Kommentare

denn jede sechste Pflegekraft weltweit

scheidet in den nächsten zehn Jahren aus dem Berufsleben.
.
was für ne Aussage !

wenn so ne Pflegkraft von gut 20 bis Angang 60 arbeitet sind das 40 Jahre Beruf
wenn die altermäßig normalverteilt sind
1/4 in der Altersgruppe 20 - 30 => dann 30 - 40
1/4 in der Altersgruppe 30 - 40 => dann 40 - 50
1/4 in der Altersgruppe 40 - 50 => dann 50 - 60
1/4 in der Altersgruppe 50 - 60 => dann über 60

würden in 10 Jahren ein Viertel der Kräfte in den Ruhestand kommen
ist doch toll wenn es "nur" jede 6te statt jede 4te ist

Ist das richtig?

Pressemitteilung Bundesministerium für Gesundheit - Minister Spahn 2.12.2019:
Deutschland braucht mehr Pflegekräfte. Den hohen Personalbedarf können wir ohne Pflegekräfte aus dem Ausland nicht decken. Deshalb erleichtern wir es ausländischen Fachkräften, die mit anpacken wollen und unsere Werte teilen, hier in der Pflege zu arbeiten. Die neue Agentur DeFa sorgt dafür, dass sie schnell und unbürokratisch ein Visum und eine Arbeitserlaubnis erhalten. Da sich dadurch die Personalsituation entspannt, verbessern sich auch die Arbeitsbedingungen für heimische Pflegekräfte.

Tagesblau

„Das wir einen Pflegenotstand haben wusste Frau Merkel schon vor der letzten Bundestagswahl „
Lieber Tagesblau, dass wir einen Pflegenotstand haben wussten vor Frau Merkel schon Herr Schröder und auch Herr Kohl, ebenso wie jeder Bundesbürger der die Augen aufgemacht hat. Hier immer nur Merkel ist schuld zu schreien ermüdet. Was haben denn sie ganz persönlich gegen den Pflegenotstand unternommen?

„Am meisten fehlen Pflegekräfte dem Bericht zufolge in Afrika, Südostasien, im Nahen Osten und in einigen Ländern Lateinamerikas. Überhaupt ist die Verteilung sehr ungleich: Mehr als 80 Prozent der Pflegekräfte arbeiten in Ländern, in denen gerade einmal die Hälfte der Weltbevölkerung lebt. Oder umgekehrt: Gerade einmal 20 Prozent der Schwestern und Pfleger müssen die Hälfte der Patienten versorgen (…)

"Der Bericht macht auch deutlich, dass viele wohlhabendere Länder nicht genug Krankenschwestern und -pfleger ausbilden, um ihren eigenen Pflegebedarf zu decken, und dass sie dann Pflegekräfte aus weniger wohlhabenden Ländern locken, indem sie höhere Löhne zahlen, als diese in ihrer Heimat je erzielen könnten":

Dieses egoistische Gebaren „wohlhabenderer Länder“ dürfte bei uns auch ohne diesen Bericht bekannt sein. Alles wie immer: Diejenigen, die es sich „leisten“ können (weil sie über das Geld verfügen) bedienen sich auf Kosten der anderen. Deren Kosten sich dadurch noch vervielfachen.

Hilfe

Wir verlangen von allen Menschen Solidarität, Hilfe und Unterstützung für unsere Nachbarn und Freunde. Welche Unterstützung kommt von den Politikern? Die Arbeiter gehen in Kurzarbeit bei 60 Prozent des Lohnes. Viele verlieren ihren Job. Welchen Beitrag leisten unsere Bundestagsabgeordnete? Wie trifft sie finanziell die Pandemie? Vielleicht gibt es Abgeordnete, die eine medizinische Ausbildung haben und jetzt in der Not ihre Solidarität beweisen können. Ich denke da an Kanzleramtsminister Helge Braun, an den Arzt Rudolf Henke, an die Grüne Dr. Kirsten Kappert-Gonther.

WHO: Lage der Pflegeberufe

WHO: Lage der Pflegeberufe weltweit ungenügend

Warum ist das so? Vielleicht, weil es die Reichen nicht betrifft, denn die können sich, wenn sie denn dann auch mal alt und krank sind, ihre Pfleger jederzeit selber bezahlen und zwar in allen Kenntnis und Luxusabstufungen. Wäre das Problem für die Reichen nicht so einfach zu lösen, sondern beträfe sie genauso, wie es hier schon fast jeden Normalsterblichen betrifft, hätte es da längst eine gute Lösung gegeben. Aber so dürfen die einen weiter sorglos leben und raffen und die anderen sich besser noch kein Bild machen, von dem, was da auf sie zukommen wird.

@Tagesblau, 16:05

Das wir ein Pflegenotstand haben wusste Frau Merkel schon vor der letzten Bundestagswahl 2017

Und das ist für Sie das wichtigste am Pflegenotstand? Seit wann es Frau Merkel gewusst hat? Dann kann man Ihren Beitrag mangels konstruktiver Elemente getrost unter "mal eben kurz rumgestänkert" einordnen.

Es geht mir gehörig auf den Zeiger, dass die Ausnahmesituation, in der wir uns ALLE befinden, von einigen dazu benutzt wird, auf ihren Lieblings-Schuldigen herumzuhacken. Hier ist jeder einzelne mit vernünftigem Handeln und konstruktiven Ideen gefragt. Wer damit überfordert ist: mag ja sein, aber dann wenigstens die Klappe halten und die anderen nicht beim Helfen stören.

@16:12 von Sisyphos3

"wenn die altermäßig normalverteilt sind.....
...... würden in 10 Jahren ein Viertel der Kräfte in den Ruhestand kommen
ist doch toll wenn es "nur" jede 6te statt jede 4te ist"

Was Sie da beschreiben, ist keine Normalverteilung, sondern gleichverteilt! Zahlen, die sich auf eine altersmäßig Verteilung beziehen, sind auch nie normalverteilt, da negatives Altern nicht vorkommt!

Keine Lobby

Pflegeberufe sind in Deutschland vor allem eins. Extrem fordernd und schlecht bezahlt.
Einem anderen Thread hat ein Forist den Einkommensunterschied von exam.Pflegekräften in Luxemburg, der Schweiz und Deutschland gegenübergestellt....ernüchternd! Klar, werden auch noch die günstigen Pflegekräfte aus dem Ausland herbeigeholt, die dort fehlen aber hier noch zusätzlich Druck auf die Tarife ausüben. Daher nochmals: Alles was Pflegeheime und Krankenhäuser,Energie und Wasserversorgung betrifft und die Müllentsorgung komplett wieder verstaatlichen. Schlecht für Aktionäre und Gesellschafter, aber gut für den Bürger

Pflegeberufe weltweit ungenügend ...

Pflegeberufe sind Rsidualtätigkeiten. In den letzten hundert Jahren aus der ehrenamtlichen und Subsistenz Tätigkeiten entwachsen. Abgesehen davon, dass es ohnehin schwierig ist daraus angemessen Profit zu ziehen, wird dergleichen, weil die Einkommenserziehlung hier fern der eigentlichen Tätigkeit der Pflege und Gesundheitsfürsorge stattfindet, wenig Wert darauf gelegt. Gesunheitsdienstleistungen sind (noch immer) Personalintensiv und damit teuer. Nur Gesellschaften, in denen ein ausreichender politischer Wille vorliegt, werden sich davon genügend leisten und nur wenn es nicht genügend andere angesehenere Berufe gibt, werden sich dafür genügend Bewerber finden. Das nicht auf dem Radar zu haben, führt wie hier, wo es scheinbar nur darum geht der Regierung Vorwürfe zu machen, zu lapidarem Geplapper.

@ um 16:15 von Sisyphos3

Stimmt. 60% vom Einkommen sind völlig übertrieben.
Bei mir sind es ca 41,x% Abzüge für Steuern und Sozialversicherung. Hinzu kommen 19% Mwst. auf sämtliche Einkäufe und anderweitige Zahlungen.
Das heißt, dass mir tatsächlich nur 40% von meinem Einkommen bleiben.
Das heißt aber auch, dass für die lächerliche Einmalprämie für die systemrelevanten Berufe, egal in welcher Höhe, zumindest die Mwst. anfallen wird.
Insofern ist sie natürlich nicht steuerfrei.

WHO Lage der Pflegeberufe weltweit ungenügend

WAS für eine Binsenweisheit hat die WHO da für eine Menge Geld und Zeit herausgefunden! - Nichts davon war bisher hierzulande unbekannt. - Warum nimmt die ARD nicht mal die "Träger" vieler Care-Einrichtungen kritisch ins Visier? Diakonie und Caritas - die für ihre Tätigkeit doppelt verdienen - und die bei ihnen Arbeitenden abspeisen mit frommen Worten, anstatt ihnen angemessene Gehälter zu zahlen?

Arbeitskräfte Mängel weltweit

In Deutschland arbeiten schon viele Pflegekräfte aus dem Ausland, umgekehrt wird das wohl kaum vorkommen. Die Gehälter in Deutschland sind wohl mit die besten. Dennoch fehlt es weltweit an Arbeitskräften in den Pflegeberufen. Und das lässt sich auch so bald nicht lösen. Denn Kindergärtnerinnen und Schreiner haben wir ja auch nicht genug. Nur zum Beispiel.

17:15 von nie wieder spd

eine merkwürdige Rechnung die sie da aufstellen
"Mwst"
Sozialversicherung wollen sie mal Rente haben oder Krankenversichert sein ?
wer soll das denn sonst zahlen (der AG zur Hälfte)
und Steuern, wer benutzt denn die Verwaltung, Schulen etc, gibt's das zum Nulltarif ?
wie stellen sie sich eigentlich ihr Leben vor ?
klar ich könnte mir ne Alternative vorstellen ....
dann kriegt aber ein Obdachloser nichts, wer nicht Krankenversichert ist,
hat Pech gehabt, Schulen, Kindergeld - meine Sache ?
wollen se so nen Staat / Gesellschaft
wahrscheinlich einen wo nur die "Reichen" zahlen
das Modell hatten wir - mit nem hohen Zaun, dass die begeisterten Bürger nicht in Scharen sich dort ansiedelten

@ Tagesblau

Wir müssen von 60% unseres Einkommen leben.

Ich lebe auch von 60% meines Einkommens. Darlehensraten, Unterhalt,... da geht schon tüchtig was ab, jeden Monat. Na und. So lange es reicht.

Und woran liegt's?

Meiner Meinung nach ist die Privatisierung der Kranken- und Altenpflege die Ursache des ganzen Übels. Denn wer gewinnorientiert arbeitet, wird an an allen Ecken und Enden sparen. Die Personalkosten stehen da an erster Stelle.

Wen wundert denn diese Analyse noch?

Kaputt gespart, ausgebeutet, Perspektivlosigkeit in allen Bereichen.
Fehlende Wertschätzung sowohl monetär als auch Gesellschaftlich. Und was ich am allerschlimmsten finde ist, dass man von skrupellosen Controllern und angeblichen Unternehmensberatern wie Maschinen behandelt wird, die einfach mal schneller arbeiten müssen und die ausloten, ob in der gleichen Arbeitsstunde nicht doch doch 20% mehr an Gewinn für die Geschäftsführung erwirtschaftet werden könnte. Da bleibt für ein Kampf um mehr Anerkennung, Rechte und mehr Geld einfach keine Zeit. Und nun?
Halten genau all diese Menschen als Systemrelevant ihre Arbeitskraft und vielleicht sogar ihre Gesundheit hin. Es ist richtig schlimm hier. (Und die anderen schaffen es noch nicht ein Mal einfach zuhause zu bleiben).

@16:18 von NeNeNe

//Ist das richtig?
Pressemitteilung Bundesministerium für Gesundheit - Minister Spahn 2.12.2019:
Deutschland braucht mehr Pflegekräfte. Den hohen Personalbedarf können wir ohne Pflegekräfte aus dem Ausland nicht decken. Deshalb erleichtern wir es ausländischen Fachkräften, die mit anpacken wollen und unsere Werte teilen, hier in der Pflege zu arbeiten...//

Nein, das ist nicht richtig, aber einfacher und billiger, als dafür zu sorgen, dass weniger einheimische Pflegekräfte ins Ausland gehen (Schweiz, Norwegen, England).

@von Schlotterstein - Maßnahme gegen den Pflegenotstand

16:23 von von Schlotterstein:
"Hier immer nur Merkel ist schuld zu schreien ermüdet. Was haben denn sie ganz persönlich gegen den Pflegenotstand unternommen?"

Gegenfrage: Was kann der einzelne Bürger denn tun, um den Pflegenotstand zu beenden - die Linke wählen und umschulen, um zu miesen Konditionen einen anstrengenden Job zu machen?

Was es auch ist: Sie können die Möglichkeiten eines Bürgers nicht mit denen von Frau Merkel auf eine Stufe stellen.

WHO:Lage der Pflegeberufe weltweit ungenügend....

Die einen haben zu wenig Pfleger:Teile der dritten Welt,Afrika,einige Länder Lateinamerikas.Und wenn sie genug hätten,dann würden sie nach der Ausbildung,die freilich daß Herkunftsland bezahlt,nach Norden abgeworben.

Und "im globalen Norden" ? Da werden Therapeuten auch jetzt in der Krise in Billiglohngesellschaften transferiert.Da weigern sich Pflegekonzerne Tarifverträge abzuschließen.Und selbst da,wo sie bestehen........
(DRK-Nordhessen).

Warum sieht es immer so aus,

Warum sieht es immer so aus, als würden alle, die in der Pflege arbeiten und im Arbeitskampf nicht einmal frei von der Gewissensnot patienten/teamorientierter Treue zur Erhaltung von Leben und Würde streiken können, von Gesellschaft, Kostenträgern (was für ein entlarvender Blick von oben auf die nutzlosen Alten und Kranken) und Poltik BESTRAFT werden, so sehr biegen sich vor allem jene, die für die Bezahlung und die Arbeitsbedingungen verantwortlich sind, um bloß diesen Beruf in der Nische unausgesprochener Verachtung (mir fällt ehrlich kein anderes Motiv ein. "Wer soll das bezahlen?" sagt auch nichts anderes aus) abgeschoben bleiben zu lassen. Sich Kümmern hat bei uns ein ganz schlechtes Image, zeugt von irgendeiner nicht wirklich begreifbaren Inkompatibilität mit dem, was bei uns als Wettbewerb und Mehrwert verherrlicht wird. Wären diese Leute auch nur mal für eine Woche alt oder müssten beatmet werden, würden wir ein Wunder erleben.

Wie habens immer schon gewusst

@ Tagesblau:
Das wir ein Pflegenotstand haben wusste Frau Merkel schon vor der letzten Bundestagswahl 2017.

Na, ehrlich gesagt, wusste das schon jeder Kanzler vor jeder Bundestagswahl seit dem Krieg.

Nicht jammern, machen!

@ Niemals RRG:
Keine Lobby. Pflegeberufe sind in Deutschland vor allem eins. Extrem fordernd und schlecht bezahlt.

Na, da hilft aber Jammern wenig. Wenn man die Situation so klar analysiert, dann muss man auch mal anpacken und die Lobby auf die Beine stellen. Viel Spaß und viel Erfolg. Und nicht warten, dass andere es tun. Machen!

@Rumpelstielz

Ich hätte nicht gedacht, dass ich mal mit Ihnen bei einem Thema übereinstimme, aber das ist ein interessanter Denkanstoss.

Einerseits haben wir durch die Mechanisierung/Digitalisierung in der Landwirtschaft und der Industrie die Produktivität stark gesteigert, bei gleichzeitig deutlich reduzierter Anzahl der dafür nötigen Arbeitskräfte.

Im Dienstleistungsbereich lässt sich die Produktivität aber nicht überall im gleichen Maße steigern: Pflegeaufgaben sind schlecht planbar, brauchen einfach eine gewisse Zeit und man muss Reservekapazitäten einplanen.

Auch z.B. Friseure können können nicht jedes Jahr ihre Kundenanzahl pro Stunde noch um weitere 5% steigern, wenn alle Ohren dran bleiben sollen.

Damit stagniert das Einkommen in diesen Berufen aber zwangsläufig relativ zu den Bereichen, in denen die Wertschöpfung steigerbarer ist, was die Berufe zunehmend unattraktiver macht.

Hab ich Ihren Gedankengang so richtig zusammengefasst? Interessante Perspektive...

16:50 von atratos

ich denke sie haben begriffen auf was ich raus wollte ?

17:15, nie wieder spd

>>@ um 16:15 von Sisyphos3
Stimmt. 60% vom Einkommen sind völlig übertrieben.
Bei mir sind es ca 41,x% Abzüge für Steuern und Sozialversicherung. Hinzu kommen 19% Mwst. auf sämtliche Einkäufe und anderweitige Zahlungen.
Das heißt, dass mir tatsächlich nur 40% von meinem Einkommen bleiben.
Das heißt aber auch, dass für die lächerliche Einmalprämie für die systemrelevanten Berufe, egal in welcher Höhe, zumindest die Mwst. anfallen wird.
Insofern ist sie natürlich nicht steuerfrei.<<

Sie verdienen also fast nichts.

Wie traurig.

Aber ich hätte dann doch mal ne Frage:

Hier im Thread geht es ja um den weltweiten Mangel an Pflegekräften.

Von welchem Geld sollte man die denn Ihrer Ansicht nach bezahlen?

>>Doch dass es zu wenig Pflegepersonal gibt,

ist kein Wunder - das legt jedenfalls ein aktueller Bericht der WHO nahe. <<

Das hätte ich bzw. mein Bruder auch gewusst, ohne 144 Seiten anzulegen.
Er hatte seinerzeit (1981) noch Zivildienst in einem Altenheim geleistet und mir über den eklatanten Mangel an Pfleger/innen berichtet!

Die zunehmende Privatisierung mit Gewinnmaximierung im Gesundheitswesen, (warum muss im Gesundheitsbereich Gewinne erzielt werden?) die Sparmaßnahmen (der immer dünner werdende Leistungskatalog, dafür steigende IGEL-Leistungen und Beiträge), zeigen jetzt in der Corona-Zeit die gravierenden Mängel auf!

>>Und reichere Länder sind oft schuld daran, dass sich die Situation in ärmeren Ländern verschärft, so Mary Watkins <<

Ob Herr Spahn sich an die Nase greifen wird, oder ob sich die Situation nach im Gesundheitswesen u. Gewinnmaximierung zum Besseren wendet?

Bestimmt nicht.

Es bleibt alles beim alten.

Beiträge werden steigen, die 2 Klassengesellschaft wird weiter vorangetrieben.

"Europa stehe zwar im

"Europa stehe zwar im weltweiten Vergleich gut da, doch müsse gleichzeitig festgestellt werden, dass hier der Pflegeberuf nicht als attraktiv gilt, dass Ausbildungsplätze oft unbesetzt bleiben und dass wegen hoher Arbeitsbelastung viele den Job wieder aufgeben."

Ich kann mir aber leider auch hier nicht den Hinweis verkneifen, dass Deutschland im OECD-Vergleich schlecht aussieht. Um genau zu sein: Letzter Platz bei der Anzahl der Patienten pro Pflegekraft – vergleichbar nur mit Spanien. (Vermutlich gibt man auch deswegen so gern mit der vergleichsweise hohen Anzahl der Betten an.) Auch was die Anerkennung des Pflegeberufs betrifft, sieht es zumindest im europäischen Ausland deutlich besser aus. Was die Ausbildung betrifft, spielt Deutschland ebenfalls nicht in der ersten Liga.
Umso größer kann nur unsere Anerkennung sein, für das, was jetzt in unseren Krankenhäusern und Heimen geleistet wird. Übrigens haben auch die Reinigungskräfte in diesen Einrichtungen eine Gefahrenzulage verdient

17:46 von Nachfragerin

>>Meiner Meinung nach ist die Privatisierung der Kranken- und Altenpflege die Ursache des ganzen Übels. Denn wer gewinnorientiert arbeitet, wird an an allen Ecken und Enden sparen. Die Personalkosten stehen da an erster Stelle.<<

Ja, das ist das Hauptübel!

Leider gibt es keinen Gesundheitsminister, keine Partei, die diesen Zustand ändern möchte!

Nicht nur in Deutschland

mangelt es also offenkundig an Pflegekräften. Das liegt sicher mit an der aufreibenden anstrengenden Arbeit. Es zeigt aber auch, wie naiv die Idee des Gesundheitsministers und anderer Cracks in D sind, ausländische Pflegekräfte zu importieren, um den Mangel auszugleichen- wenn sie jetzt schon überall fehlen. Es bleibt, wie bei andern Fachkräften auch, nur eigene Ausbildung und vernünftige Arbeitsbedingungen.

Hoffnung.

Sollte diese Krise, oder wie immer man den jetzigen Zustand bezeichnen mag, irgendwann überstanden sein und wieder einigermaßen normale Zustände herrschen, wünscht man sich, dass die verantwortlichen Menschen (ich vermeide bewusst ...“die Politiker“ oder “die da oben...“ usw.) eine grundlegend neue Sichtweise auf bestimmte Berufsgruppen und deren Gehaltsabrechnungen gewonnen haben.

Eins zumindest ist aber jetzt bereits spürbar:

Sehr viele Leute sind deutlich rücksichtsvoller, geduldiger und freundlicher geworden.
Das empfinde ich als sehr wohltuend.

Am 07. April 2020 um 16:49 von frosthorn

"Und das ist für Sie das wichtigste am Pflegenotstand? Seit wann es Frau Merkel gewusst hat?"
#
#
Auch wenn es Ihnen nicht gefällt, Frau Merkel hatte vor Ihrer Widerwahl zusagen an den jungen Pfleger gemacht. Hat das Problem also zur Chefsache erklärt.
Eine wirkliche Verbesserung bei der Pflege ist seit ihrer Widerwahl nicht erkennbar.
Jemanden den Mund verbieten steht Ihnen auch nicht zu. Noch gibt es die Redefreiheit und Moderatoren die entscheiden was Freigegeben wird und nicht Sie.

um 18:42 von danke

um 18:42 von danke Wuhan:
"
Nicht jammern, machen!
@ Niemals RRG:
Keine Lobby. Pflegeberufe sind in Deutschland vor allem eins. Extrem fordernd und schlecht bezahlt.

Na, da hilft aber Jammern wenig. Wenn man die Situation so klar analysiert, dann muss man auch mal anpacken und die Lobby auf die Beine stellen. Viel Spaß und viel Erfolg. Und nicht warten, dass andere es tun. Machen!
"
->
Wohl nicht so einfach....
Eigentlich müssten jetzt sämtliche Leute,die Pflegeberufe ausüben, mal ordentlich streiken gehen - einfach mal 'ne Runde Zuhause bleiben & abwarten,bis so viele Menschen ohne Pflege dahinsiechen & wegsterben,bis die Gesellschaft drum bettelt,dass die wieder ihrer Arbeit nachgehen.

Das "Problem" daran: Die haben Moral,Anstand & ein Ethikempfinden weswegen die das eben NICHT machen.

Deren Arbeitgeber dagegen bewerten Leben & Schicksale in €...verdienen reichlich daran,fordern noch mehr Rendite & pflegen statt Menschen lieber den Kontakt zu Politikern...

18:52 von fathaland slim

Von welchem Geld sollte man die denn Ihrer Ansicht nach bezahlen?
-
klarer Fall fathaland slim .... von den Reichen
das sagt sich immer schnell und für manche die perfekte Lösung
klar, wer mehr hat leistungsfähig ist - soll auch mehr bezahlen
damit könnte man sich anfreunden
nur die Vorschläge hier sind manchmal schon recht schräg

einer meinte 50 % von "ganz" Reichen und von Hausbesitzer, 10 % vom Wert
also wie stellt man sich so nen Hausbesitzer denn eigentlich vor ?
da hat so ne alte Oma ein altes Häuschen in Gerlinger Halbhöhenlage
womöglich das Klo im Treppenhaus und das Bad im Keller mitsamt der Waschküche
das Anwesen mit baufälligem Haus hat bestimmt nen Wert von 2 Mill
wie soll so ne Rentnerin 200.000 Euro aufbringen ?
und selbst wenn wir kein so extremes Beispiel wählen
ein Reihenhaus kostet in Stuttgart / München aktuell ne Mill, eine Eigentumswohnung 500.000
wie soll da einer 50.000 Euro oder mehr abdrücken ?

@18:52 von fathaland slim 17:15, nie wieder spd

//Hier im Thread geht es ja um den weltweiten Mangel an Pflegekräften.

Von welchem Geld sollte man die denn Ihrer Ansicht nach bezahlen?//

Genau das ist der Punkt. Die Gesellschaft als Ganzes müsste das bezahlen und genau deshalb wird sich auch nach Corona nichts ändern. Auch die sogenannte Pflegereform hatte ja nur das eine Ziel, hier weitere Kosten zu sparen. Die Qualität der Ausbildung nimmt dadurch weiteren Schaden. (Säuglingspflege und Altenpflege in einen Topf - der blanke Irrsinn.)

@ um 17:41 von Sisyphos3

Sie haben das falsch verstanden. Ich habe mich nicht beschwert, sondern nur festgestellt.
Ich zahle nämlich gerne Steuern und für die Sozialversicherungen.
Gerne würde ich mehr dafür zahlen. Als Pflegekraft kann ich das aber nicht, da mein Gehalt sehr gering ist.

 18:52 @fathaland slim .. von welchem Geld

"... Von welchem Geld sollte man die
denn Ihrer Ansicht nach bezahlen?"

Diese Frage kann ich leider nicht beantworten, doch ich sehe aus eigenem Erleben, dass diese harte Arbeit oft viel zu schlecht bezahlt wird.
Gerne zahle ich mehr Pflegeversicherung.

@16:49 von frosthorn

"Hier ist jeder einzelne mit vernünftigem Handeln und konstruktiven Ideen gefragt."

Aber bitte nicht so wie Jutta Ditfurth, die sich nicht zu schade ist, auf Twitter um finanzielle Unterstützung zu betteln:

welt.de:
***Die Corona-Krise trifft auch die prominente Ex-Grüne. Weil ihr die Autorenaufträge ausgehen, hofft die Frankfurter Stadtverordnete auf Spenden ihrer Fans. Dafür haben nicht alle Verständnis – auch weil sie monatlich 1000 Euro Abgeordnetenentschädigung erhält.
„Ich schaff’s nicht ohne eure Hilfe“, schreibt Jutta Ditfurth, Aktivistin und Autorin, auf Twitter.***

Die Arme!

@ um 18:52 von fathaland slim

Für meine geringen Ansprüche verdiene ich als Pflegekraft gerade genug, um keine Hilfsleistungen in Anspruch nehmen zu müssen.
Von welchem Geld Pflegekräfte bezahlt werden sollen?
Na von dem Geld derjenigen, die zuviel davon haben.
Und natürlich mit Hilfe eines geänderten Wirtschaftssystems.

@Sisyphos3, 20:33

da hat so ne alte Oma ein altes Häuschen in Gerlinger Halbhöhenlage
womöglich das Klo im Treppenhaus und das Bad im Keller mitsamt der Waschküche
das Anwesen mit baufälligem Haus hat bestimmt nen Wert von 2 Mill
wie soll so ne Rentnerin 200.000 Euro aufbringen ?

Immer wenn es um die Beteiligung von Millionären geht, kommt jemand mit der Oma mit dem Häuschen mit Klo im Treppenhaus. Das wird langsam lächerlich. Kein "Linker" verlangt, dass die 200.000 Euro von ihrer Rente bezahlt, und das wissen Sie auch.
Wir haben Menschen in Deutschland mit einem Einkommen von 80.000 Euro pro Tag. Einkommen, wohlgemerkt, Geld, um das das Konto beständig wächst. Die müssten nicht einmal an ihre Substanz gehen, um einen sehr hohen Beitrag zu leisten. Würden nicht mal ärmer, nur langsamer reicher.
Und auch das wissen Sie.

20:35 von nie wieder spd

Als Pflegekraft kann ich das aber nicht, da mein Gehalt sehr gering ist
.
dann hoffe ich sehr dass die jetzige Situation zum Umdenken anregt
eine etwas bessere Bezahlung wäre sicherlich wünschenswert
ebenso die Zuschläge wenn man Schichtdienst hat
was ich aber glaube (bin aber kein Fachmann) eine Verbesserung der Personaldecke,
sprich ein paar Kranke weniger pro Pflegekräfte wäre notwendig
aber als erstes die geplanten Pflegekräfte einsetzen
was die allgemeine Wertschätzung anbelangt ... es reicht halt nicht,
wenn man als Angehöriger denen ne Torte bringt oder ein Päckchen Kaffee

@Anna-Elisabeth 20.44

Ja, Jutta Dithfurt ist natürlich ganz auf der Höhe der Zeit, wenn sie jetzt auch Solidarität einfordert! Da ist sie ja nicht allein unterwegs. Fehlt noch Boris Becker und der Wendler;-)
Schlimm, wie der hohe Wert der Solidarität aktuell missbraucht wird.

Am 07. April 2020 um 17:15 von nie wieder spd

"Das heißt, dass mir tatsächlich nur 40% von meinem Einkommen bleiben.
Das heißt aber auch, dass für die lächerliche Einmalprämie für die systemrelevanten Berufe, egal in welcher Höhe, zumindest die Mwst. anfallen wird.
Insofern ist sie natürlich nicht steuerfrei."

Stimmt,

gilt aber nur, wenn Sie zu Fuß einkaufen gehen.
Ein Beispiel:

3 Freunde gegen in ein Restaurant und fragen den Kellner, was eine Flasche Wein kostet.

30,--€ sagt er.
Jeder bezahlt 10€ =30€.

Der Chef sagt, dass die Flasche nur 25€ kostet.

Damit es einfacher wird, steckt sich der Kellner 2€ in die Tasche und gibt jedem 1€ zurück.

Bis dahin einfach.

Also jeder hat 9€ bezahlt, also 27€
+ die 2€ des Kellners ergeben 29€
1€ fehlt.

Es wundert mich nicht, dass Ihr Verdienst infinitesimal gegen 0 ist, Sie aber trotzdem noch so gut klar kommen.

„Zu wenige Pflegekräfte - ungerecht verteilt“

Aber richtig ist natürlich auch, dass
auf der Wertschätzungsskala für Plegeberufe,
noch reichlich Platz nach oben ist.

@Anna-Elisabeth, 20:44

Ich habe keine Ahnung, warum Sie ausgerechnet mir jetzt die Bettelei von Jutta Ditfurth unter die Nase reiben. Bei der Aussage, die Sie von mir zitieren, bleibe ich trotzdem.

@fathaland slim - Beiträge reichen

18:52 von fathaland slim:
"Hier im Thread geht es ja um den weltweiten Mangel an Pflegekräften. Von welchem Geld sollte man die denn Ihrer Ansicht nach bezahlen?"

Von den Beiträgen für die Kranken- und Pflegeversicherung.

Ein wesentlicher Teil dieser Mittel versickert in den Verwaltungsapparaten über 100 Kranken- und Pflegekassen und finanziert die Gewinne der Krankenhaus- und Pflegeheimbetreiber.

@20:39 von Leipzigerin59 18:52 @fathaland slim .

//"... Von welchem Geld sollte man die
denn Ihrer Ansicht nach bezahlen?"

Diese Frage kann ich leider nicht beantworten, doch ich sehe aus eigenem Erleben, dass diese harte Arbeit oft viel zu schlecht bezahlt wird.
Gerne zahle ich mehr Pflegeversicherung.//

Ich ärgere mich zwar sehr darüber, dass meine nicht üppige Rente (und Betriebsrente) besteuert wird, aber wenn es statt in den Steuertopf in die Pflegeversicherung ginge, würde ich nicht murren.

Pflege es kommt darauf an...

was gepflegt wird. Ja hier geht es um die Pflege von Menschen, kann es sein das die Menschen ihren Besitz, ihr Auto, ihr Vermögen mehr lieben als den Mitmenschen?
Genau diese ethische Frage stellt sich angesichts der Zustände auf dieser Welt.
Die die es sich leisten können werden gepflegt, die anderen pflegen sich selbst.

Krankenpflege hat ihre Wurzeln im Christentum, deshalb hießen die Pflegerinnen früher auch "Schwestern". Heute wo das Geld zur Religion geworden ist, ist es eine Dienstleistung.
So ändern sich die Zeiten....

@ morgentau19

Die zunehmende Privatisierung mit Gewinnmaximierung im Gesundheitswesen, (warum muss im Gesundheitsbereich Gewinne erzielt werden?)

Im Gesundheitswesen muss kein Gewinn erzielt werden und wird auch nicht erzielt. Medizin- und Pflegepersonal möchten für ihre Arbeit aber Geld verdienen.

Außerdem hätte ich gern von Ihnen ein Beispiel für eine Klinik, die nach Ihrer Kenntnis privatisiert wurde.

@20:23 von deutlich

"Es bleibt, wie bei andern Fachkräften auch, nur eigene Ausbildung und vernünftige Arbeitsbedingungen."

Vernünftige Arbeitsbedingungen gibt es nur mit ausreichend Personal.
Ständig wechselnde Schichten. Häufig kurzfristiges Einspringen für erkrankte Kollegen. Alle 14 Tage Wochenenddienst. Da freut man sich zum Beispiel auf ein WE mit Freunden an der Ostsee und dann kommt am Freitag der Anruf: Du musst einspringen. Das Privatleben leidet beträchtlich. Wenn man "frei" hat, sind die anderen bei der Arbeit. Man gibt nach und nach diverse Dinge auf, die einem wichtig waren: Im Chor singen, Geigenunterricht u.s.w..
Und als Single hat man an Feiertagen und beim Urlaub auch noch die A...-Karte.

Pflegeberuf nicht als attraktiv gilt

Also, ich kenne inzwischen drei ehemalige Pflegekräfte aus meinem persönlichen Umfeld die den Job wieder aufgegeben haben, wegen zu viel Bürokratie!

Da sollte man in der Politik vielleicht mal drüber nachdenken.

Menschen, die gerne und mit Leidenschaft einen Pflegeberuf ergreifen würden wollen sich nicht damit auseinander setzen müssen, ob sie einen Fingernagel feilen dürfen (ja, dürfen sie) aber nicht abschneiden dürfen (dürfen sie nicht, warum auch immer). Dieses Beispiel hat zumindest die Pflegkraft meiner Eltern genannt. Sie sagte, sie würde meiner Mutter auch die Zehennägel schneiden, wenn sie dürfte... darf sie aber nicht. Warum, weiß keiner so recht. Und da gibt es unendlich viele Beispiele...

Gesetz Pandemie

Gerade ein Bild von Hr.Söder auf einem Flugfeld neben einer Lieferung Atemschutzmasken gesehen (Bild). Herr Söder wird zum Influencer?Das wird mir zuviel der Publicity.
Hr. Laschet will in NRW anscheinend ein Pandemie Gesetz durchwinken (ganz schnell und elegant an der Bevölkerung vorbei), indem er Ärzte und Pflege "Zwangsverpflichtet" bei einer Pandemie-ja, da können alle wieder klatschen-wenn die "Helfer der Nation als Kanonenfutter herhalten müssen in Krankenhäusern"!Mir reicht`s, was die Politik da auf uns loslässt. Sorgt für Masken (ohne Publicity),sorgt für Geld auf die Konten der Pflege(nicht noch Zwang dahinter setzen-das ist der Gipfel der Frechheit).Tausende versehen Ihren Dienst in Krankenhäusern ohne zu murren, ohne vernünftigen Schutz-jetzt macht man noch ein bissel Druck mit einem Gesetz.
Alles ist in einem Topf geschmissen worden (Angst,Virus,Virologen,Wirtschaft,Tod,Schulen,Gesetze,Demokratie)jetzt wird gerührt wie wild und verschüttet.WO endet das nur?

Anwerbung in Entwicklungsländern

Ich gebe im Moment Deutschunterricht für Pflegekräfte in einem lateinamerikanischen Land, die in Deutschland arbeiten wollen. Deutsche Firmen rekrutieren diese auf dem hiesigen Arbeitsmarkt.

Ja, sie würden auch hier dringend gebraucht - gerade jetzt in der Coronakrise. Von daher ist die Praxis der deutschen Firmen schon fragwürdig . Auf der anderen Seite sagen meine Schüler - alle hochqualifiziert- aber auch durchweg, dass sie schon lange hier Arbeit suchen, aber keine finden. Der Gesundheitssektor wird kaputtgespart - Korruption spielt m.E. auch eine Rolle.

Meine Schüler haben Familie, z.T. kleine Kinder, die dann hier bleiben werden. Da muss der Druck schon ziemlich groß sein. Von so etwas trennt man sich nicht mal eben so auf unbestimmte Zeit, wenn ein Job-Angebot um die Ecke wartet.

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