Kommentare

Ursachen

Die Sanktionspolitik einiger Staaten hat aber damit nichts zu tun-oder?

Das Risiko der Globalisierung

Alles im Leben hat vor und Nachteile. Jetzt fangen wir an die Risiken der Globalisierung zu spüren. Bei den einen ist es eher erkennbar, bei den anderen wird es auch noch kommen.

In Venezuela vergammeln die Lebensmittel für den Export, der Import von Lebensmitteln ist teuer geworden. Warum ist der Markt so ausgestaltet, das die eigenen Lebensmittel nicht auf dem eigenen Markt abgesetzt werden können?

Vor 20 Jahre gab es (importierte) Apfelsinen in Deutschland nur im Winter. Mir hat das vollkommen gereicht. Dafür gab es Erdbeeren deutscher Bauern nur im Mai / Juni. Auch das hat mir vollkommen gereicht. Dadurch wurde es dann auch etwas Besonderes. UND es gab keine Abhängigkeit.

Unser Problem hier ist das Luxusproblem, dass wir nicht mehr so viele Autos exportieren können. Auch da muss man einfach mal feststellen, dass der Markt vielleicht einfach gesättigt ist. Angebot und Nachfrage... hat nichts mit Corona zu tun. Hier werden Globalisierungsproblem hinter dem Corona-Virus versteckt.

Und wie reagiert der "Selbsternannte"?

Zur Wahrheit gehört aber auch, das Venezuela durch die Sanktionen arg in Mitleidenschaft geraten ist. Und das Schlimmste daran ist, das auf der Sanktionsliste auch Medikamente stehen und das in Coronazeiten.

https://de.m.wikipedia.org/wi

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Sozialismus_des_21._Jahrhunderts

Der gelebte Sozialismus des 21. Jahrhunderts in Venezuela. Ein Traum wird wahr für alle Bürger.
Armut, Hunger, Gewalt und Not...
Das möge sich jeder vor Augen führen, der den Sozialismus live erleben möchte...

Failed states

Wie alle Diktaturen ist auch Venezuela ein failed State.Ich bin so froh hier in Deutschland zu leben.Das Regierungssystem hier ist das Beste der Welt,Dank Gewaltenteilung und des Föderalismuses.Alle Länder mit Zentralregierungen sind failed states und werden in Zukunft vor sich dahinvegetieren mit unglaublichen Repressionsmethoden.Bis zum Tag Ihres Zerfalls.

Kein Benzin mehr im Ölstaat ....

Das Leiden der Staaten, die sich als Rohstoffreich verstehen und Ihre Entwicklung auf Sand, Öl oder Tourismus bauen - aber was können wir tun? Auch mit Autos oder Panzern könnt es irgend wann Essig werden, man soll sich nie zu sicher sein.

So ist das

“"Die Verschärfung der Sanktionen durch die USA führt dazu, dass PDVSA direkt in die Arme Russlands getrieben wird", meint Álvarez.“

Das ist nicht nur bei Venezuela so.
Wenn mir das Wasser bis zum Hals steht, unabhängig von den Gründen, und mir dann zusätzlich noch die Luftzufuhr abgedrückt wird, dann klammere ich mich an die Hand die mir hingehalten wird. Zunächst ist egal, von wem die kommt und was ich dafür später bezahlen muss.

Was haben die Sanktionen und noch deren Verschärfung gebracht? Wie überall: die Regierungen die “unserer“ Meinung nach weg sollen, sind immer noch da. Ausbaden muss die “Strafaktionen“ das normale Volk. Egal ob Venezuela, Iran oder andere, wo hat sich was zum Besseren geändert?

Wo ist eigentlich der selbsternannte und von westlichen Ländern umgehend anerkannte Interimspräsident abgeblieben? Fehlt ihm die Schutzmaske für Besuche beim kleinen Bürger?

@Reginald

Auch China ist eine Diktatur und weit davon entfernt zusammenzubrechen!
Ganz im Gegensatz dazu baut China sogar im Moment seinen Einfluss z. B. in Italien durch Hilfslieferungen weiter aus, während Deutschland dort durch seine unsinnige Europapolitik zurecht immer unbeliebter wird!

Venezuela

Es sind die amerkanischen Sanktionen und natürlich auch der niedrige Ölpreis der wirkt. Der niedrige Preis erklärt nicht den Benzinmangel Öl haben sie genug und raffinieren können sie sicher auch. Die USA treibt die altbekannte Vorhofspolitik. Das es ihnen nicht um die Menschen geht, ähnlich im Iran zeigt die Sanktionen zum Beispiel bei Medikamenten. Die Bürger sollen die Regierung beseitigen, ähnlich im Iran bis eine amerikafreundliche, - hörige Regierung installiert ist.
Wir sind mit dabei, was würde zum Beispiel passieren würde Europa HUMANITÄRE Hilfe leisten? Es ist doch sonst der große Orden den man auf der Brust trägt.

07:32 von Reginald

"Wie alle Diktaturen ist auch Venezuela ein failed State."

Venezuela ist das beste Beispiel dafür, dass es immer falsch ist, verschiedene Länder über einen Kamm zu scheren. Denn Venezuela widersetzt sich jeder Einordnung. Es ist weder klassische Diktatur noch freiheitliche Nation. Es ist weder Schwellenland noch Dritte-Welt-Staat. Es passt in kein Schema, in keine Schublade.

Am ehesten kann man es wohl mit einem gescheiterten Lotto-Millionär vergleichen, der wenige Jahre nach dem großen Gewinn schon pleite ist.

Und die USA haben durchaus zum heutigen Elend in Venezuela beigetragen.
_

Ärmsten der Armen

Die Krise in Venezuela und in vielen anderen sanktionierten Staaten hat weder hier mit Sozialismus noch im Iran mit der religiösen Ausrichtung etwas zu tun, sondern einfach damit, dass diese Regierungen sich nicht den US-Interessen unterordnen wollen. In einem solchen Fall verhängen die USA Sanktionen nebst Nötigung ihrer Gefolgsstaaten (wie der EU) auch solche zu verhängen. Die dadurch entstehende Unzufriedenheit in den Ländern wird immer durch weitere Sanktionen vermehrt. Ziel dieser Politik ist der Regimewechsel auf dem Rücken der Ärmsten der Armen, um ein us-genehmes Regime zu instalieren. Dazu kommen in den Weltmedien die Berichte über die leidende Bevölkerung um die Stimmung gegen die bestehenen Regierungen zu erhöhen. Wenn das alles nicht funktioniert, ist auch ein militärisches Eingreifen nicht mehr ausgeschlossen, um die Bevölkerung von ihren gewählten Regierungen zu "erlösen".

wer hier wieder mal

besonders schlau sein will und dem "bösen sozialismus" die schuld an der lage zuschustert, beweist nur, dass er nichts verstanden hat. Venezuela geht es im moment
nicht so dreckig, weil der sozialismus versagt hat, sondern weil es einigen anderen nationen, allen voran die USA, nicht passt. unter Maduros vorgänger war die venezolanische version des sozialismus nämlich recht erfolgreich (wenn auch weit entfernt von perfekt). erst die einflussnahme der USA, ihre unsäglichen sanktionen, haben aus Venezuela massgeblich das gemacht, was es heute ist.

westliche reporter würden gut daran tun nicht nur bilder der armen bevölkerung zu zeigen und uns zu "informieren", wie korrupt und verantwortungslos die regierung ist, sondern vor allem die ursache der misere mal in den mittelpunkt zu stellen: die USA und ihre sanktionen!

@Martin Blank

Da muss ich Ihnen widersprechen.Venezuela ist das beste Beispiel für ein failed States.Es zeigt exemplarisch wie ein eigentlich reiches Land durch eine zentralistische Regierungsform Arm und immer ärmer gemacht wurde.Zentralismus bedeutet nunmal dass sich irgendwann Vetternwirtschaft und Korruption ins Regierungssystem einschleicht.Dann werden halt nicht mehr die Interessen der Bevölkerung bedient sondern nur noch eigene.Das ist weltweit zu beobachten.Aber glauben Sie mir,wenn alle anderen Staaten am Ende sind wird die BRD immer noch auf den Beinen stehen.

... und nicht vergessen

... Milch kostet 500 mal soviel wie Benzin zu erwähnen!

Naja, vielleicht sollte man mal erwähnen was der staatlich festgelegte Benzinpreis ist, vor einigen Wochen hab ich mal gehört so 3 cent pro Liter!

@skydiver-sr - Ursachen Sanktionspolitik einiger Staaten

Nein, absolut nicht
Die Strafbesteuerung auf nicht US Öl hat damit nichts zu tun, so wie die vor der Küste liegenden Marine Einheiten :-)

Zumindest twittert dort ein Präsident nicht,das es ""gute Menschen"" sind,
die bewaffnet die Parlamente so wie in Michigan stürmen.

08:27, der.andere

>>
Die Krise in Venezuela und in vielen anderen sanktionierten Staaten hat weder hier mit Sozialismus noch im Iran mit der religiösen Ausrichtung etwas zu tun, sondern einfach damit, dass diese Regierungen sich nicht den US-Interessen unterordnen wollen.<<

Sie meinen, wenn es die US-Sanktionen nicht gäbe, dann wäre Venezuela ein blühendes Land?

Manchmal lohnt es sich, sich mit der Geschichte eines Landes zu beschäftigen. Das kann zu ganz überraschenden Erkenntnissen führen.

@skydiver, 07.21h

Nein, hat es nicht.
Es ist das überlegene System, das noch nie und nirgendwo funktioniert hat.

@der.andere

Definitiv hat die Lage in Venezuela und Iran mit der Regierungsform zu tun. Sozialismus, Kommunismus und auch Islam fördern geradezu eine Diktatur, bei der Andersdenkende unterdrückt und die herrschende Klasse sich in der Realität auf Kosten der einfachen Bevölkerung bereichert.
Dies kann man statistisch relevant aktuell und in der jüngeren Geschichte überprüfen. Da hilft auch kein Amerika Basching, um von den Tatsachen abzulenken.

@berelsbub um 7:31 Uhr

"Armut, Hunger, Gewalt und Not...
Das möge sich jeder vor Augen führen, der den Sozialismus live erleben möchte..."

Prosaische alte Kalte-Kriegs-Propaganda von berelsbub.

Ich wollte den Sozialismus nicht live erleben, wurde jedoch in ihn 17 Jahre lang hineingeboren, und an allen vier von Ihnen beschriebenen Zuständen musste ich nicht leiden - wie viele der 17 Millionen Bürger auch nicht. Nur Freiheit und Demokratie waren ungenügend, dafür braucht es jedoch nicht den Kapitalismus.

Sozialismus sieht anders aus

Keinem Land war es möglich, noch ist es möglich, einen Sozialismus zu erschaffen.
Solange die USA den Machthebel der Welt in der Hand halten und entscheiden, wer sanktioniert wird, sind das alles Utopien.
Marx hatte schon Recht, entweder Übergang aller Länder zum Sozialismus oder nie.
Der kapitalistische Staat Venezuela wollte all seinen Bürgern günstige Bedingungen schaffen.
Dieser Traum ist aus und vorbei.
Den Reichen geht es nach wie vor glänzend.
Es erstaunt eigentlich, das sich die Regierung noch hält.
Aber auch diese Zeit ist abgelaufen.

08:37, suomalainen

>> Venezuela geht es im moment
nicht so dreckig, weil der sozialismus versagt hat, sondern weil es einigen anderen nationen, allen voran die USA, nicht passt.<<

Weder noch.

>>unter Maduros vorgänger war die venezolanische version des sozialismus nämlich recht erfolgreich (wenn auch weit entfernt von perfekt).<<

Sehr, sehr weit entfernt von perfekt.

>>erst die einflussnahme der USA, ihre unsäglichen sanktionen, haben aus Venezuela massgeblich das gemacht, was es heute ist.<<

Die USA waren immer Venezuelas wichtigster Kunde. Das sollte man bei der Betrachtung des Problems nicht vergessen.

Natürlich ist die Verschärfung der Sanktionen unter Mr. Antiestablishment, the Donald, alles andere als hilfreich. Trotzdem ist der Löwenanteil der Probleme des Landes definitiv hausgemacht. Ich weiß nicht, ob Sie Venezolaner, die in Europa im Exil leben, kennen. Ich schon. Eine ist die Gattin eines Freundes. Sie und ihre Freunde sind keine USA-Freunde, aber an Maduro lassen sie kein gutes Haar.

@ 07:31 berelsbub

Der derzeitige Zerfall des Ölpreises ist Ergebnis von "Sozialismus"? Interessante Sichtweise.
Und: Haben Sie gelesen, welche Rolle die verschärften US-Sanktionen derzeit spielen? Vielleicht sollten einige ihre holzschnittartigen Feindbilder aus der Vergangenheit doch mal neu auf ihre argumentative Kraft prüfen.
Klar ist: Maduros Regime hat diktatorische korrupte Züge, seine Entscheidungen sind hanebüchen - letztes Beispiel dafür ist die Ernennung Tareck El Aissamis zum Erdölminister.
Aber: die Corona-Pandemie traf (nicht nur) in Venezuela ein Land, dessen Gesundheits- wie Wirtschaftssystem schon vorher marode war, mit einer dramatischen Wucht.

Gute Imperialisten, böse Imperialisten

Wie dutzende andere mörderische Diktatoren des vergangenen Jahrhunderts treibt Maduro weiter sein Spiel, die Bevölkerung auszuhungern und sich und seinen Mafiafreunden in hohen Regierungs- und Militärpositionen die Taschen zu füllen. Dass massenhaft Leute in Gefängnissen umkommen, schert ihn nicht, das geht schon jahrelang so. Dass Sanktionen das Land in die Arme von Russland und China treiben ist ein Totschlagargument. Diese beiden imperialistischen Mächte haben das Land schon lange okönomisch im Griff. Dass dann der öffentlich-rechtliche Rundfunk auch irgendwann beginnt, die Schuldzuweisungen an die imperialistischen USA wiederzukäuen, ist einkalkuliert. Trotzdem wird Nicolás Maduro und Cilia Flores irgendwann das Schicksal von Nicolae and Elena Ceaușescu ereilen. Die Frage ist nur wann.

Wie moralisch ist es, für die

Wie moralisch ist es, für die EU zuzuschauen, während die USA Nicaragua die Luft zum Atmen zuschnürt mit Sanktionen, nur weil es gewagt hat seine Ölindustrie zu verstaatlichen.

Chavez und Maduro haben

Chavez und Maduro haben Venezuela in Grund und Boden gewirtschaftet. Die Sanktionen haben auch damit zu tun, dass Maduro die Demokratie abgeschafft hat, indem er das Parlament verfassungswidrig entmachtet hat. Vielleicht wäre es gut, wenn er diese Maßnahme zurücknehmen würde. Allerdings wollen das die Mächte nicht, die ihn an der Macht halten. Und deren Hilfe für die Menschen hält sich auch in engen Grenzen.

@berelsbub, DerVaihinger

Das ist das Schreckliche an Regimen wie dem in Venezuela: Daß sie ideologischen Gegnern des Sozialismus eine Steilvorlage liefern, während den Verteidigern desselben nichts anderes einfällt, als die USA dafür verantwortlich zu machen, daß dort nichts funktioniert.

Beides geht völlig am Thema vorbei.

Denn das Regime in Venezuela hat mit Sozialismus so viel zu tun wie die Kuh mit Tschaikowsky, und die katastrophale Lage im Lande ist zu 90% hausgemacht. Inkompetenz und Vetternwirtschaft. Das funktionierte so lange, wie der Ölpreis hoch war, und man hat sich darauf verlassen, daß das immer so bleiben würde. Aber nun sind die USA, was Öl betrifft, autark, und Russland ist selbst der weltweit zweitgrößte Ölexporteur und sieht deswegen keinerlei Veranlassung, venezolanisches Öl zu kaufen. Freundschaft ist eine Sache, Geschäft eine andere.

@Raginald

Reginald
"Die BRD wird immer noch auf den Beinen stehen"
Nein ich glaube Ihnen nicht. Die Aussage, hier wäre alles gut, es gebe keine Vetterwirtschaft keine Korruption ist geradezu kindisch.
Würden wir ähnlichen Sanktionen unseres großen Freundes unterzogen würden hier ganz schnell die Lichter ausgehen, das verspreche ich ihnen.
Es ist da schon leichter den großen Tanz mit zu tanzen und auf die anderen herabzublicken.

Keine Sanktionen

@ skydiver-sr:
Ursachen. Die Sanktionspolitik einiger Staaten hat aber damit nichts zu tun-oder?

Nein. Venezuela hat noch nie Öl aus den USA importiert, es gibt es in Venezuela ja selbst genug Öl. Die Sozialisten haben mit ihrer Misswirtschaft leider die Ölindustrie an die Wand gefahren. Außerdem die Papierindustrie (kein Klopapier) und die Pharmaindustrie (keine Medikamente).

@berelsbub um 07:31Uhr

Wetten, daß es nicht lange dauern wird, daß wieder die alte Platte aufgelegt und gepredigt wird, daß die Idee des Sozialismus nur wieder mal falsch verstanden wurde? Alle Ideologen des Sozialismus oder Kommunismus wollen nicht wahr haben, daß der Mensch die Gleichheit aller Menschen nicht zum Ziel hat. An diesem Punkt scheitern diese Ideen immer wieder bzw. werden punktuell nur mit Gewalt realisiert, und das sehr oberflächlich. Man will nicht akzeptieren, daß nicht alle Menschen die gleiche Intelligenz oder z,B. das gleiche Talent zurm Klavierspiel haben. Darin unterscheiden sich folglich die materiellen Ansprüche und werden auch leider manchmal übertrieben. In Venezuela hat man den Beweis, daß sowohl Chavez, als auch Maduro fast nicht verstanden haben.

09:20, Soldat in schwarz

>>Es erstaunt eigentlich, das sich die Regierung noch hält.<<

Der Grund dafür sind paradoxerweise die US-Sanktionen. Die USA werden im Land aus nachvollziehbaren Gründen als Feind wahrgenommen, was das Regime stärkt. Und Guaidó hat sich mit seiner offensichtlichen Anbiederung an Trump und Bolsonaro völlig unmöglich gemacht.

Die Menschen stürzen ihre Regierung nicht, sondern flüchten zu Millionen ins Ausland. Die mir bekannten Exilvenezolaner sehen keinerlei Hoffnung für ihr Land und erkennen auch niemanden, der es aus der Misere führen könnte.

Selbsternannt, hausgemacht

@ KarlderKühne:
Und das Schlimmste daran ist, das auf der Sanktionsliste auch Medikamente stehen und das in Coronazeiten.

Nein, das ist eine Fake-Nachricht. Es bestehen definitiv keine Sanktionen gegen Medikamente. Die nötigen Medikamente könnten in Venezuela problemlos hergestellt werden, hätte man nicht die Pharmaindustrie verstaatlicht. Vom Selbsternannten Führer Maduro.

09:30, Babaspirit

>>Wie moralisch ist es, für die EU zuzuschauen, während die USA Nicaragua die Luft zum Atmen zuschnürt mit Sanktionen, nur weil es gewagt hat seine Ölindustrie zu verstaatlichen.<<

Wie kommen Sie jetzt auf Nicaragua und seine neoliberale Regierung?

Nicaragua ist kein Ölland, der norwegische Ölkonzern Statoil sucht dort allerdings welches. Der ist staatlich. Meinen Sie das mit "Ölindustrie verstaatlicht"?

@ BaresfürRas

Aber Hauptsache wir haben billigen Sprit.

Venezuela könnte mit etwas weniger Misswirtschaft und Korruption auch billigen Sprit haben.

Am 02. Mai 2020 um 07:25 von cari

" Unser Problem hier ist das Luxusproblem, dass wir nicht mehr so viele Autos exportieren können. "

Wie kommen Sie auf diesen Satz ?, Wahrheit sieht etwas anders aus.

" Umsatz der Volkswagen AG bis 2019
Veröffentlicht von Andreas Ahlswede, 17.03.2020
Weiterer Umsatzrekord der Volkswagen AG – der Wolfsburger Autokonzern erwirtschaftete mit rund 253 Milliarden Euro im Jahr 2019 den höchsten Umsatz in der Konzerngeschichte. Schon in den vergangenen Jahren konnte VW stetig steigende Umsätze verbuchen. Zum Volkswagen Konzern gehören neben der Kernmarke Volkswagen Pkw auch die Marken Audi, Bentley, Bugatti, Lamborghini, MAN, Porsche, Scania, Seat, Škoda und Volkswagen Nutzfahrzeuge.

Nicht der Sozialismus

Es ist nicht der Sozialismus der Schuld an dieser unglaublichen Krise hat, sondern vielmehr die Korruption und Vetternwirtschaft der Machthaber die das Land in den Ruin getrieben haben und auch weiter treiben. Verschärfend kommt noch die menschenverachtende Sanktionspolitik eines größenwahnsinnigen Präsidenten Namens Trump wie auch die maßlose Geldgier einiger Großkonzerne hinzu. Corona hin oder her, in absehbarer Zeit wird es wohl zu blutigen Auseinandersetzungen kommen und sich ein vernünftiger Sozialismus in eine kommunistische Diktatur wandeln. So jedenfalls meine Befürchtung.

Sanktionen, nicht Corona

Die Überschrift "Coronakrise in Venezuela - Dem Ölstaat geht der Sprit aus" wird im darunter stehenden interessanten Bericht korrigiert: nicht Corona ist am Benzinmangel Venezuelas schuld, sondern die maroden Raffinerien.

Staatliche Misswirtschaft und US-Sanktionen also setzen der Wirtschaft und den Menschen zu.

Was US-Sanktionen - die Vorstufe zu einem Krieg - bedeuten, spüren wir selbst gerade bei den Sanktionen gegen unser Projekt Nord Stream 2: Es wird auf den letzten Metern zum Scheitern gebracht. Ein immenser wirtschaftlicher wie politischer Schaden, eine Raubritter-Story wie aus dem Buche.

Hier wiederum hat Corona einen Effekt: Es sorgt dafür, dass diese Katastrophe nahezu außerhalb unserer Wahrnehmung bleibt.

Venezuela: Ergebnis des Kapitalismus!

@07:31 von berelsbub
Der "Sozialismus" seit Hugo Chavez hat der Durchschnittsbevölkerung Brot und einen erheblichen Anstieg des Lebensniveaus gebracht.
Sein "Fehler" war es offensichtlich, dass er die "Kapitalisten" nicht enteignet hat.
Das haben sie ihm bald in einem - wegen der Volksmassen gescheiterten - Putsch heimgezahlt.
Und Guaidó setzt wieder genau auf diese Kreise und wird wieder (?) von den USA unterstützt.
Was macht er gerade mit den widerrechtlich beschlagnahmten Milliarden?

@KarlderKühne, 07:28

„Und wie reagiert der "Selbsternannte"?“

Dem ist das Schicksal „seiner“ Bevölkerung natürlich egal. Seine Sorge gilt - wie übrigens allen autoritären Herrschern dieser Welt - einzig und allein seiner Macht über sie.

„Zur Wahrheit gehört aber auch, das Venezuela durch die Sanktionen arg in Mitleidenschaft geraten ist. Und das Schlimmste daran ist, das auf der Sanktionsliste auch Medikamente stehen und das in Coronazeiten“

Und das Allerschlimmste ist, dass überhaupt jemand die Macht hat, ganze Bevölkerungen zu „sanktionieren“ und zu drangsalieren.

Rückkehr zur Demokratie

@ Babaspirit:
Wie moralisch ist es, für die EU zuzuschauen, während ...

Die EU hat schon mehrfach ein Ende des Sozialismus, ein Ende der Misswirtschaft und eine Rückkehr zu Demokratie und Marktwirtschaft gefordert. Der EU einen Vorwurf zu machen wäre geradezu grotesk.

@ smirker

Ganz im Gegensatz dazu baut China sogar im Moment seinen Einfluss z. B. in Italien durch Hilfslieferungen weiter aus ...

China hat aber zuvor das Virus nach Italien gelangen lassen. Das Virus hat seinen Ursprung in China. Das sollte hier in Europa niemand vergessen.

Guaidó kommt aus einer Splitterpartei. War bei 80% unbekannt.

@09:30 von Freebooter
Zu den Präsidentenwahlen ist er gar nicht angetreten.
Der bestplatzierte Oppositionskandidat bekam ca. 21%.
– 3 Abgeordnete des Parlaments sollten sich wegen Wahlunregelmäßigkeiten einer Neuwahl stellen. Das wurde vom Obersten Gericht angeordnet.

Guaidó hat sich - bekanntlich - selbst ernannt, gegen die Verfassung. Selbst wenn man diesen Putsch - in meinen Augen - anerkennt, hätte er innerhalb von 90 Tagen eine neue Präsidentenwahl organisieren müssen.
Dann ist er auch noch vom Parlament als Parlamentspräsident abgewählt worden...

Nur ein Rückschlag

Am Ende wird der Sozialismus siegen. Dass es zwischendurch mal einen Rückschlag gegeben hat wird im globalhistorischen Kontext irgendwann keine Rolle mehr spielen.

Die USA sind nicht autark, was Öl betrifft

@09:33 von fathaland slim
Sie können ihr Fracking-Öl im eigenen Land kaum verarbeiten.
Deshalb sind sie nach wie vor auf Import angewiesen. Und da auch auf das Öl Venezuelas.
Dass die eigene Frackingindustrie seit einiger Zeit nur Schulden produziert, und deshalb - ganz "marktwirtschaftlich" darauf wartet, vom Staat gerettet zu werden, wird auch in den USA diskutiert.

Was den Weltmarktpreis betrifft: Vor kurzem gekam man sogar Geld, wenn man Öl abnehmen (zwischenlagern) konnte!!

@ fathaland slim

"Inkompetenz und Vetternwirtschaft." Am 02. Mai 2020 um 09:33 von fathaland slim

*

Dem kann ich mich nur anschließen.

Korruption ist die größte Seuche unserer Zeit und kostet die meisten Leben. Und das nicht nur in Venezuela.

Wenn man bedenkt, wie lange die Pyramiden stehen (an mehreren Orten auf der Welt) und wann sie gebaut wurden und dann sieht, dass in manchen Ländern nicht einmal zuverlässige Transportwege existieren, dann fehlen einem die Worte.

09:36, sosprach

>> Die Aussage, hier wäre alles gut, es gebe keine Vetterwirtschaft keine Korruption ist geradezu kindisch.
Würden wir ähnlichen Sanktionen unseres großen Freundes unterzogen würden hier ganz schnell die Lichter ausgehen, das verspreche ich ihnen.<<

Deutschland hat eine der stärksten Volkswirtschaften der Welt.

Die würde auch durch ähnliche Sanktionen unseres großen Freundes nicht zerstört.

Venezuela hat Öl, sonst nichts.

"voran geht!"

Aber auch die drohen wir zu verschlafen,
wie die Elektromobilität.
Das schrieb ich schon hier als es noch keinen Tesla gab.
Auch bei uns gibt es nämlich Inkompetenz und Vetternwirtschaft,
die letztlich dahintersteckt.

Nur bei uns gibt es halt noch so etwas
wie eine halbwegs funktionierende Gewaltenteilung,
die in solchen Zeiten wie diesen auch unter Beschuss gerät.

09:33 von fathaland slim

«Denn das Regime in Venezuela hat mit Sozialismus so viel zu tun wie die Kuh mit Tschaikowsky, und die katastrophale Lage im Lande ist zu 90% hausgemacht.»

Ich mag ergänzen, gerade im Hinblick auf die Versorgung mit Benzin im Land Venezuela selbst. Das ist ja der Fokus des Artikels.

Instandhaltung der Raffinerien im Land wird ja nicht erst seither vernachlässigt, seit unter Trump Sanktionen verschärft wurden. Als Hugo Chávez noch Präsident war, war ihm zumindest bewusst, wie exorbitant wichtig die erdöl-produzierende & -verarbeitende Industrie für das Land ist.

Das Benzin, das nun in Venezuela fehlt, fehlt ja nicht, weil der Staat keine Devisen hätte, um welches zu importieren. Es fehlt, weil man die Infrastruktur über viele Jahre hat vergammen lassen, in einem Segment der Grundversorgung, in dem Venezuela quasi autark sein könnte.

Und wenn es an Technologie zur Instandhaltung fehlen sollte … in Russland ist diese Technologie vorhanden … man wäre nicht auf die USA angewiesen …!

@ der andere

... ist auch ein militärisches Eingreifen nicht mehr ausgeschlossen, um die Bevölkerung von ihren gewählten Regierungen zu "erlösen".

Gewählt? Der Ex-Busfahrer Maduro hat die Macht von Hugo Chavez geerbt. Gewählt wurde er nicht.

Am 02. Mai 2020 um 09:20 von fathaland slim

" Die USA waren immer Venezuelas wichtigster Kunde. Das sollte man bei der Betrachtung des Problems nicht vergessen. "

Das Problem ist immer das selbe, so lange der Westen billig im Osten einkaufen kann, ist alles gut. Hat das geteilte Deutschland ja auch gezeigt, nur hatte der Osten Glück, das keine Sanktionen in dem Maße gab, außer die gegen den gesamten Ostblock.
Sonst wäre der Versuch etwas Sozialistisches einzuführen, schneller gescheitert, jede Form die es zur Zeit gibt, hat Vor und Nachteile, Reichtum für wenige, wird auch auf Dauer nicht klappen.

Ich würde die USA nicht unbedingt als Heilsbringer darstellen, ich weiß das es einige so sehen, aber die Sanktionen machen es jedenfalls nicht leichter.
Das die USA die Regierung weg haben möchte, kann man auch schlecht leugnen.
Hausgemachte Probleme hat mehr oder weniger so gut wie jedes Land auf der Welt, hängt auch etwas vom Blickwinkel ab.

Die Regierung von Venezuela ...

... sollte sich endlich mit den USA aussöhnen, statt nur künstlich außenpolitische Feindbilder aufzurüsten. Dann könnte sie sich endlich um die wirklichen Interessen und Bedürfnisse der eigenen Bevölkerung kümmern, wie die Versorgung mit Wasser, Lebensmitteln und Medikamenten, die Schaffung von Jobs und einer sozial und ökologisch nachhaltigen Marktwirtschaft.

Die Zukunft liegt nicht in der Konfrontation und ideologischen Aufrüstung, sondern in der friedlichen Koexistenz.

re suomolainen: Mittelpunkt?

>>westliche reporter würden gut daran tun nicht nur bilder der armen bevölkerung zu zeigen und uns zu "informieren", wie korrupt und verantwortungslos die regierung ist, sondern vor allem die ursache der misere mal in den mittelpunkt zu stellen: die USA und ihre sanktionen!<<

Als wenn das nicht längst passiert wäre! Wer verteidigt denn ausser den amerikanischen Rep-Politik- und Diplomatieverweigerern diese unsägliche und im Niveau absolut unterirdische amerikanische Politik. Wer hat denn die obamasche Öffnungspolitik regelrecht sabotiert? Doch nicht Europa, einzig allein die uS-Hardliner mit ihrer jetzigen Galionsfigur Trump an der Spitze!

Aber das dies die Hauptursache der disaströsen venezolanischen Politik ist - das glauben Sie doch nicht selber?

Und das Guaido zu einer negativen Identifikationsfigur geworden ist, ist auch -neben eigenen Fehlern - vor allem seiner plumpen Instrumentalisierung durch Trump & Co. zu verdanken. Jetzt ist er „verbrannt“ und damit viel Hoffnung!

Zu schwerfällig und zu ungeschickt

Venezuela vermarktet seine Bodenschätze zu ungeschickt, während die wahren Profiteure wie Saudi-Arabien, Iran und Russland Öl in den Weltmarkt pumpen, was das Zeug hält. So lange es noch geht, denn die Welt muss sehr zeitnah komplett weg vom Öl. Und dann sind Venezuelas Reserven wertlos. Marktwert Null.

Coronakrise in Venezuela:Kein Benzin mehr....

Der wissenschaftliche Dienst des Bundestages hat im Februar 2019 festgestellt,daß die Sperrung der venezulanischen Auslandskonten völkerrechtswidrig sei.Allein die USA sperrten PDVSA/Citgo-Konten im Wert von 7 Milliarden $.London hält venezulanisches Gold im Wert von 1,3 Milliarden $ zurück.Wie wäre die Situation,wenn daß nicht wäre ? Die USA weigern sich auch in der Coronakrise Sanktionen aufzuheben.Sie sind sich darin einig mit dem selbsternannten glücklosen Guiado,der aber kaum noch Anhänger auf die Straße bringt.

10:51 von The Corona Postings

«Gewählt? Der Ex-Busfahrer Maduro hat die Macht von Hugo Chavez geerbt. Gewählt wurde er nicht.»

Maduro wurde gewählt, obwohl er nicht der Wunschkandidat von Chávez gewesen wäre, wäre Chávez nicht verstorben, und hätte er einen Kandidaten seiner Wahl als Nachfolger "aufbauen" können.

Die 1. Wahl von Señor Maduro in 2013 kann man auch nicht mit Korruption / Vetternwirtschaft in Verbindung bringen, die grundlegend anders gewesen wäre, als man es auch bei den Wahlen von Señor Chávez hätte nennen können …

@karlheinzfaltermeier um 9:41 Uhr

"Man will nicht akzeptieren, daß nicht alle Menschen die gleiche Intelligenz oder z,B. das gleiche Talent zurm Klavierspiel haben."

Doch, völlige Gleichheit und damit absolute Gerechtigkeit ist möglich, wird nur von den Privilegierten unserer sehr ungleichen und ungerechten Gesellschaften verhindert.
Es gibt mehrere (neueste) Forschungen, Studien und wissenschaftliche Arbeiten, in denen Können nichts (fast gar nichts) mit Talent zu tun hat. gutes Klavier- und Schachspielen sind reine Übungssache. Je früher man beginnt und mit je mehr Herzblut und Liebe man trainiert, um so professioneller und besser wird man!
Weswegen jeder Mensch im Grunde alles kann und alle gleich sind.
Und damit wird die alte Platte von der Gleichheit - je mehr Zeit in der Menschheitsgeschichte vergeht - immer goldener, und die Vision wird in ferner Zukunft zur Realität werden.
Immer fortschrittlicher werdende künstliche Intelligenz beschleunigt den Gleichheitsprozess übrigens.

Venezuela kann gerade nicht exportieren

@ krittkritt:
Die USA sind nicht autark, was Öl betrifft

Die USA importieren im Moment aber kein Öl, auch nicht aus Venezuela, sie fördern die heimische Ölproduktion. Mal abgesehen davon, dass in der Ölindustrie in Venezuela fast alle Arbeiter entlassen sind und die Anlagen marode sind. Venezuela exportiert nicht nur nicht in die USA, sondern auch in kein anderes amerikanisches Land. Die Nachfrage wäre ja da.

Maduro hat die Wahlen gewonnen.

@10:51 von The Corona Postings
Das erste Mal eher knapp, das 2. Mal mit großer Mehrheit. Allerdings auch, weil sich Teile der Opposition - wohl mangels Erfolgsaussichten, siehe Guaidó - gar nicht erst zur Wahl stellten. Der bestplatzierte Oppositionskandidat bekam ca. 21%.

re suomalainen

"unter Maduros vorgänger war die venezolanische version des sozialismus nämlich recht erfolgreich"

Solange die Staatseinnahmen ausreichen, um die Menschen mit Wohltaten zu überschütten, ist es keine Kunst, einen "erfolgreichen Sozialismus" darzustellen.

So einen Sozialismus gibt es auch in Kuwait und Katar.

Jahrzehntelange Misswirtschaft

Wer jahrzehntelang nur auf Bodenschätze setzt und nicht das außergewöhnliche, aber irgendwann vorübergehende Glück nutzt, um seine Bürger hervorragend zu bilden, Infrastrukturen zu schaffen und zukunftsfähige Wirtschaftszweige aufzubauen, der hat als Staatsführung völlig versagt.

Norwegen hat seinen Ölreichtum sehr viel klüger genutzt. Und selbst die Saudis scheinen langsam die Kurve zu kriegen.

Natürlich haben die Amerikaner mit ihrem rücksichtslosen Kreuzzug gegen sozialistisch regierte Staaten einen Beitrag dazu geleistet, dass Venezuela nun im Chaos versinkt.
Aber ein reicher, von souveränen Bürgern bewohnter Staat hätte das locker aushalten müssen.

@ 09:15 Utopias

Ihr Weltbild scheint ja ziemlich klar zu sein, nicht nur in Bezug auf Venezuela, sondern gleich ganz generell. Eine Nachfrage: Gehört die Unterdrückung Andersdenkender, der Abbau von Meinungsfreiheit in Ungarn, Polen etc. Ihrer Einteilung nach zum System Kommunismus, Sozialismus oder Islam? Ich tu mich da noch schwer mit der klaren Zuordnung. Danke für Ihre Unterstützung.

Virus aus China

Das sozialistische Venezuela leidet besonders unter der Corona-Pandemie. Die Bevölkerung erfährt kaum staatliche Unterstützung und ist praktisch ungeschützt.
Kapitalistische Staaten wie Norwegen oder Deutschland kümmern sich viel besser um ihre Bürger und manövrieren mit einer klugen Politik durch die Krise.

Und das Virus stammt - Ironie der Geschichte - auch noch aus einem sozialistischen Land: China.

@ 09:41 von karlheinzfaltermeier

In Ihrem Menschen- und Weltbild ist es also klar, "daß der Mensch die Gleichheit aller Menschen nicht zum Ziel hat"? Aha.
Da fragt sich einerseits nach der guten alten kritischen Methode, welche Menschen diese Gleichheit nicht zum Ziel haben und welche sehrwohl - und aus welchen erkenntnisleitenden Interessen man solche Thesen aufstellt.
Und andererseits klingt das schon ganz anders, wenn man "Gleichheit" konkret macht: Chancengleichheit, Gleichheit im Zugang zu Bildung und gesellschaftlicher Teilhabe, Gleichheit der Menschenwürde, gleiche Rechte bzw. Gleichheit vor dem Gesetz - und schon ist man nicht mehr den mottenpulverbesetzten Allgemeinthesen, die Interessen verschleiern und pseudophilospphisch daherkommen, wo Konkretheit gefragt ist.

um 08:37 von suomalainen

unter Maduros vorgänger war die venezolanische version des sozialismus nämlich recht erfolgreich

Erinnerungsoptimismus der übelsten Sorte. Tatsächlich hat das Modell nur funktioniert, solange der Ölpreis deutlich stieg und selbst da funktionierte es immer schlechter.

Der Niedergang kam auch nicht durch US-Sanktionen, sondern durch Fehlplanung und Fehlmanagement. So wurde bei staatlich festgesetzten Preisen die Teuerungsrate ignoriert, was dazu führte, dass die Landwirtschaft die Produktion großteils einstellte. Zudem wurden immer mehr Dinge zu einen Festpreis subventioniert, die auf dem Weltmarkt immer teurer eingekauft werden mussten. Diese Kosten wurden eben anfangs durch den stark steigenden Ölpreis aufgefangen, später fing man an, die Wartung einzusparen und als Maduro übernommen hat, war die Karre eigentlich schon im Graben und kaputt, aber er führ eben unbeirrt bis gegen die Mauer weiter und liefert selbst jetzt weiter Durchhalteparolen.

09:56, The Corona Postings

>>Die EU hat schon mehrfach ein Ende des Sozialismus, ein Ende der Misswirtschaft und eine Rückkehr zu Demokratie und Marktwirtschaft gefordert.<<

Würden Sie bitte einen Beleg dafür posten?

Besonders würde mich ein Beleg für die Aussage interessieren, daß die EU ein Ende des Sozialismus gefordert hätte.

re 10:54 wenigfahrer: Osten und Westen

>>Das Problem ist immer das selbe, so lange der Westen billig im Osten einkaufen kann, ist alles gut. <<

Aus meiner Sicht ist das Problem „immer dasselbe“, so lange man noch in den Kategorien „Osten“ und „Westen“ denkt.

Den politischen „Westen“ gibt es spätestens seit dem Irakkrieg und der Politik Bush jun. mit Rumsfeld & Co. nicht mehr. Und den „Osten“ gibt es seit 30 Jahren nicht mehr und wird es trotz aller verzweifelten Anstrengungen Putins und einiger unverbesserlicher Nostalgiker auch nicht mehr geben.

Alles ist im Fluss, aber es hat sich bereits eine multipolare Welt herausgeschält mit den liberalen, kulturoffenen und auf ein permanentes Gleichgewicht der Kräfte bedachten Demokratien, den identitär orientierten Staaten wie Russland, den sich isolierenden USA und den technokratischen Aufsteigern wie Neuasien.

Operativer Aktionismus wie die moderne Sanktionitis - übrigens bei allen 4 Polen - spielen da eher eine untergeordnete und symbolische Bedeutung.

@fathaland slim, 09.33h

Eine beeindruckende und wohltuend sachliche Betrachtung.
Trotzdem ist mir kein Land bekannt, in welchem der Sozialismus, meinetwegen auch Kommunismus, funktioniert hätte.
Immer endeten diese Systeme in Armut, Mangel und Unterdrückung.
Daran #ändern auch ihre durchaus zutreffenden Einwände nichts.

09:41, karlheinzfaltermeier

Seltsam.

Immer, wenn es um Sozialismus geht, verabschieden Sie sich von jeglicher inhaltlicher Argumentation, fahren persönliche Angriffe und bestehen darauf, daß Leute wie Maduro Sozialisten seien.

Warum?

Ich kann nur spekulieren.

Aber wenn man die Idee des Sozialismus für dumm hält und den Sozialismus abgrundtief hasst, dann kommt ein unsympatischer Oligarch und Vetternwirtschaftler wie Maduro natürlich wie gerufen, um mittels seiner Person die Idee zu diskreditieren.

Ich kenne Ihre Haltung übrigens seit frühester Jugend. Vor etwa fünfzig Jahren waren es viele meiner Lehrer, die mich mit ihr konfrontierten.

Insofern sind Sie auf eine fast schon sympathische Art altmodisch.

10:27, schabernack @09:33 von fathaland slim

>>Das Benzin, das nun in Venezuela fehlt, fehlt ja nicht, weil der Staat keine Devisen hätte, um welches zu importieren. Es fehlt, weil man die Infrastruktur über viele Jahre hat vergammeln lassen, in einem Segment der Grundversorgung, in dem Venezuela quasi autark sein könnte.<<

Das wird von den Maduroverteidigern, die ihn in Wirklichkeit nur als Kronzeugen gegen ihren Erzfeind USA benutzen, geflissentlich übersehen.

>>Und wenn es an Technologie zur Instandhaltung fehlen sollte … in Russland ist diese Technologie vorhanden … man wäre nicht auf die USA angewiesen …!<<

Auch dies wird geflissentlich übersehen.

Warum springt Russland nicht ein?

Könnte vielleicht daran liegen, daß die momentane venezolanische Herrscherclique auch für Herrn Putin nicht unbedingt vertrauenswürdig erscheint...

@ andererseits

„Aber: die Corona-Pandemie traf (nicht nur) in Venezuela ein Land, dessen Gesundheits- wie Wirtschaftssystem schon vorher marode war, mit einer dramatischen Wucht.“

Die Pandemie hat es nun wirklich nicht gebraucht, um den Sozialismus in Venezuela vor die Wand zu fahren.
Das war vor der Pandemie schon zu 110% erfüllt.
In Venezuela gab es schon 2019 keine Jobs, eine Währung ohne Wert, leere Regale im Supermarkt, Aufstände in den Städten, eine offene Kriminalität und eine handlungsfähige Regierung mit absurden Sozialismusträumen.
Venezuela war schon vor der Pandemie komplett gescheitert und kein Wunder, ist es nach der Pandemie auch.

@Reginald um 8:45 Uhr

"Zentralismus bedeutet nun mal dass sich irgendwann Vetternwirtschaft und Korruption ins Regierungssystem einschleicht."

Vetternwirtschaft und Korruption sind der Untergang jeder Staatsform, da gebe ich Ihnen Recht. Aber ich betone: JEDE Staatsform. Ihren Bezug auf Zentralstaaten finde ich zu pauschal.

Spanien, Frankreich, Italien sind Zentralstaaten. Israel ist ein Zentralstaat. Sicher, auch in diesen Ländern gibt es Probleme mit finanzieller Vorteilsnahme, aber - und darin besteht der Unterschied - es gibt eine funktionierende Zivilgesellschaft (siehe Israel), die eben das nicht mehr will.

Oder Schweden, Norwegen, Finnland, Dänemark. Alles Zentralstaaten, die zu den am wenigsten korrupten und transparentesten Ländern der Welt gehören.

Ja, die Probleme in Venezuela sind zum Teil hausgemacht, zum Teil hängen sie an äußerer Einflussnahme. Ein Vergleich Zentralstaat = Failed state mag in diesem Fall greifen, verallgemeinern auf die Zentralstaaten schlechthin kann man es nicht.

@ fathaland slim @ Freischeler

...Denn das Regime in Venezuela hat mit Sozialismus so viel zu tun wie die Kuh mit Tschaikowsky

Das sozialistische Regime in Venezuela nennt sich Sozialismus, an das muss ich mich halten. Es gibt ja wohl keine allgemeine Definition von Sozialismus. In China nennt sich die allein und ohne Wahlen herrschende Partei kommunistisch. Das ist dann eben so, auch wenn sich 90% des Vermögens in den Händen einer kleinen Oligarchie befinden.

wow sie leben in einer illusion

Am 02. Mai 2020 um 07:32 von Reginald
Failed states
Wie alle Diktaturen ist auch Venezuela ein failed State.Ich bin so froh hier in Deutschland zu leben.Das Regierungssystem hier ist das Beste der Welt,Dank

das beste der welt sagen diese die nicht mehr die probleme in ihrer eigenen heimat sehen wollen.

deutschland ist billigland, sozialabbau, arbeiterrechte egehn verloren und vor allem detushcland kann seine grundversorgung nicht mehr garantieren. unternemen sind raus nach china und deutsche fallen in ohnmacht wenn mal andere länder schluss machen.

millionen werden ausgesperrt durch corona die nicht mehr als andere grippeviren sind. diktatur pur wie damals in den 30jahren.
hat nicht mehr mit schützen der bewohner zu tun aber machtohnmacht!
siehe schweden bravo, wo die menschenwürde priorität hat, frei zu sein!

befor die freie weltwirtschaft eingeführt wurde, well da haben sie recht mich das beste in der welt, jetzt nicht mehr.

@ fathaland slim @ Freischeler

...Denn das Regime in Venezuela hat mit Sozialismus so viel zu tun wie die Kuh mit Tschaikowsky

Das sozialistische Regime in Venezuela nennt sich Sozialismus, an das muss ich mich halten. Es gibt ja wohl keine allgemeine Definition von Sozialismus. In China nennt sich die allein und ohne Wahlen herrschende Partei kommunistisch. Das ist dann eben so, auch wenn sich 90% des Vermögens in den Händen einer kleinen Oligarchie befinden.

Wer den Sanktionen die Schuld zuschiebt, ignoriert das Problem.

Vor der Verschärfung wurde auch schon mit den Sanktionen argumentiert, die den Niedergang verursacht hätten. Tatsächlich bezogen sich die Sanktionen jedoch nur auf die Privatvermögen einzelner Oligarchen aus Maduros Umfeld. Niemand kann allen ernstes behaupten, dass es dem Land derart schlecht geht, weil ein paar Oligarchen nicht nach belieben auf ihr privates Auslandsvermögen zugreifen konnten.
Anders wurde es erst nach der Verschärfung durch Trump, die aber Maduro selbst provoziert hat. Guaido wurde nicht ohne Grund von vielen Staaten als legitimer Staatsführer anerkannt, denn dazu machte ihn die venezuelanische Verfassung, nachdem Maduro seine Legitimität verloren hatte und kein neuer Präsident gewählt wurde. Was Maduro dagegen gemacht hat, nennt man Staatsstreich und war der wesentliche Grund für die Verschärfung der Sanktionen.

10:54, wenigfahrer

>>Am 02. Mai 2020 um 09:20 von fathaland slim
" Die USA waren immer Venezuelas wichtigster Kunde. Das sollte man bei der Betrachtung des Problems nicht vergessen. "

Das Problem ist immer das selbe, so lange der Westen billig im Osten einkaufen kann, ist alles gut. <<

Wollen Sie Venezuela dem "Osten" zurechnen?

Ich glaube nicht, daß die Machtblöcke des kalten Krieges hier unbedingt zur Erklärung der Problemlage taugen.

Der venezolanische Ölkonzern PdVSA wurde lange vor Chavez verstaatlicht und betreibt seit langer Zeit eine Tankstellenkette in de USA, unter dem Namen Citgo.

Interessant ist ein Artikel aus dem Handelsblatt von 2017. Darin steht:

"Die US-Tankstellenkette Citgo hat Donald Trumps Antrittsparty gesponsert. Sie gehört Venezuela, wird aber vom russischen Ölkonzern Rosneft kontrolliert. Die Verbindung könnte Trump Probleme bereiten."

Alles nicht so einfach zu durchschauen...

@ andererseits

... Tendenzen, die die Errungenschaften unserer sozialen Marktwirtschaft, des Vorranges von Arbeit vor Kapital, ...

Diese Luxusprobleme hätte ein Arbeiter im sozialistischen Venezuela auch gern.

11:09, Bernd Kevesligeti

>>Allein die USA sperrten PDVSA/Citgo-Konten im Wert von 7 Milliarden $.London hält venezulanisches Gold im Wert von 1,3 Milliarden $ zurück.Wie wäre die Situation,wenn daß nicht wäre ?<<

Wie war die Lage in Venezuela denn, bevor dies geschah?

@ 09:41 karlheinzfaltermeier

Bei der Diskussion um gesellschaftliche Systeme liest man immer mal wieder so blumige Sätze wie in Ihrem Kommentar: "Man will nicht akzeptieren, daß nicht alle Menschen die gleiche Intelligenz oder z,B. das gleiche Talent zurm Klavierspiel haben." Da kann man nur sagen: Einerseits netter Ablenkungsversuch, denn bei der Frage, was es an Strukturen braucht, um möglichst gerecht einem menschenrechtsorientierten Gleichheitsgrundsatz zu entsprechen, geht es nicht ums Klavierspieltalent; und andererseits - wenn Sie schon diesen Ausflug wagen - ist da eher die Frage, wie man sicherstellt, bei 5jährigen oder 9jährigen das "Talent am Klavierspiel" allgemein festzustellen, oder um's auf die "Intelligenzfrage" auszuweiten: dafür zu sorgen, dass nicht Vaters oder Mutters gesellschaftliche Stellung, Reputation oder Geldbörse und auch nicht die unterschiedlich förderlichen oder hinderlichen sozialen Gegebenheiten, sondern tatsächlich Intelligenz der Gradmesser für den Bildungsweg ist.

re von fathaland slim 12:12

Sie fragen nach der Solidarität.Nun-Rosneft hat sich zwar nach US-Sanktionsdrohungen zurückgezogen,aber die Projekte werden durch den russischen Staat weitergeführt(Tochtergesellschaften).Kuba hilft mit Ärzten und China liefert medizinische Ausrüstung,die daß Land wegen der Blockade des SWIFT-Zahlungssystem nicht kaufen kann.

Schablonen helfen nicht

Die Debatten um Sozialismus oder Kapitalismus sind unsinnig. Ob ein Gesellschaftssystem funktioniert, hängt von den Menschen ab, die in dem System leben, insbesondere von deren Eliten.
Wenn sich rücksichtsloser Egoismus gegen Solidarität durchsetzt, wenn Machtgeilheit, Habgier, Vetternwirtschaft und Korruption herrschen, dann geht jedes System unter, egal welche Gesellschafts-Ideologie vorherrscht.
Sozialismus wie auch Kapitalismus scheitern, wenn der Faktor Mensch grundlegend falsch eingeschätzt wird.

12:02, DerVaihinger

>>@fathaland slim, 09.33h
Eine beeindruckende und wohltuend sachliche Betrachtung.<<

Danke:=)

>>Trotzdem ist mir kein Land bekannt, in welchem der Sozialismus, meinetwegen auch Kommunismus, funktioniert hätte.
Immer endeten diese Systeme in Armut, Mangel und Unterdrückung.
Daran #ändern auch ihre durchaus zutreffenden Einwände nichts.<<

Könnte vielleicht daran liegen, daß die Versuche, auf die Sie sich beziehen, eher Teil der Blockkonfrontation waren und bloß dem Namen nach sozialistisch. In Wirklichkeit ging es um globale Machtpolitik, die übelste Gewaltherrscher nach oben spülte.

@ 12:14 von berelsbub

Da liegen wir nicht so weit auseinander in der Einschätzung. Und dennoch ist wichtig zu sehen, wie verheerend Corona sich in Ländern mit marodem Gesundheits-, Wirtschafts- und Sozialsystem auswirkt. Einer unter vielen Berichten, die das dramatisch vor Augen führen, ist hier in der Handelszeitung(!) zu finden: "tinyurl.com/ybjtkaw7"

Allerdings trennen uns Welten bei der Verwendung des Begriffs "Sozialismus": Wie schon andere aufgezeigt haben und um noch einen augenzwinkernden Vergleich beizusteuern - mit "Sozialismus" hat Venezuela soviel zu tun wie die berühmte Kuh mit dem VaterUnser.

re 12:02 DerVaihinger: Systeme?

>>Trotzdem ist mir kein Land bekannt, in welchem der Sozialismus, meinetwegen auch Kommunismus, funktioniert hätte.
Immer endeten diese Systeme in Armut, Mangel und Unterdrückung.
Daran #ändern auch ihre durchaus zutreffenden Einwände nichts.<<

Das Problem bei allen geschlossenen Systemen ist, dass sie nicht elastisch auf die sich nun einmal permanent verändernden Rahmenbedingungen reagieren können. Sie „funktionieren“ immer nur unter bestimmten Bedingungen gut - und dann werden sie für das Nichtfunktionieren verantwortlich gemacht und das nächste „System“ kommt an die Macht. Usw....

Die Lösung liegt in einem Rahmen, der die unterschiedlichen „Systeme“ irenisch miteinander vereint und sich dabei auch gegen die Puristen aller Systeme durchsetzen und verteidigen kann.

Theoretisch unendlich anpassungsfähig, aber eben basierend auf Rahmenbedingungen, die natürlich permanent herausgefordert werden. Von Personen oder Kräften, denen es nicht monokulturell genug gehen kann!

12:14, berelsbub

>>Venezuela war schon vor der Pandemie komplett gescheitert und kein Wunder, ist es nach der Pandemie auch.<<

Venezuela war sogar schon vor Chavez komplett gescheitert.

Der Fluch des Öls

Es erscheint hier in den Kommentaren so, als sei der Sozialismus in Venezuela Schuld an dem ganzen Desaster. Das stimmt aber nur zum Teil.

Den ersten großen Crash der modernen Wirtschaftsgeschichte gab es in den Niederlanden mit der "Tulipomanie". Warum? Weil man sich auf den Handel mit einem Produkt spezialisiert hat.

Venezuela mag Spielball widerstreitender Interessen zwischen USA sowie Kuba und Russland sein. Aber auch dort hat man sich viel zu lange auf sprudelnde Erdöleinnahmen verlassen.
Dass der produzierende Sektor zugunsten der Ölindustrie vernachlässigt wurde, das gab es schon vor Chavez und Maduro. Die linken Regierungen haben dieses System nur genutzt, um soziale Wohltaten unter dem Volk zu verteilen. Das war populär, funktionierte aber auch nur so lange, wie der Ölpreis hoch war.

Russland hat ähnliche Probleme, kann es aber in Teilen durch eine diverse Wirtschaft ausgleichen.

Allein mit Sozialismus lassen sich Venezuelas Probleme allerdings nicht wegdiskutieren.

12:20, The Corona Postings

>>Das sozialistische Regime in Venezuela nennt sich Sozialismus, an das muss ich mich halten.<<

Das müssen Sie nicht, sondern das wollen Sie. Es erspart eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der Idee.

12:27 The Corona Postings

Es ist anerkennenswert, dass Sie sich anscheinend zum Fürsprecher der Arbeiter*innen in Venezuela machen. Wusste allerdings nicht, dass es ein "Luxusproblem" ist, dass bei uns zunehmend viele Arbeitende nicht von einem Job alleine über die Runden kommen, immer mehr in prekären Arbeitsverhältnissen stecken und sich die Schere der Verteilung von Kapital und Besitz immer mehr verbreitert. Da habe ich doch einen anderen Begriff von "Luxus"...
Übrigens: Venezuela ist kein sozialisitsches Land, sondern eines unter einer korrupten Diktatur; "kleiner" Unterschied.

re 12:20 The Corona Postings: Haltung?

>>Das sozialistische Regime in Venezuela nennt sich Sozialismus, an das muss ich mich halten. Es gibt ja wohl keine allgemeine Definition von Sozialismus<<

Doch, doch, die gibt es schon! Aber an die muss sich eben nicht jeder halten und deshalb müssen Sie sich eben gerade nicht an das halten, was Jemand von sich selbst behauptet.

Sonst müssten Sie ja Trump und Putin und Orban und und ja auch für Demokraten halten!

Nein, Sie können sich an dieser Stelle ganz entspannt zurücklehnen und sich nach Ihrer ganz persönlichen Begrifflichkeit richten. Und diese dürfen und können Sie gegen Andere nicht nur vertreten. Sie müssen es geradezu - sonst werden Sie eben nur vertreten.

@ andererseits

„Der derzeitige Zerfall des Ölpreises ist Ergebnis von "Sozialismus"“

Hat niemand behauptet!
Der Zerfall der Währung, der Zerfall vom Warenangebot, der Zerfall der Pressefreiheit, die Macht des Militärs auf der Straße, der Zerfall der Infrastruktur, der Zerfall von Bildung und Jobs, der Zerfall Rechtsstaatlichkeit, der Zerfall des Gesundheitssystems, der Zerfall von einem ganzen Land und einer ganzen Bevölkerung ist das Ergebnis einer sozialistischen Regierung. Alleine für den Ölpreis kann die sozialistische Regierung nichts, für den Rest sind die zu 100% verantwortlich

re von fathaland slim 12:29

Aber es braucht doch keine Phantasie zu sehen,daß wenn die Mittel dem Land zur Verfügung ständen,die Situation besser wäre.
Und das war sie doch vor einigen Jahren auch.

@ andererseits

„Da liegen wir nicht so weit auseinander in der Einschätzung“

Das freut mich tatsächlich sehr

@krittkritt - USA eigene Frackingindustrie retten

Sie verwechseln das was bezüglich Rettung
Man will die vielen kleinen Ölförderunternehmen in Texas ruinieren
um diese dann zu verstaatlichen.

Mittlerweile fahren ÖlTanker als Lagerkapazitäten auf den Weltmeeren im Kreis.

Die Trumps Lobby wird aber den von California
aus beginenden Siegeszug des Wasserstoffs nicht aufhalten können. Mercedes/Volvo Brennstoffzellen Trucks werden an den Interstates billigst ihren Wasserstoff direkt von den Farmern mit ihren Windrädern bekommen.

@ Freischeler

...Der gelebte Sozialismus des 21. Jahrhunderts in Venezuela. Ein Traum wird wahr für alle Bürger.
Armut, Hunger, Gewalt und Not..."

„Glauben ist nicht Wissen.„

Stimmt, aber wir wissen um die Armut, die Not, den Hunger und die Gewalt in Venezuela. Da brauchen sie nix glauben, wenn das Wissen nackt vor ihnen liegt

Maduro ist kein Sozialist

und in Venezuela herrscht kein Sozialismus. Dahingehend bin ich ja mit jenen meiner Mitforisten d'accord, die ansonsten die sozialistische Idee hochhalten, aber im Blick auf Venezuela ausschließlich Vetternwirtschaft, Korruption und Selbstbereicherung als Ursache aller Probleme diagnostizieren. Aber dann hört's auch schon auf.
Denn als Sozialist, für den ich mich selbst halte, tute ich nicht in das Horn, dass der Fehler der venezolanischen Regierungen einzig war, die Ölreichtümer nicht optimal (sprich: so, wie es der gute Kapitalist gemacht hätte) vermarktet zu haben. Und geradezu schäbig kommt es mir vor, die schlimmsten Quälgeister in dem Stück von jeder Verantwortung freizusprechen und zu behaupten, die Lage Venezuelas wäre ohne Sanktionen nicht besser als mit.
Ach ja, das soll nicht mein einziger Seitenhieb bleiben. @corona Posting, was soll eigentlich Ihr unentwegter Hinweis, das Virus sei aus einem sozialistische Land gekommen? Das ist lächerlich und zudem charakterlos.

Venezuela=kapitalistisch / Guaidó=Vize einer 12%-Partei.

@12:37 von andererseits
Solange es in Venezuela reiche Oligarchenfamilien gibt, die es sich z.B. in Caracas leisten können, mit Waren zu spekulieren*, kann von Sozialismus im Sinne des Ostblocks - und den meinen hier offenkundig Einige - nicht die Rede sein.

Chavez hat immerhin in dem damals desolaten Venezuela gezeigt, dass man die vorhandenen Mittel auch zugunsten der breiten Bevölkerung nutzen kann.
Auch der Aufbau sozialer Strukturen, auch im Bildungssektor wären es auch nach europäischen Maßstäben wert, erhalten und ausgebaut zu werden.
*Vgl. Berichte katholischer Nonnen aus Caracas.

re 12:49 Bernd Kevesligeti: Landesmittel

>>Aber es braucht doch keine Phantasie zu sehen,daß wenn die Mittel dem Land zur Verfügung ständen,die Situation besser wäre.<<
Ihr - pardon- Fehler liegt in Ihrer Betrachtung eines „Landes“.

Ein „Land“ hat nie Mittel zur Verfügung, es sind immer Menschen, die hierüber verfügen. Und an diesen liegt es auch, diese erst mal verfügbar zu machen. Solange man die Verantwortung „fehlende Mittel“ anderen zuschiebt, verpasst man genau diese Chance und der Kreis schließt sich.

Alle Mittel müssen in einem „Land“ immer erst mal „erwirtschaftet“ werden. Dabei kann man natürlich helfen, aber einem selbsternannten Autokraten zu helfen hilft dabei nicht unbedingt auch „dem Land“. Vor allem, wenn dieser jede Verantwortung auf die „Anderen“ schiebt.

Konkret: Wem kämen denn Maduros „Mittel“ zugute? Wirklich dem „Land“? Oder nicht doch gerade Denjenigen, die eben keine Mittel erwirtschaft haben. Und das auch nicht werden. Und auch nicht wollen. Das nennt man nämlich arbeiten statt repräsentieren!

@Fosthorn

Dem Sozialusmus können Sanktionen nichts anhaben. Im Gegenteil, erst ohne den Würgegriff des globalen Kapitals kann die sozialistische Gesellschaft in Unabhängigkeit wachsen und gedeihen.

Und

natürlich hat die Lage in Venezuela nichts mit menschenverachtende Sanktionspolitik des Westens zu tun..

12:25 von fathaland slim

«Der venezolanische Ölkonzern PdVSA wurde lange vor Chavez verstaatlicht und betreibt seit langer Zeit eine Tankstellenkette in de USA, unter dem Namen Citgo.»

Das exakte Datum der Verstaatlichung der Erdölindustrie in Venezuela ist Januar 1976. "Nach der ersten weltweiten Ölkrise".

Der Präsident hieß damals "Carlos Andrés Pérez" von der Partei " Acción Democrática". Eine Partei, die man in DEU mit der SPD vergleichen müsste, sollte man sie mit dem Parteienspektrum in DEU vergleichen müssen.

"Citgo" als Unternehmen wurde 1910 in Oklahama / USA gegründet.
In 2 Stufen (1986/90) wurde es als 100% Anteilseigner Eigentum als Tochterunternehmen der Staatl. Venezuel. Erdölgesellschaft "PdV S.A.".
"Petróleos de Venezuela S.A."

"S.A." ist im Spanischen / Portugiesischen / Französischen Sprachraum für: "Sociedad Anónima / Sociedade Anônima / Société Anonyme".
Was in DEU der Unternehmensform "AG" entspricht.

@ 12:48 von berelsbub

Ihre Aufzählung der Probleme und Problemspiralen ist korrekt. Allerdings ist das nicht das Ergebnis einer "sozialistischen" Regierung, sondern einer diktatorisch-korrupten Regierung, die sich des Etiketts "sozialistisch" bedient.
Einer unter vielen politischen Etikettenschwindeln weltweit - die reichen von A ("Alternativen", die keine sind) bis Z (Zentralafrikanische "Republik", die nur sehr bedingt als Republik funktioniert und staatlicher Zensur unterliegt).

@teachers voice um 12:46 Uhr

>>Das sozialistische Regime in Venezuela nennt sich Sozialismus, an das muss ich mich halten. Es gibt ja wohl keine allgemeine Definition von Sozialismus<<

"Doch, doch, die gibt es schon!"

Meine bisherige Lieblings-Definition ist die 150-Jahre alte des berühmten vollbärtigen Weisen aus Trier:
>>...heute dies, morgen jenes zu tun, morgens zu jagen, nachmittags zu fischen, abends Viehzucht zu treiben, nach dem Essen zu kritisieren, wie ich gerade Lust ...<<
Also wenn jeder Mensch seinen Leidenschaften und Interessen immer frei und ungezwungen nachgehen kann und darf, und dabei fröhlich und glücklich lebt, ein andauernder Zustand von Glückseligkeit herrscht.

12:49, Bernd Kevesligeti

>>re von fathaland slim 12:29
Aber es braucht doch keine Phantasie zu sehen,daß wenn die Mittel dem Land zur Verfügung ständen,die Situation besser wäre.
Und das war sie doch vor einigen Jahren auch.<<

Venezuela liegt seit vielen Jahren am Boden.

Nach Aussagen meiner venezolanischen Bekannten seit etwa dem letzten Drittel der Amtszeit von Chavez, nachdem sich vorher einiges gebessert hatte. Als ihm die Sache, wohl wegen seiner Krebserkrankung, zu entgleiten begann und sich ein System von "Partei-Günstlingen" etablierte. Also im Prinzip die alten Cliquenstrukturen, lediglich mit neuem Personal.

Darstellung: