Ihre Meinung zu: Verbot von Werkverträgen soll schneller kommen

28. Juni 2020 - 10:40 Uhr

Nun soll es schnell gehen: Bereits im kommenden Monat will Arbeitsminister Heil ein Gesetz zum Verbot von Werkverträgen in der Fleischindustrie vorlegen. Auch die EU will rasche Änderungen.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
3.333335
Durchschnitt: 3.3 (3 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

...Verbesserungen an der Lobbyarbeit gescheitert?!

"Der nordrhein-westfälische Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) beklagte, dass bislang alle Initiativen zum Verbot von Werkverträgen am Widerstand der Fleischindustrie und ihrer Lobby gescheitert seien."
Da geht mir der Hut hoch!
Lobbyarbeit = Einflussnahme auf Politik = BESTECHUNG = gehört sofort verboten!
Aber das wird wahrscheinlich am Widerstand der Lobbyisten scheitern.
Und es ist eine Schande für unser ach so zivilisiertes Land, dass es erst ein Coronavirus braucht, um die moderne Sklavenhaltung in Frage zu stellen.
Ja, wo sind wer denn?

Werkverträge

Warum nur in der Fleischindustrie? Werkverträge gehören generell verboten. Ebenso Leih u. Zeitarbeit. Reine gelebte Menschenverachtung u. sonst gar nichts.

Dumpinglöhne durch Werkverträge von der Politik ignoriert

Seit Jahren ist das Problem dieses Geflechts von Verträgen nicht nur in der Fleischindustrie bekannt. Die erfolgreiche Lobbyarbeit der Fleisch- und Bauindustrie hat zu immer größeren Auswüchsen dieses Systems geführt.
Alle Parteien haben weggeschaut, weil die Masse der betroffenen Arbeitnehmer keine Wähler sind, sie aber im Umkehrschluss des halb fürs Nichtstun ihre Parteispenden sicher hatten.
Aber wenn man Herrn Heil jetzt hört, will er nur in der Fleischindustrie die Axt tlw. (Anzahl Beschäftigter)an die Wurzel des Übels legen.
Das System wird in den anderen Branchen in dieser Form unverändert weiter bestehen.
Die Beseitigung des Mietwuchers und der Zustände in den erbärmlichen Unterkünften dieser Arbeitnehmer steht aber noch in weiter Ferne.
Der Souverän hat im Gegensatz zur Lobby im Bund und in den Ländern nichts zu melden.

Warum nun nur in der

Warum nun nur in der Fleischindustrie ? Was ist mit der Automobilindustrie, Beispiel BMW ???

12:02 von Mr. Burns

dass bislang alle Initiativen zum Verbot von Werkverträgen am Widerstand der Fleischindustrie und ihrer Lobby gescheitert seien."
.
eine Lachnummer wer ist der Souverän, wer macht Gesetze
Lobbyisten oder der Gesetzgeber
wenn wir uns über Zustände in "Bananenrepubliken" lustig machen
sollten wir lieber mal nach Zuständen in unserem Land schauen
gewisse Tendenzen gibt es auch da

Endlich geht man nun daran

Endlich geht man nun daran diese Sache genauer unter die Lupe zu nehmen und endlich entsprechendE Beschränkungen auf zu bauen. Die Sache hätte nie in diesen Auswirkungen enden dürfen, aber der Gesetzgeber hat mal wieder weggeschaut, kein Wunder bei diesem ganzen Lobbyistenzirkus in Berlin, werden bestimmt auch die Vertreter der Fleischindustrie entsprechend zu ihren Vorteilen gewirkt haben. Am Ende ist aber, wie immer, der Verbraucher der Böse. Der muss wohl zukünftig viel mehr Geld für Wurst und Fleisch bezahlen, was sich mancher nicht mehr leisten kann, wenn er bisher schon nur beim Metzger mit garantierten Tierwohlaufzucht seine Ware gekauft hat und eh schon ‚‘sauteuer‘ ist.
Das alles ist doch immer das selbe, denkt man an die Kleiderindustrie, wo ähnlich mit Arbeitern umgegangen wird und am Ende ebenso der böse Verbraucher für alles verantwortlich gemacht wird. Dem Verbraucher unterstellten Probleme werden hier durch Gesetzesdesign nach Unternehmerwunsch gemacht!

„Angesichts der Zustände in der Fleischindustrie will Bundesarbeitsminister Heil noch im Juli ein Gesetz zum Verbot von Werkverträgen und Leiharbeit im Kernbereich der Branche vorlegen. Das sei "juristisch anspruchsvoll, aber machbar"

Wenn man will, geht alles. Aber nur mit vereinten Kräften.

Der EU-Kommissar: "(...) wir können nicht jahrelang über Gesetzestexte reden"

Soviel Zeit haben wir alle nicht. Vor allem all die nicht, die - neben unserer gemeinsamen Umwelt - unter den derzeitigen Zuständen am meisten leiden:
„Allerdings gebe es sozial schlecht abgesicherte und diskriminierte Saisonarbeiter nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen EU-Staaten (...)/
(...) in mehreren europäischen Staaten Corona-Ausbrüche in Schlachthöfen und Fleischfabriken registriert“

„Der [NRW] Arbeitsminister beklagte, dass bislang alle Initiativen zum Verbot von Werkverträgen am Widerstand der Fleischindustrie und ihrer Lobby gescheitert seien“

Also müsste eigentlich klar sein, was zu tun ist.

Werksverträge !

Leider wird mit den Werksverträgen, der Leih- wie auch mit der Zeitarbeit von so mancher Firma viel Geld verdient.
Dies hat die Politik ja in gewisser Weise nicht nur zu gelassen, sondern auch noch durch extrem gute Lobbyarbeit befeuert.
Also tragen nicht nur die Chefs und der unsägliche Haufen der Lobbyisten, sondern auch etliche Politiker dafür die Verantwortung dieser Sklavenhaltung und Ausbeutung. Dies alles ist seit Jahren bekannt. Und dies ist nicht nur in der Fleischindustrie so, sonder auch in etlichen anderen Branchen.
Dies endlich zu beenden, ist nun endlich die Aufgabe der Politik durch glasklare dementsprechende gesetzliche Vorgaben. Sollte die Politiker dies nicht hinkriegen, haben die letzte Glaubwürdigkeit verspielt !
Dann war alles, was die letzten Tage so gesagt wurde wieder nur leeres und hohles Geschwätz !

Beunruhigend, wie schwach der Gesetzgeber ist

Ein ganz schwaches und irritierendes Argument von Karl-Josef Laumann (CDU). Wie kann etwas am Widerstand der Fleischindustrie und ihrer Lobby scheitern? Das zeigt doch, wer in DE regiert. Ist es erneut der Interessenkonflikt, der durch Parteispenden entsteht? Die Verbraucher haben sich nicht primär für die Menschen, sondern für die Tiere dieser Horror-Industrie interessiert. Leider scheint das System aus spendenfinanzierten Parteien so verfilzt, dass die Wirtschaft alles ausbremsen kann, was nicht dem eigenen Profit dient. Schwaches Bild der "Volks"Parteien. Drauf noch ein Youtube Spot mit Nestlé, Frau Klöckner, die Lebensmittelampel verhindern und das zynische "Tierwohl-Label" hochhalten.

Verbot von Werkverträgen soll schneller kommen....

Allerdings nur in der Fleischindustrie,Überall sonst sollen Werkverträge also bleiben ? Da will man das prekäre Instrument nicht aus der Hand geben.Wie ist das mit dem Lobbyismus ?
Ist irgendwie auch kein Wunder,noch im Februar setzten sich Heil und Altmaier in Brüssel mit der Begründung
des Bürokratieabbaus für eine weitere Liberalisierung des Entsenderechts ein(A1-Bescheinigungen zur Sozialversicherung sollten nicht erforderlich sein).

noch vor den Werksverträgen...

sollte erstmal der Lobbyismus bzw Lobby-Einflussnahme gesetzlich verboten und unter Strafe gestellt werden. Und zwar weltweit. Aber erstmal hier. Ohne die gäbe es doch gar keine Werksverträge und diese lächerlichen Arbetiszustände und das Preisdumping.

Da muss dringend angesetzt werden... ansonsten glaube ich leider auch nicht das ein Verbot der Werksverträge all zu viel bringt, denn man wird das wohl kaum zu allen Seitne hin absichern, es gibt da unter Garantie dann zig Schlupflöcher um einfach weiter so zu machen wie bisher. Nennt sich dann eben nicht mehr Werksvertrag dann, sondern anders.

Eigenes Unvermögen

Der Herr Laumann jammert über sein eigenes Unvermögen und fühlt sich von der Industrie ausgebremst. Frage Herr Laumann, wer hat die Gesetzgebende Gewalt in Deutschland.
Vorwürfe aus den korruptesten Staaten der EU, Bulgarien und Rumänien sollte man massiv widersprechen denn ihre Regierungen sind die großen Gewinner des Skandals.

Das mit den Werkverträgen reicht nicht!

Das mit dem Verbot von Werkverträgen reicht bei Weitem nicht. Da muss noch weit mehr kommen. Tönnies tanzt der Politik auf der Nase und auf den Tischen herum, weil Tönnies CDU-Großparteispender ist und Laschet Schiss hat vor dem. Liste hier (zurueck bis ins Jahr 1998):

https://twitter.com/a_watch/status/1275391568749506562

und auch bei RND dazu querlesen:

https://tinyurl.com/y8omnflf
RND: Tönnies-Spenden an CDU: Nimmt Fleischkonzern Einfluss auf Politik? 22.06.2020, 11:47 Uhr

In der vom Verein Lobbycontrol unterhaltenen Datenbank Lobbypedia, die sich aus Zahlen aus den Rechenschaftsberichten der Parteien speist, lassen sich für die Jahre 2002 bis 2017 insgesamt neun Einzelspenden der B. & C. Tönnies GmbH & Co. KG, der Tönnies Holding GmbH & Co KG und von Clemens Tönnies als Privatperson an die CDU finden.

Die Höhe der Spendengelder variierte zwischen 11.900 Euro im Jahr 2015 bis hin zu 32.500 Euro im Wahljahr 2017.

Solche Parteispenden gehören verboten!

Frau Klöckner...

Frau Klöckner ist für ein Verbot der Dumpingpreise, was erstmal völlig in Ordnung ist. Jeder Mensch halbwegs wachen Verstandes dürfte einsehen das Fleisch und die Fleischprodukte schlichtwegs viel zu billig sind.

Leider ist die "gelernte" Weinkönigen Klöckner eine 100%ge Lobbyistin wie es selbst in CDU Kreisen (wo ja allgemein ein Hang dazu vorherrscht) eine absolute Ausnahme darstellt. In der Schwesterpartei CSU ist das Gang und gebe aber die CDU entblödet sich da eher nicht zu...

Kurzum, das Ergebnis wird etwa so aussehen: Fleisch und Fleischprodukte werden von Staates wegen verteuert. Für das Tierwohl kommt nichts dabei rum. Ein kleiner Bruchteil kommt gezwungenermaßen den Beschäftigten zugute und den großen Reibach machen die Mäster und Schlachter.
Aber keine Sorge - nicht die kleinen vor Ort, nene, die nicht!

Die kommen wieder....

...nach der Corona Krise.
Und zwar mehr als je zuvor.

Unter dem Vorwand, man müsse ja Jobs schaffen.

Sie kommen wieder.
Denn die, die die werkvertragsfirmen Jahrzehnte haben machen lassen bleiben weiter an der Macht.

Werkverträge verbieten?

Meiner Meinung nach muss man bei den Werkverträgen viel mehr differenzieren.

Wenn ich mit meinem Heizungsbauer einen jährlichen Wartungsvertrag schließe, dann ist das auch ein Werkvertrag.

Werkverträge gehören dann verboten, wenn die zu verrichtende Arbeit täglich von den Arbeitern ausgeübt wird, und zwar nicht um werksfremde Tätigkeiten auszuführen, sondern um die Produktion (hier die Fleischproduktion) sicherzustellen.
Wenn der Tönnies einen IT- Fachmann für die z.B. halbjährliche Kontrolle und Wartung seiner Computeranlage braucht, dann kann er gerne mit dem einen Werkvertrag abschließen.

Verbot von Werksverträgen

Herr Heil macht Druck in die richtige Richtung und möglichst ganz abschaffen wäre die Lösung !

um 12:03 von Johannes Nieder...

Leiharbeit ist ein gutes Instrument um Auftragsspitzen abzudecken. In Zeiten des Fachkräftemangels hat ein Leiharbeiter, wenn er denn die Anforderungen erfüllt, eine gute Chance zur Festeinstellung. Allerdings sollte Leiharbeit begrenzt sein.

Lobby

Einflussnahme einer "Lobby", sprich, Vertreter einer kleinen Gruppe sehr reicher Menschen, lassen Gespräche scheitern und zu keinem Ergebnis führen, mit Politikern, welche das gesamte Volk präsentieren?

Wer hat hier nochmal das sagen?

Und nach wie vor, nicht EIN Wort über die unethische, obsolete, verachtende, Pandemien versusachende Viehwirtschaft ..

Als ob die ganze Welt und ale Tiere froh und gesund sind, wenn es keine Werksverträge mehr gibt ..

@ 12:02 von Mr. Burns

"Lobbyarbeit = Einflussnahme auf Politik = BESTECHUNG = gehört sofort verboten!"

Ad eins - Bestechung (wir hören Sie übrigens auch, wenn Sie nicht schreien) ist bereits verboten; seit sehr langer Zeit.

Ad zwei - 'Einflussnahme auf Politik gehört sofort verboten!'
Ach, in der Tat?
Könnte es sein, dass Sie Wesen und Funktion von Politik nicht einmal in den elementarsten Grundzügen verstanden haben?
Politik setzt Interessen von uns allen um.
Wenn ich bei meinem lokalen Abgeordneten interveniere, dass er sich dafür einsetzen möge nun endlich die Bushaltestelle bauen zu lassen, gehört das sofort verboten?
Wenn ich mehr Windräder will oder weniger, wenn ich weniger Migranten will oder mehr - dann darf ich das 'der Politik' nicht mehr mitteilen und versuchen, Einfluss zu nehmen?

Sie sollten an Ihrem Demokratieverständnis arbeiten und den Bürger nicht zu Stimmvieh degradieren, nur weil Sie in bester Populismusmanier Bestechung mit unverzichtbarer Lobbyarbeit durcheinanderwürfeln.

@ Johannes Nieder... 12:03

>>Werkverträge gehören generell verboten.<<

Noch jemand, der nicht weiß, was ein "Werkvertrag" ist. Ein Verbot ist genauso unsinnig, wie ein Verbot von Leih- und Zeitarbeit. Daß manche Detailregelung in diesen Bereichen zu ändern sind, da würde ich noch zustimmen und vor allem gehören die Schein-Verträge unterbunden. Ein Werkvertrag zeichnet sich nämlich dadurch aus, daß ein selbständiger Unternehmer beauftragt wird. Und das ist im vorliegenden Fall wohl eher nicht gegeben.

Werkverträge

zumindest sollten den Unternehmen bei diesen Verträgen genau auf die Finger geschaut werden. Da wären auch die Gewerkschaften gefragt endlich mal tätig zu werden.

.Verbesserungen an der Lobbyarbeit gescheitert?!

...Verbesserungen an der Lobbyarbeit gescheitert?!
"Der nordrhein-westfälische Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) beklagte, dass bislang alle Initiativen zum Verbot von Werkverträgen am Widerstand der Fleischindustrie und ihrer Lobby gescheitert seien."
da ist wohl vor allem Herr Laumann gescheitert

Lobby

Wenn man glaubt in einer Demokratie zu leben, wo wir, das Volk, bestimmen was passiert, dann hat man hier dich hoffentlich begriffen, das wir nur einmal in 4 Jahre ein Kreuzchen setzen dürfen und die Scheiss Lobby jeden Tag mitbestimmen darf.
So etwas ist nur zur verteten, wenn auch die Lobbyisten durch uns gewählt werden.. aber, vor allem CDU und CSU, möchten halt nicht haben dass das Volk überhaupt weiß wann und mit wem gelobbyt wird..
So viel zu Transparenz und Demokratie ;)

@ Johannes Nieder (12:03): es könnte so viel besser sein

hi Johannes Nieder...

Werkverträge gehören generell verboten. Ebenso Leih u. Zeitarbeit. Reine gelebte Menschenverachtung u. sonst gar nichts.

Es könnte so viel besser sein, wenn die Leih- und Zeitarbeitsfirmen und alle anderen Unternehmen in Deutschland sich an unsere Gesetze (Mindestlohngesetz, Sozialversicherungsgesetze, Arbeitsrechtsgesetze, usw.) halten wuerden. Dieser Ausbeutung muss in der Tat ein Riegel vorgeschoben werden und solche Partei-Unternehmens-Großspenden wie die von Tönnies muessen verboten werden. Die Unternehmen tanzen der Politik auf der Nase und auf den Tischen herum und die Politik hat Schiss vor denen!!

Weiterhin muessen diese ganzen Steueroasen geschlossen werden, eu-weit und weltweit damit solche Gewinnverschiebungen wie von Lufthansa, Bayer, BASF und vielen anderen nicht mehr möglich sind:

https://tinyurl.com/yytj7amt
cda-bund.de: Steuerflucht als Geschäftsmodell 12.07.2019

Auch 2016 war BASF schon einmal auffällig.

Bilder

Ich muss auch sagen, dass mich die Bilder /Photos zu diesem Thema etwas anwiedern.
Diese spiegeln nicht die Umstände der Arbeiter wieder.

Des weiteren frage ich mich, ob sie auch halbierte Hunde und Katzenkörper fein säuberlich zerteilt veröffentlichen würden .. entweder gar nicht, oder aber das ganze Übel, inklusive Haltung, Bolzenschuss und Ausbluten zeigen ..

um 12:02 von Mr. Burns

...Verbesserungen an der Lobbyarbeit gescheitert?!

["Der nordrhein-westfälische Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) beklagte, dass bislang alle Initiativen zum Verbot von Werkverträgen am Widerstand der Fleischindustrie und ihrer Lobby gescheitert seien."]

Da geht mir der Hut hoch!"

———————————

Volle Zustimmung. Einer der besten Gags, die ich dieses Jahr gehört habe. Der liebe Gott beschwert sich, daß der Teufel ihm die guten Seelen abjagt. Da muß der Druck aber gehörig groß sein, wenn der das so offen zugibt.

Danke SPD

Leiharbeiter, Werkverträge und Zeitarbeitsfirmen ein Geschenk der SPD an die Wähler. Passte den Grünen und der CDU auch ganz gut in den Kram. Alles paletti.

Moderne Sklaverei, jemand muss doch hart arbeiten, damit andere „ schon und gut“ im Land leben können.

Werksverträge, Leiharbeit etc.

Werksverträge, Leiharbeit und befristete Arbeitsverträge müssen auf dem Arbeitsmarkt zum "Luxusgut" für den Arbeitgeber werden, sollte diese in Zukunft nicht in allen Branchen verboten werden. Ein 3-facher Stundenlohn und 100%ige Aufwandsentschädigungen sollte für dies Arbeitnehmer das Normale sein.

@Widerstand Jetzt

Sie verwechseln die Begriffe Leiharbeit mit Werksverträgen.

Zur nähreren Erläuterung und Nachhilfe: Ein Werkvertrag verlangt die Fertigstellung eines Werkes. Wenn jemand z.B. eine Website will, will der nicht nur eine halbe Seite, er möchte gerne eine vollständige Seite haben. Daher bieten sich insbesondere für Studenten lukrative Verdienstmöglichkeiten an. Was sagen sie den Studenten, dass sie auf ihre Geldeingänge durch ehrliche Arbeit verzichten sollen?

Ich denke, wir haben aber einer Schnittmenge. Tatsächlich muss Leiharbeit im Bereich von Vollzeit nochmal kräftig unter Beschuss geraten!

Im Bereich von Kurzarbeit sollte Leiharbeit hingegen unterstützt werden. Gerade für die ARD und deren Produktionen wäre es interessant, die Bedingungen für die Menschen zu verbessern, die durch spontane Arbeit als Komparse ihre Kasse aufbessern wollen.

Allerdings muss der Gesetzesgeber deutlich aufpassen! Zuviel Gesetzestext durch unzählige Fallunterscheidungen überfordert Anwälte und Richter.

Werkverträge gehören generell verboten.

"Werkverträge gehören generell verboten."

Tolle Idee! Gegenstand typischer Werkverträge sind Bauarbeiten, Reparaturarbeiten, handwerkliche Tätigkeiten und Transportleistungen (beispielsweise Taxifahrt).

Dann kann bald jeder dem der Wasserhahn tropft dafür eine eigene Sanitärinstallationsfirma gründen und einen Installateur fest einstellen. Viel Spaß dabei!

um 12:03 von Johannes Nieder...

Werkverträge sind grundsätzlich nichts schlimmes. Die gab es schon immer. Sehen Sie mal im BGB nach. Dort sind Werkverträge geregelt. Insbesondere für Selbstständige bilden sie einen gesetzlichen Rahmen. Von daher käme ein Verbot einem Berufsverbot gleich. Also unrealistisch.

Fraglich bei den hier vorliegenden Verträge in der Fleischindustrie ist ohnehin diese Praxis, da man eindeutig von Scheinselbstständigkeit sprechen kann. Die Mitarbeiter dort, egal ob Werkvertrag oder nicht, sind zeitlich, räumlich und weisungsgebunden. Von daher gehört die Fleischindustrie dringend einmal durchleuchtet. Mir wird selber ganz übel, wenn ich mir überlege, unter welchen Bedingungen das Fleisch bei mir auf den Teller kommt. Preisdumping hat bei Lebensmitteln in meinen Augen generell nichts zu suchen!

Verantwortung?

Ich verstehe den Arbeitsminister Laumann von der CDU nicht. Angeblich kämpfe er seit Jahren gegen diese ausbeuterischen Zustände, werde aber von der Lobby und seinen Parteikollegen ausgebremst. Warum hat er dann nicht den Schneid und verlässt die Partei, die wie keine andere für die desolaten Zustände verantwortlich ist. Ganz so wichtig kann das Thema ihm also nicht sein.

Es wird höchste Zeit

Der Wirtschaftsstandort Deutschland ist längst erheblich in Verruf geraten.

- Dieselskandal, ohne Folgen für die Verursacher
- CumEx-Betrug, zwanzig Jahre lang ohne staatlichen Gegenwehr
- Mehrwertsteuer-Karussell ohne Gegenwehr
- Rückstand beim Umweltschutz
- Rückstand beim Klimaschutz

Und nun noch die haarsträubenden Verletzungen von Arbeits- und Gesundheitsschutz.

Die Befriedigung von Gier darf in einer zivilisierten Gesellschaft nicht das höchste aller Ziele sein. Und der Staat darf bei empörenden Missständen nicht weiter wegsehen, sondern muss regulieren und kontrollieren und die Gesellschaft vor allzu großen Egoisten schützen.

Kein Zusammenhang zu Corona

Das ganze Thema hat wirklich nichts mit der Pandemie zu tun. Auch ohne Werkverträge bliebe es dabei, dass das Klima in den Schlachthöfen die Ausbreitung des Virus begünstigt. Und es bliebe auch dabei, dass überwiegend Osteuropäer dort arbeiten werden, weil der Job auch mit Festanstellung unattraktiv bleibt schon wegen der Art der Tätigkeit.

Das ist eine sozialpolitische Maßnahme, die meines Erachtens willkürlich angegangen wird. Es ist nicht verständlich, warum Werkverträge nur in Schlachthöfen und nicht in der gesamten Landwirtschaft verboten werden.das ganze Thema wird in genau dem Umfang angegangen, wie es derzeit von der Presse massiv thematisiert wird.

Mit diesen Werkverträgen sind

Mit diesen Werkverträgen sind viele wichtige Berufe, die in unsere Kultur gehören und auch für unser Leben und Überleben wichtig sind Nur zugunsten unersättlicher, in den Zeiten des Frühkapitalismus verhafteter Bonzen abgeschafft worden weil diese die normalen und eh schon nicht üppigen hier üblichen Löhne nicht zahlen wollen, weil sie so noch schneller zu Milliarden kommen können, mit denen sie dann auch den letzten kleinen Metzger, Bäcker, Autoschlosser, Techniker und was es sonst noch als kleine Betriebe und Angestellten und Arbeiter gibt, die Grundlagen entziehen. Am Ende sitzen diese Oberkapitalisten an der Spitze, auch weil sie alles eingekauft haben, was Gesetze macht und auch anwendet. Das schlimme für mich ist, dass wir das alles schon vor langer Zeit lernten, um es zu vermeiden, im Geschichts und Sozialkunde-Unterricht. Aber so etwas unterrichtet man ja heute nicht mehr, um das Schülerklientel nicht zu überfordern und den Lauf für unsere Großkapitalisten ja nicht zu gefährden

Am 28. Juni 2020 um 12:30 von Demokratieschue...

"...weil Tönnies CDU-Großparteispender ist und Laschet Schiss hat vor dem. Liste hier (zurueck bis ins Jahr 1998)"
#
#
Mal wieder wenig Ahnung und den falschen beschuldigt.
Diese Unart der Werksverträge ist eine Erfindung der Rot/Grünen Regierung im Zuge der Osterweiterung der EU. Und wenn Herr Tönnies 100% seines Vermögens an die CDU gespendet hätte, es hätte kein Einfluss gehabt.

na ja, somit wird sich die Industrie verabschieden

in Ostländern kann man billig herstellen und das werden sie tun.

Es sind Scheinwerkverträge

Die gehören abgeschafft bzw. die Definition von Werkvertrag (habe jetzt nicht recherchiert) muss verbessert werden.

