliebige Literatur verbrannt wird..."

Das ist jetzt vielleicht doch ein wenig gewagter Vergleich. Wir reden hier über den Namen einer Sportfirma. "Verein" kann man im US-Profisport nicht wirklich sagen. Der Name würde sofort geändert, wenn die Truppe an einen anderen Besitzer verkauft würde und der gerne etwas anderes hätte.

Wenn sich nun mal die Betroffenen an dem Namen stören und unter den Spieler vermutlich keine einzige wirkliche "Rothaut" ist, dann finde ich es begrüßenswert, dass selbst so eine Marke wie die "Redskins" sich ein neues "Branding" geben. Denn nichts anderes ist das.

Übrigens ändert sich auch der Text von Literatur hin und wieder, wenn es eine neue Auflage gibt. Gerade bei Übersetzungen. Und auch die "Luther-Bibel" hat heute nicht mehr den Wortlaut, den Martin Luther mal aufgeschrieben hat.

Ich als Schwabe fände es auch blöd, wenn es bei uns einen Fußballverein "Spätzlefresser Emden 09" gäbe.

Jetzt wird endlich alles gut!

Übrigens: So eindeutig ist der Widerstand gegen den Namen auf Seiten der Indianer gar nicht: https://www.sport1.de/us-sport/nfl/2020/07/nfl-kontroverse-um-washington...
Ui, habe ich tatsächlich Indianer geschrieben? Das darf man doch auch nicht mehr, oder? Wollen uns zumindest einige Moralwächter erzählen. Komisch ist aber, dass es z. B. eine Organisation der amerikanischen Ureinwohner gibt, die sich American Indian Movement nennt. Sagen sollen wir statt dessen "native americans". Woher stammt eigentlich der Name "Amerika"?
Es geht hier um eine rein symbolische Debatte und tatsächlich ums Geld. Die Sponsoren befürchten schlechte PR, das ist alles. Und an der Situation der Indianer in den USA ändert dieses Namensspielchen eh nix. Aber Hauptsache, Einige Neunmalkluge können dem Rest der Welt zeigen, dass sie moralisch auf der richtigen Seite stehen: Hier die Guten, da die Bösen.

Notwendige Debatte ohne Übertreibungen

Leider wurde von Medien, Journalisten, Dichtern und Denkern zu lange die Frage ausgeblendet, was mit berühmten Menschen und deren Werk anzustellen sei, wenn sich deren Persönlichkeit als fragwürdig herausstellt oder sich übliche Begriffe wie "Redskin" als rassistisch verändern.
Dies ist eine notwendige Debatte, Übertreibungen wie "Bücherverbrennungen" sind da schlicht unsinnig!
Was ist mit Newtons Gravitationsgesetz, mit der griechischen Philosophie, mit den Bildern van Goghs, wenn sich diese Menschen als Kinderschänder oder Vergewaltiger entpuppen? Die Menschenrechte wurde von einem Sklavenhalter formuliert - gelten die nun nicht mehr?
Vorschläge:
- Werk und Mensch trennen, das Gravitationsgesetz bleibt gültig.
- Denkmäler nicht stürzen, sondern ins Museum: General Lee neben Nero ...
- Die "Sünden" nach dem jeweiligen Zeitgeist beurteilen: Auch Jesus hat nie die Abschaffung der Sklaverei gefordert oder gar die Demokratie ...

@13:10 von karlheinzfaltermeier

Seit wann gibt es Ausdrücke wie "Schlitzaugen" oder Makaroni", die benutzt wurden, ohne daß sich damit jemand rassistisch äußern wollte.

In meiner Jugend auf dem Dorf wurden diese Begriffe für Asiaten oder Italiener durchaus benutzt. Allerdings nie in einem wertschätzenden oder gar bewundernden Kontext. Also ist es schon gut, dass ich das schon lange nicht mehr gehört habe. Zumindest nicht in meiner Blase.

In Großbritannien wurden/werden die Deutschen immer noch(?) als "Hunnen" bezeichnet.

Klar gibt es in jedem Land Leute, die andere mit herabsetzenden Namen belegen. Aber zumindest wird im offiziellen Umgang dann doch "German" benutzt. Außer wir würden und geehrt fühlen, wenn wir "Hunnen" oder "Krauts" genannt würden. Dann dürfte es dort auch Filialen der "Krauts Bank" geben.

"Washington Natives"...

...müsste doch akzeptabel sein, oder? Und das Logo bräuchten sie auch nicht ändern...

@13:17 von Sebastian15

Wer weiß was man in 50 oder 100 Jahren umbenennen muss, weil die heute verwendeten Begriffe nach dem dann vorherrschenden Weltbild nicht mehr politisch korrekt sind......

Und wenn das so wäre, dann wäre es der normale Lauf der Zeit. Das gab es schon immer und wird es immer geben, dass Worte ihre Bedeutung wechseln oder zumindest die Bewertung die darin mitschwingt.

Ich z.B. hätte es nicht gerne, wenn jemand meine Tochter als "Dirne" titulieren würde. Zu Goethes Zeiten hätte ich mir nichts dabei gedacht.

Warum aufregen?

Ich verstehe gar nicht, warum manche sich über die Namensänderung erregen. Das hat die Führung des Teams doch freiwillig beschlossen. Ob jetzt aus ethischen oder finanziellen Erwägungen heraus, kann uns doch egal sein.

Bei uns werden auch traditionsreiche Namen von Fußballstadien sofort geopfert, wenn sich ein Sponsor findet, der für die Namensrechte eine paar Mios ausspuckt.

Und wenn sich die Regeln im deutschen Sport mal auf finanziellen Druck hin ändern, dann wird aus dem "Hamburger SV" auch mal ganz schnell der "Whopper SV".

@der_Mahner

genau, der Sieger schreibt die Geschichte. Daher ist die Geschichte immer mit Vorsicht und Abstand zu genießen und machmal wird die Geschichte auch durch Archäologen umgeschrieben, oft 1000de Jahre später.

Tja, da hat man wohl eine

Tja, da hat man wohl eine Chance gefunden, Geld zu machen!?
Die letzten "Redskin"-Merchandiseartikel werden wohl zu Mondpreisen im Devotionalienhandel landen und der Ramsch mit dem wie auch immer lautenden neuen Vereinsnamen den Betreibern der Fanshops nur so aus den Händen gerissen werden.

@karlheinzfaltermeier

Seit wann gibt es Ausdrücke wie "Schlitzaugen" oder Makaroni", die benutzt wurden, ohne daß sich damit jemand rassistisch äußern wollte.

Benutzen Sie diese Ausdrücke denn? Und was wollen Sie damit äußern? Hochachtung?

@@13:08 von Der_Mahner

>>Bin mal gespannt, wann die erste missliebige Literatur verbrannt wird...<<

Verbrannt wurde vorerst noch nichts, allerdings wurden teilweise Statuen abgerissen und Filme/Serien von Plattformen entfernt.
Einige Streifen wurden nach Prüfungen auch wieder zur Verfügung gestellt - und zum Teil mit einem Vorabtext historisch eingeordnet.
Die historische Einordnung halte ich für eine der sinnvollsten Maßnahmen. Nur durch die Zurverfügungstellung von Informationen kann ein Erkenntnisgewinn erfolgen - Augen und Ohren zu verschließen fördert nur Ignoranz.

@Sebastian15 - Weltbild nicht mehr politisch korrekt

Wer setzt denn fest was überhaupt politisch korrekt ist ?

Mittlerweile wird "politisch korrekt" nur noch pauschal in diskreditierender Form angewandt
um Diskussion zu unterbinden und Statements zu setzen.

Im Übrigen hat keine Partei angeordnet oder aufgefordet das die Mannschaft sich umbenennt.

Gesellschaftlich ist dieser Schritt aber begrüßenswert, da man Beleidigende Missverständnisse aus der Welt schafft.

So gibt es in Deutschen Bäckereien z.B
nur noch Schokoküsse oder Schaumküsse

Auch bei Schnitzeln gab es Namensänderungen , da diese kein Bestandteil des Gerichts sind.

13:41 / guipago

Die Kontroverse gegen den Namen "Redskins" reicht schon Jahrzehnte zurück. Hier jetzt einen einzigen Artikel einer deutschen Quelle als Gegenbeweis anzuführen, ist nicht wirklich sinnvoll.
Und es gibt auch einen erheblichen Unterschied zwischen der rein ethnischen Bezeichnung "Indians", die von den Betroffenen auch als Eigenbezeichnung verwendet wird, und dem (abwertenden) Schimpfwort "Redskins".
Was jetzt die Herkunft der Bezeichnung "Amerika" (abgeleitet vom Namen des Händlers und Seefahrers Amerigo Vespucci) mit der Diskussion um die Bezeichnung der indigenen Bevölkerung in einem Firmennamen zu tun hat, erschließt sich mir allerdings nicht.
Und: Ja, es geht hier rein um die Diskriminierung durch ein Schimpfwort und wird die Situation insgesamt nicht ändern. Aber soll man deswegen die verbale Diskriminierung beibehalten?

Alte Debatte

Zu genau dieser Thematik gab es im Jahr 2014 eine South Park Episode. Das Ganze ist eine alte Sau die erneut durchs Dorf getrieben wird. Nur anscheinend wird sie jetzt bis zum Ende des Dorfes getrieben und macht nicht in der Mitte Halt.

@Eigentlich.... ist das Thema 13:10 karlheinzfaltermeier

'"Rassismus" viel zu ernst,'

Und da hätte ihr Satz anders enden müssen, als wieder 'angeblich Schuldige' zu suchen.

Es sind gerade die Mitläufer von Trump & Co. die diese Diskussion absurd befeuern.
Lenkt so schön ab von seinen aktuellen Problemen.

Das führt u.a. zu solchem Unsinn, dass sich der Linux-Gründer gezwungen sieht,
ein Betriebssystem mit 'newspeech' zu versehen,
weil ja 'Master und Slave' Funktionen Leute stören könnten.

Demnächst soll es auch im Web nicht mehr 'Whitelist' oder 'Blacklist' heissen.
Sondern z.B: 'AllowList' usw.

Da bleibt selbst mir die Sprache weg.
Und das will was heissen.

Umbenennung Redskins

Positiv, dass der Name geändert wird. Gut für das friedliche Zusammenleben im Land!

13. Juli 2020 um 13:41 von guipago

"
...
Ui, habe ich tatsächlich Indianer geschrieben? Das darf man doch auch nicht mehr, oder? Wollen uns zumindest einige Moralwächter erzählen. Komisch ist aber, dass es z. B. eine Organisation der amerikanischen Ureinwohner gibt, die sich American Indian Movement nennt. Sagen sollen wir statt dessen "native americans". Woher stammt eigentlich der Name "Amerika"?
...
"
Afro-Amerikanische Einwohner in den USA nennen sich selbst Nigger und sie dürfen das, aber sonst keiner.
Warum? Weil man pauschal alle Menschen unabhängig von Kultur und Herkunft über einen Kamm schert und es am Merkmal der Hautfarbe festmacht.
Amerikanische Ureinwohner sind nicht alle rot und haben rein gar Nichts mit Indien zu tun. Sie haben unterschiedliche Kulturen, Traditionen und können sich zum Teil noch nicht einmal gegenseitig leiden. Sie werden alle in einem Topf geworfen und unter einem Begriff vereint, zu dem es noch genügend herabwürdigendes und diskrimierendes Material gibt, auch hier in Deutschland.

re deeskalator

"wussten sie, dass General E. Lee keine Sklaven gehalten hat (Im Gegensatz zu Abraham Lincoln) und dass er Seine Soldaten hat hart bestrafen lassen, wenn sie im Laufe eines Feldzuges Dinge getan haben, die wir heute als Kriegsverbrechen bezeichnen"

Die Behauptung, Lincoln habe Sklaven gehalten, ist reinste Geschichtsfälschung.

Der zweite Teil Ihrer These ist umstritten, da es auch sehr wohl Belege dafür gibt, dass Lee Kriegsverbrechen sener eigenen Leute ignoriert hat. Diese Abwägung (Grant=schlecht, Lee=gut) ist daher historisch nicht haltbar, mal ganz abgesehen von Ihrer sehr dreisten Sklaven-Lüge...

12:50 von Grandloser

Anstand und Moral
gefallen Herrn Trump nicht. Soweit nichts neues, besonders da sein Klientel der weiße nationalistische Amerikaner ist

.
da hat sich nicht viel geändert, die letzten 400 Jahre
dann erzählen sie mal wie die Pilgerväter zu den Ureinwohnern standen
als Menschen wurden die von diesem bigotten Verein nicht gesehen

Haben denn da mal übermäßig

Haben denn da mal übermäßig viele Ureinwohner mitgespielt? Wurde der Verein gar von " Indianern " gegründet. Wen nein, spricht nichts für den Namen. Ist dann genau so abwegig, wie zb türk gücü Friedberg . Aber da spielen wenigsten viele türkischstämmige Spieler.

@13:34 von dr.bashir

>>Ich als Schwabe fände es auch blöd, wenn es bei uns einen Fußballverein "Spätzlefresser Emden 09<<

Ich denke, dass man im historischen Kontext hier schon ein wenig abwägen sollte.

Spätzlefresser ist eine generell abwertende Bezeichnung, schlichtweg aufgrund der Bestandteile der Bezeichnung.
In der Historie gab es aber immer wieder Bezeichnungen, deren Grundintention nicht unbedingt abwertend war. Die Bezeichnungen können durchaus einen abwertenden Grundton gehabt haben - schlichtweg, weil die Bezeichneten generell in der Gesellschaft mit Argwohn betrachtet worden sind. Völlig neutrale Bezeichnungen waren aber schlichtweg nicht verfügbar/gebräuchlich.

Es erschließt sich mir nicht, dass man z.B. eine Mannschaft nach etwas benennen sollte, was man als Beleidigung empfindet. Ich würde eher auf "Unbedarftheit" tippen im Rahmen einer rassistischen Gesellschaft tippen.

FSU Seminoles

Hier in Destin, Fl. sind viele (ich auch) Fan der FSU Seminoles (college football).
Die Seminoles sind nordamerikanische Indianer. Streit um den Namen gibt es nicht, im Gegenteil:
Der Chief von Seminole Tribe of Florida sagte es ist ein honor mit der Florida State University verbunden zu werden.

Wer wird sich noch umbennen?

Ich habe die Stadt Chicago mehrmals
besucht. Zur Erinnerung an diese schöne
Stadt und als Souvenir habe ich mir eine
Cape von den Chicago Blackhawks gekauft. Ich werde diese Cape weiter tragen.
Wird dieser Club jetzt auch umbenannt?

13. Juli 2020 um 14:20 von artist22

"
...
Das führt u.a. zu solchem Unsinn, dass sich der Linux-Gründer gezwungen sieht,
ein Betriebssystem mit 'newspeech' zu versehen,
weil ja 'Master und Slave' Funktionen Leute stören könnten.

Demnächst soll es auch im Web nicht mehr 'Whitelist' oder 'Blacklist' heissen.
Sondern z.B: 'AllowList' usw.
...
"
Die Diskussion habe ich bisher nur am Rande wahrgenommen. Interessant. Da aber so ziemlich alle Computerbegriffe bildliche Adaptionen der Realität sind, ist eine Prüfung sinnvoll. Das "Surfen" im Internet kommt an sich auch nur vom Bild auf einem Mauspad. "Hacken" kommt vom Geräusch des Schreibmaschinenanschlags. "Bugs" sind auf reelle Käfer zurück zu führen. Und und und ...
Ich werde in dem Bereich jetzt auch mal etwas sensibler hinschauen, obwohl die meisten Begriffe eher aus dem Science Fiction/Fantasy Bereich stammen.

Was soll man davon halten?

So sehr ich es auch begrüße, daß gegen Rassismus vorgegangen wird, habe ich zunehmend das Gefühl, daß hier zunehmend ein Aktionismus stattfindet, der vielleicht das Gewissen beruhigen oder von weitergehenden Maßnahmen ablenken soll.
Irgendwie finde ich es wichtiger, daß zwischen der "weißen" und andersfarbigen/-religiösen/-sexuellen Gesellschaft endlich eine wirklich Chancengleichheit hergestellt wird und alle gleich behandelt werden. Z.B. durch gleiche Bildung, medizinisch/soziale Versorgung, Entlohnung usw.
Was hat der Einzelne davon, wenn nunmehr irgendwelche Namen geändert werden und man sich in einer politisch korrekten Form äußert, wenn alles andere bleibt, wie es ist?

@Mister_X, 14:22 re @deeskalator

Die Behauptung, Lincoln habe Sklaven gehalten, ist reinste Geschichtsfälschung.

Das ist richtig, wird aber nicht verhindern, dass diese Behauptung bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit wiederholt wird. Der User wird noch nicht einmal ein Geschichtsbuch zur Hand nehmen, um herauszufinden, ob Sie recht haben.

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