Kommentare

Der Mindestlohn sollte nach 2022 deutlich steigen

Also ganz ehrlich:

die Krise ist ein Grund fuer einen höheren Mindestlohn:

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/mindestlohn-empfehlung-101.html

Der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland soll bis zum 1. Juli 2022 in vier Stufen von derzeit 9,35 Euro auf 10,45 Euro steigen. Das teilte die zuständige Kommission in Berlin mit.

Klar sehe ich im Moment das die Wirtschaft schwach ist durch diese Corona-Krise und auch weitere hausgemachte Ursachen bei einigen Unternehmen und Banken. Aber nach 2022 muessen wir schauen dass wir beim Mindestlohn mindestens auf 12 Euro kommen.

Aber: warum darf der Mindestlohn nicht auch fuer Azubis gelten??

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/mindestlohn-empfehlung-101.html

Auch für Azubis, Menschen mit Pflichtpraktikum oder Praktika unter drei Monaten gilt er nicht. Daneben gibt es in mehreren Branchen tarifliche Mindestlöhne, die über der Lohnuntergrenze liegen.

Denn Azubis duerfen auch nicht ausgebeutet werden.

Mich wuerde das hier interessieren

Außerdem wuerde mich interessieren was da alles einfbezogen wird in die Berechnung:

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/mindestlohn-empfehlung-101.html

In einer "Gesamtabwägung" zusammengebracht werden sollen laut gesetzlicher Vorgabe dann der Mindestschutz der Arbeitnehmer, faire Wettbewerbsbedingungen und das große Ziel, Beschäftigung nicht zu gefährden. Dabei gibt es einen gewissen Spielraum, was genau in die Berechnung einbezogen wird.

Warum kann man da nicht transparent sein? Und was auch eine Rolle spielen sollte, ist die Verhinderung das Gewinne in Steueroase abfließen. Diese ganzen eu-weiten und weltweiten Steueroasen muessen ein fuer alle Male geschlossen werden, die Finanzämter und Steuerfahnder personell besser ausgestattet werden, Steuergesetzestexte verbessert werden (Schlupflöcher in den Gesetzestexten schließen), es braucht einen globalen automatisierten Steuerdatenaustausch und weiteres.

Nicht nur die Coronakrise ist ein Grund

Dann zu dem hier:

Nach mehreren Boomjahren war die Mindestlohn-Empfehlung auch mit Blick auf den wirtschaftlichen Einbruch wegen der Corona-Pandemie mit Spannung erwartet worden. Die Arbeitgeber hatten angesichts der Belastungen vieler Unternehmen in der Krise vor zu großen Erhöhungen gewarnt. Die Gewerkschaften forderten dagegen eine spürbare Anhebung.

Nicht nur die Coronakrise ist ein Grund fuer die Wirtschaftsschwäche. Viele Unternehmen waren schon vorher pleite und nur noch Zombies die mit Staatskrediten gerettet werden. Diese Probleme in den Unternehmen sind häufig hausgemacht durch

=> falsche Kalkulation
=> unnötige Ausgaben die zu teuer waren
unnötige Kredite die schon vorher aufgenommen wurden obwohl eigentlich hätte klar sein muessen dass man diese nie zurueckbezahlen kann
=> zu späte Umstellung auf die Energiewende und verbesserten Klimaschutz
=> zu teure Firmenfilialen (Raumkosten)
=> aufgelaufene Steuerschulden

Hört sich nach Gnadenbrot an

Wer kann denn davon anständig Leben?
Das sind ca lächerliche 1150€ netto für einen Vollzeitjob.
Ausgedacht von Leuten, die das 10 - fache und mehr absahnen.
Noch nicht einmal als Mindestrente wäre diese Summe akzeptabel.
Vielleicht als Einstiegsgehalt für Auszubildende.

10,45 €/Std. brutto Mindestlohn ist nix

"... Der gesetzliche Mindestlohn gilt ... - außer für Langzeitarbeitslose nach einer Arbeitsaufnahme in den ersten sechs Monaten. Auch für Azubis, Menschen mit Pflichtpraktikum oder Praktika unter drei Monaten gilt er nicht ..."
Na denn, weiter "... Menschen mit Pflichtpraktikum oder Praktika unter drei Monaten ..." einstellen.
Da können dann die Neo-Liberalen Unternehmensführer immer noch tüchtig Geld sparen.
Und wieso sollte auch mehr als 1672 €/brutto/Monat gezahlt werden ?
Die Betroffenen können ja zum Aufstocken aufs Amt gehen (= Lohnwettbewerbsverzerrung in der EU ?).
In Großstädten lohnt es sich für Langzeitarbeitslose weiterhin zu HartzIV-en. Und Schwarzarbeit als Hinzuverdienst geht ggf. auch noch.
Eine Rente kann so - insbesondere für Langzeitarbeitslose - für das Alter nicht erarbeitet werden.

Bislang sind wegen dem

Bislang sind wegen dem Mindestlohn die wenigsten Arbeitsplätze abgewandert. Für ein angebliches Hochlohnland wie Deutschland ist es eine Lachnummer, das der Mindestlohn nicht über 12€ liegt. Das erzeugt für die Zukunft immer mehr arme Rentner, für mich sehr bedenklich, wenn Arbeitsplätze im Niedriglohnsektor staatlich subventioniert werden.

11,8% Erhöhung in 2 Jahren.

11,8% Erhöhung in 2 Jahren. Das ist aber " sportlich ". Damit rücken Hilfstätigkeitsentlohnungen ein Stück näher an Einkommen für qualifiziertere Tätigkeiten heran. Es bleibt abzuwarten, ob, und wenn ja, wie viele Jobs dadurch verloren gehen werden.

Zumindest vor Corona...

...gab die jährliche Entwicklung der Arbeitslosenzahlen es nicht her, dass der Mindestlohn Arbeitsplätze kostet. Falls sich das jetzt nicht ändert (was ich ehrlich gesagt nicht zu beurteilen wage), ist eine Mindestlohn-Erhöhung schon deshalb eine gute Idee, weil dann mehr Steuern reinkommen.

Zu gering

Der Mindestlohn ist zu niedrig, bleibt zu niedrig und wird 2020 immer noch zu niedrig sein. Niemand bekommt dadurch genügend Geld zum Leben - und jeder bei weitem zu niedrige Rentenansprüche. Das ist armselig für ein reiches Land wie die BRD.

Wird man dann Kassiererinnen abschaffen?

Ab einer bestimmten Kostenhöhe wird die Kassiererin "unrentabel",
EDEKA und andere haben bereits Märkte, in denen scannen Kunden die Barcodes auf den Produktpackungen und müssen nichts mehr aufs Band legen an der Kasse oder wieder von der kleinen Fläche vor der Kasse nehmen.
In den Niederlanden längst verbreitet.
Mindestlohn hoch heißt ggf . Arbeitsplatzvernichtung.

Wie zu erwarten war

Wie zu erwarten war, wird die größte Wirtschaft in der EU nicht mal annähernd den höchsten Mindestlohn bieten. Aber von CDU / SPD hab ich auch nichts Anderes erwartet. Kann mich den Vorrednern nur anschließen, dass die Wirtschaft mehr darunter leidet, das wenige so viel Geld vor der Steuer verstecken, betrügen etc.

Mindestlohn soll auf ... warum gibt es...

eine Mindestlohnkommission und keine Anbindung des Mindestlohnes an Preisindex und Durchschnittseinkommen. Ist das Beschäftigungstherapie?

War doch klar

Man ganze 16 Euro mehr Netto sofern Sozialbeiträge nicht steigen. Aber was hat man erwartet. Die Leute sind Systemrelevant bekommen 46 % des Durchschnittseinkommens und der Schlag ins Gesicht dieser Leute zeigt wie Demokratie funktioniert. Ich hoffe nur das keine zweite Welle von Corona kommt weil diese Leute braucht ihr nicht mehr beklatschen. Mit freundlichen Gruß Ein Mindestlohn Bezieher der eine Vollzeitjob mit 40 Wochenstunden hat und einen zweiten Job mit 46 Monatsstunden.

Große Teile der Wirtschaft stehen vor

einer Pleite. Da Corona nicht besiegt ist wird es ähnlich so weitergehen. Jede Mindestlohnerhöhung wird weiteren Teilen der Wirtschaft das Genick brechen... und die Preise erhöhen. Mir macht das nichts, ein Glück, aber es gibt auch Andere...
Na klar wenn ich nur Mindestlohn verdienen würde wäre ich dafür, keine Frage das ist doch verständlich.

Mindestlohn an Einkommen der Expertengruppe koppeln

Ich schlage vor, dass die Erhöhung des Mindestlohnes an die Löhne der Expertengruppe gekoppelt werden. Alernativ wäre ich auch mit einer Kopplung an die Diäten der Abgeordneten einverstanden. Steigen deren Löhne/Diäten in den kommenden zwei Jahren nur um 1,10€, dann ist das auch für den Mindestlohn angemessen.

Letztlich arbeitet der Mindestlöhner doch genau so hart, wie die Experten. Und Menschen sind sie auch beide. Warum sollte er also einen geringeren Zuwachs haben, zumal er mit ein paar Euro mehr in der Tasche sicher mehr für die Binnennachfrage tut, als hohe Einkommen.

Warum Azubis und Praktikanten ausgebeutet werden dürfen erschließt sich mir auch nicht. Falls die Kosten für Azubis und Praktikanten nicht bei den Unternehmen eingepreist sind, sollen sie das eben nachholen.

Die BRD ist KEIN reiches Land

wir haben :
2 Billionen Schulden, das sind
2000 Milliarden, oder
2 Millionen Millionen.
Aber kein Prob für uns... zahlen alles unsere Enkel.

Was ist mit den Schlupflöchern?

Es hat ja schon mehrfach Mindestlöhne gegeben, aber leider immer mit etlichen Ausnahmen. Entweder haben die Gesetzgeber schon entsprechende Lücken gelassen oder einige findige Unternehmer haben Mittel und Wege gefunden diesen Mindestlohn zu umgehen.

Hier sollten die Gesetzgeber mal Ihr Augenmerk darauf richten - denn ein Mindestlohn der umgangen werden kann ist keiner.

18:13 von Coachcoach

Das ist armselig für ein reiches Land wie die BRD.
.
Armselig
es ist auch armselig wenn einerseits Arbeitslosigkeit herrscht
aber es andererseits freie Stellen gibt
und es werden ja nicht nur Leute in Gegenden gesucht wo die Arbeitslosigkeit gering ist
so wenig wie Spezialisten ... Übersetzer in Aramäisch oder Schlangenbeschwörer
nicht mal Erntehelfer findet man

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Ein Mindestlohn muss unabhängig von einer Krise sein!

Krisen dürfen auf gar keinen Fall dazu genutzt werden Lohndumping zu betreiben.
Es gab einmal die Aussage "Arbeit muss sich lohnen" - nur daran will man sich heute ungern erinnern.
Wer einen 35h- oder 40h-Job hat sollte genug Geld verdienen um seine Familie zu ernähren.

Dazu muss man natürlich das Lebensnotwendige jedes Jahr neu bewerten: Mieten, Ernährung, soziales Leben und Kommunikation.
Der "Standard-Einkaufskorb" ist dazu einfach zu simpel. Andererseits hat auch keine Familie Anspruch darauf sich jedes Jahr die neuesten Smartphones und 4K-Fernseher zu kaufen.
Aber in punkto Mindestlohn müssen die Arbeitgeber ALLE mal etwas intensiver "unter die Lupe" werden.

17:46 von Demokratieschue...

>>Denn Azubis duerfen auch nicht ausgebeutet werden. <<

Zu früheren Zeiten mussten Auszubildende am Monatsende Geld mitbringen!

Warum?

Sie wurden 3 Jahre vom Meister oder Gesellen für einen Beruf qualifizeirt! Das kostete Geld!

Den Quatsch mit Ausbildungs-Vergütung hätte man nie einführen dürfen!

Natürlich werden Azubis ausgebeutet!

Aber jeder andere Arbeitsleister (auch Arbeitnehmer genannt) wird im Prinzip vom Arbeitvergeber "ausbebeutet"! Immerhin verdient er an jeder Hand, die ihm hilft!

Der Arbeitvergeber hat nat. eine Verantwortung. Er muss Aufträge bekommten damit sein Geschäft läuft.

Zum Thema:

Ein Mindestlohn von 10.35 € ist ein Armuts- Erzeugnis für die Zukunft!

Wer kann sich mit dem ML. neben der immer mehr sinkenden Rente eine kapitalgedeckte Zusatzversicherung leisten?

Es sei denn, Deutschlands Rentenexperten würde das Rentensystem komplett nach Schweizer Vorbild reformieren: Mindest-Höchstrente.

Doch den Glaube habe ich nicht.

19:44 von morgentau19

17:46 von Demokratieschue...

>>Denn Azubis duerfen auch nicht ausgebeutet werden. <<

Zu früheren Zeiten mussten Auszubildende am Monatsende Geld mitbringen!

Warum?

Sie wurden 3 Jahre vom Meister oder Gesellen für einen Beruf qualifizeirt! Das kostete Geld!

Den Quatsch mit Ausbildungs-Vergütung hätte man nie einführen dürfen!

Natürlich werden Azubis ausgebeutet!

Aber jeder andere Arbeitsleister (auch Arbeitnehmer genannt) wird im Prinzip vom Arbeitvergeber "ausbebeutet"! Immerhin verdient er an jeder Hand, die ihm hilft!

Der Arbeitvergeber hat nat. eine Verantwortung.
Er muss Aufträge bekommten damit sein Geschäft läuft.Zum Thema:

Ein Mindestlohn von 10.35 € ist ein Armuts- Erzeugnis für die Zukunft.
///
*
*
Richtig, jede Hand die hilft muss bei Urlaub, Krankheit, Fortbildung bezahlt werden.
*
Wenn auch nur Behörden 100% für Corona-Heimhocker garantieren?

18:04 von Didib57

wenn Arbeitsplätze im Niedriglohnsektor staatlich subventioniert werden.
.
das allerdings ist mehr als bedenklich

@17:46 von Demokratieschue...

"Aber: warum darf der Mindestlohn nicht auch fuer Azubis gelten??"

Weil die ausgebildet werden. Wer soll denn noch Jugendliche ausbilden und 12 EUR dafür zahlen? Der Freund meiner Tochter musste für seine Ausbildung sogar zahlen!

@19:44 von morgentau19

"Natürlich werden Azubis ausgebeutet!"

Ja, aber eigentlich nur weil sie Geld kosten. Würde ein Azubi für die Ausbildung zahlen (wie es in ganz wenigen Berufen immer noch üblich ist - z.B. Physiotherapeut), dann hätte er auch einen höheren Anspruch darauf nicht produktiv eingesetzt zu werden, sondern könnte auf eine fundierte Ausbildung durch einen qualifizierten Ausbilder bestehen.

@ um 18:17 von Barthelmus

Gerade das ist ja der unschlagbare Vorteil der Digitalisierung.
Arbeiten, die von Maschinen, Computern und Robotern erledigt werden kann, sollte auch so schnell wie möglich von denen erledigt werden.
Aber der Rest der Arbeit muss dann relativ gleichmäßig auf alle anderen Menschen verteilt werden.
Durch Arbeitszeitverkürzungen.
Und selbstverständlich ist es für die Bezahlung auch ziemlich egal, wer welche Arbeit macht. Arbeiten ist anstrengend für jeden.
Deshalb muss es auch eine gleiche gute Bezahlung für alle geben.
Zumal alle Menschen eben auch in etwa die gleichen Ansprüche bzw Anforderungen haben.
Wir leben schließlich in einer Demokratie und alle sind gleich und haben die gleichen Rechte.
Also habe auch alle das Recht auf gleiche Bezahlung.
Daran kann es doch gar keine Zweifel geben.

@Klauserich 19.38

Krisen dürfen auf gar keinen Fall dazu genutzt werden Lohndumping zu betreiben.
Es gab einmal die Aussage "Arbeit muss sich lohnen" - nur daran will man sich heute ungern erinnern.
Wer einen 35h- oder 40h-Job hat sollte genug Geld verdienen um seine Familie zu ernähren"
Unterschreib ich Alles! Das war übrigens mal ein Slogan der Gewerkschaften und Sozialdemokraten. Nur muss man auch an die Betriebe denken, die den Mindestlohn zahlen und erwirtschaften müssen. Das sind nämlich nicht Frau Merkel oder Hubertus Heil. Deshalb ist die Vorgehensweise der Kommission mit schrittweiser Anhebung hier richtig. Lohnfindung sollte auch nicht den Parteien überlassen werden. Da würde der Populismus nämlich vor Wahlen die schillerndsten Blüten treiben

20:00 von Boris.1945

Zu früheren Zeiten mussten Auszubildende am Monatsende Geld mitbringen!
.
das muß aber lange her gewesen sein
von meinem Opa Jahrgang 1909 weiß ich das
dessen Vater zahlte noch

Lohnabstandsgebot

Der Durchschnittslohn liegt in der BRD bei rund 19 Euro (brutto)/Stunde. Da sind Facharbeiter, Studierte etc. inkludiert. Sie dürften im Mittel 20-25 Jahre Berufserfahrung haben und sich ihr Leben lang angestrengt haben, um diese 19 Euro/Std. zu erreichen. Dafür haben sie auch mal klein angefangen in Lehre oder Studium.

Ich finde es eine Beleidigung für die vielen tüchtigen Menschen im Mittelstand dieser Gesellschaft, wenn Lebenskünstler, Arbeitsscheue etc. mit Gelegenheitsjobs durch den Mindestlohn Gehälter erzielen, die nahe an die kleinen Fachkraftgehälter heran reichen.

Früher gab es mal des Lohnabstandsgebot, was besagt, dass der kleine Leistungsträger deutlich mehr Gehalt verdienen muss, wie der Gelegenheitsarbeiter. Heutzutage bewegen sich die Gehälter sehr aufeinander zu. Leistung lohnt kaum noch. Auch bei der Gehaltsdifferenzierung laufen wir auf eine DDR 2.0 und den real existierenden Sozialismus zu. Absicht?

20:15 von nie wieder spd

Deshalb muss es auch eine gleiche gute Bezahlung für alle geben.
Zumal alle Menschen eben auch in etwa die gleichen Ansprüche bzw Anforderungen haben.
Wir leben schließlich in einer Demokratie und alle sind gleich und haben die gleichen Rechte.
.
gleiche Rechte ...
schön !
und gleiche Pflichten ??

nicht alle Menschen sind gleich !
alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich
das ist etwas ganz anderes

@18:05 von Werner40

"... 11,8% Erhöhung in 2 Jahren. Das ist aber " sportlich " ... "

Ja sicherlich !

Und was ist mit den Netto-Unternehmensgewinnen ?
Sicherlich noch mehr sportlich !

Die dänische Fleischindustrie mag sogar wg. des - niedrigen - Mindestlohns in Deutschland in Deutschland Fleischprodukte produzieren.
Ja , süpi !

@Boris.1945 um 20:00

>>Zu früheren Zeiten mussten Auszubildende am Monatsende Geld mitbringen<<

... Und ja, früher war alles besser.

Ich bin froh, das ich Ende der 70er Jahre meine kleine Ausbildungsverguetung bekommen habe. Von den knapp 300 DM gingen aber schon 100 an meinen Vermieter.

Zu Hause war nicht mehr.

... Was wäre gewesen, wenn ich noch Geld hätte mitbringen müssen für meine Ausbildung?

Diese Art von Mindestlohn taugt nicht

Mit diesem "Vorschlag" wollte die Kommission die Erwartungen der Arbeitgeber in vorauseilendem Gehorsam erfüllen.

Die Arbeitnehmervertreter sollten sich an einer solchen Alibi-Veranstaltung nicht mehr beteiligen.

Jedem ist bekannt, dass auch dieser Mindestlohn nicht auskömmlich ist.

Besser ist: angemessener Mindestlohn von derzeit 14,00 EUR, dafür darf der Arbeitgeber dann aber auch eine angemessene Leistung verlangen.

20:36 von AbseitsDesMains...

Lohnabstandsgebot

Der Durchschnittslohn liegt in der BRD bei rund 19 Euro (brutto)/Stunde. Da sind Facharbeiter, Studierte etc. inkludiert. Si..n. Dafür haben sie auch mal klein angefangen in Lehre oder Studium.

Ich finde es eine Beleidigung für die vielen tüchtigen Menschen im Mittelstand dieser Gesellschaft, wenn Lebenskünstler, Arbeitsscheue etc. mit Gelegenheitsjobs durch den Mindestlohn Gehälter erzielen, die nahe an die kleinen Fachkraftgehälter heran reichen.

Früher gab es mal des Lohnabstandsgebot, was besagt, dass der kleine Leistungsträger deutlich mehr Gehalt verdienen muss, wie der Gelegenheitsarbeiter. Heutzutage bewegen sich die Gehälter sehr aufeinander zu. Leistung lohnt kaum noch. Auch bei der Gehaltsdifferenzierung laufen wir auf eine DDR 2.0 und den real existierenden Sozialismus zu. Absicht?
///
*
Das Bürger genau für diese leistungslose Versorgung eingezahlt haben stört Sie nicht, nur der geringere Abstand für Studierte?
*
Kein Vergleich zu standesgemäß Versorgt

@nie wieder spd 20.15

Deshalb muss es auch eine gleiche gute Bezahlung für alle geben.
Zumal alle Menschen eben auch in etwa die gleichen Ansprüche bzw Anforderungen haben.
Wir leben schließlich in einer Demokratie und alle sind gleich und haben die gleichen Rechte.
Also habe auch alle das Recht auf gleiche Bezahlung."
Davon stimmt fast gar nichts! Erstens haben nicht alle gleiche Ansprüche. Es gibt Menschen, die ein Auto wollen, andere nicht. Reiselustige und Stubenhocker oder Computernerds. Und es sind auch nicht alle gleich. Es gibt Aktive und Passive, Leistungsbereite und Underperformer. Gleiche >>Rechte stimmt- das Recht auf Bildung und freie Berufswahl, aber nicht das Recht auf Faulheit, wie in linken Kreisen behauptet wird. Oder das Recht, dann auch die Konsequenzen zu tragen!

@19:38 von Klauserich

"... Dazu muss man natürlich das Lebensnotwendige jedes Jahr neu bewerten: Mieten, Ernährung, soziales Leben und Kommunikation ..."

Um den Mindestlohn niedrig zu halten, wie dieser jetzt werden soll, hätte die Bundesregierung, die MPs, und andere Verantwortliche mal dafür Sorge tragen müssen, dass der soziale Wohnungsbau in die Gänge gekommen wäre. Die Mieten wären so mehr oder weniger erträglich geworden.
Leider Fehlanzeige !
Mieten für Wohnraum + Lebensunterhalt sind für einen Singel-Haushalt mit dem derzeitig vorgeschlagenem Mindestlohn in Großstädten nicht zu bezahlen.
Folgt: Aufstocken mit Sozialleistungen !
Da sollte die Bundesregierung weiter sein.
Mindestlohn + Lebensunterhalt ohne Aufstocken von Sozialleistungen !
Wieso geht das nicht ?
Die Neo-Liberalen fordern doch ständig das Absenken des Bundessozialhaushaltes ...

/// Am 30. Juni 2020 um 20:40

///
Am 30. Juni 2020 um 20:40 von 0_Panik
@18:05 von Werner40

"... 11,8% Erhöhung in 2 Jahren. Das ist aber " sportlich " ... "

Ja sicherlich !

Und was ist mit den Netto-Unternehmensgewinnen ?
Sicherlich noch mehr sportlich !///
.
Sie glauben an Unternehmensgewinnsteigerungen in " Corona-Zeiten " ?

20:36 von AbseitsDesMains...

Ich finde es eine Beleidigung für die vielen tüchtigen Menschen im Mittelstand dieser Gesellschaft,
wenn Lebenskünstler, Arbeitsscheue etc. mit Gelegenheitsjobs
durch den Mindestlohn Gehälter erzielen, die nahe an die kleinen Fachkraftgehälter heran reichen.
.
Beleidigung ??
seien sie nicht so empfindlich
da gibt's Verkäuferinnen die ihr Leben lang arbeiteten
und weniger Rente kriegen als einer der noch nie arbeitete dann Sozialhilfe
das ist doch gewünscht in unserer Leistungsgesellschaft / dem Sozialstaat
und sollte diese Verkäuferin sich ne Zusatzrente vom Mund abgespart haben
rechnet man es der mit dem Mietkostenzuschuß auf, den sie gekriegt hätte

20:47 von Nirwana1962

@Boris.1945 um 20:00

>>Zu früheren Zeiten mussten Auszubildende am Monatsende Geld mitbringen<<

... Und ja, früher war alles besser.

Ich bin froh, das ich Ende der 70er Jahre meine kleine Ausbildungsverguetung bekommen habe. Von den knapp 300 DM gingen aber schon 100 an meinen Vermieter.

Zu Hause war nicht mehr.

... Was wäre gewesen, wenn ich noch Geld hätte mitbringen müssen für meine Ausbildung?
///
*
*
Sie hätten lernen sollen, Deemjenigen den Text zuzuordnen, der Ihn geschrieben hat!
*
Bei mir ging es 20:00 um Arbeitgeber, die neben Ausnutzung, Schwangerschaft, Krankheit und praxisfremde Fortbildung finanzieren müssen.

Mindestlohn

Dann werden aber viel diese an und ungelehrten Dienstleistungen oder Produkte nicht mehr bezahlen können.

Also wieder trifts dann die falschen die dann auch noch H4 beziehen müssen weil sie jetzt keine arbeit mehr haben.

@18:37 von Klauserich

"Es hat ja schon mehrfach Mindestlöhne gegeben, aber leider immer mit etlichen Ausnahmen. Entweder haben die Gesetzgeber schon entsprechende Lücken gelassen oder einige findige Unternehmer haben Mittel und Wege gefunden diesen Mindestlohn zu umgehen."

Ich fürchte beides - Lücken und Wege - trifft zu. Wie anders lassen sich die unterirdischen Verhältnisse in der Fleischindustrie (und nicht nur dort), die ja lange bekannt sind, erklären?

"...denn ein Mindestlohn der umgangen werden kann ist keiner."

Übrigens auch in der ambulanten Pflege keine Seltenheit.

Am 30. Juni 2020 um 20:40 von 0_Panik

Zitat: Und was ist mit den Netto-Unternehmensgewinnen ?
Sicherlich noch mehr sportlich !

Ja, sagen Sie es doch.

Was ist mit dem kleinen Laden um die Ecke, der Boutique, der Frisörin, dem Kneipier.

Alle verdienen sich eine goldene Nase.

20:36 von Sisyphos3

20:15 von nie wieder spd

Deshalb muss es auch eine gleiche gute Bezahlung für alle geben.
Zumal alle Menschen eben auch in etwa die gleichen Ansprüche bzw Anforderungen haben.
Wir leben schließlich in einer Demokratie und alle sind gleich und haben die gleichen Rechte.
.
gleiche Rechte ...
schön !
und gleiche Pflichten ??

nicht alle Menschen sind gleich !
alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich
das ist etwas ganz anderes
///

*
Weshalb müssen dann in einer Demokratie, risikolose Personen, die sich in den besonderen Schutz (Buschprämie, 100% Coronazuhause) des Staates, als Bürgerdiener begeben, standesgemäß bis zu Ihrer/m Witwe/r anders versorgt werden, als die an die durch Billiglöhner getürkte Nettolohnsummenwerktätigen?

Es nützt ...

... nichts, die Löhne zu erhöhen, wenn nicht gleichzeitig den Preissteigerungen bei grundlegenen Lebenshaltungskosten wie Miete/Strom etc. Einhalt geboten wird.

Die 100,- Euro, die der Mindestlönhner morgen mehr verdient werden ihm spätestens übermorgen wieder abgeknöpft und das Spiel geht von vorne los.

Vor 10 Jahren konnte man als Single mit 1000,-Euro netto noch locker über die Runden kommen, davor sogar ein recht angenehmes Leben führen. Mittlerweile ist das gerade oder noch nicht mal die Miete für ein Wohnklo.

@18:02 von nie wieder spd

"Hört sich nach Gnadenbrot an
Wer kann denn davon anständig Leben?"

Ganz viele Foristen hier, die nach eigenem Bekunden sehr viel mehr haben weil sie immer so schön fleißig waren und immer viel gerlernt haben. Die werden Ihnen erklären, dass das geht - nicht Wie das geht. (Mit Wohnen im Zelt vielleicht.)

@ 17:46 von Demokratieschue

„ Aber: warum darf der Mindestlohn nicht auch fuer Azubis gelten??„

Vielleicht , weil man dem Endkunden den dann nötigen Stundenverrechnungssatz den man in dem Fall aufrufen muss, für jemanden der seinen Beruf noch erlernt nicht vermitteln kann?

20:22 von Sisyphos3

Das ist vollkommen richtig!

Diese Ausbildungen wurden geschätzt.

Na klar, die damalige Zeit ist nicht mit der heutigen zu verglaichen - die Rahmenbedingungen haben sich geändert.

Was ich damit eigentlich sagen wollte, ist das heutige Anspruchsdenken!

Was nichts kostet, kann nichts wert sein. So möchte ich das zusammenfassen. (Keine Generalisierung!)

Wenn ich höre, dass Azibus ausgebeutet werden, ist das einerseits richtig, doch AN, AN mit Werkverträge, Zeitarbeit, Mindestlohn, etc. werden ebenfalls ausgebeutet im weitesten Sinn.

Der Azubi bekommt in seiner Ausbildung von Gesellen, in seltensten Fällen vom Meister, eine berufliche Qualifizierung beigebracht, auf die er zukünftig bauen kann, im Gegensatz zu den o.g.!

20:56 von Boris.1945

Ich bin froh, das ich Ende der 70er Jahre meine kleine Ausbildungsverguetung bekommen habe.
Von den knapp 300 DM gingen aber schon 100 an meinen Vermieter
.
sie glücklicher :-)
ich kriegte 1970 nur 150 DM Brutto
das waren 142,xx Netto
ne Tasse Kakao/Kaffee kostete 30 Pfennig
den wollte ich mir nicht täglich leisten
das nur mal so für Leute die glauben
es ginge den Menschen heute so schlecht

@ 20:36 von AbseitsDesMains

Ich würde es anders formulieren, so wird man kaum Leute motivieren, noch in die eigene Weiterqualifizierung zu investieren, was sowohl Zeit als auch Geld kostet.
Und sowas tut die wenigsten aus dem Grund der Selbstverwirklichung, sondern die meisten, weil sich am Ende auszahlen soll.
Was ich nachvollziehbar finde.

@19:44 von morgentau19

//Wer kann sich mit dem ML. neben der immer mehr sinkenden Rente eine kapitalgedeckte Zusatzversicherung leisten?//

Herr Merz würde da sicher Aktien empfehlen. Wobei ich immer den Eindruck hatte, dass Herr Merz gar nicht mitbekommen hat, was den unteren Einkommenschichten zugemutet wird bzw. dass es diese Schicht überhaupt gibt.

Arbeitvergeber - Arbeitsleister
So klingt es korrekt. Gefällt mir.

@deutlich, 20:49

aber nicht das Recht auf Faulheit, wie in linken Kreisen behauptet wird

Also, so langsam trägt es Sie aus der Kurve. Welche "linken Kreise" haben behauptet, dass es ein Recht auf Faulheit gibt?

@20:54 von Werner40

"... Sie glauben an Unternehmensgewinnsteigerungen in " Corona-Zeiten " ? ..."

Ja sicherlich !
Air-Bus schmeißt gerade jede Menge Leute aus dem Unternehmen.
Das bringt fetten Profit.
Das hatten wir schon mal, nur das Motto der Neo-Liberalen Unternehmensführer lautete vollig anders:
"... Die Unternehmen müssen schlanker werden ... dann können wir wirtschaftlich überleben und stärker aus der Krise starten ..."

Soll das jetzt etwa ein Erfolg und irgendwer dankbar sein?

Es wird immer beschämender. Diejenigen, die in diesem Land hart arbeiten, diejenigen, die die Arbeiten verrichten, die andere nicht verrichten wollen, sie alle sollen nun womöglich noch dankbar sein, und bitte schön dankbar weiterbuckeln, so dass sie sich auch weiterhin nur billigste Lebensmittel einverleiben können bis zur Rente, die zum Leben nicht reichen wird, wenn sie überhaupt eine bekommen werden. Viel weiter kann der Mindestlohn aber auch nicht steigen, denn dann wären da bald die Frisör-, Bäcker- und Tischlergesellen, die Mindestlohn bekämen ...

20:56 von Boris.1945

... >>Und ja, früher war alles besser.<<

Wer hat das gesagt?

>>Was wäre gewesen, wenn ich noch Geld hätte mitbringen müssen für meine Ausbildung?<<

Dann hätte es in den 70er Jahren vielleicht Möglichkeiten gegeben, staatliche Zuschüsse zu erhalten.

Bei Studenten war es das Bafög.

Es geht heute nicht darum, Geld für eine Ausbildung mitzubringen, was ich zwar begrüßen würde (und wenn es nur 10 Euro pro Monat wären, man schätzt eine Sache mehr, wenn man dafür bezahlt) .......

....sondern der Beitrag handelt von MIndestlohn.

Wie ich um 19.44 geschrieben habe.

Ein Mindestlohn von 10.35 € ist ein Armuts- ER-zeugnis für die Zukunft!

Mich würde en dieser Stelle interessieren, was die Kommissions-Mitglieder für einen Stundenlohn erhalten.

PS. Ich habe auch in den 70er Jahren meine Ausbildung gemacht und hatte eine ähnliche Vergütung.....

Wünsche ihnen einen angenehmen Abend.

18:36 von Felina2

falsch
jetzt sind es 220 Mrd mehr

@20:49 von deutlich

"...aber nicht das Recht auf Faulheit, wie in linken Kreisen behauptet wird."

Habe ich da was verpasst? Ich halte es auch mit dem Spruch: "Leistung muss sich wieder lohnen", tut sie aber nicht. Man kann doch hier oft genug lesen, dass die Niedriglöhner alle nichts leisten. Und diese Behauptung kommt nicht von links.

Übrigens: weit oben wird vielfach auch nichts mehr geleistet. Da lässt man das Geld 'arbeiten'.
Naja, man kann natürlich auch das Wetten auf das Abschmieren irgendwelcher Kurse als Arbeit betrachten, wenn man andere Arbeit nicht kennt.

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