Ihre Meinung zu: Bürgermeister Gori: Was Bergamos Todesfälle lehren

24. März 2020 - 20:11 Uhr

Kaum eine Stadt beklagt so viele Corona-Tote wie Bergamo. Der Bürgermeister der Stadt spricht über die Fehler, die Italien machte - und was andere daraus lernen sollten. Von Jörg Seisselberg.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
3.4
Durchschnitt: 3.4 (5 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Schonungslos

Der sozialdemokratische Bürgermeister Bergamos ist schonungslos offen und ehrlich. Es gab haarsträubende Fehler verschiedener staatlicher Stellen.
Jetzt sind resolute Maßnahmen da, die extremen Infektions- und Sterberaten werden zeitnah abnehmen. Aber der Schock sitzt tief.

In Deutschland haben wir die schlimmsten Fehler (auch durch die Hilfe aus China und Italien) vermieden und werden so Gott will mit deutlich geringeren Verlusten durch die Krise gehen.

Und hier in Deutschland

"Da damals alle unwissend waren, so der Bürgermeister, könne niemandem Leichtsinn vorgeworfen werden.“
Bei uns fanden noch Fußballspiele statt, da wusste man schon von Corona und hatte schon Infizierte. Und man fuhr noch in Urlaub und kam zurück und ging noch in die Schule.
Jeder Tote ist einer Zuviel und geht leider auf das Konto des Zögerns und Wartens und diskutierens. Und nun wird der Ministerpräsident von Bayern, der auch zuerst viel zu lange gewartet und gezögert hat, noch dafür verurteilt, dass er das Wochenende nicht mehr abwarten wollte, obwohl es bei uns schon an allen Ecken brennt. Wolken wir hier noch mehr Tote riskieren?Komischerweise greift allerdings niemand den Ministerpräsidenten des Saarlands oder von Hessen an.

Opfer

Leider müssen immer einige Staaten oder Menschen zuerst leiden, damit man von Fehlern lernt und Andere die davon was lernen, können besser damit umgehen.

Eigentlich hätte man schon aus China lernen können. Sie haben es auch zuerst nicht ernst genommen und konnten es nur durch drastische Maßnahmen zum Stillstand bringen.

Deswegen zählt Ausgangssperre, Grenzkontrollen und shutdown bis die Katastrophe vorbei ist. Impfstoff ist auch unterwegs.

"Nehmt die Erfahrungen aus

"Nehmt die Erfahrungen aus Bergamo in der Coronavirus-Krise ernst, greift eher früher als später zu konsequenten Maßnahmen. "Auch wir haben Fehler gemacht", sagt er. Niemand sei dagegen gefeit davor, diese schreckliche Epidemie zunächst zu unterschätzen."

--

Wie es aussieht, haben wir nicht aus Bergamo gelernt und werden einen hohen Preis dafür zahlen!

Am 12.03. hatte Deutschland 1.966 bestätige Fälle, heute 32.781 (Stand 19:50 Uhr).
Für alles kommende benötigt man noch nicht einmal eine Kristallkugel, es reicht der Taschenrechner.....

dieser Satz passt auch für D

"Leider hat man dann einige Tage gezögert"
Diesen Vorwurf muss sich auch unsere deutsche Regierung gefallen lassen.
Entschlossenes und schnelles Handeln war leider Fehlanzeige. Einreisestop aus Risikoländern verpennt .... Und dies, obwohl man die Entwicklung in China vor Augen hatte!

@Minka04

Ihre Beiträge hier zum Corona-Thema können wir nun schon eine Weile verfolgen, und zunächst möchte ich mich für Ihre rege Teilnahme und das damit zum Ausdruck gebrachte Engagement bedanken. Aaaaber …

Ihre eigentlich immer sehr apokalyptische Beschreibung der Zustände hier sind eine Sache. Man kann das sicher so sehen, dass wir kurz vor dem Aussterben stehen, auch wenn mein Eindruck ein anderer ist. Was mir allerdings noch weniger gefällt, ist, dass Ihre Posts immer angefüllt sind mit Anklagen und Schuldzuweisungen. Folgt man Ihnen, dann haben die Verantwortlichen (wer ist das eigentlich genau?) nicht nur von Anfang an die falschen Entscheidungen getroffen, sondern sie haben das auch stets wider besseres Wissen getan. Können Sie sich gar nicht vorstellen, dass die Beteiligten in bester Absicht gehandelt haben und eben ohne Informationen auskommen mussten, die nicht nur ihnen, sondern uns allen fehlten?

Endlich sagt es mal jemand

Danke an den Bürgermeister!
Das musste mal gesagt werden. Lang genug hat in Deutschland gedauert bis Maßnahmen getroffen wurden; kaum sind sie da, dann beginnen irgendwelche Nischenadvokaten schon wieder zu "prüfen" ob es rechtmäßig ist. (An anderer Stelle)
Liebe Damen und Herren Advokaten in euren Elfenbeintürmen: Es gibt auch Leute, deren Überleben davon abgängt, das man die Gesetze mal "großzügig auslegt "! Im übrigen plant hier niemand den dikatatorischen Umsturz, sondern es soll einfach ein medizinisches Ziel erreicht werden.
Einfach mal praktisch denken und das Erbsenzählerhirn ruhig stellen, hilft vielleicht die Lage klar zu sehen

Man sieht: Schnell und rigoros reagieren ist richtig

Danke dem Bürgermeister von Bergamo für seine schonungslos offene Aussage.
Daraus kann man tatsächlich lernen (wenn man es wirklich will):
Es hilft kein Zögern. Nur schnelle und rigorose sowie durchaus einschneidende Maßnahmen sind angesagt.

Wer es jetzt noch nicht kapiert hat und nicht umsetzt, macht sich schuldig an evtl. vielen Kranken und sogar Toten.

Leider haben die Verantwortlichen bei uns nicht aus den Fehlern Anderer gelernt. Unsere Krankenhäuser haben Operationen verschoben, um sich auf etwas vorzubereiten, was sie besser nicht tun sollten. Sie haben nämlich gerade deshalb so große Probleme, weil sie versuchen sollen, im selben Krankenhaus Corona-Patienten zu behandeln, ohne die anderen oft schwer kranken und daher besonders anfälligen Patienten anzustecken und damit umzubringen. Deshalb klagen sie über fehlende Hygiene-Artikel. Man sollte die Warnung des Bürgermeisters von Bergamo beachten und die Corona-Patienten in den vielen leerstehenden Hotels behandeln. Da könnte man sie so gut wie in einem Krankenhaus behandeln und viel leichter isolieren.

