Ihre Meinung zu: Rechtsextreme Soldaten: "Jeder Verdachtsfall einer zu viel"

26. Januar 2020 - 20:13 Uhr

550 rechtsextreme Verdachtsfälle: Angesichts der Zahlen fordern die Grünen ein klares Zeichen der Bundeswehr gegen Rechtsextremismus. Die AfD warnt hingegen vor Denunziantentum und Generalverdacht. Von Georg Schwarte.

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Kommentare

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Gut. 550:180.000 Soldaten. Das sind ca. 0.3 Prozent. Wenn im Bund 10% rechts wählen, dann sind das mehrere Millionen potentielle Rechte. Und wenn im Osten der Republik mittlerweile jeder 5te "braun" wählt... dann ist zwar immer noch jeder "rechte" Soldat einer zu viel - aber im Vergleich zum Zustand der gesamten Gesellschaft insgesamt nicht wirklich beunruhigend.

Die AfD warnt hingegen vor Denunziantentum

Ist das zufällig die gleiche Partei, die Schüler zum Denunzieren von Lehrern auffordert?

"Besonders intensive politische und ethische Bildung".

Wie süß.

Da diese Leute sich allerdings wohl eher weniger werden bilden lassen wollen, hilft wohl eher die deutliche militärische Ansage:

Unverzüglich Schnauze halten oder sofortiger Rausschmiss!

Bitte den Ball flach halten

Was für ein Geschwafel ... jeder "Verdachtsfall ist einer zuviel". Ja, ja - was heißt denn 'Verdachtsfall'?
Jeder Neonazi wäre einer zuviel - das ist richtig. Aber jeder Verdachtsfall - wird da nicht der Spekulation Tür und Tor geöffnet? Die Definition dessen, was Neonazitum ist, darf nicht beliebig sein.

Gerade von den Grünen mit ihrer soliden Halbbildung und ihrer Aufgeregtheit, wenn es darum geht, einen neuen Hype zu kreieren, erwarte ich, dass sie bedachtsamer mit ihren Mitmenschen umgehen. Nicht immer gleich auf jeden Zug aufspringen - auch die Grünen haben einmal mit sehr "heimatverbundenen" Menschen angefangen, ich erinnere an die Gründungsmitglieder, u.a. Baldur Springmann und Werner Vogel.
Frau Brugger, bitte den Ball flach halten.

wo sie recht haben, haben sie recht, ..

es hat noch nie geschadet, vor denunziantentum und generalverdacht zu warnen.

nun bin ich mal gespannt, ob die bundesrepublik es innerhalb der kommenden 25 jahre schafft, zu rechts-gerichteter politik ein normales verhaeltnis zu entwickeln. ich denke, da koennen wir noch viel von unseren nachbarn in europa lernen.

fuer mich als links(-liberalen) gehoeren diese kraefte zwar ins politische gegenlager, doch mein (links-)liberaler standpunkt hilft mir gleichzeitig, sie zu tolerieren.

Rechtsextreme Soldaten

Wenn die AFD immer mehr Zulauf erhält, dann ist das eben in der Bundeswehr ebenso. Sie das Spiegelbild der Gesellschaft. Was fällt eigentlich alles unter den Begriff „ Rechtsextrem". Was zeichnet diese Soldaten aus, daß sie sich diese Bezeichnung verdient haben? Kann man das eventuell etwas näher erläutern?

wenn die maer..

vom buerger in uniform noch stimmt, und gleichzeitig bis zu 15% der bundesdeutschen die AfD waehlen, dann muesste diese quote auch innerhalb der bundeswehr erduldbar sein.

wenn es jedoch um rechts- oder linksradikale straftaeter geht, muss disziplinarisch und auch strafrechtlich gehandelt werden.

Der MAD ist das Problem nicht

Der MAD ist das Problem nicht die Truppe. Die Politik fabuliert von "rechten umtrieben", der MAD liefert dann.

Seit Beginn der BRD gibt es

Seit Beginn der BRD gibt es echte alte Nazis in allen Institutionen der BRD. Auch in den öffentlichen Bereichen der Politik.
Den Zentralrat der Juden gibt es seit 1950, also fast ebenso lange.
Was hat der Zentralrat der Juden während seiner 70 jährigen Geschichte in der BRD gegen Nazis in der BRD unternommen?
Was andere jüdische Organisationen?
Was die Medien?
Was hat die BRD je dagegen unternommen?
Als die RAF begann, Politiker zu ermorden, hat der Staat mit aller Macht und ohne Rücksicht zurückgeschlagen.
Als Nazis in den letzten 70 Jahren 1000 Menschen ermordeten, hat der Staat nicht einmal mit der Wimper gezuckt und einfach weitergemacht mit dem, was ein Staat so tut.
Erst seit im letzten Jahr einer aus der Reihe der Politiker ermordet wurde, tut der Staat so, als wolle er endlich etwas gegen Nazis in der BRD unternehmen.
Es ist eine Schande für die Politiker der BRD, 70 Jahre abzuwarten und die Nazis gewähren zu lassen.

Vertrauen ist gut, Kontrolle besser.

Natürlich haben Angehörige der Bundeswehr, wie alle anderen Bürger*innen auch, das Recht, ihre eigene Politische Meinung zu besitzen.

Aber hier ist abzuwägen, wie weit die Gesinnung ins Extreme abdriftet.

Wenn man sich dafür
bereit erklärt, den deutschen Staat im Notfall zu verteidigen, dann sollte man auch im Wesentlichen dessen Grundprinzipien achten, andernfalls wüsste ich nicht, was man in dieser Institution verloren hat.

@ um 19:45 von Friedrich Spee

„ fuer mich als links(-liberalen) gehoeren diese kraefte zwar ins politische gegenlager, doch mein (links-)liberaler standpunkt hilft mir gleichzeitig, sie zu tolerieren.“
Konservative ok.
Rechte sind in den nächsten 1000 Jahren in der Bundesrepublik auf gar keinen Fall zu tolerieren. Auch nicht, wenn sie sich einen religiösen Anstrich geben.
Auch nicht, wenn sie von der Union zur AfD gewechselt sind.

heiße Luft ...

Für mich ist das heiße Luft. Kein einziges Beispiel was sich hinter einem Verdachtsfall verbergen soll.

Außerdem ist entscheidend, was letztlich von den Verdachtsfällen übrig bleibt, also was sich letztlich bestätigt.

"Jeder Verdachtsfall einer zu viel"...

... war auch die Denkweise der Bundeswehr in den letzten 70 Jahren. Darum hat man einfach in die andere Richtung geschaut - und schon war das Problem gelöst ;-)

Ernsthaft, was ich alles erlebt habe, als ich 2001-2002 meinen Wehrdienst abgeleistet habe, könnte ganze Bücher füllen. Vor allem im Bereich der Unteroffiziere gab es einen Haufen Rechtsaußen - einer davon hatte sogar eine Beförderungssperre (daher stets Uffz und kein StUffz), nicht aber, weil er ständig rechtsextreme Sprüche gerissen hat (denn das tat er und das wussten auch alle) sondern, weil er sich weigerte, weibliche Vorgesetzte im Sanitätsdienst zu grüßen. Nein, ich rede hier nicht von einem Moslem - sondern von einem rein-deutschen Chauvinisten.

Solche Fälle sind keine Einzelfälle - und die Zahl 550 ist nur die Spitze des Eisberges. Autoritäte Tätigkeiten ziehen leider autoritäre Charaktere magisch an - und die finden sich zu Hauf im rechtsextremen Sektor. Und wie gesagt: Jahre lang schaute man lieber weg.

Bundeswehr, Polizei und

Bundeswehr, Polizei und teilweise Verfassungsschutz gehören zur Zielgruppe der AfD und noch extremerer Gruppierungen.
Hier ist es relativ leicht, `Beute´ zu machen, denn die Mehrheit gerade bei der BW und der Polizei steht sicher rechts der Mitte.

Diverse Gruppen bereiten sich auf einen Tag X vor, an dem sie in Partisanenmanier ihr Deutschland vor den Feinden schützen oder von ihnen befreien wollen.

Die Hannibal-Affäre (Andre S.) ist nur ein Beispiel dafür. Passend übrigens, dass Andre S. sehr gute Beziehungen zum MAD hatte.

Es verschwinden ja auch gern mal Waffen und Munition aus Armeebeständen. Wo die wohl verloren worden sind ?

Jemand von außerhalb, sicher nicht der MAD, müsste sich da mal genauer umsehen. Dann kämen meiner Vermutung nach sehr viel mehr als 500 `Verdachtsfälle´ zusammen.

Das selbe ?

Leher nutzen ihre Position gegenüber den Schülern schon einmal erbarmugslos aus, um die Kinder zu indoktrinieren !
Was Sie hier tun ist Äpfel mit Birnen gleichsetzen. Man hat in der BW keine Möglichkeit zu so einer Machtentfaltung gegenüber Kindern.

@26. Januar 2020 um 19:49 von Barbarossa 2

Warum kennen Sie eigentlich den Unterschied zwischen rechts und rechtsextrem nicht?
Was Rechtsextremismus, Rassismus und/oder Antisemitismus ist wurde jedem in Deutschland Aufgewachsenen in der Schule erklärt. Auch auf Wikipedia könnten Sie sich informieren.

Mir erscheinen Pseudofragen nach Antisemitismus, Rassismus eher nach einem Wunsch der Verschiebung dieser gut erklärten Begriffe. Sogar meine Kinder, just dem Grundschulalter entlaufen, konnten sie mir adäquat erklären.
Und Sie können es nicht?
Meiner Meinung nach eine echte Bildungslücke!
Bitte arbeiten Sie daran, unter erwachsenen könnten Sie sich lächerlich machen.

Es gebe mehr zu tun, sagt

Es gebe mehr zu tun, sagt Grünen-Politikerin Brügger: "Ob es beim wehrdisziplinarrechtlichen Strang ist oder bei den Truppengerichten, wo es mehr Personal braucht - die Verfahren müssen schneller laufen

nnnnn

Seit wann gibt es wieder Truppengerichte ?
Seit wann gibt es eine Wehrstrafgerichtsbarkeit ?
Das ist vorbei, die Zivilgerichte urteilen ab !

Überspitzt formuliert könnte

Überspitzt formuliert könnte man ja sagen, dass der, der Autobahn fehlerfrei schreiben kann schon unter Verdacht gerät ein Rechter zu sein. Grundsätzlich ist gegen RECHTS erst einmal nichts zu sagen, Rechts ist eine politische Grundhaltung, ebenso wie etwa Links auch. Und mal ehrlich, wem wollen wir im V-Fall die Verteidigung unseres Landes überlassen, etwa denen die auf jeder Wochenenddemo "nie wieder Deutschland" u.ä. skandieren?

@nie wieder spd 19.55

ich finde den Kommentar von Friedrich Spee sehr besonnen und überlegt, im Gegensatz zu Ihrem! Wollen Sie Alles und Alle verbieten, die nicht Ihrer Meinung sind? Wo anfangen? Bei der CDU?CSU? oder schon FDP und SPD? Das riecht nach totalitärer Einstellung

Was heißt "Rechtsextrem"?

Wer sind diese "14 extreme KSK-Soldaten", von denen weniger als die Hälfte "rechtsextrem" sind (also maximal 6, demnach mindestens 8 linksextrem), was genau ist ihnen vorzuwerfen? Sympathie mit der politischen Opposition, also mit Linken, Grünen, AfD, Liberalen, ist das extrem? Mit welchem Maß wird hier gemessen? Werden diese Elitesoldaten nun unehrenhaft entlassen? Weshalb wurde dieser Artikel geschrieben? Liebe ARD, bitte keine tendenziösen Beiträge sondern sachliche Information zu diesem sehr sensiblen Thema.

19:33 von karwandler

Lehrer haben nicht das Recht, ihr Gedankengut an die Schüler weiter zu geben. Egal ob rechts oder links. Ist eigentlich ganz einfach zu verstehen.

19:39 von draufguckerin

"Gerade von den Grünen mit ihrer soliden Halbbildung und ihrer Aufgeregtheit, wenn es darum geht, einen neuen Hype zu kreieren, erwarte ich, dass sie bedachtsamer mit ihren Mitmenschen umgehen."

.-.-.-.-.-.

Möglichst beleidigen, möglichst mit Unwahrheiten und möglichst platt:
das bringt es nicht und entlarvt die Schreiber.

Wer wirklich Neonazis aufspüren möchte, der hat eine sensiblere Wahrnehmung.

Sind es nun "Rechtsextreme" oder Rechtsextreme?

Zitat: "550 rechtsextreme Verdachtsfälle: Angesichts der Zahlen fordern die Grünen ein klares Zeichen der Bundeswehr gegen Rechtsextremismus. Die AfD warnt hingegen vor Denunziantentum und Generalverdacht."

Also ich bin beim Begriff "rechtsextrem" jetzt ein wenig verwirrt.

Um welche Art von "Rechtsextremen" handelt es sich denn hier nun?

Handelt es sich um Rechtsextreme, die danach trachten, unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung mit oder ohne Gewalt abzuschaffen?

Oder handelt es sich um "Rechtsextreme" - wie sie in der Alltagssprache in 99 % der Fälle genannt werden Leute, die eine
- illegalen Massenmigration ablehnen
- die Ausplünderung deutscher Vermögen durch die EZB ablehnen
- den Islam kritisch sehen

und ... das schlimmste Gedankenverbrechen überhaupt begehen ... wollen, dass Merkel abgesetzt wird?

Wie gesagt, ich bin verwirrt.

Bitte um Aufklärung.

Eine moderne Bundeswehr

Die Bundeswehr braucht Soldaten, die rational aggieren können. Auch technische und strategische Entwicklungen verlangen nach vollen geistigen Fähigkeiten. Extreme verbrauchen ihre Kapazitäten hingegen mit irrationalen Träumereien, falsch verstandener Folklore oder ermüdender Geschichtsauffassung. Diese Soldaten können nicht Teil einer modernen Truppe sein.

@ nie wieder SPD von 19:55

.... "Rechte sind in den nächsten 1000 Jahren in der Bundesrepublik auf gar keinen Fall zu tolerieren."... Also 12 Jahre lang, oder wie war das? Differenzieren Sie doch bitte zwischen Rechte und Rechtsextreme. Genau wie es Linke und Linksextreme gibt. Extremisten, ob ideologisch oder religiös, sind Spinner die sich nur über Gewalt definieren können und z.T. wollen. Hier darf der Staat gerne mit allen verfügbaren Mitteln zuschlagen. Die anderen Gruppen, sollten in den politischen Diskurs eingebunden werden und nicht pauschal stigmatisiert. Und es gibt auch Schnittmengen zwischen rechts und links. Thema Querfront, stimmts fathaland ;-)

Aufgebauscht ?!

Die bloßen Verdachtszahlen sind geradezu bescheiden im Verhältnis zur Truppenstärke.
Bei den Offizieren liegen sie sogar unterhalb des Promillebereich, sind im Grunde nicht nachweisbar.

Wenn nun gefordert wird, dass Soldaten (nach entsprechender Indoktrination, muss man wohl annehmen) nur noch "politisch und etisch einwandfreies Gedankengut" in sich tragen sollen und es wohl sehr begrüßt würde, wenn man "verdächtige Kameraden" proaktiv meldet,...was für eine "Truppe" bekommen wir dann ? Wollen wir wirklich wieder Verhältnisse wie bei der Staatssicherheit ? Das kann nicht unser Ernst sein !

Was auch dieser Artikel vermissen lässt, ist die Klarstellung, was generell einen Rechtsextremismus-Verdacht begründet. Welches Verhalten, welche Aussagen oder Postings, was für Andeutungen oder Unterlassungen ?

Unter diesen (drohenden) Umständen würde ich jedem Interessierten wirklich raten,...lieber ein Handwerk zu erlenen und so einer politisch und etisch "einwandfreien Erziehung" zu entgehen.

Genau hinschauen

@26. Januar 2020 um 19:54 von El Pescado
“Vertrauen ist gut, Kontrolle besser.
Natürlich haben Angehörige der Bundeswehr, wie alle anderen Bürger*innen auch, das Recht, ihre eigene Politische Meinung zu besitzen.

Aber hier ist abzuwägen, wie weit die Gesinnung ins Extreme abdriftet.“

Bei der Bundeswehr muss der Staat besonders intensiv hinschauen, wenn es um antidemokratische/rechtsextreme Haltung geht. Schließlich haben die Herrschaften Zugang zu Waffen und könnten auf dumme Ideen kommen.

Langes Studium, dann sollte man sich differenzierter ausdrücken

Frau Brugger ist laut TS die Verteidigungsexpertin der Grünen. Sie sagte "Jeder Verdachtsfall ist einer zuviel" - stimmt. Es sollte hier nicht um Verdachtsfälle gehen, sondern um konkrete Fälle. Alles andere gehört meiner Meinung nach in den Bereich " falsche Verdächtigung" und Stimmungsmache gegen unsere Soldaten.
Nebenbei bemerkt: Gerade las ich, dass Frau Brugger seit 2004 Öffentliches Recht und Philosophie studiert. Philosophie kann man natürlich sein Leben lang studieren, das ist ein weites Feld. Aber muss man so lange an der Uni eingeschrieben sein und jungen StudentInnen den Studienplatz wegnehmen?
Auch darüber könnte man sich Gedanken machen.

@ nie wieder spd

Seit Beginn der BRD gibt es echte alte Nazis in allen Institutionen der BRD. Auch in den öffentlichen Bereichen der Politik.

Das war bei uns in der DDR aber auch nicht anders. Was meinen Sie, wie viele Nazis nahtlos zur Stasi und später zur NVA gewechselt sind? Der SED-Staat gab sich ja den Antrich "antifaschistisch". Die Nazis waren angeblich nur im Westen.

@26. Januar 2020 um 19:52 von nie wieder spd

Ich halte Ihre Ausführung für im Wesentlichen richtig.
Ich möchte dennoch für unsere Soldatinnen und Soldaten eine Lanze brechen: Über 500 Verdachtsfälle in einer Truppe von deutlich über 100000 Menschen (hab gerade keine aktuellen Zahlen), halte ich im Angesicht der Tatsache, dass das Militär für Rechtsextreme oft anziehend ist, schon fast für beruhigend.

Vorerst vertraue ich auf die gute Arbeit des MAD und darauf, dass unsere Soldaten in der deutlich überwiegenden Zahl bundesrepublikanische Demokraten sind, mit denen ich gern auch mal ein Bier trinke. Aber ich denke, dass wir, Sie und ich, natürlich genau hinschauen müssen.
Ein Militär von rechtsextremen Rassisten wäre ein Alptraum und weckt sogar in mir, einem ehemaligen Zivildienstleistenden Kampfeslust!

Generell habe ich es aber lieber friedlicher:
In diesem Sinn einen schönen Abend weiterhin!

Seufz....

Die Grünen gehen wirklich auf alles los, wenn es nur weitere Aufmerksamkeit auf sie lenkt.

Ehemalige Wähler wie mich bringt es aber nicht zurück.

In einer Organisation mit per Definition starken Hierarchien und historischen Vorbildern, die allesamt zweifelhaft sind, muss man froh sein, wenn nicht mehr Rechtsradikale vorliegen.

Wobei die Erinnerungen an meinen Wehrdienst und den dort gesehen „Traditionskeller“ mich vermuten lassen, das die genannten Fälle nur die Spitze eines Eisberges sind.

Wirklich sicher, keine Rechtsradikalen in der BW zu haben , kann man wohl erst, wenn alle Soldaten ein grünes Parteibuch haben. :-)

Aber selbst dann ich man wohl nicht ganz sicher....

Denn die sich oft als Gegner Israels in Sachwalter der Palästinenser verstehenden (linken) Grünen tragen vielleicht eine ganz andere Art von antisemitismus in Sicheln die im Bericht geschildert.

19:49 von Barbarossa 2

"Was zeichnet diese Soldaten aus, daß sie sich diese Bezeichnung verdient haben? Kann man das eventuell etwas näher erläutern?"

.-.-.-.-.

Das steht in dem Artikel neben dem hier kommentierten - Titel: "Extremismus in der Bundesrepublik". Letzterer ist allerdings fast ein Jahr alt.

Auf den Punkt gebracht:
Gemeint sind vor allem Bundeswehrsoldaten mit verfassungsfeindlicher Gesinnung.
Sie wollen also die Demokratie erst unterwandern, dann abschaffen.

Verdreht

@ Klausewitz:
Der MAD ist das Problem nicht die Truppe. Die Politik fabuliert von "rechten umtrieben", der MAD liefert dann.

Nee, die Umtriebe gibt's wirklich. Der MAD beobachtet und dokumentiert das.

@ nie wieder spd

Was hat der Zentralrat der Juden während seiner 70 jährigen Geschichte in der BRD gegen Nazis in der BRD unternommen?

Ganz viel.


Was andere jüdische Organisationen?
Was die Medien?

Auch total viel. Vor allem liberale und linke Medien waren und sind sehr aktiv.

O-Ton MAD, Tagesschau, andere

"Überführt worden seien 14 Extremisten, davon acht Rechtsextremisten".
Jetzt rechnen wir ein wenig und denken alle mal darüber nach...

Verdacht, Prüffall, etc

Verdächtige sind keine gesichert erkannte Personen. Man sollte also nicht voreilig falsche Schlüsse ziehen. Der MAD wehrt sich bereits gegen die Darstellung mancher Presse, es könnte eine große Gruppe von Rechtsextremisten geben, die eine Art Schattenarmee darstellen könnten.

Das ist so etwas wie "Prüffall".
Nichts gesichertes, sondern nur unter die Lupe genommen.
Das Ergebnis wird wichtig sein.
Jetzt Alarm zu schlagen, ist populistisch und gleicht eher einer Hetze gegen die vielen Soldaten, die ihre Arbeit ordentlich und gewissenhaft verrichten.

@ 19:33 von karwandler

> [Die AfD warnt hingegen vor Denunziantentum]

"Ist das zufällig die gleiche Partei, die Schüler zum Denunzieren von Lehrern auffordert?"

Natürlich, passt doch:
'Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant' wusste schon der Dichter unserer Nationalhymne.

Jede Partei, die zu Denunziation gegen wen auch immer auffordert, ist meiner ganz persönlichen Ansicht nach moralischer Abschaum.
Da hilft es auch nicht, mit dem Zeigefinger zu fuchteln, wenn es der politische Gegner genauso handhabt.

Vor 'Generalverdacht' gegenüber der Truppe möchte ich aber auch warnen.
Eine Armee ist in der Regel im soziologischen Spektrum per se eher rechts als links. Unter Berücksichtigung der Verteilung des unsäglichen rechtsextremen - nicht rechten! - Lagers in der deutschen Gesamtbevölkerung steht die Bundeswehr - zumindest meiner Meinung nach - noch ganz gut da.

PS:
Juden dürfte es übrigens herzlich egal sein, ob Antisemitismus islamisch oder dumpfdeutsch ist ...

"Bezogen auf die Truppe insgesamt waren ...

das 0,005 Prozent." (Quelle: tagesschau.de)
Diese Zahl sagt schon alles aus!
Hier wird wieder einmal eine Sau durchs Dorf getrieben, um von den wirklichen Problemen in Deutschland abzulenken!

@19:45 von Friedrich Spee

"...fuer mich als links(-liberalen) gehoeren diese kraefte zwar ins politische gegenlager, doch mein (links-)liberaler standpunkt hilft mir gleichzeitig, sie zu tolerieren."

Das ist erfreulich. Aber in welcher Partei verorten Sie denn noch links(-liberales!) Denken? Ich sehe bei linken Parteien nur eine fast schmerzhafte Verengung des 'Meinungskorridors'. Aus meiner Sicht ein Grund dafür, dass z.B. die SPD ihren Status als Volkspartei verloren hat.

Soziale, Lieberale, Konversative, vs. Extreme Radikale

Bei dem Wandel im politischen Spektrum hin zu den Rändern Links wie Rechts ist es kein Wunder wenn es sich wie in der Gesellschaft auch in den Staatsorganen widerspiegelt. Und prozentual ist es doch in Bundeswehr wie in der restlichen Gesellschaft, siehe Wähler für AFD oder Linke.

Der Prozentsatz an Rechtsextremen in der BW

ist zwar niedrig, aber solche Soldaten haben in unserer Bundeswehr nichts zu suchen.
In einer Berufsarmee, deren Soldaten einen Treueeid mit ganz besonderem Text geleistet haben, sind diese Personen nicht tragbar und sie gehören sofort entlassen. Das gilt übrigens auch für Polizisten.
Es ist gut, dass der MAD hier sorgfältig arbeitet und diese Leute enttarnt und zwar so schnell wie möglich.

19:55 von nie wieder spd @ um 19:45 von Friedrich Spee

"Konservative ok.
Rechte sind in den nächsten 1000 Jahren in der Bundesrepublik auf gar keinen Fall zu tolerieren. Auch nicht, wenn sie sich einen religiösen Anstrich geben."

Die konservative CDU galt immer als rechte Partei. Man muss da sehr aufpassen. Man sollte rechts und rechtsextrem nicht zu einem Brei vermanschen.

Davon abgesehen: Sie glauben ernsthaft, dass es in 1000 Jahren noch unsere Bundesrepublik gibt?

Ein Beruf der Gewaltbereitschaft

voraussetzt, zieht eben auch Gewaltbereite an.

@Am 26. Januar 2020 um 19:33 von karwandler

Zitat: "Ist das zufällig die gleiche Partei, die Schüler zum Denunzieren von Lehrern auffordert?"

Framing, Framing, nichts als Framing mal wieder ...

Wie Sie wissen, hat die AfD nicht zum "Denunzieren von Lehrern aufgefordert", sondern ein Portal ins Netz gestellt, über welches man besonders krasse Fälle von Verletzungen gegen das Neutralitätsgebot nach dem Beutelsbacher Konsens für Lehrer - anonym - melden kann.

Diese Berichte über

Diese Berichte über Rechtsextreme kommen mir so vor, als soll die Bundeswehr generell als eine Truppe von Rechtsradikalen dargestellt werden!

Das, was hier heute stattfindet, gab es bereits vor ca. 80 Jahren in der dunklen Zeit der Bundesrepublik Deutschland- nur diemal unter umgekehrten Vorzeichen.

Mit Verlaub gesagt, wegen den paar Vorkommnissen von Rechten ein Riesenballon aufzublasen.....

Positionierung

Keine Toleranz für Nazis und Rechtsextreme, ja bin ich bei ihnen. Aber ebenso keine keine Akzeptanz für die Linksextremen Kaoten, siehe Leipzig.
Mann muss sich klar positionieren!

Verdachtsfälle

sind erstmal auch nur das: ein Verdacht. Laut meiner Rechtsauffassung bedeutet das erstmal nichts, solange nichts bewiesen wird. Wichtiger ist, wie viele Soldaten tatsächlich dem rechtsextremen Lager dann angehören. Und ich gebe mich nicht der Illusion hin, dass man verhindern kann das Menschen mit rechtsextremer Einstellung komplett aus der Bundeswehr herausfiltern kann.

Allerdings frage ich mich, ob intensiv in Ethik und Politik vorgebildete Menschen der Typ Mensch ist, der Elitesoldat werden möchte.

Rechts , ..oder wie ?

War der Irrglauben einer gleichen Welt für alle die Lüge des Jahrhunderts ?
Menschen verteidigen die Felle der erbeuteten Schlammschlacht ihres Tuns immer dann wenn evtl. ihr Hab und Gut in Gefahr ist zur Selbstgefälligkeit herhalten zu müssen , ..denn man will ja nichts verlieren ...
Was verlieren , ..sich selbst ?
Dann soch lieber Schablonen der scheinbaren Bedrohung , also Gegner der eigenen Selbstzweifel , ..müssen herhalten .
Juden oder Linke ,
ist denen doch wurscht !

Auch ich sehe es

als Spiegelbild der Gesellschaft an. Wenn AfD immer mehr Zulauf bekommt,dann sieht das in der BW auch nicht anders aus.Leider ist das nun einmal so.

@Am 26. Januar 2020 um 19:49 von Friedrich Spee

Zitat: "vom buerger in uniform noch stimmt, und gleichzeitig bis zu 15% der bundesdeutschen die AfD waehlen, dann muesste diese quote auch innerhalb der bundeswehr erduldbar sein."

Unter Polizisten und Soldaten ist der Anteil der AfD-Wähler - denke ich - noch viel höher, schließlich sehen sie die Fehlentwicklungen dieses Landes infolge der Politik der Bundesregierung und der EU direkt und realitätsnah.

Was hat dieser Artikel mit der AfD zu tun?
Ich dachte, es ginge hier um "rechtsextreme Verdachtsfälle", die Soldaten in der BW vorgeworfen werden.

Der Staat muss wehrhaft sein

Rechts- und Linksextremisten können nicht einer Einrichtung wie der Bundeswehr angehören, um diejenigen demokratische Rechte zu verteidigen, die sie von Grund auf
sie ablehnen. Was paradox klingt, hat eine klare Zielsetzung: den Staat und seine Einrichtungen zu zermürben und letztlich zu zerstören. Der Staat muss wehrhaft sein und darf nicht zulassen, dass die Verfassung zum Spielball von Chaoten wird.

Links , war ebenso eine Lüge !

Ich betrachte mich als " Links" , ..aber will nichts mit volkseigenem Gedankengut erklären .
Bin ich dann noch "Links" ?
Nee , ..Sozialdemokrat ohne Anspruch auf den konsequenten Weg zum Sozialismus , ..denn dann müsste ich ja mehr Einsatz entwickeln .
Nee , ..dann lieber Sozialdemokrat .

@Schwarzbär

Rechte (und ich meine damit nicht Konservative) in der Bundeswehr oder auch in einer Behörde, bei der Polizei etc finde ich wesentlich beunruhigender als jeden Stammtischnazi irgendwo in Deutschland. Solche Leute gehören nicht in diese Positionen.

Eine Verteidigungsarmee muß "rechts" sein

Sonst kann sie ihrer Aufgabe nie gerecht werden. Sie muß verteidigen: die Heimat, die Familie, die Nation. So gehört eine bewußt nationale Gesinnung einfach dazu. Sonst wäre sie eine beliebige Söldnerarmee die das nur für Geld tut, im Ernstfalle aber davonläuft, weil eben die nationale Gesinnung fehlt.
Ist doch wohl einleuchtend, denn die Armee ist kein Wohltätigkeitsverein. Sie soll uns Schutz und Sicherheit geben!

@rossundreiter

„Schnauze halten“ ändert aber nichts am Gedankengut. Ehrlich gesagt ist mir jeder, der offen seine Meinung in dem Punkt klarmacht lieber, als der, der sie unterm Tisch hält und dann aber zu gegebener Zeit entsprechend handelt. Diese Menschen sind nämlich bei weitem gefährlicher.

Ernstfälle sind immer extrem. Und dazu muß erzogen werden.

Und das fällt nur auf fruchtbaren Boden, wer in seiner nationalen Identität etwas Verteidigungsfähiges sieht, seine Nation nicht verachtet und nationales Selbstbewußtsein hat. So eine Gesinnung den Soldaten absprechen zu wollen hat den Sinn und die Funktionsfähigkeit einer Armee nicht erkannt. Dann sollte er aber auch konsequent aus der Abhängigkeit einer NATO austreten und ein neutrales Deutschland befürworten, was überhaupt das erstrebenswerteste Ziel wäre!

Gottseidank

gibt es bei uns die Unschuldsvermutung.

Und die gilt auch, wenn es einem gerade nicht passt. Man muss sich auch gar nicht rechtfertigen dafuer.

Ist ein Prinzip eines Rechtsstaates.

20:15 von Barbarossa 2

19:33 von karwandler

Lehrer haben nicht das Recht, ihr Gedankengut an die Schüler weiter zu geben. Egal ob rechts oder links. Ist eigentlich ganz einfach zu verstehen.
///
*
*
Aber es gibt ja auch Foristen, die nur an die gute Gewalt für die gute Sache glauben.

@Barbarossa 2, 20:15 Uhr

Selbstverständlich haben Lehrer grds. das Recht, Ihr Gedankengut an die Schüler weiterzugeben. Soweit sie allerdings (rechts- oder links-) extremistisches Gedankengut verbreiten, verstössen sie allerdings gegen die Treuepflicht gegenüber dem Staat als ihrem Arbeitgeber. Durch die von der AFD initiierte Beurteilung von Lehrern durch Schüler greift sie massiv in das Recht auf freie Meinungsäußerung ein, fördert Denunziation und Misstrauen.

20:07 von lePecheur

Nee, nee, diese Antwort bringt es nicht. Zu pauschal aus dem Lehrbuch. Zum Beispiel wird Antisemitismus und Rassismus gerne in einen Topf geworfen. Genauso wie Antislamismus nichts mit Fremdenhass zu tun hat. Ich mache mir da schon meine Gedanken, bin auch alt genug. Nur als einfacher Landbewohner mag ich keine Verallgemeinerungen, nur um seine ideologischen Parolen loszuwerden.

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