Ihre Meinung zu: Corona in den USA: Stresstest für die Demokratie

13. Mai 2020 - 11:42 Uhr

Die Corona-Krise legt die Probleme der USA schonungslos offen. Die Polarisierungsstrategie von Präsident Trump stellt die Demokratie zusätzlich auf die Probe. Eine Analyse von Torsten Teichmann.

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Kommentare

Ein Präsident der spaltet

Wieso ist bei Mr. Trump eigentlich immer alles, was die USA macht und hat "Großartig, fantastisch und wunderschön" ?Das Vokabular dieses Mannes zaubert mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht wg. Fremdscham. Das könnte jedes Grundschulkind besser.
...und Kinder mögen auch keinen Widerspruch, so wie bei dieser besagten PK, wo er sich sofort beleidigt zurückgezogen hat, als es zu kritischen Fragen kam. Unglaublich, dass dieser Mann der Präsident der USA ist.

Ja, in Krisenzeiten zeigt sich anschaulich, wie...

... was für eine "vorbildliche Demokratie" die USA wirklich sind.
Zu sehen sind dort noch mehr Verschwörungstheoretiker, "patriotische" Nationalisten und Gesellschaftssystemhasser, als hier in Deutschland (auch prozentual zur Gesamtbevölkerung gesehen, also nicht nur absolut, sondern auch relativ). Sogar ganz offen den Hitlergruß zeigende Amerikaner (naturgemäß hauptsächlich ältere weiße Männer) sind stolz auf "ihre" Freiheit und so aggressiv demonstrieren zu dürfen. Das sind auch meist extreme Trump-Fans (Tea-Party usw.).
Aber anständige, vernünftige, bessere Lösungsvorschläge, die global-wissenschaftlich fundiert sind und im Einklang mit allen bisherigen zivilisatorisch positiven Errungenschaften, vorzuschlagen: Fehlanzeige!

Ein Scherbenhaufen trumpscher Politik

Die Corona-Krise offenbart die Probleme, die sich unter Trump kontinuierlich entwickelt und verschärft haben: 1) die US-Gesellschaft ist tief gespalten/in Teilbereichen radikalisiert, 2) selbst in Krisenzeiten fehlt es in der politischen Führung an Zusammenarbeit (zB mit den Gouverneuren), 3) der Rat von Experten wird nicht gesucht, alles wird dem Ziel Wiederwahl untergeordnet, 4) Fake- News gehören zum politischen Programm (niemand weiß mehr, was wahr/falsch ist), 5) Bürger werden aufgefordert gegen Corona-Vorschriften zu protestieren (obwohl von der Regierung selbst erlassen) - noch dazu mit Schusswaffen, 6) um von eigenen Versäumnissen abzulenken, werden Konflikte mit anderen Ländern gesucht (erst mit Deutschland/Europa, jetzt an China), 7) Trump handelt oft eigenmächtig, muss sich korrigieren - er verliert an Vertrauen und Autorität, 8) desolates Gesundheits- und Sozialsystem fördert Unruhen, 9) Presse wird als Feindbild wahrgenommen, 10) wirtschaftliches Desaster ist absehbar.

Man muss nicht

so weit in die Ferne sehen, auch andere Staaten haben jede Menge Probleme, auch dort legt es offen, wo die Fehler im System stecken.
Ungleichheit zwischen den Schichten, auch da muss nicht über den Teich gesehen werden, und Bilder mit Schildern, haben andere Länder auch reichlich.

Damit will ich die USA nicht entschuldigen oder sonst etwas, ich lebe 10 000 Kilometer weg von diesem Staatsgebilde.
Also für mich nicht relevant, tangiert mich auch nicht unbedingt, aber bevor man etwas anprangert, sollte man sein eigenes Umfeld prüfen.

Die "gefestigten" Demokratien ...

sollen im Kampf gegen das Virus führen, meinte Frau Albright.
Doch wenn ich mir die Infektionszahlen in Thailand, China, Laos, Myanmar etc. anschaue, dann haben diese Regierungen in Ostasien, die entweder autoritär regiert werden bzw. erst in jüngerer Zeit wieder Demokratien geworden sind, das Infektionsgeschehen weitaus besser im Griff als die "gefestigten" Demokratien USA, Deutschland, Frankreich, Schweden, etc.

Verstehe den Bericht nicht so

Verstehe den Bericht nicht so ganz, also wo mal wieder die Demokratie in Gefahr sein soll in den USA, während hierzulande Grundrechte beschnitten werden und Kritiker medial (auch von Journalisten) beschimpft und beleidigt werden. Interessante Berichterstattung und das sage ich als jemand der die getroffenen politischen Maßnahmen durchaus gutheisst.

Die Auswirkungen der Plutokratie werden immer fataler

"Die Polarisierungsstrategie von Präsident Trump stellt die Demokratie zusätzlich auf die Probe"

Nicht Trumps Polarisierungsstrategie stellt die Demokratie auf die Probe, sondern die Tatsache, dass die globalen politischen und wirtschaftlichen "Gegebenheiten" heute in der Realität so sind, dass es ihm und seinen Gesinnungsgenossen möglich ist, diese Strategie erfolgreich zu "fahren". Und dies ganz offensichtlich "erfolgreich".

USA = Demokratie ?

Na ja, ggf. auf dem Papier oder so.
Die Wirklichkeit sieht anders aus.
Es darf gewählt werden, nur wen ? Eine große Auswahl gibt es nicht. An der Spitze der Wahllisten sind immer die "reichen Parteien", und die werden von gerade mal ca. 40% der Bevölkerung gewählt (wenn überhaupt).
Von einer wirklichen außerparlamentarischen Opposition habe ich noch nix gehört oder gelesen. Aus dem USA-Parlament werden immer nur 2 Parteien genannt. Viel kann sich da nicht hinsichtlich einer besser funktionierenden Demokratie ändern.

Corona in den USA:Stresstest für die Demokratie.....

Über Trump,den faktischen Corona-Leugner,braucht man nicht viel zu sagen.Interessant wären die Vorstellungen von Biden dazu.Aber da kommt nicht viel.

Und für den Notenbankchef Jerome Powell ist der "amerikanische Traum" in Gefahr.Die Frage ist nur wie viele Stellen vor dem Komma dieser Traum hat.

Trump soll eine Strategie haben?

"Die Polarisierungsstrategie von Präsident Trump stellt die Demokratie zusätzlich auf die Probe."

Ich würde Trumps zielloses Verhalten nicht als Strategie bezeichnen. Er probiert irgendwas aus und schaut, wie es bei seinen Anhängern ankommt. Das ist keine Polarisierungsstrategie, sondern Try & Error. Die Polarisierung ergibt sich aus dem Meinungskrieg um seine Äußerungen. Sie bestand aber auch schon vorher, denn ohne diese Polarisierung wäre Trump nie Präsident geworden.

Die Demokratie lebt übrigens von der Diskussion. Allerdings muss man hier wieder zwischen einer fruchtbaren Diskussion und destruktivem, gegenseitigen Bashing unterscheiden. Das beste wäre, wenn man dem Volk Alternativen zu Trump aufzeigt.

Trump !

Trump ist eben Trump. Der war schon immer so, und wird dies auch nicht vor der Himmelspforte ändern, wenn er mal da hin kommt.
Irgendwie hat der Mann jegliche Realität verloren, und auch seine Kritik- Fähigkeit. Denn sonst, wenn doch alles so gut und wunderschön ist, sollten einige kritische Fragen für ihn kein wirkliches Problem dar stellen.
Aber anscheinend merkt er langsam aber sicher, dass seine Felle ihm davon schwimmen, dass man ihm nicht mehr alles glaubt und dass er schon längere Zeit auf dem falschen Dampfer schippert.
Sein Vokabular ist immer das Gleiche, alles ist schön, wunderbar und gut, oder er beleidigt, lügt, vertuscht und beschimpft andere Fehler begangen zu haben.
dass er Fehler begeht, wird er nicht mal im Grab zugeben, dazu ist er zu großer Egoman.

Tatsächlich erstaunlich

"Bei der Fülle der Probleme, ist es erstaunlich, was trotzdem alles funktioniert. In der Umfrage der "Washington Post" loben Demokraten und Republikaner vor allem die Arbeit der Gouverneure in den Bundesstaaten."

*

Was funktioniert da?
Massenarbeitslosigkeit und Tote werden in Zelten gelagert.
Pflegekräfte protestieren gegen die Umstände, unter denen sie arbeiten müssen.

In New York wurde am Gesundheitssystem in den letzten Jahren gespart - von demselben Gouverneur, der jetzt für seinen Einsatz gelobt wird.

Wenn hauptsächlich Arme sterben und den Job verlieren, dann liegt das niemals an einem Virus, völlig egal wie ansteckend das ist. Ein Virus weißt nicht, was Geld ist.

re wenigfahrer

"Also für mich nicht relevant, tangiert mich auch nicht unbedingt, aber bevor man etwas anprangert, sollte man sein eigenes Umfeld prüfen."

Der klassische whataboutism zu jeglicher Kritik: Sofort kommt einer, der weiß, dass man erstmal woanders kritisieren sollte.

Übrigens: Wo wird in dem Artikel etwas "angeprangert"?

Die Macht der Spaltung

Donald Trump weiß, dass er nur minimal mehr als die Hälfte der Amerikaner auf seine Seite ziehen muss, um Macht über alle auszuüben und die Interessen seiner Klientel und seiner Elite durchzuboxen. Daher polarisiert er die Bevölkerung ganz extrem und spielt eine Hälfte gegen die andere aus. Eine Demokratie wird zerstört nur um der eigenen Macht und der konservativen Interessen willen.

USA kommen besser durch die Krise

Es sei kein Zufall, dass viele Länder die im Kampf gegen das Virus führen, gefestigte Demokratien sind, sagte Albright. "Dazu gehören Deutschland, Island, Neuseeland, Norwegen, Taiwan und Finnland. Zufällig alles Länder, an deren Regierungsspitze Frauen stehen."

Gefestigte Demokratien in den Augen von Frau Albright. Mit den skandinavischen Ländern und Taiwan hat sie wahrscheinlich recht.
Allerdings betrachtet die Opposition in Neuseeland das Land neuerdings auch nicht mehr als gefestigte Demokratie, weil die Labour Premierministerin durch den einseitigen Fokus auf das Virus und Umgehung des Parlaments dem Land massiven unnötigen wirtschaftlichen Schaden zugefügt hat. Australiens Kampf gegen das Virus ist erfolgreicher und mit weitaus weniger Schaden für die Wirtschaft.

Übrigens, die USA werden besser durch diese Krise kommen als die EU. In einigen Monaten wird das allen klar sein.

Stresstest für die US-Demokratie...

Die Amerikaner sind nun gezwungen sich zu entscheiden: Glauben sie dem Präsidenten, oder glauben sie dessen Kritikern? Trump erreicht nur einen Teil der Bevölkerung.
###
Ich denke die US Amerikaner sollten die Realität betrachten und sich dann Entscheiden ! Trump und seine Berater wissen ganz genau welchen Teil der Bevölkerung er erreichen muß um bei der nächsten Wahl zu Punkten. Um dann noch einen draufzusetzen sucht er die Schuldigen im Ausland und bei Verbündeten. Wenn das nocht nicht reicht gibt's vom Donald halt noch einen dicken Scheck mit seinen Namen drauf...So ist er halt der Donald, so glaubt er die Bevölkerung zu erreichen !

Die USA ist keine Demokratie

Diese Analyse von Herrn Teichmann basiert auf einer Propagandalüge, die unsere Medien verzweifelt aufrecht erhalten wollen. In den USA ist es legal, unbegrenzt 'Wahlkampfspenden' zu geben. Damit haben die Superreichen und Großkonzerne natürlich die Möglichkeit Politiker zu kaufen. Die USA ist also durch und durch korrupt, kein Wunder, dass das Geld, was angeblich die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise mildern soll, vor allem in den Taschen der 'edlen' Spender verschwindet, und dass das Volk jegliches Vertrauen in die scheinbar 'Regierenden' verloren hat.

Diese Gemengelage macht es den üblichen rechten Rattenfängern, meist im Talk-Radio zu bewundern, sehr einfach, zumal die 'freie' Presse in den USA von denselben Großkonzernen und Superreichen finanziert wird wie die Politiker. 'Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing...'

@ zerocool76, um 12=10

Sie meinen jetzt aber nicht, dass durch die hiesigen Beschränkungen die Gegebenheiten in den USA relativiert werden können?

Natürlich findet man immer irgendwo (vermeintlich) ebenso unerfreuliche oder noch schlimmere Verhältnisse.

@smirker

"Doch wenn ich mir die Infektionszahlen in Thailand, China, Laos, Myanmar etc. " Am 13. Mai 2020 um 12:07 von smirker

*

Ja, und in Afrika gibt es die wenigsten Infektionen. Das kann jeder einordnen, wie er /sie will.

*

Gerade bei China bin ich mittlerweile vorsichtig geworden.

Die chinesische Regierung hat stolz gezeigt, dass China in kürzester zeit Krankenhäuser für Corona-Erkrankte aus dem Boden gestampft hat.
Die chinesischen Aktivisten haben unversorgte Erkrankte und Sterbende auf Liegen in Baracken / Containern in diesen Krankenhäusern gezeigt.

Waren es nicht eher Sterbehäuser?
So kann man auch eine Epidemie unter Kontrolle bringen.

"Wir haben großartige

"Wir haben großartige Testmöglichkeiten", erklärte Trump Anfang der Woche bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. "Es wird sogar noch besser. Weltweit kann uns niemand das Wasser reichen."

->
zur Einordnung
USA: 300.000 Tests täglich,bisher ca. 9 Mio. getestet

In Wuhan sind über das WE 6 neue Fälle bekannt geworden.
Darum will man da nun dort alle Einwohner testen.
3-5 Mio wurden bereits getestet,die restlichen 8-9 Mio will man innerhalb der nächsten 10 Tage testen

Und pro 1000 Einwohner wird z.B. in Russland mehr getestet als in den USA.

Fast zwischen den Zeilen...

...liest man - und davon war in der Vergangenheit bereits des öfteren die Rede -, dass es vor allem der Arbeit der jeweiligen Gouverneure zu verdanken ist, dass die Situation in den USA nicht noch schlimmer ist.

Aber an dem Tag, an dem die USA “über'n Berg“ sind, wird sich Trump den Lorbeerkranz eigenhändig aufs Haupt setzen und sein persönliches großartiges Management loben.

Maskenball (Covid-19) in White House

Trump und den Republikaner haben von Dr. Fauci eine Schallende Ohrfeige bekommen.

Man fordert schon Dr. Fauci zu feuern

Covid19 im Stab des Vizepräsidenten
und des Secret Service und zudem auch noch den unzuverlässigsten Covid19
Schnelltest in White House.

@harrys

Unglaublich, dass dieser Mann der Präsident der USA ist.

Das ist schon deshalb unglaublich, weil Clinton landesweit mehr Stimmen hatte als Trump. Die amerikanische Demokratie hat viele Probleme ....

2005

Der Stresstest für die Demokratie kam 2005. In dem Jahr wurde bekannt, dass die Republikaner 2000 bei den Präsidentschaftswahlen die Wählerlisten manipuliert hatten - G.W. Bush war zu keinem Zeitpunkt rechtmäßiger Präsident - und es wurde weiterhin bekannt, dass die Bush-Regierung ganz genau wusste, dass Saddam keine Massenvernichtungswaffen hatte. Die Zustimmung des Congress zur Invasion war somit nichtig.

Das war der Zeitpunkt, zu dem eine gesunde Demokratie Neuwahlen und ein Parteiverbot der GOP verlangt hätte.

Trump ist nicht die Krankheit. Er ist nur ein Symptom.
_

@ deLinksstaat, um 13:33

“Übrigens, die USA werden besser durch diese Krise kommen als die EU. In ein paar Monaten wird das allen klar sein.“

Das hoffen Sie offensichtlich.
Warum? - Egal, Hauptsache, wieder mal auf den EU-Sack gehauen.

12:33 von DeLinksstaat

Zitat:"Übrigens, die USA werden besser durch diese Krise kommen als die EU. In einigen Monaten wird das allen klar sein."

Dann sollten wir in einigen Monaten nochmal darüber reden...

@smirker

dann haben diese Regierungen in Ostasien, die entweder autoritär regiert werden bzw. erst in jüngerer Zeit wieder Demokratien geworden sind, das Infektionsgeschehen weitaus besser im Griff als die "gefestigten" Demokratien

Klar, die müssen ja auch keine Rücksicht auf Befindlichkeiten der Bürger nehmen. Hier wird gejammert, wenn man verpflichtet wird, einen Mundschutz zu tragen oder ein paar Wochen soziale Kontakte zu meiden. Oder die Datenschützer jammern, wenn staatliche Stellen mit einer App Kontakte und damit Infektionsketten nachverfolgen wollen. In autoritär regierten Ländern können ganz andere Schutzkonzepte umgesetzt werden. Wenn wir das hier machen würden, wären noch mehr Verschwörungstheoretiker auf der Straße.

@Die Auswirkungen der Plutokratie werden 12:15 von Nettie

"immer fataler"
Oder um es mit Charly M. auszudrücken,
'das Reichsein bestimmt das Bewusstsein'

und wenn das 'Teile und herrsche' nicht mehr funktioniert,
wechselt man einfach ein Wort aus: 'Hetze und herrsche'
Humanismus Endstadium.

re delinksstaat

"Übrigens, die USA werden besser durch diese Krise kommen als die EU. In einigen Monaten wird das allen klar sein."

Eine Behauptung ins Blaue rausgehauen.

Wenn jetzt einer fragt: warum denn?

Wer es sich leisten kann zuhause zu bleiben,

der hat gut reden.
Warten wir mal ab, was das für ein Gezeter gibt wenn nach Corona die anfangen zu jammern die ihre Existenz verloren haben, auf Anordnung von wem?

Da werden noch viele Begehrlichkeiten auf den Staat zukommen, glaube ich.

Und wie wird man dann dort über uns berichten?

@0_Panik

Von einer wirklichen außerparlamentarischen Opposition habe ich noch nix gehört oder gelesen. Aus dem USA-Parlament werden immer nur 2 Parteien genannt.

Weil die USA (wie die Briten) das Mehrheitswahlrecht haben. Um einen Abgeordneten ins Parlament zu schicken, muss man einen Wahlkreis gewinnen. Kleine Parteien haben da keine Chance, da ist unser Verhältniswahlrecht deutlich gerechter.

@12:24 von Nachfragerin

Die Demokratie lebt übrigens von der Diskussion. Allerdings muss man hier wieder zwischen einer fruchtbaren Diskussion und destruktivem, gegenseitigen Bashing unterscheiden. Das beste wäre, wenn man dem Volk Alternativen zu Trump aufzeigt.

In kaum einem Land der Welt ist die Medienlandschaft so gut entwickelt und gleichberechtigt wie in den USA. Die Opposition hat dort immer die Möglichkeit sich als Alternative zu profilieren, weil es keine einseitige mediale Kontrolle gibt. Und wenn es zu einer Polarisierung kommt, dann weil gerade die Meinungen zu bestimmten Themen sehr weit auseinander gehen.
Es gab zwar in den USA Anfangsprobleme bei Covid-19, aber gerade die in so vielen Bereichen vorhandene Flexibilität und Modernität, werden den USA helfen besser und schneller aus der Krise zu kommen als fast alle anderen Staaten.

meiner Meinung nach...

haben alle Länder mit hoher Bevölkerungsdichte
das gleiche Problem!
Hier die USA hervorzuheben und das mit Demokratieuntauglichkeit des Präsidenten zu begründen geht daneben,
Der Nachweis von Infektionen und Sterberaten ist nur durch Tests möglich. Diese sind kostenintensiv sonst wären auch wir alle bereits getestet!
Sterberaten heute beruhen nicht auf tatsachen, Obduktionen etc sondern auf statistischen Rechenmodellen.
daraus ergibt sich die Diskrepanz der Infektionszahlen und Todesfälle.
Die Handlungsfähigkeit der demokratischen und nichtdemokratischen Staaten unterscheidet sich unwesentlich. Das Ziel ist gleich! Eindämmung, Impfstoff...
Das zu populistischen Erzählungen über Staatsoberhäupter zu machen ist nicht zielführend. Es spaltet! Und das braucht keiner!

@Ingerimmson

In den USA ist es legal, unbegrenzt 'Wahlkampfspenden' zu geben. Damit haben die Superreichen und Großkonzerne natürlich die Möglichkeit Politiker zu kaufen.

Das stimmt natürlich und ist schon sehr problematisch. Aber andererseits finde ich schon lustig, wie wichtig viele diesen Wahlkampf nehmen. Als verantwortungsbewusster Bürger falle ich doch nicht auf die Werbeaussagen eines Wahlkampfes herein ...

Am 13. Mai 2020 um 12:30 von karwandler

Das mag aus Ihrer Sicht so sein, aus meiner ist aber anders, mich interessiert wie in meinem Umfeld die Probleme gelöst werden.
Und nicht in einem Land wo ich nicht lebe, und bestimmte Dinge ähneln sich nun mal, die im Artikel beschrieben sind.
Sie scheinen ja wo anders zu leben, dann ist die Sicht natürlich anders, und das System Trump ist dann relevant ?.
Jeder aus seinem Blickwinkel, das ist eigentlich soweit in Ordnung, oder sehe ich jetzt was nicht, was Sie sehen.
Kehren Sie beim Nachbarn die Straße auch mit ;-)).
Schön gesund bleiben, und cool ;-).

@12:51 von BotschafterSarek

"Das ist schon deshalb unglaublich, weil Clinton landesweit mehr Stimmen hatte als Trump. Die amerikanische Demokratie hat viele Probleme ...."

Die Hiesige aber auch, wie war das nochmal mit den "Überhangsmandaten"?

Nichts, aber auch Garnichts ist so gut auf dieser Welt das man es nicht noch verbessern könnte.

Regeln sind Regeln.

Was wesentlich interessanter zu erfahren wäre, wie konnte es passieren das so jemand überhaupt so viele Stimmen bekommen konnte?

Wer hat dafür gesorgt und wie haben diese es gemacht?

@12:36 von harry_up

Da gebe ich Ihnen vollkommen Recht,
nur bin ich verwundert wie unterschiedlich Maßnahmen dargestellt werden (können) von medialer Seite. Das bedeutet keineswegs dass ich einen Trump und sein Vorgehen befürworte, wie kritisch der Journalismus aber bei genehmeren Politikern berichtet dürfte mehr als offensichtlich zu Tage getreten sein in jüngerer Vergangenheit und das ist es was ich anprangere in dem Zusammenhang.

13:00 von DeLinksstaat

>>Es gab zwar in den USA Anfangsprobleme bei Covid-19, aber gerade die in so vielen Bereichen vorhandene Flexibilität und Modernität, werden den USA helfen besser und schneller aus der Krise zu kommen als fast alle anderen Staaten.<<

Wenn Sie das so sehen.
Auf jeden Fall haben die USA, dank ihres "great" Mr. Trump, bei der Zahl der Toten schon mal einen gigantischen Vorsprung vor allen anderen Staaten.

13:00 von DeLinksstaat

werden den USA helfen besser und schneller aus der Krise zu kommen als fast alle anderen Staaten.

Dies wage ich zu bezweifeln. Dagegen würde ich sogar wetten.

13:06 von BotschafterSarek

>>Das stimmt natürlich und ist schon sehr problematisch. Aber andererseits finde ich schon lustig, wie wichtig viele diesen Wahlkampf nehmen. Als verantwortungsbewusster Bürger falle ich doch nicht auf die Werbeaussagen eines Wahlkampfes herein ...<<

Der halbwegs intelligente Europäer sicherlich nicht. In den USA sieht das leider etwas anders aus.

Die US-Bürger geben jenen Gouverneuren parteiübergreifend ...

… gute Noten, welche den Eindruck vermitteln, dass der Schutz ihrer Bürger in den Bundesstaaten ihr Handlungsleitfaden ist.

•   In einer großangelegten Umfrage wurden jene Gouverneure am besten benotet,
  welche einen klaren Kurs im Handling von Covid-19 fahren.
  Darunter Mike DeWine (R) in Ohio, Andrew Cuomo (D) in New York
  und Gavin Newsom (D) in California. Ihre Zustimmung liegt nahe bei 80 %.

•   Am unteren Ende der Zustimmungs-Skala rangieren jene Gouverneure,
  die den Eindruck vermitteln, dass die Aufhebung der Lockdowns ohne
  Absicherung durch die Gesundheitsbehörden nur politisch motiviert sind.
  Die rote Laterne trägt Jack Kemp (R) in Georgia mit nur 39% Zustimmung.

•   Der Zick-Zack-Kurs von Trump, der einerseits Guidelines ausgibt
  und andererseits selbst gegen diese opponiert, indem er Proteste per Twitter
  anfeuert, wird von einer Mehrheit US-Bürgern kritisch bewertet.

Eigentlich könnte ich mich köstlich amüsieren über Trump, wenn man die Fakten vergleicht.
Trump überholt mit immer neuen Erkenntnissen die Wirklichkeit auf dem rechten Standstreifen mit solch geballter Überzeugungskraft, dass man nur noch staunen hinterherblicken kann.
Wenn das nicht manchmal auch manchmal gefährlich wäre könnte man sich amüsieren. Er greift jedoch manchmal andere Nationen mit Verschwörungen begründeten Forderungen an.
Das gibt dem Ganzen leider einen sehr ernsten Charakter.

Hier wird dank Verschwörungsfanatiker demonstriert, ...

...während wir dank Trump doch jeden Tag präsentiert bekommen, wie es wirklich ist, wenn eine Demokratie einen nahezu allmächtigen Präsidenten hat. In Deutschland untersteht die Regierung eindeutig der Kontrolle des Parlaments. In den USA kann ein Verrückter an der Macht sein und durch tägliche Tweets die Welt an den Rand des Abgrunds bringen. Und keiner kann ihn stoppen.

Wir sollten alle froh sein, dass wir ein so fein ausbalanciertes Grundgesetz in Deutschland haben. Gott bewahre uns vor einem Chaos wie in Washington, in dem inzwischen fast jeder Fingerzeig vom Präsidenten gerichtlich ausgefochten werden muss.

@DeLinksstaat - 13:00

"Es gab zwar in den USA Anfangsprobleme bei Covid-19, aber gerade die in so vielen Bereichen vorhandene Flexibilität und Modernität, werden den USA helfen besser und schneller aus der Krise zu kommen als fast alle anderen Staaten."

Wenn etwas noch im Gange ist schon die Abschluss-Laudatio zu geben hat so den Charakter von Lotto-Toto-Rennquintett.

Vielleicht mal ein kleiner Tipp aus dem Box-Sport:
Wer in der 4. Runde nach Punkten führt kann in der 6. schon k.o. gehen.

Am 13. Mai 2020 um 12:46 von harry_up Fast zwischen den Zeilen.

>>Aber an dem Tag, an dem die USA “über'n Berg“ sind, wird sich Trump den Lorbeerkranz eigenhändig aufs Haupt setzen und sein persönliches großartiges Management loben.

Hey, the show must go on, wird sein Motto sein und als selbsternannter Cheerleader der Nation widmet er sich nur seinen Erfolgen, die das amerikanische Volk vor allem Ihm zu verdanken hat. Dazu ein Zwinkersmile in die Fox-Kameras, Daumen hoch, Basecap aufgesetzt und die Wahl gewinnen.

Mich graust es bei diesem Gedanken :-(

13:00 von DeLinksstaat

"...Es gab zwar in den USA Anfangsprobleme bei Covid-19..."

Diese Verharmlosung ist ein cynischer Beitrag bei 81,000 Tote (und laut Dr. Fauci ist die Dunkelziffer viel hoeher)

"..., aber gerade die in so vielen Bereich vorhandene Flexibilität und Modernität, werden den USA helfen besser und schneller aus der Krise zu kommen als fast alle anderen Staaten..."

Mit "vorhandene Flexibilität und Modernität" meinen Sie thoughts and prayers ? Oder denken Sie dabei an die vorzeitigen Oeffnungen von Restaurants und Gyms in vielen Bundesstaaten ?

Dr. Fauci warnte gestern bei der Anhoerung vor der 2. Welle eines corona virus outbreak, und wurde von Republikanern dafuer attackiert.

Ein amerikanischer Freund hat

Ein amerikanischer Freund hat mir gestern einen Artikel zugeschickt:"How Freedom Turned Sociopathic in America"
Interessant zu lesen, dazu ein Foto, auf dem ein Demonstrant ein Plakat hält mit der Aufschrift "Sacrifice the weak - reopen"

Also "opfert die Schwachen - wiederöffnen".
Letzte Woche hatte ich von meinem Freund schon Artikel und Fotos über die Besetzung des Parlaments von Michigan durch schwerbewaffnete "Demonstranten" gesehen. Fürchterlich.

Wenn ich nicht wüßte, dass es dort auch noch viele Menschen wie meinen Bekannten gibt, die alles versuchen, um eine Wiederwahl Trumps zu verhindern, dann würde ich keinen Cent mehr auf dieses Land setzen.

13:08 von wenigfahrerre 12:30 von karwandle

>>Das mag aus Ihrer Sicht so sein, aus meiner ist aber anders, mich interessiert wie in meinem Umfeld die Probleme gelöst werden.
Und nicht in einem Land wo ich nicht lebe, und bestimmte Dinge ähneln sich nun mal, die im Artikel beschrieben sind.<<

Schon aufgrund der Größe und der wirtschaftlichen Macht der USA ist es von großer Bedeutung für uns, ob die USA eine ordentliche Regierung hat oder wie zur Zeit einen Präsidenten mit dem Verhalten bzw. der Kompetenz eines Fünfjährigen. (Zitat stammt nicht von mir)
Ihr Zitat mit dem Nachbarn passt überhaupt nicht. Richtig wäre:
Es interessiert mich sehr stark wenn mein Nachbar Dinge treibt, die meine Gesundheit oder meinen Geldbeutel betreffen.

@Emil66

Die Hiesige aber auch, wie war das nochmal mit den "Überhangsmandaten"?

Dafür gibt es auch Ausgleichsmandate. Aber klar, auch bei uns gibt es Verbesserungspotential. Nur halte ich unser System "Stand jetzt" für deutlich vernünftiger als das amerikanische.

Was wesentlich interessanter zu erfahren wäre, wie konnte es passieren das so jemand überhaupt so viele Stimmen bekommen konnte? Wer hat dafür gesorgt und wie haben diese es gemacht?

Eine Mischung aus Extremismus (BibleBelt, Waffenlobby) und Bildungsferne in der Wählerschaft. Intelligente Bürger hätten die "Alternative Facts" seines Wahlkampfes durchschauen müssen.

12:24, Nachfragerin

>> Das beste wäre, wenn man dem Volk Alternativen zu Trump aufzeigt.<<

In einer Demokratie darf das Volk keine passive Masse sein, dem Alternativen aufgezeigt werden müssen.

Wie ein Mitforist vor geraumer Zeit hier schrieb, und ich zitiere ihn immer wieder:

"Demokratie ist kein Büffet, Demokratie ist eine Küche."

Leider greift die "ich möchte bedient werden!"-Haltung immer weiter um sich. Für die Demokratie ist das lebensgefährlich.

13:08 von Emil66

>>"Das ist schon deshalb unglaublich, weil Clinton landesweit mehr Stimmen hatte als Trump. Die amerikanische Demokratie hat viele Probleme ...."

Die Hiesige aber auch, wie war das nochmal mit den "Überhangsmandaten"?<<

Gerade durch die Überhangmandate wird Gerechtigkeit geschaffen. Dadurch hat z.B. die AfD über 90 Mandate anstatt ein oder zwei.

Der Nachteil ist lediglich dass dadurch über 200 Sitze "zuviel" entstanden sind.

Die Spaltung als Wahlkamp-Taktik ...

... wird das bleibende "Erbe" von Donald J Trump bleiben, egal wie lange er noch regiert.

Er hat sich nie als Präsident aller US-Amerikaner verstanden. Sein Machtkalkül beruht darauf:

• eine radikalisierte Base bei der Stange zu halten

• in den Bundesstaaten die Mehrheit im Electoral College zu erringen

• im Zweifelsfall die Wählermehrheit im Land zu ignorieren

• ein polarisierendes Feind-Denken in der Politik zu installieren

• sich um die Wahreit und Fakten nicht zu kümmern, wenn es dem eigenen Vorteil dient

• die Verfassung zu verbiegen, wenn sie dem Machtanspruch nicht dienlich ist

13:08 von Emil66

Zitat:"Die Hiesige aber auch, wie war das nochmal mit den "Überhangsmandaten"?"

Überhangmandate würden das Wahlergebnis verfälschen, wenn es keinen Ausgleich gäbe. Den gibt es inzwischen, nur wächst dadurch die Zahl der Abgeordneten. Insgesamt wird aber dadurch der Wählerwille besser abgebildet. Die Suche nach einem einfacheren und gleichzeitig gerechten Wahlsystem dauert an, vor allem, weil die Unionsparteien durch ein einfacheres System Nachteile befürchten. So ist das halt: gerecht ist meistens kompliziert, einfach manchmal ungerecht...

13:08 von Emil66

"Was wesentlich interessanter zu erfahren wäre, wie konnte es passieren das so jemand überhaupt so viele Stimmen bekommen konnte? Wer hat dafür gesorgt und wie haben diese es gemacht?"

Allgemeines politisches Desinteresse in den USA. Bei Präsidentschaftswahlen sind 30% der Wähler regelmäßig informiert, weitere 30% holen sich ein paar Tage vor den jeweiligen Wahlen schnell ein paar Infos, und 40% wählen überhaupt nicht. Bei den midterms, wenn nur das Parlament gewählt wird (in den USA alle zwei Jahre) sind die Zahlen noch schlechter: da haben jahrzehntelang 60% gar nicht gewählt. Bei den Primaries sind es sogar 70% Nichtwähler.

Hinzu kommt die jahrzehntelange Indoktrination, laut der alles, was nicht Republikaner ist, ganz klar Stalinist sein muss. Das steckt immer noch drin in den Köpfen der 100 Millionen Anhänger der Republikaner.

Und volle vier Jahre FOX News Lügen und sieben unrechtmäßige Benghazi-Untersuchungen haben Hillary Clinton auch nicht gerade geholfen.
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Stresstest für die US-Demokratie...

Am 13. Mai 2020 um 12:35 von Ingerimmson
Die USA ist keine Demokratie. Diese Analyse von Herrn Teichmann basiert auf einer Propagandalüge unserer Medien.
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Trotz der von Ihnen erwähnten Dingen ist die USA immer noch eine Demokratie. Die Regierung Trump wurde wie jede andere vom Volk auf Zeit gewählt worden. Zugegeben in einen komplizierten Wahlverfahren aber absolut Demokratisch. Natürlich versuchen Großkonzerne mit Geld bestimmte Politiker zum Wahlsieg zu puschen, aber letztendlich entscheidet der Bürger die Richtung der Politik.

@Tremiro

Der halbwegs intelligente Europäer sicherlich nicht.

Naja, schauen wir uns die Brexit-Kampagne von 2016 an, die wimmelte seitens der Brexiteers auch nur so von Lügen ...

@DeLinksstaat - Ein Märchen aus 1001 Nacht

In kaum einem Land der Welt ist die Medienlandschaft so gut entwickelt und gleichberechtigt wie in den USA.

In vielen Teilen der USA bekommen sie selbst die Hauptsender
geschweige die Bezahlmedien gar nicht !

Dem öffentlichen regionalen (Trump)kritischen Rundfunk wurden sogar die Gelder zusammengestrichen

Sehen wir es mal sportlich ...

America first ... getreu diesem Motto dominieren die USA seit Wochen die ICF (Internationalen Corona Festspiele). Nach einem etwas verschleppten Start haben sie schnell die Europäer hinter sich gelassen.
Dank Trumps Nichtwirken und Nichtswissen konnten sie sich an Italien, Spanien und Frankreich vorbei an die Spitze schieben. China ist wegen Frühstarts disqualifiziert und meldet seitdem nur noch geschöntes Nichts an die WHO.
Und jetzt - endlich - kommt auch Russland zurück. Lange war von dem Putin-Land nichts in Sachen ICF zu hören. Jetzt schieben sie sich dynamisch vorbei auf Platz zwei. Ob es ihnen gelingt, den USA den ersten Platz streitig zu machen, bleibt aber offen.
Trumps Rebublikaner und Hillbillies tun alles, um die Infektionszahlen nicht abrutschen zu lassen. Da können sich Laschet und Co. mit ihren Öffnungsorgien eine Scheibe abschneiden. Nein, so wird das nichts. Es sei denn wir können doch noch das Oktoberfest starten. Sonst wird's am Ende kaum für die Top 10 reichen ...

@ 13:00 von BotschafterSarek

Weil die USA (wie die Briten) das Mehrheitswahlrecht haben. Um einen Abgeordneten ins Parlament zu schicken, muss man einen Wahlkreis gewinnen. Kleine Parteien haben da keine Chance, da ist unser Verhältniswahlrecht deutlich gerechter.

Gerechter gegenüber den Parteien oder der Demokratie?

Solche Zweiparteiensysteme bleiben auch Zweiparteiensysteme, während so manches "Mehrparteiensystem" hin zu einem Block- bzw Einparteiensystem tendiert. Es ist kein Zufall, dass die US-Demokratie so langlebig ist. Demokratie braucht starke Opposition, und diese hatte und hat in den USA immer sehr gute Chancen. Die US-Verfassung verhindert gefährliche Machtkonzentrationen besser als fast jede andere.

Wer die US-Demokratie in Gefahr sieht, versteht sie nicht.

13:02, pfitch

>>Sterberaten heute beruhen nicht auf tatsachen, Obduktionen etc sondern auf statistischen Rechenmodellen.
daraus ergibt sich die Diskrepanz der Infektionszahlen und Todesfälle.<<

So etwas kann nur jemand schreiben, der von Wissenschaft, Statistik und Rechenmodellen (gehört alles drei zusammen) wenig versteht.

Kein Wissenschaftler vergleicht, was nicht zu vergleichen ist.

Beschönigung bis Oberkante Unterlippe

@ DeLinksstaat:
USA kommen besser durch die Krise

Besser als wer? Die Aussage ist ungefähr so sinnvoll, wie die Feststellung: "Nachts ist es kälter als draußen."

13:15 von Tremiro / 13:06 von BotschafterSarek

Als verantwortungsbewusster Bürger falle ich doch nicht auf die Werbeaussagen eines Wahlkampfes herein ...<<
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Der halbwegs intelligente Europäer sicherlich nicht. In den USA sieht das leider etwas anders aus.
.
schön wenn man sich anderen überlegen fühlen kann

wenngleich man es im einen oder anderen Fall nachvollziehen könnte
das will ich ja gar nicht in Abrede stellen
aber man bewegt sich auf dünnem Eis

Teile der reichen Oberschicht unterstützt Rechtsextreme

Den patriarchalischen rassistischen Abstiegsangstgetriebenen wird suggeriert, das Klimaschutz und Migration am sozialen Missverhältnis Schuld seien. So werden bestehende Ressentiments benutzt um bestehende Vorteile und Strukturen zu schützen.
Tatsächlich wird die Demokratie dem eigenen Reichtum geopfert. Die weitere Verschärfung der Ungleichheit und zunehmende Unzufriedenheit der Abgehängten wird so dazu benutzt die Ursachen zu verstärken. Das funktioniert erstaunlich gut. Trump ist da nur das Ergebnis, aber natürlich auch Teil der Bewegung. Die „stupid white Men“ und ihre Freunde werden da am Ring in und durch die Manege geführt.
Über diese Aktivitäten hat die Tagesschau ja bereits mehrfach berichtet. Diese sind nicht auf USA begrenzt. Gleiches wird ja auch in Europa betrieben. Nationalismus ist immer ein gutes mittel Herrschaft zu festigen.
Der US Botschafter, der „Breitbart“ etc. Kommen ja dazu über den Teich.
Die entstehende explosive Situation nützen auch Putin, China.

13:06, BotschafterSarek

>>@Ingerimmson
"In den USA ist es legal, unbegrenzt 'Wahlkampfspenden' zu geben. Damit haben die Superreichen und Großkonzerne natürlich die Möglichkeit Politiker zu kaufen."

Das stimmt natürlich und ist schon sehr problematisch. Aber andererseits finde ich schon lustig, wie wichtig viele diesen Wahlkampf nehmen. Als verantwortungsbewusster Bürger falle ich doch nicht auf die Werbeaussagen eines Wahlkampfes herein ...<<

Alldieweil jeder, wirklich jeder US-Bürger wissen kann, wenn er nur möchte, welcher Kandidat von wem in welcher Höhe "bespendet" wurde.

Trotzdem ist das System krank. Es hebelt die Demokratie aus und macht sie zur Plutokratie.

13:25 von harpdart

die alles versuchen, um eine Wiederwahl Trumps zu verhindern,
.
was ist darunter zu verstehen ?
"alles versuchen"
ich hoffe doch mit der Einschränkung alles demokratisch mögliche versuchen :-)

Stresstest für die US-Demokratie...

Am 13. Mai 2020 um 12:51 von BotschafterSarek
@harrys
Unglaublich, dass dieser Mann der Präsident der USA ist.

Das ist schon deshalb unglaublich, weil Clinton landesweit mehr Stimmen hatte als Trump. Die amerikanische Demokratie hat viele Probleme ....
###

Das ist nun einmal das US- Amerikanische Wahlsytem. Kompliziert aber denoch Demokratisch...

Wer mich kritisiert ist mein Feind

Wenn in einer Pressekonferenz eine kritische Frage gestellt wird, wird Trump gleich batzig und stellt es als feindliche Frage dar.
Trump kennt keine Kritik, Trump teilt die Welt in devote Jasager auf der einen Seite und Feinde auf der anderen.

Am 13. Mai 2020 um 13:24 von .tinchen 13:00 von DeLinksstaat

>>DeLinksstaat">>...Es gab zwar in den USA Anfangsprobleme bei Covid-19..."

>>.tinchen>> Diese Verharmlosung ist ein cynischer Beitrag bei 81,000 Tote (und laut Dr. Fauci ist die Dunkelziffer viel hoeher)

Ja, liest sich für mich auch nach "Schwamm drüber". Aber das dieser Anfang ganz entscheidend zum Ist-Zustand beigetragen hat sollte nicht unerwähnt bleiben, leider. Und auf Wetten ( DeLinksstaat: Übrigens, die USA werden besser durch diese Krise kommen als die EU. In einigen Monaten wird das allen klar sein.) wer wann wie durch die Pandemie am besten durchgekommen ist, verzichte ich selbstverständlich auch, aus Respekt.

Trump und die USA sind kein Synonym, sondern eine ...

…Verbindung, die es besser nie gegeben hätte. Dem Land und der Gesellschaft fügt
sie Schaden zu, weil die Spaltung die Institutionen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt ramponiert. Die Ironie ist: Trump wird nicht durch eine festgelegte Ideologie sondern einzig durch seinen überbordenden Narzissmus getrieben. Die Liaison mit der Republikanischen Partei (GOP) ist ein opportunistischer „Deal“.

•   Trump liefert …
  - erzkonservative Richter
  - Steuererleichterungen für das oberste Einkommens-Segment
  - den Abbau des Sozialstaates

•   die GOP …
  - stellt ihm die Organisationsbasis in den Wahlkämpfen
  - sichert ihn im Kongress (Senat) gegen Belangtwerden durch die Justiz ab
  - winkt seine Politik nahezu unkontrolliert durch

Hinzu kommt eine Propagande-Maschine wie Fox News, die jeden journalistsichen Anspruch zugunsten der Trump-"Sache" aufgegeben.

12:37 von Tada

Waren es nicht eher Sterbehäuser?
.
wenn man ehrlich ist !
100.000 Betten hinstellen ist ja eine Sache
aber wo bringt man die zusätzlichen Ärzte her und die Pflegekräfte ?

13:08, Emil66

>>@12:51 von BotschafterSarek
"Das ist schon deshalb unglaublich, weil Clinton landesweit mehr Stimmen hatte als Trump. Die amerikanische Demokratie hat viele Probleme ...."

Die Hiesige aber auch, wie war das nochmal mit den "Überhangsmandaten"?<<

Die Überhangs- und damit verbundenen Ausgleichsmandate stellen sicher, daß die Mehrheitsverhältnisse im Bundestag die Mehrheitsentscheidung der Wähler möglichst exakt abbilden, um den Preis eines aufgeblähten Parlamentes.

Also ein genau gegenteiliges Problem zu dem der USA.

>>Was wesentlich interessanter zu erfahren wäre, wie konnte es passieren das so jemand überhaupt so viele Stimmen bekommen konnte?

Wer hat dafür gesorgt und wie haben diese es gemacht?<<

Die Wähler haben so abgestimmt, wie sie abgestimmt haben.

Da hat niemand für gesorgt.

warum Trump?

Die Probleme die die USA heute hat dafür wurde der Grundstein schon weit vor Trump gelegt. Wenn man mehr Geld für Rüstung ausgibt als für Soziales ist eigentlich die richtige Folge das eigenen der laden um die Ohren fliegt.

13:40 von DeLinksstaat

Zitat:"während so manches "Mehrparteiensystem" hin zu einem Block- bzw Einparteiensystem tendiert."

Meinen Sie das Blockparteiensystem der DDR? Oder wollen Sie die AfD-Sprachregelung verbreiten, nach der alle Parteien außer ihr sog. "Blockparteien" seien, von der Linken bis zur CSU?

@DeLinksstaat

Die US-Verfassung verhindert gefährliche Machtkonzentrationen besser als fast jede andere.

Was nützt Checks and Balances, wenn die Republikaner brav ihrem Leithammel folgen, weil sie Angst haben, ohne ihn die nächste Wahl zu verlieren. Was hat dieser Präsident nicht schon alles angestellt, was ihn eigentlich hätte das Amt kosten müssen? Und wie viele republikanische Senatoren haben sich beim Impeachment gegen ihn gestellt?

Freilich spielte ihm dann noch das Glück in die Hände, dass während seiner Amtszeit zwei Richter des SupremeCourt starben, die er nach seinem Gusto nachbesetzen konnte. So kann er nicht mal mehr durch die Gerichte gestoppt werden, denn im Zweifelsfall klagt er sich nach oben durch, und da sitzen seine Leute.

Stresstest für die Demokratie

nicht nur in den USA! Wie sieht es denn anderswo mit der Einschränkung von Grundrechten aus? Wer kontrolliert die Verhältnismäßigkeit von einschränkenden Maßnahmen? Gerichte, wenn sie angerufen werden, Parlamente aktuell kaum, die Medien auch nicht.Man sollte vielleicht auch mal vor der eigenen Tür kehren.

@zerocool76 (12:10)

Verstehe den Bericht nicht so ganz, also wo mal wieder die Demokratie in Gefahr sein soll in den USA, während hierzulande Grundrechte beschnitten werden und Kritiker medial (auch von Journalisten) beschimpft und beleidigt werden. Interessante Berichterstattung und das sage ich als jemand der die getroffenen politischen Maßnahmen durchaus gutheisst.
___

Aha. Und welche Grundrechte werden Ihrer Meinung nach hierzulande unverhältnismäßig beschnitten? Sind Sie, wie die Leute in Spanien, Italien oder Frankreich 8 Wochen lang bei sich zu Hause eingesperrt worden? Sie sollten froh sein, dass wir eine Bundesregierung haben, die auf die Grundrechte achtet und bei den Maßnahmen verhältnismäßig und bedarfsgerecht vorgeht. Leute, die motzen, dass eine Maske im Gesicht ihre Freiheit einschränkt, hatten wir vor 40 Jahren auch schon. Damals ging es um die Gurtpflicht im Auto. Und vor 15 Jahren um das Rauchverbot in Kneipen.

@zerocool76, 12:10 - Deutschland mit starker Demokratie

Sorry, aber die Demokratie ist in Gefahr, wenn bewaffnete Chaoten in Parlamentsgebäude eindringen können, wenn die Arbeitslosigkeit massiv in die Höhe schnellt und es sozialen Auffangtatbestände gibt, wenn Wahrheit und Lüge austauschbar geworden sind, die Pressefreiheit eingeschränkt wird bis hin zu gewaltsamen Übergriffen, der politische Gegner diffamiert wird, der Staat bereits vor Corona mit 23 Billionen $ exorbitant überschuldet war u.v.m. Wollen Sie wirklich Deutschland mit den USA unter Trump vergleichen? Jeder kann frei seine Meinung äußern - allerdings ohne Hass, Hetze und Rassismus und ohne Pegida-Galgen. Die Pressefreiheit genießt höchsten Schutz. Die GrundRe wurden in der Corona-Pandemie sorgsam abgewogen gegen den Gesundheitsschutz der Bürger. Die Einschränkungen waren vergleichsweise moderat. Das Krisenmanagement funktioniert. Ich bin froh, in Deutschland zu leben!

@13:30 von fathaland slim

Leider greift die "ich möchte bedient werden!"-Haltung immer weiter um sich. Für die Demokratie ist das lebensgefährlich.

Je mehr man über die Wahlurne eine Umverteilung zu seinen Gunsten und zulasten anderer erzwingen kann, desto gefährlicher für die Demokratie. Aber gerade weil das in den USA nicht so leicht geht, spricht es für die Festigkeit der US-Demokratie, nicht gegen sie.

13:16 von Cosmopolitan_Citizen

" Die US-Bürger geben jenen Gouverneuren parteiübergreifend gute Noten, welche den Eindruck vermitteln, dass der Schutz ihrer Bürger in den Bundesstaaten ihr Handlungsleitfaden ist..."

Ich kenne persoenlich niemand der unseren Governor Ron DeSantis gute Noten gibt (wobei ich nicht viele Republikaner kenne ). Denn als der corona virus outbreak schon lange bekannt war weigerte DeSantis sich den spring break zu canceln. Stattdessen war hier die Hoelle los wie jedes Jahr.

0_Panik (12:16)

USA = Demokratie ?
Na ja, ggf. auf dem Papier oder so.
Die Wirklichkeit sieht anders aus.
Es darf gewählt werden, nur wen ? Eine große Auswahl gibt es nicht. An der Spitze der Wahllisten sind immer die "reichen Parteien", und die werden von gerade mal ca. 40% der Bevölkerung gewählt (wenn überhaupt).
Von einer wirklichen außerparlamentarischen Opposition habe ich noch nix gehört oder gelesen. Aus dem USA-Parlament werden immer nur 2 Parteien genannt. Viel kann sich da nicht hinsichtlich einer besser funktionierenden Demokratie ändern.

____

Behalten Sie im Hinterkopf, dass die USA von reichen, weißen, männlichen Plantagenbesitzern gegründet wurden, die sich von der Krone nicht mehr vorschreiben lassen wollten, dass das Land westlich des Mississippi den Indianern gehört und dass sie die Ureinwohner respektvoll zu behandeln haben. Dann ergibt alles, was dieses Land die letzten 250 Jahre gemacht hat, einen Sinn.

13:40, DeLinksstaat

>>@ 13:00 von BotschafterSarek
Weil die USA (wie die Briten) das Mehrheitswahlrecht haben. Um einen Abgeordneten ins Parlament zu schicken, muss man einen Wahlkreis gewinnen. Kleine Parteien haben da keine Chance, da ist unser Verhältniswahlrecht deutlich gerechter.

Gerechter gegenüber den Parteien oder der Demokratie?<<

In einem reinen Mehrheitswahlsystem wie dem der USA oder Großbritanniens fallen in jedem Wahlkreis die Stimmen komplett unter den Tisch, die nicht für den jeweiligen Siegerkandidaten abgegeben wurden.

Hätten wir in Deutschland ein Wahlsystem wie in den USA, dann hätte die Union eine Bundestagsmehrheit von über achtzig Prozent.

Das dürfen Sie gern als gerechter gegenüber der Demokratie empfinden, Sie mögen mir aber bitte verzeihen, wenn ich Ihnen da nicht ansatzweise folgen kann.

@fathaland slim - Alternativen aus dem Volk

13:30 von fathaland slim:
"In einer Demokratie darf das Volk keine passive Masse sein, dem Alternativen aufgezeigt werden müssen."

Das schließt sich ja nicht aus. Schließlich sind Politiker auch ein Teil des Volkes. Im Zweiparteiensystem der USA werden die Alternativen zu Trump aber immer von den "Demokraten" oder Republikanern kommen. Denn alles andere wäre im Wahlkampf chancenlos.

Und dann stellt sich noch die Frage, wie sich die Alternative darstellt. Kann sie politische Inhalte bieten oder schmückt sie sich lediglich mit wohlklingenden Phrasen? Oder spiegelt sie die Strategie der Populisten, die ich irgendwo zwischen "Hauptsache laut" und "Erniedrigung der Gegner" einordne?

Der Spaltung der Gesellschaft kann man nicht entgegenwirken, indem man offensiv gegen Populisten vorgeht. Denn dann ist man schnell auf deren Niveau.

@Sisyphos3

> Als verantwortungsbewusster Bürger falle ich doch nicht
> auf die Werbeaussagen eines Wahlkampfes herein ...

schön wenn man sich anderen überlegen fühlen kann

Die Betonung liegt auf dem "verantwortungsbewusst". Ein verantwortungsbewusster Bürger weiß, dass einem Politiker im Wahlkampf das Blaue vom Himmel versprechen. Er beurteilt sie daher nach ihrem bisherigen Tun.

Und vor allem glaubt er nicht allem, was Politiker so als "Fakt" darstellen. Sowohl in Deutschland als auch in den USA gibt es viele seriös recherchierende Zeitungen, die diese alternativen Fakten regelmäßig aufdecken. Wer sich dann trotzdem noch von solchen "Fakten" einlullen lässt, der handelt verantwortungslos.

@Emil66, 12:59 Uhr

Aktuell berichtet die US-Presse voller Anerkennung über das Krisenmanagement der deutschen Politik.

Ist das ein Wunder?

@smirker 12:07
Hier gibt es haufenweise Realitätsverweigerer, die bei Aufforderung zur Rücksichtnahme, ihr Grundrecht auf Egoismus bedroht sehen und zur Untermauerung zeternd ihre Spucke ohne Maske und Abstand in der Öffentlichkeit verteilen.
Dort wird bestimmt und fertig.
Also, warum wundern?

13:37 von BotschafterSarek

>>Naja, schauen wir uns die Brexit-Kampagne von 2016 an, die wimmelte seitens der Brexiteers auch nur so von Lügen ...<<

Da muss ich Ihnen recht geben.
Hoffen wir dass bei uns Populisten keine Chance haben.

Die Gefahr für die US-Demokratie sehen die US-Amerikaner ...

... nach 3,5 Jahren Trump selbst immer deutlicher.

Trump beschädigt die Verfassung

    indem er die Legislative in ihrem Auftrag behindert, die Exekutive
    wirksam zu kontrollieren. Mehrfach hat er Beamten verboten, einer
    Vorladung des Kongress‘ Folge zu leisten oder Dokumente einsehen zu lassen.

Das Haushaltsrecht wird gebrochen

    wenn der Präsident Budgetmittel, die durch Gesetze des Kongresses
    für festgelegte Zwecke („appopriations“ ) beschlossen wurden, für
    eigene Belange - wie zum Beispiel zum Mauerbau – umwidmet.

Der Umgang mit den Medien und mit Kritik

    schlechthin ist mit der Würde des Amtes nicht vereinbar.
    Allenfalls in Diktaturen wird die freie Presse als „Feind des Volkes“
    denunziert. Das ist nicht Amerika sondern Trumponia.

13:32 von Peter Meffert

Gerecht ... ?
der Wählerwille wird bei einer Verhältniswahl definitiv besser abgebildet
bei einer Persönlichkeitswahl kommt auch ein Kandidat,
der beim Wähler "ankommt" ne Chance
alles in allem finde ich ne Mischung wie aktuell bei uns gut
dass dabei die Zahl der Abgeordneten steigt,
also macht man eben die Wahlkreise größer
das dürfte wohl kein Problem darstellen

13:49, Der freundliche...

>>Stresstest für die US-Demokratie...
Am 13. Mai 2020 um 12:51 von BotschafterSarek
@harrys
Unglaublich, dass dieser Mann der Präsident der USA ist.

Das ist schon deshalb unglaublich, weil Clinton landesweit mehr Stimmen hatte als Trump. Die amerikanische Demokratie hat viele Probleme ....
###

Das ist nun einmal das US- Amerikanische Wahlsytem. Kompliziert aber denoch Demokratisch...<<

Ich verstehe nicht ganz, was daran demokratisch sein soll, wenn der Kandidat, der weniger Stimmen bekam, das Rennen macht.

Es ist ja nicht zum ersten Mal passiert. ich erinnere an die Wahl 2000.

fathaland slim

Die Überhangsmandate stellen sicher, daß die Mehrheitsverhältnisse im Bundestag die Mehrheitsentscheidung der Wähler möglichst exakt abbilden, um den Preis eines aufgeblähten Parlamentes.

Was man fast vollständig vermeiden könnte, wenn nur ein Drittel der Sitze als Direktmandate und der Rest über die Listen vergeben würde. Wie gesagt, auch das deutsche System ist verbesserungsfähig.

@ GeDoppelt, um 13:37

Danke für Ihre “sportliche“ Sichtweise der Krise.
Man muss es nicht nur verbissen sehen :-).

Am 13. Mai 2020 um 13:27 von Tremiro

" Ihr Zitat mit dem Nachbarn passt überhaupt nicht. Richtig wäre:
Es interessiert mich sehr stark wenn mein Nachbar Dinge treibt, die meine Gesundheit oder meinen Geldbeutel betreffen. "

Das mit den Nachbarn, ist auch eine Sache der Sichtweise, Nachbarn sind im Bezug auf die USA aber ein wenig relativ ;-).
Österreich oder Schweiz und andere an unseren Grenzen, sind Nachbarn, da spielt Gesundheit und Geld sicher eine Rolle.
Aber Auswirkungen auf unseren Geldbeutel, liegen nicht in unserer Hand, das entscheiden ganz Andere.
Wer Nachbar ist, ist eben auch eine Frage der Sichtweise, wenn das für Sie die USA ist, dann ist es eben so.
Auf mich bezogen, hat die USA keine Auswirkungen in dem Sinne, weder auf mein Leben, noch auf mein Auskommen.

Am 13. Mai 2020 um 12:33 von DeLinksstaat

"Übrigens, die USA werden besser durch diese Krise kommen als die EU. In einigen Monaten wird das allen klar sein."

Glauben Sie das wirklich?

Die USA ist derzeit das Epizentrum der Pandemie. Fast 1/3 gemessen an der Gesamtanzahl der infizierten Fälle weltweit stammen aus den USA.

13:40 von DeLinksstaat @ 13:00 von BotschafterSarek

>>Gerechter gegenüber den Parteien oder der Demokratie?
Solche Zweiparteiensysteme bleiben auch Zweiparteiensysteme, während so manches "Mehrparteiensystem" hin zu einem Block- bzw Einparteiensystem tendiert.

Jetzt trägt es Sie aber aus der Kurve.
Unser "Mehrparteiensystem" ist mittlerweile ein Sechsparteiensystem wenn man vom Bundestag ausgeht.
Ich möchte mal Ihre Meinung hören wenn wir ein Mehrheitswahlrecht hätten.
Das sieht dann so aus:

CDU/CSU. 231 Mandate
SPD 59
AfD 3
Grüne 1
Linke 5

Hielten Sie das für gerechter?

@um 12:33 von DeLinksstaat

"Übrigens, die USA werden besser durch diese Krise kommen als die EU."

Unwahrscheinlich. Die aktuellen Zahlen sprechen schon mal deutlich dagegen, sei es die Anzahl der durch das Virus Infizierten, Toten, Arbeitslosen, Obdachlosen und und und - in allen Bereichen schneidet die USA schlechter ab als die EU. Und ein Ende der Krise ist in den USA derzeiten nicht in Sicht, in Europa ist hingegen schon Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Wenn auch nur ein kleines....

Am 13. Mai 2020 um 13:50 von leider geil Wer mich kritisiert is

>>Wer mich kritisiert ist mein Feind.
Wenn in einer Pressekonferenz eine kritische Frage gestellt wird, wird Trump gleich batzig und stellt es als feindliche Frage dar.
Trump kennt keine Kritik, Trump teilt die Welt in devote Jasager auf der einen Seite und Feinde auf der anderen.

Und Alle die ihm nicht genehm sind, entlässt er, sofern er dazu ermächtigt ist. Wieviele Mitarbeiter hat er eigentlich in seiner Amtszeit entlassen? Hat da Jemand eine Zahl?

So bleiben ihm dann nur die devoten Jasager. Und das beste Beispiel ist hierzu der servile Mr. Pence.

immer wieder seit 50 Jahren grüsst der Lagerhaß

Das Land ist zutiefst gespalten, ja schon immer, erst recht seit den 60igern.
Und es wird immer schlimmer, die Lager werden immer extremer und maßloser in Ihrer die Gegenseite verachtenden und hassenden Argumentation.
Trump ist nur das personifizierte Sinnbild dafür, eben ein politischer Präsident einer Nation.
Er wäre ohne die Demokraten in Ihrer immer maßloseren Art und Weise und ohne die scheintoten Republikaner so überhaupt nicht möglich.
Das politische System beider Lager steht vor dem absoluten Kollaps, wenn Sie dieCoronakrise jeder in absurder Weise für sich nutzen wollen.

re emil66

"@12:51 von BotschafterSarek

"Das ist schon deshalb unglaublich, weil Clinton landesweit mehr Stimmen hatte als Trump. Die amerikanische Demokratie hat viele Probleme ...."

Die Hiesige aber auch, wie war das nochmal mit den "Überhangsmandaten"?"

Ja, wie ist das mit den Überhangsmandaten?
Die gibt es, damit die Zahl der Abgeordneten proportional zur Zahl der abgegebenen Stimmen ist.

Völlig unsinnig der Vergleich mit einem Wahlrecht, das einen mit weniger Stimmen zum Gewinner der Wahl macht.

rer Truman Welt

Die Realität holt jede Regierung und jeden Präsidenten ein, die bzw. der "Fake-World-Images" produziert, wie diese heute auch alle heißen mögen.
Die spannende Frage ist lediglich, wie der grössere Teil eines Volkes die spürbare Realität adressiert -> Fakten oder Sündenbock bezogen. Wer es schaffen sollte dem Volk Sündenböcke zu füttern, der könnte sich an der Regierung halten. Der nächste Stresstest dieses Modells findet im November in den USA statt. "Schaun wir mal", wie eine mittlerweile ausgeleuchtete frühere Lichtgestalt zu sagen pflegte.

und ob es wirklich sinnvoll ist

immer und überall den Untergang der Demokratie zu verkünden

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