Ihre Meinung zu: Corona-Krise: Italien verlängert Ausgangssperre bis Mai

10. April 2020 - 20:56 Uhr

Italien hat die Ausgangssperren bis zum 3. Mai verlängert. Anschließend könnten die Maßnahmen gelockert werden. Bereits am 14. April dürfen allerdings einzelne Geschäfte wieder öffnen.

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Kommentare

Wahnwitz

Italien sollte uns zeigen wie die Konsequenzen aussehen könnten, stattdessen wird hier schon wieder Lobbyismus betrieben (bei hunderten von Toten täglich). In Luxembourg wurde eine ganze Region, nach einem religiösen Treffen von ca. 2000 Christen zum Corona Epizentrum erklärt, weil nur ein Coronainfizierter unter ihnen war. Aber in Deutschland diskutiert man schon wieder über Schulöffnungen weil die Wirtschaft Druck ausübt. Auch vielen Eltern wird das Familienleben zu anstrengend. Das sind unglaubliche Verhältnisse, die wirklich betroffen machen. Hessen hat die Schulpflicht ausgesetzt. Diesem Beispiel sollten andere Länder folgen, damit auch die Eltern die Verantwortung selber übernehmen können, ob sie sich und ihre Kinder diesem Wahnsinn aussetzten wollen.

Anfang Februar: „Italien ist sicher!“

Damals hat der italienische Regierungschef noch Touristen ermuntern (!) wollen, nach Italien zu kommen.

Na, ja, diejenigen die darauf vertraut hatten, mussten dann vorzeitig wieder abreisen..

Italien und Spanien haben faktisch eine Ausgangssperre und einen Shutdown der Wirtschaft verfügt.

Beides sind Maßnahmen, die Deutschland scheut. Jetzt wird in Deutschland bereits über Lockerungen diskutiert. Falls es danach aber zu einer „zweiten Welle“ kommt, viel verheerender als die erste, gibt es dann auch jemanden hierzulande der die politische Verantwortung dafür übernimmt ? Ich habe da so meine Zweifel.

Vernünftig

„"Es ist eine schwierige Entscheidung, aber eine notwendige", sagte Conte zu der Verlängerung. >>> Ansonsten hätte Italien seine ersten Erfolge im Kampf gegen die Lungenkrankheit wieder riskiert“

Und wäre damit sozusagen noch „auf den letzten Metern“ das ebenso unverantwortliche wie unverhältnismäßige Risiko eingegangen, dass all die gewaltigen gemeinsamen Anstrengungen, Opfer und Entbehrungen, die Italiens Bevölkerung jetzt schon viele Wochen auf sich genommen hat umsonst waren.

@ Schuhplattler

Als Experten dienen der Bundesregierung der völlig überforderte RKI Präsident Wieler, der anfangs überhaupt keine Gefahr in Corona für Deutschland sah.

Lothar Wieler ist in keinster Weise überfordert. Der Mann ist nur eben ein sehr nüchterner Wissenschaftler. Einer der besten Epidemologen weltweit. Dass der mehr Ahnung hat als man selbst, muss man schon aushalten.

Außerdem hat die Bundesregierung auch andere Berater, wie z.B. das Max-von-Pettenkofer-Institut in München, das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig, das Zentrum für Virologie an der Berliner Charité und zahlreiche weitere Institute für Epidemologie, Virologie oder Hygiene an den Universitätskliniken.

@ iog

Mal Rechnen
Aktuell 120000 Coronainfizierte/2500 Tote/Verdopplungszeit alle 17 Tage.
In 17 Tagen 240000 Inf./5000 Tote.

Die Verdopplungszeit wird sich vermutlich zwischenzeitlich noch verlängern, also stimmt Ihre Rechnung so nicht. Mathematisch gesprochen machen Sie eine lineare Näherung und das ist nur für eine kurze Zeitspanne einigermaßen genau, also z.B. für einen Tag, aber eben nicht für 17 Tage.

@ jpktuja

Dr. Streeck hat seine Forschungsergebnisse aus dem Kreis Heinsberg vorgelegt. Er kommt zu ganz anderen (geringeren)Ergebnissen als das RKI.

Es gibt aus Heinsberg erst vorläufige Zahlen, die Ergebnisse der Studie stehen noch aus. Die Methodik und die Art, wie die vorläufigen Ergebnisse präsentiert wurden, traf auch auf Kritik in der Fachwelt.
Einen Widerspruch von Streeg und RKI sehe ich dennoch gegenwärtig nicht.


Das macht das RKI anscheinend nicht. Hochrechnungen basieren auf Schätzungen,es werden einfach alle mit Corona Infizierten Toten als Coronatote definiert.

Das ist nicht richtig. Die Statistik hält lediglich fest, ob ein Verstorbener mit dem Corona-Virus infiziert war. Sie behauptet nicht, dass das Virus die Todesursache war. In vielen Fällen ist das außerdem schwer oder gar nicht zu klären. Es wäre nett, wenn Sie das dem RKI nicht unterstellen würden.

Italien

Herr Conte hat vollkommen recht, wenn er den "Coronaboycott" weitere 2 Wochen fortsetzt...
Anders als Herr Trump, der anderen die Schuld in die Schuhe schieben will (obwohl er die Gefahr so lang wie Herr Johnson negiert hat)...

Wegen dieses Herrn würde ich den Vorschlag setzen, daß sich ALLE Un-Einrichtungen aus den USA (nicht gleichzusetzen mit Amerika) zurück ziehen

Die Ausgangsbeschränkungen

in Italien sind noch wesentlich strenger als in Deutschland.
.
das ist die eine Seite
die andere, werden sie sorgfältig und konsequent überwacht ?
also bei uns wird es - so finde ich - sehr lax gehandhabt
sind die dort disziplinierter ?

Keine Lockerung in Sicht

In Italien wird es also im April noch keine fundamentale Lockerung geben. Und wir dürfen auch nicht erwarten, dass eine Lockerung der Beschränkungen in Deutschland früher kommen kann. Nur weil man die Krise in Deutschland besser unter Kontrolle hat als bei allen europäischen Nachbarn, wird es dennoch auch in Deutschland zunächst keine Lockerung der Kontaktbeschränkungen geben können.

@ 21:16 von Möbius

„ Jetzt wird in Deutschland bereits über Lockerungen diskutiert. Falls es danach aber zu einer „zweiten Welle“ kommt, viel verheerender als die erste“

Gestern bei uns in Niederbayern: Eine Gärtnerei, die Stauden, Zierpflanzen, Kräuter uvm verkauft, durfte wieder eröffnen. Wurde auf der Internetseite groß angekündigt. Als ich auf dem Radweg vorbeifuhr, der ganze Parkplatz gerammelt voll (ca. 80 Stellplätze) Klientel 50+, die vor der Tür noch Grüppchenweise zum schnacken zusammenstanden. Und da wundern wir uns, wo die Neuinfektionen herkommen bei soviel Unvernunft

24 Tage

Italien hat sich eine Verdopplungszeit der Infektionszahlen von momentan 24 Tagen mit viel Disziplin schwer erkauft. Eine zu frühe Lockerung wäre wirklich fatal. Es geht bei diesen Überlegungen sofort um eine hohe Zahl von Menschenleben.

q joyomaran

In Luxembourg wurde eine ganze Region, nach einem religiösen Treffen von ca. 2000 Christen zum Corona Epizentrum erklärt

Das war in Mühlhausen im Elsass, also in Frankreich.

21:47 von KowaIski

Nur weil man die Krise in Deutschland besser unter Kontrolle hat
.
hat man das ?
vielleicht wird man die Gründe weshalb wir (bisher) noch
von den Auswirkungen wie in Spanien/Frankreich/Italien verschont blieben
irgendwann mal erklären können
also über eine konsequente Einhaltung der Kontaktsperre kann ich nur lachen
man braucht sich doch nur die Bilder anschauen über die Begrüßung der Heimkehrer am Fraport
wird wirklich von sämtlichen Kontakten abgesehen,
also in meiner Nachbarschaft kommt es immer noch zu Besuchen,
auf den Straßen plaudert man gerne mit nem zufällig vorbeikommenden Bekannten
und in der Tagespresse gibt es genug Beiträge über Lokale die es eben nicht so genau nehmen

Masken

Das Tragen von Masken ist bestimmt sehr nützlich. Eine Maskenpflicht wird wohl kommen. Ich gehe mit Maske einkaufen, da steh ich bei uns allerdings sehr alleine da im Geschäft. Was allerdings noch besser durchdacht werden müsste ist das Tragen in der Arbeit. Masken trägt man eigentlich nicht 8 Stunden am Stück. Man schwitzt darunter und es sammelt sich die Feuchtigkeit des Atems darin. Ein Bankangestellter am Schalter würde mehrer davon benötigen am Tag. Auch müsste dann der Arbeitgeber für die Masken sorgen, nicht der Arbeitnehmer...

@Schuhplattler - Politik mit Augenmaß zahlt sich aus

Ihre Kritik an Prof. Wieler (RKI) kann ich nicht nachvollziehen. Aber offenkundig stellen Sie alles und jeden in Frage, der zur Zeit in den verschiedensten Bereichen Verantwortung für unser Land trägt. Nach dem Auftreten des Corona-Virus wurde dieses zunächst WELTWEIT unterschätzt. US-Präsident Trump ging sogar so weit, dieses als Erfindung der Demokraten zu verharmlosen - schlimmer noch, zu instrumentalisieren. In der Folge hat das Krisenmanagement der Bundesregierung aber vergleichsweise gut funktioniert. Ausschlaggebend dafür war auch, dass man nicht populistische Schönfärberei betrieben, sondern einen klaren Maßnahmenkatalog mit einem konkreten Zeitplan auf den Weg gebracht und sich immer mit Experten abgestimmt hat. Herr Wieler ist nur einer von vielen. Die Bürger fühlen sich bei Söder, Merkel, Scholz, Spahn und den anderen Entscheidungsträgern gut aufgehoben.

21:49 von Minka04

also bei uns in BW durften Gärtnereien geöffnet bleiben
und dass Leute sich unterhalten, das ist ja schon der Normalfall

Als Bürger ist man total überfordert

Jedes Jahr sterben in Deutschland 20-40.000 Menschen an Influenza und/oder multiresistenten Erregern und es hat niemals so eine extreme Beschränkung des öffentlichen Lebens und solche Einschränkungen der Wirtschaft gegeben, warum eigentlich nicht? Wenn die Zahlen aus den USA für Deutschland stimmen sollten, so sind im Augenblick 2800 Menschen in unserem Land mit oder an diesem Virus verstorben. Da sollte doch schon mal die Frage nach der Verhältnismäßigkeit aufkommen. Natürlich kann die streng durchgeführte Kontaktsperre einen Beitrag leisten und fehlende Medikamente eine große Rolle in den Entscheidungen gespielt haben aber auch bei den multiresistenten Erregern gibt es nur bedingte medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten und das hat bis jetzt niemanden dazu bewogen ein ganzes Land auf Null zu setzen.

Warum ist das so?

„Die Ausgangsbeschränkungen in Italien sind noch wesentlich strenger als in Deutschland.“

Warum ist das so?

Das Virus ist sogar noch weniger gefährlich als die leichteste Grippe überhaupt.

Wenn jemand durch Elektrizität getötet wird, liegt es nicht daran, dass Elektrizität besonders gefährlich ist.

Man könnte eine Fliegenklatsche(Statistiken) nehmen und auf den Strom einschlagen oder auch auf das Virus.

Einfacher und sicherer wäre es jedoch, man legt einen Schalter um und schaltet den Strom ab.

Genauso ist es bei Viren. Man legt den Schalter um und schaltet die Viren ab.

Das Problem z.Zt. ist nur, beim Strom ist der Schalter bekannt.

Den Schalter, um das Virus zu inaktivieren, sucht man derzeitig noch.

Und darum ist das so!

@Kowalski 21.34

Nun, r. Streeck und seinem Team gebührt der Verdienst und Respekt dafür, dass sie im Auge des Hurricans geforscht haben, wo andere aus der Ferne Einschätzungen abgeben. Und es sind vorläufige Ergebnisse, die bekannt gegeben wurden. Die Methodik ist sicher wissenschaftlich in Ordnung, die wird noch genau bekannt werden.
Jedenfalls ist die Sterblichkeit weit geringer als ursprünglich befürchtet, da ist ja mittlerweile auch Drosten zurück gerudert. Ich hoffe nur, dass jetzt nicht die >Eifersucht der Platzhirsche die beherrschende Rolle spielt. Wär ja unter Wissenschaftlern nicht neu!

@ Sisyphos3

Nur weil man die Krise in Deutschland besser unter Kontrolle hat
hat man das ?

Davon geht zumindest die New York Times aus. Dazu habe ich leider keinen direkten Link, aber die NYT wird hier in der Welt zitiert:

https://www.welt.de/politik/deutschland/article207060585/Corona-
Niedrige-Todesrate-New-York-Times-ueber-die-deutsche-Ausnahme.html

Diskussion über Lockerung

Jetzt bereits über eine Lockerung in 1 Woche zu diskutieren ist wirklich fraglich.

1. Was wurde bisher erreicht? Die Infektionsrate hat sich verlangsamt- ABER es werden immer noch nicht ALLE Kontakte getestet!

Schritt 1 ist erstmal DAS zu erreichen. Wir wissen nicht wo die Infektionsketten sind.

2. Was hat sich tatsächlich verändert zur Zeit vor der Kontaktsperre? Das Bewusstsein der Bevölkerung für die Ansteckung ist gestiegen. Eventuell mehr Abstand, eventuell mehr Masken (Aber nicht einmal Masken Pflicht)

Antworten für eine Lockerung müssen sein: 1 wir werden Ansteckungen verhindert/ wo gibt es unbemerkte Verbreitung
2 wie werden tatsächlich alle Kontakte ausfindig gemacht? (App?! - ohne diese wird es kaum möglich sein schnell genug zu agieren; manpower in Gesundheitsämtern); Quarantäne prüfen

Werden nicht alle Kontakte ausfindig gemacht wiederholt sich das ganze (scheitern) und einen zweiten Shut down wird es nicht geben- die Folge für Bevölkerung und Wirtschaft immens

... und was hilft denn gegen Ansteckung

doch nur das konsequente Abstandshalten und vermeiden von Ansteckung über kontaminiertes
also jeder ! ausnahmslos, ne Maske, dann verteilt er keine Tröpfchen in seine Umwelt
an denen sich ein anderer anstecken könnte
vorallem in Taxis, Bussen und Bahnen auch in Wartebereichen wie Geld Automaten ...
und was ist mit diesen Stadtautos - werden die desinfiziert nach jedem Kundenwechsel

@ Sisyphos3

... wird wirklich von sämtlichen Kontakten abgesehen, also in meiner Nachbarschaft kommt es immer noch zu Besuchen, ...

... mit gebührendem Abstand ist das ok.


auf den Straßen plaudert man gerne mit nem zufällig vorbeikommenden Bekannten

... mit Abstand hätte ich nix dagegen.


und in der Tagespresse gibt es genug Beiträge über Lokale die es eben nicht so genau nehmen

Sind bei uns alle geschlossen. Alle. Die Geldstrafe käme definitiv und sie würde richtig weh tun.

@22:01 von Adeo60 @Schuhplattler

"Die Bürger fühlen sich bei Söder, Merkel, Scholz, Spahn und den anderen Entscheidungsträgern gut aufgehoben."

Ich könnte Ihren Kommentar unterschreiben, wenn Sie Herrn Spahn hier nicht erwähnt hätten. Er hat schwerwiegende Fehler gemacht. Vor allem, was die Schutzkleidung betrifft war er früh gewarnt und ermahnt worden. Reagiert hat er viel zu lange nicht. Die Folgen sind fatal. Und egal ob Sterbehilfe, Datenschutz oder Organspende - ich habe noch keinen Satz von ihm gehört, den man unwidersprochen stehenlassen könnte.

22:10 von KowaIski

dass wir die Größten sind keine Frage :-)

aber mal Spass beiseite
es würde mich echt interessieren, warum es bei uns bisher noch einigermaßen glimpflich abgeht
während woanders das nackte Entsetzen, das Chaos herrscht

weil es in unseren Kliniken noch zu keinem Engpass kommt, Intensivbetten etc. reichlich vorhanden
gut Schutzmasken und Kleider knapp, Pflegekräfte unterbesetzt, gestreßt ohnehin
und wenn der Erreger in ein Altenheim kommt ....
dann sieht es schon anders aus - wie Beispiele zeigen - auch bei uns
wie gesagt warum !

@ 22:17 von Anna-Elisabeth

„ Ich könnte Ihren Kommentar unterschreiben, wenn Sie Herrn Spahn hier nicht erwähnt hätten“
Spahn hat einen Fehler, Denner sich auf dem Weg zu einem guten Politiker noch aneignen muss. Ihm purzeln teils viele unüberlegte Äußerungen aus dem Mund. Als Politiker muss man sich leider gegenüber der Presse jedes Wort vorher gut überlegt haben, sonst wird es einem schnellstens im die Ohren fliegen

22:16 von KowaIski

Ihr Eifer ehrt sie, ist aber fehl am Platze. Bei uns auf dem Lande, Sa- Anhalt, schert sich kaum jemand um irgend etwas. Hier besucht jeder jeden und die Besucher kommen von überall her. Hinweise werden ins Lächerliche gezogen. Also, nicht alles glauben.

@ deutlich

Nun, r. Streeck und seinem Team gebührt der Verdienst und Respekt dafür, dass sie im Auge des Hurricans geforscht haben, wo andere aus der Ferne Einschätzungen abgeben.

Nicht zu voreilig. Es gibt gerade zahlreiche laufende Studien und an allen (auch bei Streeg) ist das RKI in irgendeiner Form dabei.


Jedenfalls ist die Sterblichkeit weit geringer als ursprünglich befürchtet, ...

Das ist noch längst nicht belegt.


... da ist ja mittlerweile auch Drosten zurück gerudert.

Nein. Christian Drosten hat auf die Kreuzempfindlichkeit zu anderen Corona-Viren hingewiesen und mahnt zu Vorsicht bei der Interpretation der Ergebnisse der Antikörpertests (die das Team um Drosten zusammen mit anderen Teams übrigens evaluiert hat).

Wenn ein Patient vor vier Wochern eine harmose Erkältung mit einem der anderen vier Corona-Viren durchgemacht hat, kann er beim Antikörpertest auf SARS-CoV-2 positiv sein, obwohl er nie mit dem neuen Corona-Virus infiziert war.

21:59 von Sisyphos3

«vielleicht wird man die Gründe weshalb wir (bisher) noch
von den Auswirkungen wie in Spanien/Frankreich/Italien verschont blieben
irgendwann mal erklären können»

Nicht im Detail, aber im Prinzip kann man das jetzt schon erklären:

Nach dem Hotspot in Gangelt / Heinsberg, ist in DEU kein weiterer Hotspot entstanden, der (länger) unentdeckt geblieben wäre. In Heinsberg hat man zügig mit Ausgangs- & Kontaktsperren reagiert, die weiter gehend waren, als die, die nun in ganz DEU an Ausgangsbeschränkung sind.

Die vielen deutschen Ski-Touristen, die sich in Ischgl infizierten, reisten nach Hause in ihre Heimatorte. Über ganz DEU verteilt, nicht in einem Hotspot konzentriert.

In ITA war der unbeachtete Hotspot in / um Bergamo.
In ESP mehrere (Madrid / Valencia / Katalonien).

Sind die Hotspots, die besondere Gefahren mit sich bringen.
In S-KOR war es eine Kirchengemeinde.
In den USA ist es (hauptsächlich) New York.

Es gilt, vor allem Hotspots auch weiter weit möglichst zu vermeiden.

@werner40, Vorgängerthread

"Nach Ostern Isolation nur noch für besonders Gefährdete. Alles Andere wäre hochgradig unverhältnismäßig."

Prima Vorschlag.
Dann haben Sie bestimmt auch einen Vorschlag, wie das erreicht werden kann.

Z.B ich, fast 64 Jahre alt, mehrere relevante Vorerkrankungen. Vollzeit berufstätig. Frührente? Arbeitsverbot?
Wohne mit meinem Sohn zusammen, Azubi im Lebensmittelhandel. Rausschmeißen oder Arbeitsverbot auch für ihn?
Oder muss ich in ein Sammellager?
23% der Erwachsenen sind Raucher, ca. 25 % sind "alt", wie viele mit Vorerkrankungen gibt es, auch Jüngere?
In meiner Firma arbeiten mehr als ein Drittel der Beschäftigten, die über 50 sind, die anderen mit Vorerkrankungen weiß ich natürlich nicht.
Was schlagen Sie vor?

Sobald es hier eine Isolierung nur der Risikogruppen gibt, werde ich wie Christian Ströbele schon ankündigte, sofort einen Eilantrag beim BVG stellen.

Conte startet einen Versuchsballon

Conte hat die richtige Entscheidung getroffen.
Lebensmittelgeschäfte und Apotheken sind bereits geöffnet. Das Modell zur Kontaktvermeidung sollte sich ohne weiteres auf kleinere Geschäfte übertragen lassen.
Jeder einzelne muss für sich entscheiden, ob er dieses Angebote nutzt. Spätesten in 2 Wochen weis Conte dann mehr.

@ Sisyphos3

... also jeder ! ausnahmslos, ne Maske, dann verteilt er keine Tröpfchen in seine Umwelt
an denen sich ein anderer anstecken könnte

Eine Masken- (oder Schal-) Pflicht fände ich gut. Eine Arbeitskollegin hat mir und meiner Frau einfache Stoffmasken genäht und ich trage sie immer in der Öffentlichkeit.

@22:08 von Werner Krausss

"Das Virus ist sogar noch weniger gefährlich als die leichteste Grippe überhaupt."

Da vertreten die Mediziner sehr unterschiedliche Ansichten.
Ich nehme hier mal die 'mittlere' Position aus der Sendung "Quarks":

>>Ist Corona gefährlicher als die saisonale Grippe?
Richtig ist: Die saisonale Grippe tötet jedes Jahr weltweit viele Menschen. Mehr als bisher am Coronavirus gestorben sind. Trotzdem kann man daraus nicht den Schluss ziehen, dass SARS-CoV-2 harmloser ist als saisonale Grippeviren.
Und das hat mehrere Gründe. Zum einen ist noch nicht klar, wie hoch die Sterblichkeitsrate von SARS-CoV-2 tatsächlich sein wird. Ein Blick auf die Zahlen der so genannten excess-mortality, also der erhöhten Sterbefälle im Vergleich zur Gesamtmortalität im selben Zeitraum, in Europa zeigt noch keine außergewöhnlichen Anstiege.<<

Problematisch scheint mir der Umstand, dass bereits Genesene erneut erkrankt sind. (Wobei noch nicht klar ist, ob es 'nur' eine Aktivierung der Erstinfektion)

@Sisyphos3

und in der Tagespresse gibt es genug Beiträge über Lokale die es eben nicht so genau nehmen"
Sie meinen wahrscheinlich die Shisha-Bar in Stuttgart, die die Polizei mit Riesenbrimborium umstellt hat? Da dürfte die Versammlung von 150 Gläubigen vor der Moschee in Berlin auf engem Raum das größere >Risiko sein, aber da war die Polizei nicht so konsequent...
Oder verfolgen Sie Nachrichten in Frankreich? Da hat die Pariser Bürgermeisterin Hidalgo gesagt, dass die Umsetzung in der Banlieue "keine Priorität " hat. Während in der Innenstadt nur bis 1km von der Wohnung gejoggt werden darf...

Böses Erwachen an Weihnachten

Diese Lemminge Mentalität ist erschreckend. Ich bin gespannt wann die Leute merken werden das die Ausgangssperre in Bayern bis 2021 im Juli gelten wird.
Der Impfstoff wird nicht vor März 2021 erwartet, bis ausreichend Menschen geimpft sind, 60 Millionen, wird es noch mal 100 Arbeitstage dauern wenn wir wirklich 600.000 Impfungen an einem Tag schaffen sollten. Das heißt Pfingsten, Weihnachten, Ostern 2021 und Pfingsten 2021 in Quarantäne, im Sommer 2020 keine Cafe besuche, keine Restaurants und keine Badesee, von Auslandsreisen ganz ab gesehen. Wer sich da gut aufgehoben fühlt kann auch nach Nord Korea ziehen.
Wir haben ca. 300.000 freie Betten, 60.000 nicht geheilte Infizierte von denen max. 13.000 ins Krankenhaus müssen. Da spricht die Politik von Überforderung des Gesundheitssystems. Auch sind mittlerweile ausrechend Beatmungsplätze vorhanden.

Auch Italien

muss sich strikt bemühen alles Mögliche zu tun um das Virus einzudämmen.
#
"Es ist eine schwierige Entscheidung, aber eine notwendige", sagte Conte zu der Verlängerung. Ansonsten hätte Italien seine ersten Erfolge im Kampf gegen die Lungenkrankheit wieder riskiert. Die bisherigen Maßnahmen würden bereits Früchte tragen, so der Regierungschef. Nun dürfe man in den Bemühungen nicht nachlassen. Die Ausgangssperren gelten seit dem 10. März und waren bislang bis zum Ostermontag angeordnet.
#
Und noch etwas zu der Finanzlage von Italien, sieht ist sehr angespannt aus, nicht nur wegen Corona,aber da denke ich sollte sich die EU Gemeinschaft durchringen um den Italiener unter die Arme zu greifen,denn wenn das nicht möglich ist in einer EU Gemeinschaft,dann taugt diese Gemeinschaft nicht viel.

22:09 von deutlich

Jedenfalls ist die Sterblichkeit weit geringer als ursprünglich befürchtet,
.
wenn man genug Intensivbetten hat und Beatmungsgeräte
wie gesagt "wenn"
man kann froh sein dass das Einsparen von Betten in unserem Land erst begonnen hat
und jetzt hoffentlich vom Tisch ist
und das mit den Wissenschaftlern
endlich hört denen mal einer zu - das wird die erfreuen aus ihrem Schattendasein
in die Öffentlichkeit gerückt zu sein
Popularität gibt mehr Forschungsgelder für ihren Bereich
das weiß auch unser Wetterfrosch der Mojib Latif dankbar zu schätzen

@ Barbarossa 2

Ihr Eifer ehrt sie, ist aber fehl am Platze. Bei uns auf dem Lande, Sa- Anhalt, schert sich kaum jemand um irgend etwas. Hier besucht jeder jeden und die Besucher kommen von überall her. Hinweise werden ins Lächerliche gezogen.

Das ist bei uns (im Rhein-Main-Gebiet) völlig anders. Die Menschen sind verantwortungsbewusst und nehmen die Kontaktbeschränkungen auch ohne Kontrolle im Nacken sehr ernst.
Mir gehen die Bilder der Särge von Bergamo und der Leichensäcke von New York nicht aus dem Kopf. Ich brauche niemanden, der mir die Regeln erklärt oder mich ermahnt. Ich habe die Tränen und die Verzweiflung meiner Trauzeugen aus Brescia gesehn.

Was ich nicht nachvollziehen kann

Das die Wirtschaft diese Forderung stellt.
1. es besteht meines Erachtens in kein Bundesland ein Produktionsverbot.
2. wie wollen sie produzieren, wenn im Ausland ein strenger lock down angeordnet wurde
3. wer soll es kaufen?..Das Ausland wird sicher nicht für D. Eine Ausnahme bei Importen machen.
4. dt. Konsumenten werden ganz sicher ebenfalls nicht in. Kaufrausch verfallen
Und wer hier mehr Lockerung fordert , sollte einfach hinterfragen , mit dem Hintergrund der weltweiten Maßnahmen, bringt es wirklich der Wirtschaft etwas. ..

@ustdigital, 22:15 Uhr

Selbstverständlich unterliegen Freiheitsbeschränkungen der Bürger sehr engen Grenzen. Sie müssen insbesondere, um verfassungsrechtlich Bestand zu haben, dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit genügen. Dies ist vorliegend der Fall. Nicht eine Ausgangssperre wurde beschlossen, sondern eine Ausgangsbeschränkung. Kontakte sind möglich, allerdings unter Beachtung des Mindestabstandes von 1,5 besser 2 Metern. Das Influenza-Virus ist nicht mit dem Coreona-Virus vergleichbar: die Inkubationszeit ist länger als bei einer Grippe, deshalb können mehr Menschen angesteckt werden. Auch ist das Virus neuartig, so dass unser Immunsystem schlechter auf den Eindringling vorbereitet ist. Zudem sind die schwerwiegenden Verläufe wohl heftiger als beim Grippe-Virus. Binnen weniger Wochen hat Corona den Wettlauf um den Globus angetreten und sich zu einer Pandemie entwickelt. Ein solches Virus kann man nicht einfach aussitzen.

@ 22:27 von Barbarossa 2

„ Bei uns auf dem Lande, Sa- Anhalt, schert sich kaum jemand um irgend etwas. Hier besucht jeder jeden und die Besucher kommen von überall her. Hinweise werden ins Lächerliche gezogen.“

Leider auch bei uns in Niederbayern nicht viel anders. Ein Teil hält sich sehr konsequent an die Beschränkungen. Aber leider auch viele nicht. Beim Nachbarn heute Grillen mit Eltern, Schwiegereltern und Schwester mit Kindern. Am Stausee alle Parkbänke voll. Abstand dort in den wenigsten Fällen. Da kann man nicht dem Politiker die Schuld geben, wenn sich die Bürger nicht dran halten. Hier in Bayern steigen die Todesfälle (721) und die Infizierten (30862) nach wie vor...

22:15 von ustdigital

"Als Bürger ist man total überfordert
Jedes Jahr sterben in Deutschland 20-40.000 Menschen an Influenza und/oder multiresistenten Erregern und es hat niemals so eine extreme Beschränkung des öffentlichen Lebens und solche Einschränkungen der Wirtschaft gegeben, warum eigentlich nicht?"

Das Warum ist doch fast bis um Erbrechen oft erklärt worden. Es geht darum, das Gesundheitssystem nicht zu überlasten. Ab einer bestimmten Anzahl von beatmungspflichtigen Patienten reicht die Anzahl der dafür nötigen Plätze nicht aus und die Ärzte müssen entscheiden, wen sie sterben lassen und wem sie noch eine Chance geben.
Sie haben doch die Verhältnisse in Italien, Spanien, New York u.s.w. sicher mitbekommen. Stellen Sie sich einmal vor, im kommenden Winter kommen Corona- und Grippewelle gleichzeitig. Und was passiert, wenn einer mit beiden Erregern infiziert wird, weiß auch noch kein Mensch.

Am 10. April 2020 um 21:19 von KowaIski

"Lothar Wieler ist in keinster Weise überfordert. Der Mann ist nur eben ein sehr nüchterner Wissenschaftler. Einer der besten Epidemologen weltweit."
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Er hat die Gefahr unterschätzt die von dem Virus ausgeht. Viele seiner Kollegen haben vor einer Pandemie gewarnt, da hat das RKI noch ein geringes Risiko für Deutschland gesehen.
Wer möchte kann das auch jetzt noch sehen oder lesen, die Berichte sind noch verfügbar.

Exakt das

Frage ich mich auch schon die ganze Zeit. Wegen, sorry, 2.600 Toten nach 4 Wochen Shutdown mit einem Durchschnittsalter (82 Jahre), welches über der durchschnittlichen Lebenserwartung in Deutschland (80,6 Jahre) liegt und von denen annähernd alle schwere Vorerkrankungen hatten, fährt man das Land gegen die Wand, verursacht 100.000ende Arbeitslose, vernichtet Existenzen und verbrennt Dutzende Milliarden an Euros und stürzt die Welt in eine Wirtschaftskrise apokalyptischen Ausmaßes an dessen Ende mehr Tote stehen als durch das Virus????

Verhältnismäßigkeit ist das Zauberwort!

Leopoldina, schau genau hin!!!

Daran sollten sich die Traumtänzer der Leopoldina mal ein Beispiel nehmen. Wer jetzt über Lockerungen nachdenkt, hätte sich die vergangenen Wochen einfach sparen können. Bergamo, wir kommen!

@ 22:42 von KowaIski

„ Mir gehen die Bilder der Särge von Bergamo und der Leichensäcke von New York nicht aus dem Kopf.“

Da geht es mir ähnlich. Mir lief heute ein kalter Schauer über den Rücken, als ich Bilder der New Yorker Insel Hart Island gesehen habe. Dort werden als Zwischenlösung Verstorbene in einem Großen ausgehobenen Bereich beerdigt. Einfach nur schrecklich und beängstigend

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