Ihre Meinung zu: Gottesdienste in Corona-Zeiten: "Singen in reduzierter Form"

31. Mai 2020 - 8:00 Uhr

Eine Umfrage von WDR und NDR unter allen katholischen Bistümern und evangelischen Landeskirchen zeigt: In einem Drittel der Kirchen kann die Gemeinde "in reduzierter Form" singen. Von Markus Grill und Luisa Meyer.

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Kommentare

jetzt werden Gottesdienste gestattet obgleich man um deren Gefahren weiß
statt das zu honorieren - von Dankbarkeit üben, sprich sich vorsichtig zu verhalten
will ich ja gar nicht sprechen
Masken tragen, größere Abstände kein Begrüssen, kein Singen
was machen diese Menschen ?
nicht mal die einfachsten Regeln werden eingehalten
und provozieren so doch eine Verschärfung der Auflagen

aber das sieht man ja auch an Restaurantbesuchern,
die sind sich ja auch überschwenglich um den Hals gefallen ....

Es ist kein Problem, den

Es ist kein Problem, den Gesang entweder deutlich zu reduzieren bzw. auf den Gesang ganz zu verzichten. Ich setze auf Vernunft, Rücksichtnahme und Solidarität.

Draussen Singen!

Gerade in den Sommermonaten bietet es sich an, Gottesdienste draussen zu feiern!
Dann kann bei entsprechend Abstand auch gemeinsam gesungen werden.

„Ende April warnte Lothar Wieler, Präsident des RKI: "Tröpfchen fliegen besonders weit beim Singen." Mehrere Fallbeispiele zeigten inzwischen, wie gefährlich das Singen in Corona-Zeiten ist. So infizierten sich in Washington, Berlin und Amsterdam jeweils große Teile der dortigen Chöre nach einer Probe mit dem Coronavirus./
Kleinste Partikel, so genannte Aerosole, können aber in geschlossenen Räumen über Stunden in der Luft bleiben und Menschen infizieren. So ist auch zu erklären, dass Chormitglieder, die mehrere Meter von einer infizierten Person entfernt standen, sich trotz Mindestabstands ansteckten“

Nicht zu vergessen der Fall der „Superspreaderin“ in Südkorea, die Ende Februar maßgeblichen Anteil am dortigen Infektionsgeschehen hatte: tagesschau.de/ausland/corona-181.html und tagesschau.de/ausland/coronavirus-suedkorea-103.html, Auszug: „Ausgangspunkt eines Großteils der Infektionen in Südkorea ist die Shincheonji Church of Jesus. Eine 61-jährige Anhängerin der christlichen (...)“

Kirchen und Singen !

Ich bin zwar Christ, aber ich halte die Form von Gottesdiensten, wie sie hier in D abgehalten werden, für total veraltet.
Außerdem frage ich mich, warum muss dies gerade jetzt in der Corona- Krise sein, in die Kirche rennen, und dann da noch großartig singen. Da es ja leider schon in einer Kirche geschehen ist, mit etlichen Ansteckungen, wäre es doch wesentlich vernünftiger, das Singen generell erst einmal sein zu lassen.
Und warum müssen denn jetzt überhaupt Gottesdienste veranstaltet werden ???
Wenn jemand an den lieben Gott glaubt und zu ihm beten möchte, kann er/sie dies genauso von zu Hause aus, oder an einem anderen Ort im Grünen.
Für mich heißt Christ sein, grundsätzlich die zehn Gebote ein zu halten, andere Menschen zu achten, respektieren und sie so zu akzeptieren, wie sie sind.
Außerdem sind doch in vielen Fällen meistens ältere, also hoch Risiko- Gefährdete, die in die Kirche strömen, oder Glaubensgruppen, die den Virus verleugnen.

um 09:47 von Traumfahrer

Katholische Christen müssen jeden Sonntag in die Kirche gehen. Nur wer krank ist, braucht nicht zu kommen. Für Menschen, die an sowas glauben, ist es tatsächlich schwer zu verstehen, warum man die ganze Corona-Zeit über in Supermärkte gehen konnte, aber nicht in die Kirche.
So ist das eben. Religion hat nichts mit Rationalität zu tun.
_

Köstlich!

"In reduzierter Form singen"? Köstlich, zu welch humorigen Blüten das Nachdenken über Coronamaßnahmen und eine so genannte angebliche "neue" "Normalität" führt! In so manchen Fällen scheint Corona auch das berühmte "Oberstübchen" infizieren zu können und wohl eine Art reduzierte Form des Denkens herbeizuführen. ;-)

Höheres Infektionsrisiko durch Singen

Wenn das Infektionsrisiko durch ausgeschiedene Aerosole beim Singen
so offensichtlich steigt, verstehe ich diese uneinheitlichen, uneindeutigen
Regeln der verschiedenen Gemeinden nicht.

Zu den am Gottesdienst Teilnehmenden gehören doch zudem
in hohem Maße ältere und somit stärker gefährdete Menschen.

Bedeutet leider auch, dass dann für längere Zeit keine Konzerte
mit Gesang und Blasinstrumenten vor Publikum stattfinden können.

Lange bekannt, dass beim ...

Sprechen und Singen auch Tröpfchen in die Luft "geschleudert" werden und dass sich in
geschlossenen Räumen Aerosolwölkchen entstehen.
Daher ist mir unverständlich, dass man in den Kirchen offenbar laut und ohne Maske gesungen hat.

Gar nicht oder hinter Mundschutz ganz leise singen, hätte es auch getan.

Gibt ja

unterschiedliche Auffassungen seinen Glauben zu leben, wer denkt dazu in eins dieser Häuser gehen zu müssen, gibt ja verschiedene.
Der muss das eben tun, wer sich lieber nicht anstecken möchte, der kann auch zu Hause seinen Glauben ausleben.
Ausbrüche gibt es ja jetzt einige zu lesen, meist bei Regional Artikeln.
Da nicht viel getestet wird, kenne niemand der einen bekommen hat, sind die Zahlen sicher anders als angenommen.
Die Dunkelziffer wird recht hoch sein, vermute ich.
Das Problem ist, es werden dann außerhalb der Kirche andere mit angesteckt, und das ist eben nicht mehr ganz in Ordnung.

@09:47 von Traumfahrer

Zum Christsein, bzw. religiös sein gehört für viele aber auch gerade das Gemeindeleben dazu. Vermutlich sind Sie da ein ganz anderer Typ. ;-)

Für viele Menschen ist ein Gottesdienst auch ein sehr wichtiger Bestandteil der Resilienz.

Wenn die Gottesdienst Besuchenden sich an die üblichen Regeln halten, finde ich schon,
dass Ihnen diese Möglichkeit des Teil nehmens ermöglicht werden sollte. Bei den derzeitigen Wetterverhältnissen vllt. auch im Freien.

@10:24 von wenigfahrer

Ich hoffe doch sehr, dass sich das Ansteckungsrisiko, die hohe Anzahl der aufgetretene Infektionen, sowie der intensivmedizinisch zu betreuende Fall mittlerweile bis zu allen Gottesdienst Besuchenden herumgesprochen hat. Habe den Eindruck, es sind immer
wieder Freikirchen, die leider auffallen durch mangelnde Vorsicht und Einsicht (?).

Oh? Warum? Ach, wirklich!

"Tröpfchen fliegen besonders weit beim Singen."

Wirklich? Und die physikalische Erklärung dafür wäre welche?

Schonmal in einen Gottesdienst einer Kirche der beiden großen Konfessionen die letzte Zeit gewesen? Mit Ausnahme von Weihnachten singen die auf einem Niveau, bei der kann man Mäuse pupsen hören. Klar gibt es auch Gemeinden, da können sich Orgel und Gesang in der Lautstärke/Intensität in nichts nachstehen. Normal ist aber ein andächtiger Ton.

Aber wer es nicht glauben will, dass das mit den Singen quatsch ist, der soll doch einfach mal in seine Hand singen. Zwischen Sprechen und Singen besteht kein Unterschied beim Verbreiten von Corona. Lediglich sind beim Singen weniger Pausen als beim normalen Sprechen, aber auch nur sehr geringfügig.

Es ist wie immer bei der Auswertung von Daten, eine substanzlose Basis verzerrt die Betrachtung der Realität. Wie viele Gottesdienste finden wohl schon seit Monaten statt und dabei wird gesungen? Wie viele Corona-Meldungen gibt es?

@09:34 von Roberto16 Draussen Singen!

Gerade in den Sommermonaten bietet es sich an, Gottesdienste draussen zu feiern!

Zustimmung.

Dann kann bei entsprechend Abstand auch gemeinsam gesungen werden.

Wäre da trotzdem vorsichtig. Gibt es dazu vllt. bereits Studien?

Gottesdienste wichtiger als Schulen

Schon früh durften Gottesdienste mit 50 Pers abgehalten werden - der Rest durfte nicht mal mit 3 Personen versammeln. "Es "sollte", nicht es "darf" nicht gesungen werden. Bei Zischlauten entstehen viele Tröpfen untersch. Größe - meist ist der Mund noch weit geöffnet: ungehinderter Austritt - Risiko hoch. Die Regierungen haben diese Sonder-Privileg lässig erteilt - der Säkularisation sei Dank. Weg mit der Kirchensteuer aus '34.

Re MartinBlank !

Das trifft nicht nur auf katholische Christen zu, sondern auch andere Glaubensgemeinschaften können ihren Drang nach dem " Beten" nicht bremsen, obwohl ihnen eigentlich der menschliche Verstand klar signalisieren müsste, dass zum Schutz von anderen zur Zeit andere Orte z. B. alleine zu Hause oder im Freien besser sind.
Leider hat der liebe Gott einen riesigen ....Garten mit vielen unreifen Geschöpfen, die einfach nicht kapieren wollen, dass der Virus mit dem Beten nicht verschwindet.
Trotzdem schönen Feiertag an alle !!!!!

@ um 10:42 von Kaneel

"@10:24 von wenigfahrer
Ich hoffe doch sehr, dass sich das Ansteckungsrisiko, die hohe Anzahl der aufgetretene Infektionen, sowie der intensivmedizinisch zu betreuende Fall mittlerweile bis zu allen Gottesdienst Besuchenden herumgesprochen hat. Habe den Eindruck, es sind immer
wieder Freikirchen, die leider auffallen durch mangelnde Vorsicht und Einsicht (?)."
.
Je dogmatischer Religionsgemeinschaften und entsprechende Ideologien sind, desto leichter haben sie es jetzt zu behaupten, dass man sich nicht anstecken würde, wenn man genügend gläubig sei. Wer sich dennoch ansteckt zeigt, dass er nicht gläubig genug ist und kann, so er wieder gesund wird, anschließend mit einer genügend hohen 'Spende' zeigen, dass er nun gläubiger sein will.

Re Kaneel !

Ja ich bin ein anderer Typ ! Auch wenn ich die Gemeinschaft mag und suche, heißt es aber in einer solchen Zeit, jegliches Risiko für andere und mich zu reduzieren.
Wenn in einer Kirche, auch mit weniger Teilnehmern gesungen wird, wird doch einiges an Tröpfchen raus gepustet und somit das Risiko erhöht. Es gibt doch in zwischen leider ein paar Beispiele dafür, und ich gehe davon aus, dass die Dunkelziffer um etliches höher ist, als die angegebenen Zahlen vom RKI.
Dann kommt für mich auch gerade bei den Katholiken hinzu, dass da etliches am Brodeln ist und etliche der großen Würdenträger noch irgendwo im Mittelalter leben und sich in keiner Weise weiter entwickelt haben und es auch nicht wollen.
Jeder Mensch entwickelt sich im Laufe seines Lebens weiter und dies sollten etliche Katholiken auch mal tun. Da ist es mit dem Beten und Singen nicht getan.

@Am 31. Mai 2020 um 09:47 von Traumfahrer

Na, wenn sie andere Menschen achten und verstehen, dann sollte es ihnen doch nicht schwer fallen, eben jene, die zu einem Gottesdienst gehen wollen, auch zu lassen.

Aber ich vermute mal stark, es geht ihnen eher darum, dass diese "lieben Gottesdiener" nicht zur Ansteckungsgefahr für "Sie" werden.

Ansonsten würde es Ihnen ja auch auffallen, dass der Gottesdienst nicht nur eine Würdigung Gottes ist sondern viel mehr eine seelsorgliche Handlung darstellt. Den Fernsehgottesdienst in allen Ehren, aber der hat keine Gemeinde, die er kennt. Sicher, es gibt viele Gläubige, denen ist der TV-Radio-Internetgottesdienst genug. Aber es gibt genauso solche, die brauchen die Predigt und das Gebet in der Gemeinschaft. Und das sind nicht wenige, mehr noch, würden viele darin keine Einsamkeit sehen (Kälte der Kirche).

Für sich können Sie persönlich eine Menge tun. Kochwäsche tragen, Mund-Nasenbedeckung abkochen oder nur Einweg nutzen. Besser noch, gesunde Ernährung ohne künstliche Stoffe.

ich verstehe das Unverständnis nicht

Die Christen handeln doch nur konsequent. Ich habe nun mal keinen Glauben, aber wenn ich einen hätte, dann für mich klar

dass 1., die Frage ob ich jemanden anstecke oder selbst infiziert werde, ohnehin in Gottes Entscheidung liegt, er das also regelt und mein Verhalten darauf gar keinen Einfluss hat

und dass ich 2. als Mitglied einer solch wichtigen Gemeinschaft meine Glaubensbrüder in der jetzigen Situation nicht etwa meide, sondern im Gegenteil an ihrer Seite bin, und ich ja auch erleben möchte, dass das umgekehrt auch so ist.

Wie gesagt, sogar ich Ungläubiger kann das vollumfänglich nachvollziehen.

@Kaneel

Vielleicht ist es bei den Freikirchen weniger die mangelnde Einsicht, sondern die Tatsache, dass deren Kirchen bzw. Bethäuser beim Gottesdienst immer proppenvoll sind (nicht zum Gottesdienst erscheinen ist da keine Option), während bei den großen Volkskirchen außer an Weihnachten und Ostern auch schon vor Corona die Kirchen gähnend leer waren.

Gottesdienste !

Ja, so manche Ideologie des Glauben bringt so einiges zustande, auch den Glauben unverletzlich zu sein. Und natürlich all die, die sowieso denken, das mit dem Virus ist entweder nur erfunden oder halt nur eine kleine Grippe. So eine kleine Grippe haut doch einen wirklich stark gläubigen Mensch nicht vom Sockel.
Ja wenn doch, hat er nicht wirklich genug geglaubt, oder die letzte Spende war nicht hoch genug für den Meister !

Näher, mein Gott, zu Dir...

Mein Gott... hilf doch bitte Deinen Jüngern auf Erden mit ein klein wenig Einsicht...

Einsicht, mein Gott, daß Singen in Kirchen sie zwar schneller zu Dir bringt. Also im wahrsten Sinne des Wortes. Also direkt, ohne Umwege, beflügelt, quasi.

Ich verstehe nur nicht, wie potentieller, gemeinsamer Suizid-Versuch im Sinne christlicher Überzeugung sein soll? Wie geht das gemein, versuchter Mord/Selbstmord und christlicher Glaube, wo doch alleine schon Abtreibung der katholischen Glaubensgemeinde ein Grauen ist?

Aber nu, singt beruhigt weiter Euer Credo "Näher, mein Gott, zu Dir!", zum Erbauen Gottes, unseres Herrn, dem Lenker und Schöpfer aller Dinge...

Oh - und nebenbei: Die Erde ist wohl dann DOCH eine flache Scheibe... ^^

/Zyn off

Im Ernst: Singen ist schön und gut. "Reduziertes Singen"? Was soll das sein? Laßt einfach Eure Organisten ran, die können zumeist wesentlich mehr als nur Gemeinschaftsgesang zu begleiten :)

@10:56 von Ritchi @ um 10:42 von Kaneel

"Je dogmatischer Religionsgemeinschaften und entsprechende Ideologien sind, desto leichter haben sie es jetzt zu behaupten, dass man sich nicht anstecken würde, wenn man genügend gläubig sei. Wer sich dennoch ansteckt zeigt, dass er nicht gläubig genug ist und kann, so er wieder gesund wird, anschließend mit einer genügend hohen 'Spende' zeigen, dass er nun gläubiger sein will."

So isses leider. Verquaste Denkweise - dagegen ist wohl schwer anzukommen.

Finde es sehr bedenklich, dass unser Staat auch Schulen mit kreationistischem Weltbild und Unterrichtsinhalt zulässt und subventioniert.

@Jayray, 10:50

"Tröpfchen fliegen besonders weit beim Singen."
Wirklich? Und die physikalische Erklärung dafür wäre welche?

Ganz banal: dass bim Singen de Luft mit höherem Druck aus der Lunge in die Umgebung gelangt als beim Sprechen. Auch bei Ihnen ist das so.

Man kann die Physik auch einfach weglassen bei der Betrachtung von natürlichen Erscheinungen, wenn einem ihre Gesetze nicht passen. Aber man sollte nicht versuchen, sie zu widerlegen. Sozusagen das erste Gebot der Natur: nicht "du sollst nicht", nicht "du darfst nicht", nein, "du kannst nicht an meinen Regeln vorbei".

@ 09:37 von Wunderland D Zur Sinnhaftigkeit des "Maulkorbs"

Natürlich vermag die Bedeckung von Mund und Nase durch irgendein wie auch immer geartetes Stück Stoff nicht die schützende Wirksamkeit zertifizierter Schutzsysteme erreichen.
Tatsächlich habe ich mir seit Beginn der Pflicht zur Bedeckung von Mund und Nase in gewissen Einrichtungen wie Geschäften oder Verkehrsmitteln überlegt ob dies nicht durchaus dennoch eine deutliche aber indirekte Steigerung des Infektionsschutzes ergibt.
Die Ungewohntheit des Tragens einer solchen Bedeckungen führt mir ganz subjektiv beim Betreten eines Raumes mit mehreren Personen darin vor Augen (oder eher vor Mund und Nase) das dies aktuell keine alltägliche und ungefährliche Situation ist und ich auf ein paar einfache und tatsächlich wirksame Maßnahmen wie vor allem Abstand zu anderen zu achten habe.
Das möchte ich jetzt nicht auf jeden übertragen, klar, aber immerhin ich persönlich bin so achtsamer was auch dem Schutz meiner Umgebung dient.

Ach und meine "Ausstrahlung" behindert meine Maske auf keinen Fall.

Re R. Schmid !

Ja es ist schon echt manchmal lustig, die Zugkraft der Unvernunft zu sehen. Und ich denke, so manche Person hat eh nicht wirklich viel im "Oberstübchen". Da kann nur eine reduzierte Form des Denkens stattfinden. Leider führt dies bei etlichen Personen in ein riesiges Debakel !!
Aber Hauptsache in der Kirche gewesen und gesungen.
Dafür müssen dann aber alle Schulen und Kindergärten zu bleiben, sonst könnte dieser Virus der Unvernunft weiter um sich greifen, dagegen ist der Corona- Virus noch harmlos !!!

"Singen in reduzierter Form"

Bei der gewöhnlichen Besucherzahl von langweiligen Gottesdiensten, sollte das Singen doch nichts machen, wenn genügend Desinfektionsmittel aus den Zerstäubern kommt - Ansteckungsgefahr besteht doch eher bei den zusammen gluckenden Sektierern.

10:51 von Gassi

«Die Regierungen haben diese Sonder-Privileg lässig erteilt - der Säkularisation sei Dank. Weg mit der Kirchensteuer aus '34.»

Genau so geht's …!
Kirchensteuer weg … Corona tot.

zuerst einmal wünsche ich

zuerst einmal wünsche ich allen ein schönes und wer mag gesegnetes Pfingstfest.

Ich bin der Meinung - wie einige vorher auch schon : man braucht keine Kirche und keinen Gesang um an Gott oder wen auch immer zu glauben oder diesen zu Ehren . Entweder glaubt man oder man tut es nicht. Beten kann man zu Hause oder in der freien Natur, näher kann man einem Gott doch nicht sein - oder ??
Und die Nächstenliebe sollte doch dafür sorgen das die Mitmenschen nicht in Gefahr gebracht - sprich infiziert werden.
Aber da hat die Politik leider zu schnell nach gegeben , meine Meinung !!

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09:47 von Traumfahrer

Für mich heißt Christ sein, grundsätzlich die zehn Gebote ein zu halten, andere Menschen zu achten, respektieren und sie so zu akzeptieren, wie sie sind.
.
alle Achtung - als Ziel keine Frage !
aber ich kenne keinen Menschen der dazu in der Lage wäre
glücklicherweise
- sonst wäre er ja kein Mensch sondern Gott

Mit einer entsprechend dimensionierten

Siebblech-Bodenplatte, aus der ein vertikaler Luftstrom austritt der in einer Dunstabzugshaube mündet und einer nachgeschalteten UV-Behandlung ("es werde Licht", 1. Mose 1.1-2.4) der Abluft, dürften sich die Aerosole in Schach halten lassen. Einfach mal 'nen Verfahrenstechniker dran setzen statt Spreaderkoeffizienten "erklärende" ""Virologen"".

Ein bisschen Info über die katholische Kirche ...

1) Eine Sonntagspflicht besteht immer nur im Rahmen des eigenen Gewissens, man soll seine Gründe, nicht zu gehen, gründlich prüfen. Derzeit ist selbst das durch die Bischöfe ausgesetzt.
2) Man geht in eine katholische Kirche nicht um zu beten, sondern um Eucharistie zu feiern - das geht definitionsgemäß nur zusammen.
3) Singen und lautes Beten ist in einer Messe nicht erforderlich, allerdings haben die Kirchenmusiker in Deutschland inzwischen die Macht in der Kirche übernommen, so dass es ohne Singen vermeintlich nicht mehr geht, auf alles andere kann man wohl eher verzichten (inkl. der Eucharistie). Daher gehen Katholiken, die nicht gerne singen, insbesondere die meisten Jugendlichen, heute nicht mehr zur Kirche. Derzeit wird in sehr vielen katholischen Kirchen weltweit überhaupt nicht gesungen, richtig wohltuend.

10:51 von Gassi

Weg mit der Kirchensteuer aus '34.
.
wo liegt ihr Problem ?

im Gegensatz zur Einkommenssteuer oder MWSt kann man sich der Pflicht Kirchensteuer zu bezahlen leicht entziehen
einfach aufs Standesamt gehen und aus dem Club austreten

12:14 von Autograf

Derzeit wird in sehr vielen katholischen Kirchen weltweit überhaupt nicht gesungen, richtig wohltuend.
.
mal auf den Philippinen gewesen
oder geschaut wie in Afrika ne Messe abgeht
da ist das Singen das Wichtigste
und mit welcher Inbrunst das geschieht

Gottes Wort zu hören ist im Gottesdienst wichtig

Singen im Gottesdienst ist sicherlich eine schöne Sache.

Aber im Mittelpunkt des Gottesdienstes hat die Verkündigung des Wortes Gottes zu stehen.

Und wenn es die Situation gebietet muss eben auch einmal der Gesang im Gottesdienst zurückgefahren werden.

Die Gesundheit und das Leben der Menschen geht vor. Dies dürfte auch in Sinne der Kirche sein. Daher müssen diese Einschränkungen im Interesse aller hingenommen werden.

@11:01 von Traumfahrer

Ja ich bin ein anderer Typ !
Völlig okay. ;-)

Auch wenn ich die Gemeinschaft mag und suche, heißt es aber in einer solchen Zeit, jegliches Risiko für andere und mich zu reduzieren.

Ich plädiere ja, seitdem ich hier kommentiere (heute 4 Wochen :-) ), immer wieder dafür, dass in der derzeitigen Krise auch das Emotionale und Soziale nicht außer Acht gelassen wird. Es sollte sich aber unbedingt mit Vernunft einhergehen! Und da gilt es immer wieder abzuwägen. Also m.E. Gottesdienste abhalten, wenn möglich im Freien, aber Regeln beachten: Abstand. Kein Singen. Begrenzte Anzahl an Menschen. Vermutlich tun das die allermeisten, aber über die wird nicht gesprochen.

Jeder Mensch entwickelt sich im Laufe seines Lebens weiter und dies sollten etliche Katholiken auch mal tun.

Da gilt wohl das, was hier an anderer Stelle zu Freikirchen und religiösem Dogmatismus geschrieben wurde. Ob sich tatsächlich jeder Mensch weiterentwickelt, tja, vielleicht...

@11:06 von nelumbo @Kaneel

"Vielleicht ist es bei den Freikirchen weniger die mangelnde Einsicht, sondern die Tatsache, dass deren Kirchen bzw. Bethäuser beim Gottesdienst immer proppenvoll sind (nicht zum Gottesdienst erscheinen ist da keine Option), […] "

Dann muss man denen irgendwie eintrichtern, dass sie die Anzahl momentan aufteilen müssen. Das klappt in Schulen und in Betrieben doch auch. Die sollten eigentlich froh sein, dass sie überhaupt wieder zusammen kommen dürfen.

Reduzierte Form;-)

da sollte ja auch Mitsummen reichen für eine Übergangszeit. Ich bin ziemlich sicher, dass es die bekannten Kirchenlieder auch auf Tonträgern gibt, an dem sollte es nicht scheitern. So lange immer noch Kitas, Schulen, Straßencafes geschlossen sind sollte Kirchengesang nicht das Hauptproblem sein

12:07 von spax-plywood

«Mit einer entsprechend dimensionierten … Siebblech-Bodenplatte, aus der ein vertikaler Luftstrom austritt der in einer Dunstabzugshaube mündet und einer nachgeschalteten UV-Behandlung ("es werde Licht", 1. Mose 1.1-2.4) der Abluft, dürften sich die Aerosole in Schach halten lassen. Einfach mal 'nen Verfahrenstechniker dran setzen statt Spreaderkoeffizienten "erklärende" ""Virologen"".»

Und bis die Verfahrenstechniker + Baurbeiter so weit sind mit Siebblech + Luftstrom-Macher + Abzugshaube + UV-Lampen … ganz einfach Großes Schild vor der Kirche dran:

«Wegen Siebblech & Co. für die nächsten 3 bis 6 Monate geschlossen.»

Aber bestes Konjunkturprogramm für Abzugshaubenbauer + UV-Licht-Bestrahler. Und Verfahrenstechniker sind eh die besseren Virologen.

Und auch mehr medizinisch kundige Ärzte als richtige Ärzte …

11:13 von Kaneel

dass unser Staat auch Schulen mit kreationistischem Weltbild und Unterrichtsinhalt zulässt
.
na viele wird es ja nicht geben ....
paar Freikirchen vielleicht

Wie wollen wir Singen.......

Erst mal Frohe Pfingsten, aber entschuldigung gibt es zur Zeit nicht wirklich relevantare Diskurse die wir führen müßten, als wie diesen. Gastonomie und Einzelhandel weint sich in den Schlaf und steht vor dem Aus, unseren Kindern fehlt über ein 1/4 des Schuljahres was es nun gilt so schnell wieder aufzuholen um den Anschluß an das/die nächste/n Schuljahr/e zu bekommen. Ob und wie wir in der Kirche singen ist wirklich zur Zeit unwichtig......

12:30 von Kaneel

Die sollten eigentlich froh sein, dass sie überhaupt wieder zusammen kommen dürfen.
.
sollte man meinen !
aber so scheint der Mensch zu ticken

anderes Beispiel !!
schauen sie sich das Waffenrecht hierzulande an - ne Flinte braucht ja eigentlich keiner
trotzdem gestattet man es mit der Auflage diese getrennt aufzubewahren/wegzuschließen
selbst das ist bei dieser Klientel zu viel verlangt !

12:44 von Zwiespalt

Ob und wie wir in der Kirche singen ist wirklich zur Zeit unwichtig......
.
man sollte eben nicht von sich auf andere schließen
manchen scheint es offensichtlich wichtig zu sein
wegen 60 .... 70 Jahren irdische Daseins die Unsterblichkeit nicht zu verlieren
:-)

Berlin

Nicht nur Schleswig-Holstein, auch Berlin verbietet seit gestern Chor- und Gemeindegesang! Leider unverständlicherweise auch bei Gottesdiensten unter freiem Himmel.

@12:49 von Sisyphos3

Äh, also ich bin ja schon leicht vom Thema abgerückt, aber das, was Sie schreiben, ist nun völlig dran vorbei, darauf gehe ich evtl. bei passender Gelegenheit ein.

Verabschiede mich für heute Nachmittag und wünsche allen Mitkommentierenden und dem Moderationsteam trotz Arbeit schöne Pfingsten!

Ausübung der Religion ist ein Grundrecht, ABER

... es ist mittlerweile bekannt, dass gerade in geschlossenen Räumen Sprechen und Singen genauso infektiös ist wie das Husten oder Niesen (siehe Aerosole).

In Zeiten der Pest sind die Menschen auch weiter in die Gotteshäuser gelaufen, um Beistand zu erbeten und haben sich dadurch angesteckt.

Ich bin mir sicher, dass Gott/ Jesus derzeit Verständnis hat, wenn man die Eucharistiefeiern zu seinen Ehren aussetzt.

Meine Eltern schauen jeden Sonntag die Messe im TV, ist natürlich nicht dasselbe, aber ein adäquater Ersatz.

Singen -

und zwar aus vollem Hals -

ist insofern ein sehr wichtiger Akt, als er den Druck von der Seele pustet.
Deshalb ist Gottesdienst auch ein therapeutisches Geschehen.

Christen sollten wissen, was Nächstenliebe ist und darum auf keinen Fall in einem geschlossenen Raum gemeinsam singen.

Wahrscheinlich ist das sogar im Freien gefährlich. Da weiß ich aber im Moment nicht genau, was die Virologen dazu rausgefunden haben.

Meine Empfehlung - und das praktiziere ich ebenfalls des öfteren:
in den Wald oder auf die Felder gehen und da Lieder schmettern.
Oder auf dem Fahrrad.
Danach fühlt man sich besser.

Zur Zeit, wenn ich abends meine Spazierrunden drehe, sehe ich viele Jugendliche draußen, die tatsächlich - singen.
Keine Kirchenlieder, klar. Aber sie tun instinktiv das Richtige.

13:15 von Kaneel

fassen wir es einfach unter dem Oberbegriff zusammen "Zugeständnisse nicht wertschätzen sondern ausnützen "
oder volkstümlich
wem man den kleinen Finger gibt ... der nimmt die ganze Hand

@Traumfahrer, 09:47

"Und warum müssen denn jetzt überhaupt Gottesdienste veranstaltet werden???
Wenn jemand an den lieben Gott glaubt und zu ihm beten möchte, kann er/sie dies genauso von zu Hause aus, oder an einem anderen Ort im Grünen."

So kann nur ein Protestant fragen.

Die Frage müssen Sie nach dieser Logik aber dann schon ausweiten: Statt jetzt, warum müssen denn überhaupt je Gottesdienste veranstaltet werden?

Singen in "reduzierter Form".

Ich bilde mir ein, dass ich schon immer so singe, dass ich zumindest nicht mehr "Tröpfchen" ausstoße als beim normalen Sprechen. Also fast gar keine.

Das ist auch schon in Nicht-Corona-Zeiten ein Akt der Höflichkeit und des Anstands!

Wenn ich davon ausgehe, dass die Mehrheit so verfährt (was ich glaube), lässt das zwei Folgeschlüsse zu:

Entweder, wir können singen wie immer.

Oder, es wird uns bald auch noch das Sprechen verboten (oder wir sprechen in "reduzierter Form").

@deutlich 12:34

"So lange immer noch Kitas, Schulen, Straßencafes geschlossen sind sollte Kirchengesang nicht das Hauptproblem sein."

Das ist entwder deutlich zu kurz gedacht, wie der Corona-Ausbruch in Frankfurt zeigt, oder aber an der Realität vorbei.

@rossundreiter 13:36

"Wenn ich davon ausgehe, dass die Mehrheit so verfährt (was ich glaube), lässt das zwei Folgeschlüsse zu:

Entweder, wir können singen wie immer.

Oder, es wird uns bald auch noch das Sprechen verboten (oder wir sprechen in "reduzierter Form")."

Es gibt noch einen dritten Schluss: rossundreiter hat das Prinzip 'Aerosole' noch nicht verstanden.
Und das scheint mir hier der zutreffende Schluss zu sein.

@rossundreiter 13:36, Ergänzung

Damit ich nicht nur rummeckere, sondern konstruktiv tätig bin:

Aerosole sind nicht einfach nur kleinere Tröpfchen. Sie haben aufgrund der Tatsache der geringeren Größe auch ganz andere Eigenschaften.

Und das führt in der Tat dazu, dass uns in bestimmten Situationen auch das Sprechen "in reduzierter Form" (=MNS) verordnet wird.

@Singen in "reduzierter Form". 13:36 von rossundreiter

"Ich bilde mir ein,..."
Das ist wohl noch der realste Teil ihres Kommentars.
Allerdings wissenschaftlich nicht haltbar.

Genauso sieht es mit ihrer rhetorischen Simplifizierung am Ende aus,
obwohl ich mich mit 'reduziertem Kommentieren' von Leuten
mit 'Wissenschaftsabneigung' durchaus anfreunden könnte.

Das war jetzt dem Anstand gemäss meine reduzierte Höflichkeit. ;-)

@Sausevind 13:20

"Wahrscheinlich ist das sogar im Freien gefährlich. Da weiß ich aber im Moment nicht genau, was die Virologen dazu rausgefunden haben."

Dass es bei Einhaltung der Abstände nicht gefährlich ist.
Zumindest habe ich alle jüngeren Äußerungen von Herrn Drosten so verstanden, dass man im Freien auf einer sehr sicheren Seite ist, weil dort die Aerosole und damit auch die Viren (und die Tröpfchen ja sowieso) schnell genug verdünnt werden.

@drbeyer, 14:00

Sie werfen mir vor, ich hätte etwas nicht verstanden, und stimmen mir drei Minuten später im nächsten Post zu?

Muss ich das verstehen?

Nebenbei, Aerosole werden auch beim Atmen ausgestoßen. Nur noch reduziertes Atmen?

Nun sagen Sie, "mit Maske nicht". Richtig, aber warum dann nicht Singen mit Maske?

MUSS man denn derzeit unbedingt Singen??

Ich meine: Nein. Wir müssen wegen des Corona-Virus vieles sein lassen. Aufs Singen zu verzichten, erscheint mir noch das Harmloseste.
Wenn wir nicht wollen, dass die Lockerungen zu einer 2. Welle an Infektionen führen, sollten wir vieles auch weiterhin sein lassen.
Gestern sah ich z. B. in einem Park viele Menschen, die in Gruppen, teils ziemlich nah, sich unterhielten. Die Kinder spielten an den Geräten. Sollte ein Infizierter unter diesen Menschen gewesen sein, würde ich mit weiteren -vermeidbaren- Infektionen rechnen.
Nicht allen Menschen ist bewußt, dass das Virus sich nicht nach uns richtet.
Ich gehe davon aus, dass dieses Virus noch sehr viele Menschen schädigen wird.

DrBeyer 13.55

da haben Sie mich falsch verstanden oder ich hab mich undeutlich ausgedrückt. Ich hab den Corona-Ausbruch in F mitgekriegt, aber mir ging es um die Präferenzen. Und da ist für mich klar, dass Schulen und Kitas vor Kirchengesängen stehen.

Am 31. Mai 2020 um 14:04 von DrBeyer @Sausevind 13:20

>> "Wahrscheinlich ist das sogar im Freien gefährlich. Da weiß ich aber im Moment nicht genau, was die Virologen dazu rausgefunden haben."

Dass es bei Einhaltung der Abstände nicht gefährlich ist.
Zumindest habe ich alle jüngeren Äußerungen von Herrn Drosten so verstanden, dass man im Freien auf einer sehr sicheren Seite ist, weil dort die Aerosole und damit auch die Viren (und die Tröpfchen ja sowieso) schnell genug verdünnt werden.<<

Aus den Podcasts von Prof. Drosten habe ich das auch so verstanden. Und es ergibt ja auch einen Sinn. Die Luftumverteilung (Luftumwälzung) ist nun mal in geschlossen Räumen eher schwach bis stehend. In belüfteten Räumen (geöffnetes Fester oder Tür) etwas besser. Aber in der freien Natur ist es ganz anders. Somit ist es nachvollziehbar, das die Tröpfchen schneller verteilt und verdünnt (Sonne, Wärme) werden.

14:04 von DrBeyer

@Sausevind 13:20

.-.-.-.

Danke!

Ich höre die Podcasts von Drosten normalerweise regelmäßig, aber in den letzten Wochen war ich verhindert.

Dann wäre den Kirchen ja doppelt zu empfehlen, den Gottesdienst draußen auf großen Flächen abzuhalten - wenn man da - mit entsprechendem Abstand - auch gefahrlos lauthals singen kann.

@sisyphos, 12:55

"(…) wegen 60... 70 Jahren irdische Daseins die Unsterblichkeit nicht zu verlieren :-) (…)."

Manchmal sind Ihre Kommentare sogar relativ tiefgründig, was die Seichtigkeit der meisten Ihrer Kommentare erst recht zum Rätsel werden lässt...

Kommt da das Motto vom blinden Huhn zur Anwendung?

13:36 von rossundreiter

«Oder, es wird uns bald auch noch das Sprechen verboten (oder wir sprechen in "reduzierter Form").»

Wenn Ihnen wer das Sprechen verbietet. Was niemand tun wird …

Können Sie aber rein prophylaktisch stets Ihr Smartphone mit sich führen. Gesagt zu wollen Habendes eintippen - und dem Gesprächspartner unter die bemaskete Nase halten. Ist für das Schwätzchen zwischendurch.

Für mehr ausführliche Konversation machen Sie sich in Vorbereitung so'ne Art Daumenkino in buch-groß-und-dick. Können Sie all das drin niederschreiben, was Sie schon immer sprechen wollten … sich aber nicht trauten, zu sagen … oder was Finstere Mächte Ihnen verboten, zu äußern.

Die 1. Seite des Kinos muss natürlich sein:

«Wegen Corona hat man mir das Sprechen verboten.
Wer das war … weiß ich nicht … aber es war ein Mieser der Peter.»

Verordnungen befolgen: Berliner Dom? Singen nur im GD verboten?

Gemäß Verordnung des Senats von Berlin gilt seit 30. Mai in Gottesdiensten (drinnen und draußen): "Das Chorsingen, der Gemeindegesang und das Spielen von Blasinstrumenten sind untersagt."
Habe gerade (den sehr schönen) Pfingstgottesdienst im Berliner Dom (online) gesehen: mit Chorgesang + Bläser! Gilt für den Dom eine Ausnahmegenehmigung, wenn ja warum? Unabhängig von Sinn bzw. Notwendigkeit der Verbote, sollten diese doch für alle Gemeinden gleichermaßen gelten?
Laut Verordnung ist übrigens gemeinschaftliches Singen NUR in "§ 4a Religiös-kultische Veranstaltungen" untersagt. D.h. überspitzt Volkslieder gemeinsam im Bierzelt singen (mit 1,5 m Abstand) ist erlaubt. Gesang ist also nur im Rahmen eines Gottesdienstes gefährlich? Vermutlich ein kleiner aber gravierender Verordnungsfehler...

@deutlich 14:37

Und da wären wir dann bei den Realitäten: Die Gottesdienste sind nun einmal unter Auflagen gestattet. Da bringt es mMn nicht viel, über Prioritäten nachzudenken oder Gottesdienste gegen Schulbetrieb auszuspielen, sondern man muss sich Gedanken über die Auflagen machen und diese immer den neuesten Erkenntnissen sowie dem aktuellen Ausbruchsgeschehen anpassen.

Und insofern finde ich diesen Artikel als Teil der Beschäftigung mit den nötigen Auflagen recht sinnvoll.

Und wenn schon Prioritäten: Während man sich über die Auflagen für Gottesdienste Gedanken macht, kann man gleichzeitig auch Studien in Auftrag geben, die die Beteiligung von Kindern an der Epidmie genauer untersuchen, was für einen Regelschulbetrieb ja wichtig ist.

@rossundreiter 14:25

"Sie werfen mir vor, ich hätte etwas nicht verstanden, und stimmen mir drei Minuten später im nächsten Post zu?

Muss ich das verstehen?"

Sie haben recht, ich hätte das etwas strukturierter angehen können.

Sie haben mit Ihrer zweiten Schlussfolgerung einen mehr oder weniger richtigen Schluss aus einer falschen Voraussetzung gezogen. Mit 'falsche Voraussetzung' meine ich:

"Ich bilde mir ein, dass ich schon immer so singe, dass ich zumindest nicht mehr "Tröpfchen" ausstoße als beim normalen Sprechen. Also fast gar keine."

Sie mögen vielleicht zwar "fast keine" Tröpfchen ausstoßen (wobei ich auch das bezweifeln würde, schließlich geht es um Tröpfchen, die man gar nicht unbedingt sieht), dafür aber jede Menge an Aerosolen.

"Mehr oder weniger richtiger Schluss" deswegen, weil auch ein MNS nur bedingt die Aerosol-Last mindert. Deswegen ist in geschlossenen Räumen ein offenes Fenster sogar ähnlich wichtig wie ein MNS.

Was und wie singe ich?

Nun, wer einmal den Gregorianischen Choral kennenlernen durfte, weiß, daß diese Form des Singens, die urkatholischste Form übrigens (!), eine Atemtechnik braucht, die die langen Melismen durchhalten läßt. Da strömt weniger Luft pro Minute durch den Stimmapparat als beim Sprechen. Zudem hat er nie im fortissimo zu erfolgen, sondern so, daß man ihn gerade so versteht (Pius X, tra le sollicitudine).
Und daher ist es nicht gleichgültig welche Form der Heiligen Messe man wählt. Da ist die Tridentinische Messe den anderen Gottesdienstformen haushoch überlegen. Oder warum sind in den Seminarien der Pius- und Petrusbrüder weltweit keine internen Ansteckungen erfolgt?
Also zurück zur Tradition und alles kann nur besser werden! Charismatismus war schon immer traditionstreuen Katholiken ein Dorn im Auge. Leider findet sich dieser allüberall!

@berlinchen1961 15:07

Sind Sie sicher, dass der Gottesdienst wirklich live und nicht aus einem vorigen Jahr war? Insbesondere der Chorgesang verwundert doch sehr stark, zumal es doch erst bei einer Dom-Chorprobe zu einem Multispread-Ereignis gekommen ist.

Ebenso verwunderlich ist dagegen das Verbot der Blasinstrumente in der Berliner Verordnung, da mittlerweile herausgefunden wurde, welche Gefahr von Blasinstrumenten ausgeht: keine, da der Luftstrom sehr gering ist.

@ 13:36 von rossundreiter

„ Ich bilde mir ein, dass ich schon immer so singe, dass ich zumindest nicht mehr "Tröpfchen" ausstoße als beim normalen Sprechen. Also fast gar keine.“

Die Schwierigkeit mit Aerosolen und Wahrnehmung ist so eine Sache, die Sichtbarkeit ist in der Regel nicht gegeben und auch ansonsten die Wahrnehmung eher nicht möglich.

@schabernack und drbeyer

"Wenn Ihnen wer das Sprechen verbietet. Was niemand tun wird"

Sprechen geht, singen nicht?

Gotthilf-Fischer-Almanach, Seite 24: Singen ist Sprechen in verschiedenen Tonhöhen.

Welche Töne sind denn besonders aerosolbelastet?

Ist das eingestrichene F gefährlicher als das tiefe D?

Vielleicht mehr als Frage für die Musikwissenschaftler. Aber bitte nicht alle drei Stunden die Meinung ändern wie die "Viro-Guys", sonst fällt die Vorbereitung für den Organisten doch etwas schwer.

Ein Gebot vom Staat nicht von der Kirche

Ich kann mir vorstellen, wie reduziert ein Gottesdienst ohne Singen sein muss.

In der Zeit des Lock down war es möglich gar keinen Gottesdienst zu besuchen, von Singen gar nicht zu reden - ausser viell. daheim.

Nun geht doch schonmal das eine, aber da wir doch nun wissen, dass es speziell das laute Singen ist, welches so gefährlich ist, erwarte ich von der Kirche entsprechende Gebote und Umorganisation zB statt Gesang Musik ohne Gesang oder einen Sänger ohne Beteiligung der Gläubigen, ja oder Open Air Gottedsienste MIT Singen und Abstand.

war 10 Uhr live

War der 10 Uhr Pfingstgottesdienst im Dom. Live auf Facebook und der Dom-Webseite. Auf Facebook hat der Dom auch Fotos: https://www.facebook.com/BerlinerDom/posts/3091629414232264
Dort steht auch: Stephan Rudolph (Trompete), The English Choir Berlin (Leitung: Kathleen Bird). Der Chor bestand aus 8 SängerInnen + Chorleiterin.

Singen im Gottesdienst

Wir waren neulich im Godi, schön auf Abstand deshalb durften die Masken runter. Am Schluss wurde gesungen. Die Sängerin hinter uns schmetterte aus voller Kehle (wahrscheinlich aufgrund der Freude mal wieder singen zu dürfen), so dass es uns fast vom Stuhl gepustet hätte. Glücklicherweise war sie wohl Virusfrei denn bis heute 10 Tage später ist nix passiert.

15:42 @rossundreiter

@frosthorn
hat es oben schon erläutert,
die Atemtechnik beim Singen ist ein andere - tiefer einatmen und je nach Rhythmus
lang gleichmäßig
oder kurz und kräftig mit dem Ton, den Tönen ausatmen .

Also mal ein kräftiges Halleluja vor dem Spiegel schmettern.

Bei Nahaufnahmen von Opernsänger kann man teils auch "feuchte"
Töne sehen.

@rossundreiter 15:42

"Sprechen geht, singen nicht?

Gotthilf-Fischer-Almanach, Seite 24: Singen ist Sprechen in verschiedenen Tonhöhen.
[...]
Vielleicht mehr als Frage für die Musikwissenschaftler. Aber bitte nicht alle drei Stunden die Meinung ändern wie die "Viro-Guys", sonst fällt die Vorbereitung für den Organisten doch etwas schwer."

Ihr Beitrag war ein willkommener Anlass, mir die aktuelle Studie noch einmal anzusehen.
Im Ergebnis kann man sagen, dass Gemeindegesang kein Problem darstellen sollte.
Wer es genauer wissen möchte: Auf den Seiten 16-21 beschäftigt sich die Wissenschaft mit dem Gesang.
"https://orchesterland.wordpress.com/2020/05/20/aktuelles-update-stand-19-5-20-musizieren-und-singen-unter-covid19-bedingungen/"

@berlinchen1961 15:07

Nachdem ich mir die von mir verlinkte Studie noch einmal angesehen habe, habe ich eine neue Frage, was den Chorgesang des Pfingstgottesdienstes angeht: In welchem Abstand standen denn die einzelnen Chorsänger?

Falls sie nämlich in einem 2m-Abstand zueinander gestanden hätten, wäre es möglicherweise nicht der Berliner Verordnung entsprechend, sehr wohl aber dem Stand der Wissenschaft entsprechend gewesen.

@Mainstreamhacker

Vom Singen wird man nicht vom Stuhl gepustet weil sich die Luftteilchen in Ausbreitungsrichtung der Welle vor und zurück bewegen und im Mittel da bleiben wo sie sind. Was in gewissem Maße wohl auch für Aerosole gilt. Von denen man aber scheinbar behaupten kann was man will.

@leipzigerin, 15:56

Wer meint, in der Kirchenbank intonieren und spucken zu müssen wie ein Opernsolist auf der Bühne der Mailänder Scala, gehört grundsätzlich wegen Rücksichtslosigkeit gegen die Gemeinde vor die Tür bugsiert. Schon zu normalen Zeiten.

Wie gesagt, die Mehrheit ist das aber zum Glück nicht.

Für die ist Singen tonvariables Sprechen und deshalb ungefährlich.

Eine Studie und der Beweis,

Eine Studie und der Beweis, dass die Aerosole offenbar stundenlang in der Luft bleiben ist doch Beleg genug, dass gemeinsames Singen in geschlossenen Räumen gemieden werden sollte.
Auch die Annahme, dass diese infektiösen Partikel nach 1,5 m zu Boden fallen, ist falsch.
Zumal ich mir sowieso nichts hinderlicher vorstellen kann als ein Gesang mit Mundschutz, wird es für die Gehörgänge auch nur eine dumpfe Geräuschkulisse sein... alles andere als ein angenehmer Klang.
Also dann doch bitte verzichten. Ein leises Mitsummen muss reichen.

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