Kommentare

Missbrauch an vielen Stellen

Leider kenne ich bereits mehrere Fälle, in denen vermeintliche „von Existenz bedrohte“ Selbständige die Prämie abgreifen. Dieses Verhalten ist zutiefst asozial. Ich hoffe, im Nachhinein wird genau geschaut, wer diese Hilfe wirklich benötigte und wer einfach nur Trittbrettfahren möchte.

NRW-Kriminelle

Unfassbar, wie unbedarft diese Landesregierung Steuergelder verschleudert.
Warum sind diese kriminellen Handlungen nicht aus anderen Bundesländern bekannt?
Weil Laschet und Co. besonders unfähig sind? Oder weil Kriminelle dort besonders geschickt sind.

ach ja

1986 war's. Volkszählung. Breite Gegenbewegungen gab es da. Und an eines erinnere ich mich noch ganz genau. Nämlich, welch unschlagbares Argument die Behörden dafür hatten, dass es einen Missbrauch der erhobenen Daten nicht geben kann:

"Ein solcher Missbrauch kann nicht stattfinden, weil er in dem Gesetz zur Volkszählung ausdrücklich verboten ist."

Die Behörden machen sich wirklich zur Lachnummer, wenn sie jetzt völlig überrascht davon sind, dass jemand auf die Idee kommt, hier mit einfachsten Mitteln Kohle abzugreifen. Vielleicht hätte man vorher in einer breiten Informationskampagne darauf hinweisen sollen, dass ein krimineller Missbrauch der Möglichkeiten der Corona-Hilfsmitteln strafbar ist. Das hätte der jetzigen Situation bestimmt vorgebeugt.

"Unbürokratische Hilfe".

Ist natürlich doof, wenn man unbürokratische Hilfe verspricht, und sich dann "in die Hose macht", wenn Unbefugte sich dranhängen.

Gut, diese Probleme hätte man alle voraussehen können. Manche haben sie auch vorausgesehen.

Ach wirklich?

In einigen Ländern ist es zudem notwendig, weitere Unterlagen wie Ausweiskopien oder einen Steuerbescheid einzureichen.

Sollte das nicht überall Grundbedingung sein?

Mit heißer Nadel von Laien gestrickt

Es ist doch logisch, dass bei solchem "Geldsehen" die Betrüger Schlange stehen. Jeder Bürger käme auf die Idee, einen Realbeweis einzufordern. Und ja, die Steuernummer ist immer auch mit einem Konto verbunden - eine Validierung durch das Finanzamt ist datenschutzrechtlich OK. Aber machen muss man es wollen - wähnen sich die Finanzbeamten etwa im Urlaub, analog den Lehrern: man könne nichts tun, weil einem die Systeme nicht vor die Füße gelegt werden und man keine Einweisung habe? Hl. St. Florian ...? Ein bisschen mehr Mitverantwortung und Sorgfalt erwarte ich in dieser Ausnahme-Situation schon von den Staatsdienern.

Corona-Hilfen: Länder betonen Schutz vor Betrügern

>>>Mit einem Verfahren ohne Uploads und Downloads und damit Medienbrüche haben wir dieses Verfahren entwickelt, das es ermöglicht hat, eben auch Hunderttausende Anträge in kurzer Zeit entgegenzunehmen.<<<

... nun ja, etwas zu kurz gedacht, dabei die Sicherheit für die Antragsteller grob fahrlässig vernachlässigt.

... zudem unlogisch, die Antragsteller werden mit Sicherheit Tempo machen um die notwendigen Dokumente hoch zu laden.

... und ganz nebenbei werden beim Download - Upload Verfahren auch noch Server Ressourcen geschont, wenn die Antragsteller für die gesamte Dauer der Bearbeitung ihres Anliegens eben nicht online sind.

Nun ja...
Operative Hektik überdeckt geistige Windstille - hier leider passend.

Grob?

Ein Sprecher des Bremer Senats betonte, dass der Stadtstaat von Anfang an eine "Grobprüfung" durchgeführt habe: "Das geht etwas auf Kosten der Zeit, aber wir wollen verantwortlich mit den Steuergeldern umgehen."

Wie? Und dass nur grob geprüft wird, schreiben die sich auch noch auf die Fahnen?

...Länder betonen Schutz vor Betrügern ...

Es gibt och wohl Finanzbehörden und Gewerbeämter, wer also Hilfen für sein Unternehmen will, sollte die Steuerbescheide von Vorjahr einreichen, neu angemeldete Unternehmen, müssen zumindest ihren Gründung vor der Krise nachweisen udn was noch::: So kompliziert kann das doch wohl auch nicht sein, für Arbeitnehmer geht das doch auch und auch so ein GmbH Geschäftsführer ist Arbeitnehmer und kann Kurzarbeitergeld in Anspruch nehmen, oder.

IT-Sicherheit ist in der ÖV ...

... leider immer noch ein staek vernachlässigtes Thema. Das haben ja schon eine Reihe Hackerangriffe gezeigt.

Statt einheitliche Hochsicherheitslösungen zu entwickeln für alle BL bzw. gleichartige Behörden und Ämter zu entwickeln, Flickenteppiche, für die es dann extra Schnittstellen bedarf.
Beim Zoll z.B. haben Juristen, RA, das Sagen.

Im Gesundheitswesen genauso, da hat sich der Minister auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert.

Windows-Schulungen lösen das Problem überhaupt nicht.
Da gehört schon bissel mehr wissen dazu, zumal gar nicht bekannt ist, auf welcher Plattform der Webserver läuft.

Der Server der Sächs. Aufbaubank war dafür 3 Tage nicht erreichbar, überlastet.

@Phonomatic

Jein. Natürlich hat es sich nun herausgestellt, das das Missbrauchsvolumen dadurch größer ist. Den Steuerbescheid einzureichen ist ja auch nur mittelmäßig hilfreich, da die Behörden ja die gleichen Zahlen auch sehen können wenn man die Steuernummer eingibt, und den Personalausweis gibt es ja nicht ohne Grund auch als "Online"-Version.
Der Mischmasch aus Analog und Digital (Online Formulare herunterladen, am Computer ausfüllen, Ausdrucken, Unterschreiben, wieder einscannen und Kopien von Ausweisdokumenten anfügen) ist ineffektiv, lästig und zudem in solchen Situationen nur schwierig durchführbar. (Einen Copyshop finden ist gerade nicht leicht) Zudem sind angehängte Ausweiskopien, PDFs und andere Dokumente ja genauso betroffen wenn sich ein Betrüger als Man-in-the-middle dazwischenhängt. Man hat sich offenbar, trotz des guten Vorsatzes eben sehr schnell und einfach Hilfe zu leisten, mit den Nachteilen verkalkuliert.

Wer hat wann gewusst, dass die Seiten

von NRW fahrlässig sind? Wurde NRW gewarnt? So sind die TS Aussagen schwammig und nicht aussagekräftig. Ein Urteil deshalb schwierig.

@ Alberner Helge 13:29 Uhr

" Ich hoffe, im Nachhinein wird genau geschaut, wer diese Hilfe wirklich benötigte..."
Es wurde doch gesagt, dass nicht geprüft würde - also unbesehen ausgezahlt wird.
Ihr Eingangstext zeigt doch bereits die Schwachstellen, welche unter Vorlage von Steuerbescheiden (z.B.) der Letzten drei Jahre nicht möglich gewesen wären. Der Mittelwert wäre gleichzeitig der Hilfebetrag gewesen. Schließlich haben diese Selbständigen ja vorher auch leben können und Manipulationen wäre mit diese Vorgabe kaum möglich gewesen.
In der Quintessenz machen "Dumme" die Gesetze, oder der Betrug ist geduldet.

@ Gassi 13:43 Uhr

"Ein bisschen mehr Mitverantwortung und Sorgfalt erwarte ich in dieser Ausnahme-Situation schon von den Staatsdienern."
An erster Stelle steht aber der Gesetzgeber (und zwar Regierung UND Vertreter des Volkes) welche scheinbar unfähig sind "wasserdichte" Formulierungen zu erstellen.
Vorschläge zur Verhinderung von Missbrauch gab es hier schon seit längerer Zeit.
Lesen können hätte also genügt.

War doch abzusehen...

Immer wenn der Staat Geld verschenkt sind die schwarzen Schafe nicht weit, das ist bei allem Subventionen schon immer so gewesen.
Auch nach der "Wende" wurde einiges abgezweigt, und auch in der Bankenrettung wurde einiges wieder zum "Zocken" verwendet.
Muss den der Staat auch die Industrie und Banken unter dem Wohlfahrtsaspekt behandeln?
Ist die Idee des Sozialstaats inzwischen das rundum sorglos Paket für alle in not geratene Banken und Unternehmen?
Die Politik sollte die Banken und Unternehmen zu einer höheren Eigenkapitalquote und Rücklagen zwingen.
Nur so geht es, Steuergelder verschenken lockt immer die Kriminellen an....

@ 14:05 Powermolch @Phonomatic

Jedes kleine Unternehmen, auch Ein-Mann- unternehmen haben ein Multifunktionsgerät, Drucker, Kopierer, Scanner.
Dokumente in PDF Format können
wie ein Formular auf dem Rechner ausgefüllt und versendet werden.

Ob diese wirklich eine handschriftliche Unterschrift benötigen, bezweifle ich.

Hilfen

Wäre es nicht Aufgabe der Hausbanken, sich um ihre Kunden, die durch Corona in existenzielle Not geraten sind, zu kümmern? Der Staat kann an dieser Aufgabe nur scheitern.

@Träumerhabenverloren 14:06 Uhr

"Wer hat wann gewusst..."
Jeder welcher ein klein wenig die Nachrichten verfolgt wird wissen, dass es Betrüger gibt.
Jetzt brauch es nur eine Formulierung wie Hilfe erhältlich ist:
Steuernummer und daran gekoppelt eine Bankverbindung, Mittelwert der letzten Steuerbescheide als Zahlbetrag der Hilfe. Vorbehalt einer Prüfung mit Rückforderung bei Missbrauch zuzügl. Strafgelder.
So würden jedenfalls kaum Bürger für Betrüger zahlen müssen - die Politik müsste nur ein klein wenig Intelligenz zeigen.
Also war es das wieder einmal gewesen.

14:06 @ Träumerhabenverloren

NRW hat den Betrug erst mitbekommen, als sich die ersten Betroffenen meldeten, die das Geld nicht bekamen.
Vlt. hilft Ihnen der eingebettete Link etwas für das Verständnis.
Traurige "Ironie des Schicksals", nicht einmal einem Webentwickler ist der Betrug aufgefallen.

@stern, 14:28

"Aufgabe der Hausbanken"?

Aufgabe der Hausbanken ist es, so profitabel wie möglich zu wirtschaften. Sonst nichts.

Ich bin nicht sicher, ob Kreditvergaben an vor oder in der Pleite stehende Mittelständler und Kleinunternehmer Teil dieses Profils sind..

Über den eigenen Tellerrand schauen...

... wenn eine Aufgabe schnell zu bewältigen ist.

Die Vergabestellen für öffentliche Aufträge z. B. zeigen doch, wie es im Bieterwettbewerb schon lange Zeit funktioniert.
Ich habe beruflich mit meinen Angeboten für unser Unternehmen ständig mit kleinen, kostenlos zur Verfügung gestellten Bieterprogrammen zu tun.

Download, offline ausfüllen, und ja auch mal ein PDF in den dafür vorgesehenen Ordner einfügen und abschließender Upload an die Vergabestellen.

Diese sind in der Lage, alle relevanten Daten elektronisch weiter zu verwenden, ohne irgendwelche Papierauadrucke drucke...

... wie gesagt, mal rechts und links schauen und das Rad nicht neu erfinden müssen.

@Leipzigerin59 um 14.35 @Mawo 14.33

Lesen kann ich selber, aber beantwortet wurde meine Frage in keiner Weise! "Inoffiziell hieß es aus Regierungskreisen mehrerer Bundesländer, man habe schon länger Zweifel an der Sicherheit des Verfahrens in Nordrhein-Westfalen. In einem Fall wurde das nordrhein-westfälische Vorgehen als "fahrlässig" bezeichnet." FRAGE: wann hat es diese Zweifel gegeben, von wem? Oder wird dieser Zweifel jetzt nur Thematisiert, weil NRW CDU regiert wird?

Notstandsgesetzte für solche Betrüger

Aus dieser Notsituation auch noch kriminelle Kapital zu schlagen, ist das Allerletzte.

Für diese übliche Klientel sollten Notstandsgesetzte angewandt werden. Keiner vermisst solche Subjekte. Und wahrscheinlich werden auch noch Sozialleistungen eingespart.

Staat muss helfen ... Punkt

wenn ich hier lese - Steuergelder verschenken ... Wenn der Staat die Gewerbefreiheit einschränkt und damit Menschen in Not geraten, dann muss auch vom Staat Geld kommen .. Punkt. Wenn nun ein Land ein Verfahren wählt, was zum Betrug einlädt, dann ist das Dilettantismus - nicht mehr und nicht weniger. Man hätte es über ELSTER Online machen können oder direkt mit der Steuernummer koppeln. Das Finanzamt hat ja in der Regel die Bankverbindung. Aber ich denke, das scheitert auch dran, das die Behörden in Deutschland immer noch in der digitalen Steinzeit leben ...

13:37 von frosthorn

........."Vielleicht hätte man vorher in einer breiten Informationskampagne darauf hinweisen sollen, dass ein krimineller Missbrauch der Möglichkeiten der Corona-Hilfsmitteln strafbar ist. Das hätte der jetzigen Situation bestimmt vorgebeugt."

Sie sind ein Meister der feinen Ironie.
Und das mit der Lachnummer ist ja auch nix Neues. Die bekommen wir frei Haus. Mindestens halbjährlich im Abo.

Neues Gesetz

... Wer in dieser Situation wo Millionen von Existenzen gefährdet sind, diesen hinterhältigen Betrug begeht, sollte die Höchststrafe bekommen! Ein Gesetz was in dem Fall lebenslänglich vorsieht muss schnell her! Ging bei der Freiheit Begrenzung auch innerhalb von 3 Tagen!

15:00 von jupiter8

das lassen sie aber nicht die Gegner eines Victor Orban hören

14:50 von rossundreiter

Zitat:"Ich bin nicht sicher, ob Kreditvergaben an vor oder in der Pleite stehende Mittelständler und Kleinunternehmer Teil dieses Profils sind.."

Nein, das ist selbstverständlich die Aufgabe des Staates, also von uns allen und unseren Steuergeldern. Sie wissen schon: Verluste sozialisieren, Gewinne privatisieren. Vor allem, wenn sich "Hausbanken" weigern, die von der Regierung bereitgestellten Gelder als Kredit an die, die es dringend brauchen, weiterzugeben...

@MaWo 14.14 Uhr

Ich zitiere aus dem Antragsschreiben, dort heißt es bei Punkt 8.2 „Ich bestätige, dass ich der Bewilligungsbehörde und sonstigen zuständigen Behörden auf Verlangen die zur Aufklärung des Sachverhalts und Bearbeitung meines Antrags erforder- lichen Unterlagen und Informationen unverzüglich zur Verfügung stelle.“

Das klingt ja doch anders. Vielleicht bin ich aber auch zu naiv. Allerdings habe ich eines gelernt, geschenkt bekommt man vom Staat (in der Regel) nichts. Herzlichst Helge

14:56 @Träumerhabenverloren

Ok,
leider kann ich diese Frage nicht sicher beantworten, denke, dass die Ministerpräsidenten o.a.. Minister auf Landesebene ihre Verfahrensweise vorgestellt bzw. diskutiert haben.

Es gibt ja nicht nur NRW als CDU-Regiertes Bundesland - Sachsen auch, gemeinsam mit SPD und Grünen.

Am 10. April 2020 um 15:00 von jupiter8

@ um 15:00 von jupiter8 und gleichzeitig
@ 15:18 von Sisyphos3

Zitat: Für diese übliche Klientel sollten Notstandsgesetzte angewandt werden. Keiner vermisst solche Subjekte.

Was, bitte, verstehen Sie konkret, unter Anwendung von Notstandgesetzen?

Meinen Sie so etwas wie die Volksschädlingsverordnung von 1939?

Digitalisierung ist halt kein Fortschritt

Es ist natürlich traurig, dass es so viel kriminelle Machenschaften gibt.

Daran sehen wir aber mal wieder, dass die Digitalisierung eben doch nicht immer ein Fortschritt ist.

Jedes Mal, wenn wir etwas digitalisieren tauchen die gleichen kriminellen Probleme auf.

Ja, das gab es auch zu den guten Alten Zeiten mit Papier und Unterschrift.
Aber mein Eindruck ist, dass die Digitale Welt viel anfälliger für Kriminalität ist, als die Zeit, in der der Mensch noch höchstpersönlich handeln musste und nicht nur über Computer.
Je mehr wir uns entmenschlichen, um so mehr Probleme haben wir.

Am 10. April 2020 um 13:54 von Duzfreund

Zitat: auch so ein GmbH Geschäftsführer ist Arbeitnehmer und kann Kurzarbeitergeld in Anspruch nehmen, oder

Geschäftsführer können nur dann Kurzarbeitergeld erhalten, wenn durch die Clearingstelle der Deutschen Rentenversicherung festgestellt wurde, dass sie als Arbeitnehmer und nicht selbständig tätig sind. Das gilt wohl nicht, wenn der Geschäftsführer auch Gesellschafter der GmbH ist und dabei über einen so großen Geschäftsanteil verfügt, dass er maßgeblichen Einfluss auf die Entscheidungen der Gesellschafterversammlung hat. Dies dürfte sicherlich immer dann zutreffen, wenn der Gesellschafter-Geschäftsführer über die Mehrheit der Anteile verfügt (insbes. bei Ein-Personen-Gesellschaften).

@petermeffert, 15:19

Nun ja... wenn die Regierung so doof ist, den Banken die Hilfsgelder zu geben und auf das Samaritertum profitorientierter Unternehmen zu hoffen, anstatt selbst ein funktionierendes Solidarsystem für den von ihr angerichteten wirtschaftlichen Gau aufzubauen...

@jonschnee, 15:14

"Wer in dieser Situation wo Millionen von Existenzen gefährdet sind, diesen hinterhältigen Betrug begeht, sollte die Höchststrafe bekommen!"

Meinetwegen.

Was aber an dieser Stelle auch einmal festzuhalten ist:

Einen Antrag zu stellen, dessen Bewilligung eigentlich nicht gerechtfertigt ist, der vom Staat mangels Prüfung aber dennoch bewilligt wird, ist kein Betrug.

NRW vs andere Bundesländer

Man sollte wohl nicht übersehen, dass bei der gewählten Betrugsmasche NRW schlicht und ergreifend das attraktiveste Ziel ist ... nicht wegen der Art und Weise auf die das Antragsverfahren implementiert wurde, sondern wegen der Einwohnerzahl.

Die Betrugsmasche setzt darauf, dass Daten von Antragsstellern abgegriffen werden, die auf die ein oder andere Weise auf einer Seite der Betrüger gelandet sind statt auf dem korrekten Formular. Da muss man als Betrüger davon ausgehen: Die meisten Opfer gehen einem ins Netz wenn man sich auf das Bundesland mit den meisten Einwohnern konzentriert. Ob man das Formular komplett digital ausfüllen oder herunterladen, unterschreiben und wieder hochladen muss ist dabei völlig unerheblich und erhöht die Sicherheit nicht.

Bundesländer, die das komplette Verfahren auf dem Postweg abhandeln lassen Soloselbständige dagegen fahrlässig lange hängen. Der Grundansatz von NRW war schon richtig. Dann im Detail Fehler gemacht hat sicher nicht nur NRW.

Man kann sich jetzt natürlich

Man kann sich jetzt natürlich herrlich über die NRW und dessen Regierung auslassen, dass man scheinbar dort nicht von A bis B gedacht habe. Ohne Laschet u. Co in Schutz nehmen zu wollen, gehe ich mal davon aus, dass sie es eher der Bevölkerung mit dem Abrufen leichter und schneller ermöglichen wollten, um an das Geld zu kommen.
Wer kommt dann auch auf solch widerliche abstruse Ideen, den Personen (Selbstständigen, Kleinstunternehmer etc.), die nun wirklich in Not sind, das Geld vor der Nase abzugreifen um sich daran zu bereichern?
Ich kann nur hoffen, dass diese Typen gefasst werden und dafür hart bestraft werden. Wenn es denn aus D. kommt, was ich nicht mal annehme.
Reul gab gestern den Hinweis zum östl. Land. Da es erst einmal eine Mutmaßung ist, ging er nicht weiter drauf ein.

Trittbrettfahrer

gibt es bei schnellen Gesetzen und kostenlosen Geld immer, das wird nicht das einzige sein, wird wohl noch mehr Stellen geben die genutzt werden können.
Ist ja bei Scheinselbständigkeit und ähnlichen Dingen auch bekannt, wo es Leistungen gibt, gibt es auch Betrüger.
Schaden haben Alle, und die die wirklich das Geld brauchen.

@15:02 @Respekt2012 ... Steuernummer

Ich habe gerade mal aud die NRW-Soforthife-Seite geschaut.
Steuernummer und -ID, Bankverbindung, u.v.m. muss alles Online eingegeben werden.
Die Betrüger ändern nur Bankverbindung und schon haben Sie das Geld.

13:37 frosthorn

>>Vielleicht hätte man vorher in einer breiten Informationskampagne darauf hinweisen sollen, dass ein krimineller Missbrauch der Möglichkeiten der Corona-Hilfsmitteln strafbar ist. Das hätte der jetzigen Situation bestimmt vorgebeugt.<<

Das ein krimineller Missbrauch strafbar ist, darauf braucht man doch wohl nicht erst hinzuweisen? Wie traurig ist das denn...

Bezeichnend...

...dass hier die meisten Beiträge von Gier geleitete höchstkriminelle Energie als Selbstverständlichkeit hinnehmen, während auf der Naivität oder vorgeblichen Unfähigkeit der Behörden mit Freuden herumgehackt wird.

Ich hatte am Freitag den 27.3

Ich hatte am Freitag den 27.3 den Antrag gestellt.
Am 28. den Bewilligungsbescheid bekommen.
Bis heute kein Geld auf das Konto bekommen.
Ich weiß von zwei Anderen die hatten in der Woche danach den Antrag gestellt und zwei Tage später das Geld drauf.

Wen wundert´s ...

dass sich nicht nur Grosskonzerne am Steuerzahlergeld bereichern (Deichmann, H&M, Adidas, LH., BMW. etc.) und dabei keinerlei Skrupel zeigen, obwohl sie beim Steuerzahlen keineswegs so eifrig sind ! Da werden Mieten nicht bezahlt, Löhne gekürzt, Kurzarbeitergeld abgegriffen usw.
Gleichzeitig werden Dividenden, Phantasiegehälter f. die Bonzen, horrende Sponsorsummen an Fussballvereine u. natürl. auch deren Bonzen beibehalten. Niemand scheint momentan noch liquide zu sein, am Wenigsten die Reichen. Gestern noch Millionengewinne, heute Selbstbedienung am Notfallfonds d. Steuerzahler unter Nutzung aller mögl. Winkelzüge. Wo sind denn die Billionen Rücklagen/Erspartes d. Deutschen, die jetzt gebraucht werden könnten ? Alles gute Vorbilder auch f. die Kleinen ....
MfG. B.W.

@ Phonomatic

"Sollte das nicht überall Grundbedingung sein?"

Hätte aber auch in diesem Fall nicht vor Betrug geschützt. Der Betrug funktioniert so, dass der Antragsteller das ausgefüllte Formular unwissentlich mit all den von Ihnen genannten Dokumenten digital an die Betrüger schickt. Diese ändern im Antrag nur die Bankverbindung & schicken den Antrag mit all den von Ihnen genannten Unterlagen dann an die zuständige Behörde weiter. Der Antragsteller wartet indes Wochen auf einen Zahlungseingang auf sein Konto & die Betrüger freuen sich über den Geldregen!

Das ist nunmal die "neue Welt", von der kaum jemand Ahnung hat, was da überhaupt passiert & vor allem wie. Das Internet öffnet für Kriminelle Tür & Tor auf eine Weise, wie sie vorher in der analogen Welt niemals möglich gewesen wäre. Früher hätte der Betrug echte physische Anstrengung bei persönlichem Risiko bedeutet. Im I-Net braucht es dagegen nur einen Mausklick & Dokumentenbearbeitungs-Tools. Für Kriminelle ist das I-Net ein Gottesgeschenk!

@ Leipzigerin59

"Ob diese wirklich eine handschriftliche Unterschrift benötigen, bezweifle ich."

Richtig ist: Auch eine handschriftliche Unterschrift schützt nicht vor Betrug bei der digitalen Handhabung von Anträgen. Aber der Arbeitsaufwand für die Kriminellen ist durch handschriftliche Eintragungen etwas höher, als wenn man die Formulare rein digital am PC ausfüllt.

Straftatbestände

Ja so manches Unternehmen macht sich strafbar.Man nennt das Subventionsbetrug.Das ist aber auch von Steuerhinterzieher bekannt.Ich würde mich ja nicht so aufregen,wenn nicht auch kommunale Betriebe und Zweckverbände das gleiche machen würden.

Sicherlich...

sind die falschen Konten mehrfach angegeben worden und somit sollte es durch einen Abgleich möglich sein, die nun abgegebenen Anträge zu ermitteln. Danach können eventuell sogar die Konten zum Täter beziehungsweise den Tätern führen.
Diese Kriminellen sollten auf das Härteste bestraft werden, denn hinter den meisten Anträgen verbergen sich eventuell verzweifelte Personen.
Diese Verbrecher sind der Abschaum der Gesellschaft!

@ Träumerhabenverloren 14:56 Uhr

"Oder wird dieser Zweifel jetzt nur Thematisiert, weil NRW CDU regiert wird?"
Das dürfte der höchstwahrscheinliche Grund sein, weil der IQ nicht an eine Partei gebunden ist. Ein "Seitenhieb" ist ja fast schon Tradition und JEDE Partei nutzt dies.

13:43, Gassi

>> Ein bisschen mehr Mitverantwortung und Sorgfalt erwarte ich in dieser Ausnahme-Situation schon von den Staatsdienern.<<

Wissen Sie was?

Ich erwarte Sorgfalt, Mitverantwortung und Ehrlichkeit von meinen lieben Mitbürgern.

Denn einige von denen sind es, die das Gemeinwesen abzocken, und nicht die Staatsdiener.

bin mal wieder verwundert...

In Echt jetzt?!
Also ich lese hier so viele Kommentare, welche sich mal wieder an der "Ahnungslosigkeit" und an dem verteilen von Hilfsgeldern unserer Regierung auslassen.
Schade eigentlich.
Dieser Beitrag weißt Fehler, Gaunereien und Betrügereien auf; nicht mehr und nicht weniger. Also - Problem erkannt, daran arbeiten und abstellen. Gelder an die echten Hilfsbedürftigen und Anspruchsberechtigten auszahlen.
Dann die Nachverfolgung starten und unberechtigte Abgriffe von Hilfsgeldern bestrafen. Ich schlage für alle die erwischt werden und dies ohne großes Bimbamborium vor: langjährige Haftstrafen! Keine Bewährung, keine Sozialarbeiten. Einbehalten aller Vermögenswerte und an gemeinnützige Institutionen verteilen. Fertig!
Wer nicht erwischt wird, hat Glück gehabt und der Staat, also wir alle, eben Pech. Doppelt bezahlt.
Und, hört doch einmal auf aufzuzählen, dass ihr alles besser wisst und könnt, wie der Rest der Republik.
Amen.

13:53, rossundreiter

>>Grob?
Ein Sprecher des Bremer Senats betonte, dass der Stadtstaat von Anfang an eine "Grobprüfung" durchgeführt habe: "Das geht etwas auf Kosten der Zeit, aber wir wollen verantwortlich mit den Steuergeldern umgehen."

Wie? Und dass nur grob geprüft wird, schreiben die sich auch noch auf die Fahnen?<<

Bei der Flut von großenteils berechtigten Anträgen geht das gar nicht anders. Denn sonst bekäme man das Geld erst übernächstes Jahr.

Betrugsversuch bei Corona-Soforthilfen

Am 10. April 2020 um 16:42 von Tinkotis
Bezeichnend...
...dass hier die meisten Beiträge von Gier geleitete höchstkriminelle Energie als Selbstverständlichkeit hinnehmen, während auf der Naivität oder vorgeblichen Unfähigkeit der Behörden mit Freuden herumgehackt wird.
###
Das ist normal. Gerade in Netz lauern nicht erst seit heute Betrugsfälle. Das es nun die Soforthilfeseite des Landes NRW getroffen hat ist zwar fahrlässig, aber ganz und gar nicht so selten. Das LKA beschäftigt sich bereits mit dem Fall und hat eigens eine Ermittlergruppe für Subventionsbetrug eingerichtet. Ob es zu Aufklärung kommt ist aber fraglich, da die Täter oftmals im Ausland sitzen und die Beute über das Darknet waschen.

@urisk 19:29

>>Die Betrugsmasche setzt darauf, dass Daten von Antragsstellern abgegriffen werden, die auf die ein oder andere Weise auf einer Seite der Betrüger gelandet sind statt auf dem korrekten Formular
[...]
Ob man das Formular komplett digital ausfüllen oder herunterladen, unterschreiben und wieder hochladen muss ist dabei völlig unerheblich und erhöht die Sicherheit nicht<<

Wenn seitens der Programmierer nicht nur Dokumente sondern ein Tool zur Verfügung gestellt wird, wenn möglich auch mit einer digitalen Signatur, wäre Ihrer Befürchtung schon Einhalt geboten.

Ich verweise auf meinen Beitrag von 14:54
und bitte die Tippfehler im vorletzten Absatz zu entschuldigen ;)

16:07 von rossundreiter

Zitat:"für den von ihr angerichteten wirtschaftlichen Gau ..."

Ist die Regierung an Corona schuld? Und sind die (relativ zahmen) shut-down-Maßnahmen ein deutscher Sonderweg?

Dunkle Kanäle

Vor ein paar Wochen noch wollte es niemand auf diesem Forum glauben. Dunkle Kanäle in die Hilfsgelder abfliessen? Ja, aber doch nicht bei uns. Damals 2009, das waren ja achließlich andere Bedingungen., hieß es da und ich solle meine gegenstandslosen Behauptungen doch bitte bleiben lassen. Aber da sind sie nun, die dunklen Kanäle, denn die betrügerischen Gewinner der damaligen Wirtschaftskrise wurden zum größten Teil überhaupt nicht ermittelt.
Es sind eben jene Wirtschaftsfachleute, die eben die Lücken kennen.
Warum wohl, wenn sie nicht aus der selben politischen Kaste stammen, die diese Lücken offen lassen!

@bewebo, 17:02

Das mit den "nichtmietezahlenden Großunternehmen" wie Adidas kann ich schon nachvollziehen:

Ein gut wirtschaftendes Unternehmen hat im Turbokapitalismus sein Geld nicht in der Kasse, sondern im produktiven Anlagekapital.

Da kann das Unternehmen "reich" sein, wie es will: Ohne laufende Einnahmen keine Liquidität für laufende Ausgaben (denselben Mechanismus sieht man an großen Bundesligaclubs, die bereits auf die Pleite zulaufen).

Wenn die Unternehmen dann pleite gehen, darf es dann natürlich auch keinerlei Bedauern (und keine Steuergelder) geben!

Denn das gehört dann selbstverständlich auch zum Turbokapitalismus!

Ist ja wohl logisch.

Noch ein Beispiel

Noch ein anderes Beispiel , mein Schwiegersohn kam nach der Wende aus der DDR in die BRD. Das Begrüssungsgeld hat er damals viermal bei verschiedenen Ämtern in Anspruch nehmen können. Nur das eine Beispiel zur Arbeitsweise der Beamten .
Nach ein paar Tagen bekam er ein schlechtes Gewissen und wollte das Geld wieder zurück geben , nur keiner dieser Beamten wollte es haben.

@fathalandslim, 18:09

"(...) da ich zum Glück Rücklagen habe und die Hilfe nicht denjenigen wegnehmen will, die es nicht so gut haben wie ich."

Warum denn jemandem "wegnehmen"? Haben Sie Herrn Scholz nicht gehört? Unser Staat hat Geld wie Heu!

Gut, müssen Sie selber wissen... Beratung war kostenlos...

16:36 von Leipzigerin59

«Ich habe gerade mal aud die NRW-Soforthife-Seite geschaut.
Steuernummer und -ID, Bankverbindung, u.v.m. muss alles Online eingegeben werden.
Die Betrüger ändern nur Bankverbindung und schon haben Sie das Geld.»

Es hätte in NRW Betrug vorbeugen können (und könnte es andernorts auch).

Wären die Formulare so gestaltet, dass Geld nur auf das Konto ausgezahlt werden kann, das mit der Steuernummer auch für den Einzug der Steuer, bzw. für eine Steuer-Rückerstattung verknüpft ist.

Sollte ohne all zu großen Aufwand möglich sein.
Programmier-technisch geht das ohnehin.

Hätte Betrug nicht völlig verhindert (würde es nicht).
Aber es wäre für Betrüger schon deutlich schwieriger gemacht …

16:46 von zomil ... auch NRW ?

Schauen Sie mal, ob auf dem Bewilligungsbescheid wirklich Ihre Kontonummer steht.

18:44 von 3006

«Noch ein anderes Beispiel , mein Schwiegersohn kam nach der Wende aus der DDR in die BRD. Das Begrüssungsgeld hat er damals viermal bei verschiedenen Ämtern in Anspruch nehmen können. Nur das eine Beispiel zur Arbeitsweise der Beamten .»

1989/90 gab es noch gar keine EDV-Systeme, mit denen alle "Begrüßungsgeld-Stellen" in DEU hätten derart bestens vernetzt sein können, um genau nachzuverfolgen, wer der Begrüßungsgeld-Berechtigten ein redlicher Empfänger, oder aber ein Begrüßungsgeld-Geier war.

Nicht die damaligen Beamten sind zu tadeln.
Aber die Geier wären zu rupfen gewesen …

@Zomil 16.46

kommt sicher auch auf das Bundesland an. Meine Freundin mit ihrem kleinen Salon hat bereits am Mittwoch , also am 25.den Antrag gestellt (B-W). Gestern hat sie Geld bekommen und hofft, ihren Laden erhalten zu können. Ihnen viel Glück und trotzdem frohe Ostern!
Was aber die Betrugsmasche betrifft:schändlich, aber erwartbar, dass da wieder Manche aufspringen und Gelder abgreifen wollen, die andere so dringend brauchen. Wenn mal unbürokratisch und schnell gehandelt wird betrachten das Betrüger wohl als Einladung.

Ich kann mich nur wundern

Da war das Virus noch nicht richtig im Land, haben die ersten schon nach staatlicher Hilfe geschrien. Für mich bedeutet diese Steuergeldverteilung im Gießkannenprinzip, dass die meisten dt. Unternehmer nicht fähig sind, ihr Gewerbe wie ein guter Kaufmann zu führen. Wer nicht mal für ein/zwei Monate Rücklagen hat, sollte überhaupt kein Geld vom Staat bekommen. Er wird auch mit diesem Geldsegen nicht sinnvoll umgehen können.
Jeder Privatmann muß Rücklagen bilden, für ungeplante Anschaffungen, sowie für die Rente.

18:55 @ schabernack .. 16:36 von Leipzigerin59

Richtig,
dann braucht man aber auch den "Zugriff"
auf die Finanzämter

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