Ihre Meinung zu: Viele Neuanstellungen sind befristet

27. Mai 2020 - 12:05 Uhr

Vier von zehn Neueinstellungen sind in Deutschland befristet. Die Linke spricht von einer "arbeitsmarktpolitischen Zeitbombe" und verlangt, dass sachgrundlose Befristungen verboten werden.

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Kommentare

Das ist aber

weder Neu noch unbekannt.
Ich hab ab 2000 für Stadt gearbeitet, bis auf die meisten Mitarbeiter im Rathaus, haben alle anderen befristet gearbeitet.
Weil das meiste ausgelagert wurde, an Fremdfirmen, alle 2-3 Jahre neue Ausschreibungen, jedes mal neuen Vertrag mit neuem Lohn und Urlaub, immer unterschiedlich, Betriebszugehörigkeit kann damit auch nicht aufgebaut werden.
Also Abfindungen fallen auch gleich mit weg, bis zur Rente hab ich auf dieser Basis gearbeitet.
Und das Jahr 2000 ist schon etwas länger her, würde ich meinen ;-), die Zeitbombe ist schon beim Renteneintritt geplatzt.

Tolle neue Erkenntnisse von der Linken.

Die Linke vertritt Arbeitnehmer

Und dafür wähle ich sie. Die Aushöhlung der Arbeitnehmerrechte durch das rechte Schröderregime ist bis heute nicht adäquat korrigiert worden. Gut, dass sich wenigstens die Linke darum kümmert!

wer nichts richtiges zu bieten hat...

muss nehmen was er kriegt - alle anderen haben noch nie Probleme gehabt

Schnellmerker

Ich kann mich gar nicht mehr an die Zeit erinnern, wo unbefristete Anstellungen in der IT Branche der Normalfall waren.

Schön, dass die Politik das jetzt auch endlich zur Kenntnis nimmt. 10 Jahre schneller wäre noch besser gewesen.

doppelte Falle, doppelter Vorteil

Arbeitnehmer mit befristeten Beschäftigungsverhältnissen haben quasi keinen Kündigungsschutz. Der Vertrag läuft einfach aus, basta. Das Instrument der Befristung ist auch eines, dass nur dem Arbeitgeber einen einseitigen Vorteil verschafft (welcher AN würde denn einen befristeten Vertrag schließen, wenn er die Wahl hätte?). Für den AN entsteht kein Nutzen, er muss im Gegenteil damit rechnen, bei jeder Bewerbung nach hinten einsortiert zu werden, hat er doch in seinem Zeugnis keine langfristige Beschäftigung bei ein und demselben Arbeitgeber vorzuweisen.

Zudem sind AN mit befristeten Verträgen für Firmen erheblich leichter unter Druck zu setzen und auszubeuten als Festangestellte. Während sich letztere juristisch gegen eine Kündigung wehren können, haben erstere diese Möglichkeit nicht. Ich habe oft erlebt, dass "Fristler" sich nicht mal an Tarifstreiks beteiligen.
Und ein AN, dem man mit der "Aussicht" auf Feststellung vor der Nase herumwedeln kann, wird jede Schikane mitmachen.

@wenigfahrer, 13:13

Tolle neue Erkenntnisse von der Linken.

Die Erkenntnis ist auch für die Linken nicht neu. Das haben die auch nicht behauptet.
Sollen die etwa nicht auf den Missstand hinweisen, nur weil er schon länger bekannt ist?

@27. Mai 2020 um 13:13 von wenigfahrer

Ich halte es wieder einmal für den letzten Nonsens, den Sie da immer wieder von sich geben.
Auf der einen Seite zählen Sie die Undinge auf, die Arbeitnehmern durch solche Knebelverträge aufgezwungen werden. Auf der anderen Seite äußern Sie sich herablassend über die Linke, dass diese das bereits seit Jahren kritisiert. Das diese negativen Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt nichts neues sind und sich gesellschaftszersetzend auswirken, sind erst recht ein Grund für die Linke dies in dieser Form laut und seit Jahren zu kritisieren. Mit neuen Erkenntnissen hat das nichts tun, es sei denn es ist was neues für Sie.

@qpqr27, 13:22

wer nichts richtiges zu bieten hat...
muss nehmen was er kriegt - alle anderen haben noch nie Probleme gehabt

Mit Verlaub, was für ein Unfug. So gut wie alle befristeten Stellen werden auch als solche ausgeschrieben. Heißt das, dass die Arbeitgeber von vornherein damit rechnen, dass sich nur Pfeifen bewerben?

Und zur Erweiterung Ihres Horizonts: gehen Sie mal zu einer Fachberatung, z.B. bei der Arbeitsagentur, für Hochqualifizierte. Lassen Sie sich darüber informieren, welche Drehtüren da in Betrieb sind. Die haben so gut wie alle ihre Kandidaten alle Jahre wieder als Kunden.

Viele Neuanstellungen sind befristet....

Und nach dem Inhalt des Artikels auch in der Autoindustrie.Jene Branche die Staatshilfen bekommt,die noch mehr bekommen soll(Weil,Hans).Und die hohe Gewinnrücklagen hat,Dividenden an die Anteilseigner auszahlt.

Also von wegen,wenn es dem Unternehmen gut geht,dann auch den.....

Diesen Ansatz verstehe ich als Unternehmer bzw. Arbeitgeber

nicht!
Zeitarbeit wurde bereits vor Jahren weitgehend eingeschränkt.
Werkvertrage (nicht wie in der Fleisch bzw. Landwirtschaft) wird bzw. soll ebenfalls eingeschränkt werden.
Nun sollen alle sachgrundlosen Befristungen eingeschränkt bzw. abgeschafft werden.

Hieraus stellt sich nun für mich/uns wie soll ich einen neuen Arbeitsplatz einrichten? Häufig ist es doch so, dass man in einem neuen Bereich was versucht, ohne die Gewißheit zu haben ob dies rentabel ist. Somit muss im Vorfeld klar definiert sein, dass dies dann wieder problemlos geschlossen wird kann. Dazu ist mind. die Befristung notwendig.
Andererseits wird ein weiteres "Wachstum" überwiegend in der Automatisierung stattfinden, denn eine Maschine wird geleased und kann dann zurückgegeben werden.

Das ist wie vor 3 Jahren mit der Zeitarbeit, wir haben alle abgeschafft und durch Auslagerung an 3te ersetzt. Weiterhin habe habe eher die eine oder andere Mögliche liegen gelassen um mir nichts unnötiges ans Bein zu binden.

Arbeitgeberspinnerei

Die Sachgrundlose Befristung gehört verboten.Allzuoft widerspricht es auch dem Tarifvertrag.Ich kenne keinen Tarifvertrag der so etwas zulässt.Und wer glaubt dass man Arbeitnehmerinteressen nicht mehr verteidigen und ausbauen muss liegt total daneben.Es gibt noch viel zu tun für die SPD.Die CDU steht ja eher für den Abbau der Arbeitnehmerrechte.

Für Hartschädel

"wer nichts richtiges zu bieten hat...
muss nehmen was er kriegt - alle anderen haben noch nie Probleme gehabt" @qpqr27
.
Wer den Schaden hat, braucht für Spott nicht zu sorgen! Nachdem unsere Politik das Prinzip Zitrone verinnerlicht hat (ausquetschen und wegwerfen), nehmen die psychischen und physischen Erkrankungen zu. Aber macht ja nix: die Gewinne aus diesem Ausbeutungsprinzip landen in Privattaschen, die Kosten dafür trägt die Allgemeinheit.
.
Das Prinzip Trump ist auf dem Vormarsch! Beschimpfen statt helfen, so wird man Milliardär, obwohl man eine 2-Milliarden-Pleite verzapft hat.

Gerade in der aktuellen Situation ist für uns gerade

die Befristung ein gutes Instrument gewesen um schnell die Kosten anpassen zu können.
Natürlich ist es für die Mitarbeiter schlecht, allerdings können wir als Unternehmen nur in einem gewissen Umfang eine Unterbeschäftigung tragen.
Für die Stammbelegschaft ist zweifelsohne die Kurzarbeit das Mittel der Wahl um unbedingt eine Kündigung zu vermeiden.
Da diese Krise nichts mit 2008/09 zu tun hat müssen wir Kapazitäten abbauen und dies geht unkompliziert über das Auslaufen der Verträge.

Dies ist auch einer der Gründe, warum wir KEINE Staatshilfe benötigen.

Am 27. Mai 2020 um 13:27 von frosthorn

Natürlich kann man auch auf etwas hinweisen, was jeder weiß und unter dem Millionen leiden.
Nur damit man wieder mal in der Zeitung oder anderen Medien steht ?.
Nur was bringt das ?, und welchen Nutzen haben die Arbeitnehmer die das betrifft.
Früher hatten die Arbeitnehmer einen festen Platz bei der Stadt zu Beispiel, mit Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld, und so weiter.
Alles eingespart, deswegen wird die Linke auch nicht mehr gewählt, die haben sicher gute Ideen.
Aber nur zu 50 Prozent, die andern 50 sind eher weniger gut, deshalb kommen sie auch nicht an die Töpfe.

Das sind alte Kamellen die im Prinzip nichts bringen werden, jeder weiß das es so ist.

Am 27. Mai 2020 um 13:22 von qpqr27

Zitat: wer nichts richtiges zu bieten hat... muss nehmen was er kriegt - alle anderen haben noch nie Probleme gehabt

Ja ne, is klar:

40 % aller Neueingestellten haben nichts zu bieten, im Kraftfahrzeugbau 62,5 Prozent, im Kunst- und Unterhaltungsbereich 63,9 Prozent) und im Bereich Erziehung und Unterricht 66,1 Prozent.

Am 27. Mai 2020 um 13:33 von Gutmenschenspee...

" Ich halte es wieder einmal für den letzten Nonsens, den Sie da immer wieder von sich geben. "

Was Sie für Nonsens halten, ist täglich Praxis, und von mir belegbar beschrieben, aber Sie scheinen davon weder betroffen noch gewusst zu haben.
Sonst würden Sie es nicht als Nonsens betrachten.
Neu scheint es nur für Sie zu sein.

Am 27. Mai 2020 um 13:36 von DeHahn

Zitat: Aber macht ja nix: die Gewinne aus diesem Ausbeutungsprinzip landen in Privattaschen, die Kosten dafür trägt die Allgemeinheit.

Die Gewinne, die ich mache, landen tatsächlich in meiner Tasche.

Das Risiko und die Kosten trage ich aber auch privat

Zur Zeit lebe ich von meinen eigentlich als Altersversorgung vorgesehenen Rücklagen. Anspruch auf Untertstützung habe ich nicht, weil meine Einnahmen gerade so die Betriebskosten (einschließlich des Gehalts meiner Angestellten) decken.

@ Gutmenschenspee...

Die Linke vertritt Arbeitnehmer. Und dafür wähle ich sie.

Andere Parteien tun das auch und ich wähle eine andere Partei.

wie kann man abhilfe schaffen ?

ich suche mir ne Werkstatt wo sauber preisgünstig und schnell gearbeitet wird
egal ob es ein Flaschner, Gipser, Fliesenleger oder Autowerkstatt ist
was macht der Firmeninhaber damit er mich als Kunde behält .... ?
wenn er eben keine Mitarbeiter hat die diesen Kriterien entsprechen
was kann er tun - Konkurs anmelden ?

Zu kurz gedacht

Natürlich wäre es schön, wenn die Firmen ihre Arbeitnehmer ausschließlich unbefristet einstellen würden.

Allerdings muss man sich aus Sicht des Arbeitgebers vor dem Hintergrund unseres KSchG sehr genau überlegen, ob das sinnvoll ist. Leider ist der AG nicht frei, seine AN nach Leistung auszuwählen bzw. demjenigen, der weniger leistet, zu kündigen.

Da kann die Abwägung auch schon mal damit enden, dass gar keiner eingestellt wird, da die Gefahr zu groß ist, einen AN zu bekommen, den man nicht wieder kündigen kann. Insofern sind die Befristungen, die auch zur Zeit nur eingeschränkt möglich sind, durchaus eine Möglichkeit.

Das hat mit Ausbeutung nichts zu tun. Es ist nicht immer alles schwarz oder weiß. Nicht alle AG sind geldgierige Sklaventreiber und nicht jeder AN wird ausgebeutet und arbeitet bis zur Selbstaufgabe.

Am 27. Mai 2020 um 13:35 von Reginald

>>Und wer glaubt dass man Arbeitnehmerinteressen nicht mehr verteidigen und ausbauen muss liegt total daneben.Es gibt noch viel zu tun für die SPD.Die CDU steht ja eher für den Abbau der Arbeitnehmerrechte.<<

Warum dulden denn die "grossen" Gewerkschaften (SPD) die Werkverträge in "ihren" eigenen Unternehmen, z.B. der Automobilundustrie ? Dort wird an einigen Arbeitsplätzen für gleiche Arbeit unterschiedlich bezahlt.

Auch Befristungen mit Sachgrund werden ausgenutzt

Es ist leicht immer wieder einen Sachgrund zu finden (meist einfach eine andere Finanzquelle). Im wissenschaftsbereich ist das üblich. Da wird die gleiche Tätigkeit etwas anders beschrieben und schon kann weiter befristet werden. Feste Anstellungen sollten nach Bedarf an Daueraufgaben vergeben werden und diese dürfen nicht über befristet angestellte auf Dauer geleistet werden. Wenn das effektiv verboten würde, müsste die Politik handeln und Dauerstellen an Unis und anderen wissenschaftlichen Einrichtungen um mindestens 50% hochgesetzt werden.

unternehmerisches Risiko

Der Unternehmer, der einen Betrieb führt bzw. leitet hat Chancen auf gute Gewinne und Risiken, die bis zur Aufgabe des Unternehmens führen können. Dieses sog. unternehmerische Risiko wird u.a. mit befristeten Arbeitsverträgen auf die Arbeitnehmer (die am möglichen Gewinn des Unternehmens in der Regel nicht beteiligt werden) auf viele Arbeitnehmer abgewälzt. Das kann nicht richtig sein und gehört deshalb politisch geregelt.

@ sfrings75

Ich kann mich gar nicht mehr an die Zeit erinnern, wo unbefristete Anstellungen in der IT Branche der Normalfall waren.

Kann noch nicht so lange her sein. Mein Sohn war von zwei Jahren mit dem Informatik Studium fertig und hat eine unbefristete Stelle bei einer Firma angetreten. Es gab mehrere Bewerbungen. Also mehrere Firmen haben sich um jeden Absolventen beworben.

@ Sisyphos3

wie kann man abhilfe schaffen ? ich suche mir ne Werkstatt wo sauber preisgünstig und ...

Warum wollen Sie Handwerksbetriebe bevormunden?

Befristet

Ich bin Selbständig und hab zwei befristet beschäftigte Angestellte. Ich weiß nicht, was die Zukunft bringt und will mich nicht belasten. Das kann man doch verstehen.

Offene Frage (an alle)

"Die Linke spricht von einer "arbeitsmarktpolitischen Zeitbombe" und verlangt, dass sachgrundlose Befristungen verboten werden"

Apropos "sachgrundlos":

Wer hat etwas davon, wenn ein Unternehmer, der um seine Unternehmensziele (welcher Art auch immer) zu erreichen auf die Unterstützung anderer (gemeinhin "Arbeitnehmer" genannt) angewiesen ist, sich bei seinem Handeln, vom "Prinzip Hoffnung" leiten lässt (da sich die Zukunft allen noch so sorgfältigen Plänen zum Trotz nun mal von niemandem voraussehen lässt), seine Arbeitnehmer also unbefristet einstellt - und sich dann hinterher herausstellt, dass sein Optimismus leider unbegründet war und die wirtschaftlichen Entwicklungen bzw. die raue Wirklichkeit dazu geführt haben, dass die Geschäfte einbrechen und er aufgrund der dadurch ausbleibenden Geldeinnahmen seine gegenüber den "Festangestellten" eingegangenen finanziellen Verpflichtungen nicht mehr erfüllen kann - und sich deshalb gezwungen sieht, Inzolvenz anzumelden bzw. "pleite geht"?

ich habe viele Jahre lang

selbständig oder in einem festen Arbeitsverhältnis gearbeitet. Die unsäglichen Bedingungen, unter denen befristet Angestellte beschäftigt waren, musste ich niemals am eigenen Leib erfahren. Aber ich habe miterlebt, wie sich meine Firma verändert hat, nachdem dort auf diese "flexible" Strategie umgestellt wurde. Man hat sich genau die Gesetze rausgepickt, von denen man selbst einen Vorteil hatte und auf den Rest gepfiffen.
Aus einem Unternehmen mit 1200 Beschäftigten wurden 70 Firmen mit unter 20 Mitarbeitern (denen somit kein Betriebsrat zustand). Eingestellt wurde nur noch befristet. Die neuen Kollegen trauten sich kaum, den Mund aufzumachen, geschweige denn, sich für die paar Rechte, die sie noch hatten, zu engagieren. Man kann es ihnen nicht verübeln.
Betrug die Umsatzrendite in einem Jahr nur 5% statt der vom Vorstand verlangten 7%, galt der Geschäftsbereich als defizitär, und wenn es dann Anschlussverträge gab, dann nur zu noch schlechteren Bedingungen.

Am 27. Mai 2020 um 13:33 von frosthorn

>>Lassen Sie sich darüber informieren, welche Drehtüren da in Betrieb sind. Die haben so gut wie alle ihre Kandidaten alle Jahre wieder als Kunden.<<

Einige Betriebe stellen Ü50 nur mit Zeitverträgen ein. Dieser darf nur max. dreimal verlängert werden, innerhalb von max. 2 Jahren. Was macht man nach 2 Jahren ? Der (oder die) Ü50 ist 4 Monate arbeitslos. Dann geht das Spiel von vorne los . Da ergibt sich die Frage: Warum gibt man dem Ü50 keinen Festvertrag ? Weil ein Ü50 besonderen Kündigungsschutz hat. Sollte das Unternehmen mal Schwierigkeiten haben (z.B. Coronoa), ist es gezwungen, die Älteren zu behalten und die Jüngeren zu kündigen. Der Betrieb würde in der Krise überaltern.

Kurzarbeit besser ausbauen

Kurzarbeit besser ausbauen dann braucht es in der Krise keine Entlassungen. Alle bezahlen ihren Anteil auch über die Beitragsbemessungsgrenze hinaus. So werden dann bei Kurzarbeit eben auch alle in einem Boot sitzen. Befristet oder Leiharbeit diente bis dato einzig und alleine den Shareholdern, vor allem in der Automobilindustrie wo Jahrzehnte lang ohne Not ausgebeutet wurde und wird. Die Allgemeinheit trägt die Kosten für die Profitmaximierung der Konzerne. Nenee, das darf so nicht sein. Alle in einem Boot aber dafür müsste man erst einmal einige der Lobbyhörigen in Berlin in die Befristung schicken.

Befristete Arbeitsverträge sind grds. durchaus sinnvoll

Die Befristung von Arbeitsverträgen ist dann abzulehnen - und in der Regel auch rechtswidrig, wenn dies fortlaufend vollzogen wird, ohne dass ein Rechtsgrund dafür vorliegt ("Kettenarbeitsverträge"). Leider gab bzw. gibt es derartige Verträge, etwa an Universitäten für wissenschaftliche Mitarbeiter - oft über mehrere Jahre hinweg. Diese sind dann als projektbezogen tituliert. Von derartigen Missbrauchsfällen abgesehen haben Befristungen aber durchaus auch positive Aspekte. Für manchen, vor allem für Berufseinsteiger, sind sie der Türöffner in die Arbeitswelt, eine Chance, sich zu beweisen. Wer die Chance nutzt hat Aussicht auf einen deutlich besser dotierten Vertrag. Auch ist es allemal besser, einen auf 2 Jahre befristeten Vertrag anzutreten, als nach der halbjährigen Probezeit in die Wüste geschickt zu werden. Wie soll ein Arbeitgeber auch nach 6 Monaten bereits ein zuverlässiges Urteil fällen können, vor allem, wenn es um komplexe Arbeitsbereiche geht.

Staat und Kommunen nutzen es seit Jahrzehnten!

Sowohl der Staat, z.B. bei den Lehrern als auch die Kommunen nutzen die befristeten Arbeitsverträge seit Jahrzehnten.
Der Staat geht hier mit schlechtem Beispiel voran!

Als Unternehmer geht es oft nicht ohne befristete Einstellung, da man nicht in die Zukunft schauen kann und man große Fixkostenblöcke vermeiden will. Wenn das Unternehmen insolvent wird , nutzt der unbefristete Arbeitsvertrag rein gar nix. Ein Unternehmen braucht auch Flexibilität.

Das Problem ist, dass man nicht alles immer bis ins kleinst Detail regeln kann ohne wieder die Freiheit einzuschränken.

Dann muss es wieder kontrolliert werden ... aber das mit der Kontrolle klappt ja in anderen Bereichen (siehe Fleischindustrie usw.) auch nicht...

Die Linke!

Dann kann die Linke ja mit guten Beispiel(!) einmal vorangehen, und zumindest für den öffentlichen Dienst in den von den Linken selbst(!) regierten Kommunen und Bundesländer diese bisher befristeten Arbeitsverträge einfach in unbefristete umwandeln!

Ach, das ist den Linken in den von ihr selbst(!) regierten Kommunen und Ländern einfach zu kostspielig!

Ja, dann...

Am 27. Mai 2020 um 13:55 von falsa demonstratio

>>Das Risiko und die Kosten trage ich aber auch privat<<
I
Ironie ein
Dann sind Sie ja ein Raubkapitalist ;-)
Ironie aus

>>Zur Zeit lebe ich von meinen eigentlich als Altersversorgung vorgesehenen Rücklagen. Anspruch auf Untertstützung habe ich nicht, weil meine Einnahmen gerade so die Betriebskosten (einschließlich des Gehalts meiner Angestellten) decken.<<

Ja, das wird gerne übersehen. Eine Firma mit der wir zusammenarbeiten musste Insolvenz anmelden. Die Angestellten gehen nach 3 Monaten in die Arbeitslosigkeit. Die Besitzer sind ihre Firma los und müssen dem Insolvenzverwalter noch bei der Abwicklung helfen.... hätten Sie keine Rücklagen gebildet, käme Harz 4

Ausbeutung muss verhindert werden

Es ist, meiner Meinung nach, auch nichts dagegen einzuwenden, wenn junge Mitarbeiter, die frisch von der Lehre/Uni kommen erstmal einen befristeten Vertrag bekommen. Wenn sich ein befristeter Vertrag aber an den anderen reiht, mit welchen Tricks auch immer, dann ist das Ausbeutung. Da mag es Unternehmer geben, die es als sinnvolles Instrument nutzen, es gibt aber auch sehr viele, auch den Staat selber, die dies Instrument ausbeuterisch nutzen.

>>Die arbeitsmarktpolitische

>>Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linken im Bundestag, Sabine Zimmermann, sagte, sachgrundlose Befristungen von Arbeitsverträgen gehörten "endlich verboten".<<

Wenn Frau Zimmermann das Verbot bezüglich Zukunfsplanung der Beschäftigten meint, ist ihr auf jeden Fall zuzustimmen.

Keine Planungen für Zukunft bedeutet auch weniger Kinder.

Befristete Beschäftigungen heißt auch u.a. mehr Lücken im Arbeitsleben- was weniger Rentenpunkte und mehr Armut in Zukunft bedeuten wird.

Aber wie sagte es der/die/das freundliche Nutzerin/in/d "von leider geil" (13.57) dass andere Parteien die Rechte der Arbeitnehmer vertreten.....

In einem Satz ein Witz mit Pointe liefern, ist wirklich gut und kann nicht jeder!

13:57 von leider geil

Wir haben 27% der Arbeitnehmer im Niedriglohnsektor tätig - mit steigender Tendenz

Die werden mal eine rentenpolitische Zeitbombe!

Wie war das mit den Rechte für Arbeitnehmer?....

Corona als Chance

Wenn uns diese Pandemie bisher eines gezeigt hat, dann die Grenzen der Globalisierung und des "Geiz ist geil". Prekäre Beschäftigungsverhältnisse und Hungerlöhne, Missstände in der Pflege, etc ausgelöst durch schlechte Arbeitsbedingungen und schlechte Bezahlung von Arbeitnehmern mit den nun offensichtlichen Folgen.
Jetzt wäre es an der Zeit aktiv dagegen vorzugehen anstatt mit sog. Rettungspaketen die Probleme nur zu übertünchen.

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Die Moderation

befristete Arbeitsverträge sind eh Unsinn, weg damit

Nicht zu verstehen ist, wieso Unternehmen befristete Arbeitsverträge benötigen.
Entweder es gibt dauerhafte Arbeit oder eben nicht.

Wieso können sich Unternehmen nicht darauf beschränken, Zeitarbeitskräfte bei Zeitarbeitsunternehmen zu ordern ? Das ging früher auch so.
Zugegeben:
Eine branchenorientierte tarifliche Bezahlung tut hier mehr als dringlich Not. Der Mindestlohn hat hier nicht den Zug, um Fachkräften solche Jobs schmackhaft zu machen.
Hartzer wollen solche Jobs auch nicht, da das Einkommen dann häufig unter dem HartzIV-Satz liegt, die Hartzer müssen dann eh wieder zum Lohn-Aufstocken zum HartzIV-Amt und HartzIV-Zusatzgeld beantragen. Wer das mal eine gewisse Zeit gemacht hat, und festgestellt hat, dass HartzIV-Ämter nicht in der Lage sind die richtigen Zahlen auszurechnen (Zahlungsbetrag zu ca. 80% immer zu gering) lässt für alle Zeiten die Finger davon.

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