Ihre Meinung zu: Schweden: Peinliche Pannen bei Coronavirus-Studien

23. April 2020 - 7:59 Uhr

Nach gleich zwei Pannen bei zentralen Coronavirus-Studien ist die Unsicherheit in Schweden groß. Komplett unklar ist nun, wie viele Menschen sich bereits angesteckt hatten und immun sein könnten. Von Carsten Schmiester.

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Kommentare

Vorgegebene Richtwert?

"Tegnell versuchte, den offenkundigen Fehler zu erklären:

"Man hat eine falsche Variable verwendet und damit eine andere Variable erhöht, um den vorgegebenen Richtwert von zweieinhalb Prozent Durchseuchung zu treffen."
.
Verstehe ich das richtig, das Ziel der Studie sollte sein einen vorgegebenen Richtwert zu erreichen, d.h. das Ergebnis der Studie war vorgegeben?
Ich liebe Studien, bei denen das Ergebnis bereits von vornherein feststeht.

Schweden zahlt einen hohen Preis

für den allzu leichtfertigen Umgang mit einem aggressiven Virus, dessen Letalität auch bei uns immer noch gerne unterschätzt wird von jenen, denen der eigene Geldbeutel und persönliche Komfort wichtiger ist, als die Sicherheit selbst nächster Angehöriger.

Es kommt noch doller

Überall wird angenommen (auch in Schweden), dass die Herdenimmunität bei 60-70% liegt (1 - 1/R0).

Wenn das so wäre, warum verlaufen dann 1. in ALLEN Ländern (mit ihren ganz unterschiedlichen Vereinzelungsmassnahmen) die Kurven der Fallzahlen immer gleich, nur zeitversetzt ?

Warum werden in isolierten Populationen (Schiffe!), nur ca. 15 % infiziert?

Gestern ging ein Fall durch die Medien bei dem ein Corona positives 9 jähriges Kind KEINEN seiner 172 Kontaktpersonen angesteckt hat. Wie ist das statistisch möglich bei einem R0 von 3 ?

Die einzige Erklärung, die ich anbieten kann ist die:

Viele Menschen haben eine natürliche Immunität gegen Covid 19, undzwar unabhängig von Alter oder Vorerkrankungen und dies weltweit (was zb Impfung als Grund ausschließt).

Das bedeutet, dass die effektive Herdenimmunität sehr klein sein muss und in den jeweiligen Epizentren (zB New York, Heinsberg, Lombardei, Wuhan etc.) auch grössenordnungsmässig in der Durchseuchung erreicht wurde.

besonders in Schweden

sollten man zu wem auch immer beten, dass das virus nicht mutiert (haben viren leider oft so an sich) und somit diese mehr als bescheuerte "herdenimmunität" wieder essig ist. gilt natürlich auch für den rest der welt.

das vorgehen der schwedischen regierung, dass ja von vielen hier so oft gelobt wird, ist an verantwortungslosigkeit nicht mehr zu überbieten. was schweden*innen von Tegnell halten, kann ich hier leider nicht wiedergeben, das würde in einem roten balken enden. ein blick in kritische schwedische zeitungen oder online-magazine reicht aber aus. wäre mal gut, wenn der zuständige auslandskorrospondent der tagesschau das auch mal berichten würde. das die schwedische bevölkerung mit dem weg der regierung so einverstanden ist, stimmt nämlich nicht.

Die Schweden machen es

Die Schweden machen es richtig, es gibt keinen belegbaren Grund, um Angst und Schrecken zu verbreiten.

Erst am "Ende" wird abgerechnet, denn bei zügig erreichter Herdenimmunität, wird das Land gut aus der "Sache" herauskommen.

Es entsteht bei der Berichterstattung der Eindruck, dass man es den Schweden nicht gönnt, vielleicht doch clever und besonnen zu sein.

Kritik an Schweden ist unsachlich und Folge von Konformismus!

Ich hab das Gefühl, dass man mit erhobenem Zeigefinger jeden Staat und jedes Bundesland zu Radikalmaßnahmen zwingen will.

Das Problem nennt sich Konformismus.

Diese Art der Debattenkultur wird von Historikern als gefährlich, weil potentiell demokratiegefährded, betrachtet. Quelle: Frankfurter Rundschau vom 29.03. (kurzlink.de/corona-demokratie)

Schweden hat jetzt lineares Wachstum

Wie die USA und UK. Schweden liegt also da, wo Deutschland vor ca. 2 Wochen stand.

Mathematisch gesehen haben den Wendepunkt (Änderung der Krümmung der Fallzahlenkurve) geschafft u.a.: Italien (am 31. März), Spanien (am 1. April), Deutschland (am 03. April), außerdem Frankreich. Deutschland erreicht bald die Plateau-Phase (in China seit 03. März, in Südkorea seit dem 8. April).

Ähnliches (für Westeuropa) hat gestern auch die WHO konstatiert.

Ist es nicht eigenartig, das die Epidemie trotz derart unterschiedlich strenger Maßnahmen einen so ähnlichen Verlauf in allen Ländern nimmt?

Immer mehr wertende Artikel

Ob die Panne „peinlich“ ist, sollte der Leser entscheiden und nicht der Autor.

Meiner Meinung nach (ich weiss) sollten solche wertenden Aussagen bzw. Meinungen des Autors nur in gekennzeichneten Kommentaren vorkommen, oder eben bei Bild und co, aber nicht in Berichten der ö r Presse.

Kommt leider immer häufiger vor. Wahrscheinlich weil man in Schule und Studium (Sprachwissenschaften) fast nur den Fokus darauf legt als auf „sachlich“, „neutral“ oder gar „wissenschaftlich“.

Schade, denn Meinungsmacher gibt es schon genug.

wer den Schaden hat ...

Aber ehrlich gesagt bedaure ich die Schweden ob dieser oberpeinlichen Panne. Plötzlich weiß man so gut wie gar nichts und kann von vorne anfangen. Und das mit einem Bruchteil des vorigen Vertrauens in der Bevölkerung. Dabei ist es sogar unerheblich, dass nach der Korrektur nicht etwa von mehr, sondern von weniger Erkrankten auszugehen ist.
Ich möchte nicht wissen, was hier los wäre, wenn in DE ähnliches passiert. Außer den gefühlt 20% Verschwörungstheoretikern, die sowieso glauben, wir würden nur belogen, hätten wir nur noch Skeptiker, die nicht mehr bereit sind, irgendwelche Maßnahmen zu akzeptieren. Man hätte schon Schwierigkeiten, den Fehler überhaupt als Fehler zu erklären, sondern es würde sofort böse Absicht unterstellt werden.

Immunität nur durch Ansteckung ?

Vermutlich um die verwirrenden Ergebnisse der Heinsberg Studie von Kollege Streeck zu deuten, hat Virologe Drosten neulich eine „Hintergrundimmunität“ ins Spiel gebracht.

Er meint (wegen der vermuteten Ähnlichkeit von Erkältungs- mit Coronaviren), dass immun sei, wer in den letzten Jahren eine Erkältung durchgemacht habe.

Das glaube ich nicht. Erstens sind diese Virentypen durchaus sehr unterschiedlich, auch wenn sie sich ähnlich vervielfältigen. Gegen

Zweitens gibt es gegen Erkältung bekanntermaßen keine Immunität. Warum sollte also eine durchgemachte Erkältung dann gegen Covid-19 immunisieren ?

Ich vermute daher eine genetische Ursache: die natürlich gegen Covid-19 Immunen besitzen wohl ein charakteristisches Gen. Und es sind offenbar sehr viele, die dieses Gen haben.

Wie viele in etwa, ist ein Rechenexempel, da R0 = 3 offenbar gesetzt ist. 40, 50 % ?

dont panic

Jetzt lesen wir seit Wochen in unseren Medien immer wieder die gleichen Schlagzeilen: Schweden schwenkt endlich um, Schweden ist total verunsichert, ganz schlimm in Schweden. Das scheint aber mehr die Hoffnung der Schreibenden zu sein und nicht der große Teil der Bevölkerung. Die leben eigentlich mit ein paar vernünftigen Anweisungen im Moment wesentlich besser als wir. Und wann versteht man endlich, dass es nicht nur eine Lösung gibt, sondern das die Lösung ganz unterschiedlich sein kann, je nach Entwicklung der Pandemie. Die Schweden sind doch nicht bekloppt, wenn die Entwicklung ansatzweise so wie in Italien wäre, hätte die Regierung auch ganz anders gehandelt. Ist sie aber nicht und darum wäre es interessant mal nachzugucken warum das so ist und nicht immer dieselbe Leier von den Schweden die bald zusammenbrechen werden. Die Aufgabe der Medien sollte doch sein zu berichten und zu hinterfragen. Mit Begriffen wie „Herdenimmunität“ züchtet man eher Schafe. Darum: dont panic

Sterbefälle in Schweden

Wie wir wissen hat Schweden kein Lockdown und setzt auf Herdenimmunität. Dementsprechend keine Einschränkungen des öffentlichen Lebens.

Letztes Jahr sind in Schweden 94945 Menschen gestorben. Bis zum 15.04.2020 insgesamt 27644 Tote mit Coronavirus. Wenn man das umrechnet werden dieses Jahr mit der „Coronavirus-Katastrophe“ weniger Menschen sterben als 2019. Wenn es also so weiter geht wie bis jetzt würden 2020 in Schweden 73720 Menschen sterben. Das ist deutlich weniger als im Jahr 2019. Auf Basis dieser Zahlen sollte man vielleicht sogar eine neue Studie starten, um zu verstehen warum mit Coronavirus in einem Land insgesamt weniger Menschen sterben.
Das sind aktuell die Zahlen in Schweden ablesbar unter countrymeters. Die Seite zählt ständig und im Augenblick gibt es in diesem Jahr 29724 Tote.

Die deutschen Zahlen sind mindestens genauso unsicher.

– Ohne Untersuchung der Todesursache können auch keine relevanten Aussagen über die Coronaopfer getroffen werden. Das sind dann nur Mutmaßungen.

– Für das statistisch übliche Verfahren für eine Hochrechnung wurden die Daten (Messungen) noch gar nicht vorgenommen.

PS.: Selbst die These von der "Durchseuchung" ist äußerst brüchig: Bei der bisherigen Grippe funktioniert sie offensichtlich auch nicht.
Nicht mal eine Impfung bietet einen zuverlässigen Schutz, wie Verwandte von mir feststellen mussten, die eine schwere Grippe nur mit Glück überlebten.

Pure Kaffesatzleserei

Nachdem jeder/jede/jedes anders zählt/rechnet/schätzt/interpretiert/prognostiziert/.. glaube ich so langsam keine der veröffentlichten Zahlen mehr. Auch die für Deutschland vom RKI veröffentlichte Reproduktionsrate von ~0.9 halte ich für nichts weiter als eine grobe Schätzung.

Peinliche Pannen

jetzt keine Häme.
Wissenschaftliche Ergebnisse werden begutachtet und diskutiert bevor sie veröffentlicht werden. Das ist hier unter dem Druck der Ereignisse sicher nicht mit der nötigen Sorgfalt gemacht worden.
Solche Fehler sehen wir auch bei uns (Maskenpflicht, Kennziffern zur Bedrohungslage durch das Corona-Virus ...).
Wir sind darauf angewiesen, wissenschaftliche Daten und Ergebnisse mit bester Qualität zu bekommen, um vernünftig mit der Pandemie umzugehen. Hier dürfen Druck aus der Politik und der Wirtschaft keine Rolle spielen.

So ein Quentchen Neid und Mißgunst ...

.. kann man beim Lesen schon empfinden - aber beim Verfasser des Artikels! Wenn die schwedische Regierung einen etwas anderen Kurs in Coronazeiten einhalten will, sollte man es ihnen doch auch gönnen. Bei uns nahezu Paralyse der Gesellschaft und der Wirtschaft - in Schweden sieht man das offenbar lockerer. Abgerechnet wird zum Schluß - und da wird man sehen, welches Land insgesamt diese Krise besser überstanden hat.

Schweden ist aus exponentiellem Wachstum raus

Undzwar genau so, wie es der Chefepidemiologe gesagt hat: seit Mitte April. Deutschland war an diesem Punkt vor ca. 2 Wochen.

Zeitversetzt und skaliert könnte man die schwedische und die deutsche Fallzahlenkurve nahezu exakt zur Deckung bringen!

Das Eigenartige daran: das öffentliche Leben in Schweden wurde so gut wie nicht eingeschränkt, in Deutschland aber ganz erheblich. Offenbar hat man etwas wichtiges übersehen und die Schweden instinktiv (oder unter kluger Anleitung eines Epidemiologen) etwas richtig gemacht.

Nur die Grundannahme der aktuellen Immunitätsstudie in Schweden ist möglicherweise falsch:

„Alle Menschen haben eine gleich hohe Suszeptibilität für Covid-19“ (oder: „wer exponiert ist, wird infiziert“)

Wissenschaft

Die Wissenschaft steht im Moment vor einem neuen Rätsel. Egal in welchem Land, die Experten haben unterschiedliche Meinungen, machen Versuche, machen Aussagen, die sie später wieder revidieren müssen, weil es eben noch keine genauen Erkenntnisse über diese unkonventionelle Erkrankung gibt. Bestes Beispiel sind die Raucher. Erst heißt es, besonders gefährdet. Was natürlich jedem bei über Lungenerkrankung einleuchtet. Heute las ich einen Artikel auf br und NTV:“ Wissenschaftler vermuten schützende Wirkung von Nikotin
Bei der Erforschung des neuartigen Coronavirus sind französische Wissenschaftler auf die möglicherweise schützende Wirkung von Nikotin aufmerksam geworden. Die Annahme beruht auf der geringen Zahl an Rauchern unter den Covid-19-Patienten - weltweit liegt die Rate laut mehreren Studien zwischen 1,4 und 12,5 Prozent. Im Pariser Krankenhaus La Pitié-Salpêtrière soll deshalb bald sowohl die präventive als auch die therapeutische Wirkung mithilfe von Nikotinpflastern untersucht..

Liest sich wie "ich mach mir meine Welt...

...wie sie mir gefällt". Allerdings nichts neues, das Zurechtbiegen von Messwerten um krude Theorien zu bestätigen. Wenn ich wissen will wieviele Familien über mindestens ein Auto verfügen mach ich doch auch eine 100 Personen-Umfrage.... im Parkhaus.

Pannen !

Das ist natürlich sehr ärgerlich und Risiko- behaftet, wenn solche Pannen passieren.
Aber der Mensch ist nun mal keine Maschine, sondern nur ein Mensch, der auch mal Fehler machen kann.
Dass dies nun in dieser Krise geschehen ist, führt zwangsläufig zu Irritationen und Verunsicherungen.
Nun sollte einfach alles noch einmal vollzogen werden, und dabei halt Fehler vermieden werden.
Auch in anderen Ländern passieren Fehler, siehe China, wo man einem Arzt aus rein politischer Taktik nicht glauben wollte, dass da ein schrecklicher Virus seine Rund machen könnte, und diesen Arzt dafür ins Gefängnis steckte, anstatt sich erst einmal richtig und umfassend aufklären zu lassen.
Selbst heute kann man den Aussagen der immer wieder lügenden Chinesischen KP keinen Cent trauen, weil es diesen Herren nicht ums Volk, sondern nur um ihre ideologische Rhetorik und Macht und dies um jeden Preis geht.

Bitte nicht nur die subjektiven Argumente anführen

Als abschliessenden Fakt wird behauptet, dass die Todesrate 3x höher, als die in Deutschland ist- relativiert nur zur Bevölkerungszahl. Aber nicht relativiert zur viel höheren Durchseuchung?
Es ist wirklich auffällig, wie subjektiv die Argumente ohne Selbstreflektion aneinandergereiht werden. Wenn ich als Arzt und Wissenschaftler so vorgehen würde, wäre keine Publikation von mir durchgekommen...
Ein Erfolg des schwedische Sonderweges ist für unsere Regierung natürlich bedrohlich, aber für die Tagesschau?

Herdenimmunität

"Schweden liegt damit im Verhältnis zur Bevölkerung etwa um das Dreifache über dem deutschen Wert." Richtig - und in einer vergleichbaren Größenordnung wie die Niederlande oder das Vereinigte Königreich, die sich hinsichtlich Corona-Todesfälle kontinuierlich in Richtung der Spitzengruppe voranschieben.
Gut, dass ich in Deutschland bin. Den Mundschutz beim Einkauf setze ich dafür gerne auf.

Schweden macht es richtig

Ob eine Herdenimmunität eintritt oder nicht ist nicht relevant. Wichtig ist, dass der Verlauf der Neuinfektionen der bei Epidemien üblichen Glockenkurve folgt und die Spitze hinter ihnen liegt (~ 10.April). Das wurde in Schweden ohne massive Beschränkungen und Aussetzen elementarer Rechte erreicht (in Deutschland übrigens auch).
Schweden muss nicht begründen, warum sie sich nicht ruinieren. Deutschland muss begründen warum es das tut. Und da gehen hier mit Blick auf Schweden einigen gerade die Argumente aus.
Dass Schweden eine höhere Todesrate hat liegt auch und vermutlich vorwiegend daran, dass dort weniger getestet wird.

Ist trotzdem richtig.

"dass auf jeden nachgewiesenen Corona-Fall in Schweden 999 unerkannte kämen".."Bei etwa 6400 Erkrankten allein in Stockholm hätte das allerdings mehr als sechs Millionen Infizierte bedeutet, während in der Stadt nur knapp eine Million Menschen leben."

Ist trotzdem richtig. Dann wäre der Wert eben bei 1 Millionen schon erreicht ! Den Rückzieher musste Tegnell wohl machen, weil Journalisten eben mit falschen Erklärugsversuchen die vermeintlich! fehlerhafte Vermutung widerlegen wollten .
Kannst nach so einer "tollen" journalistischen Arbeit das keinem mehr erklären.

Es bleibt also dabei

Die Schweden vermuten, dass die Abflachung ihrer Kurve an Immunität und nicht an (freiwilligen) Maßnahmen liegt.

Zahlen gibt es weiterhin keine.

Dabei wäre es extrem wichtig für Schweden und alle anderen Länder, dies zu wissen. Wenn es wirklich Immunität ist, wird die Kurve bald sinken. Wenn es nur die Maßnahmen sind, wird es lange so bleiben oder leicht steigen.

Viel wichtiger, als diese Theorien,

wäre für mich ein Blick auf die Intensivstationen Schwedens. Zeigt sich dort eine Überlastung des Personals und Auslastung aller Intensivbetten oder nicht? Wie sieht es mit der Sterberate aus?
Können wir etwas aus deren "Weg, die Krise zu meistern" lernen und übernehmen?

Zahlenspiele

Die ganzen Zahlenspiele sind Makulatur so lange die Fakten nicht vorhanden sind.
Der Reproduktionsfaktor,R wird doch aus der Anzahl der Neu-Infektionen errechnet (bzw. teilweise sogar geschätzt wie ich kürzlich gelesen hatte?!). Die Anzahl der Neu-Infektionen ist aber auch nicht wirklich bekannt weil diese abhängt von der Anzahl der durchgeführten Tests. Die Anzahl der durchgeführten Tests hängt aber von der Anzahl der verfügbaren Tests und den Testkriterien ab, d.h ob überhaupt getestet wird. Bei den Todeszahlen kann man nur Gewissheit haben wenn man die Verstorbenen auch obduziert (was jetzt endlich auch gemacht werden soll). Somit sind doch alle Zahlen mehr oder minder Luftnummern.
Wenn ich richtig rechnen will dann brauche ich eine korrekte Datenbasis, d.h. Testen,Testen,Testen.

Sonderweg Schwedens

Man kann der schwedischen Regierung für Ihren Sonderweg in Sachen Corona nur mehr als gratulieren.
Unserer Regierung attestiere ich hingegen ein Vollveragen!
Die täglichen Meldungen des RKI über Neuinfektionen schenke ich schon länger mehr keine Beachtung.
Wie aussagekräftig ist dieser Wert und wie aussagekräftig der Wert der Letalität ?
Den tatsächlichen Beweis
kann nur die Obduktion der Verstorbenen liefern.
Eine Pandemie ist für mich dann gegeben , wenn wir wie Mittelalter bei der Pest täglich Leichenberge aus den Häusern tragen würden.
Ist dies der Fall, nein ist es nicht !!!
Nun zu den Fakten, Krankenhäuser müssen Kurzarbeit beantragen, da Operationen verschoben werden müssen, um Intensivbetten freizuhalten, die gar nicht benötigt werden, da es zu wenige Covid 19 Patienten
gibt .
Die Wirtschaft steht vor einem Totalzusammenbruch und wir schauen tatenlos zu.
Die Wirschaft liegt bereits auf der Intensivstation ,viele Unternehmen werden leider sterben und Mitarbeiter arbeitslos.

zur Erinnerung

das Ziel der Corona-Maßnahmen war ja die berühmte Kurve der Erkrankungsfälle so flach zu halten, dass das Gesundheitssystem nicht überfordert wird, bei einer insgesamt gleichen Gesamtzahl zu erwartender Erkrankungen, die sich dann nur über einen längeren Zeitraum verteilen. Bisher ist das Gesundheitssystem in Schweden nicht zusammengebrochen und es sieht auch nicht danach aus, dass dies passiert. Die spitzere Kurve führt leider und logischerweise am Anfang zu einer höheren Letalität, die sich im Zeitverlauf jedoch angleicht und auch die Gefahr eines Rückschlages ist geringer. Den hämischen Blick auf Schweden sollten wir uns sparen und lieber unsere eigenen Fehler und Versäumnisse bzgl. Corona thematisieren (völlig fehlende oder verspätete Querschnittstudien zur Prävalenz etc.) oder das hin und her bei den Masken anstatt mal Studien vorzulegen, die konkrete Zahlen nennen wie hoch der Filtereffekt ist.

Zahlenwirrwar ohne jeden Realitätsbezug

Glaubt man den Zahlen, dann sterben in Belgien 10Mal soviele Menschen wie in Deutschland an Corona. Spanien ebenfall x10. Italien x8. Schweiz x4. Frankreich x7. Israel x0,5... In den USA immerhin noch 3x soviele... Und in Norwegen sterben deutlich weniger als in Deutschland. Immer im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung!
Bisher werden zu Corona vor allem Hirngespinste produziert.

Ableitung von essenziellen Aussagen aus Fehlerhafte Studien

Der Artikel beschreibt die Problematik.

Derzeit werden einige Studien veröffentlicht, die noch nicht Peer Reviewed sind. In Anbetracht der Situation verständlich, aber es erhöht massiv die Gefahr von Studien mit Fehlern.

Wissenschaft muss neutral/objektiv sein. Wenn durch Ergebnisse gewisse Standpunkte untermauert werden, muss sehr kritisch geprüft werden.

Die Fehler der Schwedischen Studien sind eklatant /vermeidbar.

Ähnlich die Ausage der Santa Clara Studie „Immunität bei 2-4% Bevölkerung“ - dabei wurden über Facebook Leute angeworben für den Test - mehr Leute die Kontakte hatten und nicht getestet wurden.

Zudem wurde ein Antikörper-Test verwendet, der Nur ca. 90% richtig liegt.
- der Wert der Infizierten eventuell 0,5-2%? - Fehleranfälligkeit höher als die Infizierten, zudem nur 3400 Teilnehmer - keine seriöse Aussage machbar.

Leider übernehmen Medien teilweise die Aussage als „Ergebnis und Fakt“ - was derzeit zu massiven Irritationen führt.

Pannen

kommen wohl überall mal vor, aber von 100 Personen auf den Rest zu schließen, ist ja auch nicht ganz normal.
Wer richtig liegt, das wird sich in einem Jahr zeigen, noch ist Pandemie nicht zu Ende.
Neben der Impfung wäre ein Medikament für die Heilung der jetzigen Patienten sehr wichtig.

Egal wie man es auch dreht,

die Immunität großer Teile der Bevölkerung gegenüber dem Virus ist der einzige, gangbare Weg um das Virus langfristig zu beherrschen. Die Aufgabe der Regierung kann dabei nur sein die Bevölkerung über das Virus und die Abwehrmöglichkeiten - gerade auch für Risikopatienten - aufzuklären. Insofern machen die Schweden alles richtig. Wäre Covid 19 nicht zuerst in China aufgetreten und hätte die Welt nicht angefangen jeden Toten zu zählen, wäre es nie zu diesem dogmatischem Umgang mit einem Grippevirus gekommen. Die Hochstilisierung zu einem politischen Systemkampf zwischen Demokratien und Autokratien und deren Umgang mit der Pandemie wäre ausgeblieben.
Insofern, ein Danke an Schweden für seine wohltuende Gelassenheit...

Keine Belehrungen

Nach meiner Einschätzung wissen alle noch viel zu wenig über den Virus. Daher gibt es auch nicht "die" richtige Lösung. Schon gar nicht eine, die für alle und überall gilt. Es nervt, wenn wie in diesem Artikel diejenigen unterschwellig aber permanent kritisiert werden, die einen anderen Weg versuchen als Mitteleuropa. Vielleicht stellt sich später heraus, dass es auch für uns der bessere Weg gewesen wäre. Vielleicht war es nur für Schweden der bessere Weg. Vielleicht war es dann auch ein Fehler. Aber lasst die Schweden einfach in Ruhe ihren Weg gehen!

Politikern könnte man solche Fehler nachsehen,

aber Wissenschaftler? Da wurde ein kleiner, in seiner Auswirkung aber entscheidender Fehler gemacht der die Politische Richtung in die falsche gelenkt hat. Schweden wird wegen dieses Fehlers sehr wahrscheinlich viel länger für die Bewältigung der Krise zu kämpfen haben, gerade auch deswegen, weil sich am Verhalten der Bevölkerung ohne Zwang nicht viel ändern wird. Mit Herdenimmunität spielt man bewusst mit den Leben der Risikopatienten mit allem Wissen was momentan über dieses Virus bekannt ist. Die Schweden müssen sich nun fragen, ob ihnen dieses Risiko das Wert ist.

Werte sind verzerrt durch Testdichte

Deutschland hat 22 mal so viel getestet wie Schweden (in Bezug auf Bevölkerungszahl noch etwa dreimal so viel). Getestet wird In Schweden tendenziell nur bei erheblichen Symptomen. Deshalb ist die derzeit hohe Fallsterblichkeit ein Artefakt. Wenn die Dunkelziffer berücksichtigt würde, käme man auf etwa dieselbe Mortalität wie in Deutschland.

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