Ihre Meinung zu: Gesetz im Bundestag: Union macht Weg für Grundrente frei

30. Juni 2020 - 13:36 Uhr

Mehr Rente für 1,3 Millionen Menschen: Nach langem Streit haben Union und SPD sich jetzt auf die Grundrente geeinigt - noch in dieser Woche soll der Gesetzentwurf vom Bundestag verabschiedet werden.

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Kommentare

Die Grundrente ist keine

Die Grundrente ist keine Rente sondern eher eine teilweise Sozialhilfe, da nicht aus eigenen Beiträgen über das Punktesystem erwirtschaftet.

Es ist nicht toll,...

..was da auf den Weg gebracht wurde, aber gut...

Große Erwartungen...geringe

Große Erwartungen...geringe Leistungen...Der Versuch der SPD wieder sozial populär zu werden...

Gesetz im Bundestag:Union macht Weg für Grundrente frei...

Das ist ja Toll.Da wird es ja ab 2021 keine Altersarmut mehr geben.Und das
dank der Union.

Die Regelungen bleiben hinter denen Mindestrenten in europäischen Länder zurück.Den Höchstsatz von 404,86 nach 35 Beitragsjahren bekommen Menschen mit einer extrem niedrigen Rente von etwa 500 Euro.

Nächste Mogelpackung...

und wie steht es um diejenigen die nur 34 Jahre gearbeitet haben? Klar, die schauen in die Röhre und können sehen wo sie bleiben, nich wahr Herr Heil! Wir haben immer mehr unterbrochene Erwerbsbiographien aber das ist bei der Realitätsferne der Politik uninteressant. Danke ihr Sozis, aber es gibt ja immer noch genug die auf diese Hartz IV sPD reinfallen..

Wie war denn jetzt noch....

....das Problem mit der Zahnarztgattin gelöst, die lediglich ein paar Jahre als Helferin in der Praxis ihres Gatten gearbeitet hat und eine entsprechend kleine Rente bekommt, aber trotzdem - dank des Geldes des Gatten - ein sorgloses Leben führen kann? Bekommt sie jetzt Grundrente oder nicht? Bitte um kurze Erläuterung, habe die Diskussion über die Bedürftigkeitsprüfung nämlich nicht mehr weiter verfolgt.

@Werner 40

Sie haben vollkommen Recht!

Rechnet man die durch diese Grundrente eingesparte Sozialhilfe, Wohngeld usw zusammen, ergibt das Ganze höchstwahrscheinlich auch nur weiteres Nullsummenspiel!

Aber geschickt ist das Ganze natürlich schon!

Erhalten nun a l l e Rentner ...

.. dieses "Wahlgeschenk" - oder nur die besonders bedürftigen ? Der Artikel nennt leider nicht die Zahl der Rentner, die leer ausgehen sollen. Gerecht ist das wirklich nicht, denn die stetige Geldentwertung bringt auch diese in Schwierigkeiten (schon jetzt oder auch später). Nein - meckern will i c h nicht, denn wegen fleißiger Nebenarbeit geht es mir blendend. Nur wer hat schon solche Möglichkeiten ?

Lösung für alles – "BGE"

Hätte jemand mal den Mut oder die Weitsicht, ein „Bedingungsloses Grundeinkommen“ für deutsche Staatsbürger mit Hauptwohnsitz in Deutschland zu kalkulieren und die Vorteile (für den Einzelnen, die Gesellschaft, die Unternehmen und die Wirtschaft insgesamt) klar herauszuarbeiten, dann könnte man vom Kindergeld über den Steuergrundfreibetrag (und viele sonstige Freibeträge) und über „Harz 4“ bis hin zur Grundrente bei den BGE-Beziehern alles streichen. Eventuell sogar den Mindestlohn!

Und keiner würde sich mehr benachteiligt oder ausgenutzt fühlen (BGE wird nirgends angerechnet). Wer nur 300 € Rente bekommt, hat zusätzlich das BGE, also mehr als jemand, der keine Rente bekommt.

Die positiven gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen für unser Land könnten ein Buch füllen. Das Zusammenleben würde sich auch grundlegend verbessern. Selbst Hass und Neid könnten beseitigt werden.

Aber wer macht's?

Grundrente ? Besser BGE für niedrige Renten

Die Grundrente für 1,3 Millionen Menschen soll ab 2021 kommen.
Voraussetzung:
35 Beitragsjahre oder anerkannten Jahren für Kindererziehung oder Pflege
Dann könne demnach unter bestimmten Voraussetzungen ein Zuschlag von bis zu 404,86 Euro monatlich hinzu kommen.
Wieso ist hier die Finanzierung nicht gesichert ?
Da stellt sich gleich die Frage, was ist mit den zig Millionen Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen erst gar keine 35 Beitragsjahre etc. zusammen bekommen haben ?

Da werden ca. 200.000.000.000 € Nachtragshaushalt für die Ankurbelung der Wirtschaft von der Bundesregierung bereit gestellt.
Gleichwohl sei die Finanzierung von ca. 1,3 Mio. Menschen für die Grundrente nicht gesichert.
Wie kann das denn sein ?

Viel besser wäre eine Bedingungsloses Grundeinkommen für niedrige Renten, welche das Sozialhilfe-Niveau eh nicht erreichen.
Es gibt genügend Menschen, die wg. gesundheitlicher Einschränkungen trotz Rentenbezug unter der Sozialhilfeleistung leben müssen.

Schon wieder

Die Regierung bläht den Sozialstaat auf als gäbe es kein Morgen. Wo ist die Bedürftigkeitsprüfung aus dem Koalitionsvertrag? Und wo ist die Finanzierung?

Ein leeres Versprechen nach dem nächsten. Die Berechnung der Kosten wird wie bei der Rente mit 63 auch wieder viel zu niedrig sein.

Geld, dass für Zukunftsprojekte fehlt.

Gute Aussichten nicht nur im Alter

Wenn ich das so lese, kann ich nur sagen, warum soll die Jugend sich Gedanken machen und arbeiten gehen.
Ich der Jugend lebe ich vom Sozialstaat + Harz 4 und im Alter von der Grundrente und dem Sozialstaat.
Also wozu noch arbeiten und schaffen wollen, der Staat macht das schon.
Muss doch klappen auch wenn keiner mehr arbeitet.

@14:05 von GDN

"... Hätte jemand mal den Mut oder die Weitsicht, ein „Bedingungsloses Grundeinkommen“ für deutsche Staatsbürger mit Hauptwohnsitz in Deutschland zu kalkulieren und die Vorteile (für den Einzelnen, die Gesellschaft, die Unternehmen und die Wirtschaft insgesamt) klar herauszuarbeiten ..."
So weit ist die Bundesregierung noch nicht. Das dauert da immer so lange ...
Es ist auf jeden Fall richtig ein BGE für niedrige Renten (unter dem Sozialhilfeniveau, unter HartzIV) einzuführen.
Finanziert kann das mit dem Anheben des Mindestlohns. Es gibt eh sehr viele Mindestlöhnerinnen/er.
Der Mindestlohn hat eine Höhe zu haben, sodass ein Singelhaushalt in einer Großstadt mind. Wohnung, Essen, Kleidung, mit dem Lohn bezahlen kann. Die Höhe dürfte so ab ca. 1600€/Monat - ca. 2000€/Monat liegen.
Wie leicht zu erkennen ist, kommt dann nebenbei auch noch Geld in die Krankenkasse und Arbeitslosenversicherung.

@14:13 von w.k.e.

"... Die Regierung bläht den Sozialstaat auf als gäbe es kein Morgen ..."
Nee, falsch !
Ist die Anpassung / Ausgleich für die völlig falsche Neo-Liberale Wirtschaftspolitik der letzten ca. 20 Jahre.
Wie bekannt, blieben die Löhne auf der Strecke. Und das trotz steigender Gewinne der Unternehmen. Die Folge:
Niedrige Renten !

Und wer es lieber so haben will, wie es in den USA oder Großbritannien ist, kann ja dahin auswandern.

@GDN 14.05

"Lösung für alles- BGE"?? Na, das ist ja Alles so einfach. Muss nur noch geklärt werde, wer es dann noch erwirtschaftet. In Finnland waren die Erfahrungen nicht so toll. Was die positiven gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen angeht, da können Sie ruhig ausführlicher werden. Ich bin gespannt! Für den/die Einzelne(n) ist es natürlich bequem- leistungsloses Einkommen ist sicher chic.

14:00 von glogos

und wie steht es um diejenigen die nur 34 Jahre gearbeitet haben?
.
irgendwo muß man eben ne Setzung machen
die war eben bei 35 Beitragsjahren
wäre die bei 30 Jahren gewesen hätten sie sich bestimmt auch erregt
was mit den Leuten wäre die "nur" 29 einzahlten

Zitat : "Wir haben immer mehr unterbrochene Erwerbsbiographien"
das mag aktuell stimmen, aber nicht bei den Leuten die aktuell im Rentenalter sind
ich begann meine Erwerbstätigkeit - was damals durchaus üblich war - mit 14 Jahren
und ich erinnere mich - anders als heute - dass Erwerbstätige gesucht wurden - händeringend
was natürlich zu ner gewissen Prägung führte, was das Thema Arbeitslosigkeit betrifft

Gesetz im Bundestag: Union macht Weg für Grundrente frei

Es ist halt wie so oft in der Politik, den einen passt es, denn anderen nicht, und der Kompromiss passt dann keinem. Wie wäre es, wenn die Kritiker von heute auf morgen regieren müssten? Aber das wäre zu schön, um wahr zu sein . . . oder schrecklich. Also, lieber nicht und lieber das.

@14:22 von Bullok

"... Ich der Jugend lebe ich vom Sozialstaat + Harz 4 und im Alter von der Grundrente und dem Sozialstaat ..."
Tja, im Prinzip richtig, aber ...
Die völlig falsche Neo-Liberale Wirtschaftspolitik seit ca. 20 Jahren hat dazu geführt, dass der soziale Wohnungsbau seitens der Bundesländer / Kommunen / Kreise eingestellt wurde. Viele Wohnkomplexe wurden an Immobilen-Investoren verkauft. Folge insbesondere in den großen Städten:
Hohe Mieten !
Und nun reichen u.U. die Renten nicht mehr, um den Lebensabend - überhaupt - noch irgendwie zu sichern.
Die Lohndrückerei mittels Personalserviceunternehmen und Werksverträgen der letzten ca. 20 Jahre hat eh kein sonderliches Ansparen der Altersrente zugelassen.
Und nu ?

@14:30 von deutlich

"... "Lösung für alles- BGE"?? Na, das ist ja Alles so einfach. Muss nur noch geklärt werde, wer es dann noch erwirtschaftet ..."
BGE für Alle geht sicherlich nicht.
BGE für niedrige Renten (unter Sozialhilfeniveau / HartzIV) geht sehr wohl.
Finanzierung:
Anhebung des Mindestlohnes
Ist bereits was zu geschrieben worden.

@14:00 von Sebastian15

Wie war denn jetzt noch... das Problem mit der Zahnarztgattin gelöst, die lediglich ein paar Jahre als Helferin in der Praxis ihres Gatten gearbeitet hat und eine entsprechend kleine Rente bekommt, aber trotzdem - dank des Geldes des Gatten - ein sorgloses Leben führen kann? Bekommt sie jetzt Grundrente oder nicht?

Nein, weil die Zahnarztgattin mit lediglich ein paar Jahren nicht die 35 Beitragsjahre erreicht, welche für den Bezug der Grundrente notwendig sind... Problem gelöst.

@ 0_Panik

„Und wer es lieber so haben will, wie es in den USA oder Großbritannien ist, kann ja dahin auswandern.“

Ein Lieblings-Totschlag-Argument hier im Forum.
Wem was nicht gefällt, kann ja auswandern.
Sie werden ja auch bestimmt mit vielen Dingen unzufrieden sein und kritisieren Dinge. Und ihr gegenüber erwidert nur, ja wenn’s Ihnen nicht gefällt, wandern sie doch aus...
Sehr zielführend...

@ 14:30 von deutlich

Ihr Blick reicht nicht weit genug. Ist auch verständlich, weil dieses BGE-Thema bereits total zerredet ist. Ich kann die positiven Wirkungen nicht detailliert ausführen, weil die Kommentarbegrenzung das nicht zulässt, aber Sie können mir glauben: ich denke weiter. Viel weiter.

Wer es erwirtschaftet? Das ist immer das Totschlagargument. Ohne dass überhaupt geklärt ist, was nach den Einsparungen noch zur Finanzierung übrigbleibt.

„sicher chic“ – mit Polemik lässt sich heute jede noch so gute Strategie im Keim ersticken.

Glogos

Was schreiben Sie denn da. Die SPD, für Ihren Sprachgebrauch Sozis, machen wenigstens einiges für viele Bürger. Ihre CDU hat offensichtlich nur mit Murren zugestimmt. Ansonsten wird doch fast alles von dieser Partei abgelehnt. Möglicherweise haben sie deswegen so gute Werte wegen ihrer konservativen Politik.

Beste Grüße

Grundsätzlich finde ich die Grundrente gut

Grundsätzlich finde ich die Grundrente gut, aber bitte mit Bedürfnisprüfung. Was ist aus diesem Punkt geworden? Konnte sich da die CDU (mit Bedürfnisprüfung) oder die SPD (ohne Bedürfnisprüfung) durchsetzen? Die Finanzierung des Herrn Scholz über die sogenannte Transaktionssteuer ist ein sogenannter Rohrgrepierer und das ist gut so. Unsere EU-Partner haben da dankend abgelehnt denn diese Steuer würde nach SPD-Vorstellungen alle Aktientransaktionen besteuern, also auch die der Kleinanleger die zum Beispiel Ihre Rente damit finanzieren wollen. Eine Transaktionssteuer die Sinn machen würde, würde ausschließlich den Hochfrequenzhandel besteuern, aber das ist bei der SPD so nicht vorgesehen. Bei den Kleinanleger Geld nehmen um es den Rentner mit geringer Rente zu geben (von arm zu arm sozusagen) ist also das Motto der SPD bei diesem Thema.

kein großer Wurf

Lange hat die Regierung gebraucht und doch ist nichts Gescheites herausgekommen.

Berechtigte Einwände:
@14:00 von glogos
"und wie steht es um diejenigen die nur 34 Jahre gearbeitet haben? .... unterbrochene Erwerbsbiographien aber das ist bei der Realitätsferne der Politik uninteressant."

Woran wird die jährliche Anpassung des Zuschusses geknüpft? Oder ist hier der Bezieher auf das Wohlwollen der Regierenden angewiesen?

Und am Grundübel scheint sich auch nichts zu ändern: - Rentenniveau sinkt ständig,
- zu wenige vernünftig bezahlte Jobs
- Rentenversteuerung nimmt jährlich zu (im Grunde eine Doppeltbesteuerung) und (seit 2005) eine Rentenminderung durch die Hintertür.

@ 14:40 von 0_Panik

"bedingungslos" heißt bedingungslos. Meine Vorstellung begrenzt ein BGE nur bezüglich des Wirtschaftskreislaufs. Deshalb nur deutsche Staatsangehörige und nur Hauptwohnsitz Deutschland. – Ansonsten gestaffelt bis 18 Jahre und ja, auch Milliardäre bekommen es. Bedingungslos, daher der Name. Was Sie sich vorstellen, ist Sozialhilfe mit schönerem Namen. Was ich will, ist eine neue Gesellschafts- und Wirtschaftskultur.
Die Corona-Krise wäre die bislang größte Chance dafür gewesen. Da hätte man die meisten Unterstützungsprogramme gar nicht gebraucht.

14:49 von eine_anmerkung

Grundsätzlich finde ich die Grundrente gut, aber bitte mit Bedürfnisprüfung
.
dann hat man aber mit dem Begriff "Rente" ein Problem
irgendwann kommt dann auch einer auf die Idee
bei der "normalen" Rente zu schauen
ob die betreffende Person noch Immobilieneinkünfte hat
reich geheiratet oder beim Lotto Glück hatte

Grundsätzlich

Grundsätzlich ist es immer kritisch anzusehen, wenn die Finanzierung eines Projekts nicht gesichert ist und das Vorhaben dann trotzdem verabschiedet wird.
Die Finanzierung soll u.a. durch eine Finanztransaktionssteuer erfolgen, welche noch gar nicht existiert, und gegen die einige unserer Europäischen Partner erhebliche Vorbehalte haben. Solides Wirtschaften sieht anders aus...

@14:44 von berelsbub

"... werden ja auch bestimmt mit vielen Dingen unzufrieden sein und kritisieren Dinge. Und ihr gegenüber erwidert nur, ja wenn’s Ihnen nicht gefällt, wandern sie doch aus... "
Tja, die Neo-Liberale Wirtschaftspolitik der letzten ca. 20 Jahre war eben völliger Mist.
Das zeigt immer noch die Corona-Zeit in vielen Bereichen. Z.B. Medikamentenherstellung / Medikamentenentwicklung z.B. in China
Da hat China einfach mal zu Corona-Zeiten gesagt: brauchen wir jetzt erst mal alles selber ... Folge: In Deutschland kam in den Krankenhäusern z.B. die Medikamente nicht mehr im benötigten Umfang an. Und was ist mit dem nicht mehr bezifferbaren Wirtschaftsschaden ?
Wer hat das verbockt ?
Die Neo-Liberale Wirtschaftspolitik der letzten ca. 20 Jahre. Dito. mit den nun viel zu niedrigen Renten, die eine Grundrente erforderlich macht.
Wer will das nicht ?
Die Neo-Liberalen Wirtschaftsvertreter, sei es in Unternehmen, Politik, oder Interessenvertretungen, oder einfach nur die Neo-Liberalen Lobbyisten.

Die Union macht den Weg frei?

Die Union macht den Weg frei? Was soll dieses Geschreibe nun wieder? Das ist ein Beitrag der gar nichts aussagt. Besser wäre es so was zu schreiben wenn der Weg frei gemacht wurde und es hiesse: Die Grundrente der SPD ist durch!
Noch kann das von der gelobten CDU/CSU gekippt werden..

Grundrente - stärkt die Binnennachfrage!

Jedes Jahr nimmt das Privatvermögen der 5 % reichsten Deutschen um 100 Mrd. zu! Dank Steuerschlupflöchern, fehlender Vermögensteuer, Aktiensteuer und Erbschaftssteuer. Die Kosten für die Grundrente entspricht also dem Vermögenszuwachs dieser Reichen - in EINER Woche!
Das Geld der Reichen schwappt im internationalen Monopoly umher, das Geld der Grundrente bleibt im Land und stärkt unsere Wirtschaft!

Bedürftigkeitsprüfung - dann auch für die Wirtschaft!

Wer für die Bedürftigkeitsprüfung für arme Rentner ist, muss sie dann auch für ALLE anderen auch einführen: Für die vielen Mrd. Steuersenkungen, Subventionen usw.
Allein für die Subvention des niedrigeren Dieselpreises zahlt die Regierung jährlich 7 Mrd ( = 5 mal Grundrente), ohne jede Prüfung, ob sie armen oder reichen Autofahrern zukommt ...

@ 14:54 von GDN

"... Meine Vorstellung begrenzt ein BGE nur bezüglich des Wirtschaftskreislaufs ... Die Corona-Krise wäre die bislang größte Chance dafür gewesen. Da hätte man die meisten Unterstützungsprogramme gar nicht gebraucht ..."
Ist verständlich, aber erst mal nicht finanzierbar, und ist derzeit so nicht zu erwirtschaften.
Deswegen bleibt beim BGE erst einmal ein Anfang, sozusagen ein BGE-Light.
Also eine BGE-Grundrente als Ersatz für Sozialhilfe und HartzIV.

Typisch CDU

Dieser hochnäsige Dobrindt hat es mal wieder gezeigt, wie verdorben die CDU/CSU ist. Sie ist nicht in der Lage, sehr gute praktisch umsetzbare Gesetzesinitiativen der SPD einfach mal anzuerkennen. Nein im Gegenteil, es wird nachgetreten nach dem Motto „wir gönnen den anderen den Erfolg nicht, nur was von uns kommt ist gut“. So ein selbstverliebtes und schädliches Benehmen hat nichts mit Politik zu tun, aber Dobrindt und Konsorten können wohl nichts anderes als schäbige Neidpolitik.

Nichts eingezahlt oder wenig eingezahlt,

wieso dann Rente? Ich möchte mal eine echte Aufstellung sehen, wie Menschen gearbeitet und in das Sozialsystem eingezahlt haben, und dann jetzt eine Rente bekommen sollen. Glücklicherweise hat Scholz wieder einmal eine Null Nummer hinbekommen mit seiner Fimanztransaktionssteuer. Schäuble war der Master, Scholz das Desaster.

@GDN 14.54

Was ich will, ist eine neue Gesellschafts- und Wirtschaftskultur.
Die Corona-Krise wäre die bislang größte Chance dafür gewesen. Da hätte man die meisten Unterstützungsprogramme gar nicht gebraucht."
Ich versteh Ihren Ansatz nicht, das gebe ich zu. Die Unterstützungsprogramme sind doch dafür da, die Wirtschaft nach dem verordneten Stillstand zu retten und wieder zum Laufen zu bringen. Oder brauchen wir keine leistungsfähige Wirtschaft mehr und dafür Helikoptergeld für alle Ewigkeit?

@ 14:22 von Bullok

"Ich der Jugend lebe ich vom Sozialstaat + Harz 4 und im Alter von der Grundrente und dem Sozialstaat."

Ihre Aussage kann nicht stimmen, denn 35 Beitragsjahre sind für die Grundrente notwendig. Hartz4 wird bei den Beitragsjahren nicht berücksichtigt, ergo wenn jemand vorwiegend von H4 lebt, gibt es auch keine Grundrente. Ihre Angst ist also völlig unbegründet.

um 14:05 von GDN

>>"Hätte jemand mal den Mut oder die Weitsicht, ein „Bedingungsloses Grundeinkommen“ für deutsche Staatsbürger mit Hauptwohnsitz in Deutschland zu kalkulieren und die Vorteile.."<<

Also ich würde es auch gut finden wenn der Staat mir Geld gibt damit ich nicht mehr arbeiten brauche (BGE). Ich wüsste schon was ich mit der vielen Zeit anfangen könnte? Lustig fand ich die diesbezüglich geführte Diskussion vor so zwei Jahren des Herrn Habeck (Grünen). Lauthals forderte er ein BGE! Als dann zeitversetzt Ihm Finanzexperten vorrechneten das dies mindestens 17 Milliarden kosten würde (Geld was natürlich nicht da war und ist), guckte der Mann sehr verdutzt denn das war Ihm garnicht bewusst. Ein-, zwei Tage später kam dann von Habeck die Aussage man solle sich das Geld halt von den Reichen nehmen; frei nach alter SPD-Manier.

@GDN 14:54 @ 14:40 von 0_Panik

Was ich will, ist eine neue Gesellschafts- und Wirtschaftskultur.
Die Corona-Krise wäre die bislang größte Chance dafür gewesen. Da hätte man die meisten Unterstützungsprogramme gar nicht gebraucht.

Tja, so innovativ ist unsere Gesellschaft leider (noch?) nicht.

Wobei ich die Idee eines GE dann doch an gewisse Bedingungen, wie frei gewähltes gesellschaftliches Engagement knüpfen würde wollen, wenn man keiner dem Wirtschaftskreislauf zugute kommenden Tätigkeit nachgehen kann oder möchte. Den Stundenumfang den persönlichen Möglichkeiten angepasst.

Zum Thema Grundrente: So richtig gerecht und überzeugend finde ich die Modalitäten für die Grundrente noch nicht.

@ 0_Panik

„Tja, die Neo-Liberale Wirtschaftspolitik der letzten ca. 20 Jahre war eben völliger Mist.“

Ist ja ihr gutes Recht, damit unzufrieden zu sein, aber sind sie ausgewandert?
Wenn nein, warum empfehlen Sie es dann anderen?

@ 15:05 von 0_Panik

„Ist verständlich, aber erst mal nicht finanzierbar, und ist derzeit so nicht zu erwirtschaften.“

... sagt wer? Wie viel müsste denn finanziert werden?

Ich fürchte, das herauszubekommen, übersteigt die Fähigkeiten aller Kommentatoren hier. Und so werden wir es auch nicht erfahren. Leider. Den BdSt wird es nicht interessieren, und ich kann keine derart umfangreiche "kleine" Anfrage an die Regierung stellen.

um 14:57 von Mister_X

>>"Grundsätzlich ist es immer kritisch anzusehen, wenn die Finanzierung eines Projekts nicht gesichert ist und das Vorhaben dann trotzdem verabschiedet wird.
Die Finanzierung soll u.a. durch eine Finanztransaktionssteuer erfolgen, welche noch gar nicht existiert, und gegen die einige unserer Europäischen Partner erhebliche Vorbehalte haben. Solides Wirtschaften sieht anders aus..."<<

Die Transaktionssteuer nach SPD-Vorstellung wird es nicht geben, Punkt. Die EU-Partner haben dazu ein klares NEIN gesagt.

um 14:00 von glogos

"und wie steht es um diejenigen die nur 34 Jahre gearbeitet haben? Klar, die schauen in die Röhre und können sehen wo sie bleiben, nich wahr Herr Heil! Wir haben immer mehr unterbrochene Erwerbsbiographien aber das ist bei der Realitätsferne der Politik uninteressant. Danke ihr Sozis, aber es gibt ja immer noch genug die auf diese Hartz IV sPD reinfallen.."
.
Das entspricht nicht so ganz der Wahrheit: Heil war für einen "fließenden" Übergang für Menschen, die die 35 Jahre knapp nicht erreichen. Gebremst hat die CDU:

https://www.t-online.de/finanzen/altersvorsorge/id_85293424/grundrente-h...

15:36 von Stefan T

Heil war für einen "fließenden" Übergang für Menschen, die die 35 Jahre knapp nicht erreichen
.
so kann man doch nicht argumentieren !
wenn einer dann mit 34 Jahren & 8 Monaten reinkommt
beschwert sich einer weil er mit 34 Jahren & 7 Monaten nicht dabei ist

die Million im Lotto gibt's halt bei 6 Richtigen - nicht bei fast 6 Richtigen

Augenwischerei

Ob man es nun "Grundrente", "Sozialhilfe" oder anders nennt. Dieser Aktionismus in Sachen "Unterstützung bedürftiger Rentner" verschleiert das Kernproblem, welches schlicht und ergreifend "Niedriglöhne" lautet. Und solange es die gibt, helfen alle Unterstützungen nicht wirklich weiter.
Merke: Wer im Berufsleben nicht ordentlich bezahlt wird, kann später auch keine ordentliche Rente beziehen...
Liebe Politiker: Ist das wirklich so schwer zu begreifen???

Union macht Weg für Grundrente frei....

Was ist das denn, das klingt ja wieder so, als wäre die "Grundrente" ein Kind der Union.
ein Wunder das es den Sozen so schlecht geht, wenn ihre Verdienste systematisch so unsichtbar gemacht werden. Wenn man den bei dieser Sache von Verdienst sprechen will. Eigentlich müsste man ja die "Grundrente" aus der Grundsicherung lösen und en wenig höher ansiedeln, als das gemeine Hartz Geld, weil es schlicht unwürdig ist, die armen Rentner sich mit den Hartzern um die Buddeln unterm Mülleimer balgen zu lassen.
Das Gesetz hebt ab auf die Armutsdefinition - wir wissen aber um die Armut der vielen. Wir wissen aber wenig von der Armut der Durchschnittsverdiener oder davon, ob ein Durchschnittsverdients zu einem durchschnittlichen Leben reicht und was es bedeutet nur 60% davon erleben zu dürfen.

14:00 von glogos .... Leistungen müssen bezahlt...

werden, da hilft auch kein Geschimpfe. Wie bei jeder öffentlichen Leistung gibt es Zugangsbeschränkungen, denn Geld ist keine Luft. Abgesehen davon, auch Rom wurde nicht an einem Tag erbaut.

Thematische Ausrichtung

Sehr geehrte NutzerInnen von meta.tagesschau.de,

bitte achten Sie bei der Erstellung Ihrer Kommentare auf die thematische Ausrichtung. Kommentare, die zu sehr vom Thema abweichen, können nicht freigeschaltet werden.

Mit freundlichen Grüßen Die Moderation meta.tagesschau.de

P.S. Diese Mitteilung gilt allen
TeilnehmerInnen dieser Diskussion.

Grundrente

Zuerst einmal werden bei Harz 4 Bezug Grundbeiträge zur Rentenversicherung gezahlt.
Dann mache ich mit 16 meine Lehre 3 Jahre arbeite noch 32 Jahre dann habe ich das stolze Alter von 51 Jahre erreicht und lebe halt dann vom Sozialstaat und der Grundrente mit 51 . auch gut.

Die

SPD streicht das Wort „Gegenfinanzierung“ mehr und mehr aus ihrem Wortschatz. Ersetzt wird es zunehmend durch das Wort „Gießkanne“. Der Steuerzahler wird’s schon irgendwie richten.
Im Falle der Grundrente hat die SPD zudem (mehrfach !) vorher getroffene Vereinbarungen mit der Union gebrochen. Aus welchem Grund die Union das alles mitmacht, ist mir ein Rätsel...sie stellt sich in diesem Fall wirklich als „willenlos“ dar.

Schlau

Viele Foristen sollten in die Politik gegen, da sie es ja auch immer besser wissen müssen und es auch Besser gemacht hätten.
Ach ja. Und Bescheidenheit und Zufriedenheit war ja noch nie die Stärke der Deutschen. Immer danach schauen was der andere hat.
Wer viel will, muss auch viel Leistung erbringen.

15:56 von Denkender Demokrat

Augenwischerei

Ob man es nun "Grundrente", "Sozialhilfe" oder anders nennt. Dieser Aktionismus in Sachen "Unterstützung bedürftiger Rentner" verschleiert das Kernproblem, welches schlicht und ergreifend "Niedriglöhne" lautet. Und solange es die gibt, helfen alle Unterstützungen nicht wirklich weiter.
Merke: Wer im Berufsleben nicht ordentlich bezahlt wird, kann später auch keine ordentliche Rente beziehen...
Liebe Politiker: Ist das wirklich so schwer zu begreifen??
///
*
*
Es gibt ausserdem Berufsunfähigkeitsrentner, die trotz der gesunden 63er weiter gekürzte 3. Klasse blieben?
*
Und dann gibt es noch auch im Ruhestand standesgemäß versorgte, die nicht von der Billiglohnnettosumme betroffen sind.
*
(Wertschätzung 2021 trotz Coronaminus)

@15:30 von berelsbub

"... aber sind sie ausgewandert? ..."
Tja, wohin denn ?
Nach China, oder Nord-Korea, oder Nicaragua, Nord-Pol, oder Süd-Pol, oder so ?
Da haben es die Neo-Liberalen einfacher.
Da gibt es weltweit mehr Angebote.

Außerdem:
Die Neo-Liberale Wirtschaftspolitik war eben völliger Mist, auch insofern, dass für viele Menschen das Erarbeiten einer halbwegs reichenden Rente im Alter unmöglich gemacht worden ist.
Das ist aus meiner Sicht kein Grund unzufrieden zu sein.
Das ist ein Grund, dass Veränderung einzutreten hat. Und da macht macht es Sinn entsprechende Kommentare an die Crew der Neo-Liberalen Wirtschaftspolitik abzugeben.
Ärgerlich wird es erst dann, wenn sich überhaupt nix mehr ändert.

@Denkender Demokrat 15.56

"Merke: Wer im Berufsleben nicht ordentlich bezahlt wird, kann später auch keine ordentliche Rente beziehen...
Liebe Politiker: Ist das wirklich so schwer zu begreifen???"
Wohl wahr, aber offensichtlich nicht nur für Politiker schwer zu begreifen, wie man hier im Forum sehen kann. Übrigens hat auch niedrige Bezahlung ihre Gründe: die Branche ist wenig produktiv, es gibt zu Viele, die den Job auch machen könnten, es gibt wenig Alternativen am Wohnort usw. Auch dagegen gibt es Handlungsmöglichkeiten des /der Einzelnen, nicht nur der Politik.

Wahlkampftaktik...

Alle wissen es: Die Zeiten überwiegend durchgehender Erwerbsbiographien mit real auskömmlicher Erwerbstätigkeit sind vorbei... und werden auch nie zurückkommen. Angesichts technischen Fortschritts und Qualifikationsansprüchen werden gut bezahlte Dauerarbeitsplätze (inkl. Ausbildung) immer rarer, selbst prekäre Arbeitsplätze werden knapper und zudem auch von Neu-Mitbürgern umkämpft.
_
Deshalb kann eine ethisch-moralisch vertretbare Zukunftslösung nur eine aus Steuermitteln finanzierte "Allgemeine Bürgerrente" sein, die sich entweder an der durchschnittlichen Beamtenpension, oder besser noch an den realistischen Kosten des Lebensunterhalts orientiert.
_
Stattdessen sagt Dobrindt: >Mit ihrer Zustimmung signalisiere die Union, "dass wir die Grundrente wollen", sagte er - "und wir wollen der SPD nicht die Gelegenheit geben, mit dem Thema Rente den Sommer zu bespielen".<
_
Das ist "Politkultur" zu Lasten von Rentnern, und sagt eigentlich alles über die derzeitige Nomenklatura...

Die Diskussion um eine

Die Diskussion um eine Gegenfinanzierung war ja schon vor Monaten, als man das diskutiert hat, kaum nachvollziehbar. Weil eben nur eine Milliarde pro Jahr.
Heute aber, wo dreistellige Milliardenbeträge aus diversen Hüten gezaubert und verteilt werden, ist diese Diskussion doch nun wirklich obsolet.
Seltsame Strategie der Union, die doch gerade von Rentnern gewählt wird.

" - nicht bei fast 6 Richtigen"
zu 15:36 @@Stefan T.

Nur ersetzt Lotto keine Sozialpolitik.
Aber interessant, dass sie endlich zugeben,
dass unser Wirtschaftsystem eine Lotterie ist.

Allerdings zudem noch mit gezinkten Losen.
Einige 'Gleichere' haben tausendmal bessere Chancen auf ein 'Superlos'.

Toller Satz: Wer lange gearbeitet hat - auch für wenig Geld -...

...soll mehr haben, wenn er in Rente ist.

---

Super!
Und was machen die Menschen, die z.B. "nur" 32 Beitragsjahre voll bekommen
aber trotzdem auch hart gearbeitet haben?
Oder noch besser, diejenigen die durch schwere Krankheiten noch viel früher nicht mehr arbeiten können.
Was bleibt denn denen?
-
So wie die Bundesregierung bisher mit uns Bürgern umgegangen ist, denen es eh schon nicht gut geht,
ist eine Schande für einen Staat, der sich Sozialstaat nennt.
-
Ein würdevolle Leben ist da nicht möglich.
Und von Teilhabe am Sozialleben kann man erst Recht nicht reden.
-
Also alles wie gehabt, die Armen schön weiter unterdrücken,
damit die da oben ihre perverse Auffassung von sozial zu sein weiter ausleben können.
-
P.S.:
Und durch die hohen Kosten der Corona Pandemie
ist in den nächsten Jahren sowieso kein Geld mehr für Arme übrig.
Daß es uns mal ein wenig besser geht, kann man nun getrost in die Tonne treten.
Das war's auf lange Zeit mit Sozialstaat für Arme!

16:36 von deutlich

@Denkender Demokrat 15.56

"Merke: Wer im Berufsleben nicht ordentlich bezahlt wird, kann später auch keine ordentliche Rente beziehen...
Liebe Politiker: Ist das wirklich so schwer zu begreifen???"
Wohl wahr, aber offensichtlich nicht nur für Politiker schwer zu begreifen, wie man hier im Forum sehen kann. Übrigens hat auch niedrige Bezahlung ihre Gründe: die Branche ist wenig produktiv, es gibt zu Viele, die den Job auch machen könnten, es gibt wenig Alternativen am Wohnort usw. Auch dagegen gibt es Handlungsmöglichkeiten des /der Einzelnen, nicht nur der Politik.
////

*
Das betrifft sicher nicht die Ausbettung der Billiglohnländer .
*
Nicht nur Schlachter, als abhängiig Beschäftigte, die ganze deutsche Tranportbranche leidet unter den gleichen Äpfeln und Birnen im EU-Obstkorb.

@16:23 von Zeit-los

"... Viele Foristen sollten in die Politik gegen, da sie es ja auch immer besser wissen müssen und es auch Besser gemacht hätten ..."

Nee, falsch.

Die gewählten Politiker, sei es Landespolitik oder Bundespolitik, dazu die Berater dieser, die Lobbyisten, usw. , sollten mal besser täglich hier lesen, was das Volk meint.

Das kann dann in den Beratungen, sei es Landespolitik oder Bundespolitik, mit einfließen. Auch in den jeweiligen Ausschüssen können dann die Ideen eingebracht werden.

Wäre dem so, sähe die Gesamtsituation sicherlich anders aus, - auch bei der hiesigen Grundrente, die vom Bundestag / Bundesrat beschlossen werden soll - .

um 16:46 von Zwicke

>>"Alle wissen es: Die Zeiten überwiegend durchgehender Erwerbsbiographien mit real auskömmlicher Erwerbstätigkeit sind vorbei... rarer, selbst prekäre Arbeitsplätze werden knapper und zudem auch von Neu-Mitbürgern umkämpft."<<

D-accord. Aber ist das nicht das ureigene Betätigungsfeld der SPD und wenn ja, warum steht diese Partei so schlecht da?

>>"Deshalb.. aus Steuermitteln finanzierte "Allgemeine Bürgerrente" sein, die sich entweder an der durchschnittlichen Beamtenpension, oder besser noch an den realistischen Kosten des Lebensunterhalts orientiert."<<

Von welchen Steuern soll das finanziert werden, besonders wenn man den eher hohen Maßstab einer durchschnittlichen Beamtenpension zugrunde legt? Da kommen sicherlich schnell mal hohe zweistellige Milliardenbeträge zusammen?

>>"Stattdessen sagt Dobrindt:"<<

Nicht der einzige Fehltritt des Herrn Dobindt in jüngster Vergangenheit (siehe dessen thematisch verfehlte Ausführungen zu den Aussagen Herrn Glasers).

@16:36 von deutlich

"... Übrigens hat auch niedrige Bezahlung ihre Gründe: die Branche ist wenig produktiv, es gibt zu Viele, die den Job auch machen könnten, es gibt wenig Alternativen am Wohnort usw. Auch dagegen gibt es Handlungsmöglichkeiten des /der Einzelnen, nicht nur der Politik ..."

Na ja ...

Es darf nicht vergessen werden, dass die Neo-Liberale Wirtschaftspolitik und die Neo-Liberalen Unternehmensführer es geschafft haben, dass jede Menge Produktion / Entwicklung / Jobs nach China (Asien) , Afrika, oder sonst irgend wo in der Welt, verlagert wurde.

Corona hat gezeigt, dass war ein fetter Fehler.

Wie bekannt, ist auf breiter Front die Wirtschaft zum Erliegen gekommen. Die Logistik ist zusammen gebrochen. In Deutschland kam immer weniger Waren und Ersatzteile an. Wir haben es am Beispiel der Automobilindustrie gesehen.

Und nu ?

Es gab immer mehr Billig-Jobs in Deutschland.

Gut bezahlte Jobs für die gesamte Bevölkerung gab es sehr wenige. Diese sind anderswo in der Welt verlagert worden.

um 16:47 von Silverfuxx

>>"Die Diskussion um eine Gegenfinanzierung war ja schon vor Monaten, als man das diskutiert hat, kaum nachvollziehbar. Weil eben nur eine Milliarde pro Jahr.
Heute aber, wo dreistellige Milliardenbeträge aus diversen Hüten gezaubert und verteilt werden, ist diese Diskussion doch nun wirklich obsolet.
Seltsame Strategie der Union, die doch gerade von Rentnern gewählt wird."<<

Da muss ich Ihnen recht geben. Auf der einen Seite möchte die Union der EU Milliarden geben damit wesentlich reichere EU-Partner (z.B. sind Privathaushalte Italien im Schnitt dreimal so reich wie die Deutschen) Ihre niedrigen Steuern deren Bürger gegenüber weiter aufrecht erhalten können. Aber den eigenen Bürgern gegenüber die EU-weit sowieso schon die höchste Steuerlast tragen, keinen gesicherten Lebensabend finanzieren wollen. Das beisst sich doch?

@Silverfuxx, 16:47

"(...) ist diese Diskussion doch nun wirklich obsolet"

Aber sowas von.

"Seltsame Strategie der Union, die doch gerade von Rentnern gewählt wird"

Aber nicht den zukünftigen.

Die Leute werden immer weiter....

hinter die Fichte geführt.

Als meine Oma in die Rente ging, lag der Rentensatz bei 67%.
Mit der rot-grünen Koalition und später schwarz-rot wurde sie dann bis zum heutigen Satz von 48% runter gekürzt. Dazu kamen noch Abzüge der Krankenkassenbeiträge, Pflegeversicherung und zu guter Letzt noch die Versteuerung.
Würden wir uns noch auf dem damaligen Niveau bewegen, so bedürfte es keiner Grundrente.

Die Regierung (hier die SPD) flickschustert also an dem Murks dran rum, den sie selber verzapft haben.

Und das ist einfach heuchlerisch sich dann mit einer "Grundrente" als Wohltäter hinzustellen.

@Klauysewitz 13:56

"Der Versuch der SPD wieder sozial populär zu werden..."
oder man könnte auch sagen, ein weiteres Anzeichen dafür, dass die SPD sich mehr und mehr in eine links-populistische Partei verwandelt. Man vergisst nur diejenigen, die sich ihre Rente selbst hart erarbeiten und - auch "dank "solcher Wohltaten - heute viel höhere Steuern und Sozialabgaben bezahlen als die Generation zuvor. Letztere wird man mit solchen Aktionen nicht gewinnen., was die 15% in den Umfragen doch belegen.

6144 Euro

um diesen Betrag steigt das Nettovermögen der reichsten 10% der Deutschen. Pro Sekunde, wohlgemerkt.

Woher kommt dieses Geld? Offensichtlich erwirtschaftet das doch irgendjemand, denn wenn das Geld überhaupt nicht da wäre, wie manche Fristen hier so leidenschaftlich argumentieren, dann gäbe es ja auch diesen Vermögenszuwachs nicht.

