Ihre Meinung zu: Nach Erdbeben in der Türkei: Weitere Tote und viele Vermisste

25. Januar 2020 - 13:23 Uhr

Nach dem schweren Erdbeben im Südosten der Türkei ist die Zahl der Toten auf 31 gestiegen. Mehrere Menschen werden noch in den Trümmern vermutet. In den sozialen Medien werden Fragen an die Regierung laut. Von Miriam Staber.

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Kommentare

Jeder muss erdbebensicher bauen!

Es ist ziemlich wohlfeil, "nach der Regierung zu fragen" !? Jeder weiß, dass die Türkei Erdbebengebiet ist. Jeder Bauherr ist daher selbst aufgerufen, so sicher wie möglich zu bauen, etwas teuerer, dann eben etwas kleiner!.
Die Regierung kann da wenig machen, wenn bei vielen Profit vor Menschenleben geht ...

Wie soll eine Regierung...,

...wie in den Beiträgen in den dortigen sozialen Netzwerken gefragt, die Menschen vor einer derartigen Naturkatastrophe schützen?
Allein die Wissenschafter, die Erdbebenforscher, wären überhaupt - und das nur sehr kurz vor dem Ereignis - in der Lage, eine Warnung auszusprechen. Das ist in der Form geschehen, dass die TU Istanbul bereits im letzten Herbst eine solche Warnung ausgesprochen hat.
Eine solche kann aber nicht als Anlass genommen werden, ein größeres Gebiet “auf gut Glück“ zu evakuieren und würde spätestens nach dem zweiten oder dritten Fehlalarm sowieso nicht mehr ernst genommen.
Und erdbebensicher bauen - in dem ohnedies armen Anatolien - ist Utopie.

Die schaffen das

Die türken schaffen das davon bin ich überzeugt...sie sind ein starkes volk und haben einen guten zusammenhalt... mein Beileid den Hinterbliebenen...die schuld auf die Regierung zu schieben wäre jetzt nicht richtig das Land hat sich sehr zu positiven entwickelt in den letzten Jahren...

Unser aller..

..Beileid den Verstorbenen, Beistand den Verletzten und allen die das Beben erlebt haben.
Es ist die Zeit zur Seite zu stehen und zu unterstützen. Und nicht nach spekulativen Gründen zu suchen um der Regierung/ dem Staat „eins auszuwischen“, um seine eigenen politischen Ansichten zu Bedienen.
Wir trauern um die verstorbenen 22 Menschen, und hoffen das es nicht mehr wird!

Nach Erdbeben in der Türkei

***In den Kommentaren und Posts des Videos fragen sich viele Menschen, ob der Staat sie hätte besser schützen können.***

Wichtig wäre gewesen, dass die Warnung der Wissenschaftler ihren Weg auch zu den Bewohnern dieser Region findet !

Ansonsten fällt mir da auch nicht viel ein, was praktikabel wäre.

Immerhin, der Katastrophenschutz und Rote Halbmond scheint ja gute Arbeit zu leisten, was Hoffnung gibt.

Gruß Hador

@ Peter52

Zitat:" ...die schuld auf die Regierung zu schieben wäre jetzt nicht richtig das Land hat sich sehr zu positiven entwickelt in den letzten Jahren..."
X X X
...man könnte fast vermuten, dass dieser Satz aus der persönlichen Feder von Herrn Erdogan stammt ...
Die zehntausenden Oppositionellen, "Terroristen", Journalisten und Gülenanhänger" die teilweise seit Jahren ohne Anklage in den menschenunwürdigen Gefängnissen sitzen, werden ganz ihrer Meinung sein.

@ reinbolt48, um 13:58

Was reden Sie da für einen Unsinn!
Machen Sie sich doch erst einmal ein ungefähres Bild von den Einkommens-, Lebens- und geografischen Verhältnissen dieses Teils der Türkei, bevor Sie dem anatolischen Häuslebauer einen derart weltfremden Rat geben:
“...etwas teuerer, dann eben etwas kleiner!“
Das klingt schon fast zynisch, ist aber - da unterstelle ich einfach - sicher nicht von Ihnen so gemeint.

Mein Beileid

den Angehörigen! Ich hoffe, dass die Rettungskräfte noch viele Verschüttete lebend bergen können und dass ggf. schnelle Hilfe organisiert werden kann. Die Vorwürfe in den "sozialen" Medien halte ich für unberechtigt- was wäre denn eine Handlungsoption gewesen? Die Stadt niederreißen? Und dann? Ich teile die Meinung meines Vorschreibers el Capitano

Solche Notlagen zeigen, auf wen man sich verlassen kann

„Einige Menschen hätten ihr Leben verloren. "Ich hoffe, Gott wird uns helfen, ich hoffe, Gott wird uns Geduld geben. Unsere Tiere sind gestorben. Unsere Familien haben sich in der Nacht um das Feuer versammelt, in Decken gehüllt"

Diesen Beistand - und auch „irdischen“ wie diesen: „Ibrahim Altan, Generaldirektor des Türkischen Roten Halbmonds (...): "Die Katastrophenschutzbehörde Afad macht die Such- und Rettungsarbeiten wirklich sehr schnell, die Teams sind sehr gut koordiniert. Viele Menschen haben Angst vor weiteren Nachbeben und wollen nicht zurück in ihre Häuser gehen. Deshalb wird ein Teil in Schulen und Moscheen unterkommen“ - brauchen die Menschen dort jetzt wirklich.

Aber das hier hilft aller bisherigen Erfahrung nach wirklich niemandem weiter: „(...) In den Kommentaren und Posts des Videos fragen sich viele Menschen, ob der Staat sie hätte besser schützen können“.

Schlimm, dass es immer wieder diese Region trifft

Ich drücke den Einsatzkräften vor Ord die Daumen, dass sie noch viele Überlebende bergen können. Mein Beileid an die Familien der Opfer!

14:42 von H. Hummel

Richtig, was sie schreiben! Peter52 klammert wohl einiges aus, um dies zu schreiben. Nur geht es hier nicht um Politik, sondern um eine schlimme Katastrophe! Mir tun die Betroffenen leid.

15:03 von Nettie

Ein Staat kann nicht alles leisten, so sehe ich die Sache. Letztendlich muss man erdbebensicher bauen und dafür fehlt den Menschen oft das Geld.

14:19 von ElCapitano Dragut

Ihren Kommentar darf ich mich anschließen.

13:58 von reinbolt48

«Jeder muss erdbebensicher bauen! … Jeder Bauherr ist daher selbst aufgerufen, so sicher wie möglich zu bauen, etwas teuerer, dann eben etwas kleiner!.»

"Erdbebensicher bauen" ist exorbitant teuer.
In hohen "Unsummen" teuer.

Außerdem müsste der Bauherr erst einmal exakt wissen, welche Art von Bauweise denn der Staat auf der Basis von seismischen Daten überhaupt als "erdbebensicher erbaut" ansieht / vorschreibt.

Bspw. kein türkischer "Gastarbeiter" in DEU könnte es sich leisten, ein Häuschen in Anatolien als Ruhesitz für das Alter zu bauen. Müssten Häuser dort tatsächlich so gebaut sein, dass sie den zu erwartenden Erdbebenstärken widerstehen, die in Anatolien vorkommen können.

Mittel-Italien (Abruzzen) ist immer wieder Gegend, in der Erdbeben schwere Schäden mit Todesopfern anrichten. Auch keine "explizit erdbebensichere" Bauweise vorgeschrieben. Obwohl deutlich mehr Geld als in Anatolien.

Nur JAP hat explizit rigorose Bauvorschriften im ganzen Land bzgl. "Erdbebensicherheit".

14:42 von H. Hummel

@ Peter52

Zitat:" ...die schuld auf die Regierung zu schieben wäre jetzt nicht richtig das Land hat sich sehr zu positiven entwickelt in den letzten Jahren..."
X X X
...man könnte fast vermuten, dass dieser Satz aus der persönlichen Feder von Herrn Erdogan stammt ...
Die zehntausenden Oppositionellen, "Terroristen", Journalisten und Gülenanhänger" die teilweise seit Jahren ohne Anklage in den menschenunwürdigen Gefängnissen sitzen, werden ganz ihrer Meinung sein.
///
*
*
Auch die Hinterbliebenen der Putschopfer werden eine Meinuung haben, das es nach deutscher Foristenmeinung keine Täter geben kann,.
*
Wenn man sogar Erdbeben instrumentalisieren muss.

Eigenverantung

... sich an keinerlei Bauvorschriften halten, die eh schon lasch sind ...

... aber wenn es rumpelt auf den Staat schimpfen ...

.... so kennt man sie

Sofortige Hilfe notwendig

Hoffentlich zieht Erdogan seine Truppen aus Syrien komplett und sofort zurück, damit sie den Erdbebenopfern auch helfen können.

@ reinbolt48

Jeder muss erdbebensicher bauen!

Gibt es das denn wirklich, erdbebensicher?

@deutlich

In Großstädten werden alte und erdbebenunsichere Wohngebiete schon seit langem nach und nach abgerissen. Anstelle dessen wird neu gebaut und ärmeren die Möglichkeit gegeben in Besitz zu kommen, wenn man den ein Grundbuch hatte, allerdings gibts auch viele die seinerseits schwarz gebaut hatten. Besitzer werden als würde man Miete zahlen gibts auch noch (Kreditbeitragshöhe). In ländlichen Gebieten ist das noch nicht angekommen, den erst will man es in den Städten vollziehen komplett. In ländlicher Gegend wird es ehe schwierig, da gibts viele die sich weder noch es leisten können. Die Realität bleibt: Die Türkei ist ein Erdbebenland.

Sicher bauen und Normen

Hallo Leute, ich würde mich gerne kurz einmischen... 1. gibt es viel mehr Länder mit Erdbebennormen und 2. ist "Erdbebensicher bauen" nicht "unendlich teuer". Ich lebe in Chile und das ist bei Weitem auch kein reiches Land. Seit 1961 (dem schweren Erdbeben von Valdivia) wird hier nach Norm gebaut, was dazu geführt hat, dass es bei dem schweren Erdbeben von 2010 (8,8 nach Richter), kaum Todesopfer durch das Erdbeben gab. Leider gab es dennoch viele durch ein Tsunami. Das Problem sind oft nicht die neu gebauten Häuser, sondern die oft 100+X Jahre alten, die dann eben leider auseinanderfallen.
"Es gibt hierzulande verschiedene Techniken, die äußerst erdbebenstabil sind und nicht teuer: 1. Haus aus Holz (schwingt mit), 2. Stahlbetonrahmen mit Eisenstreben (bricht oft, fällt aber nicht zusammen), 3. Ziegelsteine mit Löchern, durch die Streben gesteckt werden (Mauer bricht, hält aber notdürftig oft), etc...
Meine Gedanken sind bei denen, die in Not sind. Stehe Gott ihnen bei in dieser Zeit

@putins cold war

Natürlich kann man Erdbebensicherheit bauen, meine das da den Bestrang Japan führt. Da gibts täglich fast Erdbeben, passiert kaum trotzdem jemand was.

@Deutsche-Elite

In dieser Gegend fand der Völkermord an den Armeniern statt, mehrheitlich werden da jetzt wohl Kurden wohnen. Die stehen auf Erdogans Agenda eher hinten und die Frage, ob sie sich an Bauvorschriften halten, hängt vermutlich stark von ihren finanziellen Möglichkeiten ab.

Erdbeben !

Mein Beileid an die Angehörigen der leider Verstorbenen. Und viel Glück und Geschick für all die Einsatzkräfte, dass sie noch viele Überlebende finden.
Sicher, ich bin nicht gerade ein Freund der türkischen Regierung unter Herrn Erdogan, da er leider zu viel Negatives anrichtet. Aber für ein Erdbeben kann die Regierung sicher nichts.
Bestimmt gibt es auch in der Türkei Vorschriften wie gebaut werden sollte und so, aber sicher kann nicht alles wirklich so überwacht werden, weil nicht so viel Personal mit der nötigen Ausbildung vorhanden sind, und bestimmt auch öfters mal gegen ein "kleines" Geld weg geschaut wird.
In D wird immer wieder über den Bürokratie- Wahn und die Kontrollsucht gejammert, nur durch die dem entsprechenden Kontrollen der einzelnen Bauvorschriften wird gewährleistet, dass kein Haus einfach zusammen fällt.

@Schweizer Tor

Richtig in Elaziğ wohnen hauptsächlich Kurden. Ein Bekannter von mir hatte dort vor etlichen Jahren seinen Wehrdienst geleistet. Er schwärmt heute noch von der Bevölkerung, das die so nett und offen gegenüber Soldaten sind/waren.
Herr Erdogan ist direkt in die Region gefahren, um sich vor Ort zu informieren und Sie meinen die stehen hinten in der Agenda? Wissen Sie überhaupt, wie viele kurdische Mitglieder die AKP (Herr Erdogans Partei) hat?

Dass immer wieder dieselben ...

... Regionen getroffen werden ...

(Am 25. Januar 2020 um 15:29 von Defender411
"Schlimm, dass es immer wieder diese Region trifft")

... liegt halt daran, dass die Kontinentalplatten sich nur sehr langsam bewegen und daher ihre Kollisionen für Millionen von Jahren in denselben Gegenden passieren.

In 200 Millionen Jahren werden das sicher andere Gebiete sein, in denen die Erdbeben vorkommen. Aber das werden wir nicht mehr erleben.

@Defender411

Es trifft nicht nur diese Region:
1999 Gölcük
2011 Van

@Boris1945

Zitat: "...Wenn man sogar Erdbeben instrumentalisieren muss."
X X X
Hier wird nichts instrumentalisiert, ich habe auf eine klare Aussage geantwortet. Inhaltlich wird sie von der westlichen Welt geteilt ... wie sie leicht googeln können ... bei ARD, ZDF, CNN- international, NTV, RTL, NEX24.news, NBC, BBC, TV 5 Monde, RAI und viele mehr.
Auf das Beben an sich bin ich nicht weiter eingegangen: das meiste wurde gesagt/geschrieben.

@14:42 von H. Hummel

"Die zehntausenden Oppositionellen, "Terroristen", Journalisten und Gülenanhänger" die teilweise seit Jahren ohne Anklage in den menschenunwürdigen Gefängnissen sitzen, werden ganz ihrer Meinung sein."

Hier scheint mir eine Verwechslung vorzulegen. Das was Sie hier beschreiben gibt es auf US-Guantanamo. Und so ein Foltergefängnis haben die Türken zum Glück nicht. Jeder Gefangene bekommt in der Türkei 3 x täglich eine Mahlzeit, darf seine Anwälte konsultieren Zeitungen bzw. Medien konsumieren und kann sich sportlich betätigen.

18:33 von H. Hummel

@Boris1945

Zitat: "...Wenn man sogar Erdbeben instrumentalisieren muss."
X X X
Hier wird nichts instrumentalisiert, ich habe auf eine klare Aussage geantwortet. Inhaltlich wird sie von der westlichen Welt geteilt ... wie sie leicht googeln können ... bei ARD, ZDF, CNN- international, NTV, RTL, NEX24.news, NBC, BBC, TV 5 Monde, RAI und viele mehr.
Auf das Beben an sich bin ich nicht weiter eingegangen: das meiste wurde gesagt/geschrieben.
///
*
*
Schön, das Sie selbst bestätigen, das der Erstext nichts mit Erdbeben zu tun hatte.
*
Das ist dann also kein Instrumentalisieren?

Mein Beileid

Mein Beileid den Verstorbenen und Beistand für die Hinterbliebenen.
Die Türkische Regierung macht das ziemlich gut innerhalb weniger Stunden waren Katastrophenschützer mit Helis und Mobilen Krankenhäusern vor Ort, aus den umliegenden Städten wurden Notunterkünfte, Züge mit Genaratoren oder Hallen der Kommunen zugestellt.
Der Rote Halbmond hat innerhalb eines Tages knapp 1 Milliarde Spenden gesammelt.

@17:20 von put in's cold war

"Hoffentlich zieht Erdogan seine Truppen aus Syrien komplett und sofort zurück, damit sie den Erdbebenopfern auch helfen können."

Für Hilfe ist schon gesorgt. Die Türkei verfügt über einen guten Katastrophenschutz. Den hat Präsident Erdogan in den letzten Jahren aufbauen lassen. Außerdem würde man bei einem Abzug die syrischen Zivilisten im Stich lassen. Die Türkei betreibt dort nämlich hunderte von Schulen und mehrere Krankenhäuser. Daneben baut die Türkei auch ganze Siedlungen für die Zivilbevölkerung.

um 14:22 von Hador Goldscheitel

>>
Wichtig wäre gewesen, dass die Warnung der Wissenschaftler ihren Weg auch zu den Bewohnern dieser Region findet !

Ansonsten fällt mir da auch nicht viel ein, was praktikabel wäre.
<<

Es wird so sein wie bei uns: Gibt es genaue Bauvorschriften, dann ist es Bevormundung des Bürgers, wird auch noch für deren Einhaltung gesorgt, dann ist es Gängelung und wenn die Vorschriften gelockert werden oder nicht kontrolliert und etwas passiert, dann ist es Staatsversagen.

@16:06 von schabernack

"Bspw. kein türk. "Gastarbeiter" in D könnte es sich leisten, ein Häuschen in Anatolien als Ruhesitz für das Alter zu bauen. Müssten Häuser dort tatsächlich so gebaut sein, dass sie den zu erwart. Erdbebenstärken widerst., die in Anatolien vorkomm. können."

Das ist Unsinn. Es gibt vglsw. einfache Methoden, um bei e. Gebäude das "Box-Verhalten" zu erzwingen, das dann verhindert, dass die Dachkonstruktion auf die Menschen stürzt. Dabei wird dann die Dachkonstr. sogar besonders leicht/preiswert ausgeführt, um das Risiko des Einsturzes zu reduzieren. Ob es in der Türkei entspr. Bauvorschriften gibt, wissen Sie doch gar nicht.

"Mittel-Italien (Abruzzen). ... Auch keine 'explizit erdbebensichere' Bauweise vorgeschrieben."

Auch das ist Unsinn, denn in Italien gibt es seit 1974 explizite Bauvorschr. Allerd. waren diese zeitw. fehlerhaft, wie ein Experte 2016 dem DLF erklärte:
"https://www.deutschlandfunk.de/erdbebensicheres-bauen-in-italien-es-hat-bei-den.676.de.html?dram:article_id=370113"

Traumfahrer

Passender Nickname... ...nein, Sie meinen es ja vermutlich gut. Aber könnte es sein, daß Sie ohne es zu merken voller Vorurteile gegen Türken stecken? Kein Personal mit der nötigen Ausbildung? Gegen "kleines" Geld wird öfters mal weggeschaut? Waren Sie denn jemals in der Türkei (und nicht nur am Strand...)?
Armut ist das Problem bei Erdbeben - als gefährdet eingestufte Bauten bleiben bewohnt, weil bezahlbare erdbebensichere Alternativen fehlen. Und in Kurdengebieten wird sich politisch gewollt da erst mal wenig ändern. Ihr Post sollte Ihnen zu denken geben.
Gruß

Region Elaziğ

In der Region Elaziğ wo das Erdbeben stattfand leben viele Kurden. Die haben im 1. WK das Land zusammen mit den Türken gegen die Feinde des Osmanischen Reiches beschützt und sind bis heute treue Anhänger des türkischen Staates. Das Gebiet gilt auch als Hochburg von Erdogans Partei. Viele Kurden aus dieser Region sitzen im türkischen Parlament.

nach-erdbeben-in-der-tuerkei-weitere-tote-und-viele-vermisste

Lieber reinbolt48, Sie schreiben auch völlig inmeinem Sinn :"
Jeder Bauherr ist daher selbst aufgerufen, so sicher wie möglich zu bauen, etwas teuerer, dann eben etwas kleiner!."
Aber....:
"So sicher wie möglich", das wäre beispielsweise eine äußere Hausform etwa in =>Halbkugelform....

Glauben Sie, dass die Baubehörde sowas =>zulassen würde ?

Der Bauherr wird durch sooo-viele Gesetze und Bestimmungen gegängelt, dass es ihm =>unmöglich<= gemacht wird,....Erdbeben-sicher zu bauen !
St. Bürokratius lässt grüßen......

um 18:52 von Proteus

>>
"Mittel-Italien (Abruzzen). ... Auch keine 'explizit erdbebensichere' Bauweise vorgeschrieben."

Auch das ist Unsinn, denn in Italien gibt es seit 1974 explizite Bauvorschr. Allerd. waren diese zeitw. fehlerhaft, wie ein Experte 2016 dem DLF erklärte
<<

Wenn ich die Bilder aus den Abruzzen erinnere, dass waren das zu einem großen teil historische Gebäude, teilweise wohl aus dem MA. da würden die besten Vorschriften nur helfen, wenn Bestandsgebäude nachgebessert würden. Ob man das immer kann, ohne den kulturellen Wert zu zerstören, dürfte zweifelhaft sein. Andererseits: Wenn beim Erdbeben alles zu Schutthaufen wird, dann ist der kulturelle Wert auch hin.

@16:06 von schabernack

"Bspw. kein türk. "Gastarbeiter" in D könnte es sich leisten, ein Häuschen in Anatolien als Ruhesitz für das Alter zu bauen. Müssten Häuser dort tatsächlich so gebaut sein, dass sie den zu erwart. Erdbebenstärken widerst., die in Anatolien vorkomm. können."

Nicht nur türk. "Gastarbeiter" können sich ein Häuschen leisten. Die Mehrzahl der türkischen Rentner lebt in einer Eigentumswohnung.

Es gab schon immer Bauvorschriften in der Türkei, nur wurden die in der Vergangenheit eher lasch eingehalten. Seit Erdogan regiert hat sich einiges verändert. Kontrollen wurden verschärft und Baupfusch wird strenger bestraft.

@18:43 von pxslo

"Hier scheint mir eine Verwechslung vorzulegen. Das was Sie hier beschreiben gibt es auf US-Guantanamo. Jeder Gefangene bekommt in der Türkei 3 x täglich eine Mahlzeit, darf seine Anwälte konsultieren Zeitungen bzw. Medien konsumieren und kann sich sportlich betätigen."

In der Türkei wurden nach dem Putsch tausende Menschen verhaftet + inhaftiert. Allein im Dezember 2019 gab es wieder 350 Verhaftungen, wie türk. Behörden mitteilten. Mindestens 100.000 Personen wurden im Rahmen von Erdogans Säuberungswelle aus dem Staatsdienst entlassen, dazu gehörten Lehrer, Hochschullehrer und -Angestellte, 17.866 (offzielle Zahl) Mitglieder der Streitkräfte wurden ihrer Posten enthoben, Amtsträger wurden entlassen oder verhaftet, 2709 Personen wurden suspendiert. Die Zahl der inhaftierten deutschen Staatsangehörigen lag im August bei 62. Deniz Yücel und andere befanden sich lange in Einzelhaft, Zugriff auf Zeitungen/Medien, oder die Möglichk. sportl. Betätigung gab es dort nicht. Netter Versuch.

18:52 von Proteus

«Das ist Unsinn … Auch das ist Unsinn.»

Ich bin kein Erdbeben-Guru des Allwissens. Habe stattdessen in Tokyo gelebt + das dortige weltweit einzigartige "Erdbeben-Museum" inkl. "Shake-Room" besucht.

Dort gibt es zusatzl. "Geschichte der Erdbeben".
Und wie man architektonisch verhindern kann, dass Gebäude einstürzen.

«Es gibt vglsw. einfache Methoden, um bei e. Gebäude das "Box-Verhalten" zu erzwingen, das dann verhindert, dass die Dachkonstruktion auf die Menschen stürzt.»

Um Mit-Schwingungs-Verhalten der ganzen Konstruktion zu erreichen, muss "von unten an alles stimmen". Das stimmt aber nicht, wenn man an nur einer Stelle nachlässig baut. Ist es nicht Priorität, ob die Dachkonstruktion nicht einstürzt.

«… in Italien gibt es seit 1974 explizite Bauvorschr. Allerd. waren diese zeitw. fehlerhaft …»

Fehlerhafte … nicht eingehaltene … Bauvorschriften sind natürlich die allerbesten. Nur nicht für Menschen, die in Häusern wohnen, die dann doch einstürzen. Seit 1974 … aha …

@19:12 von Proteus

"Deniz Yücel und andere befanden sich lange in Einzelhaft, Zugriff auf Zeitungen/Medien, oder die Möglichk. sportl. Betätigung gab es dort nicht. Netter Versuch."

Wäre Herr Yücel auf Guantanamo, säße er noch heute (und die nächsten Jahrzehnte) in Haft.

Es gibt in türk. Gefängnissen jedenfalls garantiert (!) Zeitungen/Medien für die Insassen. Daneben auch sportliche Betätigung. Man kann dort auch an Qualifizierungsmaßnahmen teilnehmen und eine Beruf erlernen.

@19:03 von Klärungsbedarf

"da würden die besten Vorschriften nur helfen, wenn Bestandsgebäude nachgebessert würden"

Die wurden aufgrund der Bauvorschriften tatsächlich z.B. armiert, eine preiswerte Methode sind da Stahlanker, die in die obersten Etagen eingezogen werden und dann Seitenbewegungen der Wände verhindern. Allerdings waren z.B. in Amitrice (2016?) tatsächlich gerade viele sehr alte gemauerte Gebäude von den Einstürzen betroffen, und die Frage bliebe da, ob die - teilw. noch aus früheren Jahrhunderten stammenden - Häuser tatsächlich alle entsprechend den Vorschriften armiert wurden. Die Erdstösse beim dortigen Erdbeben erfolgten aber nicht aus der Tiefe, sondern waren flach - mit beachtlichen Seitenbewegungen. Unter den hist. Gebäuden gab es nach Expertenmeinung wahrsch. nicht wenige vorgeschädigte Gebäude, die dann - trotz jahrhundertelangem Standhalten und/oder zusätzlicher Armierung - doch noch einstürzten.

Das Thema hier ist das Erdbeben und die Erdbebenopfer

- für die Betroffenen und ihre Familien eine Tragödie- nicht die türkische Regierung und ihr Umgang mit Oppositionellen und Journalisten. Es sollte nicht für derartige Kritik instrumentalisiert werden aus Respekt vor dem Leid und auch nicht zur Glorifizierung Erdogans. Ich gehe davon aus, dass die türkische Regierung Alles tut, was möglich ist. Aber Manche können es einfach nicht lassen.

@19:33 von schabernack

"Um Mit-Schwingungs-Verhalten der ganzen Konstruktion zu erreichen, muss "von unten an alles stimmen".

Lesen Sie mal, was Geologen + ausgewiesene Erdbeben-Experten dazu sagen. Man muss bei kl. Gebäuden nicht wie bei Hochhäusern in Mexiko-Stadt die Grundplatten auf Kugeln oder in einer Gummidaämpfung lagern.
Bei kleinen Gebäuden reicht es mit Ankern oder Betonringen e. Box-Verhalten zu erzwingen + die Dachkonstruktion leicht zu halten.

"Fehlerh. Bauvorschriften sind natürl. die allerbesten."

Die ersten 1974 f. NEUBAUTEN vorges. Vorschriften sahen Betondächer vor. Man versprach sich davon größere Stabilität. Bei folgenden Erdbeben erkannte man aber dann, dass diese massiven Dachkonstruktionen bei Erdbeben die Aussenwände auseinanderdrückten, also den Einsturz sogar noch beschleunigten, und dann herabstürzten. Diese Vorschriften wurden daraufhin geändert, die aber dann noch neuwertigen Häuser mit Betondächern erhielten aber offens. Bestandsschutz. Alte Häuser werden i. Ital. armiert.

@19:35 von pxslo

"Es gibt in türk. Gefängnissen jedenfalls garantiert (!) Zeitungen/Medien für die Insassen. Daneben auch sportliche Betätigung. Man kann dort auch an Qualifizierungsmaßnahmen teilnehmen und eine Beruf erlernen."

Nicht wenige der in der Türkei inhaftierten deutschen Staatsbürger berichteten über Isolations-/Einzelhaft. Die Haftbedingungen der türk. Infaftierten ohne deutsche Staatsbürgerschaft dürften wesentlich prekärer sein, dort wird z.B. von überfüllten Sammelzellen berichtet. Mal abgesehen davon, dass es für diese Verhaftungen keine rechtsstaatliche Begründung gibt/gab, sind die Haftbedingungen eben kein Kuraufenthalt, den Sie uns hier offens. vorgaukeln wollen. Kommen Sie doch einfach wieder auf das eigentliche Thema zurück, dem Erdbeben und seinen Folgen. Ohne Propaganda.

@deutlich

Teşekkürler!
Ihrem Kommentar will ich mich ganz anschließen, irgendwie weicht alles andere vom Thema Erdbeben ab.

19:03 von pxslo / @schabernack

«Nicht nur türk. "Gastarbeiter" können sich ein Häuschen leisten. Die Mehrzahl der türkischen Rentner lebt in einer Eigentumswohnung.»

Ich schrieb ja auch "beispielsweise" …
Dazu, wer in der TÜR in Wohneigentum lebt, sagte ich gar nichts.

«Es gab schon immer Bauvorschriften in der Türkei, nur wurden die in der Vergangenheit eher lasch eingehalten.»

Bauvorschriften, die beliebig lasch, oder gar nicht eingehalten werden.
Sind wie Bauvorschriften, die gar nicht existieren …

@14:50 von deutlich

"Mein Beileid
den Angehörigen! Ich hoffe, dass die Rettungskräfte noch viele Verschüttete lebend bergen können und dass ggf. schnelle Hilfe organisiert werden kann."

Dem möchte ich mich anschließen.

Jedes "wenn, dann..." und dieses "hätte und müsste" von Laien, die die Verhältnisse aus der Ferne nicht beurteilen können, geht mir angesichts von Toten und Verletzten und den Vielen, die jetzt mit leeren Händen da stehen und dazu noch Opfer zu beklagen haben, einfach nur auf die Nerven.

Warum in Erdbebengebieten

Warum in Erdbebengebieten bauen? Gibt es woanders keine Grundstücke mehr? Der Planet soll noch nicht überbevölkert sein.

17:37 von Hackonya2

«Natürlich kann man Erdbebensicherheit bauen, meine das da den Bestrang Japan führt. Da gibts täglich fast Erdbeben, passiert kaum trotzdem jemand was.»

"Erdbebensicherheit" kann man nicht bauen. Aber in mehr oder weniger weitem Rahmen "Erdbeben-Weniger-Anfällig". Es kommt darauf an, welchen Wert man solcher Bauweise bei welcher potentiellen Gefahrenlage jeweils beimisst.

Auch in Japan ist nicht "erdbebensicher" gebaut.
Zeigte das letzte schwere Beben im in der Stadt Kobe Mitte der 1990-er Jahre. Es gab schwere Schäden + tausende von Toten zu beklagen.

Aber bis ca. Richter-Skala 6,0 schwingen zwar alle Gebäude "wie Wackelpudding" + Kram fällt in Supermärkten + in Häusern aus Regalen & Co. Strukrurell zerstört wird aber bis zu dieser Bebenstärke nur sehr selten sehr wenig.

Eine solche Stärke richtet in vielen anderen Ländern fast immer schwere Schäden an. Es ist eine Frage der Priorität + nirgendwo Erfolg versprechend, wo der Staat nicht exakt vorschreibt und kontrolliert …

@20:11 von Proteus

"Die Haftbedingungen der türk. Infaftierten ohne deutsche Staatsbürgerschaft dürften wesentlich prekärer sein, dort wird z.B. von überfüllten Sammelzellen berichtet."

Da gibt es keine Unterschiede. Alle werden gleich behandelt. Und es gibt in der Türkei Einzelzellen wie auch Sammelzellen. Die aller- allermeisten
Gefangenen möchten aber lieber in dieser Sammelzelle sitzen. Ich kann Sie aber beruhigen: diese Großraumzellen werden demnächst abgeschafft. Die EU will es so. Dürfte aber nicht alle erfreuen.

"Mal abgesehen davon, dass es für diese Verhaftungen keine rechtsstaatliche Begründung gibt/gab,.."

Doch die gibt/gab es. Man muss nur türkisch lesen können.

19:58 von Proteus / @schabernack

«Um Mit-Schwingungs-Verhalten der ganzen Konstruktion zu erreichen, muss "von unten an alles stimmen".»

«Man muss bei kl. Gebäuden nicht wie bei Hochhäusern in Mexiko-Stadt die Grundplatten auf Kugeln oder in einer Gummidaämpfung lagern.
Bei kleinen Gebäuden reicht es mit Ankern oder Betonringen e. Box-Verhalten zu erzwingen + die Dachkonstruktion leicht zu halten.»

"Muss von unten an stimmen" bedeutet nicht, dass Gebäude auf speziellen Lagern gelagert sein müssten. Oder sie einen zentralen Stützpfeiler mit schwingenden Gewichten hätten, der Bebenschwingungen "ausgleichend absorbiert". Das ist eh nur bei größeren Gebäuden sinnvoll.

Auch bei nachträglicher Armierung "muss es von unten an stimmen".
Diese wird nur (sehr) bedingt helfen, wenn die vorherige Struktur des Gebäudes bereits durch Beben vorgeschädigt war, oder gar völlig ohne Beachtung von Erdbeben gebaut wurde.

Die seit > 2.000 Jahren "klassische JAP-Form" sind Tempel aus Holz mit Mittelpfeiler + Holz-Schräg-Dach …

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