Ihre Meinung zu: Corona-Fälle in Peking: "Notfall-Mechanismen wie in Kriegszeiten"

13. Juni 2020 - 19:00 Uhr

Der erste größere Corona-Ausbruch in Peking seit Beginn der Pandemie sorgt für Nervosität. Etwa 50 Fälle sind bisher bekannt. Die Behörden reagieren mit strikten Maßnahmen. Von Steffen Wurzel.

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Kommentare

"Alle haben sich lokal angesteckt"

Was in China sicherlich so nicht dargestellt wird - da wir die "Schuld" ja scheinbar aufs Ausland abgewälzt. Auch den von China übermittelten Daten würde ich mit äusserster Vorsicht begegnen..

Erstaunlich

Seit langer Zeit mal ein einigermaßen sachlich verfasster Bericht über 50 Coronafälle in Peking, die z.B. In Deutschland, von der Größenordnung her, niemanden so richtig beunruhigt hätte.
Beachtenswert ist aber, dass die Chinesen auch solche Ereignisse sehr ernst nehmen, und alles tun, um eine weitere Verbreitung des Virus zu verhindern. Es ist gut, das man diesmal nicht von „Vertuschung“ spricht, was im Übrigen auch schwer nachvollziehbar ist.
Für alle, die interessiert sind: am Mo., 15.06.20, um 22.45, gibt es die „Story im Ersten“, diesmal mit einer SWR-Doku über den Ausbruch des neuen Virus in Wuhan, Ende 2019. Interessant deshalb, weil es darüber viele Spekulationen gab.

19:55 von schabernack: Danke für die Ergänzung

"Mehr noch Zugang der Bevölkerung zur Versorgung bei Krankheit."
Aber 1.00 Zeichen kann man nich alle Parameter aufführen.

Der Zugang der Bevölkerung zur medizinischen Versorgung und die Anzahl der Intensivbetten/Kopf der Bevölkerung gehört zu den wesentlichsten Strategien bei der Seuchenpolitik.

Bei Pandemien gehört da insbesondere die Anzahl der Intensivbetten/Kopf der Bevölkerung zu den wesentlichsten Faktoren, die die Strategie zur Eindämmung oder Überwindung der Krankheit bestimmen müssten.

Da ist besonders Schweden interessant: Schweden hat nur 5,8 Intensivbetten pro 100.000 Einwohner gegenüber Deutschland mit 29,2.

Schweden war von dieser Seite her gar nicht auf den beschrittenen Sonderweg eingerichtet. Viele Alte starben deshalb in Alten- und Pflegeheimen, weil es keine Intensivbetten für sie gab. Man könnte das auch als fahrlässig bezeichnen. Nach unserem Strafgesetzbuch ist das sogar strafbar.

Chinas Informatiospoltik ist mit Vorsicht zu genießen

Chinas Regierung erließ schon bei der 1. SARS-Pandemie 2002/2003 Beschränkungen für die Presse und zensierte Berichte über die Krankheit. Informationen bezüglich der Infektionen gelangten zunächst nicht über die Grenzen des Ursprungsprovinz Guangdongs hinaus. Zudem verzögerte die Regierung die notwendige Benachrichtigung der WHO und schob einen ersten offiziellen Bericht hinaus. Der erste Krankheitsfall wurde am 16. Nov 2002 registriert, aber erst am 10. Febr 2003 informierte China die WHO über die Vorkommnisse und meldete 305 Infektionen sowie 5 Todesfälle.

Und am 21. Februar reiste dann noch Liu Jianlun, obschon seit einigen Tagen erkrankt, anlässlich einer Hochzeit von Guangzhou nach Hongkong. Dort bezog ein Zimmer im Metropole Hotel und innerhalb von 24 Stunden infizierte er zwölf Hotelgäste. Unter den Neuerkrankten waren drei Singapurer, zwei Kanadier, den amerikanische Geschäftsmann Johnny Chen, und ein 26-jähriger Einheimischer. Von dort verbreitet sich SARS in viele Länder.

Warum nehmen sie den Artikel nicht wie er ist?

Woher wollen sie wissen das es dort anders dargestellt wird?
Indirekt sagen sie damit das der Verfasser des Artikel ohne zu recherchieren berichtet. Das ist dann auch eine Verunglimpfung des Journalisten.
Zudem kann ich ihn als Historiker versichern, das es zu keinen Zeitpunkt in keinen Land der Welt wirklich wahre Aussagen von Regierungen gab.
Wenn etwas real berichtet wurde war es immer das Ergebnis von Journalisten oder früher Zeitungsschreiber die dafür Kopf, Freiheit oder Job riskierten oder aber zu mindestens veru glimpft wurden.
Dann wenn sie schreiben China meinen sie alle Chinesen lügen , das ist zumindest Fremdenfeindlich. Wenn sie so schreiben dann bitte, die chinesische Regierung das wäre richtiger.

schon seltsam

betrachtet man sich Meldung und bisherige Kommentare sieht es so aus als hätte China früher zu spät und nun übertrieben ängstlich reagiert....meines Wissens haben chinesische Virologen bereits Anfang Januar mit Kollegen im westlichen Ausland über den Ausbruch in Wuhan diskutiert bzw mitgeteilt,daß.......
wenn nun bei einer Infektion von über 50 Personen so kräftig reagiert wird, ist dies auch nicht recht und der "Schimmelreiter" Theodor Storm meint, bei uns würde darüber n ur gegrinst, möchte ich nur an die Regelungen über "Hotspots" erinnern.
Packen wir uns an die eigene Nase, schauen wir unsere Probleme und die momentanen Probleme in Nord- und Südamerika an
Gruß
Georg

21:43 von GamWalter

«Chinas Informatiospoltik ist mit Vorsicht zu genießen.»

Das ist sie sicherlich. Aber auch in CHN wird es trotz viel Internet-Überwachung und -Zensur immer schwieriger + aufwändiger, alle Info-Kanäle im Netz so zu kontrollieren, dass die Regierung tatsächlich alles unter Kontrolle hält.

«Chinas Regierung erließ schon bei der 1. SARS-Pandemie 2002/2003 Beschränkungen für die Presse und zensierte Berichte über die Krankheit.»

"SARS-1" ist nun fast 20 Jahre her. Selbstverständnis + Stellung von CHN als wichtige Weltwirtschaftsmacht haben sich in den fast 20 J. sehr verändert. Viel mehr als noch 2002/03 steht CHN im Fokus der Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit. Bei Corona 06/2020 noch mehr als bei Corona 12/2019 bzw. 01/2020.

Zudem ist 1. die Situation in der Hauptstadt Beijing noch weniger einfach zu beschönigen, als in der Relativ-Provinz Wuhan. Viel mehr Ausländer leben in Beijing, die Botschaften sind dort.

Und 2. ist "Gesichtsverlust" gar keine Option für die Führung !

@ GamWalter

Die Informationspolitik Chinas mit Vorsicht zu genießen, ist, mit Verlaub, eine oft gehörte Floskel. Entweder es stehen der Öffentlichkeit Daten zur Verfügung, mit denen auch wir hier sinnvolle Einschätzungen der Lage und der Gefährlichkeit dieses Virus vornehmen können, oder wir müssen es lassen. Ähnlich verhält es sich mit dem "Sonderweg" von Schweden. Hat die schwedische Regierung ihren Plan zur Bekämpfung (oder auch nicht) der Pandemie jemals konkretisiert? Woran wollen wir diesen Sonderweg, seine Ziele, seine Zielerreichungsqualität messen?Schweden hat wohl nicht eine Höchstzahl an Opfern, etwa noch nach Altersstufen oder gar 'Wert' der zu erhaltenden Leben zu einem bestimmten Preis in irgendwelchen Strategiepapieren formuliert. Welche Ziele sind in Deutschland konkret formuliert worden, wie zuverlässig waren/sind hier die Informationen und Instrumente? Ich kenne als Ziel in D. nur, Vermeidung der Überlastung des Gesundheitssystem und als Ziel, das Warten auf Impfmöglichkeit.

21:43 von GamWalter

„ Zudem verzögerte die Regierung die notwendige Benachrichtigung der WHO und schob einen ersten offiziellen Bericht hinaus. Der erste Krankheitsfall wurde am 16. Nov 2002 registriert, aber erst am 10. Febr 2003 informierte China die WHO über die Vorkommnisse und meldete 305 Infektionen sowie 5 Todesfälle.“

Bei 305 Infektionen und 5 Todesfällen: spricht man da von einer Pandemie, wie Sie es schreiben? Für die Identifizierung eines neuen Virus braucht man sicher auch mehr als eine Woche Zeit, oder etwa nicht? Und schauen Sie mal darauf, wie lange unsere Experten und die Politik in D gebraucht haben, um zu Entscheidungen zu kommen. Obwohl durch die Ereignisse in China vorgewarnt (seit 31.13.19), hat es mehr als zwei Monate gedauert, bis konkrete Maßnahmen gegen das Corona-Virus ergriffen wurden.

22:16, Ist Wahr

>> Welche Ziele sind in Deutschland konkret formuliert worden, wie zuverlässig waren/sind hier die Informationen und Instrumente? Ich kenne als Ziel in D. nur, Vermeidung der Überlastung des Gesundheitssystem und als Ziel, das Warten auf Impfmöglichkeit.<<

Das ist auch mein Informationsstand, was die Pandemiebewältigungsstrategie Deutschlands angeht. Die hat sich seit Anfang des Jahres nicht oder nur kaum geändert. Seitdem fährt man auf Sicht und passt die Maßnahmen der Entwicklung an. Wobei sich schon öfter die Einschätzungen, wie zielführend einzelne dieser Maßnahmen sind, geändert haben. Was auch noch oft passieren wird, so viel zumindest teilt mir meine verstaubte, trübe Glaskugel mit.

China handhabt das alles schon ...

... so gut wie kein anderes Land! Und keines ist auch so transparent wie altruistisch in der Pandemie wie China... Unser großes Vorbild, unser einziger wahrer Freund auf der Welt – mit China, dieser jahrtausendealten Hochkultur, sollten Deutschland und Europa sich auch aufs engste verbünden.......

@ Magic.fire um 21.57 Uhr, Was wahr und authentisch ist

"Dann wenn sie schreiben China, meinen sie alle Chinesen lügen ...." Nein, das behauptet niemand. Aber es hat eben noch kein unabhängiger Journalist aus dem Ausbruchsgebiet berichten können. Alles was wir haben, sind Informationen der chin. Regierung. Und die sind mit Vorsicht zu genießen.

Es gibt auch andere Staaten, in denen freie Berichterstattung nicht oder nur unter Einsatz von Leib und Leben möglich ist. Ich erinnere an Raif Badawi, an Jamal Kashoggi, an Anna Politkowskaja und viele andere.

Ich selbst glaube nur das, was unabhängige Journalisten frei berichten können /dürfen. Ob es diesen neuen Ausbruch überhaupt gibt, ist die Frage. Vielleicht will China sich damit reinwaschen. Indem es sich mit anderen Ländern, die noch immer unter der verspäteten Corona-Warnung Anfang 2020 leiden, auf eine Stufe stellt. "Schaut her, wir sind auch Opfer."
Nein, alles was wir haben, sind Verlautbarungen der Regierung und Filmaufnahmen. Was davon authentisch ist wissen wir nicht.

@von Ist Wahr: Der Schwedische Weg besteht darin

mit geeigneten Massnahmen die Ansteckungskurve abzuflachen, um eine Überlastung des Gesundheitswesens zu verhindern. Dazu haben die nachfogenden Empfehlungen nicht ausgereicht.

Schwedens Regierungschef Stefan Löfven rief seine Landsleute dazu in einer Fernsehansprache auf, „Verantwortung zu übernehmen“ und sich an die offiziellen Empfehlungen zu halten.

Das waren:
-Möglichst im Homeoffice zu arbeiten
-Bei Krankheit zu Hause zu bleiben
-Abstand halten
-Angehörige von Risikogruppen und Menschen über 70 sollten nicht aus dem Haus gehen
-Sekundarschulen und Universitäten wurden ge­schlossen und unterrichtet wurde online
-Veranstaltungen über 500 Menschen wurden verboten
-Auf Besuche bei der Verwandtschaft an Ostern zu verzichten.

Ansonsten wurde das Leben kaum eingeschränkt und ging beinahe normal weiter. Am Wochenende waren die Restaurants und Bars voll und in den Stockholmer Bussen herrschte das übliche Gedränge.

Restaurants/Bars sind die Superspreader bei der Ausbreitung

22:34, draufguckerin @ Magic.fire um 21.57 Uhr,

>>Was wahr und authentisch ist
"Dann wenn sie schreiben China, meinen sie alle Chinesen lügen ...." Nein, das behauptet niemand. Aber es hat eben noch kein unabhängiger Journalist aus dem Ausbruchsgebiet berichten können. Alles was wir haben, sind Informationen der chin. Regierung. Und die sind mit Vorsicht zu genießen.

Es gibt auch andere Staaten, in denen freie Berichterstattung nicht oder nur unter Einsatz von Leib und Leben möglich ist. Ich erinnere an Raif Badawi, an Jamal Kashoggi, an Anna Politkowskaja und viele andere.

Ich selbst glaube nur das, was unabhängige Journalisten frei berichten können /dürfen.<<

Das sehe ich auch so.

Man darf aber auch nicht vergessen, daß es auch eine weltweit vernetzte wissenschaftliche Gemeinschaft gibt, die sich permanent austauscht. Da kann es der Pressezensur vergleichbare staatliche Maßnahmen gar nicht geben, denn diese weltweite wissenschaftliche Vernetzung ist für ein Land, daß den Anschluss nicht verlieren will, überaus wichtig.

22:34 von draufguckerin

Wenn es ein abgeriegelter Hotspot ist haben auch Journalisten kein Zutritt. Aber glauben sie nicht, das gute Journalisten noch ein paar mehr Quellen haben als nur Regierungsverlautbarungen? Sie vergessen, das in China mehr Als 8000 dt. Betriebe existieren und es sind ganz sicher nicht alle ausgeflogen, dazu Botschaftsmitarbeiter , Konsulate, Studenten und selbst Graduierte. Jeder Journalist kennt seine Quellen und Voralpen gute Journalisten kennen so etwas wie Quellenkritik, was leider bei vielen Foristen ein Fremdwort ist. Wenn die Welt wieder normal ist fliegen sie mal für längere Zeit nach China, sie werden mit anderen Augen zurückkommen

@ draufguckerin

"Ich selbst glaube nur das, was unabhängige Journalisten frei berichten können /dürfen."

...und woher nehmen Sie Ihr Gottvertrauen, dass Ihnen unabhängige Journalisten keinen Bären aufbinden?

@ GamWalter um 21.43 Uhr, "Chinas Informationspolitik ..."

Sie haben völlig recht, die Weitergabe von Informationen aus China ist katastrophal schlecht gelaufen. Und selbst ein Kommentator der Tagesschau verbreitete die Ansicht (15.4.2020), dass die WHO (Tedros) China-hörig sei.

Es wurde beschwichtigt, vertuscht und beschönigt, Informationen wurden zurückgehalten. Der inzwischen verstorbene chin. Augenarzt, der sich an seine Regierung und an die Öffentlichkeit gewandt hatte, wurde massiv unter Druck gesetzt und zum Schweigen gebracht.

Gesehen haben wir nur immer wieder Aufnahmen von Desinfektionskommandos, die durch die Straßen zogen - wie im Spielfilm.

Wenn man jetzt die Informationen, die die chinesische Regierung verbreitet, kritisch hinterfragt und prüft, ist das nur vernünftig. Es mag sein, dass es einen neuerlichen Ausbruch gibt. Es kann aber ebenso gut nur eine Schutzbehauptung sein, um die Wut der weltweit betroffenen Menschen zu beschwichtigen: "Schaut her, auch wir sind betroffen, auch wir sind Opfer." ... wer's glaubt ...

@ GamWalter

"Der Schwedische Weg besteht darin mit geeigneten Massnahmen die Ansteckungskurve abzuflachen, um eine Überlastung des Gesundheitswesens zu verhindern."

Das "Abflachen der Ansteckungskurve" besteht unter anderem darin, ältere Menschen, die sich mit dem Virus infiziert haben, nicht intensivmedizinisch zu versorgen, kurz: zur Not einfach sterben zu lassen. Klar, dass DAS die Ansteckungskurve senkt! Aber kann sowas ein Vorbild sein?

"Alle haben sich lokal angesteckt"

Da nützt kein schweigen und keine Informationsverbote der Virus schafft Tatsachen die die mächtigen Herren in Peking, Moskau und Washington nicht vertuschen können können.

22:59 von fathaland slim

"Man darf aber auch nicht vergessen, daß es auch eine weltweit vernetzte wissenschaftliche Gemeinschaft gibt, die sich permanent austauscht. Da kann es der Pressezensur vergleichbare staatliche Maßnahmen gar nicht geben, denn diese weltweite wissenschaftliche Vernetzung ist für ein Land, daß den Anschluss nicht verlieren will, überaus wichtig."

.-.-.-.

Ein sehr guter Hinweis mit guter Begründung.
Das baut einen auf, danke.

22:16 von Ist Wahr: Beim Vergleich der Opfer muss man auch

die strukturellen Unterschiede beachten. Die schwedische Bevölkerung ist ca. 10% jünger als die Deutsche und es leben weniger in Großstädten. Die 10,3 Millionen Schweden leben auf einer Fläche die mehr als 10-mal so groß wie die Fläche Belgiens, mit 11,4 Mio Bewohnern. Auch Verkehrsstaus sind in Schweden selten, was auf eine wesentlich geringere Verkehrsdichte und bessere Luft schließen lässt und der Anteil der Raucher beträgt 10% gegenüber 21% in Deutschland.

Schweden ist von den Bedingungen her mit Norwegen und Finnland vergleichbar, hat aber wesentlich schlechtere Werte.
Als Vergleich sollte man immer Regionen mit ähnlicher Struktur nehmen und das ist z.B. ein Vergleich der Provinz Stockholm mit den deutschen Stadtstaaten.

Corona-Tote pro Million Einwohner
Vergleich Ballungsräumen
Provinz Stockholm 860
NRW 91
Berlin 57
Hamburg 138
München 143
Staat New York 1.584

Vergleich Länder
Belgien 832
UK 612
Schweden 481
USA 346
Brasilien 197
Deutschland 105
Finnland 59
Norwegen 44

Komplett intransparent

@ draufguckerin:
Es wurde beschwichtigt, vertuscht und beschönigt, Informationen wurden zurückgehalten. Der inzwischen verstorbene chin. Augenarzt, der sich an seine Regierung und an die Öffentlichkeit gewandt hatte, wurde massiv unter Druck gesetzt und zum Schweigen gebracht.

Ich gebe Ihnen recht.
Die chinesische Informationspolitik ist nicht von Sachlichkeit und Kooperation mit anderen Ländern geprägt. Der chin. Führung scheint es einzig um die günstige Selbstdarstellung zu gehen. Es scheint für die Machthaber in Peking kein Freund, nur Feind zu geben. Gütliche Kooperation - Fehlanzeige.

Für die Akzeptanz der

Für die Akzeptanz der Diktatur innerhalb Chinas ist es wichtig, dass die KPC, neben stetig steigendem Wohlstand, der Bevölkerung auch vermitteln kann, Gesundheitsrisiken, wie durch Corona, unter Kontrolle zu haben. Daher die panischen Reaktionen bei jedem neuen Hotspot.

23:00, Magic.fire

>> Jeder Journalist kennt seine Quellen und Voralpen gute Journalisten kennen so etwas wie Quellenkritik, was leider bei vielen Foristen ein Fremdwort ist.<<

Man will "vor allem" schreiben, aber der Computer macht in einem unbemerkten Augenblick "Voralpen" daraus. So ein Biest hab ich auch...

Ja, Quellenkritik ist das A und O, wenn man sich nicht in einem Wust unseriöser "Informationen" verheddern möchte. Das unterscheidet einen guten Journalisten von einem schlechten. Viele Foristen beurteilen Journalisten allerdings nicht vorwiegend danach, wie sie arbeiten, sondern nach ihrer ideologischen Ausrichtung.

Das ist ein großer Fehler, wenn man halbwegs kompetent informiert werden möchte.

Man kann zum klassischen Journalistenhandwerk stehen wie man will, es ist aber zumindest ein traditionell gewachsener professioneller Anspruch damit verbunden. Ob man dem im Einzelfall gerecht wird, ist natürlich eine andere Frage. Er ist aber trotzdem klar formuliert.

@ RoyalTrump

...und woher nehmen Sie Ihr Gottvertrauen, dass Ihnen unabhängige Journalisten keinen Bären aufbinden?

Warum sollten sie das tun?

23:04, RoyalTramp

>>@ draufguckerin
"Ich selbst glaube nur das, was unabhängige Journalisten frei berichten können /dürfen."

...und woher nehmen Sie Ihr Gottvertrauen, dass Ihnen unabhängige Journalisten keinen Bären aufbinden?<<

Wenn einem sämtliche unabhängige Journalisten denselben Bären aufbinden, dann sind sie entweder nicht unabhängig, oder aber mit der eigenen Wahrnehmung stimmt was nicht. Ähnlich wie die Geschichte mit den tausenden Geisterfahrern, die einem auf der Autobahn entgegen kommen...

@ Magic fire

Wenn die Welt wieder normal ist fliegen sie mal für längere Zeit nach China, sie werden mit anderen Augen zurückkommen

Ja, tatsächlich, China ist ein tolles Land. Es hätte freie Meinung so sehr verdient und Respekt der Herrschenden für das eigene Volk so sehr nötig. Wann wird die Zensur endlich abgeschafft? Gängelung ist respektlos und tut weh.

@ GamWalter, (22:51), Re, was wissen wir wirklich?

"Am Wochenende waren die Restaurants und Bars voll und in den Stockholmer Bussen herrschte das übliche Gedränge.

Restaurants/Bars sind die Superspreader bei der Ausbreitung2"
------
Wie kam die schwed. Regierung auf diese sich in ihrer Wirkung gegenseitig aufhebenden Instrumente? Wie hat sie, ihre Experten, die Wirkungszusammenhänge zu operationalisierbaren Größen abgeleitet? Man wusste bereits aus anderen Ländern relativ schnell, dass die ältere Bevölkerung und chronisch Kranke besonders gefährdet waren. Warum hat man zum Schutze dieser Menschen offensichtlich unzureichende Maßnahmen getroffen? Sind in Schweden jemals die Ziele in ihrer Wirkung ernsthaft konkretisiert und Risiken quantifiziert worden? In Italien und Spanien werden Vorwürfe laut, Regierungen hätten Tote in Kauf genommen. In Madrid gab es Anweisungen an Krankenhäuser - nachweislich - Patienten aus Heimen nicht aufzunehmen/zu behandeln. Die Toten in Heimen sollen über 2 Drittel der Gesamtzahl Toter ausmachen.

Warum....

... kann man von China nicht noch einmal, zweimal, dreimal... lernen? Und China von uns?
Nationalismus ist eine ‚Pest‘ - schlicht Arroganz.
„Wir“ werden es lernen; die Frage ist nur, wer soweit noch kommt.

@ Ist Wahr

Der Schwedische Weg besteht darin mit geeigneten Massnahmen die Ansteckungskurve abzuflachen, um ...

Die irgendwie unentschlossene Haltung der schwedischen Regierung hat zur Folge, dass Schweden pro 1 Million Bevölkerung etwa 4 mal so viele Tote und etwa 24 mal so viele Neuinfekionen hat im Vergleich zu Deutschland. Eine solche Regierung sollte die Bevölkerung in den Ruhestand schicken.

Wohlstand rechtfertigt alles?

@ Werner40:
Für die Akzeptanz der Diktatur innerhalb Chinas ist es wichtig, dass die KPC, neben stetig steigendem Wohlstand ...

Das sorgt bei mir für einen schalen Beigeschmack, weil neulich hier jemand auf die gleiche Weise (Wohlstand) auch eine faschistische Diktatur rechtfertigen wollte.

23:20, Werner40

>>Für die Akzeptanz der Diktatur innerhalb Chinas ist es wichtig, dass die KPC, neben stetig steigendem Wohlstand, der Bevölkerung auch vermitteln kann, Gesundheitsrisiken, wie durch Corona, unter Kontrolle zu haben. Daher die panischen Reaktionen bei jedem neuen Hotspot.<<

Panisch würde ich sie nicht nennen, sondern eher plakativ. Um der Bevölkerung eine Botschaft der Stärke zu vermitteln. Die gütige Führung hat die Gefahr unter Kontrolle. Das paternalistische Prinzip.

@ Magic.fire

Zudem kann ich ihn als Historiker versichern, das es zu keinen Zeitpunkt in keinen Land der Welt wirklich wahre Aussagen von Regierungen gab.

Für einen Historiker ist das eine beachtlich unkritische und gleichmacherische Verniedlichung einer Diktatur.

@ Gam Walter (23:12), Re

Was sagen uns die Zahlen an Corona-Toten in der Provinz Stockholm und im Staat New York?
Falls sowohl Schweden als auch New York als Ziel die Eindämmung der Infektionen zum Ziel hatten, warum ist es ihnen derart misslungen, im Verhältnis zu anderen Ländern/Staaten/Städten? Warum haben sie die Lage so falsch, entsprechend ihrer Strategie, eingeschätzt? Und wir sprechen hier von zwei entwickelten, westlichen Industriestaaten. Vielleicht sollten wir differenzierter hinschauen, beginnend ab der ausgegebenen Strategie.

@ Ist Wahr

In Madrid gab es Anweisungen an Krankenhäuser - nachweislich - Patienten aus Heimen nicht aufzunehmen/zu behandeln. Die Toten in Heimen sollen über 2 Drittel der Gesamtzahl Toter ausmachen.

Nachweislich? Wo ist denn der Nachweis? Wenn man etwas für "wahr" hält, kann man es hoffentlich auch belegen. Wir warten.

q23:07 von RoyalTramp

"ältere Menschen, die sich mit dem Virus infiziert haben, nicht intensivmedizinisch zu versorgen, kurz: zur Not einfach sterben zu lassen."

Die haben sich einfach verrechnet oder ihre Kapazitäten schön gerechnet. Wenn die Berechnung daneben liegt dann müssen einige Sterben, wenn die Intensivbetten nicht ausreichen, das sind dann eben die Alten.

Bei einer Pandemie müssen sich die Empfehlungen oder Maßnahmen an den verfügbaren medizinischen Ressourcen orientieren und vor allem müssen auch die Erfahrungen der Länder berücksichtigt werden, die als erste betroffen waren.

Das hat aber, nach meiner Einschätzung, kein Land in Europa gemacht.

@ Wohlstandsbäuchlein, Re

"Nachweislich? Wo ist denn der Nachweis? Wenn man etwas für "wahr" hält, kann man es hoffentlich auch belegen. Wir warten."
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Vor Tagen bereits, auch im Madrider Parlament, von der Regierung zugegeben, dass sie solche Anweisungen schriftlich verfasst hatte. Wenn sie spanisch sprechen, oder anders sich der spanischen Medien bedienen können, z. B. rtve, ist das kein Problem. Es gab darüber Parlamentsdebatten und auch bereits einen ersten Prozess gegen die Madrider Regierung.

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