Ihre Meinung zu: Tausende protestieren in Griechenland gegen Rentenreform

18. Februar 2020 - 21:09 Uhr

Tausende Menschen haben in Griechenland gegen eine Rentenreform protestiert und durch Streiks den Verkehr lahmgelegt. Die Regierung hält die Maßnahme für notwendig, um die Renten langfristig zu sichern.

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Kommentare

Staatdiener

Wie in Frankreich streiken die Staatsdiener, damit Ihnen die Vorteile gegenüber dem normalen Volk erhalten oder wiederhergestellt werden.

@ Tagesschau

Etwas mehr an Einzelheiten zum griechischen Rentensystem und evtl. einen Vergleich zu den Regelungen vor der Troika - Krise wäre sicherlich interessant für viele gewesen.
Und bei dieser Gelegenheit wäre auch ein detaillierter Faktenfinder zu sämtlichen Rentensystemen der EU - Länder schön. Dann könnte man mal vergleichen, wo es den Rentnern gut geht oder wo es ihnen so schlecht geht wie unseren Minirentnern.
Auch das könnte viel Interesse hervorrufen.

Vorurteil Nummer 2:

Beamten sind in Frankreich schlecht bezahlt

Das stimmt. Insgesamt sind sie schlecht bezahlt. Wenn man die Gehälter von hohen Staatsbediensteten und denen von Führungskräften in der privaten Wirtschaft vergleicht, hat man ein Verhältnis von 1 zu 10 oder sogar 1 zu 30.
*
Deshalb gibt es immer wieder Beamte, die ab einem gewissen Alter aus dem Staatsdienst in die freie Wirtschaft wechseln.
*
""Vergleicht man im Gegenzug die niedrigeren Gehaltsklassen, so bleibt das geringste Gehalt eines Beamten immer noch deutlich höher, als jene in der privaten Wirtschaft. """"
*
Quelle:
https://www.connexion-emploi.com/de/a/beamte-in-frankreich-klischees-auf...

re boris.1945

"Wie in Frankreich streiken die Staatsdiener, damit Ihnen die Vorteile gegenüber dem normalen Volk erhalten oder wiederhergestellt werden."

Staatsdienende Busfahrer vs. das normale Volk?

Ich sag mal extra zurückhaltend: Heute lassen Sie echt keinen aus.

Streik

Da wird doch tatsächlich alles in Bewegung gesetzt für die Rente mit 55. Besitzstände sind schließlich heilig.

@Am 18. Februar 2020 um 20:12 von Boris.1945

wie in frankreich so triffts auch in griechenland aber alle abhängig beschäftigten. und nur weil ein teil davon mehr verliert als der rest, wird die sache dadurch nicht gerecht oder verzeihbar! dabei machen es viele länder besser. niederlande oder schweiz zum beispiel. aber wer lieber beim anderen spart als bei sich geht natürlich eher den anderen weg.

eine volkswirtschaft funktioniert nunmal nur im kreislaufsystem. vermögen(geld) ohne entgegenstehende ausgaben führt da halt zum bankrott. richtige kapitalisten wissen das. aber solange willfährige idioten fremden reichtum gegen einen obolus sichern, solange sind richtige kapitalisten auch nur haustiere zum streicheln oder philosophen zur unterhaltung.

man muss endlich anfangen die existenz bedingungslos zu sichern. alles andere ist das geistige treten auf der stelle.

Ausgerechnet die Regierung Tsipras

blähte den griechischen Staats­apparat wieder auf. Statt den Staat weiter zu verschlanken, stellten Tsipras und Co. seit Januar 2015 insgesamt 67 483 Personen in den Staatsdienst ein.
Davon wurden 32 913 mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag in Ministerien, dem griechischen Parlament oder Kommunalverwaltungen ausgestattet.
Die restlichen 34 570 Staatsdiener erhielten einen befristeten Vertrag.
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Mehr als 4000 Beamte entlassen

Tsipras’ Herausforderer Kyriakos Mitsotakis, seit Anfang 2016 Chef der konservativ-liberalen Nea Dimokratia, der größten Oppositionspartei in Athen, die Umfragen zufolge konstant rund zehn Prozentpunkte vor der regierenden Syriza liegt, ist für viele griechische Beamte ein Schreckgespenst. Mitsotakis, ein bekennender Reformer, will den griechischen Staatsapparat noch einmal deutlich verkleinern.
Quelle:
https://www.weser-kurier.de/deutschland-welt/deutschland-welt-politik_ar...

13. Rente wurde wieder eingeführt

"Im Gegenzug für internationale Finanzhilfen verpflichtete sich Athen in den vergangenen Jahren zu harten Einschnitten unter anderem bei der Altersversorgung."

Ja, versprochen - aber nicht geliefert! Griechenland hat von der EU insgesamt 300 Milliarden € (!) an Hilfen bekommen. Als Gegenleistung sollten spürbare Reformen umgesetzt werden. Darauf warten die Europäer aber immer noch. Stattdessen wurde vor kurzem die 13. Rente wieder eingeführt. Es dürfte meiner Meinung nach nicht mehr lange dauern, bis Griechenland wieder nach frischen Milliarden schreit.

Keine typische Qualifikation

@ Boris.1945:
Deshalb gibt es immer wieder Beamte, die ab einem gewissen Alter aus dem Staatsdienst in die freie Wirtschaft wechseln.

Zahlenmäßig spielt das aber sicherlich eine vernachlässignare Rolle. Staatsdienst ist nicht die typische Qualifikation, die die Wirtschaftsbetriebe nachfragen. Bei uns im Betrieb hat meines Wissens noch kein ehemaliger Staatsdiener Karriere gemacht.

Griechenland ist überall

An Rentner, die Pfandflaschen aus Mülltonen wühlen haben sich viele bereits gewöhnt.
Studenten aus Arbeiterfamilien, die keine bezahlbaren Zimmer finden.
Eine kleine Schicht von Superreichen, die über immer mehr Kapital verfügen.

Das alles klingt seltsam vertraut.

20:37 von karwandler

re boris.1945

"Wie in Frankreich streiken die Staatsdiener, damit Ihnen die Vorteile gegenüber dem normalen Volk erhalten oder wiederhergestellt werden."

Staatsdienende Busfahrer vs. das normale Volk?

Ich sag mal extra zurückhaltend: Heute lassen Sie echt keinen aus.
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Da streiken also nur Busfahrer, die mehr verdienen als im privaten Verkehrsgewerbe.
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Es wird immer einfaltsloser, bei Ihren Verniedichungen.
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Wie in Frankreich soll auch in Griechenland das Ganze durch den öffentlichen Dienst gefährdet sein.
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Was sich Rote in Nehmerländern nur alles erkaufen, Beamtentum in GR, F und 3. Kitajahr für Nehmerländer per 1.440,--€ Berlin/Thüringen.

@ nie wieder ...

Dann könnte man mal vergleichen, wo es den Rentnern gut geht oder wo es ihnen so schlecht geht wie unseren Minirentnern. Auch das könnte viel Interesse hervorrufen.

Besser nicht, das könnte womöglich einige liebgewonnene Denkmuster zerstören.

Übliche Sprüche

@ Lucinda_in_tenebris:
Eine kleine Schicht von Superreichen, die über immer mehr Kapital verfügen.
Das alles klingt seltsam vertraut.

Stimmt. Ich fürchte, ich habe zu viel in Foren gelesen.

Ein Sozialstaat ist dauerhaft

Ein Sozialstaat ist dauerhaft nur finanzierbar, wenn er auch durch Einnahmen gedeckt ist. Gegen mathematische Prinzipien helfen auch keine Demonstrationen.

21:02 von Transatlantikerin

@ nie wieder ...

Dann könnte man mal vergleichen, wo es den Rentnern gut geht oder wo es ihnen so schlecht geht wie unseren Minirentnern. Auch das könnte viel Interesse hervorrufen.

Besser nicht, das könnte womöglich einige liebgewonnene Denkmuster zerstören
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Richtig Pensionen und Renten nur nicht vergleichen, sonst würden die Äpfel und Birnen im EU-Korb ja eventuell vergleichbar.
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Nur die Gurkenkrümmung muss überall gleich sein und für 0% Alterruhegeldverzinsung wird das deutsche Verdienstkreuz verliehen.

Griechenlands Problem

bei den Staatsdienern sind mit Sicherheit nicht der Mangel an ihnen, sondern die Effizienz. Gibt es jetzt eigentlich ein funktionierendes Steuersystem? Funktionierende Grundbuchämter? Sind die ausstehenden Steuerschulden eingetrieben?
Wie lange kann und will sich ein Land, das im Grunde pleite ist einen derart aufgeblähten Apparat leisten? Wie lange das aktuelle Rentensystem? Auf was verlassen sich die Protestierer? Auf Hilfe von außen für alle Zeiten? Rettungsschirme?

21:12 von deutlich

es wird sich auch in den krankenhäusern nichts geändert haben. kein land beschäftigt so viele gärtner in krankenanstalten, obwohl kein grün da ist.

Griechenland.. immer wieder und kein Ende

Das Rentensystem galt als eine der Ursachen für die Schuldenkrise.
Junge Rentner mit Knüppel(?)

Wie oft noch? Haben Sparer und Steuerzahler in der €-Gemeinschaft noch Geld übrig, das man weiter direkt oder indirekt abkassieren kann. Wie sieht es dort u.a. mit der Altersversorgung aus?

Tarnen, Täuschen, in den € mogeln, Schuldenschnitte, Haftung in ungenannter Milliardenhöhe, "Rettungsschirme", Schrottpapiere der EZB .etc.

Die Binsenweisheit:
Was man (später) ausgeben will muss erst erwirtschaftet werden. Dauerhaft über die Verhältnisse leben führt zum Ruin. GR-Milliardäre leben steuerfrei...

Nicht nur unter Wirtschaftswissenschaftlern herrscht die Meinung, dass GR so seine Verbindlichkeiten nie begleichen wird.

GR gehört weltweit zu den drei Ländern mit der höchsten Staatsverschuldung (350 Mrd€+ X Schuldenschnitt nicht mehr mitgezählt).
Beim Weltbank-Doing-Business-Ranking auf Rang 72 zurückgefallen. Das Ranking ist ein wichtiger Gradmesser der Wettbewerbsfähigkeit.

Liebe Griechen...

... macht es wie die Engländer und tretet aus der EU aus, dann geht es euch bald wieder besser.

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