Kein Wort über das "schwache"

Kein Wort über das "schwache" Gesundheitssystem im Lande?

Bessere Intensivausstattung hätte die Zahl der Toten gedrückt.

@Kowalski

wir dürfen nun aber nicht den Fehler machen und die Maßnahmen ZU schnell wieder herunterzufahren. Denn genau diese Gefahr sehe ich schaue ich nur die einsetzende Flut von Anzeigen und Prozessen.

Gesunder Menschenverstand muss uns einfach sagen, diese Maßnahmen so lange aufrecht zu erhalten so die Zahl der Neuinfizierten bundesweit noch deutlich meßbar ist, also im Bereich 100+ liegt. Und man sollte sich davor hüten, regional "großzügig" zu agieren weil "hier bessert es sich ja zusehends".

Denn: Jeder Infizierte ist und bleibt ein Wirtstier, das Andere doch wieder anstecken kann.

Indes ich unser Volk lang genug kenn um zu ahnen: Sobald die Zahl der Neuinfektionen leise Hoffnung auf Besserung bietet rennen sie wieder in Scharen zum Gemeinsamgrillen an die Weiher... und machen so weiter wie eh und je, nichts lernend...

"Alles nicht so schlimm, die Leute sollen wieder

arbeiten gehen"!
Ich glaube, dass 10 von 10 Leuten mir sofort den Namen der Person nennen können, von der dieser Ausspruch stammt.
Ich würde mich freuen, wenn es den US-Bürgern
nicht so schlimm ergehen wird, wie uns hier in Europa, doch die Anzeichen sprechen anders.
Jedenfalls werden die Worte Mr. Trump noch
in den Ohren klingeln, wenn man ihn wegen Unfähigkeit endlich aus dem Amt wirft.

Warum ist die Sterberate in Italien so hoch?

Alte Bevölkerung und viel Kontakt mit den mobilen, jungen Menschen

Quelle:
https://www.deutschlandfunk.de/coronavirus-warum-ist-die-sterberate-in-i...

Wenn die Tragödie ein Gesicht erhält

Dank an Herrn Seisselberg. Der Bericht erschüttert mich, wie da das Rufen eines verantwortungsvollen Bürgermeisters überhört wurde.

Dass Zögern sich rächt, dieses Schema F haben wir schon so oft in Hollywood-Filmen gesehen. Es könnte ja sein, dass das Geschäft leidet. Der rote Ball wird erst dann am Strand hochgezogen, wenn der Weiße Hai die Badegäste dezimiert hat.

offene Worte, die betroffen machen und Hilfe erfordert

die klaren Worte und Eingeständnisse von BM Gori offenbaren die aktuelle und schreckliche Situation nicht nur in Bergamo, sondern in ganz Italien.
Um so mehr ist es lobenswert, dass Deutschland in dieser Not, im Rahmen seiner Möglichkeiten hier sowohl mit med. Ausrüstung als auch mit der Aufnahme von schwer erkrankten Patienten Italien zur Seite steht und hilft.
Allerdings benötigt Italien weit aus viel viel größere Hilfe und so schnell wie möglich.
Hier frage ich mich schon seit längere Zeit, warum in dieser großen Not, der Vatikan mit Hauptsitz in Rom/Italien, in den letzten Tagen und Wochen zu schweigsam ist??
Warum kann der Vatikan von seinem gigantischen Milliarden-Vermögen, nicht mal ganz schnell 5 bis 10.000 dringend benötigte Atemschutzgeräte und sonstige med. Ausrüstung seinen ital. Brüdern und Schwestern sponsern??
Denn Beten und Segen spenden hat offensichtlich bisher wohl nicht helfen können.

Die Regionalregierung ist nutzlos

Sie ist nämlich für die Gesundheit im Lande zuständig, nicht die Zentralregierung Conte. Conte hat trotzdem durchgegriffen, als Herr Fontana, Regionenpräsident, dauern tatenlos rummeckerte, ohne etwas zu unternehmen.

@Realo2020

"Warum kann der Vatikan von seinem gigantischen Milliarden-Vermögen, nicht mal ganz schnell 5 bis 10.000 dringend benötigte Atemschutzgeräte und sonstige med. Ausrüstung seinen ital. Brüdern und Schwestern sponsern??"

Absolut richtig. Die Tragödie geschieht in Italien. Gerade da wo Vatikan sogar seinen Sitz hat. Warum hilft Vatikan nicht?

Global

Auch ich bin dankbar für solche Statements. Und jeder vernünftig Denkende weiß, daß Globalisierung und nicht Regionalisierung und Nationalisierung hier am Platz ist.
Lernen aus den Fehlern anderer ohne mit dem Finger auf sie zu zeigen müssen wir erst noch lernen.

Krankenpfleger

Als Krankenpfleger besorgt mich das alles, vor allem aber der Umgang mit uns, kaum Schutzkleidung, honoriert wird nur mit klatschen....sorry, das reicht nicht!

Von Italien lernen: Radikalmaßnahmen machen es nur schlimmer.

Toll, dass der Politiker so nette Ratschläge gibt.

Aber Italiens Versagen ist auf Deutschland nicht übertragbar, wenn die deutsche Politik ihren eigenen Verpflichtungen (z.B. mehr Tests, mehr Betten, usw.) nachkommen würde und nicht die gesamte Verantwortung auf die Bürger schiebt durch billigen Populismus (Ausgangssperren).

@ 20:16 von Orfee

Wer heute noch daran glaubt, dass die katholische Kirche das Wohlergehen seiner Schäfchen im Sinn hat, dem ist nicht mehr zu helfen.

Mittelalter oder heute, Hauptsache Einfluss und Reichtum, daran hat sich wenig geändert.

Passend zu den Dankesworten des BM Gori war auch:

>LIVEBLOG - Corona-Patienten aus Italien in sächsischen Kliniken< um 09:38 Uhr
.
Ich frage mich schon seit der Phase der massiven Rufe nach „Grenzen schließen“: Wann will man eigentlich anfangen, das Problem TERRITORIAL als europäisches zu betrachten? Bekanntlich ist Europa eine Halbinsel. (Ich spreche natürlich nicht von der EU!)
.
Nachdem endlich sehr verzögert begonnen wurde, internationale / interkontinentale Flüge auszusetzen, um nicht laufend das Virus frisch zu importieren, ist es längst überfällig, zu verstehen, daß innereurop. Grenzschließungen nicht zielführend bei der Eindämmung sind und daher uneingeschränkt geöffnet gehören.
.
Das würde sehr viele Hemmschuhe entschärfen, VOR ALLEM bei humanitärer Hilfe der europ. Länder untereinander, aber auch vereinfachtem Warenfluß. Auch käme dann die innereuropäische Flüchtlingsversorgung erheblich voran. (Lesbos schon vergessen?)
.
Spielt immer noch nationalpolitisches Kalkül so eine entscheidende Rolle in den Denkmustern?

Ich bin wirklich kein Vatikan-Freund,

aber der Vatikan kann auch nicht mal eben ein Krankenhaus hochziehen, Tests durchführen oder Schutzkleidung produzieren. Geld ist gerade nicht das Problem, sondern die Verfügbarkeit von Dingen, deren Produktion gerade auch noch durch die Krise behindert wird.
Aber vielleicht lernt ja unsere Bundesregierung daraus und bunkert neben Klopapier und Konserven künftig auch Schutzkleidung und Atemgeräte für Notfälle.
Dank einer Aachener Initiative könnte man jetzt übrigens in den leeren Schulen und anderswo mit 3D-Druckern Atemgeräte drucken und damit Hotelzimmer ausstatten.

@ Realo2020, um 20:09

“Warum kann der Vatikan von seinem gigantischen Milliarden-Vermögen, nicht mal ganz schnell 5 bis 10.000 dringend benötigte Atemschutzgeräte...sponsern?“

Ganz einfach:
Die Geräte liegen nicht zu tausenden in Regalen der Hersteller, sie müssen erst hergestellt werden, und das geht nicht von jetzt auf gleich.

Europäisches Wehklagen

Am Anfang, als die ersten heimlichen Bilder aus China kamen, hat der Westen sich noch echauffiert, mit welchen harten "unmenschlichen" Mitteln die chinesischen Behörden den Kampf gegen das Corona-Virus aufgenommen hatten. Fazit: Kann man doch nicht machen! Typisch für dieses System. Heute wäre man froh, ähnlich konsequent und frühzeitig gehandelt zu haben, um einen ähnlichen Erfolg zu erzielen.

@24. März 2020 um 20:16 von Orfee

Vermutlich weil der Vatikan weder Atemschutzgeräte herstellt und noch wahrscheinlicher ist, dass keine mehr verfügbar sind.
Bei aller kritischer Haltung gegenüber den Kirchen halt ich das Ausmachen von Sündenböcken im Angesicht der Lage für unsäglich.
Priester sind eher dafür da Hinterbliebenen Trost zu spenden und haben im katholischen Italien zur Zeit sicher sehr viel zu tun.
:(

@19:39 von Minka04

Ich lese bei Ihnen immer wieder "Hessen".

Hessen (Stand: heute, 17 Uhr) 1.617 infizierte Personen und fünf Todesfälle durch CoVid19. Hessen war nach Bayern und Nordrhein-Westfalen das dritte Bundesland mit Corona-Nachweis. Die hessische Landesregierung hat zu keinem Zeitpunkt eigene Regeln und Vorschriften erlassen, sie hat im Zusammenhang mit der Pandemie und Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung nicht an der Gemeinschaft der Bundesländer vorbei gehandelt.

Bitte nehmen Sie das mal zur Kenntnis.

zukünftige Versorgung

Was machen wir eigentlich, wenn wir uns in Zukunft bei der nächsten Epedemie durch die wirtschaftlichen Folgen der Maßnahmen keine gute Krankenhausversorgung mehr leisten können?

Studie

„Im Kampf gegen das Coronavirus ist am Dienstag die bundesweit erste Studie mit einem Medikament gegen die Lungenkrankheit Covid-19 angelaufen. Das ursprünglich gegen Ebola entwickelte US-Präparat namens "Remdesivir" werde in einer international angelegten Studie an rund 1000 Patienten in rund 50 Kliniken rund um die Welt erprobt (…) Sollte die Studie Erfolge bringen, könnte das Mittel bis frühestens Ende 2020 auf den Markt kommen können, hofft Wendtner.“

Frühestens Ende 2020. Bin ja gespannt, ob überhaupt irgendwas bis dahin kommt. Da kann man nur hoffen..

20:34 von logo1

Heute wäre man froh, ähnlich konsequent und frühzeitig gehandelt zu haben,
.
glauben sie das selbst was sie da schreiben ?
einige fühlen sich durch diese Maßnahmen in ihren Menschenrechten beeinträchtigt,
gar die demokratischen Werte in Gefahr
weil sie nicht mehr in ne Kneipe oder ins Kino dürfen

Da hatte Italien ...

... wahrscheinlich noch Glück, dass Salvini nicht mehr Innenminister ist. Wie der Bürgermeister sagt, hat die von Salvinis Lega geführte Regionalregierung aus Angst vor wirtschaftlichem Schaden viel zu lange gezögert.

Einige asiatische Staaten haben sich nach SARS vorbereitet.

Deshalb konnten sie schnell sinnvolle Maßnahmen einleiten und dadurch die Dauer der Krise reduzieren. Außerdem schützen sich Asiaten mit Masken, während hier Experten behaupten, das bringe nichts. Es bringt aber sehr wohl etwas, wenn Infizierte ihre Tröpfchen zurückhalten. Nur können wir das leider nicht machen, weil man bei uns keine Masken kaufen kann. Ähnlich ist es mit einfachen, schnellen Tests auf Corona-Antikörper im Blut. Damit könnte man feststellen, wer und wieviel Prozent der Bevölkerung eine Infektion überstanden haben und nun immun sind. Das wäre eine wichtige Information für epidemiologische Analysen und solche Menschen bräuchten wir in vielen Bereichen.

Die zurückgeholten Urlauber (per Flieger)

werden nicht getestet, keinerlei Prüfung.

Die Problemfaktoren sind doch alle bekannt

Die landesspezifischen Problemfaktoren sind doch alle bekannt:
- Gesundheitssystem (Kapazität, Expertise, Ausstattung, Moderne)
- Sozialverhalten (Umarmen und Wangenküsse wie in Italien und Spanien sind in Deutschland einfach nicht usus.....) - generell hält man hier auch mehr Abstand, weshalb die Deutschen auch in vielen Ländern als prüde bezeichnet werden.
- Hygiene - auch und besonders in der Öffentlichkeit.
- Wohnraumgestaltung. SLUMS und Massenunterkünfte sind extrem schlecht, gerade in dieser Situation. Gibt es hier kaum.
- Arbeitsbedingungen: "Dicht an dicht", Größtraumbüros, etc.
- Rituale wie im Ganges baden: Oh GOTT........

Informationen rettet Leben!

Hut ab vor Bergamos Bürgermeister, dass er in dieser Situation in der Lage ist, die eigenen Fehler zu reflektieren und der restlichen Welt, welcher dies noch bevorsteht, weiterzuhelfen.
Er rettet damit unzählige Leben.
Auf der anderen Seite: Es wird bisher noch gar nicht beleuchtet, wie viele Menschen ihr Leben gelassen haben und noch lassen werden, da die Chinesische Führung Informationen zurückgehalten, geschönt, vertuscht und Journalisten an ihrer Arbeit gehindert hat über das Geschehen in Hubei zu berichten!
Wären die Informationen aus China im Januar und Februar ungehindert geflossen und hätte es keine Nachrichtensperre gegeben, wäre es den Führungen der restlichen Welt viel frühe klar gewesen, mit welch gravierendem Virus man es hier zu tun hat.
Leider traut sich das bisher niemand wirklich zu beleuchten...

Warum so viele Opfer in Norditalien?

Über diese Frage zerbrechen sich viele Wissenschaftler und Politiker derzeit ihre Köpfe.

1. Ein Mosaikstein in diesem Puzzle ist wohl der Umstand, dass das italienische Gesundheitswesen keine Vorbeuge-Untersuchungen kennt. In Italien geht man erst zum Arzt, wenn man sich wirklich krank fühlt, oft sind Erkrankungen dann schon sehr weit fortgeschritten. Latente Vorerkrankungen werden oft nicht therapiert.

2. Die Luftqualität ist im industrialisierten Norden Italiens offenbar signifikant schlechter, als in den übrigen Regionen. Das kann zu vielen unerkannten chronischen Atemwegs-Problemen geführt haben.

3. In Seveso, nur 40 km westlich von Bergamo, kam es 1976 zu einem schweren Dioxin-Unfall, der als einer der größten Umwelt-Katastrophen aller Zeiten gilt. Diese Katastrophe wurde damals von der verantwortlichen Firma und den lokalen Behörden weitgehend vertuscht. Die Art und die Zahl der Schädigungen in der Bevölkerung wurde nie offiziell und vollständig ermittelt.

Bergamo ist überall

was dort womöglich ein Fußballspiel bewirkte
ist in Heinsberg womöglich der nicht abgesagte Karnevalsumzug
eigentlich lächerlich wenn man die Folgen betrachtet

20:29 von Erich Kästner

Von Italien lernen: Radikalmaßnahmen machen es nur schlimmer.
.
die Gefahr einer Ansteckung zu verringern ist angesagt
nicht testen und nach Betten schauen

und wann haben die Italiener reagiert ?
und wie konsequent sind diese Kontrollen ?

@lePecheur

"Vermutlich weil der Vatikan weder Atemschutzgeräte herstellt und noch wahrscheinlicher ist, dass keine mehr verfügbar sind."

Man muß sie nicht herstellen, um zu helfen. Man kann sie kaufen. Es gibt genug Länder, die Atemschutzgeräte herstellen. Es würde sogar reichen für die Krankenhäuser Masken, Handschuhe, Schutzkleidung und weitere Utilitien zu besorgen. Soviel ich weiß hat Vatikan auch die finanziellen Möglichkeiten dafür. Die Ärzte kämpfen gerade um das Überleben der Patienten und können jetzt jede Hilfe gebrauchen.

"Priester sind eher dafür da Hinterbliebenen Trost zu spenden"
Beten kann leider kein Leben retten.

@Sisyphos3 - Fußballspiel

Haben Sie überhaupt den Tagesschau Artikel gelesen ?

Denn dann würden Sie hier nicht ......

dilbert_66

Warum so viele Opfer in Norditalien?
Über diese Frage zerbrechen sich viele Wissenschaftler und Politiker derzeit ihre Köpfe.
.
auch der kleine Sisyphos3 .....

wie kann es sein, dass hierzulande 0,4 % sterben und in Italien 10 %
dass davon 50 % über 80 sind (und 85 % über 70) erklärt das auch nicht wirklich
also woran liegt es in Italien, hat man keine Ärzte, keine Betten, Beatmungsgeräte
lässt die Menschen unbehandelt - sterben

21:29 von Karl Klammer

Haben Sie überhaupt den Tagesschau Artikel gelesen ?
.

Der Bürgermeister äußerte sich auch zur Theorie, das Fußballspiel zwischen Atalanta Bergamo und Valencia,
mit 40.000 Besuchern im Stadion, habe zur weiteren Verbreitung des Virus beigetragen.

ich schon !

Nicht kneifen.

„Zu den Maßnahmen in der Corona-Krise startet Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ein Monitoring. Irgendwann werde man die Frage stellen, ob diese Beschränkung der Freiheit wirklich notwendig sei, sagte Söder. Darum sei beschlossen worden, parallel zu den als gesundheitspolitisch für notwendig erachteten Maßnahmen ein Monitoring auf ethischer, gesellschaftlicher und juristischer Ebene vorzunehmen“

Bitte Herr Söder, weiter strikte Maßnahmen. Allein in Bayern schon über 6300 Fälle und zig Tote. Der harte Kurs kann Leben retten.

Mein Beileid

„ Berlin meldet den dritten Todesfall. Ein 42 Jahre alter Mann ist an den Folgen einer Corona-Erkrankung gestorben. Über mögliche Vorerkrankungen ist nichts bekannt.“

Mein herzliches Beileid der trauernden Familie.

@20:39 von rotseher zukünftige Versorgung

"Was machen wir eigentlich, wenn wir uns in Zukunft bei der nächsten Epedemie durch die wirtschaftlichen Folgen der Maßnahmen keine gute Krankenhausversorgung mehr leisten können?"

Die Frage treibt mich auch um. Man hat schon in guten Zeiten das System sträflich vernachlässigt, da mag ich mir nicht ausmalen, was in weniger guten Zeiten dem Rotstift zu Oper fällt.

um 21:35 von Sisyphos3

>>
wie kann es sein, dass hierzulande 0,4 % sterben und in Italien 10 %
dass davon 50 % über 80 sind (und 85 % über 70) erklärt das auch nicht wirklich
also woran liegt es in Italien, hat man keine Ärzte, keine Betten, Beatmungsgeräte
lässt die Menschen unbehandelt - sterben
<<

Sie kennen doch sicher die Antwort: Die eigentliche Variable ist die Anzahl der Infizierten. Testet man viel, dann findet man viele, testet man wenige, dann findet man kaum welche. Die Infizierten ohne Symptome bleiben ohne Tests unerkannt. Sie infizieren aber andere. In Italien dürfte die Zahl der tatsächlich also 10 mal so hoch sein, wie die ausgewiesene Zahl. Nehmen Sie die Anzahl der Verstorbenen plus Faktor x für den timelag.

20:32 von harry_up @ Realo2020, um 20:09

"Ganz einfach:
Die Geräte liegen nicht zu tausenden in Regalen der Hersteller, sie müssen erst hergestellt werden, und das geht nicht von jetzt auf gleich."

Richtig. Man benötigt aber auch speziell ausgebildetes Fachpersonal, das mit Mensch und Maschine professionell umgehen kann. So ein Beatmungsgerät ist keine Playstation.
In unseren Krankenhäusern wird zur Zeit Personal aus anderen Abteilungen im Umgang mit diesen Geräten geschult. Aber auch da gibt es natürliche Grenzen. Schließlich müssen alle anderen Patienten auch versorgt werden.

Appell italienischer Ärzte ...

Als Ergänzung

"https://www.rnd.de/gesundheit/dramatischer-appell-italienischer-arzte-die-seuche-in-bergamo-ist-ausser-kontrolle-ABOZIKAATNCM5KP46SPDB6527I.html"

Es ist einfach furchtbar,
meine aufrichtige Anteilnahme.

20:54 von dilbert_66

In Seveso, nur 40 km westlich von Bergamo, kam es 1976 zu einem schweren Dioxin-Unfall, der als einer der größten Umwelt-Katastrophen aller Zeiten gilt.
.
bringen sie da nicht was durcheinander ?

es starben 3.300 Tiere
das ist definitiv
über Menschen ist nichts bekannt ... was ja nichts heißen soll
aber !
vielleicht sagt ihnen der Name Bhopal was
da gab es Opfer die zwischen 4.000 und 25.000 Toten variiert
und 500.000 ! Verletzten mit langzeitfolgen

Verhältensmäßigkeiten

Heute ist Tag der Tuberkulose. Wer interessiert das schon?

1 Mio Tote jedes Jahr, bis heute. So what. Kein Wort darüber. Keine Panik, kein medialer Aufschrei, kein ShutDown der Wirtschaftskreisläufe in den Krisengebieten. Eher "der Lauf der Dinge".

Sprang mir nur gerade ins Auge, als ich über Verhältensmäßigkeiten sinnierte...

offene Worte, die betroffen machen und Hilfe erfordert

die Kirche ist kein Sündenbock für diese katastrophale Situation. Ebenso ist allgemein bekannt, dass der Vatikan auch keine Atemschutzgeräte herstellt.
..aber die finanziellen Mittel die der Vatikan im Überfluss besitzt, könnten die italienische Regierung und das Gesundheitssystem in erheblichem Maße entlasten für die schnelle Beschaffung diese dringendst benötigten med. Ausrüstungen aller Art.
..denn beschaffen lassen sich diese med. Ausrüstungen weltweit (zumindest in Teillieferungen), wenn die hierfür nötigen finanziellen Mittel, sofort zur Verfügung gestellt werden können.
Es geht hier einzig darum, der italienischen Bevölkerung so schnell wie möglich zu helfen und hieran dürfte (sollte) auch der Vatikan uneingeschränkt interessiert sein.

@20:51 von seb_mueller

"Wären die Informationen aus China im Januar und Februar ungehindert geflossen und hätte es keine Nachrichtensperre gegeben, wäre es den Führungen der restlichen Welt viel frühe klar gewesen, mit welch gravierendem Virus man es hier zu tun hat."

Naja, angemessen schnell ist man hier auch nicht in die Puschen gekommen. Bleibt einfach nur zu hoffen, dass wir weiterhin unser Gesundheitssystem nicht überlasten, denn in dem Fall würde auch bei uns die Sterberate deutlich ansteigen.

21:45 von Klärungsbedarf

wieviel % der Menschen werden hierzulande getestet
ok die Frau Bundeskanzlerin ....
wer sonst ?

Vertrauen geht verloren

Es heisst, dass die Ursache der vielen Totesfälle in Bergamo nicht der Covid 19 ist sondern eine Impfaktion gegen Meningitis im December, die nun schiefgegangen ist.
Was ist da dran? Weiss da jemand Näheres?
Ferner, dass die vielen Sterbefälle in Norditalien mit der grassierenden Luftverschmutzung und einem drastischen Anstieg von Lungenerkrankungen bei älteren Menschen zusammenhängen? Man weiss, das aus gleichen Gruenden in China sich die durchsnittliche Lebenserwartung um 5 Jahre gesunken ist. Was ist hier los? Ist das Virus gar nur ein Alibi fuer andere, schlechtverlaufende Entwicklungen?

@Giselbert, 19:51 Uhr

Dass Problem waren deutsche Urlauber, die das Virus, insbesondere aus Italiens Skigebieten zu uns nach Hause getragen haben. Hätten Sie diesen die Einreise verweigern wollen...? War Italien zu Beginn der Corona-Krise in Europa bereits ein Risikoland...? Ich erinnere mich noch recht gut, dass ich überrascht war, als die Skitouristen aus Italien bzw. Österreich zurückkamen und z.T. positiv getestet wurden. Das hatte ich nicht erwartet.

Da musste ich gleich googeln...

"Inwiefern der Mann zuvor erkrankt war, ist nicht bekannt"

"Inwiefern..." "heißt"ob". Das ist der Originalsatz...
klingt doch etwas anders.
"Kann sein, weiß man noch nicht".
In Ihrem Kommentar klingt es nach
"Keine Vorerkrankungen"

Ist ja auch ganz frisch, morgen weiß man mehr, wahrscheinlich.
Raucher gehören übrigens auch zur Risikogruppe, besonders starke Raucher.
Die anderen zwei Toten aus Berlin
(4 Mio Einwohner?) die m i t dem Virus gestorben sind sind 70 und 95.

Was Bergamos Todesfälle lehren

Traue nicht immer den Regierungen und den Fachministern. Wie das Hände waschen ausreicht können wir jetzt erleben.

Vertraue auf auf deine eigene Lebenserfahrung und informiere dich in Regierungs und GEZ freien Quellen.

Jeder der sich sachlich und Faktenrichtig seit dem Ausbruch in China damit informiert hat konnte erkennen was auf unser Land zukommt.

Aber wir wollten ja Fussball live erleben, Ski fahren und Karneval feiern.

Hier werden uns als Beispiele

Hier werden uns als Beispiele für ein besonders erfolgreiches Umgehen mit dem Virus immer wieder China, Südkorea und Singapur genannt. Ich kann diesen Ratgebern nur empfehlen, die Zahl der Verstorbenen jeweils ins Verhältnis zur Einwohnerzahl zu setzen. Südkorea hat gut 50 Mio Einwohner, Singapur 5,6. Da liegen wir mit unseren deutschen Werten sehr gut. Was nicht bedeutet, dass die Lage unkritisch wäre.

@ 20:29 von Erich Kästner

Wer in der jetzigen Situation das Herunterfahren direkter Kontakte (Ausgangssperren) als "billigen Populismus" abtut, hat wirklich nicht verstanden, wie das Virus sich hauptsächlich verbreitet, und handelt ziemlich fahrlässig.

Aufschlussreiche ZDF Sendung

Frontal 21 vom 24. März 2020
Mit den Themen: Wucherpreise für Schutzausrüstungen, Pflege in der Corona-Krise, Rückholaktionen und Reisewarnungen, Versäumte Pandemie-

Verhältnismäßigkeit wahren

Verhältnismäßigkeit wahren !

Jeden Monat sterben in Deutschland etwa 70.000 Menschen. Solange die Prognose-Zahlen durch Corona nicht annähernd einen Bruchteil dieser Größenordnung erreichen, sind die jetzt eingeleiteten Maßnahmen völlig unverhältnismäßig. Lediglich besonderer Schutz der Risikogruppen und Ausbau der Intensivbetten ist sinnvoll.
Gegenwärtige Maßnahmen stürzen die Wirtschaft in ein nicht absehbares Tief, vernichten Existenzen und erhöhen die Staatsverschuldung.
Die Verhältnismäßigkeit der Mittel ist nicht gewahrt.

mmer einige Staaten

von Orfee @

Ja jeder will sein Rad noch runder erfinden als die Nachbarn und pocht auf seinen eignen Weg.

Seltsam das bei "normalen" Zeiten uns die Nachbarn immer als idiologische und leuchtende Vorbilder dienen soll.

Ich frage mich, weshalb im

Ich frage mich, weshalb im Winter 2017/2018, als ca. 25‘000 Menschen allein in Deutschland an der Grippe starben, das Leben ohne Einschränkungen normal weitergelaufen ist. Kann das jemand erklären?
MfG

um 21:59 von Sisyphos3

>>
wieviel % der Menschen werden hierzulande getestet
ok die Frau Bundeskanzlerin ....
wer sonst ?
<<

Bleiben Sie doch sachlich. Wenn ich es richtig verstanden habe, dann ist der Engpass in D das Laborpersonal. Ein anlassloses testen ist sinnlos und kontraproduktiv, da man am Vormittag virusfrei laut Test sein kann und an Nachmittag infiziert. Es ist gerade keine Zeit für Politikerbashing (eigentlich auch sonst nicht).

@21:54 von _differenziert_

//Heute ist Tag der Tuberkulose. Wer interessiert das schon?

1 Mio Tote jedes Jahr, bis heute. So what. Kein Wort darüber. Keine Panik, kein medialer Aufschrei, kein ShutDown der Wirtschaftskreisläufe in den Krisengebieten. Eher "der Lauf der Dinge".

Sprang mir nur gerade ins Auge, als ich über Verhältensmäßigkeiten sinnierte...//

Eigentlich könnte man erwarten, dass die Erkenntnis, dass es gilt, unserer Gesundheitssysteme nicht zu überlasten, auch in die dunkelste Ecke vorgedrungen ist. Wäre es Ihnen denn egal, wenn man im Falle der Überlastung, Entscheidungen treffen muss, wer beatmet wird und wen man sterben lässt?
Möchten Sie das den Ärzten zumuten? Wie sollen die psychisch damit klarkommen? Auch die haben Angehörige, die so ein 'Urteil' treffen könnte.
Für mich ist das eine wirklich gruselige Vorstellung.

Umschalten

Wir sind durch die Medien über die Hintergründe der Entwicklung zur Epidemie vielfach aufgeklärt worden, unsere Situation ist vielfach beschrieben, die Maßnahmen-Ziele vielfach erklärt. Da bedarf es keiner weiteren tagelangen Erklärungen und einem Festhalten am Focus auf diese Felder.

Wir müssen jetzt das Pferd wechseln und uns mit der Frage befassen, wie wir diese Situation, aus der wir bis zur Verfügbarkeit eines Impfstoffes nicht herauskommen, durchhalten können. Uns läuft die Zeit erneut davon.

Wir in Deutschland haben auch sehr sehr viel Zeit verschwendet.

Wusste die Regierung nicht, dass die Maßnahmen erst nach zwei Wochen wirken können? Und dass wir (bis vor vier Tagen) ein Wachstum von 30 % täglich hatten!? Sprich: 40 mal mehr Fälle im Zeitraum von 2 Wochen!!!
Wir haben nichts aus Chinas und Italiens Situation gelernt, wir hätten viel schneller reagieren müssen. Einige Länder haben es gemacht: am 16. März hatten wir genauso viele Fälle wie Südkorea (ca. 8200). Korea hat jetzt 9000 und wir über 30.000 Fälle

Fehler im System

Solange ein Soldat mehr verdient als unser Pflegepersonal ist so richtig was falsch.

Ich befürchte

„Ich frage mich, weshalb im Winter 2017/2018, als ca. 25‘000 Menschen allein in Deutschland an der Grippe starben, das Leben ohne Einschränkungen normal weitergelaufen ist. Kann das jemand erklären? „
Ich befürchte, In zwei Monaten muss keiner Ihnen dieses erklären.

@ Korell

Es heisst, dass die Ursache der vielen Totesfälle in Bergamo nicht der Covid 19 ist sondern eine Impfaktion gegen Meningitis im December, die nun schiefgegangen ist. Was ist da dran? Weiss da jemand Näheres?

Da sind Sie einem Fake auf den Leim gegangen.
Das Durchschnittsalter der Todesopfer bei Covid-19 ist in Norditalien über 80 Jahre.
Gegen Meningokokken impft man jedoch zu Beginn des zweiten Lebensjahres. Todesfälle durch eine Impfung gegen Meningokokken sind bisher keine belegt.

@ Fitzroy

Wir müssen jetzt das Pferd wechseln und uns mit der Frage befassen, wie wir diese Situation, aus der wir bis zur Verfügbarkeit eines Impfstoffes nicht herauskommen, durchhalten können. Uns läuft die Zeit erneut davon.

Nein, ich schlage vor, dass wir gerade jetzt das Pferd nicht wechseln. Wenn wir die jetzt seit wenigen Tagen umgesetzten Maßnahmen konsequent beibehalten, läuft uns die Zeit nicht davon.

@ amadeus321

Wir in Deutschland haben auch sehr sehr viel Zeit verschwendet. Wusste die Regierung nicht, dass die Maßnahmen erst nach zwei Wochen wirken können?

Doch, da bin ich mir sicher. Ich denke, wir haben genau richtig gehandelt. Einen Lockdown kann man nicht zu früh beginnen, denn dann ist er nicht durchsetzbar, weil alle Betroffenen glauben, es sei doch gar nicht ernst. Jetzt ist er durchsetzbar und das Volk steht geschlossen dahinter.

22:18 kleinermuck2012

Gegen Grippe gibt es einen Impfstoff, manchmal trifft er nicht so genau, aber die Zahlen kommen u.a. wohl auch dadurch zustande, dass sich Menschen nicht impfen lassen.
Regeln zum Umgang miteinander gibt es für die Grippe auch, manche Leute halten sich daran, andere nicht.
Es geht bei den jetzigen Maßnahmen darum, die Ausbreitung abzubremsen, denn die ist rasant. Nehmen Sie die Zahlen aus Italien: bei der derzeitigen Sterberate liegt die Zahl der Todesopfer nicht für einen Winter, sondern für einen Monat bei 18.000 Personen.
Wir werden auch noch höhere Sterberaten haben als jetzt, bei Nichtstun gingen die in Zahlen, bei denen Ihnen schwindelig würde.

um 21:59 von Sisyphos3

wieviel % der Menschen werden hierzulande getestet

Unsere Laborkapazitäten reichen für wöchentlich etwa 120.000 Teste. Das sind also wöchentlich also ungefähr 0,15% der Gesamtbevölkerung. Diese Testdichte ist weltweit derzeit unerreicht.

22:20 von Klärungsbedarf

Bleiben Sie doch sachlich.

Seibert: in einer Erklärung zur möglichen Ansteckung der Bundeskanzlerin:

Daraufhin habe Merkel entschieden, sich unverzüglich in häusliche Quarantäne zu begeben. "Auch aus der häuslichen Quarantäne wird die Bundeskanzlerin ihren Dienstgeschäften nachgehen", betonte der Regierungssprecher. Merkel werde sich "in den nächsten Tagen regelmäßig testen lassen, weil ein Test jetzt noch nicht voll aussagekräftig wäre", erklärte Seibert.
.
meine Frage an sie
1. werde ich auch getestet wenn ich einen Kontakt mit einem Infizierten hatte
2. wird dieser Test mehrmals wiederholt !

- danke -

@21:54 von _differenziert_

"Heute ist Tag der Tuberkulose. Wer interessiert das schon?"

In Deutschland infizieren sich in einem Jahr etwa soviele Menschen mit Tuberkulose, wie täglich mit CoVid19.

TBC-Erreger sind bakteriell und demzufolge kann die Erkrankung mit Antibiotika gut behandelt werden. Es kommt daher bei uns kaum noch zu Todesfällen.

An Covid sind in den letzten drei Wochen über 150 Menschen gestorben, die Zahl wird sich vermutlich mindestens bis Mitte April noch etwa alle drei Tage verdoppeln, so dass wir derzeit und falls die nun eingeleiteten Maßnahmen greifen, mit etwa 5.000 bis 15.000 Toten rechnen müssen. Ohne Maßnahmen wären es vermutlich mindestens 500.000 Tote bis Ende Mai.

Ein wirkliches Problem ist TBC in armen, wenig entwickelten Ländern mit einem großen Anteil ländlicher Bevölkerung und schwach ausgeprägter medizinischer Grundversorgung.

20:29 von Giselbert

"Wer heute noch daran glaubt, dass die katholische Kirche das Wohlergehen seiner Schäfchen im Sinn hat, dem ist nicht mehr zu helfen.

Mittelalter oder heute, Hauptsache Einfluss und Reichtum, daran hat sich wenig geändert."

,.,.,.,

Unqualifizierte Urteile fehlen uns grad noch.

Aus ideologischen Gründen erfundene Wahrheiten sind zwar modern, aber wer soll sowas glauben.

Es ist doch evident, dass Sie gar nicht wissen können, was Sie behaupten.

@ Werner40

Verhältnismäßigkeit wahren. Jeden Monat sterben in Deutschland etwa 70.000 Menschen. Solange die Prognose-Zahlen durch Corona nicht annähernd einen Bruchteil dieser Größenordnung erreichen, sind die jetzt eingeleiteten Maßnahmen völlig unverhältnismäßig. Lediglich besonderer Schutz der Risikogruppen und Ausbau der Intensivbetten ist sinnvoll.

Dann müssen Ihnen die Bilder von den Särgen in Norditalien entgangen sein. Dort sterben die Menschen in den Fluren der Krankenhäuser, dort müssen die Ärzte die physisch am Ende sind, auswählen, wen sie überhaupt behandeln können und wer ohne Trost sterben muss. Trotz Ausbau der Intensivbetten.

Mehr Distanz fordern und Ursachenforschung zu Beginn

Bis jetzt schlägt sich Deutschland recht gut!
Allerdings hätte man von Anfang Kraft zur Suche der Infektionsherd investieren müssen. und die Forderung nach Distanz 1,5 propagieren und dann durchsetzen müssen.

20:34 von logo1

"Europäisches Wehklagen

Am Anfang, als die ersten heimlichen Bilder aus China kamen, hat der Westen sich noch echauffiert, mit welchen harten "unmenschlichen" Mitteln die chinesischen Behörden den Kampf gegen das Corona-Virus aufgenommen hatten."

,.,.,.,

Welche Person genau ist denn für Sie "der Westen"?

Wer auf so irreale Weise irgend eine schemenhafte Masse beschuldigt, der ist nie am Klärungsprozess beteiligt.

Ich habe nichts von solchen Beschuldigungen gehört oder gelesen.

22:57 @leider geil @ Korell

Ich denke auch, dass das mit der Impfung gegen Meningitis falsch, ein Fake ist. Ich habe auf die Schnelle keine Quellen dazu gefunden.

Es gibt jedoch nicht nur die bakterielle M., auch Viren, wie FSME-Viren können zu einer Entzündung der Hirnhäute führen, und gegen dieses Virus kann man sich impfen lassen. Doch selbst eine solche Impfung würde ich ausschließen.

Herr Söder hat es richtig gemacht...

Erschütternde Worte des Bürgermeisters, offen und ehrlich. Auch andere große Pandemien wie die spanische Grippe 1918 haben uns ähnliches gelehrt - wenn Herr Söder mangels Einlenken der anderen Landesfürsten als erster konsequent eine Ausgangssperre verhängt, wird er offen kritisiert. Warum können nicht Menschen wie Frau Hassel in solch schwierigen Zeiten über ihren Schatten springen und vernünftiges Verhalten zugunsten der Bürger unterstützen anstatt es gekonnt zu diskreditieren. Wenn wenigstens im Nachhinein Einsicht gezeigt würde - das offensichtliche Lagerdenken ist so offensichtlich und gerade in dieser Situation, wo wir alle an einem Strang ziehen müssten, sollte es auch mal gut sein mit politisch motivierten Spitzen gegen den vermeintlichen Gegner, der keiner ist.

20:03 von traurigerdemokrat

"Bessere Intensivausstattung hätte die Zahl der Toten gedrückt."

Ich kann es langsam nicht mehr höre. Ja am Gesundheitssystem wurde die letzten Jahrzehnte gespart und "unprofitable" Häuser mussten schliessen. Aber:
Die Zahl der intensivmedizinischen Plätze ist eben nicht weniger geworden. Schließlich lässt sich damit Geld verdienen. Und selbst bei doppelt oder dreimal so vielen Plätzen (und dem entsprechendem Personal) wäre unser Gesundheitssystem recht schnell überfordert. Dann hätte nämlich die Politik weit länger gewartet mit wirksamen Reaktionen, da man sich in falscher Sicherheit gewogen hätte.

@ amadeus321

„Ich frage mich, weshalb im Winter 2017/2018, als ca. 25‘000 Menschen allein in Deutschland an der Grippe starben, das Leben ohne Einschränkungen normal weitergelaufen ist. Kann das jemand erklären?

Die meisten dieser Erkrankten sind nicht an den Influenza-Viren gestorben, sondern an einer Sekundärinfektion mit Pneumokokken, das sind Bakterien, die die unteren Atemwege befallen, also eine Lungenentzündung auslösen können. Gegen eine Influenza-Epidemie helfen Impfung, Handdesinfektion und soziale Distanz.

@ Sisyphos3, um 23:11

“...1. werde ich auch getestet wenn ich einen Kontakt mit einem infizierten hatte...“

Ja, sobald Sie Bundeskanzlerin werden :-)

20:09 von Realo2020

"Warum kann der Vatikan von seinem gigantischen Milliarden-Vermögen, nicht mal ganz schnell 5 bis 10.000 dringend benötigte Atemschutzgeräte und sonstige med. Ausrüstung seinen ital. Brüdern und Schwestern sponsern??
##
Es liegt nicht am Geld, sondern an den nicht lieferbaren, nicht produzierten Atemschutzgeräten und anderen med. Ausrüstungen.
Und, dass der Vatikan nicht gespendet hat,
ist eine pure Unterstellung von Ihnen, ohne jeden Beweis, mehr nicht!

@ Sisyphos3

... werde ich auch getestet wenn ich einen Kontakt mit einem Infizierten hatte

Ja, davon würde ich ausgehen. Wenden Sie sich an Ihren Hausarzt, der vermittelt Sie weiter an das zuständige Testzentrum.

23:37 von leider geil

Gegen eine Influenza-Epidemie helfen Impfung ...
.
... und in dem Zusammenhang täte mich interessieren
wird es wie bei Masern etc. auch Impfgegner geben ?
die darin nur eine Gelddruckmaschine für die Pharmaindustrie sehen

wenn wirklich ein Impfstoff da ist

23:49 von leider geil

Wenden Sie sich an Ihren Hausarzt,
.
ja mein Hausarzt
vor 2 Wochen waren wir noch zusammen beim Abendessen gesessen

im nachhinein betrachtet ne hochrisikoreiche Sache
bei dessen aktueller Klientel

@ 23:32 von Merkur11

Meines Wissens gab es kein mangelndes Einlenken der anderen Ministerpräsident*innen, sondern ein Absprachen brechendes Vorpreschen aus Imagegründen durch Söder. Muss man nicht gut finden.

Darstellung: