Kommentare

Erntehelfer dürfen wegen Corona-Krise nicht mehr einreisen

was soll´s

300.000 werden benötigt
also gibt man 10 % von den 3 Millionen Arbeitssuchenden ne Chance auf Arbeit
oder 20 % ne Halbtagesbeschäftigung dass sie wieder ins Arbeitsleben reinkommen

Das finde ich nicht richtig

Die Infektion mit dem Coronavirus und dessen Auswirkungen muessen mit verschiedenen Strategien bekaempft werden.

Zu Hause bleiben ist eine notwendige Massnahme. Andere Massnahmen muessen darauf abzielen, bestimmte Wirtschaftsbereiche am Laufen zu halten. Es waere ein Einfaches Erntehelfer zu testen und nach Test fuer die Arbeit freizugeben. Dies waere fuer beide, die Helfer und Landwirte ein Gewinn. Der Kunde koennte auch noch von der Sicherheit profitieren.

Und warum nicht?

Auf beiden Seiten der Grenze ist der Virus nachgewiesen und auf beiden Seiten der Grenze gibt es Millionen Menschen die gesund sind und nur tausende Infizierten.
Die Erntehelfer nicht über die Grenze zu lassen zerstört Existenzen, es schützt aber die Deutschen absolut überhaupt gar nicht. Es ist ja nicht so als würden die Erntehelfer bei unseren Großeltern im Wohnzimmer übernachten.
Im Idealfall erspart man sich einige hundert Fälle von infizierten Erntehelfern, die aber ohnehin unter Sich geblieben wären, im schlimmsten Fall werden tausende Spargelbauern pleite gehen und ein Stück Kulturgut unwiederbringlich verloren gehen.
Eine einfache Kontrolle der Temperatur bei der Einreise wäre absolut ausreichend. Es geht nicht darum jeden Coronafall zu vermeiden, sondern nur die Kurve abzufalchen. Und ob bei Zehntausenden infizierter Deutscher 2-3 infizierte Polen über die Grenze kommen, spielt auch keine Rolle mehr. Den Ersten hätte man stoppen müssen, aber da hat die Politik Fasching gefeier

Vorsicht

Die Erntehelfer kommen ja oft mit vollen Bussen aus Osteuropa und wohnen bei vielen Bauern in Personalunterkünften zusammengefercht in Mehrbettzimmern und wenige Klos. Wie sollte da denn auf Abstand voneinander und richtige Hygiene gewährleistet sein? Im übrigen bin ich der Meinung, Spargel und Wein (zum trinken) sind nicht die wichtigsten Lebensmittel, die wir im Moment unbedingt benötigen!

Vielleicht könnte man

Hartz IV Empfängern einen Zuverdienst, der nicht angerechnet wird ermöglichen?

Coronavirus !

Wie sagte Herr Altmaier, die System- relevanten Firmen müssen geschützt und erhalten werden.
Das sind aber anscheinend nur solche Firmen, die die großen Gewinne und hohe Aktienkurse garantieren, wie auch hohe Dividenden.
Leider gehören dazu halt keine landwirtschaftliche Betriebe, die erzeugen ja nur ein paar unwichtige Lebensmittel.
Am Besten treten all diese unfähigen Minister gleich zurück, sonst wird die heimische Landwirtschaft noch komplett an die Wand gefahren.

Aerzte werden auch nicht taeglich getestet

Aerzte und andere InfektionsVectorIncubatoren werden nicht taeglich getestet... aber der Wirtschaft brummt man das geringe Risiko auf.
Da muss wohl jemand wirklich viel Kompetenz in der Regierung haben.
Lebensmittel werden also auch teurer werden.

re sisyphos3

"Erntehelfer dürfen wegen Corona-Krise nicht mehr einreisen

was soll´s

300.000 werden benötigt
also gibt man 10 % von den 3 Millionen Arbeitssuchenden ne Chance auf Arbeit
oder 20 % ne Halbtagesbeschäftigung dass sie wieder ins Arbeitsleben reinkommen"

Diese "Chance" hatten Ihre Arbeitssuchenden schon seit Jahren.

Wenn Sie bis heute noch nicht kapiert haben, warum stattdessen Polen und Rumänen auf den Feldern gearbeitet haben ...

Zuverdienstregeln für ALG2 ändern

Die Politik sollte sofort die Zuverdienstregeln für ALG2 ändern, und es würde sich für Arbeitslose lohnen, hier einzuspringen!

Weniger Geld in der Tasche, Essen wird teurer.

Ganz toll, wie man das öffentliche Leben lahmlegt und die Haushalte belastet.

Vielen Menschen bricht das Einkommen weg, da sie Berufsverboten (!) unterliegen.

Und nun wird höchstwahrscheinlich auch die Nahrung teurer. Denn Deutsche lassen sich zu solchen Billiglöhnen eher selten zum harten Schuften verleiten. Deshalb nimmt man schließlich Arbeiter aus dem Ausland.

Ich bin gespannt, wann die Stimmung kippt und Menschen nicht mehr bereit sind für die i.d.R. vorzeitigen Todesfälle (Durchschnittsalter der Toten liegt bei > 80 Jahren!) so harte Einschnitte in Kauf zu nehmen.

Lösbares Problem

Die Spargelernte beginnt, anderes Gemüse muss jetzt ausgesät werden. Normalerweise machen das Saisonarbeitskräfte, die oft aus Polen oder Bulgarien kommen. Doch ab heute dürfen sie nicht mehr einreisen

Wir haben jetzt genau zwei Optionen: Entweder wir verzichten auf den Spargel (und auch auf das "andere Gemüse"), oder wir machen den Job der Saisonarbeitskräfte selber. Ist ja nicht so, dass es für die nicht auch in ihrer Heimat genug Sinnvolles zu tun gäbe.

Bericht zeigt nich alle relevanten Aspekte

Ich habe den Eindruck, der Bericht zeigt nicht alle relevanten Aspekte. Es wird gesagt, die Erntehelferinnen und Erntehelfer kommen nicht aus Angst vor dem Virus. Das glaube ich nicht. Die wissenschaftlichen Daten konvergieren zu einem normalen Grippenvirus der für junge Leute in der Ernte harmlos ist. Es sind die hohen Fallzahlen (mangels Immunität der Bevölkerung vor dem neuen Virus), die das Problem z.B. für unser Gesundheitssystem, Feuerwehr usw. sind. Die Aspekte, die ich im Bericht vermisse: Bekommen die Erntehelfer Lohn wenn sie krank sind? Oder sitzen sie dann in dem für sie teuren Deutschland fest und verlieren ihr kleines Gehalt? Sind sie krankenversichert falls sie doch zu starke Grippensymptome haben und eine ärztliche Behandlung (nicht Spitalaufenthalt) brauchen? Geht die Maßnahme der Regierung, Sozialkostenfrei länger arbeiten zu können, überhaupt in die richtige Richtung? Oder haben wir hier vielmehr das Problem, dass wir billig essen wollen, auf Kosten von Arbeitenden?

rer Truman Welt

Das wird dann der Grund, weshalb z. B. Spargel zum Gourmet-Genuss wird, weil er entsprechend kosten wird.
Aber daran werden wir uns eh gewöhnen müssen. Die Extrem-Verschuldung in diesem Jahr bei gleichzeitigem drastischen Rückgang des BIP führt zum Effekt des Anwerfens der Gelddruckmaschine, was bedeutet, es ist wesentlich mehr Geld im Umlauf bei signifikant weniger Waren und Dienstleistungen. Das bedeutet, die Inflationsrate schießt soweit nach oben wie jetzt die Wirtschaft einbricht. Davon berichten die Wirtschaftsweisen natürlich nicht, weil ansonsten eine neue Verunsicherung entsteht. Das werden wir in homöopathischer Dosierung verabreicht bekommen. Dieses Jahr vielleicht noch nicht so sehr, weil viele Preise eingebrochen sind durch Ausfall der Nachfrage wie bspw. Öl. Aber ab der 2. Jahreshälfte wird es anziehen und ab nächstes Jahr stark durchschlagen. Inflationsraten von unter 2% werden wir ab spätestens nächstes Jahr nicht mehr sehen, mit dem Euro wahrscheinlich nie mehr!

Da bin ich mal gespannt,

ob die Solidarität und / oder die Fähigkeiten der z.Zt. beschäftigungslosen Menschen (nicht nur Arbeitslose!) ausreicht, um dieses Problem zu lösen. Die Arbeit auf einem Erdbeer- oder Spargelfeld ist ja kein Zuckerschlecken und einen Grund wird es ja haben, dass unsere Landwirte seit Jahren mit osteuropäischen Erntehelfern arbeiten (müssen).

Folge davon

Die Folge davon wird sein, dass sich keine Erntehelfer finden lassen werden. Arbeitslose könnten sich ja vom Arzt eine AU bescheinigen lassen, ohne vorstellig zu werden.

Dann wird's kaum Spargel geben und auch weniger Gemüse, was ausgesät werden müsste.

Man kann halt nicht alles haben. Entweder Coronaschutz, oder Pflegekräfte und Erntehelfer

Ehrlich gesagt

ich freue mich jedes Jahr auf die Spargelsaison.
Aber jetzt geht die Sicherheit vor.
Die Spargelbauern sollten deshalb den Spargel unterpflügen.
Auf Spargel muß man verzichten.

@IBELIN (von 13:41)

Ja, natürlich müssen alle Auswirkungen mit unterschiedlichen Strategien bekämpft werden.

Aber eben auch mit unterschiedlichen Prioritäten. Und da steht der Schutz der Gesundheit und Vermeidung einer Überlastung der Gesundheitssysteme ganz oben.

Wirtschaftliche Aspekte sind wichtig, aber für mich und zum Glück die Mehrheit nicht genauso wichtig.

Wie man bisher ja auch daran sieht, dass Wichtiges noch aktiv ist, ist es ein Spagat.
Eindeutig klar ist, dass jeder Kontakt ein Risiko ist, weil ein früher, negativer Test, eben keinerlei Garantie ist, dass der Getestete wirklich negativ ist. Deswegen will das RKI ja nun auch erst ab Symptomen testen. (Abgesehen davon, dass man nicht mal eben 300.000 Tests über hat)

Und wenn man mal eben 300.000 Menschen durch die Gegend bewegt, untergräbt es massiv den Effekt, den wir uns alle durch die auferlegten Beschränkungen erhoffen.

Wenn es so schön einfach wäre, könnten wir Friseure, Schüler und Lehrer doch auch einfach testen.

Ein Drahtseilakt

Eine ziemlich verzwickte Angelegenheit. Auf der einen Seite kann man Infektionen nur vermindern, wenn möglichst viele zuhause bleiben und Kontakte möglichst reduziert werden. Auf der anderen Seite braucht man Lebensmittel. Die Unterkünfte der Saisonarbeiter sind meist sehr beengt und wenig hygienisch. Wer schon mal auf z.B. einem Gurkenflieger gelegen hat weiß, da ist kein Platz für 1,5 m Abstand. Alles in allem eine wirklich schwierige Lage.

Das wird schwierig

Selbst Kur- und Urlaubsorte in Deutschland schickten bereits teilweise Urlauber nach Hause.

Mancherorts werden Autos mit fremden Kennzeichen und der Wohnort der Fahrenden auf dem Ausweis kontrolliert und ggf. die Leute wieder zurück geschickt.

Und da sollen sich Freiwillige per Internet melden?

Leistungsträger

25. März 2020 um 13:37 von Sisyphos3

"was soll´s

300.000 werden benötigt
also gibt man 10 % von den 3 Millionen Arbeitssuchenden ne Chance auf Arbeit
oder 20 % ne Halbtagesbeschäftigung..."

Tagein tagaus bemühen sich informierte Leser, den Stellenwert dieser Tätigkeiten für die Volkswirtschaft und vor allem die physischen Anforderungen darzustellen, die diese tapferen Leute auf sich nehmen fern der Heimat. Alle, auch Sie wissen, daß das eine Arbeit ist von LEISTUNGSTRÄGERN. Wie kommen Sie dann auf die Idee, jede(r) könnte das tun?

Und Sie haben nichts besseres zu tun, als in der an sich skandalös hohen Arbeitslosigkeit nach Futter zu suchen für Ihre üblichen Verächtlichkeiten und schnodderigen "Expertisen" zu Allem und Jedem.

Ich weiß nicht, wen Sie mit Ihrer aufgesetzten Lässigkeit und den verstümmelten Artikeln beeindrucken wollen, wo hier oft gut aufgeräumter Sachverstand gegenteilige Belege liefert. Wie schon andere gesagt haben: Gehen Sie mal ne Stunde Spargelstechen.

"Insbesondere Obst-, Gemüse-

"Insbesondere Obst-, Gemüse- und Weinbaubetriebe bräuchten dringend Arbeitskräfte, so Rukwied. In der Landwirtschaft sind jährlich knapp 300.000 Saisonarbeitskräfte beschäftigt, die vor allem aus Osteuropa kommen."

Man könnte meinen dieses Einreiseverbot trifft die Obst-, Gemüse- und Weinbaubetriebe so hart wie die Abschaffung der Leibeigenschaft einst die Gutsbesitzer traf.

Wer harte körperliche Arbeit schlecht bezahlen möchte oder nicht gut bezahlen kann, der sollte auch keinen Betrieb führen dürfen.

Aber warum wird dann nicht....

auf die Zuwanderer der letzten Jahre zurückgegriffen, die bisher noch keine Anstellung gefunden haben. Da werden sich doch 300.000 kräftige Männer drunter befinden auf die die Anforderungen zutrefffen. Zudem ist es ein guter Schritt zur Integration. Denn wie wir aus der Vergangenheit gelernt haben geschieht die beste Integration im Arbeitsalltag.

Weltwärtsfreiwillige als Erntehelfer

Jedes Jahr reisen viele junge Deutsche (u. a. im "weltwärts-Programm" des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) in die Entwicklungsländer dieser Welt, um für ein Jahr oder ein paar Monate an Schulen oder gemeinnützigen Einrichtungen zu helfen. Aufgrund der Corona-Pandemie werden diese gerade zurückgeholt. Man könnte sie in der Landwirtschaft als Erntehelfer gut einsetzen. So lernen sie wenigstens für einige Wochen, wie es ist, harte körperliche Arbeit zu verrichten und verdienen noch ein bisschen Geld dabei. Gesund genug müssten sie ja sein.

@14:08 von Bigbirl: Spargel unterpflügen

"Die Spargelbauern sollten deshalb den Spargel unterpflügen.
Auf Spargel muß man verzichten."

Sie können ja vielleicht auf den Spargel verzichten. Die Spargelbauern ganz sicher nicht. Schließlich müssen viele von diesen Bauern den Rest des Jahres von dem Geld leben, dass sie mit der Spargelernte erwirtschaften.

Wer soll denn den Verdienstausfall zahlen?

"das Einreiseverbot treffe

"das Einreiseverbot treffe die Betriebe in der jetzigen Phase sehr hart."

Wenn Betriebe dadurch hart getroffen werden, dass sie keine Niedriglöhner importieren dürfen, dann läuft da etwas falsch.
Es ist ja nicht so, als könnten nur Polen und Bulgaren Spargel stechen.....
Hört endlich auf, die Abschaffung der Leibeigenschaft zu betrauern und zahlt endlich ordentliche Löhne - 1789 kann und wird sich wiederholen wenn das so weitergeht.

Nicht gut

Das hätte man vielleicht auch anders machen können. Nun denn, jetzt ist unsere Solidargemeinschaft gefragt, bei der Ernte zu helfen. Aber vielleicht hilft auch Gottes Segen, den Spargel zu ernten. Der Papst hat Gott heute um Hilfe gebeten; nun werden wir anhand der Fallzahlen in den nächsten Wochen sehen, ob der Segen etwas bringt und der Virus von uns geht. Schön wärs ja.

@rkessler (um 13:56 Uhr)

Aerzte und andere InfektionsVectorIncubatoren werden nicht taeglich getestet...
Ja, weil ein früher Test keine Aussagekraft hat. Bei begründetem Verdacht (Hygieneunfall, Symptome) wird aber Isoliert und mit zeitlichem Abstand getestet.

aber der Wirtschaft brummt man das geringe Risiko auf.
Nein, man bewahrt die Wirtschaft vor einem Risiko durch Infektionen und Vertrauensverlust in Sicherheit.

Da muss wohl jemand wirklich viel Kompetenz in der Regierung haben.
Da stimme ich ihnen voll zu und bin dankbar dafür, dass Spargel (temporär) weniger Priorität hat, als Gesundheitsgefahr. (Bei Ärzten ist das anders)

Lebensmittel werden also auch teurer werden.
Ja natürlich, erwartbar bei Vielem. Sonderangebote werden Sie auch seltener sehen. Aber den geringsten Einfluss daran haben fehlende Saisonarbeiter.

Sie sollten mehr mit dem Virus hadern, als mit denen, die seine Auswirkungen zu minimieren suchen.

Rumgejammer

Wenn ich dieses Rumgejammer hier schon lese...
Die Situation ist da, wir können´s kurzfristig nicht ändern. Schuldzuweisungen bringen uns nicht weiter. Unser Betrieb bleibt für die nächsten Wochen jeden Freitag zu, Chef hat Kurzarbeitergeld beantragt. Ich geh Freitags beim Bauern im Nachbarort Kopfsalat ernten. ...mal sehen wie das ist.

14:08, Bigbirl

>>Ehrlich gesagt
ich freue mich jedes Jahr auf die Spargelsaison.
Aber jetzt geht die Sicherheit vor.
Die Spargelbauern sollten deshalb den Spargel unterpflügen.
Auf Spargel muß man verzichten.<<

Warum sollte man den Spargel unterpflügen?

Spargel ist eine winterharte Rhizomstaude, also mehrjährig. Wenn der Spargel mal ein Jahr nicht geerntet wird, dann freut ihn das sogar und kräftigt ihn.

Arbeitslose auf die Spargelfelder?

Die allerwenigsten Arbeitslosen würden dort überhaupt einen Tag durchhalten. Und dann am nächsten Morgen nicht aus dem Bett kommen, wegen Rückenschmerzen, Muskelkater usw.

Wenn überhaupt, dann geht das nur stundenweise. Nach ungefähr drei Wochen wäre man dann vielleicht genügend trainiert, um eine volle 40 Stunden-Arbeitswoche durchzuhalten.

Ungewohnte härteste körperliche Arbeit ist niemand auf Anhieb zu leisten im Stande.

Neues RTL2-Format "Vom Asi zum Erntehelfer"

Nein, Spaß beiseite. Gerade die Spargelbauern suchen nach Arbeitern, die das schonmal gemacht haben. Ungeübte Arbeitslose bringen da wohl nicht viel. Aber die Idee mit dem Zusatzverdienst für ALG2-Empfänger finde ich dennoch konstruktiv. Um Spargel essen zu können, würde ich den auch selber stechen. Hab's allerdings auch noch nicht gemacht.

@um 13:55 von Realitybites

"Hartz IV Empfängern einen Zuverdienst, der nicht angerechnet wird ermöglichen?"

Sehe ich auch als sinnvolle Alternative, um Anreize zu schaffen. Für herkömmlichen Lohn und Arbeitsbedingungen, wird sich kaum einer freiwillig finden. Zu dem ist das keine Arbeit, die man von heute auf morgen macht, denn die meisten dürften "morgen" mit allen mögl. gesundheitl. Beschwerden neben einen ordentlichen Muskelkater daheme bleiben.
Aber halbtags plus abzugsfreie Zuverdienstmöglichkeit, sehe ich da durchaus Potenzial.
Zu klären wäre da auch noch die An- und Abreise. Denn für eine Massenunterkunft wird sich kaum einer begeistern können.

14:08 @ Bigbirl .. Ehrlich gesagt

Die Landwirtschaft braucht aber die Einnahmen aus dem Spargelverkauf, und Spargel ist kein "Billig"gemüse

Am 25. März 2020 um 14:03 von PPA

"Die wissenschaftlichen Daten konvergieren zu einem normalen Grippenvirus der für junge Leute in der Ernte harmlos ist."
#
#
Erstens kommen keine jungen Leute als Erntehelfer.
Zweitens sollten Sie einmal Berichte über Krankenhäuser aus München lesen. Da liegen viele zwanzig und dreißigjährige ohne Vorerkrankung schon lange an den Beatmungsgeräten.
Die Mähr von den alten und Vorerkrankten kriegt man scheinbar nicht mehr aus den Köpfen raus.

13:57 karwandler

"Wenn sie bis heute noch nicht kapiert haben, warum stattdessen Polen und Rumänen auf den Feldern gearbeitet haben........"

Bin ganz bei ihnen diese "Chance" besteht schon seit zig Jahren.
Schon Herr Blüm wollte "Einheimische " Arbeitslose" auf die Felder schicken, hat natülich nicht geklappt. Erntehelfer ist wahrhaft ein Knochenjob morgens um 5 Uhr beginnen bei Wind und Wetter oft im nassen Boden nicht richtig vorankommend usw. und über die Bezahlung (für Einheimische) Schwamm drüber.

Vielleicht bringt uns diese Krise

auch dazu die Arbeit dieser Menschen mehr wertzuschätzen. Das wäre wenigstens was positives bei der ganzen Misere.

Äh, schon mal ein Spargelfeld gesehen?

Spargel kann man nicht so einfach unterpflügen. Da werden gerade Existenzen vernichtet. Solche Aussagen sind natürlich immer leicht, wenn die eigene Existenz nicht betroffen ist. Es wird an der frischen Luft gearbeitet, die Leute sind über das ganze Feld verteilt. Die Sicherheitsmaßnahmen können ohne Weiteres eingehalten werden.

re erich kästner

" Denn Deutsche lassen sich zu solchen Billiglöhnen eher selten zum harten Schuften verleiten. Deshalb nimmt man schließlich Arbeiter aus dem Ausland."

Es gibt in der Branche keine Billiglöhne. Und wenn Sie wissen wollen warum man Arbeiter aus dem Ausland nimmt fragen Sie mal einen Spargelbauern.

Wäre sinnvoller als hier das Märchen von den Ausländern aufzutischen, die den Deutschen die Löhne unterbieten.

14:23, Shuusui

>>"das Einreiseverbot treffe die Betriebe in der jetzigen Phase sehr hart."

Wenn Betriebe dadurch hart getroffen werden, dass sie keine Niedriglöhner importieren dürfen, dann läuft da etwas falsch.
Es ist ja nicht so, als könnten nur Polen und Bulgaren Spargel stechen.....
Hört endlich auf, die Abschaffung der Leibeigenschaft zu betrauern und zahlt endlich ordentliche Löhne - 1789 kann und wird sich wiederholen wenn das so weitergeht.<<

Ein Spargelstecher erhält mindestens den Mindestlohn.

Weltwärtsfreiwillige als Erntehelfer

Am 25. März 2020 um 14:23 von HRB AG

sehr guter Vorschlag! Je nachdem, an welchen landwirtschaftlichen Projekten sie im Ausland mitgewirkt haben, wäre die jungen Leute quasi Fachkräfte - nur wird man jetzt wahrscheinlich keine 100.000 auftreiben können.

@Am 25. März 2020 um 14:23 von HRB AG

Habe schon versucht, sozusagen proaktiv ein paar mir bekannte Pappenheim zu überzeugen, mit mir spargelstechen zu gehen. Ist nie was draus geworden, obwohl die selben Personen die Spargelkrise immer dazu verwendet, auf arbeitslose rumzuhacken. Nach dem Motto, so viele Arbeitslose und so wenig Spargel. Leider fehlt dann trotzdem am persönlichen Engagement. Man fordert gern von anderen, wozu man selber eigentlich gar nicht bereit ist. Das gehört mittlerweile wohl zum guten Ton. Spargelstechen ist wohl weniger prestigeträchtig als man denkt.

Ist es denn wirklich so schlimm

Natürlich werden sich Menschen weiterhin anstecken.
Nur wenn ich hier so einige Sachen lese, dann traue ich meinen Augen nicht.
Natürlich sollten die Grenzen geschlossen bleiben um die Ausbreitung so gut wie möglich einzudämmen.
Natürlich sind hier Existenzen in Gefahr.
Aber wenn hier die Politik das richtige Werkzeug findet, wird schon kein Bauer zugrunde gehen.
Wie bereits schon angemerkt.
Derzeit gibt es viele Deutsche die keine Arbeit haben, weil weggebrochen.
Hier ist also genug Personal vorhanden um Ernten einzufahren und die Felder neu zu bestellen. Was bei der Ernte vernichtet wird , weil wir alle keine Profis sind kann vom Staat aufgefangen werden. Die neue Saat ausbringen wird auch funktionieren, wenn es irgendwo zu Engpässen kommt kann hier der Staat auch einspringen.
Aber dann müssten einige tatsächlich mal ihre Knochen bewegen und sinnvoll einsetzen.
Dann holen wir doch lieber Erntehelfer und bleiben auf dem Sofa.

Jetzt wäre die Zeit reif

für Antikörpertests. Diese Menschen könnten ohne Angst vor Ansteckung und Erkrankung wieder arbeiten. Nehmen wir einfach wieder ungetestete Menschen und bringen sie zusammen, werden die Fallzahlen und die Belastung für das Gesundheitssystem wieder enorm ansteigen.

Darum sage ich : Liebe

Darum sage ich :
Liebe Spargelenthusiasten, wenn ihr dieses Frühjahr sowieso nicht nach Malle fliegt, wegen der Coronakrise, dann nutzt die Zeit doch mal das Spargelhandwerk von der Pike auf zu lernen. Schreibt euch beim nächsten Spargelbauern ein und verrichtet gutes Tagewerk an frischer Luft auf freiem Felde. Na, wie wäre es? Wenn man es richtig gemacht haben will, muss man es ohnehin selber machen. Einfach mal nicht von anderen fordern, sondern selber machen.

@Traumfahrer, 13:56

Sie machen es sich verdammt einfach. Auch ich freue mich auf die Spargel-Saison, aber ich sorge mich auch um die Gesundheit. Es ist schwer nachvollziehbar, wenn Kontaktverbote und Einreisesperren verhängt, dann aber eine große Zahl Erntehelfer ins Land gelassen werden. Wie wollen Sie diesen Spagat lösen?
Unsere Politiker handeln sehr verantwortungsvoll, das stimmt mich hoffnungsvoll. Sie haben in einer guten Zeit sehr sparsam gewirtschaftet und verfügen nun über Geld, das in der Not gebraucht wird. Ich bin froh und dankbar in diesem Land zu leben.

Ach ja, das "andere Gemüse"

kann ja auch aus dem Ausland importiert werden, oder? Sch.. drauf, wird's eben untergepflügt statt hier geerntet. Mit der Wertschätzung der landwirtschaftlichen Produktion (oder allgemein "dem praktischem Arbeiten") hat unsere verkopfte Rucola-Rollrasen-Bohème nicht so viel am Hut.

Erntehelfer

Ich finde auch unsere Bauern sind systemrelevant.
Wir haben so viel Menschen momentan die durch Kurzarbeit zu wenig verdienen. Zuwanderer die gerne arbeiten würden. Und ganz wichtig Massen Friday for Future
Kids die unbedingt was für die Bauern tun wollen.
Die Krise sollte uns lehren selber wieder klar zu kommen und uns nicht von andere abgängig zu machen. Wenn wir keine Bauern mehr haben, werdet ihr merken was euch fehlt. Jetzt habt ihr die Chance regional zu kaufen. Wir haben durch den Virus die Chance bekommen unser verhalten und Eßgewohnheiten zu überdenken. Wenn wir das nicht wollen dann viel Spass in den nächsten Jahren.

Spargelernte

zu deinem Beitrag fällt mir nur ein: " Und du isst keinen Spargel?" Wenn ja - wäre es doch ein gutes Zeichen selbst voran zu gehen...

@Insulaner/Bigbirl - Spargel unterpflügen ist die Baum absägen

Gerade Spargel habt gewisse eigenschaften welches anderes Gemüse nicht besitzen.

Einmal umplügen bedeutet 3 Jahre lang keine Ernte ! Sie sägen wohl gleich einen Apfelbaum um, nur weil in einem Apfel ein Wurm drinn war.

Tja, wenn Spargel gegen Corona helfen würde,
wären zum hamstern Millionen von freiwilligen am Feld

Teils irrige Vorstellungen

haben Manche hier. Man kann nicht eben ein paar Tausend Arbeitslose verpflichten und es geht auch nicht um Lohndumping. Spargelstechen ist Knochenarbeit, da muss man körperlich sehr belastbar und fit sein. Mit Kreuz- und Gelenkbeschwerden ist das nicht zu machen, so wenig wie Erdbeerpflücken. Sonst sind die Helfer am zweiten Tag beim Orthopäden. Ich bin gespannt, wie die Ernte eingebracht werden kann.

Ich kann in Südhessen keinen

Ich kann in Südhessen keinen spargelmangrl erkennen. Scheint ein regional begrenztes Problem zu sein. Denn hier sind die Erntehelfer schon seit Wochen unterwegs.
Abgesehen davon, igitt Spargel. Komplett pberschätzes Zeug.

@ fathaland slim

„Die allerwenigsten Arbeitslosen würden dort überhaupt einen Tag durchhalten. Und dann am nächsten Morgen nicht aus dem Bett kommen, wegen Rückenschmerzen, Muskelkater usw.

Wenn überhaupt, dann geht das nur stundenweise. Nach ungefähr drei Wochen wäre man dann vielleicht genügend trainiert, um eine volle 40 Stunden-Arbeitswoche durchzuhalten.

Ungewohnte härteste körperliche Arbeit ist niemand auf Anhieb zu leisten im Stande.“

Dann sollten wir schleunigst anfangen, unserer Gesellschaft das körperliche Arbeiten wieder näher zu bringen. Mein Vater und meine Mutter bewirtschaften einen Gemüsegarten und 3500qm im Alter von Mitte 60 noch komplett alleine. Und die Stöhnen nicht, sondern sind mit Freude bei der Aussaat und Ernte dabei.
Der Körper stellt sich sehr schnell auf neue Belastungen ein. Zumeist steht dem nur der Wille und die erlernte Bequemlichkeit im Wege.

Ich behaupte, viele Menschen kennen nur noch aus entfernter Erinnerung, was ein Muskelkater ist. Der schadet aber nicht!

Viele Deutsche werden der

Viele Deutsche werden der Landwirtschaft nicht helfen. Zum Teil sind die Landwirte sind auch selbst schuld.
Eine Bekannte wäre gerne bereit gewesen, wegen Kurzarbeit, bei der Spargelernte zu helfen. Jedoch wird nicht mehr als 7 Euro die Stunde gezahlt.
Dies würde der Landwirt allen seinen Erntehelfern zahlen. Also noch selbstverständlich damit geworben sich nicht an den gesetzlichen Mindestlohn zu halten.

Man findet hier in den Kommentaren viele wichtige Hinweise

Bauern können nicht einfach auf einen Teil ihres Erwerbs, hier Spargel- und Erdbeerernte verzichten - das kann den Unterschied zwischen Überleben und Pleite ausmachen. Auch findet man unter den Hartz IV-Empfängern nicht genug gesunde, kräftige Menschen, die stundenlange harte körperliche Arbeit aushalten - wäre das so, würden die auch schnell in Deutschland einen anderen, dauerhaften Job finden. Unsere Mitbürger in den östlichen EU-Mitgliedsstaaten haben aber noch sehr viele diese Fähigkeit und sie sind dringend auf dieses Einkommen angewiesen, ähnlich wie auch die tausenden äußerst fleissigen Pflegekräfte aus Polen. Ohne diese Hilfe aus dem Osten kommen wir gar nicht mehr aus. Wir müssen jetzt daher unbürokratische Lösungen finden, um für alle eine Lösung zu finden. Z.B. könnte der Bund Quarantäneorte (Kasernen) für solche Arbeiter bereit stellen, natürlich auf Staatskosten, für zwei Wochen vor und nach dem Einsatz. Das wäre die richtige Hilfe für die Landwirtschaft.

eine unnötige Gefährdung durch ausländische Arbeitskräft muss

unterbleiben.

Andere Länder machen es uns vor, z.B. Tschechien mit gänzlichem Abriegeln der Grenzen.

Es wird jetzt in Deutschland auch Arbeitskräfte geben, die diese Arbeiten machen können. Es muss ja nicht immer gleich ungeprüft und freiherzig Hartz IV gewährt werden, wenn derzeit Arbeitsplätze wegfallen.

Auch Asylbewerber können eingesetzt werden. Durch deren Entlohnung würden die Aufwendungen für diesen Personenkreis auch geringer werden.

Das allerletzte was wird jetzt brauchen sind jetzt Infektionen von außen.

Wir kasteien uns und durch Leichtsinn wird alles kaputt gemacht.

Erntehelfer dürfen wegen der Corona-Krise nicht mehr einreisen..

Und was soll jetzt geschehen ? Den Spargel auf dem Feld lassen ?
Aber wahrscheinlich werden sich doch zumindest ein Teil der benötigten Arbeitskräfte finden lassen.Es gibt ja genug ärmere Leute im Land.
Für die dann auch noch weniger Sozialversicherungsbeiträge als bisher entrichtet werden
müssen(siehe Artikel).

Neue Plattformen

"Verbände und das Bundeslandwirtschaftsministerium haben deshalb Internet-Plattformen aufgesetzt, um Betriebe und Freiwillige, die auf den Feldern arbeiten könnten, in Kontakt zu bringen."

Warum? Wieso? Gibt doch genug Plattformen wie www.aushilfsjobs.net, www.gelegenheitsjobs.de, www.nebenjobs.net, www.hilfskräfte.de, www.minijob-zentrum.de und viele mehr. DA sind doch schon die Bewerber angemeldet, die sich für diese Art Jobs interessieren.

Warum nutzt der Bauerverband diese Plattformen nicht? Total sinnlos eigene neue zu erstellen. Bis die bekannt werden, Haben die Saisonarbeiter schon keine Zeit mehr. Und ein Pool von Arbeitskräften wird auch nicht entstehen. Man ist ja nicht sein Leben lang Erbtehelfer. Jedenfalls nicht in Deutschland.

Allerdings wirds mit den Löhnen nicht klappen. Das was ein rumänischer Erbtehelfer bedient, kann man sich ja denken.

Vorbei ists mit der Nieriglohnarbeit. Vielleicht der Grund, warum die Landwirte keine Stellenanzeigen in Deutschland schalten?

14:43 von Tristram

Man fordert gern von anderen, wozu man selber eigentlich gar nicht bereit ist.
.
wie meinen sie das ?
also ich kriege kein Geld von der Gesellschaft
und von meinem Chef üblicherweise auch nix
wenn ich nichts arbeite
von daher,
ist es unbillig für Geldzahlungen auch was zu fordern
oder kriegen sie beim Aldi das Zeug umsonst das sie mitnehmen

Viele Probleme werden nach

Viele Probleme werden nach Ansicht von nicht wenigen Menschen gelöst mit Schotten dicht bzw. in dem Fall mit Grenzen dicht, dem die politikverantwortlichen fast aller Länder reflexartig nachgekommen sind.

So haben wir jetzt 'endlich' wieder Zustände, denen viele von denen herbeigesehnt haben. Auf den Erfolg bei der Bekämpfung der Pandemie wird das keinen Einfluss haben, da sich das Virus weltweit ausgebreitet hat, sicher aber bei der von Existenzen auf Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite.

Kein Spargel aus Franken - Bayern steht unter Hausarrest

andere Bundesländer waren da etwas klüger.

Dürfen ausländische Saisonarbeitskräfte ein- und ausreisen?

Grenzüberschreitendes Reisen aus berufsbedingten Gründen bleibt – unabhängig von der Staatsangehörigkeit – zulässig (u.a. Berufspendler, Saisonarbeitnehmer).
Als Nachweis für die berufsbedingte Reise dient eine vom Arbeitgeber ausgestellte Pendlerbescheinigung, die auch für Saisonarbeitskräfte zu verwenden ist. Diese steht auf der Seite der Bundespolizei zum Herunterladen zur Verfügung. Dort finden Sie auch, ebenso wie auf der Seite des Bundesinnenministeriums, weitere wichtige Hinweise zu Reisebeschränkungen und Grenzkontrollen

14:34, tagesschlau2012

>>Zweitens sollten Sie einmal Berichte über Krankenhäuser aus München lesen. Da liegen viele zwanzig und dreißigjährige ohne Vorerkrankung schon lange an den Beatmungsgeräten.
Die Mähr von den alten und Vorerkrankten kriegt man scheinbar nicht mehr aus den Köpfen raus.<<

Das Durchschnittsalter der in Deutschland am Virus verstorbenen Menschen liegt laut RKI bei 81 Jahren.

14:23 von HRB AG

«Jedes Jahr reisen viele junge Deutsche … in die Entwicklungsländer dieser Welt, um für ein Jahr oder ein paar Monate an Schulen oder gemeinnützigen Einrichtungen zu helfen … Man könnte sie in der Landwirtschaft als Erntehelfer gut einsetzen. So lernen sie wenigstens für einige Wochen, wie es ist, harte körperliche Arbeit zu verrichten und verdienen noch ein bisschen Geld dabei. Gesund genug müssten sie ja sein.»

6 Monate bspw. in Kenia oder Bolivien an Schulen geholfen.
Bspw. versucht, den Kindern ein wenig Englisch, oder Mathe beizubringen.

Schon ist wer Fraufrau oder Fachmann im Spargelstechen, oder geübter Erdbeerpflücker. Eigentlich Ernte-Experte für Früchte, Gemüse, Knoller jeglicher Art. Warum lernt eigentlich noch wer Landwirt … wo's doch sooo einfach ist, das auch anders alles zu können …?

In den Entwicklungsländern werden die jungen Erntehelfer in Spe-Zwangs-Verpflichtung aber alle definitiv gelernt haben, dass schriftliche Phrasen gar nix vom Acker reißen …

Die Ausreden wie anstrengende

Die Ausreden wie anstrengende Körperhaltung , dazu noch Überanstrengung, dann auch kleine Wehwehchen lasse ich nicht gelten. Was sind wir doch für ein Volk von unbeweglichen sowie bequemen Weicheiern.
Kann mich gut als Student erinnern, nebenher haben wir regelmäßig Spargel und Erdbeeren geerntet, trotz der körperlichen Anstrengung.
Die Bezahlung war nicht so moderat wie heute.

14:41 von karwandler

Und wenn Sie wissen wollen warum man Arbeiter aus dem Ausland nimmt fragen Sie mal einen Spargelbauern.
.
warum geben sie da keine Antwort ?
wäre doch ehrlich oder sind sie zu feige dazu
weil es nicht in das idiologische Weltbild passt

@ 14:51 von Tristram

"Darum sage ich :
Liebe Spargelenthusiasten, wenn ihr dieses Frühjahr sowieso nicht nach Malle fliegt, wegen der Coronakrise, dann nutzt die Zeit doch mal das Spargelhandwerk von der Pike auf zu lernen."
.
Sie sind ein witziger Mann ;-)
Erstens fliegen nicht alle nach Malle,
zweitens bedürfen nebenberufliche Tätigkeiten eine Zustimmung des Arbeitgebers,
drittens bräuchte ich dafür Urlaubstage (die ich gerade abbaue),
viertens bleibt dann nach der Steuer nicht mehr viel übrig.
Sie scheinen ja genug Zeit zu haben?
.
Aber ich würde mir meinen Spargel durchaus selber stechen. Habe ich kein Problem mit. Ob da der Bauer glücklich wird ist eine andere Frage.

14:32 von fathaland slim

Arbeitslose auf die Spargelfelder?

Die allerwenigsten Arbeitslosen würden dort überhaupt einen Tag durchhalten. Und dann am nächsten Morgen nicht aus dem Bett kommen, wegen Rückenschmerzen, Muskelkater usw.

Wenn überhaupt, dann geht das nur stundenweise. Nach ungefähr drei Wochen wäre man dann vielleicht genügend trainiert, um eine volle 40 Stunden-Arbeitswoche durchzuhalten.

Ungewohnte härteste körperliche Arbeit ist niemand auf Anhieb zu leisten im Stande.
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Solidarität wäre auch, wenn jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten hilft.
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Eben soviel Stunden, wie man leisten kann, dann könnten es Viele zusammen schaffen.
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Selbst trainiert könnte man es bei 37,5 Stunden lassen, um nicht gleich ein Abschreckungsmoment vorzugeben.

Spargel

Wie viele Spargelbauern gibt es in Deutschland? Sind die unser Hauptproblem? Ich glaube nicht. Wer Geld hat, die Lufthansa oder VW zu retten, der kann den Bauern auch den Ausfall des überflüssigen Luxusgemüses bezahlen. Schade, dass leider die Tonnen von Plastikfolie dafür schon verschwendet sind.

Fakten zum Lohn der Saisonarbeiter

Ihnen ist sicher nicht bekannt wie hoch die Löhne sind, anders kann ich Ihren Beitrag nicht deuten. Ich sags Ihnen - es ist Mindestlohn, auch als Billiglohn bekannt.

mfg

14:24 von Jochen Peter

Nicht gut

Das hätte man vielleicht auch anders machen können. Nun denn, jetzt ist unsere Solidargemeinschaft gefragt, bei der Ernte zu helfen. Aber vielleicht hilft auch Gottes Segen, den Spargel zu ernten. Der Papst hat Gott heute um Hilfe gebeten; nun werden wir anhand der Fallzahlen in den nächsten Wochen sehen, ob der Segen etwas bringt und der Virus von uns geht. Schön wärs ja.
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Anstatt Freitags für Future, könnten die Zwangsbeurlaubten die saisonalen jugendlichen Erntehelfer in allen sozialistischen Systemen der Welt, Ihre Solidarität zeigen.
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Auch in der Not kann man diese beweisen.

nicht mehr einreisen ?

Gut so.
Wir brauchen jetzt nicht noch neue mögliche Hotspots.

Es gibt jetzt viel die jetzt arbeitslos sind und sich gerne was dazuverdienen können.

@Sisyphos3

Muss jetzt jeder Arbeitslose eine Stelle als Erntehelfer annehmen? Ein Ingeneuer z.B. oder sonstige? Sehen Sie das nicht etwas zu einfach? Vielleicht bewerben Sie sich ja, um Ihre Rente aufzubessern (Sie sind ja Rentner, soweit mir bekannt?)?
Wenn die Zahlung in Ordnung ist, dann würden bestimmt einige es auch annehmen, aber für ohne Arbeit, das gleiche mit Arbeit, daran hackt es auch.

Spargel und Erntehelfer

Bezugnehmend auf die aktuelle Situation, Corona, Erntehelfer werden schlecht bezahlt und das Kilo Q1 Spargel kostet dieses Jahr mindestens 13- 14 €

Da wird schön verdient wenn das ganze noch einfach über den Ladentisch verkauft wird ......

Und generell sollten sich die Landwirte halt nur das anbauen so das Sie das selbst ernten können.
Zuschüsse hier und da bekommen LW sowieso vom Staat genug.
Das sieht an den stattlichen Fuhrparks der LW.

Wenn man die Langzeit Arbeitslosen, nicht einsetzen kann aus welchen Gründen auch immer muß der Staat Einwirken bei nicht Erfolg ALG kürzen.

Ansonsten ich brauche nicht unbedingt Spargel vor allem in dieser Zeit.

Mindestlohn ist Niedriglohn

daran ändert sich nichts.

Warum werden nicht z.B

Warum werden nicht z.B Studenten dazu verpflichtet als Erntehelfer die Bauern zu unterstützen. Die haben momentan viel Zeit da die ja Unis geschlossen sind. Zusätzlich lernen einige von Ihnen was wirklich arbeiten heißt , dabei verdienen sie noch was hinzu. Dann kommen manche auch nicht auf dumme Gedanken. Dies gilt auch für manchen Langzeitarbeitslosen!

Ungeachtet aller Einwände

(die teilweise berechtigt sein könnten): Für Manche(n) wäre hier eine gute Gelegenheit, sich wieder an geregelte und sinnvolle Beschäftigung zu gewöhnen . . .

@Am 25. März 2020 um 13:37 von Sisyphos3

Halbtagsbeschäftigung als Erntehelfer (also Saisonarbeiter) und damit ins Arbeitsleben kommen?

Wohl zuviel Hartz TV geschaut oder wie?
Der gute Spargel ist zu billig und die Bauern trauen sich keinen Preiskampf mit der Industrie (und Handel).

Also spuckt der Bauer nun in die Hände und erntet selber und kann sich dann den Niedrigpreis bei den Abnehmern leisten oder er bezahlt vernünftig und muss dann selber auf dem Markt stehen und verkaufen.

Wie der Bauer auch selber sagt, wenn er zu Niedrigpreisen an die Industrie verkauft und dann auch noch zu deutschen Lohnpreisen anstellt, dann lohnt es sich für ihn nicht mehr. Ist halt nur so, dass haargenau auch der Abnehmer und der Arbeiter so denken. Das Spiel, wer ist der Dumme, der sich ausbeuten lässt, muss der Bauer nicht erst versuchen. Die Industrie wird's nie sein und zum Glück die Arbeiter auch nicht mehr. Also packen alle an oder ein anderer machts.
Ich bin für Staatsautomatisierung und Nahrung als Grundbedürfnis kostenlos und frei.

Erntehelfer

Meiner Meinung nach könnten sich wenigstens mal jene beteiligen die sonst nur immer die Hand aufhalten Arbeitslose besser gesagt Arbeitssuchende und Gäste in unserem Land. Auch Friday for Future Anhänger könnten sich neu orientieren mit dem Motto "Friday for Futter".

Also ich esse

sehr gern Spargel vom regionalen Hof, meist sind es Polen die auf den Feldern arbeiten.
Einige Kommentatoren scheinen nicht gut mit der Materie vertraut, die Bezahlung ist sicher nicht wie bei BMW, das mag stimmen.
Wer das aber gut kann, kommen ja immer die selben Leute, die gehen auch mit gutem Geld nach Hause. Dazu kommen meist noch die Erdbeeren und anderes, und das Geld reicht dann oft für das ganze Jahr.
Manche bauen sich sogar vom zu Verdienst ein Haus, einfach sich mal mit den Menschen unterhalten, das hilft.
Es gibt unterschiedliche Motivation das zu machen, außer Armut.
Die Spargelbauern trifft es natürlich hart, weil auch die Fahrten zum Bauernhof mit Spargel essen wegfallen, wegen der Reisebeschränkung.
Lässt sich leider nicht ändern, müssen wir mal auf etwas verzichten, alles geht eben nicht.
Auf Spargel verzichten für uns, ist leichter, die anderen müssen auf Einkommen verzichten, wem geht da besser ?.
Die Antwort darf sich jeder selber geben,

@fathaland slim

Vielleicht hört sich das nur einfach an:"Spargelstecher", aber ist doch nicht so einfache Hilfsarbeit und es müsste mehr gezahlt werden? Der Spargel quasi als Luxuslebensmittel sehe ich beim Einkauf immer mit stolzen Preis, also vielleicht die Arbeiter auch stolzer vegüten.

14:51 Tristan

Selbstverständlich kann man auf Spargel verzichten.
Jedenfalls leichter als die Menschen auf ihren Lohnausfall die Jahr für Jahr als Saisonarbeiter kommen denen fehlen die Einnahmen die oft für das ganz Jahr reichen müssen.

@fathaland slim

Da sind wir wieder da angekommen, was ich schon lange fordere:
Ein Mindestlohn OK, aber auch ein Maximallohn für bestimmte Jobs einführen.

@fathaland slim, 14:41

"Ein Spargelstecher erhält mindestens den Mindestlohn"

Der allerdings angesichts dessen, was Sie in Ihrem Kommentar von 14:32 Uhr schreiben ein schlechter Witz ist. Und ein weiteres anschauliches Beispiel für das oft eklatante Missverhältnis zwischen "Leistung" und "Gegenleistung" in unserem globalen Wirtschaftssystem.

Am 25. März 2020 um 13:46 von Kessl

Das körperliche Leben von ausländischen Erntehelfern zu opfern für das soziale Überleben (Haus Hof und oft Durchschnittseinkommen) von Bauern ist aber sowas von Schandbärtchen. So eine Kultur darf zu Staub verfallen. Damit meine ich natürlich nur ihre Haltung und nicht den Spargel. Selbst wenn alle Bauern arbeitslos würden, das Land verschwindet ja nicht einfach. Gibt es wieder Wildspargel...:D

Am 25. März 2020 um 13:59 von Erich Kästner

Die Schuldenbremse des GG wird übergangen. Einschränkung der Bewegungsfreiheit ist gegen das GG. Warum setzt man das GG nicht gleich aus.
Und die Aufpasser (früher nannte man das Blockwarte) können es kaum erwarten, ihre Nachbarn zu denunzieren.

Ich verstehe euch nicht

Als Landwirt kann man über Städter nur mit dem Kopf schütteln..
Wir beschäftigen Polen, Rumänen, Bulgaren nicht weil sie billig sind. Das ist wirklich eine traurige Ansicht. Spargelstecher bekommen bis zu 12 Euro.
Wir beschäftigen sie, weil sie weder faul sind, noch zwei linke Hände haben und bei jedem Mist sich beschweren. Diese Menschen haben keinen Sozialstaat der sie auffängt wenn sie ihre Arbeit nicht machen.
Es bringt uns Landwirte nichts, deutsche Hartz4 Empfänger zu beschäftigen, da sie nicht bereit sind Leistung zu erbringen. Mit Akkordlöhnen ohne Mindestlohn Beschränkung könnte man darüber reden sich statt 100 Saisonarbeitern, 300 Deutsche aufs Feld zu stellen. Aber wenn das Produkt am Ende für den normalen Endverbraucher bezahlbar sein soll und zusätzlich im EU Binnenmarkt mithalten soll preislich, dann kannst du das nicht mit Deutschen erreichen.
Und ich glaube nicht, dass unsere Saisonarbeiter ein Corona Problem sind, ehr unsere ignoranten Bürger.

13:55 von Realitybites

"Hartz IV Empfängern einen Zuverdienst, der nicht angerechnet wird ermöglichen?"

Sie können aber nicht den Spargelstechern einen anrechnungsfreien Zuverdienst zugestehen und bei allen anderen Aufstockern jeden Cent (bis auf die Freibeträge) anrechnen. Das wird auch rein rechtlich nicht möglich sein.

Es gibt Schlimmeres

als Spargelstechen. Speziell in der Landwirtschaft. Speziell bei der Ernte oder dem setzen von Setzlingen, wenn man lange auf den Pritschen liegt um die Arbeit zu verrichten.

Selbst meine 80jährige Mutter hat noch einige Stunden ihren eigenen Spargel gestochen. Es ist jedenfalls noch besser als bei der Erdbeerernte wo man sich tief bücken muss. Ungeübten empfehle ich allerdings ebenfalls mal nur mit 4 Stunden Halbtagsbeschäftigung anzufangen. Der Mindestlohn ist für solche harten Arbeiten unangebracht. Ich bin sowieso der Meinung dass die am härtesten arbeitenden Menschen viel zu niedrig bezahlt werden, und die Sesselfurzer speziell unsere hochgelobten Manager aller kategorien viel zu hoch bezahlt werden. Wenn man die Härte der Tätigkeiten vergleicht, wird ein Polizist, eine Krankenschwester, ein Waldarbeiter, und auch ein Erntehelfer, geradezu gering bezahlt.

Am 25. März 2020 um 14:41 von fathaland slim

" Ein Spargelstecher erhält mindestens den Mindestlohn. "
Er bekommt schon etwas mehr als Mindestlohn, und dann noch was pro Kiste, die guten Stecher die jedes Jahr kommen.
Sind schon zufrieden, die Meinung vom Billiglohn, ist nicht ganz richtig.

Erntehelfer dürfen wegen Corona-Krise nicht mehr einreisen

Spargel stechen, Krankenpflege, Straßenbau -

das sind jetzt doch prima Aufgaben für die Vertreter der AfD und Pegida, die schon immer der Meinung waren, daß es zu viele Ausländer im Land gibt. Jetzt sind sie nicht da und wenn ihr Kurzarbeit oder Freistellung habt: Dann tut doch mal was konstruktives für Euer Vaterland.

@ jukekp 14:34

"Bin ganz bei ihnen diese "Chance" besteht schon seit zig Jahren.
Schon Herr Blüm wollte "Einheimische " Arbeitslose" auf die Felder schicken,... Erntehelfer ist wahrhaft ein Knochenjob morgens um 5 Uhr beginnen bei Wind und Wetter oft im nassen Boden..."

nach diesen Worten scheint es ein so etwas wie ein ungeschriebenes Gesetz zu sein, dass deutsche und andere einheimische Arbeitslose oder Hartz4-Empfänger diese Arbeit nicht machen müssen.

Ausländischen Erntehelfern kann man das ja ruhig zumuten. Klingt wie eine finstere Art von Nationalismus.

@Am 25. März 2020 um 13:55 von Realitybites

Das wäre natürlich eine Möglichkeit aber mit vielen Hindernissen.

Wenn man es einmal macht, dann verliert man das Grundrecht auf Freie Arbeitsplatzwahl. Klingt absurd, aber für das Jobcenter ist es dann zumutbar, selbst wenn du schlecht warst und das nicht willst. Und viele Sozialgerichte sind halt Exekutiv-Gehilfen und missachten eigentlich immer den Artikel 12 der Verfassung (Grundgesetz). Da muss man als Arbeitsloser sogar manchmal Gelegenheiten ausschlagen um sich davor zu bewahren.

Erntehelfer ist nur für gesunde Menschen etwas. Ist ja nicht so als ob da jeder sein eigenes Tempo haben dürfte. Man liegt auf nen riesen Tracker und der Bauer fährt dann eine ganze Schar von Helfern gleichzeitig über das Feld. Man muss lange liegen und versteift schnell die Muskeln dabei. Pinkelpausen sind auch schwer. Und ohne Maschine muss man sich schnell häufig bücken. Das geht auf den Rücken. Es wird einfach zu viel zu schnell verlangt von den Helfern.

Arbeitslose gibt's ja nicht aufne Dorf!

Da passt der Spruch....

wann werdet Ihr kapieren, dass man GELD nicht essen kann?

Hätte man in der guten Zeit ein gutes Gesundheitssystem aufgebaut, statt es an die Wand zu fahren, hätten wir jetzt kein Chaos, sowohl bei Material, als auch bei Krankenschwestern und Helfern. Und dass man heute nur besetzte Nummern wählen kann, ist auch kein besonders gutes Zeichen für eine gute Krankenbetreuung. Ich kenne nicht wenige Menschen, die angesichts dieser ausweglosen Situationen einfach zu Hause bleiben und es drauf ankommen lassen, entweder es heilt sich von selbst, oder es ist halt vorbei. Im Krankenhaus gibt es sowieso kein Medikament mit dem man Heilung erwarten könnte.

Einfach die unnatürlichen

Einfach die unnatürlichen Wärmeunterstützungen von den Spargeläckern nehmen und den deutschen Spargel wieder zu Zeiten anbieten, wann er hier wirklich ganz ohne Fußbodenheizung usw. wächst, also im späten April und Mai. Vielleicht dürfen bis dahin auch wieder ein paar Erntehelfer einreisen und jedem ist gedient.

um 13:59 von Erich Kästner

>>Ganz toll, wie man das öffentliche Leben lahmlegt und die Haushalte belastet.

Vielen Menschen bricht das Einkommen weg, da sie Berufsverboten (!) unterliegen.

Und nun wird höchstwahrscheinlich auch die Nahrung teurer. Denn Deutsche lassen sich zu solchen Billiglöhnen eher selten zum harten Schuften verleiten. Deshalb nimmt man schließlich Arbeiter aus dem Ausland.

Ich bin gespannt, wann die Stimmung kippt und Menschen nicht mehr bereit sind für die i.d.R. vorzeitigen Todesfälle (Durchschnittsalter der Toten liegt bei > 80 Jahren!) so harte Einschnitte in Kauf zu nehmen.<<

Dann wird es höchste Zeit das die Subventionierung von Spargel durch Ausbeutung von Billigarbeiter beendet wird.

Werter Bigbirl

Spargel unterpflügen und damit für immer beseitigen?
Informieren Sie sich mal über den Anbau von Spargel.
Ansonsten ist es wohl richtig, man kann auf Spargel verzichten. Aber wovon leben dann die Erzeuger?

14:41 von fathaland slim

"Ein Spargelstecher erhält mindestens den Mindestlohn."

Ach kommen sie. Sie wissen doch sehr genau, dass es viele Möglichkeiten gibt den zu unterlaufen. Auch und gerade bei den osteuropäischen Arbeitnehmern.

"Einfach mal nicht von

"Einfach mal nicht von anderen fordern, sondern selber machen."

ich befürchte, dass viele spargelfans der auffassung sind, dass so etwas wie spargelernten im ernsten sinn des wortes "polenarbeit" ist, und dass das daher bei ausfall der polen das maximal gefälligst die hartz IV empfänger oder die taxifahrer machen sollen, weil sich die freigestellten bankkaufleute und VW ingenieure dafür zu fein sind eine arbeit zu verrichten, bei der man sich bewegen muss und dreckig wird.

der spargel ist derweil ohnehin ernährungsphysiologisch völlig irrelevant, und kann von mir aus gerne ausfallen, genau wie der kopfsalat.

problematisch wird es hingegen bei den kartoffeln oder den erdbeeren.
letztere waren schon 2019 wegen des schlechten wetters unheimlich teuer.

ich sehe keine lösung.
bulgaren in bussen herzukarren und dann möglicherweise infiziert wieder heim in ihre dörfer zu schicken wäre mehr als unverantwortlich.

Idee

Meine Idee wäre es, den Mindestlohn für Spargelstecher steuerfrei zu machen. Wenn das schon so schlecht bezahlt wird und der Landwirt nicht mehr zahlen kann, dann kann ja vielleicht der Staat in der Not helfen?

Fokus

Ich meine das man den Fokus auf lebenswichtige Nahrungsmittel setzen sollte und für die Zukunft vom Staat so was fördert. Wer weiß, wann wir Corona überstehen und was als nächstes kommt. Da sollten lebenswichtige Nahrungsmittel garantiert/geschützt werden und Spargel zähle ich nicht unbedingt dazu.

@pwg51

Auf einem Acker muss man nicht zwingend Spargel anbauen, da denke ich gibts mehr zur Auswahl, besonders dann sollte man das nicht tun, wenn man auf Arbeiter aus dem Ausland angewiesen bzw. abhängig ist.

@14:11 von Sublime

"Eindeutig klar ist, dass jeder Kontakt ein Risiko ist, weil ein früher, negativer Test, eben keinerlei Garantie ist, dass der Getestete wirklich negativ ist. Deswegen will das RKI ja nun auch erst ab Symptomen testen. (Abgesehen davon, dass man nicht mal eben 300.000 Tests über hat)

Und wenn man mal eben 300.000 Menschen durch die Gegend bewegt, untergräbt es massiv den Effekt, den wir uns alle durch die auferlegten Beschränkungen erhoffen."

Schon richtig, aber Erntehelfer , sind eine ueberschaubare Anzahl und bleiben in einem ueberschaubaren Raum. Nachtesten kann man jederzeit. Auch bei Erntehelfern aus Deutschland kann man nicht sicher sein.

Gleiches gilt fuer LKW Fahrer. Ueberschaubare Anzahl, ueberschaubarer Bewegungsraum. Einfach mit dem Testen beginnen, erhoeht die Sicherheit im Vergleich zu nicht testen.

Ja man hat unbestritten zu wenig Tests. Auf Rat der Chinesen testen einige Balkanlaender mehr und finden mehr und koennen dadurch die Krankheit gezielter eindaemmen.

Die Bauern sind sich einig,

Die Bauern sind sich einig, dass Erntehelfer z.B. bei der Spargelernte nicht einfach durch unerfahrene Arbeitslose, Studenten oder Migranten ersetzt werden können. Spargelstechen ist halt etwas anderes, als Straße fegen oder Müll im Park einsammeln und erfordert eine mindestens drei bis vierwöchige Einarbeitung.

Aber es ist schon toll in diesem Land, je fachfremder und unterinformierter die Autoren, desto absurder die Beiträge und Vorschläge für unsere Landwirte.

@Erich Kästner

„ Ich bin gespannt, wann die Stimmung kippt und Menschen nicht mehr bereit sind für die i.d.R. vorzeitigen Todesfälle (Durchschnittsalter der Toten liegt bei > 80 Jahren!) so harte Einschnitte in Kauf zu nehmen.“ Sind wir schon wieder so weit? „Lebensunwertes Leben“?

@ Hackonya2

Meine Idee wäre es, den Mindestlohn für Spargelstecher steuerfrei zu machen. Wenn das schon so schlecht bezahlt wird.

Das wäre doch nicht gerecht. Wieso glauben Sie, dass Erntehelfer schlecht bezahlt sind? Es geht um angelernte Arbeitskräfte. Das sollte man mal unterstreichen. Wo sind denn die Löhne höher?

@ Hackonya2

Auf einem Acker muss man nicht zwingend Spargel anbauen,

Sollen wir das nicht den Bauern überlassen? Zu dieser Fremd-Entscheidung fehlt uns nicht nur die Kompetenz, sondern auch die Berechtigung. So funktioniert höchstens Planwirtschaft.

re sisyphos3

" 14:41 von karwandler

Und wenn Sie wissen wollen warum man Arbeiter aus dem Ausland nimmt fragen Sie mal einen Spargelbauern.
.
warum geben sie da keine Antwort ?
wäre doch ehrlich oder sind sie zu feige dazu
weil es nicht in das idiologische Weltbild passt"

Wenn Sie in den letzten 10 Jahren nicht gemerkt haben, wie mühevoll und ergebnislos die Arbeitsagenturen das versucht haben, was Sie hier als neue Idee vortragen, stehen Sie für das Thema einfach nicht im Stoff.

@ Hackonya2

Ich meine das man den Fokus auf lebenswichtige Nahrungsmittel setzen sollte.

Sie schreiben mir bitte nicht vor, was ich essen darf.

@ Realitybites

Vielleicht könnte man Hartz IV Empfängern einen Zuverdienst, der nicht angerechnet wird ermöglichen?

Das lohnt sich trotzdem nicht.

@ Realitybites

Vielleicht könnte man Hartz IV Empfängern einen Zuverdienst, der nicht angerechnet wird ermöglichen?

Ich bin in der DDR aufgewachsen. Da gab es das Prinzip Wer essen will, soll auch arbeiten.

@Hacknoya2

Spargel ist eine mehrjährige Kultur, da kann man nicht mal in einem Jahr zwischendurch Kartoffeln anbauen. Erdbeeren dito. Und nicht alles ist vollautomatisierbar. Erdbeeren werden dieses Jahr auf den Feldern vergammeln. Selberpflücken geht nicht überall.

Erstaunlich ist die Anzahl kreativer Vorschläge

wer denn jetzt die Arbeit auf den Spargelfeldern machen könnte.
Nicht erstaunlich ist, dass keiner davon für die eigene Person in Frage kommt.

Die deutsche Sprache hat dafür in der Liste geflügelter Worte:
Hannemann, geh du voran!

man staunt nur noch

wie unsere hiesigen schon vor neid beben, wenn sie spargel hören. wer glaubt denn, daß die spargelstecher zum mindestlohn arbeiten? die arbeiten nach menge und wurden ja schon von der eifelfrau mit der 37 stundenwoche vergrault. die erntehelfer verdienen jetzt soviel, daß sie davon das ganze jahr mit ihrer familie leben können.

15:30 von Hugin15

"Warum werden nicht z.B Studenten dazu verpflichtet als Erntehelfer die Bauern zu unterstützen."

.,.,.,.,.

Weil wir in keiner Diktatur mehr leben, wo man Menschen zum Arbeitsdienst verpflichten kann.

@15:44 von BinBauer75

Vielen Dank für Ihren Beitrag, der die Problematik unaufgeregt aus Ihrer Sicht beschreibt.

Ich selbst bin nicht der "Spargel-Fan", weiß aber was die Ernte für eine Kraftanstrengung ist.

... bin selbst im Dorf erwachsen geworden, als Sohn eines selbstständigen Gärtners und habe bereits in jungen Jahren lernen müssen grade Furchen zu ziehen ;)

Für den einen ist Spargel eine Luxusspeise, der verzichtbar ist, andere möchten ihn nicht missen wollen.

FAKT bleibt, Sie brauchen für die Ernte, die auch kostendeckend und erlösbringengend erledigt werden muss, Mitarbeiter die gewillt sind, und so wie Sie es tun, auch entsprechend vergütet werden.

... und ja, Spargelstechen kann nicht jeder. Ich auch nicht, hab früher auch "Mecker" bekommen und wurde gern für andere innerhalb der dörflichen bäuerlichen zu erledigenden Arbeiten verdonnert...

;)

@ akkl

Hätte man in der guten Zeit ein gutes Gesundheitssystem aufgebaut, statt es an die Wand zu fahren, hätten wir jetzt kein Chaos

Das kann ich nicht beurteilen. In Deutschland ist nichts an die Wand gefahren und wir haben kein Chaos. Ich wüsste jetzt auf Anhieb nicht, wo das Gesundheitssystem besser vorbereitet wäre.

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