Ihre Meinung zu: Systemrelevante Berufe: Welchen Wert haben Helden?

5. April 2020 - 7:45 Uhr

In der Corona-Krise wächst das Bewusstsein, wie wichtig die Arbeit von Altenpflegerinnen, Lkw-Fahrern und Kassiererinnen ist. In der Politik werden Forderungen nach Sonderzahlungen laut. Aber reicht das? Von Jan Liebold.

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Kommentare

Erst die Pandemiepläne ignorieren

Erst wird für Jahre ignoriert Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel vorzuhalten, und jetzt schmeißen sie mit dem Geld nur so um sich. Für mich sieht das nach Stimmenkauf aus weiter nichts.
Ich arbeite auch systemrelevant, will aber euer Geld nicht. Ich fordere, dass wir endlich vernünftig vor dieser Krankheit geschützt werden.
Ich vordere vernünftige Atemschutzmasken für alle, 4 pro Bürger pro Arbeitstag und Desinfektionsmittel.

Etwas zu kurz gedacht:

>In der Corona-Krise wächst das Bewusstsein, wie wichtig die Arbeit von Altenpflegerinnen, LKW-Fahrern und Kassiererinnen ist.<
---
In der Corona-Krise wächst - hoffentlich bei den Politikern - das Bewusstsein, dass ohne das "Volk" und dessen Aktivität und Beschäftigung - Nichts geht; und dies die Basis für das wohlige "uns geht es gut" ist.

Niedriglohnsektor

Gleichermaßen betreffen die Risiken auch Reinigungskräfte, die schon „vor CoViD 19“ Toiletten, Kliniken, öffentliche Gebäude unter Zeitdruck reinigen und wenig bis keine öffentliche Anerkennung erfahren.

2400 € brutto bei 35 Std

Man 2400 brutto bei 35 Std in der Woche hätte ich gerne.Glaube manche wissen garnicht wie LKW Fahrer bezahlt werden für den stressigen Job.Selber laden den LKW,dann stundenlang zum Kunden fahren.Dort dann selber abladen.Und das laut Arbeitsvertrag für 2300€ brutto bei 220 Stunden die dort festgeschrieben sind! Hoffe nun hat man einen kleinen Überblick wie unterbezahlt dieser Beruf ist und warum 35000 Fahrer in der BRD fehlen!

Kassiererinnen... UND Kassierer

Wir wollen doch hier nicht diskriminierend die MÄNNER unterschlagen, die an der Kasse arbeiten, oder?
Es stimmt zwar schon, dass Frauen nach meiner Beobachtung oft schneller sind. Aber Männer machen's auch gut. Das sollte man ihnen lassen.

Und zu den Gehältern will ich dann noch anmerken, dass Ausbildung, Angebot und Nachfrage meiner Meinung nach mehr zählen sollten, als die Corona-Kriese. Die Sache ist ja so: Wenn ein Arzt ausfällt, gibt es eben nicht 10 oder 20 Leute, die die Stelle ausfüllen können/könnten. Wenn ein Kassierer (m/w/d) ausfällt, dann ist das Angebot an Kräften, die nachrücken können, deutlich größer.

Man muss halt unterscheiden zwischen Tätigkeit und Person. Als Menschen sind wir alle gleich wertvoll. Unsere Tätigkeiten sind es aber nicht. Da gibt es schwierigere Tätigkeiten, und einfacherer. Das darf sich ruhig im Gehalt wieder spiegeln, meine ich.

Systemrelevant

Jeder ist systemrelevant...
auch der Banker der den Geldautomaten am laufen hält ist wichtig.
Jeder muß nur so bezahlt werden, das er sich wertschätzt und auch in harten Zeiten zu seinem Arbeitgeber und der Gesellschaft hält.
Das sage ich als FW Mann und Notsan.
Vorschläge ,um diesen Missstand zu ändern habe ich schon viele gemacht.

Löhne im Supermarkt

Kann mal jemand, der dort arbeitet, mehr Aufschluss über die Lohnstruktur im Supermarkt liefern?

Sind 2.400€ brutto und 35 Stunden die Regel?

Ohne auf das Lohngefüge und die Arbeitszeitmodelle einzugehen, können Sie auch die Ursachen dort nicht beheben - geschweige den den Rest der Bevölkerung mobilisieren.

Neben dem Lohn muss ich auch sagen, dass ich in Supermärkten auch immer Knochenarbeit sehe und einige Vorgesetzte auch agressive Stimmung verbreiten.

Dazu benötigen wir übrigens auch eine dringende Debatte darüber, wie Lebensmittel hergestellt werden sollen. Die Pandemie hat nicht zuletzt auch damit zu tun, wie der Mensch mit Tieren umgeht.

lippenbekenntnisse der politik

nach dem (hoffentlich baldigen) ende der pandemie, wird man all den pfleger*innen, reinigungskräften, verkäufer*innen usw. mit blumigen worten danken und man wird ihnen sagen, dass man darüber nachdenkt, ihre löhne zu erhöhen, arbeitszeiten zu verbessern. all das müsse aber ausgiebig geprüft werrden. diese "prüfung" wird man an externe berater übergeben, die sehr wahrscheinlich mal locker 10 jahre prüfen, dabei millionen kosten und am ende geht alles wie das Hornberger Schießen aus.

die regierungen weltweit merken gerade etwas, was sie seit jahrzehnten vergessen zu haben schienen: ohne die bürger, die den "laden am laufen halten" (also alle!) sind sie nichts. und diese bürger sollte man entsprechend würdigen. bleibt zu hoffen, dass sie das nicht wieder vergessen nach der pandemie. bzw. die bürger sollten genau hinsehen, wie die politiker danach agieren.

Ein einmaliger Zuschlag, wie

Ein einmaliger Zuschlag, wie er momentan im Gespräch ist, ist natürlich auf Grund der Einmaligkeit albern.
1000€ netto pro Monat für jeden Beruf, der gerade als Systemrelevant erkannt wurde, wäre das Mindeste.
Bezüglich der Frage, woher dieses Geld kommen soll, müsste hier mal ein Faktenfinder veranstaltet werden. Woher kommen zB 60 Milliarden Euro, die die EZB seit der Eurokrise pro Monat in die Finanzindustrie steckt? Mittlerweile sind da mehrere Billionen Euro zusammengekommen. Die werden zB generiert. Oder hat die jemand erarbeitet oder erwirtschaftet?
Die könnte die EZB auch an jeden Bürger verteilen.
Denn damit wäre das Ziel, die Inflation anzutreiben, vielleicht eher erreichbar.
Der Mindestlohn müsste um 500 - 1000€ netto erhöht werden.
Jede ausgebildete Fachkraft sollte als Single mindestens 2000€ als Einstiegsgehalt netto haben. Mit Familie entsprechend mehr.
Und um der europäischen Einheit willen, muss das für die gesamte EU gelten.

Brutto, Netto und mehr

Es ist ja nicht allein das niedrige Bruttoeinkommen, alles drum rum ist in Schieflage. Wer 2300 € brutto verdient, wird als Rentner unterhalb der Grundsicherung liegen. Eine Unverschämtheit aller Regierungen der letzten 30 Jahre. Bei niedrigen Einkommen könnte beispielsweise der Arbeitgeberbeitrag zur Rente so angehoben werden, dass die resultierende Rente nach 40 Jahren mindestens 30 % oberhalb der Grundsicherung liegt. Und warum Geld aus Vermögen holen? Viel einfacher ist es doch über den Spitzensteuersatz nachzudenken. Warum soll jemand, der 100.000 € im Jahr versteuert, einen Spitzensteuersatz deutlich unter 50 % haben? Ich bin mir ganz sicher, dass unsere Manager in der Industrie Deutschland bei einem höheren Spitzensteuersatz nicht in Scharen verlassen werden.

@cari

Wieviele Krankenschwestern können einer ausgefallenen Krankenschwester folgen? Keine, denn wir hatten schon vor Corona einen Mangel. Das Gleiche gilt für LKW-Fahrer! Nach Ihrer Logik müssten diese dann bezahlt werden wie ein Arzt!?

Jeder ist systemrelevant

der andere und sich selber vor der Krankheit schuetzt.

Unnoetige Kontakte vermeiden, Abstand halten und Mundschutz sind systemrelevant, wenn man wieder die Wirtschaft hochfahren will.

Disziplin ist systemrelevant, damit die Krankenhaeuser nicht ueberlastet werden und der Aufbau einer Immunitaet unter der Bevoelkerung nicht mit einer Katastrophe einhergeht.

Das zu verstehen ist systemrelevant.

Applaus kann man nicht essen.

"[...] Erst dann wird sich zeigen, wie die Gesellschaft wirklich zu ihren Corona-Helden steht. Ob es nur beim Applaus bleibt oder sie in Zukunft auch mehr Geld bekommen."

Applaus ist der akustische "Like"-Button: Er kostet weder Zeit noch Geld und man kann sich einreden, dem anderen etwas Gutes getan zu haben.

Dabei wäre den "Helden der Gesellschaft" mehr geholfen, wenn ihnen die in privaten Haushalten gebunkerte Schutzausrüstung bereitgestellt würde. Aber diesem finanziellen Verlustgeschäft gibt keiner hin.

Und wenn die Krise vorbei ist, wird das Gefühl von Solidarität auch wieder verschwinden. Dann wird jeder wieder so argumentieren, wie es die CDU gerade: Ich kann nichts abgeben, da mir die Krise selbst zugesetzt hat.

Löhne

Grundsätzlich bin ich dafür, Löhne in der Grundversorgung deutlich zu erhöhen. Die Alten- an die Krankenpflege 1:1 anpassen ist aber m.E. fehlerhaft, da die Qualifikation eine ganz Andere ist. Krankenpflege kann auch Altenpflege aber nicht andersherum.

Viel mehr sollten wir aber über die Bezüge von Managern, Top-Fußballern, Polit-„Profis“, Bankern und Brokern diskutieren. Wenn es ums Essentielle geht sind die nämlich überfordert oder abgetaucht.

Finanzierung über Steuern? Der Staat hat mit seinen verfassungswidrigen Maßnahmen einen Gutteil der bisherigen Nettosteuerzahler zu Transferleistungsempfängern gemacht. Steuern kann man nur noch so erheben:
- Erbschaftssteuer auf 75% - wir haben vernünftige Freibeträge
- Schenkung des Freibetrages zu Lebzeiten nur einmal in 30 Jahren statt 10.
- Kapitalertragssteuer auf min. 50%
- Steuer auf Mieteinnahmen 50% ab dem ersten Euro statt analog der normalen Progression.

Mal sehen ob der gemahnte Zusammenhalt auch mal die Vermögenden trifft.

Jetzte werden

endlich mal die richtigen Helden im Leben entdeckt.
Der Mensch, der Bürger der täglich seine Arbeit macht und damit auch den Staat am laufen hält.
Keine Influenzier, YouTuber oder andere "Spaßmacher".

Vor allem, wer Alles Geld benötigt. Daran ist doch zu sehen:
Alle sollten in eine Krankenversicherung und in eine Arbeitslosenversicherung einzahlen.

Die Meinung: "mir geschieht nichts" stimmt eben nicht.

"In der Politik werden Stimmen nach Sonderzahlungen laut"

Ist schon krass, dass die Politik jetzt so etwas fordert. Hört sich natürlich gut an. ABER ist es nicht auch die Schuld der Politik, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weitere und weiter auseinander gegangen ist?
Die einen gehen jeden Tag fleißig zur Arbeit und das vielleicht nur um etwas mehr als derjenige zu bekommen, der gar nicht erst arbeiten geht und dann sind noch die da, die andere für sich arbeiten lassen.
Ich ziehe jedenfalls meinen Hut vor allen Menschen, die jeden Tag fleißig ihrer Arbeit nachgehen. Vor den anderen nicht.

...meine Rede...

Das sage ich schon immer, die unteren Berufe werden nicht gewürdigt und die Gierigen belohnt.
Nur ändern wird sich daran nichts. Auch nach der Krise. Das ist das Virus unserer Globalen Welt.

Wer beutet hier wen aus?

"Es gibt immer Sohne und Solche und dann noch janz andere...und dat sind die Schlimmsten....."
Zitat immerhin von Hertha, Kneiperin von Kommunisten und Anarchisten...
Was der Esken und Hertha vielleicht meinen aber nicht verstehen oder denken sie befänden sich noch zw. 1850 und 1900 heute gibt es eine ganz andere Ausbeutung des, ich sag mal, Rudernden..nämlich durch den nicht so systemrelevanten Homo verwaltiensis in Krankenkassen, Verwaltungen jeglicher Art, auch in staatlichen Ministerien,Ämtern ,Instituten.
Hier bleibt unendlich viel Geld hängen ohne das es das Schiff irgendwie schneller oder besser machen würde..
Das perfide ist: wiedermal glauben
die Ausbeuter gar nicht Ausbeuter zu sein....
Die Vita bestimmter Damen ist sehr interessant zu lesen in Bezug darauf ob sie überhaupt schon mal je gerudert haben.
Übrigens Ruderer sind nicht nur Kassiererinnen, Maurer, Pfeger, sondern auch böse Aerzte..
Vielleicht geht Dank Corona manch einem doch ein Lichtlein auf im
"Schweinesystem"

@ um 08:22 von Steven77

Sie haben völlig recht. Es gibt eine Menge dabei zu beachten.
Aber ein Gehalt unter 1500€ netto ist absolut indiskutabel, wenn man auch am sozialen Leben teilnehmen möchte. Und zwar ganz Unabhängig von der Arbeitszeit. Je nach Höhe der Miete u/o Anzahl der Kinder, kann das sogar zu wenig sein.
An dieser Summe muss sich dann der Rest der Gehälter orientieren. Und wenn unser Wirtschaftssystem so wichtig ist, müssen sich Angebot und Nachfrage ganz besonders auf Berufe auswirken, für die Personal gesucht wird.

Ich dachte, die Zeiten, an

Ich dachte, die Zeiten, an denen ein altbackener Heldenpathos heraufbeschworen wird wäre ein für allemal vorbei.....
Wer fragt die "Helden", ob sie überhaupt Helden sein wollen?

Sind nur diejenigen "Helden", welche in derzeit systemrelevanten Berufen arbeiten? Was ist beispielsweise mit den Handwerkern?

@ um 08:30 von eltomek

Wenn LKW - Fahrer so dringend benötigt werden, dann müssen sie auch sehr gut bezahlt werden.
Der Zusammenhang von Angebot und Nachfrage ist das erste, was jedes Kind in Wirtschaftskunde in der Schule lernt.
Warum soll das ausgerechnet für LKW - Fahrer, Kassiererinnen oder Pflegekräfte nicht gelten?

Änderung des Arbeitszeitgesetz

In der Diskussion fehlt mir vor allem bei Pflegekräften, dass vor allem die mangelnde Freizeit und Erholungszeit ein Problem ist.
Das Arbeitszeitgesetz §5 erlaubt eine Verkürzung der Ruhezeit. Das muss abgeschafft werden und eine Ruhezeit von 12Std eingeführt werden.
Nur können sich Pflegekräfte erholen und auf die nächste Schicht vorbereiten.
Zudem fordere ich eine 34Std Woche in der Pflege bei gleichem Gehalt wie heutzutage eine volle Stelle.
Das würde nicht nur einer Lohnerhöhung gleich kommen, sondern den Pflegekräften auch mehr freie Tage im Monat bieten.
So könnten die Anforderungen des Berufes ernsthaft ausgeglichen werden.
Hier kann nur die Politik eingreifen und Gesetze erlassen!

Nun ja

Abgezockt und ausgebeutet seit Jahrzehnten. Nun die üblichen Klatscher und Jubler. Nach der „Krise“
Jammert der Michl dann wieder buh alles so teuer.

Am 05. April 2020 um 08:35 von Sebbelinho84

"Krankenpflege kann auch Altenpflege aber nicht andersherum."

Das kann nur jemand sagen, der nicht vom Fach ist. Wer nicht gelernt hat mit alten Menschen zu arbeiten, kann dies nicht aus dem Stehgreif. Das ist vielleicht die Meinung aus dem KrankenpflegerInnenbereich und aus der Politik, liegt aber daneben. Gehen sie mal in ein Altenheim und arbeiten mit Alten und mit dementen alten Patienten - das ist mehr als Krankenpflegearbeit.

Generell ist die Arbeit mit Alten etwas anderes als die Arbeit mit Kranken.

Interessanter Beitrag

Sehr schöner Beitrag.

Die ganzen Rechtschreibfehler und provozierenden Andeutungen sollten nächstes mal bitte entfallen.

Welcher Teil des Geldvermögens

ist denn Betriebsvermögen, steckt also im Betrieb? Z. B. bei Aldi oder Quandt.

Tja

Dann schaun wir mal, wir das mit der Würdigung der unterbezahlten Menschen in systemrelevanten Knochenjobs.....nach der Krise aussieht.

Nicht nur eine einmalige Prämie, sondern dauerhafte bessere Bezahlung; und es möge nie wieder jemand auf einen Menschen herabsehen, der solche Arbeit sein Leben lang macht.

Angesagt sind neben einer angemessen Bezahlung Respekt, vorzugsweise dauerhaft.

@ 08:05 von Hamlet in Deuts...

„ Ich arbeite auch systemrelevant, will aber euer Geld nicht. Ich fordere, dass wir endlich vernünftig vor dieser Krankheit geschützt werden.“

Da kann ich ihnen nur uneingeschränkt zustimmen. Mein Sohn arbeitet in der Bank, er pfeift auf mehr Geld, er wünscht such nichts mehr, als endlich vernünftigen Schutz zu bekommen. In einer Bank ist unter den Angestellten der Abstand kaum einzuhalten. Zwischen Thresen und Schreibtisch nur ein schmaler Durchgang. Die Angst und die psychische Belastung dasVirus nach Hause zu tragen ist bei allen Mitarbeitern enorm. Noch dazu werden sie in verschiedensten Filialen rumgeschickt, da sich ein Teil der Mitarbeiter schon krankgemeldet hat. Das unterstützt die evtl. Verbreitung auch noch mal.

Entlastung

Die reale Wirtschaft komplett ist System relevant und der Sozialstaat sowie die Menschen, die das Ganze im Laufen halten.
Entertainer wie Fussballspieler sind aktuell wohl nicht gefragt. Mit Helikoptergeld kommt das Geld nicht dort an wo es ankommen sollte und es kann nicht gerecht verteilt werden. Weil aktuell die Menschen zuhause sitzen, gibt es keine Patienten in den Praxen und Krankenhäusern. Davon profitiert in erster Linie die Krankenkassen, weil alle Untersuchungen und Therapien ausfallen. Was die Politik jetzt unbedingt machen muss, ist die Zahlungen für die Krankenkasse während der Krise auszusetzen. So eine Massnahme kommt überall sofort an und entlastet die Bürger gleichmässig insbesondere die Armen. Genauso wie die Einzahlungen zu Rentenversicherung.

Die Bezahlung stimmt oben nicht und dadurch auch unten nicht

Wen ich lese, dass es immer noch Bonuszahlungen in Millionenhöhe gibt, und andere von zwei Jobs nicht leben können, dann stimmt etwas nicht.

Jeder muss von seiner Arbeit leben können.
Dazu muss man halt mal auf den zweiten Ferrari verzichten und dann die wirklich systemrelevanten Berufe gut bezahlen. Putzpersonal, Verkäufer, Bauern, Müllabfuhr und Co.

Und das wird auch nach dieser Krise passieren. Sonst nimmt man niemanden mehr ernst, der alle diese Berufe auf einmal systemrelevant nennt.

Trauerspiel

Der grösste Teil der Verkäuferinnen dürfte insbesondere im Lebensmitteleinzelhandel wesentlich schlechter bezahlt werden. Ursachen dafür sind einerseits die Tarifflucht auch grösserer Unternehmen und andererseits die Tatsache, dass einfach keine Vollzeitkräfte sondern nur noch Teilzeitkräfte und Aushilfen eingestellt werden. Vollzeitkräfte sind nur noch Filialleiterinnen, deren Stellvertreterinnen und Auszubildende. Die Verträge der Teilzeitkräfte werden dann so gestaltet, dass im Vertrag zwar für die Arbeitsleistung bestimmte Tage vereinbart sind, aber eine weitere Klausel bestimmt, das auch an anderen Tagen als den vereinbarten gearbeitet werden kann. Und die Filialleiter setzen die Teilzeitkräfte dann so ein wie sie gebraucht werden. Es reicht einmal zuzustimmen an anderen als den vereinbarten Tagen zu arbeiten, und schon wird diejenige praktisch nur noch nach dem Willen des Filialleiters eingesetzt. Die Aushilfen arbeiten eh auf Abruf.

Heroisierung ganzer Berufsstände?

mag man vielleicht nicht hören, aber: aktuell leisten einige Ärzte und Schwestern tatsächlich enorm viel, die meisten haben aufgrund der vorsorglichen Sperrungen und Praxisschließungen aktuell indes sogar weniger oder gar nichts zu tun. Nicht jeder Arzt und jede Schwester ist plötzlich automatisch ein Held. Und Helden gibt es während der Krise überall, auch in anderen Berufen. Der Feuerwehrmann, der bei einer Flutkatastrophe geholfen hat, ist bei Corona zwar gerade weitgehend hilflos. Hier sind jetzt Mediziner gefragt, ihren ganz normalen Beruf auszuüben. Beim nächsten Mal mögen es wiederum andere Berufe sein, die Leben retten. Eine Heroisierung einzelner kompletter Berufsstände jedenfalls verklärt die Realität. Pauschale Sonderzahlungen sollte man besser umwandeln in echte und substantielle Gefahrenzuschläge für die, die wirklich mit Corona-Infizierten zu tun haben, egal welcher Beruf. Helden sind immer Menschen, nicht Berufe.

Gerechtigkeitsdebatte.

"""Die Debatte über bessere Bezahlung für Altenpflegerinnen, LKW-Fahrer und Supermarkt-Kassiererinnen ist für den Sozialwissenschaftler auch eine Gerechtigkeitsdebatte"""

Diese Aussage ist 100% richtig.

Was mir aber überhaupt nicht in den Kopf will, warum dürfen Discounter weiterhin Non-Food Ware verkaufen (Schuhe / Sommerkleidung / Unterwäsche...etc)
Während das dem Einzelhandel verboten ist.

Das wäre auch einer Grechtigungsdebatte wert.
In der Schweiz zb. ist das Verkoufen von Non-Food auch in den Discountern verboten (Migros / Coop)

Daß diejenigen, die unser Leben am laufen halten unterbezahlt sind, daß war schon immer so und dürfte sich nach Corona auch nicht ändern. ---- Leider.

Die Vergessenen

Aha...Berlin entdeckt den wahren Mittelstand!?
Seit Schröder...und das ist eine Ewigkeit her.. ...ist Niedriglohn doch der Erfolgsgarant dieser Regierungen. Das Schätzen von Arbeitsleistungen wird mit Absicht kleingeredet. Da gehören auch die jetzigen Rentner die mit Ihrer Lebensleistung durch die höhen und tiefen dieses Landes gegangen sind am Wohlstand beigetragen haben und jetzt immer beschämendere Renten zu erwarten haben, dazu.
Aber wem sag ich das, ...Frau Merkel wurde doch von einer breiten Masse wiedergewählt.

Systemrelevant - was genau ist das?

Ich bin wirklich froh, dass so manche Berufe gerade mehr Anerkennung und Aufmerksamkeit bekommen, aber schießen wir da nicht übers Ziel hinaus?
Ich sitze nicht an der Kasse und bin nicht in medizinischen Bereich tätig, aber ich stütze die Baubranche. Ich gehe nach wie vor auf die Baustellen, damit diese weiterlaufen können und die Firmen ihr Geld bekommen. Auch ich setze mich damit der Gefahr einer Ansteckung aus. Ist das nicht systemrelevant?

Mir werden diese Diskussionen zu einseitig geführt. Auch mein Job ist nicht gut genug bezahlt.

@ 08:05 von Hamlet in Deuts...

"Erst wird für Jahre ignoriert Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel vorzuhalten" Ihnen ist klar, dass Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel eine begrenzte Haltbarkeit haben, also die Vorräte immer wieder ersetzt werden müssen? Und wir hatten seit rund 100 Jahren keine Pandemie mehr, bei der diese Sachen in so extremen Umfang gebraucht worden wären, dass man auf Notvorräte hätte zurückgreifen müssen. Wichtiger als Notvorräte sind Produktionsstätten im eigenen Land. Warum produzieren wir soviel in China und sonst weit weg auf der Welt? Weil wir uns unseren Wohlstand, all die Technik wie Handys und Smart-TVs gar nicht leisten könnten, wenn die in Deutschland für unseren Bedarf gefertigt würden. Es ist unser aller Konsumwunsch, der dies bewirkt, nicht die Politik. Wer hat denn als erster geschrieen, wenn mal die Krankenversicherungsbeiträge erhöht wurden - da war doch an Vorsorge für eine Pandemie gar nicht zu denken. Das hat doch auch kein Bürger auf dem Schirm gehabt.

Gerecht wäre...

... ein ähnliches System wie in Norwegen. Da bewegen sich die Gehälter innerhalb eines Faktors von 2-3.

Da sollte man Mal drüber nachdenken. Wieso muss jemand 500000€ im Jahr verdienen? Wo ist da der Mehrwert für die Gesellschaft?

Umkehr der wichtigkeit..

Ich bin in meiner historischen Altstadt von vielen Persönlichkeiten umgeben, die bisher etwas auf mich Fachkrankenpfleger herabgesehen haben.

Mittlerweile sehen manche, dass ich aus dienstlichen Gründen herumfahren kann, während die Meisten zu Hause bleiben müssen und Hoteliers, die sonst den Beutel nicht voll genug bekommen können, in die Röhre schauen.

Mal sehen, wie es nach der Krise weitergehen wird..

Gerne erinnere ich noch mal daran

es war die SPD die die Steuer für die Reichen von ungefähr 54 auf 43% senkte. So viel zu Eskens Vorschlag.

8:49 nie wieder SPD

„ Wenn LKW - Fahrer so dringend benötigt werden, dann müssen sie auch sehr gut bezahlt werden.
Der Zusammenhang von Angebot und Nachfrage ist das erste, was jedes Kind in Wirtschaftskunde in der Schule lernt.“

Der Grundsatz gilt nur, wenn sie das auf den deutschen Markt für LKW-Fahrer beschränken. Die Speditionen haben das Problem umgangen, indem hier zu normalen Zeiten nur noch LKW mit Länderkennzeichen PL, LT, RO, HU, BG über die Autobahn brettern. Für einen deutschen LKW-Fahrer dürfte es trotz oder eher wegen der EU-Freizügigkeiten wenig erstrebend sein, sich bei einer bspw. litauischen Spedition zu bewerben. Da war ihr Crashkurs Grundlagen der Volkswirtschaft schon etwas verfehlt.

@08:11 von CrazyDuck65

LKW Fahrer fehlen nicht, weil der Job so stressig ist. LKWFahrer fehlen, weil zu viel auf den Straßen transportiert wird. Die Doktrin von Just in Time ohne Lagerhaltung vor Ort oder zumindest einer Struktur mit regionalen Zulieferern ist die Ursache von Zeitnot, verstopften Autobahnen, überfüllten Rastplätzen. Bei aller Notwendigkeit Ware zu transportieren sollte man die strukturellen Fehler nicht vergessen. Es ist höchst fragwürdig Kleinstteile durch ganz Europa zu transportieren. Ob das LKW Fahrer genauso zu Helden macht wie das Krankenhauspersonal? Zumindest die Gleichsetzung finde ich nicht gerechtfertigt.

„In der Corona-Krise wächst das Bewusstsein, wie wichtig die Arbeit von Altenpflegerinnen, LKW-Fahrern und Kassiererinnen ist. In der Politik werden Forderungen nach Sonderzahlungen laut. Aber reicht das?“

Nein, das „reicht“ nicht. Das eigentliche Problem ist nämlich gerade, dass die „Bewertung“ von Arbeit - generell, nicht nur derjenigen, deren Tätigkeit, wie in Krisenzeiten wie jetzt für jeden offensichtlich wird, für alle und jeden von existentieller Bedeutung ist - in der Hand Einzelner liegt. Und die sind bekanntlich in unserem globalen Wirtschaftssystem zwangsläufig „geldgesteuert“. Weil in der heutigen politischen Weltordnung wie eh und je immer noch einige Auserwählte mit der Macht „ausgestattet“ sind, für den Rest der Menschheit richtungsweisende und den Kurs der (heute globalisierten) Gesellschaft eine ganze Zeit lang - in jedem Fall zu lange - bestimmende Entscheidungen treffen zu können. Und somit nach Gutsherrenart das Schicksal der gesamten Gesellschaft zu beeinflussen.

Am 05. April 2020 um 08:22 von Steven77

!Kann mal jemand, der dort arbeitet, mehr Aufschluss über die Lohnstruktur im Supermarkt liefern?!
#
#
Ungelernte ab 11 Euro, Gelernte ab 13,50 Euro.
Nach Betriebszugehörigkeit für Gelernte bis 16 Euro. Es gibt die 37 Stunden Woche, die meisten Arbeiten zwischen 20 und 30 Stunden.
Gewerkschaft ist Verdi.

Mein Vorschlag

Der Soli bleibt- ich zahle ihn auch und ich finde, das ist eine sehr sinnvolle Abgabe.
Es gibt in DE noch viel zu tun, dafür brauchen wir das Geld.
Gerade jetzt nach der Coronasache braucht der Staat Geld um bestimmte Sachen abzufedern.
( Und an die ewigen Ost/West Spalter...ich wohne in ST )

@ um 08:23 von suomalainen

Vor allem werden sie uns erzählen, dass nun, nach der Krise, gar kein Geld mehr vorhanden ist und in vielen Bereichen die Hilfen eingedampft werden müssen.
Die Regierungen werden gar nichts bemerken.
Den Mangel an Pflegepersonal haben sie seit 30 Jahren nicht dahingehend bemerkt, dass sich irgendetwas verbessert hat.
Im Gegenteil, dort ist alles immer wieder noch viel schlechter geworden.
Was die Politik ebenfalls nicht bemerken wird, ist die Tatsache, dass der Bundestag auch mit weniger MdB auskommen kann.

08:28 von Ritchi

Warum soll jemand, der 100.000 € im Jahr versteuert, einen Spitzensteuersatz deutlich unter 50 % haben?
.
warum mehr ?
womit begründen sie es, dass einer (ihr Beispiel 50% 100.000 Euro) 50.000 Euro Steuern zahlt
ein anderer vielleicht bei deutlich niederem Gehalt nur 2.000 Euro
braucht der "Arme" weniger Straßen Schulen oder die Polizei ?
und ihre Rente
warum soll es sich an der Rente nicht auswirken, wenn einer gut verdiente - einzahlte 50 Jahre lang
nicht mehr bekommen als sein Kumpel der nur nen Halbtagesjob hatte, die halbe Zeit pausierte
und dazu noch 3 Scheidungen hinbekam ?

35 Stunden arbeiten wir nicht

Ehrlich gesagt, können wir nur davon träumen, 35 Std/Woche im Vertrag stehen zu haben.. die meisten von uns haben Teilzeitverträge, die sich auf 25Std/Woche belaufen. Vollzeitverträge haben nur eine Handvoll Führungskräfte in der Tasche.
Im Moment dürfen einige von uns aufgrund Corona mehr arbeiten, wobei alle sicher an und über ihre Grenzen arbeiten.
Noch werden wir weitgehend an den im Einzelhandel geltenden angeglichenen Tarif (-5%) bezahlt, dies soll aber demnächst in einem Haustarif neu vereinbart werden und da weiß leider niemand von uns, wo die Reise hinführt.

2400,- brutto - die hätte ich gerne...

Ich arbeite seit Jahren im Lebensmitteleinzelhandel und bekomme für 35 Wochenstunden sage und schreibe 1900,- Euro im Monat. Brutto wohlgemerkt. Wäre ich nicht verheiratet und ginge mein Mann nicht ebenfalls arbeiten, sähe es übel aus. Aus diesem Grund empfinde ich auch die Klatscherei von den Balkonen als fast schon zynisch: Wenn die Krise vorbei ist, wird sowieso alles weiterlaufen wie bisher und kein Hahn kräht mehr nach "Systemrelevanz", denn ansonsten müssten ja die "Klatscher" (und alle anderen auch) von ihrem eigenen Wohlstand abgeben. Das will dann doch keiner.
Ich mach' mir da wenig Illusionen...

Systemrelevante Berufe:Welchen Wert haben Helden ?

Also,finanzielle Spielräume für Zulagen sollte es doch geben.Denn allein bei einzelnen Waren hat es in den letzten Wochen durch die Hamsterkäufe,Umsatzsteigerungen von mehreren hundert Prozent gegeben.
Und schließlich gilt für Pflege und Handel:Die Lohnabschlüsse der letzten Jahre waren nicht berauschend.Gestreikt wurde auch kaum,im europäischen Vergleich.

Aber ob es dafür ein Danke gibt....

Liebe TS auch die Medien und

Liebe TS auch die Medien und Journalisten tragen dazu bei, das die jetzigen Systemhelden immer als klein Doofi präsentiert wurden. In der Vergangenheit wurden eingeladene Gäste die für euch und die Politik mindere Arbeit verrichtet haben gerne vorgeführt und nach wenigen Minuten ignoriert.
Wenn Corona vorbei ist werdet Ihr diese Personen wieder so behandeln wie vor der Kriese. Darauf wette ich mit euch.

Systemrelevanz

Werbewirksam verzichtet der Puma-Vorstand auf das April-Gehalt, nachdem sich Adidas den Fauxpas mit den Mieten geleistet hat. Ein Schelm, wer da was ahnt. Wer von den hier, zu Recht als systemrelevant genannt Beschäftigten, könnte das? Helden des Alltags waren diese Personen immer oder glauben die Applaudierenden, dass es sonst ein Kaffeekränzchen ist, in diesen Berufen zu arbeiten? Hoffe mal, dass den Worten Taten folgen. Sozialer Status hängt vom Gehalt und den Arbeitsbedingungen ab. LG.

Systemrelevant...

...sind z.B. auch jene Menschen die Botedienste für Apotheken leisten?

Jene Menschen die zum Teil auf 450 Euro Basis zum Mindestlohn alte und kranke Menschen privat und geschäftlich mit Medikamenten beliefern.

In Einfamilienhäusern, wie auch in Hochhäusern?
In Kliniken, Hospitzen, Pflegeheimen, etc?

Sie sorgen dafür das die Risikogruppe nicht aus dem
Haus muss und stellen sich dafür persönlich in die
erste Linie der Gefahrenzone.

Sind das auch Helden des Alltags und wer schützt diejenigen? Oder belohnt sie? Oder redet über sie?
Oder berichtet über sie?

Vereinigen sie doch in einer Person die Gefahrengruppe
der Lieferanten und der Pflegekräfte...über die geredet wird.

Stehen die normalen Angestellten in einer Apotheke
hinter einer Glasscheibe, diese Menschen haben nahezu
keinen Schutz und befinden sich in der vordersten Linie.
Bei den Kranken.
Bei den Gefährdeten.
Bei denen die sich nicht mehr aus dem Haus trauen.

Dies war eine Anmerkung zur Realität.
MfG.

Trauerspiel2

Durch die Tarifflucht und Politik der Lebensmitteleinzelhandelsunternehmen nur noch Teilzeitkräfte einzustellen, ist für die Betroffenen die Altersarmut vorprogrammiert. Abhilfe kann da nur ein entsprechend höherer gesetzlicher Mindestlohn schaffen. Denn auch ein allgemein gültiger Tarifvertrag lässt sich unterlaufen. Ausserdem entsprechend hohe Strafen, wenn dieser Mindestlohn nicht eingehalten wird. Dieser würde übrigens auch die Wirtschaft innerhalb Deutschlands ankurbeln und den Sozialkassen höhere Einnahmen bringen. Auch die Unternehmen werden profitieren, denn wer mehr Geld hat, kann auch mehr ausgeben.
Nur das zeigt Wertschätzung für unsere "Heldinnen". P.S. Männer sind natürlich mitgemeint, aber hier handelt es sich nun einmal zum allergrössten Teil um Arbeitnehmerinnen. Und das muss endlich deutlich ausgedrückt werden.

Steuerfinanzierung richtig

Aber ich fürchte, dies ist in Deutschland gegen die Widerstände der Lobbyisten nicht möglich. Die Situation ist ähnlich wie bei der Rente. Beamtenpensionen SIND zB steuerfinanziert, die Rentenkasse erhält nur einen ZUSCHUSS.

Altenpfleger, Verkäuferinnen und LKW-Fahrer als angeblich „systemrelevanten“ Berufe generell höher zu entlohnen, dürfte auch an der Tarifautonomie scheitern, denn die wenigsten sind im öffentlichen Dienst. Müllmänner werden zB heute schon recht gut entlohnt.

Die Krux: was „systemrelevant“ ist und was nicht, hängt von der Art der Krise ab. Die Frage nach „Systemrelevanz“ wurde zB in der Finanzkrise anders beantwortet als in der aktuellen Gesundheitskrise. Die Klimakrise oder eine kriegerische Auseinandersetzung fordert wieder andere Kriterien.

Das aktuell studierte Berufe nicht so hoch im Kurs stehen (von Ärzten abgesehen), liegt schlicht daran das die Arbeitswelt in Deutschland kaum Möglichkeiten bietet, dass sich diese Berufe derzeit einbringen können

Systemrelevanz

Jeder ist Systemrelevant!

Auch wenn man diese Person nicht sieht und es ein paar Tage dauert bis man Sie vermißt. Neben Beruf auch Menschlich.

Von demjenigen der das hintere Warenlager befüllt, die Kühltruhe wartet, die Hygiene-Vorschriften kontrolliert, im Büro Ware organisiert und verschiebt, die Ingenieurin die ein Beatmungsgerät konstruiert, diejenigen die Strom,Wasser und Internet am laufen halten, die Werkstätten die Plexiglastrenner bauen oder einfach nur derjenige der den Pflasterstein vorm Supermarkt wieder reinhaut, damit niemand stolpert --- ich könnte hier ewig weitermachen.

Vergessen sollten wir auch nicht die unzähligen vielen mittelständischen Firmen, die trotz Corona wie bisher weiterarbeiten um unsere Wirtschaft am laufen zu halten – mit den nötigen Maßnahmen wie Abstand durch Schichtbetrieb, Home-Office und Desinfektion natürlich.

Ganz einfach

Die Familien Schwarz, Albrecht, Kühne, Kröner haben das Geld, welches den Kassierern, LKW-Fahrerinnen und Pflegern fehlt. Einfach die Gesetze ändern, die Steuerfahndung vorbeischicken, den Reichtum dieser Leute sichtbar machen, demonstrieren - dann wird das auch etwas mit der besseren Bezahlung.

Marmolada 8:57

„ Das kann nur jemand sagen, der nicht vom Fach ist. Wer nicht gelernt hat mit alten Menschen zu arbeiten, kann dies nicht aus dem Stehgreif. Das ist vielleicht die Meinung aus dem KrankenpflegerInnenbereich und aus der Politik, liegt aber daneben. Gehen sie mal in ein Altenheim und arbeiten mit Alten und mit dementen alten Patienten - das ist mehr als Krankenpflegearbeit.“

Die Aussage ist leider oberflächlich und trifft den Kern nicht. Die Ausbildung in der Altenpflege setzt den Schwerpunkt auf Biografie und Aktivierung. Krankenpfleger lernen dazu Akutsomatik, Notfallhilfe und Anatomie, was in der Altenpflege kaum eine Rolle spielt. Daher fehlt dieser esentielle Schritt. Im Krankenhaus werden dagegen vorwiegend Ältere betreut. (90% der Gesundheitskosten fallen in den letzten 2 Lebensjahren an) Also sind erfahrene Krankenpfleger mit diesen speziellen Patienten bestens vertraut.

Jeder,

der eine Arbeit ausübt und zum Funktionieren einer Gesellschaft seinen Teil dazu beiträgt, ist ein Held - ausgenommen Börsenzocker und Politiker!

PS. Ich habe mich mit einer Krankenschwester und einer Altenpflegerin unterhalten.
Beide sagten mir, dass ein bisschen mehr Geld großartig wäre. Aber viel besser wäre, wenn es mehr Personal gäbe. Dann hätte man auch mal Zeit, ein Gespräch mit den Patienten/Alten zu führen!

08:27 von nie wieder spd

sollte als Single mindestens 2000€ als Einstiegsgehalt netto haben. Mit Familie entsprechend mehr.
.
unabhängig davon ob der ne Vollzeitstelle hat oder nur 2 Tage arbeitet ?
der eine (Fliesenleger) verlegt 10 qm am Tag der andere hat das bis zum Vesper erledigt
das wollen sie nicht berücksichtigen
und dann Familie .... also was hat das damit zu tun Leistung wird bezahlt !
oder was sagen sie dem Kunden wenn er wegen einem Ölwechsel anruft
kommt darauf an ob es der Junggeselle erledigt, der Verheiratete mit 2 oder der mit 10 Kindern ?

08:05, Hamlet in Deuts...

>>Erst die Pandemiepläne ignorieren
Erst wird für Jahre ignoriert Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel vorzuhalten, und jetzt schmeißen sie mit dem Geld nur so um sich. Für mich sieht das nach Stimmenkauf aus weiter nichts.
Ich arbeite auch systemrelevant, will aber euer Geld nicht. Ich fordere, dass wir endlich vernünftig vor dieser Krankheit geschützt werden.
Ich vordere vernünftige Atemschutzmasken für alle, 4 pro Bürger pro Arbeitstag und Desinfektionsmittel.<<

Neuer Forist, altbekannter Inhalt.

Durchsichtig.

Helden? Was soll das

Helden?

Was soll das hochstilisieren, als ob den Betroffenen es etwas nutzen würde?

"Helden"?

Hat die Tagesschau jetzt auch das Sensations- und Werbesprech der Werbepsychologen im Repertoire?

Ich dachte, das wäre eine Nachrichtensendung.

Am 05. April 2020 um 09:36 von Sebbelinho84

Während ein/e Krankenpfleger/in i.d.R. nur kurzen Kontakt mit Kranken hat, die meist kurzfistig entlassen werden, haben AltenplegerInnen i.d.R. längerfristigen Kontakt mit den Alten, die nicht immer krank sein müssen, bauen intensive Beziehungen auf und sind gleichzeitig Krankenschwester/Pfleger, Arzt/Ärztin, Psychologe/in, Beschäftigungstherapeut/in, Seelsorger/in, Hilfskraft.........

Wir müssen endlich mal wegkommen davon, dan Krankenpfleger/innen alles können und die Anderen (Altenpfleger/innen, Heilerziehungspfleger/innen) das nicht können.

...und es ist jetzt die völlig falsche Zeit das raushängen zu lassen.

Heute Systemrelevant - und morgen?

Ist es nicht eine Ironie, dass ausgerechnet jetzt Berufe als „systemrelevant“ bezeichnet werden, die noch 2019 zu den ca. 120 Berufen gezählt werden, die aufgrund der Automation und Digitalisierung der Restrkturierung der Wirtschaft im Sinne von „Industrie 4.0“ mittelfristig zum Opfer fallen werden?

Das gilt insbesondere für Brummi Fahrer (Stichwort: „Autonomes Fahren“), Verkäufer an der Supermarktkasse (Stichwort: „RFID Chips“), Altenpflege (Stichwort: „Androide Pflegeroboter“, zB in Japan).

Marktmechanismen funktionieren derzeit eingeschränkt

Aber nach der Krise werden die Angebots- und Nachfragemärkte wieder funktionieren. Auch auf dem Arbeitsmarkt!

DANN sollte man diese Diskussion führen, nicht jetzt !

Ich sage voraus, dass man zwar Lehren aus der Krise ziehen wird. Diese werden aber nicht so aussehen, dass Marktmechanismen (zB Entlohnungssysteme) ausgehöhlt werden, sondern es wird versucht werden die Märkte und Lieferketten durch Diversifizierung weniger störanfällig zu machen. Digitalisierung wird forciert werden, um studierten Berufen eine Teilhabe am Wirtschaftsprozess auch in Krisenzeiten zu ermöglichen und um sich weniger abhängig von jetzt (zu recht!) gelobten Berufsgruppen zu machen!

Zeitlich begrenzte Dankbarkeit

Momentan sind diese Arbeitskräfte systemrelevant. Man wird sie wieder vergessen, wenn alles wieder seinen normalen, wahnsinnigen Lauf nimmt. Dankbarkeit kennt Grenzen! Höher, schneller, weiter!

Held(inn)en

Held(innen) sind Menschen, die ohne Aussicht auf Erfolg und Anerkennung Unglück und Leid verhindern, ohne Rücksicht auf das eigene Leben manchmal, im Großen wie im Unscheinbaren vor allem dort, wo kein kein Gewinn zu machen ist. Das unterscheidet sie stark von den sog. Leistungsträgern. Damit meine ich nicht die Leute, die richtig hart arbeiten. Eher solche hier:

"Wohl kein anderer Mensch hat mit den Folgen der Coronakrise so viel verdient wie William "Bill" Ackman. Der Gründer des vielleicht aggressivsten Investmentfonds der Welt, Pershing Square Capital, hat mit einer gigantischen Wette auf einen Börsenabsturz 2,6 Milliarden Dollar verdient."

Bei aller Tragik bietet diese noch nie dagewesene Krise für viele Menschen die noch nie dagewesene Chance, im erzwungenen Stillstand Motive und Lebenskonzepte zu überprüfen jetzt, wo der Film gerissen ist und die Leinwand täglicher Projektionen auf der Basis multifaktorieller Geschäftigkeiten zwischen Arbeit, Familie, Beziehung und Träumen.

Annca Sagichnicht

für 35 Wochenstunden sage und schreibe 1900,- Euro im Monat. Brutto
Wäre ich nicht verheiratet und ginge mein Mann nicht ebenfalls arbeiten
.
das sind knapp 1.600 Netto für verheiratet/Alleinverdiener
Steuern zahlt man keine !
finden sie das zu viel ... zu wenig ... angemessen ?
haben sie eine Ausbildung
was hat die Tätigkeit für Anforderungen ?

Diese Lohnteile sind da..., ich weiß auch wo...

Die Frage ist allerdings, woher das Geld dafür kommen soll. Und ob die Bevölkerung immer noch klatscht für die "Corona-Helden", wenn sie für deren Besserstellung ins eigene Portemonnaie greifen muss.
----------------------------------------------------------
Wieso sollte das von der Gesellschaft ausgeglichen werden???

Man schaue sich bitte einmal das Vermögen von Aldi, Lidl und Co. an..., genau dort ist der fehlende Lohnteil geparkt!!!

Unsere Gesellschaft schaut seit Jahrzehnten genüsslich dabei zu wie Menschen, die diese Gesellschaft tatsächlich im Alltag tragen, teilweise sehr dünn entlohnt werden und jetzt spricht man von Helden...

Dann sollte man doch mal "danach" Helden entsprechend behandeln und die Dinge auf den Weg bringen...

Hihihahahoho...???

Sonderzahlungen...

... sind doch wohl eine Frechheit.
Wie wäre es denn mal mit einer angemessenen Entlohnung, also so dauerhaft? Wie wäre es mit Personalschlüsseln, die auch in angespannten Zeiten - es muss ja nicht gleich eine Pandemie sein, es reicht durchaus der normale Klinikwahnsinn - so etwas wie Regelarbeitszeiten gestatten? Mit richtigen Pausen und sowas?

Wie wäre es, wenn LKW-Fahrer nach zwei Stubden Fahrt ganz regulär die Pausenzeiten nehmen könnten, die sie von Gesetz wegen eh einhalten müssten? Wie wäre es, wenn wir mit all diesen Menschen mal so umgehen würden, als stützen sie unser System?

Globalisierung wird weitergehen

Nur wird man - ähnlich wie auf dem Gasmarkt - sich stärker in Richtung Diversifizierung der Lieferantenstruktur orientieren.

Auch die Frage „Buy or Build“ (Zukaufen oder selbst herstellen) wird in vielen Bereichen neu gestellt und beantwortet werden müssen!

Vor allem aber wird es einen Automationsschub geben, der viele nichtakademische Berufe überflüssig werden lässt. Solche Diskussionen, derartige Berufe generell höher zu entlohnen werden den Digitalisierungsprozess zur Arbeitskräfteeinsparung eher noch katalysieren, um zu verhindern, jemals wieder in eine solche Abhängigkeit zu geraten!

Mir als Krankenpfleger muss

Mir als Krankenpfleger muss niemand Beifall klatschen. ich kann gut darauf verzichten. Erst hat man uns nur schlecht bezahlt, mit der Einführung der Wirtschaftlichkeit in die Krankenhäuser hat man uns so viele Stellen gestrichen, dass wir unsere Arbeit nicht mehr richtig erledigen konnten, und nun treibt man uns wie Gladiatoren mit mangelhafter Schutzausrüstung durch die Arena. Dies bezieht sich nicht nur auf die Versorgung von Corvid 19 Patienten. Wir werden auch weiterhin unseren Job machen und wir werden auch weiterhin unsere Gesundheit riskieren aber manche in dieser Gesellschaft sollten sich überlegen was wichtiger ist, alle zwei Jahre ein neues Auto oder eine gute Gesundheitsführsorge. Wir arbeiten für ein Gehalt da würde ein ungelernter IG Metaller in der Automobilbranche nicht mal den Zeh aus dem Bett strecken zumindest bis dato. Von daher lasst Sprüche wie Helden des Alltag und den Beifall einfach stecken

Helden genießen große Wertschätzung

in Krisenzeiten und sollen durch Boni belohnt werden, die allerdings auf das Lohnniveau nach der Krise keinen Einfluss haben; denn dann zählt doch nur wieder Shareholder Value.
Die Krankenhäuser müssen auf dem Rücken des Personals und der Patienten auf Teufel komm raus Gewinne abwerfen.
Mal sehen was aus vollmundigen Versprechungen der Politik wird, in Bezug auf Abhängigkeit von der Produktion lebenswichtiger Medizinprodukte und Schutzmittel in Fernost, diese nach Deutschland und in die EU zurück zuholen.
Ich traue unserem Gesundheitsminister Spahn und dem Wirtschaftsminister Altmeier nicht einmal mehr, wnn ich sie noch sehen kann.

Wozu sich anstrengen

Ich habe viel Respekt für Leute die sich im Leben anstrengen: In der Schule mit guten Noten und vielleicht Mittlerer Reife oder Abitur. Dann eine Ausbildung oder gar ein Studium machen.
Am Ende haben sie jedoch häufig kaum mehr Bruttogehalt, als eine Hilfskraft in den richtigen Branchen, z. B. Helfer Metall oder Pflegehelfer in bei Caritas/Diakonie.

Mein Dank gilt den vielen grauen Mäusen, die momentan pflichtbewusst ihre Arbeit erledigen. Einige Branchen tönen zwar seit Jahren besonders laut, aber ihre Arbeit ist nicht wichtiger, als die der grauen Mäuse.

Es gibt viele wichtige Berufe

Wir haben eine große Anzahl von Berufen, die ihren Sinn haben. Ausgenommen von gewissen Personen im Finanz- und Bankenwesen, die den Hals nicht voll genug bekommen und eigentlich auch gar nichts leisten. Dazu kommen z.B. überbezahlte Profis im Fußball. Dass die Pflegeberufe usw. seit Jahren total mies bezahlt werden, ist schon lange klar. Das gleiche trifft auch Wissenschaftler in unserem Land bzw. das Gesundheitswesen allgemein. Wenn man sieht, wie mies hier diejenigen bezahlt werden, die an Universitäten usw. Wissen erschaffen und von denen nie die Rede ist, bekommt man ebenfalls die Krise. Miese Bezahlung, 2-Jahresverträge usw. Das alles fällt uns nun auf die Füße. Wenn es nach mir ginge, würde ich manche Personen auch nicht behandeln und zwar diejenigen, die vorher überall die Daumenschrauben angelegt und unser Gesundheitssystem kaputt gespart haben.

Sozialromantik

Aktuell hocken Manager, viele davon einflussreiche Alpha-Tiere untätig zu Hause (mangels zu steuernder Mitarbeiter)- zum Teil mit gekürzten Bezügen.

Währenddessen wird eine Supermarktkassiererin oder ein LKW Fahrer zum „Helden des Alltags“ verklärt. Diese Leute sind gerade wichtig.

Die besagten Manager und Entscheider aber sind „wichtiger“. Was glauben Sie, was ratzfatz passieren wird, wenn diese Krise vorbei ist ? Genau das !

um 11:12 von Möbius

>>
Marktmechanismen funktionieren derzeit eingeschränkt

Aber nach der Krise werden die Angebots- und Nachfragemärkte wieder funktionieren.
<<

Sie sind dem Narrativ der Marktwirtschaft aufgesessen. Der Markt ist das Aufeinandertreffen von Angebot und Nachfrage und gleicht beides über den Preis aus. Das Gesundheitswesen ist ein Paradebeispiel dafür, dass es sich nicht um einen Markt handelt, jedenfalls nicht, solange man ein Grundrecht auf Gesundheit akzeptiert.

Schieflage bei Gehältern

Ein angelernter Pflegehelfer verdient bei der Diakonie in Stufe 4 derzeit 3.080,33 Euro/Monat plus Kinderzulage plus 13. Gehalt plus betriebliche Altersvorsorge von ca. 5-6 %.
Die gelernte Krankenschwester als Anfängerin 3.086,90 Euro/Monat (Stufe 4: 3.569,23 Euro/Monat) plus die vielen Extras.

Schlecht verdienen tuen beide nicht!
Erkennbar ist aber die Schieflage in Deutschland: Ausbildung, Verantwortungsübernahme und Anstrengung lohnt sich nicht. Der Lohnabstand ist kaum zu erkennen. Das ist das eigentliche Thema; die Ausbeutung der Fachkräfte und des Mittelstands.

Zahnarzthelfer/in

Passt vielleicht nicht 100%ig zum Thema, aber Aufgrund der schlechten Bezahlung und dem schlechten Schutz.

Wenn ich folgendes lese:
'Aber bezahlt werde sie trotzdem schlecht. Für 35 Stunden erhalte sie gerade mal 2.400 Euro brutto.'

Ich denke denn immer wie "unwichtig" Zahnarzthelfer/in sind? Sie arbeiten DIREKT am Patienten mit sehr schlechtem Schutz und einer noch schlechteren Bezahlung!
Meine Frau mit über 22 Jahren im Beruf bekommt für 40Stunden(inkl. Teildienste) 1800€ Brutto . . .

Klatschen auf dem Balkon ist

Klatschen auf dem Balkon ist schön, €500 aus Söders Spendierhose auch... Was es nach der Corona-Krise braucht, sind substantielle Veränderungen in der Lohnstruktur, Stellenausstattung, Personalbesetzung etc. Und ganz grundsätzlich: wir können nicht weiter Grundbedürfnisse wie Gesundheit, Ernährung, Wohnen nur dem "freien Spiel" (by the way: merkwürdiger Begriff von "frei") von Markt, Angebot und Nachfrage überlassen. Und wir müssen endlich den Finanzmarkt humanisieren und solidarisieren: Wetten auf steigen/fallen, Leerverkäufe und andere Zockereien gehören gezähmt bzw. verboten.
Es wird eine der spannndsten Fragen, wie groß da die Mehrheit und wie stark da die Bewegung sein wird.

Am 05. April 2020 um 08:22 von Steven77

Zitat:
"...Sind 2.400€ brutto und 35 Stunden die Regel?..."

NEIN, meine Tochter verdiente 2019 zirka 24510€ Jahresbrutto = 2043€ monatlich Brutto und ist bei EDEKA im Erzgebirge beschäftigt.
Davon gehen jährlich 2336€ Lohnsteuer ab und über die Einkommenssteuer erhält sie dann ca 200-300€ vom Staat zurück.
Was mich hierbei sehr stört, das Schulessen von ca 600€ für ihr Kind kann nicht abgesetzt werden und die Fahrtkostenpauschale ist auch seit 2004 konstant, aber die Preise für Benzin und Reparatur sind gestiegen

und danach

Ich lebe erst nicht seit gestern in diesem Land und weiß doch jetzt schon genau, was davon am Ende bleibt: Nichts. Hätte man doch schon längst machen können. Jetzt jubeln man den Leuten zu (kopstet ja nix) und dann läßt man sie am ausgestreckten Arm verhungern...

Hohnklatschen.

"Und ob die Bevölkerung immer noch klatscht für die "Corona-Helden", wenn sie für deren Besserstellung ins eigene Portemonnaie greifen muss."

Diese Balkonklatscherei ist schon wirklich der Gipfel des Hohns.

Früher nannte man so etwas "Ablasshandel".

Fußkranker, ich schenke dir mein Lächeln, damit du nicht mein Pferd willst.

Helden?

Sind die bisher genannten wirlich Helden oder sind sich einfach nur systemrelevant? Aber einens sind sie wirklich, meist extrem schlecht bezahlt. Eine Schande! Wie war der Ausspruch der beklatschten Krankenschwester gleich wieder: euren Applaus könnt Ihr euch in den A.... stecken. Wie recht sie doch hat. Aber eines wundert mich dann doch. Wer war das doch gleich wieder der die Lebensmittel bzw die Rohstoffe dafür herstellt? Irgendwie ist mir der Name entfallen. Oder wächst das Zeug doch irgendwo in einer Dose oder im Supermarktregal oder auf einem LKW unter der Plane. Komisch, es fällt mir einfach nicht mehr ein. Ihnen etwa?

@chlotterstein 11.19

Mir als Krankenpfleger muss niemand Beifall klatschen. ich kann gut darauf verzichten"
Das sagt meine Tochter, ebenfalls Krankenpflegerin auch. Der wäre mehr geholfen, wenn in diesen Zeiten etwas mehr Rücksicht genommen würde und man sie beim Einkauf vor dem Dienst mal vorließe, wenn sie sich was zu Essen und trinken kauft. Die Kantine hat nämlich mittlerweile geschlossen

Devide et imperia

Wenn in den letzten Jahren die Lohnforderungen im öffentlichen Dienst gestellt wurden, wurde von der Politik immer auf die klamme Haushaltslage hingewiesen. Nun in der Krise werden plötzlich Mrd. generiert.
Wie Glaubwürdig ist das denn?
Mit einer Vernünftigen Lohnpolitik wäre die Krise wahrscheinlich nur halb so mächtig.
Das es nach der Krise "Nullrunden" geben wird ist so sicher wie das Amen in der Kirche.
Ja wir sitzen alle im selben Boot, nur das einige sich auf dem Sonnendeck sonnen können und andere im Maschinenraum schuften müssen...

Ungeschützte Arbeit

Was ist systemrelvant? Jede Arbeit hat ihren Sinn. Viel wichtiger wäre, dass Jeder, der in dieser Situation jeden Tag aufs Neue in die Arbeit geht, bestmöglich vor Ansteckung geschützt wird. Sonst hat Alles andere keinen Wert. Diese Helden des Alltags dürfen nicht weiter Kanonenfutter sein...

Reinigungskräfte?

Ich lese und höre immer nur von Verkäufer/innen, Arzte/innen, Pfleger/innen.

Was ist mit den Reinigungskräften?
Diese sind von allen am meisten der Gefahr ausgesetzt.
Der Arzt in KKH bekommt sein gutes Gehalt weil er die Patienten rettet.
Die Reinigungskraft sorgt dafür das der Patient nicht an Keimen, Bakterien oder Viren erkrankt. Diese Berufsgruppe sollte IMMER gewürdigt werden.

Busfahrer

Was ist mit uns Busfahrern im ÖPNV ? Bringen wir nicht die Leute überhaupt erst zu ihrem Arbeitsplatz und zurrück. Denken sie an die Industriegebiete, z.B. im Berliner Speckgürtel, wo jede Menge noch schlechter bezahlte Lagerarbeiter dafür sorgen, das Nahrungsmittel überhaupt transportiert und verkauft werden können. Diese Gebiete sind fast ausschließlich mit dem Bus erreichbar(wenn kein Auto vorhanden). Nach Ärzten und Pflegepersonal stehen wir an dritter Stelle der Gefahrenliste, und wir werden noch schlechter bezahlt als Lkw-Lenker.

@Marmolada

Danke!
Mir geht dieses dauernde „Krankenpflege kann alles, der Rest kann nur....“ wirklich auf die Nerven!
Ja, es mag sein, dass es Bereiche gibt, die eine Berufsgruppe besser kann als die andere (und ja, da gibts auch Dinge die ein AP oder HEP besser kann, sehe ich sehr oft, wenn Bewohner aus dem Krankenhaus zurück in stationäre Einrichtungen kommen....), aber gehts darum wirklich?

Am Ende sind alle pflegenden Berufe körperlich und psychisch anstrengend und unterbezahlt!

Ich bin, ehrlich gesagt,

Ich bin, ehrlich gesagt, etwas schockiert über diese Diskussion. Lkw-Fahrer und Verkäuferin sind nun mal keine Jobs, für die es eine besondere Qualifikation bedarf. Da sind keine Bildung und keine besonderen Fähigkeiten nötig.
Wertschöpfend ist das auch nicht.
Und fährt der Lkw in Corona-Zeiten anders als sonst? Befüllen sich die Regale anders?
Die Feuerwehrleute vom 11. Sept. waren für mich Helden, aber doch nicht die Menschen hier während dieser überhypten Grippe.

Naturkatastrophen und Helden

Politiker glauben tatsächlich, mit Geld lässt sich alles regeln. Aber kein Wunder, sie hören ja insbesondere und fast ausschließlich auf Wirtschaftsbosse und -lobbyisten, die ständig predigen, Geld ist das Wertvollste überhaupt.
Es gibt verschiedene Arten von Naturkatastrophen und deswegen gibt es natürlich auch verschiedene "Helden".
Mal sind es Mediziner oder Pfleger, mal Dienstleister, mal Sportler, Forscher oder Ingenieure, mal Feuerwehrleute oder THWler.
Wer seinen Beruf liebt und ihn als Erfüllung ansieht, arbeitet auch ganz selbstlos bis zur Erschöpfung und voller Risiko und mit Hingabe - ohne finanzielle Entlohnung! Das ist bei jedem Menschen so.

EIn anderes Problem ist allerdings wenig verständlich: warum halten so wenige Isolation und Einsamkeit aus und sind sogar Suizid-gefährdet? Wieso ist Resilienz so gering in der Bevölkerung ausgeprägt? Das Aushalten und Verkraften von schweren Schicksalsschlägen, widrigen Umständen sollte anerzogen und trainiert werden!

um 11:45 von TodesSushi

>>
Dass die ganze Neidgesellschaft jetzt wieder auf die wohlhabenden zielt war ja wieder klar, was besseres fällt einem ja nicht ein, als erstmal mit dem Finger auf die zu zielen die es vermeintlich einfach haben.
<<

Sie bringen da etwas völlig durcheinander. Es geht tatsächlich um den Neid derjenigen, die sich leistungslos im Wohlstand sonnen und fleißigen, arbeitenden Menschen einen Mindeststandard an Lebensqualität missgönnen.

Anmaßend...

Eigentlich ist genug für jede und jeden da. Ob vom Helfer über den Facharbeiter, Krankenschwester, Pfleger bis hin zum Nobelpreisträger für Medizin. Wer masst sich eigentlich an, den Wert und die Bezahlung von Arbeit festzulegen?! Weder Karl Marx noch der liebe Gott. Ja, das ist der viel zitierte "Markt". Dort, wo der "Tanz um das goldene Kalb" zelebriert wird. Dort, wo Luzifers Jüngerinnen und Jünger Kasatschok tanzen. Da werden dann "Topfmodelle", Profi-Fussballer, Profi-Boxer, Beamte, protegierte Künstler und "Manager" fürstlich entlohnt - ganz gleich, wie groß deren Versagen ist. Inzwischen sind ja unsere Politiker und Medien die großen Helden! Die Mehrheit von denen hat jahrzehntelang die Augen vor den Realitäten verschlossen - auch in puncto Gesundheitswesen, das auf Rendite und "Effizienz" getrimmt wurde! Heute spielen diese die engagierten "Feuerwehrleute", die den Brand bekämpfen, den sie selbst legten. Und das Volk?! Huldigt diese immer noch und macht alles mit.

TodesSushi

"Es ist immernoch ein freier Markt.Niedrige Löhne kommen ganz einfach daher, dass zu viele Menschen den Job machen wollen/können"
Ihr Kommentar glänzt mit völliger Ahnungslosigkeit. Es gibt in der Krankenpflege keinen freien Markt. Hier bestimmen die Kassen was sie zahlen. Übrigens zu behaupten es würden viele Menschen in die Pflege gehen grenzt an Realitätsverweigerung

TodesSushi 11:45

„ Man sollte nicht vergessen dass sehr viele Reiche Menschen sehr sehr hart arbeiten, und zwar in berufen die fast niemand ausüben könnte.“

Dafür hätte ich jetzt gern konkrete Beispiele. BWLer haben wir wie Sand am Meer und Profi-Fussballer braucht kein Mensch.

11:45, TodesSushi

>>Man sollte nicht vergessen dass sehr viele Reiche Menschen sehr sehr hart arbeiten, und zwar in berufen die fast niemand ausüben könnte.<<

Ich kenne einige reiche Menschen.

Die Armen, die ich kenne, arbeiten im Durchschnitt entschieden härter.

Und ja, manche Reiche üben Tätigkeiten aus, die kaum jemand ausüben könnte.

Bzw. möchte.

Und zwar aus moralischen Gründen,

Regale befüllen

Also meine Tochter räumt die leergeräumten Regale jeden Tag bei Edeka wieder voll. Bei Mindestlohn. Würdigung?
Handschuhe und Maske selbst mitbringen.
Soviel zum Thema

Ihr sollt die nicht feiern sondern bezahlen!

Es ist kein Wunder, dass niemand da arbeiten will... bei der Arbeit und dem Geld dafür kann man besser Haare schneiden...

@ 11:45 Todessushi

Leider agieren die Pflegekräfte in einem nicht ganz freien Markt. Natürlich kann jeder entscheiden, ob er eine Stelle annimmt oder nicht. Aber leider haben wir Pflegekräfte darüber hinaus wenig Möglichkeiten höhere Löhne zu erstreiten.

Stellen Sie sich mal eine Situation vor, in denen sämtliche Pflegekräfte die Krankenhäuser komplett bestreiken würden.

Piloten streiken zur Urlaubszeit. Das ist sehr wirkungsvoll. Was meinen Sie? Sollten wir Pflegekräfte nach Ostern mal in einen Generalstreik treten und Gehaltsforderungen von 30% verlangen?

Georg Summerer 11:42

„ Wer war das doch gleich wieder der die Lebensmittel bzw die Rohstoffe dafür herstellt? Irgendwie ist mir der Name entfallen. Oder wächst das Zeug doch irgendwo in einer Dose oder im Supermarktregal oder auf einem LKW unter der Plane. Komisch, es fällt mir einfach nicht mehr ein. Ihnen etwa?“

Das ist jetzt aber schon der blanke Hohn, dass für die Agrarindustrie in solch einer Situation lobbyiert wird. Die Bauern haben kein unternehmerisches Risiko, da die Betriebskosten weitgehend über Subventionen des deutschen und europäischen Steuerzahlers gedeckt sind. Dazu hat die Bauernlobby gerade als einzige eine Lockerung des sinnfreien „Infektionsschutzes“ für tausende Lohnsklaven aus Osteuropa durchgedrückt. Satis est - es ist genug!

Brennt es irgendwo, die Feuerwehr

ist unser Held, zu Weihnachten die Krankenschwester wg. Heilig Abend, Sylvester die Polizei, oder die Psychiater bei einer Pandemie. Jeder ist wichtig, ohne Ausnahme. Die im Homeoffice arbeiten, damit es mit der Wirtschaft z.B. weiter geht, sind wichtig. Diese weinerliche, eventuell auf Sozialkompetenz hinweisende Fragestellung, empfinde ich als Farce.

um 11:45 von Minka04

"Was ist systemrelvant? Jede Arbeit hat ihren Sinn."

Nö, im Gegenteil. Es gibt zuhauf sinnlose Arbeiten, mit denen Menschen ihre Lebenszeit verplempern. Das ist aber so gewollt vom System. Zigaretten sind z. B. völlig sinnlos. Wäre die Menschheit vernünftig, würde man sie abschaffen. Alle Menschen, die in der Tabakindustrie arbeiten, machen Arbeit, die keinen Sinn hat. (viele Versicherungen, Werbung, ...)

@09:37 von morgentau19 - mehr Geld oder mehr Personal?

"Ich habe mich mit einer Krankenschwester und einer Altenpflegerin unterhalten.
Beide sagten mir, dass ein bisschen mehr Geld großartig wäre. Aber viel besser wäre, wenn es mehr Personal gäbe. Dann hätte man auch mal Zeit, ein Gespräch mit den Patienten/Alten zu führen!"

Das eine hat mit dem anderen zu tun!
Was stimmt: Wenn das Personal nicht so knapp wäre, wäre der Beruf nicht so stressig und unbefriedigend, und dann würden auch viele Ausscheider*innen wieder in den Beruf zurückkehren. Nicht wenige haben auch auf Teilzeit reduziert, um den Stress überhaupt auszuhalten.

dauerhaft gerechte Löhne

Traurig, dass es erst eine Corona-Krise braucht, dass unsere Regierenden die Realität der oft zu niedrigen Löhne wahrnehmen und zum Gesprächsthema machen.

Was nützen da Einzelprämien, es müssen dauerhaft gerechte Löhne her und dies sofort!

Einzelprämien erwecken bei mir nur den Eindruck, auf möglichst billige Art Wählergunst zu kaufen.

meine Güte

warum steuerfreie Bezüge , Arbeiten die Menschen mehr ... Blödsinn..
2018 war das heißeste Jahr .. kann mich nicht Erinnern dass Bauarbeiter die bei über 40 Grad unsere Straßen gemacht haben ... Steuererleichterungen bekommen haben ... jetzt wird so getan als ob Kassiererin oder Pflegekräfte die Helden sind.. dass ist Ihr Job
und übermenschlich Arbeiten gibt es nicht ... die Arbeiter in der Industrie müssen auch wenn die Krise vorbei ist Überstunden und Wochenende schieben .. die bekommen auch keine Entlastungen .... Liebe Politiker hört langsam auf die Steuergelder der Mittelschicht zu verpulvern ... jeder weiß warum .... Wahlen 2021

Helden der Arbeit

Liebe Helden!
Wenn die Gesellschaft euch nicht ausreichend mit Schutzkleidung ausstatten kann: geht nach Hause! Wir alle haben kalt lächelnd zugeschaut, wie ihr euch in den Pflegeheimen und Krankenhäusern kaputt gerackert habt. Nach der Pandemie wird sich nichts verändert haben, das Gesundheitssystem wird wieder nach marktwirtschaftlichen Kriterien heruntergespart werden, die Verkäuferin geht wieder mit einem Hungerlohn nach Hause, der Zweitjob wird Normalität. Seid Helden, lasst euch nicht mehr verheizen: geht nach Hause! Anders werden wir es nicht begreifen.

Unkhelden

um 11:24 von Möbius

"Sozialromantik

Aktuell hocken Manager, viele davon einflussreiche Alpha-Tiere untätig zu Hause (mangels zu steuernder Mitarbeiter)- zum Teil mit gekürzten Bezügen.

Währenddessen wird eine Supermarktkassiererin oder ein LKW Fahrer zum „Helden des Alltags“ verklärt. Diese Leute sind gerade wichtig.

Die besagten Manager und Entscheider aber sind „wichtiger“. Was glauben Sie, was ratzfatz passieren wird, wenn diese Krise vorbei ist ? Genau das !"

Daß Sie "wichtiger" schon in Gänsefüßchen setzen, ließe eine kritische Einstellung zum Umstand als Interpretation zu. Sie distanzieren sich aber von vernünftigen Erwägungen zugunsten höherer sozialer Gerechtigkeit mit dem Verweis darauf, daß sowieso alles beim Alten bleibt und diffamieren es als "Sozialromantik". Wo ist Ihre Position? Warum teilen Sie sich hier mit, wenn Sie keine haben? Ja, alle sind naiv außer den sarkastischen Durchblickern, die am Ende wieder Recht behalten haben. Nur mit Unken wird man kein Held.

Fakt ist,

dass ohne diese Menschen das Land still stehen würde und das nicht nur in der momentanen Krise. Von daher finde ich es eine Schande, dass sie SO wenig verdienen.

Jeder sollte seiner Leistung entsprechend entlohnt werden. Und diese Menschen leisten wirklich viel.

Ich persönlich wäre durchaus bereit, höhere Preise zu bezahlen.

Ich würde mir wünschen, dass - wenn die Krise vorbei ist - das auch umgesetzt wird, was heute so für Vorschläge kommen, und es nicht in Vergessenheit gerät, WAS diese Menschen leisten.

Streik erlaubt?

Interessant wäre es zu sehen, wenn die Grundversorgung jetzt mal für eine Woche oder seien es nur 2 Tage zusammenbricht.
Schon aufgrund von erhöhter Lebensgefahr in der momentanen Situation und den Mangel an Schutzvorkehrungen bei der Arbeit sollte man man vielleicht 2 Tage kollektiv zuhause bleiben.
Kein Laden offen, Krankenhäuser und Altenheime in Notbesetzung.
Kein Lieferdienstfahrer (auch die kommen zu den Kunden und rennen ungeschützt die Treppen hoch und runter für quasi nix), keine Stromversorgung, keine Störungsbehebung bei Telefon-und Internetausfall (wie informiert Ihr euch dann??) , vollgehunste öffentliche Toiletten, keine Busse und Bahnen, die fahren.

Wir bringen uns hier für euch in Gefahr und holen die Kohlen aus dem Feuer.
Eigentlich gibt es da nix zu diskutieren :
Mindestlohn auf 18€ rauf, Spitzensteuersatz angehoben, Soli bleibt bestehen.
Da gilt es nicht zu diskutieren sondern zu handeln!

Am 05. April 2020 um 11:24 von Möbius

"Aktuell hocken Manager, viele davon einflussreiche Alpha-Tiere untätig zu Hause (mangels zu steuernder Mitarbeiter)- zum Teil mit gekürzten Bezügen.
….
Die besagten Manager und Entscheider aber sind „wichtiger“."
#
#
Diese und Sie halten diese Manager für wichtiger. Ob das stimmt möchte ich bezweifeln. Jeder sieht das es für alle Menschen das wichtigste ist, das er täglich Nahrungsmittel bekommen kann.
Nicht jeder Manager oder Entscheider ist wichtig, auch wenn Sie das so sehen wollen.

@ 11:55 von sagen

Sie nehmen mir das Wort aus dem Mund, danke. Selbstverständlich muss Nachfrage und Qualifikation beim Gehalt berücksichtigt werden (und erzeugt nebenbei eine ungesunde Sogwirkung zuungunsten ärmerer Länder).

Das Grundproblem ist, dass uns der Mittelstand wegbricht mit Löhnen zwischen drei- und fünftausend Euro.

Geringverdiener zahlen nahezu keine Steuern und sehr Reichen stehen unzählige Steuervermeidungsmodelle zur Verfügung.

Wenn wir eines aus dieser Krise hinüberretten, sollte es die konsequente Reduzierung der immer weiter auseinanderklaffenden Einkommensschere sein.

Es ist ein reines Ablenkungsmanöver, sich jetzt auf Berufe zu kaprizieren, die es in einer Generation dank der Automatisierung ohnehin nur noch in sehr reduziertem Umfang geben wird. Kaufen Sie einmal in einem großen französischen Supermarkt ein - Kassierer(innen) werden zunehmend durch das Selbstscannen ersetzt.

Wertschätzung gebührt dem Menschen, nicht seinem ausgeübten Beruf.

um 12:15 von Giselbert

>>
Was nützen da Einzelprämien, es müssen dauerhaft gerechte Löhne her und dies sofort!

Einzelprämien erwecken bei mir nur den Eindruck, auf möglichst billige Art Wählergunst zu kaufen.
<<

Bei der Argumentation fehlt mir die Logik. Einerseits stehen überhaupt keine Wahlen an. Andererseits würde die Beeinflussung von Wahlen, wie Sie sie fürchten, bei einer dauerhaften Erhöhung ja noch viel größer sein.

Jeder Beruf ist systemrelevant !!!

Systemrelevanter Beruf sollte zum Unwort des Jahres gekürt werden. Gibt es etwa Berufe die keine systemrelevanz besitzen?! Gibt es Menschen die sinnlose Arbeit verrichten?! ... Jede Mensch verrichtet sinnvolle Arbeit! Es mag sein, dass gewisse Berufe subjektiv mehr oder weniger sinnvoll erscheinen. Aber solange jemand gewillt ist hierfür zu bezahlen, hat diese Arbeit auch für jemanden eine Relanz ... Ob Berufe unter oder überbezahlt werden ist dabei eine ganz andere Diskussion!

@ 12:09 von Träumerhabenverloren

Wo erleben Sie in der Diskussion etwas "weinerlich"? Kann es sein, dass Sie (noch) nicht so richtig in Kontakt sind mit der derzeitigen Situation?

Und wieder werden nur eine handvoll Menschen gesehen...

Da stellt sich mir doch sofort die Frage, was mit den anderen Menschen ist, die täglich wertvolle Arbeit an der "Front" leisten (mit unzureichender Schutzausrüstung). Z.b. Sozialarbeiter in Kinderheimen, Frauenheimen, Suchthilfe, Kita und Co? Alle, die gerade Kontakt zu vielen Menschen haben müssen.

Pflegeausbildung

Seit den 1990er Jahren hat das Arbeitsamt und jetzt die Bundesagentur für Arbeit in großer Zahl Arbeitslose zu Altenpflegern ausgebildet. Nur ein kleiner Teil hat diesen Beruf aus voller Überzeugung gewählt. Für viele Menschen ist dieser Beruf nicht sonderlich attraktiv. Das zeigt zweierlei:

Viele der heutigen Altenpfleger haben sich den Beruf nicht hart auf dem ersten Bildungsweg erarbeitet (das erklärt auch das ständige Klagen und die hohen Krankenstände).

Wenn ein Beruf so unattraktiv ist, sollte man wirklich an der Bezahlung, am Betreuungsschlüssel und an der Bürokratie (QM, Heimaufsicht etc.) arbeiten.

Systemrelevant-was für ein

Systemrelevant-was für ein Unsinn! Jetzt werden von einigen Foristen brummifahrer zu Helden hochstilisiert, während Politiker scheinbar überflüssig sind. Vor ein paar Jahren war noch die Banken systemrelevant, scheint aktuell nicht der Fall zu sein.
Ist das wieder so ein stammtisch gefasel, wo der Maurer die „eigentliche Arbeit“ macht (Steine aufeinander legen), während der „ inteluktelle stutierte Arckitekt“ nur die Made im Bauprojekt ist (Striche aufs Papier machen)?! Müssen sich jetzt Floristen, Gartenlandschaftsbauer und Sozialwissenschaftler warm anziehen?
Wenn ich so etwas lese, belege ich bald auch ein Intensiv-Beatmungsbett…

Freier Arbeitsmarkt: Sollte zu höheren Löhnen führen!

@11:45 von TodesSushi Bei 5000€/Tag (Merz für seine nicht erfolgreiche Arbeit für NRW-Bank) gäbe es in absehbarer Zeit keine Mangelberufe mehr.
Mit solider Arbeit allein werden Sie nicht Milliardär.
In allen Fällen, die mir bekannt sind, war - oder ist immer noch - etwas in der Biografie, was mir zeigt, mit meiner ethischen Einstellung werde ich nicht dazu gehören.

Sehr geehrte/r Sebbelinho84,

Sehr geehrte/r Sebbelinho84, lobby für die Agrarindustrie? Sie haben nichts, aber schon gar nichts kapiert. Genauso wie sie auf Pfleger, Lastwagenfahrer, Regaleinräumer ,Müllfahrer und sonstwer hinabblicken oder hinabgeblickt haben, machen Sie es bei Bauern.
Bei uns gibt es einen Spruch, und dieser ist mir eben bei dieser Diskusion um die Wertschätzung von unbeliebten Berufen eingefallen: Wo man hinspuckt, muss man eines Tages wieder zusammenlecken.
Wie wahr, wie wahr!

Nur ein Dankeschön...

Es ist endlich an der Zeit diesen Leuten mehr als ein Dankeschön zu sagen oder eine einmalige Zahlung zukommen zu lassen... Denn für ein Dank, kann man sich nichts kaufen oder macht das tägliche Leben nicht leichter.. Auch wenn das Dank von Herzen kommt..

08:19 von skydiver-sr

"Jeder ist systemrelevant...
auch der Banker der den Geldautomaten am laufen hält ist wichtig."

.-.-.-

Das Thema des Artikels - wenn ich das richtig verstanden habe - sind diejenigen Arbeitskräfte, die ihre Gesundheit dadurch gefährden, dass sie ihre Arbeit weiterhin ausführen.

Dass sie anständig bezahlt werden, ist selbstverständlich.

Gewisses Magengrimmen bekomme ich, wenn sie Extra-Zulagen erhalten.
Das würde ja heißen, dass das Eingehen eines Risikos "gekauft" wird.

Solche gekauften "Helden" möchte ich nicht am Krankenbett haben, ehrlich gesagt. Dann lieber ohne sie sterben.

Ich finde es immer zynisch

Ich finde es immer zynisch sich für etwas zu bedanken, bei dem den Gedankten keine Wahl gelassen wird ...

12:09 von Träumerhabenverloren

"Jeder ist wichtig, ohne Ausnahme"

,.,.,.,

Ja.

Aber das ist hier nicht das Thema.

Es geht im Artikel um die, die sich durch ihren Job gesundheitlich gefährden, indem sie sich nicht so wie wir alle - 1,5 m Abstand, keinen Austausch mit mehr als 1 Person - an diese Schutzregeln halten können.

Es sind doch die SPD-DGB Gewerkschaften ...

... die in diesem Punkt versagt haben.

Als verlängerter Arm der damaligen SPD-Grünen Regierung unter Schröder/Fischer haben die Gewerkschaften den Ausbau des Niedriglohnsektirs gefördert.

Nicht nur wurde in allen Mitgliedsgewerkschaften des DGB, insbesondere bei der vom Grünen Bsirske geleiteten Ver.di die "Lohnzurückhaltung" propagiert und Netto-Tarifabschlüsse teils UNTER der Inflationsrate angestrebt.

Nein, es wurde auch verhindert, dass in Mangelberufen wie der Pflege sich ein höheres Lohnniveau etablierte, indem Gewerkschaften im Verbund mit SPD und Grünen die massenhafte Anwerbung von billigen Arbeitskräften aus dem Ausland durchgesetzt haben um Arbeitgebern niedrige Löhne auf Dauer zu sichern

Neiddebatten ...

... führen nach meiner Beobachtung im diejenigen, welche sich für etwas Besseres, für so viel gebildeter halten,
die herablassend, verachtend und arrogant auf andere herabschauen. In mindestens einer Bildungsrichtung versagen sie kläglich - in Sozialkompetenz.

Die Arbeit von LKW-Fahrer*innen, Verkäufer*innen, Kassierer*innen, u.v.m. trägt wesentlich zur Wertschöpfung bei, sonst säßen alle Produzenten auf ihren Waren, also kein Umsatz, kein Gewinn.
Allerdings ein Aufsichtsratsmitglied, das so nebenbei das 10-fache oder mehr vom Gehalt der Niedriglöhner kassiert, trägt überhaupt nicht zu Wertschöpfung bei.

Und die Neiddebattierer*innen halten solch Job vermutlich nicht mal eine Woche aus.

Schämen sollten sich diede Leute!

Leider

erzeugen nur Arbeiter im Kapitalismus Wert. Der Rest der Republik lebt genau davon.
Wird von vielen gerne vergessen.
Genau das zeigt sich deutlich in der Krise!
Kapitalismus ist Abschöpfung von Mehrwert, der durch Arbeiter erzeugt wird.
Im Gegensatz zu den Arbeitern stehen Unternehmer oder Akademiker halt hintenan.

12:16 von OK_Tiomkin

"Liebe Helden!
Wenn die Gesellschaft euch nicht ausreichend mit Schutzkleidung ausstatten kann: geht nach Hause!"

,.,.,.,

Sie gehen aber nicht nach Hause.
Weil sie wissen, dass sie gebraucht werden.

Egal, ob hiesige User anders handeln würden.

@ fat slim

Ihre kryptologischen Ergüsse bleiben mir schleierhaft.

Schreiben Sie doch einfach mal wahr und klar, als nur nebulös Andeutungen zu machen.

Ich danke...

... allen Menschen, auf die auch in schwierigen Zeiten Verlass ist! Und ich freue mich, dass der Staat und auch die Arbeitgeber dies auf breiter Basis honorieren. Darüberhinaus erkennen auch die Bürger diese Leistung an.(bis auf höhere Preise für höhere Löhne) Danke!

Was für ein widerlicher Aktionismus...

Dass viele Menschen mit Einsatz und Engagement über Ihre Grenzen derzeit hinausgehen wird niemand bestreiten. In der Situation, in der noch vollkommen unabsehbar ist, wie viele Tote es noch geben wird oder wie viele Existenzen ruiniert sein werden, mit Belohnungen zu winken ist einfach nur blanker Aktionismus. Bekomme ich morgen auch eine Sonderzahlung für einen geliebten an Covid-19 verstorbenen Menschen? Auch aus der Perspektive derer welche Ihre Existenz verlieren ist das ein Schlag ins Gesicht. Solidarität lässt sich nicht kaufen Frau Esken und Motivation sowie tiefe Dankbarkeit hat nichts mit einem Betrag x zu tun.

12:09 @Träumerhabenverloren ... Sozialkompetenz

Eine Diskussion wie diese offenbart drastisch, traurig, dennoch auch hoffnungsvoll, wie es um die Sozialkompetenz - zumindest hier im Forum - bestellt ist.

Sie offenbart, wie die Teilnehmer mit Menschen umgehen, was ihnen Menschewürde bedeutet und einiges mehr.

"Träumer haben verloren" ... nur die,
die das Licht am Ende eines Tunnels nicht sehen. Bleiben Sie gesund.

12:35 von tagesschlau2012

@11.24 Möbius : Die besagten Manager und Entscheider aber sind „wichtiger“."
#
#
Sie: "Diese und Sie halten diese Manager für wichtiger. "

Haben Sie die Anführungszeichen übersehen?

Meiner Meinung nach sind Manager genauso wichtig wie Bandarbeiter oder Krankenschwestern oder Lehrer (nach Belieben fortsetzen). Die entscheidende Frage ist die nach der gerechten und angemessenen Bezahlung. Und da habe ich bei dem einen oder anderen "Manager" so meine Zweifel, bei der Krankenschwester übrigens auch, wenn auch aus anderen Gründen.

@fatherland slim @Hamlet in Deutschland

Hamlet in Deutschland hat mit seinen Hinweisen auf die mangelnde Prävention durch die zuständigen Stellen schlicht recht. Hier zeigt sich, dass die Binsenweisheit "Vorbeugen ist besser als heilen" richtig bleibt. Für die Zukunft sollten wir daraus lernen.

@ fat slim

Ihr Reichen Bashing ist mal wieder völlig fehl am Platze.

Weder Bill Gates, Jeff Bezos oder Steve Jobs waren moralisch fragwürdig. Von ihrem unternehmerischen Erfolg profitieren wir alle.

Dass der wirtschaftliche Erfolg sehr ungleich verteilt ist, verdanken wir Politikern wie SPD Mann Gerhard Schröder, der den Spitzensteuersatz gesenkt, den Finanzmarkt dereguliert und Lohn- und Rentennieveau für weite Teile der Gesellschaft gedrückt hat.

Sein Vorgänger Helmut Kohl hat dies aus sozialem Anstand nie gemacht.

Aber einem Linken wie Ihnen ist dies ja alles egal.

ich warte übrigens immer noch darauf.

wann der erste moderator/redakteur einen der vielen aus dem bundestag kommenden teilnehmer*in der sog. "expertenrunde" mal fragt, wie es sein kann, dass die politik solidarität fordert, man aber selbstnicht bereit ist, ein zeichen zu setzen und auf die diätenerhöhung zu verzichten.

Die Helden von heute sind bald vergessen

Die heute so hochgelobten Kassierer, Pfleger und Krankenpfleger sind nach der Krise bald vergessen. So war es immer schon und so wird es immer bleiben. Den Worten werden keine Taten folgen.

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