Ihre Meinung zu: Unkrautvernichter Dicamba: Neue Klagewelle gegen Bayer?

27. Februar 2020 - 9:33 Uhr

Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer ringt weiter mit einer Prozesslawine in den USA wegen des Unkrautvernichters Glyphosat bei der Tochter Monsanto. Nun könnte das Produkt Dicamba die nächste Klagewelle auslösen.

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Kommentare

Begründung?

Warum soll ein Pfirsichbauer durch Unkrautvernichter auf dem Nachbarfeld Ernteausfälle haben?

Sind Pfirsichbäume empfindlich gegenüber den Stoffen? Sind sie (zum Teil) eingegangen?
Oder sind die Bienen gestorben?

Spielt Klimaerwärmung gar keine Rolle?

Unkrautvernichter?

Klagen gegen Bayer wg. Unkrautvernichter?

Kann ich nur begrüßen!

Überzieht sie mit sehr hohen Millionenstrafen!

So hoch, dass Firmen die Finger von dem Gift-Zeug lassen und nichts mehr produzieren!

Alle/sehr viele/viele reden von Umwelt und deren Schonung, und so ein Unkrautvernichter darf weiter verkauft werden!?

Das gehört alles verboten!

PS. Es gibt überhaupt kein Unkraut!

Nun der Dümmste Bauer weiß

Nun der Dümmste Bauer weiß das er bei Wind nicht mit Pestiziden hantieren sollte!Allerdings haben "Dumme" in den USA gerissene Anwälte!

Am 27. Februar 2020 um 09:01 von morgentau19

Wenn dann bei dem tollen Wetter hier die nächste Getreideernte an irgendeinem Pilz zugrunde geht können sie sich ihre Antwort nochmal zu Gemüte führen während sie Schlange stehen für Brot!Leider sind die Vorschriften in der Landwirtschaft nicht überall so Streng wie in Deutschland!Hier werden diese Mittel 10 Jahre getestet bevor sie auf den Markt kommen!Selbst die Spritzeinrichtungen der Bauern müssen alle 3 Jahre zum Tüv!Ist schon komisch das in den USA immer sowas passiert!Ich hoffe sie haben ihr Auto verschrottet und das Pferd gesattelt und reiten in die Zukunft!!

08:57, Tada

>>Begründung?
Warum soll ein Pfirsichbauer durch Unkrautvernichter auf dem Nachbarfeld Ernteausfälle haben?

Sind Pfirsichbäume empfindlich gegenüber den Stoffen? Sind sie (zum Teil) eingegangen?
Oder sind die Bienen gestorben?

Spielt Klimaerwärmung gar keine Rolle?<<

Der Landwirt vom Nachbarfeld hat das Herbizid wohl bei Wind versprüht, weswegen ein Teil des Sprühnebels auf die Pfirsichbäume geweht ist und dort Schäden angerichtet hat. An den Bäumen, denn Bäume sind Pflanzen und Herbizide sind Pflanzengifte.

Mit der Klimaerwärmung hat das nichts zu tun.

morgentau, 09.01h

Na, dann mal auf und eine Landwirtschaft betrieben.
Halten Sie mal schön ihre Pflanzkulturen sauber oder lassen Sie einfach Fremdkräuter dazwischen wachsen, die Sie bei oder nach der Ernte dann aussortieren dürfen.
Es gibt Pflanzen, die nichts zwischen Kulturpflanzen zu suchen haben.
die nennt man landläufig Unkraut.
Früher wurden die noch mühsam mit der Hacke entfernt, was bei bäuerlichen Großfamilien noch ging bzw. nicht anders möglich war.
Ich bin auch sehr dafür, den Einsatz dieser Unkrautvernichter weitmöglichst zu beschränken, aber ganz ohne geht das heutzutage nicht mehr.
Wenn einer, um das geht es ja in diesem Artikel, zu blöd ist, um die Winddrift bei der Ausbringung nicht zu beachten, dann ist nicht der Hersteller schuld, sondern der
Anwender.

09:01, morgentau19

>>Unkrautvernichter?
Klagen gegen Bayer wg. Unkrautvernichter?

Kann ich nur begrüßen!

Überzieht sie mit sehr hohen Millionenstrafen!

So hoch, dass Firmen die Finger von dem Gift-Zeug lassen und nichts mehr produzieren!

Alle/sehr viele/viele reden von Umwelt und deren Schonung, und so ein Unkrautvernichter darf weiter verkauft werden!?

Das gehört alles verboten!

PS. Es gibt überhaupt kein Unkraut!<<

Alle Herbizide verbieten, mal eben einfach so.

Wie charmant.

Allerdings sollten Sie bedenken, daß Herbizide seit über hundert Jahren in der Landwirtschaft, und nicht nur dort, eingesetzt werden.

Wenn man diese Stoffgruppe jetzt einfach so mal eben ganz rasch verbieten würde, dann käme es zu gewaltigen Ernteausfällen, die Bahndämme würden komplett verkrauten usw.

Es würde immens teuer.

Und wer würde es zahlen?

Natürlich der so genannte kleine Mann, die kleine Frau, die Steuerzahlerin, der Steuerzahler.

Das Geschrei wäre groß.

Giftstoffe !

All diese Giftstoffe sollten grundsätzlich verboten werden, und zwar überall in allen Ländern, z. B. in China. Die chinesische Führung ist doch nur an Wachstum und Profit interessiert und nicht an der Umwelt und noch weniger an den Menschen.
Außerdem sollten Firmen wie Bayer zu extrem hohen Millionen- Strafen verurteilt werden, dass sie ein für allemal die Finger von solchen Giften lassen und nach Alternativen suchen.

„(...) darauf hingewiesen, dass die Produkte kein unangemessenes Risiko darstellten, wenn sie gemäß der Anwendungsbeschreibung eingesetzt würden (...) Zum anderen wird Dicamba nur von geschulten Fachkräften ausgebracht, die auf eine Reihe detailliert beschriebener Auflagen, wie Grenzabstände, achten müssen“

Diese Produkte stellen also (laut Bayer) kein „unangemessenes Risiko“ dar, WENN diese „detailliert beschriebenen Auflagen“ genauestens eingehalten werden. Unwahrscheinlich, dass dies außerhalb in den “Hauptabnehmerländern“ der Fall ist (siehe tagesschau.de/investigativ/monitor/eu-pestizide-101.html:
„(...) auch die deutschen Hersteller machen laut Studie in ärmeren Ländern besonders hohe Umsätze mit sehr gefährlichen Stoffen“).

„In den Vereinigten Staaten komme man nur schwer aus dem Sumpf heraus, wenn man einmal der böse Bube sei (...)“

Anscheinend gibt es den nur in den USA. Weil es da richtig “teuer“ werden kann. Anderswo zählen Gesundheit und Umwelt offenbar erst recht nicht.

12:16, DerVaihinger

>>Es gibt Pflanzen, die nichts zwischen Kulturpflanzen zu suchen haben.
die nennt man landläufig Unkraut.<<

Beispielsweise eine Rose auf dem Kohlacker oder ein Weißkohl im Rosenbeet.

12:23 von fathaland slim

Wir ernten viel, werfen aber am Jahresende 20-25% der Lebensmittel weg!

Darüber hinaus können gesundheitliche Schäden für den Mensch entstehen, weil eben zu viele Giftstoffe versprüht werden.

Jetzt kommt es darauf an, was uns wichtiger ist:

Weniger ernten, mehr Geld für gesündere Lebensmittel zahlen, oder mehr Gesundheit für den Mensch und geringere Umsätze für die Gesundheitsindustrie.

Das ist die 100.000 Euro Frage......

13:42, morgentau19

>>12:23 von fathaland slim
Wir ernten viel, werfen aber am Jahresende 20-25% der Lebensmittel weg!

Darüber hinaus können gesundheitliche Schäden für den Mensch entstehen, weil eben zu viele Giftstoffe versprüht werden.

Jetzt kommt es darauf an, was uns wichtiger ist:

Weniger ernten, mehr Geld für gesündere Lebensmittel zahlen, oder mehr Gesundheit für den Mensch und geringere Umsätze für die Gesundheitsindustrie.

Das ist die 100.000 Euro Frage......<<

Reden Sie doch bitte mal mit einem Landwirt. Ihre Vorstellungen sind wirklich sehr naiv zu nennen.

Ich zahle übrigens freiwillig mehr Geld für gesündere Lebensmittel und stütze damit die ökologische Landwirtschaft. Wenn das Jeder machen würde, dann hätten wir einige Probleme weniger. Es kann aber nicht Jeder, mangels Geld.

@fathaland slim

"Wenn man diese Stoffgruppe jetzt einfach so mal eben ganz rasch verbieten würde, dann käme es zu gewaltigen Ernteausfällen, die Bahndämme würden komplett verkrauten usw.

Es würde immens teuer."

Weil Arbeitsstunden teuer sind - dafür würden unzählige Arbeitspätze für Geringqualifizierte entstehen....

14:06, Shuusui

>>@fathaland slim
"Wenn man diese Stoffgruppe jetzt einfach so mal eben ganz rasch verbieten würde, dann käme es zu gewaltigen Ernteausfällen, die Bahndämme würden komplett verkrauten usw.

Es würde immens teuer."

Weil Arbeitsstunden teuer sind - dafür würden unzählige Arbeitspätze für Geringqualifizierte entstehen....<<

Und wer zahlt die Löhne für all diese unzähligen Geringqualifizierten?

Klar, der Arbeitgeber.

Und wo bekommt der Arbeitgeber das Geld her?

um 14:06 von Shuusui

>>
@fathaland slim

"Wenn man diese Stoffgruppe jetzt einfach so mal eben ganz rasch verbieten würde, dann käme es zu gewaltigen Ernteausfällen, die Bahndämme würden komplett verkrauten usw.

Es würde immens teuer."

Weil Arbeitsstunden teuer sind - dafür würden unzählige Arbeitspätze für Geringqualifizierte entstehen....
<<

Es gab gerade einen Fernsehbericht, nach dem solarbetriebene Roboter in der Erprobungsphase sind, die "Fremdpflanzen" erkennen und dann jäten können. Besser ist es, man qualifiziert sich ...

Schadenersatz

So sehr ich dafür bin, möglichst wenig Chemie auf die Äcker zu bringen, so sehr bin ich überzeugt, dass wir hier mal wieder einen typischen Fall von US-Schadensersatzprozess vor uns haben (vgl. "heißer Kaffee").

Dicamba ist ein Herbizid gegen zweikeimblättrige Pflanzen. Das spritzt man auf Getreide (einkeimblättrig) und das "Unkraut" dazwischen geht ein. Leider sind Pfirsichbäume als Rosengewächse auch zweikeimblättrig. Dicamba tut also genau das, was es soll, lediglich die Anwendung ist falsch.

Aber den Nachbarn kann man eben nicht so gut auf Millionen verklagen wie einen Chemiekonzern.

@ DerVaihinger 12:16 Uhr

"Wenn einer, um das geht es ja in diesem Artikel, zu blöd ist, um die Winddrift bei der Ausbringung nicht zu beachten, dann ist nicht der Hersteller schuld, sondern der
Anwender."
Dann muss doch "der Blödmann" die Strafe bezahlen. Da aber Schädiger und Geschädigter beide die US Bürgerschaft besitzen muss sich doch ein Weg finden lassen einen Nicht US Zahler zu finden - ist das nicht genau das gewünschte Ergebnis?

14:45, dr.bashir

>>So sehr ich dafür bin, möglichst wenig Chemie auf die Äcker zu bringen, so sehr bin ich überzeugt, dass wir hier mal wieder einen typischen Fall von US-Schadensersatzprozess vor uns haben (vgl. "heißer Kaffee").<<

Diese Ihre Überzeugung teile ich.

Solange es das Konzept der

Solange es das Konzept der Laiengerichte in den USA gibt sollte man sich sehr genau überlegen, ob man dort Geschäfte machen will.

@ Werner40 15:17 Uhr

"Solange es das Konzept der Laiengerichte in den USA gibt sollte man sich sehr genau überlegen, ob man dort Geschäfte machen will."
Was wollen sie aber machen, wenn die "Hinterzimmer Schiedsgerichte" entgangene Gewinne einklagen können?
Keine Geschäft = keine Gewinne, also Schadenersatzforderung!

@fathaland slim

"Und wo bekommt der Arbeitgeber das Geld her?"

Von der Bank und die schöpft Geld aus dem Nichts. Fragen Sie die Bundesbank, wenn Sie mir nicht glauben wollen.
Geld ist hier nicht das Problem.

@fathalnd slim, 13.40h

Ha, Ha, ha.
Aber gut, das war von mir sehr unpräzise formuliert.
Ich nehme Ihre Spitze gelassen hin, da ich gelegentlich auch gerne mal austeile.

@shuuusi, 14.06h

Die Arbeitsplätze für Geringqualifizierte müssen diese auch annehmen wollen.
Ich betreue Langzeitarbeitslose.
Von denen wäre keiner dazu bereit.

16:10, Shuusui

>>@fathaland slim
"Und wo bekommt der Arbeitgeber das Geld her?"

Von der Bank und die schöpft Geld aus dem Nichts. Fragen Sie die Bundesbank, wenn Sie mir nicht glauben wollen.
Geld ist hier nicht das Problem.<<

Dann würden die Arbeitgeber sich bei der Bank verschulden, um Löhne zu zahlen.

Wenn die Banken so etwas mitmachen würden, gäbe es keine Firmenpleiten mehr. Gewinnorientiertes Wirtschaften wäre sinnlos und überflüssig.

16:42, DerVaihinger

>>@fathalnd slim, 13.40h
Ha, Ha, ha.
Aber gut, das war von mir sehr unpräzise formuliert.
Ich nehme Ihre Spitze gelassen hin, da ich gelegentlich auch gerne mal austeile.<<

Es war keine Spitze, sondern lediglich zwei anschauliche Beispiele dafür, was Unkraut ist. Sie hatten das schon sehr präzise und völlig richtig formuliert. Unkraut ist eine Pflanze, die da wächst, wo sie nicht hingehört. Die Beispiele sind nicht einmal von mir erfunden. Ich habe sie vor langer Zeit mal in einem gartenbaulichen Lehrbuch gelesen. Ich weiß aber nicht mehr welchem. Es ist Jahrzehnte her.

@MaWo 16:03 Wen sollte Bayer

@MaWo 16:03

Wen sollte Bayer denn in diesem Fall vor einem internationalen Schiedsgericht verklagen ?
.
Sie haben deren Prinzip anscheinend nicht verstanden.

Bild zeigt das wirkliche Stammwerk in Wuppertal!

warum stellen sie Bayer immer als Leverkusener Unternehmen dar, obwohl Bayer und alle geschichtlich relevanten Personen und Erfindungen aus Wuppertal stammen und im wirklichen Stammwerk in Wuppertal-Elberfeld, durch das man mit der Schwebehan fährt, immer noch 9 der 15 wichtigsten Medikamente des Konzerns produziert werden und in einem der größten Pharma-Forschungszentren der Welt, in Wuppertal-Aprath immer noch die entwicklende Intelligenz des Konzerns arbeitet? Aspirin, Sulfonamide (Nobelpreis), Adalat leider auch Heroin der künstliche Kautschuk (Reifen-Produktion erst möglich) und ein Großteil der wichtigsten Medikamente der Medizingeschichte wurden so natürlich in Wuppertal-Elberfeld erfunden und das Unternehmen in Wuppertal Barmen gegründet. Das man das Ablegerstädchen hier ständig bei den Lügen unterstützt, mit denen das Ableger-Kaff versucht dies zu vertuschen, ist unredlich! Bayer-Fussball gehört auch in die fast 3 mal so große wirkliche Bayer-Stadt Wuppertal! Glyphosat raus!

Es sieht mir hier ganz danach

Es sieht mir hier ganz danach aus, als ob Linke oder Naturfreunde dem Bayer-Konzern unter die Arme greifen und für seine tollen Produkte und die Unterstützung der Bauern, besonders in der "3. Welt" oder Indien, verteidigen (danken?) wollen.
Habe ich mich verguckt? Jedenfalls zu spät geschaut, was noch wie kommentiert werden kann. Wo hat Bayer noch seine Lobbyisten verstreut? Es ist wohl ein sehr schwieriges Thema in Deutschland, das mit seinen traditionellen Konzernen. Muss man über das nachdenken, was man nicht kapiert hat?

Meiner Kenntnis nach sind

Meiner Kenntnis nach sind viele Pfirsichbäume schlicht vertrocknet - nach langer Dürre.

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