Ihre Meinung zu: MedEvac - die fliegende Intensivstation der Bundeswehr

30. März 2020 - 19:56 Uhr

Krankenhäuser in Bergamo und Straßburg sind völlig überlastet. Die Bundeswehr fliegt deshalb Corona-Patienten nach Deutschland aus. Stephan Lenhardt über "MedEvac", die fliegende Intensivstation der Bundeswehr.

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Kommentare

Herr Spahn sprach von der

Herr Spahn sprach von der "Ruhe vor dem Sturm" in Deutschland.

Warum also werden die Intensivbetten hierzulande, die schon in wenigen Wochen nicht mehr ausreichen werden, zusätzlich belegt mit italienischen und französischen Patienten?

Das wäre absolut OK, wenn wir keine ähnliche Situation bekommen würden.

Aber angesichts der baldigen Entwicklung verstehe ich es einfach nicht.

I

sehr hilfsbereit

Na, hoffentlich haben die Franzosen und Italiener dann später auch Betten frei für unsere Patienten. Oder geht der erwartete Ansturm nun doch etwa an Deutschland vorbei?

Alles Gute an die Kamerad*innen vom ZSanDstBw...

Bleibt gesund und viel Kameradenglück! Wir könnten in der Tat noch ein paar MedEvac-Kapazitäten brauchen.

Interessant, wenn man übrigens die Reaktionen zu Mme. Parlys Tweet durchgeht... Alles von offener Dankbarkeit bis hin zu einem empörten "Eine französische Ministerin, die deutschen Militärs ihre Anwesenheit auf französischem Boden dankt! Schande!" und Forderungen nach einem Frexit.
Man fragt sich, welche Sicht der Dinge hinterher die dominierende sein wird. Man hofft die erste, aber wenn man sich nun so aufstrebende Notstandsdiktatoren wie Orban ansieht, könnte man schon den Glauben an das Gute verlieren...

@ 20:14 von Demokratie-Jetzt

„ Warum also werden die Intensivbetten hierzulande, die schon in wenigen Wochen nicht mehr ausreichen werden, zusätzlich belegt mit italienischen und französischen Patienten?“

Weil die Italiener und Franzosen auf keinen Fall mehrere Wochen in den Intensivbetten liegen werden. Gehen Sie von einer Woche im Schnitt aus, dann ist die Beatmung so oder so vorbei.

Wir können also großzügig sein und unseren Nachbarn helfen ohne uns selbst zu gefährden.

@Demokratie Jetzt - Danke den Bundeswehrhelfern und

Organisatoren der Krankenhaushilfe.

Das ist eine Meldung, die mich glücklich macht; so muss es zwischen Menschen - und hier Nachbarn - sein.

Und wenn wir noch Wochen von einer Auslastung entfernt sind (oder sogar davon verschont werden), dann sollen so viele Schwerkranke aus anderen Ländern geholt werden, wie reinpassen.

Ich mache mir keine Sorgen, dass es für Inländer nicht mehr reicht.
Mit Sicherheit gibt es einen Schlüssel für die Zahl der Patienten aus anderen Ländern, die bei uns zusätzlich versorgt werden können.

Aber es wäre wirklich monströs, hier auf tausenden freien Intensivbetten zu sitzen, während unsere Nachbarn sterben.

Die Vergabe von Beatmungsplätzen

ist meines Erachtens nicht zu kritisieren.
Zum Einen ist die Lage in Deutschland dahingehend entspannt. Ich gehe davon aus, dass man aufgrund der Erkenntnisse der durchschnittlich notwendigen Beatmungs-/Intensivbetreuungszeiten und der aktuellen Erkrankungszahlen sehr gut abschätzen kann, wie viel Kapazität für andere Länder freigegeben werden können.
Im Übrigen sind Bedenken gegen diese Vergaben ggf. als "verwerflich" zu bezeichnen. Aus moralischer Sicht sollte die Nationalität wohl nicht darüber entscheiden, wer gerettet wird.

Es muss - ungeachtet des dafür nötigen „Aufwands“ - grundsätzlich immer alles Menschenmögliche dafür getan werden, um Menschenleben zu retten. Und da jedes davon gleich viel wert ist, darf man es hier nicht zu „Triage-Situationen“ kommen lassen.

Heißt: Wenn es darum geht, das Überleben von Menschen zu sichern (das gilt übrigens beileibe nicht nur in „medizinischer“ Hinsicht!), müssen in einem funktionsfähigen Staat die Voraussetzungen dafür geschaffen sein, dass nicht - wie in der Wirtschaft - der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit gilt, sondern das Prinzip „sowohl als auch“.

Dito Dr. Bashir und Kokolores2017

Mein Gott, welche Angst um uns in 4 Wochen.
Ich musste erst Mal Luft holen, zum Glück haben die beiden Vorredner, die alles gesagt haben !
Danke!
Zur Zeit könnten wir durchaus mehr tun als anderen beim Sterben zuzusehen.

Europäische Solidarität ist wichtig

Wenn Staaten jetzt nur ihr klein bürgerliches wohl aufrecht erhalten möchten verfallen wir nach der Sanitären Krise in einer gesamt Europäischen infrage stellung.Nicht dran zu denken das nach denn Amerikanischen und Britischen rückhalt der rest unserer Staatengemeinschaft sich auch noch auflöst...In Krisenzeiten wie diesen ist es wichtig über seinen eigenen Tellerand hinaus zu schauen, den hier geht es sich nicht um einzelne kleinstaaten mit mehr oder minder kapazitäten sondern um ein Europa das sich auch in krisenzeiten Solidarich für einander einsetzten muß.

@ 20:14 von Demokratie-Jetzt

Nennt man Solidarität und Menschlichkeit über die Grenzen von Nationalität hinaus - verstehen Sie nicht? Aha.

20:14 von Demokratie-Jetzt

Warum also werden die Intensivbetten hierzulande, die schon in wenigen Wochen nicht mehr ausreichen werden, zusätzlich belegt mit italienischen und französischen Patienten?
.
sie schreiben es doch selbst
"in wenigen Wochen nicht mehr ausreichen werden"
aber bis dahin stehen die ungenutzt rum
macht´s jetzt klick ?

@ 20:21 von Schneckenmaus u.a.

Wie weit soll denn die Abgrenzung gehen? Wenn im Krankenhaus der Stadt A noch Intensivplätze mit Beatmung frei sind, Sie oder ich dieses Bett als schwerst an Covid-19-Erkrankte*r aus der Stadt B dringend benötigen, soll man dann auch sagen: "Sorry, aber wir halten es mal für jemanden aus A frei, auch wenn wir es jetzt noch gar nicht dafür brauchen."? Menschlichkeit und Solidarität gibt es nur ungeteilt.
Und im übrigen haben alle Kliniken, die Plätze für schwerst an Covid-19 erkrankte Patient*innen aus Frankreich und Italien zur Verfügung gestellt haben, das auch mit dem Hinweis getan, dass die Beatmungslätze i.d.R. für etwa 1 Woche von Patient*innen belegt sind.
Es war schon bei der Grenzschließungseuphorie so: statt die Ansteckungswege deutlicher zu kommunizieren und die hilfreichen Regeln von Händewaschen, Desinfizieren, Abstandsregel und Kontaktreduzierung wurde wie im Dominoeffekt von einem Land zum nächsten auf Grenzschließung gepocht. Nationalismusreflex statt Aufklärung.

Geht's noch?

Dass es Kommentatoren gibt, die diese selbstverständliche Hilfe unter Freunden und Partnern kritisieren, macht mich fassungslos!

20:49 von Pragmatix

"Die Vergabe von Beatmungsplätzen
ist meines Erachtens nicht zu kritisieren. Zum Einen ist die Lage in Deutschland dahingehend entspannt."

Die Lage in Italien war vor 5 Wochen auch entspannt. Hab mir mal im Internet die Nachrichten vom 23. Februar angeschaut. Damals gab es in Italien knapp 600 Infizierte und 5 Tote. Daraus sind in 5 Wochen über 100.000 Infizierte und über 10.000 Tote geworden.

Also doch noch

Ich hatte mich schon gefragt, wann wir unseren Freunden helfen. Corona ist eine Belastungsprobe in vielerlei Hinsicht.
Zum einen für den Europäischen Gemeinschaft, wobei ich denke, das die größte Gefährdung durch die EU herrührt und wir lieber den EWR wieder in den Vordergrund stellen sollten. Zum anderen ist es eine Probe für die Regierungen. Hier wird auf die Probe gestellt, ob sie sich mit dem Streben nach Macht und weiterhin in Richtung eines totalitären Staates gehen oder ob sie durch die Krise wieder zurück zur Bevölkerung finden. Ich fühle mit der Regierung, da sie unter enormen Druck gesetzt werden - sowohl von den Medien, als auch von der Bevölkerung. Es ist daher sicherlich nicht leicht für die Bevölkerung da zu sein, die leider nicht immer dankbar ist. Jeder der Ehrenamtlich oder sich für das Gemeinwohl einsetzt, weiss das der Dank nicht gerade häufig kommt und er auch nicht immer belohnt wird. Daher danke ich dehnen, die sich für die Bevölkerung und unsere Werte einsetzen.

21:03 von andererseits

schwer verständlich - zugegeben
vor allem weil es ja keine Umstände macht
wir keinen Nachteil dadurch erfahren
wir brauchen die ja noch (!!) nicht

Krankentransporte

Warum holt die Bundeswehr die kranken Menschen von Italian and Frankreich nach Deutschland?
Sinnvoller were es die Betten und Beatmungsgeraete mit Personal zu entsenden.
Die Kosten fuer den Flug und der unoetige CO 2 ausstoss ist in einem halben Jahr niemanden zu vermitteln.

21:12 von andererseits

geben sie´s auf
das ist wie mit dem Reservieren von Liegestühlen
erst mal´s Handtuch drauf
auch wenn man den erst morgen oder übermorgen braucht

21:13 von pxslo

Zitat:"Die Lage in Italien war vor 5 Wochen auch entspannt."
Und bis in 5 Wochen warten wir mal ab, lassen die Menschen in Frankreich und Italien sterben, damit unsere kostbaren DEUTSCHEN Intensivbetten nicht verunreinigt werden... Unglaublich!

@um 21:00 von Ulrich TISSEN

Eigentlich bin ich nicht sonderlich europaaffin
aber da bin ich bei Ihnen. Wofür sollte denn Europa überhaupt noch einen Sinn machen, wenn man sich sogar in so einer Krise nicht gegenseitig hilft und nach Möglichkeit beisteht. Durchaus könnte sich im Moment entscheiden ob man gefühlt noch einen Sinn in Europa erkennen kann-oder eben nicht.

Das ist echte Hilfe

Deutschland hilft in Italien richtig. Anderen Nationen ging es neulich augenscheinlich eher um die PR bei ihren "Hilfsaktion", von denen man dann nie wieder was gehört hat.

21:15 von Baerli500

Zitat:"Sinnvoller were es die Betten und Beatmungsgeraete mit Personal zu entsenden."
Schon wieder so ein Fachmann! Haben Sie schon mal eine Intensivstation von innen gesehen? Ihr letzter Satz (Co2-Ausstoß) ist purer Hohn!

21:15 von Baerli500

es ist schon gut, so wie es gemacht wird

MedEvac - Menschlichkeit und gute Nachbarschaft

Das Virus kennt keine Nationalität, der Tod durch fehlende Behandlung auch nicht.

Eine gute Sache ist es Solidarität, Menschlichkeit und gute Nachbarschaft unter Europäern zu zeigen. Eine schlechte Sache wäre, hier die Nationalitätenfrage über die menschliche Hilfsbereitschaft unter Nachbarn zu stellen.

@pxslo 21:13

Der von Ihnen nicht zitierte Teil meines Kommentars enthält die Antwort auf Ihren Kommentar.

@ Demokratie-Jetzt

Warum also werden die Intensivbetten hierzulande, die schon in wenigen Wochen nicht mehr ausreichen werden, zusätzlich belegt mit italienischen und französischen Patienten?

Weil dem Beatmungsgerät die Nationalität egal ist und weil nur Solidarität Europa zusammen hält, nicht Isolationismus und Eigensinn.

Die Zahl der Infizierten ist in Frankreich viel höher

Tatsächlich ist die Zahl der tatsächlich Infizierten in allen Ländern viel höher. So hat Deutschland heute 63.000 Tausend Infizierte, das Nachbarland Polen dagegen weniger als 2000 (!). Das zu glauben fällt mir enorm schwer.

Oder das Beispiel Türkei: hatte man vor 3 Wochen nur ein paar, ist man jetzt schon bei 10.000 Infizierten angelangt. Begründung? Ganz einfach, man testet heute deutlich mehr, etwa 10.000 Tests pro Tag. Und in ein paar Tagen sollen es mindestens 30.000 Tests pro Tag werden. Man hat auch die Teststationen deutlich erhöht. Deshalb rechne ich mit einer deutlichen Steigerung.

Aber Verhältnisse wie in Spanien oder gar Italien wird es in der Türkei sicherlich nicht geben. Auch weil es in der Türkei deutlich mehr Intensivstationen (pro 100.000 Einwohner) gibt. Viele davon sind in den letzten 5-10 Jahren beschafft worden, also noch recht modern.

@baerli500

Zitat :"Sinnvoller were es die Betten und Beatmungsgeraete mit Personal zu entsenden.
Die Kosten fuer den Flug und der unoetige CO 2 ausstoss ist in einem halben Jahr niemanden zu vermitteln."

Ah ja, Personal also nach Frankreich / Italien entsenden ?

Wenn die aber weder italienisch noch französisch können, so helfen die in den entsprechenden Ländern niemandem.

Außerdem bleiben die Geräte hier in unserem Bestand und sind bei Bedarf somit auch schneller verfügbar.

Das mit den Kosten und erst Recht das mit dem CO2 Ausstoß ist doch wohl nicht ihr Ernst, oder ?

Allein was zur Zeit allein an CO2 im Luftverkehr "eingespart" wird... ;)

Zu den Kosten : "Günstiger" wäre es Ihrer Argumentation nach dann auch sinngemäß, daß möglichst viele ältere sterben, oder ?

Kosten die Angehörigen nur viel Geld in den Pflegeheimen und den Krankenkassen enorm viel Geld und Ressourcen in der Versorgung.

Unglaublich...

@Baerli500 21.35

Ihr Ernst? Sie kommen jetzt mit CO2-Ausstoß? Was meinen Sie, wie Beatmungsgeräte und Personal nach Italien oder Frankreich kommt? Zu Fuß? So lange das Ding einsatzfähig ist und fliegt ist das doch ein guter Einsatz!

21:14 von carsten.wohland

Jeder der Ehrenamtlich oder sich für das Gemeinwohl einsetzt, weiss das der Dank nicht gerade häufig kommt und er auch nicht immer belohnt wird.
.
an was denken sie speziell ?
mir fällt spontan diese Tafel in Essen ein
das war wohl gerade 2 Jahre her

Pxslo 21:13 / Was soll dieser Post zum Ausdruck bringen ?

Den italienischen und französischen Nachbarn nicht zu helfen obwohl man es kann ?

Weil Nationalität über der Menschlichkeit steht ?

Ins falsche Jahrhundert verlaufen ?

@ schneckenmaus

Oder geht der erwartete Ansturm nun doch etwa an Deutschland vorbei?

Nein, aber Deutschland hat erheblich mehr Kapazitäten und besser vorgesorgt.

20:32 von dr.bashir

"Weil die Italiener und Franzosen auf keinen Fall mehrere Wochen in den Intensivbetten liegen werden. Gehen Sie von einer Woche im Schnitt aus, dann ist die Beatmung so oder so vorbei."

Definitiv falsch.
Vielleicht legen Sie ja irrtümlich die durchschnittliche Intensiv-Behandlungsdauer bei bakteriellen Lungenentzündungen zugrunde...
Die durchschnittliche Beatmungszeit für manifeste Corona-Pneumonien liegt (sofern das Gesundheitssystem gut ist und Kapazitäten hat) bei 14-17 Tagen.
Auch dieser Fakt trägt dazu bei, dass die Gesundheitssysteme an ihre Belastungsgrenze (oder darüber hinaus) kommen.

Kann man als Interessierter kuugeln.

"Wir können (also) großzügig sein und unseren Nachbarn helfen..."

Da stimme ich Ihnen voll und ganz zu und erspare es mir, auf entsprechende Vorkommentare anderer User einzugehen.

Abbau der Kapazitäten gefordert

Die Bertelsmannstiftung fordert momentan, daß es in Deutschland weniger Krankenhäuser geben müßte.

https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/unsere-projekte/krankenhaus-lands...

Ich finde das im Kontext der heutiges Situation überaus brisant. Zum Glück, muß man wohl sagen, haben wir flächendeckend so viele Krankenhäuser! Auch wenn das ein Kostenfaktor sein mag, ist es doch in Krisenzeiten offenbar umso wichtiger.

@21:15 von Baerli500

"Warum holt die Bundeswehr die kranken Menschen von Italian and Frankreich nach Deutschland?
Sinnvoller were es die Betten und Beatmungsgeraete mit Personal zu entsenden."

Sie haben die Krankenzimmer vergessen. Wie man die mitschickt, weiß ich allerdings auch nicht. Dass das Personal hier Familie (und Kinder) hat, ist Ihnen wurscht?
Meinen Sie nicht, dass das Personal in der Freizeit auch einen gewissen Ausgleich für Geist und Seele braucht? Wo sollen die Übernachten in einer wildfremden Gegend, in der man vielleicht auch die Landessprache nicht versteht, geschweige denn die Kollegen vor Ort?

Gesunde und Kranke

es mag dem Ein oder Anderen vielleicht fremd erscheinen, aber für Ärzte gibt es in erster Linie zwei Gruppen von Menschen: Gesunde und Kranke. Denen gilt es zu helfen. Hautfarbe, Landessprache und viele andere Dinge spielen dabei eine völlig untergeordnete Rolle, wie z.B. auch eine "baldige Situation".
Genau so werden Ärzte in Italien oder Frankreich auch mit Ihnen verfahren, sollten Sie in einem dieser Länder jemals in die Situation kommen, dort krank oder verletzt zu werden.

21:12, Peter Meffert

>>Geht's noch?
Dass es Kommentatoren gibt, die diese selbstverständliche Hilfe unter Freunden und Partnern kritisieren, macht mich fassungslos!<<

Das kann man wohl sagen.

Und dann auch noch teils dieselben Kommentatoren, die die Hilfe Putins für Italien in den höchsten Tönen lobten und die EU kritisierten, weil die angeblich nichts tat.

Aber wenn's dann ernst wird, ist auf einmal alles ganz anders...

Also: der Stress wird mindestens noch bis August oder September

Also zuerstmal finde ich es gut, dass es solche MedEvacs gibt. Aber ich kann den Ärzten - nach einer kleinen Texterei zwischen den Virologen und Usern in der Frankfurter Rundschau - etwas Hoffnung machen. Wir User haben den Virologen eine neue Modellrechnung abfuchsen können. Und laut dieser Modellrechnung wird entweder August oder September der Stress fuer die Ärzte zu Ende sein. Laut der Modellrechnung soll die Pandemie in Deutschland entweder im August oder im September zu Ende gehen.

https://tinyurl.com/qw4sqmk
Frankfurter Rundschau: Corona in Deutschland: Experten warnen – Krise soll bis September andauern 30.03.20 19:00

+++ 17.23 Uhr: Wissenschaftler der Universitäten Mainz und Hamburg rechnen damit, dass die Coronavirus-Pandemie in Deutschland nicht vor August oder September enden wird.

Nicht vermittelbar

um 21:15 von Baerli500

Krankentransporte

"Warum holt die Bundeswehr die kranken Menschen von Italian and Frankreich nach Deutschland?
Sinnvoller were es die Betten und Beatmungsgeraete mit Personal zu entsenden.
Die Kosten fuer den Flug und der unoetige CO 2 ausstoss ist in einem halben Jahr niemanden zu vermitteln."

Noch günstiger wäre es vielleicht, das" Wort zum Sonntag" nach Bergamo zu übertragen. Ohne den letzten Satz hätte ich das als Ironie verstanden was Sie hier zu später Stunde angeboten haben. Lesen Sie vielleicht nochmal den einen oder anderen guten Beitrag hier. Vielleicht hilft das.

21:17, Sisyphos3

>>21:12 von andererseits
geben sie´s auf
das ist wie mit dem Reservieren von Liegestühlen
erst mal´s Handtuch drauf
auch wenn man den erst morgen oder übermorgen braucht<<

Gutes Bild.

Das Klopapierhamstern sehe ich übrigens auch ähnlich.

Ichichichich...

@21:18 von Peter Meffert

"Und bis in 5 Wochen warten wir mal ab, lassen die Menschen in Frankreich und Italien sterben, damit unsere kostbaren DEUTSCHEN Intensivbetten nicht verunreinigt werden... Unglaublich!"

Deutschland hat ca. 30.000 Intensivbetten. Aus dem Ausland wurden aber weniger als 500 Kranke geholt (200?). Wieso nicht mehr? Ich glaube hier haben Statistiker knallharte Fakten vorgelegt bzw. für die Zukunft schon mal Hochrechnungen vorgelegt.

20:32 von dr.bashir @ 20:14 von Demokratie-Jetzt

Respekt. Eine freundliche und sachliche Reaktion auf einen verstörenden Kommentar.
(Ich muss das noch üben.)

21:15, Baerli500

>>Krankentransporte
Warum holt die Bundeswehr die kranken Menschen von Italian and Frankreich nach Deutschland?
Sinnvoller were es die Betten und Beatmungsgeraete mit Personal zu entsenden.
Die Kosten fuer den Flug und der unoetige CO 2 ausstoss ist in einem halben Jahr niemanden zu vermitteln.<<

Sie meinen, die Entsendung nach Italien ginge ohne Kosten und ohne CO2-Ausstoß?

@21:21 von Peter Meffert 21:15 von Baerli500

"Ihr letzter Satz (Co2-Ausstoß) ist purer Hohn!"

Zumal der sich bei mir durch vermehrte Atmung gerade erhöht hat.

pxslo / Frankreich hat nach Johns-Hopkins 45.169 Infizierte

Zitat: "Die Zahl der Infizierten ist in Frankreich viel höher"

Stimmt doch nicht. Infizierte nach Johns-Hopkins

Deutschland 63.929
Frankreich 45.169

Einfach bei den Fakten bleiben.

@ deutlich (21:25): stimmt zwar - aber Ueberlastung möglich

hi deutlich:

So lange das Ding einsatzfähig ist und fliegt ist das doch ein guter Einsatz!

das stimmt zwar. Aber: wir duerfen dabei unser System nicht ueberlasten. Wenn wir zu viel rueberholen und zeitgleich bei uns zu viele Fälle sind, dann reißen wir die Kapazitätsgrenzen. Das ist das Problem.

Denn laut einer neuen Modellrechnung die wir User bei der Frankfurter Rundschau den Virologen aus dem Ärmel leiern konnten, wir dieser Stress samt Lockdown noch mindestens bis August bzw. September gehen. Und auch in dieser Modellrechnung wird vor Ueberlastung des Systems gewarnt:

https://tinyurl.com/qw4sqmk
Frankfurter Rundschau: Corona in Deutschland: Experten warnen – Krise soll bis September andauern 30.03.20 19:00

Und es wird auch gesagt: wenn der Shutodwn bis August oder September bleibt, könnten die Infektionen damit gegen Null gedrueckt werden.

@ psxlo

Die Lage in Italien war vor 5 Wochen auch entspannt.

Die Infektion startete in beiden Ländern etwa gleichzeitig. Deutschland hat aber direkt von Anfang an sehr viel getestet und Kontakte und Infektionen nachverfolgt.
Das haben Italien und Österreich leider nicht gemacht. Österreich stehen italienische Verhältnisse unmittelbar bevor. Deutschland wird viel besser durch die Krise manövriert.

Volle Unterstützung

Die Hilfsangebote an unsere Nachbarn haben meine volle Unterstützung. Wir haben derzeit die Kapazitäten, die Liegezeiten werden in vielen Fällen zum Glück und in einzelnen Fällen leider nicht sehr lange sein, so dass kein Deutscher befürchten muss, dass „sein Bett“ durch ausländische Patienten belegt sein wird.
An all diejenigen, die selbst in einer solchen Situation noch hetzen - diese Kommentare zeigen lediglich, wie weit Sie sich von humanitären Werten und den grundlegendsten Regeln menschlichen Zusammenlebens entfernt haben.
Gut, dass Ihre Vertreter nicht mal in die Nähe der Macht kommen werden ...

21:18 von Peter Meffert

«Zitat:"Die Lage in Italien war vor 5 Wochen auch entspannt."»

«Und bis in 5 Wochen warten wir mal ab, lassen die Menschen in Frankreich und Italien sterben, damit unsere kostbaren DEUTSCHEN Intensivbetten nicht verunreinigt werden... Unglaublich!»

Völlig unglaublich … aber auch erwartbar.

Es ist sooo ermüdend, die ganzen vielen Beiträge zu lesen, die mit ähnlich abwesender Empathie daher kommen.

Nun ja - lesen muss man sie eigentlich nicht.
Und es sind derart viele, zu jedem nur erdenklichen Thema-Corona-Aspekt.

Mitunter ist man derart ermüdet, dass man gar nicht mehr darauf eingehen mag. Mitunter aber fordern sie Erwiderung auch geradezu heraus.

Dann ist oft gar nicht so einfach, überhaupt Worte & Sätze zu finden, von denen man nicht im Vorhinein bereits wüsste, dass sie eh nicht veröffentlicht werden.

Selbstredend ist es geboten, anderen Ländern Hilfe zu leisten, die noch gravierender betroffen sind als DEU. Sollte Hoffnung geben, "dass DEU noch wenig schlimm ist" …

Wir haben noch genug Platz

Und Kapazitäten, um unseren Freunden zu helfen.

Es weiß niemand, wie es in ein paar Wochen aussieht...aber jetzt haben wir Platz.

Und es wäre absolut unanständig und moralisch verwerflich, jetzt nicht zu helfen, solange wir es können.

@pxslo 21:25

Die reinen Fallzahlen sind noch nicht die Zahl der kritischen Verläufe. Das Durchschnittsalter der positiv Getesteten spielt bei der Prognose sicher eine Rolle und nur weil mehr Erkrankungen durch Tests belegt sind, erhöht sich nicht automatisch die Zahl der Intensivpatienten. Wie Sie schon selbst feststellten, reden wir über einen Zeitraum, in der die Intensivfallzahlen steigen könnten, von mehreren Wochen. Ein plötzlicher Anstieg ist wohl eher unwahrscheinlich.
Wie die Türkei mit Ihren freien Kapazitäten umgeht, haben wir Deutsche nicht zu bewerten.

@21:27 von MRomTRom

"Was soll dieser Post zum Ausdruck bringen? Den italienischen und französischen Nachbarn nicht zu helfen obwohl man es kann ?"

Wer sagt, dass man es kann? Selbst die Amerikaner werden Probleme bekommen. Die Intensivbetten dort reichen vorne und hinten nicht.

@ 20:32 von dr.bashir

„ Gehen Sie von einer Woche im Schnitt aus, dann ist die Beatmung so oder so vorbei.“

Ich habe vor kurzem ein Interview mit Dr. Clemens Wendtner (Dort waren die Webasto Mitarbeiter) gelesen: „ Wir haben Patienten hier, die schon seit zwei, drei Wochen an der Maschine hängen. So lange braucht man bei einer klassischen Lungenentzündung nicht, da muss man vielleicht zwischendurch mal als Unterstützung beatmen. Aber bei Covid-19 ist das ein langes, zähes Geschäft. Das muss man auch bei der Kalkulation von Intensivbetten berücksichtigen, die nicht so schnell für nachrückende Patienten frei werden.“

Wenn das so ist, dann sind die Betten nicht so schnell frei.

@Demokratie-Jetzt

ConViD-19 hat man nicht ewig. In wenigen Wochen werden die Patienten entweder tot oder geheilt sein, in jedem Fall die Intensivbetten wieder frei.

@carsten.wohland - 21:14

"Zum einen für den Europäischen Gemeinschaft, wobei ich denke, das die größte Gefährdung durch die EU herrührt und wir lieber den EWR wieder in den Vordergrund stellen sollten.
Zum anderen ist es eine Probe für die Regierungen. Hier wird auf die Probe gestellt, ob sie sich mit dem Streben nach Macht und weiterhin in Richtung eines totalitären Staates gehen oder ob sie durch die Krise wieder zurück zur Bevölkerung finden."

Finde ich wichtig, dass Sie das zur Perspektive der EU erwähnen.

Besonders herausgehoben finde ich die Nummer mit den Notstandsgesetzen im Nachbarland Ungarn, wo der oberste Krisenmanager Orban nun per Dekret regiert.
Wenn das noch im Gemeinschaftssinn der EU als tolerierbar durchgeht, braucht man nicht mehr länger zögern und kann die Türkei gleich mit aufnehmen. Erdogan versteht sonst immer weniger die Vorbehalte gegen sein Land.

@ Demokratie-Jetzt

Warum also werden die Intensivbetten hierzulande, die schon in wenigen Wochen

Weil wir momentan fast 15.000 freie Intensivbetten haben und ein Patient das Bett etwa eine Woche lang braucht.

Hilfe

Ist ja schön der Flieger, aus Italien wurden damit 6 Personen in unsere Krankenhäuser gebracht. Während wir 6 Patienten von x tausenden, die in italienischen Krankenhäuser liegen mit enormen Kosten eingeflogen haben, schicken z.B Albanien ca. 30 Ärzte, Cuba auch, von den Hilfen aus Russland und China ganz zu schweigen. Ok Deutschland hat medienwirksam 6 Patienten eingeflogen, der Rest von Europa macht so gut wie nichts außer Finanzhilfen zu gewähren die mit teurem Geld zurückbezahlt werden müssen. Europa bestätigt wohl mit dieser Krise seinen Untergang.

fathaland slim 21:31 / Widerspruch deutlich gemacht

Zitat: "Und dann auch noch teils dieselben Kommentatoren, die die Hilfe Putins für Italien in den höchsten Tönen lobten und die EU kritisierten, weil die angeblich nichts tat."

Genau. Gut getroffen!

Stolz und Dankbarkeit

Eine Leistung unserer Bundeswehr, die Respekt und Anerkennung verdient. Solidarität in diesen schweren Zeiten zu zeigen, ist etwas ganz Besonderes. Es zeigt aber auch, wie gut Deutschland auf Herausforderungen reagieren kann. Trotz mancher Mängel erweist sich unser Land im internationalen Vergleich deutlich besser gerüstet als die meisten anderen. Doch es ist nicht nur die apparative Ausstattung und das Know-how, sondern vor allem auch der Zusammenhalt und das Verantwortungsgefühl Bürger, die ein Gefühl von Stolz und Dankbarkeit in dieser globalen Krise vermitteln.

@um 20:51 von Nettie

Sie sehen das (aus meiner Sicht) schon richtig.
Leider sind viele Kliniken auch in unserer Gegend entweder kaputtgespart, so daß man Angst haben muß, hier im Notfall eingeliefert zu werden oder sie wurden von eifrigen Managern zu besseren Schönheitskliniken umfunktioniert. Der Staat...funktionsfähig,na ob das so ist wird sich ja in den nächsten Wochen erweisen, vorallem im Gesundheitswesen. Nach wie vor vertrete ich die Ansicht, daß gerade die Kliniken grundsätzlich entprivatisiert und Bestens ausgestattet werden müssen, damit das "sowohl als auch" überhaupt wieder greifbar wird.

Ein ketzerischer Gedanke.

@20:14 von Demokratie-Jetzt
D. hat zunächst keine gute Figur gemacht.
Peinlich, dass wir eine Lieferung in die Schweiz zunächst gestoppt hatten.
Und so ein nationales Ausfuhrverbot...
Ja, Polen und Tschechien waren noch schlimmer, haben eine Lieferung aus China beschlagnahmt, und im Falle Tschechiens sogar verteilt...
Aber vielleicht war es doch auch peinlich, dass zuerst Russland, Kuba und China geholfen haben.
Ich traue Politiker jeglicher Couleur, jeglicher Nationalität alles mögliche zu, um selbst in einem besseren Licht zu erscheinen.

@ 21:33 fathaland slim & 21:17, Sisyphos3

... Bei der Handtuchnummer hab ich übrigens schon erlebt, dass ich so eine handtuchbelegte Liege mal meinerseits benutzt habe und als der "Beleger" kam und ich ihm anbot: "Wollen Sie wieder her? Bitteschön!" das nichts half sondern meine "Unverschämtheit" weiter beschimpft wurde; da erwarte ich auch bei so ernsten Themen wie grenzüberschreitender Solidarität in Corona-Zeiten bei manchen nicht wirklich eine Verhaltensänderung. Leider.

21:37 von MRomTRom

"Die Zahl der Infizierten ist in Frankreich viel höher"
Stimmt doch nicht. Infizierte nach Johns-Hopkins

Deutschland 63.929
Frankreich 45.169

"Einfach bei den Fakten bleiben."

Missverständnis. Ich meinte, dass Frankreich mehr Infizierte als die 45.000 und Deutschland mehr als 63. Tausend hat. So war das gemeint. Aber mein Bauchgefühl sagt mir, dass es in Frankreich trotzdem mehr Infizierte als in Deutschland gibt. Alles zwar unbewiesen, aber wenn ich mir die deutlich höheren Todeszahlen in FR anschaue, komme ich zu diesem Entschluss.

@ MRomTRom

Stimmt doch nicht. Infizierte nach Johns-Hopkins
Deutschland 63.929
Frankreich 45.169
Einfach bei den Fakten bleiben.

Seit Beginn der Krise wurden in Deutschland mehr als zehn Mal so viele Tests durchgeführt als in Frankreich. Auch die Zahl der Toten ist ein statistisches Indiz für die sehr viel höhere Dunkelziffer in Frankreich.

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21:33 von pxslo

Zitat:"Deutschland hat ca. 30.000 Intensivbetten. Aus dem Ausland wurden aber weniger als 500 Kranke geholt (200?)"
Erstens stehen diese Betten nicht alle leer, es gibt auch noch "normale" intensivpflichtige Patienten. Zweitens müssen die ausländischen Patienten transportfähig sein. Und drittens verfügt Deutschland nicht über Dutzende fliegende Intensivstationen (MedEvac).

21:25 von pxslo

«Tatsächlich ist die Zahl der tatsächlich Infizierten in allen Ländern viel höher. So hat Deutschland heute 63.000 Tausend Infizierte, das Nachbarland Polen dagegen weniger als 2000 (!). Das zu glauben fällt mir enorm schwer.»

Die Zahl der Corona-Infizierten zu erfassen, ist nicht unwichtig. Sicher nicht.

Das Wichtigste in der gegenwärtigen Situation ist aber, die Gesundheitssysteme aller beliebigen Länder nicht zu überlasten.
Die Zahl der Toten so gering wie irgend möglich zu halten.

«Oder das Beispiel TÜR: hatte man vor 3 Wochen nur ein paar, ist man jetzt schon bei 10.000 Infizierten angelangt. Begründung? Ganz einfach, man testet heute deutlich mehr, etwa 10.000 Tests pro Tag. Und in ein paar Tagen sollen es mind. 30.000 Tests pro Tag werden.»

Weiß ich nichts fundiert zu zu sagen.
Nur Anzahl Tests ist auch nicht DIE Lösung.

«Aber Verhältnisse wie in ESP / gar ITA
wird es in der TÜR sicherlich nicht geben.»

TÜR ist "spät dran".
Entwicklung ist wenig vorhersehbar …

Richtig, wenn man freie Kapazitäten

Nutzt um stark betroffene Länder zu helfen. Was mich allerdings mal interessieren würde, wer macht die Auswahl wer zu einer med. Versorgung geflogen wird, wo weit bessere Heilungschancen bestehen. Bitte ARD und TS besteht die Möglichkeit zu recherchieren was für Patienten werden nach Deutschland geflogen. Ich habe da so meine Bedenken wenn dort Alte und Patienten mi Vorerkrankungen nicht beatmet werden, wegen zu weniger med Technik.

21:45, Wanderfalke

>>Besonders herausgehoben finde ich die Nummer mit den Notstandsgesetzen im Nachbarland Ungarn, wo der oberste Krisenmanager Orban nun per Dekret regiert.
Wenn das noch im Gemeinschaftssinn der EU als tolerierbar durchgeht, braucht man nicht mehr länger zögern und kann die Türkei gleich mit aufnehmen. Erdogan versteht sonst immer weniger die Vorbehalte gegen sein Land.<<

Man kann das ungarische Notstandsgesetz mit Fug und Recht als Ermächtigungsgesetz bezeichnen.

Und ja, Sie haben Recht. Wenn die EU sich von einem solchen Herrscher derart auf der Nase herumtanzen lässt, dann hat sie ein gewaltiges Legitimitätsproblem.

Toll!

Ich finde diese Hilfsbereitschaft der Bundesregierung super! Nicht nur ein Europa der Worte sondern der Taten wird hier gezeigt.

Allen Kommentatoren die meinen, man sollte die Betten freihalten: stellt euch mal vor, ihr wäret einer der geretteten Kranken.

Wer helfen kann und hilft nicht, macht sich schuldig am Elend der anderen.

@alb pal 21:46 - zu Kuba

Aus TS-Artikel "Gemeinsam für Italien" vom 23.03.2020:
"Zuletzt kam Hilfe aus Kuba: Seit dem Wochenende sind 52 kubanische Mediziner in der stark betroffenen norditalienischen Region Lombardei im Einsatz, um das dortige medizinische Personal zu entlasten. Kubanische Ärzte und Pfleger arbeiten derzeit im Auftrag ihrer Regierung in gut 60 Ländern, wo sie teils dringend benötigte Beiträge zur Gesundheitsversorgung leisten. Die Entsendung von Ärzten und Pflegepersonal ins Ausland ist die wichtigste Einnahmequelle des Karibikstaates, aber auch ein Mittel der Diplomatie für den sozialistischen Staat. "
Ich halte es nicht für verwerflich, dass Kuba dies als "Dienstleistung" anbietet.
Ich halte es aber deshalb auch nicht für zielführend, wenn Sie dies als Relativierung der Hilfen anderer Staaten einsetzen.

@21:28 von träumensollteer... 20:32 von dr.bashir

„Die durchschnittliche Beatmungszeit für manifeste Corona-Pneumonien liegt (sofern das Gesundheitssystem gut ist und Kapazitäten hat) bei 14-17 Tagen.“

Danke für die Korrektur. Ich hatte das schon wieder vergessen, obwohl erst kürzlich in einer Fernsehsendung (oder YT?) gehört.

Danke für das Kopfkino und mehr...

>>>21:33 von fathaland slim
21:17, Sisyphos3
>>21:12 von andererseits
geben sie´s auf
das ist wie mit dem Reservieren von Liegestühlen
erst mal´s Handtuch drauf
auch wenn man den erst morgen oder übermorgen braucht<<

Gutes Bild.

Das Klopapierhamstern sehe ich übrigens auch ähnlich.

Ichichichich..<<<

... Danke Ihnen beiden. Gern runde ich das Bild ab mit Bruno Jonas aus einem seiner großartigen Beiträge von vor vielen Jahren... "und dann den Zaun drum herum"

Zum Thema:
Patienten aus überforderten Kliniken / Ländern zu übernehmen - ob unserer noch freien Kapazitäten - ist gelebte Humanität, und steht uns im Sinne der Menschlichkeit gut zu Gesicht.

... ohne Wenn und Aber!

21:28 von träumensollteerlaubtsein

«Die durchschnittliche Beatmungszeit für manifeste Corona-Pneumonien liegt (sofern das Gesundheitssystem gut ist und Kapazitäten hat) bei 14-17 Tagen.
Auch dieser Fakt trägt dazu bei, dass die Gesundheitssysteme an ihre Belastungsgrenze (oder darüber hinaus) kommen.»

Muss man die Corona-Patienten, die es "so richtig mies" bzgl. Beamtmung erwischt hat, eher mit solchen Beatmungspflichtigen vergleichen, die beatmungspflichtig wegen einer Infektion mit Legionellen sind ("Legionärs-Krankheit").

Ich hatte diese "Seuche" im Jahr 2010.
Bei mir waren es 19 Tage, und gut 3 Wochen, an die ich bis heute keinerlei Erinnerung habe. Infiziert damit nicht etwa irgendwo "in Land exotisch". Aber irgendwo im normalen Umfeld in DEU. Herausfinden, wo & wie konnte nie wer auch nur ansatzweise.

Je länger die ø Beatmungsdauer von schwer erkrankten Corona-Patenten ist. Desto wichtiger ist doch auch, "Cluster" zu identifizieren.

Scheint mir in fast allen Ländern zu wenig Aufmerksamkeit hierfür zu sein.

@pxslo 21:44

Ihr Kommentar:
"Selbst die Amerikaner werden Probleme bekommen."
Ich denke die USA hat schon länger ein ganz anderes "Problem"

21:50 von andererseits

was ich nicht verstehe ....
wir vergeben uns doch nichts
wenn wir die aktuell nicht benötigte Intensivbetten und Beatmungsgeräte
zur Verfügung stellen, bis wir sie vielleicht (hoffentlich nicht) brauchen

Bayern

hat jetzt die meisten Coronafälle und Jena führt eine teilweise Mundschutzpflicht ein.
Mein Mann ist in die Geisterschicht gefahren und setzt sich gerade wieder im 3 Schicht Betrieb einem Risiko aus. Wie soviele Arbeitnehmer, die sich nicht zuhause wegschließen können. Wie man als Bürger mit dieser permanenten nervlichen Stressbelastung umgehen soll, ich weiß es ehrlich gesagt wirklich nicht. Man würde am liebsten vor sich selbst davonlaufen...

22:21 von fathaland slim

"Man kann das ungarische Notstandsgesetz mit Fug und Recht als Ermächtigungsgesetz bezeichnen.
Und ja, Sie haben Recht. Wenn die EU sich von einem solchen Herrscher derart auf der Nase herumtanzen lässt, dann hat sie ein gewaltiges Legitimitätsproblem."

Warum wird immer auf Ungarn herumgetanzt? Auf den griechischen Inseln vegetieren zehntausende Flüchtlinge in eisiger Kälte dahin - ein richtiger Hot-Spot für alle möglichen Viren. Ohne Nahrung und ohne Medizin!

Und was macht unsere EU-Chef-Diplomaten Ursula von der Leyen? Sie lobt das Vorgehen der Griechen und sichert dem Land weitere 700 Mio € aus der EU-Kasse zu. Unglaublich! Und was bekommen die Flüchtlinge? Nichts! Es ist nur eine Frage der Zeit, bis dort das Massensterben beginnt.

@um 21:38 von Günter Schollatur

Im Falle von Österreich kann ich ihnen leider nicht zustimmen, ich lebe dort seit einigen Jahren. In Österreich wird sehr viel getestet plus gleichzeitig befinden wir uns in der dritten Quarantänewoche. Die Zahl der Toten ist extrem niedrig (108). Österreich hat sehr schnell gehandelt und steht im internationalen Vergleich, wie Deutschland extrem gut da. Das Krankenhaus in Innsbruck (eine der am schlimmsten betroffenen Regionen) arbeitet einwandfrei, hat Kapazitäten, Ausrüstung, kein überarbeitetes Personal etc. Hier gibt es zwar soziale Einschränkungen aber keine Krise.

22:19 von Magic.fire

Zitat:"wer macht die Auswahl wer zu einer med. Versorgung geflogen wird, wo weit bessere Heilungschancen bestehen. "
Meine Vermutung (und Hoffnung): Die behandelnden Ärzte vor Ort nach dem Kriterium der Transportfähigkeit und der Heilungschancen.

um 22:19 von Magic.fire

Da gibt es nichts zu recherchieren, solange wir die Möglichkeit haben zu helfen ist das unsere oberste Pflicht. Solidarität ist das Gebot der Stunde.

22:34 von Minka04

"Mein Mann ist in die Geisterschicht gefahren und setzt sich gerade wieder im 3 Schicht Betrieb einem Risiko aus. Wie soviele Arbeitnehmer, die sich nicht zuhause wegschließen können."

Ich muss auch jeden Tag früh raus und 8 Stunden arbeiten. Der Krankenstand in meiner Firma ist enorm. Viele haben sich vorsorglich krank schreiben lassen, obwohl kerngesund - da hat die Psyche nicht mehr mitgespielt. Jeder spricht nur noch von Toten, Infizierten u. Ansteckungen. Wenigstens arbeite ich nicht im Krankenhaus.

um 22:31 von Sisyphos3

>>
was ich nicht verstehe ....
wir vergeben uns doch nichts
wenn wir die aktuell nicht benötigte Intensivbetten und Beatmungsgeräte
zur Verfügung stellen, bis wir sie vielleicht (hoffentlich nicht) brauchen
<<

Das mit dem "brauchen" ist so eine Sache und m.E. fehlen hier doch einige Informationen. Wenn ich es richtig verstanden habe, dann dauert die Behandlung eines Intensivfalls bis zu 4 Wochen. Unser Problem sind ja nicht die Infizierten an sich, sondern die schweren Fälle. Und man geht im Moment davon aus, dass der Anteil der Älteren unter den Neuinfizierten steigt und damit steigt auch der Bedarf an Intensivbehandlungen und Bearbeitungsgeräten.

re baerli500

"Warum holt die Bundeswehr die kranken Menschen von Italian and Frankreich nach Deutschland?
Sinnvoller were es die Betten und Beatmungsgeraete mit Personal zu entsenden.
Die Kosten fuer den Flug und der unoetige CO 2 ausstoss ist in einem halben Jahr niemanden zu vermitteln."

Es ist nicht zu fassen, was hier für ein Blödsinn verzapft wird.

Intensivbetten kann man nicht wie ein IKEA-Möbel mal eben einpacken und wegschicken. Da hängt eine ganze klinische Infrastruktur dran.
Und ob deutsche Pflegekräfte sich für den Auslandseinsatz verpflichten lassen?
Der CO2 Ausstoß im Flugverkehr ist übrigens derzeit sowas von minimal ...

Ich finde es auch gut

Diese Hilfsbereitschaft der BRD. Nur es muss wohl auch noch eine finanzielle Hilfe für Italien kommen.Das Land schafft es alleine nicht und unsere Bundesregierung sollte Italien unterstützen.M.M.

Schon schlimm, was man hier

wieder zu lesen bekommt.
Scheinbar wollen einige jetzt auch Intensivbetten Hamstern statt Anderen zu helfen, solange das möglich ist.
Meine Güte, wo bleiben Menschlichkeit und Solidarität?
PS, da ich im Mundschutz Thread nicht mehr Posten konnte:
Wenn ein Forist dort verkündet, daß er vorausschauend gehandelt hat, da er sich einen Vorrat für 3Monate zugelegt habe:
Schon mal dran gedacht, dass ein Monat vielleicht klüger gewesen wäre, denn dann hätten zwei Andere auch noch für einen Monat etwas bekommen.
Bedenken Sie, dass ein Mundschutz nicht Sie vor Ansteckung schützt, sondern Andere vor Ihnen.
Sie hätten also mehr davon, wenn noch zwei weitere Menschen Schutzmasken tragen würden.

21:38 von Günter Schollatur

@ psxlo

Die Lage in Italien war vor 5 Wochen auch entspannt.

Die Infektion startete in beiden Ländern etwa gleichzeitig. Deutschland hat aber direkt von Anfang an sehr viel getestet und Kontakte und Infektionen nachverfolgt.
Das haben Italien und Österreich leider nicht gemacht. Österreich stehen italienische Verhältnisse unmittelbar bevor. Deutschland wird viel besser durch die Krise manövriert.
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Klar Merkel wurde schon viemal getestet. jetzt 3 x negativ?

@21:37 von Demokratieschue...

"Wenn wir zu viel rueberholen und zeitgleich bei uns zu viele Fälle sind, dann reißen wir die Kapazitätsgrenzen."

Ja wenn...
Sollen wir für den Fall der Fälle Intensiv-Betten leer stehenlassen?

Wenn auf der Autobahn ein Unfallopfer vor Ihnen liegt, warten Sie dann mit der Hilfe, weil ja das etwaige nächste Unfallopfer vielleicht ein Verwandter sein könnte?

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