Ihre Meinung zu: Corona-Pandemie: Das Ende des schwedischen Sonderwegs?

12. April 2020 - 4:29 Uhr

Schweden vertraut in der Corona-Krise bisher eher auf Selbstdisziplin als auf Anordnungen. Einige Gesetzesreformen ließen vermuten, dass sich das nun ändern könnte. Aber ist das wirklich so? Von Christian Stichler.

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Kommentare

die nordischen Gesellschaften sind

relativ homogen und recht diszipliniert. Insofern ist das Schwedische Modell zwar gewagt, aber in der Praxis vielleicht doch nicht sehr veschieden von anderen Lock-Downs. Wenn im Restaurant oder in Geschäften allg. Abstand gehalten wird, dann ist deren Schließung unnötig. Insbesondere die Selbstisolation der Gruppe 70+ mit Vorerkrankung dürfte die absolut gesehen sehr niedrige Totenzahl erklären. Die Weitläufigkeit des Landes und dünne Besiedlung ist sicher von Vorteil. Gewagt scheint mir allerdings das Fehlen eines Verbotes von Gruppen unter 50 Personen und das Fehlen einer Mundschutzpflicht an Kontaktpunkten.

Kann ich verstehen.

Angesichts eines Landes mit einer so großen Anzahl an sehr kleinen Ortschaften (ich war in den letzten Wochen in einem Dorf mit nur einem permanenten Bewohner) kann ich diesen Kurs gut nachvollziehen.

06:29 von DrBeyer

Angesichts eines Landes mit einer so großen Anzahl an sehr kleinen Ortschaften
.
in Schweden gibt's nicht nur Wald mit Elchen ...
wie sieht es in Stockholm aus, mit seinen 1,5 Mill Einwohnern
in Malmö, Göteborg, Uppsala

Allerdings soll niemand zu

Allerdings soll niemand zu seinem Ferienhaus reisen da dort die Krankenversorgung nicht ausreichend ist fuer die Sommergäste.

Ein anderer Aspekt är das

Ein anderer Aspekt är das Schweden dieses Jahr bisher rekordniedrige Todeszahlen hat.
Darueber Sprechen nicht viele Medien aber da alle Neugeborenen in Schweden beim Finanzamt angemeldet werden und entsprechend abgemeldet werden gibt es genaue statisktiken die kein anderes Land in Europa hat.
Nebenbei sind 2017/2018 92000 Schweden pro Jahr gestorben, letzes Jahr nur 89000.
Bisher ist es ähnlich 2019, sogar etwas weniger aber das wird ggf durch corona anders, aber durch den warmen Winter sind weniger gestorben, 2018 gab es den Rekordsommer aber man wundert sich wirklich warum es 2017/18 soviel schlimmer war als jetzt.

https://1.bp.blogspot.com/-i4AdBduDBi8/Xox2eSgDzKI/AAAAAAAA9GM/U2gpLkA1T...

Corona in Schweden

Lob für die schwedische Regierung.
Das ist umsichtiges und verhältnismäßiges Handeln.
In Schweden scheinen die besseren Experten zu sein.
Schöne Ostern.

Nichts ist alternativlos

...und doch muss man wohl unterscheiden wie die Bevölkerungsdichte aussieht.So hat D 2018 lt. Statistika 237 Ew , S 25Ew. pro qkm.
In den großen Städten gleicht sich dies an.
Dieser Weg scheint entspannter als der unsere zu sein und es gibt kein Sturmlauf der Bevölkerung oder der Opposition dagegen.
Ob dies so Eins zu Eins bei uns möglich gewesen wäre, mag ich offen lassen.
Fakt ist, dass man sich am besten schützt, wenn man räuml. Distanz wahrt und in bestimmten Situationen Mundschutz trägt. Vieles wäre also auch bei uns so möglich gewesen, Vernunft der Bevölkerung vorausgesetzt. Nun ja, mag jeder für sich beantworten. Ich wünsche den Schweden, dass dieser Weg gut funktioniert und die T-Zahlen nicht in die Höhe schnellen.
Zum Schluss: Korrekturen sind immer an einem dynamischen Weg notwendig und oft der Situation angepasst richtig. Insofern muss man "seinen Weg" nicht verlassen, wenn man "Verbesserungen" vornimmt. In diesem Sinne:
Frohe Ostern, liebe Schweden!

Schweden hat saubere Luft

Letzte Harvard Studien zeigen, dass Feinstaub ein entscheidender Faktor ist. So sind die Todesraten in Ländern mit hoher Feinstaubbelastung deutlich höher. Wären in einem m3 Luft ein Micro Gramm Feinstaub weniger, hätten 250 Menschen in New York die Krankheit überstanden, die so gestorben sind.

Dieser Vorteil dürfte auch hier in Deutschland wirken.

Als Ausländer kommt man sich in Schweden

Als Ausländer kommt man sich in Schweden wie in einer anderen Zeit vor, und manche Verhaltensweisen wirken extrem riskant. Gerade die Entscheidung, die Schulen offen zu lassen ist ja praktisch eine Einladung an den Virus - das sollte jedem einleuchten. Die Politik sieht offensichtlich ihr Hauptanliegen darin, die Bequemlichkeit der Bevölkerung zu unterstützen. Allerdings könnte es sein, dass die Infektionskurve auf Grund des Wetters ohnehin weiter abflacht, und so wäre es denkbar, dass die Schweden am Ende Recht behalten, obwohl sie die falschen Schlüsse gezogen haben.

Aufmerksame Gelassenheit

Was mir am „schwedischen Weg“ gefällt, ist die Unaufgeregtheit. Die Existenz von Covid19 wird durchaus nicht verharmlost, sie wird aber auch nicht dramatisiert.

Theoretisch sind alle Bürgerinnen und Bürger informiert sowohl über die Gefahr der Selbst- wie auch der Fremdansteckung. Große „Hotspots“ werden verhindert. Damit einher könnte eben nicht - wie oft befürchtet - eine größere Sorglosigkeit einhergehen, sondern - zumindest theoretisch - eine aufmerksame Gelassenheit.

Wir müssen weltweit wegkommen von diesem „Ganz“ oder „Garnicht“ und das wird nicht abgebildet in „Exitstrategien“. „Exit“ woraus? Was wir brauchen ist möglichst schnell eine neue Form der Normalität.

Bei uns ist die übrigens auch bereits zu sehen: Nicht in ignoranten Familien- oder Kumpelstreffen, sondern in den Parks der Städte, wo Distanz und Nähe einevöllig neue Symbiose eingeht.

Vorsicht und Lebensfreude schließen sich nicht aus, sie gehören zusammen. 2 Seiten der gleichen Münze: Leben

Ob die Schweden die falschen

Ob die Schweden die falschen Schlüsse gezogen haben, wird sich am Ende der Pandemie zeigen.
Was aber garantiert ist, ist der Zustand, dass die schwedische Bevölkerung und ihre Maßnahmen sicher nicht von Kleingeistern aus fernen Ländern beurteilt werden möchten

Fakten zum Verlauf in Schweden ...

findet man hier:
https://www.folkhalsomyndigheten.se/
unter dem Reiter „Statistik“.
Ob der schwedische Weg den exponentiellen Verlauf der Anzahl der Infizierten zu stoppen vermag, kann man jetzt noch nicht beurteilen, da der Zeitraum der Stagnation der Infektionszahlen noch viel zu kurz ist!

Schwedische Besonderheiten

Schweden ist sehr dünn besiedelt. Selbst zu normalen Zeiten kann man selbst in Stockholm anderen Leuten ganz gut aus dem Weg gehen. Der Ansatz, alle schulpflichtigen Kinder in die Schule zu lassen, ist interessant. Dahinter steckt wohl wirklich die Idee der kontrollierten Durchseuchung.

Schaut man sich die Zahlen an, fällt auf, dass sowohl bei der Anzahl der Neuinfektionen als auch bei neuen Todesfällen ein merkwürdiges „Muster“ vorherrscht: am 29.03., 04.04. und 11.04. (allesamt Wochenendtage) gibt es jeweils eine deutliche Delle in den berichteten Zahlen. Seit Karfreitag scheint man sich - nicht nur in Schweden, sondern in ganz Europa - weniger oft „anzustecken“ bzw. krank zu fühlen oder zu sterben.

Ich vermute, dass über Ostern Labore und Amtsärzte nicht auf solchen Hochtouren arbeiten, wie sonst.

Bitte weiter machen!

Ich finde es ganz gut, dass ein paar Länder aus der Reihe tanzen bei ihren Maßnahmen, da kann man auch mal rüber schielen und vergleichen, was nicht ginge, wenn alle den gleichen Brei kochen würden.

@AufgeklärteWelt

homogen und diszipliniert? zum grossen teil richtig. aber im falle Schwedens leider auch sehr verantwortungslos. wenn wir in Finnland nicht die grenze zu unserem nachbarn so gut wie dichtgemacht hätten, dann wären die infektionsfälle noch weiter gestiegen. im moment pendeln immer weniger arbeitnehmer im grenzbereich. Schwedische arbeiter wohnen derzeit übergangsweise in Finnland (umgekehrt Finnen in Schweden), um so ansteckungen zu reduzieren. denn: die infektionen sind in diesem dünnbesiedelten grenzgebiet enorm gestiegen, nachweislich aus Schweden kommend.

zur disziplin: ich lebe in Uusimaa, der region die eh vom rest des landes abgeschottet ist. hier ist Helsinki der sog. "hotspot" der infektionen, wo selbst nach ausbruch noch shoppingmalls publikumswirksam eröffnet wurden. in unserer stadt (bis jetzt keine infektionen), haben viele menschen aus Helsinki ihr wochenendhaus. die kommen jetzt alle über ostern, obwohl sie es laut regierung vermeiden sollten. soviel zur disziplin!

@ Fenster zum Hof

"In Schweden scheinen die besseren Experten zu sein."

ich bin jetzt ganz bestimmt kein Experte, aber wenn die hohen Zahlen der Erkrankten von Bayern oder Österreich in Schweden wären, würde auch da anders reagiert werden. Und Schweden hat auch recht schnell die Grenzen zugemacht!

Meiner Meinung nach...

Haben die Schweden durchaus recht,
Nach nunmehr 4 Wochen Pandemie in Schweden ist die Zahl der Infizierten unabhängig von der Anzahl der Tests nicht explodiert
Die Leichenhäuser sind nicht voller als normal
In Schweden herrscht auch eingeschränktes Leben jedoch mit Augenmaß.
Und bei uns in Sachsen redet die Landesregierung
Schon über Zwangseinweisung in die geschlossene..., wenn Leute die Quarantäne brechen.
Ist dann nicht mehr weit zum Totalitismus,oder?

Kühle Schweden

Die kühlen Schweden haben eben einen kühlen Kopf bewahrt und sich nicht durch einen Professor einen Floh ins Ohr setzen lassen, sondern mehrere Stimmen gehört.
Das hat Schweden nicht nur Deutschland sondern der ganzen Welt voraus.
So wird eben recht rasch eine Herdenimmunität ohne teures Impfen aufgebaut.

Ihre Brynhildur Eiriksdottir

07:50 von Kronberg ... kommt man.. in Schweden

Schweden wagt ein Experiment, man wird sehen, wie lange das halbwegs gut geht.
Es kommt dabei keineswegs darauf an "Recht" zu behalten, sondern darauf, die Zahl der Opfer niedrig zu halten.
Das Desaster ist nach Europa gekommen, aber richtig doll wird es doch erst, wenn die "zweite Welle" von Süden aus über es hereinbricht. M. a. W. die mittelfristigen sozialen Folgen könnten verheerender ausfallen, als es der Beginn der Pandemie die ja noch in den Kinderschuhen steckt, vermuten lässt.

Gut das es Sonderwege gibt

Solange dass GEsundheitswesen in Schweden nicht überfordert wird, finde ich diesen Sonderweg sehr gut.
Es wird im Nachhinein dazu beitragen zu bewerten welche Maßnahmen die Ausschlaggebenden waren.
Es gibt Länder die sperren alle weg, es gibnt Länder die sperren kaum einen weg und es gibt Länder mit guten und schlechten Gesundheitssystemen.
Im weiteren muss man auch schauen wie die nächste Coronawelle "durchschlägt".
Man muss aber bei den Beschränkungen hier inzwischen aber auch mal berücksichtigen, dass sich bei den vergleichsweise geringen Reiserückkehrern die es jetzt noch gibt, die Situation im Ausland massiv verändert hat was aktuell vlt. auch hinsichtlich der Quarantänemaßnahmen berücksichtigt werden sollte. Wer jetzt z.B. 14 in Österreich in Quarantäne saß, muss es aktuell in Deutschland erneut, von Quarantäne in Quarantäne, bei sonst ähnlichen Kontaktbeschränkungen wie sie es in Deutschland gibt, bei viel Verständnis für einzelne Maßnahmen, das wäre zu viel.

rer Truman Welt

Die Regierenden hierzulande hätten es schon sehr gerne, wenn Schweden den hiesigen Weg bzw. der EU gehen würde. Deshalb versuchen die kontrollierten Medienorgane auch solche Darstellungen zu verbreiten, aber es stimmt nicht! Denn wenn Schweden mit seinem Weg vom Ergebnis her erfolgreich wäre, entsteht hier der Politik ein Erklärungsproblem, vor allem allen den in Insolvenz gegangenen Selbständigen, Unternehmen und Arbeitslosen gegenüber sowie den Millionen Kurzarbeitern gegenüber.
Die üblichen Erklärungen wie, daß sie viel weniger sind In Schweden, vielmehr Platz oder eine andere Kultur haben, reichen dann nicht mehr aus.
Wir sollten uns auch eines sehr bewusst machen, dieses Vorgehen wie jetzt wird es kein zweites Mal geben! Das wäre wirtschaftlich nicht zu stemmen. Und . . . . der nächste Virus entsteht vermutlich gerade bereits. Wir brauchen andere und vor allem intelligentere Lösungen. Das muss jetzt zeitnah angegangen werden. Wir können das nicht einfach wieder aussitzen!

Entscheidend ist was man erreicht

Auch das gescholtene Ungarn ist erfolgreich in der Bekaempfung der Pandemie. 10xweniger Infektionen als Deutschland. 10 mal weniger Tote als in Italien oder Spanien. Eigentlich dieselben Massnahmen.

Sowie in Schweden als auch in Ungarn sehe ich alle Massnahmen als temporaer. Alles andere waere Unsinn.

Gesellschaften funktionieren unterschiedlich, deswegen sind verschiedenen Mechanismen moeglich und wirksam.

@Möbius 8:18Uhr

"Ich vermute, dass über Ostern Labore und Amtsärzte nicht auf solchen Hochtouren arbeiten, wie sonst."

Anders als wir Pflegekräfte, die Tag und Nacht zum Wohl der Patienten/Bewohner da sind..

Ich gehe davon aus, dass am Dienstag neue Zahlen kommen, die uns zeigen werden, dass wir noch länger nicht aufmachen können.
Es dürfte Pfingsten werden bis wir Licht am Ende des Tunnels erahnen können..

Mutiges Experiment

Als ein In Stockholm lebender Deutscher habe ich die wenigen Regeln und Maßnahmen anfänglich als naiv und fahrlässig angesehen. Jetzt muss ich allerdings sagen: die Zahl der ICU (Intensivfälle) ist seit 2 Wochen quasi konstant in Stockholm. Die Infektionsrate in Stockholm Stadt muss bereits sehr hoch sein auch wenn hier keine Statistik vorliegt. Die Todeszahl wirkt hoch, könnte sich aber in 4 Wochen relativieren. Das gesellschaftliche Leben läuft normal weiter. Man nimmt eben noch mehr Rücksicht auf seine Mitmenschen als man es normalerweise macht. Der wirtschaftliche Schaden entsteht überwiegend bei den großen Unternehmen die abhängig von europäischen Importen sind (Scania, Volvo, etc). Vielleicht hat Schweden am Ende als einziges EU Land „richtig“ gehandelt - oder eben den Preis mit Menschenleben bezahlt. Wir werden es in einem Jahr wissen.

Alle Notfallplaene bei Seuchenausbruechen

sollten eben kein Parlament benoetigen, wenn der Notfall eintritt und damit die Notfallplaene aktiv werden.

Eigentlich sollten die Executivmassnahmen vorab der Feststellung des Seuchenfalles beschlossen sein.

Die jetzige Situation verdanken wir gerade der Tatsache, dass es keine wirklichen Notfallplaene gab, die die Executive zu wirksamen Massnahmen zu Beginn der Seuche ermaechtigt haetten. Dies hat zur immensen Verbreitung des Erregers gefuehrt.

Die EU muss das in der Zukunft aendern. Gleiches gibt es ja schon fuer andere Faelle. Das Parlament sollte immer intervenieren koennen, aber zu ad hoc Massnahmen sollten auch moeglich sein.

Folgeschäden

Es wird aber auch immer wieder berichtet, dass es bei COVID-19 zu Folgeschäden kommt. Zurückbleibende Nervenschäden, geschädigte Lungen oder Herzen.
Vermutlich nur ein Testfehler (laut Drosten kam es bei manchen Tests zu Kreuzreaktionen mit Erkältungsviren), aber erst gestern die Befürchtung, dass man nicht immun wird.

Wie immer wieder gesagt wird: man weiß einfach viel zu wenig. Daher ist es mir zehnmal lieber nach dem Motto: „better safe than sorry“ vorzugehen.

@Brynhildur Erik... - Im kühlen Schweden

Sie waren schon lange nicht mehr da,
so kühl ist es auch nicht mehr.
Die Mücken & Co fühlen sich an den Seen recht wohl.

Jedes Land geht eigene Wege

Es ist völlig unklar, wie internationale Kontakte (Reisen) zukünftig ablaufen sollen. Die einen möchten eine möglichst hohe Durchseuchung um Herdenimmunität zu erreichen, die anderen möchten das Virus ausradieren.

Denkbar ist eine ähnliche Situation wie beim humanen Cytomegalovirus: für Menschen ohne Immunschwäche völlig harmlos, bei einer Durchseuchung von 70%. Aufpassen muss man bei seronegativen Personen insbesondere im Krankenhaus und der Pflege. Entscheidend ist, dass auch die 70% (ex)Virusträger das Virus nicht mehr ausscheiden, also nicht mehr infektiös sind.

Dann kann man die Grenzen wieder aufmachen, ins Flugzeug steigen etc.!

Apropos: es würde mich interessieren, wieviel Prozent der Erntehelfer nach Rückkehr in ihre Heimatländer positiv auf C19 sind!

07:01 von Sisyphos3

«Angesichts eines Landes mit einer so großen Anzahl an sehr kleinen Ortschaften»

«in Schweden gibt's nicht nur Wald mit Elchen ...
wie sieht es in Stockholm aus, mit seinen 1,5 Mill Einwohnern
in Malmö, Göteborg, Uppsala»

Noch mehr als die Einwohnerzahlen der Großstädte / Ballungsräume sind die Bevölkerungsdichten entscheidende Faktoren im Hinblick auf "Abstand halten (können)".

Stockholm-Inner-City hat ca. 950.000 Einw. und ≈ 5.080 Einw. / qkm.
Zahlen zu Malmö, Göteborg, Uppsala sind leicht zu finden.
Ganz andere Zahlen als Gesamt-SWE ≈ 23 Einw. / qkm.

Köln hat ca. 1,1 Mio. Einw. und ≈ 2.680 Einw. / qkm.
Seoul hat ca. 9,8 Mio. Einw. und ≈ 16.100 Einw. / qkm.
Tokyo-Inner-City hat ca. 9,6 Mio. Einw. und ≈ 15.360 Einw. / qkm.

Solange die Gesundheitssysteme nicht überlastet sind, und Entwicklung der Fallzahlen auch nicht diese Befürchtung wahrscheinlich macht, kann man mit rel. wenig Restriktion auskommen.

In S-KOR / JAP ist Restriktion ja prinzipiell wie auch in SWE …

Wo ist der Unterschied?

Ich frage mich, wo hier ein Unterschied in der Ausbreitung des Covid-19 Virus, zu uns zu sehen ist. Es gibt in Schweden so gut wie keine Einschränkungen und dennoch explodieren dort nicht, wie uns immer panisch erzählt wird, die Infektionszahlen. Die Anzahl der Infizierten, mit ihrer Dunkelziffer und der Menge an Toten, unterscheidet sich im Verhältnis zu uns so gut wie gar nicht, von unseren Zahlen, obwohl wir uns hier förmlich verbarrikadieren. Es zeigt doch glänzend, dass dieses Virus anscheinend ganz anderen Gesetzen unterliegt und es mit den bei uns ergriffenen Maßnahmen in seiner Ausbreitung weder verringert, noch begünstigt wird.

Keine Profilierung mit der Angst

Hier zeigt sich, es kommt darauf an, WIRKSAME Maßnahmen gegen die Ausbreitung zu ergreifen. In Deutschland habe ich den Eindruck, dass es eher darum geht Politik mit der Angst zu machen. Dabei profiliert sich der Politiker, der die schärfsten Maßnahmen erlässt und auf dem Rollfeld persönlich Schutzmasken in Empfang nimmt.

Schwedenromantik ist kein guter Ratgeber bei einer Pandemie

Ich kann die Sympathie gegenüber Schweden gut verstehen, weil ich selbst sehr oft in Schweden bin und auch die Mentalität der Schweden liebe.
Wenn man sich jedoch die Zahlen ansieht - ca. 890 Tote zu 10 Mio. Einwohner in Schweden gegenüber ca. 2900 Toten zu 81 Mio. Einwohner in Deutschland -, stellt man fest, dass zur Zeit die Zahl der Toten doppelt so hoch ist wie in Deutschland. Zu Bedenken ist dabei, dass sich der Virus in den Weiten Schwedens langsamer ausbreiten dürfte als im eng besiedelten Deutschland.

In diesem Fall könnte die Mentalität der Schweden (Freiwilligkeit der Maßnahmen) tatsächlich in eine Katastrophe führen. Denn leider ist es wie überall: auch in Schweden gibt es einen gewissen Anteil in der Bevölkerung, der sich eben nicht verantwortungsvoll verhält.

So viele Tote

Warum gibt es beim schwedischen Sonderweg in der Corona-Krise so viele Todesopfer? Viel mehr als in Deutschland.

Jedenfalls dürfte Schweden...

...auf diese Art, die notwendige Durchseuchung der Bevölkerung wesentlicher schneller schaffen als andere Länder.
Zumindest langfristig könnte das ein Vorteil sein.
Und auch aktuell sind die schwedischen Zahlen nicht besonders schlecht oder auffällig im Vergleich zu Staaten mit weitreichenden Beschränkungen.

Witzig....

... wie hier nach Erklärungen gesucht wird, warum den Schweden ihre Taktik nicht um die Ohren fliegt. Klar ist nur: Man könnte das in Duesseldorf, Nürnberg oder Jena wohl genau so machen wie in Stockholm oder Malmö! Leider haben sich bei uns aber "verantwortungsvolle" Entscheidungsträger mit einer völlig hirnvebrannten Idee durchgestzt: Alle zuhause bleiben und Luft anhalten, bis in Bayern ein Impfstoff entwickelt wird! So kann mans natürlich auch machen, ist aber teurer und dauert länger.... und ist, naja, einfach dümmer.

Es gibt

global die meisten Todesfälle bei Älteren.
Schweden hat also sehr früh wohl das richtige gemacht und wird trotzdem ständig von vielen kritisiert. Sie haben die gefährdete Bevölkerungsgruppe so gut es geht isoliert. Besuchsverbote in zum Beispiel Heimen aber auch Freiwilligkeit.
Die meisten anderen Länder haben es anders herum gemacht und lassen solidarisch alle leiden.
Wobei der schwedische Weg in Italien aufgrund der Familiären Wohnstruktur sicher nicht so gut umsetzbar wäre.

@Aufgeklärter Welt, 05.37h

Wie soll denn die Selbstisolation der 70+ ablaufen?
Sie kaufen nicht mehr ein, sie essen und trinken nichts mehr, sie gehen nicht mehr zum Arzt?

Ich bin täglich 2-3 Stunden mit dem Hund unterwegs. Aus guten Gründen an abgelegenen Orten.

Was sehe ich da?

Gruppen von 10 und mehr Leuten, die da Grillpartys und Trinkgelage veranstalten.

Diese Opas und Omas sind durchweg 18 - 25 Jahre alt.

Die sterben vielleicht nicht so schnell, verbreiten aber das Virus munter weiter und tragen so zum Tod der anderen bei.

@ Yakuza

Darueber Sprechen nicht viele Medien aber da alle Neugeborenen in Schweden beim Finanzamt angemeldet werden und entsprechend abgemeldet werden gibt es genaue statisktiken die kein anderes Land in Europa hat.

Sie kennen aber merkwürdige Geheimnisse. Glauben Sie, dass in Deutschland und anderen Ländern Säuglinge vergessen werden, weil die Meldung nicht ans Finanzamt geht? Das ist ja sehr bizarr.

Ihre Überschrift suggeriert das Ende des Sonderwegs..

... wie die meisten der Berichte über Schweden. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf? Ich stimme Brynhildur Eiriksdottir voll und ganz zu und wünsche den Schweden, dass sie diesem immensen Druck von außen standhalten. Und bevor die deutschen Politiker in Erklärungsnot kommen, können Sie als Presse ja schon einmal versuchen, passende Erklärungen zu finden (diszipliniert, dünne Besiedlung, gutes Gesundheitssystem), bevor Sie weitere Artikel in Netz stellen, bei dem die Überschrift etwas anderes vermuten lässt, als der Inhalt dann zeigt. Das war doch mal Bildzeitungsniveau.

Sieh mal einer an

"Trotzdem hat sich in den vergangenen Tagen die Zahl der Neuerkrankungen im Großraum Stockholm, der derzeit am stärksten betroffen ist, abgeschwächt." Genau das hatte Wodarg schon vor 4 Wochen vorhergesagt, dieser angebliche "Spinner", und zwar "mit oder ohne Maßnahmen".
Die Schweden scheinen ihren Kopf nicht nur zum Haare schneiden zu nutzen...

Schaut auf die Zahlen

Die Kurve der Neuinfektionen zeigt in allen Ländern einen ähnlichen Verlauf. Anfänglich eine starke Steigerung, dann die Bildung eines Plateaus. In Deutschland bei etwa 6000 Neuingfektionen am Tag (ohne Lockdown-Effekt), Italien 5000, Schweden 600. In Italien ist das oberhalb der Kapazitätsgrenze des Gesundheitssystem, in Deutschland höchstens ein Drittel dieser. "Flatten the curve" scheint aufgrund dieser Beobachtung gar nicht notwendig.

@ Peter H.

Dieser Weg scheint entspannter als der unsere zu sein und es gibt kein Sturmlauf der Bevölkerung oder der Opposition dagegen.

Einen Sturmlauf habe ich in Deutschland auch noch nie erlebt.

der Mensch denkt....

Gott lenkt - es ist also völlig einerlei ob irgendwelche Maßnahmen getroffen werden oder nicht

@Karl Klammer, 09.14h

Die Mücken & Co. haben sich im schwedischen Sommer schon immer sehr wohl gefühlt.
Das war auch vor 70 Jahre so.
Vielleicht kommen sie jetzt etwas früher, aber da waren sie schon immer und wurden zu einer rechten Plage.

Schweden ist anders ...

Schweden geht wie Singapur einen anderen Weg - beide wurden hier vor ein paar Wochen noch ausdrücklich dafür gelobt. Singapur hat inzwischen den Preis für seinen laxen Sonderweg gezahlt und hat, autoritär wie es ist, seine Zügel jetzt um so enger angezogen. Schweden ist noch am Anfang der Entwicklung, wo die Zahlen noch relativ überschaubar sind. Ob sich hieraus eine exponentielle Entwicklung ergibt, hängt davon ab, wie gut das social distancing in Schweden klappt. Zu beachten ist, wie schon hier angemerkt, zweierlei: 1) Das social distancing der Schweden ist schon normal hoch, nicht nur wegen der recht großen Verteilung, aber auch wegen der schwedischen, stark distanzierten Mentalität. 2) Die Schweden sind sehr diszipliniert und solidarisch, wer über die Stränge schlägt, erntet sofort "unfreundliche" Blicke. Allein dieses dürfte die effektive Reproduktionsrate des Virus schon niedrig halten, das heißt, dass die expenonentielle Steigerung lange auf sich warten läßt - aber es kommt!

Sonderweg? Aha, wer der

Sonderweg?

Aha, wer der allgemeinen Vorstellung nicht folgt, der ist ein Sonderling und den muss man natürlich isolieren!

Es wäre schrecklich, die eigene Vorstellung wäre dann doch die falsche ...

Sicher gibt es viele kleine Orte,

aber fast die Hälfte der Bevölkerung lebt in Städten mit über 50 000 Einwohnern.
Allein in Stockholm leben ca. 20% der Gesamtbevölkerung.
Vergleicht man z.B. Schweden mit Österreich:
Schweden ca. 10 Mio Einwohner
Österreich ca. 9 Mio Einwohner
Österreich dzt ca. 13 800 bestätigte Fälle
Schweden ca. 10 200

Da Schweden aktuell etwas höhere Steigerungsraten als Österreich hat wird man wohl an Österreich noch vorbei ziehen.
Allerdings ohne, dass man die Wirtschaft komplett lahmlegt, Milliarden Euro an Schäden verursacht und die Menschen stark einschränkt.
Welches der richtige Weg ist, wird man aber erst in Monaten oder Jahren sagen können.

Ende des Sonderwegs?

"Seit dem vergangenen Wochenende melden immer mehr deutsche Medien, Schweden habe seinen Sonderweg in der Corona-Krise beendet und die Restriktionen angesichts steigender Zahlen von Infizierten und Toten verschärft. Unter anderem titelt "Focus Online" am 5. April: "Präsident warnt vor Tausenden Toten. Regeln werden verschärft: Schwedens Corona-Strategie fällt in sich zusammen"."

Journalisten sind auch schlichte Menschen, die bei umstrittenen Thema ständig auf die Bestätigung warten, dass sie recht haben. Und da deutet man Informationen gern in die Richtung, die einem in den Kram passt.

Naja, wir machen's meist auch so und sollten daher nicht jede Medien-Meldung kritiklos schlucken.

@08:27 von suomalainen

"in unserer stadt (bis jetzt keine infektionen), haben viele menschen aus Helsinki ihr wochenendhaus. die kommen jetzt alle über ostern, obwohl sie es laut regierung vermeiden sollten. soviel zur disziplin!"

Danke für diese Ergänzung. Das ist natürlich ein weiterer Schwachpunkt.

Coronavirus und Schweden !

Was doch eindeutig zu beobachten ist, jedes Land geht seinen eigenen Weg. Da gibt es Länder darunter, die ruhig und besonnen versuchen die Pandemie durch zu stehen. Es gibt aber auch Länder, die sehr lange und beharrlich den Virus verleugnen und so tun, als gäbe ihn gar nicht (Weißrussland). Schweden hat sehr schnell die Grenzen dicht gemacht, wo in anderen Ländern noch sehr viel gereist, getanzt und sonstiges getrieben wurde (Ischgl) und somit dann der Virus verbreitet wurde.
Ja selbst in D gibt es unterschiedliche Handhabungen in einzelnen BL, und nicht wirklich eine einheitliche Strategie.
Irgendwann am Ende wird man dann erst eine End- Rechnung aufstellen können, wer den besseren Weg möglicherweise gewählt hat.
Bis dahin bitte alle geduldig warten und ein frohes Osterfest für alle !!!!

Wieso denke die Menschen in Schwede gibt es weniger Tote?

In Schwede ist die Coronasterblichkeit bei 88 Toten pro Million Einwohner. In Deutschland bei 34 Toten pro Million Einwohner. Somit hat Deutschland nur 40% der Toten gegenüber Schweden.
Bei uns würde der schwedische Weg bisher dann umgerechnet ca. 7500 Tote bedeuten.
Die Zahlen der getesteten Coronainfizierten ist in Schweden bei 10.000. Sie testen nur 1/3 der Bevölkerung gegenüber Deutschland und sie sind 8 mal weniger. Das wären dann umgerechnet mal für Deutschland 240.000 Infizierte. Okay, die Rechnung gibt nur eine grobe Richtung aber 240.000 Infizierte und 7500 Tote sind schon viele. Wenn Deutschland damit leben kann und will, dann machen wir doch auch den schwedischen Weg!

Schweden hat

es etwas einfacher, wenn es normal geht.
Erstens nur 10 Millionen Einwohner und mit 23 Menschen Bevölkerungsdichte, das sind nur 10 Prozent von Deutschland, kann man sich bist auf die Großstadt, aus dem Weg gehen.
Aber Schweden wird mehr und mehr eingeholt, und die Zahlen sollten alle mal auf unsere Bevölkerungszahl hochrechnen.
Artikel Heute:
" Die Zahl der Corona-Toten liegt aktuell bei 887. Im Verhältnis zur Zahl der 10.151 positiv Getesteten ist diese relativ hoch. "

Mal 8, dann sieht die Welt etwas anders aus, guter Weg sieht wohl etwas anders aus.

@ kyckling

Vermutlich nur ein Testfehler (laut Drosten kam es bei manchen Tests zu Kreuzreaktionen mit Erkältungsviren)

Das kann bei Testen auf Antikörper im Blut vorkommen. Beim PCR-Test (mit Rachenabstrich) gibt es keine Kreuzreaktionen, da man hier die Viren-RNA nachweist.

08:46 von Meinung zu unserer Truman Welt

«Die Regierenden hierzulande hätten es schon sehr gerne, wenn Schweden den hiesigen Weg bzw. der EU gehen würde.»

SWE ist in der EU. Ein einheitliches Vorgehen der EU zu Corona gibt es gar nicht. Alle Maßnahmen sind unterschiedlich im Hinblick auf verschiedene Länder. DEU ist mit seiner Art der Restriktion "irgendwo in der Mitte der Beschränkungen".

«Deshalb versuchen die kontrollierten Medienorgane auch solche Darstellungen zu verbreiten, aber es stimmt nicht!»

Das sehr offensichtlich (staatlich) "unkontrollierte" Medienorgan "tagesschau" schrieb doch eben diesen Artikel, dass in SWE keine bisher weiter gehenden Restriktionen sind. Den Artikel kommentieren Sie doch gerade …

«Denn wenn Schweden mit seinem Weg vom Ergebnis her erfolgreich wäre, entsteht hier der Politik ein Erklärungsproblem …»

SWE ist "Land in Randlage", wo sich bisher wohl keine alarmierenden Corona-Hotspots zeigten. Nur Länder in Randlage konnten den Weg wie in SWE gehen. Für alle anderen: zu spät …

Besser als in Österreich?

Schweden hat etwa so viele Einwohner wie Österreich, aber dreimal so viele Todesopfer durch Covid-19.
Hat da irgend jemand ne Idee von den Schweden-Experten und Sonderweg-Verstehern?

@Alterzapp

„Wieso denken die Menschen, dass es in Schweden weniger Tote gibt?“

Das könnte daran liegen, dass die meisten Menschen sich exponentielles Wachstum nicht vorstellen können.
Na ja, ... und Prozentrechnung ist für viele auch ein Buch mit sieben Siegeln :-)

Großstädter

@ DrBeyer:
Kann ich verstehen. Angesichts eines Landes mit einer so großen Anzahl an sehr kleinen Ortschaften

Trotzdem leben in Schweden mehr Menschen in der Großstadt als in Deutschland, prozentual gesehen.

@DerVaihinger - relativierung: war auch vor 70 Jahre so

Aber mittlerweile kommen andere !
Welche es früher nicht gab und weit aus gefährlicher sind für das ganze Ökosystem

Ein wenig zu viel des Guten!

Eines ist vielleicht klar geworden: obwohl immer so viel für bzw. gegen die EU gesagt worden ist, haben wir verschiedene Länder mit verschiedenen Gegebenheiten. Das führt in Verbindung mit Corona zu unterschiedlichen Ergebnissen.
.
Statt nun gemeinsam an Standards und Methoden für solche Fälle zu arbeiten, geht das National-Hickhack los, wer was falsch bzw. richtig gemacht hat.
.
Corona ist ein Fingerzeig an die Menschheit: wir haben nur eine Erde und alle Menschen müssen zusammenarbeiten. Es muss schluss mit Ausbeutung sein. In Afrika ist eine Heuschreckenplage, die vermutlich mehr Menschenleben kosten wird, als Corona bei uns. Aber so weit reicht der Blick nicht, sondern gerade mal bis Schweden.

@ Meinung zu unse...

Die Regierenden hierzulande hätten es schon sehr gerne, wenn Schweden den hiesigen Weg bzw. der EU gehen würde.

Dahingehend hat man nichts gehört und ich vermute stark, dass das unserer Regierung völlig egal ist. Nur Finnland beschwert sich massiv und schließt die Grenze.

Leben in Schweden

Ich persönlich würde lieber im unaufgeregten Schweden leben als in einem Land (D und EU) in dem sich die sog. "Experten" gegenseitig auf die Füsse treten um ihre z.T. gegensätzlichen Ideen der Politik einzuflüstern.

@JooB 09:48

Danke für die Vergleichszahlen. Aber man sollte bedenken, mit welch unterschiedlichen Massnahmen die Zahlen zustande kommen. Österreich mit sehr strengen Ausgangsregeln, Schweden mit fast keinen Beschränkungen. Zwei mögliche Schlußfolgerungen: 1. Massnahmen nützen nichts, oder 2. Schweden ist nicht so stark betroffen, warum auch immer. Ich gehe mal von 2. aus.

Wenn man so sieht, wo die meisten Fälle in der westlichen Welt sind, sehe ich 3 Gründe für Hotspots:

1. viele Menschen auf einem Platz,
2. strukturell schlechte Krankenversorgung,
3. hohe Luftverschmutzung.

Zu all diesen 3 Faktoren gehört Schweden, wie auch Deutschland, nicht dazu.

@ Meinung zu unse...

Deshalb versuchen die kontrollierten Medienorgane auch solche Darstellungen zu verbreiten, aber es stimmt nicht!

Muss ich mir das vorstellen wie in Russland? Vielleicht können hier die Sonderweg-Fans mich auch mal aufklären. Ich kenne die schwedische Presselandschaft leider überhaupt nicht.

@Fenster zum Hof 07:30

Wie kommen Sie bitte darauf, dass in Schweden bessere Experten wären? Schweden hat viel weniger Einwohner als Deutschland und dies bei einer Fläche die Größer als Deutschland ist. Es ist schlichtweg viel einfacher sich aus dem Weg zu gehen in Schweden bei der viel geringeren Bevölkerungsdichte.

@ AufgeklärteWelt

die nordischen Gesellschaften sind relativ homogen und recht diszipliniert.

Ich frage mich, wo ich eine solche Aussage im politischen Spektrum jetzt einordnen soll. Ganz außen jedenfalls.

Genau das ist eines unserer Hauptprobleme

Ich stimme dir zu. Aber es muss durch die Medien doch eigentlich in solchen Berichten immer dieser Vergleich herangezogen werden. Da brauchen viele Leute halt Hilfe.
Gestern habe ich bei einem lokalen Restaurant Essen geholt. Ich hatte eine Maske auf, ein andere Kunde nicht. Er meinte, das solch eine Maske nur die Gesundheit des anderen Gegenübers schützt. Er war nicht in der Lage zu verstehen, dass wenn beide eine Maske tragen er auch der andere ist und somit auch einen Schutz genießt. Auch das muss in einfachen Worten durch die Presse viel besser dargestellt werden. Das hat das RKI schon vor Wochen so geschrieben, aber in den Medien sind die Darstellungen immer noch eher negativ! Da liegt ein Problem...

@p-chen 09:34

Es ist nicht dümmer. Akzeptieren Sie doch einfach, dass Deutschland nicht Schweden ist. Man könnte es nicht genauso machen wie in Stockholm oder Malmö. In Deutschland herrscht nun einmal eine höhere Bevölkerungsdichte als in Schweden. Sie können nicht Platz herzaubern den es nicht gibt. Unglaublich wie hier Leute wieder versuchen sich ihre Gründe zu suchen um für Lockerungen der Maßnahmen zu propagieren. Zieht doch nach Schweden wenn euch die Maßnahmen auf die Nerven gehen, aber kommt dann nicht wieder und erwartet, dass wir mit euch Mitleid haben, in Schweden verschlimmert sich die Situation nämlich in den letzten Tagen prozentual

Vergleich Anzahl der Corona-Toten zwischen Deutschland und Schwe

Antwort zu Am 12. April 2020 um 09:28 von cyberacquirer "Schwedenromantik ist kein guter Ratgeber bei einer Pandemie"

Sie haben recht:
Anzahl der Corona-Toten in Deutschland
2.871; also pro 100.000 Einwohner ca. 3,45.
Anzahl der Corona-Toten in Schweden
887; also pro 100.000 Einwohner ca. 8,57.
In absoluten Zahlen wären das in Deutschland
umgerechnet ca. 7.600 Tote.
Schweden immer noch Vorbild?

Schweden handelt richtig

Ich finde, Schweden handelt basierend auf einer nüchternen Betrachtung der Daten und Fakten angemessen. Dort werden unterschiedliche Meinungen gehört, bewertet und daraufhin rational entschieden.

@cyberacquirer:
Wenn sich die Anzahl der Infizierten verdreifacht, weil sich die Anzahl der Tests verdreifacht hat, steigt dann die Prozentzahl exponential? Das habe ich aber anders gelernt.

"Ziel der rot-grünen

"Ziel der rot-grünen Minderheitsregierung unter Leitung von Ministerpräsident Stefan Löfven war es, mit Blick auf die Ausbreitung des Coronavirus' die rechtliche Möglichkeit zu erhalten, kurzfristig Geschäfte, Restaurants oder Bahnhöfe schließen bzw. Menschenansammlungen weiter beschränken zu können. Auch das Verschieben von medizinischen Ressourcen innerhalb des Landes sollte mit dem Gesetz möglich werden."

Und die geneigten Kommentatoren loben hier Schweden für seinen Sonderweg in den Himmel.
Dabei kann die schwedische Regierung offensichtlich nicht anders, da die gesetzliche Grundlage nicht dafür da ist(war?).
Diese Leute werden Schweden (sobald es nicht mehr in ihre politische Agenda passt) genau so fallen und in der Ecke liegen lassen, wie GB.

Was man sonst hier wieder liest von "kontrollierten Medienorganen" und ähnlichem Stuss, ist wieder mal bezeichnend.
Langsam aber sicher nähert sich das Niveau hier denen von Youtube-Kommentaren an.
Da muss man in so Zeiten wohl durch.

Starkes Wachstum

Die Zahl der Infektionen und die Zahl der Toten wächst in Schweden deutlich stärker als in den anderen skandinawischen Ländern und deutlich stärker als in Deutschland.
Der progressive Teil des schwedischen Volkes sehnt sich nach dem Ende des Sonderwegs.

Vergleich mit Österreich

Wir leben in einer Welt von Mathematikern. Aber auch zum einfachen Einmaleins braucht man richtige Zahlen. Und die fehlen. Der gesunde Menschenverstand sollte jedoch eine bereits weit höhere Durchseuchung in Schweden erkennen.
Der Österreichische Weg ist nicht mehr klar.
Was ist das Ziel? 0,33% heißt ohne Medikament oder Impfstoff gibt es kein Ende des Social Distancing. Für ein Land das vom Tourismus lebt in gewisser Weise auch ein „Todesurteil“

@Monika Liersch 09:37

Für die extrem dichte Besiedlung sind Politiker wie Kohl, Schmidt, Adenauer, Brandt zuständig. Damals wurden Plattenbauten errichtet und dichter besiedelt. Damit haben die heutigen Politiker ziemlich wenig zu tun. Auch für die fehlende Disziplin der deutschen Bevölkerung sind nicht die Politiker verantwortlich. Mehr als dazu aufzurufen sich an Gesetze zu halten geht nicht. Bei der Disziplinlosigkeit der Bevölkerung braucht man vielleicht wie in China, Italien, Frankreich und Spanien auch Drohnen in Deutschland die von Polizisten benutzt werden. Bezüglich Vergleiche nur mal eine Sache: In Schweden gibt es mehr als doppelt so viele Tote pro Million Einwohner wie in Deutschland und die Todesrate ist dreimal so hoch wie in Deutschland. Unglaublich, dass hier Foristen ernsthaft uns weismachen wollen wir sollten die als Vorbild nehmen. Das deutsche Gesundheitssystem ist mit am besten europaweit, machen Sie mal ne Umfrage in ganz Europa bevor sie das deutsche Gesundheitssystem schlecht machen

@07:30 von Fenster zum Hof

Sie meinen also, das Kontaktverbot würde die Lage verschlimmern? Wie kommen Sie darauf?

Schweden und Deutschland vergleichen?

Der Virus wird sich wahrscheinlich in den Weiten Schwedens langsamer ausbreiten
als im eng besiedelten Deutschland.
Schweden hat zudem noch weniger Feinstaubbelastung als Deutschland.
Trotzdem gibt es umgerechnet pro 10 Millionen schon doppelt so viele Tote wie in Deutschland.

@ Gogolo

Leben in Schweden. Ich persönlich würde lieber im unaufgeregten Schweden leben

Warum geht das nicht? Was hindert Sie? Ich würde gern im unaufgeregten Deutschland leben und tue das natürlich auch.

Schweden

Vielleicht haben die Schweden ja eine höhere soziale Intelligenz. Zusammen mit dem sehr niedrigen Neid Faktor kommt dabei eine gute Verhaltensweise heraus.
Wer schon auf die 3 Rollen Toilettenpapier neidisch ist, die der Nachbar mehr gehortet hat, hat halt Probleme mit zusammensein ohne Regeln. Wir brauchen Anweisungen und Strafe. Und jemanden der uns erklärt wie die Welt funktioniert. Nur blöd, wenn derjenige der uns das erklärt, selbst nur ein Ego Arsch mit eingeschränkter Wahrnehmung ist. Bei Prof. Dorsten sind ähnliche Reaktionen zu sehen wie bei Herrn Trump sobald seine Meinung und Aussage hinterfragt werden. Dafür gibt es gute Diagnosen

„Die Regierung hatte dabei zunächst geplant, für die einzelnen Maßnahmen das Parlament nicht einbeziehen zu müssen. Dagegen gab es Widerstand bei der Opposition. Die Regierung hat daraufhin am 5. April ihren Gesetzesvorschlag zurückgezogen. Am 7. April 2020 hat es schließlich eine Einigung aller Parteien im Parlament gegeben. Danach wurde die Regierung ermächtigt, entsprechende Maßnahmen kurzfristig anordnen zu können. Allerdings muss das nun doch Parlament einbezogen werden - (...)“

Es ist grundsätzlich besser, wenn keiner alleine entscheiden kann, sondern möglichst viele (idealerweise alle) „einbezogen“ werden.

Auch wenn die relativ geringe Bevölkerungsdichte Schwedens naturgemäß bezüglich des geringeren Ansteckungsrisikos ein wesentlicher Faktor ist: Entscheidend bleibt die Transparenz. Also die zeitnahe, vollständige und vor allem wahrheitsgemäße Information aller Bürger über alle relevanten Fakten, um sie in die Lage zu versetzen, eigenverantwortliche! Entscheidungen zu treffen.

@09:26 von alf14

Leider zeigt sich gar nichts, denn die beiden Länder kann man nicht vergleichen. Selbst dem absoluten Laien müsste klar sein, dass das in Deutschland geltende Kontaktverbot sehr wirksam war. Einzelne Maßnahmen mögen hier vielleicht zu weit gegangen sein, aber insgesamt können wir sehr froh sein, dass für Deutschland die richtigen Leute an der Regierung waren.

@ma_tiger 09:40 Uhr: Plateau nur in China

Und - gerade erst - in Südkorea. Sonst noch nirgends.

Südkorea‘s Beispiel unterstreicht die Bedeutung des Testens und der Isolation der positiven Fälle. Zuerst war das Land bei den Fallzahlen an 2. Stelle nach China, jetzt an 19. Stelle, und China an 6.

@09:33 von JooB

Die Beurteilung der "Durchseuchung" überlasse ich lieber den Experten. Wir können Schweden und die Länder mit mehr Beschränkungen nicht vergleichen. Andere Bevölkerungsdichten, anderes Reiseverhalten. Für mich kann ich nur sagen: Das Kontaktverbot ist absolut plausibel und ich meine, das hat Deutschland auf den richtigen Weg gebracht

@schabernack 09:25

Wissen Sie warum es in Südkorea, Japan, Taiwan und selbst in China funktioniert? Weil die Bevölkerung dort im Gegensatz zu Europa und zu den USA in der Tat disziplinierter ist was Pandemien angeht (die Behauptung von aufgeklärter Welt nordische Länder seien disziplinierter ist dagegen ziemlicher Unfug). Die Bevölkerungen in Südostasien mussten öfter mit Pandemien kämpfen als die Europäer und Amerikaner. Auch die Afrikanischen Nationen sind da inzwischen disziplinierter als die Europäer oder Amerikaner. Je mehr Erfahrung man mit etwas hat desto disziplinierter und verantwortungsbewusster ist man.

@10:51 von udo.s - Beschimpfung, noch dazu ohne Belege!

"Nur blöd, wenn derjenige der uns das erklärt, selbst nur ein Ego Arsch mit eingeschränkter Wahrnehmung ist. Bei Prof. Dorsten sind ähnliche Reaktionen zu sehen wie bei Herrn Trump sobald seine Meinung und Aussage hinterfragt werden."

Haben Sie dafür Belege?

@09:34 von p-chen

"... Alle zuhause bleiben ...", Kontaktverbot, die beste Maßnahme, die es gibt und natürlich nicht hirnverbrannt.

@Tick Tack Tick Tack: Dabei

@Tick Tack Tick Tack:
Dabei kann die schwedische Regierung offensichtlich nicht anders, da die gesetzliche Grundlage nicht dafür da ist(war?).

Das stimmt. Dafür trifft man in Deutschland Maßnahmen, die gemäß unserer Verfassung gar nicht hätten getroffen werden können. bzw. dürfen
Ich weiß nicht, was mir da besser behagt.

Entscheidungsschwäche

Schweden hat eine Minderheitsregierung ohne Mehrheit im Parlament. Vielleicht hat man deshalb noch keinen Mumm gehabt, eindeutige Entscheidungen zu treffen wie in der restlichen EU.

Es scheint, dass die Schweden

ohne Hysterie bisher ganz gut fahren. Abgerechnet wird eh zum Schluß. Aber während hier täglich das Panikorchester aufspielt, scheinen die Schweden noch ein Leben vor dem Tod führen zu können.

@Magfrad

... dss es in schweden klappt hat also damit zu tun, dass die bevoelkerungsdichte in stockholm geringer ist als in duesseldorf? Interessanter ansatz, ... dem kann ich ebenso gut folgen wie den Argumenten von herrn Söder.

@10:14 von cyberacquirer

was schreiben Sie den da? Lieber mal selbst Zahlen liefern. als sich über die Rechenkünste der anderen lustig zu machen. Also bitte schreiben Sie. Anteilige Corona-Tote in Schweden und Deutschland. Bitte liefern !

@ Iknolm123

Vergleich mit Österreich. Wir leben in einer Welt von Mathematikern. Aber auch zum einfachen Einmaleins braucht man richtige Zahlen. Und die fehlen.

In meinem Einmaleins sind alle Zahlen da. Und in der deutschen Wirtschaft herrscht eindeutig ein Mangel an Mathematikern.

@Vorsicht-Palmoel 08:23

In jedem Land herrschen andere Voraussetzungen. Hätte man in Deutschland so gehandelt wie es Schweden bis jetzt getan hat, dann würde sich Deutschland mit Spanien und Italien ein Wettrennen liefern was die Höhe an Coronatoten angeht. Die Taktik der Schweden ist in Deutschland nicht durchführbar. Die Bevölkerungsdichte ist viel größer in Deutschland und man hat eine viel viel viel viel viel höhere Feinstaubbelastung.

@ Sascha Wolfen

Ich finde, Schweden handelt basierend auf einer nüchternen Betrachtung der Daten und Fakten angemessen. Dort werden unterschiedliche Meinungen gehört, bewertet und daraufhin rational entschieden.

Also genau wie in Deutschland und Österreich.

@Dabbljuh

Nein, dieser Meinung bin ich nicht. Vielleicht bin ich zu studiert, um Laie sein zu können. Man kann leider an den Zahlen nicht sehen, welchen Einfluss das geltende Kontaktverbot hat. Genau wie sich die Gefährdungseinschätzung auf Hypothesen stützt, können auch die Maßnahmen nur auf Annahmen beruhen.

solange es Euch noch allen gut geht...

ist es doch völlig belanglos was Schweden und sonstwer macht oder was TS oder sonstwer darüber berichtet oder nicht berichtet

@10:51 von udo.s - Prof. Drosten = Trump?

"Vielleicht haben die Schweden ja eine höhere soziale Intelligenz. ... Wir brauchen Anweisungen und Strafe."

Könnte es sein, dass Sie auf grund Ihrer persönlichen Erfahrungen in Ihrem Umfeld etwas verallgemeinern?

Von sozialer Intelligenz zeugt ein Vergleich von Prof. Drosten mit Trump ja nicht unbedingt.

@ AufgeklärteWelt - bitte kein "self-blaming"

Insbesondere die Selbstisolation der Gruppe 70+ mit Vorerkrankung dürfte die absolut gesehen sehr niedrige Totenzahl erklären.

Das ist kein durchdachter Vorschlag. Meine Frau und ich leben mit drei Kindern und den Schwiegereltern in einem Haushalt. Soll ich die Schwiegereltern isolieren? Wie denn?

Außerdem hat Schweden in Wirklichkeit eine hohe Totenzahl im Vergleich zu Norwegen, Dänemark oder Deutschland.

Meiden des ÖPNV

In dieser Deutlichkeit wie die Schweden hat sich in der BRD noch niemand getraut vor der Nutzung des ÖPNV zu warnen. Aus meiner Sicht sind Busse, U-Bahnen und Straßenbahnen der Viren-Hotspot schlechthin. Ist die ÖPNV-Lobby in der BRD zu stark?

Denk ich an Schweden in der Nacht...

Als in Schweden lebender Deutscher bin ich leicht amüsiert über das romantische Schweden-Bild, das bei vielen hier vorherrscht. Selbst erlebe
ich bei vielen meiner schwed. Freunde (und mir selbst) eine große Verunsicherung, wie man sich auf Grund fehlender bindender Beschlüsse verhalten soll.
Man redet weiter von Empfehlungen, deren Einhaltung jedoch obligatorisch ist, wie es ein Politiker kürzlich ausgedrückt hat. Konsequenz sieht anders aus.

Und noch einige Fakten zu Schweden die hier gerne übersehen werden:

- Schwedens EU-Binnengrenzen sind bis heute geöffnet (anders als in einem Beitrag hier behauptet).

- Die Sterblichkeit per 1 Millionen Einwohner (also nicht unter den positiv Getesteten!) ist in Schweden drei Mal so hoch wie in Deutschland 87,1 gegen 33,0 - und auch spürbar höher als in den USA mit 62,6)

- Mythos des dünn besiedelten Schwedens: Mehr als 40 % der Schweden leben in Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohner, Deutschland 27 Prozent.

mit hoher Feinstaubbelastung deutlich höher?

von V.Scho @
Und ich dachte immer wir in D sind das Land mit der schlechtesten Luft.

Dann können wir ja gut in Zukunft sehn.

@ udo.s

Ich höre aus Ihrem Beitrag eine Beschimpfungen von Herrn Drosten heraus. Das halte ich für nicht fair und Frust sollte nie dazu führen, Menschen zu beschimpfen.

Herr Drosten ist durch Zufall der Virologe, der sich wohl weltweit am besten mit Coronaviren auskennt. Er hat 2003 SARS-1 entdeckt, MERS erforscht und den Nachweis von SARS-2 mit Polymerase Kettenreaktion (PCR) gefunden und der Welt kostenlos zur Verfügung gestellt.
Er erklärt nur neutral die Fakten. Man sollte keine Gefühle auf ihn projizieren.

Wieso sollte man Schweden und Deutschland nicht vergleichen?

In Schweden leben ca. 85% in Städten mit mehr als 20.000 Einwohnern. In Deutschland sind dies ca. 73%! Die Schweden und die Deutschen werden ungefähr im Durchschnitt gleich alt. Damit ergibt sich eine ähnliche Altersverteilung.
Beide Gesundheitssysteme sind bisher nicht überfordert.
Also wieso kann man die Länder nicht vergleichen?
Wegen Feinstaub (wieso Feinstaub?) oder weil in Schweden die Sonne im Sommer erst um 24:00 Uhr untergeht?
Aus meiner Sicht kann man das schon vergleichen.
Vielleicht sollte man sich aber nicht immer mit Ländern vergleichen, bei dem das Gesundheitssystem schon lange zusammengebrochen ist (Italien, Spanien, UK) oder bevölkerungsdichten Stadtstaaten wie New York.
Wir sind echt gut im Virusmanagement. So ist das einfach. Nicht immer so schwarz sehen!

@Dabbljuh

Alle zuhause bleiben, das mag in den ersten 2 Wochen nötig gewesen sein. Jetzt sollte es aber mittlerweile Jeder kapiert haben dass er sich die Hände waschen und nicht überall rumsabbern soll. Sie müssen nicht 100% einsperren um einige gut identifizierbare gruppen zu schützen. In Anbetracht der Kollateralschäden dieser Taktik wäre ein gezielteres Vorgehen sicher nicht unverantwortlich. Zumal sie ja wirklich nur Zeit kaufen, in der NICHTS voran geht!

schwedischen Sonderwegs?

Gut so.
Hier erkennt jeder wie wichtig selbständige, gute Eigenverantwortlich nationalstaaten.

Und nicht die zentralistisch EU schafft das.

@ deutlich

Es scheint, dass die Schweden ohne Hysterie bisher ganz gut fahren.

Genau. Das tut die gesamte EU glücklicherweise ebenfalls.

Bitte nicht Gesamtzahl

Bitte nicht Gesamtzahl (jemals) Infizierter und Neuinfektionen verwechseln. Die Zahl der Neuinfektionen ist etwa konstant, was ein lineares Wachstum der Anzahl jemals Infizierter bedeutet und mit etwas Nachlauf zu einer konstanten Anzahl akut Infizierter führt. Das ist unkritisch, solange das Gesundheitssystem damit zurechtkommt.

11:01 von Magfrad / @schabernack

«Wissen Sie warum es in Südkorea, Japan, Taiwan und selbst in China funktioniert? Weil die Bevölkerung dort im Gegensatz zu Europa und zu den USA in der Tat disziplinierter ist was Pandemien angeht.»

Ja - "das weiß ich".

Am Beispiel Japan kann ich es aus eigener Erfahrung beurteilen, ich habe in Tokyo gelebt. 1997/98 ohne Pandemie. Heutzutage habe ich regelmäßige e-Mail-Kontakte nach Kyoto. Japanisch kann ich gut tauglich, um selbst zu schreiben. Lesen ist sehr mühsam, aber mit viel Zeit + Wörterbuch gut möglich.

"Besonders erfahren" mit Pandemien scheint mir Japan nicht. Ein einheitliches Gesetz wie das IfSG in DEU gibt es dort nur sehr begrenzt. Wurde inzw. aber in einigen Aspekten geändert / ergänzt, um besser agieren / reagieren zu können.

Kollektiv wirksamer Schutz zur Vorbeugung gegen zu schnelle Corona-Verbreitung in Asien ist Mundschutz. Gar niemand muss Menschen dazu was erklären. Oder gar das Tragen per Gesetz verordnen …

"Ohne Hilfe der Bevölkerung geht's nicht" …!

Klopapierneid

um 10:51 von udo.s

"Vielleicht haben die Schweden ja eine höhere soziale Intelligenz. Zusammen mit dem sehr niedrigen Neid Faktor kommt dabei eine gute Verhaltensweise heraus.
Wer schon auf die 3 Rollen Toilettenpapier neidisch ist, die der Nachbar mehr gehortet hat, hat halt Probleme mit zusammensein ohne Regeln. Wir brauchen Anweisungen und Strafe."

Eine sehr bedenkenswerte Inversion des Neidbegriffs, der aber sehr anschaulich macht, wie wichtig social distancing war und ist und das nicht nur medizinisch.

Wer würde denn neidisch sein auf die, die hamstern? Neidisch auf Leute, denen die Bedürfnisse und Nöte der Anderen egal sind und nur an sich denken? Danke für diesen phänomenalen Einblick in den Seelenpool einer Menschenvilla mit Riesenmauern und Panic Room, falls Anweisungen und Strafe drohen.

Wozu brauchen Menschen den Neid derer, denen sie nichtmal das Klopapier gönnen? Die Antwort ist einfach. Man muß nur mal vom stillen Örtchen einer supreme social distance kommen.

09:41 von qpqr27

"der Mensch denkt....
Gott lenkt - es ist also völlig einerlei ob irgendwelche Maßnahmen getroffen werden oder nicht"

,.,.,.,

Das sieht eine bekannte Theologin anders.
Sie sagt:

"Gott hat nur unsere Hände".

11:07 von Sascha Wolfen

Zitat:"Dafür trifft man in Deutschland Maßnahmen, die gemäß unserer Verfassung gar nicht hätten getroffen werden können. bzw. dürfen"

Stimmt nicht! Die zeitweilige Einschränkung von Grundrechten wie Freizügigkeit oder Berufsfreiheit ist nach dem Infektionsschutzgesetz zulässig. Die Kontrolle darüber liegt beim Deutschen Bundestag.

@ dabbljuh

Anteilige Corona-Tote in Schweden und Deutschland. Bitte liefern !

Siehe: um 10:38 von maiopinjen

Schweden, Ischgl, StAnton

Vielleicht kennt "Schweden" ja die Sterblichkeitsrate in isolierten Orte StAnton und Ischgl?! Parade Pandemie Orte. Wie steht es denn da um die Einheimischen, die seit Wochen unter Quarantäne stehen? Na, wer hat denn da mal nachgehakt? Mehr Tote als sonst? Man redet ja nur von den Urlaubern. Spreading the disease...

@Kowalski

Bitte nicht die Aussagen und Meinungen Anderer mutwillig verdrehen. Polemik ist keine Diskussionskultur.

11:36 von werner1955

Zitat:"Und nicht die zentralistisch EU schafft das."

Seit wann ist die EU für die Corona-Maßnahmen in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien... verantwortlich? Wird nicht von anderer Seite ständig beklagt, dass die EU hier nicht handlungsfähig sei? Es nervt nur noch, wenn für alles entweder die EU oder Fr. Merkel verantwortlich gemacht wird...

Danke Tagesschau

… für diese sachlichen, wertungsfreien und unaufgeregten Informationen!

Europäische Lösung

Soviel zur "europäischen Lösung", auf die unsere Frau Kanzlerin immer noch hofft.

10:49 von VfG

«Der Virus wird sich wahrscheinlich in den Weiten Schwedens langsamer ausbreiten als im eng besiedelten Deutschland.»

In den 3 großen Metropolregionen in SWE: Stockholm / Göteborg / Malmö leben mit zus. ≈ 3,95 Mio. Menschen ≈ 38% der Bevölkerung des Landes.
"In den Weiten Schwedens", wo gar keine Menschen leben, breitet sich das Corona-Virus auch nicht aus.

In DEU sind es mit B / HH / M / K + Ruhrgebiet annähernd verglichen …
zus. ≈ 13,5 Mio. aber nur ≈ 16%.

Es sind viele andere Faktoren, die Einfuss haben, als nur Bevölkerungszahl,
oder nur Bevölkerungsdichte, oder die Kombination aus beiden.

"Der ultimative Vergleich" sei Japan:

Fläche = 1,06 x Fläche in DEU. Bevölkerung: ≈ 128 Mio.
Besiedelbare Fläche in JAP ≈ 25% der Landesfläche.
In ≈ 75% wohnt / lebt niemand, der Corona verbreiten kann.

In den 2 Ballungsräumen Tokyo / Osaka leben ≈ 64 Mio. Menschen.
Fast exakt 50% der Bevölkerung auf einer Fläche, die in etwa 1,5 x wie Schleswig-Holstein ist …

Sind (x) Faktoren …

Darstellung: