Kommentare

Ein Schandfleck in der Geschichte der Bundesrepublik.

Es ist unglaublich: In der Vergangenheit hatten höchste Kreise unseres Staates die (Alt-) Nazis in Lateinamerika gedeckt.
Der Massenmörder Pinochet wurde z.B. in der CSU mit Sympathie betrachtet, die Folter verharmlost.

Dass ein ganz enger Freund von Pinochet und ein ganz enger Mitarbeiter von dem Regime und von Paul Schäfer in Chile immer noch Justizminister werden kann, ist auch eine Schande für den Westen.
Der hatte doch in Chile wesentlichen Anteil an der Beseitigung der Demokratie.
Immerhin wurde dort ein Sozialist, Allende, zum Präsidenten gewählt. Dessen Wirtschaftspolitik ließ sich höchst erfolgversprechend an. Das durfte "natürlich" nicht sein...

Der Westen?

@ krittkritt :
Dass ein ganz enger Freund von Pinochet und ein ganz enger Mitarbeiter von dem Regime und von Paul Schäfer in Chile immer noch Justizminister werden kann, ist auch eine Schande für den Westen.

Der "Westen" ist groß und ich fühle mich da nicht in der Verantwortung. Außerdem wohne ich im Osten Deutschlands.

Colonia Dignidad:Verzögert Corona die Aufklärung ??

Warum lebt der Sektenarzt Hartmut Hopp unbehelligt in Krefeld ? Warum hat die Justiz ein Verfahren eingestellt ?

Dann steht da,daß Hilfsgelder aus Deutschland nicht ankommen.Da stellt sich die Frage,wo sie jetzt sind.Vielleicht bei Ministerien in Santiago ?

17:12 von krittkritt

Ein Schandfleck in der Geschichte der Bundesrepublik.
.
wußte nicht dass Colonia Dignidad Teil der Bundesrepublik ist oder war
entsprechend wir da Verantwortung haben
und Schande ....
ein Unrecht löscht das andere nicht aus - zugegeben
aber wenn eine Margot Honecker da straflos leben kann, bei deren Verfehlungen

rer Truman Welt

Was dort in Jahrzehnten geschehen ist, die Menschen dort erleiden mussten, vor allem die Kinder, das ist unglaublich. Nicht nur die chilenischen Regierungen haben dagegen nichts unternommen, sondern auch all die deutschen Regierungen der letzten 40 Jahre. Lediglich Norbert Blüm hatte damals nach seinem Besuch dort sehr klar formuliert, was da ist und passiert. Genutzt hat es jedoch gar nichts. Es ist in der Tat ein großer Schandfleck Deutschlands. Alle Regierungen und deren Repräsentanten der letzten 40 Jahre haben ihren Teil dazu beigetragen, dass das alles passieren konnte und jetzt dort passiert.
Das Dr. Hopp unbehelligt in Deutschland leben darf, ist dabei das Ungeheuerlichste. Wenn jemand die Geschichte der Colonia Dignidad kennt und auch das Wirken des Dr. Hopp dort, und zur Kenntnis nehmen muss, dass dieser Mensch nach all seinen Verbrechen dort in Deutschland straffrei und unbehelligt leben darf, der muss Zweifel an Gerechtigkeit und diesen Rechtsstaat bekommen.

Colonia Dignidad ist symptomatisch für BRD Chilepolitik

Es ging ja nicht per se um die Kolonie (auch wenn Franz Josef Strauß das ganz toll fand: bayerisches Brauchtum in Südamerika).

Die Bundesrepublik Deutschland hat mit den USA und der CIA zusammengearbeitet um die demokratische Regierung Allendes zu diskreditieren und Exilanten keinen Schutz vor Verfolgung zu gewähren - ganz im Gegensatz zur DDR, die sich hier vorbildlich verhalten hat.

Das Pinochet Regime war in Bonn wohlgelitten. Nicht unbedingt aus eigener Überzeugung, sondern weil die „amerikanischen Freunde“ es so wollten. Und man bedenke die damalige Zeit: 1973, als Allende ermordet wurde und Pinochet mit Hilfe des Militärs und der CIA sich an die Macht putschte, befand sich die USA in Vietnam auf dem Rückzug. Da musste ein Erfolg her im Kampf gegen die Ausbreitung des „Sozialrevolutionären Virus“. In Angola, Kuba oder Nicaragua wurden Terroristen vom Westen unterstützt, Hauptsache die „sozialistischen“ Regierungen kamen weg. Umgekehrt wurden Despoten zB im Iran gestützt.

Deutschland hätte das Geld und die Pflicht

mit allen erdenklichen Mitteln hier Aufklärung über die Verbrechen in der Colonia Dignidad zu leisten. Warum die Nachfahren der Täter hier immer noch das Sagen haben, ist mir unbegreiflich. Es ist eine Schande für die Staatsanwaltschaft, die Ermittlungen z.T. eingestellt haben und für die gesamte deutsche Politik. Pfui.

re krittkritt

"Dass ein ganz enger Freund von Pinochet und ein ganz enger Mitarbeiter von dem Regime und von Paul Schäfer in Chile immer noch Justizminister werden kann, ist auch eine Schande für den Westen."

Wie Chile und die Chilenen ihre Vergangenheit aufarbeiten ist ihre Sache. Da sind Belehrungen von außerhalb kontraproduktiv.

"Immerhin wurde dort ein Sozialist, Allende, zum Präsidenten gewählt. Dessen Wirtschaftspolitik ließ sich höchst erfolgversprechend an."

Die Erträge aus Rohstoffen und sonstigen verstaatlichten Industrien als soziale Wohltaten auszuschütten ließ sich auch in Venezuela erfolgversprechend an. Aber die Frage nach der Nachhaltigkeit ...

17:39 von Sisyphos3

aber margot lebt nicht in der siedlung, sondern nur im schutz vor verfolgung. vielleicht ist sie ja jetzt bei ortega und feiert mit ihm die auferstehung des kommunismus aus den ruinen von corona

von Sisyphos3

Sie haben da wohl nicht viel mitbekommen über Colonia Dignidad. Zum einen ist Schäfer u.a. von der deutschen Botschaft und dem deutschen Außenministerium hofiert worden, wo bis heute keine wirkliche Aufarbeitung stattgefunden hat und es diese auch nie geben wird, zum anderen leben die Täter zwischenzeitlich in Deutschland. Insofern sollte auch die BRD mit der strafrechtlichen Aufarbeitung befaßt sein.

ein Unrecht löscht das andere nicht aus - zugegeben

Was wollen Sie uns damit sagen?

Colonia Dignidad war nur in Diktatur möglich

Das die deutsche Regierung hier bis zum Abtritt Pinochets absolut untätig war (obwohl man informiert war über die Zustände), ist ein Skandal für den niemand in Deutschland zur Rechenschaft gezogen wurde.

Die deutsche Regierung hatte nach dem verlorenen Krieg vor allem die eigenen wirtschaftlichen Interessen im Sinn und war in einer - wie ich finde - völlig überzogenen Weise den US Interessen regelrecht hörig. Eigenständige Außenpolitik gab es jahrzehntelang kaum. Was mir (aufgewachsen in den liberalen 1970er Jahren) jedoch immer wieder sauer aufstieß, ist die Selbstdarstellung der Bundesrepublik durch Medien und Politik als „Verfechterin von Demokratie, Freiheit und Menschenwürde“ - Werte, die im Chile Pinochets oder im Iran von Schah Reza Pahlevi mit Füßen getreten wurden.

um 17:51 von Karl Napf

>>
aber margot lebt nicht in der siedlung, sondern nur im schutz vor verfolgung. vielleicht ist sie ja jetzt bei ortega und feiert mit ihm die auferstehung des kommunismus aus den ruinen von corona
<<

Sie wissen aber schon, dass Margot Honecker vor wein paar Jahren schon das Zeitliche gesegnet hat ?

17:39 von Sisyphos3

«wußte nicht dass Colonia Dignidad Teil der Bundesrepublik ist oder war
entsprechend wir da Verantwortung haben»

Paul Schäfer, der Sektengründer, floh 1961 nach Chile, weil ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Siegburg wegen Vergewaltigung gegen ihn vorlag.

Die Opfer / Zeugen der Vergewaltigungen waren aus ca. 150 Kindern, die bereits in DEU in einer Sekten-Gemeinschaft mit Paul Schäfer als Gründer / Anführer lebten. Wie anschließend in der Colonia Dignidad in Chile auch.

Fast alle der 150 Kinder wurden wenige Tage nach der Flucht Schäfers "in Geheimer Aktion" von Helfern Schäfers per Charterflug nach Chile verschafft. Die Colonia Dignidad war nichts anderes als die Fortsetzung + Verschärfung von Schäfers Treiben in DEU. Alle Kinder, fast alle Helfer / Jünger Schäfers waren Deutsche Staatsbürger.

Erst nach einem Besuch von Norbert Blüm in Chile nahmen Politiker in DEU die Angelegenheit ernst.

Margot Honecker lebte nie in der Colonia Dignidad.
Sie ist in 05/2016 verstorben.

@ krittkritt @ B. Kevesligeti

An dieser Colonia war sicher nicht alles koscher. Aber das jetzt der Bundesrepublik anzulasten, einem durch und durch demokratischen Staat auf deutschem Boden, finde ich dann schon ein wenig dick aufgetragen.

@ karwandler (17:50)

"Wie Chile und die Chilenen ihre Vergangenheit aufarbeiten ist ihre Sache. Da sind Belehrungen von außerhalb kontraproduktiv."
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Allein dem Wikipedia-Artikel "Colonia Dignidad" lassen sich genug Hinweise entnehmen, die dafür sprechen, dass es sich hierbei nicht um eine rein chilenische Sache handelt. Kann schon gut sein, dass nicht nur ein Virus einer gründlichen Afklärung im Wege steht.

@ Möbius

Das Pinochet Regime war in Bonn wohlgelitten.

Das Castro Regime war in Ost-Berlin wohlgelitten. Na und? Das sagt doch noch nicht viel. Euer Diktator, unser Diktator?

@ Karl Napf

... aber margot lebt nicht in der siedlung,

Nein, Margot Honecker, first Lady des deutschen Sozialismus, ist 2016 in Chile gestorben.

Dubiose Überschrift

"Verzögert Corona die Aufklärung?"

Seit Bekanntwerden der Zustände in der Colonia ist keine staatstragende Funktion wirklich an einer Aufklärung interessiert. Was soll also diese dubiose Überschrift des Artikels, die nicht der Realität entspricht? Das Coronavirus kann nichts verzögern, was nicht gewollt ist.

Ein wenig zynisch: "... der Werte-Westen".

@17:27 von Pandemieschue...
Sie haben natürlich Recht: Ich fühle mich auch nicht persönlich für die Politik der Bundesregierung verantwortlich.
@17:39 von Sisyphos3
17:50 von karwandler
Ich wusste auch nicht, dass die Ukraine, Venezuela, Syrien, der Iran etc. Teile der Bundesrepblik sind -;)
Trotzdem haben "wir" uns dort kräftig eingemischt - oft vermutlich sogar gegen das Völkerrecht.
Die Beziehungen D.s zu lateinamerikanischen
rechten Diktaturen war nach dem 2. WKrieg schon auffällig eng.

@Möbius - Ihre Absolute Verschwörungsteorie ist GAGA

Strauß war wegen dem 125. Jahrestag der deutschen Einwanderung nach Chile eingeladen.

Strauß hätte auch ihnen so geantwortet:
Zitat:
"Wenn ich nach Chile gefahren bin, bedeutet das nicht, dass ich die dortige Militärregierung unterstütze.
Ich unterstelle auch nicht Politikern, die nach Moskau reisen, sie wollten Kommunisten werden."

von Forengeschwätz 18:12

Wieso der Bundesrepublik anlasten ? In dem Artikel steht,daß einer der Protagonisten der Colonia Dignidad,Hartmut Hopp,unbehelligt in Krefeld lebt.
Ja,daß ist schon irgendwie "dick".

Am 13. April 2020 um 17:51 von Karl Napf

Zitat:"aber margot lebt nicht in der siedlung, sondern nur im schutz vor verfolgung. vielleicht ist sie ja jetzt bei ortega und feiert mit ihm die auferstehung des kommunismus aus den ruinen von corona"

Mit wem Herr/Frau/Div Karl Napf alles so auf du und du steht.

Es ist eher unwahrscheinlich, dass Margot Honecker in Venezuela bei Ortega ist, nachdem sie vor fast vier Jahren in Santiago de Chile verstarb.

@ krittkritt

Ich finde es ein wenig unsachlich, hier die Bundesrepublik wegen dieser Colonia blamieren zu wollen. Die Bundesrepublik trifft hier keine Schuld, das ist mein Land und dem lasse ich nichts über vier Ecken anhängen.

Ich bin fassungslos ob Ihrer Menschenverachtung!

Am 13. April 2020 um 17:39 von Sisyphos3
"... ein Unrecht löscht das andere nicht aus - zugegeben
aber wenn eine Margot Honecker da straflos leben kann, bei deren Verfehlungen"
---
Sie setzen da entweder aus Unwissenheit (dann sollten Sie sich jeder Diskussion hier besser enthalten!) oder vermutlich eher ganz bewußt ein brutal mordendes faschistisches Regime eines CIA gesteuerten Putschgenerals mit der Bildungsministerin der DDR gleich!
Ganz egal, wie man zu letzterer stehen mag: Margot Honecker hat ganz sicher nicht das Blut tausender gefolterter und ermordeter Menschen an ihren Händen kleben! (Im Gegenteil: Sie hat sich - wie viele andere Bürger der DDR auch - für die Freilassung Inhaftierter aus chilenischen Konzentrationslagern eingesetzt und wird vom chilenischen Volk daher hoch verehrt! Die DDR war nämlich eines der wichtigsten Asylländer für in ihrer Heimat verfolgte Chilenen!). Ansonsten erwarte ich eine nachprüfbare Quellenangabe für Ihre perfide Gleichsetzung.

@ Ghossie

Deutschland hätte das Geld und die Pflicht mit allen erdenklichen Mitteln hier Aufklärung über die Verbrechen in der Colonia Dignidad zu leisten.

Das ist Sache der chilenischen Behörden. Die Mitglieder der Colonia waren ja auch chilenische Staatsbürger. Ich würde es jedenfalls nicht mögen, dass ein anderer Staat Ermittlungen auf deutschem Boden gegen Deutsche führt.

Ich schlage vor...

...sie tragen ihre Geschichtsverklitterung zur Rolle der BRD und speziell von Strauß mal persönlich in Chile vor. Würden Sie das auch den wirklich nachweislich tausenden Müttern und Frauen der zu Tode gefolterten Pinochet-Opfer frech ins Gesicht sagen? Nur zu!

@ Dr. Alban

Margot Honecker hat ganz sicher nicht das Blut tausender gefolterter und ermordeter Menschen an ihren Händen kleben! (Im Gegenteil: Sie hat sich - wie viele andere Bürger der DDR auch - für die Freilassung Inhaftierter aus chilenischen Konzentrationslagern eingesetzt und wird vom chilenischen Volk daher hoch verehrt! Die DDR war nämlich eines der wichtigsten Asylländer für in ihrer Heimat verfolgte Chilenen!)

Ironie der Geschichte, dass in der DDR tausende DDR-Bürger ebenfalls aus politischen Gründen inhaftiert waren.

Der Flugverkehr dürfte zukünftig weniger Kapazitäten benötigen. Zu den Risiken durch wirtschaftl. Aktivitäten und der Globalisierung hat sich die Leopoldina auch geäußert:
"Angesichts der tiefen Spuren, welche die Coronavirus-Krise hinterlassen wird, vor allem aber wegen der mindestens ebenso bedrohlichen Klima- und Biodiversitäts-Krise kann es nicht einfach eine Wiederherstellung des vorherigen Status geben. Nicht zuletzt gilt es, aus den Erfahrungen mit der Coronavirus-Pandemie und ihren Ursachen Lehren für die Zukunft zu ziehen. Die generelle Zunahme der Bevölkerung, Urbanisierung und globale Mobilität, die Vernichtung und Abnahme der Widerstandsfähigkeit von Ökosystemen durch Landnutzungsänderungen und der Klimawandel tragen wesentlich zum Ausbruch von Epidemien und Pandemien bei.
Staatliche Maßnahmen, die nach dem Abklingen der Pandemie wirtschaftliche Tätigkeit wieder anstoßen, sollten daher die Kriterien der Nachhaltigkeit in den Vordergrund stellen."
Ist Fliegen nachhaltig?

Die Antwort auf Eure Fragen.

"(…) während der einstige Sektenarzt Hartmut Hopp, der in Chile wegen Beihilfe zum Kindesmissbrauch verurteilt wurde, unbehelligt in Krefeld lebt."

… und da haben wir ja schon die Antwort, ob Deutschland für die Verbrechen der CD mitverantwortlich ist oder nicht. Man müsste nur den Artikel lesen.

Die Antwort lautet:

Selbstverständlich!

@krittkritt, 12:12

„Immerhin wurde dort ein Sozialist, Allende, zum Präsidenten gewählt. Dessen Wirtschaftspolitik ließ sich höchst erfolgversprechend an. Das durfte "natürlich" nicht sein...“

Ohne hier irgendwelche Verschwörungstheorien bedienen zu wollen: Wer die „Wendungen“ und „Zusammenhänge“ und die sich daraus ergebenden „Entwicklungen“ in der jüngeren Geschichte der globalen Politik wirklich unvoreingenommen verfolgt, dürfte, wenn er ehrlich zu sich und anderen ist kaum zu dem Schluss kommen, dass die auf Zufall beruhen.

Und wieder eine historisch völlig sinnfreie Gleichsetzung:

"Am 13. April 2020 um 18:20 von Forengeschwätz
@ Möbius
Das Pinochet Regime war in Bonn wohlgelitten.
Das Castro Regime war in Ost-Berlin wohlgelitten. Na und? Das sagt doch noch nicht viel. Euer Diktator, unser Diktator?"

Der Unterschied besteht bereits darin, dass auf Kuba vor Castro die brutale Batista-Diktatur herrschte, die von Kubanern (nicht dem Geheimdienst der Sowjetunion) verjagt wurde.
In Chile putschte (historisch belegt mit Hilfe der CIA) General Pinochet gegen die in freien Wahlen (!) gewählte Regierung von Salvador Allende, ermordete den Präsidenten und Tausende Gegener der Militärjunta. Errichtete Konzentrationslager und ein Terrorregime.
Wie bitte können Sie es wagen, Castro und Pinichet gleichzusetzen?!

17:44, Möbius

>>Das Pinochet Regime war in Bonn wohlgelitten. Nicht unbedingt aus eigener Überzeugung, sondern weil die „amerikanischen Freunde“ es so wollten.<<

Sie meinen, Franz Josef Straußens Beziehungen zu Faschisten rund um den Erdball, darunter auch Pinochet und Paul Schäfer von der Colonia Dignidad, sei dem Willen der "amerikanischen Freunde" geschuldet?

Das nenne ich aber mal ne Projektion...

19:09, Doktor Alban

Ja, das musste wirklich gesagt werden.

Danke.

18:47 @Forengeschwätz @Ghossie

Es waren mehrheitlich Deutsche.
Deutsche Kinder wurden von Schäfers Anhängern nach Chile heimlich ausgeflogen.

Was Sie hier schreiben, ist so ziemlich alles unwahr und Verharmlosung.
Selbst deutsche Politiker, die auf diese Verbrechen aufmerksam machten, wurden zuerst diffamiert - selbst Norbert Blüm - dem es 1987 nicht gelang, diese Kolonie zu besuchen.

Jetzt ist´s aber genug mit der Pinochet-Propaganda!

Am 13. April 2020 um 18:51 von Forengeschwätz
"Ironie der Geschichte, dass in der DDR tausende DDR-Bürger ebenfalls aus politischen Gründen inhaftiert waren."
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Sie verharmlosen hier ein Regime mörderischer Bestien und setzen es mit der DDR gleich! Schauen Sie mal in Wikipedia unter "Valech-Kommission":
"Die Valech-Kommission hat 27.255 politische Gefangene anerkannt, darunter 13 % Frauen, wobei die tatsächliche Zahl einige 10.000 Opfer mehr betragen könnte. Davon wurden 94 % gefoltert. Folter fand in allen Regionen Chiles und in allen größeren Städten statt. Sie wurde vor allem in Konzentrationslagern, Gefängnissen, Kasernen und auf Schiffen durchgeführt..."
Na, da läuft es doch wohl jedem kalt den Rücken hinunter.
Und übrigens: "Die Valech-Kommission beschäftigte sich nur mit Folter; die mehr als 3.100 politischen Morde wurden schon 1991 von der Rettig-Kommission untersucht..."

@doktoralban, 19:09

Sehr, sehr richtig, was Sie schreiben.

Endlich mal ein Kommentator mit Durchblick.

Was ist das für eine Überschrift?

"Verzögert Corona die Aufklärung?"

Nein, Corona verzögert die Aufklärung nicht. Corono gibt's noch nicht so lang.
Verzögert wird von Anfang an. Aus der Colonia Geflohene wurden durch Mitarbeiter der deutschen Botschaft in Chile wieder zurückgebracht. Wohl wissend, wohin zurück und welche Konsequenzen das haben wird.
Die Fragen sollten lauten:
- Wer will/wollte die Aufklärung immer schon verhindern?
- Warum wird Aufklärung verhindert?
- Was könnte noch ans Licht kommen, von dem bis heute nichts bekannt ist ?

Deutschland? USA?

Etwas zum Nachdenken:

Der "Architekt" des Putsches in Chile war Heinz Alfred "Henry" Kissinger, geboren in Fürth. Sein politischer Ziehvater war Fritz Gustav Anton Kraemer, geboren in Essen. Kraemer war hohes Tier im Pentagon und einer der einflussreichsten Berater der US-Politik.

Kissinger spricht immer noch ein sehr "deutsches" Englisch.

Sein Mentor Kraemer, der ein hochideologischer Antikommunist war, überwarf sich mit Kissinger, weil der mit der sowjetischen und der chinesischen Führung Gespräche führte.

Vieles ist nicht ganz so, wie es auf den ersten Blick scheint. Das trifft auch auf die Beziehungen zwischen Deutschland und den USA zu...

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