Ihre Meinung zu: Anhörung im Assange-Prozess: Proteste vor Gerichtsgebäude

24. Februar 2020 - 17:36 Uhr

In London hat die erste Anhörung im Auslieferungsverfahren gegen Assange begonnen. Vor dem Gerichtsgebäude versammelten sich Anhänger des WikiLeaks-Gründers und forderten seine Freilassung.

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Kommentare

mich wundert

das ist doch das Paradebeispiel eines politisch Verfolgten
wo bleibt da das Asylangebot

Geschichtsnachhilfe.

"Assange habe das Leben von Menschen in Gefahr gebracht, sagte Anwalt James Lewis (…)".

Äh... nein.

Amerikanische Soldaten haben das Leben von Menschen nicht nur in Gefahr gebracht, sondern real ausgelöscht.

Herr Assange hat ein Video davon in seinem elektronischen Revolverblatt veröffentlicht.

Mister Lewis sollte sein altes Geschichtsbuch nochmal aus dem verstaubten Kellerregal holen.

„Assange habe das Leben von

„Assange habe das Leben von Menschen in Gefahr gebracht … Dies sei geschehen, indem er Material verbreitet habe, das auch in Teilen nicht unkenntlich gemacht worden sei.“

Vielleicht stimmt das ja.
Wir wissen es nicht.
Niemand von den Foristen hier weiß das.
Was aber einige Foristen nicht daran hindert, das Gegenteil zu behaupten.
So wird - wie so oft - fehlendes Wissen durch stramme Überzeugungen ersetzt.

Proteste

Wer sind denn die Protestierenden dort?
Normalerweise müssten ja Pressevertreter der ganzen Welt zu Tausenden dort für Assange protestieren.
Sind Abordnungen von der ARD dort zu finden?
Oder anderer deutscher Medien?

16:46 von rossundreiter

Amerikanische Soldaten haben das Leben von Menschen nicht nur in Gefahr gebracht, sondern real ausgelöscht.
.
Herr Assange hat ein Video davon in seinem elektronischen Revolverblatt veröffentlicht.

Ich gebe Ihnen schon recht. Aber haben Sie schon einmal die Bilder aus Idlib (Syrien) nach einem russischen Bombardement gesehen? Da brauchte man keinen Assange zur Veröffentlichung der Bilder. Da reicht schon als Beispiel ein Bericht des Tagesspiegels vom 20.12.2019: 400 Luftangriffe in 24 Stunden! Wenn Sie mehr darüber wissen wollen, googeln Sie.

Land of the free...

Freiheit für Kriegsverbrecher, Haft für die Zeugen. Eine sehr spezielle Sichtweise von Freiheit. Auch dies ein Beispiel für schädlichen Nationalismus.

2020 um 16:45 von hallo1

Zitat:"....das ist doch das Paradebeispiel eines politisch Verfolgten
wo bleibt da das Asylangebot...

Wann haben Sie das letzte Mal erlebt, dass deutsche Politiker Rückgrat gegen amerikanische Militärinteressen gezeigt haben ? Es war Schröder 2003 in der Frage des Irak-Krieges, während Frau Merkel sich damals an diesem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der USA beteiligen wollte.
Offensichtlich hat Sie leider seit damals nichts dazu gelernt.
Recht gebe ich Ihnen allerdings was den Fall Assange betrifft. Was dem armen Kerl widerfährt ist ein Hohn auf jeden Rechtsstaat.

@rareri, 17:11

"Ich gebe Ihnen schon recht. Aber haben Sie schon einmal die Bilder aus Idlib (Syrien) nach einem russischen Bombardement gesehen?"

Da wiederum gebe ich Ihnen recht.

Ich erkenne ja beim besten Willen keinen Zusammenhang zum Artikel.

Aber recht haben Sie trotzdem, das muss ich Ihnen lassen...

17:31 von Hartmut der Lästige

um es auf den Punkt zu bringen
die Verlogenheit in unserer politischen Welt

Aus tagesschau.de/investigativ/wdr/assange-portraet-101.html: „(...) Müssen authentische Informationen dem Staat gehören - oder vielleicht seinen Bürgern?“

Fundamentaler Bestandteil (im Sinne von selbstverständlich und essentiell) eines jeden mit den universellen Menschenrechten konformen politischen Systems muss die Anerkennung und unumstößliche verfassungsmäßige „Verankerung“ sein, dass sie allen (also den Bürgern) gehören. Und deshalb auch jeder freien Zugang dazu hat. Anders ist weder Gleichberechtigung noch Chancengleichheit und somit auch keine Demokratie möglich.

Was Journalismus ausmacht: Die Veröffentlichung aller authentischen Informationen, die von öffentlichem Interesse sind. Ohne falsche „Rücksicht“ auf private. Deshalb ist, was Edward Snowden hier sagt, richtig: "WikiLeaks hat wahrheitsgemäße Informationen veröffentlicht, hat (...)" >> Unabhängig davon, wie man zu Assange und seiner Person stehe, für die Verbreitung von Informationen dürfe er nicht ausgeliefert werden“.

Ein unlängst begnadigter

Ein unlängst begnadigter Whistleblower (Ch. Manning) wird in den USA mehrmals in Beugehaft genommen und zudem existentiell mit riesigen Strafzahlungen bedroht, damit er gegen Assange aussagt.

Assange selbst wird seit Monaten wegen eines Verstoßes gegen Kautionsauflagen mit Isolationshaft gefoltert. Diese verifizierte Folter findet innerhalb Europas statt. Der skandalisierende Aufschrei des selbsternannten Wertewestens und seiner politischen sowie medialen Protagonisten bleibt aus.

Wer hier die Tragweite dieser Bigotterie nicht erkennt und stattdessen mit vollkommen deplatzierten Russland und Syrien Vergleichen argumentiert, der sollte sein Verständnis von Demokratie und Humanismus grundlegend selbstkritisch überdenken.

@17.11 rareri

.... aufwiegen und gegenrechnen von Unrecht wird (zurecht) auch in diesem Forum als ungültig angesehen....

@hartmut, 17:31

"(...) wo bleibt da das Asylangebot?"

"Wann haben Sie das letzte Mal erlebt, dass deutsche Politiker Rückgrat gegen amerikanische Militärinteressen gezeigt haben!?"

Man denkt ja landläufig, die Frage des politischen Asyls sei in Deutschland eine Frage der Gerichte, die das Asylrecht auslegen.

Aber das ist natürlich Kinderglaube.

Dann wäre Deutschland schließlich ein Rechtsstaat.

Es geht in diesem Prozess

Es geht in diesem Prozess neben Gerechtigkeit für Julian Assange auch um die Zukunft der Pressefreiheit.
Das von Assange publizierte Material enthält u.a. das schändliche Video aus Bagdad, auf dem der Pilot eines US-Kampfhubschraubers unschuldige Zivilisten niedermäht, darunter zwei Reuters-Journalisten - ein Kriegsverbrechen: „He is wounded“, sagt ein Amerikaner, „I’m firing.“ Und dann wird gelacht. Ein Minibus kommt angefahren, der die Verwundeten retten will. Der Fahrer hat zwei Kinder dabei; die Soldaten sagen: "Selber schuld, wenn er Kinder aufs Schlachtfeld bringt." Und dann wird geschossen. Der Vater und die Verwundeten sind sofort tot, die Kinder schwer verletzt.
Verfolgt wurden nicht diese Kriegsverbrecher in Uniform; verfolgt werden die, die diese Taten publizieren. - So bringt es Prantl /SZ auf den Punkt.
Dagegen braucht es lautes Aufbegehren, auch im Namen unzähliger anderer Opfer von Kriegsverbrechen, die oft nur aufgedeckt werden durch journalistischen Mut und Einsatz.

Groß Britanien beweißt nun

Groß Britanien beweißt nun endgültig, dass es nichts mehr mit einer Demokratie zu tun hat. Vorbei die Zeiten geschichtsbuch füllender Beweise von Urdemokratie. Dank Johnson und Konsorten haben die sich zum Büttel von Trump gemacht und wenns zum eigenen Vorteil gerreicht, auch gerne von Ölprinzen die ihre Gegner in ihren Botschaften zerstückeln lassen, oder obskuren Oligarchen, die ihr eigenes Land gewissenlos ausplündern. Wie man jetzt am Beispiel Assange sieht, fürchtet solches Gelichter genauso, wie seine Hexenherrschaft, nichts mehr, als Menschen, die allen die Wahrheiten über das unterweltmäßiges Treiben dieser Misantrophen verraten. Wollen wir zulassen, dass die letzten Aufrechten nun in deren Augurenställen an deren Hilfsschimären verfüttert werden? Es reicht!

Idlib ist die Sammelstelle von IS- und Al-Kaida-Ablegern.

@17:11 von rareri
Und die beschießen nach wie vor die umgebenden Dörfer.
Das ist ein Unterschied zum Irak.

Es ärgert mich, ...

...dass in diesem Artikel wieder der Artikel "Was geschah in Schweden?" eingebettet ist, jedoch auf die Untersuchungsergbnisse von N.Melzer nicht verwiesen wird. Die Demonstrationen und weltweiten Proteste mit/von prominenten Stimmen wie R. Waters, N. Chomsky, u.a., den deutschen Aufruf zur Freilassung Assanges (u.a. G.Wallraff, S. Gabriel) sowie der Besuch von Gianis Varoufakis in Begleitung des Vaters von J. Assange gestern im Gefängnis finden hier kaum Beachtung bzw., so mein Eindruck, erst nachdem ZDF-heute ausführlicher berichtete.
Warum? Angst vor Johnson und Trump (Sanktionen).
Eine Auslieferung darf nicht erfolgen, Assanges Leben ist in den USA in Gefahr, vlt. sogar schon in GB.

17:11 rareri

"Haben sie schon mal Bilder aus Idlib nach einem russischen Bombardement gesehen....."

Genau das ist der Unterschied.
Während wir die Bilder aus Syrien aus den Gebieten wo die russische und syrische Regierung operieren und bombardieren täglich fast auf allen Kanälen hautnah die passenden Bildern serviert bekommen herrschte und herrscht über die Bombardierungen der USA mit der Koalition der Willigen in Syrien und im Irak (zum Bspl. Mossul, Raqqa) und anno 2016 allein 26000 Bombenangriffe der USA, fast Funkstille. Keine leidenden Kinder keine verzweifelten Menschen, keine Flüchtlinge, keine Weißhelme usw. Auch die Berichterstattung über den Jemen ist mehr als dürftig und da fragt man sich schon wo ist der Unterschied. Bei den einen erfahren wir sofort "ungeschminkt" die Gräuel während bei den anderen es Wistleblowers braucht um Gäultaten aufzudecken.

Ich kann mich noch an Aktionen...

...erinnern wie Freiheit für Angela Davis, M. Theodorakis, wo gibt's da heute noch in diesem Ausmaß?
J. Assange wird auch in den USA "Weiße Folter" drohen.

19:12 von krittkritt

Idlib ist die Sammelstelle von IS- und Al-Kaida-Ablegern.

@17:11 von rareri
Und die beschießen nach wie vor die umgebenden Dörfer.
Das ist ein Unterschied zum Irak.
///
*
*
Ist das nicht die Region, in welche immer dieTerroristen mit Bussen transportiert wurden, wenn wieder eine Rebellenhochburg befreit wurde?

@leipzigerin, 19:17

Stimmt, heute.de ist mutiger. Ist mir auch aufgefallen.

Auf der anderen Seite muss man Verständnis für diese obskure Berichterstattung haben.

Auch die Korrespondenten, die zu diesen Themen berichten, haben oft Frau und Kinder.

17:33 von rossundreiter

"Ich gebe Ihnen schon recht. Aber haben Sie schon einmal die Bilder aus Idlib (Syrien) nach einem russischen Bombardement gesehen?"
.
Da wiederum gebe ich Ihnen recht.
.
Ich erkenne ja beim besten Willen keinen Zusammenhang zum Artikel.
.
Aber recht haben Sie trotzdem, das muss ich Ihnen lassen...

Schön, dass wir einer Auffassung sind. Den Zusammenhang kann sich ja jeder selbst aussuchen!

19:12 krittkritt

"Das ist der Untershied zum Irak......."

Genaugenommen haben wir über den Irakkrieg nur das nächtliche grünschillernde Feuerwerk zu sehen bekommen und Siegermeldungen ala "alles Bestens". Berichterstatter die etwas kritischer von vor Ort berichteten wurden schnellstens ausgesiebt z. Bspl. Ulrich Tilgner. Der einzige der von unglaublichen Gräultaten der US Soldaten berichtete war Herr Scholl-Latour dem wurde damals natürlich nicht die große Bühne geboten wurde uns der Krieg doch als "klinisch rein" verkauft ohne zerstörten Städten, verwundeten Menschen, ohne Flüchtlinge ohne toten Kinder usw.
Da stört es natürlich ungemein wenn später ein paar Wistleblower dieses Bild vom edlen Krieg mit edlen Kämpfern für die edle Sache mit Fakten zerstören.

Zweifel an Demokratie: Justiz in Schweden, GB, USA.

@17:39 von Thomas Albrecht 82
Schweden: Die Polizei fälscht Vernehmungsprotokoll gegen Assange, um eine Anklage zu ermöglichen. Assange wird trotz wiederholter Anfragen nicht vernommen. Das Verfahren eingestellt, als ein Anwalt Assanges es erzwingen will.

GB.: Verstoß gegen Kautionsauflagen werden üblicherweise mit einer Geldstrafe geahndet. Assange hat aber sogar die Gefängnisstrafe schon abgesessen, wenn ich das richtig verstanden habe. Das Gerichtsverfahren war ein Hohn. Erinnerte mich an Beschreibung des Verfahrens gegen Mollath in Bayern. Assange sagte fast nichts, wurde aber vom Richter geradezu beschimpft.
USA: Die Zweifel sind im Artikel gut beschrieben. Was Manning betrifft: Sie verlangt ein öffentliches Verfahren mit Protokoll. Die USA wollen ein Geheimverfahren und kein Protokoll. Ihr altes Verfahren ist ja juristisch gesehen erledigt.

19:18 von jukep

Bei den einen erfahren wir sofort "ungeschminkt" die Gräuel während bei den anderen es Wistleblowers braucht um Gäultaten aufzudecken.

Wir, die User, wissen im Grunde rein gar nichts über die Geschehnisse in Krisengebieten. Wir wissen nicht einmal, was Wahrheit ist und nicht. Ob Assange oder Berichterstattung von Reportern vor Ort; jeder gibt nur seinen Eindruck von sich mit einer Prise Eigeneinschätzung.

19:25 von Boris.1945

@17:11 von rareri
Und die beschießen nach wie vor die umgebenden Dörfer.
Das ist ein Unterschied zum Irak.

Das waren nicht meine Worte und demnach auch nicht mein Kommentar.

Einer der möglichen Spitzenkandidaten der CDU

könnte sich zur Abwechslung einmal öffentlich pro Assange äußern und damit zeigen, dass er sich nicht immer nur um eigene Interessen sorgt, sondern auch Mumm und ein Herz für "Wahre Werte " hat. (Gilt übrigens auch für Mitglieder anderer Parteien !)
Aber solche Politiker scheinen bei uns doch rar zu sein.
In dieser Petition können alle (anderen) ihren Beitrag leisten:
https://assange-helfen.de/

16:45 von hallo1

mich wundert

das ist doch das Paradebeispiel eines politisch Verfolgten
wo bleibt da das Asylangebot
////
*
*
Artikel TS:
*
Zum Auftakt des Prozesses unterstrichen die Vereinigten Staaten ihre Vorwürfe. Assange habe das Leben von Menschen in Gefahr gebracht, sagte Anwalt James Lewis, der die USA vertritt. Dies sei geschehen, indem er Material verbreitet habe, das auch in Teilen nicht unkenntlich gemacht worden sei. So seien Namen von Informanten, Journalisten sowie Dissidenten und anderen im Irak und Afghanistan, die den USA und deren Verbündeten geholfen hätten, an die Öffentlichkeit gelangt.
*
Informanten, Journalisten und Dissidenten.
*
Alles Kriegsverbrecher, die an den Pranger gehören.
*
Oder Kollateralschäden für die gute Sache?

Proteste vor Gerichtsgebäude ?

Warum?
Weil in einem demokratischen Land ein richter ein Urteil fählen muss?

Wenn Rechtssprechung nur noch nach Medien oder Straßenmeinung gemacht wird haben besonders die Bürger und Steuerzahler nichts mehr.

Hätte er sich erlich und rechtzeitig gestellt wären allen viel Leid erspart worden.

Nicht zuletzt dank der Tagesschau...

... ist Assange in der derzeitigen Situation.

Man wurde hier jahrelang nie müde, seine Flucht in die Botschaft nur als Flucht vor schwedischen Vergewaltigungsvorwürfen (und nicht vor einer Auslieferung in die USA) darzustellen.

Das ist sehr bemerkenswert, da die Fakten über die erlogenen Vergewaltigungsvorwürfe (die der UN-Sonderberichterstatter für Folter, Niels Melzer, auswertete), damals schon vorlagen und seit vielen Jahren bekannt waren....

....wenn man sich z.B. als Journalist dafür interessierte.

Doch dafür interessieren wollte sich die Tagesschau ganz offensichtlich nicht. Ganz im Gegenteil wurde stur eine imaginäre "Rechtstaatlichkeit" betont, von der objektiv längst nichts mehr übrig war. Und Assange wurde nach Kräften als Vergewaltiger gebrandmarkt.

Sehr traurig, denn das kann sich die Tagesschau nicht mehr abwaschen.

19:25 von Boris.1945 @17:11

19:25 von Boris.1945

@17:11 von rareri
Und die beschießen nach wie vor die umgebenden Dörfer.
Das ist ein Unterschied zum Irak.

Das waren nicht meine Worte und demnach auch nicht mein Kommentar.
////
*
*
So, So, dann sollten Sie den Text kritisieren auf den ich antwortete.
*
Einfach nochmal zum "Nichtverdrehen, wie gewohnt":
*
19:25 von Boris.1945 an
19:12 von krittkritt

Idlib ist die Sammelstelle von IS- und Al-Kaida-Ablegern.

@17:11 von rareri
Und die beschießen nach wie vor die umgebenden Dörfer.
Das ist ein Unterschied zum Irak.
///
*
*
Ist das nicht die Region, in welche immer dieTerroristen mit Bussen transportiert wurden, wenn wieder eine Rebellenhochburg befreit wurde?
*
ENDE

19:37 rareri

"Wir, die User, wissen im Grunde rein gar nichts über die Geschehnisse in Krisengebieten......."

Stimmt, Sie haben recht.
Wir bekommen in der Regel das zu sehen, was man uns auch zeigen will, allerdings unterscheidet man bei der Berichterstattung, jedenfalls gefühlt sehr wohl zwischen den Guten und Bösen. Herr Assange hat da eindeutig gegen dieses ungeschriebene Gesetz verstossen und muss es nun büßen, gleichzeitig wird ein Exempel statuiert "seht her was passiert wenn ihr dieses ungeschriebene Gesetz ignoriert".

Verbreitung ....dürfe er nicht ausgeliefert werden?

von Nettie @

Doch muss er.

Eine demokratische Gesellschaft gibt sich Regeln. Wer diese nicht einhalten will muss mehrheiten finden Sie zu ändern. Wer das nicht will , mus die Reglen achten oder die Strafen akzeptieren die eben diese Gesellschaften festgelegt haben.

Was nicht geht ist das es nach Medien oder Straßenmeinung mal so oder so entschieden wird.

anhoerung-im-assange-prozess-proteste-vor-gerichtsgebaeude

krittkritt, Sie schreiben: Idlib ist die Sammelstelle von IS- und Al-Kaida-Ablegern. @17:11 von rareri
Und die beschießen nach wie vor die umgebenden Dörfer.
Das ist ein Unterschied zum Irak."

Ich frage : =>Wer lieferte (seit Monaten) Nachschub an Waffen &Munition....und Lebensmitteln an die völlig eingeschlossene Stadt Idlib mit deren Rebellen-Familien???
Wir erkennen völlig klar:
Wir brauchen viel mehr ->whistleblower wie =>Assange<= um dies aufzuklären......

um 19:51 von werner1955

Ihr letzter Satz belegt, dass Sie überhaupt nicht richtig informiert sind. Sollten Sie nachholen, auch wenn Sie danach vielleicht Ihre Komfortzone verlassen müssen.

Ausliefern?

Die USA und GB kooperieren eng im Verteidigungsbereich. Seit dem Brexit mehr denn ja. Ich denke, dass GB ausliefern wird. Die Todesstrafe ist ja ausgeschlossen.

ungeschriebene Gesetz ignoriert?

von jukep @

Es ist kein ungeschriebenes Gesetzt.
Der Einbruch in It System, der Diebstahl von Daten , die gewerbsmäßige Veröffentlichung
von Unterlagen ist in allen Ländern dieser Erde srafbar.

Auf dem silbernen Tablett?

@ hallo1:
mich wundert das ist doch das Paradebeispiel eines politisch Verfolgten wo bleibt da das Asylangebot

Asyl muss man beantragen, das wir einem nicht dargereicht.

Wo bleibt der Protest aus Deutschland?

Ich vermisse beim Fall Assange eine klare Verurteilung seiner Verhaftung oder zumindest eine Reaktion der deutschen Gesellschaft, vor allem der Politik und der Medien.

Bei dem türkischen Whistle-Blower Can Dündar war das noch ganz anders. Ich weiß nicht mit wie vielen Auszeichnungen, Preisen und Titeln er in den letzten Monaten u. Jahren überhäuft wurde. Er wurde wie ein "Polit-Popstar" von einer Organisation zur nächsten weitergereicht und galt auf jeder Veranstaltung als Stargast.

Ich hätte mir nur 10% dieser Aufmerksamkeit mal für Julien Assange oder Edward Snowden gewünscht. Ich glaube nicht, dass die Engländer dann noch an eine Auslieferung nachdenken würden. Der Protest und die Empörung wären zu groß.

@ nie wieder ...

Normalerweise müssten ja Pressevertreter der ganzen Welt zu Tausenden dort für Assange protestieren.

Ja?
Als das US-Magazin "New Yorker" 2017 ein großes Porträt über ihn veröffentlicht, zitiert es ihn mit den Worten: "Wir kommen nicht, um den Journalismus zu retten, sondern um ihn zu zerstören."
Zitat aus https://www.tagesschau.de/investigativ/wdr/assange-portraet-101.html

20:08 von Hartmut der Lästige

um 19:51 von werner1955

Ihr letzter Satz belegt, dass Sie überhaupt nicht richtig informiert sind. Sollten Sie nachholen, auch wenn Sie danach vielleicht Ihre Komfortzone verlassen müssen.
///
*
*
Nochmals Text TS:
*
Direkt in der Konfortzone.
*
So seien Namen von Informanten, Journalisten sowie Dissidenten und anderen im Irak und Afghanistan, die den USA und deren Verbündeten geholfen hätten, an die Öffentlichkeit gelangt.
*
Aber Assange hat Sie sicher korrekt über die gute Sache genau informiert.

@ Thomas Albrecht 82

Ein unlängst begnadigter Whistleblower (Ch. Manning) wird in den USA mehrmals in Beugehaft genommen und zudem existentiell mit riesigen Strafzahlungen bedroht, damit er gegen Assange aussagt.

Erwartet wird aber lediglich die Wahrheit, keine unrichtigen Denunziationen. Im Übrigen ist Chelsea Manning eine Frau.

@werner1955

"Eine demokratische Gesellschaft gibt sich Regeln. "

eine davon heisst aber auch, dass man nicht als soldat, einfach so zum spass, lustiges "tontaubenschiessen" auf menschen macht, das per video festhält, inklusive hämischer kommentare. das sehen sie hoffentlich auch so?

genau deswegen, sollten wir Assange/Wikipedia auf ewig dankbar sein, dass er uns die augen über die perversen machenschaften des US-militärs geöffnet hat. und sie sollten sich lieber darüber echauffieren, dass keiner der beteiligten soldaten bis heute ernsthaft belangt wurde.

FREIHEIT für Assange!!!!

Freiheit für Assange

Machen wir uns nichts vor, keine Supermacht würde Julian Assange das, was er getan hat, straffrei durchgehen lassen.
Dennoch wünsche ich ihm (bei aller berechtigter Kritik, auch an seinen Sexualpraktiken) die Freiheit.

@17:11 von rareri

Also schauen wir zu, wie die amerikanische Jusitz einen Whistleblower schon mal vorab in die Death Row schickt, weil er ihm zugespielte Videos über amerikanische Kriegsverbrechen im Irak veröffentlichte und nicht das gleiche mit russischen Kriegsverbrechen in Syrien machte.

Dass er zum Zeitpunkt der russischen Kriegsverbrechen in U-Haft saß und keinen Computer hatte, auf dem ihm jemand etwas hätte zuspielen können, was er dann hätte verbreiten können, ist da sicherlich nur als "nebensächlich" zu bewerten. Wahrscheinlich hat er sich das Alibi auch nur ganz geschickt selbst eingefädelt, der Julian, der alte Gauner... </Ironie:off>

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Die Moderation meta.tagesschau.de

P.S. Diese Mitteilung gilt allen TeilnehmerInnen dieser Diskussion.

Wer vermisst, der öffne die Augen

@ pxslo:
Wo bleibt der Protest aus Deutschland?
Ich vermisse beim Fall Assange eine klare Verurteilung seiner Verhaftung oder zumindest eine Reaktion der deutschen Gesellschaft, vor allem der Politik und der Medien.

Dann wünsche ich Ihnen ein wenig mehr Aufmerksamkeit.

@frische Unterhose

"Dennoch wünsche ich ihm (bei aller berechtigter Kritik, auch an seinen Sexualpraktiken) die Freiheit."

was Assange im bett macht, hat sie nicht zu interessieren. worauf sie hier anspielen, ist schon längst als haltlose anschuldigung bereinigt worden, spielt hier keine rolle!

sehen sie hoffentlich auch so?

suomalainen@
Richtig , und ich verstehe nicht warum Sie nicht für die Bestrafung dieser Verbrecheren und hilfe für die Opfer kämpfen, sonder noch weitere Straftaten ungesühnt lassen wollen.

Verbrechen werden offen gelegt

@ rossundreiter:
Ich erkenne ja beim besten Willen keinen Zusammenhang zum Artikel.

Der Forist wollte Sie darauf aufmerksam machen, dass solche Kriegsverbrechen wie die im Irak aktuell auch wieder in Nordsyrien passieren, wo die Zivilbevölkerung ohne Gnade bombardiert wird.

Don't shoot the

Don't shoot the messenger
Fuer mich verdient Assange einen Orden, und compensation fuer die letzten Jahre

@ suomalainen

was Assange im bett macht, hat sie nicht zu interessieren. worauf sie hier anspielen, ist schon längst als haltlose anschuldigung bereinigt worden, spielt hier keine rolle!

Oft nachgesprochen, aber nicht ganz richtig.
Zitat:
Schließlich dann, 2012, war Assange in die ecuadorianische Botschaft in London geflohen. Der Vorwurf, der gegen ihn im Raum stand: Beim Geschlechtsverkehr in Schweden habe er körperliche und sexuelle Grenzen ignoriert. Mitte dieser Woche erneuerte eine Frau gegenüber NDR und WDR den Vorwurf, sie halte Assange der sexuellen Nötigung für schuldig - aber nicht der Spionage.
https://www.tagesschau.de/investigativ/wdr/assange-portraet-101.html

@ tinchen

Fuer mich verdient Assange einen Orden, und compensation fuer die letzten Jahre

In der Botschaft war er ja immerhin freiwillig. Er hätte sich ja auch dem Verhör wegen sexueller Nötigung in Schweden stellen können.

Für mich ist er auch ein Held. Aber kein Heiliger.

@ suomalainen

Assange steht unter dem Verdacht der sexuellen Nötigung in zwei Fällen. Er hat sich dieser Anklage niemals gestellt. Dabei wäre er vermutlich freigesprochen oder zu einer vermutlich recht glimpflichen Strafe verurteilt worden. Dass er sich da gedrückt hat, kreide ich ihm an.

20:37 von frische Unterhose

"Wo bleibt der Protest aus Deutschland?
Ich vermisse beim Fall Assange eine klare Verurteilung seiner Verhaftung oder zumindest eine Reaktion der deutschen Gesellschaft, vor allem der Politik und der Medien."

"Dann wünsche ich Ihnen ein wenig mehr Aufmerksamkeit."

Und ich wünsche mir eine klare VEURTEILUNG (plus Solidarisierung), nicht nur eine Berichterstattung. Wie wäre es mit ein bisschen mehr Empörung usw.? Oder mal einer Auszeichnung? Der Sacharow-Preis fiele mir da spontan ein.

um 20:55 von frische Unterhose

Lesen Sie bitte den Bericht vom UN-Berichterstatter Nils Melzer in dem steht, dass die Vegewaltigungsvorwürfe ein inszenierter Fake waren, um Assange in Haft zu bekommen, mit dem Endziel die Auslieferung an die USA einzuleiten.
Da der Vorwurf nicht stimmte, konnte sich Assange das abgekartete Spiel denken und entsprechend handeln.

@frische Unterhose...

Lesen Sie mal die Berichte von UN-Sonderbeauftragter für Folter. Assange hat demnach mehrfach den schwedischen Behörden angeboten, auszusagen. Sie sollten nach London kommen, die Briten haben das abgelehnt. S. zdf oder das ausführliche Interview mit REPULIK (ch)
Melzer hat vergangenes Jahr im Nov. vor dem Bundestag davon berichtet, beim Auswärtigen Amt fand seine Bitte um Unterstützung kein Gehör, man hätte keine Zeit...

Die Erneuerung des Vorwurfs sexueller Nötigung mag berechtigt sein, passt merkwürdiger Weise auch gut ins aktuelle Geschehen.

@frischeunterhose, 20:11

"Ich denke, dass GB ausliefern wird."

Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

"Die Todesstrafe ist ja ausgeschlossen."

Mit einer solchen Aussage wäre ich hingegen weitaus vorsichtiger.

20:55 von frische Unterhose

Assange steht unter dem Verdacht der sexuellen Nötigung in zwei Fällen.

Ja, bei Ihnen vielleicht. Alle anderen halten sich an die Fakten und die Realität.
Was treibt einen eigentlich dazu, Verleumdung und Lügen zu wiederholen, selbst wenn sie eindeutig widerlegt sind ?
Aber das jemand glaubt, `berechtig Kritik´ an Sexualpraktiken eines anderen üben zu dürfen, ist zumindest ziemlich witzig.
Klingt nach Amerika...

Es gab nie eine Anzeige wegen sexueller Nötigung.

@0:48 von frische Unterhose
Wahrscheinlich hatte der WDR damals noch nicht die kompletten Informationen.
Prof. Nils Melzer von der UNO, der auch fließend Schwedisch spricht, hat die Originale gesehen:
"Nach Aussagen der betroffenen Frau selber hat es nie eine Vergewaltigung gegeben. Und nicht nur das: Die Aussage dieser Frau wurde im Nachhinein ohne ihre Mitwirkung von der Stockholmer Polizei umgeschrieben, um irgendwie einen Vergewaltigungs­verdacht herbeibiegen zu können. Mir liegen die Dokumente alle vor, die Mails, die SMS."

@20:55 von frische Unterhose

"Assange steht unter dem Verdacht der sexuellen Nötigung in zwei Fällen. Er hat sich dieser Anklage niemals gestellt."

Wo haben Sie nur ihre falschen Informationen her? Direkt aus dem Pentagon?

Bei einem Besuch Stockholms zur Vorbereitung eines neuen Projektes hatte Assange mit zwei verschiedenen Frauen zu zwei verschiedenen Zeitpunkten einvernehmlichen Sex.

Wenigstens eine der beiden Frauen wollte von Assange, weil dieser sich nicht auf eine feste Beziehung einlassen wollte, einen HIV-Test. Als er ablehnte, suchte Sie sich einen Anwalt, der informierte die Polizei um A. unter Druck zu setzen. Die schwedischen Gesetze schreiben vor, dass bei solchen Anzeigen immer der Vorwurf sexueller Nötigung im Raum steht und untersucht werden muss. Obwohl keine der Frauen jemals diesen Vorwurf erhoben hat. Die schwedische Staatsanwaltschaft ließ den Fall liegen. Nach fünf Wochen nahm A. einen Termin in London wahr. Dies nutzten die USA um Druck auf SWE & GB auszuüben. Ziel: A.s Auslieferung.

@frischeunterhose, 20:43

"(…) dass solche Kriegsverbrechen wie die im Irak aktuell auch wieder in Nordsyrien passieren, wo die Zivilbevölkerung ohne Gnade bombardiert wird."

Richtig, schön (oder natürlich nicht schön). Und im Sudan wütet ein schlimmer Bürgerkrieg (auch nicht schön).

Nun weiß ich nur immer noch nicht, wo der Zusammenhang zum Artikel ist!

Darstellung: