Ihre Meinung zu: Ennio Morricone: Musik, die Bilder auf eine andere Ebene hebt

6. Juli 2020 - 15:37 Uhr

Filmmusik hat ihn berühmt gemacht: Neben Western-Soundtracks wie "Spiel mir das Lied vom Tod" komponierte Ennio Morricone Hunderte weitere Titel - Collagen verschiedener Stile, eingängig und tiefgründig. Ein Nachruf von Lisa Weiß.

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Kommentare

Gänsehaut

sowie tiefe Sehnsuchtsgefühle und eine manchmal gar nicht zu verstehende Rührung habe ich mit seiner Musik verbunden. Seine Töne konnten Sphären in mir erreichen, von denen ich vorher noch nicht einmal wusste. So manchen Film habe ich mir mehrmals angeschaut, den ich sonst nicht ein einziges Mal gesehen hätte, nur, um seine Musik hören zu können.

Schön, dass ihm so ein langes Leben beschert war.
R.I.P.

Einer der wenigen Komponisten

Einer der wenigen Komponisten von Filmmusik, die ich mir gerne und oft auch auf Platte angehört habe.

Ruhe in Frieden

....Danke für die Musik.Sie ist unübertroffen

Einer der größten Komponisten unserer Zeit

grandios und absolut einmalig. Danke, dass ich diese Musik hören und in Filmen erleben konnte. ... ... viel mehr muss nicht gesagt werden. R.I.P.

Es war einmal ...

... @frosthorn,
Sie haben es auf den Punkt gebracht,
die Worte gefunden, nach denen ich noch gesucht habe.

Vor allem bei
"Es war einmal in Amerika"
empfinde ich das so tief.

Schawere Zeiten für die

Schawere Zeiten für die Cowboys...

Die Mundharmonika-Melodie

aus "Spiel mir das Lied vom Tod" habe ich das erste Mal als Sechsjähriger gehört, und seitdem ist sie mir nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Einfach nur meisterhaft.

Ruhe in Frieden, Ennio.

Einer der ganz Wenigen …

der in der Lage war, Filmmusik zu komponieren, die Atmosphäre erzeugen konnte … und nicht nur nerven, wie so gräßlich viele Filmmusiken das (gerade "heutzutage") tun.

Nur der US-Amerikaner "Philip Glass" ist mir in Erinnerung, dessen Filmusik auf andere Art ähnlich entscheidend durch Klänge zur Atmosphäre von Bildern beitragen kann.

"Spiel mir das Lied vom Tod" von E. Morricone.
"Koyaanisqastsi" von P. Glass.
Zwei der All-Time-Favourites meiner Musikalischen Filmerlebnisse in Kinos.

Obwohl ich weiß, dass man Ennrio Morricone sehr unrecht täte, reduzierte man ihn nur auf die Filmmusik, die er zu Western komponierte …

Ennio Morricone

Ja , beim Lied vom Tod gingen mir bei einigen Passagen die Nackenhaare hoch ! Er hat tolle Sachen in die Welt gesetzt und keiner konnte es besser ! Vielen Dank Seniore Morricone !

Sterben nur Männer?

Mal eine grundsätzliche Frage: Auch heute wieder: 3 Nachrufe für verstorbene Männer, die das ganz sicher slle verdient haben.
Aber sterben denn keine bedeutenden Frauen?
Ich beobachte das sowieso seit Monaten: In fast allen Berichten nur Männergesichter.
Hab ich was verpasst? Ist die Tagesschau.de getrennt geschlechtlich organisiert? Wo finde ich die Tagesschau der Frauen???
Mal ganz ehrlich: Es nervt!
Oder gibt es einen guten Grund dafür???

Danke...

...für die wundervolle Musik.

Ein genialer Komponist ist gegangen,

aber seine Musik bleibt. Ich sage ganz einfach Danke Ennio!

@ Sabine Treeß, um 17:23

Warum wollen Sie Ihre Geschlechtsgenossinnen sterben sehen? Frauen werden eh älter, das wissen wir doch.

“Tagesschau für Frauen“?
Das meinen Sie keine Sekunde ernsthaft...

Aber vielleicht tröstet es Sie, dass vom Tod der großartigen Hannelore Elsner seinerzeit ausführlich berichtet wurde.

17:22, schabernack

>Einer der ganz Wenigen …
der in der Lage war, Filmmusik zu komponieren, die Atmosphäre erzeugen konnte … und nicht nur nerven, wie so gräßlich viele Filmmusiken das (gerade "heutzutage") tun.

Nur der US-Amerikaner "Philip Glass" ist mir in Erinnerung, dessen Filmusik auf andere Art ähnlich entscheidend durch Klänge zur Atmosphäre von Bildern beitragen kann.

"Spiel mir das Lied vom Tod" von E. Morricone.
"Koyaanisqastsi" von P. Glass.
Zwei der All-Time-Favourites meiner Musikalischen Filmerlebnisse in Kinos.<<

Da fällt mir noch Henry Mancini ein, mit seinen unsterblichen Melodien zu "Peter Gunn" und dem "Pink Panther". Die beide Eingang in das Standardrepertoire des Jazz gefunden haben.

Beide, sowohl Morricone als auch Mancini, italienischstämmig.

Zufall?

17:23 von Sabine Treeß

>>Mal eine grundsätzliche Frage: Auch heute wieder: 3 Nachrufe für verstorbene Männer, die das ganz sicher slle verdient haben.
Aber sterben denn keine bedeutenden Frauen?
Ich beobachte das sowieso seit Monaten: In fast allen Berichten nur Männergesichter.
Hab ich was verpasst? Ist die Tagesschau.de getrennt geschlechtlich organisiert? Wo finde ich die Tagesschau der Frauen???
Mal ganz ehrlich: Es nervt!
Oder gibt es einen guten Grund dafür???<<

Trotz des traurigen Themas konnte ich mich beim Lesen Ihres Kommentars eines Schmunzelns nicht erwehren. Anstatt sich zu freuen, dass möglicherweise keine bedeutsame Frau gestorben ist, verlangen Sie die Gleichstellung. Ich halte das für etwas übertrieben.

Ein Genie

Morricone ist auch ein Vertreter der Neoklassik. Leider wird dieses ernsthafte sinfonische Werk nicht annähernd so beachtet wie seine Filmmusik. Deshalb war er besonders stolz auf den Soundtrack zu "Mission", der dem Publikum am deutlichsten vorführte, welche Sinfonik er ansonsten komponierte.

Er war stilprägend, wurde oft kopiert, aber nie erreicht. Die musikalischen Einfälle bleiben unvergänglich. Das zeichnet ein Genie aus.

Meine Verehrung!

Ein Großer ist gegangen, sein Werk wird in die Geschichte eingehen, vielen Dank.

Ein spät gerühmtes Genie

Ennio Morricone war ein Genie, einer der größten Komponisten in der Geschichte der Filmmusik. Und ein lange Zeit verkanntes. 2007 bekam er anstandshalber den Ehrenoscar für sein Lebenswerk und erst 2016 mit seinem Soundtrack für The Hateful Eight endlich auch die späte Würdigung seines Schaffens in Form von Oscars und Golden Globes für die beste Filmmusik. Also die Preise, die Kollegen wie Hans Zimmer oder John Williams mit ihren generischen Soundtracks für Blockbuster reihenweise abräumen, ohne an das Genie Morricones jemals heranzureichen.

Danke für den Artikel.

Die Lektüre des Artikels von Frau Weiß hat überraschende, mir nicht bekannte Zusammenhänge und Fakten aufgezeigt, danke dafür!

Die “Dollar-Filme“ waren für uns zu unserer Studentenzeit einfach nur begeisternd, das Kino in Bonn Endenich war Abend für Abend gerammelt voll; die Musik blieb einem bis heute im Ohr und wurde sozusagen das akustische Avatar von Ennio Morricone.

Das wird sich, für mich jedenfalls, auch nicht mehr ändern.

@Sabine Treeß (17:23)


Sterben nur Männer?
Mal eine grundsätzliche Frage: Auch heute wieder: 3 Nachrufe für verstorbene Männer, die das ganz sicher slle verdient haben.
Aber sterben denn keine bedeutenden Frauen?
Ich beobachte das sowieso seit Monaten: In fast allen Berichten nur Männergesichter.
Hab ich was verpasst? Ist die Tagesschau.de getrennt geschlechtlich organisiert? Wo finde ich die Tagesschau der Frauen???
Mal ganz ehrlich: Es nervt!
Oder gibt es einen guten Grund dafür???

___

Nennen Sie eine Frau, die heute gestorben ist und einen Nachruf verdient gehabt hätte. Ansonsten bin ich mir ziemlich sicher, dass Aretha Franklin oder Heidi Kabel einen Nachruf gehabt haben. Wobei mich diese Geschlechterdiskussion sehr annervt, schließlich soll ja einzig der Verdienst und nicht das Geschlecht gewürdigt werden, oder?

17:23 von Sabine Treeß

"Sterben nur Männer?

Ist die Tagesschau.de getrennt geschlechtlich organisiert? Wo finde ich die Tagesschau der Frauen???
Mal ganz ehrlich: Es nervt!
Oder gibt es einen guten Grund dafür???"

,-,-,-,

Wissen Sie die Antwort ehrlich nicht?
Das überrascht mich.

Ennio Morricone ist 1928 geboren.
Zählen Sie einmal die männlichen Komponisten durch seitdem und dann die weiblichen.

Es ist noch nicht sooo lange her, wo die weltberühmten Wiener Philharmoniker nur Männer in das Orchester ließen.
Erst 1997 wurden Frauen zugelassen.
Und weibliche Dirigenten sind bis heute sehr rar.

17:52 @fathaland slim

Da gäbe es mindestens noch einen im Bund grandioser Filmmusik-Komponisten aus Italien:
Nino Rota.
Bekannteste Musik
》Der Pate《Teile I, II.
Teil II gemeinsam mit Carmine Coppola (schon wieder ital.-stämmig).

Ob es "Nachwirkungen" der italienischen Opernkomponisten sind?

Am 06. Juli 2020 um 17:23 von Sabine Treeß

>>Sterben nur Männer?

Mal eine grundsätzliche Frage: Auch heute wieder: 3 Nachrufe für verstorbene Männer, die das ganz sicher slle verdient haben.
Aber sterben denn keine bedeutenden Frauen?
Ich beobachte das sowieso seit Monaten: In fast allen Berichten nur Männergesichter.
Hab ich was verpasst? Ist die Tagesschau.de getrennt geschlechtlich organisiert? Wo finde ich die Tagesschau der Frauen???
Mal ganz ehrlich: Es nervt!
Oder gibt es einen guten Grund dafür???<<

Unfassbar, ein Mensch stirbt und Sie reduzieren das auf eine Geschlechterfrage und beschweren sich das anscheinend nur Männer sterben???
Ich verstehe ihre Zeilen durchaus, nur sind diese so unpassend, wie man sie nur unpassend schreiben kann.
Haben Sie keinen Respekt?

Es war einmal Ennio Morricone

Ein genialer Komponist und Arrangeur mit einer unglaublichen stilistischen Bandbreite. Vom Schlager bis hin zur sinfonischen und neuen Musik. Ich persönlich mag vor allem seine Musiken zu den Filmen von Sergio Leone, einem Regisseur (und Freund), mit dem sich Morricone kongenial ergänzte als wären sie eine Person. Aber auch etwa seine Filmmusik zu John Carpenters "The Thing" ist einzigartig und verleiht dem Film eine Tiefe, die er eigentlich nicht wirklich hat. Ohne jede Frage einer der größten (nicht nur) Filmmusik-Komponisten aller Zeiten. Und obwohl er uns nun verlassen hat wird seine Musik noch sehr sehr lange bleiben, große Bilder beschwören und Gänsehaut verursachen.

Eine Legende ist von uns gegangen!

Morricone hatte sich zwar schon weitgehend aus dem Geschäft zurückgezogen, dennoch ist sein Tod ein großer Verlust für die Film- und Musikwelt. Nach Michael Kamen, Jerry Goldsmith, Elmer Bernstein, Basil Poledouris, Maurice Jarre, John Barry und James Horner verlieren wir erneut einen Filmmusikkomponisten, dessen Stil unverwechselbar war. In seinen Werken bleibt er aber für immer lebendig. Mein Beileid an seine engen Freunde und Verwandten. RIP!

17:52 von fathaland slim

«Beide, sowohl Morricone als auch Mancini, italienischstämmig.
Zufall?»

Meine Freundin würde dazu definitv sagen:

»Gar kein Zufall … denn Italienisch sprechen können ist wie Ewiges Singen.«

Stimmt … Mancini mit "The Pink Panther" ist auch im Olymp der Filmmusik.

Es gibt auch Filme, zu denen sehr gute Zusammenstellungen diverser Titel sind, die Atmosphäre erzeugen. Wohl das bekannteste Beispiel dürfte: "Easy Rider" sein. Aber eben keine spezielle Komposition für den Film …

@harry_up (18:06)

Die “Dollar-Filme“ waren für uns zu unserer Studentenzeit einfach nur begeisternd, das Kino in Bonn Endenich war Abend für Abend gerammelt voll; die Musik blieb einem bis heute im Ohr und wurde sozusagen das akustische Avatar von Ennio Morricone.
____

Das Rex? Ich gehe eigentlich immer ins Woki, seitdem das Metropol zu ist. Die Dollar-Trilogie war aber weit vor meiner Zeit.

Am 06. Juli 2020 um 17:22 von schabernack

"Einer der ganz Wenigen …
der in der Lage war, Filmmusik zu komponieren, die Atmosphäre erzeugen konnte … und nicht nur nerven, wie so gräßlich viele Filmmusiken das (gerade "heutzutage") tun."

So ist es.

Öffnet einem das Herz.

Ist schon seltsam, dass wir auf Ennio Morricone "Spiel mir das Lied vom Tod" gerade erst im März kamen.
„Studie: Mindestens jeder fünfte Europäer leidet unter Lärm 5. März 2020“

Noch kein halbes Jahr her.

„Das Leben ist wie Grasblätter und Tau, und es gibt nicht viel Zeit zusammen.“

Am 06. Juli 2020 um 18:54 von Monty_Burns

>>Es war einmal Ennio Morricone

Ein genialer Komponist und Arrangeur mit einer unglaublichen stilistischen Bandbreite. Vom Schlager bis hin zur sinfonischen und neuen Musik. Ich persönlich mag vor allem seine Musiken zu den Filmen von Sergio Leone, einem Regisseur (und Freund), mit dem sich Morricone kongenial ergänzte als wären sie eine Person. Aber auch etwa seine Filmmusik zu John Carpenters "The Thing" ist einzigartig und verleiht dem Film eine Tiefe, die er eigentlich nicht wirklich hat. Ohne jede Frage einer der größten (nicht nur) Filmmusik-Komponisten aller Zeiten. Und obwohl er uns nun verlassen hat wird seine Musik noch sehr sehr lange bleiben, große Bilder beschwören und Gänsehaut verursachen.<<

Gerade bei "The Thing" von Carpenter ist Morricone durch seinen Minimalismus aufgefallen. Ich weiß noch wie mich diese Filmmusik so fasziniert hat, weil sie so grandios auf diesen Horrofilm aufgelegt wurde, ohne zu überladen, aber um die Spannung noch zu verstärken.

Darstellung: