Ihre Meinung zu: 470.000 Betriebe zeigen wegen Corona-Krise Kurzarbeit an

31. März 2020 - 15:31 Uhr

In der Corona-Pandemie haben fast eine halbe Million Betriebe Kurzarbeit angezeigt. Die Krise dürfte massive Auswirkungen haben - die Bundesagentur für Arbeit rechnet mit bis zu 200.000 zusätzlichen Arbeitslosen im April.

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Kommentare

Mich beunruhigen

eher so aussagen wie: ein finanzielles Limit gibt es nicht...
Das ist ja aktuell die Devise aller Staaten der Welt! Aber wer glaubt dass das keine Auswirkungen haben wird, wird sich noch umschauen m.M.n.!
Ich denke wir schlittern auf eine riesige Inflation zu. Man kann nicht mit Gelddrucken alle Probleme lösen! Diese Schulden müssen irgendwann bedient werden! Den IWF freuts ja schon...

Kurzarbeit - ein bewährtes Instrument

Auch wenn die Lage düster ist, ist es beruhigend zu sehen, dass in Deutschland wirksame Instrumente zur Verfügung stehen, die schlimmsten Folgen abzumildern.

Überhaupt, wenn man sich ansieht, wie unsere Politiker (von CSU bis Linkspartei) in dieser schwierigen Lage agieren, dann kann man nur froh sein, hier zu leben.

Bei aller häufig berechtigten Kritik, haben wir es mit unseren politisch Verantwortlichen gerade ziemlich gut getroffen. Von den Unfähigen aus aller Welt, die gerade ihre Länder an die Wand fahren, wünsche ich mir jedenfalls niemanden hier.

Nun ja

Ein Virus nicht gefährlicher als die Grippe lässt Deutschland die Schrecken der Weltwirtschaftskrise wieder erleben. Danach bei wohl 9 Mio Arbeitslosen schlägt die Stunde der extremen Parteien.

Rücklage

"Es gebe derzeit keine Überlegungen, die höheren Ausgaben mit Hilfe einer Beitragserhöhung bei der Arbeitslosenversicherung gegenzufinanzieren. Die Bundesagentur habe in guten Zeiten solide gewirtschaftet und eine Rücklage angehäuft."
"Derzeit" ist ein äußerst flexibel anwendbarer Begriff. Es wäre wünschenswert, aber nicht wirklich realistisch. Ich persönlich gehe von einer erheblichen Steigerung aller Sozialabgaben, insbesondere der Kranken- und Pflegeversicherung nächstes Jahr, spätestens nach der BT Wahl,aus. Gleichzeitig werden Nullrunden ausgehandelt.
Die Konsumfreudigkeit, die nach der Krise nötig wäre um die Wirtschaft zu pushen wird wie gehabt auf Seiten der Reichen zu finden sein.

rer Truman Welt

Es ist kein Geheimnis, daß die Anzahl der Kurzarbeiter in die Millionen schnellen wird. Die 26 Milliarden an Rücklagen der Bundesagentur für Arbeit sind in kürzester Zeit dahin geschmolzen. Die belastete Wirtschaft dann gleich mit höheren Beiträgen zur Arbeitslosenversicherung zu kommen, halte ich für kontraproduktiv. Die Gelder für Zuschüsse werden ebenfalls wie Butter in der Sonne schmilzen. Ein Staatshaushalt kann keine 4 Billionen Wirtschaft mit 200 - 30ü Zusatz Milliarden retten, das ist Blödsinn!
Die Politik muss jetzt entscheiden, spätestens nach Ostern das Leben mit Abstand zu normalisieren oder einer massiven Rezession "auf Sicht""entgegen zu steuern.2,8% - 5% Rückgang der Wirtschaft sind Träumereien der 3 "Wirtschaftswaisen". Interessant bei deren Prognose ist übrigens, daß sie m. W. keine Prognose zur Inflation der nächsten Jahre machen. Mir erscheint diese Prognose mehr aktuelle Politikunterstützung zu sein als realitätsbezogen.

Nun ja

Eine Gruppe italienische Politiker wirbt in einer ganzseitigen Anzeige in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ für die „Corona-Bonds“ - kritisiert die Niederlande hart für ihre ablehnende Haltung, appelliert an Deutschlands Verantwortung und Solidarität.
Die Autoren erinnern an die deutschen Weltkriegsschulden, konkret: an das Londoner Schuldenabkommen von 1953, als 21 Länder Deutschlands Schulden halbiert und den Rest gestundet hätten.
Wohl bekomm‘s

um 15:41 von tagesschlau1

"Aber wer glaubt dass das keine Auswirkungen haben wird, wird sich noch umschauen m.M.n.!"

Wer glaubt denn, dass es keine Auswirkungen gibt? Ich kenne niemanden.

"Ich denke wir schlittern auf eine riesige Inflation zu."

Abwarten, es gibt im Moment sowohl einen Angebots-Einbruch (inflationsfördernd) als auch einen Nachfrage-Einbruch (deflationsfördernd). Ich bin ziemlich optimistisch, dass wir Ähnliches erleben werden wie nach 2009: einen kurzen, heftigen Einbruch gefolgt von einem langen Aufschwung.

Bangemachen gilt nicht!

jetzt weiß ich´s genau

15:41 von tagesschlau1
Mich beunruhigen eher so aussagen wie: ein finanzielles Limit gibt es nicht...
//
15:51 von mannigfaltig
wenn man sich ansieht, wie unsere Politiker in dieser schwierigen Lage agieren,
dann kann man nur froh sein, hier zu leben.

Hinweis auf Modellerchnungen

Der Kommentar "31. März 2020 um 14:50 von spax-plywood" ist sachlich falsch: Man vergleiche die Kurven zur Modellrechnung des RKI. An der Ordinate ist die Zahl der Erkrankten AM JEWEILIGEN DATUMS-TAG (Datum ist nämlich die Abszisse)angetragen; die beiden Kurven müssen auch keineswegs den gleichen Flächeninhalt haben. Die Fläche ist das Integral über die jeweilige Verfahrens-Kurve und stellt die Gesamtzahl der Erkrankten dar. Die muß aber keineswegs in allen Verfahren gleich sein. Erst wenn man davon ausgeht, daß grundsätzlich ALLE erkranken, dann ist die Zahl natürlich gleich - nämlich die Gesamtbevölkerung. Zu den FAKTEN sollte man lieber die Originale ansehen.

Deutschland...

...steht dank einer nachhaltigen Finanzpolitik sehr gut da und hat mit seinen Instrumenten bereits während und nach der Finanzkrise bewiesen, wie handlungsfähig der Staat sein kann. Wir werden dagegen erleben, wie gerade Staaten, denen die defizitäre Haushaltspolitik vor der Corona-Krise schon Schwierigkeiten bereitet hatte, jetzt erst recht ins Trudeln geraten werden.

Das Problem dabei wird jedoch nicht eine neu aufkommende Finanzkrise sein, die die EU mit den Stabilitätsmechanismen inzwischen besser händeln kann als noch zu Zeiten der Finanzkrise. Das Problem werden die Populisten sein, die nach dem Virus die Schuld für die Schulden wieder den anderen in die Schuhe schieben werden und dann auch noch massig Zulauf durch Wähler erfahren, die nur allzu gerne darauf reinfallen. Denn Schuld sind immer die anderen!

Ich gehe jede Wette ein, dass Salvini und Co. schon wieder in den Startlöchern stehen und die ungeliebte EU mit Falschbehauptungen überschütten werden!

@tagesschlau1, 15:41

Mich beunruhigen eher so aussagen wie: ein finanzielles Limit gibt es nicht...

Würde Sie ein finanzielles Limit beruhigen? Und bei welcher Summe würden Sie es ansetzen?
Kurzarbeitergeld ist eine Solidarleistung, bezahlt aus den Geldern von Beschäftigen und Arbeitgebern (deren Anteil natürlich letzten Endes auch von den Arbeitnehmern bezahlt wird). In einer solchen Krise genau das richtige Instrument. Die Arbeitsplätze bleiben erhalten, anstatt dass alle gefeuert werden, die man grad nicht braucht. Und das erneute Anfahren der Produktion hinterher ist erheblich leichter.
Selbstverständlich müssen wir die wirtschaftliche Delle, die jetzt durch den Stillstand entsteht, irgendwann wieder ausbügeln. Höhere Preise und eine steigende Inflation sind da schon ausgemachte Sache. Das ist aber nun mal unvermeidlich.

Kurzarbeitergeld scheint ja

Kurzarbeitergeld scheint ja ein probates Mittel in schweren Zeiten zu sein.
Aber verwunderlich finde ich die ganze Sache schon - gerade bei einem der wohlhabendsten Länder der Welt.
Es gab mal Zeiten, da wurde gespart. Da hat sich jeder etwas für schlechte Zeiten zurückgelegt. Da hieß es: 'Spare in der Zeit, dann hast du in der Not.'
Das scheint heut nicht mehr vermittelbar - und das gilt sowohl für Firmen als auch für Privatpersonen.
Es muss doch wohl möglich sein, mal ein Vierteljahr ohne Einkommen zu überleben.
Aber das muss dann auch für alle gelten. Dann werden in dieser Zeit eben keine Mieten gezahlt und keine Kredite zurückgezahlt. Das muss doch für einen überschaubaren Zeitraum drin sein - ohne dass der Staat Hunderte von Milliarden Euro an Schulden macht.

@mannigfaltig

Es geht mir nicht um Bange machen oder Panik verbreiten! Ich bin auch kein Experte in Sachen Finanzsystem und Börsen. Aber es ist mein Empfinden. Deswegen schrieb ich extra - meiner Meinung nach...
Das was du schreibst dachte ich auch schon! Das nichts groß passiert und die Rally der Börsen weiter geht. Nur habe ich aktuell ein anderes Gefühl.
Werden es erleben! Lasse mich gerne eines besseren belehren!

Am 31. März 2020 um 15:41 von tagesschlau1

>>ch denke wir schlittern auf eine riesige Inflation zu. <<

Das Gesparte auf den Konten (Sparbüchern , Lebensversicherungen) wird am Ende nur noch 60% der jetzigen Kaufkraft haben. Das wird die geburtenstarken Jahrgänge, die sich etwas für ihre Rente zurückgelegt haben, besonders treffen. Und die geburtenstarken Jahrgänge gehen bald in Rente.

@tagesschlau1, 15:41

"Mich beunruhigen eher so aussagen wie: ein finanzielles Limit gibt es nicht..."

Dieses "Limit" gibt es tatsächlich nicht. Denn Geld ist (bildlich gesprochen) entgegen eines offenbar weitverbreiteten Irrglaubens nicht etwa etwas Physisches bzw. "Festes", „Vorhandenes“, das in irgendwelchen Töpfen, Schatullen oder „Haushalten“ seiner "Verteilung" harrt (durch wen auch immer), sondern ein reines "Steuerungsinstrument" in der Wirtschaft, das für alle da ist und dessen sich daher alle bedienen können (oder besser gesagt: da sein sollte/bedienen können sollten).

16:07 von DB_EMD

dass Salvini und Co. schon wieder in den Startlöchern stehen und die ungeliebte EU mit Falschbehauptungen überschütten werden!
.
das sind Dinge welche aktuell die (italienische) Welt bewegen ...

Wie bei der Bankenrettung ist Solidarität gefragt,

für die sich dann Konzerne wie Adidas oder Deichmann bedanken werden.

@Sisyphos3 16.03

Seien Sie doch froh, hier können Sie sich noch das aussuchen, das Ihnen besser passt;-)
Nur wie realistisch Aussagen sind "ein finanzielles Limit gibt es nicht" das hätte ich schon mal gern erklärt.
Alles hat nämlich seinen Preis- höhere Steuern, höhere Schulden, höhere Inflation- oder eine ungute Mischung aus Allem. Nur ganz Wirklichkeitsfremde glauben, das gäb's umsonst von irgendwo her. Wie Mannah vom Himmel?

um 16:07 von DB_EMD

"Das Problem werden die Populisten sein, die nach dem Virus die Schuld für die Schulden wieder den anderen in die Schuhe schieben werden und dann auch noch massig Zulauf durch Wähler erfahren, die nur allzu gerne darauf reinfallen. Denn Schuld sind immer die anderen!"

Ich teile Ihre Ansicht, dass die Populisten versuchen werden, aus der Krise Kapital zu schlagen. Ich bin aber optimistisch, dass denen das nicht gelingen wird.

Niemand wird diesen komischen Vögeln mit ihrem Flügel vertrauen. Die beschäftigen sich doch gerade bloß mit einer Frage: enthalten oder spalten?

15:53 @Sternenkind ... Grippe

"Ein Virus nicht gefährlicher als die Grippe ... "
Das mag auf Ihrem Stern so sein, auf der Erde ist es anders, diese faktenbasierte Erkenntnis, dass das Coronavirus nicht mit Influenca zu vergleichen ist, hat sich auf der Erde auch durchgesetzt.
Sie dürfen natürlich gern den "Wissenschaftlern" vom anderen Stern glauben, doch selbst für Nicht-Virologen wie mich ist wenig überzeugend, was diese Leute behaupten.

Allerdings gebe ich Ihnen recht, die wirtschaftliche Lage wird sich extrem verschlechtern.

Wer zahlt am Ende?

Wer zahlt eigentlich am Ende das Kurzarbeitergeld?
Herr Heil?
Die Arbeitslosenversicherung?
Die Bundesregierung?
Die EU?
Die EZB?
Nein.
Wir die Steuerzahler, also auch die die mal kurz Kurzarbeitergeld bekommen und dann? oder auch die Rentner und seriösen Anleger die versuchen vorzusorgen-
Enteignet über eine Währungsentwertung, Rentenkürzung etc.

Finanzielles Limit

Es gibt kein finanzielles Limit heißt im Umkehrschluss: Geld was unbegrenzt "verschenkt" wird, ist auch nichts wert!

Das was man an Geld zuhause hat ist damit ebenfalls nicht mehr wert, als sein Heizwert oder dient maximal noch als unhygenischer Klopapierersatz. Als Produzent einer Ware oder Dienstleister würde ich mich jetzt fragen ob ich meine Ware auf dem Markt gegen dieses "Geld" feilgeben sollte oder ob ich doch lieber gegen Werte (Immobilien, Gold Nahrung, Dienstleistung ....) tausche.

@mannigfaltig

Ich stimme voll und ganz zu. Wenn ich auch mit unserer Regierung eher weniger oft einer Meinung bin machen die Damen und Herren im Augenblick einen hervorragenden Job. Den ich sicher nicht gerne selbst hätte. Hier werden Entscheidungen getroffen, auf schwacher Datenbasis, die Auswirkungen für die nächsten 10 Jahre haben werden.

Ich bin auch froh, dass wir viele Experten haben, die aus der Situation heraus diskutieren können, auch wenn nicht alle der selben Meinung sind. Um die beste Lösung zu finden.

Auch, dass der Bevölkerung nicht die Revolution und das Misstrauen gegen die Regierung in der DNA steckt, wie man vor der Krise ja von einer politischen Strömung weiß gemacht werden wollten. Besonnenheit breitet sich aus.

Bleibt gesund!

@ Sternenkind

"Die Autoren erinnern an die deutschen Weltkriegsschulden, konkret: an das Londoner Schuldenabkommen von 1953, als 21 Länder Deutschlands Schulden halbiert und den Rest gestundet hätten." Am 31. März 2020 um 15:59 von Sternenkind

*

Mit dem Erinnern ist das so eine Sache.

Die wievielte Gelegenheit ist das jetzt, dass diese Autoren daran erinnern?

Irgendwann kann man das nicht mehr hören.

*

Es hat auch einen blöden Beigeschmack, wenn das das einzige Argument ist.

Man könnte auch argumentieren, dass die Folgen für die europäische Wirtschaft ohne sonst viel schlimmer wären, dass das von Vorteil für beide Seiten ist, da jeder etwas davon hat, auch wenn es etwas dauert...

Aber "Gib mir was, weil mein Großvater deinem was gegeben hatte"... Na ja.

*

PS. Wenn Italien damals Deutschland Teil der Schulden erlassen hatte wundert mich, dass es italienische Gastarbeiter nach Deutschland zog und nicht umgekehrt.

15:59 von Sternenkind

schon gestern hat unser französischer freund in italienischen zeitungen das gleiche gefordert. macron hat aber königin maxima unbehelligt gelassen und nur deutschland hartleibigkeit vorgeworfen

16:15 von deutlich

Nur ganz Wirklichkeitsfremde glauben, das gäb's umsonst von irgendwo her. Wie Mannah vom Himmel?
.
schauen sie nicht so negativ in die Zukunft
war da nicht mal was
"sie säen nicht sie ernten nicht
und unser himmlischer Vater ernährt sie doch"

also ein wenig mehr Gottvertrauen in diesen Zeiten :-)

16:15, deutlich

>>@Sisyphos3 16.03
Seien Sie doch froh, hier können Sie sich noch das aussuchen, das Ihnen besser passt;-)
Nur wie realistisch Aussagen sind "ein finanzielles Limit gibt es nicht" das hätte ich schon mal gern erklärt.
Alles hat nämlich seinen Preis- höhere Steuern, höhere Schulden, höhere Inflation- oder eine ungute Mischung aus Allem. Nur ganz Wirklichkeitsfremde glauben, das gäb's umsonst von irgendwo her. Wie Mannah vom Himmel?<<

Geld ist eine zu 100% menschengemachte Größe. Ein Steuerungs- und Belohnungssystem. Nicht mehr und nicht weniger.

16:21 von gully

ob ich meine Ware auf dem Markt gegen dieses "Geld" feilgeben sollte oder ob ich doch lieber gegen Werte (Immobilien, Gold Nahrung, Dienstleistung ....) tausche.
.
.... oder gegen Klopapier :-)
Schnaps, Rauchwaren ... und an welche Art Dienstleistungen dachten sie denn so

Verhältnismäßigkeit

Es ist in kurzer Zeit vieles auf den Weg gebracht worden um die wirtschaftlichen Folgen abzufedern. Das ist erstmal gut so!
In der aktuellen politischen Debatte erschrecken mich aber die Denkverbote gegen Überlegungen, wie wir kurz- bis mittelfristig wieder zu mehr Verhältnismäßigkeit kommen.
Es braucht ein durchdachtes Ausstiegsszenario. Wirtschaftliche Betätigungs- und persönliche Bewegungs-Einschränkungen müssen schrittweise aufgehoben und durch zielführende Schutzmaßnahmen ersetzt werden:
1.) Nutzung des Mobiltelefons zur Ermittlung von Kontakten zu Infizierten. Und zwar ohne Zustimmung des Einzelnen aber mit Kontrolle und Auflagen zur Datennutzung. Wenn eine Datenbank weiß, wo ich mich in den letzten Wochen aufgehalten habe ist das immer noch besser, als wenn ich gar nicht aus dem Haus darf!
2.) Mundschutzpflicht an öffentlichen Orten. Und zwar zunächst selbstgebastelte Varianten um nicht mit dem Gesundheitssektor zu konkurrieren, parallel Hochfahren lokaler Produktion

Da springen natürlich alle

Da springen natürlich alle auf, denen es schon vorher nicht gut ging.

@ 15:53 von Sternenkind

Ich kann diesen Unsinn von wegen, der Virus sei nicht gefährlicher als eine Grippe, nicht mehr hören?
Bei welcher Grippewelle der letzten Jahre gab es denn dermaßen viele Intensivfälle, mit Zwangsbeatmung, die unsere Krankenhäuser überlasten konnten?
Erzählen Sie das doch mal den Menschen in Norditalien, die alle entweder jemanden kennen, der an diesem Virus gestorben ist, oder auf der Intensivstation war. Sie denken garantiert anders darüber, wenn ihr Krankenhaus ihnen oder ihren Eltern erklären muss, dass sie nicht behandelt werden können, weil kein Platz frei ist.
Ich bin selbst Unternehmer, aber ich würde niemals für meinen finanziellen Profit die Gesundheit meiner Mitarbeiter oder deren Angehörige gefährden - und mit dieser Einstellung bin ich zum Glück nicht die Ausnahme.
Wir werden diese Krise meistern - auch dank unserer umsichtigen Regierung.

Spruch des Tages!

"..Journalisten in der Lage seien, ihren Beruf frei und präzise auszuüben."
EU Kommissionspräsidentin

Spruch von morgen!

"...Politiker in der Lage seien, ihren Beruf frei und ohne die Unwahrheit zu sagen auszuüben."
na wer traut sich morgen?

Interessante These

Warum sollte es nach dem Abflachen der Pandemie 9 Mio. Arbeitslose, ich vermute die BRD ist gemeint, geben? Ich meine mich zu erinnern, daß wir seit Jahren einen massiven Fachkräftemangel beklagen. Die Wirtschaft wird sich auch auf Grund des exzellenten Krisenmanagements wieder erholen, auch wenn das natürlich Zeit benötigen wird, reine Schwarzmalerei hilft niemand weiter, auch nicht die Suche nach vermeintlich Schuldigen nicht.

@16:07 von DB_EMD

Auch wenn Deutschland im relativen Ländervergleich gut da steht kann man bei absoluter Betrachtung nicht davon sprechen das Deutschland finanziell gut dasteht. Man braucht sich nur mal die Prokopfverschuldung anschauen um zu sehen das es schlecht bestellt ist. Eine schwarze Null ist auch kein Prädikatssiegel für gute Finanzpolitik.

Zweitens die "neu aufkommende Finanzkrise": Diese war seid 2008 nie vorbei sondern wurde mit immer mehr Drogen (zb neue Schulden, Bonds, Papiere) unbemerkt weiter aufgebläht. Diese Blase wäre irgendwann sowieso geplatzt ... durch den Virus geht s jetzt halt bischen schneller. Für den massiven Ausbruch des Virus kann niemand was aber für die Finanzpolitik die die Jahre vorher betrieben wurde schon!

Am 31. März 2020 um 16:34 von Dr. Dr. Sheldon...

Jedes Menschenleben, welches ich durch den Lockdown rette, gefährdet Menschenleben durch die wirtschaftlichen Folgen.

"Menschenleben retten" bedeutet letztendlich, dass man die Lebenserwartung eines Menschen verlängert (der sowieso irgendwann stirbt, das Leben ist zu 100% tödlich!). Arbeitslosigkeit und Hartz IV verringern die Lebenserwartung der Betroffenen, das weiß jeder Soziologe. Einmal abgesehen von den Menschen, die wegen sozialer Isolation im Altenheim sterben, denjenigen, die auf die Tafel angewiesen sind, den Obdachlosen etc. Daher werden Menschen durch den Lockdown sterben. Der jetzige Zustand bedeutet also, dass man Menschenleben opfert, um andere zu retten.

Da man eigentlich keine Menschenleben miteinander aufrechnen darf, so die Ethik, ist der jetzige Zustand ethisch überaus heikel und zynisch, da bewusst Menschen zugunsten anderer geopfert werden.

Jeder, der glaubt, der Lockdown sei nötig, soll bitte einmal erklären, wie man aus diesem ethischen Dilemma herauskommt.

Die Hoffnung stirbt zwar

Die Hoffnung stirbt zwar zuletzt, aber wenn überall von einem Impfstoff die Rede ist, der demnächst auf dem Markt sein soll, dann muss daran erinnert werden, dass bspw. nach einer effektiven und erfolgsreichen Therapie gegen Aids seit 35 Jahren geforscht wird, mit bescheidenem Erfolg.

Vielleicht nicht vergleichbar, aber mir sind mehrere Fälle bekannt, bei denen man sich gegen Grippe geimpft und trotzdem eine eingefangen hat, wohl auch, weil die derzeit grassierenden Erreger schon resistent auf verwendete Impfstoffe sind. Das kann m.E. auch bei einem neu entwickelten Impfstoff gegen das neue Virus eintreten, nach dem dann ohnehin eine weltweite Nachfrage befriedigt werden müsste.

Darauf also zu warten und so lange die gegenwärtigen drastischen Maßnehmen aufrecht zu erhalten, würde katastrophale Folgen und am Ende einen Volksaufstand zufolge haben.

Den krassen Einschnitten nach könnte man annehmen, dass fast schon jeder Zehnte bei uns daran gestorben ist

@16:30 von Sisyphos3

Welche Dienstleistungen ist eine gute Frage!

Ich denke alle die nützlich sind. Da fällt mir auf das heutzutage viel Unnützes angeboten wird: Irgendwelche Quatschwissenschaften, Vorschriftenentwickler und Bürokratieexperten werden es meiner Meinung nach in Zukunft schwer haben. Handwerker werden hoffentlich wieder mehr gefragt sein und in Relation zu anderen Berufen nun hoffentlich auch besser (im Sinne von Angemessen) bezahlt werden.

@ 16:32 von Stimme der Vern..

Es ist viel zu früh sich Gedanken über einen Ausstieg zu machen, weil es noch viel zu viele Unbekannte gibt.
Zunächst einmal müssen die Maßnahme wirken- das wird man erst nach Ostern sehen. Dann muss man die Entwicklung in den anderen Ländern zu diesem Zeitpunkt analysieren. Denn was nutzt es, wenn VW wieder anfängt, aber keine Motoren und Getriebe aus Spanien und Tschechien geliefert werden können, weil da die Maßnahmen noch laufen. Oder umgekehrt, die Produktion hier wieder anläuft, aber kein Absatzmarkt da ist.

Das lässt sich nur europäisch lösen, aber auch erst dann, wenn klar ist, dass die Infektionen sinken. Vorher darüber zu spekulieren ist in etwa so zuverlässig wie eine Wahrsagerin zu fragen.

@16:16 von mannigfaltig

...Sie meinen sicher die Grünen...

@ 16:52 von rroderich

Entschuldigen Sie, aber diese Argumentation ist Blödsinn. Niemand wird direkt an den Folgen des Lockdowns sterben. Zumindest nicht in Deutschland- in den USA ist dies mangels Sozialsystem ggf. möglich.

Und was nach dem Lockdown sein wird, können Sie genauso wenig prognostizieren wie ich. Es kann auch sein, dass wir in zwei bis drei Jahren besser dastehen denn je.
Sie wissen auch nicht, ob wir in zwei Jahren mehr oder weniger Arbeitslose haben werden. Vermutlich sogar weniger, weil viel mehr Geld zukünftig in das Gesundheitswesen investiert werden wird.

Aber das ist alles Glaskugelleserei, Tote oder schwer Erkrankte sind jedoch Fakten.

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@Esche 999

Da ist nichts sachlich falsch meinerseits. Die Senkrechte sind nicht "Fälle" sondern "Fälle am Tag gemeldet" also " Fälle pro Tag". Und wenn das RKI das tatsächlich so meint wie Sie das behaupten dann tut's mir um den Laden wirklich leid.

@ Einer seits 16.53

"Den krassen Einschnitten nach könnte man annehmen, dass fast schon jeder Zehnte bei uns daran gestorben ist"
****

Sie haben den Sinn dieser "krassen Einschnitte" leider nicht im Geringsten verstanden....
Wäre es denn so, dann hätten diese Maßnahmen absolut keinen Sinn mehr.

470.000 Betriebe zeigen wegen der Corona-Krise Kurzarbeit an....

Und schön wäre es in diesem Zusammenhang,wenn die Unternehmen ihren Beschäftigten das Kurzarbeitergeld aufstocken würden.Auf vielleicht 80% bis 100%.
Berücksichtigt werden muß dabei,daß viele Unternehmen früher gut verdient haben.Auch durch die meist zurückhaltenden Tarifabschlüsse der Gewerkschaften.Zumindest in den letzten Jahren.Und viele Firmen haben auch keine Tarifverträge.

@16:53 von Einer seits

Die Forschung am Impfstoff läuft dankenswerterweise auf Hochtouren. Was die Grippeviren angeht, ist meines Wissens nicht so sehr die Resistenz gegen Impfstoffe das Problem, sondern das relativ schnelle Mutieren von Grippeviren, weshalb die Impfung nahezu jährlich eine neue Zusammensetzung hat.

@fathaland slim 16.29

Geld ist eine zu 100% menschengemachte Größe. Ein Steuerungs- und Belohnungssystem. "
Naja, da machen Sie es sich sehr einfach. Es kommt auf den Wert des Geldes an. Sehen Sie sich mal die Geldmengentheorie an, genauer die Auswirkungen einer expansiven Geldpolitik. Meine Großeltern hatten noch eine Schachtel bunt bedruckter und überdruckter Milliarden-Mark-Scheine. Mit denen habe ich als Junge gespielt. zu mehr taugten sie nicht, weil ein Laib Brot damals Milliarden kostete. Deshalb hat das "magische Viereck" Verfassungsrang!

Jupp 60% des sind nicht viel, wenn man...

...die Gruppe von Menschen nimmt die zw. 30J.-60J.
alt sind.

---

Warum nehme ich gerade diese Gruppe?
Weil diese Menschen meistens inmitten ihrer Lebensplanung stecken.
Viele von denen müssen Kredite/ Hypotheken bedienen,
die sie zusätzl. zum alltäglichen Lebensunterhalt
zahlen müssen.

Die unter 30jährigen werden es eher verkraften,
genauso wahrscheinlich die über 60 jährigen.
Die sich wahrscheinlich schon auf das Rentennivieau
seelisch einstellen und das ist wahrlich noch viel geringer.

Ganz fies wird es aber wirklich für all die Leute, und das gilt für alle Altersgruppen,
die arm sind oder gar mittellos.
Z.B. all diejenigen die z.B. von der Tafel abhänging sind, da diese derzeit geschlossen sind.
Und die Obdachlosen, die vielleicht sonst Spenden sammeln, die sitzen nun fast alleine
in nahezu verwaissten Fußgängerzonen.

Es wird noch richtig krachen, aber immerhin besser
als tot zu sein durch das Virus.
Hoffen wir auf's beste.

@ tashina um 18:29

"Sie haben den Sinn dieser "krassen Einschnitte" leider nicht im Geringsten verstanden..."

Wenn man anderer Meinung zu den beschlossenen Maßnahmen ist, unterstellt man gerne, dass etwas nicht verstanden wurde - klar.

Die von den Verantwortlichen angeordnete Strategie, auf diese Art etwas einzudämmen, was u.a. mit Händewaschen verhindert werden kann, halte ich für falsch und unnötig und wird m.E. zig-fach mehr Tote kosten als verhindern, nachdem unser Gesundheitssystem, das von der Wirtschaft, also uns allen, finanziert wird, an die Wand gefahren wird.

"Wäre es denn so, dann hätten diese Maßnahmen absolut keinen Sinn mehr"

Dann sehr wohl und nur dann hätten die einen Sinn und auch nur eventuell

@rroderich - 16:52

"Daher werden Menschen durch den Lockdown sterben. Der jetzige Zustand bedeutet also, dass man Menschenleben opfert, um andere zu retten."

Also, ohne Lockdown alles weiter geschehen zu lassen wäre dann der bessere Weg - oder wie?

"Jeder, der glaubt, der Lockdown sei nötig, soll bitte einmal erklären, wie man aus diesem ethischen Dilemma herauskommt."

Ihr persönlich ethisches Dilemma ist hier aber nicht gefragt sondern abwägende Entscheidungen im Katastrophenfall, um Schaden von der Bevölkerung abzuwenden.
Und da handeln fast alle Entscheidungsträger in Regierungsverantwortung bestimmt nicht leichtfertig. Nach meiner Meinung zwar zu spät aber immer hin angemessen und verantwortungsvoll.

Das Virus wird kaum

in der Todesfallstatisik bemerkbar sein.
Der wirtschaftliche Schaden wird uns noch jahrelang beschäftigen.
Das hält nichtmal Deutschland noch 4 Wochen aus.

@15:53 von Sternenkind - Ihre Worte...

..."Ein Virus nicht gefährlicher als die Grippe..."

---

Haben Sie es immer noch nicht verstanden?

Weder das Grippevirus noch das Corona Virus sind nicht ungefährlich,
wobei das jetzige neue Coronavirus doch wesentlich gefährlicher ist.

Und warum?
Ganz einfach, kein Mensch hat bislang eine Immunantwort auf das neue Sars CoV 2 Virus
noch gibt es geeignete Medikamente dagegen.
Geschweige denn eine Möglichkeit der Impfung.
Bei den vielen Grippeviren gibt es das alles schon.

Und deshalb sollten Sie endlich einsehen, daß man das Virus nicht unterschätzen sollte.
Außer Sie leben in einem unterirdischen Bunker mit Vollversorgung
auf lange Zeit oder hatten das Virus schon und haben überlebt.

Ich kann diese ignoranten Meinungen einfach nicht mehr hören!

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Die Moderation

unglücklich ausgedrückt?

"Heil betonte, dass betroffene Beschäftigte mit dem Kurzarbeitergeld ihren Job behalten könnten und die Chance hätten, die deutsche Wirtschaft nach der Krise wieder hochzufahren."

... die betroffenen Beschäftigten haben die Chance die deutsche Wirtschaft wieder hoch zu fahren.?..
... demnach ist der Arbeitnehmer zuständig für die deutsche Wirtschaft? War mir so nicht bewusst ;)

... nichts desto trotz, ich befürworte die umfangreiche Regelung mit dem Kurzarbeitergeld für die Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

@Sisyphos3 16.27

sie säen nicht sie ernten nicht
und unser himmlischer Vater ernährt sie doch"
Ich hab's nicht mehr so mit den Bibelsprüchen, seit ich in der Kindheit eine Überdosis bekam ( nicht im Elternhaus).
Aber gilt das auch für die einheimische Vogelwelt? Seit wann dann?;-)

Kurzarbeit...

Am 31. März 2020 um 18:43 von Bernd Kevesligeti
470.000 Betriebe zeigen wegen der Corona-Krise Kurzarbeit an....
Und schön wäre es in diesem Zusammenhang,wenn die Unternehmen ihren Beschäftigten das Kurzarbeitergeld aufstocken würden. Auf vielleicht 80% bis 100%.
###
Ja, dass wäre schön... wird aber leider nicht geschehen. Es zeigt sich ja gerade jetzt wie sich Konzerne wie Adidas/Puma/Deichmann oder C&A in dieser Krise gegenüber der Allgemeinheit verhalten. Glauben Sie ernsthaft das Unternehmen ihren Mitarbeitern freiwillig das Kurzarbeitergeld aufstocken. Zumal heute noch niemand weiß wann und wie es weitergeht...

Kurzarbeit

Hat sich einer schon mal überlegt, warum die Firmen in der Kurzarbeit keine Sozialabgaben zahlen müssen.
In der letzten Krise schon.
Warum sind nach etwas mehr als einer Woche soviele Gewerbetreibende schon auf staatliche Hilfen angewiesen. Meiner Meinung nach überwiegend Mitnahmementalität.
Früher gab es auch schlechte Zeiten und die meisten Firmen haben es auch ohne große Staatsgeschenke geschafft.
Die wo jetzt sofort Hilfe brauchen, waren eh schon Pleite. Privatpersonen müssen auch Reserven für schlechte Zeiten zurücklegen.
Spare in guten Zeiten, so hast du in der Not.
Sehe mich schon bis mindestens 70 arbeiten.
Bleibt gesund und haltet durch.

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