Ihre Meinung zu: UN-Gericht: Myanmar muss Rohingya vor Völkermord schützen

23. Januar 2020 - 13:22 Uhr

Der Internationale Gerichtshof in Den Haag hat Myanmar dazu verpflichtet, alle Maßnahmen zu ergreifen, um einen Völkermord an den Rohingya zu verhindern. Es gab damit einer Klage Gambias statt.

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Kommentare

Dass man dafür ein

Dass man dafür ein Gerichtsurteil braucht? In welchem Teil der Erde ist Völkermord denn erlaubt?
Richtig. Nirgends. Also auch im Burma nicht.

Friedensnobelpreisträgerin? Aung San Suu Kyi?

Ich finde diese Person als Staatsberaterin, aber sogenannte faktische Regierungschefin, mehr als zweifelhaft. Selbst auf einem der zuletzt stattfindenden Weltwirtschaftsforen, hat sie derartige Menschenrechtsverletzungen abgestritten und nur von "möglichen" Vergehen gesprochen, ja die Inhaftierung von zwei Reuters-Journalisten wegen Landesverrats verteidigt. Ich hoffe, dass nun ein Prozess wie mit Libyen in Gang kommt und einige Regionen auf der Welt zu besseren Orten macht. Die Menschen haben es mehr als verdient.

Danke, Gambia

"Der Internationale Gerichtshof in Den Haag hat Myanmar dazu verpflichtet, alle Maßnahmen zu ergreifen, um einen Völkermord an den Rohingya zu verhindern. Es gab damit einer Klage Gambias statt"

Gut so. Hoffentlich nützt es auch was - dahingehend, dass die Rohingya geschützt werden bzw. der Mord an ihnen verhindert wird. Ob dem so ist, kommt allerdings ganz darauf an, wie ernst "Myanmar" diese Verpflichtung nimmt.

N.B.: Offenbar ist es angesichts der derzeitigen "weltpolitischen Lage" schon zuviel verlangt, dass diese Diskriminierung überhaupt aufhört.

Schutz vor Völkermord

Wie ist denn dieses Urteil zu interpretieren? Gibt es dafür Vorschriften oder ist das Myanmar überlassen? Myanmar könnte unter 'Schutz vor Völkermord' auch ein sicheres Geleit an die Grenze nach Bangladesch verstehen. Und können Maßnahmen gegen Myanmar ergriffen werden?

Und wie soll dieser Schutz aussehen?

Soviel ich weiß haben diese keine Staatsangehörigkeit?
Lässt Myanmar die wieder ins Land oder eher nicht?
Wie kam es das Buddhisten auf einmal so brutal wurden?
Buddhisten waren für mich immer friedliebende Menschen, was hat sich da geändert?

Da kann ich nur noch fühlen

Mein sehr viel älterer Bruder war aus Protest gegen die Nazi-Haltung gegenüber anderen Volksgruppen Buddhist geworden. Das imponierte mir sehr, und bis heute interessiert mich der Buddhismus als einzige Religion, bei der es wirklich um die Befreiung des Menschen von allen menschlichen Eigenarten geht, die sich gegen das Leben und das Wohlergehen anderer richtet. Und nun, ich mag es kaum glauben, so etwas...

Wo kann man eine neutrale Zusammenfassung der Geschehnisse einsehen, die zu diesem Konflikt zwischen einer buddhistischen Mehrheit und der muslimischen Minderheit geführt hat? Was muss geschehen sein, um aus Buddhisten solche Gewalttäter zu machen?

Völkermord oder nicht?

Es klingt verwunderlich,
- dass Myanmar zwar Kriegsverbrechen an den Rohingya zugeben,
- dass Fimberichte die systematische Zerstörung von Dörfern durch Soldaten zeigen,
- dass sich zigtausende Menschen auf die Flucht vor den mordenden Soldaten ins Nachbarland begaben,
- dass Myanmar gerichtlich der Schutz der Rohingya auferlegt wurde...

Angesichts all dessen stellt sich die Marionette Suu Kyi hin und behauptet, Völkermord sei das alles nicht gewesen. Das klingt nach “Beifang“, das ist menschenverachtend.
Vielleicht sollte sie aufhören zu lügen und endlich zur Kenntnis nehmen, wie die UN-Völkermordkonvention diesen Begriff definiert.

Diese Frau gehört nicht an die Spitze einer Regierung, sondern gerichtlich verurteilt.

@ 13:07 von kuesten_matze

"Friedensnobelpreisträgerin? Aung San Suu Kyi?
Ich finde diese Person als Staatsberaterin, aber sogenannte faktische Regierungschefin, mehr als zweifelhaft. Selbst auf einem der zuletzt stattfindenden Weltwirtschaftsforen, hat sie derartige Menschenrechtsverletzungen abgestritten und nur von "möglichen" Vergehen gesprochen, ja die Inhaftierung von zwei Reuters-Journalisten wegen Landesverrats verteidigt. Ich hoffe, dass nun ein Prozess wie mit Libyen in Gang kommt und einige Regionen auf der Welt zu besseren Orten macht. Die Menschen haben es mehr als verdient."
.
Was meinen Sie mit 'ein Prozess wie mit Libyen in Gang kommt'? Im übrigen glaube ich nicht, dass China irgendeinen Prozess, den sie sich dort wünschen, zulassen wird.

Zu dem Thema

Wird lange in Erinnerung bleiben, dass deutsche Rechtsaußen sich vehement auf die Seite der Menschenrechtsverletzer geschlagen haben, weil es ja gegen Muslime ging.

Verpflichtend ?

Welche Sanktionsmechanismen greifen den, wenn die nach Sezession strebenden Muslime nicht geschuetzt werden ?

Es ist doch nur zu offensichtlich, das die Regierung Myanmars sich eines Problems entsorgen will (den Muslimen).

Und zwar ohne ihnen ihre bisherigen Siedlungsgebiete zu lassen.

Ohne Sanktionen gibt die Regierung ihr Ziel gewiss nicht auf.

Militärclique

Schon seit den 50er Jahren regiert eine Militärclique das ehemalige Burma mit eiserner Hand...hinzugekommen ist die Ausbeutung der Bodenschätze für eine kleine Oberschicht...die Friedensnobelpreisträgerin gehörte auch zu dieser Oberschicht, bis sie von den Militärs unter Hausarrest gestellt wurde. Sie hatte damals bei den Wahlen gewonnen, durfte aber ihr Amt nicht annehmen. Jede den Militärs gefährlich werdenden Kraft wurde bisher unterdrückt...die gewaltsame Vertreibung der Rohingya war und ist ein Verbrechen...die Welt hat leider zugeschaut...trotz des Urteils in Den Haag ist die UNO nur ein Papiertiger ohne die Rückkehr diese Volksgruppe durchzusetzen.

@ 14:37 von karwandler

Vollkomen richtig, gegen Errichtung eines Kalifats und gegen muslimischen Terror.

>>Der Staatenbund beschuldigt

>>Der Staatenbund beschuldigt Myanmar wegen des harten Vorgehens gegen die Rohingya des Genozids. Soldaten Myanmars hatten demnach seit 2016 Tausende Menschen ermordet, Dörfer zerstört, Frauen und Kinder vergewaltigt und mehr als 700 000 Menschen in die Flucht getrieben.<<

Wie ist es zu begründen, warum die Menschen in Myanmar Rohingyas töten?

Das geschieht ja bestimmt nicht einfach so aus Spaß an der Freude.

Leider ist der Grund/sind die Gründe im Artikel nicht zu entnehmen.

Hier hätte ich mir genaue Informationen seitens der TS gewünscht....

Falsch verstanden

@15:39 von NeutraleWelt
Wenn sich "Rechtsaußen" auf die "Seite der Menschenrechtsverletzer" geschlagen haben, weil es ja gegen Muslime ging...so heißt das doch nicht, daß die Volksgruppe der Rohingya für die Einführung eines Kalifats waren, ebensowenig sich für "muslimischen Terror" eingesetzt haben...irgendwie sind da bei ihnen diese Begriffe zwischen den Zeilen geraten...diese haben sich in ihrem Text wohl selbständig gemacht. Was haben die Rohingya mit einem Kalifat zu tun, selbst "Rechte" wüßten das nicht.

@ landart, um 15:19

Sie sehen das gewiss richtig.

Nur: WIE soll man sich vorstellen, wie die Rückkehr der Rohingya durch die UN durchgesetzt werden kann?

re neutralewelt

"@ 14:37 von karwandler

Vollkomen richtig, gegen Errichtung eines Kalifats und gegen muslimischen Terror."

Meinen Sie mit vollkommen richtig, dass Völkermord und ethnische Säuberung irhendwie zu rechtfertigen sind?

14:12 von Emil66

Zitat “Gemäß dem Staatsbürgerschaftsgesetz von 1982 gelten die Rohingya nicht als eine der 135 einheimischen Bevölkerungsgruppen und haben damit keinen Anspruch auf die myanmarische Staatsbürgerschaft.“

Vor 1982 hatten sie die myanmarische/burmesische Staatsangehörigkeit.
In Indien läuft derzeit auch dieses “Spiel“. In Assam (Indien) gibt es inzwischen fast zwei Millionen staatenlose “Inder“. Diese Menschen wurden von der hindunationalistischen Modi-Regierung einfach aus dem Melderegister Assams getilgt.
Leider hört und liest man bei uns zu den Vorgängen in Indien nichts: Kashmir immer noch von der Welt abgeschitten (trotz Gerichtsurteil), Assam, UttarPradesh usw.

15:39 von NeutraleWelt

Die Rohingya wollten in Myanmar ein Kalifat errichten? Leider konnte ich im www so überhaupt nichts dazu finden. Sie helfen sicher gerne weiter. Dankeschön

@ morgentau19, um 15:57

“Wie ist es zu begründen, warum die Menschen in Myanmar Rohingyas töten?...
Hier hätte ich mir genaue Informationen seitens der TS gewünscht.“

Darüber wurde letztes Jahr hier sehr ausführlich berichtet.
Das jetzt angesichts des Urteils wieder in einem Artikel auseinanderzupflücken ist daher unnötig und wäre zudem sehr umfangreich.
Daher empfehle ich “Rohingyas Konflikt“ zu googeln - da werden Sie geholfen.

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