Ihre Meinung zu: "Google Trends": Daten nicht aussagekräftig

5. Juni 2020 - 6:13 Uhr

Google zeigt Trends zum Suchverhalten seiner Nutzer: Forscher, Journalisten und Ermittler vertrauen darauf. Eine Analyse zeigt aber, dass die Daten widersprüchlich sind und kaum ernsthafte Rückschlüsse zulassen.

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Kommentare

rer Truman Welt

Eine solch völlig unkontrollierte Quelle für Daten heranzuziehen, auf deren Basis seriöse bzw. wichtige Entscheidungen basieren sollen wäre grob fahrlässig. Google manipuliert mit ihren Algorithmen bei Suchanfragen bereits heute in einem nicht mehr vorstellbaren Ausmaß. Damit alleine beeinflussen sie was angeklickt wird. Diese Tatsache lässt überhaupt keine seriöse Grundlage entstehen, um zu sagen, wofür sich Menschen motivational vor einem ersten Klick wirklich Interessierten. Google jetzt darüber hinaus quasi in einer 2. Dimension weiteres Manipulationspotentialeinzuräumen wäre fatal.

Eine alte kapitalistische Regel sagt

You get what you pay for. Wenn Google etwas für lau bereit stellt, dann ist es unklug zu glauben, es würde etwas Verläßliches ohne Bezahlung aus der Hand gegeben. Und die Begründung, es ließen sich nicht Milliarden Suchanfragen zahlenmäßig zusammenfassen erscheint vor dem Hintergrund des Google Geschäftsmodells höchst zweifelhaft. Es basiert darauf die Häufigkeiten von Aufrufen in Preise für Werbung umzurechnen. Diese Statistiken werden nicht für die Anfragen von Forschern geführt, sondern für die Planung und Bepreisung der Google Dienste. Google verfügt über die leistungsfähigsten Datenbanken der Welt - und die sollen das nicht können?

Lernkurve

jedem sollte bewusst sein, dass die Algorithmen nach denen Google gruppiert und wichtet nicht öffentlich einsehbar sind. Sobald z.B. rückblickend ein "Thema" identifiziert wird (darauf sollte man bei der Auswahl achten), verändern sich die Relationen. Google Trends war und bleibt ein Schätzeisen, das bestenfalls taugt um wirklich auffällige Trends zu illustrieren: Das Thema (nicht der Begriff!) "Europäische Union" und die Brexit-Abstimmung sind immer wieder ein Highlight.
Blöd: man muss sich inhaltlich auseinandersetzen mit dem, was man da tut.

Stichprobe

Es sind Stichproben. Was man sieht ist genau das was man erwarten kann wenn es eine Stichprobe ist. Kleinere Datenmenge, größere relative Schwankung.
An den Beispiel Bildern sieht man: der grobe Kurvenverlauf bleibt ähnlich. Viele Schwankungen werden an der gleichen Stelle gezeigt, die verschiedenen Kurven sind korreliert.
Die wirklich wichtige Frage wäre warum bei den Beispiel Bildern Zeitreihen, die Daten längere Zeit fast gleich bleiben und dann auf andere Werte springen. (Horizontale Farbwechsel blockweise in den Bildern, aber kein richtiges Rauschen)
Die vermeintlich gespeicherten Stichprobendaten werden scheinbar nachträglich geändert. Weil neuere Daten die relative Häufigkeit rückzeitig beeinflussen?

Ist zwar ziemlich schlecht und für einen Softwareriesen blamabel, aber die Trends sind als "Stichprobe" immer noch gut brauchbar.

wenn mich etwas wirklich interessiert

wie nutze ich Google: eigentlich nur durch Zufall, wenn irgendwelche Suchlinks darauf verweisen oder ich etwas sehr blödsinniges lese und mal spicken möchte, woher solch ein Unsinn kommt.

Wenn mich dagegen etwas wirklich interessiert, dann nehme ich nicht Google, sondern Wikipedia oder eine Fachforum das ich kenne.

So wie ich machen es wohl die meisten die gemerkt haben, das mit Google auch Unsinn und Falsches gefunden wird oder total veraltete Seiten, da Google ja "nichts vergisst".

Wundert mich nicht

Google ist eine Blackbox und ich bin der Überzeugung, dass selbst die Entwickler vor Ort keine Ahnung mehr über den Algorythmus und die Prozesse haben. Mich wundert jeden Monat, warum die angezeigten Kosten der Google AD Kampagnen auf der Benutzeroberfläche nicht mit denen auf der Rechnung übereinstimmen. Es sollte doch zumindest möglich sein die wahren Kosten zu ermitteln, wenn man etwas verkauft. Wer nicht mal das hinbekommt, der wird wohl kaum historische Suchverläufe zu abermillionen von Suchworten geordnet kriegen.

freiwillige Daten-Opfer

///
*
*
... die Macht von Google, Facebook, Twitter, Amazon, ebay, Twitter, Apple beruht auf einer ganz simplen Tatsache: ...
*
... Milliarden freiwilliger Daten-Spenden, die von Usern für ein paar „Glasperlen“ an Benefit freiwillig auf dem Altar des fehlenden Datenschutzes geopfert werden!
*
... wieviele freiwillig gespendete Attribute reichen um jeden von uns einwandfrei zu identifizieren?
*
... was, wenn solche Daten in falsche Hände geraten oder sich solche Unternehmen zusammenschließen? ...
*
... IBM hat eine Bilderkennungssoftware entwickelt, die in US Stadien Straftäter in der Menge identifiziert ...
*
... fehlerfrei? - nein! ...
*
... aber wir lernen, digitalen Angeboten mehr Glauben zu schenken, als dem gesunden Menschenverstand!
*
... wenn dann noch Datenmanipulation ins Spiel käme, würde es besonders gefährlich!

Google und Voraussage?

Google und Voraussage? Einfaches nö!

Man sieht es am besten an der platzierten Werbung.
Obwohl Google eine Unmenge an Personendaten verfügt, taugen die Algorithmen gar nichts und man wird mit uninteressanter Werbung gequält.

Wer auf "Likes" setzt ist nicht seriös

Wie kann man einem Konzern vertrauen der auf "Likes" setzt?
Natürlich haben Suchanfragen nicht direkt etwas mit likes zu tun, aber ein Konzern der ansonsten viel mit vollkommen sinnbefreiten "Likes" arbeitet ist doch zunächst einmal NICHT VERTRAUENSWÜRDIG.
Wie können also seriöse Wissenschaftler, - Journalisten oder sonstige Menschen die sich als seriös bezeichnen, gie von Google zur Verfügung gestellten Daten als seriös oder gar als verlässlich annehmen.
Alle die irgendetwas mit Google-Daten tun sollten sch einmal überlegen dass das Hauptanliegen von Google "Geldverdienen" ist. Das ist nicht verboten, auch legitim aber sollte bei denen die verlässliche Daten nutzen wollen die "Alarmglocken" klingeln lassen.

Stichproben?

Wird sich hier tatsächlich darüber gewundert, dass unterschiedliche Sätze von Stichproben unterschiedliche Ergebnisse liefern?

Au weia.

Schlecht erklärt

Der Artikel erschließt sich mir nicht. Sind das gelistete Websites, die Google für einen bestimmten Suchbegriff findet (sollte über die Zeit etwa gleich sein), oder ist die Aktivität gemeint mit der dieser Suchbegriff aktuell abgefragt wird. Warum soll die immer gleich sein? Außerdem kann man die Legenden nicht richtig erkennen. Viel Farbe, wenig Inhalt.

"Google Trend": Daten nicht aussagekräftig

Nur ein in viele Teile gespaltenes Google ist ein gutes Google.
Jeder Tag ohne Google ist ein guter Tag für Deutschland

"Google Trend": Daten nicht aussagekräftig

Informationen bei Google werden hoffnungslos überbewertet. Sie sind nicht weiter als ein kleiner Appetithappen. Sie ersetzen daher keineswegs vertiefende Fachliteratur und vor allem Aufsätze!

@Am 05. Juni 2020 um 06:27 von Meinung z

Es geht hier um Suchanfragen, nicht klicks. Und von Manipulation ist nirgendwo die Rede, sondern von möglicherweise fehlerhaften statistischen Methoden im Bereich der Stichproben.

Ob das jetzt ein Thema für einen investigativ Artikel ist sei mal dahingestellt...

Die meisten wollen daran glauben!

"Deswegen fordert Spielkamp Zugang zu den Daten der Plattform, damit auch Außenstehende herausfinden können, ob etwas schief laufe."

... wie schon beim Datenschutz ... die allerwenigsten Nutzer hinterfragen kritisch! Und selbst wenn man dies aufdeckt ... die bunte Welt des Internets ist all zu verlockend.

In diesem Sinne: ... Gemäß Text unserer Verfassung, dürfen wir alle uns immerhin weiter frei im Geiste fühlen. Real, sind es viele schon lange nicht mehr. Aber das muss man wohl so akzeptieren. Denn seine Freiheit abzugeben ist ja - zumindest bei uns - auch irgendwie eine freie Entscheidung!

Statistiken und Auswertungen und Interpretationen

Wenn ein Konzern mit u. a. mit zugeschnittener Werbung, mit der Weitergabe von Kundendaten und der Platzierung bei der Antwort von Suchanfragen Geld verdient...

Warum nicht auch mit dieser Funktion?

Was ist Trend?
Wichtig für Konzerne des Verbrauchs...

Welche Erkrankungen sind aktuell und wo...
Wichtig für die Pharmafirmen aber auch für die Gesundheitsinstitutionen...

Google wird zum größten Influenzer und darin liegt die eigentliche Macht.

Könnte Google Regierungen stürzen oder Wirtschaftsbereiche in Schieflage bringen?

Ja.
Selbst wenn Google es nicht direkt tut.

Aber Analysten aus der Welt der Banken und der Börse lesen ebenfalls die Trends.
Und daraus werden eben Entscheidungen abgeleitet. Zum Beispiel, wie gewinnversprechend ein Projekt ist, Unternehmensaussichten, Kreditwürdigkeit von Unternehmen - sogar von Staaten.

Wenige Beispiele, aber sie zeigen machtvolle Einflussnahme.

Hier stehen Statistiken, aber wenn sie nicht verlässlich oder gar beeinflussbar sind?

Google manipuliert?

Google Trends basiert auf Suchanfragen und nicht auf Klicks. Insofern - das zeigen auch die Beispiele im Artikel - gibt es durchaus seriöse Trends, vor allem wenn man Begriffe vergleicht. Man sollte die Daten nun nur nicht zu genau nehmen.
"Manipuliert" werden die Suchanfragen aber ein wenig durch die Suchvorschläge (Google Instant), wenn man seine Suchanfrage in den Suchschlitz beginnt zu tippen. Generell sollten sich Trends und Themen dadurch aber kaum ändern.

Wenn man beim

Wenn man beim Frühstücksbuffet dauernd Wurst und Käse bekommt, weil man am ersten Tag keine Lust auf Müsli und Marmelade hatte, kann man dann daraus ableiten, die Leute mögen Wurst und Käse, aber keine Marmelade? Genau so funktioniert Gugel.

Ausgerechnet Wikipedia als Alternative?

@07:57 von kurtimwald
Da gibt es mittlerweile einige Recherchen, die gerade in umstrittenen Fällen davon abraten.

Schon das Wiki-Prinzip, keine Originalrecherche zuzulassen, widerspricht wissenschaftlicher Arbeitsweise.
Ein Literaturprofessor beklagte sich in einem Leserbrief an den Münchner Merkur, dass er die originalen Quellen einbringen wollte, aber stets abgeblockt wurde.

@FrischDenk - Google Preise?

"Google Geschäftsmodells […] basiert darauf die Häufigkeiten von Aufrufen in Preise für Werbung umzurechnen."

Nein, für die Preise sind generell ausschließlich die Werbeunternehmen selber verantwortlich. Jede Werbeanzeige basiert auf einem Auktionsprinzip (~Zweitpreisauktion) auf Basis der Preiseinstellungen der Werbekunden. Google (und auch Microsoft Ads für Bing) legt hier keinerlei Preis fest.

Eine Ausnahme besteht in Suchbegriffen mit geringem Suchvolumen, hier gibt es Mindestpreise für Anzeigenschaltungen, letztlich basiert der Preis auch hier wieder ausschließlich auf den gebotenen Klickpreisen der werbenden Unternehmen.

Neben dem Preis spielt noch der Qualitätsfaktor, den Google/Bing festlegen, eine Rolle, vor allem aber für die Reihenfolge der anzeigen, so dass passende Werbeanzeigen wichtiger sind als hoch bezahlte Anzeigen. Für mehr Infos einfach mal googeln, die Stichworte habe ich genannt.

Suchanfragen, ...

... die je nach Talent, diese zu
formulieren, gute oder weniger gute "Quellen", also Webseiten finden.
Google Trends zählt Suchbegriffe odet Themen.

Ich habe mir das mal (auf die Schnelle) angeschaut und gestaunt, was angeblich am häufigsten gesucht wird.
Also ich weiß nicht, überzeugt mich nicht.

Ich recherchiere eh nicht über Google.

Trend?

Könnte es sein, daß es in der Natur eines Trendes liegt, ein Toleranzfeld von +/- 20-30% zu haben?
Google-Suche:
-1-2 Wikipedialinks
-mehrere Seiten mehr oder minder zweifelhafte Angebote
- ab Seite 5 wird es dann vielleicht interessant, je nach Suchwort
das merkt man eigentlich recht schnell.
Wenn ich eine Trend brauche schaue ich mir die Schlagwortwolke auf Tagesschau an, reicht völlig.

Fehlgesteuert

„Allerdings ist fraglich, ob die von Google gelieferten Daten überhaupt eine Aussagekraft haben“

Geld lässt damit auf jeden Fall ganz offensichtlich verdienen, Und vor der „Lieferung“ wurden diese Daten zu diesem Zwecke„gesammelt“ und „ausgewertet“.

Wie wäre es damit, wenn Google sein unbestritten überragendes technisches Know-how zum Wohle aller - also der gesamten Gemeinschaft - einsetzen würde statt nur dazu, den „Gewinn“ des eigenen Unternehmen’s zu mehren?

Google Ads Kosten/Rechnung

"Mich wundert jeden Monat, warum die angezeigten Kosten der Google AD Kampagnen auf der Benutzeroberfläche nicht mit denen auf der Rechnung übereinstimmen."

Die Kosten basieren auf den Zeitpunkt der Klicks und die Rechnung auf diese Kosten abzüglich erstatteter Klickkosten (ungültige Aktivitäten in den Transaktionen). Beides unterscheidet sich hingegen von den Abbuchungen, die auf einem anderen Zeithorizont beruhen.

Wurst und Käse

zu Am 05. Juni 2020 um 09:07 von Bender Rodriguez:

sehr guter Vergleich, so funktionieren Google und Co.

"Google Trends":Daten nicht aussagekräftig......

Die Google-Abteilung DeepMind,zuständig für KI,hatte einen Vertrag mit dem britischen Nationalen Gesundheitsdienst.Dabei hatte Deep-Mind Daten von Millionen persönlich identifizierbarer Patienten heimlich an die Google-Werbeabteilung weitergegeben und das britische Datenschutzgesetz verletzt.

Und wegen Anti-Kartell-Ermittlungen der EU hatte Google mal eine Strafe von 2,7 Milliarden Euro bezahlt.
Der Handel mit Daten und die Werbung von Google,offensichtlich lohnt es sich:An Google beteiligt sind BlackRock,Fidelity,State Street,T.Rowe Price,Capital World,JPMorgan Chase.

@kurtimwald

"Wenn mich dagegen etwas wirklich interessiert, dann nehme ich nicht Google, sondern Wikipedia oder eine Fachforum das ich kenne."

Auf Wikipedia sind viele Fehler. Als Dozent für ein Fachgebiet wollte ich einmal einen solchen korrigieren. Allerdings hatte der Editor 200.000 Artikel bearbeitet (aus allen Bereichen) und ich einen. Damit galt er als Experte und ich, trotz aller beruflichen Qualifizierung und der Original-Din-Norm als Beweis, als unwissend.
In Mathe ist Wikipedia gut. In vielen anderen Bereichen sind so viele Fehler drin und so viele Seiten referenzieren dass, dass man da einfach nicht vertrauen kann. Schade aber wahr.

"Google Trend": Daten nicht aussagekräftig

Wikipedia ist schon sehr viel aussagekräftiger als Google, aber auch sehr viel umfangreicher. Ein Schlagwort bei Wikipedia kann manchmal bis zu 20 oder mehr DINA4-Seiten lang sein. Man stelle sich nur vor, dass man sich das zum Durchlesen in Ruhe komplett ausdrucken will. Alleine schon die Literaturliste bei Wikipeadia zu einem Schlagwort kann manchmal endlos lang sein. Da kann man manchmal auf alleine schon eine DINA4-Seite Quellen- und Literaturverzeichnis für ganze Examensarbeiten kommen. Wenn man nicht aufpasst, ufert dies sehr leicht aus.
Wenn behauptet wird, dass Google nicht aussagekräftig ist, dann ist dies auch gar kein Wunder, da die Kürze der Texte von einer DINA4-Seite Länge sehr interessant sein können, um sich zu einem bestimmten Thema einlesen zu können, aber es ist nun einmal nicht mehr. Man kratzt immer nur an der Oberfläche. Man braucht Ruhe für solche Texte, denn mit Eile erreicht man keinen Tiefgang. Es wäre an Universitäten wie der Brockhaus nicht zitierfähig.

Fehlgesteuert

„Allerdings ist fraglich, ob die von Google gelieferten Daten überhaupt eine Aussagekraft haben“

Geld lässt sich damit auf jeden Fall ganz offensichtlich verdienen. Und vor der „Lieferung“ wurden diese Daten zu diesem Zwecke „gesammelt“ (und zwar bei allen) und „ausgewertet“.

Wie wäre es damit, wenn Google sein unbestritten überragendes technisches Know-how auch zum Wohle aller - also der gesamten Gemeinschaft - einsetzen würde statt nur dazu, den „Gewinn“ des eigenen Unternehmens zu mehren?

Manipulation als Geschäftsmodell...

bildet das Zentrum Googlescher Aktivität, darum sind sie ja mit ihren Werbeeinnahmen so erfolgreich. Ein solches Unternehmen kann nun wirklich nicht glaubhaft versichern, belastbare Statistiken liefern zu können. Wenn basierend auf den Interessen seiner Werbekunden den Suchenden nur, oder überwiegend Seiten angezeigt werden, die eben diesen Interessen förderlich sind, ist die Analyse des Suchverhaltens doch zwangsläufig bereits erheblich eingeschränkt. Ich beobachte immer mehr, dass man heute versucht ist zu allen möglichen, selbst höchst komplexen, Fragestellungen möglichst einfache, eindeutige Anworten zu liefern. Dies ist einfach nicht möglich und es gibt noch immer reichlich Fragen, auf die es gar keine Antwort gibt, oder geben kann. Ein Beispiel: Archäologen wollen uns oft sehr genau erklären, was so in Stonehenge, oder ähnlichen Orten passiert ist, Fakt ist: sie und wir haben nicht die geringste Ahnung! Menschen wollen aber so gerne Antworten, also werden sie irgendwie gegeben.

@user.. 8:28

Die Stichprobe muss repräsentativ sein. Man trägt auch keinen kompletten Acker auf 30 cm Tiefe ab und schafft ihn ins Labor um ihn auf Überdüngung zu prüfen. Und selbst wenn wär man noch keinen Schritt weiter. Irgendwer muss den Mut aufbringen mit dem Löffel rein zu gehen und sagen "so das bisschen ist aufgrund meiner Erfahrung repräsentativ". Und selbst bei Stahl wird nur eine Probe von einem Gramm aus 100 Tonnen zur Schwefelbestimmung eingesetzt, obwohl als Eisenbahnschiene verarbeitet Leib und Leben vom Meßwert (<0,03% S) abhängen. Alles(!) basiert auf Erfahrung.

Likes != Suche

Moin, sie vermengen hier zwei unterschiedliche Unternehmen. Das mit den "Likes" ist Facebook, das mit der Suche ist Google ;-)

Stichproben - ohne Basis?

Auf Stichproben zu vertrauen deren Erhebungsgrundlage nicht bekannt ist ist einfach nur abenteuerlich.
Da hilft auch nicht die Anzahl der Stichproben und eine evtl. Filterung um irgendein Rauschen zu eliminieren.

Wie heißt es so schön:
Traue keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast!

09:22 von kurtimwald / Bender Rodriguez:

Wurst und Käse sehr guter Vergleich, so funktionieren Google und Co.
.
es zeigt noch viel mehr
wie entstehen Vorurteile !
mehr noch sie sind nicht Ausnahme sondern Lebenswirklichkeit

Ungenau?

Ich habe den Eindruck, dass hier einige Journalisten im Bereich Mathematik/Statistik weniger informiert sind. Die gezeigten Kurven und Flächen zeigen relativ gute Übereinstimmungen, die klare Aussagen zulassen. Es ist klar ein deutlicher Trend zu erkennen, mehr wollen solche Statistiken gar nicht.

Wurde das vom Praktikant programmiert?

Ein in der Vergangenheit generierter Datensatz wird sich nicht verändern. Das ist sicherlich auch bei Google so. Der Datensatz scheint aber nur eine Auflistung aller Suchanfragen des jeweiligen Tages zu sein.

Es wäre sehr leicht, den Trend eines Tages zu erstellen: Jede Suchanfrage gibt ein +1 auf das jeweilige Stichwort. Am Ende des Tages ließe sich die jeweilige Häufigkeit aller Suchbegriffe auflisten und als Trend abspeichern.

Google scheint hingegen einen anderen Weg zu gehen: Es erstellt für jede(!) Trends-Abfrage eine individuelle Auswertung. Diese muss auf einer zufälligen Stichprobe aus allen Suchanfragen basiert, da sich nur so die Abweichungen erklären lassen.

Ich frage mich, warum Google einen unnötig komplizierten Weg einschlägt, der auch noch schlechtere Ergebnisse liefert.

@In Mathe ist Wikipedia gut. 9:32 von ihoecken

"In vielen anderen Bereichen sind so viele Fehler drin "

Soo viele sind es nun auch wieder nicht.
Und das es so ist, liegt ja nicht an Wikipedia an sich.
Es liegt an einem Phänomen, das für alle Gruppen gilt,
insbesondere wenn sie primär nicht monetär bestimmt werden:
Es bilden sich immer Grüppchen und Eitelkeiten heraus,
kurz 'Hinterzimmerpolitik' nimmt Einfluss auf.

Ich fühle mich trotzdem besser infomiert als durch einen Medienoligarchen.
Wenn ich Zweifel habe, mache ich den 'Faktencheck' in einem einschlägigen Fachforum.

09:50 von spax-plywood

Alles(!) basiert auf Erfahrung.
.
was sind Erfahrungen ??
wenn die Sonne bisher im Osten aufging - macht sie das auch zukünftig
was grenzt Erfahrung zu Vorurteilen ab

@ krittkritt et ihoecken

"Auf Wikipedia sind viele Fehler. Als Dozent für ein Fachgebiet wollte ich einmal einen solchen korrigieren. Allerdings hatte der Editor 200.000 Artikel bearbeitet (aus allen Bereichen) und ich einen. Damit galt er als Experte und ich, trotz aller beruflichen Qualifizierung und der Original-Din-Norm als Beweis, als unwissend."
.
Die Fehler auf Wikipedia häufen sich, wenn Ideologie ins Spiel kommt. Beispielsweise wird auf der deutschen Wikipedia die amerikanische Verfassung zum Thema Amtsenthebung ideologisch interpretiert wiedergegeben. Mit allen Fehlern kann man sich aber beispielsweise auf der Diskussionsseite (jeder Artikel hat eine solche) auseinandersetzen. Hier hat jemand, der bereits 100.000 Artikel bearbeitet hat, keinen höheren Stellenwert als ein Neuling. In der Diskussion können Fakten nicht unterdrückt werden.
Die Diskussionen zu lesen ist manchmal informativer als der eigentliche Wikipedia – Artikel.

@Robert Wypchlo - aktuelle Fachliteratur

08:45 von Robert Wypchlo:
"Informationen bei Google werden hoffnungslos überbewertet. [...] Sie ersetzen daher keineswegs vertiefende Fachliteratur und vor allem Aufsätze!"

Und wie finden Sie Fachliteratur oder Aufsätze, die das Interesse der Bevölkerung an einem aktuellen Thema behandeln?

(Natürlich gar nicht, denn bis die Fachliteratur veröffentlicht wurde, ist das Thema nicht mehr aktuell.)

@Bender Rodriguez - 100x dieselbe Anfrage?

09:07 von Bender Rodriguez:
"Wenn man beim Frühstücksbuffet dauernd Wurst und Käse bekommt, weil man am ersten Tag keine Lust auf Müsli und Marmelade hatte, kann man dann daraus ableiten, die Leute mögen Wurst und Käse, aber keine Marmelade?"

Wenn Sie bei Google immer dasselbe eingeben, sind sie selbst schuld oder einfach nur vergesslich. Dafür kann Google nichts.

Genauso wenig ist es Google anzulasten, dass es in den letzten Monaten Milliarden Suchanfragen zu "Corona" gab.

Forscher... usw. vertrauen darauf, solche Idioten.

Es ist doch natürlich, dass jeder Mensch andauernd wechselnden Interessen unterliegt - die auch Zufällen (im täglichen/individuellen Leben) unterliegen können. Nur bei Süchtigen ist das anders, aber auch das Suchtverhalten kann sich ändern, verschieden ausgeprägt sein und in vielfältigen Variationen auftreten.
Das Suchverhalten der Menschen im Internet allgemein dagegen ist niemals deterministisch und noch nicht mal mittels einer Chaos-Therie eingrenzbar zu erfassen.

Der Trend liegt im Trend

Die letzte Ausfahrt auf der Autobahn für die Lenkung von Kaufverhalten mußte genau diese Kurve haben, die auf sich selbst zurück führt. Die selbsterfüllende Nachfrageprognose.

Nach der Schwarmdemenz durch Overinput wird das hoffentlich der Höhepunkt bleiben.

@Robert Wypchlo - Eine Suchmaschine und keine Literatur!

09:41 von Robert Wypchlo:
"Wenn behauptet wird, dass Google nicht aussagekräftig ist, dann ist dies auch gar kein Wunder, da die Kürze der Texte von einer DINA4-Seite Länge sehr interessant sein können, um sich zu einem bestimmten Thema einlesen zu können, aber es ist nun einmal nicht mehr. Man kratzt immer nur an der Oberfläche."

Google ist keine Literatur, sondern eine Suchmaschine. Wenn Sie damit nur oberflächliche Quellen finden, liegt das an Ihren oberflächlichen Suchanfragen.

Wissenschaftliche Artikel können Sie mit scholar.google.com finden.

Sysi

Man könnte zb daraus ableiten, Nation A äße nur Wurst und Käse, während Nation B, die später zum Frühstücksbuffet kamen, ausschließlich Marmelade präferieren.
Eindeutig ein Vorurteil.

Nachfragerin

Google schlägt auf der Startseite immer auch Themen vor. Das richtet sich auch nach dem suchverhalten.
Abgesehen davon, ist es völlig egal, was gugel so treibt. Über ec card sind wir schon ewig Gläsern.

Wortwahl

Das System heißt Trends, nicht Vorhersage, Prognose, Zukunftsentwicklung oder Madame Olga's Kristallkugel. Und genau das macht es auch. Es zeigt über einen gewissen Zeitraum eine relative Entwicklung an. Die graphischen Beispiele im Artikel beweisen das eher als das sie es widerlegen. Die Vorstellung, mit der hier an das Thema herangegangen wird ist so ähnlich, als wenn ich erwarten würde, bei exakt jeder zehnten Ziehung der Lottozahlen fünf Euro im Spiel 77 zu gewinnen, weil es ja nur zehn Endziffern gibt, die Chance also 1:10 beträgt.

Sie schreiben:“Google zeigt

Sie schreiben:“Google zeigt Trends zum Suchverhalten seiner Nutzer: Forscher, Journalisten und Ermittler vertrauen darauf. Eine Analyse zeigt aber, dass die Daten widersprüchlich sind und kaum ernsthafte Rückschlüsse zulassen.“
Es ist mir ein Rätsel, wie unsere Trend- und Meinungsmacher eben Journalisten, die uns durch Bankkrise, Flüchtlingskrise Coronakrise, mit ihren Meinungen von Recht und auszuwählenden Möglichkeiten dauerbelehrt und manipuliert haben, solch einer ‘Institution‘ wie ausgerechnet Google auf deren ‘Analysen‘ vertrauen können. Spätestens jetzt wird man als Normalbürger sich seiner Verdächtigungen und Zweifeln an Nachrichten deren Objektivität betreffend bestätigt sehen. Wem vertrauen die Meinungsmacher denn noch so, vielleicht Aussagen bestimmter Familien...
Ich sehe mich also einmal mehr bestätigt, wie hier auch Meinungen gemacht werden und wie Meinungen und Trends zu trauen, bzw. was denen zuzutrauen ist.
Danke für die Bestätigung viele meiner Verdachtsmomente.

Stichproben erwiesen nicht repräsentativ

Leider haben NDR und tagesschau die Kernergebnisse unserer Studie nicht wiedergegeben: wir haben genau die Repräsentativität der Stichproben getestet - in 25% der Fälle sind die Stichproben eben NICHT repräsentativ und die Ergebnisse damit nicht verwendbar. Auch bei großen Suchbegriffen. Nachzulesen unter http://was-daten-verraten.de/2020/06/04/mountain-view-wir-haben-ein-prob...

"Google Trends":Daten nicht.....

Google schloss ab 2005 Partnerschaften mit Konzernen und sogar mit dem Vatikan zwecks Werbeplatzierung:News Cooperation/Fox,AOL/Time Warner,British Sky,KIA und Hyundai.
Und das Zimmerbuchungs- Unternehmen Booking.com zahlt jährlich 2,3 Milliarden $ um durch Google bei Suchanfragen ganz oben platziert zu werden.

Für aktuelle Forschung ...

... und Entwicklung ist auch "scholar.google.com" nicht ausreichend, da muss man schon in kommerziellen Datenbanken recherchieren und sowohl Recherchezeit als auch die Volltext-Dokumente bezahlen.
Man findet such Patente mit Schutz nicht im Internet.

Google wird seit Beginn

manipuliert. Nicht zwingend von Google, sondern von Leuten, die ihre Ergebnisse prominent platzieren möchten. Deswegen ist der Algorithmus auch geheim. Google möchte nicht manipuliert werden, aber da es findige IT Entwickler gibt, die auch testen was sich wie wann und wo auf die Suchergebnisse auswirkt, können die Rückschlüsse auf die Funktionsweise gezogen werden.
Zum Beispiel reichte es ganz am Anfang, wenn die Such- und Schlagwörter auf der Webseite standen, was findige Entwickler dazu veranlasst hat ganz Wörterbücher in ihre Webseiten einzubauen (weißer Text auf weißem Hintergrund oder unsichtbar im HTML-Dokument versteckt) und man auf Seiten landete, die mit der Suchanfrage nichts zu tun hatten.
Es gibt heute noch Googleoptimierer als Dienstleistung und da werden zum Teil auch Trends beeinflusst. Google beeinflusst Suchergebnisse aber auch selbst. Das merkt man, wenn man bei Suchen genauer hinschaut.

Das besagt die Studie wirklich

Die Kernergebnisse unserer gemeinsamen Studie mit den Forschern vom VLBA der Uni Oldenburg und dem L3S der Uni Hannover kommen im Text leider nicht vor - damit wirkt die Sache "harmloser", als sie ist:
a) 25% der Stichproben weichen so weit ab, dass sie nicht repräsentativ sein können.
b) Auch bei Suchbegriffen mit großem Suchvolumen und starkem Wachstum kann es zu Abweichungen von z.T. über 100% kommen.
c) Das betrifft auch die Analyse zu "Kurzarbeit", auf die sich die Wirtschaftsweisen in ihrem Corona-Gutachten gestützt haben.

Hier ein Überblick der Kernbefunde inklusive Link zur Studie mit allen Daten:
http://was-daten-verraten.de/2020/06/04/mountain-view-wir-haben-ein-prob...

Google sammelt nicht nur über Suchbegriffe Daten

Wer sich mal die Mühe macht und verschiedene Webseiten (besonders Anbieter von Versandartikeln) analysiert wird feststellen dass dort jede Menge Scripts eingebaut sind die alle möglichen Informationen an Google (Amazon etc.) weitergeben obwohl man als Nutzer nichts davon bemerkt.
Und Ich bin mir sehr sicher dass auch diese Daten in Google-Trends einfließen.

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