Kommentare

Wohin will die Fleischindustrie denn abwandern?

Würde mich echt mal interessieren. Ich vermute, dass ist die gleiche dumme Drohung, die auch die Autoindustrie immer gerne auspackt. Dabei sind wir doch Billiglohnland. Die Unternehmer, die meinen Sie hätten ein Recht auf Ausbeutung gehören meiner Meinung nach alle enteignet.

Eine Frage des Preises?

Wenn ich als Kunde letztendlich mehr für gutes Fleich bezahlen muss ist das völlig ok für mich. Solange das mehr gezahlte Geld auch tatsächlich in bessere Arbeitsbedingungen fließt.

Moral

Das ist ja schon fast zum lachen wenn es nicht so traurig wäre. Die Fleischindustrie droht mit dem Gedanken ins Ausland ab zu wandern weil man dort die elendig behandelten Mitarbeiter noch schlechter behandeln kann und vielleicht auch zu noch schlechteren Löhnen . Es ist zum heulen in diesem Land

Endlich höhere Preise!

Hurra, endlich gibt es einen Grund die Fleischpreise zu erhöhen!

Die Ursachen, warum Lebensmittel den Preis haben den sie haben sind vermutlich vielfältig und haben sich in der angeblich freien Markwrtschaft gebildet.
Immer wenn der Staat sich bisher in Preisbildung eingemischt hat, kam nicht unbedingt etwas Gutes dabei heraus.

Natürlich ist Arbeits- und Gesundheitsschutz sehr wichtig. Das Problem der Fleischwirtschahft gibt es im gesamten Agrarsektor. Alle Bauern jammern, nur habe ich bisher noch keinen "armen" Bauern gesehen.
Wenn man sich die "Betriebe" anschaut, machen die in den seltensten Fällen den Eindruck, dass dort "HARTZ IV" Bauern leben. Vielleicht auch mal beim Gewinn einen Schritt zurück machen + ordentliche Arbeitsbedingungen für die Helfer => für den Kunden ordentliche Preise!

Selbstgemachte Probleme

... ich kann mich noch Gut an die Zeiten erinnern als die regionalen Schlachter die
Tiere annahmen und das Fleisch in ihren Ladengeschäften verkauften, ja selbst Hausschlachtungen waren möglich.
Durch immer höhere Anforderungen an die Hygiene und die Zentralisierung der Schlachtung in Schlachthöfen hat die EU diese kleinen Betriebe abgeschafft bzw. die Investitionen in solche höhen geschraubt das dies für die kleinen nicht mehr wirtschaftlich war.
Die Masse an Fleisch wird heute in industriellen Mast und Schlachtbetrieben erzeugt. Die Tiere sind Stunden unterwegs,
die Arbeit hat nichts mehr mit dem Handwerk des Schlachtens im herkömmlichen sinne zu tun, die Rückkehr zur Nachhaltigkeit geht nur über Verzicht der Verbraucher, niemand muss Mengen an billig Fleisch essen, es gibt gute Alternativen
und ab und an mal ein Stück Fleisch zu dem man "Du" sagen kann....

Ja bitte

Lass sie doch drohen . So wie das momentan abläuft, geht es nicht . Sollen sie woanders hin, wo sie dann in ein paar Jahren schließen werden. Deutschland muss auf die Zukunft setzen, und die liegt in günstigen Alternativen zu Massenfleisch und einer insgesamt besseren Ernährung.

Sollen sie abwandern. Es wird

Sollen sie abwandern. Es wird Zeit, für eine globale Strategie zu sorgen. Einfuhrzölle für bedenkliche Fleischwaren (wegen bedenklicher Herstellung) wären jetzt das richtige Gegenargument! Europa bleibt nun mal Absatzmarkt Nummer eins. Da sollen sie mal Steuern zahlen für die ganze Misere inkl. Umwelt- und Naturschädigung.

Verbot von Werkverträgen:Wandert die Fleischindustrie ab ??

Und wenn sie es würde,was für "tolle Arbeitsplätze" gingen da schon verloren ? Selbst die UN zeigt sich schockiert.
Und NRW-Arbeitsminister Laumann ist da realistisch:Er glaubt an den Standort Deutschland.Natürlich-so wenige Kontrollen und Gewerkschaften,die so wenig streiken.......

Die Naivität

der Politiker ist immer wieder herrlich. Da der Verbraucher seine "geiz ist geil"-Mentalität nicht ablegen wird (bzw. das Paradox Grill für 500,- Euro, Fleisch aus dem Sonderangebot) werden die Schnitzel, Steaks, Würste usw. demnächst eben aus Osteuropa kommen. Wo die Mastbetriebe sitzen ist dabei doch egal, schließlich lässt sich mit dem LKW doch (fast) alles ganz einfach durch halb Europa karren.

Das ist doch ganz einfach

Natürlich möchten einige genauso weitermachen wie bisher.
Die Tricks mit den Werksverträgen sind doch nur gemacht worden, weil man damit noch billiger produzieren konnte.

Neben den jetzigen Auflagen die Transportstrecke für Schlachtvieh auf maximal 200km limitieren, dann gibt es keine Erpressungen mehr mit Verlagerung ins Ausland.

Und wenn die Billigfleischpackungen bei Aldi & CO einen Aufkleber "Polen" haben, mal sehen, wer die dann noch kauft.

Ach sie finden keine Arbeitskräfte mehr?

Doch die würden genug finden wenn sie entsprechend bezahlen würden. Ist natürlich schwer wenn das ganze Geschäftsmodell darauf fusst das man Osteuropäische Arbeiter zu hungerlöhnen ausbeutet weil kein Deutscher zu solchen Konditionen arbeiten will, und das zu recht.

Sollen sie gehen vielleicht normalisiert sich damit der Markt endlich.

Fleisch muss etwas besonderes sein!

Wenn ich schon "Fleischindustrie" lese, stimmt was nicht. Das sind ja auch keine "Bauern" mehr, die das produzieren. Das darf keine "Induistrie" sein! Ich liebe Fleisch, aber ich esse wenig und dann immer Bio-Fleisch von regionalen Höfen. So wäre es auch verträglich mit der Umwelt, den Resourcen und den Arbeitsbedingungen. Im Moment importieren wir jede Menge Soja und exportieren jede Menge Fleisch und verseuchen unser Grundwasser mit Nitrat. Und wenn es eine Krise gibt, dann kann sich Deutschland nicht mal unabhängig ernähren! Das ist Schwachsinn! Lasst uns dafür sorgen, dass wir auf eine nachhaltige Landwirtschaft umsteigen, in der Fleisch ein hochwertiges und edles Nahrungsmittel ist.

Fleischindustrie !

Nun, die Drohungen der großen Betriebe, ab zu wandern in Billiglohn- Länder ist doch echt ein Witz. Es bleibt doch schon einmal die Frage, wie viele der dort jeweils Arbeitenden sind denn deutsche Angestellte, die hier regulär und ordentlich bezahlt werden. ???? Wahrscheinlich gerade mal eine Handvoll. Aber gerade jetzt sollte die EU endlich eine europäische Lösung dieser Praxis mit den unsäglichen und unverschämten Werksverträgen anstreben, um in allen beteiligten Ländern, nicht nur in der Fleischindustrie eine bessere Perspektive zu geben.
Außerdem wurde ja auch fest gestellt, dass in D das Fleisch durch die Ausbeutung der Arbeiter am Billigsten produziert wird, also ist dies nur eine übliche leere und un verfrorene Drohung von Lobbyisten ist, wie immer. Es muss endlich in solchen Branchen für Gerechtigkeit gesorgt werden. Hoffentlich knicken die Politiker nicht wieder ein, schwächen die Vorgaben wieder ab, sondern verschärfen sie noch mehr, um die Unseriösen zur Vernunft zu bringen

wer nicht sich an die Regeln hält. So einfach geht das!! Gerne können solche Unternehmen verschwinden, dann kommen halt andere!

Zwei Fliegen mit einer Klappe

Wie viele Billiglöhner arbeiten eigentlich in der Fleischindustrie? Ist es nicht ohnehin sinnvoll, dort zu produzieren, wo die Arbeitskräfte sind?
So schmerzvoll es wäre, aber auch die Bauern würden darunter leiden - oder das Vieh würde noch häufiger als bisher per LKW durch Europa reisen.
Vielleicht würde sich aber auch die Massentierhaltung verändern - schön wär's.
Der einfachere Weg jedoch wären realistischere Fleischpreise und ggf. ein Überdenken des eigenen Fleischkonsums.

Der herablassende Ton von

Der herablassende Ton von Frau Joachim im Kommentar ist beleidigend für jene, die wirklich jeden Euro umdrehen müssen.

Die ewigen Drohungen von Wirtschaftbetrieben nach dem Motto: das läuft so wie uns das passt oder wir gehen weg, sind auch wenig erwachsen und damit nicht ernst zu nehmen.

Müssen wir eventuell demnächst für ein Kilo Durchschnitts-Fleisch zwei Euro mehr zahlen? Okay! Da wären dann, bei einem Verzehr von 600g in der Woche, 1,20 EURO mehr als bisher. So - ganz rational betrachtet - kann man über die Sache zielführend reden. Wozu also die herablassenden, drohenden.... Untertöne?

Lass sie abwandern ...

... sie werden kein ElDorado finden! Die miesesten Verhältnisse gab es in Deutschland - leider seit mehr als 20 Jahren. Profit aus Sklavenhaltung. Wenn jemand sogar für das Arbeitsgerät Schlachtermesser quasi Miete bezahlen muss, dann ist das so ähnlich, wie wenn eine Kassierin im Supermarkt Miete für ihre Kasse zahlen müsste? Oder der Automechaniker für einen Schraubenschlüssel? Es ist ebenso fraglich, warum Friseure und Köche ihr Handwerkszeug selbst mitzubringen haben? In irgendeiner Talkshow wollte jemand weismachen, die Schlachterein seien wegen schwerer Arbeit und erhöhter Atemfrequenz ein Hotspot - so ein Blödsinn. Eindeutig problematisch sind die unhygienischen Massen-Unterkünfte, die dann noch zu Wucherpreisen vermietet werden! Es ist doch völlig wurscht, ob es sich um Rumänen in Deutschland oder Mexikaner in den USA handelt: Solange solche Unterkünfte existieren, solange bleiben das die Hotspots - nicht nur bei Fleisch: Bau, Industrie, Landwirtschaft - überall.

@Semillas

Glauben sie ernsthaft das es die Leute auch nur irgendwie geartet interessiert woher die Ware kommt? Wenn man von mindestlohn oder weniger Lebt wie die Mehrheit der in Deutschland lebenden Personen dann hat man nicht die Möglichkeit wählerisch zu sein.

Es schockiert mich wie realitätsfremd und Lebensfern sie hier sind. Moral interessiert keine Sau mehr wenns darum geht etwas oder gar nichts zu haben. Die Alternative für jene wird sein gar keine Wurst und Fleisch mehr und Mangelernährung so siehts aus.

Wo läge der Unterschied? Die

Wo läge der Unterschied? Die Arbeiter aus z.B. Rumänien arbeiten dann eben zu Hause. Die Produktionsstandards müssten eben auch für importiertes Fleisch gelten. Aber das müsste natürlich überwacht und zertifiziert werden. In einer korrupten Branche unter korrupten Regierungen wird das nichts.
Der Verbraucher muss informiert werden und selber entscheiden. Aber bitte kein Psoydo-Siegel das nix wert ist. Doof nur das es der Mehrheit egal ist, Hauptsache viel und billig.

"Let´s go..!"

Ohnehin stehen durch Corona angestoßene Gesellschaftsveränderungen im Raum. Insofern hätte ich gegen eine Abwanderung der Fleischindustrie nichts einzuwenden... und die industriellen Mastbetriebe sollte man gleich mitnehmen.
_
PS: Freilich könnte man dabei und hier auch auf wirtschaftliche und steuerliche Aspekte eingehen - aber genau das wäre m.E. ein Fehler.

Logik der Lobbyisten

"Auch der Verband der Fleischwirtschaft rechnet mit einer Abwanderung großer Teile der Branche ins Ausland. "Denn für viele manuelle Arbeiten wie in der Fleischwirtschaft findet man keine Arbeitskräfte mehr auf dem deutschen Markt" "
Kein Wunder, bei den Arbeitsbedingungen. Henne <-> Ei

Sobald eine Industrie, die sich zu Verbänden organisiert hat, durch Lobbyisten die Parlamente immer wieder erpresst haben und dann plötzlich mal nach den Regeln zahlen sollen, zeigt sich wo die waren Kriminellen sitzen. Wo die Selfmade Millionäre ihr Geld gemacht haben. Durch das nicht befolgen von Regeln, Gesetzen und Moral.
Sollte in Zukunft eine Industrie, selbst eine für Nahrung, versuchen die Bundesbürger zu erpressen indem sie, sich weigern an den Kosten zu beteiligen die für Schulen, Kitas, Strassen und Behörden durch die Zahlung von Steuern gedeckt werden, dann sollten die Bundesbürger sich die Namen der jenigen merken und einen möglich großen Bogen um diese und ihre Amigos machen. Schnell werden die Bundesbürger merken, dass da immer wieder die selben Familiennamen auftauchen. Kauft einfach deren Produkte nicht, ladet sie nicht mehr ein, verbannt sie aus dem Kreis der korrekt steuerzahlenden Bundesbürger. Es ist so einfach mal als Volk zu sagen : es reicht !!!

So nachteilig

wäre ein abwandern gar nicht, die Verarbeitung geht dort hin, wo die Arbeitskräfte jetzt herkommen.
Wäre erst mal gut für diese Staaten, Arbeitsplätze gehen deshalb bei uns nur sehr wenige verloren, wichtig wäre in dem Zusammenhang nur, das auch die Massentierhaltung mit in diese eher Agrarländer umzieht, denn wo kommen denn die Arbeitskräfte her ?.
Niedersachsens Schweinegürtel würde entlastet, und die Nitrat Werte gingen auch zurück, alles hat vor und Nachteile.
In den armen Länder gäbe es Arbeit, bei uns würde die Natur vielleicht etwas entlastet.

Damit würde ich mir nicht drohen lassen, vielleicht überwiegen die Vorteile sogar.
Und das sich Verbraucher von Aufklebern bei Kauf abschrecken lassen, wie in dem Kommentar beschrieben, das denke ich eher nicht. Weil jetzt schon jedem Klar ist, das vieles von ganz wo anders herkommt.

Und das Lohngefüge ist in diesen Länder auch anders, wegen der niedrigen Lebenshaltungskosten, als in Deutschland.
Gibt immer zwei Seiten.

Fleischeslust

Wozu die ganze Aufregung?
So sind nunmal die Zustände im Neo-Kolonialismus. War immer schon so und wird sich im Zuge der neoliberalen Denke eher weiter verschäfen - und da ist es wohl ziemlich egal wo in dieser Welt die Menschen 3. Klasse ausgebeutet werden...

Warum nicht...

Ja, warum nicht nach Rumänien, Bulgarien...
Außer ein paar Tiertransportfahrern und dem sowieso immer weniger prüfenden Kontrollpersonal geht im Inland kaum ein Arbeitsplatz verloren und in Osteuropa haben viele Familien wieder den Papa in der Nähe.

Re semillas !

Mit ein Problem sind die großen " Billig" Discounter wie Aldi, Lidl und CO, geführt von Milliardären, die viele Lebensmittel immer weiter zu noch billigeren Preisen anbieten.
Wenn man sieht, was die sonst noch für "Schrottwaren" zu billigsten Preisen verkaufen und leider viel zu viele Kunden darauf rein fallen, dann wundert nichts mehr.
Es müsste in D das Modell der Schweiz mit der Kennzeichnung ein geführt werden, dann würden sich etliche Probleme von selbst erledigen.
Dann kostet das Fleisch halt mehr, aber es wird deutlich mehr auf den Tierschutz und die Art der Schlachtung und die Bezahlung geachtet. Außerdem muss jegliche Einreise von Billig- Arbeiter aus Osteuropa verboten werden, außer sie können reguläre Arbeitsverträge bei den eigentlichen Betreibern von Schlachthöfen zu regulären Löhnen und Wohnbedingungen vorweisen.
Und dies muss sehr oft und regelmäßig kontrolliert und nötigenfalls sanktioniert werden, und dies so, dass es richtig und heftig weh tut.

Schade,

dass die Öffentlichkeit erst zu Corona Zeiten auf diesen Mißstand aufmerksam wird. Die Mißstände gibt es schon seit vielen Jahren, und kein Politiker hat sich dran getraut. Einfach mal ein Gesetz machen für die "ärmsten Schweine" auf dem Arbeitsmarkt, das wäre schon vor fünf Jahren gut gewesen.

Ich bin im Übrigen mal gespannt, wie die Nummer ausgeht. Soll tatsächlich der Mindestlohn an die ausländischen Werkarbeiter gezahlt werden ? Dann wird es andere Modelle geben, die Löhne hintenrum wieder zu beschränken. Deutsche werden auch für einen Mindestlohn diese Arbeit nicht machen wollen.

Temperatur

Könnte es nicht einfach an den niedrigen Temperaturen am Arbeitsplatz liegen, so das der Corona Virus lange an der Luft überleben kann. Insbesondere mit der Kombination aus Areosol Übertragung (Tropfengrösse ist unter 5 mikrometer) und kleine Verdunstungsrate, erfährt der Virus im Tropfen geringeren Stress und kann lange in der Luft stehen. Daher ist die Erhöhung der Luftwechselrate und Masken die eine Übertragung via Aerosol verhindert schon richtig.

"Die Schlachthöfe sind da, wo die Tiere gezüchtet werden, und wir haben hier in Deutschland eine starke und wettbewerbsfähige Tiererzeugung."

„Tiererzeugung“? In Mastbetrieben, in denen Tiere, ohne jemals eine Weide gesehen zu haben, dem Ende ihrer trostlosen Existenz entgegenfristen?

In dieser Branche „passt„ wirklich alles zusammen, wie die Internationale Arbeitsorganisation sehr richtig feststellt:
„Es gebe in der deutschen Fleischindustrie "eine Art Zwei-Klassen-System, denn die hohen Arbeitsschutz- und Gesundheitsstandards, für die sich Deutschland rühmt, gelten offensichtlich nicht für alle".

Zur Aussage Söders („Gleichzeitig warnte [Söder] (...) vor einer neuen Preisdiskussion: Er sei gegen eine neue Fleischsteuer und auch dagegen, dass jetzt alles teurer werden müsse“: Eine „anständige“ Fleischerzeugung ist also zu „teuer“??

Und zur „Warnung“, dass nach einem Verbot von Werkverträgen europäische Wettbewerber „übernehmen“ würden:
Man kann Menschen von überall fest anstellen.

Ja, ja, die Abwanderer...

War da nicht mal ein Handy-Hersteller, der meinte, im Billiglohnland produzieren zu lassen...? Die Story bekannt und kann sich anscheinend beliebig wiederholen.
Dann war da noch die Rede vom Arbeitskräftemangel - wohl gemerkt: Arbeitskräfte, nicht Fachkräfte.
Da tut sich mir dann eine provokante Frage auf: Warum schafft man es nicht, Hartz IV und andere Sozialhilfeempfänger, die arbeiten könnten, in diesen Segmenten zu platzieren. Damit würden diese Mitmenschen für das durch unsere Steuern und Sozialabgaben finanzierte Geld eine Gegenleistung erbringen. Aber leider gibt das wohl unsere derzeitige Rechtsprechung nicht her...
Eine weitere Frage wäre, wie viele sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze mit einer Abwanderung tatsächlich vom deutschen Arbeitsmarkt verschwinden würden. Vermutung: Nicht all zu viele...

@Lin um 12:48

Wie wärs mit der Ukraine, der Kornkammer der ehemaligen UdSSR?
.
Ich hatte einmal Leoni-Aktien. Wo produziert heute Leoni? Grammer wurde von Chinesen übernommen, wie lange glauben Sie, wird noch in Deutschland produziert?

Arbeitsbedingungen !

Dieses Problem mit der Ausbeutung der Arbeitskräfte besteht schon seit Jahren und nicht nur in der Fleischindustrie. Daran ist alleine die BR verantwortlich, weil sie dieses Modell mit den Werksverträgen überhaupt zu gelassen hat, genauso mit der immer schlimmer werdenden Tarif- Flucht und er auch bestehenden Untergrabung des Mindestlohns in etlichen Branchen.
Es muss billiges Fleisch im Laden vorhanden sein, die Briefe am nächsten Morgen im Briefkasten, die Zeitung am Morgen da sein, aber keiner fragt, danach zu welchen "billigen" Konditionen dies geschieht. Gleiches gilt für die Paket- Branche, wo ebenfalls die Fahrer durch irre Vorgaben auch ekelhaft ausgebeutet werden.
Wenn man mal in einem Laden von Aldi schaut, wie viele Leute da arbeiten, zu billigsten Löhnen und zu wenige Personal, da kann man locker Milliardär werden.
Und in der Altenpflege läuft es genauso ab, nur Ausbeutung, um die Chefs reich zu machen !!!

Ein- und Ausgewandert

Erst kamen sie ins Niedriglohnparadies D eingewandert, nun ziehen sie weiter.
Es wäre schön, wenn die Ausnutzung in D mal begrenzt würde. Wir sind das Land der Ausbeutung. Ob die lange geduldeten Zustände in der Fleischindustrie, die geduldete Zwangsprostitution oder die Zustände auf vielen Baustellen oder im Einzelhandel, Gastronomie, Pflege etc.
Aber noch immer wird mit großer Menge CDU/CSU gewählt. Teile der hiesigen Ausgebeuteten wählen sogar AfD.
Es kam ja schon das Argument, „die armen können sonst kein Fleisch mehr kaufen“. Ja klar. Wenn aber das Lohnniveau auf ein verantwortliches Maß gehoben wird, eben doch. Nebenbei:Mangelernährung wegen weniger Fleischkonsum? Wie schräg ist die Behauptung denn.

Am 21. Mai 2020 um 13:19 von Traumfahrer

" Wenn man sieht, was die sonst noch für "Schrottwaren" zu billigsten Preisen verkaufen und leider viel zu viele Kunden darauf rein fallen, dann wundert nichts mehr.
Es müsste in D das Modell der Schweiz mit der Kennzeichnung ein geführt werden, dann würden sich etliche Probleme von selbst erledigen. "

Die Lebensmittel sind doch in 4 Stufen gekennzeichnet, dann gibt noch Biomärkte oder Direktvermarkter ab Hof.
Wie kommen darauf das Kunden auf etwas hereinfallen, jeder kauft das was er mag und was er bereit ist zu bezahlen, oder eben sich leisten kann oder will.

Einfach mal den Artikel von heute bei t-online lesen, Armutsrisiko.

Nicht alle Menschen sind gleich, und haben gleichviel in den Taschen.

Nicht immer vom eigen Stand und finanziellen Möglichkeiten ausgehen.

nicht nur die Fleischindustrie

Schauen sie doch auch auf andere Branchen. Im Gartenbau, Spargelbetriebe oder Weinbau wird ebenso gearbeitet. Auch in der Gastro. Wir brauchen da eine andere Sicht der Realität und mehr Ehrlichkeit. Lebensmittel und Dienstleistungen müssen mehr kosten, müssen so produziert werden, dass es dabei gerechte Löhne gibt. Und Arbeitschutz gewährleistet wird. Eine Unterwanderung sollte unmöglich gemacht werden. Ein Import dieser Waren aus dem Ausland und wo diese Standarts nicht vorhanden sind, muss untersagt werden. Es kann nicht nur in Deutschland die heile, gerechte Welt vorgegaukelt werden. Anders herum und wenn wir da ehrlicher sein wollen müssen wir auch Armut und Elend in Deutschland akzeptieren. Dann aber auch jeweils ein Elendsviertel an den Rändern unserer Städte.

Mindestpreis für Fleisch einführen.

Warum legt die Bundesregierung nicht zusätzlich zu den bereits beschlossenen Maßnahmen einen Mindestpreis pro Kilo für den Verkauf von Fleisch im Einzelhandel fest? Damit wäre dem Import von ausländischem Billigfleisch ein wirksamer Riegel geschoben.

Wandert sie ab? Hoffentlich

Die Fleischindustrie soll meinetwegen gerne abwandern. Am passendsten in die Staaten, die auch die Arbeitnehmer stellen. Deutsche Arbeitsplätze sind relativ wenige betroffen. Auf die verzichten wir gerne. Außerdem haben wir dann auch mehr Importe, was für unser viel gescholtenes Außenhandelsbilanz-Defizit günstig ist.

Immer diese Drohgebärden,

Immer diese Drohgebärden, wenn Lobbys ihre Menschenverachtung nicht mehr austoben dürfen.

Reisende soll man nicht aufhalten.

Ob die Abwanderer hier dann allerdings einen Absatzmarkt finden ...?

Weniger Fleisch?

Alle die nur Fleisch essen und über 40 sind gehören im nächsten Winter mit oder ohne Impfstoff zur Risikogruppe. Das heißt der Fleischkonsum wird so wie so weniger. Dann braucht man auch weniger Schlachthöfe. Ein Großteil des Fleisches geht eh nach China.

Ich werden jedenfalls meinen

Ich werden jedenfalls meinen ohnehin schon sehr begrenzten Fleischkonsum, so gut wie ganz einstellen...

Dieses Thema erzeugt nämlich seit geraumer Zeit nur Brechreiz.

Genauso wie die Fleischvermarktung von Frauen.

@ Lin

Wohin will die Fleischindustrie denn abwandern? Würde mich echt mal interessieren. Ich vermute, dass ist die gleiche dumme Drohung, die auch die Autoindustrie immer gerne auspackt. Dabei sind wir doch Billiglohnland.

In welchem Film leben Sie denn?
Bundesrepublik Brutto Durchschnitt 3.323 Euro,
Bulgarien Brutto Durchschnitt 625 Euro.
Daten von 2018
https://www.laenderdaten.info/durchschnittseinkommen.php

Es gibt doch einen Grund

für die Mengen an billigem Fleisch.
Der Grund heißt Politik der vergangenen Jahrzehnte. Da wurden Lobbys gehätschelt, heute ist es ganz einfach so,daß man auch mit Hartz 4 noch Fleisch kaufen können muß. Weiter nichts als das Volk ruhig zu stellen mit billigen Preisen. In Frankreich würde keiner von uns Deutschen Fleisch kaufen bei den Preisen.
Die Fleischindustrie wird genau so wie Nokia oder Renault in Billiglohnländer marschieren. Wenn dann wie in Rumänien die Löhne steigen machen wir halt in Marokko weiter.
Die Lederindustrie hat es vorgemacht. Das Leder für die Edelkarossen von z.B. Daimler und BMW werden schon lange in Marokko gegerbt und der Dacia kommt auch aus Marokko und nicht aus Rumänien.
Es ist wider genau so eine verlogene Diskussion wie mit den grünen Energien. Dann beziehen wir halt dreckigen Strom aus Frankreich oder Polen.
Von Nachhaltigkeit keine Spur. Wie wäre es mal mit einer ideologiefreien Diskussion über die Fleischindustrie im Land? Auch das sind Steuerngelder.

12:55 von Sebastian15

"Die Naivität"

Beim Grill für 500€ kann der Geizige wenigstens etwas abschätzen ob der teurere Grill mehr taugt als der billigere.

Bei Fleisch nicht. Es kann teuer sein und trotzdem direkt aus der Massentierhaltung. Es kann teuer sein und vom Eber. Und kein Metzger oder Diskounter wird einem über den schlechten Geschmack und die Wässrigkeit informieren.
Der Verbraucher muss sich blind vom Handel über den Tisch ziehen lassen, weil der Handels- und Bauernverbände mit ihrer Lobby in der EU und Deutschland noch jede ehrliche Information an Verbraucher verhindert haben. Weil Politiker, allen voran Landwirtschaftsminister sich schon immer als Wahrer des Gewinns und der Exporterhöhung für ihr Klientel verstanden haben.
Es ist keine Naivität der Politiker sondern Absicht.

Nur Mut!

Warum sollen Arbeitskräfte fehlen, wenn die bisherige Praxis geändert wird? Vielleicht gibt es ja noch mehr Personal, wenn es anständig bezahlt und würdig untergebracht wird. Ok, Fleisch würde teurer werden. Und wenn die Tiere womöglich auch noch besser gehalten werden, nochmal teurer. Das wäre ok. Ein kg Fleisch für 4 oder 5 € ist unmoralisch. Ich zahle gern mehr dafür. Es kann doch nicht sein, dass Gemüse teurer ist als Fleisch! Und wenn die Fleischindustrie abwandern sollte (welches europ. Land lässt solche Produktionsmethoden zu?), dann haben wir ein Gülleproblem weniger. Ich hoffe die Regierung hat wirklich den Mut, diese neuen Vorgaben durchzuziehen.

Abwandern?

Aber gerne, mir als Veganer nur lieb, auch wenn dadurch das toeten nicht aufhoert .. aber wie so ueblich droht hier eine Industrie damit, dass wenn humanere Methoden Pflicht werden und anstaendig bezahlt werden soll, sie den Standort Deutschland verlaesst .. Dies zeigt mehr als deutlich, was fuer unwuerdige, ignorante und gleichgueltige Menschen dies sind und welch kriminelle Energie in ihnen steckt ..

@tagesschau .. es scheint, dass die Fotos dieser Tage, von ermortdeten Lebewesen, huebsch aufgereit und sauber, leider eher zur bagatellisierung der Grausamkeit der Fleischindustrie dient, als zu Abschreckung .. wenn, dann sollten Sie vielleicht auch das Aufschlitzen, Ausbluten und vor allem die unsaglichen Haltungsumstaende mit Fotos dar legen .. es geht hier nicht NUR um unterbezahlte Arbeiter oder Hygienemaengel, es geht auch um Ethik, Tiere und Mord ..

@Pastaga um 13:00

Waren Sie schon mal in einem Schlachthof?

Werkverträge oft Arbeitnehmerverleih

Nicht nur in der Fleischindustrie schließen Unternehmen mit Subunternehmen Werkverträge ab, die nicht die rechtlichen Anforderungen an Werkverträge erfüllen. So müssen bei Werkverträgen Subunternehmer die Arbeit selbst organisieren und hat der Auftraggeber keine direkte Weisungsbefugnis gegenüber den Mitarbeitern des Subunternehmers. Daher muss der Chef des Subunternehmers entscheiden, wie seine Mitarbeiter den Auftrag erfüllen.
Wird Personal verliehen, was in Fleisch verarbeitenden Betrieben oft zutrifft, dann gilt gemäß Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG), dass die Weisungsbefugnis auf den Auftraggeber übergeht. Dort ist der verliehene Arbeitnehmer vollständig in die Arbeitsabläufe (z.B. des Fleisch verarbeitenden Betriebes) eingegliedert. Es handelt sich bei den meisten Fleisch verarbeitenden Betrieben in der Realität wohl nicht um Werkverträge mit Subunternehmen, sondern um Leiharbeiter die von Subunternehmen (ohne Genehmigung für Arbeitnehmerverleih) an die Schlachthöfe verlie

Negative Konsequenzen für die Industrie?

Ich kann die Argumente der Industie so nicht nachvollziehen. Wer sich an die Regeln hält, hat doch nichts zu befürchten. Wer in einer sozialisierten Welt Geld verdienen möchte, soll sich auch sozial verhalten. Wer das nicht möchte, dem stehen die Grenzen nach außen offen.

Re Gassi !

Ein Betrieb, der produziert, MUSS selbstverständlich das Werkzeug für die Produktion stellen. Das ist schon mal ein Grundsatz !
Und wenn ein Betrieb schon meint, es müssen Arbeiter aus Bulgarien und Rumänien hier arbeiten, dann muss dieser Betrieb auch für die ordentliche, hygienische und angemessene Unterbringung zu fairen Bedingungen sorgen.
Dadurch, dass diese Werksverträge erschaffen wurden, hat man die doppelte und teilweise dreifache Ausbeutung der ausländischen Arbeiter erst ermöglicht. Es kann und darf nicht sein, dass ein Arbeiter hier auf engstem Raum und unter furchtbarsten hygienischen Verhältnissen auch noch extrem horrende Mieten zahlen soll, an seinen Subunternehmer.
Diese Schweinereien von einigen unsäglichen Zeitgenossen muss ein Riegel vor geschoben werden, und zwar für immer und diese "Ausbeuter" für lange Zeit bestrafen, um sie zur Einsicht zu bringen.

@Keyalha

“ Wenn man von mindestlohn oder weniger Lebt wie die Mehrheit der in Deutschland lebenden Personen dann hat man nicht die Möglichkeit wählerisch zu sein.

Es schockiert mich wie realitätsfremd und Lebensfern sie hier sind”

Fragt sich wer hier realitätsfremd ist? Die Mehrheit in D lebt also von Mindestlohn oder weniger? Ich kenne keinen davon. Aber da das Medianeinkommen in D weit über dem Mindestlohn liegt ist Ihre Aussage schlicht gelogen.

@ um 12:54 von Bernd Kevesligeti

"...und Gewerkschaften,die so wenig streiken......."
Die Gewerkschaften können da wenig ausrichten. Eben durch die Werksverträge, Leiharbeiter, zahlreichen Subunternehmen usw.. Eine Gewerkschaftsorganisation ist durch dieses Zerstückeln des "Arbeiterpools" nahezu unmöglich. Das dürfte auch ein wesentl. Punkt bei den Überlegungen in den Chefetagen gewesen sein. "Wie halten wir die Gewerkschaft raus?".

Warum abwandern?

Wie wir mit unseren Tieren umgehen ist eine Schande. Offenbar sind das auch die Zustände bei Arbeitsverträgen und Hygiene.

Ich will Fleisch von Tieren, die in ihrem Leben die Sonne gesehen und echte Luft geatmet haben. Ich will dass würdig behandelt werden uns sie schmerzfrei sterben. Ich will dass jemand mit Ahnung, Ruhe und Sorgfalt das Fleisch erarbeitet und das mit gutem Gewissen. Und dann will ich ein schönes Stück Fleisch auf meinem Teller, das ich guten Gewissens essen kann.

Liebe Politik, bitte mach das möglich. Das wird sicher mehr kosten wie bislang - das macht aber nix. Wir können unseren Wohlstand gerne für ein bischen mehr Moral und Anstand einsetzen. Und damit sich das auch weiterhin jeder leisten kann erhöhen wir den Hartz4 Betrag entsprechend - die Gemeinschaft zahlt das. Wers nicht glaubt soll ne Volksabstimmung machen. Die Zustände in der Fleischindustrie sind nicht aufgrund des Volkes so mißerabel!
Wieso also abwandern? Die Kosten trägt der Kosument.

Wandert die Fleischindustrie ab?

Na und- lasst sich wandern!

Wer gehen will, den sollte man nicht aufhalten.

Keine Erpressung!

Die einen gehen- andere werden kommen!

Wie bei Lufthansa!

Sollen Insolvenz anmelden.

Begründung:

Wenn eine Unternehmensführung nur kurzfristig denkt und nicht langfristig, also keine Rückstellungen für Krisenzeiten bildet, muss es eben gehen.

Punkt!

Wie im Kleinen - so im Großen.

Andere Unternehmen werden kommen und wieder Arbeitsplätze schaffen.

Sollte die Fleischindustrie gehen (wohin eigentlich?), werden andere den Platz einnehmen!

Alles und jeder ist immer ersetzbar!

Keine Angst- nur Mut!

Es wird weiterhin Fleisch geben!

Offene EU Grenzen werden dafür sorgen.

Da es in EU unterschiedliches Lohngefälle gibt, wird es auch weiterhin Billigfleisch in D. geben.

Leider auch Tiertransporte/Tierquälerei quer durch EU....was ein eigenes Thema ist....

Wer mit Abwanderung droht, um

Wer mit Abwanderung droht, um vernünftigen Arbeitsbedingungen, fairer Bezahlung und Beachtung von Tierwohl aus dem Weg zu gehen, der disqualifiziert sich selbst und verdient den Erpressung aushebelnden Hinweis: "Reisende soll man nicht aufhalten."

...und tschüss!

Ich denke auf Lobbyistenaussagen auf Kindergartenniveau sollte man von Regierungsseite auch ruhig im gleichen Tenor reagieren!

Thema so alt wie das System

Bereits am Beginn des zwanzigstens Jahrhundert beschrieb Upton Sinclair in "The Jungle", was sich in der Fleischindustrie im Kernland des Kapitalismus abspielt(e).
Viel scheint sich nicht zum Besseren verändert zu haben.

@ottokar

„ Nebenbei:Mangelernährung wegen weniger Fleischkonsum? Wie schräg ist die Behauptung denn.“

Nicht ganz so schräg, wenn man die Geschichte in Richtung Erntehelfer weiterdenkt.

@ 12:51 von Guenni007

Dass Sie angeblich noch keinen "armen Bauern" gesehen haben, könnte an Ihren Sehgewohnheiten und Blickrichtungen liegen. Das Höfesterben ist Ihnen wohl ebenso entgangen wie die Zunahme an Nebenerwerbsbetrieben, weil man von Landwirtschaft alleine immer weniger leben kann. Ich weiß, wovon ich rede: in meinem familiären Umfeld und Bekanntenkreis war und ist das harte Realität.

@Martinus 13.34

ist doch Quatsch, denken Sie mal nach! Dann wird eben das ausländische Billigfleisch mit höherem Gewinn verkauft. Dass Manche immer den populistischen Ideen von Habeck &Co. ohne nachzudenken hinterherlaufen müssen...
Wozu staatlich festgelegte Preise für Lebensmittel führen, dafür gibt's genug abschreckende Beispiele.

Reisende soll man nicht aufhalten!

Deutsche Arbeitsplätze werden bei einer Abwanderung der Fleischindustrie wohl nicht gefährdet sein ;-)
Solange wir im Land Schlachttiere züchten wird es auch Schlachthöfe geben. Vielleicht wird das zu weniger Massentierhaltung führen und ja, auch zu besseren Fleischprodukten die auch entsprechend bezahlt werden müssen, für mich hört sich das nicht schlimm an.

Man muss sich die Aussage der Fleischbarone auf der Zunge zergehen lassen. Ich übersetze mal: Wenn wir gezwungen werden, deutsche Maßstäbe an Arbeitskräfte anzuwenden , sie also nicht mehr zu missbrauchen und nicht mehr den Mindestlohn zu umgehen, dann können wir nicht existieren. <Übersetzung Ende>
So eine Industrie wollen wir nicht!

@ 13:43 von Hirschauer

Was wollen Sie mit der Frage an User*in Pastaga erreichen? Ich war übrigens schon des öfteren in diversen Schlachthöfen. Sie auch?

Am 21. Mai 2020 um 13:37 von Enric

" Weniger Fleisch?

Alle die nur Fleisch essen und über 40 sind gehören im nächsten Winter mit oder ohne Impfstoff zur Risikogruppe. Das heißt der Fleischkonsum wird so wie so weniger. Dann braucht man auch weniger Schlachthöfe. Ein Großteil des Fleisches geht eh nach China. "

Ihre Aussage ist nicht richtig, hier die offiziellen Zahlen, inklusive dem Datum wann das geschrieben wurde.
Also sehr aktuell.

" Unterschieden wird dabei zwischen dem Gesamtexport sowie den Exporten, die in die Europäische Union geliefert wurden. Im Jahr 2019 lag der gesamte Export von Schweinefleisch aus Deutschland bei rund 2,4 Millionen Tonnen, davon wurden rund 1,9 Millionen in Länder der Europäischen Union exportiert.17.04.2020 "

Wir haben aber in der EU große Flächenagrarländer, ausgerechnet ein kleines Land beliefert die EU, und braucht dazu ausschließlich Arbeitskräfte aus den armen Flächen und Agrarländer der EU.

Dort ist das Problem.

re von Corona Postings 13:42

Ja,in welchem Film ?
Und welcher Durchschnitt für Fleischarbeiter und Erntehelfer ?
Und für Randbelegschaften ?

um 13:34 von

um 13:34 von Martinus
"
Mindestpreis für Fleisch einführen.
Warum legt die Bundesregierung nicht zusätzlich zu den bereits beschlossenen Maßnahmen einen Mindestpreis pro Kilo für den Verkauf von Fleisch im Einzelhandel fest?
"

Ein Mindestpreis ändert doch nix an den Bedingungen.
Nix am Tierwohl,nix an den Arbeitsbedingungen.

Ein Mindestpreis garantiert nur eines:
eine Mindestbereicherung Einzelner
pro verkauftem Kilo Fleisch.

Will man was an den Bedingungen ändern,
an den Zuständen für Tier & Mensch,muss man auch genau da ansetzen.

& wenn dies zu Mehrkosten führt,steigt automatisch der Preis - sprich der " Mindestpreis pro Kilo".

Um Billigfleisch aus dem Ausland fernzuhalten,dass unter katastrophalen Bedingungen produziert wird,muss man ebenso genau da ansetzen:
Auf dem Binnenmarkt ist nur Fleisch zugelassen,dass unter den Bedingungen X für Tiere & Y für Menschen produziert worden ist.
Wer die Regeln unterläuft,erhält Marktzugangsverbot.

und tschüss

Besinnen wir uns wieder auf den Metzger vor Ort und stärken die Region. Dann sparen wir uns die unsinnigen Subventionen über das Verwaltungsmonster EU, wo ohnehin zu viele klebrige Hände an unseren Steuern bleiben, bis ein Bruchteil davon tatsächlich bei den Landwirten ankommt und schon kann man auch vernünftige Preise an den Metzger seines Vertrauens zahlen. Ohne diese EU mit ihren unsinnigen Spielregeln könnte das Leben so einfach sein.

Daumen drauf und gut

Ich bin gegen jede Art von Ausbeutungsverträgen. - Nicht nur in der Fleischindustrie, sondern auch im Transportgewerbe, oder bei Versandhändlern.

Am Ende des Tages muss jeder so viel Geld in der tasche haben, dass es zum Leben (gut) reicht. - Es kann nicht sein, dass jemand, der Vollzeit arbeitet dann noch auf Tafeln, oder irgendwelcher anderer Aufstockungsmaßnahmen angewiesen ist.

Wir haben es alle selbst in der Hand. - Lassen wir das billige Fleisch beim Discounter liegen, und fragen mal beim örtlichen Metzger (der deutlich teurer sein muss, als das Fleisch bei einem Discounter), wo das Fleisch herkommt, wie es geschlachtet wird, und wo...

Wenn ich dafür dann 10 Schnitzel weniger im Jahr esse, weil ich es mir öfter nicht mehr leisten kann, dafür aber die Arbeiter gut bezhahlt werden, dann ist das der Schritt, in die Richtung in die wir alle gehen sollten.

Nur wenn beim Discounter keine Nachfrage nach billigem Fleisch mehr herrscht, wird er auch weniger abnehmen.

Erklärung, warum Fleisch nicht teurer werden muss....

Ein Fleischfabrikant bezahlt einem Subunternehmer 3000 Euro für eine Arbeitskraft. Dieser Sub bezahlt wieder einen Sub für 2500 und verdient dabei 500 Euro. Der SubSubunternehmer bezahlt dem rumänischen Arbeiter 2000 (wenn überhaupt) und kassiert dabei aber noch 250 Euro Miete für eine besch…. Wohngelegenheit – der SubSub verdient also auch um die 500 Euro.
Wenn nun der Fleischfabrikant den Arbeiter wieder direkt einstellt und ihm dann DIE GLEICHEN 3000 Euro bezahlt, dann kostet dies dem Unternehmer keinen Cent mehr. Das Fleisch wird keinen Cent teurer! Einzig die SubSubSubunternehmer verdienen nichts mehr auf Kosten der Arbeiter!
Also – weg mit den Werkverträgen! Und alles bei gleichem Fleischpreis. Ganz am Ende sind die Fabrikanten dann noch froh, wenn sie ihr Fleisch mit (scheinheiligen) Argumenten teurer machen können => Sie können die Preiserhöhung ja dann der Politik in die Schuhe schieben. Am Ende verdienen Sie noch mehr, dies würden Sie aber natürlich nie zugeben!

Am 21. Mai 2020 um 13:45 von Skywalker

" Ich kenne keinen davon. Aber da das Medianeinkommen in D weit über dem Mindestlohn liegt ist Ihre Aussage schlicht gelogen. "

Das stimmt aber nur scheinbar, Median ist 1660 €, es gibt 9,1 Millionen Rentner unter 1000 Netto laut Artikel TS, dann haben wir noch H4 und Arbeitslose plus Unterbeschäftigte.
Die alle auch nicht auf diese Summer kommen, die Menge lasse ich jetzt mal offensind aber so um 10.
Das macht ganz grob über den Daumen, jede 4 Person für das Land.
Wenn Sie niemand kennen der unter der Grenze liegt, dann ist das so, ich kenne dagegen in meinem Umfeld sehr viele.

um 13:27 von Mike65

"Da tut sich mir dann eine provokante Frage auf: Warum schafft man es nicht, Hartz IV und andere Sozialhilfeempfänger, die arbeiten könnten, in diesen Segmenten zu platzieren. Damit würden diese Mitmenschen für das durch unsere Steuern und Sozialabgaben finanzierte Geld eine Gegenleistung erbringen. Aber leider gibt das wohl unsere derzeitige Rechtsprechung nicht her..."

——————————

Aha, zum Reichsarbeitsdienst? Da mangels Zwangsarbeitern niemand anders zur Verfügung steht, damit
"wir" (Sie unterscheiden "uns" von DEN anderen, den Hartz IV - Empfängern u.a.) Grillweltmeister bleiben? Sie wollten provokant sein und bekommen den Senf nun ohne Wurst. Daß Sie Ihre Verachtung fair auf die "Freizügigen" und die nach Ihrer Ansicht selbstverschuldeten Arbeitslosen verteilen, macht es eher noch schlimmer. Eigentlich Unsäglich.

Am 21. Mai 2020 um 13:43 von Biecher

entschuldigung, aber Sie sollten sich vielleicht informieren, wie sich der Preis für ein KG Fleisch zusammensetzt.
Wir werden hier kein Gülleproblem lösen, wenn die Schlachterfirmen in ein anderes Land gehen.
Beim Bauern ist es nämlich so, dass sich die Höhe der EU-Subventionen nach der Betriebsgröße misst.
Ergo muss man viele Tiere haben, um eine möglichst hohe Subvention zu bekommen. Somit, egal wo der Schlachtbetrieb steht, das Fleisch wird wohl vom gleichen Erzeuger kommen.

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13:56 von andererseits

immer wieder erstaunlich, wo sie überall hin kommen und sich auskennen

13:34 von Martinus

andersrum wird doch ein schuh raus. in der eu wird das gammelfleisch doch hauptsächlich für den export (grosse mengen an china) erzeugt. ich kaufe gutes fleisch beim erzeuger oder mir vertraute lieferer. gleich gibbet es angus hüftsteak (200g) für 12 € mit frischen kartoffeln, spargel und lecker sosse mit ei und butter und estragon

Europäische Lösung

Heißt in der Politik: wir wollen das nicht und die EU wird es schon für uns verhindern!

Culo falso

Irgendwie niedlich, wie Sie versuchen, die Welt zu erklären - wissen Sie wenigstens selbst, was genau Sie sagen wollen?

13:34 von Martinus

>>Warum legt die Bundesregierung nicht zusätzlich zu den bereits beschlossenen Maßnahmen einen Mindestpreis pro Kilo für den Verkauf von Fleisch im Einzelhandel fest? Damit wäre dem Import von ausländischem Billigfleisch ein wirksamer Riegel geschoben.<<

Das ist ja genial!
Damit kann die Fleischindustrie erst richtig Gewinn machen.
Billigfleisch aus dem Ausland und hier zum hohen Mindestpreis verkaufen.

Und tschüss...

Soso, man droht also mit Abwanderung, weil man hier die Mitarbeiter nicht mehr angemessen ausbeuten darf.

Ja, dann...TSCHÜSS!!!

12:48 von Lin

die gleiche dumme Drohung, die auch die Autoindustrie immer gerne auspackt.
.
wissen sie was ein "normaler" Bandarbeiter in der Autoindustrie verdient
ein Vorarbeiter ... Gruppenmeister ... Planer .....
also zu seinem Gehalt im letzten Jahr kriegte der noch 9.700 Euro extra an Sondervergütung
zu seinem Weihnachtsgeld dem Urlaubsgeld und seinem Gehalt
so viel mal zum Thema "Ausbeutung"

13:34 von Martinus

Warum legt die Bundesregierung nicht zusätzlich zu den bereits beschlossenen Maßnahmen einen Mindestpreis pro Kilo für den Verkauf von Fleisch im Einzelhandel fest?
.
können sie mir den Sinn erklären
damit die noch mehr Gewinn machen ?

15:33 von zoro1963

Zitat:"Heißt in der Politik: wir wollen das nicht und die EU wird es schon für uns verhindern!"

Nein, das heißt es nicht. Es muss sichergestellt sein, dass diese ausbeuterischen Betriebe nicht in einem anderen EU-Land weiter ihr Unwesen treiben dürfen, sollten sie ihre Drohung, abzuwandern, wahrmachen wollen.

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Fleischverarbeitenden Industrie

Sicherlich werden einige Betriebe abwandern. Betriebe, die vernünftige Arbeitsbedingungen und gute Löhne zahlen, werden bleiben. Es liegt dann an den Verbrauchern deren Produkte zu kaufen.

Wandel

das diese armen Arbeiter zusammengepfercht mit mehreren Personen in einem Zimmer untergebracht waren, an Corvid-19 erkrankten, und erst danach fällt es der Öffentlichkeit auf das hier Missstände sind? Das ist seit Jahren bekannt und keiner, absolut keiner der feinen Politiker hat es für nötig gehalten etwas zu unternehmen. Scheinheilige Ausnutzung von Billiglöhnern aus Osteuropa, 2000 Tonnen Fleisch lagen da und wer hat es nun wirklich weiter verarbeitet, wenn niemand außer den erkrankten da waren? Das billige Fleisch, die ungeheure Qual der Tiere, Gülle wo keiner weiß wohin damit, vielleicht hinten nach Brandenburg an die Polnische Grenze? Landwirtschaft die Gifte spritzen wo kaum noch Insekten leben, Grundwasser verseucht durch die Abfälle, Massenproduktionen fürs Ausland und die Landwirte klagen? Alles für die ja so billigen Lebensmittel und auf der anderen Seite nur Probleme. Alles noch nicht genug, wacht mal auf!

Wenn die Fleisch

Wenn die Fleisch verarbeitende Industrie Deutschlands sich halbiert, reicht es immer noch gut für den inländischen Bedarf. Und das Güllen-Grundwasser-Problem würde nebenbei deutlich entschärft.

Am 21. Mai 2020 um 13:47 von morgentau19

„Wie bei Lufthansa!
Wenn eine Unternehmensführung nur kurzfristig denkt und nicht langfristig, also keine Rückstellungen für Krisenzeiten bildet, muss es eben gehen.“

Eigentlich in ziemlich logischer Kommentar,

aber

„Für Geschäftsjahre, die nach dem 31.12.2009 beginnen dürfen nur noch Rückstellungen für drohende Verluste
aus schwebenden Geschäften,
ungewisse Verbindlichkeiten, Gewährleistungen, die ohne rechtliche Verpflichtung erbracht werden,..“

Mit Corona war aber 2019 noch nicht zu rechnen. Gilt auch für Lufthansa.

„Die Bildung von Rückstellungen bewirkt im Unternehmen, dass Aufwendungen verbucht werden, das Kapital dafür aber noch gar nicht abgeflossen ist. So kann der Jahresüberschuss minimiert oder der Jahresfehlbetrag des Unternehmens erhöht werden.“

Mit unsinnigen Verlustrechnungen ist der Finanzminister nicht einverstanden.

Darum ist die hier mehrfach vorgetragene Forderung: „ Für schlechte Zeiten vorsorgen“, für Unternehmen, so nicht möglich.

15:39 @Sisyphos3 ... Ausbeutung ...

... wird nicht über Lohn oder Gehalt definiert.

Langjährige Fließbandarbeiter in der Automobilindustrie mit 3-Schichtsystem und 7 Tage Dienst verdienen gut, ein junger Ingenieur bekommt das nicht.

Es nützt auch nichts, diese Branche hervorzuheben, wenn ma in anderen Branchen und Unternehmen ohne Tarifvertrag nur einen Bruchteil für schwere Arbeit bekommt.

Ohne Ausbeutung kein Profit.

Nach Verbot von Werksverträge...

Werkverträge sind weit verbreitet. Fast 90 Prozent aller deutschen Unternehmen lagern mindestens einen Kernprozess mittels Werkvertrag aus, heißt es in einer Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung.
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Es kann keiner behaupten, das sei erst seit der Corona-Krise zu Tage gekommen. Der Politik sei gesagt, das Problem von Werksverträge, Subunternehmen gibt es in vielen Branchen der Wirtschaft schon lange. Entweder wird in Ausland billiger Produziert, weil eben dort nur Hungerlöhne gezahlt werden müssen. Oder man holt sich eben Tausende dieser Billiglohnarbeiter die über Subunternehmen und über Werksverträge in der Fleischindustrie oder als Erntehelfer eingesetzt werden. In Grunde geht es nur um das eine. Einen maximalen Profit zu erzielen. Und davon will die Politik, die nun glaubt ein Gesetz zu machen um dies zu verhindern, nichts bewußt haben ?

Reisende soll man nicht aufhalten!

Also lasst sie wandern wohin sie wollen.
Umdenken! und nicht immer das billigste Fleisch kaufen.
Speziell bei Fleisch von Schwein oder Huhn sollten wir Mindestpreise einführen, dann könnten auch die Mitarbeiter vernünftig bezahlt werden und etwas für die Tiere getan werden.

Deutschland, Deutschland...

Warum sollte die Fleischindustrie abwandern? Wir leisten uns doch auch den Luxus der Automobilkonzerne, die uns Verbraucher abzocken. Einer geht immer noch...

16:50 von Werner Krausss

unsere finanzminister begreifen schon aufgrund ihrer bildung nicht, wie abschreibungen funktionieren. beste beispiele die neuen vorschläge von scholzborhans

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