Kommentare

Was soll das?

Ich habe den Artikel mehrmals gelesen, entweder kapiere ich es nicht, oder hier baut jemand einen Türken.

Bei unterschiedlichen Einkommen hat derjenige Partner einen Vorteil, der mehr verdient. Und nicht etwa der Mann gegenüber der Frau. Könnte man also gefälligst an der Stelle ansetzen, an der das Problem liegt?

Ich bin über den Verdacht erhaben, Diskriminierung von Frauen in Ordnung zu finden. Aber diese Auslegung der Gegebenheiten ist ja wohl blödsinnig.

Komisch

" Steuerklasse III und Steuerklasse V - Sie haben früher mehr Geld". Es wird aber verschwiegen, dass die Frauen bei der Sozialversicherung, bei Lohnersatzleistungen dann deutlich geringere Nettoansprüche haben als Männer." Das führe zu geringeren Rentenleistungen und damit wahrscheinlich zu Altersarmut. "

Seit wann geht Rente nach dem Netto ?, und wie oft passiert es, so wie jetzt, das fast alle eine Ersatzleistung bekommen.

Ich denke es geht immer so sehr um Familien, durch das Steuersystem haben Familien mit Kinder ja mehr Geld als Arbeitnehmer ohne Kinder und unverheiratet.

Mal zum Vergleich die Generation 1955 ansehen die jetzt langsam in die Rente geht, was haben die an Kinder oder Elterngeld und was noch so gibt, erhalten ?.

Der Staat braucht mehr Geld, so macht es zumindest den Eindruck, wenn Männer dann mehr Steuern zahlen, hat die Familie auch nicht mehr Geld.

Das ist wie mit dem Artikel mit den EEG von gestern, auch wenn der nicht bei TS war, alles gut ausgedacht.

Im Sinne der

Im Sinne der Geschlechtergerechtigkeit ist das Ehegattensplitting längst ein alter Zopf, der abgeschnitten gehört. Unverständlich, dass die Union sich dagegen sträubt.

es sollen die Familien profitieren!

Ich halte die Diskussion um das Ehegattensplitting als "Männervorteil" für rückwärtsgewand. (Es soll sogar -und gar nicht mal so selten- Familien/ Paare geben, in denen der Mann weniger verdient.) Was ist grundsätzlich an der Idee falsch, ein Paar/ eine Familie als wirtschaftliche Einheit zu sehen? Alle Einkommen kommen in einen Topf und werden gemeinsam versteuert, egal, wer wieviel einbringt. Die moderne Variante wäre ein "Familiensplitting". Dann wird die Summe des Familieneinkommens durchdie Anzahl der Familienmitglieder geteilt und mit diesem Betrag wird in die Steuertabelle gegangen. Und der Anspruch auf ein Splittung setzt ein, wenn Kinder im Haushalt sind oder wenn "Paar-Teil" z.B. aus Pflegeverpflichgtungen naher Angehöriger nicht volltags arbeiten kann. Das soll steuerlich bevorteilt werden.
Warum diskutieren wir in Deutschland nur so kleinteilig über einzelne Steuerdetails und vergessen dabei, dass die Steuer insgesamt ungerecht berechnet wird?

Lohnsteuerklasse IV gibt es schon - Verlogenes Thema

Das Thema ist nonsens, denn jede Frau kann sich frei entscheiden, welche Steuerklasse sie haben will. Die Steuerklasse IV gibt es bereits, und wenn nur 10% der Frauen das Nutzen wollen, zeigt es, wie weit sich die Linken hier, am Thema vorbei, aus dem Fenster lehnen und drohen dabei herauszufallen. Es ist de facto die Diskussion der Singles vs. Verheirateten. Das ist der Grund. Nicht die "Sorge" um die Frauen und schon garnicht die "Sorge um Alleinerziehende". Denn die könnte man schon längst mit dem Kindergeld weit mehr unterstützen, wenn man das wirklich wollte.

Neues Rütteln am Ehegattensplitting

***Die Grünen fordern deshalb eine Reform des Steuersystems, vor allem, dass das Ehegattensplitting abgeschafft wird. Dass die Union am traditionellen Familienbild - Vater arbeitet, Mutter ist Hausfrau - festhält, benachteilige andere Familienmodelle.***

Vor allem Alleinerziehende schauen bei der "Steuergerechtigkeit" in die Röhre, während kinderlose Ehepaare sich das, für sie günstigste, Steuersparmodell wählen dürfen.

Die GRÜNEN haben auch hier die Nase vorn, wenn es um das Schaffen moderner gesellschaftlicher Strukturen geht. Da wirken die Unionsparteien doch eher altbacken und etwas zurückgeblieben !

Gruß Hador

Ziemlich egal

Hier ist es so, dass meine Frau dadurch einen steuerlichen Vorteil auf ihrer Gehaltsabrechnung hat, aber das ist ziemlich egal. Was am Ende ausgezahlt wird, ist nicht ihr Geld oder meines, sondern unser Geld. Somit ist das Ehegattensplitting nicht ihr Vorteil, sondern unserer.
Liebe Grüne, ratet mal, wer unsere Stimme bei solchen Ambitionen nicht kriegt.

Alles schon lange bekannt

Fakten und Probleme sind schon Jahrzehnte bekannt. Beschämend nicht für die "Politik", sondern für die CDU/CSU, die notwendige Korrekturen seit Jahrzehnten blockieren - und beschämend für ihre Wähler!
SPD und jetzt Grüne haben vernünftige Vorschläge ...

Wie jetzt?

Diese Aussage ist so falsch wie sie einfältig ist. Es geht beim Ehegattenspillting darum, das zwei Menschen, die eine Gemeinschaft (Ehe) bilden, zusammen versteuert werden. Ja, einer von beiden Ehepartnern erhält weniger netto, dafür erhält der andere Teil mehr. Zusammen haben Beide aber mehr Nettogehalt p.M. als wenn sie einzeln versteuert würden. Das ist auch der Sinn von Gemeinschaft an sich.
So, wie die Frage hier gestellt wurde, zielt sie auf die Auflösung von Gemeinschaft ab und treibt einmal mehr einen Keil in die Gesellschaft. Meine Frau und ich sind 42 Jahre verheiratet und haben unser Leben zusammen gemeistert. Das hätten wir nicht geschafft, wenn wir neidisch und misstrauisch darauf geschaut hätten, wer mehr hat. Wir hatten und haben GEMEINSAM!
Ich frage mich, wie man auf die abstruse Idee kommt, eine Lebensgemeinschaft nach den Methoden betriebswirtschaftlichen Controllings führen zu wollen?

Vom Ehegattensplitting

Profitieren hauptsächlich Ehepaare ohne Kinder.
Eingeführt wurde dieses, um Familien mit Kindern zu unterstützen, wenn idR Mama nicht arbeitet und sich ausschließlich um Kinder und Haushalt kümmert.
Heutzutage wird häufig ausschließlich wegen des Steuervorteils und der Familienversicherung geheiratet.

Das Ehegattensplitting gehört in ein reines Familiensplitting umgewandelt. Nutznießer sollten AUSSCHLIEßLICH Familien mit Kindern sein, egal ob verheiratet oder nicht. Mit Kindern bis zum Ende der Ausbildung oder dauerhaft, wenn ein Kind schwerbehindert ist und aufgrund dessen seinen Lebensunterhalt niemals allein bestreiten kann.

Ehegatten- Splitting !

Langsam wird es endlich Zeit, dass sich hoffentlich da mal was tut. Da sollte endlich genauso die Gleichberechtigung und Gleichbehandlung ein geführt werden, dass keine/r einen Nachteil hat.
Dies sollten endlich so mancher narzisstische, egomanische und patriarchische Politiker oder Lobbyist einsehen, dass die alte Regelung nicht mehr zeitgemäß ist.
Also ran ans Werk, und zwar zügig ohne lang zu streiten und zanken.

Wo ist das Problem?

Bei der Steuer ist es immer noch so, dass hinterher(!) erst abgerechnet wird. Und zwar mit dem Einkommensteuerbescheid. Dort wird jedem/r die Hälfte des Haushaltseinkommens zugerechnet, und darauf basiert die Steuer.

Das Märchen, wonach Frauen in Steuerklasse V netto weniger haben, hält sich hartnäckig!
Meine Frau ist in V. Ich in III und selbstständig. Weil der Gewinn sich in Grenzen hält, brauche ich kaum Quartalsvorauszahlungen zu leisten, weil eigentlich zu viel vom Lohn meiner Frau einbehalten wird.

Meiner Frau erkläre ich dann auch, dass Ihre Vorauszahlungen faktisch auch meine sind!

Allerdings: Wenn es so sein sollte, dass Steuerklasse V einen Nachteil bei Lohnersatzleistungen (Krankheit, Arbeitslosigkeit) mit sich bringen soll, muss ich mir überlegen, ob wir aus DIESEN Gründen nicht doch IV/IV wählen. Also wenn damit jegliche Nachteile nicht mehr bestünden, Warum denn dieser bohei?

Quatsch: Steuerklasse hat mit Rente nichts zu tun

Die Rentenbeiträge werden vom Bruttoeinkommen berechnet, also vor Steuer. Die sind unabhängig von der Steuerklassenwahl. Es ist also Unsinn, von Steuerklasse V auf Altersarmut zu schließen.

Das ist ja lustig. Eigentlich

Das ist ja lustig. Eigentlich soll also der Vorteil von offizielle Verheirateten Paaren gegenüber unverheirateten Paaren abgeschafft werden. Ob der Mann oder die Frau mehr Verdient ist für die Familie die ernährt werden soll unwichtig. Theoretisch ist der gesamt verdienst auch gleich Familieneinkommen. Ich hoffe mal das es das Ziel ist das Familieneinkommen nicht zu reduzieren.

@ 09:47 von frosthorn

Vielleicht haben Sie übersehen, wie die faktische Verteilung zwischen Männern und Frauen bei den Steuerklassen derzeit beim sog. Ehegattensplitting ist?

Von mir aus kann man das Ehegattensplitting

abschaffen. Es muss nur sichergestellt sein, dass ein Paar, das gemeinsam veranlagt wird, immer die gleichen Steuern zahlt.

Ob beide Partner ein annähernd gleiches Einkommen haben oder ob einer viel und der andere wenig verdient, darf am Ende keine Rolle spielen. Spielt es jetzt ja auch nicht. Ob ein Partner Klasse III und einer V hat oder beide Klasse IV, gleicht bisher die Einkommensteuererklärung wieder aus. Das Splitting bringt also am Ende keinen Vorteil. Ohne Kinder ist es auch egal ob man Klasse I oder IV hat.

Sollte es nur noch eine Einzelveranlagung geben, dann müssen auch solche Theme wie die beitragsfreie Versicherung von Ehepartnern in der Krankenkasse auf den Tisch.

Weiterhin muss dann geprüft werden in wie weit ein Ehepartner noch verpflichtet werden kann für seinen z.B. arbeitslosen Partner aufkommen zu müssen.

Die Grünen sind der Feind...

bekannter und traditioneller Strukturen wie Ehe und Familie. Wenn Mann und Frau sich nicht freiwillig ihrem ideologischen Ansinnen und Lebensmodell unterwerfen, so muss man sie eben über die Steuer bestrafen.

Das Modell der großstädtischen, alleinstehenden Mütter, welche keine feste familiäre Bindung mehr zu ihrem Mann eingehen, ihre Kinder in Kita oder Ganztagsschule abschieben, hat sich nicht bewährt. Vielmehr ist es wieder nur eine Methode, die Gesellschaft nach grün-sozialistischen Menschenbild zu formen.

Aus diesen Gründen sollte man dem zerstörerischen Ansinnen zur Abschaffung des Splittings eine kräftige Absage erteilen.

Nachteile in der

Nachteile in der Sozialversicherung? Die Rentenansprüche und Beiträge werden vom Brutto berechnet. Davon hat Frau Lisa Paus offenbar keine Kenntnis.

Bitte prüfen

"Das führe zu geringeren Rentenleistungen und damit wahrscheinlich zu Altersarmut."

Bei mir wird der Rentenbeitrag vom Brutto berechnet. Daher ist die Steuerklasse egal.

Außerdem gilt in Deutschland die Zugewinngemeinschaft. Das mag nicht ins grüne Weltbild passen, aber bei einer richtigen Familie wird das Einkommen gemeinsam betrachtet. Da kommt es nur darauf an, in Summe möglichst wenig Steuern zu zahlen und auch dem Staat nicht unnötig Gelder zukommen zu lassen, die man sich später über die Steuererklärung erst zurückholen muss.

Kinder zu erziehen sollte belohnt werden

Kinder bringen nicht nur viel Freude, sondern auch (sprichwörtlich) viele graue Haare bei den Erziehenden und "kosten" eine wahnsinnig hohe Summe. Es ist für mich unerklärlich, dass ein kinderloses Paar (ich weiß, es gibt Paare die gerne Kinder hätten aber nicht können) die gleichen Steuervorteile genießt, wie ein Paar mit Kindern (abgesehen von wenigen Ergänzungen für Kinder). Was kostet es 1-2 Kinder groß zu ziehen und welchen wirtschaftlichen Nutzen bringen diese Kinder anschließend? Also, welchen gesellschaftlich-wirtschaftlichen Wert hat es, dass Paare sich entschließen Kinder zu möglichst guten Erwerbstätigen groß zu ziehen? Ich habe nie einen Wert berechnet, er dürfte aber einige Millionen Euro "Nutzen" für den Staat/Gesellschaft pro Kind betragen. Entsprechend sollten die Eltern von der Gesellschaft/dem Staat belohnt werden.Werden sie aber kaum, sondern zahlen in der Regen kräftig drauf (s. z.B. Preise für Urlaub in Ferienzeiten/außerhalb). Familien brauchen bessere Belohnung.

Am 13. Mai 2020 um 09:49 von andererseits

" Im Sinne der

Im Sinne der Geschlechtergerechtigkeit ist das Ehegattensplitting längst ein alter Zopf, der abgeschnitten gehört. Unverständlich, dass die Union sich dagegen sträubt. "

Das hätte ich gerne mal von Ihnen vorgerechnet an einem Beispiel, wie Familien da etwas einbüßen, oder gut machen ;-).
Man kann ja gleich 4/4 nehmen, auch wenn Unterschiede durch Halbtagsarbeit der Frau, oder durch Lohnunterschied besteht.
Ich bin ziemlich fit bei Steuer ;-).

Die einzigen die immer doof aussehen, sind Single, egal ob Männer oder Frauen, abgesehen sind die Steuern bei Normalverdienern, zwischen 30-45 Tausend im Jahr, viel zu hoch, und dann viel zu niedrig.
Das ist nämlich die Gruppe, die es am meisten gibt, darunter und darüber sind zu wenig, da kann man nichts so viel raus holen.

ulme2003 hat völlig recht:

ulme2003 hat völlig recht: Die Familie ist eine wirtschaftliche Einheit, also wird sie wie eine Einheit besteuert. Die Familien-GmbH quasi. Und das ist richtig so. Wer das nicht will, sollte auch die gegenseitigen Verpflichtungen abschaffen. Das wird dann auch wieder niemand wollen.

Fakt ist: Das Abschaffen des Ehegattensplittings käme einer Steuererhöhung für alle Ehepaare gleich, bei denen nicht beide Partner exakt gleich viel verdienen. Also bei allen Ehepaaren, denn genau gleich viel verdient wahrscheinlich kein Paar, außer vielleicht ein paar Oberstudienrats-Paare.....

Phantomdiskussion

Die ganze Diskussion ist ein Phantomdiskussion. Das Ehegattensplittung bevorzugt weder die Männer, noch benachteiligt es die Frauen. Es bedeutet nur, daß bei einer Wirtschafts- und Lebensgemeinschaft, wie es eine Ehe sein sollte, auch die Steuer ohne große Verrechnungsprobleme berechnet werden kann. Es stellt sicher, daß durch das "für einander einstehen" mit dem z. B. das Verfassungsgericht den Splittingtarif für gleichgeschlechtliche Partnerschaften gefordert hat, ohne größere Probleme auch steuerlich abgebildet werden kann. Ohne den Splittingtarif müßten auch die ganzen Bedarfsgemeinschaften aus dem Sozialhilferecht gekippt werden.
Außerdem hat schon heute jeder, der sich durch die Zusammenveranlagung benachteiligt sieht, die Möglichkeit eine Einzelveranlagung zu beantragen.

Unnötige Diskussion

Diese Diskussion ist ebenso alt wie völlig unnötig und stellt lediglich einen weiteren Versuch dar, die Bürger dieses Landes in ihrer Entscheidungsfreiheit einzuschränken. Bei der Eheschließung werden die Steuerklassen beider Partner automatisch auf IV-IV gesetzt. Eine anderweitige Aufteilung muß beantragt werden und stellt somit eine freie Entscheidung mündiger Bürger dar.

schlechte Berichterstattung

"In der Corona-Krise dürften viele verheiratete Frauen in Kurzarbeit einen Effekt auf ihrer Lohnabrechnung deutlich spüren: Durch das Ehegattensplitting haben sie weniger Geld netto als ihre Ehemänner. Das liegt daran, dass sie zu etwa 90 Prozent in die Steuerklasse V gehen, während ihre Männer in Steuerklasse III stärker vom Ehegattensplitting profitieren. Je größer der Einkommensunterschied zwischen den Ehepartner ist, desto größer wird der Steuervorteil."

Wer mit Steuerklasse V weniger netto hat und darunter leidet, weil trotz Heirat jeder sein Einkommen für sich behält, hat selber Schuld. Wie gesagt, IV/IV ist schon sehr lange möglich. Die meisten nehmen wohl III/V, weil sie im laufenden Betrieb mehr haben und haben sowieso eine gemeinsame Kasse bzw. gemeinsame Konten.

Das einzige wichtige Problem ist, dass kinderlose verheiratete (ob freiwillig kinderlos oder nicht ist ja egal) davon profitieren während unverheiratete Eltern und dadurch derer Kinder nicht davon profitieren.

Mangelnde Geschlechtergerechtigkeit spielt beim Ehegattensplitting nun wirklich gar keine Rolle.

Hier geht es nur um Geld / Steuern. Kein Paar wird die Steuerklassen so wählen, dass es mehr zahlt als nötig. Egal ob der Mann oder die Frau mehr verdient.

Ohne Ehegattensplitting sähe es so aus:
Ein Ehepaar bei dem jeder Partner 45000 Euro verdient, zahlt in Steuerklasse IV 15290,- Euro Steuern pro Jahr.

Verdient ein Partner 60000 Euro und der andere 30000 Euro, dann zahlt das Paar in Klasse IV 16129 Euro Steuern, also 900 Euro mehr pro Jahr.

Um diese Ungerechtigkeit abzuschaffen wurde das Splitting eingeführt.

Ob eine Paar die Klassen III und V oder beide IV wählen spielt am Ende keine Rolle. Mit III und V muss man meistens nachzahlen bei IV und IV bekommt man eher eine Erstattung.

FAMILIENeinkommen

Das Splitting trägt doch der Tatsache Rechnung, dass es insbesondere in Familien mit Kindern insgesamt nicht förderlich ist wenn beide Partner eine 60 h Woche leisten. Wenn nun einer weniger macht, wobei ja nicht vorgeschrieben ist wer von beiden, so ist es doch eine faire Unterstützung der Familie, wenn das Einkommen beider gemittelt wird.
…und wieso werden Männer bevorteilt? Es entlastet doch das FAMILIENeinkommen.
Wollen die Grünen jetzt eine Steuererhöhung für Familien nur um alte Klassenkampfparolen zu pflegen?

profitieren nach wie vor überwiegend Männer???

Wie kommt man auf die Behauptung: ... profitieren nach wie vor überwiegend Männer...?

Wie der Name es sagt ist Ehegattensplitting eine Sache von beiden Ehegatten - also profitieren immer Beide.

Und so lange es (auch ohne den Virus) keine ausreichende Verlässlichkeit bei Schulen gibt (Lehrermangel mit ständigem Ausfall musischer Fächer), unausgewogenes und ungesundes Schulessen, usw., usw.,

sollte es jedem Ehepaar erlaubt sein selbst zu bestimmen, wer von den beiden Partner der bessere Home-Manager ist wer nur bloß zum Geldverdienen taugt.

Familien haben das Problem

Von der Steuerklasse III profitiert erstmal nur der Besserverdienende, ob Mann oder Frau ist dabei egal. Bei den Steuerklassen III/V wird ein Teil des Steuerfreibetrages von V auf III übertragen, daher zahlt man in III relativ wenig Steuern. Das Problem sind die Lohnersatzleistungen (Arbeitslosengeld, Elterngeld, Krankengeld, ...), die nach dem Nettogehalt berechnet werden daher ist V schlecht. Lösung: Lohnersatzleistungen am Bruttogehalt ausrichten.
Bei Lohnsteuerklasse IV/IV ist die Steuerlast zwar gerechter verteilt, jedoch die Steuerlast höher und erst durch eine Steuererklärung gibt es zu viel entrichtete Steuern zurück, aber hier wäre IV/IV mit Faktor möglich.
Grundsätzlich sind Ehepaare ohne Kinder gut dran, da können beide gut verdienen (sei ihnen gegönnt). Sobald ein Kind da ist, fällt ein Großteil eines Einkommens weg, weder Kinderfreibetrag, Kindergeld oder Elterngeld gleichen das aus. Daher: Kinderfreibeträge hoch, höhere Pauschalen bei der Steuer für die Kinderbetreuung!

AW 09:49

Nix alter Zopf!
Es geht um das Konzept des Haushaltseinkommens, wodurch das Gesamteinkommen und die Versteuerung immer gleich sind, egal ob der eine viel mehr verdient als der andere. Gerade dadurch ist die Freiheit innerhalb des Haushaltes eher gewährleistet, wie die Mitglieder das mit dem Arbeiten und Verdienen "organisieren".
Das ist im Grunde genommen ein modernes Konzept!

Meinetwegen soll das abgestaubte Wort Ehegattensplitting in "gute-Haushaltseinkommens-Gesetz" umbenannt werden. Natürlich nicht mit "Gesetz" drin. Das ist nur eine Anspielung auf die Unart, von Giffey eingeführt, Gesetze Namen mit positiver Konnotation zu geben.

Hier werden aber zwei Dinge

Hier werden aber zwei Dinge miteinander vermischt.

Ehegattensplitting bedeutet ja nicht zwangsweise Steuerklasse 3+5. Kann man auch bei 4+4 nutzen.

Außerdem kann die Steuerersparnis ja dem Familienvermögen zugeführt werden und nicht dem Einzelkonto des höher verdienenden...

Meine Frau und ich sind beide in Steuerklasse 4 (auch wegen der Auswirkungen auf Lohnersatzleistungen bei 3+5 und am Jahresende ist die Steuerklasse bzgl. Höhe der Rückzahlung eh egal.). Da meine Frau letztes Jahr zu Hause war, um sich um unser Kind zu kümmern, ergab die Steuererklärung dank Ehegattensplitting natürlich eine nette Rückzahlung --> Aufs Familienkonto.
Was ist denn daran "Frauenfeindlich" oder ähnliches?

Also wenn überhaupt sollte man darüber diskutieren die Steuerklassen 3+5 entfallen zu lassen, aber wieso das Ehegattensplitting?

Was für ein Unsinn

Ehegattensplitting und Steuerklassenwahl haben nichts(!) miteinander zu tun!. Der Splittingtarif für Verheiratete wird regelmäßig angewendet, wenn sich daraus eine geringere Steuerbelastung für das Paar ergibt. Andernfalls kann die getrennte Veranlagung gewählt werden, die in seltenen Einzelfällen günstiger sein kann.
Die Steuerklassenwahl beeinflusst lediglich den vorläufigen Steuerabzug im laufenden Jahr. Bei der Steuerermittlung im Rahmen der Steuererklärung spielt die Steuerklassenwahl keine Rolle!!
Allenfalls beim Arbeitslosengeld kann die Steuerklasse 5 von Nachteil sein, jedoch kann hier kurzfristig die Steuerklasse (von 5 nach 3 und umgekehrt) gewechselt werden, so dass kein Nachteil mehr entsteht. Für die Jahres-Seuerbelastung des Paares spielt die Zuordnung der Steuerklasse keine Rolle!!!

@andererseits: Was ist am

@andererseits:
Was ist am Ehegattensplitting bzgl Geschlecht ungerecht? Das Ehegattensplitting berücksichtigt kein Geschlecht.
Da wird der Steuersatz nur anhand beider Einkommen zusammen ermittelt.

Dass die Frau meistens weniger verdient als der Mann oder für die Kinder (teilweise) zu Hause bleibt ist ein anderes Thema und wird nicht durch das Splitting hervorgerufen.

Da hängt aber noch ein gar nich mal...

so kleiner Rattenschwanz dran: beim sog. "traditionellen Familienmodell" arbeitet und verdient einer wenig und einer viel. Also wählt man die Steuerklassen entsprechend. Das wollen die Grünen abschaffen. Das könnte zur Folge haben, dass Familien insgesamt weniger Netto zur Verfügung haben, da die Einkommensunterschiede oder der Wunsch (ja, Wunsch!) nach Teilzeit ja nicht verschwinden. Hinzu kommt, dass bei dieser gewählten Konstellation ja der Besserverdienende auch einen Versorgungsausgleich oder Unterhalt zu zahlen hätte, um eben die genannten Spätfolgen abzumildern. Witwenrente gibt es auch noch. Solange die Familie ein Haushalt ist, geht es doch also eigentlich nur um das Haushaltseinkommen und da kann sich aktuell jeder das am besten passende Modell wählen...

@andererseits, 10:21 re @frosthorn

Vielleicht haben Sie übersehen, wie die faktische Verteilung zwischen Männern und Frauen bei den Steuerklassen derzeit beim sog. Ehegattensplitting ist?

Nein, habe ich nicht. Ich habe darauf hingewiesen, dass das Problem die Ungleichbezahlung (in der Regel Minderbezahlung von Frauen) ist, und nicht die unterschiedliche Steuerlast.

Rente geringer aufgrund der Steuerklasse

Liebe Tagesschau Redaktion,

dies scheint ein sachlicher Fehler zu sein. Die Höhe der Rente bemisst sich nicht aus dem Netto-Einkommen sondern aus dem Brutto-Einkommen, die Wahl der Steuerklasse hat absolut keine Auswirkung auf die Rentenpunkte.

Lediglich bei Sozialleistungen, die sich nach dem Nettoeinkommen errechnen gibt es bei Steuerklasse 5 einen Nachteil. Daher sollten Familien ein Jahr vor der Nachwuchsplanung in 4/4 wechseln.

Ich würde darum bitten, das richtig zu stellen - bzw. sollte das O-Ton der Grünen sein einen Hinweis zu ergänzen, dass es sachlich nicht korrekt ist, dass das Splitting eine Auswirkung auf die Rente hätte.

um 10:22 von dummschwaetzer

"...Das Modell der großstädtischen, alleinstehenden Mütter, welche keine feste familiäre Bindung mehr zu ihrem Mann eingehen, ihre Kinder in Kita oder Ganztagsschule abschieben, hat sich nicht bewährt. Vielmehr ist es wieder nur eine Methode, die Gesellschaft nach grün-sozialistischen Menschenbild zu formen."

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Da ich in einer Großstadt arbeite, komme ich hin und wieder in Kontakt mit Frauen, die Ihrem "Modell" ungefähr entsprechen. Alle haben gemeinsam, daß Ihnen sehr an familiärer Bindung liegt und ihre Kompetenz bei der (Teilzeit)Arbeit strahlt diese Bindungfähigkeit vollumfänglich aus. Dem Familienglück stehen aber oft herrische, brutale und verantwortungslose Väter, oft Dummschwätzer, im Wege, für die alles was sie überfordert, links-grün ist und richtig unangenehm werden, wenn es um Geld geht.

Das dt. Einkommenssteuersystem

Das dt. Einkommenssteuersystem ist ein aus den 50er Jahren stammender Anachronismus, der dringenst reformiert, und der der heutigen Lebenswirklichkeit angepasst gehört.

Gruß Hador

Was ist das für ein inhaltlich schlecht recherchierter Artikel

Das Ehegattensplitting ist eine, wie schon einige Foristen geschrieben haben, VORAB Gemeinsambesteuerung.
Es wurde NICHT für Familien mit Kinder eingeführt, sondern vom Bundesverfassungsgericht eingefordert für Ehepaare, die gemeinsam steuerlich veranlagt werden.

Grund dem Staat geht es nicht´s an wie die Familie Ihr Steuergesamteinkommen erwirtschaftet. Es gilt immer Person1+Person2 =Steuergesamt.
Diese Grundrechtsauffassung wurde über die Jahre durch mehrere BV-Gerichtsurteile bestätigt, zuletzt bei geleichgeschlechlicher Ehe.

Schlecht recherchiert ist der Artikel jedoch bzgl. der Aussage, dass diejenigen Personen in Stkl.V (meist Frauen) jetzt weniger bekämen als wenn Sie in I oder IV wären.
Das ist gesamtsteuerlich jedoch nicht richtig!
Da das Kurzarbeitergeld eine Lohnersatzleistung auf Nettobezug berechnet wird, unterliegt diese Zahlung dem Progressionsvorbehalt der Gesamtsteuer und somit der Grenzsteuersatz erhöht wird.
Kurzum: Viele "Frauen" mit IV werden kräftig nachzahlen.

nur Männer .... ?
nur Frauen .... ?
nach dem Grundgesetz Art 6 ist die Ehe die Vereinigung von Mann und Frau zu einer Lebensgemeinschaft
wie kann man denn da Mann / Frau differenziert sehen ?
also das Geld das ich verdienen täte / meine Frau verdienen täte, gehört uns gemeinsam
wie unsere Schulden und unsere Steuern

Zum Jahresende alles wieder gleich

Ob Steuerklasse III und V oder beide Steuerklasse IV spielt doch nur unterjährig eine Rolle, denn am Ende des Jahres werden beide Einkünfte addiert, die Steuer errechnet und dann ausgeglichen. III und V dient als unterjähriger Vorschuss, um den Ehegattenvorteil nicht erst mit dem Lohnsteuerjahresausgleich zu erhalten.
Wenn man die Diskussion aufmacht, dann sollte es abhängig von Kindern sein, denn das war der ursprüngliche Grund, weil die Frau früher nicht oder weniger arbeiten konnte, weil sie die Kinder erzogen hat.

@ andererseits

Wenn Sie verstehen würden, welche Wählergruppen die Unionsparteien ansprechen, könnten Sie es auch verstehen.

Bei aktuell 40 % der Wählergunst in den Umfragen scheint die Union nicht soviel falsch zu machen.

Ihre Intention ist klar und

Ihre Intention ist klar und richtig, die Zugewinngemeinschaft wird aber von den meisten falsch interpretiert.
Die Zugewinngemeinschaft ist kein Gegensatz zur Gütertrennung, sondern eine Zusatzklausel.

Korrekt wäre also: in Deutschland gilt ohne Ehevertrag "Gütertrennung mit Zugewinngemeinschaft".

Die Zugewinngemeinschaft bedeutet nämlich nicht, dass in einer Ehe Vermögen und Besitz zusammenfallen.
Nach Recht hat weiterhin jeder sein eigenes Vermögen und Besitz und es KANN gemeinschaftliches Vermögen (Gemeinschaftskonto, Haus) geben.
Das kann sogar sehr relevant bei Verträgen sein.

Die Zugewinngemeinschaft kommt primär bei einer Trennung zum Tragen und beschränkt während der Ehe den Zugriff auf das eigene Vermögen ohne den Ehepartner einzubeziehen.

Rein rechtlich betrachtet. Natürlich sollte man als Familie die Geldthemen differenzierter betrachten und nicht mit "meins" und "deins" denken. Ein bisschen "mein" und "dein" Geld zu haben ist aber auch in einer Ehe gut.

Vom Ehegattensplitting......

.... profitieren Ehegatten.

Wenn Ehegatten den Ausgleich nicht selbst hinbekommen und sich übervorteilen, sind sie keine Ehegatten sondern "verheiratete Feinde". Das können und sollten doch nun wirklich die Eheleute untereinander selbst klären.

Aus die Maus.

Je größer der Einkommensunterschied zwischen den Ehepartner

Ja genau das ist das Problem. Warum bekommen Frauen meist weniger Geld als Männer - obwohl sie es eigentlich besser verdienen?
Man könnte auch mal versuchen diese Unterschiede abzubauen und gleich mal mit der Pflege starten. Wieso werden (Kinder)-Krankenpfleger(innen) immer noch so schlecht bezahlt obwohl sie systemrelevant sind? Wieso ändert da niemand etwas? Hier wäre der Gesetzgeber gefordert (z.B. Herr Spahn) Änderungen zugunsten der Pflege durchzusetzen. Und was passiert? Bereits der viel gerühmte 1500 Euro-Einmal(!)Bonus soll jetzt nur noch für die Altenpflege gelten. Dabei werden doch gerade Milliarden nur so verschenkt, sogar die Autofirmen die jahrelang ihre Kunden betrogen haben sollen bedacht werden. Und dann soll ausgerechnet für die Pflege nichts mehr übrig sein? Am Ende des Tages bleibt vom Klatschen für die Pflege nur noch ein hohler Nachklang. Warum soll noch jemand diesen doch so wichtigen Beruf erlernen? Die Ausbildungszahlen sind weiterhin rückläufig. Warum wohl?

Problematisch ist der unterschiedliche Lohn

Es ist doch egal, ob Mann oder Frau in einer Ehe mehr verdient. Es ist aber nicht egal, ob Mann für die selbe Arbeit mehr Lohn bekommt, als Frau. Auch nicht egal, dass Mann öfter in besser bezahlten Jobs arbeitet. Die Ungerechtigkeit liegt also bei den Löhnen und nicht im Steuersystem. Das Ehegattensplitting ist eine enorme Erleichterung, auch wenn wie in meinem Fall, meine Frau der Topverdiener in unserer Familie ist.

"Familien-Splitting" würde höhere einkommen

"Familien-Splitting" würde höhere einkommen massiv bevorteilen!

Familien mit niedrigem einkommen zahlen sehr wenig oder gar keine steuern. Würde man dieses niedrige gesammt-einkommen durch vier (zwei kinder) statt durch zwei teilen, würden sie keine steuern zahlen, was aber ihre kosten kaum senken würde.

Bei hohem einkommen würde das vierteln der summe die steuerlast sehr stark senken, weil dann der steuersatz viel niedriger wäre (progression).

Also familien mit hohem einkommen mit kindern würden viel weniger steuern zahlen.

Damit der staat die benötigten steuer-einnahmen dann noch bekommt, müsste er an anderer stelle steuern erhöhen, was dann die kinderlosen oder auch die mit niedrigem einkommen (z.b. Mehrwertsteuer) treffen würde.

Von einem Witwer + 1 Kind!

Ich / wir habe früher davon profitiert das es dieses Splitting gibt.
Ich war immer Alleinverdiener und meine Frau erst Krank, dann schwerkrank, dann Tot-krank, jetzt bin ich Witwer.
Hätte es dieses Splitting nicht gegeben, hätten wir im Monat 350€ weniger gehabt und das wäre fatal für uns gewesen.

Ich sehe es so:
Kein Splitting, keine Ehe.
Hätte meine Frau H4 bekommen usw.
Das Splitting ist in vielen Fällen für den Staat und die Steuerzahler eine günstige Lösung.
Man denke nur mal an den Gleichheits-Paragraphen, also 350€ gegen wieviel H4?

Am 13. Mai 2020 um 10:26 von Moos P

"Es ist für mich unerklärlich, dass ein kinderloses Paar (ich weiß, es gibt Paare die gerne Kinder hätten aber nicht können) die gleichen Steuervorteile genießt, wie ein Paar mit Kindern (abgesehen von wenigen Ergänzungen für Kinder)."
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Kinderlose Zahlen u. a. durch
Krankenversicherung und Steuern für die Kinder anderer Mitbürger.
Möchten Sie eine Steuererleichterung und dafür für jedes Familienmitglied Beiträge für die Krankenkasse bezahlen?
Da haben die Grünen mal wieder ein Fass aufgemacht ohne Sinn und Verstand, und einige tragen brav das Stöckchen spazieren.
Haben wir zur Zeit keine andere Probleme?

@ Lyn

Die Ehe steht in Deutschland unter besonderem Schutz des Grundgesetzes.

Es ist gewollt, dass Eheleute finanziell profitieren, um Geld für eine Familiengründung ansparen zu können. Da wir aber in einer freiheitlichen Demokratie leben, ist niemand verpflichtet Kinder zu bekommen - und viele Ehepaare bleiben ungewollt kinderlos.

Der Staat unterstützt Familien mit direkten Zuschüssen in Form von Kindergeld. Dies ist viel sozialer als was die Grünen fordern, denn nur die besserverdienende Zielgruppe der Grünen profitiert von Steuererleichterungen.

Viele Familien verfügen über so wenig Einkommen, dass sie gar keine Steuern zahlen. Da hilft auch keine Steuerersparnis.

Und wieder einmal erweist sich Grüne Politik wenn man genauer hinsieht als unsozial und klientelbezogen.

@frosthorn, 09.47

"Bei unterschiedlichen Einkommen hat derjenige Partner einen Vorteil, der mehr verdient. Und nicht etwa der Mann gegenüber der Frau."

Glückwunsch, Sie haben es verstanden.

Sage ich als jemand, der über den Verdacht, Frauen diskriminieren zu wollen, ebenfalls erhaben ist.

Wir haben in Deutschland kein Frauenbenachteiligungsproblem mehr, schon lange nicht mehr. Das Problem heißt Verteilung.

Aw 10:52

"Das Problem sind die Lohnersatzleistungen (Arbeitslosengeld, Elterngeld, Krankengeld, ...), die nach dem Nettogehalt berechnet werden daher ist V schlecht. Lösung: Lohnersatzleistungen am Bruttogehalt ausrichten."

Danke für die Info: Ich red mal mit meiner Frau über die Umstellung auf IV/IV. Ihre Anregung zu konsequenter Brutto-Ausrichtung sollte die Politik sich zu Herzen nehmen.

Und an die Redaktion: Die Mehrzahl der Diskutanten hier zeigt, dass der Artikel ein mangelhaftes Verständnis der Thematik an den Tag legt. Das werfe ich der Autorin nicht vor, weil es nun mal kein einfaches Thema ist. Und wenn die Lage schon so ist, spielen Voreingenommenheiten fast immer eine seeeehr wichtige Rolle! Einstein wusste das bereits (schwieriger, die Meinung eines Menschen zu ändern als ein Atom zu spalten).

Anregung: Faktencheck!

Das Unverständnis einiger Kommentatoren ....

... zeigt, wie notwendig eine Änderung ist, weil die Folgen einfach nicht wahrgenommen werden wollen.
1. In Ehen mit „Repräsentationsehefrau“ (gibt es noch immer) spart ein Hochverdiener unverdient gewaltig.
2. Die Abrechnung mit Lohnsteuerklasse 5 weist auf der Lohnabrechnung nicht das eigentlich verdiente eigene Netto des Partners aus (egal ob Frau [meistens] oder Mann), auch wenn über das Jahr gerechnet die Steuerverpflichtung von 3/5 und 4/4 gleich ist (nicht jede Ehe verläuft harmonisch/partnerschaftlich.
3. Bei Lohnersatzleistungen (Krankheit, Arbeitslosigkeit ....) sind die Bezüge bei 5 geringer als bei 4 und reduzieren neben dem Einkommen somit auch die Altersbezüge.
4. Wird man geschieden, muss der ohne die Kinder Lebende (trotz Unterhaltszahlung) die ungünstige Klasse 1 nehmen.
5. Längst nicht alle Ehen verlaufen ewig positiv.
6. Ein Familiensplittung, also lediglich eine an Kindern orientierte Steuerklasse (egal welcher Familienstand) ist lange fällig.

Geschlechtergerechtigkeit

Hier wird, wie meist in dieser Diskussion, die monatliche Gehaltsabrechnung und die gemeinsame Steuerveranlagung in einen Topf geworfen. Wenn eine Gattin ein Problem mit ihren hohen Steuerabzügen hat, dann soll sie auf Steuerklasse 4 bestehen. Die zuviel gezahlten Steuern gibt es über die Steuererklärung zurück. Was ist gerecht daran, dass eine Familie, in der ein Partner 4000 Euro und der andere 2000 Euro verdient, mehr Steuern zahlen soll, als wenn beide jeweils 3000 Euro verdienen.
Ausserdem gibt es in einer guten Partnerschaft nicht dein oder mein Einkommen sondern nur unser Einkommen. Das ist auch das Prinzip der Zugewinngemeinschaft.

Richtigstellung zum Artikel nötig!!

Durch Ehegattensplitting werden Ehen oder eingetr. Partnerschaften dadurch begünstigt, dass nicht jeder Partner separat dem Steuertarif unterworfen wird, sondern ein Mittelwert aus ggfs. sehr unterschiedlichen Einkommen der Partner gebildet wird, und dieser dem Steuertarif unterworfen wird.

Wegen der sozial höchst gerechten Steuerprogression ergibt sich durch die Mittelung für das Paar dann letztlich eine geringere Steuerlast, als wenn der gutverdienende Partner hoch besteuert wird und der niedrig Verdienende niedrig.

Mit den Steuerklassen hat das alles, wenn das FA den Steuerbescheid erstellt, überhaupt gar nichts mehr zu tun!
Das Ehegattensplitting benachteiligt keinen der Partner, sondern es begünstigt die ehel. Gemeinschaft der Partner. Wenn ein Partner dabei weniger Geld hat als der andere, zeigt das nur, dass die Partnerschaft nicht funktioniert, aber nicht, dass das Ehegattensplitting ungerecht wäre!

Das ist in diesem Artikel leider völlig falsch dargestellt!

Weniger Arbeitslosengeld ..

.. und Krankengeld (nach 6 Wochen) für den in StKl. V, das ist richtig.

Ansonsten hab ich sehr viele Fragen
"Männer ... Vermögen. ... Spitzensteuersatz ... ... Reichensteuersatz ..."
Auch bei Ehegattensplitting?
Dann verdienen sie so richtig viel.
Was hat das Vermögen damit zu tun?
Wie ist das Vermögen entstanden?
Je nachdem, ob Ehevertrag oder nicht, sollte das Vermögen beiden gehören?
Wurden ledige Männer hier einbezogen?

Das Splitting ist nur schlecht, wenn der Besserverdienende ds Sagen hat und die Ehe nicht gut läuft.

Am meisten benachteiligt inn diesem Steuersystem sind die Alleinstehenden mit bzw. ohne Kind, auch wenn man Kinder groß gezogen hat.

Kleiner Vorteil nur in der Pflegeversicherung.

Elternsplitting statt Ehegattensplitting

Die Kinderarmut und die Frauenarmut im Alter haben wohl ihren Ursprung in unserer Steuerpolitik samt Ehegattensplitting.
Eltern tragen für mehr, als sich selbst Verantwortung. Sie ziehen den Bodensatz oder den Grundstein der Gesellschaft groß.

Also wäre ein ELTERNSPLITTTING doch die erste Überlegung wert.

Der einzige Grund dieses Splitting abzuschaffen,

kann nur sein "Alleinverdiener zu behandeln wie Alleinstehende.
Kurzfristig höhere Steuereinnahmen.
Anschließend Klagewelle, wegen Gleichheits-Paragraphen…
Und dann werden eventuell ALLE zur Kasse gebeten.

@um 11:12 von Sisyphos3

tja, bei Geld hört die Freundschaft auf.
So ist es nun mal.

Übrigens kann die Ehe auch eine Lebensgemeinschaft von Mann und Mann oder Frau und Frau bedeuten. Oder D*/M ...D*/W... D*/D*
Nur der Vollständigkeit halber.

*divers

"Familien-Splitting" beispiel

Familien mit zwei kindern und ohne kinder-freibetrag, der den unterschied noch verstärken würde:

50.000€ familien-einkommen im jahr ergibt bei "ehegatten-Splitting" 7.500€ einkommenssteuer und bei "Familien-Splitting" 2.000€, also 5.500€ weniger steuer-last.

150.000€ jetzt 45.000€ steuern und bei "Familien-Splitting" 30.000€, also 15.000€ weniger!

"Familien-Splitting" würde also den unterschied zwischen niedrig- und hoch-verdienern sehr verstärken!

Es geht ja nicht nur um Steuerklassen

Die Grünen haben da schon recht. M.E. müsste es nachbesserungen geben. Z.B. die Steuerfreigebträge bei Übertragung von Eigentum sind verheiratete besser gestellt und es gibt noch immer viele Leute die genau deshalb heiraten. Das sollte m.E. nicht so sein.

@Sisyphos3: Da haben sie aber juristisch vieles verdreht. Natürlich ist es möglich Güter in der Ehe zu trennen: im einfachsten Fall lässt sich der Ehemann seinen Verdienst auf ein eigenes Konto überweisen und verfügt darüber, evtl zahlt er einen frei gewählten Betrag auf ein gemeinsames Konto (mag bei Ihnen nicht so sein). Im Falle einer Scheidung spielt es eine große Rolle was wer wann eingebracht hat.

Es gibt viele gründe, keine kinder zu haben

Manche teilnehmer hier haben offensichtlich die einstellung, man müsse kinderlose menschen bestrafen.

Das finde ich schlimm, denn es gibt viele gründe, warum jemand keine kinder hat!

Außerdem tun, kinderlose jetzt schon viel für die gemeinschaft:

Sie fallen am arbeitsplatz nicht aus, weil kinder krank sind, füllen also lücken in den firmen, von denen sie selbst nie profitieren.

Sie zahlen mehr steuern, mehr pflegeversicherung (obwohl sie für ihre eltern genauso zahlen müssen), müssen für jeden renten-euro selber zahlen (erziehungszeit), usw.

Familiensplittung schadet ärmeren Familien!

Liebe Lyn, Sie sind da einem schweren Irrglauben aufgesessen!
Familiensplitting schadet insbesondere Familien mit geringerem Einkommen, weil der Vorteil dieser Splittings (egal ob Ehegatten- oder Familiensplitting) darauf beruht, dass man in eine niedrigere Steuerprogression rutscht!
Wer nun aber eh schon wenig verdient (allein oder als Familie) zahlt auch einen geringeren %-Satz Steuern. Er kann deshalb vom Familiensplitting viel weniger profitieren, als gut verdienende Familien.

Deshalb: Ehegattensplitting beibehalten, aber das einkommensunabhängige Kindergeld erhöhen. Von höherem Kindergeld profitieren die ärmeren Familien nämlich viel mehr als von irgendwelchen Steuerreduzierungen.
Und wenn man den "bösen" Reichen das Kindergeld neidet, dann sollte man besser die Steuerprogression erhöhen z.B. bis zu einem Spitzensteuersatz von 90% bei sehr hohen (Familien-)einkommen.

Ansonsten: Sehr erfreulich, dass die meisten Kommentatoren den Unfug dieses Vorschlags von RRG durchschauen!

"Geringere Rentenleistungen"?

Die Finanzexpertin der Grünen Lisa Paus hält die Konsequenzen für enorm. "Jeder Arbeitgeber und alle Steuerberater sagen Frauen, 'das ist doch gar nicht schlimm, Steuerklasse III und Steuerklasse V - Sie haben früher mehr Geld". Es wird aber verschwiegen, dass die Frauen bei der Sozialversicherung, bei Lohnersatzleistungen dann deutlich geringere Nettoansprüche haben als Männer." Das führe zu geringeren Rentenleistungen und damit wahrscheinlich zu Altersarmut.

Seit wann werden Sozialversicherungsbeiträge nach dem Netto-Einkommen berechnet? Vielleicht könnte die "Finanzexpertin der Grünen" das mal erklären?

Aw 11:17

Ihr Beitrag geht inhaltlich zwar am Kern der Sache vorbei (siehe die Mehrzahl der Kommentare), aber Ihr Gedanke, das Wort "Splitting" mit getrennten Finanzen ("verheiratete Feinde") in Verbindung zu bringen, ist eigentlich genial!

Ein guter Grund, den Namen zu ändern! Z.B. "Haushaltsbesteuerung". Die Politik müsste dann lediglich kleine Anpassungen vornehmen, wo das Sinn macht.

Staatlich "regulierte" Ungleichbehandlung

"Die Steuergesetze gelten in Deutschland auf den ersten Blick für alle gleich", so Paus. "Wenn man aber weiß, dass sämtliche Begünstigungen so sind, dass sie für höhere Einkommen besser wirken, und dann weiß, dass Frauen geringeres Einkommen haben, sieht man,
>>> dass Frauen vom Steuersystem benachteiligt werden."

Und damit - da die Chancen auf ein selbstbestimmtes, d.h. im Sinne der Gewährleistung des für eine menschenwürdige Existenz Notwendigen auskömmliches Leben heute unmittelbar vom finanziellen Einkommen abhängen, wie jeder weiß - von den Entscheidungen von Männern abhängig gehalten werden.

09:47 @frosthorn ...Was soll das?

" ... Könnte man also gefälligst an der Stelle ansetzen, an der das Problem
liegt? ..."

Genau, nämlich an den bescheidenen Löhnen und Gehältern, die in manchen Branchen gezahlt werden, während sich Manager (m/w/d) u.a. die Taschen voll hauen.

Stichwort Pflege.

@Advocatus Diabo...
Volle Zustimmung.
Herr Spahn hat viel geredet, aber ...

@Am 13. Mai 2020 um 09:49 von andererseits

"m Sinne der Geschlechtergerechtigkeit ist das Ehegattensplitting längst ein alter Zopf, der abgeschnitten gehört. Unverständlich, dass die Union sich dagegen sträubt."
So ein Quatsch:
Das Ehegattensplitting wurde mit dem „Gesetz zur Änderung steuerlicher Vorschriften auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und Ertrag und des Verfahrensrechts“ vom 18. Juli 1958 eingeführt. Es war der vorläufige Endpunkt einer jahrzehntelangen Diskussion über die steuerliche Veranlagung von Ehepartnern.
Dies änderte sich mit der Einführung einer progressiven Einkommensteuer 1920 im Zuge der Erzbergerschen Reform. Eine Zusammenveranlagung führte nun zu finanziellen Nachteilen für Ehepaare, in denen beide Ehepartner berufstätig waren. Die progressive Einkommensteuer hatte zur Folge, dass ihr gemeinsames Einkommen einem höheren Steuersatz unterlag als bei einer Individualbesteuerung.
Das BVG entschied am 7. Januar 1957, daß die bestehen Bestuerung unegrecht ist und so wurde 1958 Splitting eingeführt.

@9:49 von andererseits

Da haben Sie was nicht richtig verstanden.
Beim Splitting geht es darum, dass Familien INSGESAMT mehr Netto vom Brutto bleibt. Es profitieren also sowohl Ehemann als auch Ehefrau. Wer es abschaffen will, macht also Politik GEGEN Familien. Im Hintergrund geht es den Linken und Grünen m.E. aber eigentlich um eine Steuererhöhung,

Alle anderen Meinungen laufen darauf hinaus das in der Ehe das gegenseitige füreinander Aufkommen abgeschafft wird und die Allgemeinheit für die Partner ohne Einkommen aufkommen müssen "Gleichheits-Paragraph".

Warum wird eigentlich überhaupt an der Ehe festgehalten?

Also dass zwei Personen sich "für immer/bis ans Lebensende" binden lassen.
Absolute und bedingungslose Liebe muss doch nicht durch so eine Zeremonie besiegelt werden, warum will man(Frau) aller Welt durch eine pompöse Feier unbedingt seine/ihre Gefühle präsentieren?
Nur aus traditionellen Gründen (Religion)?
Oder aus reiner Jahrhunderte alter Gewohnheit, oder aus (ethisch bedenkenloser) Angst, es zum ersten Mal weltweit anders zu machen? (so wie das Ausleben von Freikörperkultur in der Öffentlichkeit z.B.)
Das bisherige finanzielle Problem jedenfalls wäre sofort gelöst, würden Personen (zwei oder mehr, Mann und Frau, Transsex. und andere ... wie auch immer) in sogenannter wilder Ehe zusammenleben.

Ideologie

Geht es um„Gerechtigkeit“ oder um ideologische Ansätze? Plausible Argumente gegen das Ehegattensplitting oder gar Alternativvorschläge, die die steuerliche Förderung der Familie sicherstellen, habe ich nicht lesen können. Geht es nicht doch eher um eine andere Gesellschaftsform, die man uns verordnen möchte, in der die klassische Familie keinen Platz haben soll?

Am 13. Mai 2020 um 11:29 von schneegans

"Längst nicht alle Ehen verlaufen ewig positiv."
#
#
Es gibt den Versorgungsausgleich bei einer Scheidung.

Nur für zukünftige Ehen

Man kann doch nicht allen Ernstes das Ehegattensplitting für die bestehenden Familien abschaffen, die auf dieser Grundlage ihre Zukunft geplant bzw. aufgebaut haben!
Wenn überhaupt abschaffen, dann für alle geschlossenen Ehen ab dem Jahr 2021.

Ehegatten-Splitting ist Vorteil

Es muß unbedingt getrennt werden:
Der Splitting-Vorteil besteht immer dann, wenn nicht
beide Ehegatten im 42% (oder beide gar im Reichensteuer-
Bereich von 45%) verdienen. Das liegt daran, dass beide
Einkommen addiert, anschließend halbiert werden und dann
der niedrigere Progessionssatz auf beide angewendet wird. Dadurch zahlt der weniger verdienende Partner nach Ablauf des Jahres zwar etwas mehr, der mehr veridenende Partner jedoch deutlich weniger Einkommensteuer. Das hilft den Eheleuten. Auch weil Sonderausgaben und anderes perfekt in die Ehegatten-Steuer hineinpaßt.
Ein GANZ ANDERES Thema sind die Steuerklassen: Zurecht wird im Artikel auf mögliche Nachteile hingewiesen.
Ich finde, dass Ehegatten-Splitting paßt zur Lebens- und Erwerbsgemeinschaft sehr gut und muss bleiben. Da Eheleute auch die Steuerklassen IV/IV wählen dürfen und eben nicht nur wie im Artikel suggeriert nur III/V zu Lasten der Frauen, (oder gleich V/III) läßt sich vieles vermeiden.
Bitte den Vorteil erhalten!!!

Von diversen Kommentatoren wird das beides angeführt. Das mit dem gemeinsamen Vermögen ist bei einigen Paaren so, aber eben nur bei Gütergemeinschaft. Die Geschichte mit den Beiträgen vom Brutto gilt bei angestellten Personen, nicht bei selbständigen und auch nicht für andere Vorsorgeformen und Vermögensaufbau. Steht im Artikel.
Die Marginalisierung des geringeren Einkommens führt dazu, dass ich beispielsweise eine Reihe Frauen kenne, die bei Familiengründung in Teilzeit gegangen sind. Kind braucht Mutter, marginalisiertes Einkommen ist eher verzichtbar. Zudem ist dann bei höheren Stunden der Betreuungsaufwand größer als der Einkommensgewinn. So werden Ehefrauen in die Altersarmut gedrängt.
Die Umgestaltung des Steuerrechts von Hochzeitsgeschenk auf Familienunterstützung ist dringend geboten.

@12:02 von Nettie

Liebe Nettie,

reine Ansichtssache.

In meinem Umfeld sind viele Frauen die bei gleicher Tätigkeit wesentlich mehr bekommen als ich, WEIL sie für das Unternehmen arbeiten das mich als ING Dienstleister beschäftigt.....

Und es ist denen von meiner Seite herzlichst gegönnt.

Hier in Köln sagt man "du must auch gönnen können".

Und ich kann das;-)

Einfach abschaffen...

… und Individualbesteuerung einführen.
Insbesondere das Argument des gegenseitigen Einstehens und des Unterhalts ist mit den Hartz-Reformen und der Definition der Bedarfsgemeinschaft ad absurdum geführt worden, da hier auch nicht-eheliches Zusammenwohnen zu einem zwanghaften "Einstehen" führen.

@wenigfahrer

Die Frauen der Generation um 55 haben auch in hohem Maß mit Altersarmut zu kämpfen. Wenn Männer mehr Geld haben, haben Männer mehr Geld nicht zwingend deren Familien.
Das Sie überkommenen tradierten und patriarchalen Strukturen nachhängen beweisen Sie ja immer wieder. Das ist aber glücklicherweise die Vergangenheit. Kein Grund es nicht besser zu machen.

re misssugar

"Man kann doch nicht allen Ernstes das Ehegattensplitting für die bestehenden Familien abschaffen, die auf dieser Grundlage ihre Zukunft geplant bzw. aufgebaut haben!"

Wieso denn Zukunft geplant bzw. aufgebaut? Die Steuerschuld bleibt ein- und dieselbe jedes Jahr.

der Artikel stellt es nicht korrekt dar:

1. es wird niemand gezwungen 3/5 zu wählen!
Daren sind immer beide beteiligt, der Mann und die Frau!
oder auch
der Mann und der Mann,
die Frau und die Frau,
auch werden Sozialbeiträge nicht vom Netto sondern vom Brutto berechnet, d.h. die Beiträge hängen nicht mit der Steuer sondern vom Gehalt ab, somit auch die Rentenbeiträge.
keinesfalls führt das zu Altersarmut! das ist falsch,
Das bei Kurzarbeit natürlich die Einkommen geringer sind liegt auf der Hand, für keine Arbeit gibts weniger Geld!
Besser als kein Geld wie in anderen Ländern!
Somit 2-3 Monate geringere Beiträge zur RV! auch für Männer,

@12:19 von MissSugar

"Wenn überhaupt abschaffen, dann für alle geschlossenen Ehen ab dem Jahr 2021."

Ehegattensplitting abgeschafft bedeutet auch im Gegenzug Abschaffung des gegenseitigen Aufkommens füreinander.

Das hieße dann Ehepartner ohne Einkommen werden von der Allgemeinheit Finanziert, Versichert usw. als wenn diese alleinstehend wären.

Der Staat kann nicht das eine Abschaffen und verlangen das das Andere bestehen bleibt.

Nur Kinder hätten dann noch Anspruch auf Unterhalt.

Oder der Gleichheits-Paragraph muss auch wech!!!

@Tarek 11:55 ... kann ich Ihnen erklären.

Die Lohnersatzleistung ist vom Netto gerechnet und in der Bezugszeit das Bruttoeinkommen. Bei Lohnersatzzahlungen ist also die Bezugsgröße für Beiträge das frühere Netto. Kapiert?
Nun raten Sie mal wer üblicherweise in Elternzeit ist und Ersatzleistung erhält? Oder wurden Sie von Ihrem Vater gestillt?

eindeutig falsch

"Wieso denn Zukunft geplant bzw. aufgebaut? Die Steuerschuld bleibt ein- und dieselbe jedes Jahr."

Eindeutig falsch. Die Steuerklassenwahl ändert nicht die Steuerschuld, Ehegattensplitting aber wohl.

@12:36 von karwandler

"Wieso denn Zukunft geplant bzw. aufgebaut? Die Steuerschuld bleibt ein- und dieselbe jedes Jahr."

Neeeeiiien,

Das Splitting bezieht sich auf das Splitten des Einkommens auf 2 Personen in der Ehe.

Fällt das weck, z.B. bei Familien wo nur einer verdient, oder der eine viel, der andere wenig...
Also kein Ausgleich und im Fall wo einer Garnichts verdient, muss die Allgemeinheit für betretenden aufkommen....

Wer will das?

Einfach zu behaupten, dass das Splitting Männer begünstigt, ist kein sauberer Journalismus. In allen Fällen die ich kenne, verringert es die Steuerlast der Familie, und das steht dementsprechend mehr Geld für Wohnen, Essen usw. Verfügung.

12:13 von WM-Kasparov-Fan

>>Das bisherige finanzielle Problem jedenfalls wäre sofort gelöst, würden Personen (zwei oder mehr, Mann und Frau, Transsex. und andere ... wie auch immer) in sogenannter wilder Ehe zusammenleben.<<

Wo sehen Sie ein Problem? Das kann doch jeder halten wie er oder sie will.

re ak47

"Insbesondere das Argument des gegenseitigen Einstehens und des Unterhalts ist mit den Hartz-Reformen und der Definition der Bedarfsgemeinschaft ad absurdum geführt worden, da hier auch nicht-eheliches Zusammenwohnen zu einem zwanghaften "Einstehen" führen."

Da ist gar nix ad absurdum geführt, weil die rechtliche Stellung der Ehe nicht verändert wird. Die "Bedarfsgemeinschaft" ist nur ein zusätzliches Konstrukt der Sozialhilfe.

RE: und weiter um 11:47

***Es gibt viele gründe, keine kinder zu haben
Manche teilnehmer hier haben offensichtlich die einstellung, man müsse kinderlose menschen bestrafen.***

Womöglich steht einigen Mitforisten der Schutz der Kinder (die vornehmlich zu Gründung einer Familie gehören) im Sinn, als steuerlich Vorteile für Ehepartner. Die profitieren finanziell ohnehin schon an der gemeinsamen Haushaltsführung.

Gruß Hador

Am 13. Mai 2020 um 12:17 von tagesschlau2012

Zitat: Es gibt den Versorgungsausgleich bei einer Scheidung.

Der Versorgungsausgleich bezieht sich nur auf den Ausgleich von Rentenanwartschaften, die währen der Ehe begründet wurden.

Ich kann nicht erkennen, dass schneegans (Am 13. Mai 2020 um 11:29 von schneegans ) in seinem Posting darauf rekurriert hat.

@JUKUK 12.09

Danke für Ihre völlig richtige Erklärung! Es wäre eine unzulässige Benachteiligung von Verheirateten. Aber auch hier ist es bei Einigen so wie immer: keine Ahnung, aber viel Meinung;-)

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