Kommentare

"geht zur Neige" ist gut

Die Personen auf dem Foto haben Müllsäcke umgebunden.

Deindustrialisierung

Seit Thatcher werden in UK vorwiegend „Finanzprodukte“ hergestellt. Wozu diese sich eignen, sieht man, wenn es darauf ankommt.

Dafür hat das medizinische Personal aber sicher tolle „Versicherungsprodukte“ bekommen.

Ärger wächst.

Wir in Deutschland schwimmen zum Glück in Schutzausrüstung, da unsere Regierung in den vergangenen Jahren vorbildliche Pandemievorsorge betrieben hat.

Insofern ist es völlig gerechtfertigt, mit dem Finger zunächst auf andere Regierungen zu zeigen (anstatt etwa einmal die eigene zu kritisieren).

Schutzkleidung geht zur Neige...

Die britische Regierung will nun verstärkt einheimische Unternehmen zur Produktion des Equipments ermuntern, um weniger von Importen abhängig zu sein.
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Kommt mir irgendwie bekannt vor... Gibt es überhaupt noch ein Europäisches Land, dass nicht in Asien produktieren läßt ?

Die schlechte

Die schlechte Gesundheitsversorgung der Engländer wurde bereits im Rahmen der Brexit-Debatten ausführlich thematisiert. Vielleicht ein Vorgeschmack dessen, was den Engländern bevorsteht. Man kann nur hoffen, dass Lehren aus dem Debakel gezogen werden.

FFP2 - ?

Mmmmmmooooment, die haben nicht mal FFP2-Masken?
Mit den umgeschnallten Dingern schützen Sie die Patienten vor sich.
Und andersherum?

Hier in D gibts nun auch für Normalbürger FFP2-Masken zu erträglichen Preisen.
Ob wir Ihnen was schicken?

Es sollte doch möglich sein,

Masken und Kittel in Apparaten, wie man sie von chemischen Reinigungen kennt, mit Ethanol oder Isopropanol auszudämpfen, eine anständige Lösemittelrückgewinnung inclusive, und ggf. noch im Nachhinein mit 1% H2O2 zu behandeln. Sind denen alle Physikochemiker und Verfahrenstechniker davongelaufen? Und wer so ein Zeugs herstellt sollte zumindest Methoden zur Mehrfachverwertung im Krisenfall beschreiben wenn er nicht auf den Sachen sitzenbleiben will.

tja, was Wunder

Waren, die die Börsenkurse oder die Dividenden nicht steigen lassen, haben eben im Kapitalismus keinen "wirklichen" Wert. Ist ja bei uns auch nicht anders.
Wozu Schutzkleidung herstellen, wenn sich mit ein paar Leerverkäufen vom Schreibtisch aus zehnmal mehr Geld in kürzerer Zeit verdienen lässt.

Andererseits hat GB den Vorteil, nach der Pandemie sehr viel schneller wieder zum "Normalzustand" der Wirtschaft zurückzukehren, da man ja außer ein paar Computern nichts braucht. Und die sind zwar nicht immer virenfrei, tun aber ihren Dienst.

Ein Versagersystem

Der Kapitalismus hat versagt.
Weder flexibel, noch in der Lage die Probleme der Menschheit zu lösen.
USA, GB, Frankreich, Spanien, Italien...
In der Summe Billionen für die Rüstung.
Nur gegen den Feind der Menschheit helfen weder Panzer, Bomben noch Flugzeuge.

Britannien hat das Gesundheitswesen

noch viel viel stärker zurückgefahren als andere EU Staaten. D steht in diesem Vergleich recht gut da. Zumindest was die Beatmungsplätze angeht.
Die Briten werden sehr hohe Verluste erleiden.

Da wird der Flug zum Mars

oder die Besiedlung neuer Galaxien mal zurückstehen müssen.

Das ist ja nun beileibe kein britisches Problem

Das ist in Deutschland nur deshalb nicht ganz so kritisch, weil aktuell die Zahl aktiver Fälle nicht zunimmt.

Ich würde bei Mangel

nicht nur auf GB schauen, ich lese das auch in anderen Regionen der Welt, und ganz besonders in der EU hört man auch davon.
Und man muss gar nicht so weit gehen, da ist das auch so, auch will man überall die Produktionen hochfahren.
Scheint aber nicht ganz so zu klappen.
Also bitte mal nicht so weit weg sehen, näher sieht das nicht viel besser aus, immer erst vor der eigenen Tür kehren.
Dann beim Nachbarn.

Bitter für das Personal

Wenn es keine Schutzmittel gibt, setzt man den Standard runter und das Virus ist per Order mufti ungefährlich? Wissentlich in die Gefahr schicken? Klingt wie die Liquidatoren in Tschernobyl ...

re adeo60

"Die schlechte Gesundheitsversorgung der Engländer wurde bereits im Rahmen der Brexit-Debatten ausführlich thematisiert. Vielleicht ein Vorgeschmack dessen, was den Engländern bevorsteht. Man kann nur hoffen, dass Lehren aus dem Debakel gezogen werden."

Nein, werden nicht.

Wie ein trotziges Kind beharrt die UK Regierung darauf, man werde bis Jahresende ein Handelsabkommen mit der EU abschließen.
Totale Realitätsverweigerung.

Eigentlich.....

sollte man das medizinische Personal und den Großteil der Bevölkerung bedauern, aber eben nur "eigentlich". Wenn man die britischen Medien betrachtet, und die stellen nicht nur die Realität dar, sondern sind ein bestimmender Teil derselben, kommen andere Gedanken auf. Da wird ein 99-jähriger Greis bejubelt, der Spenden sammelt für das NHS und ein Großteil der Bevölkerung lauscht andächtig den Worten einer fast ebenso alten Greisin, die den Text vermutlich eines ghostwriters vorliest. Mir fällt da Mr. Farage wieder ein und sein roter Bus, auf dem er die Milliarden Pfund versprochen hat, welche durch den Brexit gespart werden können. Das medizinische Personal kann einem wirklich leid tun, aber sonst? Es lebe die "splendid isolation", nicht wahr Mr. Johnsonn?

Kommt mir so bekannt vor

WICHTIG
Schuldzuweisungen bringen jetzt absolut null, sondern Lösungen für ein Problem sind gefragt.!
Nur darüber reden lohnt sich! Alles andere raubt Zeit und Energie!
Konstruktive schnelle Lösungen zur Abhilfe bitte!

Kaum kann oder darf man etwas nicht erhalten, was zuvor als Standart zugesichert sein sollte, wird daraus eine Empfehlung gemacht und der Arbeitgeber ist fein raus.

Das tut mir aufrichtig leid, für alle dienenden Menschen! So etwas dürfte nicht passieren, in keinem Land, wie so viel auf der Welt...

re rossundreiter

"Wir in Deutschland schwimmen zum Glück in Schutzausrüstung, da unsere Regierung in den vergangenen Jahren vorbildliche Pandemievorsorge betrieben hat.

Insofern ist es völlig gerechtfertigt, mit dem Finger zunächst auf andere Regierungen zu zeigen (anstatt etwa einmal die eigene zu kritisieren)."

Soweit ich sehe, wird die eigene mit Kritik reichlich überzogen. Insofern ist Ihre Forderung bereits übererfüllt.

Dürfen wir jetzt mit Ihrer freundlichen Erlaubnis auch mal auf andere Länder schauen?

Ist doch bei uns gleich !

Schutzkleidung Mangelware. Also senkt man auch hierzulande die Hürden. Nimmt die Gefahren billigend in Kauf. Und dann gibt es wieder 200 Neu-Infektionen in irgendeiner Klinik, nach wochenlanger, breitwüriger Verteilung der Viren. WIR bleiben brav zu Hause, achten penibel auf die Etikette und im G-wesen wird gesauigelt nach Herzenslust? Kein Wunder, dass die Zahl der tägl Neu-Infektionen von 3000 nicht runterbewegt. Ist das Lockdown, wenn so ein Seuchenherd nicht trockengelegt werden kann?

@16.22h Soldat in Schwarz

Ja, leider ist die Dummheit auch noch nicht ausgerottet. - tadatada...

Ich nutze gern das Sprichwort:
Jede Maus ist schlauer als jeder Mensch. Keine Käme jemals auf die Idee eine Mausefalle zu bauen!

Wie ist der aktuelle Stand in Deutschland?

Das würde mich mehr interessieren als zu erfahren das es den Ärzten und Pflegern in UK jetzt schon nicht mehr gut geht!

Das das woanders ganz schlimm ist, ist schon klar. Wie sieht es hierzulande aus ? Angeblich (laut Spahn) wird man es wohl im Sommer schaffen genug Schutzkleidung mindestens für das medizinische Personal organisiert zu haben.

@ 16:09 von rossundreiter

Sie finden, ein solcher Bericht ist "mit dem Finger auf andere zeigen"? Sie finden, wir diskutieren zu wenig über unsere Regierung? Da hab wohl nicht nur ich einen deutlich anderen Eindruck und auch ein deutlich anderes Verständnis von freier Presse und unabhängigem Journalismus, der sich eben nicht an nationale Grenzen hält bei seiner Berichterstattung.

@Möbius

Nein wir haben etwa 5 mal so viele Beatmungsbetten laut TS:

Ausrüstung aus Türkei

Verwunderlich ist es das die Türkei, während die Bevölkerung selber seid Tagen auf Mundschutz vom Gesundheitsamt wartet, 84 Tonnen nach England und andere Länder verschickt. Und dann ist auf den Lieferungen noch das „Logo“ Erdogans drauf. Wie eine Werbekampagne wirkt das... und das dann mit Steuergeldern der türkischen Bevölkerung.

Corona-Virus in Großbritannien

...die Kritik am Krisenmanagment der britischen Regierung wächst.
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Wenn man den Bericht liest kann man das durchaus verstehen... Das britische Gesundheitswesen ist schon vor den Brexit in keinen guten Zustand gewesen. Es gibt zu wenig Intersivbetten und Beartmungsgeräte. Nun fehlt es aber auch schon an den Notwendigsten wie Schutzkleidung. Natürlich, die Schutzkleidung, Masken usw. werden ja in Ausland hergestellt. Nun aber rächt sich das die britische Regierung und alle die in der Vergangenheit einen raschen Brexit wollten, mehr Unabhängigkeit und Selbständigkeit forderten, und nun feststellen müssen das es ein Trugschluss war diese neu gewonnene Eigenständigkeit. Die Briten werden jetzt bitter merken, dass diese neue Unabhängigkeit in dieser Krise teuer erkauft wird.

Überraschung? Nicht wirklich.

Niemand hat diesen immensen Bedarf an Schutzkleidung, Gesichtsmasken etc. voraussehen können.

Und das gilt weltweit.

Sicherlich, daß es mal eine Pandemie geben könnte, das war schon klar. Trotzdem gibt es nirgendwo auf der Welt die immensen Produktionskapazitäten, die jetzt nötig sind. So etwas hält man nämlich nicht auf Verdacht auf Vorrat und blockiert damit wichtige Ressourcen.

Auch in Asien, wohin wir ja, wenn man den Wirtschaftsnationalisten Glauben schenken darf, alles ausgelagert haben, lässt sich der momentane Bedarf nicht decken.

Die Produktionskapazitäten müssen überall hochgefahren oder sogar erst geschaffen werden.

Daß Großbritannien dank der seit Thatcher betriebenen Deindustrialisierungspolitik es da schwerer als andere Länder hat, überrascht allerdings nicht.

Infektion von Medizinischem Personal

RKI Chef Wieler hat am 11. April eine „Untererfassung“ der Infektionen von medizinischem und Pflegepersonal konstatiert. Das liegt daran, dass die deutschen Gesundheitsämter bisher keine Erfassung nach „Berufsgruppen“ durchgeführt haben. Außerdem wurden Alten- und Pflegeheime nicht mit erfasst.

16:19, spax-plywood

>>Es sollte doch möglich sein,
Masken und Kittel in Apparaten, wie man sie von chemischen Reinigungen kennt, mit Ethanol oder Isopropanol auszudämpfen, eine anständige Lösemittelrückgewinnung inclusive, und ggf. noch im Nachhinein mit 1% H2O2 zu behandeln. Sind denen alle Physikochemiker und Verfahrenstechniker davongelaufen? Und wer so ein Zeugs herstellt sollte zumindest Methoden zur Mehrfachverwertung im Krisenfall beschreiben wenn er nicht auf den Sachen sitzenbleiben will.<<

Das Problem ist nicht, daß die Technologie nicht vorhanden wäre, sondern daß sie nicht in ausreichender Menge vorhanden ist.

Führen Sie sich mal vor Augen, was für riesige Textilberge momentan mehrfach täglich desinfiziert werden müssen. Dafür ist der Gerätepark nicht ausgelegt und kann es auch gar nicht sein. Denn wenn man sich im Vorfeld auf jegliche Eventualität vorbereiten wollte, dann würde ein Großteil der Wirtschafts- und Arbeitskraft permanent nur dafür benötigt.

Verschlafen, ignoriert und geleugnet.

Spätestens Mitte Januar mußte jedem, der in der Schule verstanden hat, was eine Exponentialfunktion ist, klar gewesen sein, was da auf uns zukommt. Gehandelt wurde nicht.
Die Infektionen bei Webasto in Bayern waren eine freundliche zweite Warnung, die ebenfalls in den Wind geschlagen wurde.

Hätte man vor 2 Monaten, oder wenigstens vor 1 Monat, angefangen, auf Teufel komm' raus Schutzausrüstung zu produzieren, anstelle das Problem zu leugnen, ständen Europa und UK nun deutlich besser da.

Für Europa eigene Produktion

Man sollte gleich aus den Fehlern lernen. Für Europa sollte im medizinischen Bereich eigene Produktionsketten eingerichtet werden. Es ist erschreckend zu sehen wie abgängig wir von anderen Ländern hier sind.

Kommt einen bekannt vor

Was die britische Gesundheitspolitik betrifft, darüber lässt sich streiten.
Aber was die Versorgung von Schutzausrüstung und dessen Maßnahmen angeht, das sah oder sieht immer noch, bei uns eigentlich ganz ähnlich aus. Kommt einen jedenfalls bekannt vor. Außer vielleicht, dass das hiesige Pflegepersonal im medizinischen Bereich meines Wissens noch nicht mit Müllsäcken bekleidet werden musste.

@fathaland slim, 16:50

Niemand hat diesen immensen Bedarf an Schutzkleidung, Gesichtsmasken etc. voraussehen können.

Ich bin auch kein Dauernörgler, aber das, sorry, stimmt nicht. Es gab Krisenszenarien, sogar hochoffizielle, aus denen genau diese Anforderungen abgeleitet wurden, vor denen wir jetzt so "überraschend" stehen. Aber das "hätte sich nicht gerechnet".

Das kapitalistische Wirtschaftssystem läuft in so einer Situation an die blanke Wand. Grundlegende Bedürfnisse können nicht mehr bedient werden. Das hat schon ein alter Graubart vor über 150 Jahren vorausgesehen.

Marieke

Was wollen Sie eigentlich sagen?
Ja, auch die Dummheit ist im Kapitalismus nicht ausgerottet.
Exakt.
Ansonsten, schauen Sie sich die Zustände an.
Und die genannten Staaten sind hochentwickelte kapitalistische Länder.
Wie ist da wohl die Situation im Gesundheitswesen in anderen Ländern...

@ um 16:47 von Felina2

Nachdem ja zu Beginn der Pandemie in Deutschland gefordert wurde die Anzahl der Intensivbetten zu verdoppeln und sich deren Anzahl vor ca 2 Wochen in Richtung 50.000 bewegte, wurde vor ein paar Tagen berichtet, dass noch ca 10.000 frei wären. Das heißt, dass wir nun ca 40.000 Corona-bedingte Intensivpatienten haben.
Dafür, dass sich die Infektionen immer noch ausbreiten, scheint das, sicher nicht nur mir, recht wenig zu sein.
Schutzkleidung ist ebenfalls immer noch Mangelware und von Masken für alle sind wir noch Monate entfernt.
Viel weniger bedenklich als in GB ist die Lage in der BRD auch nicht.

um 16:36 von llit

>>
Mmmmmmooooment, die haben nicht mal FFP2-Masken?
Mit den umgeschnallten Dingern schützen Sie die Patienten vor sich.
Und andersherum?
<<

Ist das wirklich so ? Ich habe gelesen, dass man sich mit den FFP2-Masken selbst schützt und die anderen überhaupt nicht. Ich habe hier noch einen ganzen Karten, den ich mal für Flex-Arbeiten besorgt hatte. Da geht es nur ums einatmen. In einer Corona-Station im Krankenhaus muss man die Patienten ja auch nicht mehr vor Ansteckung schützen.

Warum ist es in Deutschland nicht so gut wie in Südkorea?

Dort wurde am 08.04. die Plateauphase erreicht, die Epidemie also eingedämmt.

Davon ist Deutschland noch weit entfernt. Anstatt also mit dem Finger auf die zu zeigen, bei denen es offenbar noch schlechter läuft (USA?), sollte man dahin gucken, wo es besser läuft und sich fragen, wieso.

Beispiel in Europa: Norwegen.

Am 19. April 2020 um 16:09 von rossundreiter

Zitat:
"...Wir in Deutschland schwimmen zum Glück in Schutzausrüstung, da unsere Regierung in den vergangenen Jahren vorbildliche Pandemievorsorge betrieben hat..."

Ich hoffe Sie meinen dies mit einer gewissen Ironie, denn unserer Regierung hat die Alarmglocken von 2013 nicht hören wollen.
Söder hat ja recht, wir stellen Maschinen her, schicken diese nach China sind aber nicht in der Lage selbst Masken herzustellen.
... die Lieferketten müssen neu durchdacht werden.

Problem der Industriemächte

Bis vor zwei Monaten hätte ich auch nicht gedacht, dass GB, D, I, E, die USA oder welche Industrienation auch immer, weder in der Lage sind Masken und Schutzausrüstungen auf Vorrat zu lagern, noch - nachdem dieses Manko entdeckt wurde - ihre Produktion auf diese notwendigen Dinge umzustellen.

1941 wurden in den USA 3 Millionen Autos hergestellt. Nach dem Kriegseintritt waren es von 1942-45 sage und schreibe noch 139 !!! Warum? Weil keine Autos, sondern Waffen gebraucht wurden. Natürlich wurde auch damit kräftig verdient, so dass sich Umstellung "lohnte".

Dafür könnten heute doch EU und nationale Regierungen auch sorgen - oder etwa nicht? Finanzielle Ausgleichszahlungen an Großunternehmen sollten m. M. nur erfolgen, wenn diese Konzerne ihre Produktion umstellen könnten. Ansonsten haben wir in einem halben Jahr immer noch zu wenig Masken, aber dafür Millionen von Autos, die keiner mehr kaufen kann.

@Der freundliche - Brexit teuer erkauft

So wird es auch werden, nach der Welt Corona Konjunkturflaute, kann die EU und viele andere Länder keinerlei Rosinen mehr verschenken.

16:48 von Der freundliche...

Das das Gesundheitssystem in England kaputt gespart wurde weiss ja nun jeder. Nur was hat das jetzt mit dem Brexit zu tun?..glauben sie das wenn die Briten noch in der EU wären, vielleicht hundert eingeflogene Infizierte die Lage viel geändert hätten?
Schauen sie nach Italien, Frankreich und Spanien wie viel "Solidarität", in der EU herrscht.

12 Mrd Masken Jahresbedarf ? Laut Altmaier

Das ist völlig realistisch. Aber wann glaubt man diese Nachfrage befriedigen zu können?

Forecast???

Also angenommen man HÄTTE die Maschinen (man hat sie nicht), angenommen man hätte genug Vliessstoffe (hat man nicht), dann wäre noch das Problem mit dem Personal zu lösen, das die Maschinen bedienen soll (gibt es derzeit nicht).

Am 19. April 2020 um 16:50 von fathaland slim

Mal den Artikel lesen.
" Tausende Fabriken produzieren Mundschutz "
Und dann mal darüber nachdenken, wie viele Firmen es bei uns gibt, die so etwas preiswert herstellen können.
Oder es in der ganzen EU gibt, sicher keine Tausende, sondern eine Handvoll.
Das sollte man wohl mal ändern, und dann mal die Lager von früher wieder benutzen, dann wäre das Problem etwas kleiner ;-).

16:50 von fathaland slim

Was sie darstellen, das geht mir seit einiger Zeit, wenn ich Nachrichten aus GB lese, auch durch den Sinn. Sie haben es auf den Punkt gebracht. Vor ca. 2 Wochen las ich auf BBC einen Artikel mit der Überschrift " Was wir von Deurschland lernen können". Leider weiß ich das Datum nicht genau und finde den Artikel nicht mehr in der Kürze der Zeit, da ich morgen den Dienst wieder antreten muss.

"vor über 150 Jahren vorausgesehen."

Richtig. Und Charly M. aktualisiert mir gerade seine alte Aussage:
'Gesundheit ist ein Luxus, den sich nicht jedermann leisten kann.'
Sozusagen als die 'Freiheit von Krankheit' ;-)

17:05 von Möbius

Warum ist es in Deutschland nicht so gut wie in Südkorea?
.
weil in Südkorea konsequent gehandelt wurde und wird
da zieht man an einem Strang statt sich in unnötigen/sinnlosen Diskussionen aufzuhalten
und da glauben Gelangweilte auch nicht Demos anzetteln zu müssen
weil ihre Menschenwürde bei Maskentragen und keinen Partys Schaden nimmt
und Norwegen wurde genannt
bereits seit 5 Wochen wurden 2 Wochen Quarantäne für jeden einreisenden Norweger vorgeschrieben,
Ausländer kamen erst gar nicht ins Land
dazu noch ein dünn besiedeltes Land und verantwortungsvolle Bürger

@Möbius, 17:05 - Gut mit der Krise zurechtgekommen

Grundsätzlich gebe ich Ihnen Recht. Wir sollten uns auf die eigenen Probleme konzentrieren. Immerhin lässt sich feststellen (und dies ist auch in einer internationalen Studie dokumentiert), dass Deutschland ein hervorragendes Krisenmanagement geleistet hat (Platz 2/USA Platz 70.). Anders als Schweden hatte NOR schon frühzeitig Maßnahmen gegen Corona veranlasst. Gleichwohl können Deutschland und die nordischen Länder nicht einfach miteinander verglichen werden. Deutschland war durch die Nähe zu Italien und Frankreich, noch dazu durch die Lage inmitten von Europa und die starken internationalen und touristischen Beziehungen weit mehr betroffen. Von daher kann man nur sagen, dass Deutschland gut mit der Krise zurechtgekommen ist.

16:50 @fathaland slim ... Überraschung? Nicht wirklich.

"Niemand hat diesen immensen Bedarf an Schutzkleidung, Gesichtsmasken etc. voraussehen können...."
Einspruch
Wir haben eine Risikoanalyse von 2012, die dem Bundestag, der BR seit anfang
2013 bekannt ist, bekannt sein müsste. Darin wird ziemlich verständlich und ausführlich aufgelistet,
was alles (welcher Mangel) eintreten kann bzw. was zu beschaffen ist. Genau dies ist zum Großteil auch eingetreten. Was uns erwartet, war auch an der (geschönigten) Entwicklung in China Mitte/Ende Januar zu erkennen.

Im Februar war von einer Reihe dt. Firmen (Adidas, VW,..) zu lesen, dass sie ihre
Produktion in China stoppen,
Gab es keinen Austausch zwischen den Firmen und der BR?

TS: 26.02.2020 Spahn erklärte:
"Ich komme immer mehr zu der Überzeugung: "Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Epidemie an Deutschland vorbeigeht, wird sich nicht erfüllen und sich nicht ergeben."
Das war m.E.die peinlichste Offenbarung an Versäumnissen.

17:10 von Mauerkind

Ansonsten haben wir in einem halben Jahr immer noch zu wenig Masken, aber dafür Millionen von Autos
.
ich denke wir kriegten das in einer Rekordzeit hin,
Schutzkleider und Masken
aber auch als technisch wenig Versierter sollte es einleuchten, dass auf einer Fertigungsstraße für Autos
nicht nach Schichtwechsel mal eben auf Schutzanzüge umgestellt werden kann

17:04, frosthorn @fathaland slim, 16:50

>> Es gab Krisenszenarien, sogar hochoffizielle, aus denen genau diese Anforderungen abgeleitet wurden, vor denen wir jetzt so "überraschend" stehen. Aber das "hätte sich nicht gerechnet".

Das kapitalistische Wirtschaftssystem läuft in so einer Situation an die blanke Wand. (...) Das hat schon ein alter Graubart vor über 150 Jahren vorausgesehen.<<

Es gibt hunderte Krisenszenarien, die im Katastrophenschutz durchgespielt werden. Die sind alle ungefähr gleich wahrscheinlich, erfordern aber sehr unterschiedliche Maßnahmen.

Wenn dann, wie im vorliegenden Fall, eins dieser Szenarien eintritt, dann ist das natürlich eine Steilvorlage für diejenigen, die behaupten, man hätte es ja vorher gewusst und sich darauf vorbereiten können.

Niemand konnte aber vorhersagen, daß von den hunderten Szenarien jetzt genau dieses eintreffen würde.

Sie wissen, daß ich dem kapitalistischen Wirtschaftssystem höchst kritisch gegenüberstehe, aber hier hätte wohl jedes andere System ebenfalls große Probleme.

um 17:05 von Möbius

>>
Davon ist Deutschland noch weit entfernt. Anstatt also mit dem Finger auf die zu zeigen, bei denen es offenbar noch schlechter läuft (USA?), sollte man dahin gucken, wo es besser läuft und sich fragen, wieso.

Beispiel in Europa: Norwegen.
<<

Norwegen hat keine Ballungszentren und nur gut 5 Mio. Einwohner. Über 7.000 bestätigte Infektionen, 165 Verstorbene.

Mein Bundesland MV hat gut 1,6 Mio. Einwohner, also ein Drittel. Per heute 651 Infizierte, 15 Tote. Multipliziere ich mit 3 komme ich auf unter 2.000 Infizierte und 45 Tote. Was soll an Norwegen nun gut sein ?
Man sollte nur Vergleichbares vergleichen.

@um 16:48 von Der freundliche...

...das die britische Regierung und alle die in der Vergangenheit einen raschen Brexit wollten, mehr Unabhängigkeit und Selbständigkeit forderten, und nun feststellen müssen das es ein Trugschluss war diese neu gewonnene Eigenständigkeit. Die Briten werden jetzt bitter merken, dass diese neue Unabhängigkeit in dieser Krise teuer erkauft wird.

Wollen Sie jetzt ernsthaft behaupten in dieser Krise gäbe es Solidarität und Hilfsbereitschaft innerhalb der EU?

Jedes Land schaut für sich selbst. Allen voran übrigens Deutschland, das Lieferungen für andere Staaten blockiert hat. Die derzeitige Wut der Italiener auf die EU kommt nicht einfach so. Momentan ist man noch sehr mit sich selbst beschäftigt, die Abrechnung mit der EU kommt dann nach der Krise.

GB ist nicht mehr EU-Mitglied, allerdings gelten noch alle Verträge während der Übergangsfrist. Nutzt offensichtlich überhaupt nichts. Mit der Unabhängigkeit hat man wenigstens die Chance/Pflicht, sich damit zu beschäftigen.

@fathaland slim 16.50

Auch in Asien, wohin wir ja, wenn man den Wirtschaftsnationalisten Glauben schenken darf, alles ausgelagert haben, lässt sich der momentane Bedarf nicht decken.
Die Produktionskapazitäten müssen überall hochgefahren oder sogar erst geschaffen werden."
Ich denke, da haben Sie Recht. Und wenn dann Unternehmen wie Trigema einspringen und die knappen Masken herstellen, wird hier im Forum der Preis moniert und H.Grupp als gieriger Kapitalist hingestellt. Weil ja die Theoretiker und Kapitalismuskritiker bestimmt besser kalkulieren und wirtschaften können als Grupp;-)

Typisch

Neoliberalismus. Anstatt für das Wohl der Bevölkerung zu Sorgen und gegen eine absehbare (!) Krise gewappnet zu sein, wurden lieber den Superreichen Steuersenkungen geschenkt. Corona ist nur ein Beispiel dafür, dass die 'Mitte' des politischen Spektrums ebenso Blut an den Händen kleben hat wie die Rechten und Linken. Auch jetzt werden Schulden aufgehäuft (also Geld von den Reichen geliehen), anstatt diese endlich gerecht zu besteuern. Wer darf dies also wieder bezahlen? Richtig, die Arbeiter, erst mit ihrem Blut und Leben, dann werden sie wieder finanziell ausgepresst zum Wohle der Superreichen.

17:03 Speedbones

>>Für Europa sollte im medizinischen Bereich eigene Produktionsketten eingerichtet werden. Es ist erschreckend zu sehen wie abgängig wir von anderen Ländern hier sind.<<

Sehe ich ebenso. Nicht nur, was die Schutzbekleidung betrifft sondern auch die Versorgung mit Arzneimitteln ist dringend geboten. Das war schon vor der Corona-Krise ein klaffendes Loch.

Am 19. April 2020 um 17:27 von Sisyphos3

" aber auch als technisch wenig Versierter sollte es einleuchten, dass auf einer Fertigungsstraße für Autos
nicht nach Schichtwechsel mal eben auf Schutzanzüge umgestellt werden kann "

Das hat Mauerkind wohl etwas anders gemeint ;-), Autos haben wir reichlich, da wird keinen Engpass geben.
Autoindustrie und Maskenproduktion passen auch nicht gut zusammen.
Aber wird sind gut im Maschinenbau, bis Bonbon Maschine, sollte doch möglich sein mal was für das Land zu machen.

um 17:18 von Möbius

>>
12 Mrd Masken Jahresbedarf ? Laut Altmaier

Das ist völlig realistisch. Aber wann glaubt man diese Nachfrage befriedigen zu können?

Forecast???

Also angenommen man HÄTTE die Maschinen (man hat sie nicht), angenommen man hätte genug Vliessstoffe (hat man nicht), dann wäre noch das Problem mit dem Personal zu lösen, das die Maschinen bedienen soll (gibt es derzeit nicht).
<<

Man hat die fertigen Baupläne für die Maschinen, denn die gibt es ja schon. Vliess wird bereits in D produziert inzwischen und Bediener werden Sie aktuell reichlich finden.

17:18 von Möbius

Maschinen (man hat sie nicht),
genug Vliessstoffe,
Maschinen bediener
.
glauben sie echt das stellt ein unüberwindbares Problem dar ?
mit höchster Wahrscheinlichkeit werden die Maschinen hierzulande sogar produziert
dann wird man definitiv auch wissen wie man mit den Maschinen produziert
und ob die bei Trigema stehen oder in BanglaDesh
Vliesstoff ist sicher auch kein Problem
aber das braucht etwas Zeit, ebenso wie plötzlich 7 mal so viel Klopapier benötigt wird ....
und Maschinenbediener - so viele braucht´s nicht
aber ein Industriebetrieb arbeitet schneller und effizienter als der Bund
das weiß man nicht erst seit dem Berliner Airport

17:19, wenigfahrer

>>Am 19. April 2020 um 16:50 von fathaland slim
Mal den Artikel lesen.
" Tausende Fabriken produzieren Mundschutz "
Und dann mal darüber nachdenken, wie viele Firmen es bei uns gibt, die so etwas preiswert herstellen können.
Oder es in der ganzen EU gibt, sicher keine Tausende, sondern eine Handvoll.
Das sollte man wohl mal ändern, und dann mal die Lager von früher wieder benutzen, dann wäre das Problem etwas kleiner ;-).<<

Mundschutz ist nun wirklich nicht schwer herzustellen. Es dauert allerdings, die Kapazitäten entsprechend hochzufahren. Man braucht jetzt die -zighunderttausendfache Menge, die man in "normalen" Zeiten braucht.

Wobei ich die Fokussierung auf "Alltags"mundschutze für Jedermann ohnehin für verfehlt halte. Jeder Virologe sagt, sie würden auf keinen Fall schaden, keiner sagt aber, sie wären ungeheuer nützlich.

Nein, es gibt ganz andere Baustellen, die aber leider über die Mundschutzdiskussion ein wenig aus dem Blick geraten.

@imalipusram 17:00

Zitat: „ Hätte man vor 2 Monaten, oder wenigstens vor 1 Monat, angefangen, auf Teufel komm' raus Schutzausrüstung zu produzieren, anstelle das Problem zu leugnen, ständen Europa und UK nun deutlich besser da.“

Ja, vielleicht könnte man dann zumindest Ärzte und Pflegepersonal besser schützen und die riskantesten Übertragungsketten unterbrechen.

Abgesehen von Mundschutz vermisse ich momentan viele pragmatische Ansätze. Wenn man jetzt z.B. Imbisse, Kantinen etc. wieder anlaufen lässt, sollte man den Betreibern klare Richtlinien geben:

- Keine Selbstbedienung, keine Grabbelkisten für Bestecke etc., Mundschutz in der Küche! Das Virus wird schnell von Mund zu Hand zu Mund übertragen.

- Tische, Handgriffe etc. regelmäßig mit starken Detergenzien reinigen.

- Das gleiche gilt für Einkaufswagen, Tochscreens, Kühltruhen etc. im Lebensmittelhandel

- Türen in öffentlichen Verkehrsmitteln möglichst automatisiert öffnen lassen

- Öffentlich zugängliche Toiletten viel häufiger reinigen!

17:04 @frosthorn .. @fathaland slim .. kapitalistisches

Ich will auch nicht meckern, es ist bis jetzt noch mal gut gegangen. Ein realistischer und kritischer Blick auf die Geschehenisse sollte erlaubt sein, etwas mehr Selbstkritik würde niemanden schaden - im Gegenteil

kapitalistisches Wirtschaftssystem ...
ist in der Produktion eben so hoch technisch spezialisiert und optimiert, das man nicht
jede Produktion nicht so leicht umstellen kann. Richtig.
Wenn man dann noch bedenkt, dass die Krankenhäuser, Pflegeheime, Arztpraxen
permanent sparen (müssen), dann haben die auch keine riesigen Vorräte.
Doch in der Bekleidungsindustrie (in D, sofern wir diese noch haben)
oder bei Produzenten von Frisierumhängen wäre das Umstellen sicher möglich gewesen.
Ob ausreichend geeignetes Material vorhanden ist/war, weiß ich nicht.

Charlys "Kapital" sollten Politiker und Unternehmer lesen!

@Möbius, 12 Mrd Jahresbedarf

Man könnte ja wenigstens langsam mal anfangen, sich wirklich ins Zeug zu legen und Produktionslinien zu bauen.

Das meiste ist automatisiert, man kann anlernen. Es gibt genug Menschen in Deutschland, die auf Kurzarbeit sind oder gar ohne Job dastehen und sofort einsetzbar sind.

Taiwan hats vorgemacht: die haben Ende Januar angefangen, zu klotzen. 60 Produktionsstraßen wurden gleichsam über Nacht aus dem Boden gestampft und produzieren mittlerweile mehr als 13 Millionen Masken täglich. Macht mehr als 4 Mrd Stück pro Jahr, für eine Bevölkerung von 23.5 Mio Menschen.

Das Land konnte es sich sogar leisten, letzte Woche 10 Mio Stück an Europa zu verschenken (davon 1 Mio an Deutschland), auch wenns die Bundesregierung offiziell gar nicht (aus Feigheit vor China) und die deutschen Medien nur untergeordnet interessiert hat.

Taiwan arbeitet sogar daran, Produktionslinien für Masken zu exportieren, das dauert nur leider noch ein paar Monate.

Geht nicht? Gibts nicht!

17:27 von Sisyphos3

Auf einer Fertigungsstraße der Autoindustrie sicher nicht aber auf tausenden Nähmaschinen wie in Adidas Werkstätten in Vietnam, wo ohne grosse Investitionen und Umstellung und Dank vieler versierter Bäuerinnen das ohne weiteres möglich wäre. Dasselbe bei hochwertigen medizinischen Schutzmasken, wofür sogar Material vorhanden wäre. So nähen sie halt zu Hause mit allem textil was sie finden können für ihre Familien.
Dasselbe von H&M in Bangladesch u.a Ländern, Puma, Deichmann u.a.

17:26, Leipzigerin59 @16:50 @fathaland slim

>>16:50 @fathaland slim ... Überraschung? Nicht wirklich.
"Niemand hat diesen immensen Bedarf an Schutzkleidung, Gesichtsmasken etc. voraussehen können...."
Einspruch
Wir haben eine Risikoanalyse von 2012, die dem Bundestag, der BR seit anfang
2013 bekannt ist, bekannt sein müsste. Darin wird ziemlich verständlich und ausführlich aufgelistet,
was alles (welcher Mangel) eintreten kann bzw. was zu beschaffen ist. Genau dies ist zum Großteil auch eingetreten. Was uns erwartet, war auch an der (geschönigten) Entwicklung in China Mitte/Ende Januar zu erkennen.<<

Es war eine Risikoanalyse von vielen.

Deren Szenario nun eingetreten ist.

Es hätten auch die Szenarien der zahlreichen anderen Risikoanalysen eintreten können. Szenarien, die ganz andere Maßnahmen erfordern würden.

Nein, Risiken lassen sich nicht im Vorfeld eliminieren. Auch wenn es verständlich ist, daß sich das Viele wünschen.

Weil es die Risikoanalyse gab, haben wir vielleicht bisher so wenig Tote? Könnte sein, oder?

@Sisyphos3, 17:27

aber auch als technisch wenig Versierter sollte es einleuchten, dass auf einer Fertigungsstraße für Autos nicht nach Schichtwechsel mal eben auf Schutzanzüge umgestellt werden kann

Das leuchtet mir durchaus ein. Aber auch dem epidemiologisch wenig Versierten sollte es einleuchten, dass wir eine solche Extremsituation nicht bewältigen werden, indem wir Autos bauen, bis der Arzt kommt. Und dann darf man wohl hinterfragen, ob wir immer die richtigen Prioritäten gesetzt haben.

Zumindest die Ermittlung der Fakten wäre schon schön

Wie viele Personen sind infiziert (Dunkelziffer)? Wird man immun und wodurch? Wie lange hält die Immunität an?

Es gibt bisher keine abschließenden Antworten der Wissenschaft.

Das ist ok. Nicht ok ist, dass die Politik immer wieder auf dieser wackligen Datengrundlage Entscheidungen trifft, und Anordnungen erlässt, die das Leben von Millionen Menschen betreffen.

Änderungsschneidereien, etc.

Wenn jede Änderungs-
schneiderei im Land
den Bürgern textile, waschbare(60/95Grad)Baumwollmasken zu angemessenen Preisen anbietet, sollte das Problem für "Otto
Normalverbraucher "
doch gelöst sein! Man
kann die Masken auch
in Schüsseln oder Eimern waschen, indem man sie in kochend heißem Wasser einweicht!
Im Netz gibt es zudem viele Anleitungen zum Nähen von Masken!

Schutzkleidung in Großbritannien geht zur Neige

das hätte auch ohne die Verlagerung derartiger Produktionsumfängen nach China zu gewaltigen Problemen geführt
brauchte man in normalen Zeiten 1 Million Schutzmasken (mal als Hausnummer)
wovon 100.000 hierzulande produziert werden
braucht man aktuell 1 Milliarde
unsere ausländischen Lieferanten können sicherlich die Produktion steigern
- aber auch die benötigen jetzt selbst das hundertfache des sonst Üblichen
also Zustände noch extremer wie beim Klopapier mit dem Unterschied der Bedarf wird über Monate bestehen
und nicht bis die Hamsterer ihren Keller voll haben

Wie kann es sein...

... das seit Wochen klar ist dass atemmasken und schutzkleidung für Personal in Krankenhäusern und Arztpraxen etc weltweit Immer noch nicht geliefert werden können? Warum hat man nicht gleich angefangen nach bemerken dieses Mangels im Inland zu produzieren? Milliarden werden ausgegeben, hätte man nicht mit einigen Millionen an Geldern im Inland staatlich geförderte so schnell es geht Produktionslinien aufbauen können? In Zukunft sollten wir wie viele asiatische Länder auch Masken tragen wenn wir ansteckende Infektionen haben um andere zu schützen... selbst bei Schnupfen, Erkältung und Grippe, kranke müssen dennoch zwischen Menschen wegen Einkauf, Arztbesuch etc... die viele saisonalen Erkrankten sind insgesamt weitaus schlimmer in der Auswirkung als bisher Covid19... daher ist es natürlich eine große Belastung eine weitere hochansteckende Krankheit zu den saisonalen winterinfektion dazuzuzählen... ich glaube dass Corona und auf Dauer erhalten bleibt....

Am 19. April 2020 um 17:26

Am 19. April 2020 um 17:26 von Adeo60
@Möbius, 17:05 - Gut mit der Krise zurechtgekommen

Den Kommentar kann ich voll untrerschreiben,Danke.

@ 16:09 von rossundreiter

Es gibt kein Land auf der Welt, außer vielleicht Taiwan, dass irgendwann in den letzten 100 Jahren auch nur halbwegs ausreichend Schutzkleidung für eine Pandemie gebunkert hat. Das war völlig klar. Sie haben sicherliche in den vergangenen Jahren immer wieder ihren Bundestagsabgeordneten auf dieses Manko hingewiesen - oder auch nicht drüber nachgedacht? Wir haben zumindest für unser medizinisches Personal immer genug gehabt und jetzt läuft lansam die Produktion an, so dass wir auch die Bevölkerung mehr und mehr versorgen kann. Das Problem ist aber, dass UK ohne Rücksicht auf seine eklatanten Versorgungsmängel es trotzdem riskiert hat, sehr große Infiziertenzahlen in Kauf zu nehmen, bevor man den Lock down startet. Das rächt sich jetzt.

@Sisyphos3 17:22 Uhr: warum Südkorea so gut zurecht kommt

Das kann man schon konkretisieren.

In Südkorea wurde sehr offensiv getestet, unabhängig ob Symptome da waren oder nicht.

Dadurch wurden viele Fälle identifiziert, die in Deutschland zB durchs Raster gefallen wären.

Ausserdem hatte man eine Handy App, mit der sich Kontakte haben nachverfolgen lassen. Freiwillig! Die so identifizierten Kontakte wurden getestet, „Positive“ isoliert.

Warum es auch nach vielen Wochen immer noch keine solche App zum freiwilligen Download in Deutschland gibt, verstehe ich nicht. Am „Datenschutz“ kann es nicht liegen, denn über meine Daten bestimme ich ja selbst. Außer Deutschland verstünde etwas anderes unter „Datenschutz“ als Südkorea.

Drittstaat

Können wir, obwohl die Briten sich aus der europäischen Solidarität verabschiedet haben, nicht doch noch helfen. So viel mehr Material haben wir zwar selbst nicht, aber ein Hilfsprogramm für das marode britische Gesundheitssystem muss drin sein.

16:19 von spax-plywood

Es sollte doch möglich sein,
Masken und Kittel in Apparaten, wie man sie von chemischen Reinigungen kennt,
.
aber es sollte auch einem Laien klar sein
wenn ne Wäscherei 1.000 Hemden waschen und bügeln kann
nicht von einem Tag auf den anderen mit 10.000 Hemden dasselbe hinbekommt
die haben eben nur ne begrenzte Anzahl Waschmaschinen
und voller als voll kriegt man eine nicht
ebenso wie mit deren Laufzeit, der Tag nur 24 Stunden hat
auch für die tollste Waschmaschine
und da geht es nicht um eine Verzehnfachung sondern verhundertfachung, gar mehr

Bittere Tage in GB

Es gibt in manchen Hospitälern in GB bittere Entscheidungen für die Ärzte. Viele alte Patienten mit Vorerkrankung können gar nicht mehr behandelt werden. Und das Personal ist ungenügend geschützt.

re leipzigerin

"Im Februar war von einer Reihe dt. Firmen (Adidas, VW,..) zu lesen, dass sie ihre
Produktion in China stoppen,
Gab es keinen Austausch zwischen den Firmen und der BR?"

Was genau hätten Adidas und VW zur Information der BR beitragen können?

@ 17:00 von imalipusram

Ich bin Mathematiker. Ich weiß ganz genau, was exponentielles Wachstum ist. Die Informationslage Mitte Januar war nicht so, dass man daraus mit auch nur halbswegs nennenswerter Wahrscheinlichkeit ableiten konnte, dass es zu einer weltweiten Pandemie kommen würde. Wer in solchen, recht häufig vorkommenden Situationen (in den letzten Jahren ist es ja immer so gut gegangen, dass Sie offensichtlich noch nicht einmal was davon gemerkt haben) schon schwere Katastrophenmaßnahmen ergriffen hätte, nun dann wären die Volkswirtschaften praktisch nur im Katastrophenmodus gelaufen und wir hätten für alle die netten Kleinigkeiten, die heute unser aller Wohlstand ausmachen, kein Geld gehabt. Es ist halt diesmal nicht gut gegangen - unser ganzer Wohlstand beruhte darauf, dass wir uns darauf verlassen haben, dass es immer noch gut gegangen hat.

@17:26 von Adeo60

"Von daher kann man nur sagen, dass Deutschland gut mit der Krise zurechtgekommen ist."

Im SPIEGEL war zu lesen, dass Deutschland auch bisher(!) sehr viel Glück gehabt hat. Nicht nur deswegen sollte man mit Eigenlob sehr zurückhaltend sein.

Was mir neben den Problemen mit der Schutzkleidung wirklich sehr große Sorge bereitet, ist, dass die Narkosemittel knapp werden. Besonders drastisch seien die Probleme bei den Narkosemitteln Propofol und Isofluran, beim Schmerzmittel Sufentanil oder dem Beruhigungsmittel Midazolam. Alles Mittel die sehr häufig auch auf den Intensiv-Stationen verabreicht werden.

@ 17:26 von Leipzigerin59

Ja, da war eine Pandemieanalyse in 2012. Es gibt auch entsprechende Modelle für Erdbeben (Kölner Bucht und BW), Vulkanausbrüche (Eifel), Sturmfluten und Tsunamis (Nordsee), umfangreiche Stromausfälle, Vergiftungsunfälle des Grundwassers, von Atomkriegen und oder -unfällen ganz zu schweigen .... Alles mit Millionen Toten und einem völligen Zusammenbruch der Wirtschaft. Es gibt einen ganzen Berufszweig in der Mathematik, der sich nur damit beschäftigt, Tod und Verderben vorherzusagen. Es ist der Job unserer Politiker diese Vorhersagen einzuordnen und zu überlegen, welche schwersten Einschränkungen, die jede Vorsorge darstellen würde, man der Bevölkerung zumutenkann. Wann ist die Medizin schlimmer als die Krankheit?

Herr Braun zur Handy App: ist in Arbeit

Man bräuchte jetzt die Unterstützung der Betriebssystem Hersteller zur Portierung.

Ich sag mal so (als alter IT-ler): wenn ich sowas schon höre, wird es wohl LÄNGER dauern. Rechnet mal nicht vor Juli mit der App (wenn alles gut geht!).

für einen Menschen, dessen einziges Werkzeug ein Hammer ist,

ist jedes Problem ein Nagel. Sagt ein chinesisches Sprichwort.
Es ist offensichtlich, dass wir hier vor einem Problem stehen, das wir - überraschenderweise? - nicht mit Geld lösen können. Und wer vorher geglaubt hat, eine funktionierende Wirtschaft sei am Aktienindex zu erkennen, der muss nun wohl realisieren, dass es andere Dinge sind, die wirklich zählen. Die Sachen, die wir jetzt brauchen, haben wir nicht, weil wir sie nicht produziert haben. Weil es uns nicht rentabel genug erschien. Wie jemand, der auf seinem Frachtschiff die Rettungsboote abmontiert hat, damit er noch ein paar Container mehr an Ladung aufnehmen kann. Dass er mal in Seenot geraten könnte, das "konnte ja niemand wissen".
Ich habe den sehnlichen Wunsch, dass wir, wenn wir das alles gemeistert haben, über sinnvolle Produktion und eine sinnvolle, nachhaltige Art des Wirtschaftens nachdenken.

@16:14 von Adeo60

"Man kann nur hoffen, dass Lehren aus dem Debakel gezogen werden."

Das gilt auch für uns:

***Gesundheitsexperten haben am Montag dafür plädiert, jedes zweite Krankenhaus in Deutschland zu schließen. In einer Studie im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung heißt es, auf diese Weise könnten die Patienten deutlich besser versorgt werden.***

Das war im Juli 2019.

Ja, Deutschland hat auch Glück gehabt.

@rossundreiter 16:09

Hier geht es um UK und nicht um Deutschland. Im Übrigen hat Deutschland den Coronavirus viel besser im Griff als Großbritannien.

Europa - Auf ganzer Linie gescheitert

Die Öffnung der europäischen Grenzen war von Gier gesteuert, ein gemeinsamer europäischer Grenz- und Katastrophenschutz wurde noch nicht einmal in Betracht gezogen.
Und jetzt? Jetzt ist die Alles-für-die-Industrie-Fraktion dabei, sich ein Armmutszeugnis nach dem Anderen auszustellen. Daten werden nicht erhoben. Mangel weder erkannt, noch beseitigt. Stattdessen wird aus der Hüfte geschossen, auf "Sicht gefahren" gemutmasst, gestümpert.
Wir haben immer gedacht, unsere Politiker seien einfach nur machtgeil.
Jetzt zeigt sich, sie sind zudem noch unfähig. Zu einfältig, um langfristige Strategien zu entwickeln.
Mangelnde Konsenzfähigkeit, kein konzertiertes Vorgehen, Beratungsresistenz, trotzdem der zur Verfügung stehende Apparat gigantisch ist.
Vor unser aller Augen rollt, während die einen hü schreien, und die anderen hott, ein Alptraum ab. Das Ende der Welt wie wir sie kannten.

@ Soldat in schwarz

Und die genannten Staaten sind hochentwickelte kapitalistische Länder.

Dumm nur, dass wir den Ausbruch des Virus einem kommunistischen Land zu verdanken haben. Ihnen fällt aber nichts besseres ein, als sich über "kapitalistische" Länder (also wohl kaum Deutschland) zu beschweren.

17:30 von fathaland

17:30 von fathaland slim
17:04, frosthorn @fathaland slim, 16:50

Immerhin leben wir in einem System, das in so einer Situation sehr vieles aufzufangen versucht und auffangen kann.
Auch wenn es sehr, sehr viel kostet und nicht gerade wirtschaftsfreundliche Maßnahmen erfordert.
Könnte man auch dankbar sein und sich freuen.

In GB werden jetzt die

In GB werden jetzt die Sicherheitsstandards den Gegebenheiten angepasst d.h. runtergeschraubt :D

Das muss man sich mal vorstellen

17:30 von fathaland slim 17:04, frosthorn @fathaland slim, 16:50

"Niemand konnte aber vorhersagen, daß von den hunderten Szenarien jetzt genau dieses eintreffen würde."

Vor dem Ausbruch von Pandemien (und zunehmender Häufigkeit eben dieser) wird aber schon seit Jahren gewarnt. Dass da Schutzkleidung benötigt wird, dürfte keine Frage sein.
Solche Warnungen gehören wohl zu den Dingen, die gerne als Panikmache angesehen werden. Ist ja beim Klimawandel nicht anders.

@imalipusram, 17:00 Uhr

Der Vollständigkeit halber sollten Sie anmerken, dass Sie - wie im Thema vorgegeben - die Krise in England ansprechen.
Die Bundesregierung hat sehr besonnen und zeitnah reagiert, unterstützt durch ein vergleichbar gutes Gesundheitssystem und finanzielle Rücklagen durch eine sparsame Haushaltspolitik der letzten Jahre.

rossundreiter "Wir in

rossundreiter

"Wir in Deutschland schwimmen zum Glück in Schutzausrüstung, da unsere Regierung in den vergangenen Jahren vorbildliche Pandemievorsorge betrieben hat.

Insofern ist es völlig gerechtfertigt, mit dem Finger zunächst auf andere Regierungen zu zeigen (anstatt etwa einmal die eigene zu kritisieren)."

Mir ist nicht bekannt, dass die deutsche Regierung die Sicherheitsstandards ihren Unzulänglichkeiten anpasst.

Die Regierung machts nämlich andersrum.

Österreich ein Vorbild

Nicht nur was die Massnahmen und deren Umsetzung anbelangt, so zB hat Österreich die Maskenpflicht gekoppelt an die Pflicht der Einzelhandelsunternehmen, Masken zu verteilen.

Auch thematisch geht Österreich viel offener mit der Krise um. So werden die Denunziationen von „Kontaktblokadebrechern“ offen diskutiert, und es wird offen gesagt das mit einer Einreise von Deutschen in nächster Zukunft nicht zu rechnen sein wird - während man in deutschen Medien den Urlaub in Österreich schon in greifbarer Nähe sieht.

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