Und jetzt 1 und 1 zusammengezählt: Die Arbeitnehmer werden so lausig entlohnt, dass sich noch nicht mal eine halbwegs auskömmliche gesetzliche Rente ergibt, an eine private Altersvorsorge ist gar nicht zu denken. Der Überschuss ("Mehrwert") löst sich aber nicht etwa in Schall und Rauch auf, sondern landet auf den Konten der o.g. 10%.
Würden die 6144€ nur zur Hälfte durch Steuern abgeschöpft, dann hätten wir 100 Milliarden für ein BGE. Und dabei würde niemand Vermögen versteuern müssen, sondern nur Einkommen.
Das Argument, man "verteile das Geld der anderen", ist lächerlich. Es ist das Geld, das die unteren 90% erwirtschaften.

Rente im Alter bei 10,45 € Mindestlohn ?

Gerade kommt die Eilmeldung durch:
Es gibt 10,45 €/Std./brutto Mindestlohn.

Das sind im Monat 1672 € Brutto-Lohn.

Wie soll denn damit eine Rente nach 35 Beitragsjahren im Alter angespart werden ?
Der 1672 € Brutto-Monats-Lohn ist das mindeste, um überhaupt in einer Großstadt noch irgendwie den Lebensunterhalt zusammen zu bekommen.
Da werden sich viele Mindestlöhner/innen sagen: HartzIV ist besser ! Und Schwarz-Arbeit dazu auch !

Mit 1672 € Brutto-Monats-Lohn können nur die Menschen den Lebensunterhalt erarbeiten, die in Regionen leben, wo ggf. die Miete für die Wohnung noch günstig ist.

Aber was ist in den Großstädten ?

Schade, ich werde sowohl

Schade, ich werde sowohl knapp über der Bemessung, als auch unter den 35 Jahren sein.
Und jetzt? Banküberfall?
Was ein Glück werde ich trotzdem mehr eingezahlt haben, als ich raus bekomme. Solidarität. Jawoll.

Diese Diskussion um

geringe Renten erlebe ich bei jedem Klassentreffen.
Es beschweren sich diejenigen meiner Klassenkameraden darüber, die mich vor 65 Jahren als blöd bezeichnet hatten, weil ich eine Ausbildung machte, während sie selbst als Hilfsarbeiter für damalige Verhältnisse ein klotziges Geld bekamen.
Auf meine Gegenfrage, wer denn nun eigentlich blöd war, kommen ähnliche Ausflüchte wie hier im Forum.
Da wird alles herangezogen, nur nicht die eigene Verantwortung.
Im heutigen Deutschland ist noch keiner verhungert.
Ich bin durch meine Arbeit nicht reich geworden, habe aber ein auskömmliches Leben und diese Chance hatte jeder meiner Generation und hat sie auch heute noch, wenn er es will, denn ich habe mich zwar aus dem Arbeitsleben, nicht aber aus der Realität verabschiedet..

Halbvolles Glas

Den meisten Foristen hier kann man nichts Recht machen. Kaum hat die SPD gegen den hartnäckigen Widerstand der CDU/CSU endlich eine wenn auch bescheidene Grundrente durchgesetzt, ist das für die einen der Weg in den Sozialismus und für die anderen der endgültige Weg in die Altersarmut. Warum wählen denn die Deutschen seit Jahrzehnten eine Partei wie die CDU, der man jedes sozialpolitische Fitzelchen nur durch massiven Druck abringen kann und schimpfen dann auf die SPD, die von 80% nicht gewählt wurde, dass sie ihre Wahlversprechen nicht 1:1 umsetzen kann? Wählt anders, dann müsst ihr auch nicht jedesmal jammern, wenn die falsche Partei die Mehrheit hat und eure Interessen wieder mal "vergessen" werden...

Etikettenschwindel

Diese "Grundrente" ist kein vernünftiges Konzept zur Bekämpfung der Altersarmut, sondern eine PR-Aktion.

Statt nach irgendwelchen komplizierten Punktesystemen Zuschläge zu berechnen, so⁷llte man eine halbwegs realistische monatliche Summe festlegen, die man zum Leben braucht. Dazu ein realistisches Eintrittsalter und Regeln für einen früheren Eintritt bei entsprechenden gesundheitlichen Gründen.

Und dann wird die nach dem aktuellen System errechnete Rente unbürokratisch auf die Minimalsumme aufgestockt.

Was zum Kuckuck ist daran so schwer? Oder ist es Absicht, das System kompliziert zu halten,
damit es weniger genutzt wird und die Arbeitsplätze der Bürokraten erhalten bleiben können? Ähnlich wie unser Steuersystem, das reichlich undurchschaubar für die Laien ist, die dadurch oft mehr Steuern bezahlen, als sie eigentlich müssten. Und die Jobs der Steuerberater sichert. Und die Steuervermeidung für Großverdiener möglich macht.

17:15 von dummschwaetzer

"" Als meine Oma in die Rente ging, lag der Rentensatz bei 67%.""
#
Leider ist es so wie Sie es schreiben.Ich hatte noch das Glück mit 60 Jahren und 35 Beitags Jahren 2005 in Rente zu gehen. Und dann denke ich noch an Norbert Blüm mit dem Spruch : Die Rente ist sicher ! . Wir werden ganz schön verschaukelt.

17:16 von 0_Panik

Zitat:"Das sind im Monat 1672 € Brutto-Lohn.
Wie soll denn damit eine Rente nach 35 Beitragsjahren im Alter angespart werden ?"

Stellen Sie diese Frage doch bitte der CDU/CSU und den Arbeitgeberverbänden. Wer immer noch nicht begriffen hat, wer in Deutschland sozialpolitisch auf der Bremse steht und stattdessen diejenigen beschimpft, die wenigstens für kleine Fortschritte kämpfen, dem ist nicht zu helfen...
Zur Erinnerung: Nach dem Willen der CDU/CSU gäbe es heute immer noch keinen Mindestlohn, weder 8,50 € wie zu Beginn noch 10,45€ wie eben beschlossen. Wer hat den Mindestlohn durchgesetzt? Richtig: Sozialdemokraten! Wer hat die Grundrente gegen die CDU/CSU durchgesetzt? Richtig: Sozialdemokraten! Wer wird dafür als Totengräber des Sozialstaats beschimpft? Richtig: Sozialdemokraten.

Logische Entwicklung...?

Son die erste, noch rudimentäre "Bismarkrente" 1889 zielte bereits auf die Linderung sozialer Schicksale. Viel später, mit der Rentenreform 1957 (Umlageverfahren) wurde ein wichtiger Grundbaustein zum gerechten Leistungsausgleich und für den sozialen Frieden gelegt. Heute aber funktioniert das Umlageverfahren nicht mehr und ist von alsbaldiger Überlastung bedroht. Doch heutige und künftige Rentner müssen nicht nur minimalst, sondern allgemein menschenwürdig alimentiert werden.
_
Geld schlechthin ist genug da ... Deshalb gibt es für den Staat als Rentengarant nur den einen sozialpolitisch richtigen Weg, eine allgemeine (an realen Lebenshaltungskosten orientiert und jeweils anzupassende) "Bürgerrente" einzuführen... und maßgeblich aus neuen und modernen Unternehmenssteuern zu finanzieren. Gegen Abwanderungsdrohungen der Wirtschaft helfen Zölle und Verstaatlichungen...
_
Zu alldem bräuchte man jedoch seriösen, politischen Mumm ... statt billiger Wahltaktik, wie seitens Herrn Dobrindt...

@ Peter Meffert

„Warum wählen denn die Deutschen seit Jahrzehnten eine Partei wie die CDU, der man jedes sozialpolitische Fitzelchen nur durch massiven Druck abringen kann und schimpfen dann auf die SPD, die von 80% nicht gewählt wurde, dass sie ihre Wahlversprechen nicht 1:1 umsetzen kann? Wählt anders, dann müsst ihr auch nicht jedesmal jammern, wenn die falsche Partei die Mehrheit hat und eure Interessen wieder mal "vergessen" werden...“

Könnte daran liegen, dass dieses Forum nicht sonderlich repräsentativ für die Stimmung der hier in Deutschland lebenden Menschen ist.
Hier im Forum tummeln sich viele Trolle, viele Mitglieder der extremen Ränder und viele Dauerunzufriedene und Dauernörgler mit sehr viel ungefüllter Freizeit.
Der Masse in Deutschland geht es gut (sicherer Job, Eigenheim / gute Wohnung, eigenes Auto, Reisen und diverse Extras sind möglich, etc) Diese vielen Menschen, die aber keine Zeit haben, hier im Akkord zu schreiben, sind sehr zufrieden mit ihrem Leben und wählen deshalb so

@17:15 von frosthorn

//6144 Euro
um diesen Betrag steigt das Nettovermögen der reichsten 10% der Deutschen. Pro Sekunde, wohlgemerkt.....//

Und wenn man das hier noch so oft schreibt, es gibt hier Foristen, die würden es es völig in Ordnung finden, wenn alte Menschen in diesem Land hungern und frieren müssten.
Gleich beim ersten Kommentar hier ist mir die Zornesröte ins Gesicht gestiegen.

Kommentar von GDN

Wer in einer Großstadt finanziel unabhängig leben möchte, sollte für sich die richtigen Vorrausetzungen schaffen. Selbst ist der Mensch. Lernen, einen richtigen Beruf und schon geht das.

Motivationsdiskussion

Ein Hinweis an die Kommentatoren, die unterstellen, dass eine vernünftige Grundrente ein Grund mehr für jüngere Menschen sei, nicht zu arbeiten:

Natürlich sind einige mit einer Basisexistenz zufrieden. Die meisten aber wollen mehr. Auto, Reisen, größere Wohnung, Luxus-Handy, was weiß ich. Und dafür werden sie auch weiterhin ackern müssen.

@17:26 von Peter Meffert

"... Den meisten Foristen hier kann man nichts Recht machen ... Warum wählen denn die Deutschen seit Jahrzehnten eine Partei wie die CDU ..."
Weil ca. 40 % nicht mehr zur Wahl gehen.
Offensichtlich haben ca. 40 % der Wahlberechtigten den Glauben an die Politik völlig verloren, o. sie sagen sich, reicht doch für mich, - auch ohne zur Wahl zu gehen - .
Der Glaube an die Politik ist von CDU/CSU, FDP, SPD, in Form von Neo-Liberaler Wirtschaftspolitik verspielt worden
Und außerdem:
Wieso sollten die Leute SPD wählen ?
Die hier in der Diskussion stehende Grundrente ist kein Grund.
Der niedrige Mindestlohn (nicht sonderlich höher als HartzIV- oder Sozialhilfesatz), mit dem eine Rente für das Alter erarbeitet werden soll, auch nicht.
Die SPD versucht in der Dauer-Groko-Deutschland die Fehler wieder rückgängig zu machen, die sie u.a. selber mit verursacht hat.
U. d. ist auch kein Grund die SPD zu wählen. Die SPD ist in der Dauer-Groko-Deutschland nur der sozialpolitische Klein-Flügel d. CDU/CSU

@der Vaihinger, 17:26

Ich bin durch meine Arbeit nicht reich geworden, habe aber ein auskömmliches Leben ...

Bis dahin kann ich Ihnen folgen. Ich bin in bitterer Armut aufgewachsen und habe den Grundstein für ein gutes Berufsleben gelegt, indem ich parallel zum Gymnasium nachts einen Vollzeitjob gemacht habe. Auch nicht reich, aber durchaus wohlhabend bin ich durch meine Arbeit geworden.

...und diese Chance hatte jeder meiner Generation und hat sie auch heute noch, wenn er es will,

Und hier wechseln sie "Chance" mit "Möglichkeit". Von 140 Millionen Lottospielern hat jeder die Chance, eine Sechser zu landen. Aber nach Ihrer Logik müssten jede Woche auch alle einen Sechser haben, die es wirklich wollen. Es trifft aber nur einen von 140 Millionen.

Ganz abgesehen davon: die einzige Leistung meines Chefs war es, den Laden geerbt zu haben, in dem sich mein Arbeitsplatz befand. Dessen Chance betrug allerdings 100%, als einziger Erbe ...

/// Am 30. Juni 2020 um 17:15

///
Am 30. Juni 2020 um 17:15 von frosthorn
....
Die Arbeitnehmer werden so lausig entlohnt, dass sich noch nicht mal eine halbwegs auskömmliche gesetzliche Rente ergibt, an eine private Altersvorsorge ist gar nicht zu denken. ///
.
Das Durchschnittseinkommen betrug in Deutschland in 2019 € 3994 pro Monat. Das finden Sie lausig ?

@17:32 von Peter Meffert

"... Zitat:"Das sind im Monat 1672 € Brutto-Lohn.
Wie soll denn damit eine Rente nach 35 Beitragsjahren im Alter angespart werden ?"

Stellen Sie diese Frage doch bitte der CDU/CSU und den Arbeitgeberverbänden ..."

Nee, an die SPD ist die Frage zu stellen.

Die SPD hätte niemals erneut Mitglied der Dauer-Groko-Deutschland werden dürfen.

Da gab es andere Sozial-Liberale-Bündnisse.
Die SPD wollte aber nix mit "DER LINKEN" zu tun haben ...

@17:26 von Peter Meffert

"Den meisten Foristen hier kann man nichts Recht machen. Kaum hat die SPD gegen den hartnäckigen Widerstand der CDU/CSU endlich eine wenn auch bescheidene Grundrente durchgesetzt, ist das für die einen der Weg in den Sozialismus und für die anderen der endgültige Weg in die Altersarmut."

Genau das habe ich auch gedacht. Diejenigen, die jetzt schimpfen, wählen aber genau die Partei(en), die mit "sozial" gar nichts am Hut haben. Da wird sogar ein Herr Merz noch als Heilsbringer oder gar die AFD angesehen.
Es ist ja richtg: Es wird gerade jetzt in der Corona-Krise wieder umverteilt - in der bekannten Richtung. Das hat S. Wagenknecht in Ihrer Rede gestern im Bundestag noch einmal schön verdeutlicht.

nein, ich kann und will es nicht glauben

dass in unserer Bevölkerung die Überzeugung vorherrscht, einen anderen Grund für Armut als Faulheit könne es gar nicht geben. Auch wenn die Zusammensetzung der Beiträge in diesem Forum diese Vermutung nahelegt. Aber bei den Menschen, unter denen ich lebe, wird nicht so gedacht.

Sollte ich mich täuschen, dann hätten wohl die ganzen Foristen Recht, die mir immer vorwerfen, "in einer Blase" zu leben. Aber selbst dann: dann wäre es eine menschenwürdige Blase, und ich wollte sie gegen keine andere eintauschen.

Jeder ist für sich selbst

Jeder ist für sich selbst verantwortlich. Wer nichts lernt hat halt nichts. So einfach sehe ich das. Alles andere ist für mich nur ein dummes haltloses Anspruchsdenken, egoistisch und rücksichtslos.

@17:38 von berelsbub @ Peter Meffert

//Der Masse in Deutschland geht es gut (sicherer Job, Eigenheim / gute Wohnung, eigenes Auto, Reisen und diverse Extras sind möglich, etc)//

Statistiken finden offensichtlich nicht ihr Interesse und die Zukunft der nachfolgenden Generationen auch nicht.
Für Sie deshalb hier noch einmal die Empfehlung sich folgenden Vortrag anzuhören:

Das Ende der Mittelschicht | Daniel Goffart | SWR Tele-Akademie

https://www.youtube.com/watch?v=pk8dUjku56c

@Werner40, 17:47

Das Durchschnittseinkommen betrug in Deutschland in 2019 € 3994 pro Monat. Das finden Sie lausig ?

Kommen Sie mir doch bitte nicht mit dem Durchschnittseinkommen. Was sagen Sie denn jemandem, dessen Rente so mickrig ist, dass es vorne und hinten nicht reicht? Und zwar deshalb, weil auch seine Löhne niemals ausreichend waren? Dass es ihm gut geht, weil ja schließlich das Durchschnittseinkommen …

Statistisch gibt es im Vatikan zwei Päpste pro Quadratkilometer. Ist das jetzt viel oder wenig?

25 Millionen Rentner

sind eben eine verlässliche Wählerbasis. Und wenn wir Babyboomer in 10 Jahren partizipieren wollen, bricht das System unter der Last zusammen, egal wer dann regiert...

"Woher kommt dieses Geld? Offensichtlich erwirtschaftet das doch irgendjemand, denn wenn das Geld überhaupt nicht da wäre, wie manche Fristen hier so leidenschaftlich argumentieren, dann gäbe es ja auch diesen Vermögenszuwachs nicht.
(...)
Das Argument, man "verteile das Geld der anderen", ist lächerlich. Es ist das Geld, das die unteren 90% erwirtschaften"

Da Banken Geld praktisch aus dem Nichts "schöpfen" können (mittels "Kredit", was sich in etwa mit "Vertrauensvorschuss" definieren lässt, siehe u.a. de.wikipedia.org/wiki/Geldsch%C3%B6pfung), existiert dieses Geld nicht WIRKLICH. Man kommt allerdings nur dran, wenn man vertrauens- bzw. "kreditwürdig" ist. Genauer: Wenn die, die die Macht über das Geld haben (bzw. darüber "verfügen" können) einen dafür halten. Mit dem Geld, das der o.g. Personenkreis für "Löhne" und "Sozialabgaben" im weitesten Sinne "ausgibt" verhält es sich in etwa so wie mit der sprichwörtlichen Möhre, die man dem Esel vor die Nase hält, damit er schneller läuft.

@Ruhestand um 17:43

Wenn man für sich selber diese Entscheidung treffen kann, trifft Ihre Aussage völlig zu. Zum Beispiel auch auf mich (Ü50).

Wenn ich aber die jungen Menschen zwischen 18 und 35 sehe, mit denen ich beruflich hauptsächlich zu tun habe und die mit einem Praktikum nach dem anderen, Anschlussbefristungen, der beliebten Forderung nach 10 Jahren Berufserfahrung aber nicht älter als 22 und ähnlichem Schwachsinn zu kämpfen haben, muss ich Ihnen leider sagen: So, wie Sie sie zu kennen scheinen, ist die Welt heute nicht mehr.

@17:34 von Zwicke

"Heute aber funktioniert das Umlageverfahren nicht mehr und ist von alsbaldiger Überlastung bedroht. Doch heutige und künftige Rentner müssen nicht nur minimalst, sondern allgemein menschenwürdig alimentiert werden."

Richtig. Deshalb ist es mir ein Rätsel, warum die verantwortlichen Politiker einfach nicht die Weichen neu stellen und stattdessen weiter mit Vollgas Richtung Abgrund fahren.

@17:32 von schiebaer45

"Wir werden ganz schön verschaukelt."

Stimmt!

Warum einfach, wenns auch kompliziert geht...

>> Etikettenschwindel > Diese "Grundrente" ist kein vernünftiges Konzept zur Bekämpfung der Altersarmut, sondern eine PR-Aktion. > Was zum Kuckuck ist daran so schwer? Oder ist es Absicht, das System kompliziert zu halten, damit es weniger genutzt wird und die Arbeitsplätze der Bürokraten erhalten bleiben können? <<
_
Zwar vermeide ich gerne allgemeine Bürokratieschelte, weil die Ausführenden oft auch nur Zwängen unterliegen, aber... manchmal wiehert der amtliche Bürokratenschimmel einfach zu laut..! BEISPIEL: Ich war früher mal kommunalpolitisch für die Linkspartei aktiv, und noch heute wenden sich mit Problemen frühere Kontakte an mich. So auch hier: Eine Patientin mit attestierter, dauerhaft chronischer Erkrankung benötigt von der KK die Verlängerung eines Ausweises zwecks Freistellung v.d. Medikamentenzuzahlung. Früher unproblematisch im KK-Büro möglich, heute aber wg. Corona unmöglich. Stattdessen Antrag per Post zurücksenden plus Kopie (woher?) des letzten Soz-Hilfe-Bescheids...

Das behebt nicht die Alters-Armut,

warum nicht einfach für diejenigen deren Rente unter 1000 € ist die Rente auf 1000 € aufstocken. Und nur die die keine Steuererklärung auf Grund des geringen Einkommens machen müssen bekommen auch diese Rente.
Das könnte vielen helfen und bei der Alters Armut Menschen glücklich machen.

@17:47 von Werner40

"... Das Durchschnittseinkommen betrug in Deutschland in 2019 € 3994 pro Monat ..."

Stimmt schon. Für ca. 65 % der Bevölkerung ist das Einkommen ausreichend, oder gar super.

Etliche Familien benötigen zum Einkommen das Kindergeld, sonst reicht es nicht.

Ca. 35 % geht es aber immer schlechter.
Und es werden immer mehr.
Und das ist das zukünftige Wählerpotential der AFD (oder DIE LINKE ?).

Wer das aber so nicht will, muss - deutlich spürbar - was für die ca. 35 % tun.

@17:47 von Werner40@17:15 von frosthorn

//Das Durchschnittseinkommen betrug in Deutschland in 2019 € 3994 pro Monat. Das finden Sie lausig ?//

Und die Durchschnittsrente liegt bei 700 Euro.

Durschnittsangaben sind immer problematisch, wenn die Lücke zwischen oben und unten zu groß ist.

Das eine Paar hat sieben Kinder und das andere keins.
Also haben beide im Durschnitt 3,5 Kinder.

Einfach nicht glaubhaft und lächerlich.

Eines der reichsten Staaten der Erde erstellt
mühsam ein Konzept für arme Rentner, was beschämend ausfällt. Überhaupt die Entlohnung in der BRD ist gemessen an der
Leistung des arbeitenden Volkes, beschämend! Schon bald kommt die Zeit, wo junge Menschen kapitulieren und auswandern in Nachbarstaaten!

Durschnittseinkommem?das haben nicht alle

Vom Durschnittseinkommen darf ich nicht ausgehen, das wird durch Gutverdienende stark angehoben und vergisst die Niedriglöhner und andere Einkommensschwachen Arbeitnehmer.

Nach einer von der gewerkschaftlichen Hans-Böckler-Stiftung geförderten Studie leben 12,3 Prozent der Erwerbstätigen dauerhaft in prekären Umständen. Rund vier Millionen Menschen fänden sich über mehrere Jahre in perspektivlosen Jobs mit geringem Einkommen und mangelnder sozialer Absicherung.

Das sind schon eine Menge Menschen, die das betrifft.

Beitragsjahre

Ist schon okay.

Nur sollten Ersatzzeiten wie Ausbildung, Arbeitslosigkeit und Kindererziehung auch anerkannt werden.

@17:47 von Werner40

Das Durchschnittseinkommen betrug in Deutschland in 2019 € 3994 pro Monat. Das finden Sie lausig ?

Laut Focus lag der Medianwert beim Bruttoverdienst 2.503 Euro im Monat. Nicht lausig, aber erheblich weniger.

@17:47 von Werner40

//Das Durchschnittseinkommen betrug in Deutschland in 2019 € 3994 pro Monat. Das finden Sie lausig ?//

Ein schöner Beleg, wie weit die Schere zwischen arm und reich inzwischen auseinander gegangen ist.

Mehr als 25 Prozent arbeiten hier in Deutschland im Niedriglohnsektor. So viele wie nie zuvor. Was mögen die wohl von diesem Durchschnittseinkommen haben?
Aber dass es Ihnen sehr gut geht, daran habe ich keinen Zweifel. Das sei Ihnen gegönnt. Aber geht es Ihnen schlechter, wenn es den ganz Armen etwas besser geht? Man könnte den Eindruck gewinnen.

@ Anna-Elisabeth

„Statistiken finden offensichtlich nicht ihr Interesse „

Ich halte es lieber mit der gut sichtbaren Realität im sichtbaren Leben. Sie schauen sich Statistiken an (traue keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast / wer weiss, wer die Statistik bezahlt, weiss auch das Ergebnis)

17:46 von frosthorn

@der Vaihinger, 17:26

Ich bin durch meine Arbeit nicht reich geworden, habe aber ein auskömmliches Leben ...

Bis dahin kann ich Ihnen folgen. Ich bin in bitterer Armut aufgewachsen und habe den Grundstein für ein gutes Berufsleben gelegt, indem ich parallel zum Gymnasium nachts einen Vollzeitjob gemacht habe. Auch nicht reich, aber durchaus wohlhabend bin ich durch meine Arbeit geworden.

...und diese Chance hatte jeder meiner Generation und hat sie auch heute noch, wenn er es will,

Und hier wechseln sie "Chance" mit "Möglichkeit". Von 140 Millionen Lottospielern hat jeder die Chance, eine Sechser zu landen. Aber nach Ihrer Logik müssten jede Woche auch alle einen Sechser haben, die es wirklich wollen. Es trifft aber nur einen von 140 Millionen.

Ganz abgesehen davon: die einzige Leistung meines Chefs war es, den Laden geerbt zu haben, in dem sich mein Arbeitsplatz befand. Dessen Chance betrug allerdings 100%, als einziger Erbe ...
Hätte nicht auch Ihr Vater die Möglichkeit gehabt?

@14:03 von Quakbüdel

>> Erhalten nun a l l e Rentner dieses "Wahlgeschenk" - oder nur die besonders bedürftigen ? Der Artikel nennt leider nicht die Zahl der Rentner, die leer ausgehen sollen... <<
_
... ist doch ganz einfach: Mal wieder wurde - typisch deutsch - eine Bemessungsgrenze gesetzt, hier mindestens 35 beitragspflichtige Erwerbsjahre. Und wie hier schon ein anderer User kritisierte, gehen Altersrentner mit nur 34 Beitragsjahren leider leer aus. Allerdings auch nicht gänzlich... denn die können weiter den entwürdigenden Weg durch die Gänge der Sozialämter gehen... Aber nicht die Hoffnung aufgeben... der gute Onkel von BMAS hat für jeden was im Geschenkesack... wenn man penetrant und dickfellig genug ist...

@18:15 von rimitino

"Schon bald kommt die Zeit, wo junge Menschen kapitulieren und auswandern in Nachbarstaaten!"

Oder (häufiger) randalieren. Die Antwort darauf wird dann wohl nur die Zunahme der gated communities sein.

18:11 von Reifen

Das könnte vielen helfen und bei der Alters Armut Menschen glücklich machen.
.
ja eigentlich ein schönes Ziel ... glückliche Menschen
wenn einer aber mehr arbeiten muß,
dass einer der weniger arbeitete glücklich ist
ob das jeder so akzeptiert
sollte nicht jeder für sein eigenes Glück bemüht sein zu sorgen ?
besser die Randbedingungen versuchen zu verbessern
was jeder damit macht ist dann seine Sache
frei nach dem Motto jeder ist seines Glückes Schmied

18:20 von Kaneel

@17:47 von Werner40

Das Durchschnittseinkommen betrug in Deutschland in 2019 € 3994 pro Monat. Das finden Sie lausig ?

Laut Focus lag der Medianwert beim Bruttoverdienst 2.503 Euro im Monat. Nicht lausig, aber erheblich weniger.
///
*
*
Ein Großteil der Rentner wird aber nach dem umgerubelten DM-Bruttoverdienst, nach einem unterr dem Kurzarbeiter- %-Satz standesgemäß versorgt?
*
Auch bei der Gießkanne für die gesunden 63ern wurden erwerbsunfähig Gekürzte vergessen.
*
(geringere Restwahljahre?)

18:20 von Einfach Unglaublich

Nur sollten Ersatzzeiten wie Ausbildung, Arbeitslosigkeit und Kindererziehung auch anerkannt werden.
.
Kindererziehung ist ne gesamtgesellschaftliche Angelegenheit
Ausbildung ? die Berufsausbildung zählte zumindest bei meiner Rentenberechnung dazu
und Arbeitslosigkeit da sind doch auch Rentenbeiträge dabei

@18:03 von Anna-Elisabeth

>> Richtig. Deshalb ist es mir ein Rätsel, warum die verantwortlichen Politiker einfach nicht die Weichen neu stellen und stattdessen weiter mit Vollgas Richtung Abgrund fahren... <<
_
Zwei Gründe: 1. = Politische (persönliche?) Wirtschaftsabhängigkeit; 2. = Weil die allgemeine Wählerschaft diese Art von Politik immer wieder zulässt... (suggeriert bekommt, man könne als Einzelner eh nichts machen...).

/// Am 30. Juni 2020 um 18:23

///
Am 30. Juni 2020 um 18:23 von Anna-Elisabeth
@17:47 von Werner40

//Das Durchschnittseinkommen betrug in Deutschland in 2019 € 3994 pro Monat. Das finden Sie lausig ?//

Mehr als 25 Prozent arbeiten hier in Deutschland im Niedriglohnsektor. So viele wie nie zuvor. Was mögen die wohl von diesem Durchschnittseinkommen haben?
///
es sind eher 11%, denn der Rest hat noch einen regulären Job dazu ( bzw. umgekehrt ).

@18:01 von checkerbun

//25 Millionen Rentner
sind eben eine verlässliche Wählerbasis. Und wenn wir Babyboomer in 10 Jahren partizipieren wollen, bricht das System unter der Last zusammen, egal wer dann regiert...//

Das ist richtig. Es ist aber garantiert KEINE Lösung, deshalb den heutigen Rentnern die Butter auf dem Brot nicht zu gönnen. Und selbst dann würde es für Ihre Generation nicht reichen.

@berelsbub, 18:24

Ich halte es lieber mit der gut sichtbaren Realität im sichtbaren Leben. Sie schauen sich Statistiken an (traue keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast / wer weiss, wer die Statistik bezahlt, weiss auch das Ergebnis)

Jaja, Statistiken sind immer eine schlimme Bedrohung für die eigene subjektive Wahrnehmung. Da kommt nämlich einfach zu oft heraus, dass die Dinge anders liegen, als man sich das immer eingebildet hat.

Ein Glück, dass man dann weiß, dass Statistiken sowieso immer getürkt sind, sonst müsste man ja die Wahrnehmung überprüfen ...

@ Werner40

„Das Durchschnittseinkommen betrug in Deutschland in 2019 € 3994 pro Monat. Das finden Sie lausig ?“

Ich saß letztes Jahr mit 10 Freunden abends im Hafen von Cala Ratjada und da war der Verdienst auch Thema.
Bei uns hatte keiner einen Verdienst von unter 2700€ netto. Und alle waren sich einig, das reicht völlig aus für ein gutes Leben.
Bei mir in der Firma arbeiten 60 Leute im Kernbereich. Die haben alle einen Bruttoverdienst zwischen 3.200€ und 8.000€. Auch diese 60 Leute sind mehr als zufrieden mit ihrem Lebensstandard.
Wie gesagt, der großen Masse an Menschen geht es gut in diesem Land.

/// Am 30. Juni 2020 um 18:20

///
Am 30. Juni 2020 um 18:20 von Kaneel
@17:47 von Werner40

Das Durchschnittseinkommen betrug in Deutschland in 2019 € 3994 pro Monat. Das finden Sie lausig ?

Laut Focus lag der Medianwert beim Bruttoverdienst 2.503 Euro im Monat. Nicht lausig, aber erheblich weniger.///
.
Ich bezog mich auf:
https://de.statista.com/themen/293/durchschnittseinkommen/

Kaneel

Bitte nix von Median erzählen. Diese Zahl ist nur für BWLer aussagekräftig allen anderen ist sie, zurecht, völlig unbekannt.

Vorübergehende Schließung der Kommentarfunktion

Liebe User,

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Mit freundlichen Grüßen
Die Moderation

@18:24 von berelsbub @ Anna-Elisabeth

Ich halte es lieber mit der gut sichtbaren Realität im sichtbaren Leben.

Ihre Realität werden Sie sich sicher für sich passend auswählen und vermutlich nicht mit allen Realitäten aller anderer Menschen in Berührung kommen. Könnte also etwas gefälscht sein. ;-)

Sie schauen sich Statistiken an (traue keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast / wer weiss, wer die Statistik bezahlt, weiss auch das Ergebnis)

Was macht Sie per se so Statistik skeptisch? Kommt übrigens nicht nur auf die drauf an, die die Daten erheben, sondern auch auf die Ehrlichkeit der Gefragten. In Bezug auf die jetzige Krisensituation könnten präzise Erhebungen über Krankheits- und Heilungsverläufe doch sehr nützlich sein, meinen Sie nicht?

14:31 von Sisyphos3

"das mag aktuell stimmen, aber nicht bei den Leuten die aktuell im Rentenalter sind
ich begann meine Erwerbstätigkeit - was damals durchaus üblich war - mit 14 Jahren
und ich erinnere mich - anders als heute - dass Erwerbstätige gesucht wurden - händeringend"

Wenn ich mich richtig entsinne kommen Sie aus Baden-Württemberg. Da gibt es tatsächlich seit den 50er Jahren durchgängig quasi Vollbeschäftigung. Selbst als Firmen wie Dual oder Saba ihre Pforten geschlossen haben war das verschmerzbar. In den neuen Bundesländern oder auch im Saarland oder Bremen sieht das schon ganz anders aus. 20 Jahre Arbeitslosigkeit sind da keine Seltenheit und schon ist es schwierig auf 35 Beitragsjahre zu kommen, selbst wenn man mit 14 angefangen hat. Früher wurden Zeiten der Arbeitslosigkeit ja noch zur Hälfte angerechnet aber das ist lange vorbei.

@17:54 von Ruhestand

"Jeder ist für sich selbst verantwortlich. Wer nichts lernt hat halt nichts. So einfach sehe ich das."

Nur einfache Menschen sehen vielschichtige Dinge/Menschen einfach.

Teilen Sie doch bitte noch mit, wer die Arbeit der ungelernten Kräfte machen soll, wenn es diese Kräfte nicht mehr gibt und warum diese von ihrer teils sehr harten Arbeit nicht anständig leben können sollen. Oder ist das jetzt nicht mehr einfach genug?

@18:40 von Werner40

Der Medianwert ist der Wert, der genau in der Mitte liegt.
Angenommen es gibt 20 Mio Arbeitnehmer, deren Einkommen bei der Durchschnittsberechnung zugrunde gelegt wird.

Dann gibt es grob 10 Mio, die mehr und 10 Mio, die weniger als dieses mittlere Einkommen verdienen.
Damit können Sie die sehr hohen (Millionäre), aber auch die sehr niedrigen Gehälter herausnehmen, was m.M.n. die Realität besser abbildet.
Ihr Wert (alle Einkommen durch Anzahl der AN) ist nicht falsch, aber er beschönigt m.E. den Durchschnittsverdienst.

@Bender Rodriguez
Bitte nix von Median erzählen. Diese Zahl ist nur für BWLer aussagekräftig allen anderen ist sie, zurecht, völlig unbekannt.

Ist auch Politik- und Sozialwissenschaftlern bekannt und vielleicht auch für andere im Forum interessant. Ist auch gar nichts Elitäres dran.

@18:38 von Werner40

Quelle DIW

***Im europäischen Vergleich hat Deutschland einen der größten Niedriglohnsektoren.
Mitte der 1990er Jahre lag der Anteil der Beschäftigten mit einem Niedriglohn in Deutschland bei rund 16 Prozent (Abbildung 4). Seit 1997 ist eine starke Ausweitung dieses Lohnsegments zu beobachten: Seit dem Jahr 2008 liegt der Anteil konstant bei fast 24 Prozent. Da gleichzeitig ein allgemeiner Beschäftigungszuwachs in Deutschland zu verzeichnen war, bedeutet der konstante Anteil auch, dass im Jahr 2017 7,9 Millionen abhängig Beschäftigte einen Lohn unterhalb der Niedriglohnschwelle erhielten....Die bisher berichteten Werte beruhen, wie oben erklärt, auf Angaben von Beschäftigten in Haupttätigkeit.info Löhne aus Nebenverdiensten blieben also unberücksichtigt.***

Wo haben Sie Ihre 11% her?

18:49 von dermulla

20 Jahre Arbeitslosigkeit sind da keine Seltenheit
.
dann hätte ich vielleicht mal einen Umzug in Erwägung gezogen
und hätte ich meinen Job nicht mit 56 an den Nagel gehängt wäre ich auf 46 Beitragsjahre gekommen

... und ich denke es prägt schon, wenn man jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit
an jedem Betriebstor lesen konnte, wir suchen Dreher Fräser Werkzeugmacher

Wer die Finanzierung kritisiert,

muss sich nur eine bessere einfallen lassen. Kein Grund fleißige Leistungsträger im Alter Flaschen sammeln zu lassen.

@Silverfuxx

auch die dreistelligen Milliardenbeträge, die jetzt "aus den Hüten gezaubert" werden sind nichts als zusätzliche Schulden, für deren Rückzahlung die Steuerzahler stehen, insbesondere die Jungen. Die werden staatliche Handlungsmöglichkeiten in Zukunft massiv beschränken. So viel zum Thema Nachhaltigkeit, das doch die Grünenx sonst immer wie ein Mantra vor sich hertragen.
Was aber die Grundrente betrifft- könnte ganz einfach saein. Man müsste lediglich die Beamtenpensionen wie die Renten an die Durchschnittsverdienste während der aktiven Zeit anpassen. Dann hätten auch die so wohl klingenden Bezeichnungen wie "Solidarrente" irgendwie Berechtigung.

@19:38 von Anna-Elisabeth @17:54 von Ruhestand

"Jeder ist für sich selbst verantwortlich. Wer nichts lernt hat halt nichts. So einfach sehe ich das."

Befassen Sie sich doch bitte einmal intensiv mit dem Begriff Lernbehinderung. Sie werden viele Deutungen finden, aber keine, die man mit "selber schuld" erklären könnte.
(Auch dazu gibt es Zahlen.)

@ Kaneel

„Was macht Sie per se so Statistik skeptisch?“

Erstmal nix, mich machen Leute skeptisch, die fleißig im Wohnzimmer Statistiken lesen und von dort aus überblicken wollen, wie das reale Leben vor der Tür ist.
Man findet zu fast jedem Thema und dann noch passend zu jedem gewünschten Ergebnis eine Statistik.
Das Internet und seine Foren und Stimmungen bilden ganz sicher nicht ansatzweise das reale Leben vor der Tür ab

19:38 von Anna-Elisabeth

Nur einfache Menschen sehen vielschichtige Dinge/Menschen einfach.
.
stimmt
aber ebenso kann man aus allen ne Doktorarbeit machen

wer das Leben und die Arbeit zu locker nimmt, kriegt eben irgendwann mal Schwierigkeiten

wenn ich mir meine (Hauptschul) Abschlussklasse mal so anschaue ...
einige gingen gleich auf ne weiterführende Schule
andere (wie ich) machten ne Lehre
wieder andere hingen rum, machten mal dies, mal jenes - vorallem aber nichts
die Klassentreffen waren interessant, so nach 15 ... 20 auch 30 Jahren
der eine in elegantem Zwirn, der andere hatte nicht mal das Geld seine fehlenden Schneidzähne zu ersetzen
der / die SpezialistInnen hatten mit 30 schon die 2. Scheidung hinter sich ...
da bauten andere erst noch am Nest für ne Familie
klar ist das Leben vielschichtig

@19:59 von FritzF

"Wer die Finanzierung kritisiert,
muss sich nur eine bessere einfallen lassen."

Da fällt mir spontan der an meinem ehemaligen Arbeitsplatz oft gehörte Satz ein: Das ist nicht meine Aufgabe.

Im Ernst: Es gibt viele gut Ideen, wie man unser Rentensystem in ein tragfähiges System umbauen könnte. Aber was nutzt die beste Idee, wenn sie von den Herrschenden nicht gehört bzw. überhört wird?
Die Reichen würden da gar nicht ärmer, sie würden nur weniger schnell reicher.

Falsches Signal

Nicht die CDU hat den Weg für die Grundrente frei gemacht, sondern hat endlich den richtigen Weg der SPD anerkannt. Es ist hier eindeutig festzustellen, daß die SPD die Initiative für dieses Gesetz ergriffen hat, gegen den Widerstand der CDU. Die soziale Kompetenz für unser Land liegt also eindeutig in Händen der SPD. Wäre schön, wenn die Presse das auch dem Wähler so mitteilen würde. Und der CDU würde es gut zu Gesicht stehen, sich nicht mit fremden Federn zu schmücken und den Wählern vorgaukeln, sie allein sind die Weltverbesserer, davon sind sie weit entfernt.

@20:03 von berelsbub @ Kaneel

„Was macht Sie per se so Statistik skeptisch?“

Erstmal nix, mich machen Leute skeptisch, die fleißig im Wohnzimmer Statistiken lesen und von dort aus überblicken wollen, wie das reale Leben vor der Tür ist.
Man findet zu fast jedem Thema und dann noch passend zu jedem gewünschten Ergebnis eine Statistik.
Das Internet und seine Foren und Stimmungen bilden ganz sicher nicht ansatzweise das reale Leben vor der Tür ab

Naja, wenn man eine Erhebung macht, hat man eine Fragestellung und i.d.R. eine Vermutung, was das Ergebnis sein könnte. Man stellt Thesen auf, die dann überprüft werden. Möglicherweise wird man überrascht und muss die eigene Vermutung revidieren und anpassen.
Und hätten bestimmte Behörden eine Statistik erstellt, wäre ihnen aufgefallen, dass es demnächst zu wenig Lehrkräfte aufgrund steigender Geburtenzahlen und Zuwanderung gibt. Haben Sie bestimmt auch so gewusst ;-), aber wenn man es hätte entsprechend berechnen wollen...

Was ist denn der Median,

Was ist denn der Median, wenn5 Leute 1000 und einer 10000e bekommt? Diese Zahl ist völliger aussagelos. Was soll man damit anfangen?
Wenn man nur genug Leute abbildet, verringert sich der Fehler. Und? Was nutzt diese Zahl? Kann man besser, das arithmetische Mittel nehmen. Genauso falsch. Oder richtig.

20:01 von deutlich

Man müsste lediglich die Beamtenpensionen wie die Renten an die Durchschnittsverdienste während der aktiven Zeit anpassen.
.
wenn einer unzufrieden ist
warum wird der dann nicht Beamter
also meine Rente unterscheidet sich stark von meinem Gehalt
zum einen weil mit 9 Jahre Beiträge fehlen, ich über 10 % Abzug erhielt
andererseits aber ne recht üppige Betriebsrente kriege, für die ich nichts einbezahlt habe
(also nicht nur Beamte ... )
das mag heute total anders sein, aber ich kriegte jedes Jahr nen Rentenkontoauszug,
was mich erwartet und hätte ne private Rente abschließen können ne Lebensversicherung ... etc.
wenn ich der Auffassung gewesen wäre es reicht nicht
wie gesagt !!! heute ist das übel, das gebe ich zu, mit ner zusätzlichen Rente
aber es geht ja um Leute die jetzt in Rente sind und jammern

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