Ihre Meinung zu: Kabinett: Strenge Regeln und Verbote für Fleischbranche

20. Mai 2020 - 11:09 Uhr

Die Corona-Krise zeigt: Die Arbeitsbedingungen in großen Schlachtbetrieben sind oft miserabel. Jetzt reagiert das Kabinett mit strengeren Auflagen und Verboten. Die Fleischindustrie fühlt sich diskriminiert.

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Kommentare

Drohungen

„ Der Fleischverband hatte zuvor davor gewarnt, Werkverträge zu verbieten. Bei einem Verbot der Anheuerung von Subunternehmen drohten gravierende wirtschaftliche Schäden, sagte die Hauptgeschäftsführerin des Verbands der Fleischwirtschaft, Heike Harstick, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Große Teile der Fleischproduktion würden dann ins Ausland abwandern.“

Ich hoffe, dass such die Bundesregierung von diesen Drohungen nicht zu Abmilderungen im Nachhinein erpressen lässt. Es kann nicht sein, dass die Wirtschaft tun und lassen kann, was sie will und bei Verbesserungen für die Mitarbeiter sofort mit Abwanderung ins Ausland droht. Wir essen Fleisch, aber seit Jahren nur von unserem ortsansässigen Metzger der selbst schlachtet und wurstet. Er ist teurer, klar. Aber dadurch isst man bewusster. Und gute Ware und Mitarbeiter, die von ihrer Arbeit auch hier leben können, sind es allemal wert.

"Corona fördert Missstände zutage"?!

Diese Zustände sind nicht neu und wenn sie für die Medien, die Politik und die Menschen nun eine Überraschung sind, dann habe ich nur noch Fragezeichen. Wie so oft: man konnte es wissen. Als Medium, als Politiker und als Konsument. Warum gibt sich unsere Landwirtschaftsministerin nun betroffen?? Sicher nur wegen der Öffentlichkeit. Wenn sie tatsächlich nichts wusste, ist sie auf dem Posten falsch. Wenn sie es wusste und nichts unternahm, ist sie auf dem Posten ebenso falsch. Und für jeden von uns persönlich ist das Problem einfach zu lösen: Einfach kein Fleisch essen.

Die wichtigste "neue" Regel ist zum Glück dabei

"Das Bundeskabinett hat nach den jüngsten Corona-Ausbrüchen in der Fleischindustrie nach Informationen von tagesschau.de
>>> ein Verbot von Werkverträgen und Arbeitnehmerüberlassungen in der Branche beschlossen"

Genau darauf kommt es an: Dass diejenigen, die von der Arbeitskraft ihrer "Beschäftigten" profitieren SELBST für die Wahrung von deren Rechten zuständig sind.

strenge Regeln und Verbote für Fleischbranche

Auch diese Misstände, sind nicht erst seit ein paar Tagen bekannt.
Und wieder beweist die Politik, das sie nicht in der Lage oder willens ist, bestehende Probleme rechtzeitig anzugehen oder gar zu lösen.

Lange bekannt

Das die Beschäftigungsverhältnisse in vielen Großschlachtereien nur ein paar € im Monat von Sklaverei entfernt sind ist lange bekannt.

Nur werden, angesichts des Exportwahns, nicht nur hier die Augen zugedrückt.

Solang die geschädigten keine einflussreichen Großaktionäre sind, ist keine Schandtat zu amoralisch.

Auch wieder sehr gut am Fall der VW-Manager zu sehen, wegen Millionenfachen Kundenbetrug sind sie vollkommen unbehelligt geblieben... Aber kaum war die Dividende bedroht hagelte es Anklagen und Ermittlungen.

Da aber auch sie zu den gehoben Kreisen zählen, kamen sie mit milden (im Vergleich zu dem was sie mit dem Betrug eingestrichen haben) Geldstrafen davon.

Ich wünsche mir, habe aber wenig Hoffnung, dass unsere Politiker durch diese Kriese die gerechte Balance wieder finden.

RE: Peter Meffert um 11:09 - Vorgängerthread

Sie beschreiben den Verfall einer Branche, ausgelöst durch die "Geiz-ist-geil"-Mentalität der überwältigenden Mehrheit deutscher Konsumenten ! ... sowie der Erwartung, Fleisch und Wurstwaren zu jeder Zeit und unbegrenzt konsumieren zu können.

Gruß Hador

Merkwürdig...

Schon merkwürdig, daß bei Mißständen, die Menschen betreffen, von Seiten der Politik oftmals rasch gehandelt wird.
Die Mißstände, die Tiere betreffen, wie bspw. in Schlachthäusern, werden kaum jemals in Angriff genommen, dabei findet dieses millionenfache erhebliche Leid allenortens statt.

und was ist mit Bau und Ernte, alle Sammelunterkünfte ?

Schön, dass in der Fleischindustrie jetzt durch gegriffen wird. Leider funktioniert dies erst ab 1.1.2021 so richtig, - wenn überhaupt - .

Und dann gibt es insgesamt in Deutschland die Lebensmittelbrache. Hier stellt sich die Frage, in welchen Betrieben wird das Geerntete verarbeitet, und sind dort ähnliche Verstöße zu vermelden, wie in der Fleischindustrie.

Es gibt noch mehr Brachen mit Sammelunterkünfte.
Hier ist die gesamte Bauwirtschaft betroffen, und auch die Landwirtschaft mit den Erntehelfern, und auch die Sammelunterkünfte für Flüchtlinge und Asylanten und auch Obdachlosenunterkünfte.

Und was ist damit ?

ein erster richtiger Schritt

Es ist richtig die Beschäftigung von billigsten Leiharbeitern zu unterbinden.
Der Metzger vor Ort hat diese sowieso nie gehabt.
Billigfleisch wird teuerer werden, wenn deutsche Großschlachter wieder ordentlich bezahlen müssen.
Sollten diese ins Ausland 'fliehen', liegt es am Verbraucher, wenn er Fleisch verpackt in Polen usw. kauft.

Kabinett: strenge Regeln und Verbote für Fleischbranche

Donnerwetter !!!
... das hätte ich nicht erwartet.

Gut so, danke Herr Heil !

Bleibt nur abzuwarten, ob dies auch alles so umgesetzt wird.

Gruß Hador

Werksverträge für für Arbeitsleistungen?

Die missbräuchliche Ntzung von Werksverträgen ist ein Skandal, nicht nur in der Fleischindustrie. Damit werden die Risiken auf die sozial schwächsten Glieder der Gesellschaft abgewälzt und außerdem andere Gesetze, wie z.B. zur Arbeitszeit oder zum Mindestlohn unterlaufen.

Warum weden nicht einfach die existierenden Gesetze durchgesetzt, wie es sich für einen Rechtsstaat gehört? Oder akzeptieren wir auch in Zukunft, dass der Rechtsstaat zugunsten von Lobbies und Einzelinteressen zurücktritt?

Warum jetzt?

Die Regierenden wollen uns doch nicht ernsthaft vormachen, dass sie von den Zuständen nichts gewust haben. Und natürlich auch nicht, wie diese Art deutschen Verhaltens sich insbesondere auch auf Landwirtschaft und ländliche Strukturen nicht nur im Inland, sondern insbesondere bei unser "Freunden" und "Partnern" im EU-Ausland auswirkt, bis hin zur Entvölkerung ganzer Landstriche.
Sonst müsste man ja glatt annehmen, die wissen auch nicht, dass genauso unser Wirtschaftswachstum auf dieser Lohnpolitik beruht, die ebensolche Auswirkungen bei unseren "Unionsfreunden" zeitigt.

11:23, Margareta K., Vorgängerthread

>>10:13 von fathaland slim
“Die Erntehelfer werden regulär bezahlt, und es sind keine Subunternehmer im Spiel.“

Das ist richtig.
Inzwischen gibt es Berichte, dass diese Erntehelfer (die die Höfe nicht verlassen dürfen), im eigens für sie angelegten “Hofladen“, Ware zu völlig überzogenen Preisen kaufen müssen. Ist das die neue Masche, den Mindestlohn zu umgehen?<<

So was haben sie wohl vom Sharecropper-System in den USA gelernt, oder den dortigen Bergbaukonzernen. Mit ihren so genannten "Company Stores". Da gibt es sogar ein Lied drüber: "Sixteen tons, and what do you get? Another day older, and deeper in dept. Saint Peter, don't you call me 'cause I can't go, I owe my soul to the company store."

Wenn man dem Kapitalismus und seinen Protagonisten nicht genauestens auf die Finger schaut, dann reißt genau so etwas ein.

Dummerweise schaut man immer gern mal weg.

Die Verhältnisse. die hier thematisiert werden, sind ja eigentlich alles andere als neu und unbekannt.

"Corona fördert Missstände zutage"

Das ist doch, mit Verlaub ... Quark. Die Missstände sind doch schon ewig bekannt und werden billigend hingenommen, so dass jeder sein täglich Billigfleisch auf dem Teller hat. Von Respekt gegenüber unserer Umwelt, Mensch und Tier keine Spur. Und ich wette, das wird auch so bleiben. Sich jetzt so aufführen, wie wenn man aus allen Wolken fallen würde, ist doch mehr als schäbig ...

Sammelunterkünfte nur für.........

„Als Ursache wurden die in der Fleischindustrie verbreiteten Sammelunterkünfte für Arbeiter und schlechte Hygienestandards ausgemacht“. Diese Sammelunterkünfte und schlechte Hygienestandards gibt es nur für Arbeitnehmer in der Fleischbranche? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

...droht mit Abwanderung ins Ausland...

Erwischt. Das ist das Pfeifen im Wald. Natürlich ist es Sklaventum, was in den Schlachthöfen praktiziert wird. Ob Gammelfleisch oder Corona, wenn sich nichts ändert, wird die nächste "Katastrophe" nicht lange auf sich warten lassen.

organisierte kriminalität?

seit jahren berichten monitor,report usw über die mafiösen strukturen in der fleischindustrie,doch immer wieder bl(ö)ckierten die csu landwirtschaftminister reformen und auch jetzt suchen schon juristen und leihbeamte, nach schlupflöchern um weitermachen zu können wie bisher.noch immer werden millionen kücken geschreddert und ferkel unbetäubt kastriert.deutschland ist einer der wenigen länder wo wirtschaftkriminalität und organisierte kriminalität getrennt verfolgt und bestraft werden.zum glück gibt es ja einen neuen straftatbestand die"clankriminalität"hier kann man härtere strafen fordern bis der arzt kommt,da volksdeutsche davon niemals betroffen sein können,da clankriminalität zwar von deutschen staatsbürgern begangen wird aber nicht von blutsdeutschen.diese kritik geht voll an die ard,hier mal ihren sprachgebrauch zu überprüfen und nicht alles von der dpolg zu übernehmen.

Kernproblem wird mal wieder nicht angefasst

Es werden lediglich einige Symptome behandelt, das Kernproblem INDUSTRIELLE MASSENTierhaltung, Produktion von Billigfleisch und ein viel zu hoher Fleischkonsum werden leider nicht hinterfragt. Leider wird auch zuviel "Rücksicht" auf Konsumenten mit wenig Geld genommen, Menschen mit höheren Einkommen essen tendentiell (statistisch gesehen) sehr viel weniger Fleisch und meist höherwertiges z. B. Biofleisch oder regional. Besser wäre eine Förderung oder Mehrwertsteuerabschaffung von gesunden Produkten, von Obst und Gemüse. Damit kann man ärmere Menschen besser helfen als mit billigem Ekelfleisch abzuspeisen.

Gravierende Schäden

hat diese Art de Wirtschaftens bereits lange im In- und Ausland hervorgebracht. Ich habe da keinen von den Verbänden jammern hören.

Wenn das dann im Ausland wieder ordentliche Viehhaltung und auch kleiner Schlachthöfe statt Fleischfabriken ermöglicht wäre das doch nur gerecht.

11:33 von 0_Panik

Zitat:"Es gibt noch mehr Brachen mit Sammelunterkünfte.
Hier ist die gesamte Bauwirtschaft betroffen,"

Stimmt. "Schönstes" Beispiel Stuttgart 21. Türkische Eisenbieger, von türkischen Subunternehmern angeheuert, arbeiten unter "merkwürdigen" Bedingungen am Protzbauwerk der Deutschen Bahn. Kann man beim SWR nachschauen... Ihre Liste enthält aber Äpfel und Birnen: man kann Sammelunterkünfte auch menschenwürdig betreiben, siehe z.B. Kasernen oder LEAs. Auch haben Sammelunterkünfte und Leiharbeit nicht immer miteinander zu tun.

Rasch?

Welch seltsame Vorstellung von rasch. Diese Zustände sind so seit Jahrzehnten, und jeder konnte es wissen.
Man handelt jetzt nicht für die Menschen, sondern um die Fleischindustrie am laufen zu halten.

@11:31 von Hador Goldscheitel

"... Sie beschreiben den Verfall einer Branche, ausgelöst durch die "Geiz-ist-geil"-Mentalität der überwältigenden Mehrheit deutscher Konsumenten ! ..."
Sicherlich spielen die Konsumenten eine Rolle.
Leider ist es aber auch so, dass es in Deutschland zu viele arme Konsumenten gibt, Z.B. Hartzer und Sozialhilfeempfänger und auch Menschen mit kleiner Rente, die oft in der Höhe von Sozialhilfe oder knapp darüber zu beziffern ist. Diese Menschen müssen das Billig-Fleisch kaufen, weil z.B. das Gemüse und Obst in den Wintermonaten teurer ist als das Billigfleisch.
Werden alle Fleischproduzenten zu den gleichen - verbesserten - Verarbeitungsmöglichkeiten per Gesetz genötigt, wird das Billigfleisch überall in etwa gleicher maßen teurer (Inflation).

Bleibt die Frage, was wird z.B. aus den Hartzern und Sozialhilfeempfängern und auch Menschen mit kleiner Rente, die sich in den Wintermonaten schon das Gemüse und das Obst nicht leisten können ?

Fleischverband

Ich frage mich was diese Institution überhaupt zu melden hat. Sie sollen beraten und ordentlich organisieren, denn für mehr werden sie nicht bezahlt. Wenn der Staat die Sicherheit der Bevölkerung sicherstellen will, haben diese ominösen Institutionen nichts zu melden. Vor allen Werkverträge so zu gestalten, dass anscheinend niemand verantwortlich sei zeugt von deren Inkompetenz, denn sie haben ihre eigene Branche nicht unter Kontrolle. Meiner Meinung nach müsste es komplett in staatlicher Hand bis die Krise vorbei ist, denn bewährt haben sie sich ja nicht.

11:35 von Hador Goldscheitel

Zitat:"Bleibt nur abzuwarten, ob dies auch alles so umgesetzt wird."

Das bleibt spannend. Die Mitgliedsliste des Agrarausschusses des Dt. Bundestages liest sich bei der CDU/CSU wie das Who is who der Agrar- und Fleichlobby...

Druck

Klar das die Fleischindustrie jetzt droht. Und ich denke in Berlin Werden sich die Türen in Drehtüren verwandeln so schnell wie die Lobbyisten da ein und ausgehen.
Endeffekt ist das die Beschlüsse so lange weichgespült werden und mit Hintertüren versehen werden bis alles normal wie gehabt weiterläuft. Oder ganz zurückgenommen. Siehe auch Mautmillionenversenker Scheuer: Höhere Strafen bei kriminellen Verkehrsverhalten? Bloß nicht, sofort zurückrudern! Und so wird es auch beim Fleisch kommen. Bessere Arbeitsbedingungen? Ach nööö. Vielleicht rascheln ja auch schon die Scheckhefte für "Zuwendungen" an die Parteien.

RE: alleindenker um 11:38

***Warum jetzt?
Die Regierenden wollen uns doch nicht ernsthaft vormachen, dass sie von den Zuständen nichts gewust haben. ***

Warum solte sich ein Politiker mit Lobbyisten einer Branche anlegen, ohne politisch davon zu profitieren.
Erst durch den lauten "Aufschrei" wurden die Missstände zum Politikum. Und da hat Herr Heil die Chance ergriffen, und steht nun als Macher gut da. Ich finde zurecht !

Gruß Hador

Temperatureinflüsse

Tja, wenn man nur ungenügende Hygienemaßnahmen und beengtes Wohnen die Ursachen sind ... vielleicht ist da noch mehr? Drosten macht darauf aufmerksam, dass weltweit Schlachtbetriebe betroffen sind, vor allem auch in den USA. Er äußert den Verdacht, dass die niedrige Temperatur in den Schlachthäusern ebenfalls ein Faktor sein könnte. Dies müsse man näher untersuchen.

Kann nur ein erster Schritt sein

weil die Werkverträge und das Sub- Sub-Subunternehmertum nicht nur in der Fleischverarbeitung, sondern in vielen Branchen existiert, u.a. auf dem Bau, in der Logistik, in der Entsorgung. So werden Verantwortungen delegiert und verschleiert und Vorschriften umgangen- vom Mindestlohn über Sozialabgabenbetrug bis zu Steuerhinterziehung. Wer es sehen will sieht es. Nur fürchte ich, dass da bald wieder Alle die Augen ganz fest zudrücken

Antonietta

Jedes Jahr werden in Deutschland rund 800 Millionen Landlebewesen getötet – Tiere, die wie wir Menschen Freude, Angst und Schmerz empfinden. Nachdem sie ihr Leben lang meist eingepfercht und getrennt von ihren Familien dahinvegetieren, erwartet sie weit vor ihrer natürlichen Lebenserwartung ein gewaltsamer Tod. Aufgrund unmenschlicher Arbeitszeiten und der Schlachtung im Akkord stehen Fehlbetäubungen in vielen Schlachthäusern an der Tagesordnung, d. h. die Tiere erleben den Kehlenschnitt bei vollem Bewusstsein. Zusätzlich werden die gesetzlich festgelegten Zeiten zwischen Betäubung und tatsächlicher Tötung oftmals nicht eingehalten, was dazu führt, dass die Tiere vor oder während der Tötung wieder zu Bewusstsein kommen. Je nach Betäubungsart liegt die Rate der unzureichenden Betäubung laut Bundesregierung bei Schweinen zwischen 3,3 und 12,5 Prozent und bei Rindern zwischen 4 und 9 Prozent, wenn sie getötet werden. Das sind jährlich bis zu 7,5 Millionen Schweine und weit über 300.00

Die alten Probleme im neuen Gewand

Genau so wie, für mich persönlich, das Covid-19-Virus, nicht wirklich neuartig und überraschend ist . Ist auch das besagte Schlacht-Problem doch nicht wirklich neu oder ? Hatten wir diesen Diskurs im ähnlichen Format nicht auch schon bei Vogel-und Schweinegrippe.
Der Mensch an sich vergisst eben schnell und handelt zu spät , besonders wenn er im Bundestag sitzt?

Komisch...

Auf einmal gehts?

Das zeigt einmal wieder, dass unsere gesamte Politik eine Marionette der Industrie ist und jetzt nur gehandelt wird, nun ja, weil die Büchse der Pandora geöffnet worden ist und die Zustände nun in der Öffentlichkeit sind...

Nun ja, man muss sich ja die Anschlussverwendung sichern, gell?

Und als nächstes? Vielleicht mal die Leiharbeiter der Paketdienste?

und wieder geht ein Industriezweig über den Jordan

Nachdem durch überzogene Auflagen der EU bereits die kleinen lokalen Schlachtbetriebe und die regionalen Schlachthöfe größtenteils zur Aufgabe gezwungen worden sind, müssen jetzt aus ideologischen Gründe auch die verbliebenen Großschlächter daran glauben.
Die Folgen der übertriebenen Vorschriften sind in vielen anderen Branchen sichtbar: Die Produktion erfolgt zukünftig im Ausland. Die Folgen waren gerade bei Corona sichtbar. Für die Fleischbranche bedeutet dies aber auch, daß dann bei den deutschen Landwirten keine Tiere mehr gekauft werden. Die Tiere kommen dann ebenfalls aus den osteuropäischen und südamerikanischen Großbetrieben.
Für die Arbeiter bedeutet das keine Verbesserung. Im Gegenteil: Für viele Menschen aus Ost- und Südosteuropa waren die Werkverträge eine gute Möglichkeit, sich in einem absehbaren Zeitraum ein Zubrot für größere Anschaffungen verdienen zu können ohne daß gleich die gesamte Familie die Heimat verlassen mußte.

@ 20. Mai 2020 um 11:18 von Minka04

Kein Problem...
Jedenfalls nicht für Lidl & Co - denn deren Logistikketten sind so aufgestellt dass problemlos das Fleisch, schon etikettiert mit einem niedlichen Schwein bzw. Bauernhof irgendwo in Norddeutschland fertig verpackt im Kühl-LKW en masse von Romanien nach Deutschland gefahren wird...
Am Preis werden wir hier nix merken da das Transportunternehmen ja sowieso aus Osteuropa kommt und Arbeitslose gibts auch nicht mehr da die ja ebenfalls Osteuropaer sind...
Alles, alles wir gut und jetzt verabschiede ich mich zu Discounter, schnell noch das Kilo Schwein für die morgige Vatertagsgrillparty für €4,99 einsacken...

@alleindenker, 11:38

Die Regierenden wollen uns doch nicht ernsthaft vormachen, dass sie von den Zuständen nichts gewust haben.

Nein. Jedenfalls habe ich nichts davon gehört, dass das jemand behauptet hat.

Aber wenn Sie keine Kritik an den jetzt beschlossenen Regelungen haben, müssen Sie ja nicht das "schon längst fällig" anprangern, nur um irgendetwas negatives loszuwerden.

Ich warte gespannt darauf, ob die Vorschriften auch Realität werden, oder ob man sie relativiert oder bis zur Unkenntlichkeit aufweicht. Das wäre nichts neues, aber da kann man dann schimpfen, wenn es soweit ist.

Was für eine Heuchelei

Es ist so erstaunlich das wir keinen einzigen Abgeordneten Minister oder Kanzler haben und auch keine innen Welche jemals in den letzten 15 Jahren Fernsehen geschaut oder Internet genutzt oder Zeitung gelen haben.
Denn jeder konnte das so wissen!
Es sind diejenigen Abgeordneten welche diese Sklaverei Gesetze beschlossen haben, welche jetzt so Überrascht tun.
Alles genauso bekannt wie die Missstände in der Pflege in den Paketdiensten usw.
Auch schn lange Bekannt ist wie gefährlich sollche Zustände sind.
Die einzige Partei welche regelmäßig gegen sollche Mißstände versucht etwas zu tun ist die Linke. Die Anderen lügen was die Balken biegen oder wollen das genauso haben!

Wir brauchen kein Schlachten!

Schon gar nicht als Massenschlachtung.
Es ist so schrecklich, was hier geschied.
Von mir aus kann die ganze "Fleischindustrie" verschwinden!

Im Westen nichts Neues

Es haben schon so manche ihren Job verloren, weil sie auf die Machenschaften der Fleischbranche sowie der dazu gehörigen Behörden aufmerksam machen wollten, z.B. Dr. Margrit Herbst, Dr. Hermann Focke. Jetzt irgendwie entsetzt zu tun ist mehr als verlogen auf alle Fälle von Politikerseite, die haben da doch seit Jahren weggeschaut und diese Giga-Schlachtbuden gefördert.
Schade, das nicht einmal jetzt auf die "Hauspreise" eingegangen wird, mit Hilfe denen die Schlachtkonzerne seit Jahren wenn nicht Jahrzehnten Millionen von Euros den Tierhaltern vorenthält.

Corona sei Dank!

Unglaublich, was der logische Menschenverstand über Jahre nicht geschafft hat, macht nun ein Virus möglich.
Corona sei Dank! Die Ausbeutung in der Fleischbranche neigt sich dem Ende.

@ 11:09 von RoyalTramp (Vorgängermeldung)

Ihr Antwort-Kommentar lässt sich in einem Satz zusammenfassen: "Am besten nix ändern" - gut dass der Kabinettsbeschluss ein deutlich anderes Signal setzt. Und es wäre konsequent, auch in anderen Branchen das Unwesen von Subunternehmen, die vor allem aus Lohndumping und Minimierung von Arbeitnehmer*innen-Rechten zielen, unter die Lupe zu nehmen und zu verbieten.

@grübelgrübel - Der Verbraucher ist (fast) machtlos.

11:31 von grübelgrübel:
"Die Haltungsformen 1-4, die auf den verpackten Fleischprodukten angegeben werden geben einen Anhaltspunkt."
> Die Haltungsform wird vom Hersteller angegeben, der von den Behörden nicht kontrolliert wird. Da kann man drauf vertrauen, muss man aber nicht.

"Noch besser ist BIO-Fleisch. Dort werden auch besondere Regeln zur Schlachtung vorgegeben."
> Vorgegeben oder auch umgesetzt? Es stellt sich abermals die Frage nach der Kontrolle. Außerdem gibt es hunderte Gütesiegel auf Lebensmitteln. Und die Vorgaben für "bio" sind teilweise auch nur Massentierhaltung mit Trennwänden.

"Die Wahl hat man schon, man muss nur wollen."
> Die wenigsten können ihr Fleisch direkt beim Bauern kaufen und sich jede Mahlzeit selbst zubereiten. Allen anderen bleibt nur die Wahl zwischen essen und nicht essen. (Oder das Vertrauen auf die Selbstkontrolle der Fleischindustrie.)

11:52 von Zwiespalt

Zitat:"Der Mensch an sich vergisst eben schnell und handelt zu spät , besonders wenn er im Bundestag sitzt?"

Oder wenn er bei ALDI und Co vor dem Fleischregal steht...

Chance gut genutzt

Hätte Heil dies in "normalen" Zeiten vorgeschlagen, wäre er am Widerstand der Lobby gescheitert und an denen, die meinen, ein Hähnchen müsse 3.99 € kosten und davon herumschwafeln, dass höhere Preise für Fleisch unsozial sind usw. Meine Güte, dann erhöht halt die Sozialhilfe.

Insofern hat er die Chance gut genutzt. Klöckner hat kurz versucht abzuwiegeln, aber letztlich gesehen, dass sie damit nur ein Eigentor schießt.

Oha...

"Am 20. Mai 2020 um 11:46 von alleindenker
Rasch?
Welch seltsame Vorstellung von rasch. Diese Zustände sind so seit Jahrzehnten, und jeder konnte es wissen.
Man handelt jetzt nicht für die Menschen, sondern um die Fleischindustrie am laufen zu halten."

Nicht zu vergessen, man handelt um sich selbst zu produzieren. Das Bild einer sich sorgenden, weitsichtigen,
rational handelnden Regierung abzugeben.
Das man dabei Jahrzehte weggeschaut hat, wird natürlich
nicht erwähnt. Auch die Abteilung Journalismus fragt
da bei den Pressekonferenzen nicht genau nach.
Sie wissen schon warum.

Tipp: Schauen sie mal wer bei ihnen im nächstgelegenen
Pflanzen-Zuchtanlage arbeitet und wo diese "Arbeiter"
abends hingehen.
Die Verhältnisse sind identisch zur Fleischbranche.

Interessiert natürlich nicht. Falsche Branche zum genauer
hingucken. Von der allgemeinen Leiharbeit fangen wir
am Besten erst garnicht an.
Dagegen geht es den meisten Viehbeständen in der BRD
geradezu rosig. Juckt aber auch nicht.

Generöse Fleischindustrielle

Das kann sich wirklich sehen lassen: Krankenversicherung und sogar Lohnfortzahlung im Krankheitsfall! So, so!
Dass der Verbandspräsidenten meint, die Arbeitsbedingungen damit in ein gutes Licht rücken zu können zeigt, wie schlecht diese sein müssen. Ziemliche Chuzpe, das ins Mikrophon zu sagen...

Strenge Regeln und Verbote für Fleischbranche...

 Der Präsident des Zentralverbands der Deutschen Geflügelwirtschaft, Friedrich-Otto Ripke, nannte das Verbot von Werkverträgen in der Fleischindustrie verfassungswidrig. 
###

Nein, dieses Verbot sind die neuen Regeln die nun schnellstens in der Deutschen Fleischindustrie eingeführt werden sollten. Diese Auflagen und Verbote waren schon lange Überfällig. Hier versucht die Fleischindustrie dieses Verbot als Verfassungswidrig hinzustellen...Nein, dass was seit langen in dieser Branche stillschweigend als normal hingestellt wurde, ist in Wirklichkeit als Sittenwidrig zu bezeichnen... Der Fleischindustrie geht es wieder einmal nur um den Profit. Alles auf Kosten von billigen Leiharbeitern aus Osteuropa und wie in schon öfters geschehen (Gammelfleisch)unter Mißachtung der Hygienevorschriften.

um 11:33 von 0_Panik

Sehr verehrter Herr Panik,
richtig, aber was ist mit
- Kreuzfahrschiffen
- Großraumflugzeuge
- Gefängnissen
- Fußballstadien
- Freiluft-Konzerten
- dem Theresienfest in München
- Prozessionen
- Bundeswehrkasernen
Hier gehört staatlicherseits auch durchgegriffen, "aufgeräumt" - wie verschiedentlich Politiker meinen, reglementiert und abgestraft. Wo kommen wir denn da sonst hin! Gell?

Die Abwanderung solcher unhaltbaren Zustände

wären ein Gewinn. Arbeitsrecht sollte nicht nur auf dem Papier stehen, sondern auch deren Einhaltung erfolgen. Was nützen Gesetze und Regeln, wenn sich keiner daran hält.

RE: 0_Panik um 11:47

***Bleibt die Frage, was wird z.B. aus den Hartzern und Sozialhilfeempfängern und auch Menschen mit kleiner Rente, die sich in den Wintermonaten schon das Gemüse und das Obst nicht leisten können ?***

Das kling so ein bischen nach: "Wer sich kein Obst oder Gemüse leisten kann, der muss halt Fleisch essen"! Und genau darin liegt die Perversion !

Durch Erhöhung der ALG II- Bezüge könne die gestiegenen Lebenshaltungskosten ausgeglichen werden.

Es kann aber nicht sein, aus diesen Gründen Mensch und Tier bei der "Produktion" von Fleisch und Wurst ausgebeutet werden, oder übermäßige Qualen erleiden.

Gruß Hador

CDU/SPD/Wahlentscheidungen und Moderne Sklaverei...

Die Corona-Krise zeigt: Die Arbeitsbedingungen in großen Schlachtbetrieben sind oft miserabel.
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Ich finde diesen Satz etwas unpassend, denn man macht sich damit gemein mit einer Politik die reagiert auf Zustände anstatt zu gestalten...

Der Journalismus braucht keine Krise für diese peinlichen Misstände..., mit Sicherheit wurde mehrmals auch in der ARD in unterschiedlichen Formaten darauf hingewiesen...

Gewisse Leute denken dann wieder: Staatsmedien!!!

Die Politik ist leider nicht selten wie eine träge Arbeitskraft die unter Druck gesetzt werden muss damit ein paar Produkte verkauft werden können...;-(

Genau deshalb ist nichts dümmer als die halbblinde Beweihräucherung!!!

@ Frau Müller-Wac

"Schon merkwürdig, daß bei Mißständen, die Menschen betreffen, von Seiten der Politik oftmals rasch gehandelt wird."

Was ist daran merkwürdig? Verstehe ich nicht, wo Sie das nicht verstehen.

@falsa demonstratio - Problemkette Fleisch

11:11 von falsa demonstratio:
"Wir kennen jedes Schnitzel, das bei uns auf den Tisch kommt, mit Vornamen. Metzgermeister M. bei uns um die Ecke macht's möglich."
> Das ist gut. (Ich hoffe Sie wissen auch, wo Metzgermeister M. sein Fleisch einkauft.)

"Billigfleisch kann nicht tierwohlgerecht sein."
> Definitiv nicht. Leider lässt sich Billigfleisch auch teuer verkaufen, wenn man irgendein erfundenes Label draufklebt.

"Es ist verblüffend, was Sie alles zu verantworten haben, wenn Sie auf Billigstfleisch setzen."
> Das hat jeder Fleischkonsument zu verantworten. (Ich esse kaum noch Fleisch.)

Die Problemkette beginnt mit der Abholzung des Regenwaldes, um Tierfutter (Soja) anbauen zu können, geht weiter mit Methan-pupsenden Kühen und dem Antibiotika-Missbrauch in der Massentierhaltung und endet mit der Gülleschwemme.

Wenn man diese Kollateralschäden einpreisen würde, wäre Fleisch unbezahlbar.

Phoenix

zu erst einmal habe gerade auf Phönix ein Gespräch mit einer Grünen Politikerin gesehen wo behauptet wurde das die zustände seit 20 Jahren bekannt sind. da stellt sich mir die Frage warum erst jetzt gehandelt wird und nicht schon früher und warum es überhaupt zu gelassen wurde.
Nun zu den Vorschlägen was kommen soll, finde ich richtig. nur Zweifel ich noch ob es auch umgesetzt wird, wenn man hört was die Fleischindustrie angedroht hat oder besser den versuch unternommen hat zu erpressen den nicht anders ist das was die Fleischindustrie-Bosse angedroht haben.

Fleischindustrie warnt...

Große Teile der Fleischproduktion würden dann ins Ausland abwandern...
###

Dann ist das halt so. Dann sollte sich die schwarzen Scharfe der Fleischindustrie auch gleich neue Absatzmärkte in Osteuropa suchen. Vielleicht trennt sich dann endlich der Weizen vom Streu. Wer wirklich in der Deutschen Fleischindustrie so Produziert das alle Mißstände beseitigt werden, hat ja auch nichts zu befürchten ! Und darum geht es ja auch...

Längst Bekanntes kommt ans Licht!

Immerhin hält Corona doch auch manches Positive bereit. Skandalösen Zuständen in der Arbeitswelt, die es schon jahrelang gibt, wird endlich die gebührende Aufmerksamkeit zuteil und es werden sogar Maßnahmen ergriffen. Erstaunlich, wie schnell das dann wegen eines Virus plötzlich vonstatten gehen kann, nachdem man lange Zeit einfach nicht hingeschaut hat! Möglicherweise sind die Zustände in der Fleischindustrie aber nur die Spitze des Eisbergs. Gestern berichtete das Magazin Fakt von ebenfalls indiskutablen Verhältnissen auf Großbaustellen am Beispiel von Stuttgart 21. Das Subsubsubunternehmensunwesen ist ja auf dem Bau auch längst üble "Normalität". Arbeiter bekommen zum Teil nicht einmal Mindestlohn bezahlt und schuften sogar noch über ihre eigentliche Arbeitszeit hinaus umsonst. Wie wollen sich die politischen Entscheidungsträger da eigentlich hinausreden? Das ist alles lange bekannt und man hat es schlicht ignoriert. Die entsprechenden Lobbyisten haben wohl ganze Arbeit geleistet

@Hador Goldscheitel - Die Politik ist in der Pflicht.

11:31 von Hador Goldscheitel:
"Sie beschreiben den Verfall einer Branche, ausgelöst durch die 'Geiz-ist-geil'-Mentalität der überwältigenden Mehrheit deutscher Konsumenten !"

Was ist wohl einfacher: 80 Millionen Bürgern zu erklären, dass sie keine Produkte mit Billigfleisch kaufen sollen (im Laden und in der Kantine) oder ein Gesetz zu erlassen, dass die Herstellung von Fleisch zum Wohl aller Beteiligten regelt?

Vermutlich funktioniert beides nicht. Der Durchschnittsbürger will es billig und der Politiker will später einen schönen Posten in der Wirtschaft bekommen.

Krokodilstränen

Welch ein Sturm der Endrüstung. Als wenn diese Probleme nicht schon lange bekannt waren. Bekannt bei den Medien, bei den Politikern, bei den Gewerkschaften. Nur, bisher hat man einfach die Augen verschlossen. Waren ja "nur" Fremdarbeiter.
Jetzt, und auch nicht ganz freiwillig, sondern nur auf Druck der Öffentlichkeit, kommt plötzlich der Kontrollzwang. Mit höheren Bußgeldern droht man den Betrieben. Bußgelder, die diese bestimmt aus der "Portokasse" bezahlen.
Das Problem ist und bleibt in Deutschland, der EU immer gleich. Erst wenn sich Proteste in der Öffentlichkeit breit machen, dann und wirklich erst dann, fangen die Obrigen an sich für das Problem zu beschäftigen. Und auch erst dann, wenn eine reißerische Überschrift drin liegt, haben auch die Medien interesse an diesem Problem.
Heute ist es die Fleischindustrie die von den Medien, den Politikern angeprangert wird. Und morgen?

um 11:47 von 0_Panik

"Leider ist es aber auch so, dass es in Deutschland zu viele arme Konsumenten gibt, Z.B. Hartzer und Sozialhilfeempfänger und auch Menschen mit kleiner Rente, die oft in der Höhe von Sozialhilfe oder knapp darüber zu beziffern ist. Diese Menschen müssen das Billig-Fleisch kaufen, weil z.B. das Gemüse und Obst in den Wintermonaten teurer ist als das Billigfleisch."
.
Nicht ganz Deutschland bezieht Hartz IV. Aber schauen Sie mal nach, wie viel Biofleisch oder zumindest Fleisch aus "besseren" Haltungs- und Arbeitsbedingungen Sie bei Ihrem lokalen Discounter bzw. Supermarkt finden werden. In den meisten Fällen wohl exakt 0%.

Fleisch vom regionalen Betrieb

Das ist genau die richtige Vorgabe.
Wir kaufen unser Fleisch ebenfalls nur beim örtlichen Metzger, der per Aushang noch angibt, woher das jeweilige Tier beim regionalen Bauern gekauft wurde.
Bei einer Abwanderung der Massenbetriebe kann das nur für die regionalen Metzger gut sein, denn dann werden durch entsprechende Kennzeichnung der Ware die örtlichen, bzw. regionalen Betriebe deutlich aufgewertet und mehr verkaufen. Dass die Ware dann etwas teurer wird, sollte uns Verbrauchern die Veränderung wert sein !

@11:28 von Eu-Schreck: Lohnanteil Fleisch

"Euro mehr Lohn wirken sich bei dem Schlachtgewicht von Rind und Schwein, und der hohen Verarbeitungsgeschwindigkeit allenfalls im Centbereich auf den Kilopreis aus."

Kürzlich gab es die gleiche Diskussion bei den Erntehelfern für Spargel.

Dort beträgt der Lohnkostenanteil immerhin ca. 50 Cent pro Kilo Spargel. Da merkt der Verbraucher auch nicht wirklich viel, wenn man den Lohn der Erntehelfer erhöht.

@ meine_eigene_meinung

"Der Metzger vor Ort hat diese sowieso nie gehabt."

Na, Sie Glückspilz! Das ist bei uns leider anders...

Der Sohn des Metzgers hat nach seinem Betriebswirtschaftsstudium den Laden des Vaters nach dessen Ableben als "Nebenerwerb" übernommen und sofort die Vertriebsstruktur verändert: Statt selbst schlachten zu lassen, bezieht er das Fleisch ausnahmslos über diverse Großschlachtereien in der weiteren Umgebung. Die Preise im Einkauf sind verdammt niedrig, die Preise im Verkauf sind dagegen unverändert hoch. Der Sohn macht dadurch ein besseres Geschäft als sein Alter zuvor, weil die meist ältere Stammkundschaft immer noch "treudoof" einkauft und dem Aberglauben anhängt, dadurch die lokale Struktur zu unterstützen und weil der Junge doch immer so ein Netter war.

Erzählen Sie mir also nicht, beim Metzger im Ort sei die Welt noch in Ordnung! Da herrschen vielerortens mittlerweile genau die gleichen kranken Strukturen vor, wie auch überall sonst!

Erster Schritt

Immerhin ein erster wichtiger Schritt. Da haben sich die Lebensmittel-Industrie und Frau Klöckner also nicht durchsetzen können. Ich glaube - obwohl ich kein Merkel-Anhänger bin - dass die Kanzlerin in diesem Streit zwischen Heil und Klöckner den Ausschlag gegeben hat.
Nun müsste folgerichtig noch eine generelle Vorgabe folgen, welchen Standards Lebensmittel entsprechen müssen, damit sie auf dem deutschen Markt angeboten werden dürfen. So könnte man der Umgehung der neuen Auflagen durch Verlagerung der Produktion in Nachbarländer vorbeugen.

Die EU ist doch dafür

Die EU ist doch dafür verantwortlich, dass viele kleine Schlachthöfen geschlossen wurden. So viele sinnbefreite Auflagen,dass eben nur noch grosse übrigbleiben.
Was ein gibts bei uns noch regionale schlachtereien. Übrigens mit festangestellten einheimischen Metzgern. Nicht billige Anlernkräfte.
Und das Fleisch kostet nicht mehr.

11:40 von fathaland slim

«So was haben sie wohl vom Sharecropper-System in den USA gelernt, oder den dortigen Bergbaukonzernen. Mit ihren so genannten "Company Stores". Da gibt es sogar ein Lied drüber: "Sixteen tons, and what do you get? Another day older, and deeper in dept …»

"So was" gibt es sicher auch in DEU bei Erntebetrieben in der Landwirtschaft. Waren ja auch schon Berichte im TV zu sehen, wo sich Erntehelfer aus bspw. Rumänien darüber empörten, die Höfe seien so abgelegen, dass es gar keinen ÖPNV gäbe, um zum Einkaufen in die nächst gelegene Stadt fahren zu können. So müsse man zu überteuerten Preisen mit geringer Auswahl im "Company Store" einkaufen.

Gerade aber bei eher größeren Betrieben mit regelmäßig mehr Erntehelfern sind aber auch "just opposite examples". Dort, wo jedes Jahr die gleichen Helfer hin kommen. Große Hofläden in Scheunen, wo Waren zu Selbstkosten inkl. "Aufwand" abgegeben werden.

"Plus der Oberlehrer noch":
"Debt" ist von LAT: debere = verdanken.
"Deber" = ESP: müssen …

So wie man nun dieses Problem "gelöst" hat,

Könnte sich als Bumerang für die Wirtschaft erweisen. Weil zuerst war die Ursache die Unterbringung, da dies Problem sich auf Grund der Wohnraumsituation und anderer Ursachen kaum lösen läßt , geht man nun über Werksverträge. Nur Werksverträge gibt es in fast allen Branchen. Klagt jetzt die Fleischindustrie wo von ich ausgehe, muss man entweder diesen Beschluss ändern oder auf all Branchen anwenden.
Das ist aber ganz sicher zum hochfahren der Industrie kontraproduktiv.
Für alle die meinen nur noch Gemüse und Obst, erinnern sie sich bitte and den körperlichen Aufbau , speziell der Verdauungsorgane, die Natur kann auch grünes Gedankengut nicht aushebeln.
Und sorry , ich kann Kommentare nicht wirklich ernst nehmen wo das wohl der Tiere über den eines Menschen gestellt wird. Bei einigen Kommentaren habe ich immer den Eindruck sie leben noch im bürgerlichen Milieu von vor 50 Jahren

@deescalator

was haben denn die Schlachthöfe mit VW zu tun?
Die Kunden haben jahrelang ihren Diesel gefahren und von den positiven Eigenschaften geschwärmt (hohe Durchzugskraft, geringer Verbrauch etc.) Und jetzt sollen die VW Manager alles Betrüger sein, nur weil man versucht hat, das amerikanische Recht auf D zu übertragen.

Müssen und wollen wir jeden Tag Billigfleisch essen? ...

wir wissen seit den 1980er Jahren, wie schrecklich die Fleischindustrie agiert (siehe z.B. das Buch der Fleischreport) und mit Tieren und Menschen umgeht. Die Lobby dieser Fleischindustrie hat es geschafft, Fleisch als ein Stück Lebenskraft zu verkaufen und es in die Köpfe der Menschen zu verankern, möglichst jeden Tag Fleisch zu essen.
Früher war Fleisch teuer/gutes Fleisch und man konnte es sich am Wochenende als den Sonntagsbraten leisten. Warum müssen Menschen - egal ob aus höheren Einkommens- oder Niedrigeinkommensgruppen das Billigfleisch kaufen? Nur dann wenn man es jeden Tag haben will. In der Schweiz oder Italien kostet Fleisch durchgängig viel mehr Geld und die Leute kaufen es deswegen auch weniger und haben nicht diese Produktionsbetriebe wie wir. Aber wenn es immer noch Bundesländer oder Regionen gibt, die solche Zuchtfabriken und Massenschlachthäuser unterstützen und ansiedeln wollen und das auch noch subventioniert wird, wird sich nichts ändern!

Kabinettsbeschluss

WOW, endlich mal ein Beschluss der seinen Namen verdient. Sollen doch die ganzen Fleischbetriebe abwandern. Nahrung muss endlich wieder das sein, damit diese ihren Namen auch verdient. Nicht, irgend welche zusammen gepanschte Wurst und wässriges Mastfleisch, vollgestopft mir Antibiotika usw. Gerne können "Dorfläden" nur so aus dem Boden schießen. Handwerk ist hier gefragt. Vollwertige Nahrung und vernünftige Löhne wären garantiert. Fleisch braucht niemand jeden Tag auf dem Teller.

Billigfleisch? – Nein danke!

Wie hier schon mehrfach erwähnt, ist es ein schlechter Witz, wenn diese Missstände gerade erst bekannt geworden sein sollen. Ich persönlich esse schon lange kein in Plastik eingeschweißtes Fleisch mehr aus dem Supermarkt. Ich bin zwar kein Vegetarier, faktisch jedoch schon, weil ich dieses Billigfleisch nur noch ekelig finde.

Diese Grillerei zum Vatertag ist auch nicht nötig. Man bedenke bitte die schädlichen CO2-Rauchschwaden der massenweise verbrannten Holzkohle, die zu großen Teilen aus Übersee erst angekarrt werden muss.

Früher gab es Fleisch am Wochenende auf den Tisch – das reicht biologisch völlig aus! So hat sich unser Körper biologisch entwickelt! Guckt euch nur die vielen Fettleibigen an! Ein Resultat des ungezügelten Fleischkonsums und mangelnder Bewegung. Billigfleisch für die Massen und den Massenexport. Eine Sünde ist es, diesen Wahnsinn auch noch mit Steuern zu fördern.

Die Klöckner von Notre-Dame, das ist meine Assoziation zu unserer Bundesministerin für Ernährung.

Wo ist das Problem, wenn

Wo ist das Problem, wenn diese Betriebe abwandern? Arbeitsplätze schaffen sie keine, Gewinne werden irgendwie im Ausland verrechnet, Geld bleibt also keines hier.
Dann führt man eine exportregelung ein, die verbietet, Dumping zu betreiben und das Problem ist gelöst.
Dann kostet das Kilo billigdtfleisch aus Osteuropa genau soviel, wie einheimische.
Wer kauft dann noch importware?

@ B.E. Amter

"Für die Fleischbranche bedeutet dies aber auch, daß dann bei den deutschen Landwirten keine Tiere mehr gekauft werden. Die Tiere kommen dann ebenfalls aus den osteuropäischen und südamerikanischen Großbetrieben."

Es wird Zeit für viele der neuartigen Agrarfabriken wieder auf ein Normalmaß zu schrumpfen. Zur Not soweit, dass der Agronom ("Bauer" sagt man ja heute nicht mehr!) auch selbst wieder schlachten & das Fleisch nur über lokale Strukturen verkaufen kann, wie es vielleicht der Papa noch gemacht hat.

Sehen Sie da ein Problem? Ich nicht!

Auch vor den Agrarfabriken gab es eine funktionierende Landwirtschaft. Zumal eine ressourcenschonendere & gesündere dazu! Dahin gilt es zurückzukehren! Wenn das mit dem Abwandern von Schlachtbetrieben einhergeht, ja dann bitte sehr! Tschüssikowski! "Deutsche" Arbeitsplätze werden da offenkundig eh' nicht zerstört, kann also nicht das Argument sein!

Bevor Sie mich in die rechtsnationale Ecke stellen: ich spiele politisch im roten Team!

Dass hier sollte auch fuer kleine Betriebe durchgesetzt werden

Also dass hier:

Im Klartext bedeutet das, dass keine Leiharbeiter mit Werkverträgen - auch keine aus Billiglohnländern - mehr zum Einsatz kommen dürfen. Betroffen sein werden allerdings lediglich Unternehmen, deren Kerngeschäft das Schlachten und die Fleischverarbeitung sind: also vor allem Großbetriebe. Das Fleischerhandwerk mit seinen vielen kleinen Betrieben bleibt von der Neuregelung ausgeschlossen.

fände ich gerade auch fuer das Fleischerhandwerk wichtig. Denn damit kann Dumping verhindert werden und Ausbeutung. Bitte setzt das auch fuer die kleinen Betriebe durch. Denn auch dass hier ist richtig:

Bundesagrarministerin Julia Klöckner unterstützt das Vorgehen. Sie sagte, in der Fleischindustrie gebe es Zustände, die "nicht haltbar" seien. Die Betriebe könnten die Verantwortung nicht einfach auslagern und "sich hinter Subunternehmen wegducken".

Diese Verschachtelung macht das ganze intransparent.

@>R.Schmid 12.29

Genau! Das ist Alles nicht neu, weder in der Fleischverarbeitung, noch auf dem Bau, insbesondere bei Großbaustellen, noch in der Logistik. Nur wollte es Niemand sehen. Weder die Politik, noch die Medien, noch die sonst so aufmerksamen Kirchen oder NGO. Man hat angestrengt weggeschaut Nicht auszudenken, was los gewesen wäre, wenn es sich um andere Betroffene gehandelt hätte...
"Denn die Einen sind im Dunkeln und die Andern sind im Licht. Und man sieht nur die im Lichte, die im Dunkeln sieht man nicht"

@Bünyamin Karadas

Was regen Sie sich denn so auf. Sie essen doch sowieso kein Fleisch, oder?
Dann lassen Sie den übrigen doch ihre Gepflogenheiten. Jeder wie er es möchte!

ich frage mich wie viel industrie noch rausgeeckelt wird

aus deutschland. was ist los in deutschland und deren ruf die besten zu sein?!
was bleibt noch? autoinduveste die hälfte der belegschaft und mehr. akw und deren zulieferfirmen und ingenieurbüros adee. braunkohle adee. und noch mehr. was bleibt sind windräder ohne naturlandschaft, bornierete politiker die sich in der inkompetanze wâlzen und bürger die immer si schadenfroh sind wenn es firmen schlecht geht.

deutschland ist das schlechteste investland geworden, wobei einheimische gehen und ausländische nicht kommen. nur subbventionierte wie TESLA kommt was aber auch ein reinfall werden wird.

Unterscheidet Billiglohn und Werkverträge

Bitte bitte bitte Unterscheidet Vertragsarten und Billiglohn! Werkverträge sind u.a. auch Serviceverträge wie Turbinenwartung, Maschinenerrichtung, Maschinenwartung, welche GUT bezahlt werden und an Subunternehmen übernommen werden aufgrund der Kompetenz UND NICHT weil es billiger ist! Werkverträge werden im
Handwerk z.B. Sanitäter, Tischler, aber auch in der Industrie von z.B. Technikern von Siemens und co angewendet! Viele Zeitarbeiter wollen in der Gastronomie REIN IN DIE ZEITARBEIT, da man mehr verdient als in einer Festeinstellung (das ist natürlich ein Sonderfall). Es geht doch eig um Billiglohnarbeiter aus dem Ausland die total ausgebeutet werden und diese eig tolle vertragsform (Werkverträge) ausnutzen und somit ein falsches Bild erzeugen! Fakt ist, Fleisch muss viel teurer sein, weil das Tierwohl im Vordergrund steht!

Wie sieht es mit Verbesserungen bei den Unterkuenften aus??

Und wie sieht es bei den Unterkuenften mit Verbesserungen aus?? Denn auch da hieß es doch, dass die Unterkuenfte unhygienisch sind, dass die viel zu eng aufeinander wohnen und sich so Infektionsketten bilden können. Wo bleiben da neue Regeln??

Siehe dieser Artikelabsatz:

Als Ursache wurden die in der Fleischindustrie verbreiteten Sammelunterkünfte für osteuropäische Arbeiter und schlechte Hygienestandards ausgemacht. In der deutschen Fleischwirtschaft sind etwa 200.000 Mitarbeiter beschäftigt.

Da braucht es eigene Wohnungen fuer die Mitarbeiter und eigene Zimmer fuer jeden Mitarbeiter. Aber die Zustände existieren schon seit vor Corona. Sie wurden lediglich erst jetzt öffentlich. Und betreffen diese Kontrollen:

Damit die neuen Vorschriften in der Branche auch eingehalten werden, soll es schärfere und häufigere Kontrollen geben.

auch die Unterkuenfte?? Fände ich wichtig.

Dann kommt das Fleisch halt aus dem Ausland

Ich weiss nicht, wie manche Politiker sich das so vorstellen, aber auf einem freien Markt herrscht nun mal Wettbewerb und wenn durch die entsprechenden Gesetze die Fleischproduktion im Inland zu teuer wird, werden die Grosshaendler ihr Fleisch vermehrt aus dem Ausland kaufen.

Wie will die Bundesregierung denn verhindern, dass das billige Fleisch jetzt vermehrt importiert wird?

Obwohl ich Heil's Konzept für

Obwohl ich Heil's Konzept für gut und überfällig befinde, lässt sich jetzt schon bereits der weitere Weg erahnen:
Das Gesetz landet dann vor das Verfassungsgericht, weil ja bereits der Präsident des Zentralrats der Deutschen Geflügelwirtschaft von "verfassungswidrig" sprach.
Und so lange diese Werksverträge in allen anderen Branchen vertretbar sind, ist es wirklich fraglich.
Sie müssten gänzlich verboten werden, Wuchermieten nicht nur dort, endlich gestrichen etc... Kurzum: das Ausbeuten sollte beendet werden.

Schade!

Einerseits haben wir alle von diesen Gepflogenheiten profitiert, denn das ist Teil unseres Wohlstandes.
Andererseits: wenn die Leiharbeiter wirklich so wenig verdienen, warum bleiben sie dann nicht in ihrer Heimat? Genau, weil sie dort nämlich noch weniger verdienen würden.
Bei diesen Diskussionen fehlt mir immer ein bisschen Bezug zur Realität.

@Der freundliche, 12:28

Zitat:

Dann ist das halt so. Dann sollte sich die schwarzen Scharfe der Fleischindustrie auch gleich neue Absatzmärkte in Osteuropa suchen. Vielleicht trennt sich dann endlich der Weizen vom Streu. Wer wirklich in der Deutschen Fleischindustrie so Produziert das alle Mißstände beseitigt werden, hat ja auch nichts zu befürchten !

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Die meisten Kunden fallen ihre Kaufentscheidung nun mal anhand des Preises, Bio-Lebensmittel machen gerade mal 10% des Marktes aus.

Man verschiebt durch solche Gesetzesregelungen das Problem nur aus dem eigenen Sichtfeld.

Strengere Regeln für Fleischbranche sind gute Nachrichten

Die strengere Regulierung der Fleischbranche ist natürlich eine gute Nachricht. Weiter so.

Im Ernst?

Am 20. Mai 2020 um 11:31 von Frau Müller-Wac...
Merkwürdig...
"Schon merkwürdig, daß bei Mißständen, die Menschen betreffen, von Seiten der Politik oftmals rasch gehandelt wird."

Das sehe ich aber nicht so! Dass hier Menschen unter unwürdigen Arbeitsbedingungen arbeiten ist ALLEN politischen Parteien bekannt, auch ehemaligen Regierungsparteien wie den Grünen! Was da vergossen wird sind Krokodilstränen. Und es folgt Aktionismus, von dem nach getaner "Lobbyarbeit" nicht mehr viel übrig bleiben wird außer einer "freiwilligen Selbstverpflichtung", wie so oft.

Was das Leid der Tiere betrifft, ja da gibt es schlime Dinge wie das CO2-Vergasen von Schweinen, die dann grausam ersticken aufgrund des Stoffwechsels mit CO2. Mit Argon ginge das schmerzlos, ist aber "zu teuer". Leider. Jedoch wende ich mich dagegen, hier Menschenleid und Tierleid auf eine Stufe zu stellen! Der Mensch geht vor, sorry, das sage ich als Homo sapiens sapiens. Erst der Mensch, dann das (nutz)Tier.

Wenn die Corona - Epedemie vorbei ist...

...und Länder wie dieses ein Millionenheer von Arbeitslosen haben.... dann haben wir die Seuche der Werkverträge blitzschnell wieder am Hals.Und sie bedeutet seitens der Politiker auch keine echte Empörung.

Es ist wohl eher so, das man bei seinem Treiben erwischt worden ist.

Die Empörung des dauerempörten Merkel - Deutschlands wird nicht von Dauer sein.

Billiglohn heißt NICHT Werkvertrag

Es geht doch hier nicht um Werkverträge oder AÜG(ZEITARBEIT). Es geht um Billiglohn und Tierwohl! Der Billiglohn kommt aus dem Ausland von Subunternehmen, die einen soliden und gut funktionierenden Werkvertrag oder Zeitarbeit ausnutzen! Gut bezahlende Firmen die eine Dienstleistung erbringen und sehr gut bezahlen wie Siemens bei der Maschinenwartungen beim Kunden, nutzen meistens Werkverträge! Es geht nicht um die ausgenutzten Verträge, sondern um Billiglohnunternehmen(meistens aus dem Ausland) und natürlich dem Tierwohl! Wer kauft denn Haltungsstufe 1? Fast jeder hier! Traurig

Verbraucherverhalten

um 12:09 von Nachfragerin…
"Die Wahl hat man schon, man muss nur wollen."
> Die wenigsten können ihr Fleisch direkt beim Bauern kaufen und sich jede Mahlzeit selbst zubereiten. Allen anderen bleibt nur die Wahl zwischen essen und nicht essen. (Oder das Vertrauen auf die Selbstkontrolle der Fleischindustrie.)<

Ich wäre über verbindliche Regelungen auch froh. Als bekennender Grüner kämpfen wir seit langem für verbindliche Regeln. Solange die Mehrheitsverhältnisse im BT so sind wie sie sind kann nur der Verbraucher mit seinem Einkaufs- und Wahlverhalten sein Mögliches dazu beitragen, dass sich etwas ändert.

Ich denke die Fleischindustrie sollte jetzt nicht jammern,

würden die Betriebe nicht solche menschenunwürdige Arbeitsbedingungen dulden, wäre es nicht soweit gekommen. Gleiches würde ich aber auch in der Landwirtschaft anordnen, da werden Menschen auch teilweise eingepfärcht und schlecht bezahlt. Ein Grund, warum man, angeblich, auf die osteuropäischen Arbeitskräfte nicht verzichten kann. Aber es muss auch, auf der anderen Seite, deren Produkte besser bezahlt werden, denn Fleisch- und Landwirtschaftsindustrie müssen überlebensfähig bleiben! Wenn die Fleischindustrie mit Abwanderung ins Ausland droht, dann sollten wir diese Anbieter rausschmeißen und deren Produkte in Deutschland verbieten! Eine Frechheit sowas zu überlegen!

man schlägt sich vor lachen auf die schenkel

wenn man mitbekommt, wenn unsere groko aufgeschräckt durch medienberichte, nun was verbessern will, was sie selbst angerichtet hat. gammelfleisch wird schon seit jahrzehnten produziert mit voller unterstützung der örtlichen behörden

Werksverträge in Fleischbranche

Die Lobbisten haben ganze Arbeit getan.
Die neue Regelung soll erst ab 1.1.2021 gelten.
Seither ist Corona wohl ungefährlich.
Kinder haben keine Lobby!
Oder lassen sich Eltern zu viel gefallen??
Sie wollen und können nicht im Ausland "produzieren"!

Eins verstehe ich nicht!!!

Bei Corona wird verordnet, verboten usw.

Bei sowas, oder Gammelfleisch und Co. vertraut man dem Bürger?!!!!!

Platt machen

letztlich geht es wieder zu Lasten der kleinen Landwirtschaftlichen Betrieb, welche aufhören werden.
Was hier jetzt in der Fleischindustrie für Empörung sorgt ist in anderen Berufssparten wie Bau, Paketdienste,Transport kein wenig anders. Das hier große Empörung herrscht und so schnelles Handeln ist mehr als verwunderlich, hatte nicht die Arbeitnehmerfreundliche SPD schon immer das Arbeitsministerium?

12:29 von Nachfragerin

«Der Durchschnittsbürger will es billig und der Politiker will später einen schönen Posten in der Wirtschaft bekommen.»

Und "der Politiker" ist ja nach Ende seiner Politikerei auch stets so finanziell verarmt, dass ihm gar nichts anderes mehr übrig bleibt, als später dann "einen schönen Posten in der Wirtschaft" zu bekommen. Kann der Politiker ja auch ‘ne Kneipe aufmachen … oder er kann im Hofbräuhaus kellnern.

Wäre das nicht jedem Politiker schon mit in die Wiege gelegt. Müssten so gut wie alle Politiker nach der Im-Parlament-Rumsitzerei bei Billig-Discounter & Co. Billigfleisch vom Schlachter-Quäler kaufen.

Oder in miesen Massenunterkünften mit Klo auf Flur hausen.
Und eigenhändig Schweine … oder noch größere Tiere zerteilen.

Sind halt alle Politiker so gleich wie der Durchschnittsbürger.
Wie ein Ei vom Huhn dem anderen gleicht.
Ob Käfig- oder Bodenhaltung mit viel Auslauf und Gras-Picken-Können.

Alles gleich … alles billig … alles mies.
Alle Billigheimer ohne Gewissen …

11:43 butalive76

>>Leider wird auch zuviel "Rücksicht" auf Konsumenten mit wenig Geld genommen, Menschen mit höheren Einkommen essen tendentiell (statistisch gesehen) sehr viel weniger Fleisch und meist höherwertiges z. B. Biofleisch oder regional. Besser wäre eine Förderung oder Mehrwertsteuerabschaffung von gesunden Produkten, von Obst und Gemüse. Damit kann man ärmere Menschen besser helfen als mit billigem Ekelfleisch abzuspeisen.<<

Gott sei Dank leben wir in einem freien Staat und jeder kann selbst entscheiden, was er wann und wo essen möchte.
Mir das von einem Staat vorschreiben lassen zu müssen... nein, danke zum kommunistischen Geplänkel.

11:18 von Minka04

Genau richtig, was sie schreiben. Wenn so gedroht wird, sollte man diese Betriebe ziehen lassen und deren Fleischprodukte in Deutschland verbieten! Es geht hier nicht nur um Tierwohl, Menschen müssen ordentlich bezahlt und, vor Allem, gut behandelt werden. Wir brauchen in Deutschland keine verbrecherische Erpressung!! Im übrigen sollten die strengen Regeln auchvbei Fleischimporten gelten, wer seine Arbeiter ausbeutet, darf in Deutschland nichts verkaufen!

Werkverträge

Es dürfte jedem unserer Politiker im Bund und in den Ländern bekannt sein, dass nicht nur in der Fleischindustrie (was für eine grauenhafte Bezeichnung) mit Werkvertragsbeschäftigten gearbeitet wird. Es ist daher höchste Zeit, diese dubiosen Vertragsverhältnisse zu verbieten, da diese der kriminellen und verantwortungslosen Ausbeutung der "gemieteten" und unterbezahlten Arbeitnehmer durch gewissenlose Unternehmer Tür und Tor öffnen. Und die Drohungen der einschlägigen Verbände und ihrer Lobbyisten, ihre das Wohl ihrer Arbeitnehmer und der Tiere missachtenden Massenschlachtbetriebe ins Ausland zu verlegen, sind doch nichts anderes als Worthülsen, die diese und andere Branchenvertreter bei jeder sich bietenden Gelegenheit von sich geben und bisher leider häufig Gehör bei der Politik fanden. Hoffentlich hat mit den neuen Gesetzen, so sie denn tatsächlich kommen, die Ausbeuterei ein Ende.

@ Andererseits

Dann haben Sie aber meine Kommentare null verstanden. Im Gegenteil: Die Regierung soll endlich dem Unwesen von Subunternehmen, Leiharbeit & Werkverträgen einen definiten Riegel vorschieben.

Alle diese Instrumente sind nur dazu eingeführt worden, um Produktionsausfälle temporär ausgleichen zu können, was in einer Krise an sich richtig ist! Es ist aber nie intendiert gewesen, diese zu dauerhaften Instrumenten zu machen. Hier hat sich die Politik von der Industrie komplett über den Tisch ziehen lassen & handelt komplett hemdsärmelig!

Und wenn durch diese Maßnahmen viele Konsumprodukte teurer werden, dann ist das eben so! Ich weiß eh nicht, was daran so toll ist, dass man sich mittlerweile rund um die Uhr Billigzeug vom Paketdienst anliefern lässt oder der Spargel beim Discounter für 3,50 € / Kilo angeboten wird.

Ich habe vielleicht das Privileg in einer Zeit gelebt zu haben, als es das alles noch nicht gab und die Welt sich trotzdem weiter drehte.

Und ich bin überzeugt.

Frau Klöckner und Co. werden den bekanten Fleisch und Wurstproduzenten mahnende Wort mit auf den Weg geben und gut ist.

Warum sind diese nur so uninteressiert an Sozialbeiträgen, Lohnsteuer und Co.?

Weil es sie........?

Beim Tierwohl-Fleisch redet

Beim Tierwohl-Fleisch redet doch kein Schwein mit.

Die ganze Problematik mit

Die ganze Problematik mit diesem Schlachthofdilemma wird nur damit auszuschalten sein, indem man endlich dem weißen Vorschlägen der Grünen folgt, die nur noch vegane Schlachthöfe zulassen werden. Alles wird gut und deshalb auf zum Grünen Reich!

11:48 heidschnucke

>>Drosten macht darauf aufmerksam, dass weltweit Schlachtbetriebe betroffen sind, vor allem auch in den USA. Er äußert den Verdacht, dass die niedrige Temperatur in den Schlachthäusern ebenfalls ein Faktor sein könnte. Dies müsse man näher untersuchen.<<

Stimmt. Aber nicht hier von Europa aus.
Das wäre mit DT nicht zu machen.

11:47 von 0_Panik

Dass es in Deutschland so viele Hartz4 Empfänger und arme Rentner gibt liegt ja genau an der Lohndrückerei, die nach Agenta 2010 begonnen hat. Die soziale Marktwirtschaft gibt es nur noch in den Geschichtsbüchern und das muss sich in allen Bereichen ändern. Überall wo der Staat privatisiert hat, legen wir alle drauf, denn indirekt subventioniert der Staat die prekären Arbeitsverhältnisse mit unseren Steuergeldern, bzw. Sozialabgaben. In Deutschland muss es wieder gutes Geld für harte Arbeit geben! Nicht nur in der Fleischindustrie hat die Lohn- und Arbeitspolitik total versagt! Aber ich bin skeptisch, solange Lobbyisten im Bundestag ihr Unwesen treiben.

Gefahr der Abwanderung

ins Ausland. Das lässt sich dadurch vermeiden wenn in Deutschland erzeugtes Fleisch auch nur in Deutschland geschlachtet werden darf. Auch könnten die Metzgereien wieder selber vor Ort schlachten, ging früher auch bevor es für alles merkwürdige EU Regeln gab. Vor allem sollte es keine Subventionen EU weit geben egal für was .Was etwas kostet das Kostet es egal ob es dich um ein kg Butter , ein Liter Milch oder ein Auto oder um sonst etwas handelt. Was zu teuer ist um dass es dich jemand leisten kann braucht man nicht oder nur in Stückzahlen die man verkaufen kann

Wer bestimmt denn das Angebot? Die Nachfrage!

Der Konsument bestimmt (zumeist) auch die Regeln. Wer billiges Fleisch will, bekommt es. Und da wir Deutschen Geizggeil Sparer sind, ist das eben hier bei uns so. Also nicht beschweren, wenn man im Glashaus sitzt! Ich bin im Zug mit einem Schweizer mal ins Gespräch gekommen, der zeigte mir einen Camenbert und sagte "schauen Sie mal, das gibt´s bei Euch für 99 Eurocent, das ist ja unglaublich! Ich zahle in der Schweiz drei Franken dafür!" Ja, was will ich sagen? Ich kenne die schweizerischen Kosten für Produktion von Fleisch etc. nicht, aber mit dem Preis kann man viel regeln. Appelle an die Leute sind nett, wirken aber wenig. Auch Umweltschutz erreicht man relativ schnell(er) via Geldbeutel. Das bedeutet: ungesunde Ware teurer machen, gesunde billiger, zur Not subventionieren. Lokale Produktion steuerlich bevorzugen, dann sind irgendwann auch mal Äpfel aus Neuseeland kostspieliger als jene heimischen vom Bodensee. Und Fleisch sollte generell nicht billiger als Gemüse sein

Und warum nur für die Schlachtbetriebe?

Diese miesen Zustände gibt es gleichermaßen auf dem Bau, Erntehelfer bis hin zur Industrie. Die Drecksarbeit auf vorindustriellem Niveau machen Sub²-Unternehmen, verkaufen die Leute teuer und bescheissen die Leute hinterher nochmal, indem Überstunden nicht gezahlt werden und für Arbeitsgeräte Wucher-Miete bezahlt werden muss. Schade, dass jetzt nur dem Hype nachgegeben wird, aber nichtbdas Problem an sich. Wie sagte Einstein: "Nur Dumme suchen die Lösung in der Nähe des Problems". Aber Klöckners Selbstverpflichtung hätte das sofort gelöst, so sofort wie die Überzuckerung (bei uns um 2025 reduziert: in England jetzt schon auf 50% reduziert - ohne Selbstverpflichtung, mit Gesetz). Warum nur steht die CDU bei Unternehmens-Reglementierungen so vehement auf der Bremse? DAS muss das C im Parteinamen sein!

Aha

Da sagte doch der eine Vertreter der Geflügelindustrie das hätten sie doch schon umgesetzt. Warum dann die Aufregung? Die Arbeitnehmer in Deutschland sollten sich langsam aufregen das immer mehr ins osteuropäische Ausland ausgelagert wird. Ganz Vorn dabei ist da auch die Automobilindustrie, aber auch deren einst deutschen Zulieferer. Verkauft als teures Deutsches Markenprodukt.

Wir sollten anfangen und es zu machen wie die Franzosen und früher die Briten, nicht alles gefallen lassen während Reiche noch extrem reicher werden und nur noch Spekulanten profitieren. Meistens sogar staatlich geschützt und mit Wegschauen geschont.

Es geht nie um die Verbraucher, Gesundheit oder Ehrlichkeit, nur um grenzenloses Wachstum und Gewinne. Ohne zu verteilen versteht sich.

um 12:29 von Oneiroi... Welch

um 12:29 von Oneiroi...
Welch ein Sturm der Endrüstung. Als wenn diese Probleme nicht schon lange bekannt waren. Bekannt bei den Medien, bei den Politikern, bei den Gewerkschaften. Nur, bisher hat man einfach die Augen verschlossen. Waren ja "nur" Fremdarbeiter.

Bitte Belege bezügl. Gewerkschaften liefern …

@ 0_Panik

"Diese Menschen müssen das Billig-Fleisch kaufen, weil z.B. das Gemüse und Obst in den Wintermonaten teurer ist als das Billigfleisch."

"Müssen" sie eben nicht! Die können zur Not auch zu den Tafeln gehen, was einige ja auch schon machen! Kein Hartz IV-Haushalt ist jedenfalls dazu gezwungen, das billige Massentierhaltungsprodukt im Discounter zu kaufen.

Ich hatte übrigens bereits entgegnet, dass ich Ihr Argument der Armut nicht akzeptiere! Ich habe auch 15 Monate Hartz IV-Bezug gehabt und glauben Sie mir: Fleisch auf dem Tisch war definitiv nicht unser Problem! Der Bedarfssatz reicht dicke für eine abwechslungsreiche Ernährung auch mit Fleisch an 2 oder 3 Tagen! Und mehr braucht es auch nicht!

Wenn sich nun ein Hartz IV-Haushalt nicht mal einen einzigen Tag Fleisch leisten kann, wie Sie insinuieren, dann hat dieser Haushalt ganz andere Probleme auf der Ausgabenseite, als hohe Lebensmittelpreise. Und für diese Probleme gibt es eine Schuldnerberatung oder die Tafeln!

Wenn ich eine Kuh wäre, und

Wenn ich eine Kuh wäre, und es käme die Zeit, wo ich gefrat würde: willst du beim Metzger um die Ecke in seine Theke, oder ziehst du den Aldi oder Lidl vor, ich wüßte sofort, was ich sagen würde: ach, Bauer, lass mich noch eine ganze Weile, ja bis zum End' meiner Tage, hier auf der Wiese, ich liebe dieses Grün und das Licht heller Frühlinge.

Und erneut versucht man unterschwellig...

...dem Verbraucher die "Schuld" für
zu geringe Fleischpreise und die
damit scheinbar einhergehende
"Notwendigkeit" von Betrügereien
aller Art bei der Fleischproduktion
zu relativieren! Ich erinnere mich
noch sehr gut an all die "Storys"
dieser Art, als man uns mit ganz
ähnlichem "Schwachsinn" die
BSE-Verseuchung in der Haltung
von Rindern verkaufen wollte!!
Nein, vom Gammelfleisch bis Corona
ist diese Branche für "Einsparungen"
aller Art zugunsten der Produzenten
offenbar mehr als anfällig und DAS
hat zunächst einmal NICHTS mit
dem Preis im späteren Verkauf zu
tun!!

Friedrich-Otto Ripke

"Friedrich-Otto Ripke, nannte das Verbot von Werkverträgen in der Fleischindustrie verfassungswidrig. Im rbb verwies Ripke darauf, dass solche Vertragswerke in anderen Branchen zulässig seien."

Damit hat Ripke den Bereich der Logistik die Baubranche und Pflege angesprochen. Danke für den Hinweis. Allerhöchste Zeit, das auch dort aufgeräumt wird. In "normalen Zeiten" hackt ja schließlich keine Krähe der anderen ein Auge aus.

10:52 von realitychecker

>>Ein Geschäftsmodell der Fleischindustrie mit mafiösen Sub-sub-Auftragnehmerstrukturen, Lohndrückerei und Werksverträgen, die im Zusammenspiel mit den Großabnehmern der bekannten Discounter plus Massentierhaltung für die Nahrungsmittelversorgung der Bevölkerung verantwortlich sein soll, so eine Struktur ist komplett unverantwortlich. Die Verbraucher haben dabei eine Mitverantwortung.

Das Abstreiten dieser Zusammenhänge besonders von Leuten aus dem rechtsnationalen Umfeld beweist deren Politikunfähigkeit (wie bei jedem (!) anderen Thema übrigens). <<

Da können wir alle wirklich froh sein, dass es Linke (und etwas Mitte) waren, die uns alle in diese von ihnen beschriebenen Situation, in der wir uns derzeit befinden, gebracht haben!

PS. Und nun wollen diejenigen etwas (strenge Regeln oder Verbote) für den kleinen Mann tun- wie nobel!

Bünyamin Karadas

Nun, manch einer will aber kein Vegetarier werden. Ich auch nicht.
Aber ich bin für vernünftigen Konsum, somit für vernünftige Tierhaltung und Verwertung. Und da kann es nun mal kein Schnitzel für 4€/kg geben.
Und das die schlachtbetriebe abwandern, das kann sein, aber das „Zuwandern“ von unzähligen Tieren zu diesen hört vielleicht auf, wenn es auf einmal genau so viel kostet wie z.B. in Dänemark.

Strenge Regeln

Wenn das genauso läuft, wie mit dem Soli oder dem Diesel Skandal, der Pkw Maut, dem Berliner Flughafen, dem Virus, dem Klimaschutz usw. usw. usw. ja dann, dann wird auch das nichts.

Dass es überhaupt dazu kommen

Dass es überhaupt dazu kommen muss, dass man Metzger oder Schlachter als Billiglohnarbeiter beschäftigen muss und uns (böse,Fleisch essende) Verbraucher dann erzählt, dass mit Normallöhnen deutscher Metzger keine so günstigen Fleischpreise zu halten wären, ist an sich eine Frechheit. Die Preise werden doch durch Spekulanten anderes Kapitalvermehrervolk nach oben getrieben aber bestimmt nicht durch Metzgerlöhne. Hier muss man endlich entsprechende Missstände abstellen und nicht hinter her wieder den bösen Verbraucher verantwortlich machen. Wenn es hier überhaupt Käufer gibt, die sich tatsächlich nur immer billigste Wurst und Fleischwaren kaufen, kommt das bestimmt nicht durch deren Geizverhalten, sondern daher, dass diese Klientel selber durch teils prekären Beschäftigungsverhältnisse gar keine andere Wahl hat. Diese Tatsachen wurden erst durch die spätkapitalistischen Lebensverhältnisse zum Wohle immer reicher werdender Börsen- und Kapitaljunkies hier geschaffen.

12:02 Bünyamin Karadas

>>Wir brauchen kein Schlachten!
Schon gar nicht als Massenschlachtung.
Es ist so schrecklich, was hier geschied.
Von mir aus kann die ganze "Fleischindustrie" verschwinden!<<

Bitte beziehen Sie Ihr "Wir" auf ein "ich", das wäre realitäsbezogener. Wenn sich der Fleischhandel nicht mehr rentieren würde, hätte er sich nach und nach zurückgezogen, oder?

Wir sollten wieder mehr denken..........

Es ist ein guter, wenn auch später Zeitpunkt unser Konsumverhalten zu überdenken. Egal ob es das billige Tiefkühl- Kottlett aus der Massentierhaltung oder der bequeme, aber bildungsferne Online-Kauf in Jogginghosen, ohne Sozialkontakte. Bei dem wir unser in deutschland,ehrlich verdientes und versteuertes Geld den gierigen Amazon Imperium und der amerikanischen Wirtschaft in den Rachen werfen und damit den deutschen Einzelhandel um uns herum zerstören. Nur weil wir es schnell, bequem und billig haben wollen.Es ist alles eine Frage des Herzens, des Verstandes, der Moral und auch der Bildung wo und wie wir unsere Produkte beziehen. Jetzt ist der beste Zeitpunkt für uns alle mal wieder mehr und vor allem weitsichtiger zu denken.......

Lebensmittel sind die Basis

der menschlichen Ernährung und muss in ALLEN Bereichen der Herstellung und Verarbeitung streng reguliert werden.
Schluss mit Salmonellen verseuchten Eiern,
Gammelfleisch, Hormon Hühnern, gepanschtes Olivenöl etc.
Schon alleine aus gesundheitlichen Gründen
muss eine Top-Qualität der Lebensmittel für jeden Konsumenten sicher gestellt werden.
Auch dann, wenn sie etwas teurer werden.
Die meisten Konsumenten sind ja offenbar dazu bereit etwa mehr für gute Qualität zu zahlen.

@0_Panik - 10 Cent Lohn pro 1kg Fleisch

11:47 von 0_Panik:
"Werden alle Fleischproduzenten zu den gleichen - verbesserten - Verarbeitungsmöglichkeiten per Gesetz genötigt, wird das Billigfleisch überall in etwa gleicher maßen teurer (Inflation)."

Ein Schwein gibt etwa 50 Kilogramm Fleisch und wird in weniger als einer Stunde zerlegt.

In einem Kilogramm Fleisch stecken also um die 10 Cent Lohn. Niemand müsste hungern, wenn es 20 Cent wären.

11:18 von Minka04

Diese "Warnung" des Fleischverbandes ist
schon fast kriminell. wenn man nun, bedingt durch die Coronainfektionen, die üblen Zustände in den Schlachthöfen und den Fleischverarbeitenden Betrieben aufgedeckt hat.
Ein Verband, der diese Position vertritt, gefährdet wissentlich die Gesundheit des
Personals dieser Betriebe, sowie die der Endverbraucher. Pfui Teufel.

Grundsätzlich sollte man

Grundsätzlich sollte man dauerhafte leiharbeit untersagen. Wer sich dauerhaft Leute leiht, kann auch dicht gemacht werden. Auch Geschäfte mit mehr, als einem Sub, müssen verboten werden.
Nicht nur bei Wurstwaren, überall.

Wenn ich die Kommentare lese,

Glaube ich nicht das die meisten auf dem Dorf leben oder gar sich große Sorgen um ihre monatlichen Finanzen machen müssen.
1. Wie viele Bauen in reinen Familienbetrieben gibt es noch in D.? Die meisten mußten aufgeben..nicht wegen schlechten wirtschaften..überlegen sie mal warum
2. Warum brauchen z.B Spargelbauern billige Erntehelfer?.. Vielleicht um gegen billigen Spargel ..trotz Transport..aus Südeuropa bestehen zu können..arbeiten unsere Bauern schlechter??
3. Warum ist Gemüse z. B aus den Niederlanden selbst im Winter billiger, als einheimische im Sommer...fahren sie mal in dunklen Jahreszeiten ins Nachbarland,
4. Jeder der irgendwann in der Landwirtschaft gearbeitet hat weiß das Agrarprodukte nicht teurer sein müssen , wenn nicht viele der Rahmenbedingungen und Mittel teuer sind...wie in einen Hochsteuerland wie Deutschland plus vieler Abgaben und Auflagen
5. die Märe von Subventionen, die greifen bei traditionellen Familienbetrieben kaum.
.6. Geiz ist geil ..überlegen warum!

Nächste Augenwischerei........

hier wird dem Verbraucher Sicherheit suggeriert. DAS ist schon dreist. Es fehlt massenhaft an Personal um effizient zu kontrollieren. Statistisch muss ein Betrieb damit rechnen nur ein mal innerhalb 4 Jahren kontrolliert zu werden. Welch eine Verbrauchertäuschung!!!! . Es wird weiter gemurkst wie bisher. Nur Blindgänger fallen noch auf die Politiker rein..........

Nächste Augenwischerei........

hier wird dem Verbraucher Sicherheit suggeriert. DAS ist schon dreist. Es fehlt massenhaft an Personal um effizient zu kontrollieren. Statistisch muss ein Betrieb damit rechnen nur ein mal innerhalb 4 Jahren kontrolliert zu werden. Welch eine Verbrauchertäuschung!!!! . Es wird weiter gemurkst wie bisher. Nur Blindgänger fallen noch auf die Politiker rein..........

Schlimm

Was soll man eigentlich dazu sagen.
Das ist doch alles geheuchelt. Alle tun entsetzt und alles ist unfassbar. So blauäugig kann doch niemand sein. Wir wollen im Supermarkt ein Kilo Hackfleisch für 1,99 €. Und wundern uns jetzt was für Missstände in der Fleischindustrie sind ?
Herrschaften ich bitte Sie.
Außerdem ist das nur ein Berufszweig.
Wer ruft nach Gerechtigkeit in Flüchtlingslagern. Aber die sind ja weit weg.
am Ende, nach Corona, muss gespart werden. Wer soll das alles kontrollieren. Nicht nur da. Auch jetzt die ganzen Maßnahmen in Corona Zeiten, wo sollen die ganzen Kontrolleure herkommen. Und glaubt wirklich jemand der nach Corona gespart werden muss das Systemrelevante Berufe endlich mehr Geld bekommen ?

seit jahren ist die Ursache klar- Werksverträge

und der Sub des Sub des Sub - kaum nachverfolgbar. Der letzte in der Kette ist der Dumme . Das geht bis hin zu Scheinselbständigen am Kettenende.
Kleine Betriebe machen soetwas wegen der Bürokratie nicht. Außerdem braucht es dazu wasserdichte Verträge um nicht haftbar zu werden ( Fachanwälte).
Ob Schlachthof oder Bau es ist immer dieselbe Masche. Am Ende verlieren Alle und nur der Konzern macht Gewinn.
Noch schlimmer ist das auf den Bau. Das habe ich jahrelang erlebt. Der Ehrliche der eigene Leute anstellte und ordentlich bezahlte hat war changenlos gegen die Konzerne mit Ihrer Subpraxis. Besonders schlimm war das bei öffentlichen Auftraggebern.
Ich hatte den Eindruck die Lobby der Konzerne ist so groß das hier nichts geändert wird.

Lebendtiertransporte begrenzen nicht vergessen

Hoffentlich wird in absehbarer Zeit auch der Lebendtiertransport drastisch eingeschränkt. Ansonsten können die Großbetriebe doch abwandern und die Tiere haben das auszuhalten was aus politischem Stückwerk hervorgegangen ist. Das Problem muß umfassend gelöst werden und nicht nur durch Medial wirksame Schnellschüsse.

@12:46 von Petersons

Ihnen fällt bei den Berichten über Schlachthofwirklichkeit für dort Arbeitende und dort "verarbeitete" Tiere beim Stichwort "Ekel" tatsächlich ein, dass "Industrie aus Deutschland" rausgeekelt wird"?
Sachen gibt's...

11:31 von Frau Müller-Wac...

Vollkommen richtig!
Es wird höchste Zeit, dass auch in diesem Bereich gründlich aufgeräumt wird.
Wenn wir schon Tierprodukte verzehren, dann
sollen diese Tiere bis zu ihrem Ende wenigstens respektvoll und anständig behandelt werden.
In Sachen "Lebensmittel" liegt vieles im Argen
das endlich angegangen werden muss.
Man streitet sich um den Abstand von Windrädern zu Siedlungen aber man ist blind gegen die Missstände in der Lebensmittelindustrie.
Es darf einfach kein "weiter so" geben.
Es wird höchste Zeit, dass die EU
entsprechende Richtlinien erarbeitet .

Fraglich ob

das funktioniert.
" Das Fleischerhandwerk mit seinen vielen kleinen Betrieben bleibt von der Neuregelung ausgeschlossen. "

Wie ist Definition von " Klein ", der Fleischer um die Ecke mit 5-7 Menschen, oder der andere der 10 Läden hat, und 150 Beschäftigte.

Und auch zu kurz gesprungen, was ist mit den vielen anderen Branchen, wo auch so ist, Bau zum Beispiel, oder Paketdienste und so weiter.
Wenn dann bitte für alle, sonst wird es schwierig mit dem durchsetzen.

Und Wenn die Großschlachter abwandern wollen, dann sollen sie das machen, Osteuropa sendet so oder so die Arbeiter.
Also können sie auch zu Hause arbeiten, haben zwar dann noch weniger Geld, sind aber in der Heimat.

Erpressen würde ich mich nicht lassen.

Sammelunterkunft

Wie will man das Problem eigentlich lösen.
Soll jeder Gastarbeiter dann eine eigene Wohnung bekommen ?
Das hat doch vor Corona auch nie jemanden interessiert.

Fehlendes Fachwissen?!?

Ich frage mich gerade, warum hier Begrifflichkeiten auf oberster Etage durcheinandergeworfen werden? Zeitarbeit hat nichts mit Werkverträgen gemein. Im Rahmen der Zeitarbeit hat der Betrieb das fachliche Weisungsrecht- und Direktionsrecht. Faktisch kann sich also kein Unternehmen hinter ‚Leiharbeit‘ verstecken, da das Unternehmen selbst Anweisungen erteilt. Werkverträge hingegen werden eigenständig abgewickelt. Zudem liegen die Entgelte in der Leiharbeit über dem Entgelt gemäß MiLoG. Kenne auch keinen Fall, wo Zeitarbeiter bei einem seriösen Unternehmen angestellt sind und dort mit zig Osteuropäern zusammen in einem Zimmer wohnen. Die Mitarbeiter kommen in der Regel aus der Region mit Fahrwegen von Max. einer Stunde. Ergo: völlig an der Realität vorbei.
Ziel muss es sein, Regeln zu definieren, nicht Verbote mit der Gießkanne auszusprechen.
Abstandsregelungen, Maskenpflicht, keine Gemeinschaftsunterkünfte, Tests: darauf kommt es an.

12:42 von Pluralitaet

man/frau/divers muss es nicht. ich habe schon jahre kein abfallfleisch aus dem supermarkt mehr gegessen. für den doppelten preis gibt es auch dreifache qualität. aber den deutschinnen ist ja über jahre "geiz ist geil" eingebläut worden.

Am 20. Mai 2020 um 14:05 von MikG

" Die Mitarbeiter kommen in der Regel aus der Region mit Fahrwegen von Max. einer Stunde. Ergo: völlig an der Realität vorbei. "

Also ich kenne Leiharbeit etwas anders, sind fast immer Bundesweite Verträge, eine Entfernung mit einer Stunde ist eher selten zu haben, meist viel mehr.
Bei weiter weg, billigste Absteige, Heimfahrt wird eine in 4 Wochen bezahlt, so war das zumindest in der Zeit wo ich auf Leiharbeit ausweichen musste.
Die anderen Heimfahrten zum Beispiel aus Augsburg, kommen dann aus der eigenen Tasche, das ist am Monatsende nichts mehr viel vom Lohn übrig, der nur knapp die Hälfte der Festangestellten war.

Sie scheinen nie Leiharbeit gemacht zu haben, das gehört verboten, das ist Knechtschaft.
Und ich weiß von was ich schreibe.

14:47 von Karl Napf

Vielleicht hat ...Geiz ist geil...etwas mit der sozialen Situation zu tun?
Wenn sie es sich leisten können, biite,dann freue ich mich für sie. Aber für viele Rentner für die ich den Einkauf mitmachen weil keine Busse lange fuhren, sieht es ganz anders aus
2 Millionen Rentner aufstocken..Dunkelziffer unbekannt weil viele alte sich schämen
400000 obdachlose
Viele hartz4 weiß ich aktuell nicht
Eben so wie viele Geringverdiener
Alle diese Menschen sind sicher nicht Schuld am Zustand der Fleischindustrie.
Nebenbei, erzeugerpreis 33% vomgesamtpreis

Arbeitsplätze kommen zu den Arbeitnehmern?

Die Drohnung, die Betriebe ins Ausland zu verlegen, finde ich lustig. Denn anscheinend handelt es sich bei den Leiharbeitern ja um Leute, die aus dem Ausland hierher kommen, um sich ausnehmen zu lassen. Wenn die Betriebe direkt in die Heimatländer der Arbeiter ziehen würden, so könnten die Leute direkt im Heimatland angestellt werden. Wahrscheinlich bin ich naiv, aber sie würden dann vielleicht bessere Rechte haben als über diese Konstrukte.

Von daher würden wahrscheinlich auch durch den Umzug keine Arbeitslosen in Deutschland entstehen. Gerade deshalb sollte die Politik hier stark bleiben, sie hat nichts zu verlieren. Und wenn die Arbeiter hier einen ordentlichen Arbeitsvertrag bekommen und genug Gehalt für Teilhabe an der Gesellschaft, wäre das natürlich perfekt!

Kabinett:Strengere Regeln und Verbote für Fleischbranche....

Regeln wurden beschlossen.Sie gelten aber nicht für alle Betriebe.Nicht für kleine "Klitschen" und nicht für die Firmen,die Fleisch weiterverarbeiten.
Aber trotzdem:Die Fleischindustrie,sie schreit auf,spricht von "Willkür und Diskriminierung".
Also diskriminiert werden nicht die Arbeiter,sondern die Besitzer der Unternehmen(Reiche) ?
Dann stellt sich noch die Frage,ob eigentlich die Fleischindustriellen auch staatliche Hilfe in Anspruch nehmen können ?

Und außerdem sollten die Verschlechterungen,die kürzlich im Sozialschutzpaket beschlossen wurden aufgehoben werden(Arbeitszeitgesetz).

@ 13:13 von RoyalTramp

Danke für Ihre Klarstellung durch den zweiten Kommentar. In Ihrer ersten Auslassung war das schon sehr missverständlich und konnte so verstanden werden, als wollten Sie für eine Beibehaltung des Status Quo a la "kann man nix machen" plädieren.

Und.....?

Dann steht auf der Fleischpackung beim Discounter künftig eben kein Kontrollsiegel (oder wie heißt das mit dem DE......) aus Deutschland mehr drauf sondern aus Polen, Tschechien, Rumänien, .......... Der Verbraucher merkt es nicht, nur die Politik jammert natürlich, dass wieder ein Wirtschaftszweig ins Ausland verlagert wurde.

Am 20. Mai 2020 um 13:27 von Ist Wahr Wenn ich eine Kuh wäre, u

>>Wenn ich eine Kuh wäre, und es käme die Zeit, wo ich gefrat würde: willst du beim Metzger um die Ecke in seine Theke, oder ziehst du den Aldi oder Lidl vor, ich wüßte sofort, was ich sagen würde: ach, Bauer, lass mich noch eine ganze Weile, ja bis zum End' meiner Tage, hier auf der Wiese, ich liebe dieses Grün und das Licht heller Frühlinge.<<

Danke - Ihr Beitrag war gerade zwischen all diesen, zwar durchaus berechtigten, aber negativen Kommentaren, eine Blume.

@ 15:02 von Magic.fire

Sie wollen tatsächlich die himmelschreienden Missstände bei Arbeitenden-Rechten, Billiglöhnen und Tierschutz wegwischen mit einem Hinweis auf aufstockende Rentner? Es führt nie zu etwas, den einen Missstand durch einen anderen legitimieren zu wollen.

Die alte Leier

Wenn ein Missstand zutage tritt, verschärfen die Politiker die Gesetze und erhöhen die Strafen. Das bringt rein garnichts, wenn nicht kontrolliert wird.

Unter Schmidt ("So ist er halt, der Schmidt") und Klöckner wurde gezielt auf die "Selbstverantwortung" und "Selbstüberwachung" der Lebensmittelbranche und Landwirtschaft hingearbeitet. Regelmäßig deckten politische Fernsesendungen Missstände bei Vieh, Land und Mensch auf - und sowohl Schmidt als auch Klöckner verschränkten die Arme und ignorierten alle Missstände. Bewusst wurde die Anzahl der Kontrolleure niedrig gehalten. Da helfen auch keine drakonische Strafen, wenn a) nicht kontrolliert wird und b) private Gruppen, die Missstände aufdecken, durch Frau Klöckner sogar kriminalisiert werden.

Strenge Regeln und Verbote für Fleischbranche...

Am 20. Mai 2020 um 13:30 von seifensieder
Werksverträge: Im rbb verwies Ripke darauf, dass solche Vertragswerke in anderen Branchen zulässig seien."
"Danke für den Hinweis. Allerhöchste Zeit, das auch dort aufgeräumt wird". 
###

Ja auch in anderen Branchen gibt es Werksverträge und eine Ausbeutung von Billig-Arbeitskräften aus den Aus sowie den Inland. Ich hoffe das die Koalition sich auch dort endlich entschließt das zu ändern und Regeln u. Verbote erläßt !

13:13, RoyalTramp

>> Die Regierung soll endlich dem Unwesen von Subunternehmen, Leiharbeit & Werkverträgen einen definiten Riegel vorschieben.

Alle diese Instrumente sind nur dazu eingeführt worden, um Produktionsausfälle temporär ausgleichen zu können, was in einer Krise an sich richtig ist! Es ist aber nie intendiert gewesen, diese zu dauerhaften Instrumenten zu machen. Hier hat sich die Politik von der Industrie komplett über den Tisch ziehen lassen & handelt komplett hemdsärmelig!<<

Ich habe damals, als Schröder die Arbeitsmarktliberalisierung durchsetzte, schon vorhergesagt, daß genau das passieren würde, was dann auch eingetreten ist. Und die mafiösen Strukturen der Fleischindustrie sind schon seit mindestens zwei Jahrzehnten bekannt, es hat aber außerhalb linker/grüner Kreise nie jemanden gejuckt.

Und nein, solche Strukturen gibt es im Spargelgeschäft nicht (siehe geschlossener Thread), auch wenn dort beileibe nicht alles goldgelb in Ordnung ist. Das Fleischgeschäft ist ne andere Hausnummer.

@grübelgrübel - Weniger Konsum => mehr Export.

13:01 von grübelgrübel:
"Solange die Mehrheitsverhältnisse im BT so sind wie sie sind kann nur der Verbraucher mit seinem Einkaufs- und Wahlverhalten sein Mögliches dazu beitragen, dass sich etwas ändert."

Solange Gemüse teurer ist als Fleisch, wird das Einkaufsverhalten kaum ändern. Selbst wenn der Fleischkonsum in Deutschland zurück ginge, würde das wenig ändern. Denn dann geht halt noch mehr Billigfleisch in den Export.

Und das Wahlverhalten ist in vielen Fällen nur mit Gewohnheit (oder schlimmerem) zu erklären.

15:12, David Séchard @13:27 von Ist Wahr

>>"Wenn ich eine Kuh wäre, und es käme die Zeit, wo ich gefragt würde: willst du beim Metzger um die Ecke in seine Theke, oder ziehst du den Aldi oder Lidl vor, ich wüßte sofort, was ich sagen würde: ach, Bauer, lass mich noch eine ganze Weile, ja bis zum End' meiner Tage, hier auf der Wiese, ich liebe dieses Grün und das Licht heller Frühlinge."

Danke - Ihr Beitrag war gerade zwischen all diesen, zwar durchaus berechtigten, aber negativen Kommentaren, eine Blume.<<

Mich hat er sogar ziemlich melancholisch gemacht...

Manchmal bin ich sentimental.

@ Frau Müller-Wac, um 11:31

Sie haben natürlich vollkommen recht.

Nur ist das einen eigenen Thread wert; hier geht es um Corona, Schlachtbetriebe, sowie menschenunwürdige Unterbringung und Arbeitsbedingungen ausländischer Menschen.

Europäische Regelung

Wir brauchen eine klare und humane Regelung auf EU-Ebene was Arbeitszeit, Arbeitsschutz und Mindeststandards anbelangt. So dass Subunternehmer aus anderen EU-Ländern (Osteuropa) das nicht unterlaufen können. Das ist die Stärke der EU, der große Profit der Union für die Arbeiter.

Und Subunternehmen aus Russland, die sich vermutlich ohnehin an keine Arbeitsschutz-Vorschrift halten, sind dann eben draußen.

@Magic.fire um 15:02

Sicher gibt es einige Millionen Rentner, Hartz4-Empfänger oder Arbeiter im Niedriglohnsektor. Diese stellen aber nicht die große Masse an Fleischkonsumenten, die nach dem Billigsten greifen. Im Laufe der gesellschaftlichen Erziehung ist es m.E. tatsächlich in die Richtung gegangen, dass die meisten Menschen das Billigste kaufen - egal in welchem Bereich. Nicht viele lassen die tägliche Berieslung von Rabatten und Sonderangeboten an sich abprallen.

Auch das deutsche Wirtschaftsdogma des unbeschränkten Exports sorgt für industrielle Massenverarbeitung und Niedrigpreise in der Landwirtschaft.

Es ist wirklich erstaunlich

Es ist wirklich erstaunlich (oder manchmal auch nicht, wenn man die politischen Hintergründe kennt oder zusammenreimt): Diejenigen, die in sozialpolitischen Fragestellungen schnell davor warnen, Leuten keine "soziale Hängematte" zu präsentieren, sind genau diejenigen, die bei notwendigen Veränderungen in der "fleischverarbeitenden Industrie" die prekäre Situation von Geringverdienenden als Vorwand hernehmen, dass sich nichts ändern darf, weil die "ärmeren" sich sonst ihr Schnitzel nicht leisten könnten.
Auch aufschlussreich.

@ grübelgrübel

Solange die Mehrheitsverhältnisse im BT so sind wie sie sind kann nur der Verbraucher mit seinem Einkaufs- und Wahlverhalten sein Mögliches dazu beitragen, dass sich etwas ändert.

Die Mehrheit im Bundestag ist genau so, wie die Bevölkerung es will. Das war immer schon so und das kann sich auch nicht ändern.

Die Wahl ist frei und wir können mal davon ausgehen, dass die Zahl der versehentlich in die falsche Zeile geratenen Kreuzchen verschwindend gering ist.
Wir sind nicht gegängelt, wir sind nicht gesteuert. Es gibt keine dunklen Mächte. Andere Menschen sind nur anderer Meinung als Sie und ich. Und das dürfen die.

Und im Wahlverhalten an der Einkaufstheke drückt sich der Wille der Bevölkerung auch frei aus. Wo sehen Sie da den Unterschied?

@Jacko08 - 12:50

"Das Gesetz landet dann vor das Verfassungsgericht, weil ja bereits der Präsident des Zentralrats der Deutschen Geflügelwirtschaft von "verfassungswidrig" sprach.
Und so lange diese Werksverträge in allen anderen Branchen vertretbar sind, ist es wirklich fraglich."

Es muss nicht vor dem Verfassungsgericht enden wenn die Politik den Mut hätte, Differenzierung in der Anwendung von Werkverträgen gesetzlich festzulegen.

Beispiel: Wenn im Tiefbau für die Verlegung oder Reparatur von Versorgungsleitungen die Straße aufgerissen werden muss, darf da auch nicht einfach ein x-beliebiger Bau-Unternehmer dran - das ist nur den dafür autorisierten Unternehmen gestattet.

Werkverträge mit einem Subunternehmen für die Wartung hochtechnischer Anlagen zu schließen hat eben eine andere Dimension als die fragwürdige Anwendung solcher Verträge in der Fleischindustrie.
Erst Genannte werden ihre Ingenieure bestimmt nicht unter Billiglöhnen in Sammelunterkünften halten.

0Panik

Haben Sie schon einmal (oder auch über 18 Monate!) eine Kaserne von innen gesehen ?

15:28 von andererseits

wenn man das Kilo Schweinehals für 3,98 kriegt
ebenso wie 3 kg Hähnchenschenkel im Großpack
denke ich das ist auch mit dem Budget eines "Geringverdieners" finanzierbar

12:30 Stefan T.

>>Nicht ganz Deutschland bezieht Hartz IV. Aber schauen Sie mal nach, wie viel Biofleisch oder zumindest Fleisch aus "besseren" Haltungs- und Arbeitsbedingungen Sie bei Ihrem lokalen Discounter bzw. Supermarkt finden werden. In den meisten Fällen wohl exakt 0%.<<

Da sind Sie scheinbar sehr schlecht bis gar nicht informiert. In jedem Lidl, Edeka und Aldi gibt es neben dem preiswerten Fleisch meist das Biofleisch direkt daneben; entweder von Menge oder Preis äußerlich nur zu unterscheiden, und natürlich das dicke "Bio"-Siegel dazu.
Dreimal dürfen Sie raten, zu welcher Packung viel öfter gegriffen wird?
Das ergab ebenfalls mal eine Dokumentation im ÖR anhand eines Tests.

Aufschrei?

Welcher ASufschrei soll das sein? Und wenn, dann doch nur, dass trotz Corona da weiter gearbeitet wurde. Das Schicksal des Personals interessiert doch hier wirklich keinen.

Und "Macher" ist, nachdem man jahrelang einfach nur lieber weggesehen hat, ein ziemlich großes Attribut. Wobei ja noch völlig unklar ist, was denn da nun gemacht wird. Vielleicht wie üblich nur etwas, damit es so schnell nicht mehr raus kommt.

@ andererseits

Diejenigen, die in sozialpolitischen Fragestellungen schnell davor warnen, Leuten keine "soziale Hängematte" zu präsentieren, sind genau diejenigen, die bei notwendigen Veränderungen in der "fleischverarbeitenden Industrie" die prekäre Situation von Geringverdienenden als Vorwand hernehmen, dass sich nichts ändern darf ...

Dann äußert sich hier ein Gegenbeispiel und erweist Ihr "genau diejenigen" als falsch. Ich bin gegen eine wie auch immer geartete "Hängematte". Bin aber andererseits nachhaltig ein Verfechter von fairen und humanen Arbeitsbedingungen. Und in der Fleischindustrie muss sich was ändern. Das ist doch ganz klar.

@ Karl Napf, um 13:04

“man schlägt sich vor lachen auf die schenkel
wenn man mitbekommt, wenn unsere groko aufgeschräckt durch medienberichte, nun was verbessern will, was sie selbst angerichtet hat.
gammelfleisch wird schon seit jahrzehnten produziert mit voller unterstützung der örtlichen behörden.“

Na dann hoffen wir mal, dass sich die öffentlichen behörden, aufgeschräckt durch Ihre kühne Behauptung, nicht an Sie wenden und um Beweise bitten.

Im übrigen würde ich mal gern einen Blick auf Ihre malträtierten Schenkel werfen - die müssen doch mittlerweile so ziemlich weichgekloppt sein... :-)

Oder doch lieber nich...?

@grübelgrübel um 13:23

"Bitte Belege bezügl. Gewerkschaften liefern .."

Ich denke, auch Sie können davon ausgehen, dass Gewerkschaften nicht blind in den Tag hineinleben. Die Funktionäre kennen sich in ihren Bereichen schon aus. Nur sind die Gewerkschaften auf Grund geringer Mitgliedszahlen schwach geworden und können kaum noch Druck auf Arbeitgeber ausüben.

Vorbild Schweiz

Wer schon mal durch einen Schweizer Supermarkt gegangen ist, dem ist wahrscheinlich aufgefallen, dass es in der Schweiz kein billiges Fleisch gibt. Dafür ist jedes Stück Fleisch aber Bio und hat eine sehr gute Qualität. Die Menschen essen entsprechend auch weniger (aber dafür besseres) Fleisch.
Und es gibt in der Schweiz keine Schlachthöfe mit Billiglöhnern. Da zieht der Staat eine klare Kante. Einmal eingeführt, widerspricht da niemand mehr.

Fleischverarbeitenden Industrie

Dass die Arbeitsverhältnisse in Schlachthöfen geändert werden müssen, war doch eigentlich allen Beteiligten klar. Die dortigen Missstände sind die Geschäftsgrundlage der Eigentümer für ihren Profit und werden nur von überwiegend osteuropäischen Arbeiter*innen verrichtet, für die die dort gezahlten Minilöhne lukrativ sind. Von daher sollten anständige Löhne von 15 € und feste Arbeitsverhältnisse dort eine Selbstverständlichkeit werden.

@11:28 von Struwwelpeter

Wunderbar prägnante Darstellung zum Zustand derer, die uns derzeit das gesamte Leben auf den Kopf stellen. Vielen Dank für Ihren Kommentar!
Das sollte zum selbstständigen Denken und Handeln anregen ....

@Wanderfalke um 15:35

"Werkverträge mit einem Subunternehmen für die Wartung hochtechnischer Anlagen zu schließen hat eben eine andere Dimension als die fragwürdige Anwendung solcher Verträge in der Fleischindustrie."

Für solche Fälle wird ein ganz banaler Wartungsvertrag abgeschlossen. Bei einer Wartung muss man doch nicht gleich die ganze Person tageweise mit Werkslohn einkaufen.

Definition Werksvertrag:
Ein Werkvertrag ist ein Typ privatrechtlicher Verträge über den gegenseitigen Austausch von Leistungen, bei dem sich ein Teil verpflichtet, ein Werk gegen Zahlung einer Vergütung (Werklohn) durch den anderen Vertragsteil (Besteller) herzustellen.

@ Karl Napf, um 14:47

re 12:42 von Pluralitaet

Endlich kann ich Ihnen einmal uneingeschränkt zustimmen.

Man könnte das kurz so zusammenfassen:
“Bezahl das Doppelte und iss halb so oft!“

12:39, schabernack @11:40 von fathaland slim

>>"Plus der Oberlehrer noch":
"Debt" ist von LAT: debere = verdanken.
"Deber" = ESP: müssen …<<

Ja, Sie haben natürlich Recht. Warum ich "dept" anstelle von "debt" geschrieben habe, weiß ich selbst nicht. Eigentlich kenne ich das Wort.

Am 20. Mai 2020 um 15:24 von fathaland slim 15:12, David Séchar

>>"Wenn ich eine Kuh wäre, und es käme die Zeit, wo ich gefragt würde: willst du beim Metzger um die Ecke in seine Theke, oder ziehst du den Aldi oder Lidl vor, ich wüßte sofort, was ich sagen würde: ach, Bauer, lass mich noch eine ganze Weile, ja bis zum End' meiner Tage, hier auf der Wiese, ich liebe dieses Grün und das Licht heller Frühlinge."

Danke - Ihr Beitrag war gerade zwischen all diesen, zwar durchaus berechtigten, aber negativen Kommentaren, eine Blume.<<

>>Mich hat er sogar ziemlich melancholisch gemacht...

Manchmal bin ich sentimental.<<

Ging mir auch so, deshalb habe ich mich ja auch bedankt :-)

Ich habe Gestern Nacht noch ihren link (the intercept) gelesen. Es waren darin interessante Informationen zu entnehmen und vieles worüber man sich auch mal Gedanken machen konnte/sollte.

Deutsche Betriebe haben wesentliche Kostenvorteile

Die Arbeitsbedingungen in den Schlachtbetrieben und die Unterbringung der Mitarbeiter als auch die dubiose Gehaltsabrechnungen wie auch die unklare soziale Sicherheit sind nicht gut für Deutschland. Ich habe lange in Osteuropa geschäftlich zu tun gehabt und man spricht diesbezüglich nicht gut über Deutschland. Übrigens eine Verbesserung der Arbeitnehmerbedingungen würde in de Kalkulation nur einen unwesentlichen Betrag ausmachen. Schon jetzt haben die deutsche Großbetriebe erheblich Kostenvorteile gegenüber die europäische Konkurrenz.

Erster vernünftiger Schritt seit langem ...., Danke Herr Heil!

Ich freue mich außerordentlich über die hier getroffene Entscheidung, und hoffe sehr, dass dies auch bald in anderen ähnlich gelagerten Gewerken vollzogen wird.
Diesen Erfolg schreibe ich Herrn Heil zu, wofür ich mich ausdrücklich bedanke!
Er wirkt für mich beinahe wie ein Exot in diesem Verein genannt Regierung. Ich mag seine Partei nicht, habe aber großen Respekt für seine Glaubwürdigkeit.

re von Corona Postings 15:26

Ja,daß ist ein Vorschlag.
Nun raten Sie mal,wer sich im EU-Maßstab als Bremser betätigt.Wer Urteile des Europäischen Gerichtshofes(EuGH) zur Arbeitszeit nicht umsetzt ?
Und wer vor einigen Monaten in Brüssel interveniert hat,mit der Begründung Bürokratieabbau,um Verschlechterungen im Entsendegesetz durchzusetzen ?
Wo bleibt die "Stärke der EU und große Profit für die Arbeiter" ?

11:35 von meine_eigene_meinung

Billigfleisch wird teuerer werden
-
wieviel teurer ?
30 ... 50 Cent gar nen Euro ? das Kilo
viel mehr kann es doch wohl kaum sein
wenn der "Metzger" nur (!) 20 kg Fleisch zerlegt pro Stunde
und kriegt 10 Euro mehr dann wären das 50 Cent / kg

@ 15:36 von Sisyphos3

... und schon sind die Zusammenhänge auf der anderen Seite in Ihrer Antwort wieder gestrichen oder verdrängt: Man kann das "Kilo Schweinehals für 3,98 und die 3 kg Hähnchenschenkel im Großpack" nur so billig produzieren, solange man mangelnden Tierschutz, fehldenden Blick auf Tierwohl, Lohndumping und miserable Arbeitsbedingungen buchstäblich in Kauf nimmt. Es ist gut, dass in Gesellschaft und Politik die Zahl derer steigt, die das nicht mehr tolerieren.

12:36 Wolfgang E S

>>Nun müsste folgerichtig noch eine generelle Vorgabe folgen, welchen Standards Lebensmittel entsprechen müssen, damit sie auf dem deutschen Markt angeboten werden dürfen. So könnte man der Umgehung der neuen Auflagen durch Verlagerung der Produktion in Nachbarländer vorbeugen.<<

Das Resultat wäre jetzt bereits abzusehen:
D. würde kaum noch etwas importieren, weil die Auflagen zu hoch sein werden. Und ebenso kaum noch exportieren, weil die Kosten zu hoch geworden sind. Und allein hier bei uns würde das Schnitzel 10 € kosten.
Das kann doch nicht im Sinne der linken Politik sein, oder habe ich etwas missverstanden?

Welche Gewerkschaft ist zuständig?

Dürfen (ausländische) Arbeitnehmer mit Werksverträgen einen Betriebsrat gründen?
Welche Gewerkschaft ist in der Tiermordindustrie zuständig?
Warum kümmert die sich nicht um solche Arbeitsbedingungen?
Selbst mit gesetzlicher Erlaubnis solche Werksverträge abzuschließen, hätte eine verantwortungsbewusste Gewerkschaft das doch schon von vornherein verhindern können.

@David Séchard und @fathaland slim

Ich nehme Blumen und Tränen, Dankeschön.

15:44 von The Corona Postings

Es ist nur die halbe. Wahrheit. Viel höhere Löhne und viel weniger Abzüge.
Eben ein Grund warum viele in die Schweiz zum arbeiten gehen, auch wenn man dort nicht weniger arbeiten muss als in Deutschland. Und zumindest in den Bereichen wo ich gearbeitet habe Kontrollen um nicht zu viele Stunden auf dem Konto.
Dann zahlt man auch gerne für gute Qualität mehr. Würden auch sicher die dt. Bürger

Die Mär vom 3,99-Schnitzel

Und immer soll der Verbraucher schuld sein? Nein, es ist die Gier und der ruinöse Kampf unter den Handels-Monopolisten, die den Druck auf die Produzenten ausüben. Der Kampf der Milchbauern hat lefiglich zu einem höheren Ladenpreis geführt (sprich mehr Handelsmarge). Die Bauern bekamen einen billigen Abklatsch dessen. Fazit: ICH habe kaum Einfluss darauf - ich kauf mein Fleisch aber auch nicht beim Discounter. Ich bin zu arm für schlechte Qualität.

@ 15:38 von The Corona Postings

Dann waren und sind Sie in meinem Kommentar nicht gemeint und müssen sich auch nicht angesprochen fühlen.
Wobei mich schon interessieren würde, wo Sie in unserem derzeitigen System denn eine "wie auch immer geartete Hängemätte" sehen. Ich sehe, dass wir seit Jahren mehr und mehr Menschen in der Zugehörigkeit zur Gesellschaft zu verlieren drohen, weil ihnen die Chancen fehlen, aus Geringstverdienst herauszukommen - sowohl von den finanziellen wie von den beraterischen Unterstützungsressourcen, die nicht reichen.

@andererseits 16.05

Es ist gut, dass in Gesellschaft und Politik die Zahl derer steigt, die das nicht mehr tolerieren."
Es steigt auch die Zahl derer, die Andern vorschreiben wollen, was sie wann und wie oft zu essen haben und die kein Problem damit haben, wenn sich hier die nächste Zwei-Klassengesellschaft bildet- insbesondere bei Grün*innen und Linken. Fleisch nur noch für Wohlhabende, warme Wohnung eh,Urlaub sowieso, Autofahren auch...
Das sind natürlich alles wertvolle Beiträge gegen die Spaltung der Gesellschaft....

15:26 von The Corona Postings

Die Subunternehmer kommen vom Balkanstaaten in der Ernte und in der Fleischindustrie. Weniger aus Russland.
Wobei ich mich frage warum können überhaupt russische unternehmen in Deutschland arbeiten?

@grübelgrübel 13:23

>> Bitte Belege bezügl. Gewerkschaften liefern … <<

Zeige mir einen Beweis das die NGG gegen diese vielfach unseriösen, an Sklaverei erinnernde, Machenschaften vorgegangen ist. Oder möchtest du allen Ernstes behaupten, diese Zustände waren den Gewerkschaftsvertretern nicht bekannt? Ebenso die Zustände im Paketzustellgewerbe? Oder bei den Fernfahrern? Wann hat die Gewerkschaft in diesen Bereichen zum letzten Mal zu einem Streik für bessere Arbeitsbedingungen aufgerufen? In diesen Branchen übt man sich lieber wie die drei berühmten Affen.

13:54 Magic.fire

Sie haben so ziemlich in all Ihren Kommentaren mMn den Nagel auf den Kopf getroffen. So und nicht anders wie Sie es beschreiben sieht es tatsächlich aus.

@ Petersons

Ein Wirtschaftsstandort der ohne Sklavenhaltung nicht funktioniert ist per definitionem abgewirtschaftet und krank! Wie man sich das auch noch schönreden kann, ist mir völlig unbegreiflich!

@ Leseratte28

"Andererseits: wenn die Leiharbeiter wirklich so wenig verdienen, warum bleiben sie dann nicht in ihrer Heimat? Genau, weil sie dort nämlich noch weniger verdienen würden."

Der Grund ist, weil sich von einem rumänischen Gehalt in Rumänien zwar okay leben lässt, man sich aber davon kein Haus in die Landschaft setzen kann. Verhungern täten die jedenfalls nicht, wenn sie in ihrer Heimat bleiben und nicht mehr in Deutschland arbeiten würden. Diese Zeiten sind gottseidank auch in Südosteuropa mittlerweile vorbei. Aber einfach nur von oder mit dem leben, was man bereits hat, reicht halt nicht mehr in dieser von Konsum zerfressen Welt aus! Bescheidenheit ist eben keine Zier mehr, sondern Anzeichen für gestörtes Konsumverhalten!

Vermutung

um 15:42 von flegar
@grübelgrübel um 13:23
"Bitte Belege bezügl. Gewerkschaften liefern .."
>>Ich denke, auch Sie können davon ausgehen, dass Gewerkschaften nicht blind in den Tag hineinleben. Die Funktionäre kennen sich in ihren Bereichen schon aus. Nur sind die Gewerkschaften auf Grund geringer Mitgliedszahlen schwach geworden und können kaum noch Druck auf Arbeitgeber ausüben.<<

Bin seit 40 Jahren in der Gewerkschaft. Belege für die Behauptung, die Gewerkschaften würden das unterstützen sehen aber anders aus. Also ist die Behauptung eine reine Vermutung?

16:02 von Sisyphos3

«Billigfleisch wird teuerer werden»

«wieviel teurer ?
30 ... 50 Cent gar nen Euro ? das Kilo
viel mehr kann es doch wohl kaum sein …»

"Tiere produzieren" ist sehr teuer.
Schlachttiere wie Schweine, Rinder und Geflügel.

Eingerechnet in die Produktionskosten sind nicht die Folgekosten, die im Medizinischen Sektor durch Resistenzen gegen Antibiotika entstehen. Weil man "dem Schlachtvieh" Antibiotika quasi eintrichtert, damit die Viecher in der Enge der Großindustriellen Haltungsbedingungen nicht schon an gegenseitigen Infektionen "wegsterben", bevor sie Schlachthöfe überhaupt erreichen.

Nicht eingerechnet sind auch die Problematiken mit Gülle-Ausscheidungen + CO2-Ausstoß der Viecher. Mitbezahlen bezaht diese Kosten aber dennoch ein jeder. Vom 1x pro Tag 1 kg Fleischesser, bis zum überzeugten Veganer.

Es sind viele, viele mögl. Stufen zw. 3 kg Hähnchenschenkel im Großpack für ‘n Appel & ‘n Ei. Bis zum bei Beethoven-Musik gestreichelten Kobe-Rind
für ± 400 € bis 600 € / kg …!

Am 20. Mai 2020 um 16:07 von Jacko08

"12:36 Wolfgang E S

>>Nun müsste folgerichtig noch eine generelle Vorgabe folgen, welchen Standards Lebensmittel entsprechen müssen, damit sie auf dem deutschen Markt angeboten werden dürfen. So könnte man der Umgehung der neuen Auflagen durch Verlagerung der Produktion in Nachbarländer vorbeugen.<<

Das Resultat wäre jetzt bereits abzusehen:
D. würde kaum noch etwas importieren, weil die Auflagen zu hoch sein werden."

Der deutsche Markt ist groß und attraktiv genug, um Anbieter auch bei höheren Auflagen anzuziehen. Alle anderen Anbieter unterliegen ja denselben Auflagen.

"Und allein hier bei uns würde das Schnitzel 10 € kosten."

Dass es teurer wird, um bessere Qualität zu erhalten, daran besteht kein Zweifel. Doch wie sind Sie auf 10 € gekommen? Kennen Sie den Anteil der Arbeitskosten an einem Schnitzel heute? Wenn das Schnitzel heute 1,50 € kostet, könnte der Preis nach Erfüllung der Auflagen vielleicht auf 2,00 bis 2,50 € steigen. Ist Ihnen das zu viel?

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