Ihre Meinung zu: Tarifrunde: Tausende Ärzte bei Uniklinik-Warnstreiks

4. Februar 2020 - 16:20 Uhr

Bundesweit haben sich mehrere tausend Ärzte an Warnstreiks beteiligt. Sie wollen den Druck auf ihre Arbeitgeber, die deutschen Unikliniken, erhöhen und fordern bessere Gehälter und weniger Bereitschaftsdienste.

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Kommentare

Ich sorge mich um meinen Arzt

Muss ich mir jetzt Sorgen um meinen Arzt machen? Unser Gesundheitssystem ist sicherlich schwer krank, am zu geringen Einkommen von Ärzten liegt das aber wohl eher nicht.

Nutzlos

Es gibt globale Entwicklungen, die mit Schraubendrehen nicht beseitigt werden können. Dazu gehört:
Die zunehmende Population damit auch mehr Patienten /Ärztemangel. Wenn die Ärzte weniger arbeiten, bedeutet das mehr Wartezeiten und unbehandelte Patienten. Weniger Geld für Gesundheitssystem damit auch weniger Krankenhäuser, weniger Praxen, weniger Ausstattung. Sehr viele Ärzte der älteren Generation finden keine Nachfolger mehr für ihre Praxen insbesondere Hausärzte. Hausarztsystem ist in Deutschland am Aussterben.
Steuerlast + steigende Kosten überall in Deutschland. Davon sind die Ärzte genauso betroffen.
Dass es für die Ärzte in DE immer enger wird, ist ja schliesslich auch Folge dieser Fehlentwicklungen. Die Bauern gehen auch nicht ohne Grund auf die Strasse.
Ich möchte gerne wissen was passiert, wenn die Babyboomer in 5 - 10 Jahren keine Renten mehr bekommen.
Man wartet auf ein Wunder und ist trotzdem optimistisch. Wie in Märchen, die auch immer mit einem happy end ausgehen :-)

Arbeitsbedingungen

Für gesündere Ärzte und Patienten!

Auch wenn eine Gehaltserhöhung gefordert wird, geht es den Ärzten (mich eingeschlossen) in den Unikliniken vor allem um:

-Bessere Arbeitsbedingungen und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie
wer 6-10x / Monat bis zu 24h über Nacht in der Klinik verbringt, an vielen Kliniken auch noch verlängerte oder verschobene Dienste leistet, ungeplante Überstunden leistet, kann seine Kinder an vielen Tagen mit Glück gerade noch zu Bett bringen; wöchentliches Training oder Kurse besucht man dann 1-2Mal / Monat

-Dienstpläne werden häufig kurzfristig umgestellt, in meiner Abteilung werden jeden Monat mehr als 20 Dienste kurzfristig nachbesetzt, teils am selben Tag. Patienten suchen es sich nicht aus, krank zu sein, ob Notfall oder dringliche Versorgungen, es muss Personal dazu da sein.

- Überstunden werden in vielen Abteilungen nicht erfasst oder Pauschal gekappt, ehrliche Stundenzettel nicht unterschrieben: „Das kann sich die Abteilung nicht leisten...“

will behaupten

dass es in der Organisation eines Krankenhauses und vorallem der Selbsteinschaetzung von Aerzten einiges zu verbessern gilt
klar da haben sich viele mit beschaeftigt
aber 30 Jahre meines Lebens war ich in der Produktionsplanung taetig
10 Jahre davon in der Zeitwirtschaft
also ein gewisses Gefuehl traue ich mir da schon zu
und das sagt mir
es laeuft nicht alles rund ....
und die Bezahlung .... die ist sicherlich nicht ueppig, das stimmt

Der ständig steigende "Druck" ist nicht mehr hinnehmbar

"Wir legen großen Wert darauf, dass wir keinen Patienten in bedrohlicher Lage in Gefahr bringen", betonte ein Sprecher des Marburger Bundes“

Das spricht für das Verantwortungsbewusstsein der Streikenden den Patienten gegenüber. Und als Fachleute sind sie in der Lage, selbst einzuschätzen und zu entscheiden, wann dies der Fall wäre. Und für ihr Verantwortungsgefühl spricht auch, dass sie sich gegen die Zumutungen der oft völlig praxisfernen „Entscheider“ innerhalb eines fehlgesteuerten Systems wehren. Schon, weil unter denen nicht nur sie selbst und auch nicht nur die Patienten, sondern alle zu leiden haben: "Es muss Schluss sein mit überlangen Arbeitszeiten". (…) zahlreiche Nacht- und Wochenenddienste gingen an die gesundheitliche Substanz und beeinträchtigten damit auch die Qualität der Patientenversorgung“

ETWAS müssen sie tun, damit die "Verantwortlichen" nicht mehr einfach immer weitermachen können wie gehabt, während allen anderen die tägliche Arbeit immer schwerer gemacht wird.

@Gerhard Apfelbach (16:04)

Muss ich mir jetzt Sorgen um meinen Arzt machen? Unser Gesundheitssystem ist sicherlich schwer krank, am zu geringen Einkommen von Ärzten liegt das aber wohl eher nicht.
____

Informieren Sie sich bitte vorher. Die Ärzte streiken nicht für mehr Gehalt...

Diese Verhältnisse, die

Diese Verhältnisse, die Ärzte, Pflegepersonal und alle Heilberufe mittlerweile zu ertragen haben und wodurch immer mehr die Gefahr von Fehlbehandlung und Unterversorgung für die Krankenbesteht, ist Folge einer mittlerweile Jahrzehnte lang betriebenen Lobbyismuspolitik, die es den Pharmafirmen möglich machte rund 80% Prozent der Gelder in den Behandlungs- und Heilverfahren für ihre Pillendreherei abzusaugen. So bleibt schon viel zu lange nur noch eine Hand voll Krümel für die anderen übrig, mit denen dann Krankenhäuser, Personal, Kuren, Anwendungen, teilweise Forschung und alle weiteren notwendigen Schritte bezahlt werden sollen. Die Folge ist ein immer wackligeres Gesundheitssystem in das nun auch immer mehr Nichtmitzahler eingeklinkt werden. Ich bin überzeugt, dass die, welche damals diesen Lobbyismus der zu diesen Verhältnissen geführt hat, genauso, wie deren heutigen Unterstützer, sich im Krankheitsfalle in besten Privatkliniken, nicht diesem Gesundheitssystem aussetzen müssen.

Lässt sich als

Außenstehender nicht viel sagen, hab derartiges nicht in der Familie, aber besonders unterbezahlt kamen mir die Ärzte bislang nicht vor.
Zahlen sind keine im Artikel.
Freizeit ist sicher knapp, aber damit stehen sie dann wohl nicht ganz allein bei den Berufen.

Überfordertes System

Krankenhausärzte kann man nicht mit den freiberuflichen Praxen vergleichen...die Ärzte in Krankenhäusern sind nach Tarif angestellt und es ist nur gerecht, daß sie für ihre verantwortungsvolle Arbeit auch entlohnt werden müssen. Wochenenddienste, Nachtschichten, Rufbereitschaften und z.B. Notfalleinsätze nachts im OP gehen mit hohem Stress einher...6-jähriges Studium plus eine Weiterbildung zum Facharzt Dauer 5 - 6 Jahre...das was dann ein KH-Arzt verdient ist echt mager im Vergleich zu Jobs im Handel und Gewerbe. Der Warnstreik hat meine volle Sympathie...an seiner Gesundheit hängt doch jeder und wer will da nicht optimal medizinisch behandelt werden.

Nur einer profitiert seit 1995 Homo verwaltiensis

Irgendwann werdet Ihr merken das Akten und Verwaltungen keine Menschen behandeln.
Unser Gesundheitssystem wurde ursprünglich geschaffen um dem Patienten zu helfen, also Aerzte,Pfleger,Schwestern heilen ggf mit Hilfe von Medikamenten. Die Kassen sollten nur die Beiträge einnehmen....und jetzt kommt es: wieder für die Versorgung ausgeben.
Inzwischen ist es wie in vielen Bereichen der Daseinsvorsorge ein außer Kontrolle geratenes System in dem sich ausschließlich die 2 Oligopole Pharma und Krankenkasse selbst bedienen.
Um das Abzusichern entsenden/recyclen sie Politiker.
95% des Personals bei den 2 sind absolut überflüssig.
Seit 25Jahren gibt es inflationsbereinigt nur - Runden.. z.B. der neue EBM wieder 0 Euro mehr von den Kassen davon geht aber das Geld ab fürs neue TVSG!!!
Rekordeinnahmen aber minimale Ausgaben für die Versorgung.
Die Kassen verstecken die Milliarden in Ihren Bilanzen neuerdings um ja keine Überschuesse zu haben.
SPAHN HANDELN SIE ENDLICH.
Gesetzliche Einheitskasse!

@16:10 von Noworrries

"Arbeitsbedingungen
Für gesündere Ärzte und Patienten!"

Ich gönne Ihnen das alles von Herzen. Schön wäre aber, wenn Sie das alles auch dem medizinischen Hilfspersonal (Pflege, MTA, KG usw.) gönnen und sich solidarisch zeigen würden. Das habe ich oft vermisst. Nur zu gut erinnere ich mich an O-Ton Montgomery: "Wir Ärzte müssen trocken Brot kauen, während sich das Pflegepersonal nur die Sahnehäubchen nimmt."
In grauen Vorzeiten war die Wertschätzung seitens der Ärzte und auch die Zusammenarbeit mal deutlich besser.

Bei uns in Sachsen- Anhalt

ist das Personal der Ameos- Kliniken in einen unbefristeten Streik getreten. Die Gründe sind bekannt. Nur haben die Streikenden anscheinend nicht verstanden, daß mit der Privatisierung der Kliniken der Arbeitgeber jetzt der Kapitalismus ist. Ohne Gewinn, auf Kosten der Gesundheit natürlich, läuft da nichts. Warum hat man damals nicht gegen die Privatisierung gestreikt?

ich verstehe die Ärzte

sind bestimmt die Arbeitsbedingungen.Aber wir haben zuwenig Ärzte.

Ich will nicht irgendwann mal

Ich will nicht irgendwann mal von einem Arzt behandelt werden müssen, der sich nach 14 Tagen Dauereinsatz nicht mehr konzentrieren kann.
Und die Entscheider in ihren überteuerten Maßanzügen wohl auch nicht.

16:47 von landart

Krankenhausärzte kann man nicht mit den freiberuflichen Praxen vergleichen...die Ärzte in Krankenhäusern sind nach Tarif angestellt und es ist nur gerecht, daß sie für ihre verantwortungsvolle Arbeit auch entlohnt werden müssen.

... wenn es kein Chefarzt ist. Der Chefarzt ist mehr oder weniger nur eine Repräsentationsfigur und behandelt in der Regel nur Privatversicherte. Die eigentliche Arbeit überlässt er seinen Ober- bzw. Stationsärzten. Im Ausnahmefall behandelt er schwierige Fälle.

Ich habe schon gesehen, dass sich Stationsärzte die "Haxen abgelaufen" haben" und die Chefärzte reiben sich zugleich ihre Nasen an der Zimmerdecke.

16:39 von nikioko

@Gerhard Apfelbach (16:04)

Muss ich mir jetzt Sorgen um meinen Arzt machen? Unser Gesundheitssystem ist sicherlich schwer krank, am zu geringen Einkommen von Ärzten liegt das aber wohl eher nicht.
____

Informieren Sie sich bitte vorher. Die Ärzte streiken nicht für mehr Gehalt...
////
*
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Dann irrt die TS?
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"Bei Warnstreiks für höhere Gehälter und gemäßigtere Arbeitszeiten haben mehrere tausend Ärzte an deutschen Unikliniken bundesweit demonstriert."

@Anna-Elisabeth 16.53

kann ich nachvollziehen, bei allem Verständnis für die Ärzte. Aber Montgomery hat schon immer so getan als würden nur die Ärzte am Limit arbeiten. Dabei sind die Pflegekräfte oder MTA genau so gestresst, aber weit schlechter bezahlt. Meine Tochter ist Pflegekraft im KH.

@ 15:23 von Sisyphos3 (Vorgängermeldung)

Es irritiert mich immer öfter, in Antworten Formulierungen wie "machen Sie mal halblang" zu lesen, wenn man - wie in diesem Falle - auf die schlichte Tatsache hinweist, dass unser Gesundheitssystem ohne Menschen mit Migrationshintergrund längst zusammengebrochen wäre (was eine Antwort auf einen User war, der mal wieder die Ausgaben für Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund als Wurzel allen Übels dargestellt hat), und dann die Bestätigung für meine These sogar auf den Fuß folgt: Stuttgart hat per se 43% Bürger*innen mit Migrationshintergrund. Was ärgert Sie da an meinem Kommentar?

Tarifrunde:Tausende Ärzte bei Klinik-Warnstreiks......

Streik gegen schlechte Arbeitsbedingungen.Unter anderem für zwei freie Wochenenden im Monat.
Und das Pflegepersonal ?
Da hört man weniger von,obwohl personell auf Kante genäht und gestresst.Aber da gibt es ja auch eine andere Gewerkschaft,die nicht streiken will.Und die sagt:"Da haben wir uns wieder jeeinicht".

Spartengewerkschaften

Glücklich können sich die Ärzte schätzen, dass sie eine eigene Interessenvertretung haben.

Alle Arbeitnehmer, die auf DGB/SPD Gewerkschaften angewiesen sind, müssen sich auch im Wirtschaftsboom weiterhin auf Lohndumping aka "Lohnzurückhaltung" einstellen. In den DGB/SPD Gewerkschaften wird weiterhin das Mantra von Ex-Kanzler Schröder von Deutschland als Niedriglohnland hochgehalten.

@Barbarossa 2

"Bei uns in Sachsen- Anhalt ist das Personal der Ameos- Kliniken in einen unbefristeten Streik getreten."
Ausgerechnet in Ameos Kliniken Sachsen Anhalt herrscht ein gravierender Personalmangel. Sie können auch nicht mehr Personal einstellen, weil sie rote Zahlen schreiben. Das ist ein Problem aller Krankenhäuser in Deutschland und das seit Jahren aufgrund der Sparpolitik (in Fahrt gekommen mit SPD - Ulla Schmidt) . Man bekommt keine vernünftige Vergütung durch die GOÄ oder EBM. Anfang diesen Jahres gab es wieder eine Reform der EBM mit dem Ziel die Einnahmen zu verkürzen.

Folgen: Entlassungen und weniger Personal, weniger Ausstattung, Versuchen überall zu sparen auf Kosten der Qualität und das im Krankenhausbereich sowie bei den Praxen.
Hausarztpraxen sind finanziell uninteressant geworden, wenn man überlegt wie viel sie in DM Zeiten verdient haben.
Die GOÄ und EBM Gebühren müssen unbedingt angehoben werden und die unnötige Bürokratie gehört abgeschafft.

Schon kurios das Ärzte mehr

Schon kurios das Ärzte mehr Geld haben wollen, meiner Meinung nach sollte evtl auf etwas verzichtet werden um Budget frei zu machen um mehr Personal einzustellen, nicht nur Ärzte und so für Entlastung gesorgt werden.

Ja, Ärzte sollen und müssen gut verdienen, die Durchschnittseinkommen sind aber nicht so gering heutztage:
Assistenzarzt: 68.000 €
Facharzt: 84.000 €
Oberarzt 114.000 €
Chefarzt: 279.000 €

Der durchschnittliche Monatsverdienst laut statista liegt bei ca. 46.500 €

@oooohhhh

„Bürokratie“, „Verwaltungsaufwand“ kommen ja häufiger und werden als die Mutter des Übels dargestellt ohne dass ja genug Geld da wäre. Gezahlt wird auch nichts? GÖA/ EBM sollen angehoben werden?

Die Träger wie RV oder Krankenkassen machen keine Gewinne, maximal Rücklagen die direkt in das System zurückgehen und das wird überwacht. Alle Leute entlassen - alles EDV. Gern macht 0,2-0,3% max am Beitragssatz. Natürlich ohne einen Euro in die EDV gesteckt zu haben und ohne Regulierung etc.
Keine Arzneimittelregulierung? Keine Generika? Gern macht 2-3%. Auch private Rehahäuser? Höhere Vergütung von Pflegeheimen? 2%

Merken sie was?

In den letzten 25 Jahren ist das System massiv verschlankt worden, alle Träger und Einrichtungen wie die Pflege haben zudem keinen Nachwuchs.

Ich arbeite in der Aufsicht und die harte Wahrheit ist Folgende: 1. wir werden älter 2. Der technische Fortschritt 3. Die Babyboomer Gehen in Rente

Das sind die ernsten Probleme und jetzt kommt’s. Nicht zu lösen

von Noworrries - Arbeitsbedingungen

...es geht ja nicht nur den Ärzten so, sondern das Pflegepersonal (Schaukeldienst + Personalausfälle d. Krankheit) ist genauso betroffen.
Ich finde das ist ein Gesamtproblem in diesem Bereich (spreche aus meiner berufl. Erfahrung). Wobei man den Ärzten ganz schön was zumutet z.B. über 24 Stunden Dienst in der Notfallaufnahme usw.. In anderen Berufen würde das aus Sicherheitsgründen gar nicht zugelassen.

Ich sorge mich um meinen Arzt......

darüber nachdenken kann man schon mal.
Die Bereitschaftsdienste ( vor allem der Hausärzte) sind kein Zuckerschlecken und können sehr anstrengend sein. Es kommt nicht von ungefähr, dass Hausärzte Mühe haben Nachfolger für ihre Praxen zu bekommen und über den Verdienst lässt sich streiten.....

Aus meiner Erfahrung heraus mit Krankenhausärzten...

...durchaus nachvollziehbar die Forderungen.

---

Was das Gehalt angeht weiß ich nicht ob 6% gerechtfertigt sind,
da ich die Gehälter der einzelnen Ärzte nicht kenne und somit keinen Vergleich anstellen kann.
-
Aber was die Überarbeitung angeht habe ich das selber in den letzten 10 Jahren Krankenhauserfahrung miterlebt.
Hier besteht wirklich dringender Handbedarf.
Aber das gilt auch für das Pflegepersonal.
-
Was mich aber auch aufregt, ist die Tatsache, daß ein Krankenhausarzt mittlerweile mehr Bürokrat als Arzt ist.
Und das bekomme die Patienten deutlich zu spüren.
-
Hier könnte durch die Herabsetzung der Bürokratie viel Zeit eingespart werden,
welches dann sowohl den Ärzten wie auch Patienten zugute kommt.
-
Die Frage ist nur, will das die Politik überhaupt anfassen, diese heiße Eisen namens Gesundheitsreform?
Die ist nämlich dringend erforderlich!

@barbarossa

Rote Zahlen?! Fresenius Helios hat Im Jahre 2018 einen Gewinn von 686 Millionen Euro erwirtschaftet!! Aufgrund der Tatsache, dass sie ihr Personal in den Krankenhäusern unter unwürdigen Umständen arbeiten lassen ...

@17:25 von rareri 16:47 von landart

"... wenn es kein Chefarzt ist. Der Chefarzt ist mehr oder weniger nur eine Repräsentationsfigur und behandelt in der Regel nur Privatversicherte. Die eigentliche Arbeit überlässt er seinen Ober- bzw. Stationsärzten. Im Ausnahmefall behandelt er schwierige Fälle."

Kann man so stehen lassen. Was ich nie begriffen habe, ist, dass der Chefarzt den Patienten Untersuchungen in Rechnung stellen kann, für die er selbst keinen Finger krumm gemacht hat. Selbst die Anmeldung kommt von der Sekretärin. Und dann wird auch noch gejammert, dass man von diesen (Neben-)Einnahmen Geld an das Krankenhaus abführen muss.
Mann sollte natürlich auch Chefärzte deutlich(!) besser bezahlen, aber sie sollten keine Nebeneinnahmen durch Privatpatienten haben. Das System muss geändert werden.

@18:02 von Bernd Kevesligeti

"Da hört man weniger von,obwohl personell auf Kante genäht und gestresst.Aber da gibt es ja auch eine andere Gewerkschaft,die nicht streiken will.Und die sagt:"Da haben wir uns wieder jeeinicht"."

Und bei den letzten Tarifverhandlungen wurde dem med. Hilfspersonal das Urlaubsgeld gestrichen. Das ist aber wohl vorher nicht ausreichend kommuniziert worden, wenn ein Krankenhausvorstand sich genötigt sieht, die Mitarbeiter per Newsletter daran zu erinnern.

@18:25 von zerocool76

"Ja, Ärzte sollen und müssen gut verdienen, die Durchschnittseinkommen sind aber nicht so gering heutztage:"

Das Hauptproblem liegt m.E. in den teilweise haarsträubenden Arbeitsbedingungen. Ich finde die Gehälter jetzt auch nicht wirklich schlecht. Nur: Wenn man als niederglassener Arzt deutlich mehr verdienen kann und dabei noch die Möglichkeit hat seinen Stresslevel weitgehend selbst zu steuern, verdient der Krankenhausarzt im Vergleich zu den Praxiskollegen zu wenig.

@zerocool76

"Schon kurios das Ärzte mehr Geld haben wollen, meiner Meinung nach sollte evtl auf etwas verzichtet werden um Budget frei zu machen um mehr Personal einzustellen, nicht nur Ärzte und so für Entlastung gesorgt werden."

Das Problem würde sich dadurch nicht lösen lassen, da die Ärzte schlichtweg nicht verfügbar sind. Es herrscht schließlich Ärztemangel und das trotz der hohen Gehälter. Wo keine potenziellen Bewerber sind, kann man mit Geld auch keine herzaubern. Den arbeitenden Ärzten das Gehalt zu kürzen würde nur dafür sorgen, dass noch mehr ins Ausland abwandern, was auch heute schon einer der Gründe für den Mangel ist.

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