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Streit über Mindestlohn:Corona ist ein Argument für...

Für Steffen Kampeter vom BDA ist also Corona ein Mittel um soziales zurückzudrehen.In diesem Fall den nicht gerade üppigen Mindestlohn.Für staatliche Hilfen durch den Steuerbürger für Unternehmen da ist er sicher.
Zu befürchten ist allerdings in diesem Zusammenhang,daß da nicht viel Gegenwehr von den Gewerkschaften kommt(leider Komanagement).Schließlich galt auch schon in Zeiten vor Corona,daß die Bundesrepublik was Streiks angeht,deutlich unter den westeuropäischen Ländern lag.

Ganz einfach

Der Mindestlohn muss so hoch sein, dass er zu einer auskömmlichen Mindestrente von momentanen 1500€ netto führt.
Grundsätzlich könnte dazu ein Lohnfinanzausgleich, ähnlich dem Länderfinanzausgleich, installiert werden.
Mit den Renten ist ebenso zu verfahren.
Das Geld, dass die Wirtschaft verdient, ist von allen Arbeitnehmern erwirtschaftet worden und muss zuerst bei jedem Arbeitnehmer zu einem guten Gehalt führen.
Und erst danach werden Leistungsträger evtl. etwas besser bezahlt.
Und wer die echten Leistungsträger sind, haben wir alle seit drei Monaten erfahren können. Nämlich alle die, die tatsächlich die wichtige Arbeit erledigen.
Vorstände und Aufsichtsräte gehören nur ganz selten dazu.

Corona?

Lohn und Gehalt ist der Anteil an der Gesellschaft, den man für seine Arbeit erhält.

Was soll das mit Corona zu tun haben? Bei den Aufzählungen von Karl-Sebastian Schulte ist nur ein einziger Punkt der Sache entsprechend: "angemessenen Mindestschutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer". Aber Schutz wovor? Dem Arbeitgeber? Aber sicher! Mit "Wettbewerb" und "Beschäftigung nicht gefährden" hat der Mindestlohn in der Sache überhaupt nichts zu tun. Den Wettbewerb sichert der Arbeitgeber von sich aus. Das ist seine Arbeit. Und Beschäftigung wird durch Nachhaltigkeit oder Wachstum der ganzen Gesellschaft gesichert. Das hat wieder nicht nur mit dem Arbeitnehmer zu tun sondern auch mit dem viel besser bezahlten Arbeitgeber.

Die Arbeitgeberseite drückt sich mal wieder vor der eigenen Verantwortung und will ihre Misswirtschaft an dem Personal auslassen!

eigentlich ....

vertrete ich die Auffassung dass der Gehalt eines Menschen in Vollzeit nicht nur ihn
sondern auch seine ganze Familie ernähren sollte und zwar ohne dass die Frau "putzen" geht
allerdings komme ich auch gelegentlich in die reale Welt raus raus (bin Arbeitnehmer)
und gewinne den Eindruck, es gibt Menschen die verdienen nicht mal den Mindestlohn
also was tun in so nem Fall ?

Leistungsgerecht heißt differenzieren

Mich stört die fehlende Differenzierung!
Für einen Taxifahrer der keine besondere Ausbildung braucht und fast den ganzen Tag nur wartet, sind 9,85 Euro viel Geld. Ein Handwerker mit Berufabschluss, der hart arbeiten muss, erhält anfangs mit 11-12 Euro in der Stunde kaum mehr.

Eine Pflegehelferin ohne Abschluss erhält bei Caritas/Diakonie rund 15 €/Std. (ca. 2.750 Monat) bei 13 Gehältern plus Kinderzulage plus Schichtzulage etc.
Für diese Geld würde manch ein Studierter ebenfalls arbeiten gehen!

Es braucht vor allem Glück und den richtigen Tarif.
Mir schwebt dagegen vor, dass die Leistung und Anstrengung im Vordergrund stehen sollte: Wer sich nie im Leben ernsthaft bemüht hat, darf nicht das Gleiche verdienen, wie ein Facharbeiter oder Studierter, denn sonst strengt sich in diesem Land bald niemand mehr an.

Die Löhne für Hilfsarbeiten und die der Leistungsträger liegen heute schon zu nahe beieinander.

>>Die Gewerkschaften fordern

>>Die Gewerkschaften fordern eine spürbare Anhebung des Mindestlohns, der heute bei 9,35 Euro pro Stunde liegt. <<

Eine spürbare Anhebung hilft auch nicht gegen die zunehmende Armut in Deutschland!

Ein Land, das angeblich so reich sein soll.

Ja, einige wenige sind es - aber ihr Reichtum basiert auf die Ausbeutung (das ist u.a. Mindestlohn, Zeitarbeit, Werkverträge etc.) von Vielen was die zunehmende Armut der Bevölkerung zur Folge hat!

Der Mindestlohn müsste 18-20 Euro betragen, damit man würdevoll seine Leben betreiten kann und für sein Alter (kapitalgedeckte Altersversorgung, ein Begriff aus der Regierungszeit rot/grün) auch vorsorgen kann.

Sonst gehört man in Zukunft zu den Armen!

Streit über Mindeslohn

Nun beginnt also wieder die Diskussion über eine Erhöhung des Mindeslohn. Ob die Wirtschaftsvertreter allerdings ein Interesse daran haben wird den Mindeslohn zu erhöhen, darf bezweifelt werden. In Grunde sollte aber auch jeder von seiner Arbeit leben können ohne sich vom Staat aufstocken zu lassen. Bei einen Stundenlohn von 9,35 € ist das aber nur schwer möglich, jedenfalls in den meisten Regionen in Deutschland. Von daher kann ich die Forderungen der Gewerkschaften nur zu gut verstehen. Ich denke auch die Politik hat ein Interesse daran und sollte das unterstützen.

17:19 von nie wieder spd

Grundsätzlich könnte dazu ein Lohnfinanzausgleich, ähnlich dem Länderfinanzausgleich, installiert werden.
.
ich bin Baden Württemberger
und wundere mich schon, weshalb wir seit 70 Jahren da reinzahlen und andere seit 70 Jahren was kriegen
- ohne dass sich was bei denen ändert
und dass das Geld von allen erwirtschaften wird .... das glauben sie doch wohl selber nicht
... und dann das Thema Rente
klar wer ein geringes Einkommen hat, entsprechend keine Beiträge reinzahlt
kann auch nicht auf ne erkömmliche Rente hoffen
aber ist es meine Schuld wenn einer sein Leben nicht im Griff hat
und nach ner Scheidung oder zwei die Hälfte an seine Ehepartner abdrückt ?

@17:19 von nie wieder spd

"Ganz einfach
Der Mindestlohn muss so hoch sein, dass er zu einer auskömmlichen Mindestrente von momentanen 1500€ netto führt."

Dann braucht sich in diesem Land niemand mehr anzustrengen. Zur Info: der deutsche Eckrentner erhält nach 45 Jahren Vollzeitarbeit und Beitragszahlung rund 1.350 €. Übrigens brutto.

Statt sozialistischer Umverteilung sollten wir an die wenigen Menschen in diesem Land denken, die täglich hart arbeiten (ca. 20 Mio. Vollzeitarbeitnehmer). Die haben den großen Teil des Kuchens verdient und nicht Ihre beliebigen Utopien.

9,35 Euro ist lächerlich niedrig

Wenn ich jemanden beschäftigen würde, würde ich mich nicht getrauen, so einen niedrigen Stundenlohn anzubieten.
Ich denke unter 12 Euro darf man da gar nicht erst anfangen.

Streit um Mindestlohn

Am 28. Juni 2020 um 17:19 von nie wieder spd
Der Mindestlohn muss so hoch sein, dass er zu einer auskömmlichen Mindestrente von momentanen 1500€ netto führt.
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In Prinzip haben sie ja vollkommen recht... Aber wissen sie auch wieviel man heute verdienen müßte um später nach 45 Arbeitsjahren und mehr einmal eine Rente von 1500€ zu erhalten ? Was das angeht hat, da hat bis jetzt jede Partei die in den letzten fünfzig Jahren in der Verantwortung war versagt.

„Im Mindestlohngesetz ist neben der Orientierung an den Tarifen vorgegeben, dass die Kommission "im Rahmen einer Gesamtabwägung" prüft, "welche Höhe des Mindestlohns geeignet ist, zu einem angemessenen Mindestschutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beizutragen, faire und funktionierende Wettbewerbsbedingungen zu ermöglichen sowie Beschäftigung nicht zu gefährden". Auf diesen Passus verweist auch die Arbeitgeberseite. (...)
Nach Ansicht der Gewerkschaften wäre es gerade jetzt wichtig, den Mindestlohn kräftig zu erhöhen, um die Kaufkraft zu stärken und damit den Konsum anzukurbeln“

Beide liegen m.E. falsch. Es geht weder darum, Geld zu „sparen“, noch darum, „den Konsum anzukurbeln“, sondern darum, nicht nur die Landwirtschaft auf eine nachhaltige, d.h. dauerhaft tragfähige Basis zu stellen. Gute und ausführliche Tipps, wie das gehen könnte, kann sich jeder beim Anschauen der heutigen „Presseclub“-Ausgabe (www1.wdr.de/daserste/presseclub/sendungen/fleischindustrie-114.html) holen.

17:42 von AbseitsDesMains...

ja das Ärgernis mit der Lohnfindung

ich hatte nen Fliesenleger der hat für mein Bad einen Tag gebraucht
den halben 2. Tag hat er dann Silikon bzw die Fliesen verfugt
bei meinem Nachbarn war einer der war bei nem gleich großen Objekt nach ner Woche nicht fertig
"gerecht" wäre es dem 1. Handwerker 5 mal so viel zu bezahlen
aber da bringt einer bestimmt den sozialen Aspekt mit rein

Mindestlohn

was hat das mit Corona zu tun ? In zB Dänemark erhält in Mitarbeiter in der Industrie zwischen 17 u. 25 EUR per Std. umgerechnet. In der Fleischindustrie werden übrigens 25 EUR per Std. gezahlt. Immer wieder merkwürdig das es in Deutschland nicht geht. In DK gibt es auch Corona

Nicht alles richtig um 17:42 von AbseitsDesMains...

Differenzierung ja, erreicht man sehr gut mit Flächentarifverträgen, gegen die sich viele Branchen vehement wehren. Hätte man die, würde Mindestlohn nur ein paar wenige Beschäftigte überhaupt betreffen. Ihr Beispiel der PflegehelferIn: gerade die Helfer sind die, die die schwere Arbeit machen, Patienten waschen, lagern, dabei heben umdrehen etc. Während die Pflegefachkräfte sehr häufig mit (zT sicher nötiger) Bürokratie, Medikamentenvergabe und ähnlichem beschäftigt sind, auch in diesen Berufen gibt es Hirarchien, die nicht immer und in jeder Einrichtung fair sind. In sehr vielen Berufen, die stark vom Mindestlohn betroffen sind, haben die Arbeitnehmer einen schweren Stand, weil sie leicht ersetzbar sind. Gerade diese Jobs sind aber nicht wegzurationalisieren, Putzkräfte, Zimmerservice, Taxifahrer etc. Hier muss man die Arbeitnehmer vor Ausbeutung schützen und einen fairen Mindestlohn festlegen. Da unsere Regierung nichst gegen zunehmenden Mietwucher tut muss der ML deutlich steigen.

17:42 von AbseitsDesMains...

Zitat:"Die Löhne für Hilfsarbeiten und die der Leistungsträger liegen heute schon zu nahe beieinander."

Das bezweifle ich. Und wenn es so wäre: dann müsste doch eigentlich die Arbeit der "Leistungsträger" besser bezahlt werden, wenn selbst ein mickriger Mindestlohn dazu führt, dass sich "Leistung nicht mehr lohnt"...
NB. Der Taxifahrer, der mit Mindestlohn "fast den ganzen Tag nur wartet", muss vielleicht auch eine Familie oder zumindest sich selbst ernähren, Miete bezahlen usw. Und wenn er in München oder Stuttgart oder Hamburg taxi fährt, wären 9,85 / Std nicht wirklich "viel Geld".

Man muss Leben können!

Von dem was man an einem 8 Std. / Tag x 5 Tage / Woche = 40 Std. / Woche bekommt, ohne hier ein Zuschuss zu bekommen.

Auch die Rente muss später passen, ohne Aufstockung.

Bei Einkünften kann man nicht unbedingt sagen, eine ungelernte Kraft hat nicht einmal 8 € / Std. verdient.

Es gibt Jobs, bei denen mam oft nur mit den Zulagen dem Mindestlohn bekommt. Aber muss nicht schon der Bruttolohn ohne Zulagen dem Mindestlohn entsprechen?

Eine Senkung des Mindestlohn bringt uns sicherlich nicht weiter. Wenn mam den Mindestlohn kürzt, muss man auch Gehälter von AT kürzen! Bei denen kann man auch ein wenig mehr kürzen!

Die Einkommen werden in den

Die Einkommen werden in den nächsten Jahren wohl bestenfalls stagnieren. Daran sollte sich auch ein Mindestlohn orientieren, ebenso wie das bei den Renten der Fall ist.

@ um 17:42 von AbseitsDesMains..

Selbst die Menschen, die Aufgrund welcher Umstände auch immer gar nichts tun können oder dürfen, haben das Recht auf ein vernünftiges Leben, auf Teilhabe an allen Angenehmlichkeiten und an Kultur.
Dazu ist ein Einkommen weit über dem Mindestlohn nötig.
Und das sollte die unterste Grenze sein.
Solange andere Menschen mit ihren hohen und höchsten Einkommen nicht in der Lage sind, sich an unserem sozialen Leben und seinen Errungenschaften zu beteiligen indem sie ihre Steuern ordnungsgemäß zu zahlen, solange kann man den Menschen die nur wenig bis gar nichts tun, keinen Vorwurf machen.
Die Ursachen dafür liegen nämlich sehr oft bis immer in der Kindheit und in der Familie. Und ein Kind kann für fast gar nichts verantwortlich gemacht werden. Erst recht nicht für die Umstände, unter denen es aufwuchs.
Meistens auch nicht dafür, wie sich sein Leben später entwickelt.
Menschen durch verordnete Armut dafür zu bestrafen, ist so unmenschlich, wie ihn als Werkvertragsklaven zu missbrauchen.

dass die Leistung und Anstrengung im Vordergrund stehen

AbseitsDesMains..@
Das sehe ich auch so. Dies nicht an Ausbildung und persönlichen Fähigkeiten festgemachten Beträge sind nur demotivierend für leistungserbringer.

17:42, AbseitsDesMains...

>>Eine Pflegehelferin ohne Abschluss erhält bei Caritas/Diakonie rund 15 €/Std. (ca. 2.750 Monat)bei 13 Gehältern plus Kinderzulage plus Schichtzulage etc.
Für diese Geld würde manch ein Studierter ebenfalls arbeiten gehen!

Es braucht vor allem Glück und den richtigen Tarif.
Mir schwebt dagegen vor, dass die Leistung und Anstrengung im Vordergrund stehen sollte: Wer sich nie im Leben ernsthaft bemüht hat, darf nicht das Gleiche verdienen, wie ein Facharbeiter oder Studierter, denn sonst strengt sich in diesem Land bald niemand mehr an.

Die Löhne für Hilfsarbeiten und die der Leistungsträger liegen heute schon zu nahe beieinander.<<

Machen Sie mal den Job der Pflegehelferin, über die Sie hier abschätzig die Nase rümpfen.

Nur mal für einen Tag.

Und dann erzählen Sie bitte, ob Sie immer noch glauben, daß die sich nicht anstrengt und sich nicht ernsthaft bemüht.

Ich wünsche Ihnen, daß Sie nie in die Lage kommen, auf diese Menschen, die Sie derart gering schätzen, angewiesen zu sein.

Ich geh nur zum Spass arbeiten!

Ich geh nur zum Spaß arbeiten und das 30 Stunden die Woche. Der Mindestlohn ist mir egal solange er nicht über 30 Euro die Stunde steigt ändert sich für mich gar nichts. Was ich mehr verdiene wird mir von Sozialleistungen abgezogen. Die ganze Debatte um den Mindeslohn ob einen Euro mehr oder weniger ist Augenauswischerrei zu Lasten der Arbeitgeber und zur Entlastung der Sozialkassen.

Am 28. Juni 2020 um 17:53 von morgentau19

Zitat: Der Mindestlohn müsste 18-20 Euro betragen, damit man würdevoll seine Leben betreiten kann und für sein Alter (kapitalgedeckte Altersversorgung, ein Begriff aus der Regierungszeit rot/grün) auch vorsorgen kann.

Ich bezahle deutlich über dem Mindestlohn, aber nicht in der von Ihnen angedachten Größenordnung.

Eine Lohn in dieser Größenordnung könnte ich mit meiner kleinen Klitsche nicht erwirtschaften.

Ich würde entlassen (müssen).

17:42 von AbseitsDesMains..

Mir schwebt dagegen vor, dass die Leistung und Anstrengung im Vordergrund stehen sollte: Wer sich nie im Leben ernsthaft bemüht hat, darf nicht das Gleiche verdienen, wie ein Facharbeiter oder Studierter, denn sonst strengt sich in diesem Land bald niemand mehr an.

Sind Sie ganz sicher, dass Sie auf alle „angelernten“ AN verzichten könnten/wollten? Vielleicht sollten Sie konsequenterweise alle von Ihnen verwendeten Produkte des täglichen Bedarfs einfach selbst herstellen? Denn diese wurden bestimmt nicht von Facharbeitern in Ihrem Sinne leistungskonform produziert.
Der derzeitige für D. sehr niedrige Mindestlohn ist m.E. nicht existenzsichernd und führt zu Altersarmut.

Für einen Taxifahrer der

Für einen Taxifahrer der keine besondere Ausbildung braucht und fast den ganzen Tag nur wartet, sind 9,85 Euro viel Geld. Ein Handwerker mit Berufabschluss, der hart arbeiten muss, erhält anfangs mit 11-12 Euro in der Stunde kaum mehr.

Die Argumentation führt aber eher zum Lohndumping. Mal davon abgesehen, dass Taxifahrer hier zu einfach dargestellt werden, ist das kein Argument für weniger Mindestlohn, sondern für mehr Löhne in den anderen Berufen. Man hörte aber oft, schon zu Anfang: "8,50 sind zu viel, das verdient ja jemand mit Ausbildung". Und das ist komplett die falsche Herangehensweise, aber eine von Arbeitgebern willkommene Betrachtungsweise durch die Neidbrille: Lieber sollen andere noch schlechter dastehen, als dass man selbst seine Position verbessert. Lohndumping ist eben die Folge. Und nicht zufällig, das durchaus beabsichtigt. Umgekehrt sollte aber höherer Mindestlohn auch Druck bei anderen Löhnen ausüben und diese erhöhen.

@ Margitt

15 Euro wären nötig, um ein Leben unabhängig von Sozialleistungen zu führen.

@ Peter Meffert

Die dgb Gewerkschaften, haben ja mit ihrer berüchtigten "Lohnzurückhaltung " dafür gesorgt, dass auch Fachkräfte in Deutschland nicht angemessen bezahlt werden.

Die Unternehmensgewinne sind dank dieser dgb Politik stärker gestiegen als die Löhne.

Mindestlohn

Es ist doch klar wer bei dem Mindeslohn die Nase vorne. Alle Parteien.
CDU/CSU mit 30% Beamte als Mitglieder
SPD 42%
Grüne 45%
Linkspartei 34%
FDP 27%
Seht die Gesetzgebung der Letzten Jahrzehnte. Alles geht in Richtung Öffentlicher Dienst.

Mindestlohn Sysiphos3

Ja wer hat den sein Leben im Griff? Ich denke nur die Leute die ohne Leistung eine Besoldung bekommen.

@ um 18:11 von AbseitsDesMains..

Mindestens in Holland und Österreich gibt es entsprechende Renten und dort wird noch gearbeitet.
In Österreich gibt es eine solche Rente sogar 14x im Jahr.

von Werner40 18:47

Welche Einkommen haben Sie denn da im Auge,die da stagnieren sollen ?
Doch wohl eher Lohnabhängigen,Arbeitslosen,Rentner.Leider ist zu vermuten,daß die sich daß gefallen lassen.

@alterschwede 18.26

Genau deshalb mästen die Dänen die Schweine und senden sie zum Schlachten nach Deutschland! Der Mindestlohn ist sicher eine wichtige Untergrenze, aber in manchen Branchen ist er schon schwierig zu erwirtschaften. Steigt er zu schnell zu hoch, fallen die Arbeitsplätze weg. Peter Bofinger hat mal angeregt, ihn turnusmäßig zu evaluieren und anzupassen mit Blick auf die Produktivitätsentwicklung. Das halte ich für den richtigen Weg

Am 28. Juni 2020 um 17:19 von nie wieder spd

" Der Mindestlohn muss so hoch sein, dass er zu einer auskömmlichen Mindestrente von momentanen 1500€ netto führt."

Dann rechnen Sie mal bitte vor, wie hoch der Lohn sein müsste, bei durchschnittlich 40 Arbeitsjahren.

Das wird sehr interessant werden ;-).

Am 28. Juni 2020 um 19:06 von nie wieder spd

>>Solange andere Menschen mit ihren hohen und höchsten Einkommen nicht in der Lage sind, sich an unserem sozialen Leben und seinen Errungenschaften zu beteiligen indem sie ihre Steuern ordnungsgemäß zu zahlen, solange kann man den Menschen die nur wenig bis gar nichts tun, keinen Vorwurf machen.<<

Das die "oberen" 10% ca. 50% der Steuereinkommen liefern wissen Sie aber ?

Am 28. Juni 2020 um 17:19 von nie wieder spd

>>Das Geld, dass die Wirtschaft verdient, ist von allen Arbeitnehmern erwirtschaftet worden und muss zuerst bei jedem Arbeitnehmer zu einem guten Gehalt führen.<<

Und die Spitzengehälter der Politiker und deren Pensionen zählen auch dazu ? In Schleswig Holstein werden ca 33% der Steuereinnahmen für den öffentlichen Dienst verwendet

@ um 19:13 von fathaland slim

Mit dem besten Tarif in dieser Branche bekommt man als Pflegefachkraft ca 4.000€ brutto.
Das sind für einen Alleinstehenden ca 2.300€ netto, das ist gerade so ok und in etwa das, was jeder arbeitende Mensch bekommen sollte.
Dieser Tarif hat allerdings Seltenheitswert.
Hunderttausende bekommen wesentlich weniger.

Am 28. Juni 2020 um 18:11 von AbseitsDesMains...

" Zur Info: der deutsche Eckrentner erhält nach 45 Jahren Vollzeitarbeit und Beitragszahlung rund 1.350 €. Übrigens brutto. "

Die Zahl ist nicht richtig, 45 mal den jetzt gültigen Rentenwert, " Der aktuelle Rentenwert erhöht sich damit in den alten Bundesländern von 33,05 Euro auf 34,19 Euro "
Ergibt 1538,55€ Brutto.

Nur kommen die Meisten nicht auf 45 Jahre mit einem vollen Rentenpunkt pro Jahr.
Also im Schnitt so um die 5 Punkte abziehen.

Am 28. Juni 2020 um 19:10 von werner1955

>>AbseitsDesMains..@
Das sehe ich auch so. Dies nicht an Ausbildung und persönlichen Fähigkeiten festgemachten Beträge sind nur demotivierend für leistungserbringer.<<

Und wer legt fest, wer ein "Leistungserbringer(in)" ist und wer nicht ?

9:18 von falsa demonstratio

>>Ich bezahle deutlich über dem Mindestlohn, aber nicht in der von Ihnen angedachten Größenordnung.

Eine Lohn in dieser Größenordnung könnte ich mit meiner kleinen Klitsche nicht erwirtschaften.

Ich würde entlassen (müssen).<<

Ich verstehe ihren Kommentar zu gut!

Ein Bekannter (auch Arbeitvergeber) hat mir das auch gesagt.

Im Prinzip müsste das Steuersystem drastisch verändert werden. (Wird seit Jahrzehnten gesagt, geschehen ist nichts)

So weit ich weiß, steht Deutschland beim Erheben vom Steuersatz europaweit so ziemlich an der Spitze.

Herabsetzung von Steuern!

Die kapitalgedeckte Altersvorsorge ist m.E. der größte Betrug am Arbeitverrichter.

Steuern senken geht nicht, weil die Bundesregierung zuviel Geld zum weltweiten Fenster hinaus wirft.

Sparen?

Im Leben nicht- wenn, dann nur an falschen Stellen.

Deshalb wird die Zahl der Armen in Deutschland weiter steigen, da ein Mindestlohn von 18-20 Euro Utopie ist.

Und selbst mit 10 € ML wird die Armut dadurch geringer....

Am 28. Juni 2020 um 17:19 von nie wieder spd

>>Das Geld, dass die Wirtschaft verdient, ist von allen Arbeitnehmern erwirtschaftet worden und muss zuerst bei jedem Arbeitnehmer zu einem guten Gehalt führen.
Und erst danach werden Leistungsträger evtl. etwas besser bezahlt.<<

Die Leistungsträger gehen dahin, wo sie viel verdienen. Notfalls ins Ausland. So wie etwa jeder dritte Arzt, der hier ausgebildet wurde.

>>Und wer die echten Leistungsträger sind, haben wir alle seit drei Monaten erfahren können. Nämlich alle die, die tatsächlich die wichtige Arbeit erledigen.<<

Für Berufe im Gesundheitssektor hätte die Politik entscheiden können: Steuerfreiheit für Überstunden sowie Wochenend und Feiertagstunden. Das hätte deren Arbeitgeber nichts gekostet. Warum ist man diesen Weg nicht gegangen ?

19:14 von gully

>> Ich geh nur zum Spaß arbeiten und das
>> 30 Stunden die Woche. Der Mindestlohn
>> ist mir egal solange er nicht über 30 Euro
>> die Stunde steigt ändert sich für mich
>> gar nichts.

Hää? Wie geht das ohne Steuerhinterziehung oder Sozialbetrug? Sind Sie der Wendler?

17:42 von AbseitsDesMains...

>>Mir schwebt dagegen vor, dass die Leistung und Anstrengung im Vordergrund stehen sollte<<

Dann müsste ein/e Pflegehelfer/in weitaus mehr verdienen als die paar Euros.

Vor deren kraftanstrengenden Leistungen ziehe ich meinen Hut!

PS. Läge es ihrem Leistungs- und Anstrengungs-Prinzip zugrunde, dürften Politiker demnach in der Höhe des Mindeslohn liegen.

Leistungsträger

Ich sehe die vielen Facharbeiter und Fachkräfte, die mit Löhnen zwischen 2.700 und 3.300 Euro (brutto) nach Hause gehen. Das sind Buchhalter, Gruppenleitungen etc. mit einem Lohn von 15-19 Euro/Std (brutto). Die haben eine Ausbildung gemacht, danach meist einen Fachkaufmann oder Bilanzbuchhalter usw. Zudem sind sie meist zehn Jahre oder länger dem Unternehmen loyal.

Sie erhalten keinen Zuschuß zum Kindergarten oder zur Fahrkarte. Zahlen aber bereits fast 40 % Steuern.

Abends gehen diese Menschen schlag k.o. nach Hause. Das sind die Helden des Alltags und Leistungsträger. Tatsächlich haben sie am Ende des Tages 50 % mehr Einkommen und im Alter eine etwas bessere Rente. Dafür haben sie sich aber ihr Leben lang angestrengt.

Der Mindestlöhner mit 9,85 Euro schaut neidisch auf sie; würde er sich auch dauerhafter anstrengen, hat er gute Chancen auch zu dieser Gruppe der Leistungsträger zu gehören. So aber ist es nur Neid!

@17:23 von Sisyphos3

"... es gibt Menschen die verdienen nicht mal den Mindestlohn..."

Richtig. Besonders viele sind es unter den Millonären und Milliardären. Aber letztlich findet man die in allen gesellschaftlichen Schichten.

müsste 18-20 Euro betragen,

falsa demonstratio @

Ihnen ist aber klar das dann alle P rodukte und Dienstleistung besonders der an oder ungelehrten Arbeitnehmer doppel so teuer wird?

Also wenn Jetzt schon wenige solche Leistungen wie Taxifahren, Busfahren, Gastwirtschaft , Künstler usw nutz viele diese Leistungen überhaupt nicht mehr nutzen.

Wovon soll dann die Millionen H4 Empfänger solche Leistungen und Produkte bezahlen?

unter den westeuropäischen Ländern lag.

von Bernd Kevesligeti @
Also ist das der Grund warum wir der größte Nettozahler der EU sind?
Dann sollten die EU Nachbarn aber ganz schnell unsere System übernehmen.

Denn nach Corona werden wir nichts mehr zum verteilen und Spenden haben.

Am 28. Juni 2020 um 17:23 von Sisyphos3

>>vertrete ich die Auffassung dass der Gehalt eines Menschen in Vollzeit nicht nur ihn
sondern auch seine ganze Familie ernähren sollte<<

Geselle, Elektriker, Klempner oder Bürokauffrau: Mit dem Gehalt können Sie keine Familie ernähren. Das ist das Ergebnis jahrelanger Steuererhöhungen durch die kalte Progression sowie dem ständigen Anheben der Bemessungsgrenzen für Rente und Krankenkasse. So wird vom Urlaubsgeld oder Weihnachtsgeld durch die höheren Bemessungsrenzen ständig mehr einbehalten.

@17:42 von AbseitsDesMains...

//Eine Pflegehelferin ohne Abschluss erhält bei Caritas/Diakonie rund 15 €/Std. (ca. 2.750 Monat) bei 13 Gehältern plus Kinderzulage plus Schichtzulage etc.//

Bitte korrekt bleiben! Nach einjähriger Ausbildung MIT Abschluss und erst nach dem 16. Berufsjahr. Und in der gesamten Pflegebranche eher ein unübliches Gehalt. In keinem Fall aber zu hoch für diese Tätigkeit.

Die Diskussion über den Mindestlohn

ist doch nicht zielführend.
Das wären über 18 D Mark. Zu D Mark Zeiten mehr als auskömmlich.
Zeigt mir nur wieder,daß der Euro ein Teuro ist und uns als Bürger massiv schadet und nur der Wirtschaft Geld in die Kassen spült.
Bei meinem gegenwärtigen Stundenlohn von ca. 25 Euro stehe ich viel schlechter da als früher mit 12 D Mark.
Das ist die ganze Wahrheit. Wenn ich dazu noch die Null Zinsen sehe wird der Euro immer weiter entwertet.
Das ist keine Währung sondern eine Katastrophe.

@17:53 von morgentau19

"Ein Land, das angeblich so reich sein soll."

Das Land ist reich. Nur eben ein immer größer werdender Teil seiner Bürger nicht.

"Der Mindestlohn müsste 18-20 Euro betragen, damit man würdevoll seine Leben betreiten kann und für sein Alter (kapitalgedeckte Altersversorgung, ein Begriff aus der Regierungszeit rot/grün) auch vorsorgen kann."

Wo kommt nur das Gekreische her, dass ich bei diesen Zahlen zu vernehmen glaube?

Vom Mindestlohn muss man Leben können

Unter

https://ec.europa.eu/eurostat/statistics-explained/index.php/Minimum_wag...

ist zu entnehmen, dass in Deutschland ca. 1500 €/Monat brutto - ca. 1600€/Monat brutto Mindestlohn in 2020 gezahlt wird.
Davon kann ein Singel-Haushalt in Großstädten nicht wirklich existieren.
Aufstocken mit Sozialleistungen sind erforderlich.
Das bedeutet im EU-Recht Wettbewerbsverzerrung, da andere EU-Länder und auch andere Länder wie die USA oder Großbritannien so die Arbeitslöhne über solche staatliche Leistungen nicht subventionieren können.
Hier ist eine Angleichung an andere EU-Länder erforderlich.

Die Folge muss eine Erhöhung des Mindestlohns sein, so dass ein Singel-Haushalt in Großstädten - ohne Sozialleistungszuschuss - existieren kann.
Das dürfte schätzungsweise bei ca. 1800 €/Monat brutto - ca. 2000 €/Monat brutto liegen.

@18:31 von Forfuture

"Arbeitnehmer einen schweren Stand, weil sie leicht ersetzbar sind. Gerade diese Jobs sind aber nicht wegzurationalisieren, Putzkräfte, Zimmerservice, Taxifahrer etc. Hier muss man die Arbeitnehmer vor Ausbeutung schützen und einen fairen Mindestlohn festlegen."

Jede Arbeit und jede Arbeitskraft hat ihren Preis.
Muss ich Abitur machen und anschließend Studieren, so habe ich eine große Investition getätigt und darf eine großzügigere Entlohnung erwarten.

Strenge ich mich anschließend an, bilde mich in meiner Freizeit weiter und grübele stets und immer nach neuen Ideen und Lösungen, dann bin ich ein besonders wertvoller Mitarbeiter. Was spricht dagegen, dass dieser Mitarbeiter das 2- oder 3-fache verdient, wie der Mindestlöhner, der in seinem Leben immer den leichtesten Weg gewählt hat?

Das ist keine Frage der Moral, sondern der Gerechtigkeit!

Mindestlohn muss erhöht werden

Auch hier zeigt sich , Corona hat Blickwinkel verschoben. Die Verhältnismässigkeiten zw. Systemrelevanz und Bezahlung müssen tlw. neu abgewogen werden.
Auch wenn die Konjunktur stagniert.
Der Mindestlohn muss angepasst werden.

@18:02 von Der freundliche...

//In Grunde sollte aber auch jeder von seiner Arbeit leben können ohne sich vom Staat aufstocken zu lassen.//

Das Aufstocken ist eine Alimentierung der ohnehin schon Begüterten und eine Perversion der Marktwitschaft. Wer geleistete Arbeit nicht anständig bezahlen kann oder will, muss sie selber machen.

//Bei einen Stundenlohn von 9,35 € ist das aber nur schwer möglich, jedenfalls in den meisten Regionen in Deutschland. Von daher kann ich die Forderungen der Gewerkschaften nur zu gut verstehen. Ich denke auch die Politik hat ein Interesse daran und sollte das unterstützen.//

Wenn die (derzeitige) Politik tatsächlich an einer Verbesserung der Lebensumstände des abgehängten Viertels der Bevölkerung Interesse hätte, warum tut sie dann nichts?
Weil sie von den Verheerungen, die das mittel- und langfristig anrichtet, selbst nicht mehr betroffen sein wird.
Das wird aber schon die jetzt noch junge Generation ausbaden müssen. Wer arm ist, denkt nicht ans Klima.

@18:47 von Werner40

"... Die Einkommen werden in den nächsten Jahren wohl bestenfalls stagnieren. Daran sollte sich auch ein Mindestlohn orientieren ..."
Genau das ist völlig falsch.
Der Mindestlohn muss sich daran orientieren, dass ein Singel-Haushalt in einer Großstadt existieren kann, und zwar ohne Zuschuss und Aufstockung von Sozialleistungen.
Die Arbeitgeber sind in den letzten ca. 20 Jahren von der neoliberalen Politik gehätschelt und getätschelt worden. Die Gewinne der Unternehmen sind gestiegen, die Löhne in dem Masse nicht.
Eine Reduzierung der Sozialgelder-Aufstockung für Löhne muss aufhören. Der Mindestlohn muss steigen. Damit wird auch mehr in die Sozialkassen eingezahlt, z.B. in die leeren Kassen der Krankenkassen und der Rentenversicherung.
Die Wirtschaftskrise verursacht durch Corona darf nicht nur an den Angestellten hängen bleiben.
Die Arbeitgeber müssen nun ihrerseits ihren Tribut zahlen, ob denen das passt oder nicht.
Und basta !

Gesamtkonzept

Natürlich wäre es schön, wenn der Mindestlohn so hoch wäre, dass man im Alter eine ordentliche Rente hätte. Auch ein Mindestlohn nahe 20 € würde vielen gefallen. Es macht jedoch keinen Sinn allein an einer Schraube zu drehen. Eine solche Erhöhung des Mindestlohns würde Wohnungspreise explodieren lassen und Politiker würden schnell das Rentensystem dahingehend ändern, dass die resultierende Rente wiederum nicht auskömmlich ist.
Natürlich ist der Mindestlohn anzuheben, deutlich, aber dennoch in Maßen. Gleichzeitig ist dafür zu sorgen, dass jeder, der gearbeitet hat, später eine Rente haben wird, die oberhalb der Grundsicherung liegt. Bei längerer Arbeitszeit und höheren Einzahlungen natürlich höher, dies muss aber nicht linear höher sein.
Als Nächstes muss der Staat Wohnraum schaffen, den sich Menschen mit Mindestlohn leisten können.
Heute besser leben als jemand der nicht arbeitet, vernünftig wohnen können sowie im Alter eine vernünftige Rente haben. Dieses Gesamtkonzept ist das Ziel.

@18:37 von Peter Meffert 17:42 von AbseitsDesMains...

"Der Taxifahrer, der mit Mindestlohn "fast den ganzen Tag nur wartet", muss vielleicht auch eine Familie oder zumindest sich selbst ernähren, Miete bezahlen usw. Und wenn er in München oder Stuttgart oder Hamburg taxi fährt, wären 9,85 / Std nicht wirklich "viel Geld"."

Danke, dass Sie noch einmal auf den Taxifahrer eingehen. Für den ist Warten purer Stress. Es macht mich immer richtig sauer, wenn Menschen mit dieser Herablassung auf Dienstleistungen bzw. die Menschen, die diese erbringen herabsehen, die man aber mit riesiger Selbstverständlichkeit bei Bedarf in Anspruch nehmen können will.

@18:12 von Margitt.

"Wenn ich jemanden beschäftigen würde, würde ich mich nicht getrauen, so einen niedrigen Stundenlohn anzubieten.
Ich denke unter 12 Euro darf man da gar nicht erst anfangen."

Eben. Aus diesem Grunde putze ich meine Wohnung auch selbst.

@19:18 von falsa demonstratio

"... Eine Lohn in dieser Größenordnung könnte ich mit meiner kleinen Klitsche nicht erwirtschaften. Ich würde entlassen (müssen) ..."

In welcher Höhe wird der Mindestlohn gezahlt ?

Falls der Betrieb nur mit Aufstockung zum Mindestlohn mit Sozialgelder aus der Staatskasse aufrecht erhalten werden kann, sehe ich hier eher die - die staatliche erlaubte und geförderte und dauerhafte Insolvenzverschleppung - des Betriebes durch den Staat.

Da muss man sich mal fragen, ob das so nach EU-Recht richtig ist (Thema: Wettbewerbsverzerrung).

 17:42 @AbseitsDesMains...

Welchen Kinderzuschlag?

Und sind Sie sicher, dass die
Pflegehelferin ein 13. Monatsgehalt bekommt?

Ansonsten stimme ich @fathaland slim zu,
machen Sie den Job erst einmal, vor allem bettlägerische, demente Patienten, von Füttern bis Windeln wechseln, ...

20:10 von SchleswigHolsteiner

>> Das die "oberen" 10% ca. 50% der
>> Steuereinkommen liefern wissen Sie
>> aber ?

Definitiv falsch!

Die oberen 10% zahlen 50% der Einkommensteuer (jährl. Aufkommen ca. 5,5 Mrd €). Der Rest zahl LOHNSTEUER (über 150 Mrd/ Jahr)!!!

@SchleswigHolsteiner, 20:10

Das die "oberen" 10% ca. 50% der Steuereinkommen liefern wissen Sie aber ?

Dass die "oberen" 10% aber deutlich mehr als 50% der Einkommen erzielen, wissen Sie aber? Da sind die mit 50% des Steueraufkommens noch gut bedient, oder?

@21:43 von Leipzigerin59

"Welchen Kinderzuschlag?"

Je kindergeldberechtigtes Kind. Üblich bei den großen Sozialunternehmen in der BRD, wie auch das 13. Gehalt: Caritas, Diakonie, Paritäter. Das sind die Großen, die den Sozialstaat für die BRD praktisch umsetzen.

Aus der Reihe tanzen die ambulanten Pflegedienste etc. Das ist wahr, aber sonst müssten die Rentner, Patienten oder ihre Angehörigen auch viel mehr für die Pflege zuhause bezahlen!

um 20:56 von AbseitsDesMains...

Ich finde die Art Ihrer Argumentation sehr arrogant und überheblich. Wir reden hier von einem Mindestlohn. Wenn der Mindestlohn aber nicht mal reicht, um in der Stadt, in der man arbeitet auch eine Wohnung zu bezahlen, dann ist der definitiv zu niedrig. Es ist, aus welchen Gründen auch immer, nicht jedem gegeben eine hochqualifizierte Ausbildung zu absolvieren, die Art wie Sie über diese Menschen richten ist mAn menschenverachtend. Missgunst und Gier sind die Eigenschaften, die einer gerechten und anständigen Welt als größtest Hindernis gegenüberstehen, beschämend.

Wohin

der Lobbyismus der Wirtschaft geführt hat sieht man an Werksverträgen und Leiharbeit.Arbeit die nicht mit mindestens 15€ pro Std bezahlt werden kann braucht man nicht,denn die muss dann vom Staat mit Aufstockung subventioniert werden.Genau so Renten ,wer kam auf die Idee dass jemand der schon solange er gearbeitet hat und mit dem Geld nicht ausgekommen ist es als Rentner mit der Hälfte Schaft .

@20:16 von SchleswigHolsteiner

"In Schleswig Holstein werden ca 33% der Steuereinnahmen für den öffentlichen Dienst verwendet"

Ich wundere mich auch immer, wo seit 70 Jahren die jählich 1,0 % bis 7,0 % Wachstum des Bruttosozialprodukts verschwinden, die nicht in den Lohntüten der Arbeitnehmer landen. Es sind eben nicht die "Unternehmer" auf die hier viele schimpfen. Der erwirtschaftete Wohlstand versickert überwiegend in der Administration des öffentlichen Dienstes, in der Politik und in den vielen Kontrollmechanismen für den Bürger.

20:10, SchleswigHolsteiner

>>Am 28. Juni 2020 um 19:06 von nie wieder spd
>>Solange andere Menschen mit ihren hohen und höchsten Einkommen nicht in der Lage sind, sich an unserem sozialen Leben und seinen Errungenschaften zu beteiligen indem sie ihre Steuern ordnungsgemäß zu zahlen, solange kann man den Menschen die nur wenig bis gar nichts tun, keinen Vorwurf machen.<<

Das die "oberen" 10% ca. 50% der Steuereinkommen liefern wissen Sie aber ?<<

50% der Einkommenssteuer.

Daran kann man ablesen, wie viel diese 10% verdienen.

Die Einkommenssteuer macht aber nur knapp 50% des Steueraufkommens aus.

20:19, nie wieder spd

>>@ um 19:13 von fathaland slim
Mit dem besten Tarif in dieser Branche bekommt man als Pflegefachkraft ca 4.000€ brutto.
Das sind für einen Alleinstehenden ca 2.300€ netto, das ist gerade so ok und in etwa das, was jeder arbeitende Mensch bekommen sollte.
Dieser Tarif hat allerdings Seltenheitswert.
Hunderttausende bekommen wesentlich weniger.<<

Ja, das ist mir bekannt.

Und ich finde es skandalös.

Denn das sind wirklich Leistungsträger.

sehen Sie her, @abseits des Mains, ich war ein Leistungsträger

und habe mein Leben lang zu den "Besserverdienenden" gehört. Ich wäre also jemand, dem sogar Sie eine halbwegs anständige Bezahlung gönnen würden.

Ich sag Ihnen aber was: Ihre menschenverachtende Einstellung - von wegen, wer kein abgeschlossenes Studium hat, ist ein fauler Sack und hats nicht besser verdient - hätte ich bereits beim Vorstellungsgespräch bemerkt, und Sie hätten mich niemals als Mitarbeiter bekommen.

Einige Kommentatoren

Da bekommt man bei einigen Kommentaren eine Gänsehaut! Erarbeiten dürfen alle die Werte, Nutzer sollen aber bitte nur rücksichtslosen Ellenbogenegoisten sein, Mann oh Mann! Nach dem Motto was kümmert mich das Elend der anderen, Hauptsache ich. Jede ehrliche Arbeit ist ihre Achtung und Ihre Wertschätzung wert! Aber Ehrlichkeit ist in der jetzigen Gesellschaft etwas Aussätziges. Wie war der alte Spruch: ""Die Dummen leben für die Arbeit und die Reichen leben von den Dummen“. Bloß gut, das ich schon alt bin. MfG

@ um 20:10 von SchleswigHolsteiner

Völlig richtig! Aber solange diese oberen 10% über ca 97% des Geldes verfügen, ist ein Anteil von nur 50% am Steueraufkommen eben nur etwas mehr als die Hälfte dessen, was sie zahlen müssten.

wer legt fest,

SchleswigHolsteiner@
Alle die Menschen die für unseren Wohlstand, Sicherheit und Gesundheit hart arbeiten steuern zahlen und sich an Regeln und Gesetzte halten.

Also wir demokratische Bürger.

17:23 von Sisyphos3

(bin Arbeitnehmer)///
Rentner sind Arbeitnehmer? Hatten Sie nicht Ihren Beruf mit 56 an den Nagel gehängt? Nach 38 Rentenjahren?///

Am 01. Juni 2020 um 19:07 von Sisyphos3
18:54 von in Zukunft
Ich will es nur erwähnt haben, diesen Blickwinkel gibt es auch.
.
das Leben ist facettenreich
ich habe meinen Beruf nach 38 Rentenjahren mit 56 an den Nagel gehängt
lebe seither mit meiner 3 köpfigen Familie, ohne die Hilfe anderer
auch ohne bedingungsloses Grundeinkommen recht komfortabel

@ um 20:10 von wenigfahrer

Irgendwann hatte ich das schonmal hier vorgerechnet.
Fest steht aber, dass man mit dem aktuellen Durchschnittsgehalt von ca 3500€ brutto nach 40 Jahren eine Rente von nur wenigen Euro über der Grundsicherung bekommen wird.
Das heißt auch, da man ja erfahrungsgemäß mit weniger als dem Durchschnittsgehalt anfängt und sich langsam steigert, dass man gegen Ende des Berufslebens wahrscheinlich 5000€ brutto verdienen muss, um den Durchschnittswert von 3500€ brutto zu erreichen.
Ebenso heißt das, dass nur ganz wenige überhaupt eine akzeptable Rente bekommen werden.
Folglich läge das erforderliche Durchschnittsgehalt für 1500€ Mindestrente ca doppelt so hoch. Also knapp 7000€ brutto.
Hört sich alles illusorisch an, ich weiß.
Kann man aber hinbekommen, wenn man will. Steuerzuschüsse usw.
Wenn es so bleibt wie jetzt, ist das seit 15 vorprogrammierte, vorsätzliche und beabsichtige Verarmung ganzer Bevölkerungsteile durch die Politik.

@20:39 von AbseitsDesMains... Leistungsträger

Ich sehe die vielen Facharbeiter und Fachkräfte, die mit Löhnen zwischen 2.700 und 3.300 Euro (brutto) nach Hause gehen. Das sind Buchhalter, Gruppenleitungen etc. mit einem Lohn von 15-19 Euro/Std (brutto). Die haben eine Ausbildung gemacht, danach meist einen Fachkaufmann oder Bilanzbuchhalter usw. Zudem sind sie meist zehn Jahre oder länger dem Unternehmen loyal.

Sie haben die Windenergiebranche vergessen. Dort gibt es gut ausgebildete, studierte, fachlich kompetente, hart an einer lebenswerten Zukunft arbeitende Menschen. ;-)

20:37 von morgentau19

«PS. Läge es ihrem Leistungs- und Anstrengungs-Prinzip zugrunde, dürften Politiker demnach in der Höhe des Mindeslohn liegen.»

Platt wie das Schnitzel, das wer 3 Stunden lang unter den Dampfhammer zum Plattklopfen legte.

Wenn nicht stets Politiker zum Plattitüdenklopfen bereit stünden.
Müsste man gar wen anders verplätten.
Evtl. die Schuhplattler …

@nie wieder spd 19.06

Solange andere Menschen mit ihren hohen und höchsten Einkommen nicht in der Lage sind, sich an unserem sozialen Leben und seinen Errungenschaften zu beteiligen indem sie ihre Steuern ordnungsgemäß zu zahlen, solange kann man den Menschen die nur wenig bis gar nichts tun, keinen Vorwurf machen."
Ach so? Arbeitsverweigerung also aus Protest, nicht vielleicht doch aus Faulheit? Ich finde Steuerhinterziehung asozial, sich dauerhaft mit Steuergeldern alimentieren zu lassen, wenn man gesund und arbeitsfähig ist aber genauso. Und die von Ihnen Angesprochenen haben dann auch vom Mindestlohn nichts, den gibt's nämlich für Arbeit.

Wenn man das 3-4fache des

Wenn man das 3-4fache des Mindestlohns verdient, ist das ja auch ok, sagt doch keiner was dagegen. Aber jemanden einen auskömmlichen Lohn zu verweigern, weil er ja „nur“ Taxifahrer, Pflegehelfer, Putzfrau ist, ist verachtenswert.
Ich kann mich noch an Debatten im Bundestag erinnern, als dort behauptet wurde, dass Mindestlöhne von 8,50 am Wirtschaftsstandort Deutschland nicht zu erwirtschaften wären, sagte glaube ich Volker Kauder.

@22:10 von PMK

"Da bekommt man bei einigen Kommentaren eine Gänsehaut!"

Ist ja auch kein Wunder - bei der Eiseskälte, die die ausatmen.

Woran mag es liegen?

Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass gerade die Menschen, die anderen nicht einmal einen Mindestlohn gönnen, von dem man auch eingermaßen stressfrei leben kann, sehr unzufrieden mit dem eigenen Leben sind. Wieso nur? Wenn sie tatsächlich so tolle Menschen und Leistungsträger sind und waren, können Sie doch stolz auf sich sein. Warum dann noch grün vor Missgunst auf andere herabschauen? Passt nicht gut zusammen.

22:36 von StepHerm

Wenn man das 3-4fache des Mindestlohns verdient, ist das ja auch ok, sagt doch keiner was dagegen. Aber jemanden einen auskömmlichen Lohn zu verweigern, weil er ja „nur“ Taxifahrer, Pflegehelfer, Putzfrau ist, ist verachtenswert.
Ich kann mich noch an Debatten im Bundestag erinnern, als dort behauptet wurde, dass Mindestlöhne von 8,50 am Wirtschaftsstandort Deutschland nicht zu erwirtschaften wären, sagte glaube ich Volker Kauder.
////
*
*
Jetzt erklären Sie nur noch, wer die Taxifahrer gegen die unregelementierten UBER umrubeln will.
*
War das etwa auch die CDU?

19:14 von gully

«Ich geh nur zum Spaß arbeiten und das 30 Stunden die Woche. Der Mindestlohn ist mir egal solange er nicht über 30 Euro die Stunde steigt ändert sich für mich gar nichts.»

Erfreulich für Sie, wenn Sie in der Art Geld verdienend ein Leben führen können, bei dem Sie nicht wegen finanzieller Engpässe auf Dinge / Erlebnisse verzichten müssen, die Sie eigentlich bräuchten / gerne hätten / zu erleben sich wünschten.

30 Std. / Wo. à 30 € / Std. x 4 Wochen / Monat.
Macht 3.600 € Brutto / Monat.
Mind. 30 € / Std. müssen Sie ja verdienen.
Wenn nur Mindestlohn > 30 € / Std. bei Ihnen was ändern täte.

«Die ganze Debatte um den Mindeslohn ob einen € mehr oder weniger ist Augenauswischerrei zu Lasten der Arbeitgeber und zur Entlastung der Sozialkassen.»

"Die ganze Dedatte" nur unter Betrachtung der eigenen Arbeitssituation + finanziellen Umstände ist wie Fußball spielen mit 'nem Hinkelstein als Ball.

Stoppt man 1 Flug-Hinkelstein unaufmerksam.
Schnell Fuß gebrochen … ± 30 Tage Spital.

Viel Streik viel Geld?

@ Bernd Kevesligeti:
Schließlich galt auch schon in Zeiten vor Corona,daß die Bundesrepublik was Streiks angeht,deutlich unter den westeuropäischen Ländern lag.

Die Löhne in Deutschland sind dennoch im Vergleich sehr hoch. Nur in der Schweiz verdient man besser. Aber liegt das an den permanenten Streiks in der Schweiz?

@ Margitt

Ich denke unter 12 Euro darf man da gar nicht erst anfangen.

Anfangen darf man hoch, aber die Einigung wird es bei einem so hohen Wert definitiv nicht geben.

22:36 von StepHerm

dass Mindestlöhne von 8,50 am Wirtschaftsstandort Deutschland nicht zu erwirtschaften wären,
.
ich habe Mitarbeiter in meinem Berufsleben kennengelernt,
die waren den halben Tag auf dem Klo und den Rest haben sie nichts gearbeitet
das sind (hoffe ich) Ausnahmen
aber das zu ihrem "Argument" was hierzulande erwirtschaftet wird / werden kann

22:18 von rainer4528

(bin Arbeitnehmer)///
Rentner sind Arbeitnehmer? Hatten Sie nicht Ihren Beruf mit 56 an den Nagel gehängt? Nach 38 Rentenjahren?///
.
bin Arbeitnehmer GEWESEN
besser ??

im übrigen wie bezeichnen sie Leute die gelegentlich ehrenamtlich tätig sind ?
aktuell arbeite ich sogar bei nem Freund 10 ... 12 Stunden im Monat
Konstruktionen, EC Freigaben etc ......

22:36 von StepHerm

Zitat:"Aber jemanden einen auskömmlichen Lohn zu verweigern, weil er ja „nur“ Taxifahrer, Pflegehelfer, Putzfrau ist, ist verachtenswert.
Ich kann mich noch an Debatten im Bundestag erinnern, als dort behauptet wurde, dass Mindestlöhne von 8,50 am Wirtschaftsstandort Deutschland nicht zu erwirtschaften wären, sagte glaube ich Volker Kauder."

Genau weil das so ist, funktioniert die Spaltung der Gesellschaft. Die Facharbeiter, Handwerker, Pflegekräfte usw. verdienen objektiv zu wenig und wenn dann der Mindestlohn für Ungelernte erhöht werden soll, wird die Empörungspauke vorgeholt und die Neiddebatte entfacht, warum diese "Faulenzer" so viel bekommen sollen. Und die CDU, die sowieso fast ausschließlich die Interessen der Wirtschaft vertritt, macht da kräftig mit und wird von all den Neidhammeln auch noch gewählt, damit der Abstand zwischen den Miniverdienern und den Kleinverdienern erhalten bleibt. Die Unternehmen und die Reichen lachen sich kaputt...

22:29 von Kaneel

«Sie haben die Windenergiebranche vergessen. Dort gibt es gut ausgebildete, studierte, fachlich kompetente, hart an einer lebenswerten Zukunft arbeitende Menschen. ;-)»

"Da meine Firma" nicht wenige Produkte herstellt, die auch in / an WKAs zum Einsatz kommen (vor allem Persönliche Schutzausrüng gegen Absturz aus der Höhe / Aufstiegshilfen zum Erklettern der Turbinengehäuse für Wartung & Reparaturen). War ich schon häufig in WKAs, bei Herstellern … und auch in der Höhe auf den Maschinenhäusern.

Erst in diesem Zusammenhang wurde mir das Berufsbild: "Freileitungsbau" überhaupt erst bewusst. Sind die Jungs (ganz wenige Mädels), die dafür sorgen, dass Stromleitungen an Masten hängen, kontrolliert & gewartet & repariert werden, wenn Winde Leitungen zerzausen.

Kein definierter Lehrberuf, einer mit langer "Anlernphase".
Viel Kraftaufwand, Voraussetzung: keinerlei Höhenangst.
Höchste Verantwortung eines jeden auch für die Kollegen.

Mein Stundenlohn ist … ± doppelt so hoch wie derer …

um 22:10 von PMK

"Einige Kommentatoren
Da bekommt man bei einigen Kommentaren eine Gänsehaut! Erarbeiten dürfen alle die Werte, Nutzer sollen aber bitte nur rücksichtslosen Ellenbogenegoisten sein, Mann oh Mann! Nach dem Motto was kümmert mich das Elend der anderen, Hauptsache ich. Jede ehrliche Arbeit ist ihre Achtung und Ihre Wertschätzung wert! Aber Ehrlichkeit ist in der jetzigen Gesellschaft etwas Aussätziges..."

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Danke. Sie sprechen mir aus der Seele. Was mich dann doch überrascht ist, daß Viele sich scheinbar sehr wohl in dieser sozial eiseskalten Haut fühlen, obwohl es unsympathisch ist und außer vielleicht bei den echten Schmarotzern kaum Bewunderung oder Neid hervorruft. Gänzlich unverständlich ist für mich und viele andere noch im Berufsleben Stehende die unverzeihliche Empörung, die sich Leute gegenüber geringsten Ansprüchen an sozialen Mindeststandard leisten und nicht mal die Butter aufs Brot gönnen. Auf so eine Idee käme ich nicht mal, wenn mein Job keinen Spaß machen würde

22:18 von rainer4528

Hatten Sie nicht Ihren Beruf mit 56 an den Nagel gehängt? Nach 38 Rentenjahren?
.
nachtrag
wenn sie es ganz genau wissen wollen
14 Lehre begonnen, nebenher Fachschulreife nachgeholt
mit 17 eine techn. Oberschule besucht, dann an eine Fachhochschule - da kriegte ich BAFÖG
(Lehrzeitverkürzung 1/2 Jahr erlassen gekriegt, an der FH das 1. Praxissemester)
ja und 2 Kurzschuljahre .....

in meiner Altersgruppe keine ungewöhnliche Sache oder Leistung

von bellingcat 22:59

Tarifabschlüsse sind in der Regel bescheiden.Auch wenn es Unternehmen gut geht.In Relation zur Arbeitsproduktivität sind die Löhne niedrig.Dazu müssen auch Randbelegschaften in Betracht gezogen werden.Produktivitätssteigerungen plus Preissteigerungen machen mehr aus als die Lohnsteigerungen.Während die Reallöhne inflationsbereinigt seit 1991 um etwa 20% stiegen,stieg die Arbeitsproduktivität pro Erwerstätigenstunde im gleichen Zeitraum um 41%.

Darstellung: