Ihre Meinung zu: Abbas im Sicherheitsrat: Trumps Plan bedeutet "Schweizer Käse"

11. Februar 2020 - 23:56 Uhr

Palästinenserpräsident Abbas hat Trumps Nahostplan vor dem UN-Sicherheitsrat entschieden zurückgewiesen. Der US-Präsident stelle die "legitimen Interessen der Palästinenser" infrage.

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Kommentare

Es wird wohl noch lange dauern

Um eine eine endgültige Lösung in diesen nun schon lange andauernden Streit zu finden. Meiner Meinung nach haben die Palästinenser auch ein Recht auf einen internationalen anerkannten Staat. Arafat hatte es schon sehr weit vorangebracht,aber beide Seiten Israel und die Palästinenser müssen sich bewegen und auf einander zu gehen.Sonst wird das nichts.

Ein Friedensplan in amerikanischer Tradition

Wie ihn der große weiße Vater in Washington im 19. Jh. mit den Indianerstämmen abgeschlossen hat.

Ihr kriegt ein Stück Wüste als euer Reservat. Wir den Rest.

Abbas im Sicherheit: Trumps Plan bedeutet "Schweizer Käse"

Wenn heute vor dem UN-Sicherheitsrat der Palästinenser-Präsident den starken Mann macht mit einer großen Karte, auf die Grenzen einer Zwei-Staaten-Lösung nach dem Plan von Präsident Trump sich wiederfinden, dann sollte er genauso wie schon seit 1988 sein Vorgänger Arafat nicht vergessen, dass er nur Palästinenser-Präsident auf dem Papier ist, da es den Staat bis heute nicht gibt. Auch weil die radikale Hamas die Zugeständnisse an die Juden keineswegs will. Man kann sich immer fetzen über die Grenzen, der beiden Staaten, doch die Voraussetzung einer Einigung ist immer, dass auf Gewalt durch Raketen verzichtet wird und dass es beide Staaten wirklich gibt.
Und so erinnert das Bild von Abbas mit der Karte auch sehr an das Bild von Netanjahu vor der UN im Oktober 2012 mit der Bombe, ob er nun die Palästinenser oder unterstützende Länder damit meinte. Kompromisse kennt Netanjahu auch nicht, was auch sich darin wiederspiegelt, dass er an der Macht klebt trotz vieler schwieriger Wahlergebnisse

"Schweizer Käse"

Das mit dem "Schweizer Käse" hat Abbas noch weiter ausgeführt: Den Käse bekommen die Israelis und die Löcher die Palästinenser.

rer Truman Welt

Alle Kritik ist so nachvollziehbar wie der Inhalt dieses Plans Unfug ist. Abbas und seine Palästinenser sehen das korrekt. Dieser Plan ist eine Farce.
Für Frieden im Nahen Osten braucht es den Vermittlungseinsatz der Europäer. Alle anderen haben das Vertrauen der ein oder anderen Seite verspielt. Darüber hinaus sind weder Putin noch Trump vertrauensvolle Vermittler. Trump fehlt darüber hinaus völlig die Kompetenz.
Einen dauerhaften Frieden und die Befriedung beider Lager sehe ich in den nächsten Jahrzehnten nicht. Es wird für Jahre weiterhin ein "Kanaldeckelspringen" bleiben, wobei hin und wieder ein Deckel an die Decke knallt. Dennoch soll stetss versucht werden, Lösungen zu finden gem. der Devise, solange verhandelt wird, wird nicht geschossen. Das scheint das Stabilste zu sein, was in absehbarer Zeit möglich erscheint. Deshalb sollten solche sog. Friedenspläne in den Schubladen bleiben. Sie stiften nur Unruhe und Gewalt.

kein wunder

wenn man meinem land, im streik mit einem anderen land, aus der situation heraus, anbieten würde, die eigene hauptstadt zu verlieren(ein quasi heiliger ort!)
dazu noch vom anderen land anektierte und rechtswiedrig besiedelte gebiete zubesprochen zu bekommen, würde ich das auch nicht akzeptieren.

das wäe wie wenn russland/DDR deutschland bis zur damaligen grenze deutschland/deutschland, von berlin ausgehend, besetzt hätte, da leute angesiedelt, dann erwartet das man ihnen ganz berlin zuspricht und die anektieren gebiete der DDR als zur DDR gehörend zusprechen sollte.

wer hätte das akzeptieren wollen?!

Da geht das Problem doch schon los

spricht Abbas für die Palästinenser? Oder nur für den Teil, der nicht von der Hamas beherrscht wird? Ist er legitimiert? Mit wem genau können die Israelis verhandeln? Die Radikalen werden jede Lösung torpedieren, egal wie sie konkret aussehen mag.

Wo bleibt der lange angekündigte ...

... alternative Friedensplan für den Nahen Osten von Wladimir Putin?

Ein Stück Kuchen...

...soll zwischen zwei Leuten geteilt werden. Der eine ist vielleicht bereit, sich mit dem halben Stück zufrieden zu geben, der andere besteht darauf, das ganze Stück zu bekommen und bleibt dabei seit Jahren stur.

Egal, auf welchem Teller es präsentiert wird: Es wird nicht funktionieren.

Trumps Plan bedeutet "Schweizer ...

Vielleicht hätte man auch sagen können, Trumps, oder wer da auch immer Käse geplant hat, wollte gar keinen Plan, sondern einfach ein bisschen provozieren.
Wer immer später mal einen Plan vorlegt, den erkannt man daran, das sein Plan, einen kompakten, einheitlichen und nach allgemeinen Kriterien lebensfähigen Staat formuliert, den die Palästinenser dann selber zum Käse machen, oder eben nicht. Das selbe steht den Kurden und vermutlich einem Dutzend weiterer größerer Völker zu, über die weniger geredet wird, weil dort weniger die Hütte brennt.

Ja, unser wichtigster Verbündeter USA...

lässt einmal mehr die Maske fallen. Zugegeben: ziemlich dämlich, so rotzfrech daherzukommen. Eben so, wie man dort transatlantisch meint, mit dem Rest der Welt umgehen zu können.
Im eigenen Land rottete man ganze Völker aus (und das war nicht im Mittelalter), den Palästinensern gedenkt man Reservate zu.
(Ich nutze bewußt nicht den Begriff der Lager, in denen deutsche Faschisten Juden, Kommunisten und andere missliebige zusammenferchten und ermordeten - weil da zugegebenermaßen noch eine ganz andere Dimension der Unmenschlichkeit stattfand!).
Den politischen Gegner killt man einfach mit Drohnen. Und dem "Verbündeten" setzt man die Pistole wegen Nordstream II auf die Brust. Es gibt ein passendes Wort für deratiges Verhalten: Ich nenne es internationales Banditentum.

Wenn es dann so wäre...

Die Palästinenser seien also an einem gerechten Frieden interessiert und ist bereit für Verhandlungen... (Bezugnahme auf 4. Absatz des Artikels).

Wäre ja schön, wenn von diesen Willensbekundungen in der Wirklichkeit auch etwas zu sehen wäre. In der Vergangenheit hat die Abbas leider nicht viel Futter dafür geliefert, damit solche Aussagen glaubwürdig erscheinen. Es erscheint eher so, dass JEDER sogenannte Friedensplan ganz prinzipiell abgelehnt wird, weil er entweder von den USA kommt oder das Ende des Staates Israels nicht beeinhaltet. Bei aller Berechtigung für die Kritik an vielen israelitischen Aktionen hat die Abbas einen extrem hohen Anteil (und m.E. auch einen höheren als den Israels) an dem Nichtzustandekommens eines dauerhaften Friedens.

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