Es gibt keine
Werk-S-verträge.

Ach, jetzt ist die böse

Ach, jetzt ist die böse Fleischindustrie auch noch an Werksverträgen schuld?
Und ein Verbot gilt dann nur für die?
Was ist mit VW, BMW, Siemens, Deutsche Bahn, .....?
Die dürfen weiter machen wie bisher?
Klar, die will man ja nicht platt machen, ist ja die "Wirtschaft".
Aber Fleischereibetriebe kann man ja schließen, weil Fleisch ja sowieso ungesund ist.......
Was für ein scheinheiliges Rumgemurkse!

die Fleischindustrie ist nur die Eisbergspitze

ich kenne das von Konzernen in der Bauwirtschaft. Wer schaut da hin? Dort ist die "Unter-ver-sub-ung" noch viel schlimmer. Überstunden schrubben ohne Bezahlung leben im "teuren" Container usw. Die ehrlichen Firmen sind da die Dummen.
Besonders bei Großprojekten und den öffentlichen Auftraggebern war das Gang und Gebe. Was als Ausnahme gedacht war wurde zur Regel. Geiz ist geil!

Verbot von Werkverträgen

Nicht nur das System der Werkververträge und Leiharbeit gehört abgeschafft. Dazu kommen sollte auch das der Honorarverträge in der Weiterbildung. All diese Vertragsarten schaffen ein Prekariat und fördern in ihren Folgen soziale Ausgrenzung.

12:15, erstaunter bürger

>>Seit Jahren ist das Problem dieses Geflechts von Verträgen nicht nur in der Fleischindustrie bekannt. Die erfolgreiche Lobbyarbeit der Fleisch- und Bauindustrie hat zu immer größeren Auswüchsen dieses Systems geführt.
Alle Parteien haben weggeschaut, weil die Masse der betroffenen Arbeitnehmer keine Wähler sind, sie aber im Umkehrschluss des halb fürs Nichtstun ihre Parteispenden sicher hatten.<<

Sie wurden deswegen von der Politik ignoriert, weil das Thema die Bürger in ihrer großen Mehrheit schlicht nicht interessierte.

Dabei wird seit Jahrzehnten in Sendungen wie Monitor, Report oder Panorama darüber berichtet. Aber die kann man natürlich prima als linksgrünversifft und deswegen als nicht ernst zu nehmen diffamieren.

Von all den Zeitungen, die über die skandalösen Zustände berichteten, möchte ich gar nicht erst reden.

Aber jetzt, wo die lieben Bürger im Zuge der Coronakrise plötzlich direkte Auswirkungen auf die eigene Freiheit und Gesundheit befürchten, ist das Geschrei groß.

Man darf niemals vergessen:

Diese menschenunwürdigen Zustände auf dem Arbeitsmarkt haben wir einzig und allein der SPD und den Grünen zu verdanken! Das ist allgemein bekannt und eine Diskussion hierüber ist obsolet.
Und jetzt auf einmal will ausgerechnet ein scheinheiliger Heil von der ehemaligen Volkspartei SPD es wieder richten? Niemals! Grund: Unfähigkeit. Eine Eigenschaft, die er mit den neben sich auf der Regierungsbank sitzenden teilt.

Jetzt bitte keine Halbhezigkeiten

Prekäre, miese, ausbeuterische Arbeitsverträge sind doch nicht das Privileg der Fleisch-Industrie! Das gibt es doch überall - wahrscheinlich auch beim Krisengewinnler Amazon, der Baubranche, der Landwirtschaft, vielleicht sogar die Pflegeheime? Nein, dieser Zahn muss gezogen werden - nicht nur durch eine Ausnahme in der Fleisch-Industrie. Es ist schon skandalös, dass jeder Restaurant-Besucher seine Daten aufschreiben muss, aber bei Tönnies die Schweine besser bekannt sind als die Menschen? Tja, es wird halt wieder gebastelt, solange die Leute den Fokus drauf haben, dann eine laxe Verordnung erlassen, die dann NIE geprüft wird (s. wirecard). Eben beste Lobbyarbeit der Industrie. Ihr Politiker: habt mal den A... in der Hose, diesen uralten, verstaubten Agenda 2010-Mist auszumerzen. Und eine Fleisch-Abgabe einzuführen? Wie schräg. Das wird doch nie im Leben zweckgebunden eingesetzt - da werden vielleicht FA-MA bezahlt oder Löcher geflickt?

12:25, Haehnchen

>>noch vor den Werksverträgen...
sollte erstmal der Lobbyismus bzw Lobby-Einflussnahme gesetzlich verboten und unter Strafe gestellt werden.<<

Sie wissen, daß sowohl Gewerkschaften als auch Sozialverbände, Umweltschutzorganisationen, Windkraftgegner oder Tierschutzorganisationen sämtlichst Lobbyverbände sind?

"Lobbyismus" ist ein Schlagwort, das gern gedankenlos benutzt wird.

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!

Leiharbeit & Werkverträge

Es wäre doch schon mal eine deutliche Verbesserung wenn Leiharbeiter/Zeitarbeiter die gleichen Löhne bekommen würden wie die festangestellten Kollegen neben denen sie an der Werkbank oder wo auch immer stehen. Nennt sich gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Das was wir jetzt bei der Fleischindustrie sehen gibt es sicherlich auch in anderen Branchen. Da ist die Agenda 2010 und H4 auch nicht ganz unschuldig.
Leider wurde damit der Arbeiter von der Sozialdemokratie an die Industrie verkauft.

Wer hat uns verraten?
Die Gewerkschaft & Sozialdemokraten,
wer war mit dabei die Grüne Partei!

Werksverträge der öffentlichen Hand

Die geologischen Landesämter und der Forst, aber auch Kommunen, Flughäfen usw. haben jahrzentelang Geologen, Geographen, Bodenkundler und Forstwissenschaftler mit Werksverträgen beschäftigt. Ich selber bekam von 1977 bis 1990 lediglich Werksverträge.

Das war ein ja oder nein, machtst du es oder nicht. Festsumme, KK versichern musste man sich selber, RV hat man gemacht oder auch nicht, manchmal blieb nichts für RV übrig, Miete und Essen zuerst. AV gab es natürlich nicht. Kein Vertrag, auch kein Geld. Man ist wie ein Wanderarbeiter in China durch viele Bundesländer gezogen, der Verträgen hinterher.

Die öffentlichen Arbeitgeber haben Werksverträgler gegeneinander ausgespielt (....die machen es aber für XY DM, dann ist man auch runter gegangen. Bei den Anderen wurde selbiges erzählt). So funktionierte Werksvertragsdumping.

Die Stundenlöhne der Handwerker waren höher.

14:05, Samsons Delilah

>>Man darf niemals vergessen:
Diese menschenunwürdigen Zustände auf dem Arbeitsmarkt haben wir einzig und allein der SPD und den Grünen zu verdanken! Das ist allgemein bekannt und eine Diskussion hierüber ist obsolet.<<

Was für ein Unsinn.

Wäre eine andere Bundesregierung zur Zeit der EU-Osterweiterung an der Macht gewesen, hätte das überhaupt nichts geändert. Die Werkverträge mit den Subunternehmerkonstruktionen sind den Gesetzen des Kapitalismus geschuldet. Denselben Gesetzen, die auch dafür sorgen, daß die Betriebe immer größer und immer weniger werden. Nennt sich "Konzentration" und wurde schon von Marx beschrieben.

Sowohl die kleinen, lokalen Schlachthöfe als auch die kleinen bis mittelgroßen landwirtschaftlichen Betriebe, die sie bedienen, werden von den Großen niederkonkurriert und geschluckt. Der Trend geht zur Lebensmittelgroßindustrie, kleinere Einheiten sind dem Kostendruck gar nicht gewachsen. Von den momentanen Fleischpreisen kann kein bäuerlicher Landwirt leben.

14:05 von Samsons Delilah

“Diese menschenunwürdigen Zustände auf dem Arbeitsmarkt haben wir einzig und allein der SPD und den Grünen zu verdanken! Das ist allgemein bekannt und eine Diskussion hierüber ist obsolet.“

Was für ein Quatsch.
Werksverträge (und die dazugehörige Ausbeutung) gibt es seit mindestens 1990. Da war der heilige“Einheitskanzler“ und “Schwarze-Kassenbetreiber“ Kohl an der Regierung.
Und wenn Sie's schon Rot-Grün anhängen wollen, wer ist seit vielen Jahren an der Regierung? Wieso wurde das was - der Markt regelt das - sichtbar aus dem Ruder lief, nicht eingefangen?

@ Leipzigerin59 13:38

>>Es gibt keine Werk-S-verträge.<<

Ganz grundsätzlich haben Sie recht. Es geht bei Thönnies um Werkverträge. Aber Werksverträge gibt es auch. Das sind Verträge, die große Unternehmen mit ihrer Belegschaft aushandeln, teilweise mit Gewerkschaften dazu, teilweise ohne, und die nur für die Beschäftigten in diesem Unternehmen gelten. Meistens sind die Arbeitnehmer dann besser gestellt als vergleichbare in anderen Betrieben.

Aber Sie sehen ja, auf welchen Niveau die Beiträge hier sind. Kaum einer, der zwischen Werkvertrag und Werksvertrag unterscheiden kann, geschweige denn den rechtlichen Rahmen kennt. Ganz toll finde ich, all diejenigen, die Verbote fordern, ohne eine Ahnung davon zu haben, um was es überhaupt geht.

Das Recht des Stärkeren herrscht

so lange wie Recht nur auf dem Papier verbannt bleibt. Kriminelle haben dabei die Deutungsheit.

12:37 von hesta15

“Leiharbeit ist ein gutes Instrument um Auftragsspitzen abzudecken. In Zeiten des Fachkräftemangels hat ein Leiharbeiter, wenn er denn die Anforderungen erfüllt, eine gute Chance zur Festeinstellung. Allerdings sollte Leiharbeit begrenzt sein.“

Übernahme in ein festes Beschäftigungsverhältnis ist eher die Ausnahme.
Nur am Beispiel Autoindustrie
(der *): 20% Festangestellte. Zeit-und Leiharbeiter und als die zu teuer wurden, kamen die Werksverträge mit den Subunternehmern.
Das wir uns richtig verstehen: alle! arbeiten nebeneinander und miteinander und ein- und dieselbe Arbeit. Festangestellte weisen die Werksarbeiter an.
Kantinennutzung mit Vorzugspreisen ist den Werksvertraglern verboten.
Wieviele werden fest übernommen? Ich fürchte, die lassen sich an einer Hand abzählen.

12:40 von Lutz Jüncke

“Ad eins - Bestechung (wir hören Sie übrigens auch, wenn Sie nicht schreien) ist bereits verboten; seit sehr langer Zeit.“

Dann bekommt das Kind eben einen anderen Namen.

Tempo beim Verbot

Angesichts der Zustände in der Fleischindustrie will Bundesarbeitsminister Hubertus Heil noch im Juli ein Gesetz zum Verbot von Werkverträgen und Leiharbeit im Kernbereich der Branche vorlegen.
###
Hoffendlich kann man dieses Gesetz schnell durchsetzen ! Und ich denke das ist auch in vielen anderen Branchen vonnöten. Das war schon lange überfällig gewesen. Erstaunlich was diese Krise nun alles aufdeckt. Und umso erstaunlicher das die Politik erst jetzt reagiert...

14:47 von Margareta K.

Das wir uns richtig verstehen: alle! arbeiten nebeneinander und miteinander und ein- und dieselbe Arbeit. Festangestellte weisen die Werksarbeiter an
.
eben nicht
sonst könnten die sich ja einklagen

weil diese sie über Schröders Ära eingeleitet hat und der Missbrauch schnell sichtbar wurde und dennoch gedeckt wurde.

Nun als Sozialist gegen die Werkverträge zu heulen, empfinde ich als heuchlerisch und unehrlich.

Was sagte noch der Bulgarische Politiologe Ivan Krastev ?
Ein Arbeitsplatz in Westeuropa bedeute für die Arbeiter einen sozialen Aufstieg.

Darüber kann man ja auch mal nachdenken, wenn man in EU-Runden zusammensitzt und über die verschiedenen europäischen Standarts spricht.
Möchte Deutschland noch weiter davonpirschen?
Der Gedanke, die anderen an das Wohl der Deutschen aufsteigen zu lassen, ist nobel, aber wohl auch ein Gedanke aus Utopia.
Welcher Gedanke soll daran noch europäisch sein?
Gleichmacherei von Ungleichheit geht eben nicht.

12:41 von European Son

Sie haben ja recht mit “Noch jemand, der nicht weiß, was ein "Werkvertrag" ist.“
Aber um bei der Fleischverarbeitung zu bleiben, da bräuchte es keine Werksverträge über SubSubSubunternehmer. Und in vielen anderen Branchen (Pflege, Paket, Auto, usw.) auch nicht.
Da geht es um möglichst große Gewinne abzuschöpfen.
Mit diesen Subunternehmen ist man natürlich fein raus. Keine Verantwortung für's Arbeitsvolk übernehmen müssen, in keinster Weise. Ist der “Arbeitnehmer“ krank oder hatte einen Arbeitsunfall - der Subunternehmer schmeisst den raus und liefert den nächsten.
Gerade bei Tönnies kamen vor einigen Jahren “Deals“ an die Öffentlichkeit, die auch ein schlechtes Licht auf die Stadtverwaltung Rheda-Widenbrück warfen.

Gleichheit

Puhh. Da wird die Bau-, Auto-, und Stahlindustrie tief durchatmen. Ebenso Bauern die ausländische Saisonarbeiter beschäftigen. Verbot von Werksverträgen nur in der fleischverarbeitenden Industrie.
Und um nicht gegen die Anwendbarkeit des allgemeinen Gleichheitssatzes zu verstoßen, testet man einfach die anderen Industriezweige gar nicht erst. Ohne Vergleich, kein Verstoß gegen Art. 3 Abs. 1 GG.
Klever und einfach.

§§ 631 ff BGB Werkvertrag

Seit 1. Jan. 1900 im BGB definiert.

Wenn ich mir diese Paragraphen anschaue, habe ich Zweifel, dass die "Arbeits"verträge diesen entsprechen.

Man muss nicht generell Werkverträge verbieten, sondern deren Missbrauch.

Und die abgeschlossenen Verträge sollten
mal gründlich auf Rechtmäßigkeit geprügt werden.

Arbeitswelt und Gesellschaft

Subunternehmungen und ähnliches sind Bestandteil einer Arbeitswelt, in der Gewinneffizienz das oberste Steuerungselement ist - was aus Sicht der bestehenden Gesellschaft rational ist, jedenfalls auf der Produktionsebene. Gesamtgesellschaftlich gesehen ist aber bereits das zu kurz gedacht (Kosten der Gesundheit). Daher ist eine Änderung nicht wirklich zu erwarten. Erst wenn die Arbeitswelt als integraler und sinnstiftender Bestandteil der gesamten Gesellschaft verstanden und durchgesetzt wird, kann eine Änderung durchgesetzt werden. Dazu aber muß sich die Gesellschaft mehrheitlich zu diesem Konzept bekennen und für seine Umsetzung aufstehen. Dazu scheint die heutige Gesellschaft nicht reif genug zu sein. Möglicherweise bleibst sie es , bis eine globale Katastrophe ein Aufstehen erzwingt - falls dann noch jemand aufstehen kann.

Demokratie oder Lobbykratie

"Karl-Josef Laumann (CDU) beklagte, dass bislang alle Initiativen zum Verbot von Werkverträgen am Widerstand der Fleischindustrie und ihrer Lobby gescheitert seien".

Wer regiert uns eigentlich?

Sind unsere gewählten Vertreter nur Gast dort, wo die Lobbyisten Hof halten?

Haben wir eine Demokratie oder Lobbykratie?

12:54 von blume

“Wenn jemand z.B. eine Website will, will der nicht nur eine halbe Seite, er möchte gerne eine vollständige Seite haben. Daher bieten sich insbesondere für Studenten lukrative Verdienstmöglichkeiten an.“

Es ist nicht alles Gold was glänzt.
Inzwischen werden solche Arbeiten auf Onlineplattformen angeboten. Da jeder den Auftrag haben möchte, sind Dumpingpreise angesagt.

“Gerade für die ARD und deren Produktionen wäre es interessant,...“
Auch bei den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten finden sich inzwischen Ausgebeutete. Nennen sich z.B. freie Kameraleute. Angeheuert über Agenturen. Der Billigste gewinnt. Schade!
Übrigens gibt's das auch bei Journalisten.

Verbot sofort!

Warum können solche Zustände wie bei den Werkvertragsarbeitern nicht sofort verboten werden?
Warum kann die Tierquälerei in der Landwirtschaft nicht sofort verboten werden?
Da reichte schon das Tierschutzgesetz völlig aus.
Warum könne zuständige Minister, die Kanzlerin oder die gesamte Regierung das alles nicht schon morgen verbieten?
Warum noch zögern?
Davon wird das alles nicht besser.
Ähnlich wie wir für ein halbes oder ganzes Jahr auf Schule verzichten (nicht auf Internet - Unterricht) müßten, um das ganze Schulsystem gründlich zu verändern, so könnten wir auch mal eine ähnliche Zeitspanne auf Fleisch und Wurst verzichten, bis an diesem System alles geändert wurde. Verhungern oder Verblöden würde deshalb sicher niemand.

Grundübel sorgt für Prekärbeschäftigung

Auch das Leiharbeitgesetz sollte geändert werden,sie darf „arbeitsplatzbezogen“ nur für maximal 18 Monate möglich sein. Danach muss der Arbeitsplatz mit einer festangestellten Person besetzt werden. Die Leiharbeit an die Person zu binden, sorgt für Entlassungen und dann wieder Neueinstellungen durch andere Personen.

Import

Werbeverbot für Billigfleisch. Verbot für Werksverträge in der fleischverarbeitenden Industrie. Tierwohlabgabe.
Welche kraftstrotzenden Maßnahmen unsere Regierung wieder einmal auf den Weg bringen möchte.
Was, wenn das Schlachtvieh in Polen, in den Niederlanden, in Dänemark zerlegt wird und dann in unsere Läden als Billigfleisch (wie schon in der Praxis z. T. üblich) den Weg zum Verbraucher findet?
Möchte man eventuell mit hohen Strafzöllen die Einfuhr von Fleisch innerhalb der EU stoppen?
Oder werden wir Bürger schlimmstenfalls per Dekret zu Vegetariern gemacht?

falscher schnellschluß ... !

kein verbot von werkverträgen in der fleischindustrie.

stattdessen strengere regeln für die vergabe von werkverträgen im rahmen des werkvertragsgesetzes.

auch unter berücksichtigung von primär-auftraggeberhaftung, auftraggeberfürsorgen und auftraggeberlohnsicherung.

13:32 von tagesschlau2012

“Mal wieder wenig Ahnung und den falschen beschuldigt.
Diese Unart der Werksverträge ist eine Erfindung der Rot/Grünen Regierung im Zuge der Osterweiterung der ...“

Wie schreiben Sie? “Mal wieder keine Ahnung...“
Diese Art ausbeuterischer Verträge gibt es seit mindestens 1990. Rot/Grün war da nicht in der Regierung. Sie erinnern sich?
Aber selbst wenn's die gewesen wären, wer oder was hat die Schwarzen in den vielen Jahren gehindert, das “aus den Ruder gelaufene“ zu verbessern?

14:40 @ European Son

Das sind aber dann Arbeitsverträge, oder?

Werkvertrag ade

Der Abschluss von Werkverträgen in der Fleischverarbeitung ist m.E. ein Missbrauch der Vertragsfreiheit und deren Verbot wäre zu begrüßen. Dass kann aber nur der Beginn eines grundsätzlichen Wandels der Branche sein. Ich habe gelesen, dass alleine bei Tönnies täglich (!) 30.000 Schweine getötet werden und ich frage mich, wie das mit dem Tierwohl vereinbart werden kann. Bei uns kommt so etwas jedenfalls schon seit Jahren nicht mehr auf den Teller. Wir kaufen beim Bauern und das Fleisch schmeckt deutlich besser und ist gar nicht so teuer wie vielleicht viele befürchten.

13:34 von lenamarie

“... somit wird sich die Industrie verabschieden
in Ostländern kann man billig herstellen und das werden sie tun.“

Sie meinen, kein Problem wenn Rumänien, Bulgaren oder Polen zu diesen Bedingungen ausgebeutet werden?
Von 6500 Beschäftigten bei Tönnies in Rheda sind 500 festangestellt. Das würde bei Industrieabwanderung mindestens 5000 bei ihren Familien menschenwürdig leben können. Haben Sie damit ein Problem?
Ich glaube nicht, dass diese Industrie abwandern wird. Wieso wollen die den plötzlich all diese Arbeitssklaven anstellen?
Wenn sie's nicht nur mit Worten machen.

Werksvertäge sollte in

Werksvertäge sollte in Sklavenverträge umbenannt werden.

Das gleiche gilt auch für Mindestlohn.

Millionenproteste durch die Betroffenen?

Ich habe wenig Hoffnung - Ausbeutung gab es immer.

Diese Masse werden zukünftig in der Armenstatistik sein.

Die paar Reichen (Tönnies und Co.) werden noch mehr verdienen.

PS. Es ist eine Schande, dass es überhaupt Werkverträge gibt.....

von fathaland slim 14:58

Das ist richtig dargestellt.Nur war der Herr Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und Arbeitsminister.Die Initiative Soziale Marktwirtschaft wird von der Metall und Elektroindustrie betrieben.

Aber die Frage ist doch,was macht er jetzt ? Bekommt er einen "Freiheitspreis" verliehen ?

Am 28. Juni 2020 um 14:34 von Margareta K.

Zitat: Werksverträge (und die dazugehörige Ausbeutung) gibt es seit mindestens 1990.

Um genau zu sein, gibt es in Deutschland Werkverträge (spätestens) seit dem 01.01.1900, dem Tag des Inkrafttretens des Bürgerlichen Gesetzbuches.

„Der [NRW] Arbeitsminister

„Der [NRW] Arbeitsminister beklagte, dass bislang alle Initiativen zum Verbot von Werkverträgen am Widerstand der Fleischindustrie und ihrer Lobby gescheitert seien“

Diese Aussage zeigt, wer hier die Politik macht!

@ Leipzigerin59 15:22

>>Das sind aber dann Arbeitsverträge, oder?<<

Ja.

um 13:34 von lenamarie

>>na ja, somit wird sich die Industrie verabschieden
in Ostländern kann man billig herstellen und das werden sie tun.<<

In den Osteuropäischen Ländern muss man erst mal die Infrastruktur herstellen.

12:22 von Traumfahrer

>>Also tragen nicht nur die Chefs und der unsägliche Haufen der Lobbyisten, sondern auch etliche Politiker dafür die Verantwortung dieser Sklavenhaltung und Ausbeutung.<<

Punktlandung!
Danke ihnen für ihren Kommentar!

Hier waren rot/grün (ab 1998-2005) sozusagen die Protagonisten - aber die christlichen und liberale Parteien haben dem zugestimmt. Die Schuld soll hier nicht einseitig dargestellt werden.

Alle Parteien (cdu/csu/rot/grün/fdp) betreiben seit Jahrzehnten eine kapitalistische Wirtschaftspolitik

Ein Blick nach USA sollte genügen.

Das Ergebnis: viele Arme und wenig Reiche.

Mittelstand wird abgeschafft!

"Der nordrhein-westfälische

"Der nordrhein-westfälische Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) beklagte, dass bislang alle Initiativen zum Verbot von Werkverträgen am Widerstand der Fleischindustrie und ihrer Lobby gescheitert seien."

Wieviele Beweise will Herr Laumann denn noch dafür bekommen, dass Deutschland keine Demokratie ist?

Demos = Volk, Kratos = Herrschaft.

Fleischindustrie, Chemie- und Pharmaindustrie, Autoindustrie usw. sind offenkundig nicht "Demos", haben aber offenkundig "Kratos".

Das ist keine Demokratie!

Am 28. Juni 2020 um 15:22 von Leipzigerin59

Zitat: 14:40 @ European Son: Das sind aber dann Arbeitsverträge, oder?

Man muss zwei Verträge unterscheiden: dem Werkvertrag zwischen den beiden Unternehmen (§ 631 BGB: Besteller + Unternehmer) einerseits und andererseits dem Arbeitsvertrag zwischen dem Unternehmer und seinem Arbeitnehmer.

Gegen Werkverträge ist nichts einzuwenden. In dem TS-Artikel "Wie funktionieren Werkverträge?" heißt es unter Bezugnahme auf das ZWE, dass "fast 90 Prozent aller deutschen Unternehmen[.....] mindestens einen Kernprozess mittels Werkvertrag aus[lagern]. " Die Leistungen umfassen Reinigung, Grünanlagenpflege, Kantinenbetrieb, Lager, Transport, Instandhaltungen, Erstellung von Studien und vieles mehr."

Skandal sind die Arbeisbedingungen der Arbeitnehmer. Da muss eingegriffen werden.

Ich bin gerade in Verhandlung mit einem Werkunternehmer über Herstellung und zukünftige Pflege meines Internetauftritts. Eine eigene EDV-Abteilung könnte ich mir nicht leisten.

@ubk

"Also sollte ein deutscher Arbeitnehmer, der neben einem z.B. bulgarischen arbeitet, den Mindestlohn bekommen, während der bulgarische weniger verdient, nur weil er Bulgare ist, wohlgemerkt alles für die gleiche Arbeit?"

Oh, da wittert jemand wohl Rassismus?

Unterschiedlicher Lohn für gleiche Arbeit ist Standard in Deutschland und heißt Leiharbeit.

Ist das dann Klassismus?

14:51 von Sisyphos3

Na, dann suchen Sie mal nach “Hungerlohn am Fließband - Ausbeutung bei Mercedes-Benz und Co in Deutschland “ von 2018.
Diese Reportage wollte Mercedes gerichtliches stoppen lassen. Warum, wenn alles rechtens läuft?
oder
“Hungerlohn am Fließband - wie Tarife ausgehebelt werden“

Das Buch “Die Lastenträger - Arbeit im freien Fall“.
Quer durch alle Branchen verdeckt recheriert.

@yolo, 14:55

"Der Gedanke, die anderen an das Wohl der Deutschen aufsteigen zu lassen, ist nobel, aber wohl auch ein Gedanke aus Utopia." -
Der Gedanke ist nicht nur nobel, er ist auch sozial und solidarisch - etwas, wofür auch der europäische Gedanke steht. Darum hoffe ich, das die meisten Menschen ihren Egoismus überwinden und jeden, unabhängig von Herkunft und Ort der Geburt, am Wohlstand teilhaben lassen. Auch wenn dadurch der eigene Wohlstand nicht immer weiter, ins unermessliche, wachsen kann.

Am 28. Juni 2020 um 15:18 von adagiobarber

Zitat: kein verbot von werkverträgen in der fleischindustrie. ---- stattdessen strengere regeln für die vergabe von werkverträgen im rahmen des werkvertragsgesetzes --- auch unter berücksichtigung von primär-auftraggeberhaftung, auftraggeberfürsorgen und auftraggeberlohnsicherung.

Vielen Dank: Das ist ein wohltuend sachlicher Beitrag in dieser von manchen rein emotional geführten Debatte.

Eine weitere Anmerkung: Natürlich sollte man auch auf die Arbeitbedingungen im Verhältnis zwischen dem Werkunternehmer und seinen Angestellten achten. Die Haftung des Auftraggebers ist sekundär (aber nicht minder wichtig).

 15:42 @ falsa demonstratio

Genau,
Ich habe mir als Laie die Paragraphen durchgelesen (s.o.)
und bezweifle, dass die Verträge bei Tönnies und Co. solche sind.

Dann wären die Arbeiter
Unternehmer.

Werksvertrag und Zeitarbeit - nicht nur schlecht

"Vertrag, durch den sich ein Partner zur Herstellung eines Werks, einer Sache, der andere zur Zahlung der vereinbarten Vergütung verpflichtet."
Mit einem Maler der Ihre Wohnung streicht gehen Sie einen Werksvertrag ein.
Werksvertäge als solche sind legitim, genauso, wie Zeitarbeit, zur unfairen und zu unterbindenen Ungerechtigkeit werden sie dann, wenn die Menschen dauerhaft beschäftigt werden oder nicht mindestens den gleichen Lohn bekommen, wie ihre festangestellten Kollegen. Ich kenne zwei Zeitarbeiter, einer Mechatroniker, einer Werkzeugbauer, die machen das seit Jahren gerne. Bekommen beinahe bei jedem Arbeitgeber einen dauerhaften Job angeboten und lehen ab. Die beiden verdienen in diesen befristeten Jobs so richtig gutes Geld, weil sie begehrt sind und es sich aussuchen können. Die arbeiten ein paar Monate, machen dann auch mal ein paar Monate nichts, wenn ihnen danach ist und finden das System super. Haben natürlich keine Familie, oder eigen Häuser etc.

Nicht "Pro Werkvertrag" … aber eine Anmerkung dazu.

"Werkvertrag" ist ja vom urspünglichen Sinn her der Auftrag von (x) an (y).
(Y) solle mit einer best. Leistung (z) "ein Werk" erschaffen / erstellen.
(X) benötigt dieses … kann / will es aber nicht selbst "machen".

Soll eine einmalige (!) … nicht aber eine regelmäßige Leistung sein.
Wenn geschehen, hat das Werk für längere Zeit "Nutzen".
Evtl. sei nach Zeit (a) die Leistung erneut zu erbringen.

Täglich Schweine schlachten ist kein solches "Werk".
1x pro Jahr Schafe wegen Wolle scheren … ist es aber schon.

Mit 1x-Leistungen in Werkverträgen verdiene ich in frei gewählter Teil-Selbständigkeit zus. mit 2 anderen Dipl.-Ing. "Richtig Gutes Geld".
In spezialisierter Tätigkeit als "Technischer Fotograf".

"Unser Werk" sind Techn. Anleitungen, mein Werk die Fotos.
Eine Frau macht die Texte. Eine zweite Layout + Zeichnungen.
Anleitungen, die immer umfangreicher + detaillierter werden (müssen).
Wg. div. Regularien, Arbeitsschutz, …

Wären Werkverträge verboten … änderte sich für uns 3 nichts.

Is' ja alles schön und gut, aber wer kann denn den...

..."Neuen/ Alten Angestellten garantieren, daß mit ihnen gut umgegangen wird?

---

Nur ein Arbeitsvertrag garantiert doch nicht,daß auch alles besser wird?
Das fängt beim Lohn z.B. an.
Was ist, wenn dieser zwar in der Höhe dem Tarif entspricht, immer vorausgesetzt es gibt Tarifverträge,
dieser dann aber z.B. durch überhöhte Mieten für die Unterkünfte wieder unter das Tarif-Niveau fällt.
Sofern es sich um Wohnungen des Betriebes handelt.
Denn die, die jetzt das Fleisch zerlegen, werden ja nicht gegen andere Arbeiter ausgetauscht.
Oder etwa doch?
Vielleicht sehen wir demnächst eine Masse aus asiatischen Fleischzerlegern in den Schlachthöfen,
da die Rumänen zu teuer geworden sind?!
-
Ich traue dem Braten erst, wenn man mir nachweisen kann, daß alles in Ordnung ist.

Keine Minute früher!

@ Mr. Burns

Da geht mir der Hut hoch! Lobbyarbeit = Einflussnahme auf Politik = BESTECHUNG = gehört sofort verboten!

Das ist doch Blödsinn. Ich finde es gut, dass die Elektroindustrie (in der ich auch arbeite) eine gute Lobbyarbeit macht, so dass unsere Interessen nicht zu kurz kommen.

15:43, morgentau19

>>„Der [NRW] Arbeitsminister beklagte, dass bislang alle Initiativen zum Verbot von Werkverträgen am Widerstand der Fleischindustrie und ihrer Lobby gescheitert seien“

Diese Aussage zeigt, wer hier die Politik macht!<<

Die Aussage zeigt das Verhältnis zwischen wirtschaftlicher und politischer Macht auf und beschreibt den Systemwiderspruch der Demokratie im Kapitalismus. Nämlich die Existenz nicht demokratisch legitimierter Macht. Macht, die sich aus wirtschaftlicher Stärke ergibt. Aus der Hoheit über Arbeitsplätze und der Abhängigkeit des Gemeinwesens von Steuern.

Deswegen war es immer ein Ansatz der politischen Linken, wirtschaftliche Macht politisch zu kontrollieren. Aber dann schreien alle sofort ganz laut "Planwirtschaft!", und damit ist die Sache dann gegessen.

Man kann sich aber trotzdem wunderschön über die Lobbyisten ereifern, ohne weiterzudenken.

Wir haben keine Chance gegen China und USA

In den USA und in China sind die Arbeitnehmer Rechte viel geringer und die Unternehmen können wesentlich hemmungsloser Profit machen. Europa wird gegen diese Mächte, vor allem gegen China, langfristig keine Chance haben, wenn wir die Arbeiterrechte weiter stärken - gegen den weltweiten Trend.

Am 28. Juni 2020 um 16:22 von Leipzigerin59

Zitat:
und bezweifle, dass die Verträge bei Tönnies und Co. solche sind. ---- Dann wären die Arbeiter Unternehmer.

Ich glaube, Sie (und viele andere hier) verwechseln etwas:

Der Versuch, Arbeitnehmer zu selbstständigen Unternehmern zu machen, gibt es auch. Das nennt man Scheinselbstständigkeit.

Darum geht es aber hier nicht. Hier geht es um richtige Werkverträge. Der Fleischproduzent (Besteller) beauftragt einen anderen Unternehmer für einen bestimmten Werklohn eine bestimmte Leistung (Erfolg ist geschuldet) zu erbringen. Wie der Erfolg erbracht wird, ist im Prinzip (es kommt auf den Werkvertrag an) Sache des Unternehmers. Er kann die Leistung persönlich erbringen, Arbeitnehmer einsetzen oder einen anderen Unternehmer beauftragen (Subunternehmer).

Der eigentliche Skandal sind die Arbeitsbedingungen der Arbeitnehmer und, dass sich der Auftraggeber aus der Verwantwortung stiehlt. Dem könnte man begegnen - vgl. um 15:18 von adagiobarber

15:54, morgentau19

>>Alle Parteien (cdu/csu/rot/grün/fdp) betreiben seit Jahrzehnten eine kapitalistische Wirtschaftspolitik<<

Die Bundesrepublik Deutschland ist eben ein kapitalistisches Land. Daran geht kein Weg vorbei. Um das zu ändern, müsste man andere Mehrheiten wählen. Die Union war aber, bis auf 1972 und 1998, die stärkste Partei (wenn man CSU und CDU als eine Partei begreift) und stellte insgesamt 50 Jahre von 71 Jahren, in denen die BRD existiert, den Bundeskanzler. Die Union ist offensiv kapitalismusbejahend, ebenso wie die FDP, ohne die Willy Brandt und Helmut Schmidt im Parlament keine Mehrheit gehabt hätten. Die Chance, Angela Merkel 2005 mit einer rotrotgrünen Mehrheit zu verhindern, wurde vertan, weil die SPD noch nicht bereit dazu war. Die Mehrheit wäre damals vorhanden gewesen, nun ist sie weg.

Tja.

Um wieviel wird das Kilo Fleisch teurer

wenn die Leute ordentlich bezahlt werden müssten
?
Zwei, drei, vielleicht zehn Cent? Unzumutbar!
Da reicht es ja nicht mehr zum neuesten Smartphone!

Man muss es halt enger definieren

Habe zuvor beschrieben, was ein Werkvertrag ist, hier muss man zwingender regeln. Ein Werkvertrag darf nur dann möglich sein, wenn es eine klar umrissene, zeitlich begrenzte, nicht dem üblichen Geschäftsfeld zugehörige Leistung ist.

Zeit- oder Leiharbeit darf nur für einen klar definierten Engpass mit Projektbezug und zeitlicher Begrenzung möglich sein, bei der mindestens der gleiche Lohn bei dem Zeitarbeiter ankommen muss, wie festangestellte Beschäftige in vergleichbarer Tätigkeit erhalten.

Legt man diese Grundprinzipien zu Grunde, sind es gute Instrumente, um zum einen den Arbeitgebern einen vernünftigen Spielraum zu geben und zugleich garantieren sie dem Arbeitnehmer eine faire Entlohnung.

@um 16:17 von JorisNL

jeden, unabhängig von Herkunft und Ort der Geburt, am Wohlstand teilhaben lassen. Auch wenn dadurch der eigene Wohlstand nicht immer weiter, ins unermessliche, wachsen kann.
....
Wohlstand entsteht durch Leistung und Arbeit.
Wer Wohlstand will, muss die Ärmel hochkrempeln und nicht auf Allmosen hoffen.
Hilfe zur Selbsthilfe ist solidarisch.
Den Rest müssen die Europäer dann selbst erledigen. Wer sind wir, dass wir es diesen Staaten absprechen, selbst leistungsfähig sein zu können?
Wenn wir aber zunehmend allimentieren, werden wir Abhängigkeiten schaffen, statt Leistungsträger zu schaffen.
Wie praktisch: Keine Konkurrenz ist zu befürchten, auf dem Geldgeberknopf liegt auch noch die Macht der Entscheidung, und die eigene Bevölkerung kann vor lauter Steuerlast schon nicht mehr klar denken und handeln.
Wie praktisch das doch für Machtbesessene und Knechter ist.
Solidarität, so wie Sie es zu verstehen scheinen, schafft Abhängigkeiten statt Freiheit, schafft Neid bei Empfängern.

Bisher hat vom EU-internen

Bisher hat vom EU-internen Sozialdumping gut profitieren können. Ganze Branchen verdanken diesen Möglichkeiten, die Arbeits-Standards zu unterlaufen, ihren Erfolg. Kritik dagegen gibts seit Jahrzehnten. Wenn nun wirklich etwas dagegen unternommen und der Missbrauch - oder wars schon so intendiert? - der Freiheit, als Arbeitnehmer in der gesamten EU unkompliziert annehmen zu können, eingeschränkt wird, wär das ja eine bemerkenswert positive Folge der anderweitig alle belastenden Pandemie.

16:22, Leipzigerin59

>> 15:42 @ falsa demonstratio
Genau,
Ich habe stellen mir als Laie die Paragraphen durchgelesen (s.o.)
und bezweifle, dass die Verträge bei Tönnies und Co. solche sind.

Dann wären die Arbeiter
Unternehmer.<<

Tönnies macht Verträge mit Unternehmern. Die stellen dann die Arbeiter, die die Arbeit machen, zur Verfügung. Sie sind bei dem Unternehmer, mit dem Tönnies den Vertrag macht, angestellt.

So ähnlich ist es ja, wenn Sie einem Werkvertrag mit einem Malerbetrieb machen, um Ihre Wohnung zu tapezieren. Die Arbeit macht meist nicht der Firmeninhaber, mit dem Sie den Vertrag abgeschlossen haben, sondern seine Angestellten.

17:01, Titijana

>>@fathaland
Nach meiner Logik hört sich ihre Formulierung sehr negativ an. Man zwingt sie nicht, dass sie zur Arbeit kommen sprich "holt" sie.
Man bietet ihnen auch keine 0,50 Cent an oder sonst eine andere billige Lösung sondern den für alle geltenden deutschen Mindestlohn. Ob die Menschen das wollen oder nicht entscheiden die Arbeitenden. Sie müssen aber nicht.<<

Die Arbeiter bei Tönnies bekommen keinen Mindestlohn. Sie sind ja nicht bei einer deutschen Firma angestellt.

>> Was soll an dem, was ich formuliere falsch sein? Sie könnten mit den Gehälter z.bsp bauen, bei uns reicht das bestimmt nicht aus.
Sie machen das freiwillig<<

Der größte Feind der Freiheit ist die Zufriedenheit der Sklaven.

 17:08 @fathaland slim

Danke, ich hatte die Subunternehmen nicht bedacht.

@karheinzfaltermeier, 16:50

Sie schreiben es nicht explizit, aber ich vermute, Sie antworten dem Foristen @fathaland slim. Nun, dieser hat ja wohl deutlich gemacht, dass es keineswegs die Person Clement war, die die Werkverträge "erfunden" oder ins Leben gerufen hat. Sie sind ein Mittel des Kapitals (der Unternehmen), um die Sozialversicherungspflicht zu unterlaufen. Ihrem Wesen und ihrem Zweck nach nicht weit entfernt von der Schwarzarbeit. Und Clement war der Geburtshelfer, als Erfüllungsgehilfe jedoch eine beliebige Figur, und seine Zugehörigkeit zur SPD spielt schon gar keine Rolle.
Erkundigen Sie sich mal im Handwerksbereich, in dem Fachleute zur Kündigung überredet wurden mit dem Köder sofort einen Werkvertrag/Subunternehmervertrag zu erhalten.
Im Speditionsgewerbe, da habe ich gearbeitet, hat man den Fahrern sogar noch den LKW verkauft, den sie schon als Angestellte gefahren hatten. Perfekte Auslagerung des Risikos. Keine Beiträge mehr zur Sozialversicherung, keine Fahrzeugkosten.

@yolo, 14:55

"Der Gedanke, die anderen an das Wohl der Deutschen aufsteigen zu lassen, ist nobel, aber wohl auch ein Gedanke aus Utopia." -

Es geht schon mal gar nicht, nicht mal in Gedanken, “die Anderen“ (egal ob im In- oder Ausland), auf deren Rücken das Wohl “der Deutschen“ mit basiert, auch noch daran teilhaben zulassen.
Es müsste “den Anderen“ etwas zugestanden werden.
Ja, ein Gedanke aus Utopia.

16:28 von Forfuture

“Mit einem Maler der Ihre Wohnung streicht gehen Sie einen Werksvertrag ein.“

Wenn der Vertrag direkt mit dem Maler abgeschlossen wird.
Ich durfte aber auch schon die Erfahrung machen, dass in dieser Branche ebenfalls Subunternehmer unterwegs sind.

Nebenbei: Die Union hat den Vorschlag zur Wahlrechtsreform von Herrn Brinkhaus (CDU) abgelehnt!

@ Johannes Nieder

Werkverträge. Warum nur in der Fleischindustrie? Werkverträge gehören generell verboten.

Das wird nicht passieren. Dann wäre unsere Firma insolvent. Eine Autowerkstatt stellt keinen Informatiker ein, die vergibt die Wartung der IT nur als Werkvertrag, z. B. an uns. Und ich wiederum stelle keinen Installateur und keinen Fliesenleger ein, um das Bad zu renovieren, das geht nur über einen Werkvertrag.

Ich glaube, dass Sie sich mit Werkverträgen gar nicht wirklich auskennen.

16:22 von Leipzigerin59

@falsa demonstratio, 15:42
«Genau,
Ich habe mir als Laie die Paragraphen durchgelesen (s.o.)
und bezweifle, dass die Verträge bei Tönnies und Co. solche sind.

Dann wären die Arbeiter … Unternehmer.»

Mit Gesetzl. Grundlagen + Vorgaben musste ich mich (mussten wir 3 uns) auch vertraut machen, bevor wir uns vor > 10 J. entschieden, "unser Teilzeit-Büro Technische Dienstleistung" zu gründen.

Im Sinn des BGB sind Auftragnehmer "Selbständige Unternehmer", die ihre Leistungen div. Auftraggebern anbieten. "Falle dabei" ist zu große Abhängigkeit von einem einzelnen Auftraggeber, für den immer wieder Tätigkeit ist.

"Fallensteller" ist das Finanzamt. Kommt es nicht in 1. Linie auf die Zahl der Aufträge an, die (y) für (x) ausführt. Aber auf Summen, die diese Aufträge umsetzen. Plus auf den Anteil am Gesamtumsatz, den (in diesem Fall: wir) mit einem einzelnen Auftraggeber machen.

"Scheinselbständigkeit" das Stichwort.
Bei "Werkvertrag Schlachthof" in keinem Aspekt im Ansatz sichtbar.

@yolo, 17:04

Nein, Solidarität, wie ich sie verstehe, beginnt damit, das jeder, der die Ärmel hochkrempelt, für dieselbe Arbeit auch dasselbe Geld bekommt. Solidarität hört damit aber nicht auf. Sie geht zum Beispiel da weiter, wo man auch diejenigen, die aus den unterschiedlichsten Gründen keine 'Leistungsträger' sein können, am Wohlstand beteiligt. Und ja, dafür muss ich dann Steuern bezahlen. Mache ich auch, und nicht wenig auch. Aber das ich dadurch nicht mehr klar denken und handeln könnte kann ich nun wirklich nicht behaupten.

@um 17:16 von Margareta K.

Sich etwas selbstständig zu erarbeiten scheint für manche so abwegig zu sein und so verhasst, dass man es lieber mit Allmosen und Allimentierungen erledigen würde, den "Wohlstand" gleichmäßig zu verteilen.

Aber ich sage Ihnen:
Weil nicht alle gleiches leisten, können auch nicht alle das gleiche bekommen.
Ansonsten gibt es Neid, Missbrauch, Abhängigkeit, Unfreiheit.
Warum arbeiten, wenn einem die gebratene Taube in den Rachen fliegt, ohne dafür den Rücken zu krümmen?
Das wäre ja Sklavenhaltung der Willigen und Fleißigen, oder wie soll ich das verstehen?
Vllt tobt ja deshalb die arbeitende Bevölkerung, die immer kleiner wird in diesem Land?

Woher nehmen, wenn alle so denken wie Sie? Wer zahlt dann den Sozialstaat, wenn alle sich auf den Rücken schmeißen?
Utopia!

um 16:59 von Sesselrevoluzzer

"Wir haben keine Chance gegen China und USA "
Dem kann ich nicht zustimmen. Die Arbeitsproduktivität in Deutschland ist nach wie vor sehr hoch, bedeutet der Arbeitgeber zahlt zwar mehr, bekommt aber auch sehr viel mehr dafür. Wenn dem nicht so wäre, würden viele Industriebetriebe längst nicht mehr in DE produzieren. Ja, es sind auch viele abgewandert, aber sehr oft hat dies nicht nur Gründe, die in der Entlohnung der Arbeiter liegen. Umweltschutz ist da z.B. ein Thema, aber auch geografische Erwägungen uvm. Fakt ist, dass wir Deutschen selbst von unserem eigenen 83 Mio Einwohner großen Markt leben könnten, auch wenn wir Exportweltmeister sind. Wie an anderer Stelle gesagt müssen wir wieder mehr auf unsere innovative Ingenieurskunst und Forschung setzen. DE ist weltweit die Nummer 2 bei der Anzahl der angemeldeten Patente! Wenn Industriedinosaurier es nicht hinbekommen den wirtschaftlichen Wandel zu realisieren, werden sie untergehen. Dafür müssen wir zeitgemäße Unternehmer fördern.

@ Shusui

Wieviele Beweise will Herr Laumann denn noch dafür bekommen, dass Deutschland keine Demokratie ist?

Deutschland ist zweifelsfrei eine Demokratie.

15:58, Shuusui

>>"Der nordrhein-westfälische Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) beklagte, dass bislang alle Initiativen zum Verbot von Werkverträgen am Widerstand der Fleischindustrie und ihrer Lobby gescheitert seien."

Wieviele Beweise will Herr Laumann denn noch dafür bekommen, dass Deutschland keine Demokratie ist?

Demos = Volk, Kratos = Herrschaft.

Fleischindustrie, Chemie- und Pharmaindustrie, Autoindustrie usw. sind offenkundig nicht "Demos", haben aber offenkundig "Kratos".

Das ist keine Demokratie!<<

In einem kapitalistischen Wirtschaftssystem ist die Industrie ein nicht demokratisch legitimierter Machtfaktor.

Weil sie nämlich Arbeitsplätze und Steueraufkommen kontrolliert.

Weswegen Kapitalismus und Demokratie nur begrenzt zusammen passen.

15:27 von Stern2100

das Fleisch schmeckt deutlich besser und ist gar nicht so teuer wie vielleicht viele befürchten.
.
Ansichtssache !
ich kenne so nen Alternativbauer auf der schw. Alb der seine Schweine auf ner Wiese hat
nicht Bio, wo das Schwein 3 m² Auslauf zur Verfügung hat sondern 100 qm
der verlangt im Durchschnitt 50 Euro/kg

16:05 von Margareta K.

genau das habe ich doch geschrieben !!
und angeprangert
also was soll der Vorwurf ?

17:04 von yolo

“Leben und leben lassen“, das war früher mal.
Warum demonstrieren französische, belgische usw. Metzger? Weil deutsche Schlachtfabriken mit Dumpinglöhnen arbeiten und sie deshalb arbeitslos sind. Nur so als Beispiel. Vielleicht sollten die ihre ärmellosen Shirts herausholen. Ich meine bezüglich des Ärmel hochkrempelns. Auch könnten die sich bei Tönnies & Co. bewerben.
Auch für etliche Deutsche wird das “leben können“ immer schwieriger. Auch die werden, wie Sie schreiben “zunehmend allimentiert“. Warum, weil die von dem was ihre Vollzeitstelle abwirft, nicht leben können. Diesen Menschen unterstellen Sie, dass sie die Ärmel nicht weit genug hochkrempeln.

Werbeverbot für Fleischpreise

Werkverträge gehören verboten Egal welches Handwerk. Für die Fleischproduktion kann nur ein Werbeverbot (über den Preis) wirken und eine Ampel über die Haltungsform egal ob Aufschnitt, Rührei am Buffet oder das Steak im Edelrestaurant.
Dann kann wirklich jeder selbst entscheiden was er sich gönnt.

von Titti von Rundstedt 16:42

Wie sieht es denn aus mit der Lobbyarbeit und der Elektroindustrie,in der Sie offensichtlich nicht zu kurz kommen ?

17:01 von pwg51

Um wieviel wird das Kilo Fleisch teurer
wenn die Leute ordentlich bezahlt werden müssten ?
Zwei, drei, vielleicht zehn Cent? Unzumutbar!
.
und wenn es 20 .... 30 Cent sind mehr bestimmt nicht

und wenn man dann die Viecher etwas "würdiger" unterbringt
statt 0,8 qm oder 1,2 qm bei "BIO" mit 10 ... 20 qm in ihren Ställen
ordentliche Züchtungen, die vielleicht länger zum Mästen brauchen / mehr fressen
dafür besser schmecken wären mir das ein paar Euro / kg wert

Dauerhaft abhängig Beschäftigte sind LohnarbeiterInnen. Punkt

Warum werden nicht auch die Werkverträge in der Bauindustrie, im Speditionsgewerbe und bei den Hausmeistern/Reinigungskräften einbezogen? Wenn jemand ausschließlich für einen einzigen Arbeitgeber, z.B. einen Subunternehmer, arbeitet, dann müsste sie/er als abhängig BeschäftigteR, als AngestellteR geführt und entlohnt werden.
Wenn man nur für ein einziges Unternehmen fährt, wenn man nur für eine einzige Wohnungsverwaltung "hausmeistert" oder putzt, dann ist das Lohnarbeit. Das gilt auch für Beschäftigte von Leiharbeitsfirmen, die dauerhaft ( mehr als 2 Jahre) für ein einziges Unternehmen arbeiten, in Pflegeheimen z.B., ebenso bei VW.
Die Gewerkschaften halten sich bedeckt, sowohl bei VW als auch woanders.

Minister Laumann

Herr Laumann ist das Feigenblatt der CDU in Sachen Arbeitsrecht. Ich weiß, dass er sich ernsthaft und aus Überzeugung für mehr Arbeitnehmerrechte einsetzt.
Aber in der CDU haben die Unternehmer, die Landwirte, die Rechtsanwälte und die Steuervermeidungsspezialisten eine sehr deutliche Mehrheit, und dagegen kann er strampeln so viel er will.

Endlich durchschauen die

Endlich durchschauen die Menschen die Spielchen dieses polit. Systems. Zuspruch und Umfragewerte für linke Parteien (1 bis 2 Exemplare in D) sehe ich für die kommenden Monaten auf über 65% springen (zusammengerechnet). Die Grünen könnten auch ein paar Prozente zulegen. Dürfte aber noch nicht so klar sein, wie bei SPD und Linke. Denn die Grünen haben vor, Fleisch und andere Dinge des Lebens zu verteuern - einfach so, so scheints mir.

um 17:15 von frosthorn

>>
Im Speditionsgewerbe, da habe ich gearbeitet, hat man den Fahrern sogar noch den LKW verkauft, den sie schon als Angestellte gefahren hatten. Perfekte Auslagerung des Risikos. Keine Beiträge mehr zur Sozialversicherung, keine Fahrzeugkosten.
<<

Man muss da fein unterscheiden. In diesem Fall geht es um Scheinselbständigkeit. In der Fleischindustrie arbeiten die Rumänen und Bulgaren ja nicht auf eigene Rechnung, sondern sind beim (xSub-) Unternehmen angestellt. Das ist eher der Fall der Arbeitnehmerüberlassung, die als Werkvertrag getarnt wird.

um 17:27 von JorisNL

Das Medianvermögen vieler europäischer Staaten liegt wesentlich höher als in Deutschland.
Warum sollen dt. Steuerzahler nun also noch mehr zahlen?
Da liegen wir auf Platz 21 hinter Italien und Frankreich, Irland, Island, Österreich und Schweden, sowie dem Vereinigtem Königreich.

Warum also müssen wir Solidaritätszahlungen in der EU immer mehr und mehr leisten?
Warum sollte bei uns immer alles teuerer werden und die Steuern durch die Decke gehen, wir die meisten Migranten finanzieren, etc?

Mit Solidarität hat das nichts zu tun. Alle Staaten, die vor uns in dieser Liste stehen, müssten dann uns Zahlungen aus Solidarität leisten.
Aber hier geht es um etwas anderes; um Sozialismus, Planwirtschaft, Gleichmacherei, Idee von Vereintem Europa, Abschwächung der größten Volkswirtschaft Dt in der EU, aus Angst vor Übernahme und Machtmissbrauch.
Dabei schaffen wir Abhängigkeiten der Staaten von uns, leistbar durch die Schröpfung der eigenen Bürger.
Das ist nichts als EU-Sklavendienst mMn.

@um 17:40 von Margareta K.

Weil deutsche Schlachtfabriken mit Dumpinglöhnen arbeiten und sie deshalb arbeitslos sind.
......
Schönes Beispiel: Das wollt die SPD unter Schröder so, damit Dt wieder wettbewerbsfähig wird. Sind wir nun auch geworden dank der EU-Bürger, die hier für ihre Verhältnisse einen Finanzaufstieg bei uns praktizieren durften. Für Bulgaren ist die Arbeit ein Aufstieg, die für dt. Bürger ein Desaster wäre. Die Idee der EU von Freizügigkeit bringt das so mit sich. Was nun?
EU oder nicht EU? Schengen oder nicht?
Etwas wirr, verstehe ich. Aber man muss das Übel im Ganzen denken.
Wer Landwirtschaft als EU subventioniert und damit Preise stabilisiert (diktiert), kann sich nicht über den Verfall der Preise in der EU wirklich wundern.
Der Fisch fängt wie immer vom Kopf an zu stinken...aber niemand solls sagen und denken.
Das immer mehr Dt Schwierigkeiten haben, zu überleben, liegt an gewollten gewerkschaftsgetriebenen Teilzeitjobs und des Lohndumpings durch die sozialistische Hand.
Sorry.

Werksverträge = Scheinwerkverträge = Verbot

Mit dem Begriff Werksverträge werden vor allem Scheinwerkverträge gemeint und solche gehören IMMER verboten.
Denn alle Scheingeschäfte sind dazu da, irgendwelche unlauteren Vorteile zu erschleichen - seien es steuerliche, seien es arbeitsrechtliche oder sonstige Vorteile.

Billige Arbeiter aus dem Ausland...

... sind der falsche Weg.

Diese Profitsucht der Unternehmen führt zu Lohndumping und miesen Arbeitsbedingungen.

Wer kann das wollen?

17:21 von Sesselrevoluzzer

«Eine Autowerkstatt stellt keinen Informatiker ein, die vergibt die Wartung der IT nur als Werkvertrag, z. B. an uns. Und ich wiederum stelle keinen Installateur und keinen Fliesenleger ein, um das Bad zu renovieren, das geht nur über einen Werkvertrag.»

Eben "Der Knackpunkt" bei der Definition: "Was ist Werkvertrag?".

Täglich Schweine schlachten ist kein "Werk", das fertig wird.
Im Stammsitz bei Tönnies ± 30.000 Tiere pro Tag.
Am nächsten Tag wieder andere in gleicher Anzahl. Regelmäßig jeden Tag.

Wie regelmäßig jeden Tag in einer KfZ-Werkstatt Autos reparieren.
Diese Arbeiten werden auch nicht als Werkverträge vergeben.

"Reinigungsarbeiten" in Unternehmen (x) fallen zwar auch jeden Tag an.
"Sind dann aber fertig", nachdem die Reinigung erfolgte.

Vergibt man das an Externe Unternehmen per Werkvertrag "als temporäre tägliche Leistung". Sei auch das nicht "missbräuchlich", solange Reinigungskräfte zu solchen Löhnen angestellt sind, die auch "auskömmlich gute Renten" erbringen.

17:41 von Maenzi

Werkverträge gehören verboten Egal welches Handwerk.
.
finden sie das sinnvoll ?
oder anders gefragt wissen sie überhaupt was ein Werkvertrag ist
wollen sie wenn sie ein Haus bauen jeden einzelnen Handwerker beauftragen
wobei selbst die einzelne Beauftragung wäre ein Werkvertrag
was ist wenn sie nen Urlaub buchen, das ist auch ein Werkvertrag

@ Witzlos18 um 15.16 Uhr, Grundübel Leiharbeitsfirmen

"Auch das Leiharbeitsgesetz sollte geändert werden, sie darf "arbeitsplatzbezogen" nur für maximal 18 Monate möglich sein." Sie haben völlig Recht.
Dank der Neustrukturierung vieler Firmen durch BWLer wurden Arbeitsplätze wegrationalisiert. Es gab weniger reguläre Arbeitsplätze, statt dessen wurde an und in "Projekten" gearbeitet, d.h. man wurde nur für die Dauer eines Projektes eingestellt. Zusätzlich wurden Leiharbeitsfirmen engagiert, um gegenüber den ArbeitnehmerInnen keine Verpflichtungen zu haben.
Alten- und Pflegeheime, die angeblich keine Arbeitskräfte bekommen, bezahlen ihre Stammkräfte schlecht, aber an Leiharbeitsunternehmen wird oft der drei- bis vierfache Satz bezahlt. Falls fest angestellte ArbeitnehmerInnen einmal auf die Idee kommen sollten, Forderungen (Lohn, Arbeitszeiten) zu stellen, kann man sie mit so einer Reservearmee an LeiharbeiterInnen wunderbar unter Druck setzen.

Im Baugewerbe ist es ähnlich, hier sind es die Subunternehmer, die den Reibach machen.

@fathaland slim 17:30

"In einem kapitalistischen Wirtschaftssystem ist die Industrie ein nicht demokratisch legitimierter Machtfaktor."

1. Was mich schon lange interessiert: Haben Sie einen besseren (praktikablen, also den Faktor 'Mensch' berücksichtigenden) Vorschlag, durch welches System man unser kapitalistisches Wirtschaftssystem ersetzen könnte?

2. Hat denn wirklich mal eine Regierung ernsthaft versucht, den Machtfaktor der Industrie anzuerkennen, aber soweit zu beschränken, dass nicht ständig der Vorwurf kommt, wir seien doch gar keine Demokratie?
Mein Eindruck ist eher, dass die demokratisch legitimierte Macht die Industrie durch eine selbsterfüllende Prophezeiung erst zu einem nicht demokratisch legitimierten Machtfaktor macht.

Verbot von Werkverträgen

Dann sollte aber alle auch genau daran denken das SPD und Grüne diese "Hydra" freigelassen haben.
Und es wird nicht helfen eien Kopf zu entfernen sondern die ganze 2010 muss Rückgänig gemacht werden. Das leid der Menschen kann nich ungeschen gemacht werden aber man sollte den Mut haben Fehler schnell und ganz abzustellen.

erstaunter bürger @

Warum denn wohl?

Weil die Politik und die öffentlichen Arbeitgeber die große Mehrheit aller Zeitarbeitnehmer und Werkverträge beauftrag.

16:59 von Sesselrevoluzzer

Zitat:"Europa wird gegen diese Mächte, vor allem gegen China, langfristig keine Chance haben, wenn wir die Arbeiterrechte weiter stärken - gegen den weltweiten Trend."

Nach Ihrer Logik müssten wir nur alle Arbeitnehmerrechte streichen und die Gewerkschaften verbieten und die europäische/deutsche Wirtschaft würde brummen wie nie zuvor. Interessanter Ansatz...

Krank

Krank anders kann man es nicht mehr nennen ,es wird nichts anders sein danach hat aber ein anderer Name .Das System eingeführt von Rot Grün und ausgebaut über CDU Spd wird unter Einstellung "Firmen Group" Bulgarien und Arbeit DE weitergefüht .Der Kontrllverlust wird Dank Grüne SPD CDU weitergeführt .
Der Verbraucher hat aber eine neue Steuer zu Zahlen und Merkel noch mehr Geld zum Verteilen .
Krank und Scheinheilig wobei es so einfach wäre .Festeinstellung bei gleichem Lohn und Tierwohl also Streicheleinheiten ,Grosse Fläche und und vorschreiben .
Der Preis würde auch ohne Steuer steigen aber das gewünschte Dumping wäre vorbei.
Scheinheilig und verlogen darf gesagt werden bei geplantem versagen der Politik.

@Bernd Kevesligeti 17:43

"von Titti von Rundstedt 16:42

Wie sieht es denn aus mit der Lobbyarbeit und der Elektroindustrie,in der Sie offensichtlich nicht zu kurz kommen?"

Titti von Rundstedt wollte doch nur darauf aufmerksam machen, dass Lobbyarbeit nicht zwangsläufig gegen die Beschäftigten gerichtet sein muss.
Dass das stimmt, kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.

@fathaland slim und andere professionelle Musiker: Wer im Land Brandenburg bei einem öffentlich geförderten (musikalischen) Projekt beteiligt ist, hat inzwischen Anspruch auf bestimmte Honorarmindeststandards. Nachzulesen bei der DOV, durch u.a. deren Lobbyarbeit dieser kleine erste Schritt erfolgt ist.

17:12 von fathaland slim

Der größte Feind der Freiheit ist die Zufriedenheit der Sklaven.
.
vor 45 Jahren als ich als Student in den Semesterferien in nem Autokonzern arbeitete
wurden am Tor morgens um 5:00 von "Weltverbesserern" Flugblätter verteilt "der rote Stern"
gelegentlich kam es zu unfeinen Szenen wenn ein Werker das Flugblatt wegwarf
dummer Prolet, Verblendeter der nichts rafft .... so die "gebildeten" Flugblattverteiler
Ansichtssache, die "ungebildeten Fließbandarbeiter" haben es zumindest soweit kapiert,
wenn es keine Reichen gibt welche die S Klasse und E Klasse kaufen,
es mit ihrem Arbeitsplatz übel ausschaut

17:43 von Bernd Kevesligeti

«Wie sieht es denn aus mit der Lobbyarbeit und der Elektroindustrie,in der Sie offensichtlich nicht zu kurz kommen ?»

"Lobbyarbeit" ist "Interessenvertretung".
Kein beliebiger "Kampfbegriff" aus der Mottenkiste des Alles-Mies-Reden.

Hörte man gerade nun zu Zeiten von Corona nicht eben selten:

«Kinder haben keine Lobby … deswegen werden deren Belange auch nicht angemessen berücksichtigt. Deren Stimmen werden nicht gehört, obwohl auch sie Wichtiges zu sagen hätten.»

Sollen Kinder auch weiterhin besser keine Lobby als Interessenvertretung bekommen. Lobbyarbeit ist ja mies von Natur aus … und ausschließlich Werk in 3 Teufels Namen. Ganz sicher dann … wenn man nur in diversen Mottenkisten von Parolen zu kramen versteht … um sich Zusammenhänge nach Belieben zurecht zu biegen.

So'ne Art von Pippi Langstrumpf Welt … in ewig schlecht gelaunt.

17:37 von Sisyphos3

Da habe ich Sie wohl falsch verstanden. Entschuldigen Sie bitte.

Am 28. Juni 2020 um 17:24 von schabernack

Zitat: "Fallensteller" ist das Finanzamt. Kommt es nicht in 1. Linie auf die Zahl der Aufträge an, die (y) für (x) ausführt. Aber auf Summen, die diese Aufträge umsetzen. Plus auf den Anteil am Gesamtumsatz, den (in diesem Fall: wir) mit einem einzelnen Auftraggeber machen.

Vorsicht auch vor den Sozialversicherungen und ihren Prüfungen. Die sind es in erster Linie, die Scheinselbständigkeit aufdecken. Vom Finanzamt wurde ich in über 30 Jahren erst einmal geprüft, von der DR Bund aber in regelmäßigen Abständen (etwa alle vier Jahre).

16:42 von Titti von Rundstedt

“Ich finde es gut, dass die Elektroindustrie (in der ich auch arbeite) eine gute Lobbyarbeit macht, so dass unsere Interessen nicht zu kurz kommen.“

Die Parteispenden sind auch nicht schlecht.

12:03 von Johannes Nieder...

Werkverträge

Warum nur in der Fleischindustrie? Werkverträge gehören generell verboten. Ebenso Leih u. Zeitarbeit. Reine gelebte Menschenverachtung u. sonst gar nichts.

Re
sehr richtig aber solange der Bürger sich über Manipulation führen lassen ,von Leuten auf dem Sofa die die Realität nicht erkennen unter anderem , teilen die Bevölkerung damit das System weitergeht ,Der Bürger hat es in der Hand bei der Wahl ,Medien ,Staatsmedien brauchen ca 3 Monate um zu bestimmen wer gewählt wird ,es sich nichts ändern .Es erfolgt ein Umtaufen von Werksverträge zu XXX ,eine neue Steuer wo Sozial schwache trift mehr nicht .Danke an CDU Grüne mit ihren USA NGO Berater und die Mitläufer von SPD CDU Ihr zeigt wie vertrauenswürtig ihr sind .
Ändert was oder sonst hilft euch das teilen und herrschen was ihr betreibt durch treue Medien auch nicht mehr und wir bekommen das was keiner will eine Konzernherrschaft .

12:24 von Bernd Kevesligeti

Allerdings nur in der Fleischindustrie,Überall sonst sollen Werkverträge also bleiben ?

Re
Richtig ohne Bulgarischer Bautrupp können nicht so viele neue WHG gebaut werden wie Gäste kommen und die Erntehelfer ,Dumping helfen Gewinn zu machen nicht bei Bauern und Häuslesbauer sondern bei Spekulanten.Mehrheitlich USA ,ihr Wohlstand besteht zu 50 % darauf .

Am 28. Juni 2020 um 17:43 von Bernd Kevesligeti

Zitat: von Titti von Rundstedt 16:42: Wie sieht es denn aus mit der Lobbyarbeit und der Elektroindustrie,in der Sie offensichtlich nicht zu kurz kommen ?

Es wird bei Titti von Rundstedt nicht anders sein als bei mir.

Ich gehöre auch einem Verband an, der meine und meiner Kollegen beruflichen Interessen in Berlin vertritt, zumindest vertreten soll (Es gibt da manchmal intern Meinungsverschiedenheiten).

Ich gehöre gemeinnützigen Verbänden, die in Berlin ihre satzungsmäßigen Interessen und damit auch meine(ehrenamtlichen) verteten.

Sollen alle meine Berufskollegen und Verbandskollegen persönlich nach Berlin fahren um uns in die Gesetzgebungsverfahren einzubringen?

Mein Berufsverband ist übrigens so hoch angesehen, dass er nicht nur zu Vorhaben gehört wird, die uns unmittelbar betreffen, sondern auch zu Vorhaben, die unser Berufsfeld im weitesten Sinne betreffen.

Alles Lobbyverbände.

Bedenken dagegen?

17:28, yolo @um 17:16 von Margareta K.

>>Warum arbeiten, wenn einem die gebratene Taube in den Rachen fliegt, ohne dafür den Rücken zu krümmen?<<

Weil es den allermeisten Menschen ein inneres Bedürfnis ist, etwas sinnvolles zu tun.

Vielleicht können Sie das nicht nachvollziehen, es ist aber so.

Ich weiß nicht, ob Sie wissen, daß die wichtigsten Entdeckungen und Erfindungen der Menschheitsgeschichte, die, die die Menschheit vorangebracht haben, von Menschen stammen, die ihr Leben nicht unter ökonomischem Druck verbringen mussten.

>>Vllt tobt ja deshalb die arbeitende Bevölkerung, die immer kleiner wird in diesem Land?<<

Die Beschäftigtenquote in Deutschland war noch nie so hoch wie jetzt.

>>Woher nehmen, wenn alle so denken wie Sie? Wer zahlt dann den Sozialstaat, wenn alle sich auf den Rücken schmeißen?<<

Sie meinen wirklich, daß Menschen sich am liebsten auf den Rücken schmeißen und gar nichts tun würden? Schließen Sie da von sich auf andere?

Und was hat das mit ausbeuterischen Werkverträgen zu tun?

Werksverträge

Danke für diese Erklärung. Ich habe nicht alle Kommentare gelesen - aber mein spontaner Gedanke am Ende des Artikels: Das ist ja Irrsinn!
Mit dieser Meinung stehe ich ganz offensichtlich nicht alleine da. Warum nur wurden so viele Jahre alle Augen aller fest zugedrückt? Jetzt weiß ich auch, warum immer wieder die Skandale (Listerien etc.) möglich sind. Wir hatten in der Schule nämlich noch gelernt, dass JEDE/R, der in der Lebensmittelbranche arbeitet, regelmäßig amtsärztlich untersucht werden MUSS..... Dieses MUSS wurde vor nicht allzu langer Zeit abgeschafft, habe ich erst kürzlich in einer Fachzeitschrift gelesen.

Ich stimme dem Foristen zu,

Ich stimme dem Foristen zu, der schrieb: Werkverträge haben überall da nichts zu suchen, wo sie direkte ( dauerhafte ) Tätigkeiten ersetzen.

@JorisNL 16.17

Darum hoffe ich, das die meisten Menschen ihren Egoismus überwinden und jeden, unabhängig von Herkunft und Ort der Geburt, am Wohlstand teilhaben lassen. "
Die Möglichkeit gibt es längst schon. Heißt Geld verdienen durch Erwerbstätigkeit. Das Problem wird die damit verbundene Arbeit sein... An Menschen, die gern Wohlstand teilen möchten fehlt es sicher nicht da, wo er von Andern erwirtschaftet wurde und wird. Wie sagt man bei uns im Schwäbischen? "Der ist am Liebsta do, wo scho g'schafft ist, aber no net Gegessen";-)

Am 28. Juni 2020 um 17:55 von draufguckerin

Zitat: Wenn jemand ausschließlich für einen einzigen Arbeitgeber, z.B. einen Subunternehmer, arbeitet, dann müsste sie/er als abhängig BeschäftigteR, als AngestellteR geführt und entlohnt werden.

Angenommen: Ich bin selbstständig und habe eine Reihe von Auftraggebern. Einige sind während der Corona-Krise weggefallen. Wenn mir jetzt alle bis auf einen wegbrechen, bin ich dann Arbeitnehmer des letzten verbliebenen Kunden? Endet die Arbeitnehmereigenschaft wieder, wenn die anderen Kunden so nach und nach zurück kommen?

Wenn sich jemand frisch selbstständig macht und (zunächst) nur einen Kunden hat, ist er dann dessen Angestellter? Würde der Kunde ihm unter diesen Umständen überhaupt einen Auftrag erteilen?

17:58 von Klärungsbedarf

>
Im Speditionsgewerbe, da habe ich gearbeitet, hat man den Fahrern sogar noch den LKW verkauft, den sie schon als Angestellte gefahren hatten. Perfekte Auslagerung des Risikos. Keine Beiträge mehr zur Sozialversicherung, keine Fahrzeugkosten.
<
Man muss da fein unterscheiden. In diesem Fall geht es um Scheinselbständigkeit. In der Fleischindustrie arbeiten die Rumänen und Bulgaren ja nicht auf eigene Rechnung, sondern sind beim (xSub-) Unternehmen angestellt. Das ist eher der Fall der Arbeitnehmerüberlassung, die als Werkvertrag getarnt wird.
///
*
Seltsam, ich habe 1999 meine Spedition mit schwarzen Zahlen eingestellt.
*
Weil die Behörden Scheinselbständigkeit nicht erkennen wollten.
*
Wer von Berlin nach Bremen die Zloty ,wie zum Transport Wroclar nahm, der war genehm?
*
Wie bei den jetzt nebenbei,unkontolliert einreisenden Billigschlachtern.
*
21 Jahre nichts gemerkt, vorgeschrieben und kontrolliert und doch unschuldig.
*
Denn das hat ja alles nur Tonnies gemacht, unkontrolliert?

18:19, DrBeyer

>>@fathaland slim 17:30
"In einem kapitalistischen Wirtschaftssystem ist die Industrie ein nicht demokratisch legitimierter Machtfaktor."

1. Was mich schon lange interessiert: Haben Sie einen besseren (praktikablen, also den Faktor 'Mensch' berücksichtigenden) Vorschlag, durch welches System man unser kapitalistisches Wirtschaftssystem ersetzen könnte?<<

Da gibt es viele Modelle und Denkansätze. Die Crux ist aber, daß Systemüberwindung nur weltweit funktionieren kann. Das hatte schon der alte Marx erkannt.

>>2. Hat denn wirklich mal eine Regierung ernsthaft versucht, den Machtfaktor der Industrie anzuerkennen, aber soweit zu beschränken, dass nicht ständig der Vorwurf kommt, wir seien doch gar keine Demokratie?<<

Na ja. Zum Beispiel das ursozialdemokratische Modell der betrieblichen Mitbestimmung.

Am 28. Juni 2020 um 18:10 von Margitt.

Zitat: Mit dem Begriff Werksverträge werden vor allem Scheinwerkverträge gemeint und solche gehören IMMER verboten.

Es ist einfach falsch, Werkverträge mit Scheinwerkverträgen gleich zu setzen. Die allermeisten Werkverträge sind in Ordnung.

Es wurde doch hier in der Diskussion schon so oft dargelegt, dass Wekverträge an sich nichts nur nichts Schlechtes, sondern, dass Sie gang und gäbe sind. Warum nehmen Sie das nicht zur Kenntnis? Wollen Sie sich zukünftig einen Kfz-Mechaniker anstellen, wenn an Ihrem Auto etwas kaputt ist?

Scheinselbstständigkeit führt in die Sozialversicherungspflicht des Auftraggebers und in dessen Insolvenz in die (nicht insolvenzfähige) persönliche Haftung.

18:19, DrBeyer

>>Mein Eindruck ist eher, dass die demokratisch legitimierte Macht die Industrie durch eine selbsterfüllende Prophezeiung erst zu einem nicht demokratisch legitimierten Machtfaktor macht.<<

Ohne die Industrie gäbe es keine Arbeitsplätze. Das gibt ihr maximale Macht. Und in der Industrie wird nicht gesamtgesellschaftlich-demokratisch entschieden.

17:57, Ist Wahr

>>Endlich durchschauen die Menschen die Spielchen dieses polit. Systems. Zuspruch und Umfragewerte für linke Parteien (1 bis 2 Exemplare in D) sehe ich für die kommenden Monaten auf über 65% springen (zusammengerechnet).<<

Ja sicher.

Die antikapitalistische Attitüde der lieben Mitforisten kommt ja auch so überaus informiert und reflektiert daher, daß es eine reine Freude ist....

12:03 von Johannes Nieder...

Werkverträge

Warum nur in der Fleischindustrie? Werkverträge gehören generell verboten. Ebenso Leih u. Zeitarbeit. Reine gelebte Menschenverachtung u. sonst gar nichts.
///
*
*
Warum fällt mir dazu nur ein, das die SPD-Bundestagsfraktion als erste dokumentationspflichige Praktika abschaffte, bei dem Aufwand?.
*
Die sind ja jetzt sicher die Experten für die ausufernde Bürokratur zur Fleischverteuerung?
*
Aber wenn das Geld wie bei Pisa nicht zu den Toiletten kommt, dann wird das genauso ein Griff ins Klo.
*
Dann wird das Beamtenhilfwerk ja sicher bald argentinische Steaks vermitteln, wie steuergesponserte Aparments auf Sylt?

Darstellung: