Kommentare

Lächerlich und traurig...

derlei Statuen usw. zu entfernen. Das sind ja keine Symbole der Anbetung sondern sie erinnern daran, das jene Person/ Sache zu einer bestimmten Zeit gab ...in NL mussten Museen Werke eines Künstlers abhängen, dessen Name „Weiß „ war-das ist lächerlich. Dann müsste wir uns ab sofort alle gegenseitig abschaffen-und die Männer müssen sowieso weg für die Unterdrückung der Frauen usw. Lass uns lieber diskutieren über „Vom Winde verweht-ein Film, der einfach einer Epoche zugeordnet werden muss, statt ihn aus dem Programm zu nehmen-das hat etwas von totschweigen und ist immer schlechter in einer und für eine offene Gesellschaft

Trump schwärmt vom großartiken amerikanischen Erbe

Weiß Trump überhaupt welche Rolle diese steinernen Helden gespielt haben?

Fragwürdiges Geschichtsverständnis

Hier lässt wieder einmal beobachten mit wie wenig Geschichtsverständnis in solchen aufgeheizten Debatten Handlungen gefordert werden. Ich halte es für äußerst fragwürdig Denkmäler aus der Welt zu tilgen und damit die "Huldigung des Hasses" wirksam zu bekämpfen wie Pelosi argumentiert. Im Gegenteil: Gerade der Bestand der Denkmäler und aufklärende Angebote um sie herum, wären ein wirksames Mittel gegen diese Huldigung. Die Denkmäler sind nicht zu zensieren, sondern zu thematisieren und als Lernort der Geschichte zu nutzen. Heißt ja auch DENK-MAL.

Dies ist reine Symbolpolitik, die strukturell nichts am eigentlich Problem des Rassismus ändern wird.

Der Name Denkmal kommt ja

Der Name Denkmal kommt ja nicht von ungefähr. Denk mal! Setz Dich damit auseinander. Einfach "weg damit" macht Geschichte nicht wieder gut. Aber wenn wir schon dabei sind, die Denkmallandschaft nach gutdünken zu reinigen, dann weg mit den Denkmalen für George Washington, schließlich war er Sklavenhalter.

Geschichtsvergessenheit ist eine Sünde

Der Bürgerkrieg ist nie konsequent verarbeitet worden in 150 Jahren. Das rächt sich, wie alle Sünden der Vergangenheit. Übrigens nicht nur in Amerika.

ich fasse es nicht...

… was für ein Hype jetzt wieder entsteht. Das Leopold in der damaligen Kolonie Kongo, den Ureinwohnern die Hände abschlug, wenn diese sich gegen das Regime stellten, ist seit über 100 Jahren bekannt. Jetzt auf einmal erkennen das die Belgier. Das verstehe wer will. Dann müsste man auch Martin Luther vom Sockel stoßen. Der war bekennender Antisemit. Mal sehen, wenn diese Hysterie vorbei ist, gegen was dann gehetzt wird. Jeder normale Mensch ist kein Rassist. So sehe ich das

USA = Rassismus

Rassisms ist der Grundstein der USA. Die USA entstanden durch Ausbeutung und Vertreibung. Rassismus war schon vor Gründung der USA in Amerika, wurde mit den USA dort etabliert, hat bis heute kaum nachgelassen und wird auch niemals verschwinden.
Viele weiße Einwanderer sahen andersrassige (darf ich das Wort noch sagen?) - zuerst Indianer, später schwarze Sklaven als Untermenschen an.

Rassismus hat Tradition, ganz besonders in den USA.
Und jetzt wollen sie so tun, als ob die paar in Stein gemeiselte oder Bronze gegossene Köpfe daran schuld seien.
Ja, der Rassismus wurde von oben befohlen aber in (Teilen) der Bevölkerung gern angenommen.

Was wollen die denn dann noch alles...

abreissen in Anbetracht der Tatsache, dass es die Rassentrennung per Gesetz immerhin bis 1964 gab und somit bis dahin jeder Präsident oder militärische Befehlshaber dieses System aufrecht erhalten und verteidigt hat?

Und man sollte ich gut überlegen, wenn man mit der Erinnerung an Unterdrückung aufhört, der Aufklärung nicht einen Bärendienst erweist.

Das hat nichts mit kritischer

Das hat nichts mit kritischer Auseinandersetzung mit der Vergangenheit zu tun. Blinderen Aktivismus als dieser Tage hat man in der Geschichte wohl kaum gesehen. Das Abreißen von Statuen macht die Taten auch nicht ungeschehen, aber diese logischen Worte sind natürlich an jemanden, der eine Statue enthauptet einfach verschwendet. Hier sieht man mal wieder, dass die geistig Armen so seelig garnicht sind.
So kann man maximal jemanden vergessen, vergisst auch dessen schändliche Taten und kann daraus nicht lernen. Ach wieviel sinnhafter es doch wäre die Hinweistafeln an den Standbildern mit sachlichen Informationen zu füllen, die die Person ins rechte Licht Rücken.

Bilderstürmer

Glauben diese Bilderstürmer, damit ließe sich Geschichte ändern? Das historische Erbe der Menschheit ist nun einmal nicht makellos, und auch Kultur bedarf der Deutung. Wer Denkmäler zerstört, verbrennt auch bald Bücher.

nicht nachvollziehbar

Es ist unvertändlich, warum die Statuen wegsollen. Sie sind Teil der amerikanischen Geschichte. Das zeigt mal wieder die Doppelmoral der Demokraten.

Sehen Sie, die Sklavenemanzipation..

Lincolns im Jahre 1863 sollte den bis zu diesen Zeitpunkt eher lust- und aus diesen einfachen Grund in militärischer Hinsicht auch eher erfolgslosen Nordstaatler, ein neues, und moralisch höherstehendes Kriegsziel geben!

Denn bis zu diesem Zeitpunkt kämpften die Nordstaatler offiziell NUR für die Beibehaltung der Union, was allein für sich genommen jedoch nicht unbedingt besonders motivierend für die kämpfenden Nordstaatler war!

Die Abschaffung der Sklaverei wurde also erst IM Verlaufe des amerikanischen Bürgerkrieges beschlossen, und war somit ausdrücklich NICHT die Ursache des amerikanischen Bürgerkrieges selbst !

Denk - mal

Wenn jede Gegeration - wie im späten Mittelalter Bilderstürmerei betreibt - und alles vernichten will, was ihrem aktuellen Denkschemata widerspricht, dann bleibt nicht viel übrig.

Das reicht von Columbus und Mangellan, über Bougainville und Cook zu George Washington bis hin zu Astrid Lindgren. Dann müssten wir auch die salischen Kaiser aus dem Speyrer Dom entfernen und zahlreiche Päpste aus ihren Gruften in zahlreichen Kirchen.

Und in 100 Jahren reisst man uns und unsere Denkweise vom Sockel.

Ganz ehrlich

Wenn es um Rassismus und Sklaverei geht dann müßte man auch George Washington und all seine Denkmäler und sonstigen Portraits verbannen. Denn auch er war einer der größten Sklavenhalter in den USA. Doch was soll diese "Denkmalstürmerei"? Letztlich gibt es wohl so gut wie keine historische Person die nicht in ihrem Zeitgeit dem Rassismus udgl. verfallen gewesen wäre. Wie die Vorkomentatoren schon geschrieben haben, wir machen damit die Geschichte nicht ungeschehen sondern müssen uns mit ihr und ihrer Zeit auseinander setzen. Es wurden und werden noch immer Fehler gemacht, wir sollte hieraus lernen und nicht einfach so unter den Tisch kehren.

US-Rassismusdebatte: Streit um steinerne Südstaatler

Ein Fehler, die steinernen Zeitzeugen schleifen zu wollen.

Wie ja hier schon einige Mitforisten dargelegt haben, symbolisieren diese Denkmäler Epochen der amerikanischen Geschichte. Diese kann man nicht so ohne weiteres tilgen, und diese Symbole bieten die Gelegenheit für die amerikanische Gesellschaft, sich mit den verschiedenen Ausprägungen der Unterdrückung auseinanderzusetzen.
Wer aus der Historie nicht lernt, wird immer wieder die gleichen Fehler begehen.

Die Denkmäler sollten erhalten bleiben und mit der entsprechenden Konnotation versehen werden.
Die dt. Geschichte ist auch voll von Missgriffen. Nicht zuletzt wurde das elende Machwerk "Mein Kampf" in den richtigen Kontext gestellt und wird auch hier in Deutschland zum Verkauf angeboten.

Gruß Hador

Würde es nicht ausreichen vor den Denkmälern

Gedenktafeln anzubringen, die nicht nur an die Taten erinnern, die zum Aufstellen der Statur erinnern, sondern auch an die Dunklen Seiten der jeweiligen Person. Die Staturen gehören zur Geschichte eines Landes nur muss man diese vollständig erzählen! Sollen wir z. B. Martin Luther Staturen einschmelzen, weil er auch antisemitische Ansichten hatte? Die Kaiserstatur in Koblenz wieder entfernen, wegen der Kolonien in Afrika? Nein, es gehören Infos an diese Plätze!

Auch Thomas Jefferson

Auch Thomas Jefferson Statuen?
Ansonsten halte ich das für den falschen Umgang mit Denkmälern genauso wie die Sache mit "Im Winde verweht" - wie man damit umgeht zeigt Werner Bros. die einen sehr guten Text, den sogenannten "racial disclaimer" einblenden.

US-Rassismusdebatte:Streit um steinerne Südstaatler......

Denkmäler von General Lee und Co.
Natürlich gefällt das Trump.Aber auch Politiker und Gouverneure der Demokratischen Partei hatten damit keine Probleme.
Und die Justizreform von 1994,sie brachte hunderttausende Schwarze mehr in das Gefängnissystem.

In Richmond...

...wurde von "Demonstranten" die Statue von Kolumbus
eingerissen, weil weiß und Sinnbild für die Unterdrückung.

Wer so etwas duldet der hat in führenden Positionen nichts
zu suchen, sondern ist selbst kriminell.

Ist Kolumbus mit dem Auftrag "Finde Land in dem wir alles unterdrücken und Millionen Afrikaner versklaven können" gestartet?
Oder waren er und seine Crew mit dem Auftrag unterwegs
einen Seeweg nach Indien zu finden?

Ist also ein Entdecker schuld an allem was ab dem Tag geschieht an dem er etwas neues findet? Selbst
Jahrhunderte später?

Na dann muss Leif Eriksson als "Held der Welt" neu ausgezeichnet werden. Betraten er und seine Männer wohl als erste westliche Menschen den amerikanischen Kontinent und haben es einfach nicht so groß weitergesagt!

Also entweder folgt man einer solch kruden Logik,
oder man benutzt einfach mal sein Gehirn und stellt sich
gegen solchen unnötigen Hass, wie er durch diese "Demonstranten" mittlerweile verbreitet wird.

Mit dieser US-Regierung ist „kein Staat zu machen“

Trump schwärmt hingegen vom "großartigen amerikanischen Erbe".

Da Trump Männer, die für "Grausamkeit und Barbarei" stehen und „dem Hass huldigen" als „führungsstark“ bewundert („Law and Order“), ist das eigentlich keine Überraschung. Deutlich genug hat er das ja zum Ausdruck gebracht: „Die [Militärstützpunkte, die Namen von Generälen der Konföderierten tragen] seien "heilige Stätten", in denen "Helden" ausgebildet würden. Sie seien "Teil eines großartigen amerikanischen Erbes geworden und einer Geschichte des Gewinnens, Sieges und der Freiheit"

Diese Denkmäler und Namensgebungen stellen nicht nur eine ständige Provokation, sondern im Grunde eine Verhöhnung all derer dar, die bis heute unter den Folgen der Politik dieser grausamen „Nationalhelden“ leiden und sich gemeinsam für gesellschaftlichen Frieden einsetzen.

In Belgien ist man da offenbar weiter: „(...) ließen die Statue des früheren Königs Leopold II. entfernen. Er hatte (...) im Kongo ein Kolonialregime errichtet, das (...)“.

Denkmäler

Wenn wir von allen historischen Personen, die auch Fehler hatten, die Denkmäler abreißen wollten, dann wären das alle Denkmäler. Jeder Mensch hat Fehler.

Die Frage muss lauten: warum wurde das Denkmal aufgestellt?

Es gibt kein Luther-Denkmal, das aufgestellt wurde, um seinen Antisemitismus zu verherrlichen; 99% der Bundesbürger wissen nicht mal, dass Luther Antisemit war. Luther steht auf dem Sockel, weil er die Kirche reformieren wollte. Daran erinnert das Denkmal.

Bei einem General Lee ist es genau umgekehrt: das einzige, was der Durchschnittsmensch über ihn weiß, ist, dass er ein Südstaatengeneral war.
Genau das wird also verherrlicht, und darum muss das weg.

Und dann gibt es eben viel Spielraum dazwischen. Es ist bei vielen historischen Gestalten durchaus schwierig, zu entscheiden, ob sie stehenbleiben sollten oder nicht.

Mit "Geschichtsvergessenheit" hat das alles nichts zu tun. Wo ich ein verherrlichendes Denkmal abreiße, kann ich eine informative Tafel aufstellen.
_

Denk/ Mahnmale

Denkmale einfach abzureissen- damit löst man die Probleme (meistens) nicht. Wir haben in unseren Landen manche Probleme mit Mahn-malen, die immer noch Ehren-male genannt werden und tatsächlich je nach Entstehungszeit politische Botschaften aussenden. Es kann durchaus Situationen geben, in denen man Denkmale abreissen muss, weil man gestalterisch kein Gegengewicht schaffen kann. In der Heimatstadt meiner Kindheit hat man schon vor Jahrzehnten das Mahnmal für die Gefallenen neu gestaltet durch eine Skulptur,die an die Opfer des KZ -Aussenlagers erinnert. Das war und ist eine angemessene Lösung. Einfach runterreissen ohne vorherige Diskussion und gemeinsames Überlegen, ist m.E.keine sinnvolle Option.

Indem man Denkmäler schleift,

fördert man das Vergessen. Wss müsste man in Rom alles für Staturen, vergangener Kaiser, zerstören, die Christen auf dem Gewissen haben? Wo fängt man an, wo hört man auf. Gedenktafeln ist ein Weg, die Staturen in den richtigen, gechichtlichen Zusammenhang zu stellen, ohne die Monumente zu zerstören! Ich halte nichts von emotional gesteuerten Kurzschlusshandlungen.

Geschichte der Statuen

Man muss die Statuen tatsächlich in den historischen Kontext setzen.

Der Großteil wurde in den 1920er Jahren, mehr als 50 Jahre nach Ende des Bürgerkriegs, erbaut. Damals war gerade der zweite Ku-Klux-Klan auf dem Höhepunkt der Macht und vor allen Dingen in den Südstaaten gab es die "Jim Crow Laws" und Lynchjustiz gegen Schwarze. Und wo stehen natürlich die meisten Statuen? In den Südstaaten.

Das ist in etwa so, als wären in den 90er Jahren in Deutschland Statuen von Nationalsozialisten errichtet wurden.

PS: Witzigerweise hat Robert E. Lee selber gesagt, dass er Statuen von Konföderierten ablehnt, weil diese die Wunden des Krieges offen lassen würden.

um 09:26 von Frank von Bröckel

Stimmt, die Abschaffung der Sklaverei war nicht die Ursache des Bürgerkriegs, denn sie kam ja erst später. Die Ursache war, dass die Südstaatler davon ausgegangen sind, dass Lincoln die Sklaverei abschaffen würde.

Übrigens ging es nie um die Sklaverei selbst. Die Plantagen-Besitzer im Süden wussten ja, dass auch die ehemaligen Sklaven weiterhin auf ihren Plantagen arbeiten würden für einen Hungerlohn. Und die Südstaatler wussten auch, dass die Sklaverei ein Auslaufmodell war.
Der echte Grund war die Bauernbefreiung in Europa. Die endete nämlich immer damit, dass die Bauern das Land behalten durften. Genau davon hatten die Südstaatler Angst: dass sie gezwungen werden könnten, den ehemaligen Sklaven als Wiedergutmachung Teile ihrer Äckerflächen abzutreten - oder sogar alles.
_

Ikonoklasten

Natürlich sind einige der Taten der Herrschaften höchst zweifelhaft. Allerdings muss man dabei auch immer die historischen Zusammenhänge sehen. Was derzeit passiert, erinnert an den Bildersturm der Reformationszeit und hat eher mit Barbarei zu tun als mit einem reflektierten Umgang mit der Vergangenheit.

nicht jedes Denkmal ein großes Kunstwerk

Es ist Aktionismus dabei. Die US-Geschichte, auch die Geschichte des Rassismus und der Sklaverei geht nicht durch das Entfernen von Denkmälern weg.

Ein Denkmal ist die Überhöhung einer Person, meist in überlebensgroßer Darstellung. Das ist kein Mahnmal zum Nachdenken.
Auch ein künstlerisches Werk muß nicht für die Ewigkeit sein. Kunstwerke die in früherer Zeit einen Käufer fanden landen irgendwann auf dem Trödel oder im Sperrmüll. Man kann nicht eins zu eins alles erhalten.
Nicht jedes Denkmal wird heute als Kunstwerk gesehn das die Zeit auf Grund seiner künstlerischen Ausdruckskraft überdauern soll.

Trumps Prahlsucht, das großartigste Volk und seine Denkmäler macht aus einer Protzstatue kein überragendes Kunstwerk.

Längst überfällig

Die kritische Auseinandersetzung mit diesem Teil der Geschichte und ihrer Protagonisten ist längst überfällig gewesen. Und einige dieser Denkmäler sollten vor dem jetzt diskutierten Hintergrund auch keine öffentlichen Plätze mehr zieren. Das bedeutet aber nicht, dass a) jeder Held der Geschichte, der mit Rassismus in Verbindung gebracht wird, auch zu Fall gebracht werden sollte, und b) dass diese Denkmäler vernichtet werden sollen. Jedes Denkmal bedarf einer individuellen Abwägung. Und da ist der Abbau eines händeabschlagenden Rassisten mehr als gerechtfertigt. Bei Churchill bin ich mir aber schon nicht mehr so sicher. Und wenn man die Denkmäler entfernt, dann bitte ab damit ins Museum. Denn die Geschichte darf nicht getilgt werden. Man sollte sich weiterhin mit ihr auseinandersetzen.

ich kann dieses

ständige geseiere von wegen "greatest nation on earth" oder "heroes" oder "sacred ground" nicht mehr hören, weil es mich zunehmend an Deutschland nach 1933 erinnert. was bei diesem nationalgetümel herauskommt, ist bekannt. mittlerweile bemüht da drüben jeder, egal ob Dem oder Rep oder was auch immer diesen nationalstolz. in kleinen dosen mag der ok sein, aber nicht so! ach so: in Deutschland stellt auch keiner statuen der militärführung von Deutsch Ostafrika auf. aus gutem grund. den sollte man Trump mal näher erklären, vlt. machts dann bei E. Lee klick.

Man könnte auch mal vor der eigenen Tür kehren

In meiner Stadt steht in der Nähe einer ehemaligen Ulanenkaserne ein Denkmal, das einen sterbenden Angehörigen der damaligen sogenannten Schutztruppen im ehemaligen Deutsch-Südwest-Afrika zeigt. Insgesamt sind aus dieser Kaserne meines Wissens fünf Soldaten in Afrika ums Leben gekommen. Seit einigen Jahren steht nun neben diesem Denkmal eine kleine Tafel, die auch auf den Völkermord an den Herero und Nama durch General Lothar von Trotta hinweist.
80000 Menschen fielen diesem Völkermord zum Opfer.

Deutschland weigert sich jedoch beharrlich die Nachfahren zu entschädigen, da man keinen Präzedenzfall schaffen möchte.

Kolonialismus ist eine der schlimmsten Formen von Rassismus, und wir haben uns dem Thema bisher nicht wirklich gestellt.

Geschichtsrevisionismus?

Der Konflikt zwischen Nord- und Südstaaten hat sich aufgrund der Sklaverei zugespitzt. Tatsächlich wollten die Nordstaaten die Sezession nicht akzeptieren, aber der Grund für die Sezession war die Sklaverei. Nur weil man die Sklavenemanzipation erst während des Krieges in Gesetzesform gepackt hat, ist das noch lange keine Begründung, dass die vollkommen unerheblich für den Krieg war.

Man sollte sich mal ein paar Artikel zu dem Thema durchlesen. Ich empfehle insbesondere zu "Bleeding Kansas" oder der "Cornerstone Speech".

Am 11. Juni 2020 um 08:47 von ycccacfcqc

"Lächerlich und traurig...
derlei Statuen usw. zu entfernen. Das sind ja keine Symbole der Anbetung sondern sie erinnern daran, das jene Person/Sache zu einer bestimmten Zeit gab"

Zu bestimmten Zeiten gab es noch viele andere Personen/Sachen, waere gut diese auszutauschen...vielleicht mit fuer ihre Freiheit kaempfenden Sklaven.

"...in NL mussten Museen Werke eines Künstlers abhängen, dessen Name „Weiß „ war-das ist lächerlich."

Weil er "Weiss" hiess? das ist laecherlich, sollten solche Bilder abgehangen worden sein, dann waren es andere, berechtigte Gruende.

"Lass uns lieber diskutieren über „Vom Winde verweht-ein Film, der einfach einer Epoche zugeordnet werden muss, statt ihn aus dem Programm zu nehmen-das hat etwas von totschweigen und ist immer schlechter in einer und für eine offene Gesellschaft"

Ein Film ist ein Film,darum geht es hier nicht,keiner will mit der Aktion etwas totschweigen,es soll aufgehoert werden solchen Menschen,mit einer Statue,eine Rechtfertigung zu geben.

@NonServiam (09:16)

Rassisms ist der Grundstein der USA. Die USA entstanden durch Ausbeutung und Vertreibung. Rassismus war schon vor Gründung der USA in Amerika, wurde mit den USA dort etabliert, hat bis heute kaum nachgelassen und wird auch niemals verschwinden.
Viele weiße Einwanderer sahen andersrassige (darf ich das Wort noch sagen?) - zuerst Indianer, später schwarze Sklaven als Untermenschen an.

____

Die USA wurden vo reichen weißen männlichen Großgrundbesitzern gegründet, die sich nicht mehr vom König vorschreiben lassen wollten, dass der Mississippi die Westgrenze ist und das Land dahinter den Indianern gehört. Wenn man sich das vor Augen führt, ergibt alles, was dieses Land die letzten 250 Jahre getrieben hat, einen Sinn: Plutokratie, Sklaverei, territoriale Expansion. Freiheit ist für die Amerikaner das Recht des Stärkeren und sämtliche Kriege von den Indianern bis heute eine konsequente Umsetzung dieser Annahme. Sozialstaat hingegen ist Kommunismus und Nichtweiße minderwertig.

Ich finde, dass Denkmäler

Ich finde, dass Denkmäler Zeugnis über Geschichte darstellen. Diese Denkmäler müssen aber in den richtigen Kontext eingeordnet werden. zu diesem Kontext gehört auch die Frage, warum wurden diese Denkmäler überhaupt errichtet? Weiterhin erschüttert es mich mal wieder, dass offensichtlich jeder, der hier kommentiert vermutlich intelligenter und reflektierter ist als der gewählte Präsident der USA.

Denk-Mal

Also wer jetzt behaupteT diese Statuen wären dafür gemacht, sich kritisch mit der Zeit auseinander zu setzen, liegt absolut falsch.

Das sind Huldigungen an die entsprechende Personen. Nicht zu vergleichen mit Holocaustdenkmälern oder anderen Mahnmalen.

Ob man sie jetzt entfernen muss lasse ich mal offen. Ist mir relativ egal. Gibt deutlich wichtigere Sachen die sich ändern sollten.

Diese "Denkmäler" sind reine Propaganda...

...und feiern schlicht die falschen Personen. Etwas mehr "glücklich ist das Land, das keine Helden braucht" ist durchaus angebracht.

US-Rassismusdebatte: Streit um steinerne Südstaatler

Andererseits, wenn ich darüber nachdenke wir hätten Denkmäler für die "Helden des 3. Reiches" aufgestellt auch mit Konnation, wird mir ganz elend. Dafür waren die Gräuel zu gewaltig, die Verluste zu groß und die Vergangenheit zu nah.
Ich denke, die amerikanische Gesellschaft hat diese Diskussion dringend nötig, und auch hier in Deutschland wird dieses Thema so schnell nicht von der Agenda verschwinden, und das ist gut so !
Es wird vermutlich so mancher "steinerne Kopf" rollen, aber besser diese als wenn sich die Menschen an die Hälse gehen, da sie aus der Geschichte nichts gelernt haben !

Gruß Hador

Am 11. Juni 2020 um 09:00 von heinrito1986

"Ich halte es für äußerst fragwürdig Denkmäler aus der Welt zu tilgen und damit die "Huldigung des Hasses" wirksam zu bekämpfen wie Pelosi argumentiert. Im Gegenteil: Gerade der Bestand der Denkmäler und aufklärende Angebote um sie herum, wären ein wirksames Mittel gegen diese Huldigung. Die Denkmäler sind nicht zu zensieren, sondern zu thematisieren und als Lernort der Geschichte zu nutzen. Heißt ja auch DENK-MAL."

Falsch, Denkmaeler sind fuer Menschen gedacht die was positives vollbracht haben, sonst muessten in Deutschkand ja lauter Hitler Statuen stehen. Solche Leute gehoeren in die Geschichtsbuecher, nirgends sonst.

Man bedenke, Afro-Amerikaner haben dann

nicht mehr die Möglichkeit ihren Kindern Staturen von Menschen zu zeigen, die für das Leid ihrer Vorfahren verantwortlich waren. Die kommenden Generationen können sich dann kein Bild mehr machen. Nein, Info-Tafeln anbringen und alle lernen etwas über die Figuren. Es gibt Ausnahmen, dazu zähle ich Staturen von Stalin und Hitler, die unfassbares Leid über die Welt gebracht haben.

Auseinandersetzung

Wenn es wirklich so wichtig ist, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen und man dafür Statuen braucht, warum gibt es dann in Deutschland keine Statue von Adolf?

Meines Erachtens sollten wir überhaupt keine Denkmäler von Menschen ausstellen. Niemand ist besser als der Andere. Oder: Stellen wir einen Nobelpreisträger auf, dann sollte auch die Hausfrau, Oma und Opa eine Statue erhalten.

>>In den USA ist ein Streit

>>In den USA ist ein Streit um Denkmäler von Führungsfiguren der Südstaaten entbrannt. Sie müssen verschwinden, fordern die Demokraten<<

So nach dem Motto: Aus den Augen - aus dem Sinn?!

R. steckt in jedem Menschen und kann niemals verschwinden!

Gerade bei der Beschädigung

Gerade bei der Beschädigung der Kolumbus-Denkmäler merkt man, daß es sich um blinde Zerstörungswut handelt, und, dass es nicht um Auseinandersetzung mit der Geschichte und konsequentem Handeln für das eigene Leben geht. Denn würden diese "Demonstranten" die Folgen durchbuchstabieren, müssten sie sich dafür einsetzen, dass alle Nachfahren der Menschen, die nach 1492 nach Amerika kamen, den Kontinent verlassen und ihn den Nachfahren der Ureinwohner restlos überlassen. Das wäre doch mal ehrlich!

Wieso Kriminellen

ein Denkmal setzen? Mahnmal würde ausreichen.

Zweifelhafte Personen gehören ins Museum...

.. und sollten nicht öffentliche Plätze verschandeln. Unser Geschichtsverständnis hat diese Figuren nun endlich eingeholt.

Bilderstürmer

Die "Bilderstürmer" hat es in der Geschichte immer mal wieder gegeben, begonnen mit der Vernichtung der Bibliothek von Alexandria , in jüngster Zeit die Sprengungen vorislamischer Kulturzeugnisse durch Taliban und IS, immer war blinder Fanatismus der Urheber, immer waren die Tränen danach riesengroß. Wenn vermeintlich "aufgeklärte" "Demokraten" jetzt sich in diese Reihe stellen wollen - sollen sie, in wenigen Jahren wird man sich ihrer Taten schämen. Aber die vernichtete Kultur ist unwiederbringlich zerstört. Schade drum!

Und sind dann diese Denkmäler

aus dem öffentlichen Leben verschwunden, verschwinden diese “Helden“ auch aus den Köpfen. Die Denkmäler der “guten Helden“ werden aber noch zu sehen sein. Das bedeutet irgendwann - alles war gut.
Ich würde es besser finden, wenn an allen Denkmälern nicht nur Namen und Daten stehen würden, sondern eine Tafel Zeugnis über die Taten ablegen würde. Das wäre Aufklärung. Dann müsste auch niemand fragen “wer war Olof Palme?“.

Allerdings finde ich Herrn Trumps Helden-Epos-Begründung widerlich. Aber was erwarte ich?

09:40 von blink

In Koblenz hat man die Reiterstatur des Kaisers wieder auf das Deutsche Eck gestellt. Nicht weil man den Kaiser damit huldigen will, sondern weil das Deutsche Eck so wieder vollständig ist. Kein Deutscher, der bei klarem Verstand ist, wünscht sich diese Zeit wieder zurück. Gerade in der Kaiserzeit wurden Afrikaner in den Kolonien remordet und unterdrückt. Klar, die US Bürger können mit ihren Denkmälern machen was sie wollen, ich würde diese als Anschauungsmaterial in Schulausflügen nutzen, um den Kindern zu zeigen wer in der US Geschichte Mist gebaut hat!

Ich denke, ...

.. die Amerikaner müssen aufpassen, dass sie in der ganzen Debatte nicht "die Bodenhaftung", den Blick fürs Wesentliche verlieren. Dann ist Floyd "umsonst" gestorben. Weder Kolumbus noch irgendwelche Kommandeure aus dem 19. Jahrhundert tragen direkte Schuld am Amerika von heute. Das liegt weder 500 noch 150 Jahre zurück.
Die US- Bürger hatten es Jahrzehnte selbst in der Hand der "gesetzlich abgeschafften" Apartheid Taten im Zusammenleben folgen zu lassen ...
Sie haben die Jahrzehnte nach M. L. K. ungenutzt vertreichen lassen und begeben sich jetzt in plumpen Aktionismus. Will man damit jetzt dokumentiren das man selbst ja nie dazu gehört hat? Oder nur seine Wut auslassen?
Ich glaube, Amerika hat in letzter Zeit mit einem gesellschaftlichen Realitätsverlust zu kämpfen und zu verarbeiten, dass die USA nicht (!) mehr der Demokratie, Recht und Ordnung bringende Weltpolizist ist.
Sie nkönnen es ja nicht einmal im eigenen Land ...

Statuen von Cäsar, Karl der "Große" uvm.

Ich bin dafür, alle Statuen oder Köpfe von Cäsar zu entfernen.
Die Art und Weise wie er die Gallier vor 2.000 Jahren auf brutalste Weise umgebracht hat, dem muß auch mal Rechnung getragen werden.
Der nächste ist Karl der Große, in Sachsen immer noch der "Sachsenschlächter" genannt.
Viele Sachsen wurden grausam hingerichtet (Verden an der Aller), nur weil sie nicht den christlichen Glauben annehmen wollten.
Oh, da gibt es viel zu tun, wenn wir alle heilig gesprochen werden wollen.

Die Wünsche nach Abbau der

Die Wünsche nach Abbau der Denkmäler führen immerhin zu einer Debatte und damit zu einer Auseinandersetzung mit der Geschichte des jeweiligen Landes, wir haben in Deutschland ähnliche Diskussionen unter anderem zu den unerträglichen Bildmotiven der "Judensau" an Kirchen geführt - gut so, dann kommt wenigstens etwas in Bewegung ...

08:47 @ycccacfcqc

" ...in NL mussten Museen Werke eines Künstlers abhängen, dessen Name
„Weiß „ war-das ist lächerlich ..."

Welcher Künstler soll das gewesen sein?
Nur weil sein Name "Weiß" war?

Wenig überzeugend.

Übrigens

Der Soldatenfriedhof von Arlington wurde auf dem Anwesen von General Robert E Lee errichtet .

Re Frank von Bröckel

"Die Abschaffung der Sklaverei wurde also erst IM Verlaufe des amerikanischen Bürgerkrieges beschlossen, und war somit ausdrücklich NICHT die Ursache des amerikanischen Bürgerkrieges selbst !"

Ja, die ABSCHAFFUNG der Sklaverei war nicht der Grund für den Krieg. Aber die Sklaverei an sich schon. In den Erklärungen der Südstaaten zur Sezession wurde ausdrücklich darauf hingewiesen. Man hatte die (unbegründete) Angst, Lincoln wolle sie beenden.

Geschichte

Die Herleitung des Wortes "Denkmal" von "... denk mal" eines Users hier finde ich sehr schön beschrieben.

Nachdenken, über Geschichte reden. Sie verstehen. Das ist besser, als alles "auszutilgen" was nicht dem eigenen Weltbild entspricht. Denn macht uns das zu besseren Menschen als die, die wir verbannen wollen?

Was kommt nach den Statuen? Werden dann ungewünschte Bücher verbannt und verbrannt?

Eine moderne Welt sollte offen sein. Informationen für alle zugänglich und frei von Idelogien und *ismussen.

Als Liberal-Konservativer merke ich seit Jahren, dass ich meine wahre Meinung zu einigen Themen lieber für mich behalte, denn sie führen oft nicht mehr zu sinnvollen und bereichernden Diskussionen sondern zu ideologisch verblendeten Aussagen (Das darf man nicht sagen, weil...")
So bin ich leider zum Opportunisten geworden.
Alleine um meine berufliche Reputation zu wahren würde ich mich bei einer Statueentfernung auch klatschend dazu stellen. Das macht mich zu einem Mitläufer.

Abgesehen.....

.......von einer US-amerikanischen Person deren Namen ich nicht in den Mund nehme, sollte man diese Statuen und Denkmäler evtl. nicht als Denkmal sondern eher als Mahnmal sehen. Eine Mahnung was Menschen Menschen antun können und wohin eine irrige Weltanschauung führen kann.

Als im Irak die

Als im Irak die Husseinstatuen abgerissen wurden, wurde nchit so ein Tamtam gemacht.
Irgendwann sind solche Demkmäler eben obsolet. Wenn man nicht mehr weiß, werd ere Kerl überhaupt ist, kann der Kram auch mal weg. Und Mord, Vertreibung, Hass, Habsucht,.. zieht sich durch die gesamte Menschheitsgeschichte. Warum ist wohl Dchingis Kahn nach Europa gekommen? Was bewog die Römer, die gesamte bekannte welt anzugreifen? Warum zogen die Europäer in die gesamte Welt hinaus? Die Liste ist endlos. Und dennoch gibts überall römische Statuen, sogar Napoleon wird nch gehuldigt. Die Verklärung russischer Despoten ist legendär.
Worum gehts also?

Versager-Statuen

Haben die Südstaaten in ihrer Sezession den Bürgerkrieg gewonnen? Hat das geklappt mit dem Fortbestand der Sklaverei?
Hatte irgend etwas von dieser Ideologie noch eine Rolle gespielt nach dem Marsch von Grant oder Sherman gen Süden mit all den brennenden Herrenhäusern und Städten?
Warum dann dieses Festhalten an Statuen welche nichts weiter wiedergeben als historisches Versagen eines überheblichen Traums begründet vor allem auf der Pigmentierung der Haut?
Jede Menge Soldaten in blauem Rock und deren Munition haben diesen Irrsinn niedergebrannt, zusammengeschossen und abgefackelt.

Versager-Statuen? Weg damit!

Eine klare Botschaft

Was hier erwähnt werden sollte ist, dass die meisten dieser Statuen erst Jahrzehnte nach Ende des amerikanischen Bürgerkriegs errichtet wurden. Die meisten zwischen 1900-1920, also in einer Zeit, in der in den Südsaaten durch die „Jim Crow Laws“ die gesetzliche Rassendiskriminierung umgesetzt wurde. Außerdem wurde, in der selben Zeit im Zuge des sogenannten „Lost Cause“ versucht zu argumentieren das es im Bürgerkrieg gar nicht um die die Frage Sklaverei ging. Mit diesen Statuen wollte man also auch der afroamerikanischen Bevölkerung eine klare Botschaft senden, dass sie nicht gleich viel Wert sind wie die weiße Bevölkerung. Um mal einen vergleich anzustellen, es würde wohl nicht gut bei den meisten Ostdeutschen ankommen, würde man jetzt Walter Ulbricht/Erich Honecker Statuen an der ehemaligen Berliner Mauer errichten und sie einfach unkommentiert dort stehen lassen

um 09:31 von JanRos

"" Ist Kolumbus mit dem Auftrag "Finde Land in dem wir alles unterdrücken und Millionen Afrikaner versklaven können" gestartet?
Oder waren er und seine Crew mit dem Auftrag unterwegs
einen Seeweg nach Indien zu finden?""
#
Ja so sehe ich es auch.

bin da etwas hin- und hergerissen

Viele begründen den Bestand mit geschichtlicher, künstlerischer Bewahrung. Oder schlagen zur Entschärfung einen negativen Kommentar unter dem Denkmal vor.

Für mich überwiegt aber die Tatsache, dass man mit einem Denkmal jemanden Ehre zukommen lassen möchte. Also im Zweifelsfall bin ich für die Entfernung eines Denkmals oder Umbenennung einer Einrichtung.

" Kolumbus ... Kritiker argumentieren, er habe der Kolonialisierung und der Tötung zahlloser Ureinwohner den Weg bereitet."
Diese Interpretation geht mir zu weit, quasi eine Unterstellung, Kolumbus habe dies so gewollt oder vorausgesehen. Deshalb, Kolumbus sollte also bleiben .

Jetzt wird's hysterisch

Nein, eine Statue drückt keinen Rassismus aus - letztlich könnte sie ja auch als Mahnmal interpretiert werden? Viele davon sind sogar Kunstwerke.
---
Konzentriert euch auf den Kern, also den AKTIVEN Rassismus, nicht auf passive Stellen. So wüsste ich eine Partei, deren Teile offiziell rassistisch benannt werden dürfen (und es auch ist), Polizisten, Soldaten, Beamte, die sich offen rassistisch zeigen: Denen muss Volkes Zorn entgegenwirken. Dieser Hetze gilt es einen Riegel vorzuschieben - und da ist Zivilcourage nötig. Ein Denkmal jetzt abzubauen ist populistische Hektik.

Eine ungute Entwicklung !

Bilderstürmerei, egal ob in Konstantinopel nach seinem Fall, durch den IS im Irak u. Syrien oder die Taliban in Afghanistan - es handelt sich IMMER um mutwillige Zerstörung von Kunst und führt zu einer kulturell verarmten und geschichtsvergessenen Gesellschaft die nur zu feige ist sich mit der Vergangenheit selbstbewusst auseinanderzusetzen!

Die Beispiele ließen sich auch bis in die jüngste Zeit fortsetzen, Siehe die Diskussion um den Karl Marx Kopf in Chemnitz, das sowjetische Ehrenmal in Treptow oder die unzähligen Lenin Statuen die in ehemaligen Sowjetrepubliken, allen voran der Ukraine, geschleift wurden!

Das in Antwerpen das Denkmal Leopold II. entfernt werden soll oder in Richmond die Reiterstatue von Robert D. Lee ist ahistorisch und dumm.

USA wandeln hier auf den Spuren der anderen Bilderstürmer, von denen keiner als historisches Vorbild dienen könnte !

Etwas anderes ist, wenn wie im Nachkriegsdeutschland, an öffentlichen Gebäuden die Hakenkreuze herausgemeißelt wurden.

Zitat: "Die Abschaffung der

Zitat:
"Die Abschaffung der Sklaverei wurde also erst IM Verlaufe des amerikanischen Bürgerkrieges beschlossen, und war somit ausdrücklich NICHT die Ursache des amerikanischen Bürgerkrieges selbst !"

Ja und nein....

..denn die Ursache des Bürgerkrieges hatte zu 100% mit der Sklaverei zu tun -> die Nordstaaten weigerten sich die Vereinbarung mit den Südstaaten über die NICHT-Verbreitung eben selbiger westwärts vom Mississippi zu kippen.
Die Südstaaten wollten in den neu sich gründenden Bundesstaaten die Sklaverei einführen - die Weigerung der Nordstaaten betrachteten sie als Eingriff in ihre Souveränität.

Das gerade die armen weissen Farmer die Sklaverei so vehement unterstützen obwohl sie sich niemals in ihrem Leben jemals hätte einen für ihre Farm leisten können...
..ist bezeichnend für den faktisch "in den Genen" sitzenden Rassismus - welcher bis heute unvermindert anhält
und
genau aus diesem Grund haben diese "Helden"-Denkmäler eine so hohe symbolische Bedeutung!

Denkmäler neu nutzen

Schon wahr, sehr viele Personen, denen ein Denkmahl gewidmet wurde, sind zu Recht umstritten. Beinahe alle Staatsführer in Europa habe auch sehr dunkle Seiten, von Karl dem Großen der reichlich metzeln ließ um das Christentum durchzusetzen, bis Napoleon, der ganz Europa in blutigste Kriege stürzte und unterjochte. Man wird wohl zu beinahe jedem Menschen, dem ein Andenken gesetzt wurde, auch etwas finden, wofür er/sie zu verurteilen ist, so sind Menschen eben, nichts und niemand ist nur gut, oder nur böse. Ich denke daher, man muss Denkmäler neu bewerten und die Taten des Menschen, in all seinen Facetten zur Erläuterung daneben stellen. So erhält man die durchaus idR ja sehr hochwertige künstlerische Leistung des Bildhauers und schafft zugleich die umfassende Möglichkeit zur Information und Auseinandersetzung mit der Person.

Und bei uns alles in Ordnung?

Auch Deutschland hatte seine Kolonialgeschichte und steinerne Zeugen des Rassismus. Es gibt immer noch viele Kaiser Wilhelm 2 Denkmäler und Strassennamen. Seine unkommentierten Denkmäler, seine menschenverachtende Kolonialpolitik in weiten Teilen Afrikas liegt tief vergraben in unserer Geschichte. Wenn heute die Bevölkerung Namibias den Völkermord an den Hereros gedenkt, hat Berlin nur warme Worte zu bieten. Deshalb bin ich für die Umbenennung der Kaiser Wilhelm 2 Strassen und Plätze. Jedes Kaiser Denkmal müsste eine Gedenktafel an seine brutale Kolonialpolitik bekommen.

@ycccacfcqc

Das ist nicht lächerlich.
Nunmal ist das so, das diese Westlichen Anführer Rassisten waren und Millionen Menschen in Afrika köpfen ließen.

Da wird ein Schuh draus

Fangen wir doch mal bei uns selbst mit dem "Karlspreis" an, der an Politiker verliehen wird, die sich für ein vereinigtes Europa vrdiehnt gemacht haben.

Karl der Große ist nun sicher kein Vorbild für ein v e r e i n i g t e s Europa. Er hat sein Reich mit Schwert und Feuer zusammengeraubt und vergrößert, frühere Religionen und andere Völker unterdrückt.

Und Karl der Große wird noch immer als erster E i n i g e r Eupoas gefeiert.

Ich halte nichts von Denkmälern

dafür sind Mahnmale um so wichtiger.

Aber zu glauben, dass das Abreissen, aus heutiger Sicht, von unangenehmen Denkmälern etwas an der heutigen Situation ändert irrt sich. Die USA so wie sie heute ist, ist aufgebaut auf dem ausrotten der Indianer also der einheimischen Bevölkerung und der Sklaverei das ist Fakt.

10:07 von FritzF

>>Wieso Kriminellen

ein Denkmal setzen? Mahnmal würde ausreichen.<<

Recht haben sie!

Allerdings würden auch in Deutschland Denkmäler, Namen von öffentlichen Einrichtungen und Straßennamen verschwinden!

Alles politisch korrekt....

@nikioko um 09:53Uhr

Mit Ihrem Kommenatr vereinfachen Sie zwar meistens, haben aber trotzdem recht. Ich beschäftige mich z.Zt. mit dem mexikanisch-amerikanischen Krieg, der zum größten territorialen "Gewinn" führte (Californien, Neu-Mexico, Texas, Arizona) und ihre Wertung bestätigt. Lincoln ging es nie um die Sklavenhaltung, sondern nur um den Bestand der Union und der Bürgerkrieg hatte nie die Sklaverei als Grundlage, sondern wirtschaftliche Interessen, bei den die Sklaverei nur am Rande eine Rolle spielte. Mit der Fordering, Denkmäler abzuschaffen, beweisen die Befürworter, daß sie sehr oberflächlich denken und letztlich kontraproduktiv sind. Als wenn mit dem Schleifen von Denkmälern der Rassismus verschwinden würde! Nicht nur die Denkmäler waren der Preis, den Lincoln zahlte, für den Erhalt der Union. Weiß das Frau Pelosi nicht?

"Kritiker"?

Zitat: "In Boston wurde sogar eine Statue des Seefahrers Christoph Kolumbus enthauptet. Kolumbus gilt als "Entdecker" des amerikanischen Kontinents. Kritiker argumentieren, er habe der Kolonialisierung und der Tötung zahlloser Ureinwohner den Weg bereit"

Das sollen also "Kritiker" sein?
Leute, die ein öffentliche Statue enthaupten, sind keine Kritiker, sondern Kriminelle und Vandalen, die bestraft und eingesperrt gehören.

Ich hoffe, das geschieht noch.

Idee von Geschichtsunterricht und Denkmälern ist oder war.

Vielleicht mal daraus zu lernen für die Zukunft , auch mit einer neuen Inhalten oder als Mahnung...
Es scheint als hätten die die Menschen wieder mal nix gelernt...
"Die schärfsten Kritiker der Elche....

Das Problem mit "Denkmälern" ...

... ist zum guten Teil, dass damit signalisiert wird: "Das hier ist jemand, der Großes vollbracht hat, und deshalb steht hier etwas zu seinem Andenken". Das schwingt ja mit jedem solchen Monument mit – ganz egal, ob man die Person kennt oder nicht. Ganz zu schweigen von dem, was diese Person gemacht hat.

Einfach zur rufen: "Halt, wir dürfen dieses Andenken nicht beschmutzen" oder "Das gehört zu unserer Geschichte" – so einfach darf man es sich nicht machen. Mit der gleichen Argumentation könnte man dann auch darauf bestehen, dass Denkmäler deutscher Nazi-Kriegsverbrecher erhalten bleiben. Und diese Debatte ist, so hoffe ich, "durch". Ich bin froh, dass wir in Deutschland zumindest angefangen haben, Vergangenheiten "großer Persönlichkeiten" kritischer zu durchleuchten. Und, falls nötig, das Andenken entsprechen aufzuarbeiten und zu korrigieren. Und da gehört es dazu, dass ggf. ein "Denkmal für diese Person" durch ein Mahnmal an das, was diese Person angerichtet hat, ersetzt(!) wird.

@Fritz Schulze

Sie wollen doch nicht Ernsthaft Die von Ihnen zitierten Vorislamischen Kulturgüter und die abgebrannte Bibliothek von Alexandria mit Statuen von Rassisten, Sklavenhaltern und einem König der im Kongo wirklich die sau rausgelassen hat vergleichen.Sowas zu entfernen ist sowas von :Es wurde aber höchste Zeit ,aber sicher nicht schämenswert

Die Anti-Rassismus-Demos in

Die Anti-Rassismus-Demos in den USA haben kurz nach George Floyds Tod mit Sinn und Verstand begonnen.
Aber was da nun geschieht, ist wieder ein Rundumschlag mit exponentieller, sinnloser Zerstörungswut, der da Bahn bricht.
Mit dem Ausmerzen der steinernen Symbole merzt man die Geschichte auf dem Sockel aus, aber nicht den Rassismus. "Denkmal!" sollte jetzt jemand in diese Köpfe reinhauchen.

Mein Eindruck

Ich habe den Eindruck, dass hier dem Mob ein Ventil gegeben wird. Als Alternative könnte der Mob ansonsten auf die Idee kommen Geschäfte zu plündern.

10:08 Fritz Schulz

"Bilderstürmer hat es schon immer gegeben....."

Nicht zu vergessen was der "Weiße Mann" in Süd- und Mittelamerika an Menschen und Kultur alles vernichtet hat. (Genaugenommen auf dem ganzen Amerikanischen Kontinent).

Denkmal

Ich bin kein US Bürger(zum Glück)
Aber trotzdem ist es doch so, das diese Zeit und diese Figuren zur US Geschichte gehören, sie haben für die eine oder andere Seite gekämpft.
Wenn diese Statuen verschwinden, dann müssen auch alle Statuen der ehem.Nordstaaten demontiert werden.
Denn deren Helden haben sich bei der Frage des Rassismus auch nicht mit Ruhm bekleckert.
Aber ich bin kein US Bürger, deshalb sollen die entscheiden, die es betrifft

bin da sehr gespalten

Einerseits halte ich es auch für keine schlechte Idee, die Denkmäler stehen zu lassen und mit eindeutigen Informationen für die Betrachter zu versehen. Andererseits sind Denkmäler nun mal keine Konterfeis von Verbrechern, die zum Guten ermahnen sollen, sondern stellen eine Ehrung des Abgebildeten für eine besondere Leistung dar, für die man ihm dankbar ist.

In dem Gymnasium, auf das ich in den 60'er Jahren ging, prangte eine Tafel "zum ehrenden Andenken an die Söhne, Väter und Brüder, die ihr Leben in zwei Kriegen für Deutschland gaben". Erst allmählich wurde mir die Skurrilität der Inschrift klar. Noch interessanter ist allerdings, dass die Tafel da heute noch hängt.

@TechGuru, "Und da ist der

@TechGuru, "Und da ist der Abbau eines händeabschlagenden Rassisten mehr als gerechtfertigt."
Wer von händeabschlagenden Rassisten spricht verharmlost das ganze, bitte machen sie sich mit dem Genozid im Kongo vertraut, wer 10 Millionen Menschen tötet (50% der Bevölkerung) bedarf anderer Worte als "händeabschlagenden Rassist".

Wer hier von "Hype" spricht ...

... sollte sich erst einmal mit der entsprechenden Geschichte beschäftigen. Ich empfehle da neben der amerikanischen Geschichte u.a. die Stichwörter "Herero / Deutsche Kolonialzeit" und "Kongogräuel". Auch die Details von Kolumbus' "Entdeckung Amerikas" sind lesenswert.

@ Lando Cariss, um 09:43

“Weiterhin erschüttert es mich mal wieder, dass offensichtlich jeder, der hier kommentiert vermutlich intelligenter und reflektierter ist als der gewählte Präsident der USA.“

Was soll man da sagen?

Manchmal hat man das Gefühl, eine Haselmaus ist intelligenter.
Und dazu weitaus possierlicher...

Sie machen denselben Fehler, den die meisten Menschen beim Blick auf die Geschichte machen:

Sie vernachlässigen oder ignorieren den historischen Kontext, sowohl der in Statuen und anderen Denkmälern dargestellten historischen Personen als auch den Kontext in oder unter dem das Denkmal selbst errichtet wurde.

Gerade die geköpfte Kolumbus Statue zeigt dies schlaglichtartig!

Robert D. Lee hat vielleicht für die falsche Sache gekämpft wenn man nur die Sklaverei betrachtet, aber er kämpfte auch für Unabhängigkeit und den Erhalt der einmaligen nunmehr untergegangen Kultur der Südstaaten, besungen auch von Künstlern wie Joan Baez !

Ohne jetzt dozieren zu wollen, aber im amerikanischen Bürgerkrieg ging es nur vordergründig um Sklaverei. Lincoln hatte sich erst dazu durchgerungen den schwarzen Sklaven des Südens die Freiheit zu versprechen nachdem das Kriegsglück der Union (wegen des militärischen Genies von Lee) nicht hold war ! Außerdem wüteten in Richmond die Unionisten barbarisch !

Lächerlicher Aktivismus

Anstatt endlich mal die Probleme des Rassismus an den Wurzeln zu packen geht man nun allenortes hin und versucht mit zum Teil echt hirnrissigen Dingen wie z.B. dem Verbot eines Filmklassikers von 1939 "Vom Winde verweht" auf Rassismus aufmerksam zu machen. Das ist doch blinder Aktionismus, denn warum lief der Streifen dann bis zur heutigen Zeit ohne Rezessionen?
Rassismus ist erst dann besiegt wenn wir nicht mehr darüber nachdenken warum ein anderer Mensch nicht so ist wie man selbst. sei es ethnisch oder wegen seiner Hautfarbe oder Herkunft. Meiner Meinung nach wird Rassismus jedoch niemals verschwinden, denn der Mensch wird von Gefühlen gelenkt.

"Die Denkmäler sind nicht zu zensieren, ..."

sondern zu thematisieren"

... das wird nicht reichen.

Dann wird es immer Menschen geben, die unreflektiert davor stehen und "denken": "Ah, ein DENK-Mal, für jemanden, dessen An-DENK-en bewahrt werden soll ... warum auch immer" - und diesen dann für einen tollen oder zumindest wichtigen Menschen halten.
Wenn aus einem solchen DENKmal nicht wirklich ein MAHNmal wird, DENKEN da viel zu wenig Menschen darüber nach. DENKEN wir doch nur an unsere eigene Geschichte!

@H. Hummel

Aber sicher liegt das lange zurück.Nach dem Bürgerkrieg wurden die Schwarzen Sklaven Frei und Ihnen wurden Bürgerrechte gegeben.Mit einer Ausnahme die Heute noch gilt,wird jemand Strafffällig verliert er seine Bürgerrechte.Praktisch das man nach dem Bürgerkrieg soviele Schwarze in Chaingangs packte aus allen möglichen Gründen .Und schon wurden aus ehemaligen billigen Sklaven eben billige Strafgefangene in Arbeitslagern ,hauptsächlich im Süden um Ihn wieder aufzubauen.
Da wurde der Mythos des Faulen,Gewalttätigen und Strafffälligen Schwarzen geboren.Um dem ganzen noch die Krone aufzusetzten wurden Registrierungen um Wählen zu können an Schreib und lesetests gebunden die je nach Bedarf geändert und angepasst wurden.Da die Schulen in den USA für Schwarze meistens Öffentlich waren kann man sich vorstellen wie die Qualität im derjenigen Süden war.
In diesem Land kann man keine Bodenhaftung verlieren, dieses Land hat keine.Jedenfalls nicht für nicht Weisse

Erschütternd

Ist das alles, was Ihr so in Laufe der Geschichte gelernt habt? Das diese in Denkmälern verewigten Leute trotz ihrer Verbrechen (oder der Teilnahme, Hinnahme, etc.) den Lauf der Welt (Geschichte) teils sogar zum Guten verändert heben, kommt Euch also nicht in den Sinn? Ok, lasst uns das alles kaputt machen, dann haben wir wenigstens eine weiße Weste, hinter die Stirn kann ja keiner sehen.
Diejenigen, die so etwas propagieren, oder auch nur gut heißen, haben nichts, aber auch gar nichts gelernt. Sich mit der Geschichte auseinandersetzen, daraus lernen, die Zukunft besser machen wäre der richtige Weg. Aber was weiß ich schon.
Ihr kommt mir vor wie Pharisäer, die den Schnaps verurteilen, ihn aber in den Kaffee schütten, weil er so gut schmeckt.
Denkt mal drüber nach!!

Geschichte aufarbeiten

Solange man die Geschichte seines eigenen Landes nicht aufarbeitet und die guten und die schlechten Ereignisse und Ideologien der Vergangenheit nicht deutlich benennt, sondern im tumben Nationalstolz verharrt und Kriegsherren, Kriegspräsidenten, Kriegsminister und Kriegskönige glorifiziert, wird der Rassismus nicht überwunden.

Nur wer sich der Verbrechen der eigenen Vorfahren und der eigenen Nation bewusst ist, wird bereit sein können, seine Überheblichkeit anderen gegenüber in Frage zu stellen.

Dazu gehört auch, die Geschichtsbücher umzuschreiben und die falschen Vorbilder in das umzubenennen, was sie waren, nämlich kriegslüsterne, machtbesessene, selbstverliebte, unempathische Machtmenschen, die der Menschheit nichts Gutes gebracht haben.

Am 11. Juni 2020 um 09:51 von suomalainen

"...in Deutschland stellt auch keiner statuen der militärführung von Deutsch Ostafrika auf."
#
#
Das Karl-Peters-Denkmal in Hannover ist Ihnen nicht bekannt?
-
Bei der Enthüllung der „Mahntafel gegen den Kolonialismus“[8] am 30. Juni 1988 sprach sich Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg gegen eine Umbenennung des Platzes aus,[3] da „die Sichtweisen unserer Vorfahren, die zur Namensgebung des Platzes und zur Errichtung des Denkmals geführt hätten, nicht ungeschehen“ gemacht werden könnten: „Wir wollen aber diesen falschen Auffassungen aus unserer heutigen Sicht Auffassungen hinzufügen“, erläuterte der Oberbürgermeister.
-
"https://de.wikipedia.org/wiki/Karl-Peters-Denkmal_(Hannover)"
-
Genau so sollte man mit seiner Vergangenheit umgehen. Nicht zerstören, sondern erklären.

@09:26 von Frank von Bröckel

Das habe ich anders gelernt. Die Sklaverei sollte abgeschafft werden um die Baumwollfarmer des Südens aus der Unionspolitik zu halten. Durch eine Maschine zum Zupfen der Baumwolle, hatten diese den Arbeitseinsatz nahezu halbieren können und in der Folge die Anbaufläche verdoppeln. Sie stellten nun mit vermehrtem Reichtum auch vermehrte Ansprüche der politischen Teilhabe. Das gefiel dem Norden natürlich nicht. Durch Entlohnung der Arbeiter hätte sich das wieder zurückgedreht. Das war der Grund für die Befreiungspolitik und den Krieg. Lincoln selbst hatte Haussklaven. Es ging wie immer um Macht und Geld.

Denk - mal

Dieses Szenario der augenblicklichen Rassismus Debatte nimmt immer mehr komödienhafte Züge an.
Ihre Freiheit Schusswaffen zu kaufen und diese auch zu tragen (und unter Umständen diese auch zu benutzen) ist den Amerikanern heilig.
Jedoch Denkmäler, die z. T. seit über 100 Jahren an ihrem Platz stehen sind plötzlich rassistisch. Es gleitet, wie schon eingangs erwähnt, zur Lächerlichkeit ab. Und die Medien ziehen fleißig mit.

dann war es also auch falsch,

nach dem letzten Krieg die Symbole und Denkmäler des Nationalsozialismus zu entfernen?

Man hätte also Pilgerstätten für Neonazis erhalten sollten?

Was glauben Sie, sind in den USA Pilgerstätten für den Ku-Klux-Klan?

@08:47 von ycccacfcqc - Nun ja, Sie finden das also...

....lächerlich?!

---

Ist Ihnen denn die derzeitige Debatte um den unnötigen Tod von Mr. Floyd,
der im Übringen grausam für das Opfer gewesen sein muß da er langsam aber sicher erstickt wurde,
auch für lächerlich?

Dieser steht doch gerade jetzt stellvertretend für all
die Taten derer, die eben mit einem Denkmal verewigt wurden.

Nein, lächerlich ist die Reaktion derer, die meinen noch nicht einmal darüber diskutieren zu müssen,
ob es noch zeitgemäß ist solche Menschen in Denkmäler zu verewigen!

Es gibt genug Beispiele, wo Denkmäler jeglicher Art,
entfernt wurden.
Und das ist gut so.

Aber wenn wir schon bei der Diskussion sind,
ob man solche Denkmäler entfernen lassen oder eben nicht
dann hätte ich eine Frage an Sie.

Was wäre wenn über dem Reichstag heute noch
das Hakenkreuz stehen würde.
Im Grunde wäre dieses Symbol auch ein Denkmal.
Ein A. Hitler hat ja auch "Gutes" getan.
Er hat die Konjunktur massiv angekurbelt.

Der Rest sei ihm verziehen.
Sarkasmus Aus

@Möbius

Antike Tempel und Religiöse Gebäude zu zerstören verarmt UNSERE Kultur.
Abbilder von Rassisten ,Geschichtsverfälschern und/oder Menschen die aufgrund Einer oder Ihrer Ideologie Millionenfachen Tod verschuldet haben können von mir aus verschwinden,die haben aber auch gar nichts zur Kultur der Menschheit beigetragen

Denkmäler abreißen. Das ist

Denkmäler abreißen. Das ist doch die Handschrift von Diktatoren und Gewaltregimen.

Bilderstürmerei gab es schon

Bilderstürmerei gab es schon in der Antike und Mittelalter. Dumme Menschen assoziierten Kunstwerke ihrer Meinung nach mit falschen Ideen und hofften durch deren Zerstörung auf einen Politikwechsel oder gesell. Änderungen.
Wenn jetzt der Filmklassiker VOM WINDE VERWEHT zum Opfer fällt, der ZU SEINER ZEIT ein moderner und guter Film war, ist das schon bedenklich.

10:19 von schiebaer45

"Oder waren er und seine Crew mit dem Auftrag unterwegs
einen Seeweg nach Indien zu finden?"

Das sind zwei paar Stiefel. Freilich hatte er sich einen entsprechenden Auftrag geben lassen. Und über die seemännische Leistung diskutieren wir hier auch nicht.

Da hat aber alles nichts mit seinem Vorgehen "in der neuen Welt" und den Folgen seiner "großen Tat" für die dortige Bevölkerung zu tun. Und um diese geht es. Da kann man nicht einfach sagen: "Kolumbus hat ja nur einen Seeweg entdecken sollen". Das ist leider nicht die ganze Wahrheit.

Von China abgeschaut

Jetzt haben die USA ihre eigene Kulturrevolution, in der unbequeme Geschichte ausgelöscht werden soll. Mal sehen, was am Ende übrigbleibt. Ob.

@Morgentau19 & Miauzi

Die "Feststellung" von Ihnen beiden, dass Rassismus genetisch bedingt in jedem Menschen existiert und deshalb niemals gänzlich zu überwinden ist, finde ich unterirdisch.
Entweder habe ich keine menschlichen Gene oder ich bin der Gegenbeweis. Und ich bin ganz sicherlich nicht der einzige, der keine rassistischen Impulse spürt, die er immer und überall unter Kontrolle halten muss.

In den meisten Gotteshäusern

In den meisten Gotteshäusern aller Glaubensrichtungen sind Wandmalereien und Skulpturen von Personen, die den kirchlichen Werdegang beeinflusst haben. Doch auch der Weg der Kirche ist von unzähligen Toten und unterdrückten Menschen geprägt und viele Persönlichkeiten von damals aus der Kirche haben dazu beigetragen. Zwangsläufig müssten diese Bilder / Personen aus den Kirchen entfernt werden

Bildersturm

Selbstverständlich ist Rassismus nicht in Ordnung und die Vorgehensweise der amerikanischen Polizei im Falle George Floyd als Mord strafrechtlich zu verfolgen. Aber was mittlerweile von einer zunehmend militanten Minderheit in vielen Ländern der Welt praktiziert wird geht gar nicht. Dieser geschichtsvergessene Bildersturm, mit dem Ziel alles, was nicht dem heutigen weichgespülten Zeitgeist entspricht, zu zerstören und aus der Öffentlichkeit zu entfernen zeigt nur den militanten und demokratiefeindlichen Ansatz, den viele dieser sogenannten "Aktivisten" verfolgen. Sprechverbote und Zensur wären die zwangsläufige Folge, würde sich diese Denkweise durchsetzen. In einer solchen "korrekten" Gesellschaft möchte ich nicht leben.

Billigster Populismus

Wenn die Demokraten ein Problem mit den Statuen hätten, dann hätten sie lange genug Zeit gehabt, entsprechende Anträge zu stellen.

Hier wird nur versucht, auf eine aktuelle Welle aufzuspringen, um Wählerstimmen zu ergattern. Widerlich.

Besonders besorgniserregend ist es, dass man damit die bline Zerstörungswut des Mob noch legitmiert und förtdert.

Vergaloppiert man sich jetzt?

Ruft man sich den aktuellen Anlass vor Augen, der jetzt nahezu weltumgreifend dazu führt oder führen soll, alle Statuen ehemaliger Kolonialherren, Eroberer, Kriegsführer usw. zu entfernen, ist dem heutigen, jede Minute vorhandenen “Rassismus“ doch überhaupt kein Riegel vorgeschoben.

Die Energie muss vielmehr in die Verbesserung der aktuellen Situation investiert werden, damit hätte jeder Staat alle Hände voll zu tun.

@ 09:36 von MartinBlank

Danke, so ist es. Alle die hier von Geschichtsvergessenheit etc. reden sei die Frage gestellt, ob sie bei einer Hitlerstatue auch so Argumentieren würden.
Diese nicht "Denkmale" sondern "Monuments" sind die Wahrzeichen von Klukluxern und Rassisten. Die "Rebellenflagge" hat den gleichen Symbolgehalt und wird von der radikalen Rechten in den USA eben deshalb benutzt.
Das schleifen dieser Statuen ist daher das deutliche und meiner Meinung nach nötige Zeichen an diese Gruppen, das der Weg zur Gleichberechtigung geht und nicht zurück zur Rassentrennung.
Bei uns sind darum auch Hakenkreuze verboten.

Die Bilderstürmer sind wieder da

und setzen eine unselige Tradition fort von den Bauernkriegen über die Taliban... gabs Alles schon. Jetzt sind es Kolumbusstatuen, es waren auch schon Leninbüsten - wer ist morgen dran? Wenn man lange genug sucht findet man sicher bei jeder historischen Figur den schwarzen Fleck. Bei George Washington genau so wie bei Luther oder Goethe. Man darf gespannt sein, gegen welche Statuen sich der Furor als Nächstes richtet. In GB wurde bereits eine Liste mit 60 Denkmälern erstellt, die geschleift werden sollen.

Was wir heute errichten . .

wird in 200 Jahren auch wieder gestürmt und verbrannt werden, weil die Menschen, die es dann noch gibt wieder anders denken werden.
So verändert sich die Sichtweise der Menschen ständig.
Das nennt man Geschichte.
Damals war die Sklaverei eine allgemein anerkannte Sache, die zu wirtschaftlichem Aufschwung geführt hat.
Heute sehen wir das anders.
Und Denkmäler sollen uns an diese Veränderungen erinnern.
Denkmal-Stürmung und Bücherverbrennung macht uns ärmer und dümmer.

Trumps "grossartiges"..

Amerikanisches Erbe ist gepflastert mit
Abscheulichkeiten (Sklaverei, Genozid an der
indigenen Bevölkerung, Ausrottung der Bisons). Dieser Staat wurde auf dem Blut der Indianer aufgebaut. Bis heute ist das Abschlachten von zahllosen Indianern nicht
aufgearbeitet worden - im Gegenteil, dieser
(noch existierende) Bevölkerungsteil wird
noch immer in "Reservaten" eingesperrt und das mit üblen Folgen für diese Menschen.
Trump kann sich einreihen in die vielen
"Grössen", die brutal und grausam agiert haben, mit dem Unterschied, dass es nie eine Trumpfstatue geben wird.
Es ist zutiefst beschämend, wenn ein US
Präsident in diesem Zusammenhang von der
glorreichen Vergangenheit der USA spricht.

Bedeutung des Wortes Denkmal

Aus gegebenem Anlass:

"Ein Denkmal als Werk des Gedenkens wird auch als Denkmal im engeren Sinne bezeichnet. Es ist im allgemeinen Sprachgebrauch laut Duden eine „zum Gedächtnis an eine Person oder ein Ereignis errichtete, größere plastische Darstellung"

Quelle:https://de.wikipedia.org/wiki/Denkmal_(Gedenken)

Hat also nicht mit nachdenken zu tun

Ohne Heldenmut gäbe es unsere Zivilisation garnicht

Wo soll man anfangen, dass zu erzählen und zu erklären?

Die Geschichte der Menschheit ist voll von Großtaten der Pioniere und Entdecker, aber auch großer Heerführer, Politiker und Gelehrter die oft mit Todesverachtung und ohne Rücksicht auf die eigene Gesundheit für eine Sache gebrannt haben und Großes von immerwährendem Wert geschaffen haben!

Doch kaum einer dieser Menschen ist makellos, jedes Ding hat zwei Seiten. Es ist falsch, den Blick auf die Geschichte zu verengen auf Fehler und menschliches Versagen.

Wenn in Russland auf dem Mamajew Kurgan in Wolgograd eine gewaltige Statue der Mutter Heimat (Rodina Mat) an den ungeheuer verlustreichen und glorreichen Sieg über die Militärmaschinerie Hitlerdeutschlands erinnert, haben die Russen alles Recht der Welt an die Heldentaten und die Opferbereitschaft ihrer Soldaten und unzähliger Zivilisten zu erinnern !

Nachdenken in Deutschland

"100 Jahre steht das Denkmal... und nun auf einmal soll es weg ?" - nun ja, manchmal braucht man etws Zeit zum Nachdenken. Außerdem denken Gesellschaften nicht immer im selben Rahmen, - kommen halt auch nicht immer zum selben Ergebnis. Und welches ist "richtig" ? Jedenfalls sollte man diese Frage nach der Würdigkeit von Monumenten nicht diskreditieren. Es wäre auch ein gegebener Anlaß , diese Frage nach Deutschland zu exportieren : welche Monumente will das deutsche Volk auf seinem Staatsgebiet anbeten, tolerieren, abreißen - einfach mal als Denkaufgabe bevor jemand zur Spitzhacke greift. Übrigens : es gibt nicht nur steinerne, sondern auch sprachliche/schriftliche Denkmäler. Verbrennen?

Die USA muss selbst ihre Probleme lösen ...

Was nutzt es, wenn gerade ein Land wie Deutschland mit unserer Vergangenheit (siehe 1933 ff) sich über die dortigen Zustände aufregt, die man als Ausstehender eh nicht lösen kann?
Dass in den USA der Rassismus schon seit der Bevölkerung durch Europäer in den letzten Hunderten von Jahren ein Problem sein muss, ist doch jedem klar, der weiß, wie viele "weiße Menschen" ticken.
Doch was können wir für die USA tun, wenn wir hier bei uns es nicht mal schaffen, die eigenen rassistischen Probleme zu lösen?
Vielleicht sollten wir damit anfangen, d. h. -"vor der eigenen Tür kehren" ?

Das gab es in China auch und ...

... nannte sich Kulturrevolution. Da wurden alle "konfuzianischen" Kulturerzeugnisse gebrandmarkt und als "Ausgeburten feudalistischen Denkens" zerstört. Menschen, die daran aber festhalten oder diese beschützen wollten, wurden gedemütigt und nicht wenige wurden von den Roten Garden - einer Art selbstgerechter Kinderarmee - sogar umgebracht.

Jetzt also sollen erneut historische Kulturerzeugnisse gebrandmarkt und dieses Mal als "Ausgeburten rassistischen Denkens" zerstört werden. Menschen, die daran aber festhalten oder diese beschützen wollen, werden im besten Falle beleidigt oder im schlimmsten Falle sogar zusammengetreten. Und das zufälligerweise von einem meist dem jugendlichen Alter nahen, eher linksliberalen Klientel.

Einzig die militärische Organisation der Roten Garden fehlt dieser Gruppe noch, dann wäre die Analogie perfekt!

Dieser Vandalismus muss gestoppt werden !

Dieser Vandalismus muss gestoppt werden.
Hohe Strafen sollten hier verhängt werden !
Für diese Sachbeschädigungen der Kulturgüter der Geschichte die es zu bewahren gilt.

Hier sind Kultur und Erbe der Geschichte ein Opfer der Gewalt eines Mob, der sich an einer Geschichte rächen möchte und sein Frust los werden will, weil jemand ermordet wurde in Amerika und nun gleich auf alles los gegangen wird.

Schafft doch gleich alles ab.
Keine Geschichte mehr keiner ist ohne "Fehl und Tadel" denkt, mal daran andere Zeiten andere Sitten.

So geht das nicht.

Ohne Napoleon hätten wir wohl kein BGB

Und ohne Cäsar lebten wir wohl noch in den Wäldern ..

Überspitzt formuliert !

Kolumbus für die Ausrottung der amerikanischen Ureinwohner verantwortlich zu machen, ist lächerlich.

Niemand ist ohne Tadel, Martin Luther nicht, Marco Polo nicht und Marie Curie oder Robert Koch auch nicht - ja, auch nicht Albert Einstein !

Ohne Werner von Braun hätte Neill Armstrong (wieder ein Held!) seinen Fuß nicht auf den Mond setzen können! Ohne Karl Marx hätte es keine Arbeiterbewegung gegeben und keine Sozialreformen. Egal ob Jakob Fugger oder Karl der Große, alle hatten sie ihre Licht- und Schattenseiten - aber sie gehören zur Geschichte der Menschheit und entwickelten unsere heutige Zivilisation mit.

John Oliver

John Oliver hat ein gutes Programm ueber die Statuen. Die meisten von denen stammen nicht aus der Zeit des Buergerkrieges, sondern viel spaeter, einige etwa aus den 60er Jahren. Diese wurden oft von Rassisten aufgestellt um ein Zeichen fuer Rassentrennung zu schaffen.
Solche Statuen gehoeren in ein Museum. Dort kann die Geschichte immer noch aufgearbeitet werden.

@10:27 von Woinem

Nunmal ist das so, dass Sie überhaupt keine Ahnung haben. Rassismus gibt es überall oder haben etwa Weiße den Völkermord in Ruanda zu verantworten, um mal ein Beispiel zu nennen. Und östliche Anführer wie Dschingis Khan, Batu Khan oder Timur Lenk haben ebenfalls Millionen umbringen lassen. Gehen Sie mal in die Mongolei und fordern, das Denkmal von Dschingis Khan zu schleifen.

Bei Robert E. Lee ist die Frage nach den Denkmälern einfach zu beantworten - man wollte ihm nämlich schon zu Lebzeiten eines setzen und er hat sich vehement dagegen ausgesprochen, um die Versöhnung der US-Gesellschaft nicht zu gefährden. Ich finde, man sollte seinem Wunsch Rechnung tragen - viele dieser Denkmäler wurden auch gar nicht direkt nach dem Bürgerkrieg, sondern erst in den 1910ern und dann wieder in den 1960ern gebaut als klares Signal gegen die Bürgerrechtsbewegung.

Prinzipiell ist das Problem mit Denkmälern, dass sie Personen huldigen und man sie besser in Museen stellte, um den Kontext differenzierter darzustellen. Wir müssen uns aber daran gewöhnen, dass Menschen selten perfekt sind. John Newton, der Autor von "Amazing Grace" und Sklavereigegner war Kapitän eines Sklavenschiffs. Robert E. Lee war kein Befürworter der Sklaverei, aber seinem Heimatstaat Virginia loyal. Viele reiche Philantropen wie Edward Colston sind mit Ausbeutung und Umweltzerstörung reich geworden.

Nicht Makellos?

11. Juni 2020 um 09:23 von Der_Mahner

"Bilderstürmer
Glauben diese Bilderstürmer, damit ließe sich Geschichte ändern? Das historische Erbe der Menschheit ist nun einmal nicht makellos, und auch Kultur bedarf der Deutung. Wer Denkmäler zerstört, verbrennt auch bald Bücher."

——————————

15 000 000 verschleppte, misshandelte und brutal bis zum Tod ausgebeutete Afrikaner wollen Sie hier als kleinen Makel in der Geschichte europäischer gewalttätiger Expansion abtun und dann kommen Sie noch mit der Umkehr der Tatsachen und drehen den Nazifrevel so um, als wäre die Zerstörung von Symbolen des Terrors durch Gewaltherrschaft das Gleiche wie die Auslöschung von Kultur und schließlich der Menschen, die sie geschaffen haben. Was für eine billige Masche.

Das ist es, was die US Amerikaner noch vor sich haben. Hier in Deutschland versuchen die cleveren Strategen der Ultrarechten, Geschichte umzuschreiben, während in den USA erstmal einige Mythen entzaubert werden müssen. Das wird lange dauern.

"Antikolonialdenkmal

"Antikolonialdenkmal Bremen"

Ein Beispiel wie man aus einem Denkmal ein Mahnmal macht.

09:29 von Hador Goldscheitel

"Ein Fehler, die steinernen Zeitzeugen schleifen zu wollen.

Wie ja hier schon einige Mitforisten dargelegt haben, symbolisieren diese Denkmäler Epochen der amerikanischen Geschichte. Diese kann man nicht so ohne weiteres tilgen, und diese Symbole bieten die Gelegenheit für die amerikanische Gesellschaft, sich mit den verschiedenen Ausprägungen der Unterdrückung auseinanderzusetzen.
Wer aus der Historie nicht lernt, wird immer wieder die gleichen Fehler begehen.

Die Denkmäler sollten erhalten bleiben und mit der entsprechenden Konnotation versehen werden.
Die dt. Geschichte ist auch voll von Missgriffen. Nicht zuletzt wurde das elende Machwerk "Mein Kampf" in den richtigen Kontext gestellt und wird auch hier in Deutschland zum Verkauf angeboten."

.-.-.-.

Das kann ich so unterschreiben.

Erklärende Worte an den jeweiligen Denkmälern machen sie zu Mahnmalen.

10:53 von Wolfgang E S

Sie wollen allen ernstes Geschichtsbücher umzuschreiben? Also nur noch so wie es ihrer Gesinnung gerade gefällt. So wie bei Mao? Tilgen wir jetzt alles aus der Geschichte was uns nicht Gefällt. Das ist es keine Geschichte mehr sondern ein Märchenbuch.

Next

Statuen und Denkmäler abreissen: done
Next: Bücher verbrennen
Next..?

Re ottokar

"Die Sklaverei sollte abgeschafft werden um die Baumwollfarmer des Südens aus der Unionspolitik herauszuhalten.
[...]
Lincoln selbst hatte Haussklaven. "

Das ist schlicht barer Unsinn und reinste Geschichtsfälschung...

Ein Bildersturm war noch nie gut.

Besser sollte man neben den Statuen auf den geschichtlichen Hintergrund hinweisen. Kolumbus hat meines Wissens nach keine Sklaverei gefördert.
Wir sind aber selbst nicht besser. Wenn jetzt Hindenburg oder Bismarck vom Sockel gestoßen werden sollen, ist das genauso geschichtsvergessen. Wenn Wilhelm II die Uni in Münster gestiftet hat, soll sie auch weiterhin so heißen. Wie können wir unsere Maßstäbe an die Lebensweise der Leute der letzten Jahrhunderte anlegen. Da muss man ja wohl etwas differenziert bleiben und nicht von moralisch überhöhter Position über diese Leute den Stab brechen.
In hundert Jahren wird man unsere Lebensweise auch nicht so toll finden.

@ 11:22 von Bernburger49

Was wollen Sie mit Ihrem Beitrag sagen? Wenn wir irgendwo auf der Welt drei Negativbeispiele finden, gibt das uns einen Freifahrtschein? Sollten wir uns nicht lieber daran orientieren, was *wir* gern hätten, und nicht, was andere haben?

Und wo wir gerade so fleißig relativieren, müssen es drei sein, oder reicht vielleicht auch schon ein Nachbar, der Mist baut, ab wann dürfen wir endlich selbst die Sau rauslassen?

Welcher deutsche Rassist wäre denn ihrer Meinung nach noch okay, völlig ohne Kontext öffentlich in Stein zu meißeln? Welcher deutsche Rassist wäre zu viel? Und was möchten Sie mit Ihrem Beitrag eigentlich noch sagen? Möchten Sie sich vielleicht auch nicht nur auf das Andenken an rassistische Führungspersönlichkeiten beschränkt verstanden wissen?

@ottokar

"
Am 11. Juni 2020 um 10:54 von ottokar
@09:26 von Frank von Bröckel

Das habe ich anders gelernt. Die Sklaverei sollte abgeschafft werden um die Baumwollfarmer des Südens aus der Unionspolitik zu halten. Durch eine Maschine zum Zupfen der Baumwolle, hatten diese den Arbeitseinsatz nahezu halbieren können und in der Folge die Anbaufläche verdoppeln. Sie stellten nun mit vermehrtem Reichtum auch vermehrte Ansprüche der politischen Teilhabe. Das gefiel dem Norden natürlich nicht. Durch Entlohnung der Arbeiter hätte sich das wieder zurückgedreht. Das war der Grund für die Befreiungspolitik und den Krieg. Lincoln selbst hatte Haussklaven. Es ging wie immer um Macht und Geld."

Ich bin entsetzt. Wo haben Sie denn das gelernt? In der Schule ganz sicher nicht. Wohl eher in einem Seminar des Kuklux-Clan. Weder hatte Lincoln Haussklaven, noch ging es im Sezessionskrieg um "Maschinen."

Ein Blick in Wikipedia zum Thema Abraham Lincoln und/oder Sezessionskrieg würde schon genügen.

Da man momentan ja auch alle

Da man momentan ja auch alle Vergehen anderer Völker hier behandeln will, als wären wir selber die Schuldigen, bin ich gespannt, wie lange es noch dauert, bis dann auch hier alte Standbilder umgehauen werden. Dass z.B. Ein Bismarck in den damaligen Hochzeiten weltweiten Imperialismuses mit fast täglichen Koloniengründungen aller Europäer, sich immer gegen Kolonialismus ausgesprochen und so gehandelt hat und wir so uns als Kolonialmacht sehr zurück gehalten haben, wird wohl, wie man in neuer Zeit, in der es ja in ist, sich bzw uns für alles was je geschehen oder nicht geschehen ist, in Form von “Gesellschaftsdebatten“ mit schuldig erscheinen zu lassen, vergessen. Vielmehr soll wohl glauben gemacht werden, und man den Eindruck bekommen, als wären wir und nicht Franzosen, Britten, Belgier, Portugiesen und so weiter Sklavenhandel und Kolonialismus und Völkerausradierungen und begonnen und will uns jetzt Rassismus und Schuld aufschwätzen. Schon seltsam, an was wir so alles Schuld haben.

@catze @ottokar: also müssten auch Napoleon Denkmäler weg?

Sogar wir Deutsche haben Napoleon viel zu verdanken, dennoch hat er den Tod von Millionen zu verantworten. Und Kublai Khan, Mao Tsetung, Fidel Castro oder Lenin ? Wo fängt man an, wo hört man auf ?

Es gibt allerdings durchaus Bösewichter die selbst bei ihren in ihrer jeweiligen Epoche positiv aufgenommenen Taten nur Böses im Schilde führten. Deshalb - und nicht etwa nur als Folge der deutschen Niederlage - finde ich es gut, dass all die Statuen und sonstigen Denkmäler von NS Größen und deren Symbole (ohnehin meist von künstlerisch zweifelhaftem Wert), wie das gesprengte Hakenkreuz auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände in Nürnberg, aus unseren Gebäuden und von unseren Straßen und Parks verschwunden sind!

Aber „Robert D. Lee“ sollte bleiben wo er ist, sonst hätte man in Deutschland auch keine Straßen und Kasernen nach Erwin Rommel benennen dürfen (bis heute)!

10:04 von morgentau19

"R. steckt in jedem Menschen und kann niemals verschwinden!"

,.,.,.,

Egal, wie oft Sie das hier im Forum in die Köpfe einhämmern wollen.

man kann NICHT von sich auf andere schließen.

Und schon gar nicht auf "jeden Menschen" seit Beginn der Menschheit und für alle Zukunft.

Rassismus ist kein Gen, er wird nicht vererbt.
Egal, wie oft Sie das noch behaupten.

Wie soll denn sowas auch vererbt werden?
Die Menschen haben doch alle den gleichen Ursprung.

Zum Thema Denkmal:
Jemand, der kein Ideologe ist, wird bei einem ideologischen Denkmal auch kein Ideologe werden.

Und wenn Ideologen sich bei einem entsprechenden Feiertag unter so einem Denkmal versammeln wollen, dann hilft auch kein Abreißen des Denkmals, da gebe ich Ihnen Recht.
Aber ein Hinweis, was 'der Geehrte' angestellt hat, ist in meinen Augen zielführend.
Denn dann wird deutlich, was genau hier 'gefeiert' werden soll.

Und die Menschheit verabscheut zunehmend Rassismus.

@ 10:55 Oneiroi

Sie haben da was falsch verstanden. Die USAmerikaner, denen das Waffentragen und benutzen so heilig ist, sind die denen auch die Denkmale wichtig sind. Eine Bekannte erzählte mir letztes Jahr von ihrer Familie, die zu ihrem Entsetzen sich auf einen Krieg zur Verteidigung des weißen Amerikas vorbereitet.
Es gibt weltanschaulich nicht „die Amerikaner“. Genauso wie es nicht „das Volk“ gibt

„Grausamkeit und Barbarei“

„Grausamkeit und Barbarei“ -
Die ganze Weltgeschichte, und insbesondere auch die des amerikanischen Doppelkontinents, ist voll von Grausamkeit und Barbarei.
Wenn schon Kolumbus-Statuen enthauptet werden, sind vielleicht bald Washington-Denkmäler dran.
Immerhin war Letzterer auch Sklavenhalter, was in damaliger Zeit leider oft vorkam. Folgerichtig müssten dann alle Bildnisse Washingtons verbrannt werden, also z.B. alle Dollarscheine:-)

Die aktuellen geschichtsvergessenen Bilderstürmer sind nicht besser als die tatsächlichen oder vermeintlichen Rassisten,
deren Erinnerung sie auslöschen wollen.
Sie wollen die grausame Geschichte, die letztlich auch als Mahnung dient, ausradieren, und fälschen sie dadurch.

Ähnliche Entwicklungen gab es auch der Vergangenheit in diversen Teilen der Welt,
oft als Vorstufe zu einer bevorstehenden Diktatur, siehe z.B. Afghanistan.

11. Juni 2020 um 10:26 von neuemeinung

"
...
Wenn heute die Bevölkerung Namibias den Völkermord an den Hereros gedenkt, hat Berlin nur warme Worte zu bieten.
...
"
Berlin ist auch dabei das Sklavenviertel umzubenennen in dem nahezu jede Straße einen Namen eines Sklavenhändlers hatte. Das aufräumen in der eigenen Geschichte ist also lang nicht fertig.

hm

das ist so eine Tendenz, alles nur unter einem Gesichtspunkt zu betrachten und rückblickend zu moralisieren.

Die Konföderierten waren sicherlich zum allergrößten Teil Befürworter der Sklaverei - nicht zwangsläufig aus moralischen, sondern oft auch aus praktischen Gründen - und ja, an der Frage der Sklaverei entfachte ja auch der amerikanische Bürgerkrieg ...

Aber die Generäle der Konföderierten haben nicht zuvorderst einen Krieg für die Sklaverei geführt, sondern für die Rechte und Freiheiten ihrer Bürger (zu denen die Sklaven ihrer Ansicht nach ehrlicherweise nicht zählten). Ein Krieg, der unter hohen Verlusten verloren wurde und dessen Gewinner und Verlierer schon direkt nach dessen Ende gegenseitige Vergebung und ein Zusammenkommen als ein ein Land gestalten mussten.

Unter diesem Aspekt sehe ich die Statuen der Konföderierten. Das ist ein überaus bedeutender Teil der amerikanischen Geschichte, der die USA zu dem gemacht hat, was sie heute ist.

09:51 von suomalainen

“in Deutschland stellt auch keiner statuen der militärführung von Deutsch Ostafrika auf. aus gutem grund.“

Dafür aber NS-Denkmäler auf Kreta. Zur Erbauung der Griechen? Auf dass die “guten Taten“ der Wehrmacht dort nie in Vergessenheit geraten?Ein Pionierdenkmal im Dorf Floria, das Wehrmachtssoldaten zeigt, die mit Handgranaten angreifen. Es trägt die Inschrift »Gefallen für Großdeutschland«. Vor der Kranzniederlegung werden Reden gehalten.
Oder das Fallschirmjägerdenkmal bei Chania. Oder eines für die “Schlacht um Kreta“ in Chora Sfakion.
Auf Kreta wimmelt es von dererlei Erinnerungsstücken.
Diese werden von Ewig-Gestrigen gepflegt, für den Erhalt dieses NS-Denkmal setzt sich der sogenannte Traditionsverein »Freundeskreis zur Erhaltung eines Fallschirmjäger – Ehrenmals auf Kreta e.V.« ein. Es finden auch jährliche “Erinnerungs“veranstaltungen statt.

Schließung der Kommentarfunktion

Sehr geehrte User,

die Meldung wurde bereits sehr stark diskutiert. Alle wesentlichen Argumente sind genannt. Entscheidende neue Aspekte, die einer konstruktiven Diskussion förderlich wären, sind nicht mehr hinzugekommen. Deshalb haben wir beschlossen die Kommentarfunktion zu schließen.

Die Moderation

Der Zeitgeist lässt sich

Der Zeitgeist lässt sich rückblickend nicht ändern, sehr wohl aber - im zeitlichen Abstand - kritisch bewerten. Das Credo müsste deshalb sein, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen, nicht aber diejenigen zu verteufeln oder auch zu heroisieren, die "ein Kind der damaligen Zeit" gewesen sind. Trump ist, um wieder auf die Gegenwart zu blicken, unfähig, eine Art von Wertebewusstsein zu entwickeln.
Seine Lebensmaxime sind Macht und Machterhalt, weil er sich berufen fühlt, die Welt in seinem Sinne zu verändern. Daher rührt auch sein penetranter Narzismus. Nein, mit diesem Mann ist wirklich kein Staat zu machen, geschweigen den eine globale Zukunft zu gestalten...

Darstellung: