Ihre Meinung zu: Kabinett berät: Dringend Regeln für Schlachthöfe gesucht

20. Mai 2020 - 8:06 Uhr

Die Corona-Krise zeigt: Die Arbeitsbedingungen in großen Schlachtbetrieben sind oft miserabel. Jetzt berät das Kabinett über strengere Auflagen und auch über Verbote. Die Fleischindustrie warnt.

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Kommentare

Warum muss der Betrieb für

Warum muss der Betrieb für Unterkünfte sorgen?

Die Zustände in der sog.

Die Zustände in der sog. "fleischverarbeitenden Industrie" (welch Offenbarung in diesem Wortungetüm) zeigen, wie nah von der Grundhaltung Schutz der dort arbeitenden Menschen und Tierschutz zusammenliegen.
Aber so lange das Blättchen mit den 4 dicken Buchstaben wie vorige Tage eine Schlagzeile wie diese "Die Grünen wollen unser Fleisch teurer machen" aufwartet (und sie tut das nur, weil sie damit hohe Auflagezahlen erreicht), bin ich skeptisch, ob neben "Hauptsache billig" tatsächlich andere Kriterien wie Arbeitendenschutz und Tierwohl eine Chance haben und die Corona-Krise überdauern.

>>In den Schlachthöfen

>>In den Schlachthöfen arbeiten oft Männer aus Ost- und Südosteuropa, die von Subunternehmern in die Betriebe geschickt werden. Die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Arbeiter werden häufig als prekär beschrieben.

Über die Missstände berät das Kabinett heute erneut.<<

Es waren seinerzeit die Damen und Herren Politiker, die diese Missstände (Sub.) durch ihre Arbeitsgesetze geschaffen haben- und nun beraten sie wie sie dieselben beseitigen können.

Aber der Verbraucher ist angeblich schuld, weil er nach billigem Fleisch verlangt....

Humor vom Feinsten!

Diesem Thema sollten sich Kabarettisten annehmen.

Da kann man nur noch lachen- oder weinen....

Zustände in Schlachthöfen

Unsere Schnitzel und Steks werden unter Bedingungen produziert, die der Sklavenhaltung nahe kommen. Man könnte leicht zum Vegetarier werden wenn man sich das vor Augen hält. Das ist eine Mafia, der das Wohl ihrer Mitarbeiter ebenso gleichgültig ist wie das der Tiere. Hier wäre es an Brüssel, europaweit gültige Regeln durchzusetzen!

Die deutsche Industrie

Deutschlands Industrie und unsere Bundesregierung sorgt dafür, dass sich Deutschland immer mehr zum „Billig-Lohn-Land“ entwickelt. Arbeiten um Produktions- und Dienstleistungsbereich ist heute in vielen Bereichen nichts mehr wert. Prekäre Arbeitsverhältnisse und katastrophale Zustände in Unternehmen sind keine Seltenheit. Hauptsachen das Geld fließt in die Taschen der Unternehmen und für den Mittelstand ist gesorgt. Schließlich sind dort ja unsere Leistungsträger. Wie arrogant! Der Rest bekommt mittlerweile Löhne, damit dieser während seines Berufslebens gerade noch so über die Runden kommt. Altersarmut wird von der Regierung gefördert und billigend in Kauf genommen. Klöckner halt die Erhöhung der Bußgelder für die richtige Lösung. Darüber dürfte sich die Industrie freuen, damit im Grunde alles beim Alten bleibt. Alternativlos und sozial gerecht, heißt es von Seiten der CDU-Regierung. Deutschland, ein Land, in dem wir gut und gerne leben. Selten so ein Quatsch gehört….

Fleischproduktion und Schlachtbetriebe

Es kann nicht tolerabel sein, dass bei uns ein Kilo Fleisch weniger kostet, als ein Kilo Möhren. Die unhaltbaren ja unmenschlichen Bedingungen der in Schlachtbetrieben eingesetzten Fremdarbeiter erinnern an die Sklaverei vergangener Zeiten. Fleisch muss wieder einen Wert bekommen, es darf sich im Preis gern mehr als verdoppeln, wenn dadurch die Achtung vor dem Lebewesen (Mensch und Tier) wieder steigt. Wenn die Fleischindustrie doch vor allem osteuropäische Sklaven hält, kann sie doch auch gern ins Ausland abwandern, da ja keine Arbeitsplätze für deutsche Arbeitnehmer betroffen sind! Ihre Drohung bzgl. Abwanderung verpufft also ins Leere.
Unser Staat hat die Missstände viel zu lange toleriert! Sklaverei muss abgeschafft werden, und Schlachttiere müssen viel mehr Achtung und artgerechte Haltung erfahren. Das führt dann dazu, dass wir alle weniger, aber qualitativ höherwertiges Fleisch essen können.

ach!

Wenn Corona langsam abklingt, schert sich die Politik nicht mehr. Genauso wie man schon seit Jahren Zeitarbeiter in anderen Branchen ausbeutet. Erheblich weniger Geld für gleiche Arbeit. Werkverträge gehören auf ein Minimum reduziert.

Bisschen peinlich

Peinlich und verlogen ist es schon, dass die Politik menschenverachtende Arbeitsbedingungen jahrelang ignoriert und erst mit dem Argument Seuchenschutz überlegt, da ganz vielleicht eventuell was dran zu ändern.
Hoffen wir, dass hier Corona was zum Besseren wendet.

Was zeigt uns das wirklich?

Es zeigt uns zum x-ten male, das unserer Umgang mit Mensch und vor allem der abartigen Ausbeutung, Folter und Schlachtung von Tieren endlich überdacht und neu geregelt werden muss .. Wir schreiben dss Jahr 2020 und die Vieh und Milch Wirtschaft hat den Höhepunkt in seiner Ekelhaftigkeit erreicht ..
Wir besitzen ALLE Informationen und technischen, als auch chemischen Möglichkeiten uns OHNE den Verzehr von Tierischen Produkten wesentlich gesünder und ethisch zu ernähren ..

Die Gier und der Lobbyismus, die Feigheigheit der Entscheidungsgeber und die von der Nahrungsmittelindustrie betriebene Gehirnwäsche steht einem Umbruch schon zu lange im Wege ..

JEDER hat es selbst in der Hand, diesem Elend eine Ende zu bereiten und sich Vegan zu ernähren, dies tut weder weh, noch ist es uncool oder unnormal, es ist die einzig richtige, ethisch vertretbare und zukunftsorientierte Entscheidung ..

Einfach mal informieren .. stop specisism

Die Sache ist doch

ganz einfach, einfach die entsprechenden Verträge verbieten, und die Leiharbeit gleich mit.
Die Arbeiter stecken sich doch in den Unterkünften an, weniger auf der Arbeit.
Die Vermieter die für 20 Quadratmeter und 4 Personen 1200 Euro nehmen, werden dadurch auch gleich ausgehebelt, das ist Mietmafia.
Arbeitnehmer Überlassung und wie sich das alles nennt, hat doch erst für diese Strukturen gesorgt, und der Staat hat das nicht unterbunden.
Das wäre ein Punkt, der zweite Punkt, Export von Schweinefleisch eingrenzen, 2,4 Millionen Tonnen ist der blanke Wahnsinn.
Das wirkt sich auch auf die Massentierhaltung aus, und andere arme Länder bekommen die Chance auch was zu verkaufen.
Die Drohung der Abwanderung, sollen Sie doch machen, da dort fast alle solche Verträge haben, gehen im eigentlich Sinne, keine Arbeitsplätze verloren, die Einheimische aus dem Ort oder Region besetzen.
Was daran so schwer ist ?, 3 Fliegen mit einer Klappe erledigt.

"Der Minister betonte vor der

"Der Minister betonte vor der Kabinettssitzung, strukturelle Probleme der Fleischindustrie seien trotz verschiedener Anläufe nicht behoben. Dazu gehörten Überbelegung und Wuchermieten bei Unterkünften, Verstöße gegen Corona-Hygieneregeln, den Mindestlohn und Arbeitszeitvorgaben."
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Der Herr Minister beschreibt in diesem Satz seine eigene Unfähigkeit. Er und seine Landesminister sind die schuldigen das Arbeiter aus Osteuropa Sklaven vieler Herren sind.
Treten Sie zurück und machen Platz für fähige und durchsetzungsfähiger Politiker.

Kabinett berät: Dringend Regeln für Schlachthöfe gesucht

Hoffentlich setzt sich Herr Heil durch und setzt dem bösen Spuk mit den Werkverträgen in der Branche ein Ende.
Aber ich fürchte, dass Frau Klöckner mit der Agrarlobby sich durchsetzen wird.
Aber letztlich hat jeder Konsument es selbst in der Hand, welches Fleisch bei ihm auf den Teller kommt ... armeseliges Deutschland !

Gruß Hador

wer wirft hier den ersten Stein?

wusste gar nicht das es Werkverträge , oder enge Unterküngt nur in diesen Betrieben gibt?
So skurril E. Musk ist - aber:
Wir sollten sehr sehr aufpassen Corona nicht als Stein zu benutzen, wenn wir im Glashaus sitzen.
Dieser Rat geht erst recht in Richtung Politik, hier versucht so mancher seine verquaste Agenda mithilfe von Corona schnell mal durchzuprügeln, immer unter dem gutes tun logo.
Das ist sehr gefährlich - weil man doch selbst im grössten Glaushaus(kuppel) sitzt.

Herr Gröhe, Herr Heil - Vorsicht ist besser als.....

Jeder sollte dankbar sein, dass es nicht schlimmer kam -
machen Sie es nicht schlimmer.

Es braucht keine Regeln - das Mafia-System gehört verboten

Warum nun dringend Regeln für ein Mafia-System gesucht werden, ist unverständlich. Wenn ein Betrieb permanent Mitarbeiter benötigt - wie es in einem Schlachthof der Fall ist -, so muss der Betrieb seine Mitarbeiter fest einstellen und zumindest den Mindestlohn bezahlen, der zwischen 15 und 20 Euro liegen sollte. Dieser Mindestlohn muss europaweit in den nächsten 10 Jahren angeglichen werden. Eine Unterbringung von unter sklavenartigen Bedingungen arbeitenden Menschen in heruntergekommenen Unterkünften ist dann nicht notwendig.

Ein Geflecht von Sub-Sub-Unternehmen bei denen Mafia-Methoden angewandt werden, sollte in Europa nicht zulässig sein und gehört verboten. Wenn die Schlachthöfe dann ihr Geschäft ins nichteuropäische Ausland verlegen, muss die EU mit entsprechend hohen Einfuhrzöllen gegensteuern.

Am 20. Mai 2020 um 09:15 von andererseits

"Aber so lange das Blättchen mit den 4 dicken Buchstaben wie vorige Tage eine Schlagzeile wie diese "Die Grünen wollen unser Fleisch teurer machen" aufwartet (und sie tut das nur, weil sie damit hohe Auflagezahlen erreicht), bin ich skeptisch, ob neben "Hauptsache billig" tatsächlich andere Kriterien wie Arbeitendenschutz und Tierwohl eine Chance haben und die Corona-Krise überdauern."
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Leider kennen Ihre geliebten Grünen nur eine Lösung bei jedem Problem. Wir machen es teuer, dann können es sich die ärmeren Mitbürger nicht mehr leisten.
Da muss man andererseits schon die rot/grünen Scheuklappen aufhaben um dieses unsoziale verhalten nicht zu merken.

“Die Arbeitsbedingungen...sind oft miserabel...

...Die vielen Corona-Ansteckungen zeigen das...“

Da musste erst Corona her, damit das bekannt wird??

Weder die Unterbringung und Arbeitsbedingungen der Arbeiter, noch die Lebensumstände des Schlachtviehs haben bislang Politiker oder gar das Gros unserer “Fleischliebhaber“ interessiert - und für letztere gilt das zweite wohl immer noch und weiterhin.

Hauptsache, der Grill raucht möglichst jeden Tag.

Nicht erst seit Corona ein Problem

Vielleicht hätten wir den Schlachter im Ort stärken und ihn nicht mit irrsinnigen Vorschriften ausrotten sollen. Der kannte zumindest die Sau die er schlachtete noch mit Vornamen, während wir das Vieh heute tausende Kilometer über die Piste karren und rumänische Wanderarbeiter dies zerlegen. Vergesst einfach diese irre EU und macht mal was für die Menschen!

Der Verbraucher ist nicht Schuld

Ich finde es deutlich zu einfach, immer nur zu sagen: Der Verbraucher ist Schuld!
Nein: In unserer Gesellschaft macht die Politik Regeln für den Markt, und die sind dafür da, solche Ausbeutung zu verhindern. Diese Regeln müssen ggf. angepasst und vor allem kontrolliert und Verstöße sanktioniert werden. Klar, dann kostet Fleisch eben mehr.
Aber der Frisör kostet ja auch nicht 2,50€, nur weil der Verbraucher das gerne vielleicht so hätte.

Wenn sich diese Fleischindustrie nur unter den

unwürdigen und dubiosen Bedingungen in Deutschland halten kann und sogar damit droht, es bleibe nur abzuwandern ins Ausland, dann sollte man sich nicht erpressen lassen.

Bessere Bedingungen, vernünftige Strukturen mit festen Arbeitskräften bergen für Verantwortung, Qualität und Gesundheit.
Nur das hat heute noch Zukunft.

Veränderung ist unpopulär, aber es wird höchste Zeit.

Keine Alternative ist möglich.
Anders gibt es keine Chance für die Zukunft.

Laborfleisch sollte die Zukunft sein

Wenn die Agrarsubventionen für die Entwicklung von Fleisch eingesetzt würde, dass im Labor gezüchtet wird, könnte auf KZ - ähnliche Zustände in allen Bereichen der Tierverwertungsindustrie verzichtet werden.
Bis dahin sollte schon Grundschülern die ganze Kette dieser Verwertung ungeschönt zur Kenntnis gebracht werden & im Laufe weniger Wochen hätte dieses entsetzliche Geschäft mit Tieren & Menschen ein schnelles Ende.
Dieses Problem wird sich nur beseitigen lassen, wenn man es aus der Sicht der Schwächsten in der Kette betrachtet.
Sowohl aus der Sicht der Tiere, als auch aus der Sicht der Menschen, die genötigt sind, auf so erbärmliche Weise ihr Geld zu verdienen.
Ich persönlich empfinde es als geradezu Obszön, gleichmütig über die grauenhafte Situation der Tiere hinwegzusehen, während man sich gleichzeitig über die erbärmlichen Situationen, in die Menschen überall in der Welt geraten konnten & können, echauffiert.
Schlachthöfe und Schlachtfelder entspringen derselben kranken Denkweise

Müssen jetzt die Schlachthöfe...

... als wichtiges Thema herhalten, weil man nicht über die dramatische Situation mit der Verschuldung Deutschlands berichten will oder darf?

Grillen, Grillen und nochmals Grillen

Solange dieser Hype sich nicht endlich mal wieder auf ein vernünftiges Maß abschwächt, wird sich auch an den Verhältnissen in der Fleischindustrie nichts ändern! Denn irgendwo muss das Geld, was man für den hunderte Euro teuren Markengrill ausgegeben hat (ja, ein Grill ist durchaus zum Stautssymbol geworden) ja auch wieder eingespart werden.

Fleischindustrie warnt vor Abwanderung ins Ausland

Na dann sollen es die es doch versuchen. Die Arbeitnehmer kommen überwiegend ja aus dem Ausland.
Und wenn die "tierischen Unternehmer" meinen, sie könnten Schweine, Rinder & co. zur Schlachtung durch halb Europa transportieren, dann muss eine Verodnung her, die dies verhindert. Regionale Tierhaltung und Schlachtung sorgt für mehr "Tierwohl", äh ... für weniger Tierqualen !

Gruß Hador

@ Bender Rodriguez, um 09:15

“Warum muss der Betrieb für Unterkünfte sorgen?“

Vermutlich bestehen Abmachungen zwischen den Betrieben und den Sub- und den Sub-Subunternehmern. Ohne Wohnung kriegen die Betriebe nicht genügend viele Leute, die für den Hungerlohn so schuften würden. (Erinnert etwas an die Spargelstecher.)
Und da die Zuständigkeiten wohl hin- und hergeschoben werden, kommt dann sowas raus.

Schlachthöfe

scheinen absolut rechtsfreie Betriebe und Bereiche zu sein. Tierwohl Fehlanzeige, wie oft liest man von unzureichenden Schlachvorgängen? Da wir doch Personal eingesetzt das gerade mit dem Messer umgehen kann, billig ist und alles andere ist egal. Das ist doch seit Jahren bekannt und gerade Frau Klöckner glänzt mit absoluter Abwesenheit jeglicher Komptenz.

Hier brauchen wir knallharte rechtliche Rahmenbedingungen damit diese Panschereien aufhören und zwar in jeder Hinsicht.

Regeln für Schlachthöfe gesucht?

Dann sollte man die so Ausarbeiten das sie auch für ander bereiche Angewendet werden können.

Die nächsten Hot-Spots werden meiner persönlichen Meinung nach die Schule, Kitas, und die Freizeiteinrichtungen werden.

"Die Fleischindustrie warnt"

Wovor? Der Durchsetzung menschenwürdiger Arbeitsbedingungen?

Der Verband droht abzuwandern.

Hört sich an wie Geiselnehmer droht mit Selbstmord. Keiner würde ihn vermissen.

Regeln für Schlachthöfe gesucht

Hoffentlich wird dadurch nicht in vielen Länder die Arbeistlosigkeit größer und das Fleich teurer.

Am 20. Mai 2020 um 09:28 von LeCuvier

"Das ist eine Mafia, der das Wohl ihrer Mitarbeiter ebenso gleichgültig ist wie das der Tiere. Hier wäre es an Brüssel, europaweit gültige Regeln durchzusetzen!"
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Jetzt weis ich wozu es die EU/Brüssel gibt.
Nationale Missstände wird dorthin übertragen und man macht hier weiter, bis in 10 Jahren eine EU Verordnung vorliegt.

Kühlkammern und Corona

womöglich ist auch lt. H.Drosten das kalte Klima in den Betrieben ideal für das Virus?

Hier muss umfassend geprüft werden.

Fahrlässig wäre es in jedem Fall weiterzuproduzieren.

Deutschland sollte sich schämen, wenn es Menschen so

behandelt, wie dies mit den Billiglohnarbeitern in Schlachthöfen und den Saisonarbeitskräften in der Landwirtschaft passiert. Ein Glück, dass ich kein Fleisch esse und auf Spargel verzichte ich gern.
Schlachthöfe sind dazu noch ein Ort, an dem Tiere auf Höchste gequält werden. Sie sollten m. E. abgeschafft werden. Würden die Menschen kein oder viel, viel weniger Fleisch essen, so bräuchte es keine Schlachthöfe mehr.
Wir sollten angesichts von Pandemien, die ihren Ursprung im falschen Umgang mit Tieren haben, unser Verhalten den Tieren gegenüber überdenken.
Wenn es schon so weit ist, dass in Brasilien Brandrodungen des Regenwaldes erfolgen, damit das Soja für unsere Masttierhaltung auf den frei werdenden Flächen angebaut werden kann, trägt doch jeder, der Fleisch isst, daran eine Mitschuld.
Das Abholzen des Regenwaldes nimmt den dort lebenden Tieren ihren Lebensraum und Menschen + Tiere rücken immer mehr zusammen, was ein Risiko für Pandemien ist.

Realität

Hoffnung ist etwas Schönes. Realität aber etwas noch viel Schöneres.

Der Lobbyismus in Deutschland macht es absolut unmöglich, dass eine Industrie, egal welche, derartig kastriert wird und mit einem solchen Ausmaß an zusätzlichen Kosten belegt wird. Unmöglich. Niemals wird dieses Verbot durchgesetzt.

Ich verteidige den Lobbyismus hier nicht, ich finde ihn auch nicht gut. Ich stelle nur dar, wie die Dinge in Deutschland laufen.

Dringend Regeln für Schlachthöfe gesucht

Die Arbeits- und Lebensbedingungen der ausländischen Schlachter erinnert mich mehr an Sklavenarbeit. Wie können solche Zustände im 21. Jh. in Deutschland überhaupt noch zugelassen werden. Die armen Teufel aus Südost-Europa sind auf die paar Kröten, die sie hier verdienen unbedingt angewiesen. Und dies nutzen windige Geschäftemacher gnadenlos aus.

Aber wie kann unsere Gesellschaft es dulden, dass solche Arbeitbedingungen hier in Deutschland immer noch zu finden sind. Wer will denn hier in Deutschland unter solchen Bedingungen arbeiten, und warum wird dies den Bulgaren und Rumänen zugemutet ?

Gruß Hador

Man muss sich doch Fragen ...

... wem wir den Umstand verdanken?

Ist nicht auch die Regierung mit Schuld an der Tatsache?

Die Grünen wollen eine Steuererhöhung auf Fleischprodukte, doch mal ehrlich, es macht zwar die Fleischprodukte teurer. Doch ein entsprechendes Beschäftigungsverhältnis muss sich da durch nicht ändern.

Alleine wenn Arbeiter in Fleischerzeugenden Betrieben wenigstens einen Mindestlohn erhalten würden, werden Fleischprodukte von alleine teuer.

Nur gibt und gab es in Deutschland Menschen die sich Fleisch gar nicht leisten können.

Im Gegenteil gibt es Kantinen wo essen subventioniert verkauft wird, da kann das Fleisch auch aus Argentinien kommen.

Ich Frage mich allerdings, welche Steuerlöcher mit der höheren Merwertsteuer auf Fleischprodukten gestopft werden soll?

Die Landwirte und die gesamte Kette bis in den Handel hat da nix von!

Subunternehmen haben

Subunternehmen haben (branchenübergreifend) vor allem zwei Ziele: Löhne drücken und Arbeitnehmer*innenrechte minimieren. Das gehört nicht nur in der "fleischverarbeitenden Industrie" auf den Prüfstand.
Und natürlich haben Verbraucherverhalten und Ernährungsgewohnheiten einen Einfluss - wer das hier leugnet als "Schuldzuweisung", verkennt die Mechanismen einer bloßen Marktorientierung, wie sie in weiten Teilen bei uns vorherrscht.

@ schutter, um 09:39

So gern ich Ihnen zustimme - einen Haken hat Ihr Vorschlag mit dem Verlegen der Fleischindustrie ins Ausland mindestens:

Da hängt ja noch die immense Massentierhaltung hierzulande dran. Was meinen Sie, wird los sein, wenn die Tierzüchter auf einmal ihre ohnehin armen Schweine zum Schlachten ins Ausland transportieren müssten?

Mal ganz abgesehen von den Leuten hier, die sich ausschließlich von Fleisch zu ernähren scheinen...

Verletzung der Menschenwürde

In Deutschland werden nicht nur Frauen für die Sexarbeit ausgebeutet - auch die Ausländer in der Schlachtindustrie werden es.
Und Deutschland ist stolz darauf!
Was dort abgeht ist ganz klar Verletzung der Menschenwürde! Aber das ist doch egal! Hauptsache man kriegt für ganz wenig Geld qualvoll erzeugtes Fleisch...
Pfui Deibel... kann ich da nur sagen!

Dringend Regeln für Schlachthöfe Corona?

Wenn Schlachthöfe dringende Regeln benötigen, dann nicht wegen Corona, sondern wegen Schlachthof spezifischer Erreger. Wenn Leiharbeiterunwesen und Werksvertragsseuchen neuer Regeln bedürfen, dann nicht aus Hygiene Gründen, sondern aus sozialen. Osteuropäische Wanderarbeiter arbeiten udn leben hier aus bestimmten Gründen, meist nicht weil es ihnen um besondere Würde oder Bequemlichkeiten hier geht, sondern um einen erzielbaren Überschuss, der der Familie über den Winter hilft. Den sollte man ihnen lassen, sonst macht man die Rechnung ohne der Wirt und wundert sich am Ende.

So ein HeiHo wegen dem was in

So ein HeiHo wegen dem was in nahezu allen Branchen mit Ost-Arbeiterunterstützung mehr oder weniger stattfindet. Soll der Fokus auf die Fleischindustrie vom allgemeinen Versagen in Berlin und den Ländern ablenken? Jeder weiß es und wusste es und hat es akzeptiert. Und das obgleich eine ordentliche Unterbringung und ein ordentlicher Lohn bei gesetzeskonformer Arbeit kaum den Preis nach oben schnellen lässt.
Lebensmittel sind in Deutschland unverschämt billig. Dadurch wird sehr viel exportiert und die Last (Gülle, Bedingungen usw.) wird im Land getragen. Schaut man in die französischen Supermärkte wird oft gesagt, der Franzose bezahlt viel mehr für Lebensmittel. Ja! Aber schaut man mal an den Fleischtheken genau hin, dann findet man zu einem sehr hohen Anteil den Aufdruck: Aufzucht: Deutschland, Zerlegt: Deutschland. Aber der Preis ist deutlich höher. Hier ist die Musik. Die Fleischindustrie verdient im Export ein nettes Sümmchen mehr.
Es wird sich nichts ändern!

auf ein Minimum reduziert?

von hillbilly @
Das war der Preis einer Regierung von Fischer und Schröder und der 2010.

Und alle weitern GROKs haben da auch nichts dran geändert.

Nur wenn die Beschäftigen selber etwas tun, und eigen Verantwortung übernehmen durch Streik, Gewerkschaften und Klagen wird sich was ändern.

Weil Sie für 150,- auf dem

Weil Sie für 150,- auf dem freien Markt nichts finden und mehr kann sich ein Arbeiter in einem Mogelkonstrukt von Subunternehmer und Werkverträgen nicht leisten wenn er am Ende 3,00 ausbezahlt bekommt (Überstunden verrechnet).

Wer wählt denn diese Politiker?

Wir kritisieren diese unhaltbaren Bedingungen bei denen Menschen ausgebeutet werden. Wir kritisieren, dass Fleisch zur Massenware geworden ist.
Diejenigen, die das ändern könnten, nämlich die Politiker, scheren sich nicht darum.
Sie kritisieren solche Zustände allenfalls mal in ihren Reden. Aber den Reden folgen keine Taten.
Es ist eine Schande, dass Menschen hier so ausgebeutet werden.
Mich erinnert das an die Zwangsarbeit der ausländischen Menschen während des Krieges.
Sollte sich nicht gerade Deutschland von solchen Methoden distanzieren und mit gutem Beispiel voran gehen, d. h. solche Zustände abschaffen und menschenwürdige Zustände erschaffen?
Gern kann man auch die Schlachthöfe ganz abschaffen und den Fleischkonsum drastisch reduzieren, z. B. Marken vergeben, die zum Kauf von max. 300 Gramm Fleisch pro Woche pro Person berechtigen. Das ließe sich bestimmt so oder anders regeln.
Die Landwirte könnten dann darin unterstützt werden, wenn sie stattdessen Gemüse + Obst anbauen.

09:53, tagesschlau2012

Sie meinen, Fleisch müsste billig sein, das wäre sozial?

Das Problem ist nicht die Ausbeutung, sondern die Öffentlichkeit

"Der Minister betonte vor der Kabinettssitzung, strukturelle Probleme der Fleischindustrie seien trotz verschiedener Anläufe nicht behoben."

Gab es denn einen einzigen Anlauf, der über die Idee einer freiwilligen Selbstkontrolle hinausging?

Die Ausbeutung ist jedem bekannt, der sich dafür interessiert. Da das Interesse der zuständigen Ministerien bisher null war, gelten die nun geäußerten Sorgen wohl dem unangenehmen Interesse der Öffentlichkeit.

Ich bin mir sicher, dass die "Berater" aus der Industrie an einer Lösung arbeiten: Maximal 2 Arbeiter pro Quadratmeter, täglicher Auslauf im Innenhof und Kuhbürsten für alle.

Die Betriebe unterschreiben dann feierlich eine Selbstverpflichtung, die Frau Klöckner stolz in die Kameras halten wird, dann wird noch medienwirksam irgendein Osteuropäer in einem Luxuswohncontainer gezeigt und dann war's das. Eine weitere Umsetzung ist unnötig, weil von den Behörden eh keine Kontrollen kommen - bzw. nur nach langfristiger Terminabsprache.

Einfach den Anteil ...

... der Leih- oder Werkverträge auf Maximum 10% beschränken. Zumindestens in den Betrieben, die keine saisonalen Begebenheiten zu beachten haben. Schlachthöfe arbeiten durchgehend das ganze Jahr. Produktionsspitzen und Personalausfall durch Krankheit etc. können kurzfristig durch diese Vetragsarbeiter kompensiert werden.
Jeder Verstoß wird mit Mindesthaftstrafe von einem Jahr zuzüglich Gelstrafe geahndet. Die Geldstrafen allein tun denen nicht weh, das wird aus Portokasse bezahlt.

einfach wieder

den Metzger selber schlachten lassen, seine
Schlachttiere selber vermarkten. Aber das
wurde seitens der EU mit unzähligen Auflagen
für die Metzger fast unmöglich gemacht. Ich
fahre 1x in der Woche 35km zu so einem
Metzger, der unwesentlich teurer ist als der
Supermarkt.

Lohndumping =Preisdumping

Wer keinen fairen Lohn bekommt, kann auch keinen fairen Preis fürs Fleisch bezahlen.
Auch das Arbeitsministerium betreibt Lohndumping durch Outsourcing.

Den Geringbeschäftigten werden equal pay und gewerkschaftliche Rechte vorenthalten.

Na so was!

Jetzt tut die Politik so, als ob es ganz plötzlich alles neu ist!

Die Ausbeutung der Ausländer Und Migranten habe ich schon immer angeprangert. Erst waren es die türkische Mitbürger, die in der Autoindustrie sich kaputt schuften und in Rentenkassen angezahlt hatten, ohne Leistungen daraus zu bekommen. Dann waren es Aussiedler aus Russland die die Altenpflege aufrecht erhalten haben. Alles billig Löhner. Jetzt in der bitteren Armut. Heutzutage sind’s es die Osteuropäer. Und es geht hier überhaupt nicht um billiges Fleisch! Es geht hier schlicht und einfach um die Ausbeutung der Schwächeren. Ausnutzen deren schwachen Position. Widerlich. Und die Grünen wollen davon noch profitieren. Pfui!

Ja und Nein.
Es spielt schon eine große Rolle, ob ein Produkt vom Verbraucher stark nachgefragt wird oder nicht. Auch wenn etliche - aber leider nicht alle- Verbraucher auch bereit wären, mehr für Fleisch zu bezahlen.
Natürlich muss aber eine Regierung dafür sorgen, dass es solche Zustände, wie sie in Schlachthöfen und bei Saisonarbeitern offenbar schon lange bestehen, nicht gibt.
Denn das Grundgesetz und die Grundrechte (Menschenwürde, Gleichheitsgrundsatz) gilt auch für alle hier arbeitenden ausländischen Menschen.
Ausbeutung sollte sich gerade Deutschland, das im Krieg so viele Zwangsarbeiter hatte, schon deshalb nicht leisten.
Es ist einfach eine Schande für ein Land wie Deutschland, wenn man Menschen wie Sklaven hält.

Wiedersprüche

wenn man diesen Artikel gelesen hat und sich auch im Netz versucht hat schlau zu werden, kommen Fragen auf die mit Gesetzen zutun haben und wer dafür eigentlich die Verantwortung trägt würde ich behaupten. 1. wer hat die Gesetze erlassen auch gegen den Rat anderer Personen bzw. Gruppen/Verbände und Sie da es waren die Grünen und die SPD die die Gesetze gemacht haben und die anderen etablierten Parteien die schlecht gemacht Gesetze bei behalten haben. 2. die Gewerkschaften die nicht härter gegen diese Ausbeutung der Menschen vorgegangen sind. die jetzige angeblich Empörung dieser Parteien für die Sklaven artige Arbeitsverhältnisse ist doch eine Heuchelei, denn wie wurde es im TV bei den Nachrichten berichtet die Politik wusste seit langen um die Verhältnisse und haben nicht getan. somit sind die Politiker ,die Geschäftsbosse und die Gewerkschaften die Hauptschuldigen an diesen Skandal. Verursacher wollen jetzt angeblich richten was Sie angerichtet haben, das glaube ich erst wenn getan

09:55, Gerhard Apfelbach

>>Nicht erst seit Corona ein Problem
Vielleicht hätten wir den Schlachter im Ort stärken und ihn nicht mit irrsinnigen Vorschriften ausrotten sollen. Der kannte zumindest die Sau die er schlachtete noch mit Vornamen, während wir das Vieh heute tausende Kilometer über die Piste karren und rumänische Wanderarbeiter dies zerlegen. Vergesst einfach diese irre EU und macht mal was für die Menschen!<<

Die EU also.

Sie meinen, ohne sie hätten wir nach wie vor idyllische, kleinteilige bäuerliche Landwirtschaft, wo der nette Fleischer von nebenan ihm persönlich bekannte Tiere um die Ecke bringt?

Bitte machen Sie sich klar, daß in Deutschland über achtzig Millionen Menschen auf engstem Raum leben. Die wollen alle ernährt werden.

So monströs die industrielle Landwirtschaft auch ist, ohne sie würden wir den dreifachen Preis für unsere Lebensmittel zahlen.

Und das wäre ohne EU nicht anders.

Denn das kapitalistische Wirtschaftssystem ist nicht an die EU gebunden.

Ja und jetzt?

Was sich da abspielte und noch abspielt ist nicht nur haarsträubend, nein, sondern kriminell, denn jeder normale Bürger, muß auch in der Lage sein, auch ohne Gesetze, seinen eigenen und persönlichen Verstand zu benutzen, um erstens die Gesundheit der Mitarbeiter zu gewähren, nochmals erstens die einwandfreie Qualität des Fleisch-Produktes zu gewährleisten! Was die Unterbringung angeht, befindet sich der Eigentümer im Besitz des bereits verstorbenen Kolonialgesetzes. Hier muß der Staat "radikal"
eingreifen, ohne Belehrung und auch mögliche Bestrafung sollte das Thema nicht abgeschlossen sein! Und das Fleisch, was wird damit gemacht?

09:59, Australitis

>>Müssen jetzt die Schlachthöfe...
... als wichtiges Thema herhalten, weil man nicht über die dramatische Situation mit der Verschuldung Deutschlands berichten will oder darf?<<

Ja, so wird es sein.

Eine Verschwörung der Eliten.

Regeln

die Frage müsste doch heißen, warum wurden die bestehenden Regeln nicht eingehalten und wer ist dafür verantwortlich. denn jeder klein Betrieb wird öfters kontrolliert als die Großen Betriebe wie hier die Schlachthöfe und wenn man weis das die Kontrolleure sich noch anmelden, bevor Sie zum kontrollieren kommen bezweifele ich eine ordentliche Kontrolle

Das gesammte Ausmaß der Zustände ...

... ist den Firmen und Behörden seit weit über 10 Jahren bekannt, jetzt die Entrüsteten zu spielen ist lächerlich und Veräpplung des Wählers.
Es wollte und will keiner etwas ändern. Auf unsere Fleischpreise hätten die entstehenden Kosten jedoch nur Auswirkungen unter einem Cent je Kg. geschlachteten Fleisch. Allein weit über 5 Mio. TONNEN Schweinefleisch durchlaufen jährlich deutsche Schlachthöfe; soll also keiner in diesem Zusammenhang eine Preiserhöhung propagieren. Es geht den Betreibern jetzt ums Prinzip, um Abschöpfung des letzten tausenstel Cent. Und so wird denn halt wieder mit Abwanderung gedroht und, allen voran die VerbraucherSCHUTZministerin, knickt freundlichst ein. Nachdem sich die Wogen geglättet haben, geht's zurück zur Tagesordnung. Und für Leiharbeitnehmer und Sub-Sub-Sub-Sub-Subarbeitnehmer, besonders aus dem Ausland, hat die Gewerkschaft auch nicht gerade das offenste Ohr.
An nachhaltige, von der Regierung durchgesetzte, Verbesserung glaube ICH nicht.

Am 20. Mai 2020 um 09:51 von Hador Goldscheitel

"Aber letztlich hat jeder Konsument es selbst in der Hand, welches Fleisch bei ihm auf den Teller kommt ... armeseliges Deutschland !"
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Armselig sind Mitbürger die andere Mitbürger in die Verantwortung nehmen für die wir hoch bezahlte Politiker haben.
Der Verbraucher hat keine Möglichkeit zur Kontrolle wie und wo die Tiere untergebracht, versorgt usw. sind.
Sie wollen diese Verantwortung an jeden Bürger übertragen, dann erklären Sie doch mal wie er es machen soll?

@ schutter

"Ihre Drohung bzgl. Abwanderung verpufft also ins Leere."

Da musste ich auch sehr schmunzeln, als ich diese Drohung der Fleischindustrie gelesen habe. Dann sollen die halt abwandern! Deutsche Arbeitsplätze gehen dadurch kaum verloren, denn in der gesamten fleischproduzierenden Branche arbeiten nahezu ausnahmslos Osteuropäer, weil deutsche Arbeitskräfte zu teuer sind! Dann müssen die Rumänen, Polen und Bulgaren auch nicht extra nach Deutschland kommen und können bei ihren Familien in der Heimat bleiben. Ihre Kinder werden sich bestimmt sehr freuen! Und die Leute müssten sich hier nicht auch noch wie Sklaven in die freiwillige "Hühnerhaltung" begeben, kurz: könnten ihre menschliche Würde auch noch bewahren! Ich sehe da nur Vorteile!

Und am besten sollte man gleich auch einen neuen Straftatsbestand in der Rechtsprechung einführen: Sklavenhaltung.

Man kann die Heuchelei von ...

... den Regierenden was Schlachthöfe betrifft nicht mehr hören.
Seit über 30 Jahren schon gerät diese Branche wegen Sklavenbedingungen und Sklavenarbeit in die Schlagzeilen.
Und jedesmal ist die herrschende Politik entsetzt und säuselt was von Änderung muß her und Durchgreifen.
Und jedesmal erfolgt danach der Diener vor der Macht der Lebensmittelkonzerne und nichts ist mit Ändern und Durchgreifen.

Tiere auf Rang 1

Meines Erachtens nach sollte hier das Tier im Vordergrund stehen. Die Arbeiter sind selbstverständlich in einer schlimmen Situation, haben aber immer noch ihre Entscheidungsfreiheit. Die Tiere nicht.
Sollen die riesigen Massenmordfabriken doch endlich schließen!
Wenn Fleisch, dann nur aus wirklich guter Haltung und Schlachtung unter Kontrolle.
Es ist sowas von beschämend, wie mit den armen Tieren (LEBEwesen) umgegangen wird.
Die Grünen haben zumindest das Wort "Tierschutz" in ihrem Repertoire.

20. Mai 2020 um 10:01 von gmkr - Schlachthöfe

Ich stimme Ihnen voll zu. Die Politik sieht weg, wenn es um die unhaltbaren Zustände in Schlachthöfen geht.
Tiere werden teils bei vollem Bewußtsein geschlachtet und die Menschen, die das tun, werden dabei ausgenutzt.
Sie haben Recht, es müssen knallharte Gesetze geschaffen werden, die dann auch umgesetzt werden. Kontrollen sollte es unangemeldet und mind. ein Mal pro Woche geben und es muss harte Bestrafungen geben.
Gerade Deutschland sollte sich solche Zustände, wie sie derzeit herrschn, nicht leisten!

Arbeitsbedingungen !

Auch ich bin grundsätzlich gegen jegliche Werksverträge, weil diese doch ziemlich sicher nur den Arbeitnehmer benachteiligen.
Und genauso MUSS dieses System der Subunternehmer endlich gesetzlich beendet werden, denn damit werden hauptsächlich die Löhne und Arbeitsbedingungen der Angestellten in allen Branchen kaputt gemacht. Viele der Subunternehmer sind eh nur Betrüger und Lügner. Habe dies selbst schon erlebt.
Und dann muss eine Firma wie z. B. Westfleisch, wenn sie schon Angestellte aus Bulgarien oder Rumänien beschäftigen will, hier für saubere und ordentliche Wohn- Unterkünfte sorgen. Wenn sie dies nicht tut, dann soll sie halt deutsche Bürger einstellen.
Zum Fleischpreis sei noch zu sagen, nicht alleine der Bürger entscheidet über den Preis, sondern meist der Handel. Viele große Handelsketten drücken doch mit ihren Kampf- Preisen und riesigen Werbekampagnen die Preise nach unten.
Die sollten endlich mit ihrem Slogan" Geiz ist geil" aufhören.

Regeln für Schlachthöfe?

Aha, wir haben verstanden! Im Krisenmodus lassen sich noch ganz andere Säue durchs Dorf treiben und weitere "dubiose Branchen" entlarven. Nach der Autoindustrie, der Energiebranche, der Landwirtschaft und andere sind nun auch die Schlachthöfe dran! Fleisch ist zu billig für unser so reiches Volk, pardon, die Bevölkerung. Das kann ja nicht gesund sein! Da kommen Grün-Rot ja gar nicht drum herum, mal eben die Marktwirtschaft wieder neu zu erfinden: nicht Angebot, Nachfrage, Wettbewerb sind die treibenden Kräfte einer gelenkten Volkswirtschaft, sondern Freiwilligkeit und Verbot. Und da Unternehmer per se schädlichen Neigungen nachgehen, ist es in Zeiten permanenter Krisen auch Zeit für mehr Verbote und Planwirtschaft. Vorwärts immer!

@ 09:53 von tagesschlau2012

Leider kennen die notorischen Grünen-Gegner nur diesen Pauschalvorwurf, ohne sich mit den konkreten Bedingungen auseinanderzusetzen: Es geht nicht ums "teuer machen", es geht darum, sich der Wahrheit zu stellen, dass artgerechte Tierhaltung, humane Arbeitsbedingungen und gerechte Entlohnung ihren Preis haben. Da muss man schon deftige Scheuklappen aufhaben, um das zu verdrängen.
Und die Krokodilstränen, was sich "ärmere Mitbürger" dann angeblich nicht mehr leisten können, ist vorgeschoben, damit sich nichts ändert.
Ich arbeite mit Menschen, die zu den Gering- und Geringstverdiener*innen gehören. Deren Situation liegt mir am Herzen, aber ich wehre mich dagegen, wenn sie an den falschen Stellen instrumentalisiert werden.

Das es eine Gesellschaft

Das es eine Gesellschaft überhaupt zulässt, das in der EU Arbeitskräfte ausgebeutet werden, ist mehr als unverschämt.
Da werden Arbeitskräfte über prekäre Werkverträge beschäftigt, selbst die Dänen bedienen sich im Norden an deutschen Schlachthöfen und lassen dort schlachten, weil es dort noch billiger ist als im eigenen Land. Da werden in Italien Chinesen in von China gekauften Fabriken beschäftigt unter miserablen Bedingungen und Entlohnung, übernachten sogar teils am Arbeitsplatz dazu billige Erntehelfer wie farbige Flüchtlinge werden in den südlichen Ländern teils mit einem Taschengeld als Erntehelfer beschäftigt. Es bedarf sofort er über Lösung der EU. Gerechte Bezahlung und vernünftige Unterbringung sind Menschenrechte, dabei seit Jahren zuschauen eher grob fahrlässig und die EU sowie auch die einzelnen Regierungen der Mitgliedsstaaten unglaubwürdig.

Kabinett berät:Dringend Regeln für Schlachthöfe gesucht...

Jetzt,aber nur weil sie die Ausbreitung von Corona fürchten.Vorher war also "alles gut",mit der Arbeitswelt in den Schlachthöfen ?
Und da meldet sich die Ministerin Klöckner zu Wort(Nestle-Video auf YouTube).Sie will höhere Bußgelder.Aber kaum Kontrollen.
Und der Arbeitsminister,der erst vor kurzer Zeit ein Sozialschutzpaket auf den Weg brachte.Aber nicht gerade mit Verbesserungen für die Lohnabhängigen.Und wer weigerte sich bisher ein Urteil des EUGH aus dem Jahr 2019, bezüglich Arbeitszeiten umzusetzen ?

Am 20. Mai 2020 um 10:07 von Hador Goldscheitel

"Aber wie kann unsere Gesellschaft es dulden, dass solche Arbeitbedingungen hier in Deutschland immer noch zu finden sind. Wer will denn hier in Deutschland unter solchen Bedingungen arbeiten, und warum wird dies den Bulgaren und Rumänen zugemutet ?"
#
#
Versuchen Sie doch einfach einmal die Gesellschaft nicht in Geiselhaft zu nehmen. Wozu wählen wir Volksvertreter die dann aus Ihren Reihen Politiker für diesen Bereich besetzt.
Wenn es wieder möglich ist, empfehle ich Ihnen einmal einen Urlaub in Rumänien. Fahren Sie in entlegene Orte und Sie werden bitterste Armut sehen. Dann werden Sie verstehen warum Menschen diese Sklavenarbeit ohne murren machen.

Re Bender Rodriguez !

Wenn Firmen wie Westfleisch schon meinen, sie wollen nur die billigen Kräfte aus Bulgarien und Rumänien, dann sollen sie auch für deren sauberen und vernünftigen Unterkünfte sorgen. Genauso müssen sie endlich die seit vielen Jahren gängige Praxis der Subunternehmer endlich beenden. Denn durch diese versucht sich die eigentliche Firma nur aus jeglicher Verantwortung zu stehlen.
Die SU die belügen und betrügen dann "ihre" Angestellten um etlichen Lohn, verlangen für die Wohnungen auch unverschämt hohe Mieten, dass den Angestellten oft kaum etwas übrig bleibt.
Das ist moderne Sklaverei in Vollendung !!

Fleisch müsste billig sein?

von fathaland slim @

Ja, weil wir drei mal dieses Fleisch bezahlen.
Subventioen, EU Gelder und Preis im Laden.

Oder der Staat mus alle Subventionen für die EU, Landwirtschft usw. einstellen und die massive Ausbeutung über Steuern beenden.

Nicht so einseitig alles Betrachten

In anderen EU-Ländern ist das Fleisch teilweise noch billiger und von besserer Qualität. Was ist mit der Harz 4 Familie? Können die, und ihre Kinder, sich noch Schnitzel von z.B. 10 EUR/kg leisten? Was ist mit den Fleisch Essern in prekären Beschäftigungen in Deutschland? Müssen die jetzt alle Nudeln (Weizenmehl) essen? Und wenn die allergisch dagegen sind? Welcher Osteuropäer hat sich jemals über seine Arbeitsbedingungen hier beschwert? Werden sie gezwungen nach Deutschland zu kommen? Beziehen die Familienväter nicht auch deutsches Kindergeld? Ist der Lohn im Ländervergleich nicht sogar hoch? Fragen, Fragen, Fragen, nicht so einseitig alles betrachten

Fleischproduktion

ist nicht systemrelevant. Im Zweifelsfall sollte man auch Betriebe wegen Corona schließen. Werkverträge gehören abgeschafft.

CDU - CSU wollten die deutsche Fleischindustrie

Genauso wie es momentan läuft, genauso wollte die CSU die Fleischindustrie Europas nach Deutschland holen. Dabei hat man sämtliche europäischen Fleischereinen zerstört.
Überall gab es bessere Arbeitsbedingungen für Fleischereibeschäfftigte als in Deutschland, die deutschen Landwirtschaftsminister haben jede Hürde, jede Kontrolle, jede Fachbeschau von Sachverständigen, Tierärzten, die politisch nicht gewollte waren unteren Tisch gekehrt.
Selbst eingeleitete Ermittlungsverfahren des Tierwohls oder Hygieneverstößen wurden politisch als nicht gravierend auf die lange Bank geschoben oder eingestellt.
Wäre nicht Corona dazwischen gefegt, hätte die Mafia der Schlachhäuser mit ihren kriminellen Machenschaften auch weiter unter dem politischen Deckmantle der Landesgesundheitsministereien agiert. Es war schon vor 10 Jahren öffenltich geworden, dass ausländische Schlachter um ihren Lohn geprellt wurden.
Jetzt fordern die selben Politiker handeln - das ist Hohn.

Am 20. Mai 2020 um 10:29 von tagesschlau2012

Zitat: Der Verbraucher hat keine Möglichkeit zur Kontrolle wie und wo die Tiere untergebracht, versorgt usw. sind.
Sie wollen diese Verantwortung an jeden Bürger übertragen, dann erklären Sie doch mal wie er es machen soll?

Man kann bei dem Metzger seines Vertrauens um die Ecke kaufen.

Wenn man bei Aldi Nord/Süd, Edeka/Netto, Kaufland/Lidl, Rewe/Penny kauft, kann man sich u.U. an der Kennzeichnung der Initiative Tierwohl orientieren.

Im Übrigen brauche ich keine Brille dazu um festzustellen, dass Fleisch zu einem besonders niedrigen Preis nicht tierwohlgerecht entstanden sein kann.

Wenn man sich also ein bißchen bemüht und die Augen aufmacht kann man als Verbraucher einiges tun.

Geiz-ist-g..l-Mentalität ist ungesund

Danke zunächst mal an die Kommentare von andererseits und schutter, die in angemessener Weise mit dem Thema umgehen. Wie wohltuend gegenüber den unterkomplexen Beiträgen von ganz rechtsaußen.

Ein Geschäftsmodell der Fleischindustrie mit mafiösen Sub-sub-Auftragnehmerstrukturen, Lohndrückerei und Werksverträgen, die im Zusammenspiel mit den Großabnehmern der bekannten Discounter plus Massentierhaltung für die Nahrungsmittelversorgung der Bevölkerung verantwortlich sein soll, so eine Struktur ist komplett unverantwortlich. Die Verbraucher haben dabei eine Mitverantwortung.

Das Abstreiten dieser Zusammenhänge besonders von Leuten aus dem rechtsnationalen Umfeld beweist deren Politikunfähigkeit (wie bei jedem (!) anderen Thema übrigens).

Wer nur die elende 'Geiz-ist-g.. l-Mentalität' kultiviert, ist Teil des Problems und nicht Teil der Lösung.

@Hador Goldscheitel- Herr Heil ist seit 2 Jahren Arbeitsminster

09:51 von Hador Goldscheitel:
"Hoffentlich setzt sich Herr Heil durch und setzt dem bösen Spuk mit den Werkverträgen in der Branche ein Ende."

Diese Werkverträge gibt es seit mindestens zehn Jahren und Herr Heil ist seit über zwei Jahren Arbeitsminister. Herr Heil versucht sich zu profilieren. Ändern wird sich nichts.

@ 09:53 von cyberacquirer

Genau das ist es, Sie haben die Sache auf den Punkt gebracht. Überall (ncht nur in der verrufenen Fleischindustrie) existiert das System Sub-, Sub-, Subunternehmer, keiner kann verantwortlich gemacht werden, weil jeder seinen Dreck auf den nächsten drunter abwälzen kann. Die Leidtragenden sind immer die Letzten in der Kette. Und jedes Mal, wenn irgend etwas so stinkt, dass es nicht mehr verborgen werden kann, ist der Aufschrei der Politiker enorm. Und der Aufschrei der von ihnen gesteuerten Medien. Ändern wird sich nichts. Ändern kann man nur das System. Und dann hat man wieder eins, das ist nur anders schlecht.

RE: tagesschlau2012 um 10:29

***Der Verbraucher hat keine Möglichkeit zur Kontrolle wie und wo die Tiere untergebracht, versorgt usw. sind.
Sie wollen diese Verantwortung an jeden Bürger übertragen, dann erklären Sie doch mal wie er es machen soll?***

Na aber gerne !

Sie können regional bei einem Metzger Ihrer Wahl einkaufen. => geringe Transportwege
Sie können auch im Hofladen einkaufen => gar keine Transportwege
Sie können Biofleisch von bioland oder demeter einkaufen, da werden die Tiere wenigstens ordentlich untergebracht und versorgt.
Sie könne die Discounter und überregional vertreibenden Fleisch- und Wurstlabel meiden.

Und einfach weniger Fleisch futtern, der (übermäßige)Konsum ist übrigens recht ungesund.

Gruß Hador

@werner1955 - Folgeschäden nicht vergessen!

10:44 von werner1955:
"Ja, weil wir drei mal dieses Fleisch bezahlen. Subventionen, EU Gelder und Preis im Laden."

Und dann sind da noch die Folgeschäden: Multiresistente Krankenhauskeime, nitratverseuchtes Trinkwasser und Klimawandel.

Re Tagesschau2012 !

Vollkommen richtig !
Die Politiker sollten sich vor Ort über die jeweiligen Zustände informieren und mit den ausländischen Arbeitern reden................
und dann danach auch handeln und sich nicht wieder von irgend welchen Lobbyisten bequatschen und sich drohen lassen. Und es müssen alle Möglichkeiten von Werksverträgen grundsätzlich aus geschlossen werden, genauso wie dieses perfide System all der Subunternehmer. Denn dadurch schleicht sich die eigentliche Firma ( Westfleisch und CO ) aus der Verantwortung und macht auch noch Geld damit, ohne einen Finger zu rühren.
Ähnlich betreibt diesen Wahnsinn auch die Post. Sie vergibt Post- Touren an Subunternehmer, die dann ihre "Angestellten" äußerst mäßig bezahlt. Die Post hat nur dabei verdient und keine Verantwortung mehr...... für nichts !
Genau dies sollte grundsätzlich unterbunden werden.

Aufrichtig sein und ehrlich ...

Im Kapitalismus Marke BRD ist jeder so aufrichtig und ehrlich wie es verlangt wird , ..wenn es geht dann ein wenig an den Spielregeln vorbei , ..denn es geht ja um viel , ..nämlich Geld ! Ehrliche und aufrichtige Gesellen müssen mitziehen , ..sonst nix los ohne Moos ...

...zu stark...

In DE die Deregulierungen der Finanz- u. Arbeitsrechtsbestimmungen, dazu die EU und die Globalisierung... das sind nur drei Hauptgründe dafür, daß das deutsche Wirtschaftssystem (ehemals soziale Marktwirtschaft) inzwischen sterbenskrank pervertiert ist.
_
Ich habe keinerlei Hoffnung, daß es der Politik gelingt (falls überhaupt ernsthaft angestrebt), deutliche Systemverbesserungen zu erreichen. Die finanziellen Interessen der Protagonisten (nicht nur in der Fleischbranche) sind viel zu stark.

09:15 von Bender Rodriguez

Zitat:"Warum muss der Betrieb für Unterkünfte sorgen?"

Vielleicht, weil er meistens sprachunkundige Ausländer als Billigarbeitskräfte im Ausland einkauft? Wobei bei den verschachtelten Rechtsformen wohl wieder ein Sub-Subunternehmer dafür zuständig wäre...

Neue Regeln in Schlachthöfen

Da kann man nur hoffen , dass Frau Klöckner mehr einfallen wird, als nur wieder ein neues Label zu erfinden ! Das kostet viel aber bringt dafür wenig !

Am 20. Mai 2020 um 10:17 von fathaland slim

"Sie meinen, Fleisch müsste billig sein, das wäre sozial?"
#
#
Ich meine eine Partei die den BK stellen will, sollte andere Möglichkeiten suchen als "alles teuer" zu machen.
Ist es für Sie sozial wenn verschiedene Produkte oder Leistungen nur noch für teile der Bevölkerung bezahlbar ist?

@ Oliver_0601

"Nur gibt und gab es in Deutschland Menschen die sich Fleisch gar nicht leisten können."

Das ist eine völlig groteske Überzeichnung der Realitäten. Wenn sich eine Familie Fleisch gar nicht leisten kann, dann hat die Familie ein ganz anderes Problem als Fleischpreise! Da muss man dann keine falsche Rücksicht walten lassen und die Familien auch in die Pflicht nehmen!

Klartext: Wenn sich eine Familie es sich nicht leisten kann 2 oder 3 Mal in der Woche Fleisch auf den Teller zu haben, dann ist diese Familie definitiv ein Fall für die Schuldnerberatung! Handys abschaffen, Tablet wegschmeißen, Ziggis in den Mülleimer, Chips & Schokolade adé!

Und bevor Kritik aufkommt: Ich habe mit meiner Familie 15 Monate im Hartz IV-Bezug gelebt und kann sehr gut abschätzen, was mit dem Bedarfssatz möglich ist und was nicht. Und ich gebe ihnen Brief und Siegel: bei uns war Fleisch NIE das Problem, das wir hatten!

Diese schäbigen Arbeitsbedingungen

sind das Ergebnis einer erfolgreichen Lobby-Politik.
Wann vertritt die Politik endlich wieder den Willen des Volkes und nicht den Willen der Lobbyisten?

09:59 von Australitis

Zitat:"Müssen jetzt die Schlachthöfe als wichtiges Thema herhalten, weil man nicht über die dramatische Situation mit der Verschuldung Deutschlands berichten will oder darf?"

Darf die Tagesschau nur noch über EIN Thema berichten, am besten nach Ihrem Gusto?

@ 10:50 von Mattheo S.

Sie erkennen den Zynismus in Ihrem Kommentar wahrscheinlich selbst: Beschwerdebedingungen werden bei Subunternehmern zusammen mit Lohndumping systematisch abgeschafft - toll, wenn man dann danach sagt: "es beschwert sich ja keiner..."

@10:00 von harry_up: Wohnungen für Arbeiter

"Am 20. Mai 2020 um 10:00 von harry_up
@ Bender Rodriguez, um 09:15

“Warum muss der Betrieb für Unterkünfte sorgen?“"

Wie ein Gewerkschaftler der Gewerkschaft Nahrung, Genuß, Gaststätten am Montag im Interview auf WDR5 sagte, werden die Unterkünfte auch deshalb gestellt, weil man über die von den Arbeitern zu zahlenden horrenden Mieten, einen guten Teil des Lohns gleich wieder einbehält.

Für ein Mehrbettzimmer mit Gemeinschaftsküche und -dusche würden von einigen Firmen mehrere hundert Euro im Monat verlangt.

@ andererseits

"Und natürlich haben Verbraucherverhalten und Ernährungsgewohnheiten einen Einfluss - wer das hier leugnet als "Schuldzuweisung", verkennt die Mechanismen einer bloßen Marktorientierung, wie sie in weiten Teilen bei uns vorherrscht."

Und wer von der Marktmacht der Konsumenten spricht, der verkennt & verleugnet die Realitäten oder überschätzt zumindest die Möglichkeiten der Einflussnahme auf Konsumentenseite. Wenn nämlich der Konsument weniger Fleisch konsumiert & die Unternehmen dadurch weniger Gewinn erwirtschaften, dannändern die Unternehmen nicht ihr Geschäftsmodell sondern wandern - der Globalisierung sei Dank - unkompliziert ins Ausland ab, um weiterhin billig produzieren & maximalen Gewinn aus der Belegschaft rausquetschen zu können. Und wenn deutsche Konsumenten das Fleisch nicht mehr kaufen, dann werden es halt die Chinesen, Afrikaner oder Amerikaner tun. WAS soll da der deutsche Konsument ausrichten können?

Übrigens: Kaufboykotte gegen einzelne Länder sind genauso sinnlos!

09:51 von Hador Goldscheitel

Zitat:"Aber letztlich hat jeder Konsument es selbst in der Hand, welches Fleisch bei ihm auf den Teller kommt ..."

Vor 25 Jahren gab es in meiner Stadt (45000 Einw.) zwei ortsansässige Metzger mit jeweils mehr als 10 Filialen, auch im Umkreis. Beim Einkaufen stand man jedesmal Schlange, weil die Läden so voll waren. Inzwischen sind beide Metzger pleite, einer wurde von einem auswärtigen Betrieb übernommen und in den Läden konnte man schon lange vor Corona die Abstandsregeln ganz einfach einhalten. Wenn immer mehr Fleich und Wurst bein Discounter oder im Supermarkt zu den dort üblichen lachhaften Preisen gekauft wird, gehen normale Metzger halt unter und die Fleichindustrie profitiert. So einfach ist das...

Agenda 2010

Von SPD gut gemeint.
Von Union und GroKo schlecht umgesetzt.
GroKo hat versagt.
Die Bevölkerung kann es nicht regeln, teureres Fleisch bedeutet z.Z. nur noch höhere Gewinne für die Fleischkonzerne.

RE: tagesschlau2012 um 10:43

Auch das kann ich Ihnen sagen.

In Deutschland kann jeder auf die Straße gehen und für seine Rechte demonstrieren. Und solche Zustände sind anzuprangern, und eine Gesellschaft die dies zulässt, ist fast ebenso verkommen, wie die Betreiber selbst.

Oder geht es womöglich doch nur nach dem Motto: "Es sind halt nur Rumänen und Bulgaren, denen konn man solche Bedingungen zumuten!" Solch eine Denke nenne ich Rassismus der schlimmsten Art !

Und nun zu Ihrem Satz:
***Fahren Sie in entlegene Orte und Sie werden bitterste Armut sehen. Dann werden Sie verstehen warum Menschen diese Sklavenarbeit ohne murren machen.***

Und dieser Umstand rechtfertigt die die Betreiber, die Politik und die Gesellschaft Menschen auf schlimmst Art auszubeuten ???
Und wenn Sie die Politiker in der Verantwortung sehen, dann sollten Sie wohl der DIE GRÜNEN oder die ÖDP Ihre Stimme geben !

Gruß Hador

Diese ganze Misere...

....über Arbeitsbedingen und Unterkünfte für die Beschäftigten ist schon , man kann sagen, seit Jahrzehnten bekannt. Und was ist bis dato seitens der Politiker passiert? Absolut nichts, man hat es einfach so weiter laufen lassen. Da gibts auch eine Lobby unter den Politikern mit der Fleischindustrie. Ein übles Trauerspiel.

Am 20. Mai 2020 um 10:56 von Nachfragerin

Zitat: Und dann sind da noch die Folgeschäden: Multiresistente Krankenhauskeime, nitratverseuchtes Trinkwasser und Klimawandel.

Es ist verblüffend, was Sie alles zu verantworten haben, wenn Sie auf Billigstfleisch setzen.

@09:47 von dog marley

>> JEDER hat es selbst in der Hand, diesem Elend eine Ende zu bereiten und sich Vegan zu ernähren... <<
_
Es wäre keine Problemlösung, ein Extrem gegen ein anderes zu tauschen. Womöglich entstünden bei einem Vegan-Boom ebenso monokulturelle Massenerzeuger, Verarbeiter und entsprechender Bedarf an Erntehelfer- und Verarbeiter-Lohnsklaven... Qualitäts- u. Hygieneprobleme inklusive.
_
Weil weder die Wirtschaft (hohe Umsätze) noch die Verbraucher (niedrige Preise) Ansätze zur Verbesserung anbieten, bleibt nur die Politik mit mutigen, gesetzlichen Vorgaben. Allerdings habe ich da wenig Hoffnung...

um 10:50 von Mattheo S.

Re:
Was wollen sie damit sagen?

Mir kommen bald die Tränen vom Lachen.

Welches Opfer hat sich je beim Henker beschwert.

Erst setzen wir die Osteuropäer in diese Lage, und dann werfen ihn auch noch vor, dass sie kommen und bei uns auch noch billig arbeiten. Ist doch so gewollt von der EU.

10:14 von werner1955

“Nur wenn die Beschäftigen selber etwas tun, und eigen Verantwortung übernehmen durch Streik, Gewerkschaften und Klagen wird sich was ändern.“

Sie meinen, die ost- und südosteuropäischen Arbeitssklaven (nicht nur in der Fleischindustrie) sollen Ihre Vorschläge ausführen? Wenn Ihr Kommentar nicht so weltfremd und traurig wäre, könnte ich fast lachen. Ganz offensichtlich haben Sie 0 Ahnung vom Subunternehmertum. Schlimm finde ich, dass die Auswüchse lange schon bekannt sind. Die Wirtschaft findet immer “Optimierungs“möglichkeiten. Meist gehen diese zu Lasten von Mensch (und Tier). Es wurde dem kein Riegel vorgeschoben. Allein SPD und Grünen die Schuld zuzuweisen ist ziemlich billig. Frau Klöckner ist/war bei Allem für “freiwillige Selbstverpflichtung“, egal ob Fleisch, Mist oder Zucker.
Gestern in einem Abendmagazin: diese “Arbeits- und Wohnverhältnisse“ gehen auch mit türkischen Arbeitern bei Stuttgart21.
Wer ist der Bauherr von Stuttgart? Wieso werden dort Subunternehmer beauftragt?

10:53 von Nachfragerin

Zitat:"Diese Werkverträge gibt es seit mindestens zehn Jahren und Herr Heil ist seit über zwei Jahren Arbeitsminister. Herr Heil versucht sich zu profilieren. Ändern wird sich nichts..."

solange die Länder ihrer Kontrollpflicht nicht nachkommen. Die Groko hat erst 2017 die Regeln für die Fleischindustrie verschärft, aber wenn die Länder nicht kontrollieren wollen oder können, nützen die besten Vorschriften nichts.

@10:17 von fathaland slim

"Ist es für Sie sozial wenn verschiedene Produkte oder Leistungen nur noch für teile der Bevölkerung bezahlbar ist?"

Immer dieser Aberglaube, wenn anständig bezahlte Menschen in den Betrieben arbeiten würden, könnte man es nichtmehr bezahlen.
Oder wenn es sinvolle Auflagen bei der Tierhaltung geben würde (auch bei Import Wahre) könnte man es nichtmehr bezahlen.

So ein @uatsch.

Unfassbar

Viele Kommentare hier vermitteln einem, dass man auf GAR KEINEN Fall auf Fleisch verzichten kann, man verhungern würde ohne totes Gewebe in sich zu stopfen ..

Auch das ewige Abschieben auf 'die Politik' nervt etwas, was nicht ausschließen soll, dass auch dort dringender Handlungsbedarf zum Schutz des Planeten der Schwachen und Kranken, und sozialem Miteinander, besteht ..

Es gibt jedoch eine ganz einfache Regel: Wenn es nicht gekauft wird, wird es nicht produziert ..

Allerdings wenn ich hier lese, das einige sogar stolz sind, trotz diverser Skandale, Krankheiten und widerwärtiger Tierhaltung ihre Wurst zu mümmeln, muss dann wohl doch ein Gesetz her ..

Am 20. Mai 2020 um 11:04 von Peter Meffert

09:59 von Australitis -- Zitat:"Müssen jetzt die Schlachthöfe als wichtiges Thema herhalten, weil man nicht über die dramatische Situation mit der Verschuldung Deutschlands berichten will oder darf?"

Zitat: Darf die Tagesschau nur noch über EIN Thema berichten, am besten nach Ihrem Gusto?

Vor allem ist fraglich, wer das so viel Einfluss auf die Berichterstattung nimmt.

Die meisten Politiker

Die das Billiglohnsystem auf den weggebracht haben sitzen heute noch im Parlament und versuchen deren Auswucherrungen nun SCHEINBAR in den Griff bekommen zu wollen.
Die CDU ist nun bald 16 Jahre an der Regierung und es ist nichts besser geworden! Auch die SPD mit Ihrem rechten Flügel hat daran mitgewirkt.
Ein Macht wechsel in Deutschland ist notwendig! Außerdem sollten Politiker nicht länger als 8 Jahre MB sein um den Klüngel auszutrocknen.

Am 20. Mai 2020 um 10:52 von falsa demonstratio

"Man kann bei dem Metzger seines Vertrauens um die Ecke kaufen."
#
#
Na dann müssen Sie aber in Frankfurt oder jeden anderen Großstadt um viele Ecken laufen. Selbst wenn Sie eine Wurst-und-Fleischerei gefunden haben, bekommt diese Ihre Ware oft aus der Großfleischerei.

Fleischindustrie im Ausland?

Unplausibel:
(1) ist absehbar, wann die Grenzen wegen Corona wieder zu sind. Dann fehlt ggf der deutsche Markt bzw die Versorgung der Industrie durch dt. Mastbetriebe.
(2) geht doch, dass wäre gut für die kleinen deutschen Betriebe, denn zumindest ich kaufe nur Fleisch, das in D oder F verarbeitet wurde
(3) haha und Kosten: wie lange dauert die industrielleVerarbeitung einer Sau oder eines Rinds? 30 min? Wie moralisch verkommen muss man eigentlich sein, da 2,50 zu sparen (5 Euro mehr Stundenlohn), so dass man nur Menschen aus noch schlechter bezahlten Ländern als Arbeitskräfte findet? Also mal in Zahlen: beim Schwein 90 kg Schlachtgewicht, beim Rind 330 kg. Jetzt kann man rechnen wie sich das auf den Preis auswirkt wenn man ein paar Euro drauflegt. Und sich keiner daran weiter bereichert durch exponentielle Aufschläge wie üblich. Das Fleisch bleibt billig, nur könnten dann sogar einheimische wieder in der Industrie mitarbeiten.

11:02 von Südbaden

Zitat:"Diese schäbigen Arbeitsbedingungen sind das Ergebnis einer erfolgreichen Lobby-Politik."

Das ist diesmal leider völlig richtig! Der Agrarausschuss des Dt. Bundestags ist durch Mitglieder der CDU/CSU, die gleichzeitig Vertreter der Fleischlobby und des Bauernverbandes sind, dominiert.

Lustig wie hier wieder einige

Lustig wie hier wieder einige bar jeder Rechnung behaupten die billigen Löhne ermöglichten es Armen in Deutschland Fleisch zu kaufen. Völliger Blödsinn. 5 Euro mehr Lohn wirken sich bei dem Schlachtgewicht von rund und Schwein, und der hohen Verarbeitungsgeschwindigkeit allenfalls im Centbereich auf den Kilopreis aus. Und mehr noch, Einheimische könnten wieder in der Fleischindustrie arbeiten! Es ist also eine reine unbelegte Scheinargumentation der Industrie, die am Ende sogar deutsche Arbeitskräfte verhindert. Was für ein Feigenblatt, "Fleisch für die Armen"! Mir kommen die Tränen der Rührung.

Haltungsformen 1-4

um 10:37 von Nachfragerin…
Der Verbraucher muss essen, was ihm vorgesetzt wird. Sein Spielraum beschränkt sich auf "essen" oder "nicht essen".

Die Haltungsformen 1-4, die auf den verpackten Fleischprodukten angegeben werden geben einen Anhaltspunkt. Noch besser ist BIO-Fleisch. Dort werden auch besondere Regeln zur Schlachtung vorgegeben. Die Wahl hat man schon, man muss nur wollen.

10:37, roca remeed

>>Da kommen Grün-Rot ja gar nicht drum herum, mal eben die Marktwirtschaft wieder neu zu erfinden: nicht Angebot, Nachfrage, Wettbewerb sind die treibenden Kräfte einer gelenkten Volkswirtschaft, sondern Freiwilligkeit und Verbot. Und da Unternehmer per se schädlichen Neigungen nachgehen, ist es in Zeiten permanenter Krisen auch Zeit für mehr Verbote und Planwirtschaft. Vorwärts immer!<<

Erstens haben wir eine schwarz-rote Regierung.

Und zweitens:

Sie plädieren jetzt im Ernst für eine völlig unregulierte Marktwirtschaft, auch im Lebensmittelbereich? Der billigste Anbieter setzt sich durch?

Na dann guten Appetit.

11:21 von tagesschlau2012

Zitat:"Na dann müssen Sie aber in Frankfurt oder jeden anderen Großstadt um viele Ecken laufen."

Schon mal darüber nachgedacht, warum das so ist? Die ortsansässigen Metzger haben doch nicht geschlossen, weil sie alle im Lotto gewonnen haben. Der von den Verbrauchern angefeuerte Verdrängungswettbewerb zwischen Fleischindustrie und Metzgern kann von den Metzgern nicht gewonnen werden, wenn sie nach hergebrachten Regeln des Anstands und der Berufsehre arbeiten wollen. Siehe auch mein post weiter oben über das "Metzgersterben".

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