Kommentare

Die aktuelle Methode ist durchaus problematisch....

Man muss sich nur mal klar werden, dass in Deutschland jeden Tag um 3.000 Menschen natürlich sterben. Das sind natürlich vor allem alte und schwer kranke Menschen.

Exakt die gleiche Gruppe hat auch eine massive Sterblichkeit bei der aktuellen Corona-Pandemie. Gehen wir z.B. davon aus, dass in Italien, wo es täglich über 2.000 Menschen auf natürliche Weise sterben, von einer Durchseuchung der Bevölkerung in Höhe von 10% aus (was in Anbetracht des gigantischen Dunkelfeldes durchaus realistisch sein kann!), kommen wir bei der aktuellen Todesfall-Methode auf 200 Corona-Tote täglich, die eigentlich keine sind, da diese Personen ohnehin gestorben wären, aber eben zufällig auch mit Corona infiziert waren. In vielen, vielen anderen Fällen wären die Betroffenen auch an einer leichten Erkältung gestorben, sodass Corona schlicht der Tropfen war, der das Faß zum Überlaufen brachte.

Wir müssen bei aller Angst vor Corona ein wenig aufpassen, nicht unsere wissenschaftlichen Standards zu ignorieren.

Im Nebel der Ungewissheit

Ich denke das RKI will nur vor unnötigen Infektionen warnen, aber gerade Pathologen sollten doch wohl gewohnt sein, sich vor Keimen zu schützen. Das eigentlich Interessante ist die Formulierung "aerosolproduzierende" Eingriffe. In ihren Ratschlägen für das maskenlose Fußvolk wurde bislang immer nur von Tröpfcheninfektion gesprochen. Aerosole sind aber wesentlich länger in der Luft.

Aufstieg der Medizin

Der Aufstieg der Medizin begann mit Obduktionen.Krankheiten sind Ausdruck der Variabilität des Lebens, Obduktionendaher vom wissenschaftlichen Standpunkt eine Selbstverständlichkeit,finden aber viel zu wenig statt. Dafür gibt es Gründe : die Rechte des Individuums auf Unversehrtheit zum einen und zum anderen natürlich Kapazitätsfragen. Es besteht der nicht unbegründete Verdacht, daß viele in Deutschland ausgestellte Totenscheine eine falsche Todesursache enthalten, eben weil mehr oder weniger ein Arzt nach "Augenschein" urteilt.Es mag in vielen normalen Fällen am Ende keine so große Rolle mehr spielen - allerdings für alle statistischen Erhebungen kann das verhängnisvoll sein. Just das dürfte in der jetztigen Situation aber eine große Rolle spielen . Obduktionen der im Kontext der Pandemie Gestorbenen stellt sich daher als Selbstverständlichkeit dar. Die Sorge vor dadurch verursachter Infektionsausbreitung ist berechtigt - muß aber letztlich von den Pathologen verantwortet werden.

@Lucinda_in_tenebris Im - Nebel der Ungewissheit

"aerosolproduzierend" ist der Magendarmtrakt

Es muß ja nicht jeder aufgeschnitten werden,
aber es muß wegen den Bestattern festgestellt werden Covid-19 Ja/Nein

Bei Ja gibt es kein Waschen, Einkleiden und Einsargen

Coronatode

Wie plötzlich kommt es dazu das die ARD jetzt mal auch kritische Kommentare zulässt.

Ich gehe auch grundsätzlich davon aus das bei den Coronatode nicht alle so verstorben sind denn wir haben einen Anspruch darauf zu erfahren ob diese an oder Mit Corona gestorben sind.

Ich gehe auch davon aus das es nur 12 bis 15 Prozent der verstorbenen sind.

So gehts natzürlich auch

"Als Verstorbener in Folge Covid-19 sollte meines Erachtens gelten, wer den unmittelbaren Folgen dieser Infektionskrankheit erlegen ist."
So bekommt man die Zahlen natürlich auch geschönt. Wer Krebs hatte und sich mit Corona infiziert ist dann offiziell an Krebs gestorben und nicht an Covi-19. Unehrlich, aber gut für die Statistik.

Wie sollte man...

... die massiven Beschränkungen für Mensch und Wirtschaft erklären, wenn die tatsächliche Mortalität deutlich geringer, evtl. gar unter der von Influenza wäre?
Wer MIT dem Virus stirbt, ist eine Corona-Toter, Ursache egal!
Verharmlosung unerwünscht!

Man sollte gerade beim Verdacht Covid-19...

eine ordentliche Leichenschau machen. Ich denke es ist einerseits im öffentlichen Interesse, andererseits auch für die Forschung wichtig, zu WISSEN woran der Mensch gestorben ist. Und natürlich geben solche Obduktionen, wenn er denn an Covid-18 gestorben ist, auch Hinweise zu Maßnahmen für die Notfallversorgung. Medizin hat immer seine Erkenntnisse aus der Forschung an Toten vermehrt. Also warum soll dies, unter Beachtung der Hygienevorschriften (das sehe ich aber als Selbstverständlichkeit), nicht oder nur eingeschränkt gemacht werden?

Das RKI hat einen Haufen Vertrauen verspielt, indem es eine Maskenpflicht als unsinnig und überflüssig propagiert hat (vermutlich mit dem Hintergrund, die Versäumnisse der Regierung in der Vorsorge zu vertuschen). Man muss also zumindest mal hinterfragen, was dahinter steckt. Und natürlich sollte man die Abhängigkeiten des RKI vom Bund offen ansprechen um die Aussagen gewichten zu können.

Will das RKI Obduktionen verhindern?

Meine Frage; mit der Obduktion eines vermeintlich (!)an Corona Verstorbenen, würde man hier nicht erst recht und das in unüberschaubaren Maßen ein weiteres Mal die Büchse der Pandora öffnen.
Man hört die Viren nicht, man sieht sie nicht, man riecht sie nicht aber dennoch werden/könnten diese entfleuchen?
Gibt es derartig sichere Räumlichkeiten, die eine solche Flucht ins Freie verhindern könnten???? Und, setzt man da die Pathalogen eines nicht kalkulierbaren Risiko aus? Reicht das medizinische Personal + Pflegepersonal noch nicht, die eh schon tagtäglich ihre Gesundheit riskieren??

Zitat:

"Das RKI will vermeiden, dass bei angeblichen Covid-19-Opfern die wahre Todesursache herausgefunden wird"

Ich verstehe das so, dass das RKI die Zahlen der Corona-Toten künstlich hochschrauben will? Welches Interesse sollte es daran haben? Die Betonung der eigenen Wichtigkeit? Oder gibt es gar politische Interessen dahinter?

Weil jetzt verstehe ich es so, dass jeder der bei seinem Tod mit Corona infiziert ist, aktuell automatisch als Corona-Opfer gilt selbst wenn er im zehnten Stock aus dem Fenster gefallen ist? Insofern würden uns ja jeden Tag in den Nachrichten unglaubwürdige Zahlen um die Ohren gehauen.

Re: Karl Klammer. Waschen,legen, trocknen

Ich nehme an, dass Schnitte in eine vereiterte Lunge auch so ein paar Halbgase entstehen lässt.
Bei ihrer Antwort ist mir eingefallen, dass man evtl. Autowaschanlagen umfunktionieren könnte.Ich habe allerdings noch nicht von infizierten Bestattern gehört - wäre aber naheliegend. Ich glaube, die Gefahr liegt auch eher in der Abluft der Pathologie, die meines Wissens nicht besonders behandelt, sprich gefiltert wird. Aerosole können wie eben aerosole Gerüche stundenlag in der Raumluft schweben.

Das RKI

... betrachtet die Situation aus einem Blickwinkel und die Maßnahmen mögen, aus diesem Blickwinkel vielleicht absolut richtig sein.
Auf die Frage, welche Folgen die Maßnahmen hinsichtlich des Stresses (Existenzängste, Isolation, verschobene medizinische Behandlungen, etc) haben, gibt es keine Antworten. Auch nicht darauf, ob es dadurch letztlich vielleicht zu wesentlich mehr Todesfällen führt. Das ist aber nicht Aufgabe des RKI sondern der Politik. Diese läßt sich jedoch vom RKI vor sich her treiben anstatt die Blickwinkel anderer Wissenschaftler ebenfalls zu berücksichtigen.
Ein Großteil der Mitschuld daran tragen allerdings die Medien, die widerum die Politiker vor sich hertreiben, indem sie festlegen welches Thema relevant ist.

Die Toten der Zukunft, deren Krankheiten aktuell aufgrund der wirtschaftlichen oder sozialen Situation entstehen, werden, vielleicht um ein Vielfaches höher sein als die Zahl der Corona-Opfer, aber in keiner Statistik auftauchen

Haarspaltereien beim Zählen

Man kann davon ausgehen, dass kaum ein Corona-Infizierter einfach tot umfällt, ohne vorher über einige Tage lebensbedrohliche Symptome zu haben, außer er hatte wirklich vorher schon Herzprobleme. Das ist nicht die erste Pandemie und wird auch nicht die letzte bleiben.
In jedem Fall werden hier in Deutschland dann eher zu wenige gezählt, als zu viele. Gewissheit bringt da wohl letztlich nur am Ende die Statistik und nicht die Obduktion.

@08:49 von Sebastian15

"...jeder der bei seinem Tod mit Corona infiziert ist, aktuell automatisch als Corona-Opfer gilt, selbst wenn..."

Das ist die Art und Weise, auf der meines Wissens die Corona-Zahlen aus Italien basieren. Dort hat man bei rund 140.000 Infizierten etwa 17.500 Tote (12,5%), in Deutschland sind es lediglich 2.350 Tote bei rund 113.000 Infizierten (ca. 2%).

Ich denke nicht, dass die Zahlen des RKI "übertrieben" sind und ein systematisch verfälschtes Bild abgeben.

Experten ernst nehmen!

Die dramatische Ausweitung dieser Pandemie ist in Teilen dieser Welt durch die Ignoranz der Experten entstanden (USA, GB, Brasilien beginnt erst).
Wenn dem RKI wegen der Empfehlungen zum Umgang mit Obduktionen Verschleierung vorgeworfen wird zeigt das nur, in welchem Zustand der Hysterie sich Teile unserer Gesellschaft befinden.
Auch den Chinesen wird bei den Angaben über das Virus Verschleierung/Vertuschung vorgeworfen. Gestern behauptete das ARD-Studio Shanghai z.B., ein erster Covid-19-Patient wäre bereits Mitte November 19 in Wuhan aufgetaucht. Das wäre sensationell, wenn es zuträfe.
Das RKI macht seine Arbeit im Rahmen seiner Fachkompetenz, man sollte das akzeptieren. Die sind jedenfalls ehrlich. Z.B. hat Herr Wieler im ZDF-Interview am 24. Januar gesagt:“Das Virus können wir nicht beurteilen bezüglich der Schwere der Erkrankung“. So ist auch hier bei der Frage von Obduktionen erstmal die Politik gefragt, weil die Rechtslage kompliziert ist, und möglicherweise angepasst werden

Am 09. April 2020 um 08:33 von Kreisl

"Wie plötzlich kommt es dazu das die ARD jetzt mal auch kritische Kommentare zulässt."
Die ARD (meinten Sie tagesschau.de?) hat schon immer kritische Kommentare zugelassen. Man sollte sich halt nur an die Nettiquette halten.

"Ich gehe auch grundsätzlich davon aus das bei den Coronatode nicht alle so verstorben sind denn wir haben einen Anspruch darauf zu erfahren ob diese an oder Mit Corona gestorben sind.

Ich gehe auch davon aus das es nur 12 bis 15 Prozent der verstorbenen sind."

Haben Sie diese Zahlen erwürfelt oder womit können Sie diese Zahlen belegen?

Auf die Headline kann man nur

Auf die Headline kann man nur antworten: Ja
Begründung: Unabhängige Fachärzte weisen schon länger darauf hin, dass durch die "Empfehlungen" des RKIs von Obduktionen abgesehen wird. Die Todesursache kann aber nur durch eine Obduktion festgestellt werden.
MfG

die Anzhal der Todefälle ist in Wahrheit viel höher

Wie das RKI auf seiner Pressekonferenz am 03.04.2020 mitgeteilt hat geht man von einer wesentlich höheren Anzahl von Toten durch das Covid-19 Virus aus. Die Dunkelziffer sei auch hier sehr hoch. Deshalb verstehe ich hier einige Kommentatoren nicht, es sei denn man versucht die Lungenkrankheit als "leichte Grippe" zu beschönigen um seine private, ganz eigene Verschwörungstheorie zu nähren.
Wie auch immer...
Erst nach der Beendigung der Pandemie wird man abschätzen können wie viele Menschen tatsächlich an Covid 19 im Jahr 2020 in Deutschland verstorben sind. Dazu schaut man sich die durchschnittlichen Todezahlen an und vergleicht sie mit der realen Todeszahl aller Menschen im Jahr 2020. Ist jetzt nicht soooo schwer ;-)

So wurde das auch 2014 gemacht. Selbst wenn das hier in diesem Brief kritisiert wurde ist dies korrekt ausgeführt:
https://www.aerzteblatt.de/archiv/170864/Influenza-Woher-kommt-die-Zahl-...

Kritik nach wie vor unerwünscht

Stand 09.04.2020, 100 Tage nach dem ersten Corona-Fall:

Wie wird ein "Covid-19-Toter" definiert? "Das Gesundheitsamt klassifiziert jeden Toten mit virologisch nachgewiesener Covid-19-Infektion als einen Covid-19-Toten in der Todesursachenstatistik".

Das sagt doch alles aus, warum die Zahlen so hochgeschraubt sind, warum immer mehr Menschen dieser Meldekette aus Labor/Krankenhaus - Gesundheitsamt/Landesbehörde - und den Datensammlern Robert-Koch-Institut/Johns Hopkins Universität nicht mehr trauen.

Unabhängig von der eigentlich kausalen Todesursache, ob simple Grippe, Mukoviszidose, Fibrose, Raucher-/Staublunge, oder vom Klavier erschlagen, wird jeder Tote mit Covid-19 (symptomlos oder nicht, immun oder mitten drin) als Covid-19-Toter definiert.

Und die Medien als Nachrichtenverteiler veröffentlichen die Statistik kritiklos ohne zu hinterfragen. Stattdessen wird jeder Ansatz an Kritik zerrissen und ein argumentationsloser Einheitsbrei als "Faktenchecks" ausgedruckt.

Es sind nicht nur die anderen Erkrankungen

Momentan werden verschiedene Medikamente ausprobiert.

Und wenn man bedenkt, dass manche Erkrankten auch schon andere Medikamente nahmen:
Abgesehen von der Wirksamkeit und Unwirksamkeit der gegen Corona angewendeten Medikamente gibt es Nebenwirkungen und Wechselwirkungen aller Medikamente.

Eigentlich sollten Autopsien vermehrt durchgeführt werden.

08:41 von Kessl. Verstehe ich anders.

"Wer Krebs hatte und sich mit Corona infiziert ist dann offiziell an Krebs gestorben".
Bisher war die Zählweise z.B. auch in Italien so, egal woran jemand gestorben ist, wenn ein Covid-19-Virus gefunden wurde, galt er als Corona-Toter. Was die Zahlen der Corona-Opfer nach oben treibt.

Covid-19 ist so gefährlich wie das normale Leben!

Das mittlere Alter von Toten durch Covid-19 ist laut RKI 80 Jahre. D.h. die Lebenserwartung mit der Krankheit Covid-19 ist 80 Jahre.
Die Lebenserwartung ohne Covid-19 in Deutschland ist aber nur 80,64 Jahre.
Covid-19 ist also genauso gefährlich wie das normale Leben ohne Covid-19!

Bei diesem Ausmaß ...

...der Krise sollte es doch selbstverständlich sein jedes Opfer im Zusammenhang mit sars2 genau zu untersuchen und den todesgrund festzustellen... Wir brauchen genaue zahlen... alles andere ist augenwischerei und Unglaubwürdig im Zusammenhang mit der Ausgangssperre und dem stop großer Wirtschaftsbereiche ... wieviele normale Tote hätten wir aktuell ohne Corona und wieviele sind hinzugekommen wegen sars2 bzw covid19? Alles andere ist Vertuschung und Darstellung falscher Ergebnisse.... Nur Fakten zählen!

Obduktionen...

sind schon lange vor dem Mittelalter durchgeführt worden und haben maßgeblich zu dem heutigen Wissenstand geführt. Warum also, sollten die heute an Covid19 Verstorbenen nicht obduziert werden? Das kann die Wissensgrundlage nur verbreitern. Wie ein Forent bereits schrieb, sind Pathologen durchaus im Umgang mit Verstobenen und evtl. austretenden Gasen geübt. Also bitte mehr Obduktionen, damit die Forschung auch aus dieser Richtung Informationen bekommt.

Im Virusneuland

Das RKI ändert recht häufig seine Meinung. Zuerst war das Risiko "gering", dann "mäßig", dann "hoch", usw., dann die unklaren Empfehlungen wegen Atemschutzmasken, jetzt Obduktionen. Wir sind offenbar alle noch Anfänger. Der Umstand, dass ich Risikoeinschätzungen und Empfehlungen ändern, ist für sich genommen gar nicht skandalös, denn die Krankheit ist eben neu.

Wobei ich mir gewünscht hätte, sie hätten das Risiko früher erkannt.

@asrx

"Wie wird ein "Covid-19-Toter" definiert? "Das Gesundheitsamt klassifiziert jeden Toten mit virologisch nachgewiesener Covid-19-Infektion als einen Covid-19-Toten in der Todesursachenstatistik". Das sagt doch alles aus, warum die Zahlen so hochgeschraubt sind" Am 09. April 2020 um 09:28 von asrx

*

Nun mal langsam.

An HIV selbst ist auch noch niemand gestorben. Weltweit nicht und in der ganzen Menschheitsgeschichte nicht.
Alle Verstorbenen hatten eine andere Erkrankung.

Daraus zu folgern, dass "die Zahlen so hochgeschraubt" werden und deshalb gegen HIV nichts unternommen werden sollte ist allerdings grundverkehrt.

@dummschwaetzer

"Das RKI hat einen Haufen Vertrauen verspielt, indem es eine Maskenpflicht als unsinnig und überflüssig propagiert hat"

Das RKI hat verschiedene Zielgruppen. Die allgemeine Bevölkerung ist bei weitem nicht den Risiken ausgesetzt, wie bspw. das medizinische Personal. Deswegen gibt es für verschiedene Gruppen auch verschiedene Empfehlungen.

Die Maske an sich bringt Ihnen schon mal gar nichts. Sie hilft maximal davor, dass Sie keinen anderen infizieren. Als Selbstschutz ist sie vollkommen ungeeignet. Im Gegenteil, sie mag ein Gefühl von Sicherheit geben und dafür sorgen
die Abstandsregelungen wieder leichtfertig zu unterschreiten.
Dazu kommt, dass solche Masken derzeitig Mangelware sind, also erstmal Personen versorgt werden sollten, die in die Nähe anderer Personen müssen. Z.B. Pflegepersonal.
Solange die Bürger etwas diszipliniert sind,
hat das RKI durchaus recht. Dann brauchen wir auch keine Masken. Wie man sieht. Kaum einer trägt Maske und die Infektionsrate sinkt trotzdem.

RKI ist Bundesbehörde

somit weisungsgebunden

Kleiner Corona Exkurs

Es ist enorm wichtig, dass man abklärt, wie tödlich das aktuelle Coronavirus tatsächlich ist.

Seit Mitte der 1960er Jahre wissen wir, dass Coronaviren für 20-30% der saisonalen Atemwegserkrankungen (Erkältungen) verantwortlich sind ( Stichworte: HCoV OC43 und HCoV 229E). Man betrachtete sie aber als harmlos und beschäftigte etwa 40 Jahre lang nicht mehr mit dem Thema.

DNA Testverfahren mit machen es immer leichter, Viren aufzuspüren und zu unterscheiden.

Deshalb gibt es auch wieder mehr wissenschaftliche Untersuchungen zu humanpathogenen Viren, die bisher zwischen saisonalen Grippe- und Erkältungskrankheiten kaum aufgefallen wären (vgl. https://bit.ly/2XsAHMB).

Folgende Coronaviren wurden neu entdeckt:

SARS (2002) weltweit 774 registrierte Tote (mit-entdeckt/publiziert von C. Drosten)

MERS (2012) weltw 866 registrierte Todesfälle (mit-erforscht/publiziert von C. Drosten)

aktuelles Coronavirus (2019) bisher 60.000 Todesfälle?

Grippetote: 290-650.000 p.a. (WHO, Schätzung)

An/mit Coronavirus verstorben

Hier im Forum gibt es immer wieder Leute, die Todeszahlen anzweifeln, weil man sauber unterscheiden müsse, ob die Patienten "an" oder "mit" Coronavirus gestorben sind. Das kann man nicht immer. AIDS-Kranke sterben auch nicht "an" HIV, sondern z.B. auch an einer Lungenentzündung.

Es ist auch klar, dass die wahren Todeszahlen in beide Richtungen verzerrt werden können: Patient stirbt "an" Krebs, hat zusätzlich Corona, versus Patient stirbt "an" Covid, hat zusätzlich Krebs.

Insofern müsste man sich tatsächlich die Übersterblichkeit anschauen. Die weiß man allerdings erst mit Verspätung. Und so lange sollte man besser nicht warten, aus bekannten Gründen (Zeitverzögerung der Symptome, asymptomatische Ansteckung), denn dann liegen irgendwann Leichen auf der Straße.

Wir brauchen also keine supergenauen Zahlen/Haarspaltereien, sondern gute Schätzungen und Risikoprävention.

Grundrechtseingriffe

Corona hin oder her. Wir sind in Deutschland noch weit, sehr weit entfernt von den Zahlen der Toten aus der Grippeepidemie 2017/2018, als wir um die 25.000 Grippetote hatten.

Trotzdem müssen wir in dieser - für unser Land - vergleichsweise moderaten Grippewelle mit dem neuen Covid-19 erreger bereits jetzt erhebliche Einschränkungen und auch Grundrechtseinschränkungen über uns ergehen lassen.

Erst letzte Woche hat der Bundestag ein Gesetzt "durchgepeitscht", mit dem der Staat über Gebühr regulierend in das Gesundheitssystem und auch in die Grundrechte der Bürger eingreifen kann.

Wir sollten anfangen, die Corona-Krise in den absoluten Vergleich zu anderen Epidemien zu stellen und feststellen, wie viel Panikmache dabei ist, die die Regierung dazu befähigt, unsere Grundrechte und unserer Freiheitsrecht zu beschränken. Ist das noch gerechtfertigt?

Kann ich einen Vergleich bekommen, ob die Sterbezahlen MIT Corona höher sind, als die im Vorjahr ohne? Vielseigte Information brauchen wir!

@ derzwerg

Das RKI ändert recht häufig seine Meinung.

Meinung ist der falsche Begriff. In der Wissenschaft geht es nicht um Meinungen, sondern eher um Einschätzungen. Und dass es da häufige Änderungen gibt, ist normal. RKI-Präsident Lothar Wieler (ein weltweit angesehener Epidemologe) sagt ja auch, dass man ständig in dieser Pandemie dazulernt.

Fazit: Was Sie kritisieren ist eigentlich ganz normal und ich finde das gut so. Als Laie können Sie sich unmöglich hinstellen und so tun, als wüssten Sie es besser.

Die Frage ist doch die:

Wird in Deutschland jeder Verstorbene auf eine Infektion mit Covid-19 geprüft und wenn positiv dann als Coronaopfer in der Statistik erfasst? Wenn dem so wäre fände ich das fatal, denn tatsächlich würden wir dadurch ein falsches Bild über die Mortalität des Virus gewinnen. Nur derjenige der wirklich durch die unmittelbaren Folgen einer Infektion durch Lungen/Herzversagen gestorben ist sollte als Grundlage einer Bewertung berücksichtigt werden. Es sind die nackten Zahlen die Regierungen ins Feld führen um damit weitreichende Maßnahmen zu begründen die riesige Folgeschäden für Millionen Menschen mit sich bringen und möglicherweise viel höhere Opfer fordern werden als wie sie durch die gegenwärtigen Maßnahmen verhindert werden.

keine Obduktion....

....als Rechtfertigung für die aktuellen Maßnahmen? Glaube ich sehr wohl.

Wer bleibt denn freiwillig zH, wenn eine über die Maßen hohe Covid-Letalität "ausbleibt"?
Wer erklärt den Kurzarbeitern und pltzl Arbeitslosen warum sie nun um ihre Existenz fürchten und vielleicht ihre Familien nicht mehr ernähren können?
Wer macht noch die Doppelbelastung Homeschooling und Homeoffice, obwohl man eigentlich alles normal weiterführen könnte?

Eben.

@ Kreisl

Ich gehe auch davon aus das es nur 12 bis 15 Prozent der verstorbenen sind.

Diskutieren wir jetzt über unsere eigenen Spekulationen, die völlig in der Luft hängen?

Neues Gesetzt zur Beschränkung von Grundrechten

Bitte lest alle mal das neue
"Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite" vom 27. März 2020, Bundesgesetzblatt 2020 I S. 587.

Die Bundesregierung räumt sich Rechte ein, um ohne Zustimmung des Bundesrates schnell Gesetzt erlassen zu können, die die Grund- und Freiheitsrecht der Bürger beschränken und eine nahezu übernahmegleiche Ermächtigung zum Eingriff und zur Regulierung des Gesundheitssystems erlauben.

Ist das gerechtfertigt? In der Grippewelle 2017/18 hatten wir 25.000 Tote. Im Moment haben wir... noch nicht mal ein Zehntel davon, aber unserer Grundrechte werden eingeschränkt. Warum noch mal?

@ beamtenfreund

RKI ist Bundesbehörde somit weisungsgebunden

Weisungsgebunden? Was soll der Quatsch? Wollen Sie damit sagen, dass die Zahl der positiv Getesteten nicht von den Gesundheitsämtern gemeldet wird, sondern von der Regierung angewiesen wird?

Alle Pseudowissenschaftler und Skeptiker blind?

Ich kann verstehen das viele Menschen verunsichert sind und Angst haben. Diese Ängste können zum Teil skurrile Ansichten annehmen, wie ich hier in den Kommentaren und auch in anderen Foren lesen kann.

Leider sieht die Wirklichkeit etwas anders aus, ob sie das wahrhaben wollen oder nicht.
Wenn sie sich beim Osterspaziergang ein Bein brechen, gehe ich nach der aktuellen Lage hier in Deutschland davon aus, dass ein Krankenwagen kommen wird und sie, wie schon vor der Krise, angemessen behandelt werden. Noch!
Ich bezweifle das sie so eine adäquate Behandlung zu Ostern in Norditalien oder New York bekommen werden/würden.
Es muss Ihnen doch aufgefallen sein, das bereits jetzt in gewissen Regionen dieser Welt, Gesundheitssystem zusammengebrochen sind, in einem noch nie dagewesenen Ausmaß. Meine Frage an Sie:Was hat sich geändert, im Vergleich zu den letzten 75 Jahren?

Wenn es eine Dunkelziffer von

Wenn es eine Dunkelziffer von Erkrankten gibt, gibt es auch eine Dunkelziffer bei den Verstorbenen. Angesichts der erheblichen Unterschiede zu den Zahlen der Todesfälle in anderen Ländern wundert sich die ganze Welt über die niedrigen Zahlen aus der BRD.
Solange aber nicht klar ist, dass sämtliche Zahlen in jedem betroffenen Land nach gleichen Vorgaben ermittelt werden, lassen sich die Zahlen verschiedener Länder nicht vergleichen.
Grundsätzlich aber ist zu Vermuten, dass die Dunkelziffer der Verstorbenen in der BRD exorbitant hoch sein muss und eine große Menge an Infizierten keinerlei adäquate Behandlung erfährt, bzw. aus unersichtlichen Gründen nicht in den Statistiken auftaucht. Gleichgültig ob infiziert oder verstorben.
Das diese Statistiken nun vorsätzlich geschönt werden, ist natürlich eine reine Vermutung.
Zumindest gibt die alte Formulierung zu Obduktionen Anlass, den offiziellen Zahlen nicht zu vertrauen und das RKI verspielt zum wiederholten Male seine Reputation.

"09:47 von cari Kann ich

"09:47 von cari Kann ich einen Vergleich bekommen, ob die Sterbezahlen MIT Corona höher sind, als die im Vorjahr ohne?"

Die Sterbefälle von wenigen Wochen einer weltweit am Anfang stehenden Pandemie mit den Sterbefällen von ganzen Jahren zu vergleichen macht wenig Sinn.

Was mich an der Diskussion insgesamt stört ist, wenn nur auf die Sterblichkeit geschaut wird.
Bei Markus Lanz berichtet eine 49-jährige Corona-Patientin, die NICHT einmal in der Intensivstation beatmet werden musste, von der harten Zeit. Ihre vorher gesunde Lunge ist nach der durchstandenen Infektion geschädigt geblieben. Von Krankenschwestern aus mehreren Krankenhäusern weiß ich von weiteren schweren Verläufen mit Folgeschäden auch bei Patient*innen um die 30-40.

Interessant auch im Deutschlandfunk: "Warum das Coronavirus auch für jüngere Menschen gefährlich ist"

Statistiken

Da sieht man es mal wieder. Da fragt man sich, warum haben andere Länder so niedrige Todeszahlen. Die müssen mauscheln.

Vielleicht war man sich dessen so sicher, weil man selbst nicht wirklich korrekt zählt?

Man unterstellt anderen ja gerne, sie würden sich genau so verhalten, wie man selbst.

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