Ihre Meinung zu: Corona in Spanien: 200.000 Menschen dürfen Region nicht verlassen

4. Juli 2020 - 20:28 Uhr

Nach Lockerungen der Corona-Maßnahmen gibt es in Spanien wieder regionale Ausbrüche - auch in Katalonien. Rund um die Großstadt Lleida gibt es so viele Fälle, dass die Beschränkungen für rund 200.000 Menschen wieder verschärft wurden.

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Kommentare

Erst am 21.06.

wurden die strengsten Ausgangssperren In Spanien gelockert. Gerade mal 2 Wochen später kommt nun schon die erste Lockdown-ähnliche Reisebeschränkung.
Geschäfte bleiben offen, aber man darf nicht die Stadt / Region verlassen.

Spanien ist zumindest streng und handelt sofort. Verständlich.

Dies ist auch eine Warnung für Urlauber. Befindet man sich gerade in einer Lockdown- Region in Spanien darf man wohl erstmal nicht raus.

Ebenso muss man sich als Einwohner beeilen mit der Rückkehr, sollte man gerade beruflich oder privat unterwegs sein.

Spanien handelt strenger als unsere Gütersloh oder Göttingen-experten.
Sicher vor dem Hintergrund der sehr stark betroffenen Situation.

Spanien hat sehr strenge Massnahmen

"" Spanien hatte den landesweiten coronabedingten Alarmzustand am 21. Juni beendet - nach 14 Wochen im Lockdown. Seit Beginn der Pandemie haben sich in Spanien mehr als 250.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, rund 28.000 von ihnen sind gestorben. Damit ist Spanien eines der am stärksten vom Virus betroffenen Länder in Europa.""
#
zur Eindämmung des Corona Virus erlassen,das hat mir mein Bekannter der in Alicante wohnt berichtet. Deshalb ist es für mich sehr verwunderlich dieser erneute Anstieg.

„Ein Lockdown sei bisher noch nicht nötig, zitierte die Zeitung die katalanische Gesundheitsministerin Alba Vergés. Geschäfte und Restaurants müssten nicht wieder schließen, die Menschen dürften ihre Wohnungen jederzeit verlassen. Vergés rief die Bevölkerung jedoch auf, Versammlungen zu meiden und familiäre Feiern stark zu begrenzen oder zu verschieben“

Hoffentlich wird er auch nicht nötig. Weil sich alle vernünftig verhalten und diese Regeln beachten. Einen erneuten „Lockdown“ will schließlich keiner. Und noch mehr Corona-Tote erst recht nicht.

alles Panikmache?

Seit Beginn der Pandemie haben sich in Spanien mehr als 250.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, rund 28.000 von ihnen sind gestorben.

Also mehr als jeder zehnte. Und hier erzählen immer noch welche von einer "harmlosen Grippe". Wäre mir neu, dass die Überlebenschancen bei Grippe kleiner als 90% sind.

21:35 von frosthorn

so lange man nicht genau weiß wer und wie viele Infizierte sind
ist es sehr schwierig ne Aussage zu treffen
ohnehin kann man mutmaßen weshalb ein Land stärker ein anderes Land weniger stark betroffen ist
eine starke Infektionsrate in einer Schule wird sich sicher weniger stark auswirken als in einem Altenheim
dann sind so Hypothesen im Umlauf der Blutgruppe wegen, mache hätten ne "natürliche" Immunität
kurzum besser etwas überzureagieren als es zu locker zu sehen

frosthorn; Sisyphos3

Kann man ja nachlesen. Wie überall in den westlichen Staaten liegt die Sterblichkeit in Spanien nur bei Alter 70+ über 10%. Die Menschen Ü70 machen mehr als 3/4 der `Corona-Opfer´ aus

"https://es.wikipedia.org/wiki/Pandemia_de_enfermedad_por_coronavirus_de_2020_en_Espa%C3%B1a"

@Sisyphos3 21:54

"dann sind so Hypothesen im Umlauf der Blutgruppe wegen, mache hätten ne "natürliche" Immunität"

1. Das wichtige Wort in diesem Satz ist 'Hypothese'.

2. Selbst wenn die Hypothese zutreffen sollte, ist der Einfluss auf das gesamte Infektionsgeschehen eher marginal.

21:54 von Sisyphos3

«so lange man nicht genau weiß wer und wie viele Infizierte sind
ist es sehr schwierig ne Aussage zu treffen»

"Je länger schon Corona-Zeit ist", desto genauer werden Statistische Zahlen im Rahmen der Infektionen. Weil eben statistische Schwankungsbreiten innerhalb der matematischen Fehlertoleranzen geringer werden.

Hohe Zahlen an Toten entstanden (entstehen) in den Zeiträumen, in denen lebensbedrohliche Infektionsverläufe in zu großer Zahl waren (sind). So dass den Schwersterkrankten nicht mit einer ausreichenden Zahl an Krankenhausbetten / Beatmungsplätzen geholfen werden konnte (kann).

Konnte … bspw. in Spanien / Italien.
Kann … bspw. in Brasilien / USA / UK.

Diese Aussage zu treffen ist nicht "schwierig". Aussagen (zu Corona) werden generell "weniger schwierig", in dem Rahmen, in dem Erfahrungen mehr + Wissen darum fundierter werden.

In ESP (und anderswo) weiß "man" (= alle Menschen mit Interesse) aus Lehren der letzten Monate so einges, was in 03/2020 noch unbekannt war !

@ Minka 04

"Spanien handelt strenger als unsere Gütersloh oder Göttingen-experten.
Sicher vor dem Hintergrund der sehr stark betroffenen Situation."

Naja, die Fallzahlen in Lleida sind gemäß dem Artikel auch um einiges größer als in im Kreis Gütersloh. Auch ist das Infektionsgeschehen in Gütersloh ziemlich eng auf eine Gruppe begrenzt. Davon habe ich im Fall Lleida nichts gelesen. Die Maßnahmen in GT kamen zwar zu zögerlich, waren/sind insgesamt in ihrer Stärke aber durchaus angemessen. Hoffentlich bekommen die Menschen in Lleida die Situation auch schnell wieder unter Kontrolle.

Viele Grüße aus GT

Respekt für die Spanier

Die spanischen Behörden zeigen Mut und Entschlossenheit, wenn sie bei einem Anstieg der Infektionen sofort reagieren und runter fahren.
Hoffentlich haben wir in Deutschland diese Entschlossenheit auch, wenn es hier so weit sein sollte.

Fallverfolgung

Das A und O bei der Bekämpfung der Pandemie ist neben der Hygiene eine gute Fallverfolgung. Die deutsche Corona-App ist weltweit führend und wird jetzt auch in Spanien eingesetzt, um schneller zu reagieren und zeitlich vor die Welle zu kommen.

@Kleiner Bankert

"Die spanischen Behörden zeigen Mut und Entschlossenheit, wenn sie bei einem Anstieg der Infektionen sofort reagieren und runter fahren.
Hoffentlich haben wir in Deutschland diese Entschlossenheit auch, wenn es hier so weit sein sollte."

Ich kann Ihnen hier uneingeschränkt zustimmen.
Es sollte für uns alle ohne weiteres möglich sein, mal für 2 oder 3 Wochen wieder Einschränkungen hinzunehmen, wenn es die Lage erfordert.

Professioneller Umgang mit der Pandemie

Betrachtet man die hohe Zahl an Neuinfektionen weltweit und insbesondere in den USA, dann kann man nur froh und dankbar sein, wie gut Deutschland bislang die Pandemie bewältigt hat. Die enge Zusammenarbeit von Politik und Wissenschaft sowie die frühzeitige Aufklärung der Bevölkerung über die Risiken verbunden mit klaren Handlungsanweisungen waren der Schlüssel zum Erfolg. Die Entwicklung in Spanien zeigt aber, dass auch wir uns nicht sicher fühlen dürfen. Nachlässigkeiten im Zusammenhang mit Corona werden brutal bestraft. Die Kanzlerin hat zu recht die Disziplin der Bürger gelobt und immer wieder zur Wachsamkeit aufgerufen. Das Krisenmanagement läuft professionell und damit erfolgreich.

@22:15 von Silverfuxx frosthorn; Sisyphos3

"Kann man ja nachlesen. Wie überall in den westlichen Staaten liegt die Sterblichkeit in Spanien nur bei Alter 70+ über 10%. Die Menschen Ü70 machen mehr als 3/4 der `Corona-Opfer´ aus"

Und? Dieses eine Viertel unter 70 kann man da getrost vergessen? Die Ü70 ja sowieso?

Ist übrigens bei allen Erkrankungen, insbesondere Infektionskrankheiten so, dass Vorerkrankte und ältere eine schlechtere Genesungschance haben. Dies nur für den Fall, dass Sie diesen Umstand auch noch zur Verniedlichung anführen möchten.

21:54 von Sisyphos3

«ohnehin kann man mutmaßen weshalb ein Land stärker ein anderes Land weniger stark betroffen ist»

Weit mehr als nur "ohnehin mutmaßen" kann man in diesem Fall.

1. festgestellte Corona-Infektion außerhalb von Asien war … in den USA (23.02.2020). Dürfen Sie dann 3x "mutmaßen", ob nicht Larifari-Gerede des Präsidenten des Landes + "Free-Rider-Mentality" der Bevölkerung à la: "Gar nix lassen wir uns vorschreiben!" entscheidend zur Corona-Verbreitung in den USA beitrug (und weiterhin sehr viel dazu tut).

Wenn Sie noch 2x "Mutmaßung" übrig haben (weil zur USA richtig gemutmaßt). Können Sie auch noch zu BRA & UK mutmaßen.

ITA & ESP sind beides Länder, in denen Infektionsverläufe früher im Zeitverlauf waren, als in anderen Ländern in Europa (inkl. DEU). Zu ITA / ESP ist das Fußballspiel "Atalanta Bergamo - FC Valenia" (19.02. in Mailand) sehr entscheidend. "Ischgl in Fußball".

Notwendigkeit zu "Mutmaßungen" wird mit jedem einzelnen Tag geringer. Wissen zu Corona aber täglich mehr …

@asimo & all

Es handelt sich wohl mehrheitlich um Helfer bei der Obsternte, die unter ungünstigen Wohnbedingungen leben.

"https://kurzelinks.de/5snc"

Spanien scheint eine mit der

Spanien scheint eine mit der Lombardei vergleichbare Situation gehabt zu haben. Laut Ärzte-Zeitung sind in Spanien etwa 2/3 der `Corona-Opfer´ in Seniorenheimen gestorben.
Fraglich, wie sinnvoll es dann ist, einfach eine Region abzuriegeln, finde ich.
Es muss grundsätzlich mehr und überwiegend da geschützt werden, wo Schutz nötig ist.

"https://www.aerztezeitung.de/Politik/Liess-Spanien-aeltere-Menschen-bewusst-am-Coronavirus-sterben-410306.html"

Ich denke mal, in Spanien hat

Ich denke mal, in Spanien hat man aus dem bisherigen Verlauf gelernt und will keine weiteren Risiken eingehen.
Das ist gut so. Im Gegensatz zu vielen anderen Staaten, die trotz weiter ansteigenden Fallzahlen schon wieder Lockerungen der Maßnahmen verkünden.

@ asimo (22:34)

Die im Artikel genannten Zahlen könnten missverstanden werden. Die 4030 Infektionsfälle um Lleida sind die Gesamtzahl an Infektionen seit Beginn der Pandemie. In den vergangenen 1 bis 2 Wochen hat es in dieser Gegend mehrere neue Infektionsherde gegeben, in der Größenodunung von insgesamt um die 400 Infektionen. Sie haben sich in 2 Altenheimen (in einem Fall 18 Personen), in einem Mehrfamilienwohnhaus und in mehreren Gartenbaubetrieben entwickelt. Hier nimmt man an, dass dies eventuell durch die beengten Wohnverhältnisse in Gemeischaftsunterkünften der Saisonarbeiter begünstigt wurde.
Die Daten habe ich aus spanischen Medien. Es soll sich um die offiziellen Daten der Behörden handeln (gemeldet durch span. TV, RTVE, stand heute nachmittag).
Es wurde kein 'lockdown' angeordnet. Es handelt sich nur um eine Beschränkung der Bewegungsfreiheit in diesen Gemeinden. Niemand darf ohne triftigen Grund (wie zur Arbeit) das Gebiet verlassen oder einreisen.

Re 22:55 von harpdart

"Es sollte für uns alle ohne weiteres möglich sein, mal für 2 oder 3 Wochen wieder Einschränkungen hinzunehmen, wenn es die Lage erfordert."
Ich war heute im strengen Bayern,in Lindau. Was ich da gesehen habe läßt mich daran zweifeln,daß die Menschen noch weitere Einschränkungen hinnehmen wollen noch sich Gedanken um Corona machen.
An der Schiffsanlegestelle standen ca. 100 Personen Haut auf Haut ohne Maske und haben auf die Rundfahrt gewartet.
Auf der Rückfahrt am Hegaublick in BW eine hohe Zahl Biker die heute zu recht protestiert haben,aber coronagerecht ist etwas anderes.
Vor 2 Wochen in Magdeburg bei meinem Cousin gesehen. In Neue Neustadt dutzende Personen sich feiernd und herzend auf der Straße. Von Abstand und Masken keine Spur obwohl am Vortag in Neue Neustadt ein neuer Coronaausbruch festgestellt wurde und Schulen und Kindergärten schließen mußten.
Wie das bei einer eventuellen 2. Welle ausgeht in der kalten Jahteszeit? Lieber nicht daran denken.

Nur durch konseqentes

einhalten der Maßnahmen zur eindämmen der Corona Epidemie lässt sich dieses Virus bekämpfen.

22:46 @kleiner Bankert

Das wissen Sie woher?

Soweit ich weiß, wird in Spanien an einer App noch entwickelt und getestet.

22:55 von harpdart @Kleiner Bankert

""Ich kann Ihnen hier uneingeschränkt zustimmen.
Es sollte für uns alle ohne weiteres möglich sein, mal für 2 oder 3 Wochen wieder Einschränkungen hinzunehmen, wenn es die Lage erfordert.""
#
Auch ich kann mich anschließen. Ich würde Einschränkungen auch mitmachen um eine weitere Ausbreitung des Corona Virus zu begegnen.

23:06 @Anna-Elisabeth

Zur Ergänzung,
Ironie :
in den Hotspots wie Tönnies oder jetzt in Lleida, wo es vorwiegend Helfer bei der Obsternte betrifft, sind das vermutlich auch alles Rentner, die sich was dazu verdienen wollen.
Ironie aus.

23:06 von Anna-Elisabeth

Verniedlichung ? Holla, so kennt man Sie ja gar nicht.
Sinn der Darstellung war, auf den Begriff `Panikmache´ zu reagieren und darzustellen, dass die `mehr als 10%´ eben nicht so pauschal gelten. Denn vielleicht zu suggerieren, dass grundsätzlich 10% der Infizierten daran sterben, das wäre Panikmache. Es hängt eben sehr davon ab, wo sich das Virus verbreiten kann. Ist es eine Schule mit tausend Schülern, stirbt da niemand. Ist es ein Seniorenheim, sterben daran leider einige. Womit ich dann auch letztlich darauf hinaus will, Maßnahmen sinnvoll zu ergreifen. Also nicht Schulen schließen, sondern Seniorenheime absichern. So ungefähr in die Richtung.

Der gesuchte Begriff wäre vielleicht eher Verharmlosung gewesen. Und ja, wenn man dann noch die Dunkelziffer, also all die, deren Infektion gar nicht bemerkt wird, berücksichtigt...
Relativierung wäre wohl der passendste Begriff.

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