Ihre Meinung zu: Corona in Indien: Hausbesuche zur Virus-Eindämmung

11. Juli 2020 - 14:13 Uhr

Behördenmitarbeiter gehen von Haus zu Haus, fragen nach der Gesundheit: Indiens Hauptstadt Delhi kämpft gegen rapide steigende Infektionszahlen. Auch andernorts kamen Lockerungen wohl verfrüht. Von Bernd Musch-Borowska.

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Kommentare

„Corona hat vor allem den Ärmsten der Armen die Lebensperspektive zerstört“

Nicht, wenn die Ursachen der Misere endlich angegangen werden („Die Eltern der Kinder [u.g. Schule*] sind zumeist Tagelöhner, >> die für Hungerlöhne auf den Baustellen Delhis schuften. Die meisten sind Analphabeten, die ihre Heimatdörfer auf dem Land verlassen haben, um sich in der indischen Hauptstadt mit ihren Familien ein besseres Leben aufzubauen“).

[* „Die Schule unter der Brücke ist seit Jahren eine Institution in Delhi. Gegründet wurde sie von Rajesh Kumar Sharma, der selbst gar kein Lehrer war, sondern nur einen einfachen Schulabschluss hatte. Die freie Schule gibt den Straßenkindern, die in den Slums rund um das Viertel Shakapur im Osten Neu-Delhis leben, die Chance auf einen Schulabschluss“]

Virus-Eindämmung

"Behördenmitarbeiter messen Fieber in Delhi gegen Ausbreitung von Corona
Behördenmitarbeiter gehen von Haus zu Haus, fragen nach dem Gesundheitszustand der Bewohner"

*

Wozu soll as gut sein, wenn unter diesen Umständen wohl kaum an Quarantäne oder Isolation für 2 Wochen zu denken ist?

Wenn ich das Bild sehe, mit der Messung auf 3 Meter Entfernung...

Man könnte im Kampf gegen so ziemlich alle Krankheiten viel erreichten, wenn man statt Temperatur zu messen sauberes Trinkwasser verteilen würde.

Oder paar Toiletten mehr bauen würde, wo sich die Menschen danach auch die Hände waschen könnten.

Sauberes Trinkwasser sollte zu Menschenrechten gehören.
Und im nächsten Schritt auch angemessene Toiletten.

was für eine Erkenntnis

Normalerweise sind die indischen Krankenhäuser nicht nur voll mit Patienten,
sondern auch mit deren Familienangehörigen, die vor der Klinik ausharren
.
wer pflegt denn in Indien (oder in weiten Teilen Asiens) die Kranken
zumindest in den staatlichen Einrichtungen
es ist nicht die Aufgabe einer Krankenschwester dort, die Kranken zu füttern oder zu waschen
das macht üblicherweise die Familie, das Essen kommt aus Garküchen,
die sich vor dem Krankenhaus befinden
dass es in privaten Einrichtungen anders zugeht - auch klar

1.380.004.000, diese Zahl ist die aktuelle...

...Bevölkerungsanzahl (von 2020 laut Wiki).
Praktisch nahezu die gleiche Bevölkerungsanzahl wie China.
-
Und wieviele davon sind arm in Indien?
Zig zehntausende, zig hunderttausende?
Wohl eher das 2te.

---

Wundert es da noch irgendein, daß ein Virus, wie das jetzige Coronavirus da leichtes Spiel hat?
Mich jedenfalls nicht.
-
Ich bin mal gespannt, wie hoch die Zahl der Infizierten und auch Toten in 6 Monaten
oder am besten am Ende der Pandemie (möge sie schnell vorüber sein) in Indien sein wird?
Dasselbe gilt auch für die USA und Brasilien.
-
Ich befürchte aber, daß dann die Zahl derer, die das Virus nicht überlebt haben, weltweit in die Millionen geht.
-
Aber es ist ja nur eine leichte Grippe,
nicht wahr Mr. Bolsonaro, nur ne dusslige harmlose Grippe!
-
Einfach nur zum Wiederkauen, das Ganze!

14:42 von Tada

Sauberes Trinkwasser sollte zu Menschenrechten gehören.
Und im nächsten Schritt auch angemessene Toiletten.
.
die haben andere Sorgen - wohl auch andere Prioritäten
mal in New Dehli vor Sonnenaufgang unterwegs gewesen ?
besser nicht, wenn sie nicht von einem Kothaufen in den nächsten treten wollen
zugegeben - tagsüber ist es "sauber"
Treppenhäuser sollte man auch tunlichst nicht betreten
wenn man sich des Uringestanks wegen nicht übergeben will
zugegeben so war es vor 20 Jahren, als ich das letzte mal dort war
ob sich grundsätzlich was geändert hat ?

15:50 von Sisyphos3

«Sauberes Trinkwasser sollte zu Menschenrechten gehören.
Und im nächsten Schritt auch angemessene Toiletten.

«die haben andere Sorgen - wohl auch andere Prioritäten»

Für alle Menschen weltweit, die keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, ist es höchste Priorität, solches welches zu beschaffen. Zumindest für ihre Kinder, bei den Menschen, die Kinder haben. Manche gehen weite Wege zu Fuß zu "Ausgabestellen" an Brunnen. Andere verdienen ein wenig Geld über Nahrungsbeschaffung hinaus, um sich gelegentlich sauberes Trinkwasser per Tankwagen liefern zu lassen, wenn sie irgendwie geartete Möglichkeiten von kleineren Wasserspeichern haben.

Auf nächtlichen Straßen vielerorts in Indien liegt als Exkremente der Dung von Kühen, die für Hindus "heilig" sind. Das wird auch heutzutage kaum anders sein als vor 20 Jahren. Heilige Kühe müssen weiterhin keine Kuhklos benutzen.

Ansonsten ist auch Indien nicht in der Entwicklung von vor 20 Jahren stehen geblieben … als Sie dort was sahen.

Indien lässt

sich schlecht mit unseren Ländern in der EU vergleichen, fast das 3 fache in der Zahl als die EU.
Armut und kein Wasser oder sonstiges sind ein Problem, wenn Krankheiten auftreten.
Wie das gelöst werden soll bei den Mengen an Menschen, ich weiß es nicht, ist alles sehr schlimm.

@Tada

"Wenn ich das Bild sehe, mit der Messung auf 3 Meter Entfernung..."

Also ich sehe nur ein Bild mit einem Thermometer direkt auf der Stirn.

Sie haben selbstverständlich Recht, dass sauberes Trinkwasser und Toiletten Vorraussetzung für hygienische Bedingungen sind. Viele arme Menschen, nicht nur in Indien, haben dazu keinen Zugang, und der Klimawandel wird dies noch verschlimmern.
Schlechte Aussichten für die ärmsten der Armen.

Klo als Menschenrecht

@ Tada:
Sauberes Trinkwasser sollte zu Menschenrechten gehören.
Und im nächsten Schritt auch angemessene Toiletten.

Das ist eine Marktlücke, das Recht auf ein Klo steht noch in keiner Menschenrechtskarta.

Lockerungen

Ist Indien nicht längst schon wieder am Lockern? Wenigstens im öffentlichen Meinungs-Mainstream neigt sich die Pandemie dem Ende. Leider ist das real ganz anders.

Corona-Krise in Indien

Am 11. Juli 2020 um 16:52 von wenigfahrer
Indien lässt sich schlecht mit unseren Ländern in der EU vergleichen, fast das 3 fache in der Zahl als die EU. Wie das gelöst werden soll bei den Mengen an Menschen, ich weiß es nicht, ist alles sehr schlimm.
###
Ja die Corona Pandemie wird Indien wohl noch hart treffen da 2/3 der Bevölkerung in Armut leben. Das kann man wirklich nicht mit der EU vergleichen. Vielleicht sollte man in Indien die Prioritäten ganz anders setzen, mehr in das Gesundheitswesen investieren und weniger in Rüstung und Raumfahrt. Das wäre die logische Konsequenz aus der Krise für die Zukunft. Aber es ist wie es ist. Corona ist dort ein Problem von Menschen die in bitterer Armut leben.

@ 17:14 von harpdart

"Viele arme Menschen, nicht nur in Indien, haben dazu keinen Zugang, und der Klimawandel wird dies noch verschlimmern.
Schlechte Aussichten für die ärmsten der Armen."
.
Nur mal ein kleiner Lösungsansatz.
Wie wäre es mal mir diesem Kasten-Denken aufzuhören?
Einmal Tagelöhner, aus einer Familie von Tagelöhnern, immer Tagelöhner.
Und nicht Kühe überall hinkac...en zu lassen.
Das ist fortschrittlich?

Infrarotmessung der Temperatur

Es ist egal ob man das Gerät direkt "dranhält" oder in einer Entfernung misst, in der die Messfläche ohne die Umgebung "ausgeleuchtet" wird. Bei dem Gerät könnte es sich um ein "PeakTech 4945" handeln. Die Bedienungsanleitung findet sich im Internet.

um 16:21 von schabernack

>>Ansonsten ist auch Indien nicht in der Entwicklung von vor 20 Jahren stehen geblieben … als Sie dort was sahen.<<

Nein die Situation der Menschen hat sich nicht verbessert. Während das Volk verhungert, hat man die Rüstungsausgaben seit 2013 von 51,6 Mrd. auf 70,8 Mrd. US Dollar im Jahr 2019 gesteigert.
Wenn man nur die Hälfte in Brunnenbau und Infrastruktur umleiten würde hätte man was fürs Volk getan.

16:21 von schabernack

Auf nächtlichen Straßen vielerorts in Indien liegt als Exkremente der Dung von Kühen, ...Das wird auch heutzutage kaum anders sein als vor 20 Jahren.
Ansonsten ist auch Indien nicht in der Entwicklung von vor 20 Jahren stehen geblieben …
.
ja was jetzt ?
können sie sich entscheiden
ist es vor 20 Jahren "kaum anders" gewesen oder ist die Zeit " nicht stehen geblieben"

17:14 von harpdart

und der Klimawandel wird dies noch verschlimmern.
.
für was muß denn der Klimawandel noch alles herhalten

@15:49 von Biocreature

"Wundert es da noch irgendein, daß ein Virus, wie das jetzige Coronavirus da leichtes Spiel hat?
Mich jedenfalls nicht."

Wohl kaum. Wundern kann einen aber, dass Indien noch hinter den USA liegt.

16:21 von schabernack

Auf nächtlichen Straßen vielerorts in Indien liegt als Exkremente der Dung von Kühen,
.
möglich
ich sprach von menschlichen Exkrementen

16:52 von wenigfahrer

Wie das gelöst werden soll bei den Mengen an Menschen,
.
die haben es doch angesprochen "Mengen an Menschen"
1950 lebten dort 357 Mill
2020 sind es 1.350 Mill
ob sich die Situation dadurch verbessert hat

Das Indien Bild der Deutschen ist von Stereotypen geprägt

Gilt für das China- und Amerika- oder Russland-Bild auch. Das ist verwunderlich, angesichts jahrzehntelanger mehr oder weniger objektiver Berichterstattung. Teilweise haben die Medien die Stereotypen noch befördert indem Erwartungen des Publikums bedient wurden. Schade.

Indien ist eine aufstrebende Wirtschaftsmacht (übrigens genauso wie China und Brasilien) und ein Standort auch von Hochtechnologie, wobei China hier klar vorn liegt. Klar gibt es Armut in Indien, und die Armen dort sind ärmer als die Armen in Deutschland. Dennoch kommt es darauf an, wo man in Indien hingeht. Es gibt auch sehr saubere Städte in denen es großen Wohlstand gibt. Der ländliche Raum allerdings ist schwach entwickelt.

Leider dominieren aber in der Sicht auf die Welt bei vielen Menschen Klischees aus den 1960-80 Jahren, die mit der heutigen Realität zB in China oder Russland (und vielen anderen, zB afrikanischen Staaten) nicht mehr viel gemein haben.

14:42 von Tada

«Wenn ich das Bild sehe, mit der Messung auf 3 Meter Entfernung...»

Erscheinen auf Ihrem Monitor mehr bebilderte Artikel der ts?
Mit weiteren anderen Bildern als auf meinem Monitor?
Ich sehe nur das eine Bild mit Temperaturmessung in direktem Kontakt des Thermometers zur Stirn …

«Wozu soll das gut sein, wenn unter diesen Umständen wohl kaum an Quarantäne oder Isolation für 2 Wochen zu denken ist?»

Und wenn es nur dazu gut sein könnte, bei 10% … oder 20% … der mit Fieber Gemessenen eine weitere ärztliche Kontrolle zu erreichen. Wäre das ja immerhin besser, als die Hände in den Schoß zu legen. Oder Maßnahmen in einem Land zu verspötteln … in dem Möglichkeiten eben nicht gleich gut wie in Deutschland sind.

«Man könnte im Kampf gegen so ziemlich alle Krankheiten viel erreichten, wenn man statt Temperatur zu messen sauberes Trinkwasser verteilen würde.»

Wäre überall sehr gut, zu haben.
Sauberes Trinkwasser ersetzt nirgends Fiebermessen.
Und macht nicht immun gegen Corona.

...Ja, die Maske kann nerven.
Vor allem als Brillenträger, der ich bin.[..].
Aber ich denke, ich kann mich so schützen u. auch andere Leute.
Und das ist es mir wert.
.... . . . . . .
Solche Aussagen u. Verhalten, viele von jungen Leuten (<25J.), empfinde ich als asozial!

Ja, das kann und darf man so nennen. Wachsende Rücksichtslosigkeit, Vergnügen auf Kosten Dritter wo man hinsieht. Da zeigt sich von der Ignoranz bis zur brutalen Aggression die ganze Bandbreite des aozialen Verhaltens, wenn um Einhaltung der Regeln gebeten wird.

In Bayonne wurde der Busfahrer Philippe Monguillot brutal totgeprügelt weil er auf die Maskenpflicht für die Busfahrt hingewiesen hat.

Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.

Die verantwortlichen Politiker sind in der Pflicht. Der Staat hat für die Einhaltung der Regeln zu sorgen und die Bürger zu schützen.

Wann schöpfen Richter den Strafrahmen aus?! §212II StGB

18:21 von hesta15 / @schabernack

«Nein die Situation der Menschen hat sich nicht verbessert. Während das Volk verhungert, hat man die Rüstungsausgaben seit 2013 von 51,6 Mrd. auf 70,8 Mrd. US Dollar im Jahr 2019 gesteigert.»

"Landesweit übergreifend" hat sich die Situation der Menschen in Indien im Vergleich zu vor 20 Jahren aber ganz sicher auch nicht verschlechtert.

Hunderten von Millionen geht es weiterhin sehr mies wie um das Jahr 2000 herum. Einigen möglicherweise auch noch schlechter als damals. Eher aber mehr Menschen haben ihre Lebenssituation zumindest ein wenig verbessern können … "im Laufe der Zeit". Hin zu Minimalstandards, die mehr sind, als Not & Elend.

Auch in China mit sehr ähnlicher Bevölkerungszahl sind weiterhin Hunderte Millionen Menschen, die gar nicht partizipieren können am weiten Fortschritt, den China seit 2000 machte.

«Wenn man nur die Hälfte in Brunnenbau und Infrastruktur umleiten würde hätte man was fürs Volk getan.»

Keine Frage … ja sicher.
Gilt aber u.a. auch für China & Co.

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